Bestätigung Seines Wortes
(Proving His Word)

 

gepredigt am 16.08.1964 in Jeffersonville, Indiana, USA


von Br. William Marrion Branham

 

 

001.   Wir bleiben stehen und beugen unsere Häupter.

Herr Jesus, wir sind Dir sehr dankbar für das Vorrecht, daß wir an diesem Morgen in Deinem Hause in Deine Gegenwart kommen dürfen. Dein Volk ist in Deinem Namen versammelt. Alles ist Dein, oh Herr. Wir weihen uns Dir jetzt und sind in großer Erwartung, daß Du in diesem Gottesdienst diejenigen rettest, die noch ohne Christus sind, die Kranken heilst und die Heiligen segnest. Gewähre es, Herr. Wir wollen unsere Häupter dann in Demut beugen und Dich preisen für das, was Du an diesem Tage getan hast. Wir bitten es alles im Namen Jesus. Amen! Ihr könnt euch setzen.


002.   Ich bin für das Vorrecht dankbar, heute wieder hier zu sein und ebenfalls für euch alle, die ihr gekommen seid, diese Botschaft zu hören. Ich weiß, ihr seid nicht gekommen, mich zu sehen oder zu hören. Ihr seid gekommen, dem Herrn Jesus zu begegnen. Ich bin voller Zuversicht, daß Er euch das Verlangen eurer Herzen geben wird.


003.   Ich bin immer froh, wenn ich mit den Brüdern jagen und dabei ausspannen kann. Der Herr hatte mir in einer Vision gezeigt, daß ich einen Karibu [nordamerikanisches Rentier], dessen Geweih 42 Zoll lang sein würde und ebenfalls einen silbergrauen Grislybär erlegen würde.

Ich erzählte den beiden Brüdern, Br. Suthwick und Br. Byskal, von dieser Vision, in der ich eine kleine Hand mit einem Zollstock sah, die das Geweih eines Karibus maß.


004.   Als wir dort über die Berge gingen und uns im Herrn erfreuten, sah ich von ferne ein Tier. Ich sprach zu Br. Byskal, der neben mir stand: "Dort ist das Tier." Er nahm das Fernglas und sagte: "Es ist ein großes, männliches Karibu."


005.   Ich hatte vorher nie ein Karibu geschossen. Alles war so, wie es mir in der Vision gezeigt wurde, nur der Mann mit dem karierten Hemd fehlte. Doch dann fiel Eddi Biskal, dessen Frau heute hier ist, ins Wasser und mußte seine Kleidung wechseln. Er zog ein kariertes Hemd an, wie es mir gezeigt wurde.


006.   Als ich das Karibu erschossen hatte, sagte Br. Suthwick zu mir: "Das Geweih sieht viel größer aus als 42 Zoll." Doch ich sprach: "Es sind 42 Zoll."

Darauf sagte er: "Aufgrund dessen, was du uns erzähltest, wirst du einen silbermelierten Grislybär töten, ehe wir zurück gehen." Ich sagte: "Das stimmt. Das ist 'So spricht der Herr'."

Er antwortete: "Bruder Branham, woher soll er kommen? In dieser Gegend halten sich keine Bären auf. Weit und breit ist keine Spur von ihnen."


007.   Ich antwortete: "Der Herr ist immer noch Jehova-Jireh." Der Herr kann es bereiten. Er kann Eichhörnchen ins Dasein rufen - Er kann einen Widder ins Dasein rufen. Genauso kann Er einen Bär beschaffen. Während wir den Karibu heruntertrugen, sagte ich zu Br. Suthwick: "Ich glaube, du zweifelst immer noch."


008.   Er antwortete: "Bruder Branham, mein Bruder hatte seit Jahren epileptische Anfälle. Schon bei unserer ersten Begegnung hast du mir genau gesagt, wie mein Bruder aussieht. Wie könnte ich jetzt noch zweifeln, nachdem die Heilung und Befreiung, gemäß der Vision, die der Herr dir gegeben hatte, geschah?"


009.   Ich sagte: "Bruder Suthwick, ich weiß nicht, woher der Bär kommen wird, doch niemals erlebte ich, daß eine Vision sich nicht erfüllt hätte. Gott wird mir den Bären geben, ehe wir die anderen Brüder treffen."


010.   Als wir fast am Ende unseres Weges waren, meinte er: "Der alte Bär sollte sich bald irgendwo zeigen." Ich sagte: "Sei unbesorgt, er wird dasein." Er antwortete: "Ich kann die ganze Umgebung übersehen."

Ich erwiderte: "Doch ich schaue auf die Verheißung, die Er mir gegeben hat." Ich fuhr fort: "Bruder Suthwick, was siehst du dort?"


011.   Er antwortete: "Tatsächlich, ein großer, silbergrauer Bär." Ich habe ihn dann aus einer Entfernung von ca. 500 m mit einem kleinen Gewehr erlegt. Gemäß der Vision traf ich genau ins Herz, und so erfüllte sich alles.


012.   Nun möchte ich alle, besonders die Auswärtigen, herzlich grüßen. Darf ich darum bitten, daß Br. und Schw. Jackson aus Südafrika, aufstehen. Wir freuen uns, euch in unserer Mitte zu haben. Der Herr segne euch. Wir werden heute für die Kranken beten. Ich wünschte, ich könnte allen Predigern Zeit einräumen, hier zu predigen. Wir sind so froh, euch alle hier zu sehen.


013.   Ich denke an eure Treue, die ihr von weit her kommt, um vom Herrn Jesus zu hören; und an euer Vertrauen, daß Er meine Gebete erhört.


014.   Vor einigen Minuten sprach ich zu einer Mutter, die gebrochenen Herzens war. Sie gehört dieser Gemeinde an. Als ich gerade etwas zu dieser Frau sagen wollte, kam dasselbe Licht, das ihr auf dem Bilde seht. Dann war alles vorüber. Sie ging froh von dannen.


015.   Wir sind heute so froh, daß wir in diesem wechselhaften Zeitalter, in dem wir fast kein Vertrauen in irgend etwas setzen können, ein unwandelbares, unvergängliches Königreich haben. Unser Glaube ruht nicht auf dem Felsen von Gibraltar, sondern ist verankert in dem Felsen der Ewigkeit, in Jesus Christus, dem unbeweglichen Felsen des Heils.


016.   Ist Dr. L. Vayle heute hier? Dann hebe deine Hand! Ich möchte nämlich, daß du die Darlegung der Offenbarung über den Samen der Schlange in das erste Zeitalter [Ephesus] hineinbringst. Niemand vermag etwas gegen die Offenbarung des Samens der Schlange einzuwenden, denn gestern hat es der Herr mir noch einmal aufgetragen.


017.   Wie empfange ich eine Botschaft? Zunächst bewegt mich etwas. Sobald ich weiß, daß es von Gott ist, folge ich dem Gedanken in der Heiligen Schrift. Niemals habe ich erlebt, daß es nicht richtig gewesen wäre. Es stimmt von 1. Moses bis hin zur Offenbarung überein, ungeachtet dessen, was Menschen darüber denken. Seit Öffnung der Siegel ist alles noch mehr bestätigt worden. Das war eine entscheidende Zeit. Der Herr segne euch alle reichlich, während wir uns hierin vertiefen. Aus der Heiligen Schrift möchte ich zwei Abschnitte lesen. Einen aus dem Markusevangelium 5, 21-43 und 1. Könige 10, 1-3. Wir wollen dazu aufstehen.

"Als Jesus dann im Boot wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war, sammelte sich eine große Volksmenge bei ihm, während er sich noch am See befand. Da kam einer von den Vorstehern der Synagoge namens Jairus, und als er Jesus erblickte, warf er sich vor ihm nieder und bat ihn inständig mit den Worten: ‚Mein Töchterlein ist todkrank: komm doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet wild und am Leben bleibt!' Da ging Jesus mit ihm; es folgte ihm aber eine große Volksmenge und umdrängte ihn.

Nun war da eine Frau, die schon zwölf Jahre lang am Blutfluß gelitten und mit vielen Ärzten viel durchgemacht und ihr ganzes Vermögen dabei zugesetzt hatte, ohne Nutzen davon gehabt zu haben - es war vielmehr immer noch schlimmer mit ihr geworden -; die hatte von Jesus gehört und kam nun in der Volksmenge von hinten herzu und faßte seinen Rock; sie dachte nämlich: 'Wenn ich auch nur seine Kleider anfasse, so wird mir geholfen sein.'

Und sogleich hörte ihr Blutfluß auf, und sie spürte in ihrem Körper, daß sie von ihrem Leiden geheilt war. Da nun auch Jesu sogleich die Empfindung in sich hatte, daß die Heilungskraft von ihm ausgegangen war, wandte er sich in der Volksmenge um und fragte: 'Wer hat meine Kleider angefaßt?' Da sagten seine Junger zu ihm: 'Du siehst doch, wie sehr die Volksmenge dich umdrängt, und da fragst du: ‚Wer hat mich angefaßt?' Doch er blickte rings um sich nach der, die es getan hatte. Da kam die Frau voller Angst und zitternd herbei, weil sie wohl wußte, was mit ihr vorgegangen war, warf sich vor ihm nieder und bekannte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sagte zu ihr: 'Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet: gehe hin in Frieden und sei von deinem Leiden geheilt!'

Während er noch redete, kamen Leute aus dem Hause des Synagogenvorstehers mit der Meldung: 'Deine Tochter ist gestorben: was bemühst du den Meister noch?' Jesus aber ließ die Nachricht, die da gemeldet wurde, unbeachtet und sagte zu dem Synagogenvorsteher: ‚Fürchte dich nicht, glaube nur!' Und er ließ niemand mit sich gehen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. So kamen sie zum Hause des Synagogenvorstehers, wo er das Getümmel wahrnahm und wie sie weinten und laut wehklagten. Als er dann eingetreten war, sagte er zu den Leuten: ‚Wozu lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht tot, sondern schläft nur!' Da verlachten sie ihn. Er aber entfernte alle aus dem Hause, nahm nur den Vater des Kindes nebst der Mutter und seine Jünger, die ihn begleiteten mit sich und ging hinein, wo das Kind lag.

Dann faßte er das Kind bei der Hand und sagte zu ihm: 'Talitha kumi!' was übersetzt heißt ‚Mädchen, ich sage dir: stehe auf!' Da stand das Mädchen sogleich auf und ging umher; denn sie war zwölf Jahre alt. Da gerieten sie sofort vor Staunen ganz außer sich. Er gebot ihnen dann ernstlich, niemand solle etwas von dem Geschehenen erfahren, und ordnete an, man möge ihr zu essen geben."


018.   Jetzt lesen wir die Stelle aus 1. Könige:

"Als aber die Königin von Saba den Ruhm Salomo's vernahm und von dem Tempel hörte, den er dem Namen des Herrn gebaut hatte, kam sie, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam also nach Jerusalem mit einem sehr großen Gefolge und mit Kamelen, welche Spezereien und Gold in sehr großer Menge und Edelsteine trugen. Als sie nun bei Salomo angekommen war, trug sie ihm alles vor, was sie sich vorgenommen hatte.

Salomo aber wußte ihr auf alle Fragen Altwort zu geben, und nichts war dem Könige verborgen, daß er ihr nicht hätte Auskunft geben können."


