"DURST",

gepr. am 19.09.1965

in Tucson, Arizona, USA

von

Br. William Marrion Branham

 


001.   Guten Abend, Freunde. Es ist ein Vorrecht, heute abend hier zu sein. Dies ist das zweite mal, daß ich hier in der Grantway-Gemeinde bei meinem teuren Bruder Mack, seinen feinen Mitarbeitern und den Christen aus verschiedenen Gemeinden bin, die sich hier ebenfalls zusammen mit Bruder Lee Vayle eingefunden haben. Vorhin traf ich einen Bruder, der mit Bruder F. F. Bosworth sehr eng befreundet war. Er wußte noch gar nicht, daß Bruder Bosworth heimgegangen ist, um dem Herrn zu begegnen. Ich sagte: "Ich fühle mich, als sei ich dem Elisa begegnet, der dem Elia Wasser über die Hände gegossen hat." Sie waren im Ausland gewesen und wußten nicht, daß Bruder Bosworth gegangen war, dem Herrn zu begegnen. Er war vierundachtzig Jahre alt.


002.   Ich möchte alle im ganzen Land grüßen, die heute abend durch die Telefonübertragung zuhören; von Kalifornien bis New York, in Texas und den verschiedenen Teilen der Nation, bis hin nach Maine. Das System der Telefonübertragung, das wir bekommen haben, ist ein großer Segen. Von unserem guten Freund Bruder Pearry Green haben wir erfahren, daß jetzt auch die Möglichkeit besteht, die Übertragung nicht nur per Telefon, sondern auch über euren Fernsehapparat zu empfangen. Sie sind jetzt gerade damit beschäftigt.


003.   Schwester Mack, ich bin froh, dich heute abend wohlauf an der Orgel sitzen zu sehen. Ich sehe auch viele meiner Freunde aus Sierra Vista und Indiana. Viele, man könnte fast sagen die Hälfte, von der Kapelle aus Jeffersonville sind ebenfalls hier, ebenso Bruder Roberson.


004.   Meinem Freund Bruder Koontz, der mich wegen eines Krankheitsfalles angerufen hat, möchte ich sagen, daß ich dafür bete. Habe nur Glauben, Bruder Koontz. Sorge dich nicht. Es wird gut werden.


005.   Bruder Blair in Texas, wenn du heute abend zuhörst, mein Bruder, so denke daran: Gott, der dich das erste Mal hindurchgebracht hat, wird dich auch zum zweitenmal hindurchbringen. Wir glauben, daß Gott es dir schenkt. Nimm nicht die Lüge des Teufels über etwas hin. Denke einfach daran, daß Gott Gott ist und daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe bleibt. Wir lieben Ihn, wir glauben Ihm, und wir beten für dich.


006.   Für all unsere Freunde in Kalifornien, für Bruder Mercier in Arizona, für euch in Phoenix und an vielen anderen Orten, für Bruder Williams und euch alle, die ihr heute abend angeschlossen seid, auch für euch in Georgia, und wo immer es sein mag, sind wir dankbar. Wir sind für euch alle dankbar. Der Herr segne euch.


007.   Ich fühle mich heute abend in dieser feinen Gemeinde der Assemblies of God an der Grantway bei meinem Bruder Mack, meinem guten Freund, richtig willkommen. Gott hat Bruder Mack gesegnet. Ich erinnere mich daran, daß der Heilige Geist einmal, als ich in Kanada, in einer Gegend, die einem Dschungel glich, auf einem Pferd einen Weg entlang ritt, zu mir sprach, ich solle absteigen und für Bruder Mack beten. Zu der Zeit befand er sich in einer ernsten Lage, und der Herr heilte ihn. Dafür bin ich so dankbar und auch, daß wir heute abend hier mit ihm Zusammensein und den Herrn in dieser herrlichen Wahrheit anbeten können.


008.   Ein Mann, der auf der Plattform hinter mir sitzt, sagte: "Du kennst mich sicher nicht, doch du hast mich einmal als Anhalter mitgenommen." Ich wußte es nicht mehr; es war wohl in der Gegend von Boston oder Detroit, wo er als Anhalter stand.


009.   Ich sagte: "Ich versuche eigentlich immer, den Hilfsbedürftigen zu helfen, wenn ich kann."


010.   Heute abend sind wir alle hilfsbedürftig. Wir beten, daß Gott uns Seine Hand der Hilfe, des Segens, Seiner Gnade und Barmherzigkeit entgegenstreckt.


011.   Ich neige ja dazu, lange zu sprechen, doch ich werde versuchen, es heute abend nicht zu tun. Vorhin haben mich Leute aus Ohio angerufen. Mrs. Dauch und die Gruppe dort, Bruder McKinney und Bruder Brown sind ebenfalls an die Übertragung angeschlossen. Auch euch senden wir Grüße. In New York ist es schon spät; ich meine, es ist dort jetzt etwa 11:00 oder 12:00 Uhr. In den Gemeinden sind die Leute versammelt und haben auf diese Stunde gewartet, um den Gottesdienst mitzuhören. Wir sind dankbar für all diese guten Freunde.


012.   Ehe wir jetzt das Wort aufschlagen, wollen wir einen Augenblick zu dem Verfasser sprechen und unsere Häupter dazu neigen.


013.   Teurer himmlischer Vater, unsere Herzen gehen über voll Freude für das Vorrecht, daß wir heute abend am Leben und mit Deinem Volk hier versammelt sind - mit Menschen, von denen wir glauben, daß sie ewig leben. Wir besitzen jetzt schon das ewige Leben, denn Du gabst Deinen eingeborenen Sohn hin, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verlorengehen, sondern ewiges Leben haben. Während Seiner Pilgerreise hier auf Erden lehrte Er uns: "Wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen." Wir glauben an den eingeborenen Sohn Gottes. Wir danken Dir für diesen mächtigen Retter! Wir beten, daß Seine herrliche Gegenwart uns gemeinsam segnet, wenn wir heute abend Sein Wort lesen und darüber sprechen. Möge der Heilige Geist es in jedes Herz hineinlegen, wo immer die Menschen im ganzen Land versammelt sind.


014.   Segne die anderen Prediger, die ebenfalls auf dem Podium stehen. Wir bitten darum, Vater, daß Du die Grantway-Gemeinde, ihren Pastor, seine Frau, seine Kinder, die Diakone, die Schatzmeister und den Vorstand segnest. Vater, laß uns zusammen für das Reich Gottes arbeiten, während noch genügend Licht vorhanden ist, damit wir uns zurechtfinden, denn die Stunde kommt, in der niemand wirken kann. Vater, mögen wir die Zeit auskaufen, solange wir dieses Vorrecht haben. Gewähre uns das. Heile die Kranken und Leidenden im ganzen Land. Möge die Gegenwart Gottes heute abend an allen Ecken und Enden des Landes verspürt werden.


015.   Wir erkennen, daß das Gericht kommt. Große Spalten entstehen, die Nation wird erschüttert, an verschiedenen Orten finden Erdbeben statt. Wir sehen, daß sich gewaltige Ereignisse der Vergangenheit, aus Zeiten des Gerichts, von denen uns die Bibel berichtet, heute wiederholen. Die Weissagung lautet: "Wie es in den Tagen Noahs gewesen ist, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein. Wie es in den Tagen Lots zugegangen ist, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein." Wir sehen jetzt, wie es geschieht. Die Herzen der Menschen versagen; es herrschen Ratlosigkeit über die Zeit und Spannungen zwischen den Nationen. O Gott, wir wissen, daß wir in der Endzeit sind.


016.   Hilf uns, Herr, daß wir diese Botschaft in jede Ecke und in jeden Winkel tragen und zu jedem Kind, das Du zum Leben bestimmt hast. Schenke es, Herr. Wir bitten es im Namen Jesus. Amen. Herr, segne jetzt das Lesen Deines Wortes.


017.   Viele von euch schlagen die Bibelstellen auf, die ein Prediger vorliest. Ich möchte heute abend einige Verse aus Psalm 42 lesen und sie meinem Text zugrunde legen. Außerdem habe ich mir noch andere Schriftstellen notiert, auf die ich mich in den nächsten Minuten beziehen möchte, wenn wir über dieses Thema sprechen. Es ist ein Psalm von David. David hat viele Psalmen geschrieben.


018.   Während ihr ihn aufschlagt, möchte ich noch etwas sagen. Viele Menschen fragen: "Sind die Psalmen inspiriert?" Gewiß sind sie es. Natürlich.


019.   Alles, was in der Bibel steht, ist inspiriert. Ob es die Gesänge sind, ob es Geschichtliches ist oder was immer auch: es ist inspiriert. Jesus sagte: "Habt ihr nicht gelesen, was David im Psalm sagte?" Psalmen sind Gesänge, und wenn Gesänge von Gott inspiriert sind, wie ich es glaube, und wenn sie prophetisch sind, dann hoffe ich, auch an jenem Tag dabei zu sein, wenn dieses Lied sich erfüllt:

Es gibt eine Begegnung in der Luft...

Oh, zu dem Zeitpunkt möchte ich dort sein!


020.   Nun Psalm 42:

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, o Gott, nach Dir!
Meine Seele dürstet nach Gott,
dem lebendigen Gott:
wann werde ich dahin kommen,
daß ich Gottes Angesicht schaue?
Meine Tränen sind meine Speise
bei Tag und bei Nacht,
weil man den ganzen Tag zu mir sagt:
"Wo ist nun dein Gott?"


021.   Ich meine, David muß in Not gewesen sein, als er diesen Psalm schrieb. Gewöhnlich bringt erst die Not das Beste aus einem Menschen hervor. Es ist wirklich so, daß Gott sich sehr oft dann herabneigt, wenn wir fasten, um den Stand zu erreichen, daß wir uns selbst aus dem Weg räumen. Ich glaube, wenn David in eine solche Lage kam, begann er, über den Herrn nachzusinnen und über diese Dinge nachzudenken.


022.   Oftmals treibt Gott uns in die Enge, damit wir aufschauen müssen. Manchmal ist es sogar notwendig, daß wir ins Krankenhaus oder in ein anderes Bett auf unseren Rücken gelegt werden, damit wir dahin aufblicken können, von wo all die großen Segnungen Gottes kommen.


023.   Heute abend möchte ich über ein Wort sprechen, das wir in der Bibel, nämlich hier im zweiten Vers, finden: "dürsten". Es geht um das Wort Durst. Ich habe dieses Wort im Lexikon nachgesehen.


024.   Ich dachte über eine Predigt nach, die ich einmal gehalten habe. Sie hieß: Nach Leben dürsten. Auch sie nahm ich aus einem Psalm, nämlich dort, wo David sagt: "Deine Gnade ist besser als das Leben", so glaube ich.


025.   Dann sah ich das Wort "dürsten" und dachte darüber nach. Ich schlug im Lexikon nach, um zu sehen, was es bedeutet. Im "Webster" wird es als "ein schmerzhaftes Verlangen" erklärt, als etwas Qualvolles - wenn ihr so sehr nach etwas verlangt, daß es euch weh tut.


026.   Es ist nichts Unnatürliches, Durst zu haben. Durst ist eine natürliche Sache. Es ist etwas, das Gott uns gegeben hat, damit wir nach etwas verlangen können. Außerdem hat Gott euch auch so etwas wie einen "Kontrollturm" gegeben, der in euch ist und die verschiedenen Bedürfnisse steuert. Diesen "Kontrollturm", der sich im Herzen des Menschen befindet, hat Gott ihm gegeben, damit er ihm die Bedürfnisse für das anzeigt, was er braucht.


027.   Es gibt zwei verschiedene Arten von Durst. Das eine ist der körperliche Durst, das andere der geistliche Durst. Ich möchte noch einmal lesen, was David sagte:

Meine Seele dürstet nach Gott, dem lebendigen Gott...


028.   Nicht nach etwas Historischem, nicht nach etwas, das vor vielen Jahren geschah, nicht nach einer Geschichte, die jemand erzählte, sondern "nach dem lebendigen Gott" - einem Gott, der immer gegenwärtig ist. Seine Seele dürstete nach Gott, nicht nach etwas Historischem.


029.   Wir haben festgestellt, daß Gott euch den Kontrollturm gegeben hat, um euch die Dinge zukommen zu lassen, die ihr benötigt. Der "Kontrollturm" in euch steuert euch. Geistlich gesprochen dringt dieser Durst zu diesem Kontrollturm und läßt euch wissen, was ihr benötigt. Es gibt einen "Kontrollturm" für den Leib und einen für die Seele. Der "Kontrollturm" des Leibes sagt euch, was euer Körper benötigt. Der Durst zeigt es euch an. Auch die Seele hat einen Kontrollturm, der euch die geistlichen Dinge, das, was ihr in eurem Geist benötigt, zeigt. Daran könnt ihr feststellen, welch eine Art von Leben euch lenkt.


030.   An dem, wonach ihr verlangt, könnt ihr erkennen, von welch einer Art das in euch ist, was dieses Verlangen, das ihr habt, hervorbringt. Ihr dürstet nach etwas ganz Bestimmtem, und anhand dessen, wonach ihr dürstet, könnt ihr feststellen, was dieses Verlangen ist, das ihr in eurer Seele habt. Ich hoffe, ihr könnt das begreifen.


031.   Es gibt einen Kontrollturm für die Seele und einen für den Leib. Jeder von ihnen ist ein Warnrufer nach den jeweiligen Bedürfnissen. Jeder signalisiert das Bedürfnis und ruft nach dem, wonach man verlangt. Sie senden "Warnungswellen" aus.


032.   Wenn zum Beispiel der Körper dürstet, dann will er, daß das Verlangen des Leibes gestillt wird. Der Geist verlangt nach dem, wonach sich die Seele sehnt. Oftmals bekämpfen sie sich. Die große Not besteht heute darin, daß allzuviele Menschen versuchen, zwischen diesen beiden Verlangen zu leben. Das eine begehrt die irdischen, das andere die himmlischen Dinge.


033.   Paulus beschreibt es in Römer 7, 21, indem er sagt: "Wenn ich das Gute tun will, dann kommt das Böse zustande." Habt ihr das nicht auch schon erfahren, Christen? Wenn ihr etwas Nützliches tun wollt, wenn ihr euch bemüht, etwas Gutes zu tun, dann stellt ihr fest, daß der Teufel überall ist, um euch davon abzubringen und alles, was ihr tun wollt, zu vereiteln. Das ist etwas Gutes! Ich sage das, damit die Christen es wissen. Wenn ihr etwas zu tun beginnt und es will euch ständig etwas davon abbringen, dann tut es trotzdem. Es ist der Teufel, der versucht, euch davon abzuhalten, daß ihr das Rechte tut.


034.   Oft begegne ich Menschen, die schnell nervös werden. Wenn sie etwas tun wollen und feststellen, daß sie von allen Seiten daran gehindert werden, dann sagen sie: "Vielleicht ist es doch nicht der Wille des Herrn." Laßt euch vom Teufel nicht belügen.


035.   Findet als erstes heraus, ob es der Wille Gottes ist oder nicht. Wenn ihr erfahren wollt, ob es der Wille Gottes ist, dann schaut in die Bibel hinein. Das Wort Gottes gibt euch Klarheit. Ist es im Wort Gottes, dann tut es.


