"DAS ELFTE GEBOT"

(Gott bringt Seine Liebe hervor)

 

gepredigt am 06.08 1957

in Edmonton, Alberta, Canada

von

 

Br. William Marrion Branham

 

 

"Vielen Dank, Bruder. Lasst uns für einen Moment unsere Häupter beugen zum Gebet. Unser gesegneter Himmlischer Vater! Wir kommen heute abend zu Dir als Deine glaubenden Kinder,- Dein Wort glaubend, dass, wenn Du verheißt, wenn wir etwas in Deinem Namen bitten, Du es gewähren wirst. Und wir sind so glücklich in unseren Herzen, weil wir gestern abend gesehen haben, dass Deine mächtige Kraft nicht nur die Kranken heilen kann, sondern das Herz eines Sünders zu einem Christen verwandelt. Es gibt glückliche Häuser und Heime heute, weil Du so etwas zu tun imstande bist! Vater, wir danken Dir dafür und bitten Dich, dass Du heute die Anzahl verdoppeln mögest. Magst Du jeden Sünder zum Altar ziehen und jede kranke Person heilen. Sprich bitte Dein Wort zu uns heute abend durch Deine schwachen Gefäße, - Worte des Lebens für diese Menschen hier! Magst Du unsere bescheidenen Bedürfnisse segnen und erfüllen,- das erbitten wir im Namen Jesu, Amen! Ihr mögt euch setzen. Wir haben einige Briefe hier oben heute abend, - da sind einige Taschentücher, über die ich beten darf, - das tue ich gewöhnlich Abend für Abend. Ich warte für gewöhnlich, bis die Salbung des Heiligen Geistes hier ist, dann fühlen wir definitiv Seine Kraft. Es ist keine Einbildung, denn wenn dem so wäre, dann hatte auch Paulus nur Einbildung. Die Bibel spricht über diese Dinge, und wir tun es ebenso, wie es die Schrift sagt. Viele Menschen salben die Taschentücher mit Öl, und wenn Gott Seinen Segen dafür gibt, spricht nichts dagegen. Aber wenn ihr es in der Bibel genau betrachtet, hat Paulus die Tücher nicht gesalbt, sondern er hat sie von seinem Leib oder seiner Kleidung genommen. Und ich glaube, dass Paulus sehr genau war in der richtigen Lehre. Ich denke, er hatte es von der Schunamitin übernommen, wo Elisa über dem kranken Baby betete, das gestorben war (2. Kön. 4). Elisa gab seinem Diener seinen Stab und bat ihn, diesen auf das Gesicht des Babys zu legen, denn er wusste, dass alles, was er berührte, gesegnet war, wenn die Frau es nur glauben konnte. Seht ihr,- Paulus musste es von dort übernommen haben.  Lasst uns einen Moment den Autor bitten Sein Wort zu segnen, bevor wir Sein Buch öffnen. Nun, Vater, dieses ist Dein Wort und wir öffnen jetzt die Seiten. Öffne uns das Verständnis dafür. In dem Namen von CHRISTUS bitten wir es. Amen.Ich möchte heute Abend über das Thema sprechen: "Wenn die Liebe hervorkommt, dann ergreift die Gnade die Initiative." Ich nehme meinen Text aus dem Johannesevangelium dem 3. Kapitel, dem 16. Vers.

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzig gezeugten Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.

 

Diese Schriftstelle befasst sich mit der Liebe, und wir wissen, daß es keine Macht, keine Lehre, keine Verordnung gibt, die der christlichen Liebe Gottes gleichkommt. Niemand kann die Liebe Gottes erklären, obwohl viele es versucht haben. Die Poeten und die Liederdichter haben versagt. Und wir als Prediger predigen die Liebe Gottes, aber wir können nicht Seine wunderbare Liebe völlig erklären.  Ein Schriftsteller schrieb über die Liebe Gottes folgendes: Wenn alle Ozeane Tinte wären, und die Himmel aus Pergament hergestellt wären, Und jeder Halm auf Erden ein Federkiel, und jeder Mensch ein Schriftsteller von Beruf, Wenn man über die Liebe Gottes schreiben wollte, dann würde es die Ozeane trocken legen, Und auch die Pergamentrolle könnte das Ganze nicht fassen, obgleich sie sich von einem Himmel zum andern Himmel erstrecken würde.  Ich habe öfters an den großen Dichter gedacht, der dieses geschrieben hat:

Solange ich im Glauben den Strom sah,
den deine fließenden Wunden verschafften,
ist die erlösende Liebe mein Prinzip gewesen,
und wird es sein bis ich sterbe. 

 

