"Das Fest der Posaunen",

gepr. am 19.07.1964 (morgens)

in Jeffersonville, Indiana

von Br. William Marrion Branham

 

001.   Wir wollen unsere Häupter beugen.

Herr, bei einer Gelegenheit sagten Deine geliebten Jünger: "Lehre uns beten." Wenn wir den Blick zu Dir, dem großen Gott im Himmel, erheben, erkennen wir unsere Unzulänglichkeit. So lehre uns jetzt in unseren Herzen darum zu beten, Herr, was Deinem Reiche und Deinen Knechten nützlich ist. DU kennst die Not, jedes einzelnen hier.


002.   Auf diesem Pult liegen heute morgen Taschentücher, Schürzen und kleine Päckchen von Bedürftigen, die körperlich Hilfe brauchen oder familiäre Schwierigkeiten haben, oder was immer es sein mag. Doch Du bist Gott, Du allein bist Gott, der einzig wahre Gott, den es gibt, und wir bitten Dich im Namen Jesu, Deines geliebten Sohnes, daß Du jeden von ihnen heilst. Vielleicht ist auch jemand hier, der kein Taschentuch oder etwas anderes gebracht hat, aber ebenfalls Heilung benötigt.


003.   Vielleicht kommen in den Ländern auf der ganzen Welt Menschen zusammen und hören dieses Tonband. Wir beten, Herr, daß der große Gott des Himmels während des Gottesdienstes heute morgen oder wenn das Tonband abgespielt wird, die Aufrichtigkeit unseres Herzens belohnt und die Kranken heilt und ihnen gibt, was sie benötigen.


004.   Segne uns jetzt in diesem Gottesdienst. Sprich durch uns wie nie zuvor, um des Reiches Gottes willen. Wir erwarten Deine Antwort im Namen Jesu. Amen.


005.   Es ist gut, heute morgen wieder hier in der Gemeinde zu sein. Ich sprach gerade mit Freunden, die aus Ohio gekommen sind. Es ging um ein kleines Mädchen, das vor einigen Monaten hierhergebracht wurde und mit Leukämie im Sterben lag. Die Eltern waren sehr arm. Ich habe heute morgen keine Zeit, das Zeugnis vorzulesen. Wir werden es abheften. Hier jedoch ist das Foto, das man drei Tage, nachdem ich für sie gebetet hatte, von dem Mädchen aufgenommen hat. Die Ärzte gaben ihr nur noch drei Tage zu leben, und als diese Zeit um war, konnten sie nicht einmal mehr eine Spur der Krankheit finden. Sie geht wieder zur Schule und ist sehr glücklich. Ich bin sicher, die Gemeinde erinnert sich noch daran, als sie hier in dem Raum war, und auch an das Baby, das mit herausstehendem Darm geboren wurde. Die Ärzte konnten den Darm nicht in die richtige Stellung bringen. Sie fürchteten sich, an dem Kleinen, weil es ja noch ein neugeborenes Kind war, etwas vorzunehmen. Jetzt ist das Kleine etwa ein Jahr alt und hat einen völlig normalen Darm. Alles ist so normal, wie es nur sein kann. Es ist einfach nur die Gnade Gottes. ER ist so gut zu uns.


006.   Heute möchte ich bekanntgeben, daß die geplanten Afrika-Versammlungen, die wir in der kommenden Woche mit Br. Joseph Boze in Kenia und Tansania halten wollten, nicht stattfinden können. Wir haben ein Telegramm von Br. Boze bekommen: "In der letzten Woche sind drei unserer Missionare ermordet worden." Sie haben dort einen Aufstand. Die Kommunisten schleusen Waffen zu den Eingeborenen, indem sie vorgeben, daß ihre Schiffe dort nur Fischfang betreiben. Dabei beliefern die Russen und China die Eingeborenen mit Waffen. Diese haben nichts Besseres zu tun, als sie einfach gegen alles einzusetzen, was sich ihnen gerade bietet. Deshalb ist die Regierung der Meinung, daß es nicht weise wäre, zu diesem Zeitpunkt eine Versammlung zu haben. Wenn ich es recht verstanden habe, kann Bruder Boze in der Gegend, wohin ich jetzt gehen wollte, nicht einmal seine Schule geöffnet lassen. Doch es wurde nicht endgültig abgesagt, sondern nur verschoben, bis sich die Lage wieder beruhigt hat.


007.   Ich bin sehr froh, Bruder Sidney Jackson und Schwester Jackson aus Südafrika heute morgen wieder in unserer Mitte zu sehen, nachdem sie viele Jahre nicht mehr hier waren. Hat er schon gesprochen? Ja. Diese Leute waren mir wirklich Bruder und Schwester und Mitarbeiter in den Feldzügen in Südafrika, als ich das letzte Mal dort war. Wir hoffen sehr, daß wir durch die Gnade Gottes eines Tages wieder zu ihnen zurückkehren werden, denn es ist nötig. Ich versuche es schon seit neun Jahren, doch wegen der Organisationen usw. lassen sie mich nicht mehr hinein.


008.   Deshalb schrieb ich ihnen kürzlich in einem Brief: "Das Blut jener verlorenen Seelen soll auf euch kommen und nicht auf mich." Denn ich glaube, daß Gott meinen Dienst für diese Menschen dort drüben gebrauchen will. Wegen ihrer unterschiedlichen Auffassung als Denominationen aber wollen sie nicht, daß ich wieder zurückkomme. Doch es ist schon in Ordnung. Der Herr wird sich darum kümmern.


009.   Heute morgen möchte ich sagen, daß auch heute abend ein Gottesdienst hier stattfinden wird, so der Herr will. Ihr seid dazu eingeladen. Bruder Neville hat mich darum gebeten. Am nächsten Sonntag, so der Herr will, und auch noch die nächsten zwei oder drei Sonntage werde ich ebenfalls hier sein, weil die Versammlungen dort abgesagt werden mußten.


010.   Nun, ich hatte ja angekündigt, während dieser Zeit vielleicht über die sieben Posaunen zu predigen. Wir haben uns gefragt, wie das geschehen könnte, weil das Gebäude nicht groß genug ist und wir auch noch keine Klimaanlage haben. Deshalb haben wir versucht, diese Schule, die eine Klimaanlage hat, zu mieten. Dort gibt es genügend Sitzmöglichkeiten, ich weiß nicht genau, wie viele. Es ist eine schöne Schule, doch wir konnten sie nicht bekommen. Nächste Woche hätte man sie uns zwar zur Verfügung gestellt, doch das geht nicht. Seht, es kommen ja Delegationen aus verschiedenen Teilen der Welt: aus Jamaica, von den Inseln, sogar aus Südamerika, Kanada, Mexiko und anderen Nationen. Wenn wir die Bekanntmachung am Montag versenden, würde sie erst am Mittwoch oder Donnerstag ankommen; man müßte sich frei nehmen usw. In der Woche darauf beginnt schon die Schule, dann könnten wir sie vielleicht an einem Abend haben, am nächsten und übernächsten vielleicht wieder nicht, dann wieder. Das wäre einfach nichts; es ginge nicht.


011.   Ich fragte mich, warum, und betete aufrichtig. Anschließend ist es auch an der Zeit, nach Arizona zurückzukehren, weil die Kinder wieder zur Schule müssen. Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen.


012.   Gestern nun ging ich in den Raum und sagte: "Herr, vielleicht kann ich es nicht in viele Worte fassen, doch bitte, habe Verständnis, o Gott, Du weißt, was ich in meinem Herzen meine. Warum ist alles abgeschnitten, so daß ich nicht über die Posaunen predigen kann?" Dann kam Er und offenbarte es.


013.   Deshalb möchte ich euch an diesem Morgen den Grund, weshalb es so ist, sagen.


014.   Wir wollen jetzt in unseren Bibeln 3. Moses 23 aufschlagen. So der Herr will, werde ich heute abend über das Thema Aus dem Lager hinausgehen sprechen. Es wird kurz sein, damit ihr Zeit habt, nach Hause zurückzukehren, um wieder an eure Arbeit zu gehen.


015.   Wir sind froh, Besucher, die nicht aus dieser Stadt sind, hier zu sehen. Wie viele hier sind von außerhalb? Wir sehen, es sind fünfundneunzig bis achtundneunzig Prozent der Zuhörer. Ihr seht also, es ist nicht Jeffersonville, sondern die Menschen, die nach Jeffersonville kommen. Wir sind durch die Gnade des Herrn hier.


016.   Heute morgen möchte ich drei Bibelstellen lesen. Für euch, die ihr sie aufschreibt: eine steht in 3. Moses 23, die anderen in Jesaja 18 und 27.


017.   Anstatt zu predigen - das werde ich heute abend tun, so der Herr will - möchte ich heute morgen über Das Fest der sieben Posaunen lehren. Dies ist der Monat, in dem das Fest der sieben Posaunen gefeiert wurde. Nach dem levitischen Gesetz begann es am ersten Tag des siebten Monats.


018.   Wenn ihr etwas zum Schreiben habt, könnt ihr euch die Schriftstellen und Einzelheiten notieren, während wir es durchnehmen. Eines ist mit dieser Versammlung: es ist heiß. Doch daran haben wir uns im Laufe der Jahre gewöhnt. Vielleicht meint jemand, daß ich glaube, die Zeit hört auf, wenn wir dieses Gebäude betreten, und wir wären schon teilweise in der Ewigkeit, weil ich die Leute immer so lange hier aufhalte. Das denke ich nicht, aber ich glaube, daß wir dem Kommen Jesu so nahe sind, daß ich jede Minute ausnutzen muß, in der ich die Menschen zusammen habe.


019.   Als ich vor einer Weile hierherfuhr und betete, ehe ich das Podium betrat, wie es jeder aufrichtige Geistliche tut, dachte ich darüber nach, daß die herrlichste Zeit, die wir haben, diejenige ist, wenn wir hier zusammenkommen und die Menschen sich aus vielen Bundesstaaten, die Hunderte von Meilen entfernt sind, hier versammeln. Wir haben Gemeinschaft in dem Wort, doch es wird bald eine Zeit kommen, wo dies alles nur noch eine liebe Erinnerung sein wird. Das stimmt. Diese Zeiten werden nicht so bleiben. Deshalb müssen wir alles tun, was wir nur können, damit jede Minute zählt. Denkt jetzt darüber nach, während wir die Hitze dieses Vormittags ertragen müssen. Ihr wißt ja, daß jeder menschliche Körper schon Wärme ausstrahlt. Es ist beschwerlich für euch, doch ich möchte, daß ihr das Wort bekommt. Laßt uns beten, bevor wir lesen:


020.   Herr, fast jede Person, die hier ist und die Hände bewegen kann, könnte die Seiten der Bibel aufschlagen, doch es gibt heute morgen nur Einen unter uns, der sie uns aufschließen kann: das ist der große Heilige Geist, der in unserer Mitte ist. öffne uns das Wort, Herr, das wir lesen, wie Du es den Jüngern, die sich auf dem Wege nach Emmaus befanden, erschlossen hast. DU fingst an, ihnen die Schrift auszulegen. Mögen wir wie sie, als sie nach Jerusalem zurückkehrten, sagen können, wenn wir von hier gehen: "Brannte nicht unser Herz in uns, als Er unterwegs mit uns redete?" Wir bitten darum im Namen Jesus. Amen.


021.   Laßt uns aus Ehrfurcht vor dem Worte aufstehen. Mein Thema heute morgen ist: Das Fest der Posaunen. Ich möchte jetzt aus 3. Moses 23, von Vers 23, lesen:

Weiter gebot der Herr dem Moses folgendes: "Teile den Israeliten folgende Verordnungen mit: Am ersten Tage des siebten Monats soll bei euch ein Ruhetag sein, ein Gedenktag mit Posaunenschalt, eine Festversammlung am Heiligtum.


022.   Jetzt aus Jesaja 18, von Vers 1. Es steht in Verbindung dazu.

Ha du Land des Flügelgeschwirrs jenseit der Ströme von Äthiopien, das da Boten entsandt hat auf dem Strome und in Rohrkähnen über den Wasserspiegel: geht heim, ihr flinken Boten, zu eurem hochgewachsenen und blanken Volke, zu der Völkerschaft, die, seit sie besteht, gefürchtet ist, zu der Völkerschaft, die gewaltige Kraft besitzt und altes niedertritt, deren Land Ströme durchschneiden. Ihr Bewohner des Erdkreises allesamt und ihr Insassen der Erde: sobald man ein Panier auf den Bergen aufpflanzt, so sehet hin! und sobald man in die Trompete stößt, so horchet auf.


023.   Und Jesaja 27, 12-13:

Aber geschehen wird es an jenem Tage: da wird der Herr ein Getreidedreschen veranstalten von der Ähre des Euphratstromes bis zum Bach Ägyptens; und ihr werdet einzeln zusammengelesen werden, ihr Kinder Israel. Und geschehen wird es an jenem Tage: da wird in eine große Posaune gestoßen; dann werden alle, die sich im Lande Assyrien verloren haben, und die im Lande Ägypten Versprengten heimkehren und den Herrn anbeten auf dem heiligen Berge in Jerusalem.


024.   Laßt uns noch einmal beten:

Herr, segne diese Worte in unseren Herzen. Mögen unsere Gedanken und unsere Betrachtung gemäß Deinem Willen sein. In Jesu Namen. Amen. Ihr könnt euch setzen.


025.   Es gibt so vieles, was ein Pastor seiner Zuhörerschaft, die er liebt, den vielen Menschen aus verschiedenen Orten, sagen möchte, doch die Zeit läßt es nicht zu.


026.   Viele von euch stehen; als ich kam, war im Saal und außerhalb schon alles voll; sogar an den Wänden im ganzen Gebäude. Wir möchten, daß ihr euch frei fühlt, während wir nun das Thema behandeln, die Sitzplätze miteinander zu tauschen, wenn ihr wollt. Das wäre fein.


027.   Das Fest der Posaunen war eine Zusammenkunft Israels. Bei diesem Fest versammelten sie sich. Ich werde schon seit einiger Zeit daran gehindert, über das Thema der sieben Posaunen aus der Offenbarung zu sprechen. Jetzt werden wir das ganz kurz nachprüfen, um den Grund herauszufinden, weshalb ich zu dieser Zeit nicht darüber spreche. Es ist, weil der Heilige Geist mir nicht gestattet, über diese Dinge zu sprechen. Ich weiß, das klingt für Menschen mit viel Bildung und Wissen vielleicht sehr kindisch, doch bei einem Christen ist es anders. Wir folgen einzig und allein der Leitung des Heiligen Geistes.


028.   Ich beginne festzustellen, daß in den Predigten über die sieben Gemeindezeitalter schon das Muster und die Voraussage von allem ist, was Gott für die Gemeinde und durch die Gemeinde tun würde. Ihrer Stellung entsprechend haben wir sie eingeteilt. In den ersten drei Kapiteln des Buches der Offenbarung wird all das geoffenbart, was mit der Gemeinde geschieht. Danach ist von der Gemeinde bis zum 19. Kapitel nichts mehr zu sehen. Die Gemeinde wird im 4. Kapitel hinaufgenommen und kehrt im neunzehnten wieder zurück. Braut und Bräutigam kommen gemeinsam auf die Erde, Von Kapitel 19 bis einschließlich 22 betrifft alles das Tausendjährige Reich und was danach sein wird. Zwischen dem 4. und 19. Kapitel befaßt sich Gott mit Israel.


029.   Als wir mit dem Buch der Offenbarung der Gemeinde - das beschreibt, was Gott in den sieben Gemeinden getan hat, die damals am Anfang als Schattenbild in Kleinasien bestanden - zum Abschluß kamen, offenbarte und erschloß uns der Heilige Geist alle Geheimnisse, wie Er Seine Gemeinde durch die Geschichte hindurchgebracht hat. Wenn ihr die Predigten über die sieben Gemeindezeitalter nicht auf Tonband habt, wäre es gut, wenn ihr sie euch besorgen würdet. Bald kommen sie auch als Buch heraus.


