DIE ERNTEZEIT,

gepr. am 12.12.1964 in Phoenix, Arizona

von Br. William Marrion Branham


001.   Danke, Bruder Williams. Guten Morgen, Freunde. Es ist ein Vorrecht, heute morgen hier zu sein und auf diese Weise vorgestellt zu werden. Das beschämt mich. Ich bin sehr dankbar, daß ich die Gelegenheit bekam, an diesem Vormittag in Phoenix zu sein.


002.   Ich erinnere mich, daß ich wohl siebzehn Jahre alt war, als ich zum erstenmal nach Phoenix kam. Seit der Zeit hat es sich wirklich sehr vergrößert. Als wir heute früh hierherführen, konnten wir kaum sagen, wann wir Tucson verließen und Phoenix erreichten. Sie gehen fast ineinander über, so viele Gebäude sind entstanden. Dort, wo man früher in die Wüste kam und sogar Lasteseln begegnete, sind jetzt Motels und Warenhäuser. Das beweist mir, daß ich alt werde.


003.   Ich setzte mich zu meinem guten Bruder Valdez, und wir unterhielten uns. Dabei sagte ich: "Nun werde ich alt. Ich merke, daß ich schon einen langen Weg zurückgelegt habe." Dann meinte ich: "Warte, bis du in mein Alter kommst." oder etwas dergleichen. Ich war sehr überrascht, als ich erfuhr, daß er etwa zwölf Jahre älter ist als ich. Danach fühlte ich mich sehr viel besser. Ich fragte ihn: "Bruder Valdez, wie lange predigst du schon das Evangelium?"


004.   Er antwortete: "Fünfzig Jahre."


005.   Ich war also noch ein kleines Kind, als er schon predigte. So sagte ich: "Bruder Valdez, ich wünschte, du würdest den Gottesdienst heute morgen halten. Ich bin noch jung und stelle mich nicht gerne vor meine Ältesten, um ihnen zu predigen."


006.   Er lachte einfach und sagte: "Was meinst du wohl, weshalb ich hierhergefahren bin?"


007.   Ich bin für Bruder Valdez sehr dankbar. Er erzählte mir, daß er ein Altersheim hier hat. Das ist wirklich nett. Ich schätze das. Er hat mich eingeladen, sie einmal zu besuchen. Es liegt am New River. Ich weiß nicht, ob jemand von euch es kennt, aber ich bin sicher, wenn ein Valdez dahintersteht, dann ist es in Ordnung.


008.   Jedesmal, wenn ich in eine Versammlung komme, treffe ich gewöhnlich Menschen, die in den Gottesdiensten geheilt wurden. Als ich heute früh hier am Tisch stand, kam eine teure Schwester zu mir. Ihr Name ist Erb, und sie stammt aus Michigan. Ihr Sohn ist Ansager bei der christlichen Radiostation hier. Sie erzählte mir, daß sie damals an den Versammlungen in Flint, Michigan, teilnahm. Sie hatte eine Gebetskarte und wollte für sich beten lassen, kam aber nicht an die Reihe. Sie war ernstlich krank. Ich glaube, daß Gott die Frau heute morgen auf der Stelle geheilt hat, während sie dort stand.


009.   Ich sagte: "Was für eine Zeit! Es ist zwölf, vierzehn Jahre her, und jetzt ist es in Phoenix geschehen. Phoenix soll ja aus Ruinen erbaut worden sein. Das gleiche hast du heute erlebt: Gott hat deine zerstörte Gesundheit an diesem Morgen wieder aufgerichtet zu einer guten Gesundheit. Das glaube ich."


010.   Gestern abend bekam ich so viele Anrufe. Ich bin ja jetzt euer Nachbar, denn ich wohne in Tucson. Es riefen so viele an, daß ich einfach nicht alle aufsuchen konnte. Deshalb habe ich am Telefon für die Menschen gebetet. Sie brauchten nur ihre Telefonnummer zu hinterlassen.


011.   Unter ihnen war eine alte Dame von siebenundachtzig Jahren. Sie war Christ, hatte aber seit einiger Zeit den Verstand verloren. Sie lief auf die Straße, schrie herum und rief nach der Polizei, daß jemand ihr Baby weggenommen habe. Sie war siebenundachtzig und nicht mehr bei Sinnen - eine liebe alte Frau. Ich kannte sie nicht. Billy rief an und sagte: "Du mußt sofort beten. Es steht schlimm um die Frau. Sie meinen, daß sie stirbt. Sie ist nicht mehr zurechnungsfähig."


012.   Ich legte den Hörer auf, ging in meinen Raum und betete. In wenigen Minuten schlief sie ein, und als sie erwachte, war sie wieder normal. Sie aß eine ganze Portion Hähnchen und zum Nachtisch Eiscreme und Kuchen.


013.   Ihr seht, Gott ist souverän. ER ist Realität. Ihr braucht nicht so zu bleiben. Bittet einfach darum.


014.   Ich meine, es war der leitende Bruder oder jemand anders, vielleicht Bruder Valdez, der in seinem Gebet heute morgen sagte: "Wir empfangen nicht, weil wir nicht bitten. Wir bitten nicht, weil wir nicht glauben."


015.   Mir gefiel der Gesang dieser jungen Leute hier. Bruder Valdez und wir Älteren sprachen über die Aufrichtigkeit dieses jungen Mannes, der Zeugnis davon ablegte, wie er Jesus erlebt hat.


016.   Oft stellen wir bei diesen Gesangsgruppen und Vorsängern fest, was wiederum ein Prediger, nämlich Bruder Valdez, so ausgedrückt hat: "Manchmal ist es mehr als billig." Heute scheint es eine Show zu sein, ohne die Heiligkeit und Aufrichtigkeit, welche die Pfingstler einmal besaßen.


017.   Deshalb weiß ich die Aufrichtigkeit dieser jungen Männer zu schätzen.


018.   Ich sehe nicht oft fern. Wie ihr wißt, bin ich eigentlich dagegen. In Tucson habe ich ein Haus gemietet, bis unser eigenes fertig ist, das dann unser Zuhause sein soll, so der Herr will. Die Dame, die das Haus vermietet, ist ebenfalls gläubig und eine gute Bekannte von uns. In diesem Haus befindet sich ein Fernseher. Ich habe Kinder im jugendlichen Alter, und ihr wißt ja, wie sie sind: es zieht sie dorthin. Vor kurzem kam ich an einem Vormittag von einer Reise mit Bruder Stromei zurück. Ich weiß nicht, ob Bruder Stromei heute morgen hier ist. Er ist der Präsident des Chapters in Tucson. Meine Tochter, die dort hinten sitzt, rief mich herein, damit ich mir etwas ansehe. Sie sagte: "Wir schalten den Fernseher ein, denn es werden einige Gruppen singen."


019.   Ich bin ja ein sehr guter Kritiker. Das tut mir leid, doch ich kann nichts anderes sein, als das, was ich bin. Wenn ich gegen meine Natur handeln würde, wäre ich ein Heuchler. So möchte ich vor euch Menschen nicht dastehen, sondern ich möchte sein, was ich bin. Dann wißt ihr, wo wir stehen. Vermutlich kritisiere ich etwas zuviel.


020.   Doch die Kritik daran kam einfach aus meinem Herzen, denn was dort vor sich ging, erschien mir wie eine Hollywood-Aufführung. Es war keine Heiligkeit vorhanden, wie es sein sollte. Sie sangen die Lieder im Rock'n'Roll-Rhythmus und trugen goldene Schuhe. Ist es schon so weit, daß dieses Evangelium eine Show ist? Wenn ja, dann will ich nichts damit zu tun haben. Ich möchte etwas Echtes, etwas Wahres, und so wollen wir es lassen.


021.   Ich glaube, diese beiden Mikrophone sind nicht richtig eingestellt, Brüder. Hört ihr mich jetzt besser?


022.   So der Herr will, habe ich am nächsten Samstag morgen das große Vorrecht, zum ersten Mal in dem Chapter von Flagstaff, Arizona, zu sprechen. Dieser Bruder hier ist der Präsident. Ich habe leider seinen Namen vergessen. Es ist Bruder Chester Earl. Ich hatte die Gelegenheit, ihn heute morgen zu treffen, als ich den feinen Evangelisten aus Indien, einen indischen Bruder, begrüßte. Er sagte, daß ich am nächsten Samstag morgen dort sprechen soll. Ihr seid alle herzlich zu dieser Versammlung eingeladen. Wir rechnen damit, daß der Herr uns segnen wird.


023.   An dem folgenden Montag abend findet in Tucson ein Essen statt. Der Herr hat mir die Ehre zuteil werden lassen, am 21. Dezember auf dem Bankett in Tucson sprechen zu dürfen. Auch dazu seid ihr herzlich eingeladen.


024.   Wie Bruder Williams bereits bekanntgegeben hat, werde ich vor Beginn der Konferenz zu einer Art "Auftakt" wieder hierher zurückkommen.


025.   Ist hier eine Störung, Bruder Williams? Ist es jetzt besser? Ja? Gut.


026.   Ich hoffe wirklich, daß jeder von euch Zeit haben wird, an einer oder an allen Versammlungen teilzunehmen. Sie beginnen am Sonntag, dem 17., um 13:30 Uhr. Ich möchte noch sagen, daß ich, so der Herr will, in diesen Versammlungen für die Kranken beten und alles, was ich kann, tun werde, um euch zu helfen.


027.   Ihr Prediger-Brüder aus der Umgebung von Phoenix, die ihr heute morgen hier seid, ich möchte euch den Grund sagen, weshalb ich hier in diese Halle gekommen bin. Jedesmal, wenn ich komme, mache ich eine Runde und besuche alle Gemeinden. Es ist schwierig, weil einige Gemeinden sehr klein sind. Wir wollen doch keinen Bruder übergehen, nur weil seine Gemeinde klein ist. Die Schwierigkeit besteht darin, daß wir die Menschen nicht unterbringen können. Deshalb dachte ich, wir kommen alle an einem Ort zusammen, um den ich mich selbst kümmere. Deshalb haben wir uns hier zum Gottesdienst versammelt. Es soll ein Evangelisations-Gottesdienst sein, in dem wir auch für die Kranken beten.


028.   Vielleicht ist es besser, wenn ich in dieses Mikrophon hineinspreche? Nein, das ist für die Tonbandaufnahme. Gut.


029.   Vielleicht ist es so ein wenig besser. Ich möchte, daß meine Brüder und die Hirten der Gemeinden hier in Phoenix wissen, daß dies der Grund ist, weshalb wir diese Halle genommen haben. So konnten wir uns an einem Ort versammeln. Man kann einfach nicht zu allen Brüdern gehen: es sind zu viele. Ihr habt gesehen, wie viele heute morgen stehen mußten, und es war wohl noch nicht einmal die Hälfte von ihnen. Man kann in den wenigen Tagen, die uns vor Beginn der Konferenz zur Verfügung stehen, nicht alle besuchen.


030.   Ich bin sicher, daß wir während der Versammlungen eine Herrliche Zeit haben werden. Ihr werdet hervorragende Redner hören. Dies ist Bruder Cash Hamburg. Wie viele haben ihn je gehört? Er ist wie ein Taifun. Entschuldige - das hätte ich so nicht sagen sollen. Er ist ja ein Bruder. Aber ich war einmal mit ihm zusammen. Ich weiß nicht, wie ihr kommen und mich anhören könnt, wenn ihr je einen Mann wie ihn gehört habt. Er kann predigen, ohne daß ihm die Luft ausgeht. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber so schafft er es, viel zu sagen. Vor kurzem war ich in meiner Konferenz in New York mit ihm' zusammen. Er wollte mich nach der Versammlung zum Abendessen treffen. Ich ging ins Restaurant und war bereits wieder im Begriff zu gehen, als er dort erst eintraf. Er hatte auf dem ganzen Flur und überall jedem gepredigt, dem er begegnete. Er ist ein richtiges Original.


031.   Ich bin sicher, daß ihr auch den Bruder aus Kalifornien gern hören werdet. Wie heißt er? Ich kann mich an seinen Namen nicht erinnern. Er ist einer der Redner. Ich habe seinen Namen vergessen. Er spricht mit großem Nachdruck und wird euch gefallen. Wahrscheinlich werden solch hervorragende Redner wie Bruder Roberts und viele der bedeutenden Männer von heute dort sein.


032.   Ich bin dankbar für eine Schriftstelle, die mir erst hier in den Sinn gekommen ist. David dachte eines Tages an die Bundeslade, die sich in einem Zelt befand. Er war gerade mit Nathan, dem Propheten jener Tage, zusammen und sagte: "Ist es richtig, daß ich in einem Zedernpalast wohne, während die Lade mit dem Bundesgesetz des Herrn unter Zelttüchern steht?"


033.   Der Prophet antwortete ihm: "Führe alles aus, was du im Sinn hast, David, denn Gott ist mit dir!" Mehr wußte er darauf nicht zu sagen.


034.   Aber noch in derselben Nacht erging das Wort des Herrn an den Propheten: "Gehe hin und sage Meinem Knecht David: Ich habe dich von der Weide hinter der Herde weggeholt und habe dir einen Namen geschaffen, wie ihn nur die Größten auf Erden haben" - nicht den größten, aber einen Namen, der zu den größten zählte, die es zu jener Zeit auf Erden gab.


035.   Ich dachte: "Welch eine Gnade hat Gott dem David erwiesen! Ich beziehe das auf mich, weil mir in diesen Tagen, in denen wir leben und in denen die Weltgeschichte zum Abschluß kommt, das Vorrecht zuteil geworden ist, zu solchen Männern wie denen, die an diesen Versammlungen teilnehmen, gezählt zu werden." Der Herr segne euch reichlich.


036.   Mein guter Freund, Bruder Valdez, sagte: "Bruder Branham, ich muß um Viertel vor bzw. nach zehn gehen. Deshalb werde ich mich nach hinten setzen, um dich beim Sprechen nicht zu stören." Er war in den vorherigen Versammlungen.


037.   Ich bin ziemlich langsam und muß nachdenken, wenn ich spreche. Oft schreibe ich mir Schriftstellen auf und mache mir Notizen, doch dann muß ich sie außer acht lassen, weil mir in den Sinn kommt, was Er mir zu sagen aufgetragen hat. Ihr wißt, ich bin auf den Herrn angewiesen. Obwohl ich so langsam bin, hoffe ich, euch heute vormittag nicht allzu lange festzuhalten.


038.   Ich fragte Bruder Williams: "Wieviel Zeit habe ich, Bruder Williams? Ich habe eine Schriftstelle, über die ich etwa dreißig Minuten lang sprechen könnte. Danach könnte ich die Versammlung entlassen, und alle kämen rechtzeitig nach Hause. Aber wenn es möglich ist, würde ich gern eine kleine Lektion geben." Es ist etwas, von dem ich meine, daß es heute für euch bestimmt ist, etwas, das ihr mit nach Hause nehmen und worüber ihr nachdenken solltet


039.   Gewiß wäre ich heute morgen nicht schon um 3:30 bzw. 3:40 Uhr aufgestanden, hätte mich bereit gemacht und wäre gekommen, nur um gesehen zu werden. Es geht mir nicht darum, gesehen zu werden. Gestern befaßte ich mich mit einigen Schriftstellen, die ich mir aufgeschrieben habe, im Hinblick auf etwas, über das ich ernsthaft betete. Ich bin hierhergekommen, weil ich glaube, daß manchem dadurch geholfen werden kann. Wir haben keine Zeit für Shows und Aufführungen, sondern müssen zur Sache kommen. Ich glaube, daß Jesus sehr bald kommt.


040.   Es wird auf Tonband aufgezeichnet und wahrscheinlich von jemandem gehört werden. Deshalb möchte ich eine Erklärung abgeben: Man mißversteht mich so oft. Viele sprechen mich auf etwas an und fragen: "Bruder Branham, hast du es in diesem Licht gemeint?" Bei manchen Dingen, die wir sagen, müßt ihr den Ausdruck kennen, um zu wissen, was ich damit meine.


041.   Vielleicht sage ich auch Dinge, die im Gegensatz zu dem stehen, was manche glauben. Ich möchte dies jetzt klarstellen: was manche glauben! Doch ich habe eine Botschaft vom Herrn. So empfinde ich das. Andere denken vielleicht, sie sei vom Teufel; andere halten sie für Unsinn. Für mich aber ist es Leben. Wenn ich Dinge anders sage, dann nicht, um mich zu unterscheiden oder verletzend bzw. gehässig zu den Menschen zu sein. Das ist nicht meine Absicht. Wenn doch, dann bin ich ein Heuchler. Ich sage es unter dem Aspekt, Gott näherzukommen. Ich sage es aus dem Gesichtspunkt heraus, damit die Menschen Gott besser erkennen. Ich sage es nicht, weil es etwas ist, das ich mir selbst zurechtgelegt habe, sondern es ist etwas, das mir von Gott zuteil wurde.


042.   Sollte ich in diesen Versammlungen etwas ansprechen, das jemanden kränkt, dann sagt einfach: "So glaube ich das nicht."


043.   Ich habe diese etwas merkwürdige Erklärung schon oft gegeben. Meine Frau, die dort sitzt und zuhört, weiß, daß ich nichts von Förmlichkeiten halte. Es ist, wie wenn man ein Hähnchen ißt und auf einen Knochen stößt. Niemand, der es wirklich gerne mag, würde das ganze Hähnchen wegwerfen, nur weil er auf einen Knochen gebissen hat. Er legt den Knochen beiseite und ißt das Hähnchen auf. Das gleiche trifft auf einen Kirschkuchen zu. Wenn ich einen Kern finde, werfe ich doch nicht den Kuchen weg, sondern lege nur den Kern beiseite.


044.   Sollte ich in einer meiner Versammlungen etwas sagen, das euch wie ein Kern vorkommt, so legt es beiseite. Gesteht mir zu, daß ich darüber einfach nicht so gut Bescheid weiß wie ihr. Macht weiter und eßt, was ihr für richtig haltet.


045.   Ich vertraue darauf, daß der Herr Sein Wort jetzt segnet. Ich glaube an das Wort, und nur das Wort, das Wort allein. Und das ist die Botschaft, die der Herr mir gegeben hat.


046.   Wir unterscheiden uns voneinander. Ich habe heute morgen meine Brüder beobachtet. Es sind vielleicht hundert oder mehr: Missionare, Evangelisten und Hirten. Jeder von ihnen ist besser dazu befähigt als ich, hier zu stehen und zu sprechen. Dessen bin ich mir sicher. Doch seht, keiner von uns kann den Platz eines anderen einnehmen. Keiner kann die Botschaft des anderen bringen. Jeder von uns hat eine andere Art.


047.   Gott ist souverän. Wer hätte Gott am Anfang sagen können, wie Er die Dinge zu machen hat, als nur Er allein existierte? Es gibt nur eine Art ewiges Leben, und das ist Gott. Wenn wir ewiges Leben haben, waren wir schon damals bei Gott, ja ein Teil Gottes. Wir waren Attribute von Ihm. Auch jetzt sind wir Attribute von Ihm. "Im Anfang war das Wort." Ein Wort ist ein zum Ausdruck gebrachter Gedanke. Wir waren Seine Gedanken, die dann als Wort zum Ausdruck gebracht wurden. So wurden wir, was wir sind. Aus dem Grund wurde unser Name - vielleicht nicht der, den wir jetzt haben, aber unser Name schon vor Grundlegung der Welt in das Lebensbuch des Lammes geschrieben. Wenn er nicht seit damals dort stand, wird er nie dort sein. Jesus kam, um alle die zu erlösen, deren Namen in dem Buch stehen. ER wußte es.


048.   Wer kann, wie uns in Römer 9 gesagt wird, dem Töpfer Vorschriften machen? Kann der Ton sagen: "Mach aus mir das oder jenes!"? Nein! Gott möchte alle Seine Eigenschaften entfalten. Deshalb macht Er ein Gefäß zur Unehre und ein anderes zur Ehre, um es besonders hervorzuheben. Seht ihr. Er ist souverän. Niemand kann Ihm sagen, was Er tun soll.


049.   ER hat uns verschieden gemacht. In der Bibel wird uns gesagt, daß sogar die Sterne sich in ihrem Glanz voneinander unterscheiden. Ihr wißt, daß auch zwischen den Engeln im Himmel Unterschiede bestehen. Es gibt Engel, es gibt Cherubim und Seraphim. Sie unterscheiden sich voneinander. Auch wir sind alle verschieden. Gott hat hohe Berge, Ebenen, die Prärien, Wiesen, Wüste, Wasser. ER ist vielfältig; Er ist ein Gott der Mannigfaltigkeit. Seht euch Sein Volk heute morgen hier an: Einige von uns sind weiß, andere sind schwarz, wieder andere braun oder gelb, einige sind rot. So ist Sein Volk. ER ist ein Gott der Vielfalt. Ich meine, so hat Er es auch unter Seinen Dienern eingerichtet.


050.   Wir wollen jetzt unsere Häupter zum Gebet neigen. Bevor wir aus dem Wort lesen, möchte ich noch etwas sagen. Ich weiß, daß ich ein wenig langatmig bin. Wenn ihr also gehen müßt und aufsteht, so werde ich Verständnis dafür haben. Ich verstehe das vollkommen. Laßt uns beten. Während wir unsere Häupter zum Staube neigen, von dem Gott uns genommen hat, und beten, möchte ich fragen, ob jemand hier ist, den wir in das Gebet mit einschließen sollen. Hebt eure Hand. ER weiß, was in euren Herzen ist und weshalb ihr die Hand gehoben habt.


051.   Teurer himmlischer Vater, wir nahen uns Dir ehrfürchtig und mit zum Staub gebeugten Häuptern, von dem Du uns genommen hast. Wir denken daran, daß Du eines Tages zu Abraham sagtest, Du würdest seine Nachkommen so unzählbar werden lassen wie den Sand am Meer. DU hast ihn aufgefordert, zu den Sternen emporzublicken. Konnte er sie zählen? Natürlich war es unmöglich. DU hast ihm verheißen, daß seine Nachkommenschaft so zahlreich sein würde wie der Sand am Meer und wie die Sterne, die am Himmel leuchten. Mit diesen Gedanken im Sinn und während unsere Häupter zu dem Sand geneigt sind, von dem wir genommen wurden, blicken unsere Herzen hinauf zum Himmel, wohin wir gehen - vom Sand zu den Sternen, weil wir der Same Abrahams sind. In Christus gestorben sind wir der Same Abrahams und Erben mit Ihm gemäß der Verheißung.