019.   Wir wollen beten.

Herr Jesus, als wir diese biblischen Geschichten lasen, hüpften unsere Herzen vor Freude, denn wir wissen, daß Du Gott bist und Dich niemals veränderst. Du änderst Deine Methoden und Deine Wege niemals. Du bleibst Gott ewiglich. Wir bitten Dich, o Gott, gib uns heute die Auslegung der Schrift, die Du uns zugedacht hast, und laß uns erkennen, wie wir vor Dir stehen. Möge der große Heilige Geist heute unter uns wirksam sein, die Gedanken der Herzen zu unterscheiden; möchte nichts übriggeblieben sein, das die Freude unserer Herzen trübt, sondern unsere Freude werde völlig, damit wir wie die zu Emmaus sagen könnten: "Brannten nicht unsere Herzen als Er auf dem Wege mit uns redete?" Für immer bleibst Du Gott. Wir sind hier als Deine hungrigen Kinder versammelt, denn es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Worte, das aus dem Munde Gottes hervorgeht." Herr, segne uns alle, die wir hier versammelt sind. Viele kamen Hunderte und Tausende von Meilen. Wir beten, daß ihr Herzensverlangen völlig gestillt ist mit der Güte, Barmherzigkeit und Gnade Gottes, wenn sie ihren Heimweg antreten. Wir bitten alles im Namen Jesus. Amen!


020.   Als Thema habe ich die drei Worte gewählt: "Bestätigung Seines Wortes." In 1. Thess. 5, 21 lesen wir: "Prüfet alles, behaltet das Gute." Wenn etwas unter Beweis gestellt wird, dann stellt es sich heraus, ob es richtig oder verkehrt ist. Wenn etwas in Frage gestellt ist, sollte es geprüft werden, ob es richtig ist. Nachdem es sich als echt erwiesen hat, haltet daran fest. Mit anderen Worten: Ergreift es, und laßt es nicht mehr los. Haltet es fest, damit es euch nicht entrissen wird. Haltet an dem Guten fest, nachdem es als richtig bewiesen wurde. Alles, was als nicht richtig erwiesen wurde, laßt so schnell wie möglich los, und nehmt davon Abstand. Haltet niemals etwas Verkehrtes fest. Es ist möglich, daß feine, standhafte Christen manchmal an verkehrten Dingen festhalten und denken, daß sie richtig sind. Doch alles sollte geprüft und bewiesen werden, ob es richtig oder verkehrt ist. Das ist unser aller Pflicht, die wir in Erwartung stehen, mit Jesus zum Himmel einzugehen. Die Pflicht eines Predigers ist es, wenn eine Frage auftaucht, die Antwort zu finden und sie dann vor den Menschen zu beweisen, damit sie es verstehen, denn niemand möchte an dem festhalten, was verkehrt ist. Dazu ist uns die Heilige Schrift gegeben, daß wir alle Dinge daran prüfen und damit beweisen und daran festhalten. Ergreift es, laßt es nicht los! Haltet das fest, was gut und richtig ist.


021.   In der Schule habe ich so gut wie ihr die Lektion gelernt, daß das Ergebnis einer Aufgabe benutzt werden kann, um zu prüfen, ob die Rechnung stimmt. Sicher habt ihr alle das auch getan. Danach braucht ihr euch nicht mehr zu sorgen, ob eure Antwort richtig ist. Das Ergebnis muß an der Aufgabe geprüft werden. Daran erkennt ihr, ob euer Ergebnis richtig ist. Niemand kann es als verkehrt bezeichnen. Ihr könnt euch gelassen hinsetzen in der Gewißheit, eure Aufgabe ist richtig und ihr werdet eine gute Note dafür bekommen, weil ihr es in dieser Weise geprüft habt.


022.   Ein altes Sprichwort sagt: "Beweise es, so will ich es glauben."

Es gibt eine Redewendung in unserem Lande: "Ich bin von Missouri." Die Entgegnung darauf lautet: "Beweise es!" Auf das Geistliche übertragen braucht die Forderung nicht gestellt zu werden, denn Gott hat in jedem Zeitalter Sein Wort erfüllt und Sein Werk bestätigt, das für jedes Zeitalter bestimmt war. Doch jedesmal, wenn Gottes Wort in einem Zeitalter bewiesen wurde, hat die Mehrheit es abgelehnt. Sie hielten sich nicht an den Ausspruch: "Beweise es, so will ich es glauben!" Glauben könnt ihr nur, wenn Gott euch Glauben gibt. Glaube ist eine Gabe Gottes. Es genügt nicht, daß ihr religiös seid. Ihr müßt den Glauben haben, der allein in dem bewiesenen Worte Gottes verankert ist. Gott hat für jedes Zeitalter Sein Wort gegeben und vorausgesagt, was in jedem Zeitabschnitt geschehen sollte.


023.   Moses hätte nicht mit der Botschaft Noahs auftreten können. Jesus hätte nicht die Botschaft Moses bringen können. Kein Prophet konnte mit der Botschaft eines anderen Propheten auftreten. Durch Seine Propheten hat Er Sich selbst und Seinen gesamten Heilsplan geoffenbart. Deshalb kann zur Bibel nichts hinzugetan und nichts davongenommen werden. Wenn schon das Ergebnis einer Aufgabe dazu dient, die Gesamtaufgabe zu prüfen, weshalb prüft ihr dann nicht das Gesamtzeugnis der Bibel anhand des bestätigten Wortes für diese Zeit. Wenn die Bibel davon spricht, daß gewisse Dinge in diesem Zeitabschnitt geschehen sollen, dann muß es geschehen. Was immer ihr den Menschen zu sagen versucht, muß mit dem Ergebnis des gesamten Wortes als wahr bestätigt sein. Dann ist es wahr, andernfalls nicht. Sicher habt ihr schon das Sprichwort gehört: "Ich glaube, was ich sehe." Doch auch an diesen Ausspruch haben sie sich nicht gehalten, denn sie saßen, sahen die Werke Gottes und glaubten doch nicht. Das englische Wort "Sehen" hat verschiedene Bedeutungen. Es kann auch bedeuten "zu verstehen" und "zu begreifen", genauso wie "etwas anzusehen." Deshalb könnt ihr nicht sagen: "Ich glaube, was ich sehe", sondern: "Ich glaube, was ich verstehe."


024.   Jesus sagte: "Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen." In anderen Worten: "Verstehe das Reich Gottes, denn das Reich Gottes ist der Heilige Geist in dir." Deshalb müßt ihr verstehen, was in euch vorgeht. Die einzige Möglichkeit, es zu verstehen, ist, zu vergleichen, ob eure Handlungen mit dem, was die Bibel sagt, übereinstimmen. Dann ist euer Problem gelöst. Sehen allein ist nicht Glauben, denn den kann nur der Heilige Geist in euch bewirken.


025.   Ich kann euch durch die Sinne des Körpers beweisen, daß "Sehen" nicht "Glaube" ist. Ich kann das Salbölfläschchen nicht sehen, weil ich es hinter mir in meiner Hand halte. Doch der Sinn des Gefühls sagt mir, daß es in meiner Hand ist. Sehen kann ich es nicht. Das ist unmöglich, und doch glaube ich es. In diesem Fall vermittelt das Gefühl mir den Glauben. Wenn ich das Salböl vor mich hinstelle, meine Augen schließe, kann ich es weder sehen noch fühlen, wohl aber kann ich mich nah genug heranbegeben, um es zu riechen. Ich glaube immer noch, daß es da ist. Der Glaube ist die Substanz der Dinge, auf die man hofft, der Beweis dessen, was man weder sehen, fühlen, schmecken, riechen oder hören kann. Ihr glaubt einfach.


026.   Der Glaube muß einen Ort haben, auf dem er ausruhen kann. Alles, was im Gegensatz zum Worte Gottes steht, kann nicht als Glaube an Gott bezeichnet werden, denn es fehlt der Ruheort. Nur wenn eine Verheißung Gottes vorhanden ist, können wir unseren ewigen Stand einnehmen. Ungeachtet der Zweifel in allen Zeitaltern, und besonders in unserer Zeit, geht der Herr weiter, indem Er Sein Wort als richtig bestätigt, wie Er es in jedem Zeitalter tat. Der Unglaube hält Gott nicht auf, und hindert Ihn nicht, dies geschehen zu lassen. Ich gebe nichts darum, wieviel Ungläubige in der Welt sind, denn der Unglaube verdammt nur den Ungläubigen. Der Unglaube wird die Ungläubigen zur Hölle bringen und jedes Segens berauben, den Gott verheißen hat. Doch dadurch wird Gott nicht gehindert, mit den Gläubigen vorwärts zu gehen. Der Unglaube hält nicht Gott, sondern den Ungläubigen auf.


027.   Niemand kann sagen: "Ich werde verhindern, daß die Sonne morgen scheint." Versucht es! Natürlich könnt ihr es nicht. Gott hat die Ordnung dafür festgesetzt und sagte, daß sie leuchten wird. Sie wird scheinen, weil Er es so gesagt hat. Die Wolken mögen sich davor stellen, doch trotzdem scheint sie. Ihr könnt Gott dadurch nicht aufhalten.


028.   Wie tut Gott Seinem Volke Sein Wort kund? Gott hat gewußt, daß die Ungläubigen in der Mehrzahl sein werden. Doch beachtet die Weisheit Gottes. Durch Sein Vorherwissen hat Er für jedes Zeitalter den Samen vorherbestimmt, der Ihm Glauben schenken würde. In jedem Zeitalter gibt es Menschen, die mit Seinem Wort vorwärts gehen. Alles verläuft genau planmäßig. Nichts hält Gott auf. Er geht vorwärts. Auch wenn wir manchmal denken, daß etwas nicht richtig vor sich geht, stimmt alles genau. Seid unbesorgt! Seine Uhr ist genau eingestellt und alles verläuft richtig.


029.   Wenn ich mich in dieser Zeit umsehe und beobachte, was so auf den Straßen vor sich geht, dann denke ich: "Oh, Gott!" Doch Seine Antwort lautet: "Einen Augenblick, Meine Zeituhr läuft richtig." Alle Menschen werden auf dieselbe Grundlage gestellt, sich zu entscheiden. So war es zur Zeit Luthers und zur Zeit Wesleys, obwohl die Sünde damals nicht solch ein Ausmaß angenommen hatte, wie jetzt. Jetzt haben wir mehr Wissen als damals. Doch wenn der Feind wie eine Flut hereinbricht, erhebt der Geist Gottes sich, um Einhalt zu gebieten. In dieser Zeit haben wir mehr Erkenntnis, mehr Wissen, deshalb fließen Ströme des Unglaubens herein, doch Gott erhebt sich und tritt dem entgegen. Vergeßt es nicht! Er hat das Geschehen dieser Dinge nicht nur vorherbestimmt, sondern durch Seine Propheten voraussagen lassen. Die Gerechten sehen es erfüllt und bestätigt und wissen, daß es stimmt. Was immer jemand sagen mag, sie wissen, es ist richtig. In der Schrift lesen wir, daß Er uns zu Söhnen durch Jesus Christus vorherbestimmt hat. Gott sagte nicht: "Den einen erwähle ich und den anderen nicht", doch durch Sein Vorherwissen wußte Er, was jeder tun würde. Durch Sein Vorherwissen konnte Er alle Dinge bestimmen und alles verläuft zu Seinem und eurem Besten.


030.   Gleich zu Anfang sagte Gott Adam und Eva, was geschehen würde, wenn sie Sein Wort übertreten. Er stellte ihnen Gut und Böse zur Wahl. Er sprach: "Welches Tages ihr davon esset, müßt ihr des Todes sterben. "Gott meinte genau, was Er sagte. Das tut Er immer. Er meint, was Er sagt. Satan verführte sie, es nicht zu glauben, denn Satan glaubte selbst nicht. Er glaubte es nicht und nun verführte er auch sie, es nicht zu glauben. Noch immer tut er dasselbe. Immer noch lehrt er andere das gleiche, und sie verfallen in Unglauben wie Eva.