036.   So ist es zum Beispiel, wenn ihr die Taufe des Heiligen Geistes sucht. Oft treffe ich Menschen, die sagen: "Ich habe den Heiligen Geist gesucht und Ihn einfach nicht empfangen. Ich glaube, dieses Erlebnis ist nicht für mich. Jedesmal, wenn ich mich hinknie, wird mir schlecht. Beginne ich zu beten und zu fasten, werde ich krank. Wenn ich versuche, die ganze Nacht aufzubleiben, dann werde ich so schläfrig. Ich komme einfach nicht auf die Beine." Denkt daran: Das ist der Teufel, denn Gott will, daß ihr den Heiligen Geist empfangt. Es ist für jeden, der es möchte.


037.   Ohne Zweifel kann man auch oft feststellen, daß der Teufel den Zustand von jemandem, für den in einer Versammlung um göttliche Heilung gebetet worden ist, am nächsten Tag doppelt so verschlechtert hat, wie er am Tag davor war. Denkt daran: Das ist Satan, der euch von den Segnungen abhalten will, die Gott für euch bereitet hat. Hört nicht auf diesen Kerl. Dringt immer weiter vorwärts.


038.   Diese Erfahrung machte ich kürzlich, als ich nach Afrika reisen wollte. Wenn ich je eine Zeit hatte, in welcher der Teufel mich bedrängte, so war es, als ich das letzte Mal nach Afrika gehen wollte. Dort hatten wir dann die besten Versammlungen, die ich je in Übersee hatte. Ich glaube, während der kurzen Zeit, die mir neben der Jagd blieb, habe ich mehr erreicht als zu irgendeiner anderen Zeit. Ich hatte immer gedacht, daß die Gemeinden dort mich nicht haben wollten, dann aber stellte ich fest, wie es eigentlich war. Jemand hatte mir einen Brief geschrieben, daß ich bei der ganzen Vereinigung unerwünscht sei. Doch dann fand ich heraus, daß es sich nur um einen Mann handelte, der den Briefkopf einer Organisation benutzt und geschrieben hatte: "Wir wollen dich nicht hier haben." Er meinte aber sich selbst und seine Familie. Als ich dort hinkam, erfuhr ich, daß dieses "wir" nur ihn und seine Familie betraf und gar nicht die anderen. Jetzt hat sich für uns ein großes Feld aufgetan.


039.   Ihr seht, was es ist, wenn Paulus sagte: "Wenn ich das Gute tun, möchte, ist das Böse nahe."


040.   Wenn heute abend ein Neubekehrter hier in dieser Kapelle oder irgendwo anders im Land zum Altar kommt, dann wird die Mutter morgen böser sein als je zuvor; der Vater wird aufgeregt sein und auch die Schulkinder. Alles läuft verkehrt, weil Satan will, daß ihr wieder umschwenkt. Er versucht, euch von diesem Weg abzubringen. "Wenn ich das Gute tun möchte, dann ist immer das Böse nahe."


041.   Jetzt wollen wir uns mit dem Durst befassen und herausfinden, ob der Durst tatsächlich etwas Natürliches ist. Menschen haben zu mir gesagt: "Oh, ich hatte nie das Verlangen. Ich glaube, es ist nur für einige Menschen, daß sie Christ werden möchten." O nein, das stimmt nicht. Es ist tatsächlich etwas, das bei jedem Menschen zu finden ist. Das ist wirklich wahr. Als wir damals in dieses Land kamen, fanden wir hier die Indianer vor. Obwohl sie Heiden waren, beteten sie etwas an, z. B. die Sonne. In jedem Menschen ist etwas - ein natürlicher Durst -, das nach Gott schreit.


042.   Als ich vor kurzem in Mosambik war, fanden wir etwa 480 Meilen von der Zivilisation entfernt, tief im Dschungel in einem Ort mit ca. dreitausend Menschen, Eingeborene, die noch nie einen Weißen gesehen hatten. Ich sah ein Eingeborenenmädchen, das nichts anhatte. Alle dort sind spärlich bekleidet. Sie saß auf einem Baum. Ich verfolgte einen Löwen, als ich plötzlich das Weinen eines menschlichen Wesens hörte. Dort oben saß das Eingeborenenmädchen mit starrem Blick. Sie hielt ein Baby im Arm und fürchtete sich. Ihr einziger Schutz vor einem Löwen, Leoparden oder einem anderen Tier ist, auf einen Baum zu steigen. Sie hatte etwas von mir gesehen und gehört, daß es ein Mensch war, doch als sie mich richtig sah, war es ein Weißer! In ihrem ganzen Leben hatte sie noch keinen Weißen gesehen, deshalb war sie zu Tode erschrocken.


043.   Doch selbst diese Menschen in ihrem primitiven Dasein beten etwas an. Bevor wir einige zusammenriefen, gossen sie diese mehlhaltige Speise, von der sie sich ernähren, auf ein Blatt, klatschten in die Hände und riefen irgendeinen großen Geist an, von dem sie nicht einmal wissen, wo er ist, wie es Katholiken mit einem Heiligen oder einem Schutzpatron tun. Dieser sollte sie beschützen, damit sie nicht während der Zeit der Verfolgung dieses Löwen getötet würden.


044.   Seht, es ist etwas Natürliches. Es ist nichts Unnatürliches, nach Gott zu dürsten, sondern etwas ganz Normales. Das solltet ihr tun. Gott hat euch so geschaffen. Es gibt keine Supermenschen; es gibt nur gewöhnliche Menschen. Es ist nicht etwas Spezielles, das nur für einige Menschen ist.


045.   Man sagt: "Ich habe Menschen gesehen, die solch ein siegreiches Leben führen, daß sie ständig frohgemut sind und Gott preisen. Ich wünschte, so ginge es mir auch." Der Grund, weshalb du dich so fühlst, ist wegen des Durstes in dir. Es ist etwas ganz Natürliches. Jeder Mensch dürstet nach Gott.


046.   Zuerst werden wir uns mit dem natürlichen Durst befassen. Nehmen wir zum Beispiel den Durst nach Wasser, von dem David hier spricht, dem Dürsten nach Wasser. Wenn der Leib nach Wasser dürstet, dann benötigt er Wasser. Stillt man diesen Durst nicht, dann stirbt man. Ihr trocknet aus und sterbt. Wenn ihr kein Wasser bekommt, um den Durst des Körpers zu löschen, werdet ihr bald sterben. Ihr könnt nicht lange ohne Wasser leben. Man kann länger ohne Nahrung leben als ohne Wasser. Ihr könntet vermutlich vierzig Tage lang fasten, ohne Nahrung zu euch zu nehmen. Das hat Jesus auch getan. Doch solange könntet ihr es nicht ohne Wasser aushalten. Ihr würdet einfach vertrocknen und sterben. Man braucht Wasser. Wenn ihr Durst bekommt, zeigt es euch, daß der Körper etwas benötigt, um am Leben zu bleiben. Der Leib braucht Wasser, damit er am Leben bleibt. Ihr besteht ja zu fast 80 % aus Wasser und Mineralien. Ihr müßt diese Stoffe in euch aufnehmen, um am Leben zu bleiben. Wie ich bereits sagte, stirbt man, wenn man es nicht tut.


047.   Durst ist wie ein Alarm, wie ein Wecker. Die Seele hat ebenfalls einen "Wecker", einen Summer. Er ist in eurem Innern und sagt euch, daß der Tod in der Nähe lauert. Wenn ihr nicht recht bald Wasser bekommt, müßt ihr sterben. Er wird lauter und lauter. Wenn ihr ihn dann immer noch beiseite schiebt, werdet ihr sterben. Er ist wie ein Wecker.


048.   David beschreibt es hier in den Psalmen: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele nach Dir, o Gott!" Wie der Hirsch nach frischem Wasser lechzt!


049.   Ich habe oft darüber nachgedacht, wenn ich las, was David hier sagt. David war ein Mann des Waldes, ein Jäger. Natürlich hat er Wild gejagt, wie viele von uns es jetzt tun. Ein Hirsch gehört ja zum Wild.


050.   Habt ihr je gesehen, wie die wilden Hunde einen Hirsch erlegen? Wie die Koyoten, so haben auch sie einen Fang. Er kann das Tier direkt hinter dem Ohr packen und es mit seinem ganzen Gewicht hin und her zerren. Dann beißt er ihm die Kehle durch, und es hat keine Chance. In Afrika kommt es manchmal vor, daß der wilde Hund in die Flanke des Tieres beißt, wenn er den Hals verfehlt hat. Wenn dann der Hirsch stark und schnell genug ist, kann er den Hund abschütteln.


051.   Normalerweise ist das Wild viel schneller. Der Hund packt es nur, wenn es ihn nicht bemerkt hat, weil der Wind ungünstig steht, so daß es nicht wußte, daß ein Hund in der Nähe ist.


052.   Wenn es schnell reagiert, sobald der Hund es gepackt hat, dann kann es ihn abschütteln. Doch dabei reißt ihm der Hund mit seinem Maul ein Stück Fleisch aus der Flanke. Wenn er ihm die Zähne in den Hals schlägt, kann es manchmal vorkommen, daß er die Schlagader verfehlt. Wenn das Wild ihn dann abschütteln kann, wird er ebenfalls ein Stück aus seiner Kehle herausreißen, und es beginnt zu bluten.


053.   Der Hund wird dann den Hirsch mit Hilfe dieser Blutspur verfolgen. Mit dem Blut nimmt auch das Leben des Hirsches ab, denn das Blut ist ja der Lebensstrom im Körper. In dem Maße, wie es weniger wird, wird der Hirsch schwächer. Der Hund oder der Wolf ist ganz nah hinter dem Hirsch.


054.   Oh, wenn der Hirsch kein Wasser findet! Das Wasser hat etwas in sich, so daß die Wunde zu bluten aufhört, sobald er es trinkt. Wenn er aber kein Wasser findet, mit dem er sich abkühlen kann, dann fließt das Blut immer schneller heraus, denn weil er rennt, pumpt das Herz noch mehr. Doch wenn der Hirsch das Wasser erreicht, bleibt er am Leben.


055.   Hierin befindet sich eine große Lektion, wenn David sagt: "Wie der Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach Dir, o Gott."


056.   Der Hirsch weiß, daß er verloren ist, wenn er kein Wasser findet. Er kann einfach nicht leben. Ich habe ihre Spur oft verfolgt, wenn sie verwundet waren. Wenn er einen Wasserlauf erreicht, steigt er hinein, trinkt und läuft den Berg hinauf, kommt wieder herunter, steigt ins Wasser hinein, trinkt und läuft wieder hinauf. Solange er in der Nähe dieses Gewässers bleibt, kann man ihn nicht einholen, entfernt er sich jedoch davon und findet kein anderes, dann wird er sehr schnell wieder erwischt. Ein Hirsch weiß das, deshalb bleibt er in der Nähe des Wassers, damit er es schnell erreichen kann. Könnt ihr euch vorstellen, wie ein Hirsch, der irgendwo angegriffen wurde, wo kein Wasser ist, seine Nase erhoben hat?


057.   David sagte: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser ["lechzen" ist dasselbe wie dürsten], so schreit meine Seele, o Gott, nach Dir." - "Wenn ich Dich nicht finde, Herr, dann komme ich um. Ich kann nicht gehen, es sei denn, ich finde Dich." Wenn ein Mann oder eine Frau, ein Junge oder Mädchen solch einen Durst nach Gott bekommt, dann werden sie etwas finden.


058.   Kommen wir aber nur halbherzig und sagen: "Ich werde niederknien und sehen, was der Herr tut.", dann haben wir noch keinen richtigen Durst. Es muß ein Durst auf Leben und Tod sein, dann geschieht etwas.


059.   Der Hirsch hat noch einen anderen Sinn, einen Geruchssinn, der in ihm einen Alarm auslöst, sobald sich ihm ein Feind naht. Dieses niedere Geschöpf ist mit einem Sinn ausgestattet, damit es sich selbst schützen kann. Er hat eine Alarmanlage in sich, so daß er es mit seiner Nase wittert, wenn ein Feind in der Nähe ist. Auch wenn ihr in seine Nähe geratet, kann er euch wittern. Er weiß dann, daß ihr da seid, und schon ist er fort! Manchmal wittert er euch, einen Wolf oder irgendeine andere Gefahr bereits aus einer halben Meile Entfernung und läuft weg. Er spürt es, denn er ist so geschaffen. Das ist die Natur des Wildes. Dieser Sinn ist ihm von Gott gegeben worden, damit er die Gefahr spürt und am Leben bleibt.


060.   Ich dachte, daß ich den Hirsch mit einem Menschen vergleichen kann, der nach Gott dürstet. Ein Kind Gottes, das aus dem Geiste Gottes geboren und die Taufe des Heiligen Geistes empfangen hat, besitzt etwas, so daß es den Feind spürt, bevor er an es herankommt. Wenn jemand die Schrift nimmt, daraus vorliest und etwas in die Schrift hineinlesen will, was im Gegensatz zu ihr ist, dann spürt ein vom Geiste Gottes erfüllter Mensch sehr schnell, daß irgend etwas nicht stimmt. Wenn er dahin kommt und diesen bestimmten Sinn bekommt, der sein Leben schützt, dann darf er sich niemals nach etwas richten, was nicht genau mit dem Wort übereinstimmt, sondern er muß in völliger Übereinstimmung mit dem Wort bleiben. Mit diesem Sinn sind wir sicher, solange wir im Heiligen Geist bleiben.


061.   Ihr könnt zum Beispiel Markus 16 lesen. Ich lese also aus Markus 16: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben: in Meinem Namen werden sie Teufel austreiben, in neuen Zungen reden, werden Schlangen vertreiben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden."


062.   Dann findet sich jemand, der kommt und sagt: "Das galt für die apostolische Zeit." Wenn ihr den Heiligen Geist empfangen habt und mit diesem Sinn ausgestattet worden seid, dann wird er ganz schnell merken, daß etwas nicht stimmt. Sie versuchen es hinwegzuerklären; daß es für einen anderen Tag bestimmt sei und daß ihr diese Dinge heute nicht mehr benötigt. Doch Jesus sagte: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Ihr habt etwas in euch, einen "Summer", der einsetzt, so daß ihr erkennt, wenn es verkehrt und der Weg des Todes ist.


063.   Jesus sagte, daß unser Anteil aus dem Buch des Lebens genommen wird, wenn wir ein Wort hinzufügen oder ein Wort hinwegnehmen. Nicht eine Schriftstelle darf geändert werden. Wir müssen alles so nehmen, wie es geschrieben steht. Gott wacht über Sein Wort, um es zu erfüllen. Wir wissen, daß es richtig sein muß.


064.   Deshalb spielt es keine Rolle, was eine Kirchengemeinde oder sonst jemand sagt; wenn ihr aus dem Geiste Gottes geboren seid, werdet ihr zu einem Teil der Bibel. Gott gebot dem Propheten Hesekiel: "Nimm die Schriftrolle und esse sie." So wurden der Prophet und die Schriftrolle ein Teil voneinander. So ist es mit dem Gläubigen, wenn er den Heiligen Geist empfängt. Der Heilige Geist schrieb die Bibel, und der Geist Gottes ist das Wort Gottes. "Meine Worte sind Geist und Leben." "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Hebräer 13, 8 sagt: "ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Wenn ihr ein Teil des Wortes seid, dann kann ruhig etwas kommen, was im Gegensatz zum Worte Gottes ist: der "Summer" setzt ganz schnell ein, um euch zu warnen, daß der Tod naht. Wir sollten uns nie davon abwenden.