052.   Wir sind heute morgen hier versammelt und haben die natürliche Speise für unser Leben zu uns genommen. Das liegt hinter uns.


053.   Jetzt tragen wir danach Verlangen, daß Du uns himmlisches Manna gibst, die Speise, welche uns am inwendigen Leben stärkt. Wie das Blut die Nahrung transportiert, um uns zu stärken und neue Zellen aufzubauen, damit wir Kraft für den Tag bekommen, so mögen wir Christus aufnehmen, damit Er durch das Wort heute morgen unseren Geist erfüllt und uns stärkt für die Stunde, in der wir leben. Der Tag hat sich geneigt, die Abendschatten fallen. Das Abendlicht leuchtet, und bald werden wir den Ruf hören: "Kommt herauf!" Wir möchten in der Stunde bereit sein. Hilf uns, Vater.


054.   Kein Mensch ist würdig, das Buch zu öffnen oder seine Siegel zu lösen. Doch das Lamm, das geschlachtet war seit Grundlegung der Welt, kam, nahm das Buch und löste die Siegel. O Lamm Gottes, komme an diesem Morgen, öffne uns das Buch und laß uns mit Dir hineinschauen, Herr, damit wir erkennen, was wir tun müssen, um für die Stunde bereit zu sein. Segne jede Gemeinde, segne die vor uns liegenden Versammlungen, jede einzelne, auch unsere kleine Zusammenkunft, damit sie sich in die kommenden einfügt. Mögen wir, wenn wir heute von hier gehen, wie sie damals zu Emmaus sagen können: "Brannten nicht unsere Herzen in uns, als Er unterwegs mit uns redete?" Gewähre es, Vater. Wir bitten es im Namen Jesus. Amen.


055.   Alle, die ihr die Bibel aufschlagen möchtet, weil ihr gewöhnlich mitlest, wenn ein Prediger vorliest, damit ihr wißt, wovon er spricht, könnt Matth., Kap. 4, aufschlagen, falls ihr eure Bibel hier habt.


056.   Ich werde euch das Thema nennen, bevor ich darüber spreche. Ich möchte es in einer Art Belehrung tun und ausführlich behandeln. Ich weiß nicht, warum ich gerade diesen Titel gewählt habe, doch er lautet: Die Erntezeit.


057.   Als Grundlage dafür werden wir aus der Schrift lesen, um hieraus den Zusammenhang für den Text zu nehmen. Wir werden einen Teil aus Matth. 4 lesen. Es geht darin um die Versuchungsgeschichte Jesu. Nachdem Er mit Heiligem Geist erfüllt worden war, wurde Er in die Wüste geführt.


058.   Hierauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden; und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn zuletzt. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte zu ihm: "Bist du Gottes Sohn, so gebiete, daß diese Steine zu Broten werden." Er aber gab ihm zur Antwort: "Es steht geschrieben: 'Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ergeht." Hierauf nahm ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, stellte ihn dort auf die Zinne des Tempels und sagte zu ihm: "Bist du Gottes Sohn, so stürze dich hier hinab! denn es steht geschrieben: 'Er wird seine Engel für dich entbieten, und sie werden dich auf den Armen tragen, damit du mit deinem Fuß an keinen Stein stoßest." Jesus antwortete ihm: "Es steht aber auch geschrieben: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!" Nochmals nahm ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Königreiche der Welt samt ihrer Herrlichkeit und sagte zu ihm: "Dies alles will ich dir geben, wenn du dich niederwirfst und mich anbetest." Da antwortete ihm Jesus: "Weg mit dir, Satan! denn es steht geschrieben: 'Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen!" Ich möchte den vierten Vers hervorheben: Er aber gab ihm zur Antwort: "Es steht geschrieben: 'Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ergeht."


059.   Als Leitwort möchte ich nehmen: "Jedes Wort, das aus dem Munde Gottes ergeht." Haltet es im Gedächtnis fest, während wir sprechen.


060.   In Johannes 6, 48 sagte Jesus: "ICH bin das Brot des Lebens." Ich nehme an, daß ich mir die Stelle heute morgen richtig aufgeschrieben habe. Während des Passahfestes aßen die Juden ja ungesäuertes Brot. Sie dachten an das Manna, das in der Wüste fiel, und an die Quelle, die dort in der Wüste aus dem Felsen sprudelte. Sie hatten eine Herrliche Zeit. Dann rief Jesus in ihrer Mitte aus: "ICH bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben vierzig Jahre lang in der Wüste das Manna gegessen und sind dann doch alle gestorben. ICH aber bin das Brot, das von Gott aus dem Himmel herabkommt. Wenn jemand davon ißt, wird er nicht mehr sterben." Von dem Felsen hätte Er sagen können: "ICH bin der Fels, der in der Wüste war. ICH bin der Fels, von dem eure Väter getrunken haben."


061.   "Wie?", fragten sie, "DU bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? Jetzt wissen wir, daß Du einen Teufel hast und von Sinnen bist."


062.   Jesus antwortete: "Ehe Abraham ward, BIN ICH." Der ICH BIN war die Feuersäule in dem brennenden Busch, die mit Moses sprach. Wenn ihr die Formulierung genau betrachtet, so heißt es nicht: "Ich war" oder "Ich werde sein". "ICH BIN" ist immer die Gegenwartsform.


063.   Wir denken jetzt daran, daß Er sagte: "ICH BIN das Brot des Lebens." Wie konnte dieser Mann das Brot des Lebens sein? Das fragen wir uns. ER sagte auch: "Das Brot ist Mein Leib." Wie konnte dieser Mann Brot sein? Das ist sonderbar, doch laßt euch davon nicht verwirren. Die Menschen Seiner Zeit waren darüber verwirrt. Sie verstanden nicht, wie Er selbst das Brot des Lebens sein konnte. In Johannes 1 wird uns gesagt: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." So wurde das Wort zum Brot. Das Wort und das Brot müssen dasselbe sein, denn Jesus ist das Wort, und Er ist auch das Brot.


064.   Wie konnte Er Brot und Wort sein? Für den menschlichen Verstand ist das unbegreiflich. Doch wir hoffen, daß sich heute morgen niemand mit einer menschlichen Gesinnung unter uns befindet, sondern daß die geistliche Gesinnung vorhanden ist, damit wir verstehen, was der Vater uns hier sagen will. Wir sehen ein, daß diese Worte schwer verständlich sind, aber gleichzeitig sind sie schriftgemäße Wahrheit.


065.   "Wie kann dieser Mann Brot sein?", fragten sie sich. Das taten auch Josephus und viele Historiker. Ich befasse mich gerade mit ihnen.


066.   Ich schreibe an einem Buch - meine Erläuterungen über die ersten vier Kapitel der Offenbarung - und hoffe, daß es bald herauskommt. Es wird ein umfangreiches Buch. Danach werde ich auch von jedem Gemeindezeitalter eine Broschüre herausgeben.


067.   Ich habe die Kirchengeschichte durchforscht. Dabei fiel mir auf, daß einer der ersten Geschichtsschreiber - ich glaube, es war Josephus - die Behauptung aufstellte, die Jünger hätten "den Leichnam dieses Jesus von Nazareth, der umherzog und die Kranken heilte, wieder ausgegraben und gegessen." Sie haben lediglich das Abendmahl gefeiert, doch man unterstellte ihnen, sie hätten Seinen Leichnam wieder ausgegraben und gegessen. Wir nehmen beim Abendmahl Seinen Leib in symbolischer Gestalt zu uns. ER war das Wort.


068.   Seht, das ist schwer zu begreifen, doch gleichzeitig ist es schriftgemäß. Jesus sagte: "Alles, was in der Schrift steht, muß in Erfüllung gehen." Deshalb wollen wir uns von allem lossagen, was nicht mit der Schrift übereinstimmt. Verlaßt niemals, niemals die Schrift um einer Sache willen - nicht ein einziges Wort davon! Haltet euch genau an die Schrift.


069.   Eines Tages muß Gott die Menschen richten. Wenn Er die Menschen durch eine Kirche richten würde, welche Kirche sollte es dann sein? Man sagt: "Durch die katholische Kirche." Durch welche katholische Kirche? Sie unterscheiden sich mehr voneinander als wir uns voneinander unterscheiden. Es gibt solch verschiedene Formen von Katholiken: die römischen, die orthodoxen und noch andere. Sie liegen sich in den Haaren. Durch welche von den katholischen Kirchen sollte Er es tun? Wenn Er es durch die protestantische Kirche tun würde, durch welche protestantische Kirche dann? Jede unterscheidet sich von der anderen.


070.   ER wird die Welt richten. Dazu benötigt Er einen Maßstab, wonach sie gerichtet wird. ER wäre ungerecht, wenn Er uns dieses Leben ohne einen Maßstab, nach dem wir beurteilt würden, führen ließe. Wer handelte dann richtig? Wie würde man wissen, was richtig ist? Es muß einen Maßstab geben.


071.   ER sagte in Seiner Bibel, daß Er die Welt durch Jesus Christus richten wird. Und hier haben wir gelesen, daß Jesus das Wort ist. In Hebr. 13, 8 steht: "ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Deshalb wird Er die Kirche nach ihrer Einstellung zu Christus richten, der das Wort ist. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes ergeht." - nicht aus dem Mund eines Menschen, nicht aus einem Seminar, nicht aus einer Kirche, sondern aus dem Munde Gottes. Davon soll der Mensch leben, und nur davon; nicht von menschlichen Deutungen, sondern von Gottes eigenem Wort.


072.   Ihr sagt: "Es ist aber ein Fehler darin." Wenn es so ist, trägt Gott die Verantwortung dafür. ER hat es mir übergeben, und ich muß es bringen. Darin steht, was Er gesagt hat.


073.   Wenn es euch unklar ist, wie Er Brot und das Wort sein kann, so laßt uns danach forschen. Wir wollen es herausfinden, denn die ganze Schrift ist wahr. Sie kann nicht gebrochen werden. Jede Schriftstelle geht in Erfüllung; ganz gleich, wie seltsam sie erscheint, sie erfüllt sich immer.


074.   Was wäre, wenn der Urururgroßvater von Bruder Williams oder einem der anderen Brüder heute morgen auferstehen könnte, und wir würden ihm das Fernsehen zeigen? Vielleicht hat jemand zu ihren Lebzeiten geweissagt, daß eine Zeit kommen würde, in der man eine Stimme auf der ganzen Welt hören kann.


075.   Man hätte gesagt: "Kümmert euch nicht um den armen alten Mann, er hat den Verstand verloren."


076.   Oder: "Es kommt eine Zeit, in der die Farben sich durch die Luft bewegen werden." Hier ist es. "Man wird auf einen kleinen Knopf drücken und auf der ganzen Welt sehen können, wie Menschen sich auf einem Bildschirm bewegen."


077.   Es hätte geheißen: "Der arme alte Mann!" Doch jetzt haben wir es - direkt in diesem Raum heute morgen.


078.   Ich möchte euch bewußt machen, daß Gott in diesem Raum ist, ehe wir näher darauf eingehen. Der Verfasser dieses Wortes ist hier. Es kommt nicht darauf an, wie ihr gekleidet seid, was für eine gesellschaftliche Stellung ihr habt, in was für einem Haus ihr wohnt, welch ein Auto ihr fahrt oder wie gebildet ihr seid - Gott sieht euer Herz an. ER schaut in mein Herz. Wir werden nach unserem Herzen beurteilt, nicht nach unseren Worten. Unser Herz richtet uns. "Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über." Wenn nicht, ist es Heuchelei.


079.   Durch diesen Raum bewegen sich Menschen, verschiedene Gestalten aus der ganzen Welt. Stimmen, Gesang durchziehen diesen Raum. Doch seht, eure Sinne sind begrenzt, so daß ihr nur einen gewissen Teil wahrnehmen könnt. Sobald man das Fernsehgerät einschaltet, tritt die Bildröhre in Funktion. Die Wellen werden durch eine bestimmte Vorrichtung aufgenommen und in einen Kanal übertragen. So kann man diese Menschen sichtbar machen, ob sie sich in Australien, Südafrika oder wo auch immer befinden. Ihr könnt hier stehen und auf dem Bildschirm sogar die Farbe ihrer Kleidung sehen oder die der Bäume und jede Bewegung, die sie machen. Schaltet den Fernseher an und seht, ob das stimmt oder nicht.


080.   Deshalb müssen diese Dinge irgendwo sein, auch wenn sie euren Augen verborgen sind. Sie ziehen jetzt durch diesen Raum. Es war schon vorhanden, als Abraham Gott sagen hörte: "Blicke zum Himmel empor und zähle die Sterne." Es war schon vorhanden, als Elia sich auf dem Berge Karmel befand. Es war bereits da, als Adam hier war. Doch erst jetzt hat man es entdeckt.


081.   Ebenso ist Gott hier und auch die Engel. Das wird eines Tages genauso Realität sein wie das Fernsehen und dergleichen mehr, denn der Geist wird uns in das unvergängliche Leben führen. Dann werden wir es verstehen. Wir sprechen ja von Seinem Wort.


082.   Gott, der große Schöpfer. Wir wollen uns zuerst mit der Natur befassen, Ihn darin betrachten, und dann zum Wort kommen. Die Natur verläuft in Übereinstimmung mit dem Wort, denn Gott ist der Schöpfer der Natur. Wenn ihr die Natur beobachtet, könnt ihr feststellen, daß dem so ist. Es war für mich wie eine Bibel, als ich die Natur beobachtete. Ich erkannte Gott darin. Weizen ist ja ein Naturprodukt. Man stellt Brot daraus her, und es ernährt den natürlichen Leib. Die Natur birgt viele Geheimnisse. Bei der Beobachtung der Natur habe ich Gott zuerst erkannt. Ich begriff, daß etwas da sein muß. Weil ich keine Bildung besitze, verwende ich viele Beispiele aus der Natur. Ich möchte nicht die Unwissenheit unterstützen, sondern will damit nur sagen, daß es keiner Schulung bedarf, um Gott zuerkennen.


083.   Johannes der Täufer, der Vorläufer Christi, trat in der Wüste auf. Es heißt, daß er im Alter von neun Jahren in die Wüste ging und dort blieb, weil seine Aufgabe so wichtig war. Sein Vater war Priester, wie seine ganzen Vorfahren Priester, in jener "Denomination", gewesen waren. Er sagte vielleicht: "Nun, Johannes, du weißt, daß du den Messias vorstellen wirst. Weißt du auch, daß Bruder Soundso dem Messias vollkommen entspricht?" Deshalb mußte Johannes sich davon trennen und in der Wüste für sich sein, denn die Wahl, wer der Messias sein würde, kam nur Gott zu, aber keinesfalls einem Menschen. Also ging er im Alter von ungefähr neun Jahren dorthin.


084.   Ihr wißt, als er mit dreißig Jahren auftrat, waren seine Predigten nicht wie die eines Theologen. Er verwendete keine hochfahrenden Worte, sondern Beispiele aus der Natur. Zu den Kirchenmännern jener Zeit sagte er: "Ihr Schlangenbrut..." Schlangen hatte er in der Wüste gesehen. Er haßte Schlangen. Sie waren giftig. In ihren Zähnen hatten sie tödliches Gift. Er übertrug es auf die Kirchengemeinde jener Tage: "Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, dem kommenden Zorngericht zu entfliehen? Laßt euch nicht einfallen zu sagen: 'Wir gehören dazu.', 'Wir sind Jesuiten.', "Wir sind dies oder das.' Laßt euch nicht in den Sinn kommen zu sagen: 'Wir haben es!' Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus den Steinen hier Kinder zu erwecken."


085.   Er sagte auch: "Schon ist aber den Bäumen die Art an die Wurzel gelegt, und jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen." Die Axt hatte er in der Wüste gebraucht, und er hätte nie einen Baum gefällt, der Früchte trug, denn er lebte ja von den Früchten der Bäume. Er fällte solche Bäume, die keine Frucht brachten. Oh, man könnte die ganze Schrift nehmen. Alles ist so inspiriert, daß ihr überall Hinweise auf Jesus Christus findet. Seht: "Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen." Er gebrauchte in seiner Botschaft das Reich der Natur.


086.   Das wollen wir jetzt in bezug darauf anwenden, daß Er sagte: "ICH BIN das Brot. Der Mensch lebt von jedem Wort. ICH BIN das Wort." Wir gehen zurück zur Natur. Mir ist schon oft aufgefallen, daß ich dies tun mußte.


087.   Die Natur läuft nach einem bestimmten Schema ab. Wenn ihr euch die Zeit nehmt und die Vögel beobachtet, wenn sie sich sammeln und auf das Feld fliegen, um zu fressen, so werdet ihr bemerken, daß auch das Vieh draußen auf der Weide zu der Zeit grast. Wenn ihr dann die Angel auswerft, werden die Fische beißen. Doch sobald die Vögel auf die Bäume zurückfliegen und sich das Vieh in einer Ecke sammelt, könnt ihr eure Angel einholen. Sie beißen dann nicht an. In der Natur Herrscht immer Übereinstimmung.


088.   Auch das Wort Gottes verläuft in Übereinstimmung. Alles, was Gott tut, geschieht nach einer bestimmten Ordnung. ER entschied am Anfang, als der Mensch die Gemeinschaft mit Ihm verlor, daß Er ihn dadurch retten würde, indem etwas Unschuldiges sein Blut vergießen mußte. Daran hat Er nie etwas geändert. Man hat versucht, es durch Bildung, durch Denominationen, durch Bitten, durch Zwang oder durch Schreien zu erreichen. Dennoch bleibt es dabei: Nur unter dem vergossenen Blut begegnet Gott dem Gläubigen!


089.   Wir können nicht einen Weltkirchenrat bilden, um alle zusammenzubekommen. Es funktioniert nicht. Es war nicht möglich und wird nie möglich sein. Deshalb bin ich gegen dieses System. Gott hat Sein eigenes System. Heute heißt es: "Alle Kirchen vereinigen sich zu einem Weltkirchenrat. Jesus hat doch dafür gebetet, daß wir alle eins sein sollen." So sieht es der menschliche Verstand, der den Geist nicht erkannt hat


090.   Jesus sagte: "...damit sie eins seien, Vater, wie Du und Ich eins sind." Nicht daß ein Mensch über etwas Herrscht; das wird nie zum Erfolg führen. Eine Denomination will über die andere bestimmen, ein Mensch über den anderen. Sein Gebet war, daß wir mit Gott eins sind, wie Christus und Gott eins waren. ER war das Wort, und Jesus betete darum, daß auch wir das Wort werden und Ihn widerspiegeln. So sieht die Erfüllung Seines Gebetes aus.


091.   Seht ihr, wie verkehrt Satan es dem menschlichen Verstand eingibt? Jesus meinte mit Seinem Gebet doch nicht, daß wir uns alle zusammenschließen und eine gemeinsame Satzung und dergleichen haben sollen. Mit jedem Mal, wenn sie das tun, entfernen sie sich weiter von Gott.


092.   ER möchte, daß wir mit Gott eins sind, und Gott ist das Wort. Jeder einzelne muß in seinem Herzen eins sein mit Gott


093.   Gott wußte, daß all diese Dinge sich so entwickeln würden. Manchmal finden wir Gott, indem wir die Natur betrachten. Der Wechsel der Jahreszeiten ist ein Beweis für Gott. Daran habe ich zuerst erkannt, daß es ein Leben gibt: wenn im Frühjahr alles hervorkommt, heranwächst, Samen bildet, abstirbt, in den Boden zurückkehrt und dann wieder zum Leben erwacht. Es ist ein Kreislauf. Wir könnten uns stundenlang damit befassen.


094.   In Indien sieht man das ganz anders. Unser Bruder, der Missionar, weiß das. Ich bin dort und auf der ganzen Welt vielen begegnet, die an die Reinkarnation glauben, das heißt, daß ein Mensch, der stirbt, als Vogel oder in einem anderen Tier wieder zurückkehrt. Mit der Natur stimmt das nicht überein.


095.   Die Natur bezeugt, daß derselbe Same, der in die Erde gepflanzt wird, auch wieder hervorkommt. Derselbe Jesus, der starb, kam auch wieder hervor. Hallelujah! Wenn dieser Leib in die Erde gelegt wird, kommt er nicht als Blume oder als etwas anderes hervor, sondern wird als Mann oder als Frau wieder auferstehen. Die Natur zeigt es uns. Der Same muß während des kalten Winters verwesen, doch das Leben, das darin ist, bleibt erhalten.


096.   Wenn aber der Same nicht befruchtet wurde, wird er nicht wieder hervorkommen. Es ist nicht möglich, weil er nichts in sich hat, was ihn hervorbringen kann. Dasselbe trifft auf uns zu, wenn wir nur dem Namen nach Christ sind. Es gibt zwei Kirchen bzw. Gemeinden in der Welt: die natürliche und die geistliche. Beide werden "christlich" genannt. Doch die natürliche Gemeinde kann nicht auferstehen. Ihre "Auferstehung" erfolgt jetzt, im Weltkirchenrat.


097.   Die wahren Christen aber erwachen, um Christus zu begegnen, denn sie gehören zur Braut, die Ihm begegnen wird. Es besteht ein Unterschied zwischen ihnen. Diese Geheimnisse birgt die Natur für uns. Wir können sie erkennen, wenn wir sie beobachten. Das Christentum, so sehen wir, bezeugt die Wahrheit über Tod, Begräbnis und Auferstehung.


098.   Wir alle kennen Weizenbrot, denn wir leben davon. Wie wir wissen, gibt es nur eine Möglichkeit zu leben, nämlich, indem wir unserem Körper tote Substanz zuführen. Anders könnt ihr nicht leben.