031.   Gott schützte Sein Volk hinter Seinem Wort. Das ist eure einzige Verteidigung, nicht eure Denomination, nicht euer Vater, nicht eure Mutter. Ihr steht geschützt hinter dem Worte Gottes. Das ist der Ort, an dem der Gläubige geschützt ist, nämlich hinter dem Wort. Eine kleine Lücke entstand, weil man das Wort in Frage stellte. Die Überlegung kam herein und nahm den Platz des Glaubens ein. Sie durchbrachen die Schranken, doch Gott hielt Sein Wort und erfüllte es. Satan hat sie durch Überlegung zum Unglauben gebracht. Ihr habt kein Recht, das Wort verstandesgemäß in Frage zu stellen, ihr müßt es einfach glauben. Was immer Gott sagt, wird Er in der Weise geschehen lassen. Laßt keine eigenen Gedanken darüber eindringen, sondern möge die Gesinnung Jesu Christi in euch sein. Er ist das Wort. Laßt das Wort Christi in euch sein, alles andere ist verkehrt. Das Wort Christi ist richtig.


032.   Viele Menschen fallen durch ihr sogenanntes vernünftiges Denken wie Eva herein. Ihre Beweisführung lautet: "Wie kann Gott so etwas tun?" Ist das eine nicht so gut wie das andere? Wenn es im Gegensatz zum Worte steht, dann in keinem Fall. Wenn ein Bibellehrer oder Bibelausleger oder sonst jemand, euch etwas anderes lehrt, indem er auch nur ein Jota von der Bibel abweicht und ihr es glaubt, so seid ihr einer falschen Lehre verfallen. Es ist dann wieder Satan, der dasselbe an euch tut, wie er an Eva tat. Doch Gott geht vorwärts, ganz gleich, was Satan tut. Gott läßt sich nicht aufhalten, sondern beweist Sein Wort als wahr. Seht was Satan zu Eva sagte: "Mitnichten werdet ihr des Todes sterben. Ihr werdet klug sein." Danach trachtet die Welt in dieser Zeit: nach menschlicher Erkenntnis, wissenschaftlichen Beweisen.


033.   Er sagte: "Mitnichten werdet ihr des Todes sterben." Gott hatte gesagt: "Ihr werdet sterben." Gott hat es bewiesen. Wir können sehen, daß Er meinte, was Er sagte. Ihr braucht nur zum Friedhof zu gehen, dann werdet ihr wissen, ob Er es gemeint hat oder nicht. "Welches Tages ihr davon esset, werdet ihr des Todes sterben." Ihr könnt nachprüfen und jedes Zeitalter durchforschen, niemand hat je 1000 Jahre erreicht. Gott hat Sein Wort bestätigt. [Denn tausend Jahre sind bei Gott wie ein Tag.]


034.   Vergeßt es nicht! Er hält alle Verheißungen Seines Segens und auch Seine Flüche. Der Beweis ist erbracht, daß sie des Tages starben, an dem sie gegessen haben. Er hält auch jedes Wort Seiner Segnungen. Gott erfüllt jede Verheißung. Oh, das liebe ich. Ihr müßt nun wählen, was ihr wollt: Seine Segnungen, indem ihr Ihm glaubt, oder Seinen Fluch, wenn ihr das Wort verdreht. Wenn ihr das Wort verdreht und in verkehrter Weise glaubt, seid ihr unter dem Fluch. Wenn ihr es so glaubt, wie Er es niederschreiben ließ, und daran festhaltet, seid ihr gesegnet. Es steht immer im Gegensatz zu dem wissenschaftlichen Argument der Menschen. Doch Er hält jedes Wort, es sei Fluch oder Segen. Männer und Frauen versündigten sich so sehr gegen Sein wahres Wort in der Zeit vor der Sintflut und in den darauf folgenden Generationen, daß Er das Todesurteil aussprach, und es bis zur völligen Vernichtung kam, indem die Erde mit Wasser überflutet wurde. Derselbe Gott, der alles auf Erden dem Tode preisgab durch die Sintflut, erhielt alles, was in der Arche war, am Leben. Was Er verheißen hatte, tat Er. Derselbe Gott, der durch Sein Wort das Wasser angekündigt hatte, derselbe Gott hat durch Sein Wort auch das Feuer angekündigt. Er wird es einlösen. Er wird Sein Wort gewiß einlösen.


035.   Wie erkannten sie Sein Wort? Ehe Er Verderben und Gericht kommen läßt, gibt Er zuvor Sein Wort bekannt. Zunächst sendet Er den Menschen Sein Wort und gibt ihnen die Warnung. Oh, das liebe ich. Jetzt können wir feststellen, wo wir uns befinden. In den Tagen Noahs gab es viele Prediger, Vereinigungen und Religionen. Jesus sagte: "So wie es war in den Tagen Noahs, so wird es sein in den Tagen des Menschensohnes." Damals trat ein Prophet auf und begann etwas zu tun. Er baute die Arche. Gott sandte Seinen Propheten Noah, sandte das Wort, ließ die Zerstörung ankündigen, weil Er den Lebenswandel der Menschen nicht länger ertragen konnte. Er beschloß, die Menschen, die Er erschaffen hatte, zu zerstören. Immer kam das Wort zu den Propheten. Gott ändert sich nicht. So steht es in Mal. 3: "Denn ich, der Herr, habe mich nicht geändert..."


036.   Noah wurde zu einem wissenschaftlichen Zeitalter gesandt mit einer nicht wissenschaftlichen Botschaft. Noah wurde zu den Intellektuellen jener Zeit gesandt, mit einer nicht intellektuellen Botschaft. In jenem Zeitalter hatte er eine Botschaft des Glaubens und der Verheißung. Meint ihr, die wissenschaftliche Welt hat der nichtwissenschaftlichen Botschaft Glauben geschenkt? Meint ihr, die Menschen jenes großen intellektuellen Zeitalters konnten einer solch einfachen Botschaft, die ihrem Verstand töricht vorkam, glauben? Doch Gott tut es immer in solch einer Weise.


037.   Noah war ein bestätigter Prophet des Herrn. Er war der Botschafter Gottes jener Stunde. Die Menschen hätten seine Botschaft glauben müssen, nachdem sie als das Wort Gottes vom Herrn bestätigt war. Gott würde Sein Wort halten. Das gleiche trifft jetzt zu. Wir leben in der Endzeit. Die Menschen damals hätten begreifen müssen, worum es ging. Noah war ein Typ auf die Juden, die durch die Trübsal hindurch müssen. Henoch hatte die echte Botschaft und war ein Typ auf die verwandelte Gemeinde, denn Henoch wurde hinaufgenommen, ehe die Flut kam. Beide waren Propheten. Henoch wurde hinweggenommen, damit Gott mit Noah vorwärts gehen konnte. Die Gemeinde wird hinweggenommen, damit Gott sich den Juden zuwenden kann, dem Überrest der 144000, wie wir es in der Schrift finden. Angesichts des wissenschaftlichen und ungläubigen Zeitalters bestätigte Gott Sein Wort, erfüllte Seine Verheißung und ließ die Flut kommen.


038.   Beachtet! Bis zu den Tagen Noahs hatte es noch niemals auf Erden geregnet. Gott hat die Erde durch Tau getränkt, doch geregnet hatte es bis dahin nicht. Noah verkündigte: "Es wird regnen!" Ungeachtet dessen, was die Wissenschaftler sagten, die auf ihren Instrumenten Messungen vornahmen und es für unmöglich hielten, ließ Gott geschehen, was Er gesagt hatte.


039.   Heute wissen wir, daß Feuer bereit steht, um die Gase der Erde zu entzünden, denn die Bibel sagt: "Kommen aber wird der Tag des Herrn wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber in der Flammenglut sich auflösen, und die Erde wird mit allen Menschenwerken, die auf ihr sind, in Feuer aufgehen." Es ist genauso wie zur Zeit Noahs. Die Botschaft zur Zeit Noahs beruhte auf Glauben, war jedoch nicht wissenschaftlich zu beweisen. Doch heute ist die Botschaft gemäß dem Worte Gottes und auch wissenschaftlich bewiesen.


040.   Elia trat auf, tat Wunder, ohne zu predigen. Er ging von Ort zu Ort, und tat Wunder. Das nächste Mal kam es in der Form von Johannes, dem Täufer. Er kam und tat keine Wunder, sondern predigte nur. Das dritte Mal geschieht beides - das Predigen und die Wunder. Seht, in welch einer Übereinstimmung die Schrift verläuft. Er tat in jenem Zeitalter, wie in all den anderen Zeitaltern, was Er sich vorgenommen hatte. Er tut jetzt, was Er verheißen hat. Zunächst verheißt Gott etwas, dann bestätigt Er Sein Wort als richtig.


041.   Alle, die die Botschaft jener Zeit glaubten, gingen ein und wurden gerettet. So war es zu allen Zeiten. Alle, die weder die Botschaft noch dem Botschafter glaubten, kamen um. Alle, die in Wahrheit das Wort Gottes in dieser Zeit glauben, werden herausgenommen. Alle, die das Wort Gottes nicht glauben, werden mit der Welt umkommen, weil sie von der Welt sind. Denn alles, was in der Welt ist, wird vergehen. Alles, was gerettet ist, ist in Gott und bleibt in Gott und kann nicht vergehen. Die Verheißung lautet: "Ich gebe ihnen das ewige Leben und werde sie am letzten Tage auferwecken." Welch ein Trost für alle Gläubigen. Wenn ihr in Christus seid, habt ihr die Gewißheit, daß Gott Sein Wort hält, obwohl die Welt vergehen wird. Er hält Sein Wort. Er erweckt Sein Volk und errettet es. Er beweist es.


042.   Er bewies Sein Wort Seiner Verheißung dem Abraham als wahr. Auch zur Zeit Abrahams war es unmöglich, daß ein hundertjähriger Mann und eine neunzigjährige Frau ein Kind miteinander hatten. Sie waren weit über die Zeit hinaus. Abraham konnte es nicht erklären. Wäre er zum Arzt gegangen, so hätte auch der gesagt: "Das ist unmöglich." Wenn jemand in dem Alter Vorbereitungen für die Geburt eines Kindes träfe, würde er als nicht zurechnungsfähig betrachtet. Man würde sagen: "Der ist von Sinnen." Doch in der Bibel steht: "Trotzdem ließ sich Abraham im Hinblick auf die Verheißung Gottes nicht durch Unglauben irre machen, sondern vielmehr wurde er im Glauben immer stärker, indem er Gott die Ehre gab, und der festen Überzeugung lebte, daß Gott das, was Er verheißen hatte, auch zu verwirklichen vermöge." Er sah auf den, der unsichtbar ist und lebte der völligen Überzeugung, daß Gott erfüllen würde, was Er verheißen hat. Wir werden als Kinder Abrahams bezeichnet. Amen! Wenn ich über diese Dinge nachdenke, fühle ich mich wohl.


043.   Nach all den Jahren bestätigte Er es. Er machte Abraham und Sara jung. Sie hatten das Kind und lebten noch viele Jahre miteinander. Nachdem Sara starb, heiratete Abraham noch einmal, hatte Söhne und Töchter und starb im Alter von 175 Jahren. Er sah nicht auf seinen Leib und nicht auf den erstorbenen Leib Saras. Er hielt fest an dem, was Gott gesagt hatte, und wußte, daß er es beweisen würde. Gott beweist durch die Erfüllung, was Er zugesagt hat. Inmitten der Gelehrten und Ungelehrten beweist Gott, daß Er recht handelt. Er beweist Sein Wort immer. Er ist im Recht, alle anderen sind im Unrecht.


044.   Zu Lot sprach Er: "Flüchte dich eilends dorthin, denn ich kann nichts tun, bis du dort hingekommen bist." Die Stadt sollte verbrannt werden. Er sprach zu Abraham: "Wenn ich zehn Gerechte in der Stadt finde, will ich sie verschonen." Doch diese zehn waren nicht da. Sein Wort wurde als richtig erwiesen. Man hätte fragen können: "Woher soll das Feuer kommen? Es ist doch nirgends zu sehen." Aber Gott hatte es so gesagt. Abraham wußte, daß es geschehen würde. Auch Lot begriff es und entfloh ins Gebirge.