Ich glaube, wenn eine Sache in der großen universellen Gemeinde Gottes heute Abend benötigt wird, dann ist es Liebe. Wir benötigen nicht so sehr unsere Gaben und unsere Gemütsbewegungen, wie wir es meinen, obgleich sie wunderbar sind und wir preisen Gott dafür, daß wir sie haben, aber wenn diese Gaben nicht durch Liebe regiert werden, dann sind sie nicht wirksam. Liebe sollte das Heim regieren - ein Heim, das durch Liebe nicht an Disziplin gewöhnt ist, ist kein sonderlich gutes Heim. Wenn der Ehemann und die Ehefrau sich nicht würdevoll einander lieben, dann können sie kein Vertrauen zueinander haben. Denkt daran. Die Liebe ist die stärkste Macht in der Welt - und anstatt, daß unser Glaube auf irgendeiner Gemütsbewegung beruht, die in Ordnung ist oder auf irgendeiner Gabe, die in Ordnung ist, wie das Schreien oder Reden in Zungen und so weiter, sollten wir unsern Glauben auf der Liebe Gottes ruhen lassen. Wir müssen zu diesem Grundsatz zurückkommen - zuerst die Liebe, und dann diese anderen Dinge. Wenn wir dieses täten, würden unsere Gemeinden viel schneller Fortschritte machen, denn Gott ist die Liebe. Nun, die Liebe hat zwei verschiedene Bedeutungen, sie wird mit zwei verschiedenen Worten dargestellt. Im Griechischen wird die Liebe einmal "Phileo" genannt, das ist die natürliche Liebe, die ihr zu eurer Frau haben sollt. Aber die "Agapao" Liebe bedeutet göttliche Liebe - und diese zwei Arten von Liebe sind sehr gegensätzlich zueinander. Zum Beispiel, mit der Liebe, die ihr für eure Frau habt, wenn ein Mann sie beleidigen würde, dann würdet ihr ihn auf der Stelle töten. Das wäre phileo Liebe, aber mit der agapao Liebe oder göttlichen Liebe, würdet ihr für die verlorene Seele dieses Mannes beten. Das ist der Unterschied. Ich bin nahezu sicher, daß viele von uns, die die Phileo Liebe haben, getäuscht worden sind, indem sie glauben, es wäre die Agapao Liebe. Die phileo Liebe ist intellektuell, wohingegen die agapao Liebe aus dem Herzen kommt. Die menschliche Liebe oder die zärtliche Liebe kommt aus dem menschlichen Geist. Die Liebe Gottes kommt aus dem Herzen. Nun, die Phileo Liebe wird immer zweifeln und in Frage stellen, aber die Agapao Liebe wird immer ruhig und friedlich sein. Die menschliche Liebe stellt immer Überlegungen an, die göttliche Liebe tut es nie. Die göttliche Liebe ist vielleicht zuversichtlich und bringt Glauben hervor, wenn ihr wirklich mit der Liebe Gottes liebt. Viele, die heute Abend hier sind, könnten vielleicht sagen: "Hast du die Absicht nur diesen kleinen Vers der Schrift zu lesen und damit basta?" Oh, aber meine Freunde, da steckt genug in diesem kleinen Vers der Schrift, um euch in den Himmel zu schicken oder um euch für immer zur Hölle zu verdammen. Eure Haltung gegenüber dieser kleinen Schriftstelle wird euren ewigen Bestimmungsort besiegeln. c Wie klein die Schriftstelle auch ist, so gibt es viele kleine Dinge, die wir in diesem Leben tun mögen - aber Jesus hat gesagt, wenn ihr nur einen Becher kalten Wassers in meinem Namen gebt, werdet ihr belohnt werden. Ich bin so froh, daß ER die kleinen Dinge sieht, die wir tun. Die Liebe ist eine starke Macht, und wenn die Liebe hervorgebracht wird, und wenn sie zu dem Endpunkt ihrer Stärke kommt, dann wird die souveräne Gnade sie von dort her aufgreifen und wird die Sache, worum die Liebe gebeten hat, gewähren. Das ist der Grund, warum wir heute Abend einen Heiland haben. Gott hat so sehr die Welt geliebt, daß Seine Liebe, die für die Welt hervorkam, einen Heiland hervorbrachte. Gott wünschte es Sich so sehr euch gesund zu sehen, so daß Seine Liebe hervortrat, und sie hat eine Versöhnung, sowohl für eure Krankheit wie auch für eure Sünden, hervorgebracht. Es war die Liebe Gottes, die IHN zwang es zu tun. Nichts ist größer als die Liebe. Sie schafft Vertrauen, sie schafft Glauben, sie bringt Vergebung. Die Liebe hat keine Furcht, die Liebe treibt die Furcht aus. Ich habe eine große Menge Furcht unter den Christen festgestellt. Das ist nicht richtig und sollte nicht so sein. Die Furcht ist ein Mangel an Vertrauen, aber wenn ihr liebt und Vertrauen habt, werdet ihr die Furcht austreiben. Gott wünscht, daß ihr Liebe und Vertrauen zu IHM habt. Dieses wird eure Furcht austreiben und euch dazu bringen, daß ihr IHM mit einer größeren Liebe dient. Die Liebe hat aber nicht streng an den Buchstaben haltende Gesetze zur Grundlage, die wir einhalten müssen, die Liebe beruht auf dem gegenseitigen Glauben, auf dem Glauben an Gott, auf dem Vertrauen zu Gott, auf der Zuversicht zu Gott. Und ich will euch dieses sagen, meine Freunde, wenn die Liebe Gottes in euer Herz hineinkommt, dann werdet ihr nicht in verletzender Weise herumlaufen oder gekränkt sein. Wenn ihr Gott glaubt, IHM wirklich glaubt und mit IHM verheiratet werdet und den Dingen der Welt gegenüber absterbt, dann bringt Gott Seine Liebe hervor, und Seine Liebe macht euch zu dem, was ihr seid. Ich möchte euch ein persönliches Zeugnis über eine meiner Erfahrungen auf dem Gebiet der Liebe sagen. Mein Leben ist nicht mystisch, wie die Leute glauben, das ist es nicht. Es ist