099.   Vor nicht langer Zeit kam ein Vegetarier zu mir und sagte: "Bruder Branham, ich hatte großes Vertrauen zu dir, bis ich dich sagen hörte, daß du zum Frühstück Eier mit Speck ißt." Er meinte: "Wie kann ein Mann Gottes so etwas essen?"


100.   Ich fragte: "Was ist daran verkehrt?"


101.   Alles ist unrein, wird aber durch das Wort Gottes und durch Gebet geheiligt. Die Bibel sagt: "Wenn du dieses den Brüdern vorhältst, wirst du ein löblicher Diener Jesu Christi sein." "Denn alles von Gott Geschaffene ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn man es mit Danksagung hinnimmt" (1. Tim. 4). Das stimmt.


102.   Ich fragte: "Mußt du nicht auch etwas Totes essen?"


103.   "O nein!"


104.   Ich sagte: "Um leben zu können, mußt du tote Substanz zu dir nehmen. Ißt du Brot, mußte Weizen sterben. Ißt du Gemüse, mußte es sterben. So ist es mit allem, was du zu dir nimmst. Sogar mit der Milch trinkst du Bakterien. Du kannst nur von toter Substanz leben."


105.   Wenn schon etwas sterben muß, damit wir physisch leben können, wieviel mehr mußte dann etwas sterben, damit wir ewig leben können! Tod ist dazu notwendig! Brot! Jesus sagte: "ICH BIN das Brot." Es gibt Weizenbrot, aber Er war nicht diese Art von Brot. Also muß es zwei Arten von Leben geben, die durch Brot erhalten werden. Das ist die Schlußfolgerung. ER war ja kein Weizen, sondern das Wort, das Fleisch geworden war. Also gibt es zwei Arten von Leben. Wir wissen, und ich sagte es bereits, daß Weizen sterben muß, damit wir physisch leben können. Jesus, das Wort-Brot, starb, damit wir ewig leben können. ER war das Wort-Brot. Haltet das im Gedächtnis fest. Als Beweis für die Wahrhaftigkeit der Worte Jesu haben wir betrachtet, wie es sich in der Natur verhält.


106.   Jetzt wollen wir uns der Schrift zuwenden, um es auch damit zu beweisen. Dann kommen wir zu unserem Hauptthema. Im Paradies gab Gott Seiner ersten Familie das Wort Gottes. Sie sollten von jedem Wort leben. Die erste Familie auf Erden besaß ewiges Leben, solange sie das Wort Gottes hielt.


107.   Das war Sein Plan. ER spricht: "ICH BIN Gott, Ich ändere Mich nicht." Das ist immer noch Sein Plan. Es war nie Sein Plan, daß der Mensch von Satzungen, Organisationen oder menschlichen Vorschriften leben soll, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes ergeht.


108.   Jetzt wenden wir uns dem ersten Buch Moses zu. Es heißt Genesis, was "Anfang" bedeutet. Wir wissen, daß Gott Seiner Familie ewiges Leben gab, solange sie dieses Wort hielten und danach lebten.


109.   Doch sobald sie es - nur ein einziges Glied in der Kette der Verheißungen - brachen, kam der Tod über sie, denn auch das war eine Verheißung.


110.   Es ist wie eine Kette, an der ihr über der Hölle hängt. Nur dadurch gelangt ihr hinüber. Sobald der Gläubige zu einem Scheingläubigen wird und nach einem Wort lebt, das nicht mit diesem Wort übereinstimmt, bricht er seine Gemeinschaft mit Gott ab. Ein Glied zerriß! Denkt daran, euer Glaube an dieses Wort ist wie eine Kette. Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied! Das stimmt. Mehr hält sie nicht aus. Wenn euch etwas im Wort unklar ist, weil ihr es bisher anders gehört habt und man euch sagte: "Oh, das war für die Apostel. Das galt in der Vergangenheit!", obwohl die Schrift sagt, daß Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, so laßt keine Schwachstelle entstehen. Verteidigt es, haltet daran fest und hüllt euer Leben darin ein, denn es ist das einzige, was euch vor den Flammen der Hölle bewahrt. Das stimmt.


111.   Diese Kette riß bei Adam und Eva, der ersten Familie. Denkt daran: Sie brachen keinen ganzen Satz, auch keine drei Worte, sondern nur ein Wort! Der Mensch hängt an jedem Wort, jedem Wort, das aus dem Munde Gottes erging, über der Hölle. Davon hängt das ewige Ziel eines Menschen ab. Entweder hängt er an dieser Kette oder an einer Glaubenssatzung. Ist die Satzung in diese Kette eingeflochten, bildet sie das schwache Glied, und ihr seid verloren. Auch bei Adam und Eva war dies das schwache Glied. Es bestand in den Worten: "Sollte Gott wirklich gesagt haben?" Gewiß hatte Gott es gesagt! Und wenn Gott es sagte, dann meinte Er es. Auch darin hielt Er Sein Wort, als Er sprach: "An dem Tag, an dem du davon ißt, mußt du des Todes sterben." Der Tag, an dem ihr etwas anderes als das unvermischte Wort Gottes in eure Seele aufnehmt, ist der Tag, an dem ihr euch von Gott trennt.


112.   Das ist sehr hart; doch hört gut zu. Wegen eines Wortes, das Gott ausgesprochen hatte, wegen eines Wortes wurde der Mensch am Anfang der Bibel von seiner Kette zum ewigen Leben getrennt.


113.   Es ist, als würde man einem Menschen, der sich mit seinen Füßen bzw. Händen im Himmel festhält, die Hände abschlagen oder einen Zeh abbrechen - eben das, woran ihr hängt. Ihr hängt an der tiefsten Stelle, und wenn diese Kette reißt, seid ihr in jedem Fall verloren. Behaltet das im Gedächtnis.


114.   Ihr wißt, die Bibel sagt, daß jede Aussage auf zwei oder drei Zeugen begründet sein soll. Darauf kommen wir gleich in Zusammenhang mit den drei Versuchungen Jesu; den drei Versuchungen, welche die Prediger heute zu Fall bringen; den drei Versuchungen, wodurch die Gemeinde zu Fall kommt; den drei Versuchungen, die zum Fallstrick für die Organisation werden, und den drei Versuchungen, um den einzelnen zu Fall zu bringen. Es geht immer um die Drei, wie bei Rechtfertigung, Heiligung und der Taufe des Heiligen Geistes oder bei Vater, Sohn, Heiliger Geist. Die Drei drückt immer Vollkommenheit aus.


115.   Beachtet: das allererste, was Gott Seinen Kindern am Anfang zum Leben gab, war Sein Wort. Wir haben festgestellt, daß es stimmt. In der Mitte der Bibel trat Jesus auf und sagte: "Der Mensch lebt von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ergeht." In Offbg. 22, 18 spricht Jesus noch einmal selbst und sagt: "ICH bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu ihnen etwas hinzufügt oder ein Wort davon wegnimmt, so wird sein Teil vom Baum des Lebens weggenommen werden."


116.   Seht, es geht nicht darum, daß wir ein gutes Leben führen; das gehört mit dazu. Es geht nicht darum, wie treu wir unserer Gemeinde sind; auch das gehört dazu. Die Hauptsache aber ist, daß wir uns an das Wort halten. Nehmt nichts in euch auf als das Wort. Haltet es. ER ist das Wort. Darauf wollen wir jetzt näher eingehen.


117.   Worauf kommt es bei der Broterzeugung an? Das Brot, von dem wir leben, entsteht ja aus Weizen. Nur wenn es kein mischerbiges Korn ist, kann man es aussäen, und es geht auf. Es muß auch gesundes, reifes Korn sein. Minderwertiges Korn geht nicht auf. Wir alle wissen das. Bruder Sothmann, der hier sitzt, baut in Kanada Weizen an. Er kann euch sagen, daß man keine minderwertigen Samenkörner aussät und Ertrag erwartet, denn die Käfer, Bakterien oder was immer bereits im Korn ist, haben das Leben schon vorher zerstört.


118.   Wußtet ihr, daß die Würmer, die euren Leib zerfressen werden, schon jetzt in euch sind? Hiob sagte, daß sein Fleisch ganz dahin war. Selbst wenn man euch in einen Sarg legt, den man luftdicht verschließt, werden euch die Würmer, die in euch sind, fressen.


119.   Es kann sogar sein, daß man im Mehl nach einiger Zeit Würmer findet, auch wenn es dicht verschlossen ist. Wie kommt das? Die Würmer sind schon von vornherein darin. Sie sind von Anfang an vorhanden.


120.   Es muß also gesundes Korn sein, frei von Makeln und Mängeln. Außerdem muß es reinrassig und darf nicht gekreuzt sein. Sonst geht es zwar auf, aber wenn ihr es wieder aussät, kommt kein Weizen mehr hervor, denn ein gekreuztes Korn wächst nicht mehr. Es kann nicht mehr wachsen. Durch das Kreuzen nimmt man das Leben aus ihm heraus.


121.   Genau das ist mit den Kirchengemeinden geschehen. Sie sind mit der Welt gekreuzt worden. Das ist der Grund, weshalb sie nach ihrer Erweckung keine weitere mehr hatten. Jede Gemeinschaft, die sich organisierte, starb auf der Stelle und erhob sich nicht wieder. Indem sie sich organisierte, brachte sie das weltliche System herein. Deshalb kehrte das Leben nie wieder zurück. Die Geschichte berichtet von keiner Kirchengemeinde, die je wieder eine Erweckung erlebt hat, nachdem sie sich organisierte. Damit starb sie. Weshalb? Weil sie gekreuzt wurde.


122.   Unterstellt sie keinem Bischof. Laßt den Heiligen Geist darüber wachen. Der Heilige Geist ist dazu gesandt worden, das Unkraut und dergleichen fernzuhalten. Nicht das, was ein Bischof oder der Aufseher meint, nur der Heilige Geist kann die Gemeinde in der richtigen Verfassung erhalten. ER war dieses vollkommene Wort, wie wir sehen werden.


123.   Adam hatte die Wahl, das Wort zu halten und zu leben, oder ein Wort nicht zu glauben und zu sterben.


124.   Wir haben die gleiche Wahl. Das muß so sein. Wenn Gott Adam auf die Grundlage des Wortes und nur des Wortes stellte, und uns würde Er einem Glaubensbekenntnis oder irgendeiner Satzung verpflichten, dann wäre Er ungerecht in Seiner Beurteilung. Das entspräche nicht Seiner Heiligkeit und Souveränität. Gerade das entspricht Seiner Souveränität, daß Er jeden Menschen auf die gleiche Grundlage stellt. ER ist Gott und ändert sich nicht. Was Gott einmal tut, das tut Er immer. ER ändert Sein Programm nie. ER entfaltet es, aber ändert es nicht. Es setzt sich in gleicher Weise fort.


125.   Adam hatte die Wahl. Wenn er das Wort gehalten hätte, wäre er am Leben geblieben. Weil er das Wort nicht hielt, starb er.


126.   Dasselbe gilt für uns. Halten wir das Wort, dann leben wir. "Der Mensch lebt von jedem Wort." Tun wir es nicht, sterben wir. Wir sterben geistlich. Wir können immer noch lärmen, herumspringen, schreien und uns gebärden, aber das hat mit "leben" nichts zu tun. Das ist nicht das Leben. Ich bin Missionar und habe gesehen, daß Heiden herumsprangen und schrien, wie wir es nie könnten. Sie bekannten sich zu ihren Göttern usw. Doch sie haben kein Leben. "Sie sind schon zu Lebzeiten tot", so sagt es die Bibel. Wir stellten also fest, daß auch wir die Wahl haben.


127.   Adam ging einen Kompromiß mit einem Wort Satans ein und starb.


128.   Gott hätte am Anfang all das Leid, das wir verursacht haben, den Tod der kleinen Kinder, die ganzen Kriege, die Internierungen, die Kreuzigungen und alles, was wir hatten, in Seiner Gnade und Barmherzigkeit verhindern können. Die Souveränität über Sein Wort hätte es Ihm erlaubt. Aber Er wäre ungerecht gewesen, wenn Er es damals nicht gehalten hätte. Begreift ihr das? ER kann es nicht tun. ER hat es für Adam nicht getan, und Er wird es auch für dich und mich nicht tun. Wir müssen zur eigentlichen Sache kommen, nämlich allein zum Wort. Jedes Menschen Wort ist Lüge, nur Sein Wort ist wahr; so steht es geschrieben.


129.   Wir fragen uns, in welch einem Tag wir jetzt leben: zur Erntezeit.


130.   Nachdem Adam der Prüfung des Wortes nicht standgehalten hatte und in Sünde gefallen war, versuchte Gott in Seiner Schöpfung jemand anders zu finden, der jedes Wort ausleben würde. Seht, Er suchte nach jemandem, der gemäß dem Wort für seine Zeit lebte. Deshalb teilte Gott jedem Zeitalter Sein Wort zu.


131.   ER ist unendlich. ER ist allgegenwärtig. Weil Er auch allwissend ist, weiß Er alle Dinge. ER kann nicht überall gleichzeitig sein, doch durch Seine Allwissenheit ist Er dennoch allgegenwärtig. Aufgrund Seines Vorherwissens hat Er uns vorherbestimmt; nicht weil Er wollte, daß der eine gerettet würde und der andere verlorenginge. Doch Er wußte, wer sich retten lassen würde und wer verlorengeht. Durch Sein Vorherwissen ist Er also imstande, vorherzubestimmen. ER läßt alles zu Seiner Verherrlichung dienen. So ist es auch mit Seinen Attributen; ER tut sie zu Seiner Verherrlichung kund. Ein Gefäß dient der ehrenvollen Verwendung, das andere zu ungeehrtem Gebrauch, aber Gott hat beide geschaffen. "Es liegt nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen."


132.   "Niemand kann zu Mir kommen", sagte Jesus, "wenn nicht der Vater ihn zieht." "Alle, die der Vater Mir gegeben hat (Vergangenheit), werden zu Mir kommen" - nämlich zum Wort. Wie können sie kommen, es sei denn, daß sie alle vorherbestimmt wurden zu kommen? "Allen aber, die Ihn annahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden." Ihre Namen standen im Buch, und Er kam, die zu erlösen, welche im Buch standen.


133.   In der Offenbarung, wo die Siegel geöffnet werden, ist die Rede von einem Buch. Der auf dem Throne Sitzende, Gott, hatte es in Seiner rechten Hand. Niemand, weder im Himmel noch auf der Erde, war würdig, das Buch zu öffnen und hineinzusehen. Deshalb weinte Johannes. Es handelte sich dabei um das Buch der Erlösung.


134.   In einer Versammlung der Assembly of God sangen ein Bruder und eine Schwester an einem Abend ein Lied, in dem es hieß: "Ob Johannes wohl auch mich gesehen hat, als er die Schar aus den Völkern schaute? Sah er auch mich?" Natürlich, wenn euer Name in dem Buch stand.


135.   Auch Johannes' Name befand sich darin. Er weinte, weil niemand würdig war, das Buch zu öffnen. Da wandte sich einer der Ältesten an ihn und sagte: "Weine nicht, Johannes, denn der Löwe aus dem Stamme Juda hat überwunden."


136.   Johannes sah sich nach einem Löwen um, erblickte aber ein Lamm, das schon vor Grundlegung der Welt als Opfer vorherersehen wurde. Er beobachtete, wie das Lamm, das aussah, als wäre es eben geschlachtet, hinging und das Buch aus der rechten Hand des auf dem Throne Sitzenden nahm. Damit machte Er Seinen Anspruch auf alle geltend, die in dem Buch standen. Es ist das vollständige Buch der Erlösung. Das ist es. Das Buch der Erlösung. ER erlöste alle, die in dem Buch stehen, nicht diejenigen außerhalb des Buches. Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Doch wenn ihr ewiges Leben besitzt, hattet ihr nie einen Anfang und könnt auch kein Ende haben, weil ihr Söhne und Töchter Gottes seid - Attribute Seiner Gedanken und Seines Wortes. Euer Leben wird nie enden, wenn euer Name in diesem Buch steht. Das Lamm kam, um sie zu erlösen. Nicht alle, die sich "Christen" nennen, nicht alle, die versuchen, ein gutes und heiliges Leben zu führen, sondern nur die hat Er erlöst, deren Namen dort stehen, deren Namen in dem Buch stehen.


137.   Wir haben gesehen, daß es Satan gelang, Adam durch ein Wort zu Fall zu bringen. Danach setzte Gott die Suche nach einem Mann, der von jedem Wort leben würde, in Seiner Schöpfung fort. Der erste Mensch versagte. Dieser Mensch müßte es in seinem Zeitalter, in der Zeit, in der er leben würde, ausleben.


138.   Gott hatte verschiedene Zeitalter vorausgesagt, die vom Anfang bis zum Ende kommen würden. Weil Er alle Dinge wußte, konnte Er das Ende schon am Anfang sehen. ER hat alles durch Jesus Christus für Ihn und zu Seinem eigenen Wohlgefallen geschaffen. Hört jetzt gut zu. Verpaßt es nicht.


139.   Was wäre geschehen, wenn Moses mit der Botschaft Noahs aufgetreten wäre? Nichts. Es hätte nichts geschehen können.


140.   Was wäre gewesen, wenn Jesus mit der Botschaft Moses aufgetreten wäre? Sie hätte nichts ausgerichtet.


141.   Was wäre, wenn wir versuchen würden, die Methodisten-Botschaft, die Baptisten-Botschaft, die Pfingst-Botschaft zu bringen? Sie würde nichts bewirken. Sie waren in Ordnung. Das werde ich gleich mit dem Wort beweisen. Sie waren gut für ihr Zeitalter, doch diese Zeit ist vorbei. Wir müssen herausfinden, was die Schrift für heute sagt. An diesem Tage muß der Mensch von dem leben, was für dieses Zeitalter bestimmt ist.


142.   ER suchte nach einem Menschen, der das ganze Wort auslebt.


143.   Zunächst versuchte Er es mit Noah. Doch Noah versagte. Er betrank sich und versagte dadurch.


144.   Auch Moses, dieses gewaltige und Herrliche Meisterstück Gottes, versagte in der Prüfung. Er verherrlichte sich selbst und durfte nicht in das Verheißene Land eingehen.


145.   Dann trat David auf, der Sein großes Tausendjähriges Reich veranschaulichen sollte. An David wollte Er zeigen, wie Sein König ist. Gott schwor David, daß Er seinen Sohn zu seinem Nachfolger erheben und auf den Königsthron setzen würde. David war ein tapferer Mann; er war ein Mann nach dem Herzen Gottes. David tat, was recht war. Er schlug die Philister, riß die Altäre nieder und befolgte das Wort. Doch schließlich ließ er sich von der Schönheit einer Frau betören: er brach das Gebot und übertrat das Wort, indem er Ehebruch verübte. David war ein Mann nach Seinem Herzen und fehlte dennoch gegen Ihn.


146.   Moses und alle anderen fehlten gegen Ihn, aber trotzdem war ihr Leben ein Widerschein auf den Einen, der kommen sollte.


147.   Das Buch über die Offenbarung, das ich gerade schreibe, wird von einem Mann, der die Grammatik gut beherrscht, bearbeitet. Meine Grammatik ist dürftig. Deshalb macht ein Gelehrter die Korrektur und setzt die richtigen Haupte und Fürwörter ein. Ich kenne ja nicht einmal den Unterschied zwischen einem Haupt- und einem Fürwort. Doch er beherrscht es und formuliert alles richtig. Das einzige, was ich weiß, ist, was Gott mir schenkt. Das schreibe ich dann nieder. Doch es muß bearbeitet werden, so daß man es auch in Schulen versteht. Es wird ihrer Ausdrucksweise angepaßt. Dieser Mann, der die Grammatik überarbeitet, sagte zu mir: "Bruder Branham, im Gemeindezeitalter von Thyatira sagte der Herr denen, die überwinden: 'ICH will ihm den Morgenstern geben.' Wie können sie den Morgenstern erhalten, wenn Jesus sich doch selbst als den Morgenstern bezeichnet?"


148.   Seht, die Nachkommen Abrahams werden durch Sterne symbolisiert. Sie unterscheiden sich voneinander, und auch wir sind voneinander verschieden. Jesus ist der Morgenstern, der hellste von allen. In Offbg. 1 finden wir Ihn mit sieben Sternen in Seiner rechten Hand beschrieben. ER erklärt es folgendermaßen: "Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden" - der sieben kommenden Gemeindezeitalter.


149.   Er fragte mich: "Wie kann es dann sein, daß ihnen der Morgenstern gegeben wird?"


150.   Ich antwortete: "Die Sterne in Seiner Hand strahlen den Morgenstern wider, denn der Botschafter des jeweiligen Tages hat das Wort." ER ist das Wort, und jeder von ihnen hatte den entsprechenden Teil für seinen Tag. Die Menschen, die bereit sind, die Dinge der Welt und die weltlichen Systeme zu verlassen und mit Ihm zu wandeln, sehen, wie der Morgenstern durch den Botschafter des Zeitalters widergestrahlt wird. Wie Er sich im Alten Testament in Noah, Moses und vielen anderen widerspiegelte, bis schließlich alles in dem Einen mündete, so wird es am Ende der Gemeindezeitalter sein: alles wird in Jesus münden, der das Wort ist.


151.   Wir als Christen strahlen Ihn lediglich wider. Der Mond reflektiert das Licht der Sonne während ihrer Abwesenheit. Ebenso strahlt auch der Gläubige nur den Sohn Gottes wider, solange Er abwesend ist. Es ist das Licht der Bibel, der Schrift, das durch unser Leben kund wird, das Wort, das Licht in die Dunkelheit bringt. Ihr seid wie Lichter, die auf einem Berge brennen. Es ist nicht die Sonne, sondern nur eine Leuchte. Die Leuchte ist nur ein Ersatz für die Sonne und spendet nur einen gewissen Teil Licht. Wir sind Kinder Gottes, Söhne und Töchter Gottes, und haben den Geist nur zum Teil. ER hatte Ihn ohne Maß. Wir sind leuchtende Sterne, die zusammen ein Licht für die Welt sind. ER aber ist die Sonne, die jedem Stern das Licht gibt. Hallelujah! Ich glaube Ihm. Gott helfe meinem Unglauben.