045.   Den Nachkommen Abrahams versprach Er, daß sie als Fremdlinge in einem Lande wohnen und von dem Volke unterdrückt würden, doch nach vierhundert Jahren wollte Er sie herausholen. Er hat sein Wort genauso erfüllt, wie Er es zugesagt hatte. Nach 400 Jahren wurden die Nachkommen Abrahams aus Ägypten herausgeführt. Er hatte versprochen, sie mit mächtiger Hand zu befreien, und aus der ägyptischen Knechtschaft herauszubringen. Er hat sein Wort gehalten.


046.   Seht, was Gott tun mußte, um die Kinder Israels nach Ägypten zu führen. Es sah aus, als ob ein Unheil sie befiel. Die Geschichte mit Joseph war so tragisch. Er wurde als tot erklärt. Wie war wohl seinem Vater Jakob zumute, als er hörte, daß sein Sohn von wilden Tieren getötet wurde. Wie schwer muß es für Joseph gewesen sein, von seinen Brüdern verraten und von seinen Angehörigen getrennt in die Grube geworfen und als tot erklärt zu werden. Seine Kleidung hatten sie in das Blut eines Lammes getaucht und brachten es seinem Vater. Doch Joseph war sich dessen bewußt, daß die Hand des Herrn mit ihm war. Er wußte, daß er gläubig ist.


047.   Obwohl seine Brüder ihn ablehnten und nichts mit ihm zu tun haben wollten, wußte Joseph, daß Gott Sein Wort halten wird. Er hatte in dem Gesicht gesehen, wie sich alle vor ihm verneigten und wußte, daß es so geschehen mußte, denn es war: "So spricht der Herr'." Amen! Er sorgte sich nicht, wie unwahrscheinlich es aussah. Joseph wußte, es ist die Wahrheit. Ungeachtet dessen, wie schwer die Aufgabe war oder wodurch er gehen mußte, er wußte, eines Tages werden sich alle vor ihm verneigen. Wie sollte es geschehen, wenn sie ihn haßten? Er wußte, Gott wird Sein Wort jederzeit als wahr bestätigen. So tut Er es auch heute. Gott beweist Sein Wort. Abgesehen davon, ob die Gelehrten sagen, es könne nicht geschehen, wie gebildet und intelligent die Menschen auch sein mögen oder wie formell die Gemeinde geworden ist, Gott wird Sein Wort als richtig erweisen. In diesem Wort ist euer Vertrauen verankert. Joseph mußte durch Tiefen gehen und nach Ägypten kommen, doch Gott brachte ihn heraus, wie Er es gesagt hatte. Ein sehr herrliches Bild für die heutige Zeit. Er mußte sich dort aufhalten, doch Gott hielt Sein Wort.


048.   Für die Hebräer war die ägyptische Knechtschaft sehr schwer. Sie waren gesegnet und genossen die Frucht im Lande Gosen. Dann aber wurden sie in den Sklavendienst genommen. Für die Mütter war es sehr schwer, weil man die Kinder, die Frucht ihres Leibes, wegnahm, und sie den Krokodilen vorwarf. Für sie war es eine sehr schwere Zeit. Eines Tages wurde das vorherbestimmte Kind geboren. Es war ein schönes Kind. Dann kam der Tag, wo der Heilige Geist in der Gestalt der Feuersäule herab kam, dort in der Wüste, und in einem Dornbusch blieb und sprach: "Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihr Geschrei gehört. Ich gedenke Meiner Verheißung. Die Zeit ihrer Befreiung ist gekommen. Ich sende Dich zu ihnen..." Mit einem Stab in der Hand, seine Frau auf einem Esel und ein Kind auf ihrem Schoß, ging er hin. Er tat das durch die Kraft des allmächtigen Gottes.


049.   Welch ein törichtes Unterfangen. Was ist ein Stab gegen zehntausend Speere? Doch seht, Gott war in der Sache. Es kommt darauf an, wo Sein Wort ist. Moses hatte Sein Wort. Pharao hatte die Speere. Moses hatte das Wort. Mehr brauchte er nicht. Mehr braucht auch ihr nicht in dieser Zeit. Ihr braucht nicht das Empfehlungsschreiben einer Gemeinde, keine Denomination, die hinter euch steht. Ihr braucht das Wort, um an der Entrückung teilzunehmen. Ihr braucht keine Empfehlungen, keine lange Entstehungsgeschichte einer Schule, um heute geheilt zu werden. Ihr braucht nur das Wort aufzunehmen. Das bewirkt es. Ihr braucht nicht das Wort des Arztes, auch wenn er sagt, alles getan zu haben, was er tun konnte. Er sagt euch, daß ihr Krebs habt oder einen Tumor, daß ihr erblinden werdet oder daß ihr taub und stumm seid, das macht nichts aus. Wenn ihr das Wort, aus dem brennenden Busch kommend mit der Verheißung, in euch aufnehmt, muß etwas geschehen. Gott wird Sein Wort jedesmal als wahr bestätigen, wenn es aufgenommen und auf den rechten Boden gefallen ist. Das ist, was ihr benötigt - Sein Wort. Er beweist es. Er hält es. Darauf könnt ihr sicher ausruhen. Er bestätigt Sein Wort in jedem Zeitalter auf ungewöhnliche Weise. Immer tut Er es auf die gleiche Art. Was tat Er in den Tagen Noahs? Als Er bereit war, den Überrest hindurchzubringen, sandte Er Noah, den Propheten, und gab Noah ein Zeichen.


050.   Was tat Er, als Er die Kinder Israel herausführte? Er tat dasselbe. Er sandte Seinen Propheten, denn Sein Prophet hatte Sein Wort. Die Zeichen und Wunder des Wortes bezeugten, daß es die Wahrheit ist. Israel konnte ins verheißene Land gehen, weil sie es glaubten. Als sie durch die Wüste wanderten, zweifelten sie an dem Wort des Propheten, obwohl sie das Wort als bestätigt gesehen hatten. Die Braut ging nicht mehr im Gleichschritt. (Ihr wißt, daß ich von meiner Vision spreche.) Sie hielt nicht mehr Schritt. Doch Josua und Kaleb standen auf und glaubten dem Wort der Verheißung, ungeachtet der Verhältnisse.


051.   Als sie nach Kades-Barnea kamen, sandte Moses Kundschafter aus von jedem Stamm, um herauszufinden, von welcher Seite sie das Land einnehmen konnten. Er sandte seinen General Josua, der ein Prophet unter Moses war. Er sandte ihn hin, denn er hörte auf Moses. Moses sprach zu ihm: "Gehe hin und kundschafte das Land aus!" Der General nahm einen Mann von jedem Stamm, und sie gingen hin. Er nahm Kaleb, denn er wußte, daß Kaleb wahrhaft gläubig war. Sie gingen hinein in das verheißene Land und kamen mit solch großen Weintrauben zurück, daß zwei Männer eine Rebe tragen mußten. Er sprach: "Dies ist der Beweis für Israel, daß es ein gutes und fruchtbares Land ist, in dem Milch und Honig fließt, wie Gott gesagt hatte. Es ist ein prächtiges Land. Es ist ein gutes Land. Anstatt des Knoblauchs und der anderen Dinge, die ihr in Ägypten gegessen habt, bringen wir euch in ein Land, in dem Milch und Honig fließt. In all den Jahren, da ihr in Ägypten wart, habt ihr wahrscheinlich nie Milch und Honig geschmeckt. Sie gaben euch nur den Teil, der den Sklaven zugeteilt war, doch jetzt geht ihr in dies Land." Nach einer kurzen Zeit, ungefähr einer Tagesreise, kamen sie nach Kades-Barnea, dem Richterstuhl der Welt. Dort, unter den Palmen, hielten sie bei der Quelle an und setzten ihr Lager auf. Er sprach: "Jetzt haben wir den vollkommenen, echten Beweis, denn Gott hatte gesagt, es ist ein gutes Land. (Gott hat es auch für den heutigen Tag verheißen.) Doch jetzt, ehe ihr in das Land eingeht, möchte ich beweisen, daß es ein gutes Land ist. Darum gehe hin, bringe einen Beweis des Landes und zeige ihn dem Volke." Sie gingen hin. Doch wenn immer ihr einen Beweis bringen wollt, lauert der Feind auf dem Wege. Als die anderen Kundschafter in das Land blickten und die Riesen von Kanaan sahen, sagten sie: "Wir können es nicht tun." Doch sie kamen zurück mit dem Beweis, daß das Land vor ihnen lag, denn sie wurden richtig geführt. Gott hat Sein Wort bestätigt, ehe sie in das Land eingingen.


052.   Könnt ihr es heute nicht sehen? Das Volk fährt Tausende von Meilen, um das Wort zu hören, und zu sehen, wie es bestätigt und unter Beweis gestellt wird. Es ist der Beweis, daß es ein großes Land ist. Ihr könnt sehen, wie jemand, der dem Tode durch Krebs preisgegeben ist, wieder gesund wird. Wenn ihr seht, daß das Wort Gottes, wie Er es gesprochen hat, unter Beweis gestellt wird, ist es ein Zeugnis dafür, daß Er Sein Wort hält. Dort ist ein großes Land. Wenn mein Leben schon fast dahin ist, und Gott herabkommt und es wieder verschont, ist es ein Beweis, daß ewiges Leben vorhanden ist. Wenn ihr früher niemals euren Fuß über die Schwelle einer Kirche gesetzt habt und heute wartet, um hinein zu kommen, ist es ein Beweis, daß Gott Sein Wort hält und bestätigt. Deshalb kommt ihr aus weiten Entfernungen.


053.   Als ich vor kurzem eines Morgens hierher kam und sah, wie die Mütter ihre Kinder fütterten, dachte ich: "Oh Gott, ich wäre der größte Heuchler der ganzen Welt, wenn ich diesen Menschen, die aus weiter Ferne hierher kommen, etwas Verkehrtes sagen würde. Ich fühle mich von Herzen mit ihnen verbunden. Sie hungern und dürsten nach Gott. Hilf mir, Herr, daß ich ihnen die Wahrheit sage. Wenn nicht, dann nimm mich weg von dieser Erde. Laß mich diesen Menschen die Wahrheit sagen. Hilf mir, Herr. Halte mich fest an Deiner Hand und zeige mir die Wahrheit und dann bestätige Dein Wort, indem Du bezeugst, daß ich ihnen die Wahrheit sage. Laß diese armen Menschen nicht irre geführt werden." O, wie fühle ich mich mit ihnen verbunden, wenn ich ihre Treue sehe.


054.   Ich glaube, Josua dachte das gleiche, als er das Volk um sich versammelte. Er sah, wie sie ihre Kleider reinigten und sich fertigmachten, um am dritten Tage den Jordan zu überqueren. Viele mögen gesagt haben: "Wir können es nicht tun, können unsere Organisationen nicht verlassen. Wir sind fertig, wir können es nicht tun, denn wir können es nicht mit unserem Verstande vereinbaren." Josua wollte das Volk über den Jordan bringen, als die Wasser sehr hoch waren. Es sah aus, als ob Gott einen großen Fehler beging.


055.   Wenn ihr krank werdet, mögt ihr sagen: "Ich bin ein Christ. Gott hat einen Fehler gemacht. Er ließ die Krankheit über mich kommen, obwohl ich ein Christ bin." Wißt ihr nicht, daß die Bibel sagt, daß alle Dinge denen, die Gott lieben, zum Besten dienen?


056.   Wußte Josua nicht, daß der Jordan zu einer anderen Jahreszeit auf solch einen Tiefstand kommt, daß man leicht durchwaten konnte? In der Nähe von Jericho hätten sie leicht hinüberkommen können, denn das Wasser wäre ihnen nur bis an die Knöchel gegangen. Man konnte leicht hinüberkommen. Doch er führte sie zu einer Zeit hinüber, als der Fluß überflutet war. Die Wasser waren vielleicht zehn bis fünfzehn Meter tief, doch Josua sprach: "In drei Tagen werden wir ihn überqueren." Gott hatte gesagt: "Versammle das Volk, auf daß sie sich heiligen, denn am dritten Tage werdet ihr über den Jordan gehen." Seht, wie Gott die Dinge geschehen läßt? Er tut es, um Sein Volk herauszuholen.