die Liebe, das ist die Hauptsache, es ist die Liebe zu Christus. Sagt nicht nur, daß ihr es tut, sondern liebt IHN aus eurem Herzen heraus. Ich habe gesehen, wie die grausamsten der Teufel besiegt wurden. Ich habe gesehen, wie wilde Tiere sich In der Gegenwart der Liebe Gottes auf den Boden warfen. Die Liebe vertreibt die Furcht. Einige von euch hier heute Abend erinnern sich vielleicht an die Nacht in Portland, im Staate Oregon, als jener Wahnsinnige mir gegenüber stand und mich anspie und verfluchte. Viele Pastoren flohen von der Plattform, sie fürchteten sich vor ihm. Es waren jene, die dachten, man sollte die Gesetzeshüter herbeirufen und man sollte ihn mit Gewalt festbinden und ihn wiederum in das Gefängnis wegführen. Anstatt diesen Mann zu hassen, liebte ich ihn. Ich dachte; "Dieser arme Mann will mich nicht verletzen - das ist der Teufel in dem Manne, er will mich verletzen. Dieser Mann hat wahrscheinlich eine Familie, die er liebt, er ißt gern und hat gern Umgang und ist gerne ein Bürger, aber es ist der Teufel in ihm, der dieses tut." Ich dachte: "Dieser arme Bruder!"  Er trat dicht an mich heran und sagte: "Ich werde dir zeigen, ob du ein Mann Gottes bist oder nicht!" Gut, ich sagte nichts, ich schaute ihn nur an. Alles war ruhig; dann sagte der Mann: "Du Schlange im Gras!" Ich sagte nichts, aber bedenkt dieses, ich fürchtete mich nicht, denn ich stand dort mit der Liebe Gottes und sah ihm ins Angesicht. Als er dann seine Faust erhob, um mich zu schlagen, sagte ich: Satan, komm heraus aus diesem Manne," und er drehte sich im Kreise herum und fiel hingestreckt auf meine Füße, die er auf den Boden drückte. Fürchtet euch nicht meine Freunde, liebt statt dessen. Nun denkt daran, der Teufel wird euch jeden Zoll Boden, den ihr beansprucht unter Beweis stellen lassen. Aber wenn ihr Gott liebt, dann ist keine Furcht zurückgeblieben, und ihr könnt auf dem stehen bleiben, was ihr glaubt und werdet nicht besiegt. Ich erinnere mich an folgendes, als ich im letzten Jahr in Mexiko war: Man berichtete, daß wir keinen Platz bekommen könnten, um die Menschenmenge unterzubringen, so daß all die Leute, die zu den Versammlungen kamen, sich auf freiem Felde versammeln mußten. Es waren keine Stühle da, auf denen man sitzen konnte. Sie lehnten sich gegeneinander an, um das Wort Gottes zu hören - jung und alt miteinander, und die wirklich Müden, die vielleicht den ganzen Tag gelaufen waren, um zur Versammlung zu kommen. Als ich sie dort in der Kälte stehen sah, dachte ich; "Wie müssen sie den Herrn lieben!" Wie werden sie am Tage des Gerichtes gegen die selbstgefälligen Kirchenmitglieder auftreten, die nicht einmal die Schwelle einer solchen Versammlung betreten würden. Als die Versammlung im Begriff war eines Nachts zu Ende zu gehen, fing es sehr stark an zu regnen, und wir waren alle völlig durchnäßt, als eine große Unruhe in der Menschenmenge stattzufinden begann. Mein Sohn Billy Paul kam zu mir und sagte: "Vati, dort unten in der Menschenmenge ist eine kleine Mutter - ihr Baby ist tot, und sie kämpft sich ihren Weg frei an den Platzanweisern vorbei, und schreit so tüchtig, um zu dir hin zu kommen, so daß keiner von uns sie festhalten kann."  Ich sagte: "Sage Bruder Moore, er solle gehen und für sie beten." Damit bahnte sich Bruder Moore seinen Weg zu der kleinen mexikanischen Frau in der Zuhörerschaft. Mittlerweile hatte sie sich aber schon vorgearbeitet. Als Br. Moore auf sie zuging, sah ich eine Vision, wie ein kleines Baby auferstand. Die kleine Mutter schaute mich an und schrie; "Padre, Padre!" Ich sagte; "Bring das kleine Baby hierher." Ich bemerkte, daß es regungslos unter der vom Regen durchnäßten Wolldecke lag. Sie sagte mir, daß es vor einigen Stunden gestorben wäre. Aber sie wollte es nicht den Ärzten oder dem Begräbnisbüro überlassen, sondern sie brachte es zu mir zum Gebet. Ich legte meine Hände über das kleine Baby und verrichtete ein einfaches Gebet zu Gott. Und Gott Ist mein Zeuge, das kleine Baby gab einen Quickser von sich und fing an, so tüchtig es konnte, mit den Füßen zu treten. Das alarmierte ganz Mexiko. Wenn die Liebe einer Mutter hervorkommt, dann übernimmt die Gnade Gottes die Initiative. Amen.  In der nächsten Nacht brachte man einen Mann mit runzligem Gesicht zu mir, der sehr alt war und seine Kleider waren so zerlumpt. Als er vor mir stand, nahm er eine Perlenschnur heraus, und fing an zu beten. Ich sagte; "Lege es beiseite, Bruder, du brauchst es jetzt nicht."  Oh, wie liebte ich jenen alten Mann, und er tat mir so leid - dann sah ich seine armen Füße, sie hatten keine Schuhe, und seine lange Hose war so zerlumpt. Während all dies gegen den Mann gerichtet war, so konnte ich eben nicht glauben, dass auch die Natur gegen ihn gerichtet sein würde. Aber er war stock-blind! Als ich darauf schaute, gab mein Herz einer großen Welle der Liebe und des Mitgefühls Raum und ich schrie zu Gott: "Jesus, bitte habe Gnade mit diesem alten blinden Vati. Wirst Du ihm helfen, Vater?" Danach hörte den Mann rufen "Glorie Adios!" und sein ganzes Augenlicht kam wieder. Was war es? Es war das Eingehen in die Gemeinschaft mit Seinem Leiden. Ihr müßt es tun!  