152.   Schließlich kam der Vollkommene. ER kam und wurde in jeder Hinsicht versucht wie wir. Das sagt die Bibel. ER wurde versucht wie Noah. ER wurde versucht wie Moses. ER ging durch die gleichen Versuchungen wie die anderen. Wenn wir Zeit hätten, könnten wir es im einzelnen darlegen, um es euch zu zeigen. Es ist leider nicht möglich, denn ich will euch nicht zu lange aufhalten. Ich möchte euch nur klarmachen, daß Er dieselben Versuchungen erfuhr.


153.   Satan ändert seine Taktik ebensowenig, wie Gott es tut. Nur die Zeiten ändern sich. Satan drang in die erste Familie Gottes auf Erden ein. Darum geht es, Bruder, Schwester. Verpaßt dies jetzt nicht. Wie verschaffte sich Satan Zutritt zur ersten Familie? Es gelang ihm auf keine andere Art, als sie dahin zu bringen, daß sie das Wort brachen, denn sie waren hinter dem Wort geschützt. Er benötigte nur einen Spalt!


154.   So hat er in jedem Zeitalter Zutritt in jede Gemeinde, zu jedem Gläubigen bekommen: indem er einen Spalt fand. "Oh, ich glaube, daß die Bibel stimmt, doch das glaube ich nicht." Schon kam er. Es war entsetzlich, doch schon war er da!


155.   "Jedes Wort, das aus dem Munde Gottes ergeht!"


156.   Wir wollen uns jetzt ganz darauf beschränken. Endlich kam dieser Eine und wurde auf die gleiche Weise wie alle anderen versucht. Beachtet, wie geschickt Satan bei jedem Angriff zu Werke geht. Er bot Ihm natürliche Speise an, wie er es bei Eva tat. "Wenn ihr davon esset und hiervon nehmt...", und schon hatte er es geschafft!


157.   Genauso handelt er bei jeder Organisation, bei jedem einzelnen. Er bietet euch die natürlichen Dinge an, die ihr sehen könnt. Das zieht euch weg. "Schau dir diese große, mächtige Kirche an! Sie haben Millionen von Mitgliedern. Unsere Kirche ist die größte in der Stadt. Zu uns kommt der Bürgermeister. Sieh dir all das an. Unser Pastor hat mehrere Doktortitel. Deshalb muß er ein kluger Mann sein." Jeder katholische Priester ist ihm, was seine akademischen Grade betrifft, überlegen. Er muß eine bestimmte Anzahl von Büchern genausogut kennen wie ihr eure Bibel, damit er überhaupt zum Priester geweiht wird. Versucht also nicht, Bildung zu vergleichen.


158.   Das ist die Art der Welt: Immer werden Vergleiche angestellt. Zieht keine Vergleiche mit Dingen dieser Welt. Vergleicht euch nicht mit Kirchengemeinden. Nehmt die Bibel als Maßstab! Darin versagen wir heute. Daran liegt es bei uns Pfingstgemeinden. Daran fehlt es bei unseren Gesangsgruppen und Einzelsängern. Wir versuchen Hollywood nachzuahmen. Hollywood glitzert nur, doch das Evangelium strahlt. Zwischen Glitzern und Strahlen besteht ein großer Unterschied. Hollywood glitzert durch die Kleidung und diese Rickies und Rickettas dort. Gott aber strahlt aus der Demut des Gläubigen, ganz gleich, wie unwissend er ist. ER strahlt durch Demut, nicht im Glanz Hollywoods.


159.   Der Feind versuchte seine alte Taktik, die er bei Moses und all den anderen anwandte, auch bei Jesus. Er versuchte es. Ebenso wird er versuchen, euch dahin zu bekommen, daß ihr etwas Großes, Glänzendes annehmt


160.   Es erinnert mich an die Zeit, als ich noch Waschbären jagte. Mein Papa gebrauchte Tabak. Ich weiß nicht, ob ihr alle noch die alte Plakette kennt, die auf den Tabaksrollen waren. Ich nahm sie, suchte mir einen Baumstumpf am Bach, wo ich Bärenspuren gesehen hatte, und bohrte ein Loch hinein. In dieses Loch steckte ich die Tabakplakette. Dann schlug ich einige Nägel ein, die ich umbog. Der Waschbär greift nach allem, was glitzert. Wenn nun der Mond aufging, kam der Bär, sah die Plakette und griff hinein, um sie sich zu holen. Er ließ sie nicht mehr los.


161.   Er ist wie manche Gemeindemitglieder. Obwohl er weiß, daß er festhängt, läßt er nicht los. "Wenn ich es tue, werfen sie mich aus der Organisation." Es ist sein Tod, weiter nichts. Er hält daran fest und läßt nicht los.


162.   Satan versuchte es bei Jesus mit derselben Taktik wie bei den anderen. Er bot Ihm etwas anderes als das verheißene Wort-Brot an. Doch Jesus antwortete: "Es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein..." Er versuchte zu erreichen, daß Er ihm gehorchte. Es hörte sich gut an und erweckte den Eindruck, daß Er sich davon ernähren konnte. ER hätte es tun können.


163.   Auch ihr könnt handeln, wie ihr wollt. Ihr könnt es annehmen oder sein lassen, was immer ihr möchtet. Wenn der Waschbär genug Verstand gehabt hätte, loszulassen, dann hätte er seine Tatze herausziehen können. Das tut er aber nicht. So hält er sich dort selbst fest. Genauso handeln viele nominelle Christen. Sie wollen nichts davon hören. Sie kommen gar nicht, um es zu hören. Sie wollen nichts davon. Haltet ruhig weiter daran fest; ihr werdet schon sehen, was geschieht.


164.   Man bot Ihm etwas anderes als das Brot des Lebens, von dem doch jeder Mensch leben soll, zu essen an. Jesus aber hielt am Wort des Vaters fest. Diesmal hatte der Feind weder Eva noch Moses, noch einen der anderen vor sich, sondern Den, der jedes Wort widerstrahlte. Das ist der Grund: ER war das Wort. Jesus hielt das Wort. ER lehnte die theologische Lehre des Seminars, dessen "neues Licht" und die größere Erfahrung ab. Jesus fiel nicht darauf herein wie Eva, der Satan einreden konnte: "Gott wird sicher nicht..."


165.   "Oh, gewiß ist es Gottes Wille, daß wir zusammenkommen und einen Weltkirchenrat gründen. Sicher steht Gott dahinter. ER ist für Einheit und Brüderlichkeit." Ja, mit sich, aber nicht mit der Welt. Brüderlichkeit in Seinem Sinn, Anbetung für sich. ER ist gestorben, damit ihr Ihn anbetet.


166.   Wir stellen fest, daß Satan scheiterte. Jesus trat ihm mit dem SO SPRICHT DER HERR entgegen.


167.   Er beobachtet den Gläubigen. Jeder Gläubige gehört ja in eine dieser Kategorien, jeder von euch. Beachtet, was er tut, wenn er merkt, daß ihr in Übereinstimmung mit der Bibel bleibt und sagt: "Ich glaube der Bibel. Ich werde keine Glaubenssatzung annehmen. Ich halte an der Bibel fest." Wenn er euch nicht davon abbringen kann, die echte Wahrheit auszuleben und das Wort zu glauben, dann beachtet, womit er beim zweitenmal zu Jesus kam. Wenn er euch nicht umstimmen konnte, und ihr bleibt dabei: "Ich werde kein Glaubensbekenntnis annehmen; das mache ich nicht. Ich bin frei geboren, so werde ich bleiben. Ich werde das und das tun." Wenn er euch nicht dazu veranlassen kann, einer Gemeinde beizutreten, wird er etwas anderes mit euch tun. O Bruder, gib darauf acht.


168.   Wenn ihm das nicht gelingt, wird er euch in eines seiner Seminare schicken, wo Satan der Ausleger ist, und euch von seinen eigenen Theologen unterrichten lassen. "Oh, die Tage der Wunder sind vorbei. Diese Menschen dort sind doch Ketzer." Das sind sie nicht! Er wird euch dorthin schicken.


169.   Jetzt sagt ihr vielleicht: "Warte einen Moment, Bruder Branham. Einen Augenblick!" Gut, dann halten wir ein wenig inne. Ihr sagt jetzt: "Sollte man das nicht mehr tun? Sollten wir das nicht mehr?" Nein, nein!


170.   Jesus sagte: "Wenn der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird Er euch an alles erinnern, was Ich euch gelehrt habe - an das Wort. Und Er wird euch das Zukünftige verkündigen." Das ist die wahre, geisterfüllte Gemeinde, die im Wort bleibt, das Wort, Gott, auf Erden widerstrahlt. ER benötigt keinen Theologen, denn Sein Wort läßt keine eigenmächtige Deutung zu. ER legt Sein Wort selbst aus, indem Er es erfüllt und dadurch beweist, daß es die Wahrheit ist.


171.   Als die Methodistenkirche euch sagte, daß ihr den Heiligen Geist nicht empfangen könnt, wie sie Ihn am Tag zu Pfingsten empfingen, habt ihr es da beachtet? Gewiß nicht. Ihr seid vorwärts gegangen und habt den Heiligen Geist empfangen.


172.   Vor kurzem diskutierte ich mit einem Baptistenprediger über die Dreieinigkeit. Ich sagte ihm, daß es nur eine Terminologie sei. Ein anderer Prediger, der ein Seminar besucht, meinte: "Herr Branham. Sie versuchen den Menschen den Glauben an eine apostolische Religion zu vermitteln."


173.   Ich antwortete: "Gewiß, eine andere gibt es ja nicht."


174.   Er fragte: "Wo sind Sie zur Schule gegangen?"


175.   Ich erwiderte: "Auf meinen Knien, mein Bruder - nicht Theologie, sondern 'Knieologie' - dort habe ich Ihn gefunden."


176.   Er sagte: "Herr Branham, wollen Sie etwa behaupten, daß die Taufe des Heiligen Geistes, wie sie am Pfingsttage empfangen wurde, auch für heute ist?"


177.   Ich gab ihm zur Antwort: "Die Bibel sagt doch, daß Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist." und fuhr fort: "Es war Jesus Christus, der zu Pfingsten herabkam." O ja!


178.   Derselbe! "ICH werde den Vater bitten, und Er wird euch einen anderen Beistand geben" - den Heiligen Geist. "Nur noch eine kurze Zeit, dann sieht Mich die Welt nicht mehr; ihr aber seht Mich, denn Ich werde mit euch, ja in euch sein bis an das Ende der Welt."


179.   Ich sagte: "ER war es, der zu Pfingsten herabkam. Jawohl. ER kam herab und nahm in der Gestalt und Person des Heiligen Geistes Wohnung in ihnen. Es war Jesus Christus in der Person des Heiligen Geistes. So verstehen wir die Gottheit."


180.   Wir brauchen die Theologie Satans nicht. Dieser Mann sagte zu mir: "Herr Branham, ich gebe ihnen zu bedenken, daß ich von einer bestimmten Schule komme. Dort wird man gelehrt."


181.   Ich antwortete: "Ich höre mir immer ihr Programm an."


182.   Er fuhr fort: "Dort hat man uns gelehrt, daß die Taufe des Heiligen Geistes nur für die Jünger war."


183.   Ich erwiderte: "Die Bibel berichtet, daß sich hundertzwanzig auf dem Söller befanden. Wer hat nun recht, Sie oder das Wort?"


184.   Ich sagte: "Philippus ging dann nach Samarien, predigte und taufte dort auf den Namen Jesu Christi. Doch der Heilige Geist war noch nicht auf sie gefallen. Weil Petrus die Schlüssel hatte, wurde er von Jerusalem dorthin gesandt. Als er ankam, legte er ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Die Bibel sagt: 'Den Heiligen Geist!"


185.   Ich fuhr fort: "In Apg. 10 sah Petrus, der ja die Schlüssel hatte, eine Vision. Er war auf dem Weg zum Haus des Kornelius. In Vers 44 heißt es: 'Während Petrus noch in dieser Weise redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die seine Ansprache hörten... denn sie hörten sie mit Zungen reden und Gott preisen. Dann sprach Petrus: "Kann wohl jemand diesen Leuten, die den Heiligen Geist ebenso wie wir am Anfang empfangen haben, das Wasser versagen, daß diese nicht getauft würden?' So ordnete er denn an, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden.'


186.   Etwa dreißig Jahre später kam Paulus an die Küste, nach Ephesus. Dort fand er einige "Baptisten" vor, die eine große Erweckung hatten. Gewaltige Dinge geschahen. Sie priesen den Herrn. Paulus besuchte die Gemeinde, die aus etwa zwanzig Leuten bestand. Aquilla und Priscilla gingen dort zur Versammlung und auch Apollos, ein bekehrter Rechtsanwalt, der anhand der Bibel bewies, daß Jesus der Christus ist. Es Herrschte große Freude, und sie hatten Herrliche Versammlungen. Dorthin kam Paulus auf seiner Wanderschaft, auf der ihn der Herr sogar aus dem Gefängnis befreit hatte. Er war gefangengenommen worden, weil er aus einer Wahrsagerin einen bösen Geist ausgetrieben hatte. Im Werk des Herrn tätig, kam er dort an, ging in die Versammlung und hörte zu. Er sagte: 'Dieser Mann ist ein großartiger Mensch. Doch habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden wart?' Vielleicht glaubten sie, man empfange ihn, wenn man gläubig wird. Er aber fragte sie: 'Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden wart?' Sie antworteten ihm: 'Nein, wir haben überhaupt noch nichts davon gehört, ob der Heilige Geist schon da ist.'


187.   Er fragte sie: 'Worauf seid ihr denn getauft worden?' Das war die Frage. Sie antworteten: 'Auf die Taufe des Johannes, desselben Mannes, der Jesus getauft hat.' Da sagte Paulus: 'Johannes hat nur zur Buße getauft, nicht zur Vergebung der Sünden.' Das Lamm war noch nicht geschlachtet gewesen. Er sagte: 'Johannes hat nur eine Bußtaufe vollzogen und dem Volk geboten, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen würde, nämlich an Jesus Christus.' 'Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen, und als Paulus ihnen dann die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten mit Zungen und weissagten.' Das war viele Jahre später."


188.   Ich fragte: "Glaubst du, was die Bibel sagt?"


189.   Er antwortete: "Gewiß!"


190.   Da sprach ich: "Am Tag zu Pfingsten, als das Brausen herabgekommen war und sie jauchzten und Gott priesen, da fragten die Leute: 'Männer und Brüder, was sollen wir tun, um gerettet zu werden?' Petrus antwortete ihnen: 'Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, soviele ihrer der Herr, unser Gott, berufen wird.' Himmel und Erde werden vergehen, aber dieses Wort wird nie seine Gültigkeit verlieren!"


191.   Ihr Pfingstler habt euch nicht darum gekümmert, was die Methodisten, Baptisten und Presbyterianer einwandten. Ihr erkanntet, daß es für jede Generation ist, und seid hineingedrungen. Bleibt dabei nicht stehen, sondern dringt weiter vor!


192.   Dort begingen die Methodisten ihren Fehler. Sie drangen vor, bis in die Heiligung hinein, blieben dann aber stehen. Die Lutheraner drangen bis zur Rechtfertigung und blieben dort stehen. Sobald man eine Organisation daraus macht, stirbt es. Das ist das Ende davon. Damit ist es dahin.


193.   Gebt acht, während wir uns beeilen. Wenn der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird Er euch all das lehren, was Ich euch gelehrt habe. ER wird euch an alles erinnern, was Ich euch sagte, und es euch wieder ins Gedächtnis zurückrufen. Außerdem wird Er euch das Zukünftige verkündigen. ER wird jedes Wort bestätigen, indem Er es durch mitfolgende Zeichen bekräftigt. Wenn ihr euch von allen Satzungen und dergleichen löst und am Wort festhaltet, dann ist Gott verpflichtet, Sein Wort, alles, was Er in der Bibel verheißen hat, einzulösen. Sobald ihr das tut, bestätigt sich das Wort von selbst.


194.   ER braucht niemanden, der sagt: "Die Tage der Wunder sind vorbei."


195.   Wer will mir, der ich einmal blind war, sagen, die Tage der Wunder seien vorbei? Hallelujah! Ich lag da, die Ärzte gaben mir nur noch drei Minuten zu leben, und ich lebe heute noch! Wie könnte man mir etwas anderes einreden? Einst war ich ein laues Gemeindemitglied, jetzt bin ich erfüllt mit Heiligem Geist. Gott benötigt keinen Ausleger. Der Geist selbst, der ja das Wort ist, legt es als Wahrheit aus. Wenn jemand es nur wagt, hervorzutreten und es in Anspruch zu nehmen! ER ist Sein eigener Ausleger. Versucht es doch einmal mit Ihm und stellt fest, ob das nicht stimmt. Gebt nichts um das, was irgend jemand sagt. Tut, was Gott gesagt hat!


196.   "Oh," sagt ihr, "ich befolge dies." Doch wie steht es mit allen anderen Worten? Durch ein einziges zerreißt die Kette.


197.   Was diese Kette betrifft, haben die Kirchen immer versagt. Sie organisieren sich, kommen zu einer Einigung und gründen eine große Denomination. Der Heilige Vater Soundso und der Bischof Dr. Soundso einigen sich, und was kommt als erstes dabei heraus? Da habt ihr es! Ihr sterbt auf der Stelle. Das werden wir, so der Herr will, anhand der Natur und anhand des Wortes in einigen Minuten beweisen.


198.   "ER wird euch an alles erinnern." ER bestätigt jedes Wort, und wir leben davon. Hallelujah! Lebt davon. Der Mensch lebt von jedem Wort, jedem bestätigten Wort. Jesus sagte: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Sie werden denen folgen, die glauben! Ergreift es, und Gott beweist, daß es die Wahrheit ist.


199.   Die Seminare und vom Satan inspirierten Theologen sagen: "Darauf könnt ihr nicht vertrauen. Das war für die Apostel. Diese Tage sind vorbei. So etwas gibt es nicht. Das galt nur für die Apostel, als Beweis für das Evangelium damals. Heute haben wir gebildete Menschen."


200.   Sie waren damals gelehrter als wir jetzt. Nennt mir eine Kirche, die so etwas wie den Hohen Rat vorweisen kann, wo schon ihre Ururururgroßväter vor ihnen Priester gewesen sein mußten. Ein falsches Wort in der Schriftrolle, und man hätte sie gesteinigt. Sie mußten sich genau daran halten. Dennoch erkannten sie den wahren Kern des Wortes, das Leben, nicht, als es kam. Deshalb wurden sie verurteilt und als Knechte Satans bezeichnet.


201.   Seht, es gibt nicht das Wort wieder, wenn ein Student aus einem Seminar euch sagt: "Der Heilige Geist ist nicht für heute. Diese Dinge, wie göttliche Heilung und all das Zeug, waren für eine andere Zeit." Seht, das ist keine Widerstrahlung Gottes, es ist die Widerstrahlung eines Glaubensbekenntnisses. Es ist die Widerstrahlung einer Lehre, die außerhalb der Bibel ist.


202.   Hebr. 13, 8 sagt, daß ER derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. In Joh. 14, 12 steht: "Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich tue, auch vollbringen." Wie könnt ihr dieses Wort herausnehmen und etwas anderes an seine Stelle setzen? Damit zerreißt ihr die Lebenskette. Der Mensch lebt nur vom Brot. Ewig lebt er von diesem Brot. Physisch lebt er von jenem Brot. Diese zwei Arten von Brot gibt es. Der Heilige Geist, der in Euch ist, sagt "Amen" zu jedem Worte Gottes - wenn es der Heilige Geist ist. Jetzt möchte ich euch etwas fragen. Dies könnte weh tun.


203.   Als ich noch ein Kind war, gab meine Mutter mir Lebertran. Noch heute kann ich seinen Geruch nicht ertragen. Wir sind in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Mutter erhitzte Schwarten und ließ sie aus. Wir bekamen sie von einer alten Schwester namens Goodwin, die eine Bäckerei hatte und Schinkenpasteten backte. Wir ließen sie aus, nahmen Mehl, das Schmalz usw. und machten unser Brot daraus. Kein Wunder, daß wir bei dieser einseitigen Kost unterernährt und anfällig für Krankheiten waren. Weil wir keine richtige Ernährung hatten, gab Mutter uns allen jeden Samstag abend eine große Dosis Lebertran. Ich hielt mir die Nase zu und schrie: "Mama, es macht mich doch so krank." Sie antwortete: "Wenn es dich nicht krank macht, dann hilft es dir auch nicht." Vielleicht hat dies die gleiche Wirkung.


204.   Ich möchte euch etwas fragen: Wie kann ein Mann oder eine Frau, die behaupten, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein, der ja das Wort ist, und wie könnt ihr der Leib sein, in dem der Heilige Geist wohnt und euch dadurch zu einem Teil von sich selbst gemacht hat, damit ihr das Evangelium eures Zeitalters widerstrahlt, wenn ihr das Wort leugnet, das Er geschrieben hat?


205.   Es hat nichts damit zu tun, wie gut ihr seid. Ich könnte euch in Afrika Hottentotten zeigen, die ein Leben führen, an das kein Christ heranreicht. Wehe wenn sie im Ehebruch ertappt werden! Jedes Mädchen wird vor der Hochzeit auf ihre Jungfräulichkeit untersucht, und wenn sie für schuldig befunden wird, muß sie den betreffenden Mann nennen, dann werden beide zusammen getötet. Was wäre, wenn man das in den Vereinigten Staaten praktizierte? Wer würde dann all die Toten beerdigen? Da habt ihr es! Sie sind zwar Heiden, doch seht euch ihre Moral an. Das könnt ihr also nicht als Maßstab nehmen. Unser indischer Bruder kann euch bestimmt sagen, daß die Mohammedaner ein wesentlich besseres Leben führen, als wir es uns je vorstellen könnten.


206.   Was ist es dann? Das Wort ist der Prüfstein. Die Pharisäer waren zweimal so demütig wie Jesus. ER zog umher, riß ihre Gemeinden auseinander, trieb sie hinaus, schlug sie usw.