057.   Was taten sie? Sie heiligten sich und machten sich fertig. Wie tief und schmutzig das Wasser, wie reißend der Strom auch sein mochte, sie wußten, daß Gott Sein Wort bestätigen würde. Wie nahe auch ihr dem Jordan sein mögt und in welchen Verhältnissen ihr euch befinden mögt, wenn ihr nur die Verheißung Gottes in euren Herzen bewahren könnt, dann wird Gott es beweisen, daß dem so ist. Inmitten all des Unglaubens wird Er dennoch Sein Wort bestätigen. Umstände werden Ihn nicht daran hindern. Er wird auch heute noch dasselbe tun, was Er zu jener Zeit tat.


058.   Denkt daran! Er beweist Sein Wort durch die Gläubigen. Nicht durch die Ungläubigen, sondern durch die Gläubigen beweist Er Sein Wort. Ganz gleich, was die anderen zu sein beanspruchen. Ihr sagt: "O, ich glaube, Bruder." Wenn dem so ist, wird Gott es beweisen, denn wir sehen, wie Er es bei anderen getan hat. Deshalb können wir sagen: "Durch die wahren Gläubigen bestätigt Er Sein Wort." Nicht durch diejenigen, die nur sagen, daß sie glauben, sondern durch die, welche wirklich glauben. Durch Seine gläubigen Kinder beweist Er Sein Wort.


059.   Er hatte die Gläubigen. Die alte Generation, die mit Moses herauskam, aber nicht glaubte und sprach: "Wir können das Land nicht einnehmen", war gestorben. Sie alle kamen um. Nur die wirklich Gläubigen blieben übrig. Moses wurde zur Herrlichkeit genommen und diejenigen, die nicht glaubten, kamen in der Wüste um. Doch ihre Kinder zogen in das verheißene Land. Nur zwei von den Alten zogen mit hinein. Sie waren die echten Gläubigen, - Josua und Kaleb. Sie glaubten wirklich und sie zogen hinüber, denn allein durch die wahren Gläubigen kann Gott es vollführen. Glaubt ihr das? Alle, die Ihm glaubten, erreichten das Ziel. Sie überquerten den Jordan. Ich möchte, daß ihr darauf achtet, daß Er es in jedem Zeitalter so tut. Er tut es immer in derselben Weise. Für jedes Zeitalter hat Er das Wort und diejenigen, die es glauben, vorherbestimmt. Seht ihr das? Er muß es vorherbestimmen, um den Herausforderungen des Zeitalters entgegenzutreten. Habt ihr das verstanden? Habt ihr das gesehen und verspürt?


060.   Das geschieht in dieser Zeit. Durch Sein Vorherwissen hat Er es so vorherbestimmt. Was Er am Ende von Maleachi 3 vorherbestimmt hat, muß geschehen. Was immer Er in Seinem Wort vorherbestimmt, das erfüllt Er, indem Er selber Sein Wort als wahr beweist. Zunächst bestimmt Er, was geschehen soll und kündigt an, daß es geschehen wird. Er weiß, der Same wird zur rechten Zeit da sein. Er hat die Braut vorherbestimmt, Sie wird da sein. Die Entrückung wird stattfinden. Durch Sein Vorherwissen hat Er es vorherbestimmt. Sie wird dort sein. Nichts kann es aufhalten.


061.   Gott gab ihnen die Verheißung für das verheißene Land. Zu Abraham hatte Er gesagt, daß Seine Nachkommen 400 Jahre als Fremdlinge in einem Land wohnen würden. Moses, als der Prophet des Herrn, sagte: "Gebt acht, ob das eintrifft, was ich weissage. Daran sollt ihr erkennen, daß der Herr mich gesandt hat, denn ihr wißt, was Gott euch verheißen hat. Wenn ich etwas weissage, und es geschieht jedesmal, wie ich es gesagt habe, dann erkennt, daß ich vom Herrn gesandt bin, euch das zu sagen. Gott hat ein Land verheißen. Es ist ein gutes Land, in dem Milch und Honig fließt. Folget mir!" Moses machte sich mit ihnen auf und zog in die Wüste, wie Gott es ihm geboten hatte. Sie kamen zum Berge Sinai. Dann kam Gott herab in der Wolken- und Feuersäule vor ganz Israel und bestätigte, was Moses gesagt hatte. Er war dort, um Seine Worte zu beweisen und Moses zu bestätigen.


062.   Der "Ich bin" erschien Moses in dem feurigen Busch. Derselbe "Ich bin" erschien jetzt im Feuer auf dem Berge. Sie sprachen: "Moses, sprich du zu uns, sonst kommen wir um, denn wir können die Stimme Gottes nicht ertragen." Er antwortete: "Ich werde nicht mehr mit euch reden. Wohl aber werde ich einen Propheten erwecken, der zu euch in meinem Namen reden wird." Genau das tut Er, indem Er Sein Wort vollführt. Gebt acht, was mit denen geschah, die dem Lande so nahe waren und dennoch nicht glaubten. Dazu könnt ihr Heb. 6 von Vers 4 lesen: "Denn es ist unmöglich, solche, die einmal die Erleuchtung empfangen und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das köstliche Gottes Wort und die Kräfte der zukünftigen Welt gekostet haben, und dann doch abfallen, noch einmal zur Sinnesänderung zu erneuern, weil sie für ihre Person den Sohn Gottes von neuem kreuzigen und Ihn der Beschimpfung preisgeben." So war es denen unmöglich, in das verheißene Land zu kommen, die nicht glaubten. Die Leute gehen bis zur Taufe des Heiligen Geistes. Sie kommen zum Wort, doch gehen sie durch Denominationen und Kirchen. Wenn es dann darauf ankommt, das ganze Wort zu glauben, um hineinzugehen, sagen sie: "Das ist mir unbekannt. Meine Gemeinde lehrt es nicht so." Es geht nicht um das, was eure Gemeinde lehrt, sondern um das, was die Bibel sagt. Ihr sagt: "Wie kann ich wissen, was richtig ist?" Er bestätigt und beweist es.


063.   Das Wort für jene Zeit lautete: "Dort ist ein herrliches Land, in dem Milch und Honig fließt. Ein Land, in dem Weintrauben und andere Früchte wachsen. Es ist ein herrlicher Ort." Dann wurden die Kundschafter ausgesandt, um das Land zu betrachten und darüber dem Volke zu berichten. "Wenn ihr glaubt, sind wir jetzt bereit, hinüber zu gehen." Sie gingen hin und kamen zurück. Zwei unter ihnen jauchzten und sagen: "Preis sei Gott, wir haben es gesehen und ausgekundschaftet. Es ist so wundervoll. Nichts kommt ihm gleich." Die anderen zehn sprachen: "O nein, wir sind nicht imstande das Land einzunehmen." Wieviele von ihnen zogen später mit hinein? Nur die zwei, denn sie wußten, daß Gott Sein Wort als richtig bestätigen würde. Nicht die Fluten eines überschwemmenden Jordans, noch die Riesen jenes Landes konnten sie aufhalten. Gott hat Sein Wort als wahr bewiesen. Er brachte sie in das Land hinein. Dasselbe wird Er wieder tun, gemäß der Verheißung dieser Zeit. Er bestätigt Sein Wort. Ungeachtet dessen, was geschieht, beweist Er Sein Wort.


064.   Er hat das Maul der hungrigen Löwen zugehalten, um Sein Wort als wahr zu bestätigen. Er hat Daniel, den Propheten, bewahrt. Diese Löwen wurden mit Menschenfleisch gefüttert. Man ließ sie aushungern, bevor jemand hineingeworfen wurde, damit die Löwen sich auf ihn stürzten und ihn zerrissen. Sie warfen den Propheten, der das Wort des Herrn für die Kinder Israels hatte, hinein. Er hatte ihnen geweissagt, daß der Ort eingenommen werden würde. Dort war Er mit ihm. Gott wollte sich weiter an ihnen erweisen. Er wollte Sein Wort, daß Er befreien kann, bestätigen.


065.   Sie ließen die Löwen aushungern und warfen den Propheten hinein. Sie liefen zu ihm hin, doch die Feuersäule stand dort - und alle Tiere haben Angst vor Feuer. Die Feuersäule stand dort, daher legten sich die Löwen hin. Er hält Sein Wort. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Gott hält Sein Wort. Er bestätigt es. Er beweist es, daß es so ist.


066.   Er nahm die Hitze aus der Glut in dem feurigen Ofen. So bestätigte Er Sein Wort, daß Er aus dem Feuer erretten kann. Inmitten der lodernden Flammen, in die die Männer hineingeworfen wurden, blieben sie für längere Zeit. Die Männer, die Soldaten, die sie hineingeworfen hatten, wurden von der starken Hitze verbrannt. Gott ließ das Feuer brennen, doch Er nahm die Hitze weg.


067.   Wenn du in Ihm bleibst, wird Er für dich einstehen, indem Er Sein Wort beweist. Gewiß. Als sie nach einiger Zeit die Tür öffneten, sprachen sie: "Wieviele habt ihr hineingeworfen?" Sie antworteten: "Drei." Er sprach: "Es befinden sich aber vier in dem Feuer und der vierte sieht wie der Sohn Gottes aus." Seht, Er beweist Sich, denn Er ist das Wort. Sie sagten: "Gott ist imstande, uns aus dem Feuerofen zu erretten. In keinem Fall beugen wir uns vor der Bildsäule, denn wir richten uns allein nach dem Wort." Entfernt euch von jedem Bildnis, jeder Form der Religion. Gott wird euch beistehen. Er wird die Hitze aus der Verfolgung nehmen. Er wird das Leben aus dem Krebs herausnehmen. Er wird alles für euch tun. Er ist Gott. Wenn ihr für Ihn einsteht, wird Er für euch einstehen. Jedes Mal beweist Er Sein Wort als wahr. Er hat die Hitze aus der Flammenglut genommen, das Maul der Löwen zugehalten, usw. Auch in der Wüste erwies sich Gott als Gott, als Männer auftraten, die etwas Besonderes sein wollten. Später formte man Organisationen, genannt Pharisäer, Sadduzäer, Herodianer und andere. Sie dachten, große Männer zu sein. Sie bestimmten einander zu Priestern, Hohen Priestern und taten etwas Großes, wie sie meinten. Sie machten sich selbst zu großen Männern. Doch inmitten all dessen ließ Gott einen Propheten aufstehen, den Sohn eines Priesters. Schon mit 9 Jahren ging er in die Wüste. Er konnte seinen eigenen Namen nicht lesen, auch wenn er in großen Buchstaben geschrieben gewesen wäre. Er war aber zu einem Propheten bestimmt. Hätte er die Ausbildung seines Vaters genossen, wäre er ein Pharisäer geworden. Er hatte eine sehr wichtige Arbeit, nämlich den Messias bekanntzugeben und vorzustellen. Weshalb? Gott hat Sein Wort bewiesen. Eine Stimme ruft aus einem Seminar, "Siehe, ich habe meine Doktorauszeichnung." Das mag einem Klub alter Damen imponieren, die ihre Geburtstagsparties abhalten, doch so etwas ist nicht im Worte Gottes. Er sprach: "Ich bin die Stimme dessen, der in der Wüste ruft. Bereitet den Weg des Herrn und ebnet eine Straße für unseren Gott." Er bahnte damals den Weg des Wortes, damit das Wort offenbar werden konnte. Halleluja. Seht ihr nicht das Schattenbild? Darin wollen wir uns vertiefen. In den letzten Tagen muß ein Ort bereitet werden, wo das Wort offenbar werden kann. Wir haben jetzt schon den Beweis jenes herrlichen Landes. Amen!