Wenn ich jemals im Gebet für jemand Erfolg gehabt habe, dann war es dann, wenn ich in die Gemeinschaft mit ihnen hineinkommen konnte und mit ihren Schwachheiten und ihrem Zustand Mitgefühl hatte. Dann geht etwas in euch vor, das über den Verstand hinaus geht, und es betet das Gebet des Glaubens für den Kranken. Ihr müßt etwas für einen Menschen fühlen, ihr müßt ein Mitgefühl für ihn haben, ihr müßt mit ihm sein, bevor ihr ihm helfen könnt - dann kommt ihr gewissermaßen in ein tiefgreifendes Gefühl hinein - es ist die Liebe Gottes, die über die menschliche Liebe hinausgeht. Ich möchte euch noch etwas erzählen - ihr mögt mich einem Fanatiker danach gleichstellen, aber ich werde es euch irgendwie erzählen. Mein ganzer Dienst ist von der Liebe umhüllt worden. Wenn ich lieben kann oder Mitgefühl haben kann, mit dem, was auch immer vor mir ist, dann geschieht etwas! Als ich vor einigen Jahren ein Wildhüter war und draußen in den Wäldern und auf den Feldern war, um meiner Arbeit nachzugehen, da erinnerte ich mich, daß nicht weit von dem Ort, wo ich meine Runden machte, ein Freund war, der krank war, und mich nötig hatte. Ich dachte, ich sollte eben jetzt, wo ich so nahe war, zu diesem Freunde hingehen. Somit begann ich quer über ein Feld zu laufen, das eingezäunt worden war, weil ich wußte, daß dies die kürzeste Wegstrecke war. Somit legte ich mein Gewehr auf den Sitz des Lastwagens, schwang mich über den Zaun und lief querfeldein zu dem Hause meines Freundes hin. Als ich ungefähr zweihundert Ellen [etwa hundertdreiundachtzig Meter] oder so vom Zaun entfernt war, sah ich, wie ein großer schwarzer Bulle vor mir sichtbar wurde. Oh, woher kam er? Dann erinnerte ich mich, daß es ein Killerbulle war, der von der Farm Burks dorthin gebracht worden war. Nur vor wenigen Monaten hatte er einen Mann getötet, aber da er ein wirklich feiner Zuchtbulle war, hatte man ihn an diese Farm verkauft, und ich hatte vergessen, daß er hier war. Dort stand er, nur dreißig Ellen [etwa 27,5 Meter] von mir entfernt. Ich griff nach meinem Gewehr, aber es war nicht da. Es war auf dem Lastwagen, wo ich es zurückgelassen hatte. Oh, ich bin froh, daß ich es dort zurückließ, sonst hätte ich den Bullen getötet, und dann wäre ich hingegangen und hätte für ihn bezahlt. Er stampfte ein wenig den Boden und raste dann auf mich los. Ich wußte das der Zaun zu weit weg war, und alles, was in meiner Nähe war, war eine kleine verkümmerte Eiche, hinter der er gelegen hatte. Oh, was konnte ich tun? Es spielte keine Rolle, wohin ich mich wandte, er hatte mich - es bedeutete Tod!  Dann dachte ich an meinen Herrn, und in meinem Herzen sagte ich: "Ich werde so tapfer, wie ich kann, in den Tod gehen, im Vertrauen auf Jesus Christus. Als dieses kaum aus meinem Herzen hervorgekommen war, (bitte betrachtet dieses nicht als jugendlich unreif,) da geschah etwas. Oh, ich wünschte, es würde gerade jetzt geschehen! Es ist immer in diesen Fällen, "daß etwas" geschieht. Anstatt den Bullen zu hassen, empfand ich Mitgefühl mit ihm, ich liebte ihn, und ich fürchtete mich nicht mehr vor dem Tier. Es war dann so, als stünde ich vor euch Brüdern. Alle Furcht war gewichen und ich dachte; "Arme Kreatur. Ich bin in deinem Territorium - du bist ein Tier und du kennst keinerlei Unterschied - du verstehst nur, deine Rechte zu wahren." Dann sagte ich laut zu dem Bullen folgende Worte: Oh, Geschöpf Gottes, ich bin ein Knecht Gottes und auf meinem Wege, um für meinen kranken Bruder zu beten. Es tut mir leid, daß ich dich gestört habe, aber in Jesu Namen, geh und leg dich nieder." Somit warf er seine Hufe nach vorn in den Schmutz und stoppte. Ich stand dort eben so ruhig, wie ich jetzt bin. Jener große Killerbulle hatte seinen bevorstehenden Angriff, um mich zu töten, nur fünf Fuß [etwa 1,5 Meter] vor mir zum Stoppen gebracht. Er war so verdutzt, daß er hierhin und dorthin schaute. Dann wandte er sich um und ging vorüber und legte sich nieder, und ich ging in einem Abstand von fünf Fuß an ihm vorbei, und er bewegte sich nicht mehr. Oh, wenn die Liebe auf die Probe gestellt wird, wird sie jeden Feind besiegen und die Qual, die es auf der Erde gibt. Der Gott, der die Mäuler der Löwen in der Grube verschlossen hat, lebt heute noch, mein Bruder! Meine Frau, die hier irgendwo heute Abend ist, kam mir immer nach, wenn ich den Rasen mähte und dabei mein Hemd ausgezogen hatte. Ich habe ungefähr einen halben Acker Gras Land (etwa zweihundert Quadratmeter), wo ich wohne. Ein Stück Rasen vor dem Hause, wie auch dahinter. Als es mir beim Mähen zu warm in der strahlenden Sonne wurde, schlüpfte ich aus meinem Hemd heraus, während ich im Hintergarten war, und mähte mit äußerster Anstrengung. Wenn dann plötzlich ein Krankenanruf kam, lief ich in das Haus hinein. Ich wechselte die Hosen und die durchschwitzten Kleidungsstücke, und trat in wenigen Minuten wieder in einer ansehnlicheren Form auf. Gut, dies hörte nicht auf, so daß das vordere Rasenstück hoch gewachsen war, bevor ich mit dem hinteren Rasenstück zu Ende