030.   Dabei haben wir es dann belassen und angenommen, daß wir nach einer Weile über die Siegel predigen werden, und wußten noch gar nicht, was die Siegel beinhalten. Wie jeder Prediger hatte auch ich meine eigene Vorstellung; ich habe vielleicht nachgelesen, was andere darüber gesagt haben und soviel wie möglich von ihren Abhandlungen, von ihren Schlußfolgerungen geglaubt. Ich habe das Buch von Herrn Uriah Smith, dem Lehrer der Adventisten, gelesen. Ich las seine Gedanken darüber und auch das Buch von Herrn Larkin. Oh, ich habe so viele ihrer Kommentare darüber gelesen! Doch irgendwie dachte ich, daß ich über verschiedene Stellen eine etwas andere Ansicht hatte. Einmal versuchte ich, über die vier Reiter zu sprechen, und predigte vier Abende; an jedem Abend über ein Pferd. Doch ehe dies nun geschah, wurde mir eine Vision geschenkt - ich sprach darüber in der Predigt Ist dies die Zeit?, wie ihr alle wißt -, daß ich nach Tucson, Arizona, gehen sollte, und zwar in die abgelegene Wüste, in das Gebirge, wo ich mit einigen Brüdern war. Ich sagte ihnen, daß ein lauter Knall ertönen würde. Sieben Engel kamen herab. Weil ich dachte, es würde das Ende meines Lebens sein, sagte ich meiner Frau, daß sie bei Billy bleiben soll, und auch, was mit den Kindern geschehen soll usw., bis wir uns im Jenseits wiedersehen würden.


031.   Dann geschah es eines Morgens sehr früh, daß Gott mich in der Sabino-Schlucht rief; ich stand mit erhobenen Händen da und betete, als ein Schwert in meine Hand fiel. Es ist euch bekannt. Ich stand dort und sah es an; es war so natürlich, wie meine Hand jetzt ist. Ich wußte nicht, was es bedeutet. Es wurde mir übergeben, indem eine Stimme sagte: "Dies ist das Schwert des Königs." Später, als der Engel des Herrn es offenbarte, war es das Wort in der Hand.


032.   Direkt danach erschienen die Engel des Herrn und sprachen von den sieben Siegeln; ich sollte hier nach Jeffersonville zurückkommen und über die sieben Siegel predigen. Wenn ich je etwas sagte, das inspiriert war, so war es das. Dort, wo der Engel des Herrn uns begegnet, wird die Bibel zu einer neuen Bibel. Dort wurde alles enthüllt was die Reformer und die anderen ausgelassen hatten. Es war die vollständige Offenbarung Jesu Christi - ganz und gar neu für uns, je doch vollkommen und genau in Übereinstimmung mit der Schrift. Das war das Wort, das schon immer gewesen ist. Ich wurde so inspiriert und geleitet.


033.   Als es dann um diesen Teil hier, über die Posaunen zu predigen, ging, dachte ich: "Ich werde gar nicht versuchen, mir irgendwelche Gedanken darüber zu machen, sondern einfach die Zeit abwarten und es mir von Ihm offenbaren lassen."


034.   Als ich nun gestern in den Raum ging und mich über das "Warum" fragte - Verzeihung, es war vorgestern - tat der Heilige Geist mir dies kund; um mir zu zeigen, daß es für die Gemeinde in dieser Zeit gar nicht nützlich ist, weil es überhaupt nichts mit der Gemeinde zu tun hat.


035.   In den sieben Siegeln wurden die verborgenen Geheimnisse Christi vollständig geoffenbart. Zuerst jedoch wurden die sieben Gemeindezeitalter geoffenbart; ihre Reihenfolge und ihr Verlauf wurden in Übereinstimmung mit der Geschichte und der Bibel dargelegt. Wir stellten fest, daß wir uns im letzten Gemeindezeitalter von Laodizea befinden, welches das verdorbenste aller Gemeindezeitalter seit dem ersten von Ephesus ist. Es war ein großes Zeitalter.


036.   Der Heilige Geist gab mir eine Vision, und ich sah, was geschehen ist. Vor zwei Jahren habe ich an der Tafel aufgezeichnet, und es ist dort angebracht worden, wie das Licht auf Erden immer mehr abnahm. Es entsprach der Art und Weise, wie das Licht des Evangeliums auf die Erde kam, wie es strahlte und schwächer wurde. Zu der Zeit wußte ich noch nicht, was es bedeutete und wie es sein würde. Dann aber hatte die große ökumenische Bewegung eine Zusammenkunft in Rom. Rom ist die Mutter aller Organisationen. Anschließend verließ der Papst den Vatikan und besuchte zum ersten Mal in der Geschichte Jerusalem und andere Stätten; und Jerusalem ist von alters her der Sitz unserer Religion. An diesen Sitz begab sich der Papst aus Rom, welcher zu allen Zeiten der größte Feind der Gemeinde war. Er verließ Rom, um Jerusalem in Palästina zu besuchen.


037.   Wir sehen es, obwohl ich selbst ungeschult bin, Mühe mit den Worten habe und sie kaum aussprechen kann. Ich habe immer in Schattenbildern und Beispielen aus der Natur gelehrt. Die Natur verläuft naturgemäß - die Natur ist von Gott.


038.   Wenn ihr euch die Zeit nehmt, das Vieh auf der Weide zu beobachten - wenn es sich in einer Ecke der Weide versammelt, dann könnt ihr eure Angel aus dem Wasser nehmen, denn die Fische werden nicht beißen. Ihr werdet keine fangen, wenn das Vieh ruht, es sei denn, ihr werft eure Angel direkt dort hinein, wo die Fische ruhen. Wenn es sich aber erhebt, um zu weiden, dann gebt acht. Zur selben Zeit, wenn das Vieh ruht, fliegen die Vögel auf die Bäume; sie hören auf zu fressen. Das ist die Natur; alles stimmt überein. Beachtet, gleichzeitig fliegen die Bienen über ihren Honig hinweg; sie sammeln ihn dann nicht. Die gesamte Natur ist in Übereinstimmung.


039.   Wenn wir nun in den nächsten Monaten sehen, daß ein Blatt von einem Baum fällt, dann verliert der Baum sein Laub bald ganz, und das Leben, der Saft geht hinunter in die Wurzeln. Das Laub fällt auf den Boden und verrottet. Die Mineralstoffe, die sich in den Blattern befinden, werden in die Erde sinken - und was ist bereits geschehen? Das Leben ist schon vorausgegangen, wird sie wieder in sich aufnehmen und die Blätter neu hervorbringen. Es ist Tod, Beerdigung und Auferstehung.


040.   So ist es mit der ganzen Natur. Sonne und Mond sind wie Mann und Frau. Der Mond ist das geringere Licht. Wenn die Sonne untergegangen ist, strahlt der Mond in ihrer Abwesenheit das Licht auf die Erde. Das ist ein Sinnbild auf die Gemeinde. Als der Papst, der alte Feind der Gemeinde, sich aufmachte und nach Jerusalem kam, welches der Sitz der Gemeinde ist, wurde berichtet, daß vorher eine totale Mondfinsternis eintrat. Das alte Jerusalem symbolisiert das Neue Jerusalem.


041.   In den Tageszeitungen der ganzen Nation - wir haben ein Exemplar dort angebracht - war abgebildet, wie der Mond sein Licht verlor, und dunkel wurde. Genau das gleiche Phänomen, das der Mond am Himmel zeigte, ließ mich der Heilige Geist hier vor zwei Jahren aufzeichnen. Es zeigt die Verfinsterung. Dort waren sechs Aufnahmen. Ich zeichnete auch die siebente auf, weil im siebenten Gemeindezeitalter nur noch ein wenig Licht übriggeblieben ist. Es ist das Zeitalter, in dem Jesus an die Tür klopft. Es geht jedoch in totale Finsternis über. Welch ein Bild, was für eine Botschaft von Gott selbst, daß diese Dinge die Wahrheit sind! Als erstes bezeugte Er es in Seinem Wort, dann durch den Geist auf der Plattform, und anschließend bekräftigte Er es noch am Himmel.


042.   Daran ist kein Fehler. Die Siegel und die Zeitalter sind in vollkommener Übereinstimmung. Gott legt in diesem Zeitalter, in dem wir jetzt leben, durch übernatürliche Zeichen und Wunder, mit dem Wort und durch die Geschichte Zeugnis davon ab.


043.   Es ist schwer für die Gemeinden, dieses zu sehen; es ist für die Denominationen schwer, es zu sehen. Sie meinen immer, daß man versucht, die Menschen auszuschimpfen. So ist es nicht; man versucht nur, die Menschen zu warnen. Man will doch nicht böse zu ihnen sein, sondern versucht, sie vom Bösen wegzubekommen! Es sind nicht die Menschen in den Organisationen, es ist das System, in dem sie sich befinden, wodurch sie verdammt sind.


044.   Die Katholiken, Protestanten, Juden und die anderen sind aufrichtige, ehrliche Menschen. Es sind alles Menschen. Die Nonnen gehen doch nicht ins Kloster, um schlechte Frauen zu werden; sie gehen dorthin, weil sie gut sein möchten. Sie versuchen, ihrem Gott näher zu kommen. Es ist das System, das sie verdirbt. Die Menschen schließen sich den Gemeinden doch nicht an, um schlecht, sondern um gut zu sein. Es ist aber das System der Kirchen und Gemeinden, das sie vom Wort und den Prinzipien Gottes, die für diese Zeit festgelegt wurden, wegzieht.


045.   Erinnert euch, Gott ist das Wort. Jedem Zeitalter, das auf Erden sein würde, hat Er einen gewissen Teil des Wortes zugedacht. ER hat es für das Gemeindezeitalter bestimmt. Die sieben Siegel haben alles darüber geoffenbart.


046.   Warum waren noch Geheimnisse verborgen geblieben? In Offenbarung 10 finden wir, daß am Ende der Botschaft des siebenten Engels diese Geheimnisse, die verborgen waren, geoffenbart würden (Offbg. 10, 1-7). Beachtet, der Grund liegt darin, daß es während der Zeitalter keine Propheten gab. Die Bibel sagt jedoch, daß Gott nichts tut, es sei denn, Er offenbart Sein Geheimnis Seinen Propheten, Seinen Knechten - dem Propheten! Das Wort des Herrn erging in allen Zeitaltern immer an die Propheten; nie an ein System, nie an eine Gruppe.


047.   Nie hat Gott eine Gruppe gebraucht. Jedesmal, wenn eine Gruppe von Menschen sich organisierte, verließ Gott sie und kehrte nie wieder zurück. Forscht in der Kirchengeschichte nach, ob das stimmt oder nicht. Wir haben das bereits getan. Niemals verhandelt Er mit einem System oder einer Gruppe, nachdem sie sich organisiert haben, denn dann ist sie gegen Gott.


048.   Während der Zeit der Reformationen traten Reformatoren auf. Die sieben Siegel bestätigten das. In den letzten Tagen aber sollte es wieder geoffenbart werden, denn gemäß der Verheißung aus Maleachi 3, dem zweiten Teil, sollte eine Salbung herabkommen und den ursprünglichen Glauben wieder zurückerstatten. Der Glaube der Menschen sollte zum ursprünglichen Pfingsten, dem Glauben der Väter, zurückgebracht werden.


049.   Wir befaßten uns damit, als Elia zuerst auftrat, und ebenfalls mit Elisa, der ihm folgte. Dann nahmen wir Johannes den Täufer, welcher der Elia jener Zeit war, durch und die Verheißung für einen anderen in dieser Zeit. Johannes der Täufer war nicht der Elia von Maleachi 3, 23, sondern der Elia von Maleachi 3, 1. So hat es Jesus selbst gesagt: "Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her, der Dir den Weg vor Dir her bereiten soll." (Matth. 11, 10). Wir stellten fest, daß er derjenige war.


050.   Nachdem wir das getan und diese Stellen gefunden haben, erkennen wir auch, daß der gesamte Rest der Schrift, die ja von Gott inspiriert ist, uns offenbart, daß wir in den letzten Tagen leben.


051.   Wenn ich mit der Pfingstbotschaft käme, würde ich mich im Gemeindezeitalter von Laodizea befinden, und das wäre nicht richtig. Das ist der Grund, weshalb Wesley nicht die Botschaft Luthers übernehmen konnte. Luther trat in einem Gemeindezeitalter auf, und Wesley in einem anderen. Wenn Jesus mit der Botschaft Moses aufgetreten wäre, hätte sie nichts genützt. Wenn Moses mit der Botschaft Noahs gekommen wäre, hätte sie keine Wirkung gehabt.


052.   Gott hat Seinem Volk für jedes Zeitalter einen gewissen Teil der Schrift bestimmt. Ehe jedoch das Zeitalter anbricht, haben die Gemeinden es so durcheinandergebracht, daß sie die Orientierung verloren haben.


053.   Aus diesem Grund erkannten sie nicht, daß Jesus der Sohn Gottes war. Ihre Überlieferungen hatten ihre Augen verblendet, doch Er war ganz genau im Einklang mit der Schrift.


054.   So war es auch mit den Propheten. Jesus sagte: "Welchen von den Propheten, die zu euch gesandt wurden, haben eure Väter nicht gesteinigt?"


055.   Gott sendet Seinen Propheten, und der Prophet ist das kundgewordene, lebendige Wort Gottes.


056.   Jesus sagte: "Wie könnt ihr Mich verurteilen, weil Ich gesagt habe: 'ICH bin Gottes Sohn', wenn schon in eurem eigenen Gesetz steht, daß diejenigen, an die das Wort Gottes erging - das waren die Propheten -, Götter genannt wurden; und sie sind es, denn die Schrift kann nicht gebrochen werden" (Joh. 10, 35). ER sagte: "Wie könnt ihr Mich dann verurteilen?" Sie waren ein Teil des Gesetzes, sie waren ein Teil des Wortes Gottes. Jesus jedoch war die Fülle des Wortes Gottes. Der gesamte Erlösungsplan, die ganze Fülle Gottes war in Ihm.


057.   Während der Gemeindezeitalter taten sie das gleiche. Durch die sieben Siegel sollen alle Geheimnisse, die während dieser Zeit verborgen blieben, weil wir ohne Propheten waren, geoffenbart werden. Das Wort kommt nicht zu den Reformern, sondern zu den Propheten.


058.   Gott ist unveränderlich. In Maleachi 3 steht: "ICH bin Gott und ändere Mich nicht." So, wie Gott etwas zum erstenmal tut, so tut Er es immer. Gott beschloß, den Menschen im Garten Eden durch das vergossene Blut eines Unschuldigen zu retten, und hat es seitdem nie geändert. ER kann es nicht ändern. Wir versuchen es durch Bildung, Gebäude, Systeme, Denominationen, Ethik und alles mögliche; doch alles hat versagt. Es gibt nur einen Ort, wo Gott dem Menschen begegnet: das ist unter dem Blut des Unschuldigen. Seine erste Entscheidung lautete: nur durch das Blut.


059.   Wir fassen einen Entschluß und im nächsten Jahr besinnen wir uns eines Besseren. Im nächsten Jahr haben wir eine bessere Idee. Bei Gott kann das nicht sein. ER ist unendlich. Seine erste Entscheidung ist vollkommen. Sie kann durch nichts bewegt werden. Ich kann dazulernen, denn wir sind begrenzt. Ich kann dazulernen, und auch ihr;


060.   Gott aber kann nichts dazulernen. ER ist von Anfang an vollkommen gewesen. Deshalb könnt ihr eure Seele auf Seiner ersten Entscheidung ruhen lassen. Es ist so, wie die Bibel sagt.


061.   Eines Tages wird Gott die Welt richten, und die Katholiken behaupten, daß Er sie durch die katholische Kirche richten wird. Wenn das so wäre - durch welche katholische Kirche? Die eine unterscheidet sich von der anderen. Wenn sie durch die protestantische gerichtet werden sollte - durch welche protestantische Kirche? Sie unterscheiden sich alle voneinander. Es wäre verwirrend; niemand wüßte, woran er sich halten sollte. Wenn die Methodisten im Recht sind, dann sind die Baptisten verloren; wenn die Protestanten im Recht sind, dann sind die Katholiken verloren; sind die Katholiken im Recht, dann sind die Protestanten verloren.


062.   Die Bibel sagt, daß Er die Welt durch Jesus Christus richten wird, und Er ist das Wort! Also wird Er sie gemäß dem Wort richten.


063.   Alle Denominationen sind vom Wort abgewichen und machen ihre eigenen Glaubensbekenntnisse. Ich bitte darum, daß mir irgend jemand beweist, wo sie das volle Wort nehmen. Sie können es nicht, weil sie von einem menschlichen System beherrscht werden. Gott hat nie anders als nur mit einer Person auf einmal verhandelt. ER hatte noch nicht einmal zwei Propheten zur selben Zeit, sondern nur einen. Gott mochte einen Mann in Seine Hand bekommen! ER befaßt sich nicht mit deiner Organisation, Er befaßt sich mit dir.


064.   Auf dieser Grundlage kommen wir jetzt zu dem Fest der Posaunen - den verborgenen Geheimnissen. Es ist verheißen worden, daß es so sein sollte, deshalb mußte es auch so geoffenbart werden. Doch damit es in dieser letzten Zeit geoffenbart werden konnte, mußte sich genau das erfüllen, was ich gerade gesagt habe: Maleachi 3, letzter Teil, Lukas 17, 30, Hebr. 13, 8 und 4, 12 und viele dieser Schriftstellen, die davon sprechen.