065.   Dieser Durst ist ganz natürlich. Er ist für den Christen natürlich; er ist für jeden Menschen natürlich.


066.   Es gibt auch einen Durst nach Erfolg. Viele Menschen trachten nach Bildung, um diesen Durst zu stillen. Wir haben ja gerade davon gehört, daß man die Universität eröffnet hat. Man geht dorthin; die Menschen bringen Tausende von Dollar auf, damit ihre Kinder Schulen, Universitäten und Fachschulen besuchen können und eine gute Ausbildung bekommen. "Um im Leben erfolgreich zu sein", so sagen sie. Ich habe nichts dagegen; es ist in Ordnung. Doch was mich betrifft, so könnte jemand alle Bildung der Welt besitzen und immer noch nicht den richtigen Erfolg gefunden haben. Das stimmt. Er wird euch nur vorübergehend die Dinge erleichtern, nämlich solange ihr hier seid. Doch wenn ihr sterbt, laßt ihr all das zurück; die gesamte Ordnung, die hier herrscht!


067.   Ich habe das auch neulich in Phoenix gesagt. Ich stand da und wiederholte den Satz: "Diese moderne Zivilisation, die gesamte Bildung, das ganze wissenschaftliche Programm steht ganz und gar im Gegensatz zum Wort und zum Willen Gottes." So ist es mit der Zivilisation. In der zukünftigen Welt wird es keine Zivilisation wie diese geben. Dies ist eine verkehrte Zivilisation. Gott hatte Seine erste Zivilisation auf Erden, als Er Sein Wort aussprach und jeder Same nach seiner Art hervorbrachte. In jener Zivilisation gab es keinen Tod, keine Krankheit, kein Leid. Jetzt nehmen wir aufgrund unserer Wissenschaft die Dinge aus der Erde, die dort hineingelegt wurden, um sie zusammenzuhalten, und machen daraus etwas Verdrehtes, das Tod bringt.


068.   So ist es zum Beispiel mit der Atombombe. Ich kenne die Formel für diese Dinge nicht und werde es vielleicht falsch sagen. Sie nehmen Uran, spalten es in Atome, und diese Atome spalten sie ebenfalls. Was für eine Wirkung hat das? Es vernichtet beinahe alles; es zerstört. So ist es mit allem, was wir tun.


069.   Nehmen wir die Medizin. Wir fügen diesen Wirkstoff mit einem anderen zusammen und nehmen es ein, um eine Krankheit damit zu heilen. Doch was tun wir gleichzeitig? Wir schädigen etwas anderes!


070.   Ich nehme an, daß ihr den Reader's Digest vom letzten Monat gelesen habt. Darin steht, daß in der Zeit, in der wir jetzt leben, junge Männer und Frauen schon mit zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren ihr mittleres Alter erreicht haben. Denkt nur: junge Mädchen kommen bereits mit 20, 22, 23 in die Wechseljahre! Wißt ihr, woher das kommt? Durch die hochgezüchtete Nahrung, die wir zu uns nehmen. Es kommt von der Nahrung und dem Leben, das wir führen. Das haben wir den Wissenschaftlern zu verdanken; ihr werdet dadurch getötet.


071.   In Afrika habe ich Männer gesehen, die in ihrem ganzen Leben noch kein Medikament eingenommen haben. Sie aßen Fleisch, das voller Maden war. Sie tranken aus einem Wasserloch, bei dem man meinte, es würde einen Ochsen töten. Ich schoß auf ein Ziel, das 200 Meter weit weg war und das ich mit einem 7x50 Glas nicht deutlich sehen konnte. Ein Mann in meinem Alter, der dabei stand, sah mit bloßem Auge, wo es getroffen worden war, und sagte es mir. Diese ganze moderne Kultur hat etwas angerichtet! Ich meine, wenn ich seine Augen und seinen Magen hätte, dann ginge es mir gut.


072.   Doch seht, das haben Wissenschaft, Bildung und Zivilisation zustande gebracht. Wir werden dadurch zerstört. Wir zerstören uns selbst. Es begann im Garten Eden und setzt sich bis in unsere Zeit hinein fort. Aber man dürstet nach Erfolg!

Außerdem dürsten wir nach Gemeinschaft. Wir sehnen uns nach Gemeinschaft.


073.   So ist es z. B. mit einem jungen Mann und einer jungen Frau. Es ist nichts Unnatürliches, wenn sich ein junger Mann und eine junge Frau lieben. Es ist ein Durst nach Liebe. Sie haben ein bestimmtes Alter erreicht und lieben sich. Das ist nichts Unnatürliches, sondern etwas ganz Natürliches.


074.   Es gibt viele Dinge, nach denen wir in diesem Leben, das wir in unserem natürlichen Leib führen, dürsten. Es ist etwas, das in uns hineingelegt worden ist. Wir möchten es, wir spüren, daß es absolut notwendig ist. Es ist notwendig, daß wir es tun.


075.   In dieser Zeit finden wir viele Frauen, die nach Schönheit dürsten. Es ist natürlich, wenn eine Frau danach verlangt, hübsch zu sein. Es ist eine Veranlagung, die Gott in sie hineingelegt hat. Gott hat ihr die Schönheit für ihren Gemahl gegeben. Wir stellen fest, daß die Frauen so sein möchten. Warum ist das so? Weil es etwas ist, was Gott ihr gegeben hat. Es ist nicht verkehrt, wenn Frauen hübsch sind. Sie sollten es sein.


076.   Ihr wißt, daß der Mensch das einzige Geschöpf ist, wo die Frau schöner ist als der Mann. Bei allen Tieren, ob man nun die Kuh und den Stier, das Reh und den Rehbock, die Henne und den Hahn, das Vogelweibchen oder das -männchen nimmt, ist immer das Männchen groß und schön. Doch bei den Menschen ist es umgekehrt. Hier ist die Frau schön, und sie begehrt danach, schön zu sein. Es zeigt, wo die Verdrehung einsetzte.


077.   Ich meine jetzt nicht die Art von Schönheit, die wir in der heutigen Zeit bei diesen seltsamen Kreaturen auf der Straße sehen. Nein, nein! Ich habe in meinem Leben noch keinen schrecklicheren Anblick gesehen. Das ist eine Verdrehung des wahren Durstes.


078.   Der wahre Durst, den eine Frau haben sollte, besteht darin, daß sie sich mit züchtiger Kleidung und einem Christus ähnlichen Geist schmückt (1. Tim. 2, 9). Danach sollte eine Frau dürsten, das zu sein. Wenn ihr hübsch sein wollt, dann ist ein Christus ähnlicher Geist und eine züchtige Kleidung genau das, was euch hübsch macht.


079.   Oh, wie manche Menschen heutzutage auf die Straße gehen! Ihr könnt einen Mann von einer Frau nicht mehr unterscheiden. Es ist ein schrecklicher Anblick! Nie habe ich so etwas Furchtbares bei Menschen gesehen. Es ist überhaupt nicht mehr menschlich! Sie haben die Augen bis hierhin bemalt. Ihr kennt ja diese Eidechsenaugen und diese eigenartige Kleidung. Sie sind völlig verunstaltet und sehen nicht einmal mehr wie ein Mensch aus. Die Jungen tragen das Haar lang und drehen es vorne mit den Lockenwicklern ihrer Schwestern ein. Es ist eine völlige Perversion. Das stimmt. Es kommt vom Satan, denn Satan ist der Verdreher.


080.   Als Gott den Garten Eden schuf, war alles lieblich. Dann kam Satan und verdrehte es. Satan kann nichts erschaffen. Es gibt nur einen Schöpfer, das ist Gott. Satan verdreht die Originalschöpfung. Er ist eingedrungen und hat den ursprünglich geschaffenen Durst verkehrt. Darüber möchte ich heute abend sprechen.


081.   Wie ich vorhin sagte, möchte eine Frau hübsch sein. Sie hat etwas Weibliches in sich und möchte auch so sein.


082.   Doch wenn man sie heute auf der Straße sieht, haben sie einen Haarschnitt wie ein Mann und tragen Männerkleidung; die Männer wiederum tragen Frauenkleidung und einen Frauenhaarschnitt. Das ganze ist eine Verdrehung. Eure Nahrung ist abartig, euer Leben ist verdreht, euer Durst ist widernatürlich, euer Verlangen ist widernatürlich. Es ist eine Zeit der Verdrehung!


083.   Vor nicht langer Zeit habe ich über Satans Eden gesprochen. Gott schuf in sechstausend Jahren ein vollkommenes Eden. Dann kam Satan, besprühte die Samen und deformierte sie. Jetzt hat er sechstausend Jahre zur Verfügung gehabt und sich sein eigenes wissenschaftliches Eden aufgerichtet, indem er wiederum das Richtige verkehrt hat.


084.   Dies ist das Zeitalter der Kreuzungen. Sogar die Gemeinden sind heute gekreuzt. Das stimmt. Sie kommen herein, gehen einfach zur Kirche. Es ist eine Loge anstatt eine Gemeinde. Eine Gemeinde ist eine Stätte, wo Menschen sich versammeln, um Gott im Geist und in der Wahrheit anzubeten. Heute jedoch sind es Logen. Wir gehen dorthin, schütteln einander die Hände, verbringen ein wenig Zeit dort in der Gemeinschaft, und im hinteren Teil des Gebäudes gibt es Kaffee. Dann gehen wir wieder nach Hause, bis zur nächsten Woche, und haben damit unsere religiöse Pflicht erfüllt.


085.   Es ist ein verdrehtes Zeitalter. Satan verdreht diesen Durst, den Gott in euch hineingelegt hat. Satan verdreht ihn. Wollt ihr wissen, wie diese verdrehten Dinge richtig wären?


086.   Wenn ihr Frauen schön sein wollt, dann richtet euch nach 1. Tim. 2, Vers 9. Kleidet euch züchtig, schmückt euch mit einem Christus ähnlichen, sanften Geist, seid euren Ehemännern untenan, usw. Euer Lebenswandel soll euer Schmuck sein.


087.   Durch die Lust nach der Sünde hat er das wahre Wesen und den wahren Durst des Leibes und der Seele, die von Gott gegeben wurden, verdreht. Die Sünde ist eine Verdrehung. Jetzt wollen wir herausfinden, was die Menschen heute als Verdrehung des Durstes nach Gott, des Durstes nach Schönheit usw. angenommen haben. Den Durst nach Wasser haben sie dazu verdreht, daß sie ihn durch Trunkenheit stillen wollen. Dasselbe ist mit dem Durst nach Freude - jeder möchte ja Freude haben -, dem Durst nach Gemeinschaft und dem Durst nach all den anderen herrlichen Dingen, den Gott in uns hineingelegt hat und der ein Durst nach Ihm ist. Gott hat uns dazu geschaffen, daß wir nach Ihm dürsten. Wir aber versuchen ihn mit anderen Dingen zu stillen, mit einer anderen Art, einer Verdrehung des wahren Durstes. Seht ihr, wie es im Natürlichen ist? Seht ihr, wie es im Geistlichen ist? Wir meinen, es genügt, wenn wir zu einer Kirchengemeinde gehören, und mehr brauchen wir nicht zu tun. Das ist vollkommen verkehrt.


088.   Gott will, daß ihr nach Ihm dürstet. "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, o Gott, nach Dir."


089.   Was wäre, wenn der Hirsch nach einem Wasserbach lechzt und ein anderer Hirsch käme vorbei und würde sagen: "Ich will dir sagen, was wir tun können. Ich kenne ein Schlammloch in der Nähe."? Der Hirsch würde das nicht wollen. Es bekäme ihm nicht.


090.   Genauso gibt es nichts, was den Durst in einem Menschen stillen kann, es sei denn, Gott kommt hinein. Das braucht er, sonst stirbt er. Niemand hat das Recht, diesen heiligen Durst in ihm mit den Dingen der Welt löschen oder stillen zu wollen! Nein! Es ist frevelhaft, das zu tun. Wenn ihr nach Gott dürstet, nützt es nichts, wenn ihr dem Prediger die Hand schüttelt und euren. Namen in das Mitgliedsbuch schreibt. Wenn ihr nach Gott dürstet, gibt es nur eines, was den Durst stillen kann, das ist: eine Begegnung mit Gott zu haben. Wenn ihr nach Gott dürstet, gibt es nur diese eine Möglichkeit, nämlich: Ihm zu begegnen.


091.   Doch auch darin gibt es noch eine große Gefahr, wenn ihr nicht achtgebt, was ihr zu der Zeit tut. Wenn ihr nach Gott dürstet, dann seid sicher, daß ihr Gott auch findet. Seid sicher, daß euer Durst gestillt wird. Wenn Satan imstande war, diesen natürlichen Appetit in euch zu verdrehen, dann wird er tun, was er nur kann, um euch mit etwas anderem zufriedenzustellen.


092.   Weshalb geht ein Mensch hin und betrinkt sich? Weil er Sorgen hat und innerlich aufgewühlt ist. Ihm fehlt etwas.


093.   Vor kurzem war ich zu einem Gespräch in der Mayo-Klinik. Während der Unterhaltung kamen wir auch auf das Trinken zu sprechen, und dabei erwähnte ich, daß mein Vater getrunken hat.


094.   Man fragte mich: "Weshalb hat er getrunken?"

Ich antwortete: "Das weiß ich nicht."

Dann erklärte man mir: "Irgend etwas stellte ihn nicht zufrieden, und er glaubte, es durch das Trinken vergessen zu können."


095.   Da begriff ich es. Es ist wirklich so, daß nur Gott diesen Durst zu stillen vermag. Gott allein ist es, der den Durst eines Menschen stillen kann, indem er Gott annimmt.


096.   Wie ich bereits sagte, nimmt Satan diese Dinge und verdreht sie. Wenn ihr diesem Durst nicht den rechten Platz in eurem Leben gebt und die Dinge nehmt, die Gott dazu bestimmt hat, um diesen Durst zu stillen, dann wird Satan euch zu seinen stagnierten Sumpflöchern dieser Welt führen. Ihr müßt es irgendwoher bekommen. Wenn ihr nichts zu essen hättet, würdet ihr aus einem Abfalleimer essen. Wenn ihr kein Wasser finden würdet und am Verdursten wärt, würdet ihr aus jeder Pfütze trinken, weil ihr sonst umkämt.


097.   Doch dazu besteht kein Anlaß, wenn ihr nach Gott dürstet, denn Gott ist ein lebendiger Gott, nicht etwas Historisches. "Meine Seele dürstet nach Dir, dem lebendigen Gott", der lebendiges Wasser gibt, der völlig zufriedenstellt.


098.   Es gibt noch einen anderen natürlichen Durst der Seele. Vielleicht fragt ihr: "Bruder Branham, ist der Durst der Seele etwas Natürliches?" Ja, es ist natürlich, daß die Seele dürstet. Gott hat euch so gemacht, daß ihr nach Ihm dürstet. ER möchte, daß ihr nach Ihm dürstet. So hat Gott euch gemacht. ER hätte euch nicht so zu schaffen brauchen, doch Er tat es. Wenn Er euch nicht so geschaffen hätte, daß ihr dürstet, dann hättet ihr am Tage des Gerichts eine Entschuldigung, und ihr könntet sagen: "Ich habe nie nach Gott gedürstet." Doch es gibt keine Entschuldigung für euch, denn ihr dürstet nach Ihm, und irgendwie versucht ihr diesen Durst zu stillen. Vielleicht versucht ihr es durch eure Frau, vielleicht durch euer Auto, vielleicht dadurch, daß ihr zur Kirche geht, oder durch irgend etwas anderes. Ich habe nichts dagegen, daß man zur Kirche geht, doch das ist es nicht, was euch zufriedenstellt. Ihr müßt Gott finden, den lebendigen Gott; der Gott des Himmels muß in eure Seele kommen, dann wird eure Sehnsucht und der Durst, den ihr jetzt habt, gestillt.