war, denn ich konnte nur ein paar Runden am Tag einschieben. An einem heißen Nachmittag war ich im Hintergarten, und niemand konnte mich sehen, so daß ich mein Hemd auszog und tüchtig und schnell mähte. Ich hatte vergessen, daß in der Ecke des Zaunes ein Hornissennest war, und ich stieß mit der Mähmaschine in dieses Nest hinein, und Freunde, Gott ist mein Richter, in einem Augenblick war ich ganz mit Hornissen bedeckt. Nun, ihr wißt, wie gefährlich der Stachel einer Hornisse ist, er kann euch töten. Und ich stand dort und hatte kein Hemd an. Da geschah etwas! Liebe, das ist es. Anstatt jene Hornissen zu hassen, dachte ich: "Arme kleine Geschöpfe Gottes, ich habe nichts gegen euch. Das ist euer Heim, und ich habe euch gestört." Dann sagte ich laut zu den Hornissen: "Es tut mir leid, daß ich vergaß, daß euer Heim dort war, und daß ich euch erschreckt und gestört habe - bitte, vergebt mir." Das klingt kindlich, aber ich denke, es ist besser, daß wir wie Kinder Gottes sind, als daß wir immer umherlaufen und wie Erwachsene handeln, indem wir die Dinge so sehr in unsere eigene Hand nehmen. Die Hornissen waren alle über mir, aber ich fürchtete mich nicht vor ihnen und ich sagte: "Kleine Geschöpfe, fliegt in euer Nest zurück, ich werde euch keinen Schaden zufügen." Und so wie Gott lebt, wirbelten diese Hornissen drei oder vier Mal um mich herum und flogen dann schnurstraks in ihr Nest zurück. Es war Liebe - oh, die Macht der Liebe, meine Freunde!  Ein anderes Mal, als die Liebe auftrat, um bei mir ein Mitgefühl für die Natur zu erwecken, war folgendes: Im letzten Sommer saß ich mit meinen guten Freunden Leo und Gene auf der Veranda, und lehrte ihnen das Wort Gottes. Wir hatten eine tiefgehende Unterweisung über das Thema "Mutterliebe". An jenem Morgen stand in der Zeitung eine Geschichte von einem schönen jungen Negermädchen, das ein uneheliches Kind geboren hatte, und sie hatte es mit zur Brücke genommen, die über den Ohiofluß geht, und hatte es in das Wasser hineinfallen lassen, während es in seine Wolldecke eingewickelt war. Der Taxichauffeur meldete es den Behörden, und sie stellten Nachforschungen an und fanden es dann. Wir hatten gerade diese Angelegenheit erörtert, daß die Frau gewiß keine Liebe hatte - sie war zwar ein weibliches Wesen, das ein Kind geboren hatte, aber sie war gewiß keine Mutter. Plötzlich sahen wir, wie ein Opossum den Fahrweg heraufkam. Es war durch die anderen Grundstücke hindurchgegangen, die keine Umzäunung hatten, und kam hierher zu dem Meinigen, das ganz umzäunt war. Und als ob es seinen Weg wußte, versuchte es nicht unter dem Zaun durchzukriechen, sondern kam den Fahrweg herauf, und schlug den Weg ein in Richtung auf meine vordere Veranda zu. Ich sagte zu den Jungen: "Es muß die Tollwut haben oder irgendetwas, denn die Opossum wandern nur in der Nacht- sie können während des Tages kaum sehen." Wir gingen zum Teil den Fahrweg hinunter, um ihm zu begegnen. Ich hob eine Gartenharke auf, die Bruder Woods vom Tage vorher zurückgelassen hatte, und legte sie sorgfältig über sie. Anstatt sich zu verstellen, wie sie es hätte tun sollen, begann sie an der Harke zu nagen. Dies überraschte mich, denn beim geringsten Anzeichen von Gefahr, werden sie immer die Rolle eines Opossums spielen - das ist die Herkunft dieses Ausdruckes. (Der amerikanische Ausdruck "Play 'possum" heißt wörtlich übersetzt: "Die Rolle eines Opossums spielen" und bedeutet soviel wie: "Sich verstellen"). Ich drehte sie herum auf ihren Rücken, und stellte fest, daß sie schlimm verletzt war - sie hatte ein gebrochenes Bein und eine Seite ihres Kopfes war eingedrückt worden und war angefüllt mit geronnenem Blut. Fliegen hatten Eier auf die Wunde gelegt, und es verursachte, daß sich Maden bildeten, und es roch wie stinkendes verfaultes Fleisch, das schlimm infiziert war. Während sie ein paar Augenblicke auf ihrem Rücken lag, öffnete sich der Beutel, indem sie ihre Jungen trug, infolge Schwäche - ihre Muskeln waren so müde und geschwächt, daß sie den Beutel nicht mehr länger geschlossen halten konnte. Neun kleine Babys waren dort, und sie nährte sie. Oh, denkt nur daran, nicht wahr! Mit ihrem vergehendem Atem und ihrer Kraft nährte sie ihre kleinen Babys, und versuchte sie zu beschützen. Ich sagte zu Leo und Gene: "Seht her, Jungens, hier ist eine wirkliche Mutter - sie gebraucht ihren letzten Atem, um für ihre Babys zu kämpfen, wohingegen jene farbige Frau das Ihrige in den Fluß warf. Hier ist die wirkliche echte Liebe einer Mutter für ihre Nachkommenschaft. Oh, mein Herz war gerührt! Dann versuchte sie eben sich wieder aufzurichten, so daß ich sie gehen ließ, und sie bewegte sich den Fahrweg hinauf, in Richtung auf mein Haus zu, wo wir standen und sie beobachteten. Dieses Opossum kam gerade bis zu meinen vorderen Treppenstufen und brach zusammen, sie machte keinen weiteren Schritt mehr. Wir gingen zu ihr hinüber, und in diesem Augenblick kamen Bruder und Schwester Woods herbei. Schwester Woods, die selbst eine Tierärztin ist sagte zu mir: "Es ist zu schlimm verletzt, um leben zu können, somit wirst du es