065.   Falls das manchem von euch fremd ist, darf ich sagen, daß Gott sich den Menschen immer durch Prophetie zu erkennen gibt. Die Juden wußten zu allen Zeiten, daß sie ihren Propheten zu glauben hatten. ER sagte: "Wenn ein Prophet des Herrn unter euch ist, so offenbare ich mich ihm durch Gesichte und rede zu ihm durch Träume, wenn das, was er ankündigt, eintrifft, dann sollt ihr auf ihn hören." Darin versagten sie jedoch und erkannten Jesus nicht, sondern stuften Ihn als etwas anderes ein. Sie bezeichneten Ihn als bösen Geist, als Beelzebub, weil Er imstande war, die Gedanken ihrer Herzen zu erkennen. Wir aber wissen, daß gerade dies das Zeichen des Wortes ist.


066.   In Hebr. 4, 12 steht, daß das Wort Gottes schärfer als ein zweischneidiges Schwert ist und die Gedanken und Regungen des Herzens unterscheidet.


067.   "Wenn der Heilige Geist auf euch kommt, wird Er euch an alles erinnern, was Ich gesagt habe, und euch das Zukünftige verkündigen."


068.   "Nachdem Gott vorzeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat Er am Ende dieser Tage zu uns geredet in Seinem Sohn, Jesus Christus." (Hebr. 1). Derselbe Gott ging nur von den Propheten zum Sohn über. Das ist alles. Es ist immer dieselbe Botschaft; die gleiche Art, in der es geschieht.


069.   Es ist geweissagt worden, daß sich die Gemeinden in dieser Verfassung befinden würden, jedoch wieder in Ordnung gebracht werden müssen. In Maleachi 3, 23 sagte Er, daß Er den Propheten Elia senden und die Menschen wieder zurückbringen würde. Beachtet: direkt nach seiner Botschaft wird eine Zeit kommen, in der die Welt verbrennt, und die Gerechten werden auf der Asche ausziehen.


070.   Sollte irgendwo auf der Welt ein Theologe diese Predigt auf Tonband hören, dann ist das an ihn gerichtet: Wenn du meinst, daß sich dies auf Johannes bezog, bedenke, dann stimmt die Schrift nicht, denn nach der Botschaft des Johannes verbrannte die Welt ja nicht. Jesus hat die Menschen bei Seinem Kommen auch nicht in das Tausendjährige Reich gebracht, doch Er hat verheißen, es zu tun, nachdem der Geist Elias noch einmal auf Erden war.


071.   In Maleachi 3, von Vers 23, sehen wir, daß dies geschehen soll - um was wiederzuerstatten? Den Glauben der Menschen zu den Vätern am Anfang, der Pfingstlehre; den Vätern am Anfang. Er wird die Menschen wieder den Vätern zuwenden.


072.   In Lukas 17 finden wir, daß Jesus davon spricht, wie es in diesen Tagen sein wird, wenn Er kommt. Jesus sagte: "Wie es in den Tagen Lots zugegangen ist, ebenso wird es auch sein, wenn der Menschensohn wiederkommt - wenn der Menschensohn sich offenbart."


073.   Beachtet, Er kam in drei Sohnesbezeichnungen: als Sohn Davids, als Menschensohn und als Sohn Gottes. Als Menschensohn mußte Er kommen, weil Er ein Prophet war. Yahwe selbst nannte die Propheten Menschensohn. Jesus hat nie in bezug auf sich selbst vom Sohn Gottes gesprochen. ER bezeichnete sich selbst immer als Menschensohn.


074.   Beachtet, damals offenbarte Er sich als Prophet - als Seher. ER sagte: "Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubt Mir nicht." Auf Ihn traf jede Beschreibung zu, die in der Schrift von Ihm gegeben worden war; sogar diejenigen auf Seine Geburt, Seine Kreuzigung, Seinen Tod, Sein Begräbnis, Seine Auferstehung - auf alles. In Seinem Werk entsprach Er der Beschreibung des Sehers - des Menschensohnes.


075.   Beachtet jetzt: durch die Gemeindezeitalter hindurch wurde Er als Sohn Gottes geoffenbart. Gott ist Geist, der Heilige Geist. ER offenbarte sich während der Gemeindezeitalter unter den Menschen in der Versammlung als der Heilige Geist.


076.   Wir stellen fest, daß Er im letzten Gemeindezeitalter, dem zu Laodizea, aus der Gemeinde getan wurde. In keinem anderen Zeitalter außer diesem wurde Er hinausgetan. Sie jedoch sagten: "Wir sind reich und haben an nichts Mangel."


077.   "Du weißt nicht, daß gerade du elend und erbarmenswert, arm, blind und nackt bist!" Du weißt es nicht!


078.   ER wurde aus dem Gemeindezeitalter hinausgetan. Gemäß Luk. 17 sagte Er: "Wie es war in den Tagen Sodoms, so wird es sein beim Kommen des Menschensohnes." ER las genau das gleiche 1. Buch Moses, das auch wir lesen. Beachtet, was in Sodom geschah. Worum ging es in Sodom?


079.   Es gibt immer drei Gruppen von Menschen. Dort war Abraham - die Auserwählten und Herausgerufenen, die sich außerhalb Sodoms befanden. Dort war Lot - das Gemeindemitglied oder der Mann der Denomination. Er wurde Teil der Welt, indem er Bürgermeister der Stadt war. Er saß als Richter im Stadttor, das kommt einem Bürgermeister gleich. Und dann waren dort noch die Sodomiten selbst.


080.   Als Abraham sich zur Mittagszeit unter der Terebinthe befand, kamen drei Engel zu ihm. Zwei gingen dann nach Sodom, predigten das Evangelium und versuchten, sie herauszurufen. Sie gingen nicht darauf ein; sie waren verdreht. Lot, seine Frau und die beiden Töchter waren die einzigen, die sich auf den Weg machten. Doch die Frau wurde zu einer Salzsäule.


081.   Der eine aber, der bei Abraham blieb und mit ihm sprach, den nannte Abraham Elohim, den Allmächtigen Gott. In 1. Moses 1, 1 heißt es: "Im Anfang schuf Gott..." - hier steht das Wort Elohim, der Allmächtige, in sich selbst Existierende. Abraham nannte Ihn Elohim. ER setzte sich, aß und trank mit Abraham. ER war in menschlichem Fleisch. Beachtet, was für ein Zeichen Er Abraham gab.


082.   Sie warteten darauf, daß ein Sohn käme, der verheißene Sohn Isaak. Fünfundzwanzig Jahre lang, auf ihrer langen Reise, hatten sie darauf gewartet. Jetzt waren sie am Ende der Reise. Gott hatte sich in verschiedener Gestalt geoffenbart; wie Er es auch in den Gemeindezeitaltern tat; durch Licht, hörbar usw. hatte Er zu Abraham gesprochen. Doch direkt bevor der verheißene Sohn kam - wir haben es ja bereits behandelt, und ihr wißt, daß dies nur eine Wiederholung ist, um euch klarzumachen, daß Er den Leib Abrahams und Saras sofort danach verwandelte, damit sie den Sohn haben konnten - beachtet, das letzte Zeichen, das sie empfingen, ehe der Sohn kam, bestand darin, daß Yahwe in Gestalt eines Mannes zu ihnen sprach. Daß es Yahwe war, erkannten sie daran, weil Er sagte: "Abraham" - nicht Abram, denn nur einige Tage vorher hatte Gott seinen Namen abgeändert - "wo ist deine Frau Sara?" - nicht Sarai, sondern Sara - Fürstin.


083.   Abraham antwortete: "Sie ist im Zelt hinter Dir."


084.   ER sagte: "ICH (das ist ein persönliches Fürwort) - Ich werde dich entsprechend Meiner Verheißung übers Jahr um diese Zeit wieder besuchen." In den folgenden achtundzwanzig Tagen wird mit Sara etwas geschehen sein.


085.   Sara befand sich im Zelt, lachte in sich hinein und dachte in ihrem Herzen: "Wie kann dies sein? Jetzt, nachdem ich verwelkt bin, sollte ich noch an Liebeslust denken? Und Abraham, mein Eheherr, ist ja auch ein Greis."


086.   Der Engel, der als Mann auftrat, sagte: "Warum hat denn Sara gelacht und denkt: 'Wie kann so etwas überhaupt möglich sein?" - obwohl sie im Zelt hinter Ihm war. Seht, ein Mann befand sich wie ein Prophet in menschlichem Fleisch, und dennoch war es Elohirn, der die Gedanken im Herzen Saras offenbarte, die hinter Ihm war.


087.   Jesus sagte: "Wie es war in den Tagen Lots, so wird es am Ende der Welt sein, wenn der Menschensohn" - nicht der Sohn Gottes - "wenn der Menschensohn wiederkommt und sich offenbart."


088.   Das war nicht während der Zeitalter. Seht ihr, wie vollkommen die Schrift übereinstimmt? Wir leben jetzt darin. Die Geheimnisse bis hin zur Taufe auf den Namen des Herrn Jesus wurden uns durch den Heiligen Geist, der darin wirkte, vollkommen gezeigt. ER brachte uns weg von der Einheitsidee und den anderen Dingen und zeigte vollkommen die wahre Taufe des Heiliges Geistes, "das Zeichen" und alles andere wurde geordnet, jeder Reformator und alles andere wurde vor unseren Augen auf den rechten Platz gestellt. Es ist nicht nur in einem abgelegenen Winkel, sondern auf der ganzen Welt bekannt. Jesus, der Sohn Gottes, offenbart sich durch die Schrift und macht die Schriftstellen, die für diese Zeit vorherbestimmt sind, lebendig, so, wie es für jene und alle anderen Zeiten gewesen ist. Es zu glauben ist der Beweis des Heiligen Geistes - Gerechtigkeit.


089.   Man kann nicht verkündigen, daß der Beweis des Heiligen Geistes darin besteht, wenn jemand zum Gottesdienst kommt. Wenn ihr das tut, dann hatten Ihn auch die Pharisäer. Man kann nicht verkündigen, daß Zittern, Hüpfen oder was immer ihr tut, es ist. Wenn es so wäre, dann haben es auch die Heiden. Wenn ihr sagt, das Zungenreden sei es - in welcher Teufelsanbetung gibt es kein Zungenreden? Nennt mir eine. Bruder Jackson aus Afrika sitzt hier; er könnte es euch erzählen.


090.   Ich war in den Indianer-Reservaten und sah, wie Hexen und Zauberer sich schnitten, wie ihr eigenes Blut floß und wie sie in Zungen redeten und der Hexenmeister es auslegte. Ich sah zu, wie man einen Bleistift hinlegte, der dann von selbst in einer unbekannten Sprache schrieb. Das also ist es nicht. Was ist dann der wahre Beweis? Jesus sagte: "Daß ihr glaubt, daß Ich es bin." Und Er ist das Wort.


091.   Warum begriffen sie es nicht? Weshalb erfaßten die Juden es nicht? Sie waren gerechte Menschen, gute Menschen; sie waren heilige Männer. Dort waren alle Arten von Menschen, doch nur, wer dazu vorherbestimmt ist, das Wort zu hören, erfaßt es. Wie wißt ihr, ob es das Wort ist? Jeder stellt den Anspruch. Es ist die bestätigte Verheißung der Bibel für das Zeitalter. Da habt ihr es! Dann kommt ihr dahin zurück, wo der Heilige Geist ist.


092.   Beachtet in ein paar Minuten, was der Schall der Posaune verkündigt. Seht, wer kann die Posaune des Evangeliums hören? Denkt daran, diejenigen, die in den befestigten Städten waren, konnten im Halljahr nicht heraus. Nein. Sie waren innerhalb der Mauern und blieben dort. Es ging vorüber; sie wurden gekennzeichnet und blieben für den Rest ihres Lebens Sklaven.


093.   Gebt acht, während wir all diese Muster betrachten. Nun, das behandelt Maleachi 3, 23 und Hebr. 13, 8: "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." ER bleibt für immer das Wort, das sich verwirklicht. Genau das hat Er den Propheten kundgetan. Prophet bedeutet nicht nur Seher, jemand der etwas voraussagt, es bedeutet "ein Offenbarer des Wortes, das in seinem eigenen Leben geschrieben wird." Seine eigenen Werke offenbaren und bestätigen das Wort für die entsprechende Zeit, wie bei Noah, der die Arche baute, bei Moses dort, und vieles mehr. Dann erfüllt sich auch bei uns das verheißene Wort für diese Zeit.


094.   Wir wissen, daß Er bei uns ist; wir glauben es. Wir sehen, daß Sein Wort durch Foto-Aufnahmen, durch die Schrift und durch Bestätigungen vom Himmel her auf Erden bestätigt worden ist.. Auch alles andere, was Er gesagt hat, ist jedesmal eingetroffen. Ihr alle aus den verschiedenen Teilen des Landes und der ganzen Welt seid verpflichtet, mir zu schreiben und zu sagen, wo es auch nur einmal nicht gestimmt hätte. Wort für Wort ist es genau eingetroffen. Das ist eine Verheißung.


095.   Weshalb sollte Er in diesen letzten Tagen erscheinen? Wenn ihr euch das Tonband "Die Zurückerstattung der Braut" - des Brautbaumes - noch einmal anhört, werdet ihr feststellen, daß Christus der Baum des Lebens im Garten Eden war. Der erste Adam fiel, und der zweite Adam wurde um der Sünde willen dem Tode preisgegeben; man schlug Ihn an ein römisches Kreuz, daraus ist der Brautbaum hervorgegangen. ER hat es verheißen, und wir sehen es in der Schrift.


096.   Nun, die Braut nimmt Gestalt an wie eine Pyramide, die von der großen Fläche, von Luther, Wesley und der Pfingstbewegung aus immer schmaler wird. Der Schlußstein an der Spitze paßt genau, und alle Steine sind vollkommen zusammengefügt. Wir wissen immer noch nicht, wie sie das bei der Pyramide damals fertigbrachten, doch sie sind vollkommen zusammengefügt. Wir beziehen uns jetzt nicht auf die "Pyramiden-Lehre". Henoch und seine Zeitgenossen damals erbauten sie. Als ein Symbol stehen sie da. Genau wie der Sonnenauf- und -Untergang; wie der Baum die Blätter fallen läßt, die dann wieder zurückkommen; wie die Fische und das Vieh und alles andere etwas veranschaulicht, so ist auch die Pyramide ein Symbol.


097.   Geht einmal in die Königskammer und seht euch die sieben Stufen an. Wo empfing der Wächter die Aufforderung, den Ankömmling in die Gegenwart des Königs am obersten Ende der Stufen zu bringen? Auf der siebenten Stufe. Das zeigt, daß derselbe Geist, der auf Johannes war, wiederkommen muß. Er stellte den Messias vor; er war größer als alle anderen Propheten, denn er machte Ihn bekannt.


098.   Wir müssen wieder dahin kommen, daß etwas geschieht, wodurch der Messias vorgestellt wird. Wie werden die Menschen, die Ihm glauben, es erkennen? Nur, wenn sie fortwährend im Worte bleiben, um zu wissen, wer Er ist. Daniel sagte: "Die Weisen werde Verständnis haben." Die Törichten und Unweisen jedoch werden es nicht erkennen. Die Seinen werden ihren Gott erkennen.


099.   ER sagte, daß es deshalb in den letzten Tagen in Erscheinung treten wird, damit die Menschen zum Wort zurückgebracht werden, so daß die Braut ihren Bräutigam, ihren Gatten - das geoffenbarte Wort - erkennt. Deshalb muß das geschehen. Es war nicht bei den Reformatoren, nicht bei Luther, Wesley oder den Pfingstlern. Die Schrift macht klar, daß es nicht stattgefunden hat. Doch es wird kommen; das ist Seine Verheißung für dieses Zeitalter.


100.   Wir leben in dem Zeitalter, in welchem Er kommen wird. ER muß in Ihr erkannt werden. Jede Frau muß mit ihrem Mann übereinstimmen, denn die beiden sind eins. Die Braut Christi muß mit Ihm übereinstimmen, denn die beiden sind eins, und Er ist das Wort; keine Denomination - das Wort. Wir sollen Kinder des Lichtes sein, und das Licht ist das Wort, das zum Licht für dieses Zeitalter gemacht wurde. Wie erkennen wir das Licht? Nur daran, daß es vom Worte kommt. Das Wort, welches Fleisch geworden ist, ist das Licht des Zeitalters. Ihr müßt es nur sehen. Die Bibel bezeugt es so.