099.   ER hat euch so geschaffen, daß ihr nach Ihm, nach Gemeinschaft mit Ihm, dürsten könnt. Es gibt einen echten Durst nach Gemeinschaft. Wir kommen gerne zusammen. Das tun wir auch heute abend. Wir sind hier zusammen, weil wir gerne Gemeinschaft miteinander haben. Weshalb ist das so? Weil etwas in uns ist, daß wir einander treffen möchten. Das ist ganz natürlich. Wir kommen auf der gleichen Grundlage hier zusammen, nämlich, weil wir alle nach Gott dürsten. Wir sind aus einem gemeinsamen Grund zusammen und haben Gemeinschaft. Vielleicht sind heute abend in dieser Gemeinde viele aus verschiedenen Denominationen versammelt, die unterschiedliche Ansichten haben, doch wenn es um diesen Durst geht, haben wir alle eine gemeinsame Grundlage: wir alle dürsten. Einige glauben vielleicht an die Besprengung, die anderen an die Wassertaufe, wieder andere an das Begießen; doch was den Durst nach Gott betrifft, so haben wir eine gemeinsame Grundlage. Gott hat uns so geschaffen, damit wir nach Ihm und nach Seiner Gemeinschaft dürsten.


100.   Ich kann mich noch daran erinnern, als ich ein kleiner Junge war. Ich bin in einer sehr armen Familie aufgewachsen. Oft bin ich mit Freunden irgendwohin gegangen. Ich hatte keine Kleidung, die gut genug gewesen wäre, um einen vernünftigen Ort zu betreten. Ich weiß nicht wieso, aber ich mochte die Menschen einfach und ging gern mit ihnen. Doch ich war mehr oder weniger das, was man als "schwarzes Schaf" bezeichnet. Als ich gerettet wurde, fand ich das, wonach ich mich immer gesehnt hatte - einen Freund; jemand, der mein Kamerad sein wollte; jemand, dem ich vertrauen konnte; jemand, mit dem man sich hinsetzen und über seine Sorgen sprechen kann. Ich fand diese völlige, wahrhafte Zufriedenheit, als ich Jesus Christus fand. Dieser echte, wahre Zufriedensteller stillt diesen Durst vollkommen und gibt einem etwas, von dem man weiß, daß es durch nichts ersetzt werden kann.


101.   Wie sehr versucht Satan diese Zufriedenheit, nach der die Seele dürstet, zu verdrehen! Er will euch alles mögliche geben, um diesen Durst zu stillen. Er ist so verführerisch in dieser Zeit der Verdrehung. Dies ist eine verdrehte Welt, eine verdrehte Menschheit. Es sind verdrehte Menschen. Alles ist verdreht. Das ist ganz allmählich geschehen, bis es zu dem betrügerischsten Zeitalter wurde, in dem Menschen jemals gelebt haben. Es ist verführerischer, als je eines war.


102.   Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie betrügerisch die Nation sogar unseren eigenen Brüdern, dem amerikanischen Volk, gegenüber geworden ist.


103.   Vor einiger Zeit sprach ich über etwas, das mir auffiel, als ich einige Wochen zuvor im Wald war und eine Zigarettenschachtel gefunden hatte, auf der stand: "Der Filter eines denkenden Menschen." Ich ging weiter durch den Wald und kam dann zurück. Ich hatte es mir gemerkt: "Der Filter eines denkenden Menschen und der Geschmack eines rauchenden Menschen."


104.   Vor etwa zwei Jahren besuchte ich die Weltausstellung. Ihr erinnert euch, daß auch Yul Brynner und viele andere dort waren. Sie demonstrierten die Auswirkungen der Zigaretten. Sie nahmen den Rauch und strichen ihn auf ein Stück Marmor. Dann rieben sie mit einem Wattestäbchen darüber, nahmen das Nikotin auf und strichen es auf den Rücken einer Ratte. In sieben Tagen war sie so voller Krebs, daß sie nicht mehr auf ihren Füßen stehen konnte. Von einer Zigarette! Dann zeigten sie, was geschieht, wenn es in die menschliche Lunge kommt. Manche sagen: "Ich inhaliere nicht, ich lasse den Rauch im Mund." Es gelangt aber in den Speichel und damit in den Hals.


105.   Dieser Mann sagte: "Man hört soviel Gerede über einen Filter. Wenn ihr das Verlangen habt", das ist dasselbe wie Durst, "das Verlangen, eine Zigarette zu rauchen, dann befriedigt eine Zigarette ohne Filter dieses Verlangen für eine gewisse Zeit. Bei einer Filterzigarette sind vier dazu nötig, weil ihr nur ein Viertel soviel Nikotin aus einer Zigarette bekommt."


106.   Ich dachte: "Der Geschmack eines rauchenden Menschen?" Ohne Teer bekommt man keinen Rauch. Teer verursacht Krebs. Da habt ihr es: Es ist nur ein Trick. Ich denke an die Tabakfabriken in dieser Nation; sie leben von dieser Nation, und dann betrügen sie amerikanische Bürger mit solch einem Trick! Der Filter eines denkenden Menschen ist nur ein Trick, um mehr Zigaretten zu verkaufen.


107.   Dann dachte ich über diesen Werbespruch "Der Filter eines denkenden Menschen" nach und kam zu der Überzeugung: "Das ist eine gute Idee!" Es gibt den Filter eines denkenden Menschen, das ist diese Bibel. Ein denkender Mensch wird diesen Filter nehmen, und er wird den Geschmack eines gerechten Menschen hervorbringen.


108.   Durch die Seiten der Bibel könnt ihr keine Sünde "hindurchziehen". Sie hält sie auf und wirft sie hinaus. Ihr könnt zur Gemeinde gehen und alles mitmachen, aber die Bibel läßt euch nicht mit einer Sünde durch. Das tut sie nicht. Sie filtert jede Sünde heraus und gibt den Geschmack eines heiligen Menschen. Wenn ein Mensch denkt, heilig wie Gott und ein Sohn oder eine Tochter Gottes sein möchte, dann will er auch die rechte Art von Filter. ER hält jede Sünde auf der einen Seite der Bibel auf und läßt nur den Heiligen Geist hindurch, der die Bibel geschrieben hat. Es ist der Geschmack eines heiligen Menschen, diesen Filter eines denkenden Menschen zu haben.


109.   Wir stellen fest, wie betrügerisch heute alles ist. In Matth. 24, 24 sagte Jesus, daß die beiden Geister in den letzten Tagen so ähnlich sein werden, daß sogar die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Wie ähnlich! Was für eine Täuschung zwischen richtig und verkehrt haben wir heute!


110.   Nicht einmal in unserer Regierung, in unserer Politik haben wir einen Mann, den wir als unseren Politiker aufstellen könnten und der für das eintreten würde, was er als richtig ansieht. Wo ist unser Patrick Henry, George Washington und Abraham Lincoln von heute? Es ist so, wie unser Präsident sagte: "Wenn sie den Kommunismus wollen - was immer die Menschen wollen, können sie haben." Wenn das kein Mann ist, der seine Überzeugung nicht ausspricht, ein Mann, der nicht für seine Prinzipien eintritt, sondern nur den Weg des geringsten Widerstands wählt!


111.   Genau dahin ist es mit den Menschen in der Gemeinde gekommen. Sie wollen lediglich der Gemeinde beitreten und sagen: "Das ist es! Jetzt gehöre ich zur Gemeinde." Ihr versucht, diesen großen, heiligen Durst, den Gott in euch hineingelegt hat, diesen "Kontrollturm", der euch zum Richtigen hinlenken will, mit der Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, dem Aufsagen eines Glaubensbekenntnisses oder dergleichen zu stillen, obwohl er doch durch nichts anderes gestillt werden kann als durch die Gegenwart Gottes, mit der euer Leben erfüllt wird.


112.   Er kann nicht durch ein Glaubensbekenntnis gestillt werden. Die Bibel wird nie ein Glaubensbekenntnis hindurchlassen. Nein! Nicht einmal das sogenannte "apostolische Glaubensbekenntnis" wird hindurchdringen. Zeigt mir, wo in der Bibel ein "apostolisches Glaubensbekenntnis" steht, in dem es heißt: "Ich glaube an die heilige, römisch-katholische Kirche, ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen..." Sagt die Bibel nicht: "Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus"? Etwas anderes wird die Bibel nie hindurchlassen.


113.   Ihr werdet nie all die Tänze, den Twist, den Watusi, die Shorts und das, was die Menschen heute tun, durch das Wort Gottes ziehen können. Ihr werdet nie den modernen Trend der Zivilisation durch die Bibel ziehen. Sie ist dagegen. Ihr versucht, diesen Durst zu stillen, doch die Bibel wird nur den Geschmack eines gerechten Mannes oder einer gerechten Frau zufriedenstellen. Man verlacht den Heiligen Geist und sagt: "Du hast deinen Verstand verloren." Doch Er stillt die Sehnsucht, von der die Welt nichts weiß. Sie haben sich von der wahren Taufe des Heiligen Geistes und dem Wort Gottes ab- und den Schlammlöchern von Kirchen, Dogmen, Glaubensbekenntnissen und denominationellen Unterschieden usw., zugewandt.

Fragt man: "Bist du Christ?"


114.   Dann heißt es: "Ich bin Methodist.", "Ich bin Baptist.", "Ich bin Presbyterianer." Das bedeutet überhaupt nichts vor Gott. Diese Dinge könnt ihr nicht durch die Bibel Gottes ziehen. Ihr versucht nur, diesen heiligen Durst zu stillen, den Gott euch gegeben hat, um nach Ihm zu dürsten. Stimmt das?


115.   Ihr wißt, daß David hier sagt: "...nach dem lebendigen Gott." Es, steht geschrieben: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Also kann er solange nicht gestillt sein, bis dieses Wort, welches Gott ist, in euch lebendig wird. Dann erkennt ihr, wie Gott selbst die Verheißungen erfüllt, die Er in der Bibel gegeben hat.


116.   Die Bibel wird verschieden ausgelegt. Eine Kirche deutet es so, die nächste so und wieder eine andere so. Manche nehmen nur ein wenig davon, manche nehmen hier etwas und dort etwas. Doch Gott ist Sein eigener Ausleger. Wenn Er eine Verheißung, die Er gegeben hat, erfüllt, dann ist es die Auslegung davon.


117.   Wenn ich euch versprochen habe, heute abend hier zu sein, und ich bin hier, dann ist das doch die Erfüllung meines Versprechens. Wenn ich sage, daß ich morgen früh zu euch komme, und ich komme wirklich, so habe ich mein Versprechen gehalten. Ich darf dann keine Entschuldigungen vorbringen, sondern ich muß kommen.


118.   Wenn nun Gott eine Verheißung gibt und dann kommt und diese Verheißung erfüllt, dann ist das die Auslegung der Verheißung. Ich fordere jeden heraus, Gott bei Seinem Wort zu nehmen und zu sehen, ob nicht jedes Wort der Bibel die Wahrheit ist. Das stimmt. Das ist doch der Durst in uns.


119.   Ihr sagt: "Wenn ich in den Tagen Jesu gelebt hätte, hätte ich das und das getan."


120.   Ihr lebt doch in Seinen Tagen! Was tun wir damit? Was tun wir? Ihr fragt: "Was?" Vielleicht habt ihr dasselbe getan wie die Pharisäer. Sie gehörten zur Kirche und lehnten Jesus Christus ab.


121.   Heute hören wir immer wieder Menschen sagen: "Wir müssen jede Seite der Bibel mit der anderen und jede Schriftstelle mit der anderen vergleichen." Das stimmt nicht. Nein, das ist nicht richtig. "Dieses griechische Wort bedeutet dies, und dieses bedeutet das." Schon damals, im Konzil zu Nizäa hatte man verschiedene Ansichten darüber, was die griechischen Schreiber meinten. Der eine glaubte, daß dieser griechische Gelehrte es so gemeint hat; der andere behauptete, daß jener es so gemeint hat. Sie stritten darüber. Wir brauchen keine Auslegung griechischer Worte oder griechischer Gelehrter.


122.   IHN zu erkennen ist Leben - die Person, Christus selbst; nicht indem man vergleicht. Es ist eine Offenbarung, auf der Er Seine Gemeinde erbaut hat. Wir müssen auf derselben Offenbarung weiterbauen. Die Bibel sagt: "Durch Glauben hat Abel..." Glaube ist eine göttliche Offenbarung. Der Glaube ist eine göttliche Offenbarung. Dann ist das Ganze auf Offenbarung gegründet. Oh, wenn euch dies nicht geoffenbart wird! Jesus sagte: "ICH preise Dich, Vater, daß Du dies vor den Weisen und Klugen dieser Welt verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast." Das Ganze ist darauf gebaut, daß ihr die Person erkennen müßt.


123.   Ihr könnt das Verlangen nicht stillen, indem ihr einer Gemeinde beitretet. Ihr müßt die Person finden - Gott selbst, der das Wort ist, und wie Er die Verheißungen, die Er gegeben hat, heute auslegt. Das Volk, das Er in diesem Tag haben soll, die Gemeinde ohne Flecken und ohne Runzeln, ist keine Denomination. Es sind einzelne ohne Flecken und Runzeln. "Zwei werden auf einem Bett liegen: der eine wird angenommen, der andere zurückgelassen werden. Zwei werden auf dem Felde sein: einer wird angenommen, der andere zurückgelassen werden." Doch wenn Gott diesen heiligen Durst, Ihm gleich zu sein, in euch hineingelegt hat, und ihr erkennt, daß Sein Wort in euch ist, sich bestätigt und daß ihr ein Knecht Gottes seid, und ihr kommt allem nach, was Gott sagt, dann durchlauft ihr den richtigen Prozeß, damit dieser heilige Durst in euch gestillt wird.


124.   Natürlich werden euch die Leute verlachen und sagen: "Du hast den Verstand verloren; du bist verrückt geworden." Doch denkt daran: sie trinken. Seht, wo sie sind. Könntet ihr euch vorstellen, daß ein artesischer Brunnen gutes Wasser hervorsprudeln läßt und daß jemand, der von einem Wasserloch trinkt, in dem tote Kaulquappen, Glaubensbekenntnisse und alles mögliche, liegen, zu euch hinblickt und sich über euch lustig macht? Er weiß nicht, an was für einem durstlöschenden Strom ihr lebt! Das stimmt.


125.   Wir haben einen lebendigen Gott; nicht einen, der vor gut 1.900 Jahren starb und im Grabe blieb, sondern einen, der auferstanden ist. Hebr. 13, 8 sagt, daß Er derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Derselbe Heilige Geist, der am Pfingsttage fiel, ist jetzt hier. ER ist der zufriedenstellende Teil, denn Er ist das Wort. Der Heilige Geist schrieb das Wort, und Er legt das Wort aus. Die Bibel sagt in 2. Petr., daß der Heilige Geist die Bibel geschrieben hat: "Vom Heiligen Geist getrieben, haben Menschen die Bibel geschrieben."