207.   Doch was tat dieser fromme Priester? Wenn ich heute morgen eine Versammlung hielte, die gegen Ihn gerichtet wäre, dann würde ich fragen: "Wer kam zu euch, als ihr krank wart, und hat für euch gebetet?" Die Antwort wäre: "Dieser gottesfürchtige Priester!" "Wer hat dem Vater nach der Mißernte Geld geliehen?" "Der gottesfürchtige Priester." "Wer hat dich Gott zum Dienst geweiht?" "Der gottesfürchtige Priester." "Wer hat dich besucht, als du im Gefängnis warst?" "Der gottesfürchtige Priester." "Und was hat dieser junge abtrünnige Jesus getan? ER hat deinen Pastor als Schlange bezeichnet!" Seht, es geht nicht um die Frucht, sondern um das Wort. "Der Mensch lebt nicht von der Frucht allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes ergeht."


208.   ER war dieses Wort. Sie konnten es nur nicht sehen. Dazu war Er bestimmt. Sie konnten es nicht erkennen, weil sie nicht dazu bestimmt waren. ER sagte: "Ihr könnt nicht zu Mir kommen." Betrachtet die armen Juden: ihre Augen waren verblendet. ER selbst verblendete sie. Gewiß tat Er das.


209.   Stellt euch vor, wie es ist, verblendet zu sein. Ihr solltet Gott für die Einsicht in die Schrift danken, die ihr empfangen habt. Gebt nun acht.


210.   ER war dieses Wort. Dennoch wurde Er geprüft. Wir werden uns jetzt mit der Prüfung Jesu befassen.


211.   Es strahlt nicht das Wort wider, wenn jemand sagt: "Das war für ein anderes Zeitalter.", denn die Bibel sagt: "ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Wie könnte der Heilige Geist in euch dann sagen, daß ihr mit dem Heiligen Geist erfüllt seid?


212.   Darf ich euch jetzt ein wenig verletzen? Ist es euch recht? Dann hebt die Hände. Werdet ihr mir auch nicht böse sein? Wenn doch, dann müßt ihr es wohl sein.


213.   Wie könnt ihr Frauen mit kurzgeschnittenem Haar mir sagen, daß ihr mit dem Heiligen Geist erfüllt seid? Ein Wort! "Oh, ich rede in Zungen." Das hat nichts damit zu tun. Ich habe gesehen, wie Hexenmeister in Zungen redeten, auslegten, im Geist jubelten und im Geist tanzten.


214.   Wie könnt ihr Männer euch als Oberhaupt des Hauses bezeichnen und eurer Frau gestatten, Shorts zu tragen und sich so zu geben, wie sie es tut, und euch noch "Christ" nennen?


215.   Wie wollt ihr Hirten Gott gegenübertreten, wenn ihr nicht dagegen aufgestanden seid und protestiert habt? Ihr könnt sie nicht dazu zwingen. Doch wenn ihr anfangt, so zu predigen, werdet ihr nicht mehr lange in jenem Seminar sein oder zu jener Gruppe gehören. Ihr werdet auf Unterstützung von irgendwo anders angewiesen sein. Darauf kommen wir gleich noch, so der Herr will.


216.   So ist es. Ich will euch nicht weh tun; ich liebe euch. Doch gerade deshalb tue ich es. Wenn ihr den Fluß hinuntertriebt, und ich würde sehen, daß ihr im Begriff seid zu ertrinken, dann wäre ich doch ein erbärmlicher Mensch, wenn ich sagte: "Sei tapfer, Liebling." Man muß sie warnen, es ihnen sagen. Jawohl!


217.   Ich sagte es bereits neulich an einem Abend: Als Christ muß ich mich mit jedem Charakter in der Bibel identifizieren können. Ich muß in jenen Tagen mit Noah aufgetreten sein, mit ihm gepredigt und die Menschen gewarnt haben. Jawohl. Ich muß wie Elia allein auf dem Berg Karmel gestanden haben. Ich muß mit Ihm auf Golgatha gewesen und meinem eigenen Ich und meinen eigenen Gedanken gekreuzigt worden sein. Dann bin ich auch zu Ostern mit Ihm auferstanden und habe über alles triumphiert. In Ihm bin ich über alles Irdische und Menschliche dieser Welt erhoben worden.


218.   Andernfalls wird das Wort nicht widergestrahlt und auch nicht bestätigt. Wenn ihr aber das Wort glaubt, wird Gott es bestätigen und sich selbst, wie Er es in Jesus tat, ebenfalls.


219.   Das Wort "Brot" steht immer im Zusammenhang mit "sich ernähren". Der Mensch lebt nicht von diesem Brot allein, sondern von jedem Worte. Es ist das Wort-Brot. Haltet das im Gedächtnis fest. Dies ist das Brot, von dem sich die Gemeinde in allen Zeitaltem ernährt hat. Es war das verborgene Manna, das nur für die Überwinder ist. So steht es in der Offenbarung. Ich habe keine Zeit, es in allen Einzelheiten darzulegen, denn wahrscheinlich stehen mir nur noch dreißig Minuten zur Verfügung. Doch seht: das heilige Manna, das vom Himmel fiel, war ein Sinnbild auf den Heiligen Geist. Darin werdet ihr mir zustimmen.


220.   Gott gebot Moses, einen Krug zu nehmen, einen Gomer davon hineinzutun und ihn in das Allerheiligste zu stellen. Hätte man ihn nicht in das Allerheiligste gestellt, wäre es verdorben. Stimmt das? Würmer wären hineingekommen. ER gebot: "Stelle den Krug in das Allerheiligste für alle künftigen Geschlechter." Wenn ein Mann Priester wird, um am Worte zu dienen, so muß er als erstes, sobald er eingesetzt ist, hingehen, ein wenig von diesem Original-Manna nehmen und es essen.


221.   Damit soll das Licht versinnbildlicht werden, das Er in jedem neuen Gemeindezeitalter in Seiner Hand hielt. Das Manna strahlte Sein Licht wider, und nur derjenige bekam es, der völlig überwunden hat, der alles beiseite wirft außer dem Wort. Das Wort ist das Manna. Es ist Jesus. "Der Mensch lebt von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes ergeht." Dies ist das verborgene Manna für die Überwinder, das für jedes künftige Priestergeschlecht aufbewahrt wurde.


222.   Die Theologieschulen haben dieses gesegnete Manna schon vor langer Zeit mit einem Eintopf vertauscht. Das stimmt genau. Jawohl!


223.   Dasselbe tat Esau. Was die Moral betrifft, war Esau ein besserer Mensch als Jakob. Aber er hatte keine Achtung vor dem Erstgeburtsrecht, das dem Wort entspricht. Wie viele wissen, daß das Erstgeburtsrecht dem Wort, der Verheißung für den ältesten Sohn, entspricht? Aber in moralischer Hinsicht war er ein guter Mensch, wie es die nominellen Christen von heute sind. Er war ein guter Mensch. Er log nicht; er stahl nicht; er war gut zu seinem Vater. Obwohl er all dem nachkam, gab er nichts um sein Erstgeburtsrecht. Er sagte: "Was für einen Unterschied macht es? Ich bin trotzdem Israelit. Ich gehöre sowieso dazu." Doch es kam auf sein Erstgeburtsrecht an. Im Natürlichen war er untadelig, doch im Geistlichen war er verkehrt.


224.   So ist es heute. Gemeinde und Welt werden zu einem Eintopf vermischt. Man nimmt von jedem etwas in der Gemeinde: Parties, Tänze und alle möglichen Vergnügungen, ebenso wie Frauen, die kurzes Haar haben und Shorts tragen.


225.   Ihr fragt: "Bruder Branham, was hat diese Kleinigkeit zu sagen?"


226.   Das ist eines der Worte, denn die Bibel sagt, daß es verkehrt ist, wenn eine Frau ihr Haar schneidet. Das stimmt. Wie will sie hineinkommen, wenn sie es trotzdem tut? Fragt einen Prediger; jeder kann bestätigen, daß es so im Wort steht. Sie entehrt dadurch ihr Haupt; sie entehrt ihren Ehemann. Seht, er sollte sich von ihr scheiden lassen. Jawohl. Wenn sie sich das Haar schneidet, so kann sie es sich auch ganz abscheren lassen. Das besagt alles. Nicht nur abschneiden. Gott will es nicht. Das ist weder etwas Halbes noch etwas Ganzes. Nehmt es nicht auf die leichte Schulter. Schneidet es entweder ganz ab oder laßt es wachsen; so hat Gott es gesagt. Jeder Prediger des Evangeliums weiß, daß es die Wahrheit ist, ob er es zugibt oder nicht. Es ist die Wahrheit! Was nützt es euch, wenn ihr alles andere befolgt und das auslaßt?


227.   Es ist immer noch ein wenig Weltlichkeit in euch, wenn ihr den anderen Kirchengemeinden ein wenig nachzueifern versucht. Genau damit brachte sich Israel in Not. Deswegen starben sie. Damit brachte sich Adam in Schwierigkeiten. Das war der Grund für die Schwierigkeiten all der anderen. Nur ein Wort ist dazu nötig, nur ein Punkt! Es ist wie ein Eintopf, in den Weltliches gemischt wurde. Ein wenig von der Welt, etwas von Hollywood, ein wenig von den Theologen - was habt ihr dann?


228.   Wenn es Satan damit nicht gelingt, versucht er es mit seiner zweiten Taktik bei euch, nämlich, euch soweit zu bekommen, daß ihr das Wort nicht mehr glaubt und in ein Seminar geht. Er probiert seine nächste Taktik. Hier müßt ihr sehr gut aufpassen. Bleibt noch fünf Minuten ruhig sitzen, bis wir diesen Teil beendet haben. Er macht euch ein übernatürliches Angebot. Bevor ich schließe, komme ich noch einmal darauf zurück. Wenn er euch nicht durch eine Versuchung vom Wort abbringen kann, und ihr sagt: "Ich werde am Wort festhalten.", dann macht er euch ein übernatürliches Angebot.


229.   Er sagte: "Weißt du was? Stürze dich hier vom Tempel hinab und komme wieder herauf. Zeige den Menschen, daß du etwas Übernatürliches tun kannst."


230.   Er bekommt sie dahin. Gebt nun acht, darauf kommt es an. Paßt auf, wenn ihr am Ende jener Versuchung angelangt seid. Vielleicht läßt er manche von euch in Zungen reden, so daß ihr meint, es zu haben. Oder er läßt euch sogar weissagen, ohne daß die Weissagung mit dem Wort übereinstimmt. Ich habe erlebt, wie Menschen aufstanden und etwas weissagten, das so im Gegensatz zum Wort stand wie der Osten zum Westen. Es ist das Wort, wodurch ihr lebt. Die übernatürlichen Gaben kann Satan mit vollen Händen verteilen. Gewiß. Das hat nichts zu bedeuten.


231.   Hat nicht Jesus gesagt. "Viele werden an jenem Tage zu Mir kommen und sagen: 'Herr, habe ich nicht in Deinem Namen geweissagt? Habe ich nicht in Deinem Namen Teufel ausgetrieben? Ich habe mächtige Werke vollbracht. Ich war ein bedeutender Mann in jener Organisation. All das habe ich getan." ER wird antworten: "Weichet von Mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit!"


232.   Was ist Gesetzlosigkeit? Es ist etwas, von dem ihr wißt, daß es richtig ist, und obwohl ihr es im Herzen zugebt, handelt ihr nicht danach. Wenn ihr wißt, daß die Bibel etwas Bestimmtes lehrt, und ihr befolgt es trotzdem nicht, ist es Gesetzlosigkeit. David sagte: "Wenn ich Böses in meinem Herzen behalte, wird Gott mein Gebet nicht erhören." Ist das wahr? Steht das in der Bibel? Darüber könnt ihr gewiß nicht böse sein. Jesus sagte: "Viele werden an jenem Tage zu Mir kommen und sagen: 'Ich habe dieses und jenes getan.', dann werde Ich antworten: 'Weichet von Mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit."


233.   Adam hätte auch sagen können: "Herr, ich habe dies und jenes getan." Doch ein Wort, das er übertrat, genügte. Ungehorsam einem einzigen Wort gegenüber - mehr ist nicht nötig.


234.   Ja, die Weissagung könnte im Gegensatz zum Wort sein. Doch sobald der Betreffende diese übernatürliche Gabe empfangen hat, ist er so hingerissen von ihrem Glanz, von dem Trubel, der damit einhergeht. "Ehre sei Gott! Ich habe für jemanden gebetet. Er erhob sich und ging davon. Hallelujah! Ich kann in Zungen reden, und jemand anders legt aus. Es ist echt, es ist wahr!"


235.   Paulus sagte: "Wenn ich in Zungensprachen der Menschen und der Engel reden könnte, so wäre ich dennoch nichts. Selbst wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzen könnte, wäre ich immer noch nichts." Stimmt das?


236.   Doch das bietet er euch an. O Pfingstleute, ich liebe euch, sonst wäre ich doch nicht bei euch. Darin habt ihr versagt. Achtet auf das Wort, nicht auf die Gabe. Achtet den Geber, von dem sie kommt. Doch er ist völlig hingerissen, weil er im Geiste tanzt. So viele Menschen scharen sich um ihn. Jeder ruft ihn nach hier und nach dort, und dabei vergißt er das Wort.


237.   Solange ihr euch vom Wort fernhaltet, seid ihr sehr populär. Sobald ihr jedoch einmal mit dem Wort kommt, werdet ihr sehen, wer dann noch mit euch zusammenarbeitet. Beachtet, was dann hervorkommt. Das werden wir gleich noch im Zusammenhang mit einem anderen Stadium der Natur hervorheben. Ihr werdet feststellen, wer euch dann noch haben möchte - niemand. "Laßt die Hände weg davon!" Eine bestimmte Vereinigung hatte hier vor einigen Wochen eine Zusammenkunft, und man kam überein, daß jeder Prediger des "vollen Evangeliums", der mich in die Stadt kommen ließe, damit ich für die Kranken bete, von der Vereinigung ausgeschlossen wird. Nur weil ich für die Kranken bete! "Hört nicht darauf!" Doch das Wort wird bestätigt.


238.   Ebenso verfuhr man mit unserem Herrn. Das gleiche tat man mit jedem Mann in jedem Zeitalter. Sie taten es mit Luther, Wesley und allen anderen. Auch mit euch ist man am Anfang so verfahren. Inzwischen seid ihr in die alte Schwemme, aus der ihr kamt, zurückgekehrt. Beachtet die Art und Weise. Es geschieht immer nach derselben Methode. Sie hat noch nie versagt. Satan handelt immer gleich.


239.   Er ist so hingerissen von dem Getöse, dem Glanz usw., daß er das Wort nicht mehr beachtet. "Oh, Bruder Soundso hat das und das gesagt. Ich muß dorthin gehen." Er ist so beeindruckt, daß er es gar nicht bemerkt. Ob es das Wort ist oder nicht, ist ihm gleich. "Die anderen sagten, es war gut. Also ist es egal." Die Denomination sagt: "Du hast es! Laß dir von niemandem etwas anderes einreden." Was hast du?


240.   Gebt nun besonders acht. Satan hat das Wort immer, auch in diesem Fall, verschleiert, selbst als er Jesus dazu bringen wollte, etwas Übernatürliches zu tun. Was wäre gewesen, wenn Jesus auf ihn gehört hätte, weil es um etwas Übernatürliches ging? Vielleicht sagte er: "Warte einmal, Du möchtest in Übereinstimmung mit dem Wort bleiben, nicht wahr? DU möchtest Dich an das Wort halten. Es steht doch geschrieben: 'ER wird Seine Engel für Dich entbieten, und sie werden Dich auf den Armen tragen, damit Du mit Deinem Fuß an keinen Stein stoßest." Doch Er stieß mit Seinem Fuß an keinen Stein. Gebt acht. Was wäre gewesen, wenn Er sich darauf eingelassen hätte? Habt ihr bemerkt, ich habe nicht gesagt, daß er das Wort zitierte, sondern daß er es übertünchte, wie man Zuckerguß über einen Kuchen streicht. Er verschleierte bzw. übertünchte es. Er ließ es nicht im richtigen Zusammenhang.


241.   So versucht man es auch heute darzulegen; man will es übertünchen. Doch dann steht es nicht mehr im Einklang mit dem Rest der Schrift. Alles muß stimmen. "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit", ganz gleich, wieviel vom Wort ihr übertüncht.


242.   Es muß so wiedergegeben werden, wie Er es ausgesprochen hat. Wenn es richtig wiedergegeben wird, dann bestätigt Er es in eurem Leben als wahr. So werden alle Menschen erkennen, daß ihr geschriebene Briefe Gottes seid. Geschriebene Briefe - das ist diese Bibel. Stimmt das? Die Bibel ist ja ein Schreiben. Also seid ihr geschriebene Bibeln, die Sein Wort widerstrahlen, und in Gott wiederum vollkommene Menschen.


243.   Jesus erwiderte: "Es steht abermals geschrieben!"


244.   Beachtet, Eva wurde in der gleichen Lage aufgrund ihres übernatürlichen Verständnisses fortgerissen. Sie hatte theologisches Wissen. Ihr Bildungsstand damals war höher als der eines jeden Theologen im Land. Sie wurde fortgezogen und erkannte es nicht. Sie wußte, daß sie etwas hatte, was Adam nicht kannte. Vielleicht wäre sie dadurch imstande, über ihn zu Herrschen, weil sie mehr davon verstand als ihr Adam. Beachtet, was ihre Adams heute tun. Sie konnte zwischen Gut und Böse unterscheiden, denn sie war gut in der Wahrheit unterwiesen. Sie bekam eine hervorragende Unterweisung über die Wahrheit, von der sie vorher nichts verstand, und es war die Wahrheit Gottes. Doch als sie das Wort brach, verfiel sie dem Tod. Ja, sie bekam ihre Schulung.


245.   Das Seminar vermittelt euch soviel theologisches Wissen, daß ihr jede Person aus dem Alten und Neuen Testament zitieren könnt. Doch gebt acht, was ihr tut, ob ihr nicht das Wort brecht, wenn ihr sagt: "Nun, das war nur für sie." Nein, es ist für euch, für jeden, der es will. Gebt acht. "Oh, das war für die Gemeinde damals." ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit! Sie hatte eine feine Bildung, doch sie war auch tot durch Sünde und Übertretung.


246.   Jetzt kommen wir zur dritten Taktik Satans. Wir werden uns damit beeilen, denn ich möchte nicht mehr Zeit beanspruchen als nötig, vielleicht noch fünfzehn, zwanzig Minuten, wenn ihr noch so lange aushaltet. Beachtet seine dritte Taktik, seine dritte Versuchung. Wenn die anderen versagten - dieser wird es gelingen! Jetzt bietet er euch ein Amt in der Kirchengemeinde an, wie er es bei Jesus tat: "Ich werde Dir die ganze Welt geben. Ich mache Dich zum König darüber. Alles gehört mir, und ich werde es Dir geben."


247.   Wer kann aus einem Mann einen Prediger machen? Wer kann einem Mann eine Gabe verleihen, wenn ihm die Hände aufgelegt werden? "Gott hat in die Gemeinde gesetzt...!" Seht, wie sie das Wort verdrehen. Dasselbe tat Eva. Mit ihrem neuen Wissen, ihrer Erkenntnis, bekam sie Macht über Adam. Sie konnte tun, was sie wollte, sobald sie Adam dahin brachte, es anzunehmen.


248.   Doch als er zu Jesus kam, gelang ihm das nicht. ER sprach: "Weiche von Mir, Satan!" In anderen Worten: "Ich will es nicht verkehrt wiedergeben, aber dies hinzufügen..." - "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt von jedem Wort Gottes, nicht von deinem Angebot: 'Ich mache dich zum Bezirksvorsteher, zum Presbyter oder zum Diakon.' oder: 'Du darfst auf dem Klavier spielen, Schwester." All das wird angeboten. "Du bist eine sehr bekannte Persönlichkeit; wir brauchen dein Talent in der Gemeinde." Kommt zum Wort!


249.   Sie konnte ihn beherrschen, ihn belehren. Das gleiche ernten wir heute. Heute bietet man ihnen einen Doktortitel an, oder Bezirkspresbyter, Vorsteher, Distrikt-Manager und dergleichen zu werden.


250.   Wie unterscheidet es sich von Jesus! ER hielt am Wort fest. In den nächsten Minuten möchte ich anhand der Natur und mit dem Wort belegen, daß es stimmt, und es beweist, daß Er das fleischgewordene Wort - das Brot, war. ER war das fleischgewordene Wort. Was strahlte Er wider? Nur das Wort.


251.   Wenn ihr geschriebene Briefe seid, strahlt ihr nur das Wort wider, nicht das, was ein Seminar oder irgend jemand sagt, was Frau Jones oder Dr. Soundso darüber denkt, sondern was Gott darüber sagte. "Jedes Menschen Wort ist Lüge, doch Meines ist die Wahrheit. Wer auch nur das geringste Gebot aufhebt und die Menschen demgemäß lehrt... Wer ein Wort aus diesem Buch nimmt, oder ein Wort hinzufügt... Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes ergeht." Durch dieses Wort leben wir ewig.


252.   Wie ihr tote Substanz zu euch nehmen müßt, um irdisch leben zu können, müßt ihr Christus haben, um zu leben, sonst sterbt ihr. Was ist Christus? "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns."


253.   Auch ihr seid solche geschriebenen Briefe - der eine für dieses, der nächste für ein anderes Zeitalter, als Licht der Stunde. Doch sie erkennen es nicht. Ihr strahlt es lediglich wider.


254.   Auch wenn andere daran festhielten - in einem Punkt versagten sie. Doch Er nicht! Ich habe bereits erwähnt, was Er in Offbg. 22, 18 gesagt hat: "Wenn jemand etwas hinzufügt..."