töten müssen, Bruder Branham." "Oh", sagte ich, "ich kann nicht!" Und sie sagte; "Aber sie wird sterben und die Babies werden den Hungertod erleiden." Sie sagte: "Nimm eben die Babies und töte sie schnell." Sie versicherte mir, daß es besser sein würde, sie zu töten als sie leiden zu lassen. - aber oh, ich konnte das nicht tun. So sagte sie; "Gut, geh und hole ein Gewehr und erschieß das arme Wesen, Bruder Branham." Ich sagte; "Nein, ich glaube es nicht, Schwester Woods. Ich kann es eben nicht." Dann sagte sie: "Du bist doch ein Jäger, nicht wahr?" Und ich sagte; "Ja, aber ich bin kein Mörder." Somit sagte sie: "Gut, hole meinen Mann, damit er es dann tut." Aber ich sah nicht ganz ein, daß dieser Plan noch zur Ausführung kommen sollte, und so sagte ich; "Gut, laßt uns eine Weile lang warten." Der Tag schwand dahin, und an diesem Abend machte ich mit meiner Familie eine Fahrt. Als wir zurückkehrten, wollte ich nachsehen, ob das Opossum noch da war. Sie war noch da, jawohl, und war dem Tode näher als je zuvor. Ich wußte, daß wenn sie überhaupt irgendwelche Kraft gehabt hätte, sie aufgebrochen wäre, sobald es dunkel geworden war, denn sie wandern bei Nacht umher - aber sie lag dort, und ihre Babies versuchten immer noch die Brust zu nehmen. Oh, jenes arme, verwundete kleine Tier, das dort im Sterben lag, tat mir so leid. Frühzeitig am nächsten Morgen kam meine Tochter Rebecca zu mir - es war ungefähr sechs Uhr morgens, und ich war eben auf mein Studierzimmer gegangen, um über den Herrn nachzudenken. Sie sagte: "Vati, ich kann eben jene alte Opossummutter nicht aus meinem Sinn bekommen." Ich sagte: "Ich kann es auch nicht, Becky." Somit beschlossen wir, nach ihr Ausschau zu halten, und als wir dort am frühen Morgen um sie herumstanden, schien es mit ihr schlechter geworden zu sein als zuvor - ihr Atem war so langsam, daß man es kaum feststellen konnte. Becky fing an zu weinen, so daß wir hineingingen, und ich schickte sie wieder ins Bett. Ich kehrte zum Studierzimmer zurück und setzte mich nieder und dachte: "Oh Gott, wie muß jene arme Opossummutter leiden - wie muß sie diese Babies lieb haben. Ich hoffe nicht, daß ich dafür sorgen brauche, daß sie getötet wird." Und während ich dort saß, sagte etwas zu mir: "Du hast gestern über sie gepredigt, du hast sie für deinen Text gebraucht."  Ich sagte: "So ist es." "Du sagtest, sie wäre eine wirkliche Mutter." Ich sagte: "So ist es." "Aber Ich habe sie zu deiner Tür geschickt, und sie ist bei deiner Tür geblieben wie eine Dame, die vierundzwanzig Stunden lang darauf wartet, daß sie an die Reihe kommt, damit für sie gebetet wird, und du hast niemals ein Wort gesagt."  Ich sagte: "Gut, ich tat es nicht..." Ich sagte: "Zu wem spreche ich? Spreche ich zu mir selbst?" Ich sprang auf und ich dachte: "Oh, das bist Du, Gott?"  Ich beugte mein Haupt und schrie: "Oh gnädiger Gott, vergib Deinem einfachen Knecht, daß er es nicht wußte. Es tut mir leid, lieber Herr, daß ich so dumm bin und so mangelhaft in der Weisheit. Vergib mir, ich bitte darum, lieber Herr." Somit eilte ich zu der alten Opossummutter, und während ich neben ihr niederkniete, erhob ich mein Haupt zu Gott und betete für ihre Gesundung. Ich legte meine Hand auf ihren nahezu leblosen Körper und betete ehrfürchtig.  Als ich wieder auf meinen Füßen stand, begann das Leben von Neuem in ihren Körper hineinzukommen - sie sprang auf ihre Füße, sammelte ihre Babies ein, schaute mich an, als ob sie sagen wollte; "Ich danke dir, du freundlicher Herr," und lief dann über den Rasen zum Fahrweg hin davon. Sie ging den Fahrweg hinunter, machte dann eine Wendung, und lief schnurstraks die Straße hinunter, so wie sie gekommen war, und dann hinein in die Wälder! Wie freute ich mich, oh wie lobpreiste ich Gott! ER hatte ein armes, altes im Sterben liegendes Opossum zu meiner Tür hingeführt zum Gebet, und hatte es zum Leben auferweckt, ein Tier, das nicht einmal eine Seele hat, in der der Hellige Geist wohnen kann - doch Gott führte es mit Seiner mächtigen Hand. So weit ich weiß, lebt sie heute noch, und hat ihre kleine Familie aufgezogen. Wenn Gott durch Seinen Heiligen Geist mir ein armes sprachloses Opossum zuführen konnte zum Gebet, damit ihr Leben erhalten werde, wie viel mehr wert seit ihr dann als ein Opossum? Seid ihr nicht auch heute abend hierher gekommen zum Gebet, meine lieben Brüder? Gewiß, wenn Gott ein Opossum auferwecken konnte, dann kann ER auch euch auferwecken. Somit laßt uns nun über diese Schriftstelle eine Weile nachdenken. Vor einiger Zeit, ich glaube es war in Louisville in Kentucky, wurde mir von einem kleinen Jungen erzählt, der den Dachboden im Haus durchwühlte. Er drehte einige alte Zeitungen herum und kam zu einer kleinen Briefmarke die vielleicht anderthalb Zentimeter im Quadrat groß war. Es war eine sehr alte Briefmarke. Sehr schnell hatte der kleine Junge zwei Gedanken. Einer davon war der Laden mit der Eiscreme und der andere betraf den Briefmarkensammler an der Straße, welchen er sehr gut kannte. Er griff sich diese kleine, anderthalb Zentimeter große Briefmarke, es war nur