101.   Die Menschen damals sahen Jesus an und sagten: "Wer ist dieser Mensch überhaupt? Er ist doch dort als uneheliches Kind geboren worden. Wir kennen seinen Vater und seine Mutter und wissen alles andere." Und doch kannten sie Ihn nicht. Wenn sie die Schrift gekannt hätten, dann hätten sie auch Ihn erkannt. ER sagte es.


102.   Sie sagten: "Wir sind Jünger von Moses."

ER antwortete: "Wenn ihr Moses erkannt hättet, würdet ihr auch Mich kennen, denn Ich bin es, von dem er geschrieben hat." Dennoch waren sie zu blind, um es zu sehen! Es ist so einfach. Außerhalb aller Gruppen, Denominationen und Glaubensbekenntnisse kam Gott ins Fleisch, nahm die Gestalt eines Menschen an und wurde ein Verwandschaftserlöser. Sie muß völlig mit Ihm übereinstimmen.


103.   Wir sind dazu bestimmt, Kinder des Lichts zu sein und im Licht zu wandeln.


104.   Ich erinnere mich gerade an eine Versammlung, die ich vor kurzem in Kentucky hatte. Als ich nach dem Gottesdienst aus der Kirche kam, traf ich einen alten Mann, der eine Laterne in seiner Hand hatte. Er gehörte zu einer Gemeinde, die nicht an Heilung glaubt, und er sagte: "Bruder Branham, ich stimme mit dir nicht überein."

Ich antwortete: "Du hast das Recht dazu."


105.   Er sagte: "Weißt du, ich nehme nichts an, was ich nichtsehe. Ich muß es ganz klar sehen."

Ich fragte: "Hast du denn Gott jemals klar vor dir stehen sehen?" Natürlich glaubte er nicht an Visionen und diese Dinge.

Er antwortete: "Nein!"


106.   "Nun," meinte ich, "dann bist du auch nicht gläubig, und ich kann nicht mit dir sprechen. Wir schauen auf das, was Gott verheißen hat und halten daran fest."


107.   Er fragte: "Wie soll man sich das vorstellen? Komm heute abend zu mir nach Hause, dann sprechen wir darüber."


108.   Ich entgegnete: "Ich würde gerne, kann aber nicht. Wo wohnst du?"

Er antwortete: "Man geht einfach über diesen Berg hier."


109.   Ich fragte weiter: "Wie kommst du dorthin? Du siehst dein Haus doch nicht."

Er meinte: "Ein Pfad führt über den Berg."


110.   Ich sagte dann: "Aber du siehst den Pfad nicht."

Er erwiderte: "Dazu habe ich eine Laterne."


111.   "Der Schein der Laterne reicht aber doch nicht bis zu deinem Haus," meinte ich.

"O nein," sagte er, "aber der Pfad führt bis zum Haus."


112.   "Die Laterne erleuchtet immer nur einen Schritt." "Wir wandeln in dem Licht, dem herrlichen Licht, und kommen Dir Schritt für Schritt näher, Herr."


113.   Ja, Kinder des Lichts, nehmt Sein Wort an. Geht vorwärts, und ihr seht immer mehr. Wendet euch nicht davon ab, ganz gleich, was jemand sagt. Verbleibt darin und wandelt mit Ihm. Gebt acht, wie es sich entfaltet und offenbart. Das Wort ist ein Same; im richtigen Boden wird ein Same nach seiner Art hervorbringen.


114.   Beachtet: gemäß Offbg. 10, 1-7, sollen der Braut durch den Botschafter der Gemeinde zu Laodizea alle Geheimnisse geoffenbart werden. Hat jernamd von euch eine revidierte Bibel? Wenn ja, dann werdet ihr merken, daß es dort, wo Engel steht, in der Fußnote der Adler heißt"- der Botschafter an die Gemeinde zu Laodizea.


115.   Er sagte, daß er zu der Zeit, in der er Ihn herabkommen sah, die Buchrolle verzehrt hat. ER setzte einen Fuß auf das Land, den anderen auf das Meer und schwur dann bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, daß die Zeit nicht mehr sein wird. Als Er das tat, ließen die sieben Donner ihre Stimmen erschallen. Als dann die sieben Donner geredet hatten, berichtet Johannes, daß er es aufschreiben wollte, doch Er sprach zu ihm: "Schreibe es nicht auf.", und es wurde versiegelt.


116.   Jemand sagte zu mir: "Die sieben Siegel, Bruder Branham, die in den letzten Tagen geoffenbart werden, beinhalten ein großes Geheimnis, wie wir Gott näher kommen." Nein, das kann nicht sein. "Wenn jemand von den Worten dieses Buches der Weissagung etwas wegnimmt oder etwas hinzufügt, dessen Teil wird vom Buch des Lebens genommen." Es ist eigentlich eine Offenbarung der Dinge, die in der Vergangenheit nicht verstanden wurden. Es ist bereits hier niedergeschrieben; es steht hier drinnen. Das, was bereits geschrieben steht, soll geoffenbart werden, denn ihr könnt nicht eine Sache hinzufügen, noch ein Wort davon wegnehmen.


117.   Direkt am Anfang der Bibel, im 1. Moses, ging es nicht darum, daß eine Frau es nicht geglaubt hätte, aber sie ließ zu, daß Satan ihr ein Wort verkehrt deutete: "Ihr werdet sicherlich..." Dadurch wurden alle diese Schwierigkeiten verursacht. Es war Gott, der gesprochen hatte; es war Gottes Wort. Im letzten Kapitel der Offenbarung sagt Jesus, derselbe Gott: "Wenn jemand etwas wegnimmt oder hinzufügt..." Dies ist die vollständige Offenbarung Jesu Christi. In den sieben Siegeln waren die Geheimnisse verborgen, was dies alles wirklich war, und sie sollten in den letzten Tagen geöffnet werden - im Gemeindezeitalter zu Laodizea, am Ende der Zeit. Dank sei Gott, dadurch kommt die Botschaft an die Gemeinde zum Abschluß. Dadurch wird es beendet. Das Zeitalter der Gemeinde endet damit, daß sie zurückblicken und sehen, was war und wohin alles gekommen ist.


118.   Gebt nun acht! Durch die Posaunen, über die wir sprechen, wurden die Menschen entweder zu einem Fest oder zu einem Krieg, zu einer besonderen Person, einem heiligen Tag oder etwas Ähnlichem zusammengerufen. Ihr sagt: "Zu einer Person?" Jawohl! Auch das Halljahr - die Freiheit -, daß sie zurückkehren konnten, wurde damit ausgerufen. Wir könnten uns einen ganzen Vormittag damit befassen. Ihr habt nun die Grundlage der Siegel und der Gemeinde. Jetzt gehen wir zu den Posaunen über.


119.   Wenn die Posaune ertönte, bedeutete das entweder Krieg oder einen Festtag. Die Posaune rief die Menschen zusammen. Paulus sagte: "Wenn eine Posaune nur einen undeutlichen Schall hören läßt, wer wird sich da zum Kampfe rüsten?", bzw. für den Frieden oder was immer gemeint ist. Wer weiß dann Bescheid? Man muß wissen, weshalb die Posaune ertönt. Wenn deshalb heute die Posaune erschallt, sehen wir etwas auf Erden; irgendwo gibt es große Schwierigkeiten. Jeder weiß das. Alle werden zu Neurotikern. Die ganze Welt ist neurotisch. Wir wissen, daß etwas nicht stimmt. In der Regierung und überall ist etwas nicht in Ordnung; das wissen wir.


120.   Die einzige Möglichkeit zu erfahren, was die Posaune bläst, ist, auf dem Notenblatt nachzusehen. Das genügt. Es ist wie eine gewaltige Symphonie oder wie das Stück "Peter und der Wolf". Der Komponist schreibt das Werk, der Dirigent muß jedoch im selben Geist wie der Komponist sein. Wenn nicht, gibt er den verkehrten Takt an, und das Ganze geht daneben.


121.   Das ist heute der Fall. Wir haben zu viele Dirigenten, die nicht im Geist des Komponisten sind. Sie sagen in ihren Denominationen: "Nun, wir glauben DAS." Ganz gleich, was ihr sagt - die Bibel hat recht! Tragt es nach dem Notenblatt vor, das hier vor uns ist, dann wird die große Symphonie Gottes - das große Vorhaben richtig klingen; dann erkennen wir, in welcher Stunde wir leben und wo wir stehen.


122.   Beachtet, die Posaune ertönt, um die Menschen zusammenzurufen; damit sie sich zu irgend etwas versammeln. Manchmal kündigte sie eine bedeutende Persönlichkeit an, wie z. B. bei Joseph. Man blies in die Posaune, als Joseph erschien. Das war ein Symbol auf die große Posaune, von der wir sprechen und auf die wir gleich näher eingehen werden. In Jesaja heißt es, daß eine Zeit kommen soll, in der man ein Panier aufrichten wird. In Jener Zeit, wenn die große Posaune ertönt, werden sich alle Völker in Jerusalem versammeln. Das geschieht, wenn die große Posaune ertönt und das Tausendjährige Reich beginnt.


123.   Der Ruf ertönt zum Fest der Posaunen. Es naht etwas heran. Ihr könnt euch dazu Offenbarung 8, Vers 7, notieren, wenn ihr wollt. Wir sehen, daß bei der ersten Posaune Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, auf die Erde geworfen wurde. Das stimmt genau mit 2. Moses überein, als Gott Sein Volk herausrief und hinausführte.


124.   Der Grund, weshalb die sieben Posaunen nicht auf die Gemeinde und auf dieses Zeitalter zutreffen, liegt darin, weil sie sich nur auf Israel beziehen. Es ist der Ruf an das Volk, sich zu versammeln. Es gibt hierin nur eine bedeutsame Sache, die ich euch in den nächsten Minuten darlegen möchte, damit ihr erfaßt, weshalb die sieben Posaunen nicht für das Gemeindezeitalter gelten, in dem wir leben.


125.   Ich weiß, daß viele Menschen damit nicht übereinstimmen, doch ich weiß, daß es so ist. Es ist nicht deshalb, weil ich das sage, oder weil ihr es sagt, denn ich habe dies nicht von mir selbst empfangen. Es sind nicht meine eigenen Gedanken. Wer immer es ist, der mir das sagte - wenn es verkehrt sein sollte, dann ist es verkehrt. Doch ich sage es nicht von mir aus, ich sage euch das, was mir jemand sagte. Dieser "Jemand" ist der Gott, der zu uns gesprochen und all diese Dinge getan hat, die geschehen sind, und der erschien. Ich weiß, daß es stimmt. Die Posaunen betreffen das Zusammenrufen Israels. Die Posaunen sind dazu da, um Israel zu versammeln.


126.   Seht, wenn die erste Posaune ertönt, entsteht Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wird auf die Erde geworfen. Was tut Er dann? ER bringt Israel aus dem geistlichen Ägypten heraus, zurück in ihr Heimatland.


127.   Laßt mich dies jetzt direkt hier sagen: Alle Posaunen erschallen während des sechsten. Wir kommen in wenigen Minuten darauf zurück, wenn wir das betreffende Siegel aufgreifen. Alle Posaunen ertönen während des sechsten Siegels, denn im siebenten Siegel trat eine Stille ein. Niemand wußte, daß sich dies auf den Augenblick bezieht, wenn Christus wiederkommen wird, wie Er es uns geoffenbart hat. Jede Posaune aber ertönt während des sechsten Siegels, wenn die Juden der Verfolgung preisgegeben sind.


128.   Beachtet jetzt Offbg. 8, von Vers 7. All dies fand statt, als Israel aus dem natürlichen Ägypten herausgerufen wurde; jetzt bezieht es sich auf die Herausrufung Israels in geistlicher Hinsicht. ER bereitete sie auf das große Versöhnungsfest vor.


129.   Beachtet, zuerst war das Pfingstfest, dann kam das Fest der Posaunen und darauf folgte das Versöhnungsfest. Wenn wir noch Zeit haben, werden wir uns vielleicht mit dem Versöhnungsfest näher befassen und aus der Bibel 3. Moses 16 und 23 lesen. Das Pfingstfest kam also zuerst, dann das Fest der Posaunen und anschließend das Versöhnungsfest.


130.   Beachtet, eine Posaune ertönte, um sie zusammenzurufen. Als die erste Posaune erscholl, wurde Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, auf die Erde geworfen, genau wie es in Ägypten war. Dadurch werden sie für den Ruf zum Versöhnungsfest bereit gemacht. Sie haben die wahre Versöhnung abgelehnt und deshalb ist das Pfingstfest die ganze Zeit ausgedehnt worden. Der Posaunenschall für die Juden ertönt als nächstes; dies war die Herausrufung der Gemeinde. Nach dem Auszug brachte Er sie in das Land der Verheißung. ER wird wieder das gleiche tun. Sinnbildlich gesprochen bringt Er auch die Gemeinde ins Land der Verheißung. Denkt daran, jede Posaune ertönt unter dem sechsten Siegel - erst dann ertönen sie.


131.   Beachtet, wie genau die Schrift übereinstimmt. Die siebente Posaune ist für Israel das gleiche wie das siebente Siegel für die Gemeinde. Im fünften Siegel sehen wir die Seelen unter dem Altar, denen weiße Gewänder gegeben wurden. Sie empfingen die Gewänder nicht deshalb, weil sie diese verdient hatten, denn sie lebten in dem Zeitabschnitt, während Gott in Gnaden unter den Heiden, nicht unter den Juden, wirkte. Israel wird als Nation gerettet. Gott befaßt sich mit Israel als Nation. Aus den Heiden wird ein Volk für Seinen Namen genommen, nicht eine Nation für Seinen Namen; das betrifft nur Israel.


132.   Hitler und viele andere verfolgten die Juden. Seht, was sie getan haben. Stalin, Hitler und diese Diktatoren erhoben sich. Wenn wir Zeit hätten, würden wir es für alle, die neu hier sind, wiederholen. Wir haben es ja bereits durchgenommen. Während dieser Zeit, in den letzten zwanzig Jahren, setzte in Deutschland und all den anderen Nationen eine schwere Verfolgung gegen die Juden ein, die in alle Länder versprengt waren.


133.   Ich war an den historischen Stätten, wo man die Leiber von jüdischen Frauen und Kindern in den Krematorien verbrannte und ihre Asche als Dünger für den Boden benutzte. Dann versuchen sie, es noch zu leugnen! Man kann sie mit dorthin nehmen und ihnen zeigen, wo es geschah. Es war eine schlimme Verfolgung der Juden, denn nun war die Zeit angebrochen, sie zur Versöhnung zurückzurufen. Noch befinden sie sich unter der Sühne eines natürlichen Lammes. Das Lamm Gottes jedoch ist ihre Versöhnung; Ihn haben sie abgelehnt, und seitdem ist das Blut über sie gekommen.


134.   Beachtet das Volk wird bereitgemacht. Wie vollkommen ist die siebente Posaune und das siebente Siegel in Übereinstimmung mit der Verfolgung der Juden. Beachtet, in Öffbg. 9, 13, während der sechsten Posaune, ist die Rede von 200 Millionen Reitern, die am Strom Euphrat gebunden waren, aber während der sechsten Posaune losgelassen wurden. Nun, auf der Welt gibt es keine 200 Millionen Reiter, aber dort waren 200 Millionen. Beachtet das. Ich möchte, daß ihr euch das aufschreibt, damit ihr es nachlesen könnt. Es waren keine natürlichen Pferde. Aus dem Maul der Reiter kam Feuer, sie trugen schwefelgelbe Panzer, Schwänze, die aussahen wie Schlangen, und hatten Schlangenköpfe mit einem Stachel am Ende. Es war ein geistliches Reiterheer von übernatürlichen Teufeln, die während all dieser Jahre am Euphrat gebunden waren. Was war es? Das altrömische Reich, das wiederauflebte und die Juden verfolgt. Fast zweitausend Jahre waren sie am Euphrat gebunden und konnten nicht in die Verheißung hinübergelangen. Es war eine religiöse Gruppe, die versucht hat hinüberzukommen. Ihr wißt, der Euphrat floß durch Eden. Dort waren die 200 Millionen Teufel der Verfolgung gebunden.


135.   Gebt acht, was während der sechsten Posaune geschieht. Sie wurden auf die Juden losgelassen. Das war die Verfolgung der Juden! Übernatürliche Teufel, die fast zweitausend Jahre gebunden waren, wurden dann durch Stalin und Hitler auf die Juden losgelassen.


136.   Ihr sagt: "Das ist aber doch nicht Rom." Es ist derselbe Geist, der im alten heidnischen Rom das gleiche mit den Christen getan hat. Er wurde auf die Juden losgelassen. Achtet jetzt auf das natürliche Israel und auf die geistliche Gemeinde, wenn wir sie hier voneinander trennen.