255.   Gebt jetzt genau acht. Matth. 24, 24 ist besonders wichtig. Dort sagt Jesus, daß in den letzten Tagen sogar die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Beachtet die Geister. In den letzten Tagen! Diese Schriftstelle muß sich jetzt erfüllen. Glaubt ihr das? Es heißt dort, daß in den letzten Tagen selbst die Auserwählten, die vorherbestimmt sind, fast verführt würden. Es ist so vollkommen, so schriftgemäß, sieht so schön und klar aus, daß ihr keinen Fehler darin erkennt. Nur die Auserwählten werden dem entrinnen. Das sagte Jesus. Glaubt ihr es? Sogar die Auserwählten würden verführt, wenn es möglich wäre.


256.   "Oh, es ist so vollkommen schriftgemäß. Man kann es mit dem natürlichen Auge sehen." Doch das ist es nicht! Die Pharisäer hatten die Schrift so vollkommen es nur ging - aber entsprechend ihrer eigenen Deutungen.


257.   Wie hätten sie erkennen können, daß Er nicht verkehrt war? Weil Gott jedes Wort bestätigte, das Er mit Bezug auf Ihn für jenes Zeitalter verheißen hatte. Daran erkannte man, daß Er der Messias war.


258.   Beachtet, was es in diesen Tagen sein soll: "Wenn es möglich wäre..." Nur ein Wort, ein einziges Wort ist nötig. Mehr brauchte Satan auch bei Adam nicht, um ihn zu Fall zu bringen, als ein Wort. Auch heute braucht er nicht mehr als eine Sache zu verdrehen. Mehr benötigt er nicht. Ihr wißt, daß es die Wahrheit ist. Ein Wort hinzuzufügen oder wegzunehmen bedeutet völliges Versagen. Es kommt auf jede Kleinigkeit, auf jedes Wort Gottes an. Denkt jetzt einmal an die verschiedenen Deutungen in den Seminaren, die sich alle voneinander unterscheiden.


259.   Irgendwo muß doch die Wahrheit sein, und das ist sie: die Bibel.


260.   Ihr sagt: "Bruder Branham, sie haben aber den schönsten Gottesdienst."


261.   Jesus sagte: 'Vergeblich beten sie Mich an, weil sie Menschengebote anstatt das Wort zu ihren Lehren machen" - seine eigene Auffassung, seine eigene Auslegung des Wortes.


262.   Wie ich bereits gesagt habe: Gott benötigt keinen Ausleger. ER legt jedes Wort selbst aus. Ihr braucht niemanden, der es euch deutet, Gott legt es euch aus, wenn ihr bereit seid, es anzunehmen. Seht, das ist Leben, das Leben in sich selbst.


263.   Jesus sagte: "Vergeblich beten sie Mich an." Sie beten Gott tatsächlich an. Auch Kain betete am Anfang Gott an. Dennoch: "Vergeblich beten sie Mich an." Was bedeutet vergeblich? Es nützt nichts.


264.   Sie mögen sagen: "Ich tue dies. Ich tanze im Geiste. Ich rede in Zungen. Ich weissage. Ich predige das Evangelium." Doch wenn ihr euch das Haar nicht wachsen laßt, wenn ihr einer Sache nicht nachkommt, werdet ihr sehen, was geschieht: der Geist verläßt euch auf der Stelle. Genau das ist unseren Gemeinden widerfahren. Sie haben versagt.


265.   "Vergeblich beten sie Mich an. O ja, ihr Gottesdienst ist sehr schön. Trotzdem beten sie Mich vergeblich an, weil sie Menschengebote zu ihren Lehren machen."


266.   Die Pharisäer waren ausgebildete Theologen. Wagt nicht zu behaupten, wir hätten heute etwas Vergleichbares. Keineswegs! Sie kannten jedes einzelne Wort, wie es geschrieben stand, und doch war ihre Anbetung vergeblich. Bedenkt: "Vergeblich!" Trotz der großen, feinen Bibelschulen, der Seminare, der Lehrer, der jungen Männer und dergleichen. Und dennoch verloren!


267.   Das gleiche sagte Er von denen in der Wüste. Sie alle aßen in der Wüste Manna und tranken aus dem geistlichen Felsen. Doch Jesus sagte: "Sie sind alle gestorben." Tot bedeutet "ewig getrennt". Weshalb? Weil sie die Verheißung Gottes nicht glaubten.


268.   Ich halte euch nicht gerne so lange fest, doch ich muß es einfach sagen. Es wird nicht mehr lange dauern. Jeder von ihnen war unter der Feuersäule herausgekommen und in die Wüste gelangt. Sie glaubten Gott und zogen vorwärts. Doch als sie auf ein Hindernis stießen und die zehn zurückkehrten, da hieß es: "Wir können das Land nicht einnehmen. Dort gibt es Riesen. Sie sind dies und jenes. Wir können es nicht; es ist unmöglich."


269.   Was aber taten Kaleb und Josua? Sie beruhigten das Volk und sagten: "Wir sind mehr als imstande, es einzunehmen." Warum? Die einen schauten auf das, was sie sahen. Kaleb und Josua dagegen blickten auf die Verheißung Gottes. Gott sagte: "ICH habe euch das Land gegeben! Geht, nehmt es ein!"


270.   Jetzt zitiere ich aus Hebr. 6: "Denn es ist unmöglich, solche, die einmal die Erleuchtung empfangen und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind... und die Kräfte der zukünftigen Welt gekostet haben und dann doch abgefallen sind, noch einmal zur Sinnesänderung zu erneuern."


271.   Die zehn kamen zurück; sie hatten die Weintrauben des anderen Landes gegessen, sie waren dort gewesen. Doch als es darauf ankam, dem Wort bis ans Ende zu folgen, sagten sie: "Das können wir nicht!" Sie starben in der Wüste.


272.   Da befinden auch wir uns. Wir haben das gute Wort Gottes geschmeckt. Wenn es aber um die volle Verheißung geht, heißt es: "Nein, nein, das können wir nicht, denn Dr. Soundso oder jemand anders sagt, daß wir es nicht können. Das war für die Apostel. Es war eine andere Zeit." Dort sterbt ihr.


273.   In der Schrift greift alles ineinander über. Jedes Wort Gottes ist miteinander verbunden. Es kann nicht entsprechend einer menschlichen Idee oder eines Systems ergehen, sondern wird nur durch den Heiligen Geist geoffenbart. Jesus sagte: "ICH preise Dich, Vater, daß Du dies vor Weisen und Klugen verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast."


274.   Wir wollen jetzt noch schnell den nächsten Gedanken dieses Satzes "Vergeblich beten sie Mich an" aufgreifen. Die Pharisäer waren gelehrt und moralisch einwandfrei. Dennoch bezeichnete Jesus sie als vom Teufel. Zu diesen gelehrten Theologen sagte Jesus: "Ihr stammt vom Teufel als eurem Vater, und seine Werke tut ihr!" ER sprach: "Ihr schmückt die Gräber der Propheten, die eure Väter getötet haben." Die Propheten traten auf, um die religiösen Systeme niederzureißen. Das taten sie.


275.   Die Propheten! An wen ergeht das Wort, an einen Theologen oder einen Propheten? Es ergeht nicht an die Theologen und Bibelschulen, sondern immer an einen Propheten. Gott ändert Sein System nie. Niemals! So war es immer. Es ergeht nicht an eine Gruppe, sondern an einen einzelnen. Niemals war es eine Gruppe, sondern immer ein einzelner. Jawohl. Ein Prophet


276.   Jesus sagte: "Ihr schmückt die Gräber der Propheten, doch eure Väter haben sie hineingetan." Das gleiche tun sie in ihrer Verblendung aufgrund des Seminars Satans.


277.   Pfingstler, haltet eure Nase aus dem Weltkirchenrat heraus. Ihr Prediger hier werdet den Leuten in den Hauptquartieren schreiben. Den einzelnen Gemeinden braucht ihr nicht zu schreiben; sie haben die Sache bereits abgelehnt und wollen nichts damit zu tun haben. Bleibt auch ihr Baptistenbrüder draußen. Begreift ihr nicht, daß es das Malzeichen des Tieres ist, was dort entsteht? Ihr wißt, von wem alles verschlungen wird, wenn ihr die Schrift einigermaßen kennt. Wenn das Wort sich in euch widerstrahlt, dann haltet euch fern von dieser Sache. Eure Denomination wird hineineilen. Ihr werdet entweder mitmachen oder eure Denomination davon lösen müssen. Ihr könnt dann nicht länger eine Denomination sein und dort bleiben, denn ihr müßt entweder hineingehen oder draußen bleiben.


278.   Dann seid ihr keine Organisation mehr, denn ihr habt gezeigt, was ihr seid. Jawohl! Gott segne euch, wenn ihr es tut. Es ist schwer zu sagen, wie viele es tun werden, doch ohne Zweifel werden es einige sein.


279.   Sie waren verführt, und Jesus bezeichnete sie als vom Teufel. Als Jesus dort stand, widerstand Er jeder Versuchung mit dem Wort. ER hielt am Wort fest, und Gott bestätigte Ihn.


280.   Vor einigen Abenden sprach ich in der Predigt über Michelangelo. Wie viele waren jemals in Forest Lawn und haben die Mosesstatue von Michelangelo gesehen? Es war überwältigend, als ich zum erstenmal dorthin kam und sie sah. Michelangelo hat fast sein Leben lang daran gearbeitet. In seiner Vorstellung wußte er, wie die Mosesstatue aussehen sollte. Er wollte sie fertigstellen, bevor er sterben mußte. Jahrelang meißelte er hier etwas ab, schlug er dort etwas ab, brach er hier etwas heraus und schliff er dort nach. Als er sie schließlich nach vielen Jahren fertiggestellt hatte, stand er mit dem Tuch in der Hand vor ihr. Er trat zurück und betrachtete sie. In seiner Vorstellung war immer noch das Bild, wie sie aussehen sollte, seit er das erste Mal von Moses gehört hatte. Nun stand es strahlend vor ihm. Er war so überwältigt von seiner Arbeit, daß er nach dem Hammer griff, auf den Fuß der Statue damit schlug und ausrief:


281.   Rede, Moses!" Er dachte, Moses sollte reden, weil er dem Bild, das er von ihm in seiner Vorstellung hatte, so genau glich. Die Kerbe ist immer noch in seinem Fuß. Es ist eine vollkommene Statue, bis auf diese eine Stelle am Fuß. Ihr könnt es in Forest Lawn sehen. Dort steht eine Nachbildung davon, gleich wenn ihr zur Tür hereinkommt. Die Mosesstatue war das Meisterwerk Michelangelos, die Krönung seines Lebens.


282.   Gott ist ein großer Bildhauer. ER schuf den Menschen in Seinem Bilde, damit er Ihn widerstrahlt. ER ist das Wort. Was tat Er? ER stellte Adam auf die Probe. Doch er versagte. Moses versagte, und alle anderen versagten ebenfalls. Doch nun kam ein Vollkommener. Hallelujah! Wer war es? Niemand anders als Gott selbst im Fleisch. Das Wort wurde von Ihm widergestrahlt. ER war die Fülle der Gottheit leibhaftig; nicht ein Prophet, obwohl Er Prophet war; nicht ein Mensch, obwohl Er ein Mensch war.


283.   Juden, stellt Ihn nicht als euresgleichen dar. ER war weder Jude noch Heide - Er war Gott! Euer Blut bestimmt, was ihr seid. Natürlich besteht ihr auch aus Fleisch. Als Maria vom Heiligen Geist empfing, hatte sie kein Gefühlserlebnis. Gott der Vater schuf die Keimzelle, das Ei in Maria und auch die Blutzelle in ihr. Es war das Blut Gottes.


284.   Jesus hatte weder das Blut eines Juden noch das eines Heiden. Es war Blut, das Jehova selbst geschaffen hatte. Es war das Blut Gottes. Die Bibel sagt, daß wir durch das Blut Gottes gerettet wurden (Apg. 20, 28). Es war nicht das Blut eines Juden oder das eines Heiden, sonst wäre eine geschlechtliche Beziehung erfolgt, sondern es war das Blut Gottes.


285.   Als Er den Vollkommenen sah, schlug Er Ihn, verwundete Er Ihn. Jesaja sagt: "ER war verwundet um unserer Übertretungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen." Was war Er? ER war das vollkommene Wort, symbolisiert durch Brot, von dem jeder Mensch leben soll. ER war der Weizen des Wortes Gottes, der zermahlen und in die vier Evangelien und alle 66 Bücher der Bibel gestreut wurde. Davon soll der Mensch leben, und nur davon:


286.   von jedem Wort, das sich darin befindet. Amen! Michelangelo hatte sein Meisterwerk. Gott sah sich selbst in einem Menschen widergespiegelt. Diesen vollkommenen Menschen hatte Er in Seinem Bild geschaffen. O was für ein Mensch! ER mußte für uns alle sterben. Damit könnten wir uns ausführlich befassen, werden es jedoch nicht tun. ER mußte für uns alle sterben. Der Vollkommene starb, damit wir Unvollkommenen in Ihm vollkommen gemacht werden konnten und zwar, indem wir an jedem Wort Seiner Bibel teilhaben. Zu unserer Rechtfertigung hat Er Ihn dann wieder von den Toten auferweckt, damit wir ein Anrecht an dem auferstandenen Jesus bekommen, der jetzt hier ist und mit jedem Wort Gottes dient, damit wir davon leben.


287.   Jetzt werden wir uns beeilen, dann kommen wir bald zum Schluß. Nun geht es um die zweite Eva - die Braut.


288.   Der erste Bräutigam war Adam. Danach kam eine lange Reihe von Propheten, bis schließlich der Vollkommene auftrat, der sterben mußte, um für alle anderen zum Brot zu werden.


289.   Was ist mit Eva? Mit ihr muß das gleiche geschehen. Denkt daran, Eva war eine Frau. Die Gemeinde wird in der Bibel immer durch eine Frau versinnbildlicht, denn sie ist ja die Braut. Beachtet, was sie tat. Sie versuchte Ihn von ihrer Lehre zu überzeugen. Solange Er predigte, was sie lehrten, war Er sehr angesehen. Doch eines Tages sagte Er: "ICH und der Vater sind eins."


290.   "Oh, Du machst Dich Gott gleich. Mit diesem Kerl wollen wir nichts mehr zu tun haben."


291.   Noch vieles andere begann Er zu sagen, z.B.: "Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt..." Was, meint ihr, würde ein Arzt, der dort gesessen hätte, gedacht haben? Was, meint ihr, hätte jemand mit einem gesunden Menschenverstand gedacht bei den Worten: "Ihr sollt Mein Fleisch essen und Mein Blut trinken."?


292.   Sie sagten: "Dieser Mann ist ein Vampir, aber kein Prediger. Haltet euch von Ihm fern. ER ist verrückt. Bleibt weg von Ihm."


293.   Doch es war die Wahrheit. Seht, es war die Wahrheit! "Wenn ihr nicht davon eßt, kommt ihr um. Ihr werdet alle sterben, wenn ihr nicht davon eßt."


294.   Heute ist es das gleiche. Das Brot und der Wein sind nur Symbole. Meint nicht, mit diesen irdischen Dingen ist es getan. Ihr müßt Christus essen, der das Wort ist, durch das ihr lebt, jedes Wort, das in der ganzen Bibel, von 1. Moses bis zur Offenbarung, ergangen ist.


295.   Beachtet nun die zweite Eva. Am Pfingsttag wurde sie, wie Er, neu geschaffen, mit dem Heiligen Geist erfüllt und mit jedem Wort Gottes gespeist. Amen. Jetzt werde ich religiös. Ich fühle mich gut. Diese erste Gemeinde, die erste Eva, sollte die Braut Christi sein. Wie viele können Amen dazu sagen? Sie sollte die Braut Christi sein. Zu Pfingsten wurde sie geboren, nicht zu Nizäa, in Rom, London, England, den Vereinigten Staaten; auch nicht durch Luther in Deutschland, durch Wesley in England oder die sogenannten Pfingstler" in den Vereinigten Staaten. Sie wurde am Pfingsttage geboren und war geisterfüllt. Sie wurde mit dem Geist erfüllt und ernährte sich vom Wort, von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorging. Sie mußten alles aufnehmen. Wort für Wort. Es war eine wirklich blühende Pflanze Gottes auf Erden, ein neuer Brautbaum, der Ihn repräsentierte.


296.   Sein Wort der Verheißung strahlte Ihn in ihr wider. Sie mußten Petrus und den anderen Beachtung schenken. Sie waren in keinem Seminar gewesen; das war bekannt. Sie hatten weder eine Bibelschule noch ein theologisches Seminar besucht. Sie hatten keine Bildung, konnten kaum ihren eigenen Namen schreiben. Die Bibel sagt: "Sie waren ohne Schulung und Bildung." Doch was geschah? Sie mußten erkennen, daß sie mit Jesus zusammen gewesen waren, denn Er war in ihnen, sie strahlten Seine Verheißung wider. Hallelujah! Ehre sei Gott! Das brauchen wir in diesem Zeitalter. Sein Wort strahlte Ihn in ihr, der Gemeinde, wider. Sie lebte von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes erging.


297.   Doch dann fiel sie wie Eva vom Wort ab, und zwar zu Nizäa, Rom, wo die erste Organisation als universelle christliche Kirche gebildet wurde. Haben wir einen Bibelgelehrten hier? Ist ein Theologe hier, der weiß, daß es die Wahrheit ist? Die erste Organisation entstand zu Nizäa - Rom. Gott hatte nie eine Organisation und wird niemals eine haben. Sie werden von Menschen beherrscht. Darin sind sie alle gleich.


298.   Ich bin Christ. "Zu welcher Kirche gehörst du?" Es gibt nur eine! Ich gehöre seit fünfundfünfzig Jahren zur Branham-Familie und bin ihr nie beigetreten. Ich wurde in sie hineingeboren. Ebenso wird man auch in das Reich Gottes hineingeboren. Dann seid ihr die Widerstrahlung Seines Wortes.


299.   Eva fiel. Auch die zweite Eva fiel zu Nizäa - Rom. Sie wurde zu einer Denomination und nahm Dogmen und Satzungen anstelle des Wortes an. Sie nahmen die heidnischen Götzen wie Jupiter usw. herunter und stellten dafür Paulus und Barnabas auf. Der Sonnengott und die Mondgöttin mit ihrer runden Hostie wurden ebenfalls ersetzt. Astarte sollte ja die Mutter des Sonnengottes Jupiter sein. Der Geburtstag Jesu wurde auf den Geburtstag des Sonnengottes verlegt. ER wurde wie die Lämmer im April geboren, wo die ganze Natur zum Leben erwacht, denn Er war das Lamm. Man wollte ihn am längsten Tag feiern, doch es ist lediglich eine Minute Unterschied zwischen dem vorherigen Tag und dem 25. Dezember, dem Geburtstag des Sonnengottes, nicht des Sohnes Gottes. Doch jeder von uns spielt den Weihnachtsmann und schmückt einen Baum und dergleichen. Es ist Heidentum, und dennoch bezeichnen wir uns als Christen. Was ist los mit der christlichen Gemeinde?


300.   Wird einmal jemand unter uns auftreten, der das Wort predigt und uns die Wahrheit sagt, so daß Gott sie bestätigt und vor den Menschen beweist, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist? Wir brauchen kein Seminar. Wir benötigen keinen Theologen. Wir brauchen einen Propheten. Jawohl. Gott hat ihn verheißen.


301.   Eva versagte und ebenso die Gemeinde, als sie zur Denomination wurde und sich menschlichen Regeln und der Herrschaft von Menschen unterwarf und nicht länger vom Geiste geleitet wurde. Sie entfernte sich vom Wort und nahm Dogmen an. Wer kann Amen dazu sagen? Gewiß! Wußtet ihr aber, daß wir Protestanten genauso viele Dogmen annehmen wie sie, wenn wir etwas zum Wort hinzufügen oder etwas davon wegnehmen? Satan überlistete sie mit der gleichen alten Methode wie Eva, nämlich mit einem Kompromiß. Es gelang ihm, indem er etwas anderes als das Wort sagte, durch eine Satzung oder eine Denomination.


302.   Das Original ist als Märtyrer in den Boden gefallen. Die Mühlsteine Roms haben den Pfingstweizen zermahlen und in den Staub geworfen. Man verbrannte sie auf Scheiterhaufen und warf sie den Löwen zum Fraß vor. Sie fielen in den Boden wie der andere Weizen, das stimmt, doch in der Reformation begann Er sie wieder aufzuerwecken. Derselbe Weizen kam zum zweitenmal hervor.


303.   Das gleiche tat Er mit dem zweiten Adam. Nachdem Adam gefallen war, ließ Er einen zweiten Adam erstehen. Der zweite Adam starb und kam wieder hervor. Der erste Adam fiel in seiner Sünde und blieb liegen. Der zweite Adam gab sich dahin, um den Menschen von der Sünde zu erlösen, und wurde wieder auferweckt.


304.   Die ursprüngliche Gemeinde fiel zu Nizäa - Rom, indem ein Wort der Wahrheit aus der Bibel genommen wurde und die römische Kirche begann, Dogmen und Satzungen hinzuzufügen. Dann trat ein Priester namens Martin Luther auf, der sagte: "Das hat nichts mit dem Abendmahl zu tun. Es ist nicht der tatsächliche Leib Christi, es ist eine Hostie." und: "Der Gerechte soll aus Glauben leben." Er warf die Hostie auf den Boden und protestierte dagegen. Da habt ihr euren ersten Stern, der nach dem Thyatira-Zeitalter strahlte. Jawohl, gerechtfertigt durch den Glauben. ER, der große Bildhauer, begann ein Meisterstück zu schaffen, eine Braut, die Sein Wort widerstrahlt.


305.   Was aber taten die Lutheraner nach dem Tod Luthers? Satan begegnete ihnen, und sie machten eine Denomination daraus und starben. Danach geschah nichts mehr unter ihnen; sie war dahin und wurde nur noch zu einer riesigen Menschenansammlung.


306.   In den Tagen John Wesleys nahm sich Gott ihrer wieder an, damit sie eine weitere Wahrheit widerstrahlen sollte. Was tat er? Er lehrte, daß die Heiligung das zweite Gnadenwerk ist. Was tat Gott? ER segnete es. Wesley protestierte gegen die anglikanische Kirche, gegen die Kirche Zwinglis, Calvins und alle übrigen, die sich an den Buchstaben hielten. Luther predigte, der Gerechte solle aus Glauben leben. Das zweite Gnadenwerk war die Heiligung. Das stimmt.