126.   Ihr könnt diesen heiligen Durst mit nichts Geringerem als mit Gott stillen, der in der Person des Heiligen Geistes in euch lebt. Anders geht es nicht. Bildung, Kultur, die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, das Aufsagen von Glaubensbekenntnissen, der Beitritt zu einer Gemeinschaft - all diese Dinge sind gut, doch sie werden diesen heiligen Durst keinesfalls stillen.


127.   Neulich, an einem Abend, hörte ich Billy Graham, den großen Evangelisten. Ich sage euch, nachdem ich sah, wie er ihnen das, was sie tun, vorgehalten hat, bete ich jetzt noch mehr für ihn wie je zuvor! Er sagte: "Die Geistlichen gehen mit ihrem umgedrehten Kragen die Straße entlang, begeben sich dahin, wo sie nichts zu suchen haben, und stecken ihre Nase überall hinein." Doch auf ihrem Weg klatschten sie in die Hände und trampelten mit den Füßen. Sie sehen aus wie Gottlose! Doch seht, sie haben etwas empfangen, nämlich das, was sie glaubten. Sie hatten etwas, das ihre Seele stimulierte. Sie hatten etwas, über das sie außer sich waren. Eine Frau ging hin und steckte ihren Kopf in irgend etwas hinein. Sie machten eine Märtyrerin aus ihr, doch sie hatte überhaupt keine Veranlassung, sich einzumischen. Diese Männer hatten etwas, worüber sie in die Hände klatschen konnten. Sie waren glücklich; sie taten etwas.


128.   Wenn ihr das um eines Prinzips willen tun würdet, das ihr für richtig anseht; wenn jemand in einer Gemeinde aufstehen, in die Hände klatschen oder mit den Füßen trampeln würde, dann würde ihn der Diakon zur Tür hinausführen. Sie haben ihre Menschen zu einem schmutzigen Schlammloch von Glaubensbekenntnissen und Denominationen geführt, anstatt sie mit dem gesegneten, heiligen Wort Gottes zu speisen, das in der Kraft der Auferstehung Jesu Christi verkündigt wird.


129.   Seht, sie versuchen, ihren Durst dadurch zu stillen, indem sie sagen: "Ich bin Doktor Soundso.", oder daß sie aus einem bestimmten Seminar oder einer bestimmten Schule kommen. Doch das hat überhaupt nichts zu bedeuten. Aber sie versuchen sich selbst zufriedenzustellen, indem sie sagen: "Gott wird mich anerkennen, denn ich bin Sein Pastor." "Gott wird mich anerkennen, denn ich bin der Heilige Vater Soundso", oder "Bischof Soundso", oder etwas dergleichen. Sie versuchen ihren Durst dort zu stillen, wo es nicht möglich ist. Es heißt: "Ich bin ein Doktor der Theologie." "Ich bin dies." Das ist in Ordnung. Doch für mich bedeutet es nur, daß ihr um soviel weiter von Gott entfernt seid. Ihr entfernt euch immer weiter von Gott.


130.   Gott lernt ihr nur durch ein Erlebnis kennen. Es kann nicht in euch hineingeschult werden. Es wird in euch hineingeboren. Es ist etwas, das Gott euch gibt. Bildung hat nichts damit zu tun. Einer der größten Männer der Bibel konnte nicht einmal seinen Namen schreiben: Petrus. Das stimmt. Von ihm und Johannes sagt die Bibel: "...daß es Menschen ohne Schulung und ohne gelehrte Bildung waren." (Apg. 4, 13). Doch es hat Jesus gefallen, ihm die Schlüssel des Himmelreiches zu geben, denn er dürstete nach Gott. Amen. Er dürstete nach der Gemeinschaft mit Gott. Jawohl!


131.   Ich denke an Jesaja, diesen netten jungen Mann. Eines Tages war er im Tempel.


132.   Er schaute zu dem mächtigen König auf und hielt ihn für den Größten. Er war wirklich mächtig. Er wurde von guten Eltern erzogen, hatte eine gute Mutter und einen guten Vater. Am Anfang seiner Regierung war seine Politik anständig. Er brachte die Dinge mit Gott in Ordnung. Jesaja sah zu ihm auf. Er hielt ihn für einen großartigen Mann und nahm ihn sich zum Vorbild. Nehmt ihr euch niemals einen Menschen zum Vorbild; nur den Menschen Jesus Christus. Jeder Mensch wird versagen. Nach einiger Zeit tat er etwas: Obwohl er König war, wollte er die Aufgabe eines Priesters übernehmen, ging in den Tempel und wurde mit Aussatz geschlagen.


133.   Jesaja war sehr beunruhigt, deshalb ging er in den Tempel, um zu beten. Er hatte nur vor, dorthin zu gehen und eine Weile zu beten. Seht, dieser Mann war ein Prophet. Doch als er in den Tempel ging, war er lediglich ein junger Mann, der zu Gott schrie. Da wurde ihm eine Vision zuteil. Er sah Engel, Cherube, die mit zwei Flügeln ihr Antlitz, mit zweien ihre Beine bedeckten und mit zwei Flügeln flogen. Sie flogen im Tempel hin und her und riefen aus: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen!" - der allmächtige Gott.


134.   Jesaja, der solch einen Durst hatte, war vielleicht geschult. Womöglich hatte er eine gute Bildung, eine herrliche Vorstellung darüber, wie Gott war. Er hatte den Priestern zugehört. Er hielt sich im Tempel auf. Er war gläubig erzogen worden. Aber seht, er war Ihm noch nie von Angesicht zu Angesicht begegnet. Er hatte ein Verlangen, das Rechte zu tun. Er wollte recht stehen, doch er kannte nur das, was er gelernt hatte. Er kannte nur den theologischen Standpunkt.


135.   Doch als er an jenem Tage im Tempel war und die Cherube sah, die ihre Flügel hin und her bewegten, da erkannte er, daß diese Engel vor dem Angesicht Gottes dienten. Obwohl die Engel ja überhaupt nicht wissen, was Sünde ist, mußten sie in der Gegenwart Gottes ihr Antlitz verhüllen, damit sie in Seiner Gegenwart sein konnten. Da rief der Prophet aus: "Wehe mir, ich bin verloren! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen!" "Durch meine ganze Theologie und all das, was ich gelernt habe, hatte ich eine wunderbare Vorstellung von Gott. Doch jetzt stehe ich Ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüber." Er rief aus: "Ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne inmitten eines Volkes mit unreinen Lippen." All ihre Belehrung über das Gesetz und das, was sie taten, hatte ihn nie in die Gegenwart Gottes gebracht, so daß er Gott mit eigenen Augen auf einem hohen und ragenden Thron im Himmel sitzen sah, während sein Saum das Heiligtum füllte. Doch dann sah er Ihn in Wirklichkeit von Angesicht zu Angesicht, und er rief aus: "Ich bin an Mann mit unreinen Lippen und wohne inmitten eines Volkes mit unreinen Lippen."


136.   Da nahm einer der Cherube mit einer Zange eine glühende Kohle vom Altar und berührte damit seine unreinen Lippen. So wurde aus einem Feigling, aus einem geschulten Mann, einem Lehrer, ein Prophet, durch den das Wort Gottes ergehen konnte. Als er sich in der Gegenwart Gottes befand, wurde etwas anders. Der Durst, den er hatte, erreichte jetzt den Punkt, daß er erfüllt wurde.


137.   Freund, laß mich dir sagen: es ist gleichgültig, wie vielen Gemeinden du beitrittst, wie oft du deinen Namen einträgst, welchen Weg du gehst, ob du besprengt oder getauft wirst, was auch immer - es sei denn, du begegnest der Person Jesus Christus! Nur dadurch wirst du wirklich zufriedengestellt.


138.   Eine Emotion reicht nicht. Du kannst auf und ab springen, jauchzen, solange du willst, hin und her laufen und in Zungen reden, soviel du willst; all das ist fromm und gut. Ich sage nichts dagegen. Aber ihr müßt dieser Person, diesem zufriedenstellenden Teil, diesem Besonderen begegnen, das jede Faser eures Leibes durchdringt - nicht durch eine Emotion, sondern indem ihr zufriedengestellt werdet.


139.   Früher gab es ein Schild, auf dem stand: "Wenn du Durst hast, sage 'Parfay'." Als ich ein Junge war, gab es ein Getränk, das hieß "Parfay". Ich erinnere mich, daß ich einmal vom Fischen kam. Ich war an einem Teich voll altem, abgestandenem Wasser gewesen und kam fast um vor Durst. Da sah ich das Schild: "Wenn du Durst hast, sage nur 'Parfay'." Ich fing an, "Parfay, Parfay" zu sagen, doch ich wurde immer durstiger. Nach einer Weile war ich so durstig, daß ich nicht einmal mehr Speichel hatte.


140.   Doch seht, dadurch wird er nicht gestillt. Er kann mit nichts gestillt werden. Ihr könnt Cola trinken oder irgend etwas anderes, das gesüßt und mit Kohlensäure versetzt worden ist - es gibt nichts, was den Durst so gut stillt, wie ein Schluck gutes, frisches, kühles Wasser. Das stillt den Durst. All die anderen Dinge sind Ersatz.


141.   Weshalb wollen wir einen Ersatz nehmen, wenn es doch eine echte Taufe des Heiligen Geistes gibt, die jede Faser und jede Sehnsucht in der Seele eines Menschen zufriedenstellt? Dann könnt ihr im Angesicht des Todes wie der große Apostel Paulus ausrufen: "Tod, wo ist dein Stachel? Grab, wo ist dein Sieg?... Gott aber sei Dank, der uns den Sieg verleiht durch unseren Herrn Jesus Christus." Das ist das Erlebnis, Bruder, wodurch dieser heilige Durst in euch gestillt wird. Dadurch wird er gestillt. Ich brauche nichts anderes dazu beizutragen. Es reinigt die Lippen.


142.   Es gibt Menschen, die von Emotionen leben. Manche sagen: "Wir haben sehr viel davon in unserer Pfingstbewegung." Sie gehen dorthin - das ist gut -, klatschen in die Hände und spielen die Musik. Wenn die Musik aufhört, ist es, als würde ein Eimer kaltes Wasser über alles gegossen werden. Wir tun es, weil es uns zur Gewohnheit geworden ist. Es ist uns zur Gewohnheit geworden.


143.   Ich möchte euch etwas sagen: Wenn ihr Gott im Geist und in der Wahrheit anbetet, und es ist euch zur Gewohnheit geworden, und ihr meint, ihr müßt es tun, weil derjenige neben euch denkt, ihr seid zurückgefallen, wenn ihr nicht jauchzt, hüpft oder mit der Musik tanzt, dann trinkt ihr stagniertes Wasser.


144.   Wenn der Heilige Geist nicht jede Faser von euch erfüllt und in euch sprudelt, dann spielt es keine Rolle, ob die Musik spielt, ob sie "Näher mein Gott zu Dir" spielen, oder was immer es sein mag. Wenn der Heilige Geist die Freudenglocken der Herrlichkeit in euren Herzen ertönen läßt, dann werdet ihr zufriedengestellt. Das ist Gottes zufriedenstellender Teil. Alles andere nützt euch nichts.


145.   Ihr könnt mit Menschen- und Engelzungen reden, ihr könnt all eure Habe zur Speisung der Armen geben, ihr könnt alle Erkenntnis besitzen, alle Geheimnisse wissen usw., trotzdem seid ihr nichts (1. Kor. 13) ohne dieses zufriedenstellende Etwas, das allein euren Durst stillen kann.


146.   "Meine Seele dürstet nach dem lebendigen Gott, wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt. Wenn ich es nicht finde, komme ich um." Wenn ihr so nach Gott dürstet, wird etwas geschehen. Der Heilige Geist wird euch zu diesen großen Quellen Gottes führen.


147.   Es ist etwas Gutes, im Geist anzubeten, das ist wahr. Doch manchmal habt ihr den Geist ohne die Wahrheit. In Johannes 4 steht, daß wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten sollen. Jesus ist die Wahrheit. Das stimmt genau. Und Er ist das Wort!


148.   Die Ströme, die Gott euch im Natürlichen gegeben hat, um euch zufriedenzustellen, hat Satan verunreinigt. Er Rat jedem, den er nur finden konnte, ein vergiftetes Mittel zugesetzt. Das stimmt. Er bemächtigte sich auch jenes großen Stromes, der Gemeinde.


149.   Das, was Jesus sagte, war die Methode Gottes: "Auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen."


150.   Darüber gibt es verschiedene Auffassungen. Die römischen Katholiken sagen: "ER hat sie auf Petrus gebaut." Wenn das so wäre, hätte Petrus schmählich versagt. Deshalb kann es nicht sein. Sie wurde bestimmt nicht auf Petrus gebaut. Petra bedeutet ja "kleiner Stein". Die Protestanten wiederum sagen: "Jesus Christus hat sie auf sich selbst gebaut." Nicht um mich zu unterscheiden sage ich das, sondern weil ich darin nicht mit ihnen übereinstimme: ER hat sie auf keines von beiden gebaut.


151.   ER baute sie auf die Offenbarung darüber, wer Er war. ER sprach: "Selig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern Mein Vater droben im Himmel." "Es war nicht Wissen. Du hast es nicht aus Büchern gelernt, auch nicht durch den Beitritt zu einer Gemeinde. Du hast es nicht in den Geschäften erfahren. Nein. Der Heilige Geist selbst hat dir die Person Jesus Christus kundgetan. Deshalb werde Ich auf diesem Felsen Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Der heilige Durst wurde durch die Person Jesus Christus gestillt. So ist es. Danach wollen wir Ausschau halten. Stillt diesen Durst damit. Wir stellten fest, daß wir dies erleben müssen.


152.   Erkenntnis? Oh! Erkenntnis ist etwas Großes. Wir werden damit angefüllt, und heute sind wir voll davon. Doch seht, mit der Erkenntnis ist es so, wie ich neulich sagte, als ich über die Erkenntnis sprach. Ein Mann war draußen und sprach mit einem meiner Freunde, der bei ihm stand. Er sagte: "Wenn ein Mann nicht an Bildung glaubt, warum liest er dann die Bibel?"


153.   Ich dachte: "Wenn sie nicht verstanden haben, was der Herr Jesus sagte, wie werden sie dann das verstehen, was ein Dummkopf wie ich sagt?" Sie konnten Ihn noch nicht einmal verstehen, wenn Er sich ganz klar ausdrückte.


154.   Eines Tages sagte Er: "Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und Sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch." ER erklärte es nicht, sondern ging weiter. Das stimmt.


155.   "Oh", sagten sie, "dieser Mann ist ein Menschenfresser. ER will, daß wir Seinen Leib essen und Sein Blut trinken. Er ist ein Vampir. Er will, daß wir Vampire werden." Seht euch die Intellektuellen an!


156.   ER sprach: "Meine Schafe hören Meine Stimme." Sie ergeht an die Auserwählten, die Gott durch Sein Vorherwissen auserwählt hat. Niemand kann zu Mir kommen, es sei denn, der Vater ziehet ihn. Alle, die der Vater Mir gegeben hat, werden kommen. Sie werden es verstehen."


157.   Die Jünger konnten es nicht verstehen, doch sie glaubten es. Das stimmt. Wenn ihr es nur glaubt! Ich kann vieles nicht verstehen, doch ich glaube es, weil Gott es so gesagt hat.