137.   Erinnert ihr euch daran, wie jeder dieser Märtyrer unter dem fünften Siegel rief und gemäß dem Worte Gottes ein weißes Gewand erhielt? Sie empfingen es aus Gnaden, denn sie waren verblendet worden und konnten das Evangelium nicht erkennen, damit Menschen aus den Heiden als Braut herausgerufen würden. Sie, die Juden, bekamen Gewänder, das sagt die Bibel im fünften Siegel; sie, die absolut gegen Christus sind. Der Grund, weshalb sie das sind, besteht darin, weil sie verblendet wurden. So steht es in der Bibel. Sie wurden um euretwillen verblendet. Der gerechte Gott aber weiß, daß sie es annehmen würden, doch sie sind blind um euretwillen. So sagt es die Bibel.


138.   Wodurch war das römische Reich dort gebunden? Durch religiöse Macht. Das heidnische Rom wurde zum päpstlichen Rom, und es war in ihren christlichen Traditionen gebunden. Teilweise hatten sie das Christentum, vermischten es aber mit dem Aberglauben Roms, indem sie die Anbetung von Frauen und all den anderen Unsinn, das Weihnachtsfest, religiöse Feiertage und geweihte Tage hinzufügten. Es ist mit Traditionen gebunden, von denen es sich nicht freimachen kann, weil es ja gegen die christlichen Grundsätze ist. Es ist immer noch derselbe ungöttliche heidnische Geist! Dieser Geist schlich sich in die Nationen der Welt ein, wie Hesekiel und andere weissagten. Sie wurden dann auf die Juden losgelassen, die nichts von dem Geist wußten. Da habt ihr die Geheimnisse, die dort unter dem Siegel verborgen waren! Erinnert euch, wir haben es durchgenommen. Ich werde euch jetzt zeigen, was während der letzten Posaune stattfindet. Das ist es: diese Posaunen werden über die Juden kommen, nicht auf die Heiden. Könnt ihr das nicht sehen? Sofern die Siegel geöffnet sind, werden die Heiden hineinversiegelt. Die Zeit geht zu Ende, die Gemeinde wird gerufen.


139.   Erinnert ihr euch an die Vision, die ich vor kurzem hatte, in der mir die Vorschau gezeigt wurde? Wie viele erinnern sich an den vorletzten Sonntag? Als sie dort vorbeikamen, sah ich genau, wie schmutzig das Ding, das Gemeinde genannt wurde, war. Sie war vulgär bis zum äußersten. Dann kam die kleine Braut aus allen Nationen. Jede war so gekleidet, daß man erkennen konnte, aus welchem Land sie kam. Sie wandelten einfach vollkommen vor dem Herrn. Beachtet, es wird eine Zeit kommen, wo man sagen wird: "Nun, ich dachte, die Gemeinde wird vor der Verfolgung hinweggenommen. Ich glaubte, die Entrückung würde stattfinden."


140.   "Es ist bereits geschehen, und ihr wußtet es nicht." Ihr wißt, daß Er dies einmal von Johannes gesagt hat.


141.   Man hatte Ihn gefragt: "Weshalb behaupten die Schriftgelehrten, Elia müsse zuerst kommen?"

ER antwortete: "Er ist bereits gekommen." Nicht einmal die Jünger hatten es erkannt. "Doch sie haben ihm angetan, was ihnen beliebte."Genauso wird es auch mit der Entrückung sein. Das hat Er verheißen. ER hat nicht verheißen, daß Elia so auftreten würde, sondern, daß Er die Braut so hinwegnehmen würde; nämlich zu einer Stunde, wo wir es nicht vermuten. In einem Moment, einem Augenblick wird sie verwandelt und hinweggenommen werden. Dann seid ihr zurückgeblieben! Das wird dann die Zeit sein!


142.   Zweitausend Jahre lang konnte dieser Geist durch die römischen Menschen, die römische Kirche nicht tätig sein. Aber dann trat dieser Geist zuerst durch Mussolini, den Diktator, in Rom hervor.


143.   Wißt ihr von den sieben Dingen, die Er mir 1933 zeigte und die geschehen sollen? Fünf von ihnen haben sich bereits erfüllt. Doktor Lee Vayle schreibt gerade ein Buch darüber. Fünf sind vollkommen eingetroffen; es stehen nur noch zwei aus. ER sagte, daß es direkt vor der Wiederkunft geschehen wird. Wir befinden uns jetzt am Ende. Es scheint, als würde jetzt auch das sechste hervorkommen. Alles traf genau ein, sogar die Kriege und was damit zusammenhing. Es stimmte bis ins kleinste und schlug nicht einmal fehl.


144.   Höret Menschen, wir sollten jede Stunde Inventur machen. Wir wissen nicht, wie nahe wir sind; doch es ist sehr nahe!


145.   Während des sechsten Siegels wurden diese zweihundert Millionen geistlichen Dämonen losgelassen und begannen in Rom, dann durch Hitler in Deutschland. Beachtet, was die Bibel sagt; daß sie zwar Macht wie ein König empfingen, aber nicht gekrönt wurden. Ein Diktator ist kein gekrönter König, er übt nur eine solche Macht wie ein König aus.


146.   Oh, der Geist Gottes durchströmt mich jetzt. Ich möchte etwas sagen, weiß aber nicht, wie ich es sagen und ausdrücken soll. Vielleicht soll ich lieber schweigen.


147.   Beachtet: Zweihundert Millionen Dämonen wurden auf die Juden losgelassen, als man sie verbrannte, kreuzigte, ihnen Luft in die Venen spritzte. Man vergaste sie, bis ihnen das Gas ausging; man erschoß sie, bis ihnen die Munition ausging; man tat alles, was man nur tun kann. Man verbrannte ihre Leiber; man hängte sie an Zäune; Kinder und unschuldige Menschen. Nur weil sie Juden waren, verfuhr man so mit ihnen. Doch Gott sagte, daß Er jedem von ihnen ein weißes Gewand gibt, obwohl sie unwürdig waren. In Seiner Gnade hat Er sie verblendet, damit wir sehen können.


148.   Das siebente Siegel ist noch nicht geöffnet, wie ihr wißt. Es bezieht sich auf Sein Kommen.


149.   Während sie sich noch dort befinden, zeigt Er es uns wie dem Johannes in einer Vorschau. Dazu nahm Er ihn hinauf. Ihr wißt, als sie eines Tages am See waren, fragte Petrus: "Was wird aber mit diesem werden, der an Deiner Brust lag?"


150.   ER antwortete: "Wenn es Mein Wille ist, daß er bis zu Meinem Kommen bleibt, was geht das dich an?" Er blieb zwar nicht so lange auf Erden, doch Er nahm ihn hinauf und zeigte ihm das, was bis zu Seinem Kommen geschehen würde. ER zeigte es ihm einfach. Johannes sah den Plan in einer Vorschau.


151.   Seht, wir merken nun, daß diese natürliche Macht im Natürlichen auf die natürliche Nation Israel losgelassen wurde. Was tat sie? Sie zog los und führte Krieg; und wie sie mordete und quälte!


152.   Ich hoffe, daß Gott euch jetzt die Augen dafür öffnet, denn ich weiß, daß es nicht nur an diese Gemeinde hier gerichtet ist; die Tonbänder werden in die ganze Welt versandt. Ich möchte niemanden verletzen, sondern einfach die Wahrheit sagen. Als das alt-römische heidnische Reich im Natürlichen wiedererstand, wurde der religiöse Bereich aufgetan, und sie wandten sich gegen die Juden. Das ist immer ihr Feind gewesen; der Löwe, dessen Zähne alles zerreißen und dessen Füße alles zerstampfen, brach los über diese Menschen. Rom ist immer der Feind Gottes gewesen. In demselben Geist wurde es in den Diktatoren der Welt auf sie losgelassen; denn das religiöse System wurde noch festgehalten; jetzt ist es losgelöst. Was hat es ausgerichtet? Durch List und Schmeichelei, wie geschrieben steht, hat er sich eingeschlichen. Was hat er getan? Er bringt den antichristlichen Geist auf den protestantisch-ökumenischen Rat der Kirchen der Welt und führt sie zur Schlachtung, wie sie es damals taten. Es geschieht in der Stunde, in der die Braut herausgerufen wird. Wie? Indem der Geist in der religiösen Kirche losgelassen wird. Losgelassen auf wen? Nicht auf die Denominationen, sondern auf die Braut. Aber begreift es Jetzt: Die Braut wird nicht durch diese Zeit hindurchgehen. So sagt es die Bibel. Die Gemeinde wird hindurchgehen, aber nicht die Braut. Könnt ihr es nicht sehen, Prediger? Könnt ihr das nicht'sehen, Brüder?


153.   Ihr sagt, daß die Gemeinde durch die Verfolgung gehen muß, damit sie vollkommen wird. Das Blut Jesu Christi macht die Braut vollkommen! Ein Mann, der eine Frau wählt, erlegt ihr doch nicht noch eine Menge auf. Er hat sich ihr bereits in Gnaden zugewandt, sie hat Gnade vor ihm gefunden. Er verlobt sich mit ihr. Und wenn irgend etwas ist, wird er sie von allem fernhalten. Seine Gnade ist so groß über ihr; so wird es mit der Braut sein, und so ist es auch mit ihr.


154.   Wir unwürdigen Geschöpfe haben die Hölle verdient, doch Seine Gnade bringt uns durch alles hindurch. Seht, wie viele Verlorene und Blinde, wie viele Sünder gab es in der Stunde, als ich gerettet wurde, auf Erden! Gott hat mich zu einem Zweck gerettet, und ich bin entschlossen, diesen Zweck Seinem Willen gemäß zu erfüllen. Ganz gleich, was geschieht; ich möchte es tun.


155.   In dieser Stunde, in der ich alle Kirchen mit ihrem strahlenden Glanz sehe, daß sie reich sind und an nichts Mangel haben, wie sie sagen; erkenne ich, wie elend, erbarmenswert und blind sie sind, und daß ich zu einem Zweck geboren wurde, nämlich, um all das zu verurteilen und sie herauszurufen. Ja, das tue ich.


156.   Denkt daran, als Jesus auf die Erde kam, wußte nicht ein Hundertstel der Menschen, die auf Erden lebten, daß Er hier ist. ER kam, um die auserwählte Gruppe zu erreichen. ER sprach: "Niemand kann zu Mir kommen, wenn nicht der Vater ihn zieht." "Alle, die der Vater Mir gegeben hat (Vergangenheitsform) werden zu Mir kommen." Sie werden es erkennen; sie werden hören.


157.   Beachtet das Loslösen dieses religiösen Geistes! Zwanzig Jahre nach dem Krieg sehen wir, daß der religiöse Geist losgelassen wurde. Woraus erkennen wir das? Aus dem siebenten Siegel, der siebenten Posaune für die Juden. Seht, wie der Mond sich verfinstert. Ihr habt die Aufzeichnung gesehen. Der Menschensohn ist aus der Gemeinde hinausgetan worden. Wodurch? Durch den Zusammenschluß mit der religiösen Gruppe. Die ökumenische Bewegung und der Weltkirchenrat hat sie alle hineingetrieben. Wofür treten sie ein? Ihr müßt all eure Lehren des Evangeliums und diese Dinge preisgeben! Wie können zwei zusammen gehen, es sei denn, sie stimmen überein? Das geht nicht. Jesus sagte, daß es nicht möglich ist. Wie kann eine Gemeinde von Methodisten und Baptisten zusammen gehen? Wie kann die Kirche Christi zusammen mit den Presbyterianern gehen? Wie können die Katholiken zusammen mit den Protestanten gehen? Die Braut jedoch kann mit dem Wort wandeln, welches Christus ist. Es muß übereinstimmen - jedoch nicht mit einem System, sondern mit dem Wort. Ihr müßt mit dem Wort übereinstimmen, um gemäß dem Worte wandeln zu können. So drückt es Jesus aus, und damit stimmt es.


158.   Gebt acht, da ist sie. Sie ist losgelöst. All die losen Enden werden zusammengefügt. Man sagt: "Das ist doch ganz gleich." Das sagte Satan zu Eva: "Das spielt keine Rolle. Es ist schon in Ordnung. Gewiß, Gott ist ein guter Gott. ER liebt uns alle." ER tut es nicht!


159.   Man hört soviel darüber, daß Er ein guter Gott ist. ER ist ein guter Gott, doch weil Er gut ist, muß Er auch gerecht sein. Man kann nicht gut sein, ohne gerecht zu sein. Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Gesetz; kein Gesetz ohne Bestrafung. In dieser Stunde sind wir angekommen; darin leben wir.


160.   Beachtet diese übernatürlichen Dämonen. Unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen vereinigten sich Gruppen aus Ost und West, so wie es beim rechten und linken Fuß des Bildnisses war, das Daniel sah, obwohl sie nicht übereinstimmten und sich miteinander nicht vermischten. Ihr wißt ja noch von der Begegnung Eisenhowers mit Chruschtschow. Eisenhower beinhaltet das Wort "Eisen", Chruschtschow bedeutet "Lehm". Er zog seinen Schuh aus und schlug damit auf das Rednerpult. Das war bei den Vereinten Nationen.


161.   Oh, die Stunde, in der wir leben, die Gemeinde und ihre Verfassung! Dank sei Gott, die kleine Braut hat sich bereitgemacht. Es dauert nicht mehr lange, haltet nur aus. Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert und wann es sein wird. Das weiß niemand. Wir wissen aber, daß es nahe ist.


162.   Gebt acht, was man im Natürlichen den Juden angetan hat; sie waren ein Volk, das am Gesetz Gottes festhielt. Ganz gleich, wie viele Kirchen gegründet wurden und was sonst noch geschah; sie waren zwar Christus gegenüber verblendet, hielten aber das Gesetz. Gott gab ihnen allen ein weißes Gewand, denn sie gingen durch ein Martyrium. Um unseretwillen waren sie verblendet.


163.   Hier geht es jetzt um die Gemeinde, die nichts anderes als die Bibel anerkennt; ungeachtet des religiösen Systems der Denomination; sie verstehen nichts davon, es ist ihnen fremd. Sie kennen Ihn und Ihn allein.


164.   Die Menschen von heute sind irgendwie begeistert wie Petrus und die anderen auf dem Verklärungsberg. Sie gerieten in Begeisterung, als sie das Übernatürliche geschehen sahen. Der eine sagte: "Wir machen eine Gemeinde für die Propheten, eine für Moses usw." Das haben auch die Pfingstleute getan. Sie sagten: "Wir machen eine 'Assembly of God', eine 'Gemeinde Gottes', eine 'Einheits-' und eine 'Zweiheits-Gemeinde'." usw. Doch während er noch redete, rief Yahwe: "Dies ist Mein geliebter Sohn. ER ist das Wort. Höret auf Ihn; Er ist das Wort."


165.   In der Stunde, in der wir leben, vereinigen die religiösen Geister alle und bringen sie zu der großen Schlachtung, um sie zu vernichten. Es ist bereits schriftlich in dieser Nation niedergelegt worden. Solche Gemeinden wie diese müssen dann geschlossen werden, es sei denn, ihr gehört zu der Organisation. Es ist eine Vereinigung, ein Boykott, wie das Malzeichen des Tieres. Jetzt seht ihr, was das Tier ist, nicht wahr? Es ist eine Macht, eine religiöse Macht. Jesus sagte, daß es dem Echten so nahe sein wird, daß womöglich auch die Auserwählten verführt würden. Doch Er hat verheißen, daß Er in dieser Zeit etwas für uns bereithält, damit wir nicht verführt werden. Das ist das Wort und Christus, der es vor uns verwirklicht.


166.   Es sind übernatürliche Dämonen, die für das Auge nicht sichtbar sind. Doch ihr könnt sehen, was sie tun. Beachtet, während diese Gruppe dahinreitet und sich darauf vorbereitet, alles zu zertreten, was nicht mit ihnen übereinstimmt, wird eine andere Gruppe bereitet - Offbg. 19. Dann hört man erst wieder von der Gemeinde, wenn sie auf Rossen herunterkommt. Die Bibel sagt in Offbg. 19, daß Er auf einem weißen Roß herabkommt und die himmlischen Heerscharen Ihm auf weißen Rossen folgen. Stimmt das? Während diese Gruppe aus zweihundert Millionen Reitern fast zweitausend Jahre lang am Euphrat gebunden war, hat auch die Kirche den Heiligen Geist während der Gemeindezeitalter fast zweitausend Jahre lang durch das Martyrium gebunden. Sie ist nicht am Euphrat, sondern hinter Türen von Glaubensbekenntnissen und Dogmen gebunden, so daß der Heilige Geist in der Gemeinde nicht wirken kann, weil sie menschengemachte Systeme haben. Doch sie wird befreit werden. Sie wird wieder hervorkommen; so sagt es die Bibel. Diese beiden treffen wieder auf dem Kampffeld aufeinander wie am Anfang - Michael und Luzifer.