307.   Was geschah dann? Das gleiche wie nach dem Tod Luthers: nachdem Wesley, Asbury und die anderen heimgegangen waren, entstand eine Organisation, und sie starben. Seht sie euch jetzt an.


308.   Vor nicht langer Zeit ging ich in ein Krankenhaus, um für eine Frau zu beten, die operiert werden sollte. Als ich eintrat, sagte sie: "Bruder Branham, ich habe dich rufen lassen. Du kennst mich nicht. Würdest du trotzdem für mich beten? Ich muß mich morgen früh einer Operation unterziehen."


309.   Ich antwortete: "Gewiß, Schwester."


310.   Nebenan saßen ein Mann und eine Frau und ein Jugendlicher von etwa achtzehn Jahren. Sie beobachteten mich ganz genau. Ich wandte mich zu ihnen und sagte: "Würden Sie mich entschuldigen, ich werde jetzt beten."


311.   Die Frau sagte: "Ziehen Sie den Vorhang zu."


312.   Ich fragte: "Sind Sie Christ?"


313.   Sie antwortete: "Wir sind Methodisten."


314.   Ich erwiderte: "Danach habe ich nicht gefragt. Wenn Sie nur Methodisten sind, werde ich den Vorhang zuziehen. Wenn Sie Christen wären, wollten Sie gar nicht, daß ich ihn zuziehe." So ist es.


315.   Es ist ein großer Unterschied, ob man Methodist, Baptist, Presbyterianer oder ob man ein Christ ist. Es kommt nicht darauf an, ob man Campbellit ist, sondern es geht darum, ein Christ zu sein. Was tat sie? Dasselbe.


316.   Was geschah dann? Gott nahm eine kleine Gruppe hier im Süden und einen Farbigen, der schielte. Was tat Er dort? ER goß die Wiedererstattung der Gaben aus. So entstand die Pfingstbewegung. Viele von euch erinnern sich an die alten Zeiten, wie z.B. Bruder Valdez, der hier sitzt, ein alter Weiser, der schon predigte, als ich fünf Jahre alt war. Er erinnert sich noch an die Anfänge der Pfingstbewegung. Damals durfte man ihnen nichts von einer Organisation sagen. Sie waren aus diesem Schmutz herausgekommen. Sie hatten die Botschaft Gottes.


317.   Doch was haben auch sie getan? Das gleiche wie die anderen. Sie machten eine Organisation daraus. Jetzt haben sie dreißig, vierzig verschiedene: Einheits-, Zweiheits-, Dreiheits-Organisationen. O meine Güte, so etwas hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört. Was ist mit euch geschehen? Ihr seid auf der Stelle gestorben. Weiter konntet ihr nicht gehen. Eure Organisation würde dies hier nicht annehmen. Ihr habt euch eure Männer ausgesucht. Es heißt: "Wenn dieser Mann nicht dasselbe glaubt wie wir, wollen wir ihn nicht hier haben. Unsere Gemeinschaft duldet es nicht!"


318.   Ich muß mich beeilen. Seht, es muß ein wahrer Same kommen. Es muß so sein, denn Er wird für eine Braut ohne Flecken und Runzeln wiederkommen. ER kommt für eine Braut, die das Wort bestätigt. Oh, sie wird aus einer sehr kleinen Gruppe bestehen. Jesus sagte: "Wie es in den Tagen Noahs gewesen ist, (als acht Seelen gerettet wurden), so wird es auch mit der Wiederkunft des Menschensohnes sein." Stimmt das? Wie viele es sein werden, weiß ich nicht.


319.   Doch seht, die Braut wird sich aus all denen zusammensetzen, die das Wort in ihrem Zeitalter aufgenommen haben. Es ist nicht nur diese letzte Gruppe. Gott wird alle aus der ganzen Zeit von hier wegnehmen.


320.   Es wird eine überraschend kleine Schar sein. Wenn sie verschwunden sind, wird man nicht einmal merken, daß sie nicht mehr da sind. Was wäre, wenn Er in diesen letzten Tagen fünfhundert hinwegnähme? Es würde gar nicht auffallen. Was sind schon fünfhundert, die in zwei, drei Tagen verschwinden? Es werden doch jeden Tag so viele Menschen auf der Welt vermißt, von denen man nicht weiß, wo sie sind, und von denen man nie wieder etwas hört.


321.   Sie wird bei dem geheimen Kommen des Herrn Jesus hinweggenommen werden. Die anderen werden weiter predigen, wie es in den Tagen Noahs war. Man wird sagen: "Ehre sei Gott. Wir haben es! Hallelujah.", und ihr Tod ist besiegelt. Das sagt die Bibel, und sie kann nicht versagen.


322.   Noah, Moses, David strahlten das Kommen des vollkommenen Bräutigams im voraus wider. Ebenso haben Luther, Wesley und die Pfingsterweckung das Kommen der vollkommenen Braut vorschattiert.


323.   Sie machte jedesmal einen Ansatz. Doch was tat sie dann? Wie Eva zwang die Gemeinde ihren Adam jedesmal, ihr neues Licht, ihr neues System zu glauben, und starb dort. "Unsere Gruppe wird sich vereinigen. Was für neue Segnungen erleben wir mit dem, was wir gefunden haben!" usw.


324.   Was brachte Eva dies alles ein? Wir haben nur noch wenig Zeit. Was kam bei all dem für Eva, die erste Muttergemeinde, die erste Braut des ersten Adams, als Resultat heraus? Was brachte es ihr? Hört gut zu. Damit werdet ihr nicht übereinstimmen. Doch es brachte den "Samen der Schlange" hervor.


325.   Ihr erster Sohn war nicht der Sohn Adams. Wenn er es gewesen wäre, so hätte er das Erstgeburtsrecht gehabt. Die Bibel sagt im Juda-Brief, daß Henoch der siebente nach Adam war. Stimmt das? Das Verzeichnis beginnt mit Adam, dem ein Sohn geboren wurde: Seth. Was ist mit Kain, dem das Erstgeburtsrecht zugestanden hätte? Er war nicht der Sohn Adams. Dem Seth wurde Enos geboren. So ging es weiter bis zu Henoch, dem siebenten nach Adam. Wenn Kain sein Sohn gewesen wäre, warum gibt es dann nicht eine Stelle in der Bibel, die das besagt? Selbst im Lukasevangelium, wo das Geschlechtsregister noch einmal aufgeführt ist, wird Kain nicht als Sohn Adams erwähnt. Wenn er das nicht war, wessen Sohn ist er dann gewesen? Wenn er jedoch der Sohn Adams gewesen wäre, und zwar der erste, dann hätte ihm das Erstgeburtsrecht zugestanden.


326.   Es gibt die natürliche Gemeinde - Könnt ihr das nicht sehen? -, die etwas anstelle des Wortes aufnahm, was geistlicher Ehebruch war. Ihr Pfingstleute, Gott segne euch! Was brachte es Eva ein? Den Samen der Schlange. Was geschah in diesen letzten Tagen durch Denominationen? Der Same der Schlange kam wieder hervor, indem man dem Wort etwas hinzufügte. Was opferte er? Früchte und dergleichen, aber nicht das Blut.


327.   Durch Offenbarung des Wortes, ehe Gottes Wort überhaupt niedergeschrieben wurde, hat Abel durch Glauben Gott ein wohlgefälligeres Opfer dargebracht als Kain, wodurch er das Zeugnis empfing, gerecht zu sein. Durch sein Opfer strahlte er das Wort wider.


328.   Kain ging hin und brachte Früchte des Feldes dar, denn er dachte, Eva habe einen Apfel gegessen. Die meisten theologischen Seminare sprechen jetzt von einer Aprikose. Es war Ehebruch - das weiß jeder, der die Bibel kennt. Gewiß war es das.


329.   Beachtet, der erste Same der Schlange kam durch Eva hervor, indem die erste Eva vom Wort abwich. Die zweite Eva tat das gleiche zu Nizäa, Rom. Was hat sie bekommen? Eine Anzahl Denominationskinder. Das stimmt. Oh, sie sind moralisch einwandfrei und sehr gut. Gewiß. Doch was ist mit ihnen? Sie sind tot aufgrund ihrer Glaubenssatzungen.


330.   Das gleiche ist jetzt. Die Offenbarung Kains über das Wort hat dasselbe bewirkt. Was wurde ihr zugesagt? Was ist dieser Eva für das Ende der Zeit verheißen worden? Hört gut zu, während ich zum Schluß komme. Was ist dieser Eva in der Endzeit verheißen? Laodizea! Reichtum, ein großer Name, bedeutende Persönlichkeiten. Doch trotz ihres Reichtums ist sie nackt und tot, ohne es zu wissen. So endet das Gemeindezeitalter.


331.   Sie leugnet das Wort. Um Matth. 24, 24 zu erfüllen, versucht sie, mit viel Lärm, mit diesem und jenem, mit sozialem Ansehen und derartigen Dingen hineinzugelangen. Sie sagt: "Nun, wir haben Kraft! Ehre sei Gott! Hallelujah! Wir haben Kraft!" Ihr habt die Form der Gottseligkeit und verleugnet aber deren Kraft. Es ist dem Echten so ähnlich, daß sogar die Auserwählten fast verfuhrt würden. Wie kann ein Mensch im Geiste tanzen, in Zungen reden und dennoch leugnen, daß Gottes Wort die Wahrheit ist? Kann das der Heilige Geist sein? Das ist einfach nicht möglich.


332.   Jedes Wort! Wenn Gott etwas sagt, dann meint Er es auch so. Legt es nicht anders aus. Die Bibel sagt, daß es keine eigenmächtige Deutung zuläßt. Sagt es so, wie Er es ausgesprochen hat.


333.   Beachtet, es ist eine falsche Kraft. Genau das wollte Satan dem Herrn Jesus anbieten. Er führte Ihn hinauf und wollte, daß Er sich damit großtut. Die Menschen tun das, sogar der Weltkirchenrat und alle, die darin sind. "Wer ist imstande, Krieg mit ihm zu führen?", so steht es mit Bezug auf das Tier, das sich erhebt, in der Bibel. Wenn wir Zeit hätten, würden wir näher darauf eingehen, doch wir haben sie nicht. Beachtet, was Jesus, der zweite Adam, der Wort-Adam, in ihren Tagen, den Tagen dieser Kirche, tut, die dem Echten so nahe kommt. Das letzte Gemeindezeitalter ist das von Laodizea. Wie viele können Amen dazu sagen? Was tut sie? Wie gelangt sie in den verherrlichten Zustand? Sie ist lau und ohne Gott. Was hat sie getan?


334.   Adam erkannte, daß Eva sich aus Unwissenheit und nicht absichtlich verführen ließ. Deshalb ging er mit Eva hinaus, um sie zu bewahren. Stimmt das? Die Bibel sagt: "Adam wurde nicht verfuhrt." Aus diesem Grunde verbietet sie den Frauen, das Evangelium zu predigen. Adam geriet nicht in Übertretung, sondern Eva. Das ist der Grund, weshalb sie nicht lehren oder sich die Gewalt über den Mann anmaßen darf usw. So sagt es das Wort.


335.   Ihr sagt: "Nun, diese..." Es spielt keine Rolle, was diese oder jene tut. Es geht darum, was das Wort sagt, Bruder, Schwester! Das versuche ich euch begreiflich zu machen: es geht darum, was das Wort sagt. Wir leben vom Wort, nicht von irgendeinem Beweis oder von irgend etwas Menschlichem, noch von einem Erlebnis. Das hat überhaupt nichts damit zu tun. Kein Erlebnis nützt etwas, wenn es dem Wort widerspricht. "Viele werden zu Mir kommen und sagen: 'Ich habe geweissagt, Teufel ausgetrieben, in Zungen geredet. All das habe ich getan. Ich habe das Evangelium gepredigt und bin Doktor der Theologie.' Dann werde Ich sagen: 'Weichet von Mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit, Ich habe euch nie erkannt!" Man weiß, daß es so im Wort steht und schließt dennoch um einer Organisation bzw. um eines Systems willen Kompromisse. O mein Freund, laß dich von mir als einem teuren Bruder, der dich liebt, warnen.


336.   Hört genau hin. Der erste Adam ging mit Eva hinaus, denn sie war verführt worden. Doch im Gemeindezeitalter zu Laodizea gab es jemanden, die es besser wußte. Jawohl! Sie hat Ihn aus ihrem Lager, ihrem Zimmer hinausgeworfen. ER befindet sich draußen, klopft an und versucht, wieder hineinzukommen. Sie ist kultiviert, genießt hohes Ansehen und benötigt nichts, weiß aber nicht, daß sie nackt und erbarmenswert ist. Das ist die Kirche, die sogar die Auserwählten verfuhren würde, wenn es möglich wäre. Beachtet, sie hatte Kraft, falsche Kraft. Sie nahm einen Teil des Wortes, aber nicht alles.


337.   Was ist die größte Lüge, die erzählt werden kann? Es ist die, welche 99 Prozent Wahrheit enthält. Wenn jemand sagte: "William Branham war an dem und dem Tag in Houston, Texas, so betrunken, wie er nur sein konnte.", dann ist das eine Lüge. "Nein", würde man antworten, "er war in Phoenix, Arizona. Er hat bei den christlichen Geschäftsleuten über ein ganz bestimmtes Thema gepredigt. So viele Menschen waren dort. Es dauerte bis 10:30 Uhr. Und wißt ihr, was er um 10:30 Uhr getan hat? Er hat einen Schnaps getrunken!" Das ist eine Lüge. Der Rest stimmt. Um zu verführen, muß es wie die reine Wahrheit klingen.


338.   So machen es die Menschen heute. Sie haben so viel von der Wahrheit, daß sie fast die Auserwählten verführen würden. Doch es kommt auf ein einziges Wort an. Das habe ich mit der Bibel bewiesen.


339.   ER ist nicht mit ihr hinausgegangen; sie hat Ihn, das Wort, hinausgeworfen - abgelehnt. Es ist ein trauriger Anblick, wie wir es gleich am Ende sehen werden.


340.   So war es auch in Babylon. Der Mensch hört nicht eher auf, bis er selbst etwas erreicht hat. Er hört einfach nicht auf. In den Tagen Noahs konnte Noah soviel predigen und warnen, wie er wollte - es nützte nichts. Ahab aß sein eigenes Brot und fuhr zur Hölle. Das stimmt. Er mußte sein eigenes Brot herstellen, um dieses Glied zu zerbrechen und dann zur Hölle zu gehen. So war es mit Ahab und Isebel. Doch das Tragische daran ist, daß sie sich dessen nicht bewußt waren, daß sie sündigten. Sie waren der Meinung, das Richtige zu tun.


341.   Ihr wißt, Jesus sagte, daß die Zeit kommt, wo man euch töten und dabei noch meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Wartet, bis mein neues Buch herauskommt! Man hat eines Abends auf einige Leute geschossen, weil sie sagten, daß es verkehrt sei, wenn sich die katholische und die protestantische Kirche vereinigen. Drei Kugeln flogen durch das Gebäude von einem meiner Freunde. Sie haben sie nur ganz knapp verfehlt. Wartet, bis dieses Buch in Umlauf kommt! Sie denken nicht, daß sie damit sündigen; sie sind der Meinung, das Richtige zu tun. Sie glauben, daß sie es um der Sache Gottes willen tun, und wissen es nicht anders.


342.   Die Juden töteten Jesus und meinten, das Richtige damit zu tun, weil ihre Gemeindelehre besagte, daß Er verkehrt wäre. Sie kreuzigten genau das Brot, durch welches sie leben sollten.


343.   Alle aber, die Ihn aufnahmen, um ihr Leben, ewiges Leben, zu sein, lebten durch Ihn, und Er gab ihnen Macht, ein Teil von Ihm, nämlich Söhne Gottes zu werden. Stimmt das?


344.   Sie mögen die wilden Gurken aus den Schulen ihrer Theologen, den Tod im Topf. Jesus, das Brot des Lebens, wollen sie nicht. IHN wollen sie nicht. Sie haben Ihn aus ihren Gemeinden getan. Sie müssen es, ganz gleich, was sie tun.


345.   Ihr fragt: "Meinst du, das ändern zu können, Bruder Branham?" Nein, aber ich spreche zu den Auserwählten.


346.   Man hat Ihn hinausgetan. Sie nahmen ihren Eintopf, in dem sie Weltliches und einige Theorien zusammengemischt hatten, und machten einen theologischen "Seminar-Eintopf daraus. Das Mehl des Propheten Elisa, wodurch das Schädliche herausgenommen würde, lehnen sie ab.


347.   Haben sie es damals getan? Elisa hatte Mehl. Das Mehl deutete auf Christus, das Speisopfer, hin. Es war ganz gleichmäßig zermahlen. Die Mühlsteine mußten aufeinander abgestimmt sein, um es mahlen zu können. Er warf das Mehl in den Topf, wodurch ihre Krankheit geheilt, bzw. der Tod aus dem Topf genommen wurde.


348.   Auch heute haben sie den Tod im Topf, wollen aber das Mehl Elisas nicht - Christus, das Brot, das Wort. Es heißt: "Nein. Es ist eine Irrlehre." Sie wollen es nicht. Eßt es ruhig, dann werdet ihr sterben. Das ist so sicher, wie die Welt sich dreht. Gift ist im Topf. Dennoch nehmen sie das Mehl nicht auf in ihren theologischen Töpfen. Sie tun es einfach nicht. Sie werfen euch hinaus und wollen nichts mit euch zu tun haben.


349.   Der zweiten Eva von Pfingsten, dem Brotgetreide, erging es wie dem ersten Adam mit seinem Brot. Sie geriet unter die römischen Mühlsteine und starb durch Verfolgung und Martyrium.


350.   Was aber tat ihre Schwester, die zur Hure wurde? Sagt das die Bibel? Jawohl. Sie ging in die Welt und brachte auch Kinder hervor. Wer kann Amen dazu sagen? Offbg. 17 spricht von der Buhlerin und ihren Töchtern - nicht von Männern, sondern von Weibern, Kirchen - Gemeinden - Denominationen. Wie wurde sie zur Hure? Indem sie das Wort ablehnte und die Denomination annahm, wurde sie zur Hure. Was haben ihre Kinder getan? Sie waren Dirnen, welches das gleiche ist. Sie taten das gleiche, lehnten das Wort ab und wurden zu Denominationen. Ihre Kinder, Töchter, Kirchen, Gemeinden. Seht sie euch an.


351.   Laßt mich dies als Weissagung aussprechen. Werdet ihr es verstehen? Der große Familienstreit ist fast beendet. Sie kommen alle wieder zusammen. Die alte Mutter wird ihre Kinder wieder annehmen. Sie sind ja ohnehin alle gleich. Sie möchten eins sein. Es ist Zeit, daß die Gemeinde und Gott, die Gemeinde und das Wort, eins werden, und zwar noch hier, denn um ihretwillen wird Er kommen, nicht wegen einer solchen Einheitsgruppe. O nein.


352.   Es geht um ein Weizenkorn. Beachtet die Natur. Mit diesem Gedanken komme ich zum Schluß. Beachtet, was in der Natur geschieht, wenn jemand Weizen anbaut.


353.   Es wurde ein Buch geschrieben, das ihr vermutlich alle gelesen habt; zumindest einige von euch Theologen. Es heißt: "Der schweigende Gott". Ich meine, ihr könnt es in der Buchhandlung bekommen, wo ihr sonst eure Bücher kauft. "Der schweigende Gott". Dieser Ungläubige sagt darin: "Wie kann man annehmen, daß es einen Gott gibt, wenn Er während des Mittelalters dort oben sitzen und zusehen konnte, wie kleine Kinder im Feuer getötet wurden? wie das lange Haar der Frauen in Pech getaucht und angezündet wurde? wie man je einen Ochsen an beide Arme binden konnte, so daß die Menschen auseinandergerissen wurden, weil sie das Kruzifix nicht küßten, und all solche Dinge?" Er schrieb: "Wie könnte ein Gott, wenn es einen gäbe, dort oben sitzen und zuschauen, wie diese kleinen Kinder verbrennen?" Seht, so spricht der natürliche, der menschliche Verstand.


354.   Wißt ihr, daß ein Weizenkorn, wenn es in den Boden fällt, erst einmal dort liegen und verwesen muß? Genau das mußte auch die Gemeinde von Pfingsten: in den Boden fallen, dort liegen und sterben. Der Same mußte verwesen, um neues Leben hervorzubringen. Stimmt das? Gebt acht, dies sind meine abschließenden Gedanken. Um alles zusammenzufassen, wenden wir uns der Natur zu. Wie viele von euch glauben, daß Gott in allen Dingen in Übereinstimmung mit der Natur wirkt?


355.   ER hat die Welt erschaffen und erlöst sie auf die gleiche Weise wie den Menschen. Was tut ein Mensch, der zum Glauben kommt? Er glaubt und läßt sich taufen. Nachdem er durch das Blut gereinigt ist, erlebt er die Heiligung, die Wesley in seiner Botschaft hervorhob. Dann wird er mit dem Feuer des Heiligen Geistes erfüllt. Die Welt wird aus ihm herausgenommen, und er wird mit dem Geist erfüllt, der das Wort ist. Glaubt ihr das? Gebt nun acht. Auf die gleiche Weise wird Gott Seine Welt erlösen.


356.   Wie viele haben schon die Predigt "Das zukünftige Heim des himmlischen Bräutigams und der irdischen Braut" auf Band erhalten? Darin habe ich es dargelegt. Der Herr schenkte es mir. Ich gebe es an euch weiter, wie ich es von Ihm empfange.


357.   Seht, zunächst wurde die Welt durch den Fall Adams, der das Wort übertrat, verdammt. Die Predigt Noahs brachte die Rechtfertigung, und Gott taufte die Erde mit Wasser. Dann kam der Sohn und vergoß Sein Blut darauf, um sie zu heiligen und als Sein Eigentum zu beanspruchen. Am Ende wird schließlich die Erneuerung kommen. Sie wird durch Feuer erfolgen, das jeden Keim und alles andere verbrennen wird. Es wird Tausende von Meilen in die Luft aufsteigen.