158.   Erkenntnis! Ihr wißt, das Evangelium Satans ist Erkenntnis. Wußtet ihr das? Er predigte sie im Garten Eden der Eva. Sie wurde durch sein Evangelium der Erkenntnis verführt. Die ganze Menschheit wurde damit verunreinigt. Das stimmt. Man hat Bildungsprogramme genommen und sie in der Gemeinde eingeführt. Außerhalb haben sie ihren Platz, doch nicht im Worte Gottes. Nein. Ihr erkennt Gott nicht durch Bildung. Ihr erkennt Gott nicht durch Erkenntnis, indem ihr Mathematik lernt und wie man bedeutende Worte richtig ausspricht.


159.   Paulus war ein kluger Mann. Doch als er zu Christus kam, den Heiligen Geist empfing und zu den Korinthern ging, konnte er später sagen: "...und meine Rede und meine Predigt erfolgte nicht mit eindrucksvollen Weisheitsworten", obwohl er dazu imstande gewesen wäre, "sondern mit dem Beweis von Geist und Kraft; denn euer Glaube sollte nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gotteskraft beruhen."


160.   Manchmal werden Gemeindeprogramme gemacht, nach denen auch der Pastor ernannt werden muß. Wenn die Gemeinde dann den Pastor wählt, heißt es: "Wir wollen diesen Pastor, denn er hat zwei akademische Auszeichnungen. Er hat vier Jahre Psychologie studiert. Er hat dieses und jenes Fach gehabt." Sie wählen solch einen Mann zum Pastor, anstatt einen, der glaubt, daß das Wort inspiriert und daß Gott das Wort ist, und der bereit ist, es zu predigen, ganz gleich, was die Menschen darüber denken.


161.   Ihr wißt, was Gott Hesekiel sagte: "Verkündige ihnen Mein Wort, mögen sie es glauben oder nicht. Predige es trotzdem." Ja. Ob sie es annehmen oder nicht, darauf kommt es nicht an. Sie haben auch Jesus nicht angenommen, dennoch predigte Er weiter.


162.   Anstatt eines wirklichen Pastors, der tatsächlich das Wort predigt und Gott glaubt, versuchen sie, den Intellektuellen hereinzubringen, den Mann, der die beste Bildung hat; den Mann, der nicht länger als fünfzehn Minuten auf dem Podium zubringt, damit sie recht schnell nach Hause können, um etwas anderes zu tun, damit die Jugendlichen ihren "frisierten" Wagen nehmen und losfahren können und damit sie zu den Twist-Partys gehen können. Es ist nichts anderes als eine vermischte, gebildete Verunreinigung. Das stimmt. Genau das ist es. Doch was bewirkt es? Es stellt ihren Geschmack zufrieden, den Geschmack eines weltlichen Gemeindemitgliedes.

Den Geschmack eines Geheiligten stellt es nicht zufrieden. Er wird immer das Wort Gottes nehmen.


163.   Sie aber sagen: "Diese Menschen sind doch nicht ganz zurechnungsfähig." Seht, sie begreifen es einfach nicht. Sie versuchen so zu leben, wie in früheren Zeiten.


164.   Ist es nicht sonderbar? Ich bin hier zum Westen gekommen und stelle fest, daß sie alle wie in den früheren Zeiten leben möchten. Sie möchten die alten Zeiten der Cowboys zurückholen. In Kentucky möchte man die altertümlichen Hillbilly-Tage wiederhaben. Sie wollen sich wie damals benehmen und haben entsprechende Programme. Wenn es aber um die altertümliche Religion geht, wollen sie nichts davon.


165.   Die alten Zeiten? Ich kam zur Zeit der Rodeos hierher und sah eine dicke Frau mit diesem grünen Zeug unter ihren Augen, kurzgeschnittenem Haar und einer Zigarette in ihrem Mund. Wenn man das früher gesehen hätte, dann hätte man geglaubt, mit ihr würde etwas nicht stimmen. Sie hätten sie eingesperrt. Was wäre gewesen, wenn eure Mutter so auf die Straße gegangen wäre, wie ihr und eure Töchter euch heute kleidet? Was wäre mit ihr geschehen? Man hätte sie in eine Irrenanstalt gebracht, weil sie ohne Rock hinausgegangen wäre. Denkt daran: heute ist es dasselbe.


166.   Der menschliche Körper geht zugrunde. Wenn sie bereits zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Jahren ihr mittleres Alter erreicht haben, dann sind auch ihre Gehirnzellen krank. Die Menschen sind dahin gekommen, daß sie nicht mehr richtig bei Verstand sind. Sie wissen nicht mehr, was Anstand bedeutet. Sie können nicht mehr zwischen richtig und verkehrt unterscheiden, trotz der Bildungsprogramme, die sie haben.


167.   Wißt ihr, daß die Bildung vom Teufel ist? Ich kann es euch beweisen. Damit meine ich nicht Lesen und Schreiben, sondern die Art von Bildung, die man in eure Gemeinden bringt.


168.   Worauf stützt sich der Kommunismus? Auf Wissenschaft und Bildung. Das ist ihr Gott. Das hat Satan der Eva vorgestellt, und sie halten immer noch daran fest.


169.   Jetzt ist es in unsere Gemeinden eingedrungen; in die Baptisten, Methodisten, Presbyterianer, Pfingstler und alle anderen. Bildung, Gelehrsamkeit, daß man etwas Großes sein will, und dergleichen entfernt sie immer weiter von Gott. Es ist verkehrt. Wir haben festgestellt, daß es ihr Verlangen befriedigt. Wenn eine Gemeinde so jemanden wählt, dann zeigt das, welche Gesinnung in dieser Gemeinde herrscht, was ihr Verlangen ist, wonach sie dürstet. Sie möchten sagen können: "Unser Pastor ist großzügig. Er hat nichts dagegen, wenn wir alle zusammen ins Schwimmbad gehen; er geht sogar mit uns."


170.   Neulich erzählte ein Mädchen meiner Tochter Sara, daß ihr Pastor in Afrika gewesen war. An dem Abend, als er zurückkam, hat sie ihre Kleidung ausgezogen und zur Unterhaltung in einem Trikot den Tanz der Watusi vor ihm getanzt, weil er in Afrika gewesen war. Wie ihr wißt sind die Watusi ein Stamm dort. Eines meiner Mädchen oder jemand aus meiner Versammlung sollte einmal versuchen, so etwas zu tun!


171.   Seht, es zeigt etwas. Wenn ein Pastor dasitzt und zusieht, wie ein sechzehn- oder achtzehnjähriges Mädchen aus seiner Versammlung so entkleidet vor ihm tanzt, und das durchgehen läßt, dann ist das ein Beweis dafür, daß er selbst aus einem Schlammloch kommt - wenn ein Mann Gottes so etwas tut! Gewiß!


172.   Das ist sehr deutlich, doch ich weiß, daß ich auch zu vielen in der ganzen Nation spreche. Aber auch ihr, Brüder und Schwestern, sollt das wissen. Ich sage euch: das ist die Wahrheit.


173.   Ein Bussard sucht tote Tiere. Das stimmt. Und das ist tot! Das stimmt. Es zeigt ganz eindeutig, was ihr Haupt und ihr Kontrollturm ist, was ihnen zuteil wird und was in ihrer Seele ist. Ihre Seele verlangt nach solchen Dingen.


174.   Ihre Seele verlangt nach einer hochintellektuellen Gemeinde, in der sich die Menschen gut kleiden und wo der Pastor nur fünfzehn bis zwanzig Minuten Zeit einnimmt. Wenn er darüber hinausgeht, muß er sich vor dem Vorstand verantworten. Er darf nichts von einer Sünde erwähnen. Er darf nichts gegen das Tragen von Shorts oder gegen etwas anderes sagen, das die Menschen tun. Das darf er gar nicht erwähnen. Wenn er es tut, wirft ihn der Vorstand hinaus. Seht ihr, was es ist? Das ist ihr Filter des denkenden Menschen.


175.   Die Bibel sagt in 1. Joh. 2, 15: "Wenn jemand die Welt und das, was in der Welt ist, lieb hat, so wohnt die Liebe Gottes nicht in ihm."


176.   Was ist mit all dem, was heute im Namen der Gemeinde getan wird? Man führt Square-Tänze in der Gemeinde auf, spielt Bunco und Bingo, feiert Partys, die Jugendlichen tanzen Rock'n'Roll und Twist und all dieses Zeug. Seht euch Elvis Presley, diesen Teufel in Schuhen, Pat Boone und Ricky Nelson an! Sie sind das größte Hindernis, das diese Nation je hatte. Das stimmt. Die Gemeinde sollte so etwas überhaupt nicht gestatten. Manche von diesen Jungen gehen am Abend ins Wirtshaus, tanzen und spielen dort Musik; am nächsten Abend kommen sie zum Altar und weinen, und den Abend darauf spielen sie schon Musikinstrumente auf der Plattform. Oh, meine Güte! Wie weit kann die Verdorbenheit gehen! Sie sollten zuerst einmal beweisen, daß sie Männer Gottes sind! Nur weil er auf der Gitarre schlagen kann, das besagt noch gar nichts!


177.   An eurem Verlangen kann man erkennen, wer auf dem Thron eures Herzens ist. Das, was ihr liebt, bringt es zum Ausdruck. Ihr sagt: "Ich finde diese Dinge in Ordnung, Bruder Branham." Merkt es euch jetzt: Daran erkennt ihr, was in euren Herzen ist. Wenn das, was eure Seele speist, wonach eure Seele dürstet und wovon sie zufriedengestellt wird, nicht dieses Wort ist, dann stimmt etwas nicht, denn der Heilige Geist lebt nur vom Wort allein.


178.   Ich möchte, daß ihr noch eine andere große Gefahr erkennt, ehe wir zum Schluß kommen. Wenn ihr euch keiner der Dinge, die ich erwähnt habe, schuldig gemacht habt, dann besteht die Gefahr, daß ihr den Durst vernachlässigt. Ihr sagt: "Ich habe einen heiligen Durst und bin nicht schuldig, nur einer Gemeinde beigetreten zu sein oder die anderen Dinge getan zu haben, Bruder Branham." Doch seht, der Durst kann auch vernachlässigt werden. Wenn ihr es versäumt, das Verlangen nach Wasser oder Nahrung zu stillen, werdet ihr sterben. Und wenn ihr den Durst nach Gott, der in euch ist, unbeachtet laßt, werdet ihr geistlich sterben.


179.   Ihr ruft nach Erweckungen; ihr wartet darauf, daß eure Gemeinde eine Erweckung hat. Doch das wäre nicht die Erweckung, die ihr benötigt. Die Erweckung muß in euch selbst beginnen, wenn ihr nach Gott dürstet. Vielleicht sehnt sich sonst kein Mitglied der Gemeinde nach der Erweckung. Wenn sie in euch ausbricht, wird sie auch woanders ausbrechen. Doch seht, ihr vernachlässigt diesen Durst.


180.   Wenn ihr eine Kuh nicht melkt, deren Euter voll Milch ist, dann wird das Euter dieser Kuh vertrocknen. Das stimmt. Wenn ihr kein Wasser mehr trinkt und sagt: "Ich werde einfach nicht mehr trinken.", dann müßt ihr sterben. Wenn ihr keine Nahrung zu euch nehmt, müßt ihr sterben.


181.   Genauso ist es, wenn ihr dem Heiligen Geist in euch das Wort Gottes nicht gebt: ihr sterbt.


182.   Ihr Christen, es ist mir gleich, ob ihr Baptisten, Methodisten, Presbyterianer, Pfingstler, Assemblies of God, Einheits-, Zweiheits-, Dreiheitsleute oder was auch immer seid. Das bedeutet mir nichts, und ich glaube, Gott auch nicht. Ihr seid doch eine eigenständige Person, ein selbständiges Wesen. Ihr werdet nicht als Gemeinde oder Denomination in den Himmel kommen. Ihr geht als einzelner in den Himmel; es ist eine Sache zwischen euch und Gott, nichts anderes. Es hat nichts zu sagen, zu welch einer Gemeinde ihr gehört.


183.   Wenn ihr es unterlaßt, die Bibel zu lesen und zu glauben, was darin steht, so daß ihr den Heiligen Geist in euch nicht damit nährt, werdet ihr sterben. Jesus sagte in Matth. 4, 4, falls ich die Schriftstelle recht in Erinnerung habe: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ergeht." - nicht nur von einem Teil davon.


184.   Jemanden, der nur ein wenig von hier und ein wenig von da nimmt, bezeichne ich als "Bibel-Anhalter". Sie sagen: "Das glaube ich, aber dies wollen wir weglassen."


185.   Ihr müßt es Wort für Wort annehmen. Jesus hat gesagt, daß der Mensch von jedem Wort lebt, das aus dem Mund Gottes ergeht. Habt ihr das gewußt?


186.   Wißt ihr auch, daß wir aus diesem Tag, in dem wir leben, eine Zeit der religiösen Verdrehung gemacht haben?


187.   Vor kurzem rief meine Tochter mich in die andere Hälfte des Hauses, in dem wir leben, und sagte: "Daddy, komm herüber, jetzt wird eine religiöse Sendung gezeigt." Es war eine Musiksendung, in der geistliche Lieder gesungen wurden. Einer dieser Jugendlichen von heute hat sie angesagt. Wenn ich je etwas Lästerliches gesehen habe, dann war es das! Diese Burschen schienen eher eine Kabarettvorstellung zu geben. Sie benahmen sich wie eine Horde Indianer, hüpften herum und boxten einander.


188.   Wo bleibt die Aufrichtigkeit? Wo sind die alten Gesänge geblieben, die wir zu singen pflegten, während wir im Geiste Gottes frohlockten und die Tränen über unsere Wangen liefen? Jetzt versuchen wir den Ton zu halten, bis uns die Luft ausgeht und wir blau im Gesicht werden, nur um zu zeigen, daß wir singen können. Das haben wir uns von Hollywood abgeschaut, von all diesen Sendungen, in denen ausgebildete Stimmen die Lieder "intelligent" singen. Ich höre gerne schönen Gesang. Ich mag die gute, alte, innige, pfingstliche Art zu singen. Doch ich hasse dieses Gekreische, das man heute "singen" nennt. Jawohl! Ich finde es fürchterlich. Es ist eine Verdrehung.


189.   Ich sehe gern einen Mann, der wirklich ein Mann ist. Aber einen Mann, der die Unterwäsche seiner Frau trägt, Locken hat und dem zwei Haarsträhnen wie ein Pony in die Stirn hängen, mag ich nicht. So jemanden kann ich nicht als "Mann" bezeichnen. Er weiß ja gar nicht, zu was für einem Geschlecht er gehört. Seht euch an, wie die Frauen aussehen. Sie trägt einen Männerhaarschnitt und der Mann eine Frisur wie eine Frau. Er trägt ihre Unterwäsche, sie seinen Overall. Es ist eine einzige Verdrehung.


190.   Dasselbe trifft auf die Länder, auf die Völker, auf die Kirchen und alles zu. O Gott! Was ist das Ende all dieser Dinge? Die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus.