ein Brief oder zwei die beschrieben waren und wegen des Alters war es sehr unleserlich. Dann ging er die Straße hinab und ging schnell zu dem Briefmarkensammler und fragte: "Wie viel geben sie mir für diese Briefmarke?" Der Sammler schaute sie unter einer Lupe an und erkannte, daß sie alt ist. Der kleine Bursche erwartete seine fünf Cent für ein Eis zu erhalten, aber der Briefmarkensammler entlohnte ihn mit einem Dollar. Oh, der kleine Bursche war hoch erfreut einen Dollar, für dieses kleine anderthalb Zentimeter große Papierstück zu bekommen. Der Briefmarkensammler verkaufte sie eine Woche später für 500 Dollar. Das letzte was ich über diese anderthalb Zentimeter große Briefmarke hörte war, daß sie eine Viertelmillion Dollar wert war. Wie klein die Schriftstelle auch ist, so gibt es viele kleine Dinge, die wir in diesem Leben tun mögen - aber Jesus hat gesagt, wenn ihr nur einen Becher kalten Wassers in meinem Namen gebt, werdet ihr belohnt werden. Ich bin so froh, daß ER die kleinen Dinge sieht, die wir tun. Es wurde einmal erzählt, daß der König Georg, der letzte König Georg von England, eine seiner Städte hier in Kanada besuchte. Alle Schulen entließen ihre Kinder um hinaus zu gehen und ihren König zu sehen, während dieser vorbei zog. Die Lehrerin der Schule gab jedem kleinem Kind eine Fahne um diese, in Ehrerbietung ihres Königs, zu schwenken. Wie sehr liebten sie es ihre Treue zu bekunden um ihrem König zu zeigen, daß sie Bürger seines großen Herrschaftsbereiches sind. Als der König in seinem Wagen vorbei fuhr, schwenkten all die kleinen Kinder ihre Fahnen und jubelten ihrem König zu, während dieser sich freundlich vor jedem einzelnen mit einem dankbaren Herzen verbeugte.  Als die ganze Straße sich wieder geleert hatte, ging die Lehrerin auf die Straße hinaus, weil es ein kleines, winziges Mädchen gab, welches noch vermißt wurde. Die Lehrerin ging durch die Straßen und rief ihren Namen und sie bemerkte eine kleine Gestalt die sich gegen einen Telegrafenmast lehnte und weinte. Sie lief zu dem kleinen Mädchen, umarmte sie wie ihre eigene Mutter es tun würde und fragte: "Liebling, warum weinst du?" Sie schaute sie an und ihre Tränen bahnten sich ihren Weg an ihren kleinen, dicken Wangen herab. Sie fragte: "Hast du dein Fähnchen nicht geschwenkt?" Sie antwortete: "Doch Frau Lehrerin, ich habe mein Fähnchen geschwenkt." Sie fragte: "Hat der König nicht gesehen... Hast du den König nicht gesehen?" Sie erwiderte: "Doch Frau Lehrerin, ich sah den König, aber ich bin so klein, daß der König mich nicht sehen konnte." Ich sehe das Licht jetzt zu einem Manne gehen, der ein Gallenblasenleiden hat. Mein Herr, dein Name ist Clarence, und du kommst von einem Ort, namens Grand Prairie. Das ist so, nicht wahr? Gut, dein Gallenblasenleiden hat aufgehört. Du kannst nach Hause gehen, und sei gesund. Amen. Ihr sagt: "Bruder Branham, du hast den Namen jenes Mannes genannt." Hat nicht Jesus Christus, als ER hier in einem fleischlichen Leibe war, dem Simon gesagt, daß sein Name Simon wäre, und daß der Name seines Vaters Jenas wäre, und daß er danach Petrus genannt werden würde? In Ordnung! ER ist immer noch derselbe. Amen.  Die Feuersäule ist jetzt über einer Frau, die an hohem Blutdruck leidet. Dein Name ist Frau Fishbrook, und du bist von dieser Stadt, und du wohnst in einer Straße, die den Namen 125ste Straße hat, deine Hausnummer ist 13104. Wenn das richtig ist, hebe deine Hand hoch. Gut, geh nach Hause, du bist geheilt, meine Dame. Jesus Christus macht dich gesund. Oh, ich fordere euch Leute auf zu glauben. Schaut auf Gott, und habt Leben, und glaubt! Das Licht kommt jetzt hier über dieser Frau in der vorderen Reihe herunter.  Fräulein Pharr - du hast ein Herzleiden, nicht wahr? Glaubst du, daß Gott dich gesund machen wird? Dein Vater neben dir hat ein seelisches Leiden. Du bist nicht von hier, du bist aus den Staaten, von einem Ort, der Hügel hat. Es ist Warren in Pennsylvania. Wenn das richtig ist, hebe deine Hand hoch. Ihr seid jetzt geheilt, ihr beide. Jesus Christus macht euch gesund. Amen.  Ich werde jetzt etwas tun. Alle, die in ihren Herzen kalt geworden sind, gegenüber dem Herrn Jesus Christus, alle, die heute Nacht vom Sieg weit entfernt sind, alle Sünder, kommt ihr jetzt zu Christus, der sich eben selbst vor euch bestätigt hat. Kommt jetzt zu dem Herrn Jesus, alle, die ihre Schuldflecken loswerden wollen... Christus ist hier! Kommt jetzt nach vorn, während ER hier ist. Werdet ihr es tun? Komm du sündiger Freund, du Abtrünniger, der du kalt, lauwarm, gleichgültig bist; kommt von den Balkons, wir geben euch diese günstige Gelegenheit, jetzt zukommen und diesen Herrn Jesus anzunehmen, der dem Tode den Stachel nimmt. Gewiß weiß ich, worüber ich rede. ER würde mich sonst diese Dinge nicht tun lassen, die beweisen, daß ER hier ist. Wollt ihr diese Schuldflecken verlieren? Kommt gerade jetzt herunter, ein jeder. Was ist mit euch Kanadiern los? Was ist los. Es ist eine gute Sache, konservativ zu sein, aber nicht all zu steif. Betrübt nicht den Geist, so daß ER sich von euch entfernt, und ihr werdet keine Erweckung haben. Hört auf mich. Ich spreche im Namen des Herrn! Löst diese Verstocktheit auf, und diese Steifheit, die unter euch ist; geht auf eure Knie; ihr wißt, daß ihr Buße nötig habt. Ich spreche im Namen Jesu Christi!  