068.   Der Menschensohn tut sich kund. Johannes war beauftragt, ohne besondere Bildung. Er hielt sich zunächst in der Wüste auf. Seine Predigten waren in einer natürlich verständlichen Art. "Schon ist die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt." Das Schlagen mit einer Axt hatte er gesehen, als seine Hütte gebaut oder als Holz für das Feuer gehackt wurde. Dann sprach er: "Oh ihr Schlangenbrut und Otterngezücht." Auch diese Tiere hatte er gesehen. Das Schlimmste in der Wildnis ist die Schlange. Dieses Beispiel verwendend, sagte er zu den Pharisäern und Saduzäern: "Ihr Schlangenbrut, wer hat euch auf den Gedanken gebracht, dem drohenden Zorngericht zu entfliehen? Laßt es euch nicht in den Sinn kommen, bei euch zu sagen, 'wir haben ja Abraham zum Vater'." Wir gehören hierzu oder dazu! "Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus den Steinen hier Kinder zu erwecken." Die Axt würde den Bäumen an die Wurzel gelegt. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird gefällt. Wenn der Baum keine Frucht bringt, wird er gefällt und verbrannt. Er wird den Weizen in die Scheuer sammeln, die Spreu aber mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.


069.   Er trat auf, als ein Mann ohne das Gewand eines Geistlichen. Er hatte ein Kamelfell umgehängt und einen Ledergurt umgebunden. Er trat mit seinem herunterhängendem Bart auf und sprach: "Schon ist die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt." Weshalb wagte er, so kühn aufzutreten? Es war der Beweis des Wortes Gottes. Gott ist imstande, aus Steinen Kinder zu erwekken. Die Verheißung Gottes lautete: "Siehe, ich sende meinen Engel vor mir her." Weder ein religiöser noch wissenschaftlicher Beweis, sondern die Bestätigung des Wortes Gottes. Gott hielt Sein Wort. Nicht ein Gelehrter, sondern ein Prophet war im Namen des Herrn gesandt. Weshalb tat Er das? Um Sein Wort zu bestätigen.


070.   Die Priester wußten, daß einer in den letzten Tagen kommen würde, und so ließen sie allen die beste Schulung zuteil werden, um sie darauf vorzubereiten. Jeder der jungen Männer wurde bestens geschult. Aus den Leviten, die zur Priesterschaft verordnet waren, wurden sie eingeladen, weil man diesen Mann erwartete. Doch er war nicht ein Priester, sondern ein Prophet. So hat Gott es verordnet. Ihr braucht nicht einer gewissen Denomination oder einem Stamm anzugehören. Gott hat die Auswahl durch Vorherbestimmung aufgrund Seines Vorherwissens getroffen. Jeder kommt hinein aufgrund des Weges, den Gott dazu gewählt hat.


071.   Sie glaubten ihm nicht, denn er kam nicht in der Weise, wie sie es sich vorstellten. (Das kann sich wiederholen.) Doch er kam in der Weise, wie Gott es vorhergesagt hatte, so daß Er Sein Wort bestätigen konnte.


072.   Eine Jungfrau wurde schwanger, so daß Er Sein Wort beweisen konnte. In Jes. 9, 6 finden wir: "Denn ein Kind wird uns geboren, ein Sohn uns geschenkt werden..." Er hatte verheißen, daß eine Jungfrau guter Hoffnung werden würde. So geschah es. Der Herr bestätigte Sein Wort. Eine Jungfrau wurde schwanger, so daß Gott Sein Wort bestätigen konnte. Es verwirrte die Wissenschaftler. Habt ihr das verstanden?


073.   Die ganze Erde ist um der Sünde Adams willen dem Fluch unterworfen. Doch der Same des Weibes - Christus - (Das Weib selber hat keinen Samen). Sie war die Stätte, in die der Same gelegt wurde. Der Same muß Leben in sich haben. Der Same kommt von dem Manne. Das ist der Grund, weshalb der Same der Schlange in dem Weibe (Eva) sein mußte, denn es war nicht der Same Gottes. Das wissen wir.


074.   Geduldet euch, bis ihr das Buch lesen könnt. Dann werdet ihr es sehen. Darin werdet ihr das Ganze gemäß der Schrift offen vor euch sehen, in gleicher Weise, wie die Wassertaufe in Seinem Namen. Gott ist immer im Recht, niemals ist Gott verkehrt. Auch wenn ihr es nicht verstehen könnt, glaubt es trotzdem, es ist genau die Wahrheit.


075.   Wir sehen, in welch einer Weise Er es geschehen ließ. Als dieser kleine Same, ohne Hinzutun eines Mannes, in die Stätte, die Er bereitet hatte kam, verband sich der kleine Same, der Keim, mit dem Ei und begann sich zu entwickeln, Zelle um Zelle, und nährte sich vom Leben der Mutter. Ein Kind empfängt die Nährstoffe von der Mutter und ist im Blute der Mutter eingebettet, aber nicht ein Tropfen vom Blut der Mutter ist in dem Kind.


076.   Eine Mutter könnte an TB sterben, doch es kann sich nicht auf ihr Kind übertragen, denn TB ist ein Keim, der in der Blutströmung existiert. Tuberkulose ist nicht vererbbar; wohl die Anfälligkeit, doch nicht TB selbst. Es kann aber auf andere Weise von der Mutter übertragen werden. Doch wenn das Kind zur Welt kommt, ist es davon vollkommen frei, denn es hat nicht das Blut der Mutter in sich.


077.   Nun, Gott kam herab, als das Leben in der Zelle, die sich zu einem Leibe entwickelte und zunächst von der Mutter ernährt wurde. Dann wurde Er älter und nahm Speise zu sich. Er nährte sich von dem Ertrag, der aus dem Staube der Erde hervorkam - von dem Pflanzen- und Tierleben. Er aß Fisch und Brot. Dann, im Alter von 30 Jahren, wurde Er im Gehorsam zu Gott von Johannes getauft. Ehe Er aus dem Wasser herauskam, geschah etwas. Gott selber, in Gestalt einer Taube (als der Heilige Geist), kam vom Himmel herab mit der Stimme, die sagte: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe."


078.   Er ist gekommen, um den Teil, der auf Erden war, zu erlösen. Er war der Anfang der Schöpfung Gottes. Gott aber ist nicht geschaffen worden. Nur in Christus wurde Er zur Schöpfung, denn der ewige Gott ist Geist, und als Geist ist Er nicht geschaffen. Er ist der Ursprung, der Anfang der Schöpfung Gottes. Gott erlöste den Leib.


079.   Er kam herab und sagte: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe." Nachdem Er durch das alles gegangen war, kam Gott herab. So ist es mit jedem Sohn. Jeder kommt durch die natürliche Geburt auf diese Erde, doch dann erlebt ihr es, daß ihr im Gehorsam durch die Wassertaufe und die Geistestaufe kommt. Der Heilige Geist kommt herab in der Feuertaufe und stellt den Anspruch an diese Schöpfung in derselben Weise, wie an Ihn. Der Heilige Geist und Gott ist derselbe Geist, der herabkommt und diesen Leib für die Auferstehung beansprucht; denn Er ist auferstanden zu unserer Rechtfertigung. "Alle, die der Vater mir gegeben hat, kommen zu mir." Nicht einer wird verloren sein. Ich werde sie am Ende der Tage auferwecken und nicht ein Haar wird auf ihrem Haupte verloren sein. Er war der Anfang der Schöpfung Gottes. Dieses ist die Fortsetzung der Schöpfung Gottes. Dann muß die ganze Erde die Taufe empfangen. Der Heilige Geist kommt herab, um auf Erden zu wohnen, und es wird heißen: "Siehe da, die Hütte Gottes ist bei den Menschen." Gott wohnend auf Erden, der gesamte Heilsplan verwirklicht - Rechtfertigung, Heiligung, Taufe des Heiligen Geistes.


080.   Gebt acht! Die Jungfrau empfing und gebar einen Sohn, ohne einen Mann zu erkennen. Dieses hat die Wissenschaftler durch alle Zeiten und auch jetzt verwirrt. Sie werden sicher über Jesaja gelacht haben, als er sprach: "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung..." Wie sollte das möglich sein? Ich könnte mir vorstellen, daß selbst Jesaja in Verlegenheit geriet, als er Gott das sagen hörte. "Darum wird der Allherr selbst euch ein Zeichen gehen: Seht, die Jungfrau wird guter Hoffnung werden und einen Sohn gebären..." Er war als Prophet von Gott unter dem Volk bestätigt. Er sagte den Gelehrten: "Eine Jungfrau wird schwanger werden." Das war doch noch nie geschehen, seitdem Gott den ersten Menschen geschaffen hatte. Doch nun sollte eine Jungfrau auf Erden empfangen. Wenn ihr mit der Vernunft überlegt, könnt ihr euch vorstellen, in welch eine Verlegenheit der Prophet damit geriet. Er wußte aber, daß Gott Sein Wort halten und beweisen würde.


081.   Ich kann mir vorstellen, daß in allen hebräischen Familien die Erwartung groß war, daß eine ihrer Töchter dieses Kind haben würde. Sicher wird man Vorbereitungen dafür getroffen und die Kleidung für das Kind bereitgelegt haben. Generationen vergingen, ehe Gott Sein Wort bestätigte. Eine Jungfrau hat empfangen und einen Sohn geboren. Er bestätigte das Wort des Propheten als Wahrheit. Er wird immer dazu stehen. Der Sohn dieser Jungfrau war das Wort geoffenbart. Der Prophet wurde bestätigt. Die Jungfrau gebar den Sohn. Er war das Wort geoffenbart im Fleisch - der Anfang der Schöpfung Gottes. Die gesamte Erde ist die Schöpfung Gottes, jedoch im verlorenen Zustand. Er hat die Erde erlöst. Ihr seid ein Teil dieser Erde. Er hat euch erlöst und auch die Erde mit eingeschlossen. Der Sohn der Jungfrau war das Wort geoffenbart im Fleisch. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." (Joh. 1, 14)


082.   Satan versuchte, Ihn auf jede nur mögliche Weise in Unehre zu bringen. Er bot Ihm die Reiche der Welt ohne Leiden an. Er versuchte, sie Ihm zu geben, ohne daß Er sie erlöste. Doch es war in dem Plan Gottes beschlossen. Schon im Garten Eden war durch die Tötung des Lammes versinnbildlicht, daß die Erlösung nur durch das Blut geschehen kann. Der Teufel aber verhieß Ihm alle Reiche der Welt, wenn Er ihm zuwillen wäre. Denkt nur, welch eine Verheißung. Begreift ihr es nun, meine wertvollen Freunde, in welcher Weise der Satan euch Versprechungen macht? Er wird dafür sorgen, daß ihr der beste Prediger in der Vereinigung werdet. Er wird euch einen Sitz in der ersten Reihe jeder Gemeinde geben und euch zum Diakon bestimmen lassen.


083.   Er wird alles daran setzen, wenn er euch nur vom Worte hinwegziehen kann. Er zeigte Ihm alle Reiche der Welt und stellte sie Ihm zur Verfügung. Er versuchte, Ihn zu bewegen, das Wort zu brechen, denn dann hätte Er Ihn gehabt. Er bewirkte, daß Moses und Eva es brachen, doch diesmal war er an den Verkehrten geraten. Warum? Er war das Wort. Der Satan wußte nicht, daß Er selbst das Wort war. Ich kann ihn sehen. Wenn wir es uns gemäß einem Kinderbild vorstellen wollen, so kam er mit großen, schwarzen Flügeln beschwingt auf Eva zu und sprach: "Nun möchte ich dir etwas sagen. Es ist angenehm. Du solltest es versuchen." Sie antwortete: "Gott aber sagte, wenn wir das tun, müssen wir sterben." Er erwiderte: "Sicherlich wirst du nicht sterben. Das ist Unsinn und eine alte, komische Idee. Glaube das nicht." Doch Gott hatte es gesagt, und Gott hat es als richtig bewiesen. Auch jetzt beweist Er es als richtig. Menschen sterben zu dieser Stunde. Er beweist es immer noch als wahr.