191.   Versäumt also nicht, den Heiligen Geist in euch mit dem Wort Gottes zu nähren. Jesus sagte, daß es jedes Wort sein soll, das durch den Heiligen Geist ergeht. Hört! Wenn ihr versucht, Ihn mit dem Verkehrten zu nähren, und es ist der echte Heilige Geist in euch, dann wird Er den Unterschied erkennen. Denkt daran: Der Heilige Geist wird durch das Wort Gottes genährt; nicht durch Begeisterung, nicht durch Bildung, nicht dadurch, daß man zur Kirche geht, nicht durch Theologie. Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen dem, was wirklich inspiriert ist, und einem theologischen Standpunkt darüber.


192.   Alle Theologen in den Tagen Jesu hatten sich Wort für Wort, Seite für Seite alles genau zurechtgelegt, wie der Messias kommen würde. Ganz genau! Und alle haben es verpaßt! Ihr wißt, was Jesus zu ihnen sagte, als Er auftrat: "Ihr seid von eurem Vater, dem Teufel, und seine Werke tut ihr."


193.   Es war ihnen nicht geoffenbart, welches das wirkliche Wort war. Sie haben die kleinen Dinge übersehen, wie es auch heute der Fall ist, und meinten: "Wenn ihr dazu gehört oder dorthin, dann ist alles in Ordnung." Glaubt das nicht! Ihr müßt Christus angehören. Ist etwas in euch, das nach Christus dürstet?


194.   Schon als ihr in den Lenden eures Vaters gewesen seid, wart ihr in ihm. Damals kannte euer Vater euch noch nicht, und ihr kanntet euren Vater nicht. Ihr mußtet erst geboren werden. Durch den Schoß eurer Mutter hat Gott die Möglichkeit dazu geschaffen, und so kamt ihr hierher und wurdet zu einem Mann oder einer Frau. Dadurch habt ihr euren Vater erkannt, und euer Vater konnte mit euch Gemeinschaft haben.


195.   Denkt daran: Wenn ihr ewiges Leben habt, war euer Leben schon am Anfang in Gott. Das Leben, Gott, ist das Wort. Als das Wort dann in Jesus Christus Fleisch wurde, kam Gott herab, wohnte in Seinem eigenen Leibe und offenbarte sich als Sohn Gottes. Weil Gott herabkam und darin Wohnung nahm, wart ihr in Ihm, als Er gekreuzigt wurde. Ihr seid auf Golgatha mit Ihm gekreuzigt worden und gestorben; ihr seid auf der Anhöhe mit Ihm begraben worden; und ihr seid mit Ihm am Ostermorgen auferstanden. Jetzt seid ihr in Ihm in himmlische Örter versetzt und habt Gemeinschaft mit Ihm.


196.   Gott selbst ist uns gleich geworden. "Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, hat Kunde von Ihm gebracht." Das geschah, als Gott Mensch wurde, damit Er Gemeinschaft mit uns Menschen haben konnte. Ihr seid im Fleisch, und Er kam ins Fleisch. Gott wurde in der Person Seines Sohnes Jesus Christus unter uns Fleisch. Gott war in Ihm: Er war Gott, kein Geringerer als Gott. ER war Gott! Gott offenbarte sich im Sohn Jesus Christus. Deshalb war Er Immanuel, wie es der Prophet von Ihm gesagt hatte.


197.   Deshalb wart ihr schon, ehe die Welt gebildet wurde, und euer Name wurde ins Lebensbuch des Lammes geschrieben. Welche Speise könnt ihr zu euch nehmen? Der Heilige Geist in euch lebt vom Worte Gottes. In Offenbarung 22 sagt die Bibel, wenn jemand ein Wort wegnimmt oder hinzufügt, so wird Sein Anteil aus dem Buch des Lebens genommen. Seht ihr, wie tief das geht? Der Heilige Geist in euch lebt nicht von den Dingen der Welt; ihr könnt es nicht.


198.   Es ist wie mit einer Taube und einer Krähe. Die Krähe ist ein großer Heuchler. Sie kann den ganzen Tag lang Weizen fressen und anschließend zu einem Kadaver fliegen und davon fressen. Sie kann zusammen mit der Taube auf dem Feld Weizen fressen und dann hingehen und von dem Kadaver fressen.


199.   Die Taube kann den ganzen Tag lang Weizen fressen, aber nicht von einem Kadaver, weil sie eine Taube ist und keine Galle hat. Ein Bissen von dem Kadaver würde die Taube töten, denn sie hat keine Galle. Das ist es. Keine Bitterkeit!


200.   Dasselbe ist mit einem wirklich echten Christen. Er mag die Dinge der Welt nicht. Er ernährt sich einzig und allein vom Worte Gottes; von dem, was rein ist. Er nimmt nur den Filter eines denkenden Menschen, nur ihn. Die toten Dinge der Welt stinken ihm zu sehr.


201.   Seht, die alte Krähe kehrte bei der Sintflut nicht zurück, sondern flog von Leiche zu Leiche und fraß von diesen Kadavern. Die Taube jedoch fand nichts, worauf sie sich niederlassen konnte. Sie kehrte in die Arche zurück, wo sie Korn bekam. So ist es auch mit uns; wir leben vom Worte Gottes.


202.   David muß Psalm 42 geschrieben haben, als er auf der Flucht war. Er sagte: "Meine Seele dürstet nach Dir, wie ein Hirsch lechzt nach frischem Wasser." Seht, er schrie. David war ein Flüchtling. Über ihn war das Salböl gegossen worden, er wußte, daß er König sein würde. Der Prophet hatte ihn zum König gesalbt. Nun befand er sich dort auf dem Berg. Er hatte eine kleine Gruppe Soldaten, die aus Heiden bestand. Seine geliebte Stadt war wegen ihrer Sünde von Philistern umgeben. Es muß ein heißer Tag gewesen sein, an dem David diesen Psalm schrieb: "Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen..."


203.   Beachtet David in dieser Verfassung. Er blickte herab auf seine geliebte Stadt und dachte daran, wie er als Junge die Schafe zu dem bestimmten Teich brachte. Es war ein Land mit viel Wasser, ein Land in dem es viel Brot gab. Bethlehem bedeutet ja "Brothaus Gottes". David erinnerte sich daran, wie er dorthin gegangen war und von dem guten, kühlen Wasser getrunken hatte. Jetzt befand er sich dort oben auf der Flucht und war von seinem Volk getrennt. Er hatte keine Stätte, wohin er gehen konnte, und seine Seele hat bestimmt nach diesem guten, kühlen Wasser gelechzt.


204.   Er hatte dort Knechte, denen sein geringstes Verlangen ein Befehl war. Drei von ihnen schlugen sich durch das Lager der Philister hindurch, vielleicht sieben bis fünfzehn Meilen weit, kamen dorthin und brachten ihm von dem Wasser.


205.   Sein Leib dürstete, und er mußte dort oben aus allem trinken, was er gerade zur Verfügung hatte, aus einem alten Ziegenschlauch vielleicht, in dem das Wasser an diesem heißen Tag warm geworden war. Er dachte: "Wenn ich mich doch nur dort hinlegen und meinen Durst löschen könnte! Wenn ich doch nur nach Bethlehem gehen, mich dort an der Quelle niederlassen und trinken könnte!"


206.   Als die drei dann hinuntergegangen waren, das Wasser geholt und zu ihm gebracht hatten, da war der Durst seiner Seele größer. Seine Seele sehnte sich nicht nach Bethlehem, sondern nach Jerusalem. Deshalb brachte er das Wasser als Opfer dar und sprach: "Ich trinke es nicht.", und er goß es auf die Erde. Seht, der Durst seiner Seele nach Gott war größer als der Durst seines Leibes, den er mit einem guten, kühlen Trunk Wasser hätte löschen können. Er goß es auf den Boden.


207.   Das Haus Gottes, das Jerusalem, dessen Wasser die Seele kühlt, ist dort oben. Jesus sagte in Johannes 6, 35: "ICH bin das Brot des Lebens!" "ICH bin das Brot des Lebens!" Bethlehem, das Haus Gottes ist unsere Gemeinde, ist die Gemeinde Gottes auf Erden. Es ist die Gemeinde, die noch hier auf Erden ist. Wir lieben es hier auf Erden, zur Gemeinde zu gehen. Doch größer ist das Jerusalem droben, das von Gott ist. Im Jerusalem droben ist Gott. Der Durst der Seele, dort bei Ihm zu sein, ist größer als die Zufriedenheit, die man sich selbst gibt, irgendwo einer Gemeinde beizutreten. Der Beitritt zu einer Gemeinde stillt diesen Durst nicht. Das hat David hier bewiesen, indem er das Wasser aus dem "Haus des Brotes" auf die Erde goß. Er wollte Gnade finden und einen guten, kühlen Trunk von Gott haben. Größer als der Durst in euch ist der Durst der Seele nach Gott.


208.   Beachtet das Wort Jerusalem. Die Bibel spricht von dem Jerusalem droben, das unsere Mutter ist (Gal. 4, 26). Christus ist unsere Mutter. Wir erkennen, daß Gott unsere Mutter ist, weil wir aus Ihm geboren sind. Das Wort Jerusalem bedeutet schlicht: "Frieden" - Shalom. Shalom heißt: "Frieden". Jeru-shalom bedeutet "Frieden".


209.   Der Durst der Seele nach dem Wasser des Lebens sollte größer sein, als nur zu sagen, daß ihr zu einer Gemeinde gehört. Damit kann der Durst der Seele, der echte, der wahre Durst nicht gestillt werden. Doch er kann verdorben werden. Ihr könnt meinen, daß mit euch alles in Ordnung ist, wenn ihr zur Gemeinde gehört. Doch das ist es nicht! Das wird den echten heiligen Durst nach Gott nicht stillen. Das ist einfach nicht möglich. Das gibt es nicht.


210.   In Psalm 42, 7 sagt David: "Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere." Es ist der Schrei der Seele.


211.   Ich habe das oft als Illustration verwendet: Wenn der Fisch eine Flosse auf seinem Rücken hat, dann muß sie ihm dafür gegeben worden sein, damit er schwimmen kann. Er benötigt sie. Was wäre, wenn er nun sagen würde: "Ich bin ein anderer Fisch. Ich bin ein kluger, gebildeter Fisch. Ich glaube einer echten Theologie. Ich brauche diese Flosse nicht!"? Er würde im Wasser nicht sehr weit kommen, nicht wahr? So ist es.


212.   Was wäre, wenn ein Baum sagen würde: "Ich weiß, daß zuerst die Erde da sein mußte, damit ich darauf wachsen konnte. Das stimmt. Ich soll hier wachsen. Aber ich bin ein anderer Baum. Ich möchte, daß man mich mitten auf die Straße pflanzt, damit ich gesehen werde."? Seht, er würde nicht sehr lange leben. Das stimmt.


213.   "Eine Tiefe ruft die andere." Es bedarf mehr als die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde. Es bedarf mehr als einen Händedruck mit dem Pastor. Es bedarf mehr, als ein gutes, rechtschaffenes Leben zu führen. Es bedarf etwas, das euer Inneres zufriedenstellt, etwas, das Gott in eure Seele hineingießt. "Eine Tiefe ruft die andere beim Tosen deiner Wasserstürze, o Herr. Eine Tiefe ruft die andere."


214.   Was meinen wir wohl, welch eine Art von Durst heute abend in uns ist? Wohin gelangen wir Pfingstleute? Welch eine Art von Durst ist in uns? Welch eine Art von Durst ist in mir? Welch eine Art von Durst ist in dir? Versucht nicht, diesen heiligen Durst nach Gott zu übergehen.


215.   Vor vielen Jahren hatten sie hier im Gebirge Gold. Ich las eine Geschichte, die sich damals zugetragen und die sich mir eingeprägt hat. Es geht darin um einen Goldsucher, der in den Bergen nach Gold suchte und eine große Goldader fand. Er wollte in die Stadt zurück und dachte daran, was er jetzt war und daß seine Not jetzt ein Ende haben würde. Er nahm sich vor, am nächsten Tag zu gehen. Nach einer Tagesreise würde er mit seinem Gold die Stadt erreicht haben. Er hatte große Säcke voll davon.


216.   Er hatte einen Hund bei sich. Ich will den Heiligen Geist jetzt nicht mit diesem Hund vergleichen, sondern lediglich etwas veranschaulichen.


217.   In der Nacht, als der Goldgräber in seinem Bett lag, begann er nachzusinnen. Er dachte: "Morgen werde ich all mein Gold dorthin bringen, und dann bin ich das, was ich immer sein wollte. Ich wollte immer ein reicher Mann sein. Ich wollte schöne Dinge besitzen."


218.   Da fing sein Hund zu bellen an, denn es näherte sich ein Feind. Er ging hinaus und sagte: "Sei still!", und der Hund hörte auf. Der Mann legte sich wieder ins Bett und war gerade im Begriff einzuschlafen, als der Hund wieder anfing und an der Kette zerrte. Wieder ging er zur Tür und sagte: "Sei ruhig. Ich möchte, daß du begreifst, daß ich morgen ein reicher Mann bin." Das war sein großer Traum. Doch der Hund begann wieder zu bellen.


219.   Schließlich störte es ihn so sehr, daß er sein Gewehr nahm, hinausging und den Hund erschoß. Dabei sagte er: "Ich habe jetzt sowieso keine Verwendung mehr für dich. Morgen bin ich ein reicher Mann. Morgen werde ich ein reicher Mann."


220.   Dann stellte er sein Gewehr in die Ecke, drehte der Tür den Rükken zu und schlief ein. Ein Mann, der ihn schon tagelang verfolgt hatte, schlich sich hinein und tötete ihn. Seht, er wurde nicht zu einem reichen Mann, weil er die Stimme der Warnung zum Schweigen gebracht hatte, die ihm sagen wollte, daß sein Leben auf dem Spiel stand.


221.   Bruder und Schwester, ihr werdet diesen heiligen Schrei in eurem Herzen nie durch den Beitritt zu einer Gemeinde, durch das Aufsagen eines Glaubensbekenntnisses oder durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation übergehen können. Versucht es erst gar nicht.


222.   Nur eines kann ihn zufriedenstellen, das ist die Person Jesus Christus. "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, o Gott, nach Dir. Meine Seele dürstet nach dem lebendigen Gott." Es ist etwas in euch, das Gott wirken sehen möchte. Eure Seele dürstet danach.


223.   Haltet nicht bei etwas an, was dahinter zurückbleibt. Laßt euch nicht von einem Pastor sagen, daß ein Händedruck, der Beitritt zur Gemeinde oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation genügt. Tötet diesen heiligen Durst nicht ab. Er warnt euch. Eines Tages werdet ihr am Ende eures Lebenswegs ankommen.


224.   Ich denke jetzt an eine Frau aus der Stadt, wo wir herkommen. Als junges Mädchen war sie zur Gemeinde gekommen. Sie war ein feines Mädchen. Sie hatte langes Haar, das sie zurückgesteckt hatte und das glänzte wie die Oberfläche einer geschälten Zwiebel, wenn sie die Straße entlangkam. Sie trug kein Make-up im Gesicht. Ein bestimmtes Mädchen machte sich über sie lustig und sagte: "Wenn du diesen engstirnigen Prediger nicht hättest, den ihr dort habt," - damit meinte sie mich - "dann könntest du ganz vernünftig aussehen. Doch so siehst du aus, als kämst du aus einem Antiquitätengeschäft." Jedesmal, wenn sie ihr begegnete, beschimpfte sie sie auf diese Weise. Sie sagte: "Unser Pastor ist großzügig. Er kennt euch. Warum läufst du so herum? Es spielt doch überhaupt keine Rolle, wie man sich kleidet oder denkt." O doch! Die Bibel Gottes sagt es. Wir leben von jedem Wort.