Wenn ihr eine Erweckung haben wollt, dann erwärmt eure Herzen für Gott. Ich bin ein Knecht Gottes, ein Prophet Gottes, und da sind jene unter euch heute Abend, die nötig haben, hier um den Altar herum zu sein. Ihr tut besser daran, mit Gott in Ordnung zu kommen, denn die Stunde ist im Kommen, wo ihr schreien werdet, um dieses zu finden, und ihr werdet es nicht finden. Das ist "SO SPRICHT DER HERR!" Das redet Gott. Findet euren Weg zu diesem Altar, ihr, die ihr gleichgültig seid - schämt euch! Wenn der Heilige Geist kommen wird und die Dinge tut, die ER gerade in der Mitte von euch tut, dann sitzt ihr hier, als ob ihr zu Tode erfroren seid! Kommt aus euren Sitzen heraus und begebt euch zum Altar. Tut Buße oder kommt um! Ich weiß nicht, warum ich dies sage, aber etwas redet zu mir, ich soll es sagen. Ich gebe euch eine Warnung, dies möge auch noch eure letzte sein! Tut Buße! Ich kümmere mich nicht darum, zu welcher Gemeinde ihr gehört - wenn ihr nicht Buße tut und die Liebe Gottes nicht in euren Herzen ist, dann seid ihr Sünder und auf dem Wege zur Hölle! Das ist "SO SPRICHT DER HERR." Derselbe Gott, der die Geister hier unterscheidet und ihnen ihren Zustand zeigt, redet gerade jetzt. Ich spreche im Namen Jesu Christi. Fliehet zum Altar, kommt schnell zu eurer Buße, bevor Gott die Seite vor euch umschlägt und ihr für immer verurteilt werdet! Das ist "SO SPRICHT DER HEILIGE GEIST," der jetzt in unserer Mitte ist!  Das ist barsch, aber ER ist es - ich kann es nur sprechen. Gott weiß, daß ich um gar nichts und nicht selbst von mir diese Dinge reden würde. Etwas ergriff mich und sagte, ich soll das sagen. Ich gehorche nur Gott. Während wir einen weiteren Vers von "Da ist ein Quell gefüllt mit Blut" singen, kommt lieber herbei. Oh, wie benötigt dieses Land einen Zerbruch, ihr müßt einen Zerbruch haben, bevor ihr wiederum umgestaltet werden könnt. Ihr seid, wie wenn ihr zur Kirche geht, solange ihr streng konservativ und steif diesbezüglich bleiben werdet. Ihr benötigt eine Buße, ihr benötigt eine altmodische Erfahrung mit der Liebe Gottes in eurem Herzen. Und denkt daran - meine Stimme wird euch verfolgen, solange, wie ihr sterblich seid! Das ist wahr! Ich spreche im Namen Jesu Christi. Amen. Laßt mich euch eine weitere Sache sagen: wenn ihr etwas gegen irgend jemand habt, dann bringt es lieber in Ordnung, gerade jetzt! Es schließt die Dunkelheit aus diesem Gebäude aus. "Mein Geist wird sich nicht immer um den Menschen bemühen!" Und ich würde mich wirklich aus meinem Sitz erheben und kommen, wenn mein Herz noch nicht für Gott warm geworden ist - ich würde meinen Weg zum Altar hin nehmen. Freunde, ich habe jahrelang nicht gesehen, daß so etwas geschieht. Ich hätte niemals so ein Gefühl wie dieses, das eben vor ein paar Augenblicken über mich kam. Als ich sah, daß es wie Finsternis aussah, die sich wellenförmig durch dieses Gebäude bewegte, ergriff mich etwas, und dies waren weder meine Worte, noch mein Wille, diese Worte zu sagen. Gott weiß, daß es die Wahrheit ist. Da ist etwas falsch, denkt eben daran. Hört zu. Freunde, ich bin weder einer, der Kompromisse macht, noch einer, der kraftlos ist. Ich sage die Wahrheit, und Gott bestätigt, daß ich die Wahrheit sage. Ihr werdet eben so "kirchlich", ihr laßt Christus weg! Ich bin so froh, daß ich sehe, wie ihr überführt werdet, und daß dieser Altar mit aufrichtigen Herzen angefüllt wird - es zeigt, daß Gott in Bewegung kommt.  Nun, wir alle miteinander, laßt uns beten und den Herrn anrufen, während ER uns erhören wird. Gott wird Edmonton eine Erweckung geben, wenn ihr gehorchen werdet... kommt, laßt uns den Herrn anrufen. Und denkt daran, daß wir eine Erweckung benötigen, und euer Blut klebt nicht an mir am Tage des Gerichtes. Ich spreche in Jesu Namen!  Möchtet ihr gerne eine weitere Pfingstnacht erleben? Es liegt an euch. Der Spender von Pfingsten ist hier - der Heilige Geist. Betet, ruft Gott an! Oh, ewiger Gott, ich komme im Namen Jesu Christi. Nun, der Teufel ist getadelt worden, die Krankheit ist geheilt worden, das Evangelium ist gepredigt worden, und die Kraft Gottes hat jede teuflische Macht aus diesem Ausstellungsgebäude entfernt. Oh Herr, reiße jede dazwischentretende Scheidewand nieder, reiße das System der Denominationen nieder, reiße die Wunschbilder dieser Art nieder, und laß den Heiligen Geist gerade jetzt in jedes Herz kommen, wie ein rauschender mächtiger Wind. Erfülle diese große zahlreiche Zuhörerschaft hier, mit der erleuchtenden Kraft des Heiligen Geistes, entflamme ein Feuer in jedem Herzen. Oh, ewiger Gott, der Du die Herzen der Menschen kennst, der Du Dich selbst als eine Feuerflamme offenbarst, vergib jede Sünde, nimm die Übertretungen hinweg, und mache diese Leute rein und weiß. Gewähre es, Herr.   Gesegnet sei der Name des Herrn. Erhebt eure Hände, ihr Leute, lobpreist IHN... lobpreist IHN!"