167.   Fast zweitausend Jahre lang sind sie gebunden gewesen. Es waren nicht genau zweitausend Jahre, denn von ungefähr 70 nach Christus an, als Titus heranzog, töteten die Römer die Juden. Wer tötete die Juden? Was war Titus? Ein römischer General! Das Blut floß zu den Toren hinaus. Frauen und Kinder - alle wurden niedergemetzelt. Hat es Hesekiel nicht in Kapitel 9 vorausgesagt? "Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und bringe ein Zeichen auf der Stirn der Männer an, die da klagen und seufzen" - das war durch den Heiligen Geist bewirkt. Der Rest wurde den Schlächtern preisgegeben. Sie waren gebunden, bis die Zeit kam, daß sie niedermetzelten. Frauen, Kinder, Säuglinge - alle wurden niedergemetzelt. Genauso wiederholt es sich hier. Das religiöse System kommt wieder hervor, erstickt die anderen und tritt alles nieder, was von Gott ist. Oh, sie haben ihre Systeme, Organisationen und Denominationen, doch das hat nichts mit der Bibel zu tun. Sie lassen es euch schnell wissen, daß sie noch nicht einmal daran glauben. So ist es. Sie sagen, was eine Gemeinde sagt. Doch es geht darum, was Gott sagt; das ist das Wort.


168.   Die Braut stimmt mit dem Wort überein. Sie ist eins. Wie können sie eins sein? Wenn das geschriebene Wort in euch eindringt und ihr und das Wort eins werdet, wie Er es verheißen hat, dann legt es sich selbst aus.


169.   Gott braucht keinen Ausleger. Man sagt: "Wir legen dies so aus." Ihr habt kein Recht, etwas auszulegen. Gott gibt Seine eigene Auslegung.


170.   Gott sprach: "Es werde Licht!", und es ward Licht. Wer braucht das zu deuten? ER sprach: "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden", und es geschah. Dazu benötigt man keinen Ausleger. Es ist schon ausgelegt. Gott sagte, daß diese Dinge in diesen Tagen geschehen werden, und so ist es. Es bedarf keiner Auslegung; es ist in sich schon die Auslegung.


171.   Offenbarung 9, von Vers 1 ab, spricht von dem großen König der 200 Millionen Reiter unter der fünften Posaune. Sie hatten einen König über sich, und falls ihr es bemerkt habt: es ist ein gefallener Stern. "O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte!" Dr. Smith hat das durcheinander gebracht, aber es ist schon gut, die Stunde dafür war noch nicht da. Es steht dort auch von dem Abgrund. Ihr König war der König des Abgrundes. Ich habe mir Offbg. 17, Vers 8, notiert und werde es jetzt lesen. Ich möchte sehen, was darin geschrieben steht, denn ich weiß nicht, wie ich auf diesen Text übergehen soll:

Das Tier, das du gesehen hast, ist schon früher dagewesen und ist nicht mehr, doch wird es aus dem Abgrund wieder heraufsteigen und ins Verderben fahren; so werden dann die Bewohner der Erde sich verwundern, die, deren Name nicht eingeschrieben steht im Buch des Lebens seit Grundlegung der Welt, wenn sie sehen, daß das Tier schon früher dagewesen war und nicht mehr da ist und nunmehr wieder da sein wird.


172.   Seht, wenn ein Papst stirbt, tritt ein anderer die Nachfolge an. Das Tier, das war, nicht ist, das wieder ist, nicht ist, dann wieder ist, ändert sein System nicht. Immer gibt es einen Papst; alles muß in dem gleichen System weitergehen.


173.   Wohin wird es führen? In den Abgrund. Die Bibel sagt hier, daß ihr Führer aus dem Abgrund kam, und er war ihr König; er sitzt da mit der dreifachen Krone und vereinigt die Protestanten mit sich.


174.   Neulich hörte ich einen lutherischen Prediger sagen: "Die Leute fragen mich, weshalb ich einen klerikalen Rundkragen trage; wie sie mich denn so von einem katholischen Priester unterscheiden können." War jemand von euch dort? Natürlich. Ist das nicht furchtbar gewesen? Ich mußte mich fast übergeben und ging von der Plattform. Man sagte: "Es sollte auch keinen Unterschied geben."


175.   Wenn Martin Luther das hören könnte, würde er sich im Grabe umdrehen und sagen: "Du Heuchler, du gehörst nicht in meine Reihen."


176.   Doch wißt ihr, wie weit es gekommen ist? "Es gibt keinen Unterschied."


177.   Doch, es gibt einen Unterschied! Sogar einen Unterschied unter den einzelnen. Gott sagte: "Sondert Mir Paulus und Barnabas aus." Das stimmt. Gott sondert ab, Er vermischt mcht. Die Kirche von heute möchte einen guten "Mixer", der ihnen erlaubt, in der öffentlichkeit Badeanzüge kurze Hosen und all so etwas zu tragen und sich so zu benehmen. Doch Gott sagte: "Sondert Mir aus..." Sondert euch ab von der Welt.


178.   Wie stellen hier in der Offenbarung fest, daß ihr König aus dem Abgrund war und wieder in den Abgrund hineinging - hinein und heraus; hinein und heraus. Beachtet, wie vollkommen die Auslegung in ihrer Reihenfolge mit dem Wort aus 3. Moses 23 und mit dem, was wir jetzt darzulegen versuchen, übereinstimmt. Gebt jetzt auf die Einteilung acht.


179.   Laßt uns nun für einen Moment 3. Moses 23 aufschlagen und daraus lesen. Beachtet es! Wir möchten es nicht verpassen, damit wir es genauso erfassen, wie der Herr es für uns hier niederschreiben ließ. Ich kann die Stelle im 3. Moses sicher nicht im 2. Moses finden! 3. Moses 23, 23:

Weiter gebot der Herr dem Moses folgendes: "Teile den Israeliten folgende Verordnungen mit: Am ersten Tage des siebten Monats soll bei euch ein Ruhetag sein, ein Gedenktag mit Posaunenschall, eine Festversammlung am Heiligtum. Da dürft ihr keinerlei Werktagsarbeit verrichten und sollt dem Herrn ein Feueropfer darbringen.

Weiter gebot der Herr dem Moses folgendes: "Sodann fällt auf den zehnten Tag desselben Monats der Versöhnungstag."


180.   Gebt jetzt acht! Der Versöhnungstag folgte dem Schall der Posaunen. Wie herrlich! Der Versöhnungstag folgte den Posaunen. Die fünfzig Tage bis zum Pfingstfest sind ein Symbol für uns, denn die Posaune erscholl zu Pfingsten, welches der fünfzigste Tag bedeutet. Die Juden haben es danach abgelehnt, und die Posaunen sollen sie zurück zur Versöhnung rufen, denn sie haben sie ja abgelehnt. Ihre Augen wurden verschlossen, damit unsere Augen geöffnet werden konnten. Während dieser Zeit entfalteten sich die Siegel. Die Posaunen ertönen. Wenn die Posaunen, kurz bevor der Messias kommt, ertönen, müssen sie in Palästina sein. Ihr wißt, Gott mußte das Herz Pharaos verhärten, um sie aus Ägypten hinauszutreiben. ER verhärtete auch Stalin, Mussolini und alle anderen, damit sie in das verheißene Land zurückkehren, wo die Hundertvierundvierzigtausend sich befinden müssen. Zum ersten Mal nach etwa zweitausendfünfhundert Jahren ist Israel nun wieder eine Nation mit einer eigenen Fahne, einer eigenen Armee und von der UNO anerkannt. Zum ersten Mal ist das geschehen. Die älteste Fahne, die je auf Erden wehte, der Sechsstern Davids, weht jetzt wieder. ER sagte, daß in den letzten Tagen, wenn sie zurückkommen, ein Panier aufgerichtet würde. Wir sind am Ende angekommen. Es gibt keinen Zweifel daran, daß wir hier angekommen sind.


181.   Seht, in Offbg. 9, während der fünften Posaune, wird ihr König gezeigt, der aus dem Abgrund ist. In 3. Moses sehen wir, wie vollkommen die Auslegung des Wortes ist, denn das pfingstliche Halljahr folgte unverzüglich auf den Versöhnungstag. Das war die Reihenfolge der Feste. Der Schall der Posaunen am Versöhnungstag leitete den langen Zeitraum des Pfingstfestes ein.


182.   Seht, es war eine lange Zeitspanne zwischen dem Pfingstfest bis zu dem Ruf, der durch Posaunenschall erging. Es waren fünfzig Tage von der Darbringung der Erstlingsgarbe bis zum Pfingstfest. Fünfzig Tage schließen genau sieben Sabbate ein, und die sieben Sabbate weisen auf die sieben Gemeindezeitalter hin. Begreift ihr das?


183.   Die Juden wurden verblendet und müssen während dieser ganzen Zeit warten, während die pfingstliche Erstlingsfrucht auf die Gemeinde ausgegossen wurde; es ging durch das Märtyrer-Zeitalter und durch die Zeitalter der Reformatoren. Jetzt sind wir im Zeitalter der Herausrufung. Drei Abschnitte - derselbe Geist; wie Vater, Sohn und Heiliger Geist derselbe ist. Die sieben Gemeindezeitalter entsprechen den sieben Sabbaten; es waren genau sieben Sabbate vom Weben der Erstlingsgarbe bis zum Pfingstfest, dem pfingstlichen Halljahr. Im Halljahr erstreckte sich die Versöhnung über sieben Sabbate. Am Ende, am fünfzigsten Tage, trat die Sühne in Kraft.


184.   Dies ist" ein Bild auf die Gemeinde. ER hat sich der Gemeinde durch die Taufe des Heiligen Geistes, während der Zeitalter und während des pfingstlichen Zeitalters, als Sohn Gottes geoffenbart. Es nahm lediglich immer mehr zu: Rechtfertigung unter Luther, dann Heiligung unter Wesley und die Taufe des Heiligen Geistes; jetzt ist die Zeit der Herausrufung.


185.   Bei der Öffnung des sechsten Siegels sahen wir, daß die Verfolgung die Juden im natürlichen Bereich traf. Hier nun kommt die Verfolgung der Gemeinde im religiösen Bereich, denn die Braut ist bereits herausgerufen. Die Sabbate sind vorüber und die Juden bereit, gerufen zu werden. Wozu? Zum Versöhnungsfest. O Gemeinde, erkennst du das nicht? Weshalb werden sie zum Fest der Versöhnung gerufen? Damit sie die Versöhnung erkennen - daß es nicht mehr um die Darbringung von Tieren und um das geht, was sie getan haben, sondern daß sie das Lamm Gottes erkennen, das seit Grundlegung der Welt geschlachtet ist. Israel wird es erkennen!


186.   Beachtet. Hier ist etwas Großes. Seht! Oh, der Heilige Geist ist während der fast zweitausend Jahre durch die Denominationen gebunden gewesen. Das haben wir festgestellt. Beachtet, die sieben Sabbate konnten vorher nicht ganz ablaufen. Die Bibel sagt, daß ein Tag kommen wird, der weder hell noch dunkel ist, und Jesus selbst sagte, daß alle Schrift erfüllt werden muß. Stimmt das? Dann sagt: "Amen!" Der Prophet sprach von einem Tag, der nicht als Tag und nicht als Nacht bezeichnet werden kann, doch zur Abendzeit sollte es Licht sein. Was war es? Die Sonne, die im Osten scheint, ist dieselbe, die auch im Westen scheint.


187.   Jeder Sonnenaufgang, ihre Bahn und jeder Sonnenuntergang spricht von eurem Leben. Ein Baby, das in Schwachheit geboren wird, ist dem Morgen vergleichbar. Ungefähr um 8:00 Uhr beginnt das Kind zu Schule zu gehen. Um 11:30 Uhr, in der Hitze des Tages, kommt es aus der Schule. Ab etwa 50 Jahren geht sie wieder unter - nach etwa fünfzig, sechzig, siebzig, achtzig, neunzig Jahren; dann kommt der Tod. Am nächsten Tag geht die Sonne wieder auf und legt dadurch Zeugnis ab, daß es ein Weiterleben nach dem Tode und der Beerdigung gibt - eine Auferstehung.


188.   Seht, die Zivilisation ist mit der Sonne gegangen. Die älteste Zivilisation, die wir haben, ist China; das weiß jeder. Wo fiel der Heilige Geist zuerst? Auf die Menschen in den östlichen Ländern. Das Evangelium drang mit der Sonne vorwärts. Woher kam es? Aus dem Osten nach Deutschland, von Deutschland über den Kanal nach England. Dreimal wurde ein Gewässer überquert: zuerst des Mittelmeer auf dem Weg von Osten nach Deutschland, dann der Ärmelkanal von Deutschland nach England; von England der Atlantische Ozean in die Vereinigten Staaten. Jetzt ist es an der Westküste angekommen. Es durchzog die Nationen und zivilisierte sie; ging immer weiter. Die Zivilisation drang vorwärts und genauso das Evangelium mit ihr. Doch jetzt hat das Gesindel die Westküste wie eine Flutwelle erreicht und alles herangespült.


189.   Der Prophet jedoch sagte, daß die Sonne während dieses Tages nicht scheinen wird. Es sollte ein trüber Tag sein. Sie hatten soviel Licht wie an einem regnerischen Tag. Sie traten den Gemeinden bei, glaubten an den Herrn usw. Doch Er sagte, daß die Wolken sich zur Abendzeit verziehen werden; die Denominationen werden verschwinden, und dasselbe Evangelium, dasselbe Wort wird Fleisch, wie Er es in Lukas 17, 30 verheißen hat. Dasselbe Evangelium mit allem, was dazugehört, sollte zur Abendzeit wieder hervorkommen, wenn die Schatten sich neigen.


190.   Dasselbe Evangelium, derselbe Christus, der damals am Anfang im Fleische unter den östlichen Menschen lebte, wird in der Endzeit wieder in den westlichen Menschen leben. Es soll Licht sein zur Abendzeit. Alle Schrift ist durch Inspiration gegeben und kann nicht gebrochen werden. Die großen fünfzig Tage sind vorüber, das Pfingstfest ist vorbei. Sieben Sabbate waren es bis zu den Posaunen; das ist ein Bild auf die sieben Gemeindezeitalter.


191.   Denkt daran, die sechste Posaune bezieht sich auf die Juden. Und die lauen Pfingstler lehnen die Bibel ab - doch nicht nur die Pfingstler, auch alle anderen. Die kirchliche Welt lehnt Christus ab. ER wird hinausgetan. Als dasselbe Siegel geöffnet wurde, ist Jesus außerhalb der Gemeinde gezeigt worden und daß Er versuchte, wieder hineinzukommen. Zu der Zeit ertönt die Posaune für die Juden, und die Juden erkennen die Versöhnung. Glory! Hallelujah!


192.   Der Heilige Geist war durch diese Denominations-Flüsse fast zweitausend Jahre lang gebunden, doch zur Abendzeit wird Er durch die Botschaft der Abendzeit frei werden, so daß der Heilige Geist wieder in die Gemeinde zurückkehrt. Christus selbst wird zur Abendzeit in menschlichem Fleisch geoffenbart. Das hat Er gesagt. ER hat es verheißen.


193.   Wie ich schon sagte, gab es drei Abschnitte: das Zeitalter der Märtyrer, die Zeit der Reformatoren und jetzt die Herausrufungszeit. Wenn das Gemeindezeitalter zu Laodizea zum Abschluß gekommen ist, wird gemäß Offbg. 10 das Geheimnis der ganzen Bibel der Braut kundgetan sein. Stimmt das?


194.   Hört jetzt genau zu. Die Braut wird durch das Wort herausgerufen. Christus selbst ruft sie heraus und macht ihr Hebr. 13. 8 verständlich, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist und dasselbe tut. "Wer an Mich glaubt wird die Werke tun die Ich getan habe." Lukas 17, 30, Mäleachi 3, zweiter Teil und all die anderen Schriftstellen, die verheißen wurden, erfüllen sich zwischen dem sechsten und dem siebenten Siegel der sechsten und siebenten Posaune.


195.   Das Pfingstfest beendet seinen Zeitabschnitt mit der siebenten Posaune. Als nächstes findet Sein Kommen statt, das siebente Siegel Dabei geht es um das Geheimnis der Wiederkunft Christi. Die Posaune für die Juden ertönt ebenfalls. Ihre sechste Posaune erschallt, und wenn das geschieht, wird ihnen der Sohn Gottes geoffenbart. Eine halbe Stunde ist festgesetzt. Denkt daran, alle Posaunen ertönen unter dem sechsten Siegel. Während des sechsten Siegels, bevor das siebente geöffnet wird, kommt das Geheimnis zum Abschluß.