084.   Satan kam zu Moses und sagte: "Moses, du hast ein aufbrausendes Temperament. Schau doch, was diese Abtrünnigen dort machen. Warum gehst du nicht herab und läßt es sie wissen." Er tat es. Doch als er diese Starkstromleitung anpackte, verbrannte er sich. Als Satan sich auf den Herrn stürzte und Ihm das Angebot machte: "Wenn du auf mich hörst, will ich dir alle Reiche der Erde geben," sagte Er wiederholt: "Es steht geschrieben." Dann sprach er: "Wenn Du der Sohn Gottes bist..." Seht, er hat es immer in Frage gestellt. Immer noch lehrt er andere, daran zu zweifeln.


085.   Er lehrte Eva, es zu bezweifeln, desgleichen Moses. Er versuchte, alle zu lehren, das Wort anzuzweifeln. Er versucht, euch zu belehren, daß ihr zweifeln sollt. Nun, ihr, die ihr heute hier seid, wenn ihr möchtet, daß ich euch beim Namen rufe, so hat Satan schon lange versucht, in euch Zweifel zu erwecken. Laßt euch darauf nicht ein und tut das nicht. Glaubt nicht mir, sondern dem Wort. Ihr braucht nicht mir zu glauben, sondern Seinem Wort. Wenn ich das Wort spreche, so ist es nicht mein, sondern Sein Wort. Meine Worte können sich ändern, doch dieses ist Sein Wort.


086.   Ich möchte jetzt nicht weiter darauf eingehen, doch Er hat es verheißen. Alle Seine Worte sind absolut wahr. Er beweist sie. Er bestätigte, daß Er das wahre Wort ist. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Worte, das aus dem Munde Gottes kommt." Wodurch leben wir? Doch nicht, wenn wir nur etwas vom Worte Gottes nehmen. So hat Er es nicht gesagt. Es steht: "...von jedem Worte..." Wir leben, indem wir das gesamte Wort essen. Wer sich nur darauf beruft, zur Gemeinde zu gehören, verläßt sich auf das Fleisch und stirbt. Man sagt: "Ich glaube alles, bis auf..." Dann seid ihr noch tot. Habt ihr es begriffen? Leben könnt ihr nur, wenn ihr jedes Wort Gottes, nicht das Wort eines Priesters, eines Bischofs, eines Kardinals oder Pfarrers glaubt, sondern hier geht es um das Wort Gottes, um jedes Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.


087.   Wie wissen wir, daß es Gottes Wort ist? Er spricht es aus und bestätigt es. Er beweist Sein Wort. Wenn dem so ist, wird euer Bekenntnis und eure Gemeindemitgliedschaft euch nicht zum Leben verhelfen. Nur durch Sein Wort allein kann es geschehen. Die Übertretung eines Wortes hat die ganze Menschheit dem Tode preisgegeben! Gemäß Offenbarung 22 bringt die Übertretung eines Wortes den Tod. Der Name wird aus dem Buch des Lebens gestrichen, bzw. der Anteil am Baum des Lebens geht verloren. Schon ein Wort hinzuzufügen oder hinwegzunehmen, genügt. Nicht ein ganzer Satz - ein Wort. O Menschen, begreift ihr es? Ich spreche nicht nur zu denen, die hier versammelt sind, sondern zu allen in der ganzen Welt. Menschen in aller Welt, habt ihr verstanden, worum es geht? Um jedes Wort, um jeden Satz, um jeden Abschnitt. Es war nur ein Wort, das Eva nicht glaubte. Doch Gott bewies es. Wenn ihr jedes Wort haltet, sollt ihr leben. Das in Frage Stellen eines Wortes brachte der Menschheit den Tod. Nun heißt es: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Worte Gottes." Jedes Wort, so wie es geschrieben ist. Die Heilige Schrift sagt, daß keine eigene Deutung zulässig ist. Niemand sollte den Versuch machen, das Wort Gottes auszulegen. Gott ist Sein eigener Ausleger. Er tut, was Er verheißen hat. Er sprach: "Es werde Licht! Und es ward Licht." Er sagte: "Eine Jungfrau wird empfangen!" So geschah es. Was immer Gott sagt, beweist Er. Auch wenn man die leibliche Auferstehung in Frage stellen würde und meinte, die Menschen seien zu Staub geworden und ihre Leiber völlig in die Bestandteile, aus denen sie kamen, aufgelöst, so lebt ihre Seele doch, und Gott sagte: "Ich will auferwecken." Hiob sprach: "Auch wenn meine Haut vergeht und ich meines Fleisches ledig bin, werde ich Gott schauen." Jedes Wort muß eingehalten werden, und dadurch haben wir das Leben.


088.   Er bewies, daß Er die Auferstehung und das Leben ist, indem Er einen Mann, der vier Tage tot war, auferweckte - einen Mann, der schon in die Verwesung überging. Auch wenn man einen Toten in einen dicht verschlossenen Sarg legt, so fressen ihn dennoch die Würmer auf. Habt ihr beachtet, was Hiob sagte: "Auch wenn die Würmer meinen Leib zerfressen..." Der Tod bemächtigt sich des natürlichen Leibes, doch wenn ihr Christus habt, dann ist schon das Leben in euch wirksam, und ihr werdet auferstehen.


089.   Er erweckte den Mann, von dem man sagte: "Er stinkt schon." Er stellte unter Beweis, wer Er ist. "Ich bin die Auferstehung und das Leben." Wer könnte das sagen, außer Gott. "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, ob er gleich stürbe." Glaubt ihr das? Er weckte den Toten auf, um Sein Wort als richtig zu bestätigen. Er war das Wort. In Heb. 4, 12 lesen wir: "Denn lebendig ist das Wort Gottes und wirkungskräftig und schärfer, als jedes zweischneidige Schwert. Es dringt hindurch, bis es Seele und Geist, Gelenke und Mark scheidet, und ist ein Richter über die Regungen und Gedanken des Herzens." Was tat Er, um zu beweisen, daß Er das Wort ist? Als Petrus zu Ihm kam und sich nieder setzte, um zuzuhören, sprach Jesus zu ihm: "Dein Name ist Simon, der Sohn des Jonas." Er hatte nichts aufzuweisen. Er war ein gewöhnlicher Fischer. Die Bibel sagt, er war ungeschult. Er wurde der Vorsteher [Bischof] der Gemeinde zu Jerusalem. Jesus sagte ihm, wer er war und wie sein Name und der Name seines Vaters lautete. Er erkannte, daß es das Wort war, denn in der Bibel steht geschrieben: "Der Herr euer Gott wird euch einen Propheten wie mich erwecken." Der Messias mußte ein Prophet sein.


090.   Seit Maleachi bis zu der Zeit trat kein Prophet mehr auf. Vierhundert Jahre vergingen ohne einen Propheten. Hier stand nun ein Mann da, der Sein Wort unter Beweis stellte. Er stand einem Manne gegenüber, der zum Leben vorherbestimmt war. Er sprach: "Dein Name ist Simon, du bist Jonas Sohn. Von jetzt ab sollst du Kephas (Petrus) heißen." Wem gegenüber hat Er Sein Wort bewiesen? Weshalb tat Er es nicht vor Kaiphas? Er war Gott. Er wußte alles, auch, daß Kaiphas nicht glauben würde. Doch dieser Mann war zum Leben verordnet. Das wußte Er.


091.   Einige Tage später stand ein anderer Mann vor Ihm, den sein Freund aus einer Entfernung von ca. 15 Meilen holte. Sie kamen dorthin wo Jesus war, und Jesus schaute ihn an. (Er war Gott. Er wußte und konnte alles unterscheiden.) Das zeigte, daß das Wort Wahrheit ist, Er bewies das Wort. Jemand mag gesagt haben: "Der Mann ist das Wort." Die Antwort der Priester lautete: "Der Mann ist nicht das Wort." Jemand anders mag gesagt haben: "Ihr wißt, es steht geschrieben, der Herr unser Gott wird einen Propheten wie Moses erwekken. Das ist Er. Höret auf Ihn!"


092.   Jesus sprach zu Nathanael: "Siehe, ein wahrer Israelit, in dem kein Falsch ist." Er antwortete: "Rabbi, woher kennst Du mich?" Jesus sagte: "Ehe Philippus dich rief, habe ich dich unter dem Baum gesehen." Er wußte, daß er glauben würde. Nathanael rief aus: "Rabbi, du bist der Sohn Gottes. Du bist der König in Israel. Du bist das Wort!" Jesus bewies, daß Er das Wort ist.


093.   Seht die Frau am Brunnen. Sie erwartete den Messias. Sie stand nicht in Verbindung mit der Volksmenge, den Denominationen usw. jener Zeit. Sie hielt Ausschau nach dem Wort. Als sie einen gewöhnlichen Mann dort an die Wand gelehnt sitzen sah, der sprach: "Weib, gebe mir zu trinken!", sagte sie: "Einen Augenblick!" In ihrem Herzen mochte sie etwas Böses gedacht haben, denn sie war eine Frau mit einem schlechten Ruf. Sie sprach: "Wie bittest Du von mir zu trinken, so Du ein Jude bist und ich ein samaritisches Weib?' Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern." Er sprach zu ihr: "Wenn du erkenntest die Gabe Gottes, und wer der ist, der zu dir sagt: 'Gib mir zu trinken!' du bätest Ihn, und Er gäbe dir zu trinken."


094.   Sie sprach zu Ihm: "Du willst mir zu trinken geben? Du hast ja keinen Eimer oder ein Seil. Wie könntest Du mir Wasser von diesem Brunnen geben?" Er sprach: "Von diesem Brunnen spreche ich nicht." Sie muß gedacht haben: "Das ist ein sonderbarer Mensch." Sie ließ den Eimer herunter, um Wasser zu schöpfen. Er sprach: "Das Wasser aber, das Ich gebe, wird zu einer Quelle werden und aus der Seele in das ewige Leben hinübersprudeln." Sie sprach: "Du bist ein Jude. Meinst Du größer zu sein wie unser Vater Jakob, der diesen Brunnen gegraben hat?" Er war der Gott Jakobs. Er sah aus, wie ein gewöhnlicher Mann. Mehr konnte man nach außen hin nicht wahrnehmen, und deshalb meinte sie: "Bist du größer wie unser Vater Jakob, der den Brunnen graben ließ und selber daraus trank und sein Vieh? Wir sind schon gesegnet, wenn wir aus dem Brunnen trinken, den dieser Prophet graben ließ." Sie sprach: "Ihr betet in Jerusalem an und unsere Väter auf dem Berge." Er antwortete: "Das Heil kommt von den Juden. Ihr betet an, was ihr nicht kennt. Wir beten an, was wir kennen." Von einem Juden wird erwartet, daß er das Wort kennt und dessen Bedeutung versteht. Gebt acht, in welch einer Weise Er bemüht war, Sein Wort zu beweisen. Er sprach zu ihr: "Gehe und hole deinen Mann!" Sie antwortete: "Ich habe keinen Mann." Er sprach: "Du hast recht geantwortet, denn fünf Männer hast du gehabt, und den du jetzt hast, der ist nicht dein Mann." Seht, etwas geschah. Etwas sprang zum Leben auf. Wenn es nicht von Anfang an dagewesen wäre, und sie dadurch nicht das Unterpfand durch Vorherbestimmung gehabt hätte, hätte sie es nicht erfaßt. Der Priester stand da und sagte: "Er hat den Beelzebub." Er hatte keine Vertretung, keinen Anteil am ewigen Leben. Ihr habt das ewige Leben. Es war seit jeher für euch bestimmt. Es gibt nur eine Art von ewigem Leben, das ist Gott. In euch werden Seine Eigenschaften offenbar. Er dachte an euch und erkannte euch. Vor Grundlegung der Welt wart ihr in Seinen Gedanken.