358.   Was kommt dann? "Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen von Gott her, ausgestattet wie eine für ihren Bräutigam geschmückte Braut." Dann sind Gott und die Menschen zusammen.


359.   Dasselbe war mit Jesus: ER wurde im Wasser getauft und bereitete sich vor. Von Anfang an war Er vom Vater geheiligt. Danach erhob Er Seine Hände, da kam die Taube auf das Lamm herab. Was tat Gott, als Er die Taube auf Ihn herabsandte? ER stellte den Anspruch auf diesen Lebensabschnitt. Es gab einen irdischen Teil:


360.   Jesus aß Speise, natürliches Brot wie wir. Doch nun stellte Gott den Anspruch darauf, und es gab nichts, was es noch festhalten konnte. Der Tod konnte es nicht festhalten. ER sagte: "Zerstört diesen Tempel, und Ich werde ihn wieder erstehen lassen."


361.   Wenn Männer und Frauen wirklich völlig in Gott hineinkommen - nicht nur in eine Begeisterung oder Gemütsbewegung -, sondern wenn der Betreffende wirklich mit dem Wort eins wird, dann hat Gott ihn gerettet und von den Dingen der Welt geheiligt, erneuert, alles Weltliche durch das Feuer des Heiligen Geistes von ihm genommen. Dann lebt Er in diesem Menschen, indem Er sich selbst in ihm widerstrahlt. Ein so vollkommen gemachter Mann oder eine Frau leben von dem Wort. So wird auch die Erde gereinigt. Das gleiche wird Er an der Erde tun, indem Er sie erlöst.


362.   Ein Weizenkorn fallt in den Boden. Jesus war das Weizenkorn, das in die Erde fiel. Es war vollkommen, deshalb hatte es Leben in sich. Moses ist nicht auferstanden; Adam ist nicht auferstanden. Kein anderer ist auferstanden, nur dieser Vollkommene, der das Wort in jeder Weise widerstrahlte. ER lebte von jedem Wort. Wie viele können Amen dazu sagen? ER lebte von jedem Wort. Was geschah? Man legte Ihn ins Grab. Doch am dritten Tage brach Er es auf und kam wieder heraus.


363.   Auch die Gemeinde kommt wieder hervor und wird zur Vollkommenen, um entrückt zu werden. Was geschah, nachdem die Gemeinde zu Nizäa - Rom zur ersten Organisation wurde und in den Boden fiel? Rann jemand als Bestätigung Amen dazu sagen? Was tat sie? Sie kam immer wieder vorübergehend in einer Auferstehung hervor. ER versuchte durch Luther genau dasselbe, was Er durch Noah tat. Doch was geschah? Sie kamen dem Wort nicht nach, sondern machten eine Organisation daraus. Was war es?


364.   Es ist wie mit einem Weizenkorn, das hervorkommt. Was kommt als erstes hervor, wenn das Korn aufgeht? Zwei kleine Sprosse. Hört genau zu. Was kommt im Natürlichen hervor? Wir werden das Natürliche mit dem Geistlichen vergleichen; das natürliche Brot mit dem geistlichen Brot. Was geschieht? Wie konnte Er als Mensch Brot sein?


365.   Als die Gemeinde hervorkam, war sie ein kleines Blatt Es hat überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem Korn, das in die Erde gelegt wurde, dient jedoch als Lebensträger. Was geschieht weiter? Sagt der Mann jetzt: "Oh, ich habe ein schönes Weizenfeld."? Noch nicht. Er hat es erst in der Anlage. Was geschah weiter? Die nächste Bewegung, die nach Luther hervorkam, brachte Zwingli. Es war immer noch nicht das Korn. Es war ein Blatt. Der Halm brachte dann verschiedene Blätter hervor: Calvin und viele andere traten auf. Schließlich entstand die anglikanische Kirche. Sie alle waren Blätter. Alle waren sich ähnlich, fast gleich.


366.   Was geschah dann? Der Weizen verändert sich; der Mais verändert sich; alles verändert sich. Die Ähre kam hervor. Man nennt sie wohl Ähre? Was hängt daran? Blüten staub. Nun es sieht dem Original-Korn, das hineingelegt wurde, schon ähnlicher als das Blatt. Stimmt das? Die Botschaft Wesleys stimmte mehr mit der Bibel überein als die Luthers. Das wißt ihr, nicht wahr? Was stellen all die kleinen Ähren dar? Es gibt die Wesley-Methodisten, die Nazarener, die Heiligkeitspilger, die Vereinigten Brüder: sie alle lehren die Heiligung. Was ging daraus hervor? Was taten schließlich auch sie? Sie wurden zur Organisation und starben.


367.   Die Pfingstler gingen daraus hervor. Ihr sagt: "Oh, Bruder!"


368.   Ich sage dies mit Andacht und göttlicher Liebe. Möge der große Vater, von dem ich euch zu Anfang gesagt habe, daß Er gegenwärtig und allgegenwärtig ist, urteilen. Wenn ich es voreingenommen sage, wird Er mich richten. Wenn ich es um der Wahrheit willen sage, wird Er mich segnen. ER wird es euch erkennen lassen, wenn ihr zum Leben bestimmt seid.


369.   Das, was dann am Ende des Halmes zuerst hervorkommt, sieht schon genau wie das Weizenkorn aus. Stimmt das? Doch was ist es? Es ist noch nicht das Weizenkorn. Es ist, was Matth. 24, 24 sagt: dem Echten so ähnlich, daß sogar die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Beachtet, es sieht schon wie das Korn aus. Wenn ihr es jedoch abpflückt, euch hinsetzt, ein Mikroskop nehmt und es öffnet, so ist es lediglich die Hülse, in der das Korn, das Weizenkorn, sich befindet. Sie ist nur dazu da, um es zu schützen, sieht aber genau wie das Weizenkorn aus. Wie viele wissen, daß es stimmt? Hebt eure Hände. Doch es ist nur die Hülse.


370.   Pfingstbrüder, versteht mich bitte nicht falsch. Dies ist wahr. Ihr könnt der Natur nicht widerstehen. Die Natur legt in allem von Gott, ihrem Schöpfer, Zeugnis ab.


371.   Seht euch die Ähre an. Was taten sie? Sie sprachen in Zungen. Sie benehmen sie genauso wie sie damals zu Pfingsten. Doch wenn ihr es abpflückt, ein wenig öffnet und genau betrachtet, befinden sich viele kleine Hülsen darin. Erst wenn ihr alles entfernt, entdeckt ihr mit einem guten Vergrößerungsglas einen winzigen Keim. Es ist das Korn, das entsteht, das Echte. Die Hülse ist nur der Träger. Warum? Sie muß da sein, um das Korn zu schützen. Sie befindet sich zu Recht dort, denn das Korn muß geschützt werden. Das Korn kam aus dem Boden hervor, drang vorwärts durch die Lutheraner und jene Gemeinden, durch Wesley und andere, durch die Ähre bis in die Hülse hinein. Sie sieht vollkommen aus. Kein Wunder, wenn Jesus sagte, daß selbst die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Sie sieht aus wie das Korn und befindet sich genau an der Stelle, wo das Korn eigentlich sein soll. Doch was geschah? Sie tat das gleiche wie die anderen vor ihr: Sie wurde zur Organisation. Wozu dient sie? Als Träger.


372.   Worum geht es in den Tagen, in denen wir leben? Sollte ein Geschichtskundiger hier sein, so weiß er, daß jede Erweckung nur etwa drei Jahre dauert, dann geht aus der Erweckung eine Organisation hervor. Bruder, Schwester, aus dieser gewaltigen, fünfzehn Jahre anhaltenden Erweckung, die ich erlebe - das Vorrecht habe, sie mit euch zu erleben -, ist keine Organisation geworden. Es werden keine Organisationen mehr entstehen. Nein, nicht mehr. Die letzte gibt es bereits. Die Pfingstler mußten da sein, um dieses zu schützen. Wohin wären wir mit einer Botschaft wie dieser gegangen, wenn es keine Pfingstler gegeben hätte, die sie glauben? Denkt zurück, was 1933 am Ohio-Fluß geschah.


373.   Entschuldigt dies, doch ich möchte, daß ihr die Wahrheit wißt. Mir bleibt nicht mehr viel Zeit, das wißt ihr. Ich bin fünfundfünfzig. Doch diese Tonbänder werden lebendig bleiben, nachdem ich von hier gegangen bin, und ihr werdet sehen, ob es stimmt oder nicht, ob ich ein wahrer Knecht oder ein falscher Prophet bin. Ich habe euch noch nie etwas angekündigt, das nicht eingetroffen wäre. So wird auch dies geschehen.


374.   Sie ist ein Träger. Sie mußte es sein. Doch wenn der Weizen zu wachsen beginnt, ergeht es ihm wie damals Jesus, dessen Träger die Gemeinde war: Als Er damit begann, ihnen die Wahrheit Gottes zu sagen, trennten sie sich von Ihm. Was geschieht jetzt? Es gibt keine Zusammenarbeit mehr. Warum? Es muß so sein, damit der Weizen in der S-o-n-n-e liegen kann. So muß der geistliche Weizen vor dem S-o-h-n-e liegen, damit er zu einem goldenen Korn des Wortes wird - zum bestätigten Wort, Gott, Fleisch geworden. ER sagte: "Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich tue, auch vollbringen." Die Gemeinde, die wirklich durch das Wort lebt, wird nicht durch Organisationen, sondern in der Gegenwart des Wortes - des Sohnes zu dem gleichen Wort, das am Pfingsttage in den Boden gelegt wurde.


375.   Lehrt uns nicht Maleachi 3, daß dies geschehen wird, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt? Wie viele wissen das? ER wird das Herz der Kinder den Vätern wieder zuwenden. Ist das richtig? Zu dem Glauben der ursprünglichen Pfingstväter.


376.   In Lukas 17, 30 spricht Jesus von dem Tag, an welchem der Menschensohn sich offenbart - nicht ein Mensch, sondern der Menschensohn; nicht eine Organisation - der Menschensohn, das Wort selbst, das wieder unter den Menschen lebt.


377.   Das Wort selbst wird Fleisch in euch. Dann seid ihr dessen Widerstrahlung in dieser Stunde; die Widerstrahlung der Botschaft. Ihr lebt wieder das Leben, das in Jesus Christus war. Ihr befindet euch in der Gegenwart des Sohnes.


378.   Was geschieht mit ihr? Was geschieht mit der Gemeinde? Schließlich zieht sich die Hülse vom Weizen zurück, wenn er sich zu offenbaren beginnt. Was ist geschehen? Das Leben, das in der Hülse war, ging in den Weizen über. Das Leben ändert sich nicht. Die Träger änderten sich; sie wurden zu Denominationen. Der Weizen aber kann sich nicht ändern. Es muß ein Dienst sein, der genauso mit dem Wort übereinstimmt, wie Er mit dem Wort übereinstimmte und wie auch die erste Gemeinde mit dem Wort übereinstimmte, mit dem Geist erfüllt war und vom Wort gespeist wurde - nicht von Denominationen, sondern vom Wort gespeist


379.   Da habt ihr die Natur und das Wort Gottes. ER ist das Brot. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes ergeht."


380.   Wir kommen jetzt zum Schluß und werden gleich beten. Gebt nun acht. Jetzt kommt das, was ich sagen möchte.


381.   Gott hat es so vorgesehen, daß die Hülse sich vom Weizen zurückziehen muß. Wie viele sagen Amen dazu? Die Hülse muß sich vom Weizen zurückziehen, denn er kommt jetzt zur Reife. Er ist aufgegangen. Die Hülse war ursprünglich nicht da, sie diente lediglich zur Unterstützung, als Träger des Lebens. Dann verließ sie das Leben und ging in den Weizen hinein. Das ist der Grund.


382.   Höret Freunde, in welchem Tag leben wir? Wir haben eine Erweckung, die schon fünfzehn Jahre anhält. Wie viele können Amen dazu sagen? Welche Organisation ist daraus entstanden? Keine! Man versuchte mich dahin zu bringen und fragte: "Wirst du aus deinem Dienst eine Organisation gründen, Bruder Branham?" Ich nicht. Ich spreche nicht über mich, ich spreche über die Botschaft der Stunde, dieses Tages.


383.   Sie gingen nach Kanada und riefen einige Brüder der Spätregengemeinde zusammen. Es starb auf der Stelle. Erinnert ihr Brüder euch an die Spätregenbewegung? Wohin ging sie? Wohin führte alles andere? Was bekamen die Organisationen als Resultat? Millionen Bekehrte, die sie zu Sklaven ihrer Glaubensbekenntnisse gemacht haben. Sie sind reich geworden, haben Gebäude für Millionen und Milliarden Dollar gebaut und sagen: "Der Herr kommt bald". Man schickt Prediger in Seminare und schult sie in menschlicher Theologie, wie Luther, Wesley und andere. Es ist zur Hülse geworden.


384.   Doch Dank sei Gott, das Korn wächst weiter. Wenn dies nun gemäß dem Wort und der Zeit, in der wir jetzt leben, wahr ist, sowie gemäß der Natur - und es wurde durch das Weizenkorn und in jeder Weise bestätigt - wieviel Zeit haben wir dann noch? Wißt ihr was? Ich höre das Kommen des Mähdreschers. Der Weltkirchenrat wird die Trennung vornehmen. Was wird er tun? Er mäht sie von ihrem Halm ab. Auf sie wartet etwas, das sie emporhebt. Sie wird an dem glorreichen Morgen in Kürze heimgehen. Ja. Wenn ihr es versteht, sagt Amen.


385.   Ich weiß, daß die Welt es nicht glaubt. Sie können es nicht glauben. Bedauert sie, denn es heißt: "Niemand kann zu Mir kommen, wenn nicht Mein Vater ihn zieht. Alle, die der Vater Mir gegeben hat, kommen zu Mir." Wenn sein Name im Buch des Lebens steht, wird er das Wort in jedem erkennen. Er muß es; es steht schon lange fest. Es ist bereits so vollkommen bestätigt, daß es bestimmt die Wahrheit ist.


386.   Wir werden keine weiteren Organisationen mehr haben, aber alle Organisationen werden sich zu einer vereinigen. Wozu dient es? Was geschieht mit dem Stroh? Es wird verbrannt. Jesus sagte: "Die Engel werden den Weizen in die Scheuer sammeln." Was wird noch geschehen? Der Halm, die Stoppeln und das Dornengestrüpp werden mit unauslöschlichem Feuer verbrannt. Seht ihr? Was muß zuerst geschehen? Die Engel werden ausgesandt und bündeln zuerst das Unkraut. Sie bündeln sich selbst zu einer einzigen großen Organisation. Weitere Organisationen gibt es nicht mehr.


387.   Der Weizen ist da. Dank sei Gott, der Weizen ist hier. Christus ist hier. ER bestätigt Sein Wort. Es ist die Wahrheit. Der Weizen ist hier. Er kommt jetzt zur Reife und liegt dazu in der Gegenwart der Sonne.


388.   Kein Mensch darf ihn berühren. Was ihn umgibt, zieht sich zurück: "Wir wollen nichts damit zu tun haben." Ihr müßt es tun.


389.   O Bruder, komm in den Weizen hinein. Laß das Leben, das in dir ist, als Weizen hervorkommen. Wollt ihr es? Glaubt Gott. Bleibt Gott treu. Seid ihr gewiß, daß ihr es schaffen werdet? Was ist, wenn jemand euch sagt: "Darum gebe ich nichts!"?


390.   Einmal las ich eine Geschichte. Es war ein Arzt, ein feiner Mensch, der die Armen liebte. Jedesmal, wenn ein Armer seine Schuld nicht begleichen konnte - wißt ihr, was er da tat? Er schrieb mit roter Tinte: "Es ist dir erlassen." Schließlich starb der Arzt. Seine Frau war eingebildet. Sie war anders; wie die Gemeinde heute. Nachdem ihr Mann gestorben war, machte sie alle ausfindig und strebte ein Gerichtsverfahren an. Alle mußten vor Gericht erscheinen. Sie sollten die Rechnungen trotzdem bezahlen.


391.   Der Richter jedoch nahm einige von den Quittungen, rief die Dame zu sich und fragte sie: "Ist das, was mit roter Tinte geschrieben wurde, die Unterschrift Ihres Mannes?"


392.   Sie antwortete: "Jawohl. Das ist sie."


393.   Darauf sagte er: "Es gibt kein Gericht im ganzen Lande, das diese Leute belangen könnte. Sie sind frei."


394.   Mögen sie sagen, was sie wollen. ER hat Sein eigenes Wort mit Seinem eigenen Blut unterschrieben. Das kann uns niemand nehmen, Bruder. Wir sind frei.


395.   Laßt uns beten. Neigt eure Häupter dazu. Wenn ich mich recht erinnere, trat jemand in den Tagen der Könige in ihre Mitte und weissagte, wo sie dem Feinde begegnen sollten und ihn schlagen würden. Wenn ich es richtig verstehe, gibt es nur einen Ort, wo ihr eurem Feind begegnen könnt: das ist auf dem Wort. Da versucht er euch zu treffen. Begegnet ihm dort mit dem SO SPRICHT DER HERR.


396.   Es ist schon fast Mittag. Deshalb habe ich keine Zeit mehr für einen Altarruf. Wie viele von euch möchten ihre Hand heben, während sie ihr Haupt geneigt und die Augen geschlossen lassen und so zum Ausdruck bringen: "Ich möchte ein Teil von Ihm sein. Ich möchte mich mit Ihm und Seinem Wort verbinden. Ganz gleich, was kommt, was die Welt sagt: Ich möchte ein Teil von Ihm sein."? Dann hebt eure Hand und sagt: "Ich möchte es." Gott segne euch. Ich glaube, es sind hundert Prozent.


397.   Mit gebeugten Häuptern wollen wir nachdenken und leise dieses Lied summen. Betet alle.

Gesegnet sei das Band (das ist das Wort),
das uns im Herrn vereint;
geknüpft von Christi Liebeshand,
bleibt's fest, bis Er erscheint.

("Wie Ich und Mein Vater eins sind, so seid auch ihr eins mit Ihm")

Und scheiden wir allhier,
so gibt's uns tiefen Schmerz,
doch bleiben wir im Geist vereint
und pilgern himmelwärts.


398.   Am nächsten Sonntag morgen hoffe ich, euch in Flagstaff, Arizona, wiederzusehen, so der Herr will. Liebt ihr Ihn?


399.   Ich werde es hiermit bewenden lassen. Die Bibel sagt: "Alle, die an Ihn glaubten... Alle, die Sein Wort annahmen..." Ich kann nicht sagen, wer es ist oder wer nicht. Es ist eure Sache. Solltet ihr aber noch an einer Glaubenssatzung festhalten - manche von euch Methodisten, Baptisten, Pfingstlern, wer immer ihr sein mögt: wenn ihr noch an etwas festhaltet, das im Gegensatz zum Worte steht, bitte, mein geliebtes Volk, wendet euch heute davon ab. Wollt ihr das tun? Wendet euch davon ab und Ihm zu. Laßt nicht zu, daß wegen einem Wort jemals eure Gemeinschaft mit Christus zerbrochen wird. Möge Sein Geist dies gewähren.


400.   Gott und Vater, diese Menschen haben lange hier gesessen. Es erinnert mich an Paulus, der einmal das gleiche, nämlich das Evangelium, predigte. Sie saßen die ganze Nacht und hörten ihm zu. Dabei fiel ein junger Mann aus dem Fenster und war tot. Paulus ging zu ihm, legte sich über den jungen Mann und betete. Dann sagte er: "Das Leben ist wieder in ihm." Vater, es sind Kranke und Leidende hier, die Gebet für ihre Leiber benötigen. Ich bete, teurer Gott, daß sie nicht bis zur nächsten Versammlung warten. Sie brauchen auf keine Versammlung zu warten. Das Wort ist immer hier. Es ist Christus. Ich bete, daß Du jeden von ihnen heilst. Mache jeden von ihnen völlig gesund, o Gott. Gewähre es. Segne sie und ihr Bestreben. Sie hätten hier nicht gesessen, Herr, sie hätten dies nicht angehört, wenn sie es nicht glauben würden. Herr, sie haben ihre Hände erhoben; sie glauben es. Möge es von jedem Prediger und jedem Laien in sein Herz aufgenommen werden. Möge der Sünder Christus annehmen; der Abgefallene zurückkehren. Gewähre es, Vater. Wir bitten um diese Segnungen in Namen Jesu Christi. Amen.

Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn

ER hat meinen Namen vor vielen Jahren eingeschrieben!,

das teure Gotteslamm,
das mich geliebt und mich erkauft
am Kreuzesstamm.


401.   Liebt ihr Ihn? Faßt jetzt über die Tische und drückt einander die Hände, während wir das Lied noch einmal singen. Sagt: "Teurer Pilger, ich bin froh, heute morgen hier zu sein. Ich glaube Christus. Du auch?", oder etwas Ähnliches, während wir noch einmal singen.

Ich lieb' Ihn...


402.   Haben wir von jetzt an die Welt hinter uns gelassen? Haben wir die Mode dieser Welt, allen Unsinn, allen Glanz, alle Geschäftemacherei mit dem Evangelium zurückgelassen? Haben wir es zurückgelassen? Wirklich? Gebt mir Jesus, mehr will ich nicht. IHN zu erkennen ist Leben. IHN zu kennen. Ich liebe Ihn. Liebt ihr Ihn auch? Oh, wie lieben wir Ihn!


403.   Ich übergebe jetzt den Gottesdienst an Bruder Carl. Ich weiß nicht, was er weiter vorhat.


404.   Gott segne euch. Ich hoffe, euch am nächsten Sonntag bzw. Samstag wiederzusehen. Wenn ich euch dann nicht sehe, treffen wir uns in Tucson wieder. Wenn nicht, dann am siebzehnten hier. Und wenn nicht, dann sehe ich euch in der Herrlichkeit wieder. Amen.