196.   Gebt acht! Dazu gehört 3. Moses 23 und 25. Wie vollkommen ist die Ordnung in der Schrift! Während des Pfingstfestes, das Israel damals ablehnte, rief Er die Gemeinde aus den Heiden heraus.


197.   Wie viele begreifen, was das Pfingstfest bedeutet? Am Pfingstfest wurde die Erstlingsfrucht der Ernte, die Erstlingsfrucht der Auferstehung, dargebracht.


198.   Verpaßt dies nicht, ihr Menschen! Wenn ihr das Tonband hört, gebt genau acht. Dies war die Zeit des Pfingstfestes. Von den Juden war nicht die Rede; sie lehnten es ab und müssen erst zur Versöhnung zurückgerufen werden. Wir wissen, wer die Versöhnung war; sie nicht. Die Posaune ertönt nach dem pfingstlichen Halljahr und ruft die Juden zusammen. Könnt ihr nicht sehen, daß die Posaune der Verfolgung unter Hitler und den anderen ertönte, damit die Juden gezwungen waren, sich zu versammeln, um die Schrift zu erfüllen? Habt ihr es jetzt verstanden? Alle, die ihr es verstanden habt, sagt: "Amen." Gut. In Ordnung.


199.   Beachtet jetzt in 3. Moses die Einteilung der Schrift. Der lange Zeitabschnitt von Pfingsten endet mit der Herausrufung der Braut. Die Braut wird durch einen Knecht heraus gerufen, den man ablehnt. Als nächstes wird es Israel durch das Versöhnungsfest bekanntgemacht. Seht, hier geschieht das gleiche, was in 3. Moses 16 beschrieben wird, als Er den Versöhnungstag festlegte. Doch hier werden sie gerufen. Oh, wie vollkommen! Seht ihr Prediger es? Verpaßt es nicht. Dieses Versöhnungsfest, das wir in 3. Moses 23-26 beschrieben finden, wird ein Fest des Wehklagens sein, an dem kein Tier mehr geschlachtet wird. Das Tier war ja schon geschlachtet, das Sühnopfer gebracht. 3. Moses 16 stimmt vollkommen damit überein. Nur an dieser Stelle wird Israel aufgefordert, über ihre Sünden wehzuklagen.


200.   Wie vollkommen ist das heute. Es geht nicht darum, daß noch einmal jemand sterben muß, wie Moses es versinnbildlichte, als er den Felsen zum zweiten Mal schlug. Das war vergeblich. Es geht nicht um das Opfern eines Tieres, sondern daß sie wehklagen, weil sie die Versöhnung abgelehnt haben.


201.   Die Posaune wird ertönen, das Fest stattfinden, und sie werden erkennen, daß sie ihren Messias abgelehnt haben. Sie werden Ihn erkennen, wenn sie Ihn sehen. Zu der Zeit kommt Er in Kraft, als derjenige, auf den sie warteten. ER kommt in Kraft, um die Braut aus den Heiden heimzuholen. Und wenn die Juden Ihn erkennen, werden sie fragen: "Woher hast Du diese Wunden?" Das sagt die Bibel, und wir haben es vor etwa 6 Monaten durchgenommen. Wie viele erinnern sich an meine Predigt über die Zeit, als Jakob die Kinder Israel dorthin geschickt hatte, um Getreide zur Nahrung zu holen; und Joseph tat so, als würde Er sie nicht kennen, und wie all diese Dinge geschehen sind? Dann erst gab er sich ihnen zu erkennen. Erinnert ihr euch? Sie fürchteten sich und fingen an zu weinen; genau wie Jakob in seinem Kummer. Hier sehen wir die Juden unter der Verfolgung. Jetzt wissen sie nicht, wo sie stehen.


202.   Doch sie kommen zurück, und dann werden sie die Versöhnung erkennen. Die Bibel sagt, wenn das geschieht, wird jedes Haus für sich wehklagen wie eine Familie, die ihren einzigen Sohn verloren hat.


203.   "Wo bekamst Du Deine Wunden?"

ER antwortete: "Im Hause Meiner Freunde wurden sie Mir beigebracht."


204.   Denkt daran. Die Braut ist dann bereits im Himmel. Die Frau Josephs befand sich im Palast, Joseph schickte alle, die um ihn waren, hinaus und gab sich dann erst seinen Brüdern zu erkennen. Seht, Seine Frau, die Kinder und alle anderen sind im Palast, wenn Er zurückkommt, um sich den Juden kundzutun. Das ist die Versöhnung. Hier ertönt der Posaunenschall. Dann wird man fragen: "Woher hast Du Deine Wunden?" Was ist es? Die Versöhnung. "Woher kommen die Wunden?" Das ist es.

"Im Hause Meiner Freunde wurden sie Mir beigebracht."


205.   Erinnert ihr euch, was die Brüder Josephs sagten? Sie sprachen ungefähr so: "Wir werden bestimmt getötet, weil wir das getan haben. Wir haben böse gehandelt."


206.   Er antwortete: "Macht euch keine Vorwürfe, Gott hat es so gefügt, um euer Leben zu erhalten." Erinnert ihr euch an diese Geschichte in 1. Moses 45, 5? Genau das hat Er getan, um das Leben der Braut aus den Heiden zu retten.


207.   ER sagte: "Die Wunden erhielt Ich im Hause Meiner Freunde. Doch macht euch keine Vorwürfe. Fürchtet euch nicht."


208.   Dann werden sie sagen: "Oh, haben wir Ihn tatsächlich nicht erkannt? War das die Versöhnung, und wir erkannten sie nicht?" O Gott! Es steht geschrieben, daß an jenem Tage jedes Geschlecht für sich wehklagen wird. Was ist es? Die Versöhnung; Traurigkeit.


209.   Dieser Versöhnungstag wird nicht wie die üblichen Versöhnungsfeste sein, an denen ein Sühnopfer dargebracht wird, wie es in 3. Moses 16 und 23 beschrieben ist, sondern eine Zeit des Wehklagens über ihre Sünden, und ihre Sünde bestand darin, daß sie es abgelehnt haben.


210.   Oh, seht ihr nicht, wo wir uns befinden? Begreift ihr, weshalb die Posaunen keine Bedeutung für uns haben? Sie alle ertönen unter dem sechsten Siegel. Begreift ihr jetzt, weshalb der Heilige Geist mir nicht gestattete, darüber zu sprechen? Der Himmlische Vater weiß, daß dies die Wahrheit ist, und diese Bibel liegt vor mir. Ich wußte es nicht, bis der Heilige Geist vorgestern in meinen Raum kam, zu mir sprach und es mir offenbarte. Ich kam zurück und sagte zu meiner Frau: "Jetzt habe ich es empfangen. ER kam in meinen Raum und sagte es mir. Dies ist es, Liebling." Es stimmt einfach vollkommen überein.


211.   Oh, ihr Menschen, die ihr ohne Ihn seid, kommt schnell hinein. Vielleicht ist es die letzte Gelegenheit, die ihr habt. Ihr wißt nicht, wann Er kommen wird.


212.   Das Fest der Posaunen. Die Bibel sagt, daß sie gesondert beten und weinen werden, wie man über den einzigen Sohn wehklagt.


213.   Seht, ich möchte noch etwas sagen. Hört gut zu, verfehlt dies nicht. Wie überwältigend! Zwischen der Botschaft des siebenten Engels - des Botschafters des siebenten Siegels in Offbg. 10 - und den sieben Posaunen liegt eine Zwischenzeit. O Gott, wie können wir dieses sagen, damit die Menschen es sehen? Zwischen der sechsten Posaune - das sechste Siegel ertönt zur gleichen Zeit wie die sechste Posaune - zwischen der sechsten und siebenten Posaune tritt ein Prophet unter den Heiden auf, um die Menschen zur ursprünglichen Pfingstlehre zurückzurufen. Erst später, nachdem die Gemeinde hinaufgenommen wurde, treten die beiden Zeugen gemäß Offbg. 11 unter den Juden auf und fuhren sie zu Jesus. Alle drei sind Propheten. Amen. Das Wort des Herrn kann nicht gebrochen werden. Es wird keine Denomination sein. Seht ihr es?


214.   Lest nach, ob die Herausrufung der Juden nicht zwischen die sechste und siebente Posaune eingefügt ist. Es geschieht zwischen der sechsten und siebenten Plage, und wir sahen die Hundertvierundvierzigtausend, die dazwischen herausgerufen werden. Erinnert ihr euch daran? Wißt ihr noch, daß die Herausrufung der Hundertvierundvierzigtausend zwischen dem sechsten und dem siebenten Siegel erfolgt? Genau dort hinein gehören die Posaunen und auch die Verfolgung durch die losgebundenen Reiter.


215.   Vorher ertönt die Botschaft des siebenten Engels, der durch sein Predigen die Pfingstler verurteilte. Jesus wurde hinausgetan. Niemand war zur Mitarbeit bereit, Er war draußen und wurde abgelehnt, so sagt es die Bibel, denn Christus tat sich unter uns kund - Jesus wurde unter uns allen in der Reinheit Seines Wortes kundgetan, indem Er es verwirklicht. Freunde, dies ist nicht einfach eine Erfindung, sondern es ist SO SPRICHT DER HERR - die Heilige Schrift.


216.   Sobald der Gemeinde das siebente Siegel und das Geheimnis bekannt ist, werden die Juden durch das Geheimnis der siebenten Posaune gerufen, nämlich durch zwei Propheten - Elia und Moses. Sie kommen zurück. Das bringen die Pfingstler durcheinander. Sie warten darauf, daß etwas geschieht, aber es ist für die Juden bestimmt; die Gemeinde ist zu der Zeit schon weg.


217.   Ich spüre, daß jemand bei sich denkt: "Das kann nicht Moses sein." Doch, es ist so. Denkt daran, Er kann mir eure Gedanken sagen. Ich spüre das immer noch.


218.   Nun gut, laßt es mich euch erklären: Es ist Moses. Doch ihr denkt: "Moses kann es nicht sein, denn er starb." Mit Elia seid ihr einverstanden, doch ihr meint, daß Henoch der zweite ist. Ihr sagt: "Moses ist bereits gestorben." Doch denkt daran: Er ist wieder zum Leben zurückgekehrt. Hunderte von Jahren später erschien er auf dem Verklärungsberg. Ihr sagt: "Nachdem ein Mensch gestorben ist?" Jawohl! Lazarus starb, wurde auferweckt und mußte wieder sterben. Sicher! Sogar die Ungläubigen werden wieder zum Leben erweckt und müssen dann den zweiten Tod sterben. Stimmt das? Tut es aus euren Gedanken hinaus. Es ist Moses!


219.   Betrachtet ihren Dienst; es geschah genau das gleiche, was Moses und Elia taten: Der Himmel wurde verschlossen, und Feuer fiel auf die Erde. Ihr wißt ja, was sie getan haben.


220.   Denkt darüber nach! Ihr Menschen, dies ist die Endzeit. Hallelujah! Der große Tag des Herrn ist nahe. Kommt zusammen. Es ist das Fest des Messias'. Die anderen lehnen Ihn ab, werden dann aber feststellen, daß es ihr Messias war. Die Bibel spricht davon, daß diese überwältigenden Dinge stattfinden werden.


221.   Ihr Dienst in Offbg. 11 wird der Dienst von Moses und Elia sein, wodurch sie die Israeliten aus den jüdischen Traditionen herausrufen; so, wie durch die Botschaft des siebenten Engels die Braut aus den pfingstlichen Überlieferungen herausgerufen wurde. Denkt daran, Moses und Elia sollen Israel aus der alten Versöhnung durch das Opfern von Blut der Lämmer, Schafe und Böcke zu dem wahren lebendigen Opfer zurückbringen - zum Wort.


222.   Wofür ist die Botschaft des siebenten Engels während der gleichen Posaune, der gleichen Sache, des gleichen Siegels bestimmt? Um die Menschen, die Braut aus den pfingstlichen und weltlichen Traditionen zur wahren Versöhnung, zum Wort, zu Christus, der hier in Seinem Wort verkörpert und unter uns Fleisch geworden ist, zu rufen.


223.   Die Wissenschaft hat es durch Aufnahmen bewiesen. Die Gemeinde auf der ganzen Welt weiß es. Wir wissen es mit letzter Gewißheit, denn Er hat uns nicht einmal etwas als 'SO SPRICHT DER HERR' gesagt, das sich nicht erfüllt hat. Sprach Er nicht auch dort am Fluß: "Wie Johannes der Täufer gesandt wurde, so wird diese Botschaft dem zweiten Kommen Christi vorausgehen"?


224.   Ich blickte auf und sah, daß es zwölf Uhr ist. Die Mitternachtsstunde ist da, Freunde, sie ist angebrochen. Seht ihr, wie vollkommen die Schrift ist?


225.   Es wird nicht irgendeine Organisation sein, die dorthin geht, die Juden herauszurufen - es werden zwei Männer sein: Moses und Elia. Beide sind Propheten.


226.   Seht, um die Braut aus den Heiden herauszurufen, hat Er in Maleachi 3, zweiter Teil, verheißen, das gleiche zu tun. Die Bibel sagt, daß Er im siebenten Gemeindezeitalter aus der Gemeinde getan wird. Wenn das geschieht, wird es vollkommen finster werden. Worin wird es dunkel? In dem religiösen System, dem ökumenischen Konzil, dem Weltkirchenrat. ER und Sein Wort wurden völlig hinausgetan. Sie können damit nicht übereinstimmen, das wißt ihr. Sie sind sich noch nicht einmal in ihren eigenen kleinen Gruppen einig. Wie können sie dann darin übereinstimmen? Also nehmen sie ein weiteres Malzeichen des Tieres an, ein Bildnis des Tieres.


227.   Denkt daran, die Bibel sagt, daß ein Bild von dem Tier angefertigt wurde. Diese Vereinigten Staaten hatten schon immer eine Verbindung zur Zahl dreizehn. Sie begannen mit dreizehn Staaten, dreizehn Kolonien, dreizehn Sternen, dreizehn Streifen. Die Zahl dreizehn trifft immer auf eine Frau zu. Die Beschreibung finden wir in Offenbarung 13. Zunächst war es ein Lamm: Sanftheit, Rede- und Religionsfreiheit usw. Dann empfing es Macht und sprach mit der Macht, die der Drache vor ihm hatte. Was ist es? Wer war der Drache? Rom. Seht, es mußte ein Malzeichen des Tieres entstehen und sich gegen die wirkliche Gemeinde Gottes erheben. Unter den Denominationen wird diese Sache geplagt werden, doch wenn sie damit beginnen, dann holt Jesus Seine Braut dorthin, wo sie Ihn dann schaut.

Wo sich sammelt jene unzählbare Schar.
Welche Wonne wird es sein,
wenn gewaschen weiß und rein,
wir mit Jesus speisen dürfen immerdar.
Kommt zum Mahl, ihr Gäste, alles ist bereit...


228.   Welch ein Tag ist es, an dem wir leben! Welch eine Stunde. Lauft, ihr Menschen, lauft um euer Leben!


229.   Gebt nun acht, während ich zum Schluß komme. Der Dienst, den die beiden Zeugen während der sechsten kurz vor der siebenten Posaune ausführen, ist derseIbe wie der des siebenten Engels.


230.   Erinnert euch, ich habe euch gesagt, daß ich auf jene große Posaune zurückkomme. Was sagte Er in Jesaja? Was würde Er tun? ER sagte, daß sich alle Nationen in Jerusalem versammeln werden, sobald die große Posaune erschallt. Die große Posaune hat mit dem Fest der Posaunen nichts zu tun, denn dabei geht es um zwei Propheten, Moses und Elia, um den Ruf der Posaune zu geben. Der Klang der großen Posaune kündigt die Wiederkunft des Herrn an, wie damals bei Joseph. Amen. Ihr findet es im Propheten Jesaja. Ich habe sie euch vor kurzem angegeben, als wir aus einem dieser Kapitel lasen. Es steht in Jesaja 18, 1-3.


231.   Jesaja 27, 12-13, sagt, daß in eine große Posaune gestoßen wird und alle Nationen erkennen werden, daß Israel in seinem Heimatland ist und Gott mit ihnen. Dann wird der Bräutigam zusammen mit der Braut zum großen Tausendjährigen Reich zurückkommen, nachdem die Welt durch Atomkraft zerstört worden ist. Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben, auf der wir dann ewig leben.