225.   Dieses Mädchen beachtete die andere überhaupt nicht und ging weiter. Sie ist jetzt Missionarin.


226.   Doch die andere junge Frau bekam eine Geschlechtskrankheit und starb. Ein Freund von mir hat sie nach ihrem Tod einbalsamiert. Er sagte mir, daß er die Flüssigkeit noch lange roch. Die Geschlechtskrankheit hatte ein Loch in ihre Seite gefressen. Nicht einmal ihre Eltern wußten, was sie hatte. Sie starb.


227.   Sie war Sonntagsschullehrerin gewesen. Ihre Sonntagsschüler kamen und wollten miterleben, wie die Engel kommen und sie in den Himmel tragen würden. Ihr Pastor wartete draußen, rauchte eine Zigarette und ging auf dem Flur des Krankenhauses auf und ab. Sie alle wollten singen, wenn sie abscheiden würde. Sie wußten, daß sie sterben wird, denn die Ärzte hatten es gesagt. Deshalb wollten sie sehen, wie die Engel kommen und sie hinwegtragen würden.


228.   Doch ganz plötzlich mußte sie der Wirklichkeit ins Auge sehen. Sie war ein treues Gemeindemitglied, sie war Sonntagsschullehrerin, ein treues Mitglied einer feinen, großen Denominationsgemeinde gewesen. Doch als der Todeskampf einsetzte, traten ihre Augen hervor und sie schrie: "Ich bin verloren, ich bin verloren! Holt doch den Pastor!"


229.   Er drückte seine Zigarette aus, ging hinein und sagte: "Hier, hier, hier! Wir werden den Arzt holen, damit er dir eine Spritze gibt."


230.   Sie erwiderte: "Ich will keine Spritze." Dann sagte sie: "Du Betrüger von Menschen! Ich sterbe und gehe in die Hölle. Ich bin verloren, weil du mir nicht die Wahrheit gesagt hast. Holt das Gooduse-Mädchen. Bringt sie schnell zu mir. Sie glaubt das Richtige."


231.   Wartet, bis ihr einmal der Wirklichkeit begegnet! Versucht dieses heilige Verlangen nicht abzutun. Schießt es nicht weg mit dieser Doppellaufflinte der modernen Bildung. Hört doch auf die Warnung des Heiligen Geistes, der euch heute abend wissen läßt: "ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch Mich." Und Er ist das Wort!

Wir wollen jetzt für einen Moment unsere Häupter neigen.


232.   Ich möchte noch ein Wort unseres Herrn Jesus zitieren, während ihr über alles nachdenkt. Jesus sagte in Matthäus 5: "Selig sind, die da hungern und dürsten." Ihr seid schon gesegnet, wenn ihr diesen Durst in euch habt. Ist es schon so weit gekommen, daß euer ganzes System durch die Denominationsart, durch Kulte, Gruppen, Gemeindevorschriften, soziale Dinge, wie der Zugehörigkeit zu Logen oder von einer Gemeinde nach der anderen, völlig verunreinigt wurde? Ist es dem Teufel gelungen, dieses schmutzige Wasser hineinzugießen, und ihr schlürft daraus wie ein Schwein in einem Trog? Wißt ihr nicht einmal, daß der wahre Durst nach Gott gestillt wird, wenn ihr Ihn als Realität erkennt, indem der Heilige Geist in euch wohnt und sich kundtut? Wenn es heute abend so um euch steht, und ihr dürstet immer noch nach Gott, dann laßt mich euch sagen:

Ein heil'ger Born gefüllt mit Blut, aus Jesu Wunden floß;
und wer sich taucht in diese Flut ist alle Flecken los.


233.   Wenn ihr heute abend Durst bekommen habt, mehr von Gott zu erfahren, Ihm näher zu kommen, so hebt doch jetzt eure Hand, während alle Häupter gebeugt sind. Sagt: "Bete für mich." O Gott, sieh die Hände an.


234.   Auch ihr im Land, ob ihr im Osten, Norden, Westen oder Süden seid, wo immer diese Übertragung jetzt zu hören ist, und ihr in den Räumen: hebt die Hände vor eurem Pastor, oder wer gerade da ist, und bezeugt dadurch, daß ihr danach verlangt. Etwas in euch dürstet nach Gott. Es ist dieser heilige Durst.


235.   Stillt ihn nicht dadurch, indem ihr sagt: "Bruder Branham, ich habe einmal gejauchzt; ich habe im Geist getanzt." Gebt, gebt euch damit nicht zufrieden.


236.   Wartet, bis diese Zufriedenstellung, dieser zufriedenstellende Teil der Fülle des Heiligen Geistes hineinkommt. Dann werden die Freudenglocken einsetzen, ihr werdet jauchzen, in Zungen reden und im Geiste tanzen. Ihr braucht dann keine Musik dazu. Ihr werdet es tun, wenn ihr in eurem Wagen die Straße entlang fahrt. Ihr werdet es tun, während ihr den Fußboden fegt. Ihr werdet es tun, wenn ihr Nägel in die Wand schlagt und bei eurer Zimmermannsarbeit. Wo immer ihr seid, werdet ihr voll dieser unaussprechlichen und herrlichen Freude sein.

Wir wollen jetzt beten.


237.   Teurer himmlischer Vater, diese Botschaft heute abend war lang, doch, teurer Gott, möge der Heilige Geist einem jeden Herzen ihre Bedeutung aufschließen. Im Korridor und überall haben Unzählige hier in dieser Gemeinde ihre Hände erhoben. Wir beten für sie, teurer Gott. O möge dieser zufriedenstellende Teil Gottes, welcher Christus ist, die Hoffnung der Herrlichkeit, die Hoffnung der Herrlichkeit in euch, jedem einzelnen zuteil werden.


238.   Im ganzen Land, von Kalifornien bis New York, wo es schon fast früh am Morgen ist, hören sie zu; auch in New Hampshire, in Boston, in ganz Texas, Indiana und Kalifornien. O Gott, schau auf diese Hände; blicke auf das, was dahinter steht, Herr, auf das Herz, das hungert und dürstet.


239.   Dies ist ein verkehrter Tag, in dem der Teufel den Menschen die Augen verblendet und ihnen gesagt hat, daß sie nur einer Gemeinde beizutreten brauchen und mehr nicht. Sie schauen nur auf sich und auf das, was sie tun. Ihr einziges Verlangen ist, der Welt gleich zu sein.


240.   Doch die Bibel sagt uns: "Wer die Welt und die Dinge der Welt liebt, in dem ist nicht die Liebe Gottes."


241.   Denk nur, Vater, wie er das echte, wahre Wort verdreht, so daß sie sagen: "Wir glauben, was in der Bibel steht, aber das glauben wir nicht und das auch nicht. Das war für ein anderes Zeitalter. Wir glauben, daß dies so ist.", weil eine Denomination ihre Gedanken in diese Jauchegrube hineingezogen hat!


242.   Jesus hat doch gesagt: "Wenn jemand ein Wort hinwegnimmt oder ein Wort hinzufügt, so wird sein Anteil vom Buch des Lebens weggenommen."


243.   Teurer Gott, denke an die Enttäuschungen beim Gericht, wenn Menschen, obwohl sie ein gutes, reines und heiliges Leben geführt haben und so treu zur Gemeinde gingen, wie sie nur konnten, verloren sind.


244.   Denke an die Pharisäer, denen von Kindheit an das Wort gelehrt wurde, die Schulen besuchten und ein heiliges Leben führten. Das mußten sie, sonst wären sie gesteinigt worden. Doch Jesus sagte: "Euer Vater ist der Teufel."


245.   Wie ist es Israel dort ergangen? Laß es den Pfingstlern im ganzen Land eine Warnung sein, Herr. Moses, ein Prophet, ging nach Ägypten, um das Wort Gottes zu erfüllen und ihnen das Abendlicht zu bringen. Was für gewaltige Wunder haben sie gesehen! Sie folgten ihm, zogen durch das Rote Meer, empfingen die Taufe auf ihn, begaben sich in die Wüste und aßen Engelspeise, die vom Himmel fiel. Dann aber weigerten sie sich, das ganze Wort anzunehmen, denn als die Kundschafter aus dem verheißenen Land nach Kades-Barnea zurückkamen, sagten sie: "Die Menschen dort sind wie Riesen. Wir sind nicht imstande, es ein zunehmen.", obwohl Gott gesagt hatte: "ICH habe euch das Land übergeben." Sie waren bereits an der Grenze! Jesus sagte: "Sie sind alle gestorben. Sie sind tot." - verloren, ohne Gott. Obwohl sie all diese Dinge miterlebt, obwohl sie Wunder gesehen, frohlockt hatten und am Ufer tanzend hinter Miriam hergezogen waren, während sie die Handpauken schlugen, gingen nur zwei aus zwei Millionen ein.


246.   Vater, wir wissen, daß bei der Befruchtung, wenn sich die männliche Keimzelle mit der weiblichen vereinigt, nur eine aus einer Million aufgenommen wird. Nur ein männlicher Keim dringt in das fruchtbare Ei der Frau ein, und eine Million andere sterben ab.


247.   Etwa zwei Millionen zogen aus Ägypten aus, und nur zwei davon, nämlich Josua und Kaleb, gelangten in das verheißene Land. Das bedeutet: einer aus einer Million. Vater, ich erbebe, wenn ich darüber nachdenke. Bei 500 Millionen Christen, die heute auf der Welt leben, wären das fünfhundert, wenn Du heute abend kämst. O Gott, laß uns das zum Gedächtnis dienen, daß jedes Wort Gottes bestehen bleibt. Wir müssen es glauben. Wir müssen ihm gehorchen.


248.   DU hast sagen lassen: "Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, soviele ihrer der Herr, unser Gott, hinzurufen wird." O Gott, Du rufst heute abend immer noch. Die Verheißung gilt, solange Du rufst.


249.   Die Geistlichen haben die Gedanken der Menschen verdreht und durch eine kluge, denominationelle theologische Lehre dahin gebracht, daß man sagt: "Ach, es genügt, wenn man glaubt." Auch der Teufel glaubt, doch den Heiligen Geist kann er nicht empfangen. Judas Iskariot tat alles, was die anderen Jünger auch taten, er predigte sogar das Evangelium. Doch als die Zeit kam, wo er den Heiligen Geist empfangen sollte, stellte es sich heraus, wer er war.


250.   O Gott, mögen die Menschen des Landes heute abend erkennen, daß sie ohne dieses Erlebnis verloren sind. Möge es heute abend sein, daß ihre Seele mit Deinem Teil, o Herr, zufriedengestellt wird, während wir sie in Deine Hände übergeben. Sie gehören Dir, Herr. Wir sind nur für das Wort verantwortlich. Ich bete, daß sie von ganzem Herzen glauben und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Wir bitten es im Namen Jesus. Amen.

Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn,
denn Er liebte mich zuerst...


251.   Oh, ist Er euer zufriedenstellender Teil? Liebt ihr Ihn von ganzem Herzen? Manchmal sind die Wort scharf, doch laßt uns jetzt alle im Geiste singen. Wir wollen dem Bruder und der Schwester, die neben uns sind, die Hand reichen und sagen: "Gott segne dich, Pilger.", indem wir noch einmal singen:

Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn,
denn Er liebte mich zuerst...


252.   Wir haben einander die Hände gereicht; jetzt wollen wir unsere Augen schließen und im Geiste singen, indem wir unsere Hände zu Ihm emporheben:

Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn,
denn Er liebte mich zuerst...

Oh, ist Er nicht wunderbar?

Wunderbar, wunderbar,
Jesus ist der Herr...


253.   Seid ihr von eurem Erlebnis mit Christus überwältigt? Amen. Ist Er nicht wunderbar? Stellt Er nicht zufrieden?

Wunderbar, wunderbar,
Jesus ist der Herr...


254.   Glaubt ihr, daß dies schriftgemäß ist? Die Bibel sagt wohl: "Klatscht in die Hände und preiset den Herrn mit Gesang." Wißt ihr ich wollte immer ein Instrument spielen. Meine Tochter Rebekah bekommt Klavierunterricht, mein jüngster Sohn lernt Trompete. Ich habe ein Instrument mit zehn Saiten.

Wunderbar, wunderbar,
Jesus ist der Herr...

Liebt ihr Ihn nicht?


255.   [Bruder Branham singt.]

Betet Gott mit allem an, was in euch ist.

[Bruder Branham singt.]


256.   Mögt ihr das? Amen. Ich frage mich, ob auch eure Füße bekehrt sind, so daß ihr nicht mehr draußen in der Welt tanzt. Laßt uns den Takt mit den Füßen schlagen, zur Ehre des Herrn, zur Ehre des Herrn. Sind auch eure Hände bekehrt, so daß ihr nicht mehr stehlt? Sind eure Lippen bekehrt, und ihr lügt nicht mehr? Nehmt die Religion doch nicht nur in eurem Kopf auf, sondern werdet völlig davon erfüllt. Das ist es! Es muß der ganze Mensch sein. Das stimmt. Laßt uns jetzt mit den Füßen den Takt schlagen.

[Bruder Branham singt.]


257.   Liebt ihr Ihn?

Dann wandeln wir in dem Licht.

ER ist ja das Licht. Das wißt ihr.

[Bruder Branham singt.]


258.   Glaubt ihr, daß Er das Licht der Welt ist? Wirklich? Paulus sagte: "Ich will im Geist singen, und ich will im Geist anbeten." Was immer ihr tut, das tut im Geist. So ist es richtig. Der Geist bringt das Wort zum Leben hervor. Stimmt das? Jawohl, das stimmt.

[Bruder Branham singt.]


259.   Es tut mir leid, daß ich die Spieler so durcheinandergebracht habe, doch ich werde einfach so erfaßt. Ich weiß nichts Besseres, als anzubeten. Dasselbe ist mit euch. Ich bin für diese Gelegenheit dankbar, Bruder Mack, daß ich kommen durfte, um mit dir und deiner Gemeinde, mit all diesen feinen Menschen, Gemeinschaft zu haben.


260.   Ihr, die ihr eure Hände erhoben habt, weil ihr die Taufe des Heiligen Geistes möchtet, ich vertraue darauf, daß ihr zu eurem Pastor Mack oder zu einem von ihnen kommt und mit ihnen in diesen Raum geht. Denkt daran, als Gott am Anfang das Wort aussprach und sagte: "Es werde!", da mußte es so sein. ER sagte auch: "Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden." Deshalb muß es geschehen. Kommt, wenn euer Pastor hier das Evangelium predigt, und haltet zu ihm.


261.   Laßt uns jetzt dieses gute, alte Lied noch einmal singen. Ich liebe es. "Wir wandeln in dem Licht, dem herrlichen Licht."

Jesus sagte: "ICH bin das Licht", und ihr seid in Ihm. Wie kommt ihr in Ihn hinein? Indem ihr Ihm bei tretet? Nein! Durch einen Händedruck? Nein! Durch die Wassertaufe? Nein! "Durch einen Geist sind wir alle zu einem Leibe getauft." Das ist der Leib Jesu Christi. In diesem Leib sind neun Geistesgaben in der lokalen Gemeinde wirksam. Das ist apostolisch, so ich es je erkannt habe. Das stimmt.

[Bruder Branham singt.]