232.   Haben alle verstanden, was der Dienst Moses und Elias ist? Ich wiederhole es noch einmal Der Dienst Moses und Elias fällt zwischen die sechste und siebente Posaune. Es werden zwei Propheten sein, denn Israel hat immer seinen Propheten geglaubt.


233.   Warum sprach der Helige Geist zu mir, als ich im Begriff war, ihnen zu zeigen, daß Jesus der Sohn Gottes ist: "Noch nicht."? Erinnert ihr euch? Es war vor etwa fünf Jahren auf meinem Weg nach Indien. ER sagte: "Tue es nicht."


234.   Sie sprachen: "Wenn dies der Messias ist, wollen wir Ihn das Zeichen eines Propheten tun sehen. Wir glauben den Propheten."


235.   Bruder Lewi Pethrus sandte mir die Bibeln, von denen er den Juden, die aus dem Iran und von überall zurückgekommen sind, sich dort versammelt haben und zu einer Nation wurden, eine Million gegeben hat.


236.   Ich dachte: "Dies ist meine Zeit." und befand mich bereits in Kairo in Ägypten, doch Er sprach: "Tue es jetzt nicht, die Stunde ist noch nicht da." Da kehrte ich heim.


237.   Oh, Moses und Elia geben den Ruf. Doch bis jetzt befinden wir uns noch im pfingstlichen Halljahr. Das Fest der Posaunen muß bekannt werden. Derjenige aus Maleachi 3, 23 steht nicht in Verbindung mit jenen dort. Nein, nicht im geringsten.


238.   Beachtet dieses hier! Der Dienst, der von Moses und Elia ausgeführt wird, ist dazu bestimmt, Israel von den jüdischen Traditionen, in die sie verstrickt sind, abzuwenden und sie aus ihnen heraus zum Versöhnungsfest, zu Christus, zu rufen, damit sie Christus erkennen. Weil es Propheten sind, werden sie ihnen glauben. Sie werden predigen: "ER kommt, Er wird hier sein." Die Juden werden sich versammeln, dann wird Er kommen und sagen: "Hier bin Ich."


239.   "Woher hast Du Deine Narben?"

"Die hat man Mir im Hause Meiner Freunde beigebracht."


240.   Denkt daran, die Braut aus den Heiden bekommt einen Propheten, der Elia genannt wird, um sie, die Braut, aus all ihren Überlieferungen herauszurufen. In der gleichen Weise werden die beiden Propheten die Juden aus dem Judentum zu Christus - der Versöhnung rufen. Die Heiden kennen die Versöhnung, doch die Braut muß in der Endzeit zu der ursprünglichen Versöhnung zurückgerufen werden, von der sie sich während der sieben Sabbate entfernt haben.


241.   Der siebente Botschafter an die Gemeinde und der Botschafter der siebenten Posaune sind beides Propheten. Das stimmt. Dazwischen liegen die 144.000. Die Siegel sollten den Heiden geöffnet werden. Sie mußten ihnen geöffnet werden, damit die Gemeinde aus den Heiden sichtbar wird. Däs ist alles, was wir wissen; nur darauf hören wir. Es ist bereits geschehen. Jetzt warten wir auf Jesus.


242.   Ihr sagt: "Bruder Branham, einen Moment bitte, ich glaube, daß noch dieses und jenes geschehen muß."


243.   Was war das letzte Zeichen, das Abraham sah, ehe das verheißene Zeichen - der verheißene Sohn kam? Wir als Braut sind der königliche Same Abrahams. Gott kam in Gestalt eines Menschen, der die Gedanken der Menschen unterscheiden konnte - es war ein Mann; nicht ein Dutzend, sondern ein Mann besuchte ihn. Ganz gleich, wie viele Nachahmungen es gab, es kam einer, der die Gedanken der Herzen offenbarte. Als nächstes wurden Abraham und Sara wieder zu einem jungen Mann und einer jungen Frau. Das wissen wir.


244.   Ich weiß, das könnt ihr nicht so recht fassen, doch ihr sollt das ganz sicher wissen. Ihr lest die Bibel nicht nur oberflächlich, sondern lest auch zwischen den Zeilen, um das Bild vollkommen zu sehen.


245.   Beachtet, Sara war eine alte Frau. Die Bibel sagt, daß ihr Mutterschoß verwelkt war. Stimmt das? Auch Abrahams Leib war erstorben. Stimmt das? Denkt daran, der Same Abrahams war tot. Vierzig Jahre später hatte er sieben Söhne von einer anderen Frau. Was tat Er? ER verwandelte ihre Leiber.


246.   Sie unternahmen eine dreihundert Meilen weite Reise nach Gerar. Das war eine sehr lange Reise für alte Leute. Sara dachte, sie könnten keine eheliche Gemeinschaft mehr haben, denn es war vielleicht schon zwanzig Jahre her, seit sie eheliche Beziehungen gehabt hatten. Sie sagte: "Sollte ich alte Frau und auch mein Eheherr wieder an Liebeslust denken wie junge Menschen?"

ER antwortete: "Ist etwa für Gott irgend etwas unmöglich?"


247.   Seht, was geschah. Direkt danach wurde sie wieder zu einer lieblichen jungen Frau. Dadurch zeigte und versinnbildlichte Er, was Er an dem königlichen Samen Abrahams tun wird, ehe der verheißene Sohn kommt. Sie wurde wieder jung. Dann zogen sie nach Gerar, und was geschah? Der König Abimelech verliebte sich in sie und sagte: "Sie ist anmutig und hübsch." Er wollte sie heiraten - die. alte Großmutter. Obwohl er doch all die vielen hübschen Mädchen dort hatte, wollte er die Oma. "Sie ist schön und anmutig anzusehen."


248.   Gott verwandelte ihren Leib und versetzte sie in diesen Zustand zurück. Es ist ein Geheimnis, das jetzt in dieser Zeit durch den Menschensohn in der Abendbotschaft geoffenbart werden soll. Was war das letzte Zeichen, das sie sahen? Es war die Unterscheidung, bevor die Verwandlung des Leibes stattfand. Was geschieht, ehe wir den Sohn empfangen können? "Die Posaune Gottes wird ertönen, dann werden die Toten in Christo zuerst auferstehen - in einem neuen Leib - und wir, die wir noch leben und übriggeblieben sind, werden in einem Augenblick verwandelt - Hallelujah! - und zusammen mit ihnen dem Herrn entgegen in die Luft entrückt werden." Das Geheimnis ist bekanntgeworden: die Siegel sind geöffnet. Die Posaune ertönt für Israel, und ihre beiden Propheten halten sich bereit aufzutreten. Was steht noch aus? Jetzt muß die Gemeinde weggenommen werden, damit sie auftreten können. ER befaßt sich nicht mit beiden zur gleichen Zeit. Das tat Er nie.


249.   O Bruder, gib genau acht! Sie mußte aus allen Denominationen und Überlieferungen herausgerufen werden. Wir sehen, daß die Gemeinde des Pfingstzeitalters nun am Ende angelangt ist. Die Braut muß Platz machen und hinaufgehen, damit die beiden Knechte Gottes, die beiden Propheten aus Offbg. 11 auftreten, in die siebente Posaune stoßen und ihnen Christus bekanntmachen können.


250.   Der siebente Engel, der Botschafter, sagt: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweggenommen hat", nicht: "Seht, meine Methodisten, meine Baptisten, meine Pfingstler", sondern: "das Wort, den Sohn Gottes, das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinwegnahm." Ein anderes Fundament gibt es nicht. Man fragt: "Wie lange wird es noch dauern?" Die Juden sind in ihrem Heimatland; die Braut ist herausgerufen. Alles, was Er in der Schrift verheißen hat, ist erfüllt. Wir sind bereit. Die Stunde ist da. (Bruder Branham singt.)


251.   Der Prophet sagte, daß zur Abendzeit Licht sein wird.

[Bruder Branham singt wieder.]


252.   Hier sind wir angekommen, wir sind am Ende! Das ist nicht irgendeine törichte Behauptung eines Menschen; das ist SO SPRICHT DER HERR.


253.   Laßt uns die Häupter neigen. Gnädiger Gott, Yahwe, Du Allmächtiger, als Du auf dem Berg Sinai mit Donnerstimme sprachst und die Menschen ausriefen: "Moses möge mit uns reden und nicht Gott, sonst müssen wir sterben", da sagtest Du, großer Yahwe: "Einen Propheten gleich dir werde Ich, will Ich ihnen erstehen lassen. ICH werde nicht mehr so zu ihnen sprechen." DU hast verheißen, was Du tun würdest, und hast es auch erfüllt. DU hast uns den Herrn Jesus geschenkt. ER ist das Wort; Du sagtest, daß Er es war:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und das Wort wurde Fleisch und nahm Seine Wohnung unter uns.


254.   Wir sehen, daß Er all das, was Er uns durch Seinen Propheten Johannes auf der Insel Patmos weissagen ließ, bis auf den Buchstaben erfüllt hat. Wir sehen, daß der Heilige Geist sich hier auf Erden unter uns kundtut. Wir sehen auch, daß die Denominationen Ihn, das Wort, aus der Gemeinde hinausgetan haben. Sie haben nichts gegen die Menschen; sie hassen das Wort, denn es ist gegen ihre Überlieferung; wie damals, als Du hier auf Erden warst. DU warst das Wort, und Du warst gegen ihre Oberlieferungen. Deshalb warfen sie Dich aus ihren Gemeinden hinaus.


255.   Und jetzt, Herr, gibt es nirgends mehr eine Zusammenarbeit. Ich habe versucht, nach Afrika hineinzukommen, denn ich weiß, daß dort noch Seelen sind, die warten. Es sieht aus, als nimmt man mich nirgends mehr auf, Herr. Es ist nicht um meinetwillen, Herr, es ist wegen dieser Botschaft. Doch Du hast gesagt, daß es so sein würde. DU hast es uns wissen lassen, damit wir nicht entmutigt sein sollten. Wir wissen, in welch einer Stunde wir leben.


256.   O Gott, diese Menschen saßen den ganzen Vormittag hier in diesem heißen Raum. Sie haben andächtig zugehört, und ich bin sicher, daß sie es jetzt sehen. Wenn nicht, dann offenbare es ihnen, Herr, weshalb Du mir nicht gestattet hast, über diese Posaunen zu sprechen. Ich erkenne, daß sie nichts mit uns zu tun haben, wie wir zum Beispiel anhand dessen, was in der sechsten Posaune geschah, sehen konnten. Wir haben das durch die Öffnung des sechsten Siegels gesehen. Vor zwei Wochen sah ich hier in einer Vision eine Vorschau der Braut und der Gemeinde. Ich habe es euch ja berichtet. So, wie Du es mir zeigtest, Herr, habe ich es erzählt. Hier befinden wir uns. Es mag später sein, als wir denken.


257.   O Vater, ich frage mich, ob heute morgen jemand hier ist, der nur einen Aberglauben, einen theologischen Einfluß oder das Wort eines Theologen, das ja im Gegensatz zum Wort Gottes ist, angenommen hat. Vielleicht haben sie Christus, den wirklichen Heiligen Geist noch nicht angenommen, und das Wort, wie es sich in dieser letzten Zeit erfüllt, ist ihnen noch nicht geoffenbart worden; sie sehen nur eine Oberlieferung, sie leben in einem Licht, das sie blind macht. Der größte Raub, der je auf der Welt geschah, fand in England statt. Es geschah durch ein trügerisches Licht. Der größte Raub, der je an Deiner Gemeinde verübt wurde, war, als sie das Licht der Denominationen annahmen und das echte Licht der Bibel, Christus, ablehnten.


258.   O Gott, sei barmherzig. Rette die Verlorenen, Herr. Ich bitte, verziehe noch ein wenig länger, o Jesus. Wir haben noch Angehörige. Nur noch eine kleine Weile. Bald wird sich der große Stein aus dem Berge lösen. Gewähre es, Herr. Wenn heute morgen jemand hier noch ohne Dich ist, mögen sie jetzt demütig kommen und Dich annehmen.


259.   Hebt eure Hand, während wir alle unsere Häupter gebeugt halten, und sagt: "Schließe mich mit ein, Bruder Branham." Wir haben keinen Platz für einen Altarruf, weil alles überfüllt ist. Gott segne euch! Sagt einfach: "Gedenke meiner." Gott segne dich. Gott segne dich. Gott segne euch. Hunderte von Händen sind erhoben.


260.   Gott und Vater, irgendwo ist ein kleiner Schatten. Nimm ihn hinweg, Herr. Sie saßen hier in diesem Raum; Satan mag ihre Augen in der Vergangenheit verblendet haben, doch ich bete, daß Du ihnen einen Wink gibst, wie Du es mit uns vor vielen Tagen getan hast. Jetzt rufst Du uns alle, damit wir sehend werden. Die Bibel sagt: "Sie sind blind und wissen es nicht. Doch Ich rate dir, daß du Augensalbe von Mir kaufst." O Gott, wende diese Salbe heute morgen an ihren Augen an, damit sie sehen, auch wenn es in Einfachheit und in einer Gruppe von einfachen, schlichten und ungebildeten Menschen ist. So war es ja auch am Anfang. Gewähre, Herr, daß sie es jetzt annehmen. Ich übergebe sie Dir in dem Namen Deines Sohnes Jesus.


261.   DU sagtest: "Wer Mein Wort hört, (und ich bin sicher, Herr, daß sie es gehört haben; nach meinem besten Wissen) und an den glaubt, der Mich gesandt hat (nicht mit einem gemachten Glauben, sondern wer wirklich glaubt, was das Wort sagt), hat ewiges Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern ist vom Tode zum Leben hinübergegangen." (Joh. 5, 24).


262.   Gib, daß sie von dieser Stunde an Dein sind, Herr. Sollte noch ein Zweifel in ihrem Sinn sein, so nimm ihn hinweg. Wenn Kranke in unserer Mitte sind - möge der große Heilige Geist an ihnen wirken, Herr. Ich weiß, daß Er hier auf der Plattform ist und die Gedanken offenbaren kann. Sie wissen alles darüber. Ich bitte, daß Du sie heilst, Herr, und all ihre Fragen beantwortest.


263.   Das Taufbecken steht für alle offen, die noch nicht auf den Namen Jesu Christi getauft wurden und dadurch den Namen des Bräutigams annahmen. Man nahm eine religiöse Formel in den Denominationen an. Niemand in der Bibel wurde je auf die Titel "Vater, Sohn und Heiliger Geist" getauft und besprengt. Diese Traditionen gehören zu den Kirchen dieses Zeitalters, zur antichristlichen Bewegung, dem Bildnis des Tieres. Niemand wurde bis zur Entstehung der katholischen Kirche in der Formel "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft. Die Bibel und die Kirchengeschichte danach berichtet, daß sie alle auf den Namen Jesus getauft wurden.


264.   Paulus sagte in Gal. 1, 8: "Auch wenn ein Engel vom Himmel kommt und ein anderes Evangelium predigt, der sei verflucht." Er hat in Apg. 19 denen, die auf die Taufe des Johannes (desjenigen, der Jesus taufte), getauft waren, geboten, sich noch einmal auf den Namen Jesus Christus taufen zu Tassen. Er sagte: "Laßt euch nicht einmal von einem Engel etwas anderes sagen."


265.   In den letzten Tagen wird ein Botschafter auftreten und die Menschen zur Erstlingsfrucht, zu dem ursprünglichen Glauben zurückbringen. Gewähre, Herr, daß dieser große Botschafter, der jetzt unter uns ist, der große Christus, der Heilige Geist, der uns das Wort lebendig und verständlich machte und es uns öffnete und offenbarte, sie zu dem ursprünglichen pfingstlichen Glauben zurückführt. Das, was Petrus zu Pfingsten sagte, nämlich: "Tut Buße und lasse sich ein jeglicher von euch auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen", war bis zur Entstehung der römischen Kirche zu Nizäa die Voraussetzung.


266.   O Gott, sei jetzt gnädig. Das Taufbecken ist vorbereitet. Die Herzen sind geöffnet. Komm hinein, Herr Jesus, wenn in dieser Stunde noch die Möglichkeit für sie besteht, hineinzugelangen, denn wir sind in den letzten Stunden angekommen. Ich hoffe und vertraue, daß es noch möglich ist. Und wir, die wir bereits drinnen sind, Herr, mögen wir uns jetzt prüfen, denn wir haben die Stimme Gottes, die durch Sein Wort sprach, gehört. Wir haben erkannt, in welcher Stunde wir leben. Gewähre es, Vater. Wir übergeben sie Dir im Namen Deines Sohnes Jesus.


267.   Laßt uns mit gebeugten Häuptern singen:

Leise und inniglich mahnet der Heiland,
ruft die Verlor'nen zum Heil,
steht vor der Türe der Herzens und wartet...