095.   Obwohl die Frau in sündigem Zustand war und der Priester ein geschulter Theologe des Wortes, hatte er nichts im Himmel, das ihn repräsentierte. Er war nicht in den Gedanken Gottes, wohl aber die Frau. Sie sprach: "Herr, ich erkenne, daß Du ein Prophet bist." Mehr wollte Er nicht hören. Sie sagte: "Ich glaube. Du bist ein Prophet." Auch jetzt verstehen wir sehr wenig von Propheten, obwohl es spät genug ist. "Wir wissen, der Messias kommt. Er ist das Wort. Wenn Er kommt, wird Er uns alles sagen und die Geheimnisse unserer Herzen offenbaren. Er wird dasselbe tun, was Du tust. Bist Du etwa Sein Prophet oder Sein Vorläufer?" Er antwortete: "Ich bin's, Der mit dir redet." Er bewies Sein Wort und bestätigte, daß Er es war. Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit sich selber. Gott ist das Wort. Er stillte den Sturm, so daß die Wellen sich legten. Die Weissagung Jesajas wurde bestätigt: "Sein Name ist Wunderrat, Heldengott, Ewigvater, Friedefürst."


096.   Er vermehrte das Brot und die Fische. Er, der jungfräulich geborene Sohn bestätigte das Wort. Alle Schrift mußte erfüllt werden. Er bestätigte das Wort, daß Er der geoffenbarte Jehova war. Er war der Anfang der Schöpfung Gottes - Gott in der Schöpfung. Gott wurde ein Teil der Schöpfung und wohnte selber darin. Er war der Anfang der Schöpfung Gottes. Seitdem machte Er viele zu Söhnen. Er vermehrte die Fische. Er ist das Wort und die Bestätigung des Wortes.


097.   In jener Zeit trat Er in das Haus des Jairus ein, den man als Grenzgläubigen bezeichnen könnte. Er wollte Jesus glauben, war aber nicht bereit, sich von der Gemeinde zu lösen, denn es war bekannt, daß jeder, der an Ihn glauben würde, aus der Gemeinde getan wurde. Gebt mir bitte volle Aufmerksamkeit.


098.   Ich glaube, Jesus wußte es schon, als Er den See überquerte, denn Er wußte alle Dinge. Die Tochter war sehr krank, von den Ärzten aufgegeben und dem Tode nahe. Jetzt kam der Moment der Handlung. Vielleicht ist es der Moment für euch heute. Die Zeit zu handeln ist für euch gekommen. Vielleicht seid ihr ernsthaft krank. Vielleicht seid ihr überführt, worin ihr verkehrt handelt. Gott setzt euch unter Druck. Die Zeit der Handlung ist da.


099.   Jairus kam und fiel öffentlich zu den Füßen Jesu nieder. Welch ein Schritt für einen Gelehrten, der zu einem kommt, von dem nicht berichtet wird, daß Er je zur Schule gegangen ist. Ein Mann, der alle Theologie beherrschte, kommt zu einem Manne, der von allen abgelehnt wird - einem Mann, der als nicht zurechnungsfähig bezeichnet wird.. Verzeiht mir diesen Ausdruck. Doch ihr wißt, man hat Ihn nur als Unruhestifter jener Zeit behandelt. Das war die Ansicht der breiten Masse. Man sagte: "Dieser Mann ist von Sinnen." Doch hier kam einer, der alle Gelehrsamkeit hatte, zu dem, von dem man annahm. Fr sei von Sinnen. Er wurde dazu gezwungen.


100.   Gebt jetzt acht! Manchmal werdet ihr ein wenig verletzt, doch ein Schock kann uns aufwecken. Er begab sich in das Zimmer, wo das tote Mädchen, das vor einigen Stunden gestorben war, lag. Man war bereit, sie einzubalsamieren. Sie lag vielleicht aufgebahrt, von Blumen umgeben. So war es Sitte in jener Zeit.


101.   Ich möchte Jairus mit einem feinen Prediger vergleichen, den sie alle schätzten und liebten. Ich kann euch zeigen, daß er in seinem Herzen Jesus glaubte, doch war es für ihn zu schwer, die Entscheidung zu treffen, sonst hätte er den Scheck am nächsten Zahltag nicht bekommen. Es fiel ihm schwer, die Entscheidung zu treffen, wegen des Prestige, das er unter den Menschen hatte. Sie würden sagen: "Wißt ihr schon, Jairus wurde zum Fanatiker. Er ging dort hin zu dem falschen Propheten, ja, das tat er." Obwohl man die Wunder bei dem Propheten aus Galiläa, den man als Jesus von Nazareth kannte, sah, sprachen sie: "Das glauben wir nicht." Es hört sich lästerlich an. Doch so geschah es, damals, wie heute. So wird es bleiben.


102.   Er zögerte noch, doch die Zeit kam, wo er gezwungen wurde, hinzugehen. Er begab sich vor allen zu Jesus, fiel zu Seinen Füßen und rief: "Meister! Meister!"


103.   Wißt ihr, um was es geht? - Herrschaft, Eigentum. Viele Menschen möchten Jesus als ihren Heiler, doch nicht als ihren Herrn anerkennen. "Herr" bedeutet Herrscher. Ihr mögt sagen: "Herr, errette mich, aber laß mich tun, was ich möchte. Mische Dich nicht in meine Angelegenheiten. Du kannst mein Heiland, aber nicht mein Herr sein." Er will aber dein Herr und dann erst dein Heiland sein. Er sprach: "Meister, (Heiland) mein kleines Mädchen, mein einziges Kind ist mit 12, Jahren von den Ärzten aufgegeben. Du weißt, die Priester und andere sagen, Du seist ein Fanatiker. Aber Meister, Du weißt, daß ich an Dich glaube. Ich glaube an Dich, Du hast die Unterscheidungsgabe. Komm und lege ihr Deine Hand auf, dann wird sie wieder erwachen. Sage mir, was ich zu tun habe, so werde ich es tun." Dadurch wurden die Dinge in Bewegung gesetzt. Er sprach: "Ich komme."


104.   Einige Stunden später kam jemand mit Asche auf seinem Haupt, wie es damals Sitte war, und sprach: "Bemühe den Meister nicht, deine Tochter ist schon tot." Jesus sah ihn an. Was war geschehen? Er hatte dem Jairus die Verheißung gegeben. Jetzt mußte Er hingehen, sie unter Beweis zu stellen. Amen! Er sagte: "Glaube nur, so wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen." Er wußte, was Er tat. Er sprach: "Ich tue nichts, als nur das, was der Vater mir zeigt." Ihm war gezeigt worden, was geschehen würde.


105.   Als Er in das Haus eintrat, fand Er die trauernde Volksmenge vor. Er bat sie, hinauszugehen. Dann wandte Er sich der Toten zu. Sie alle bemitleideten Jairus um seiner Tochter willen. Jesus aber sprach: "Werdet stille, ihr macht zu viel Getümmel. Das Mädchen ist nicht tot, sie schläft nur." Als sie das hörten, verlachten sie Ihn und dachten womöglich: "O, dieser falsche Prophet und Volksverführer. Das Mädchen ist doch tot. So hat es der Arzt bestätigt. Wir haben sie einbalsamiert und sie dort hingelegt. Sie ist tot. Jairus, du hast von Ihm gesprochen. Wie steht es nun damit?" Wißt ihr, was Er sagte? Er befahl ihnen allen, den Raum zu verlassen, denn in solchem Unglauben konnte Er nichts tun.


106.   Er sprach zu Jairus: "Wenn du nur glauben kannst, dann wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen." Er hatte das Wort gesprochen. Jetzt war Er dabei, es zu bestätigen. Dieses stand im Gegensatz zur Wissenschaft und der menschlichen Überlegung. Sie war tot und sofort einbalsamiert worden, wie es dort Sitte war. Die Toten wurden sofort begraben.


107.   So geschah es mit Ananias und Sapphira. Kaum war Ananias begraben, da kam Sapphira herein. Beide wurden herausgetragen und begraben. Sobald die Menschen starben, wurden sie einbalsamiert.


108.   Das Mädchen war schon fertiggemacht, um beerdigt zu werden. Sie warteten nur noch auf den Vater, daß er sie noch einmal sehen konnte, ehe sie begraben wurde. Als der Herr eintrat, sprach Er: "Sie ist nicht tot, sondern schläft nur." Sie mögen gedacht haben: "Da könnt ihr sehen, Er ist von Sinnen." Doch was tat Er? Er hatte schon gesagt, daß sie nur schläft. Er mußte Sein Wort bestätigen. Er konnte es nicht in der Gegenwart der Menge. Deshalb sagte Er: "Entfernt euch!" Wir können uns vorstellen, wie Er jetzt zu Jairus sprach: "Glaubst du immer noch?" "Ja, Herr." "Komm du mit deiner Frau, Petrus, Jakobus und Johannes." Sie gingen zu dem Mädchen hinein. Er faßte es bei der Hand und rief die Worte: "Mägdlein, erwache!" So bestätigte Er Sein Wort. Sie schlief nur. Stimmt das? Er bestätigte Sein Wort - auch im Angesicht ihres Unglaubens, indem Er sie auferweckte. Sie schlief nur. So hatte Er es gesagt.


109.   In gleicher Weise wird Er es mit jedem wahrhaft Gläubigen an jenem Tage tun, denn Sein Wort hat es verheißen. "Alle, die in Christus sind, wird Gott mit sich bringen." Diejenigen, die in Christus sind. Was tat dieses kleine, jüdische Mädchen? Ich möchte auch auf dies Wort eingehen, denn "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein." Warum erweckte Jesus dieses kleine hebräische Mädchen? Er wußte, daß sie nicht tot war. Seht, das ist Vorherbestimmung - es geschah in gleicher Weise wie mit Lazarus.


110.   Gewiß sind viele kleine Mädchen an dem gleiche Tage gestorben. Doch Er sprach kein Wort zu ihnen. Er wußte, daß dieses Mädchen ewiges Leben hatte. Er erweckte die anderen nicht. Seht, als Er von Jericho kam, mögen sie Ihn verspottet haben, indem sie sagten: "Weckst du die Toten auf? Sage mir, ob Du die Toten auferweckst? Wir haben einen ganzen Friedhof voll. Komm, und erwecke sie!" Er beachtete es gar nicht. Er wußte: Er war das Wort.


111.   Gebt acht! Sie schlief nur. Er wußte, daß der Vater kommen würde. Er wußte, daß das kleine, jüdische Mädchen nur schlief. Die Gerechten sterben nicht. Jesus kam, um die Gerechten zu erlösen. Erlösen bedeutet loskaufen - in den Stand zurückzubringen, in dem wir einmal waren. Er konnte die Ungläubigen nicht zurückkaufen, wenn sie auch hoch geschult waren und akademische Auszeichnungen hatten. Er konnte sie nicht erlösen, denn sie waren unerrettbar. Sie mußten zu ihrem Bestimmungsort. Durch Sein Vorherwissen wußte Er, daß Lazarus aus dem Grabe kommen würde. Er wußte, daß das kleine Mädchen ewiges Leben hatte. Sie war nicht tot - sie schlief nur. Wenn unsere Arbeit auf Erden getan ist, und wir nicht bis zu dem Tage Seines Kommens leben, sterben wir doch nicht - wir schlafen nur. Er hat es bewiesen. Er wird es wieder beweisen. Auch wenn die Würmer meinen Leib zerfressen, werde ich doch als Sein Ebenbild erwachen.


112.   Er bewies all Seine Worte - all Seine Worte. Bedenkt es doch. All SEINE WORTE! Ihr wart Sein Wort. Er war das Wort, und ihr seid ein Teil Seines Wortes. Deshalb seid ihr hier, um euren Platz im Leben zu bestätigen. Ihr habt das nicht verstanden. ER IST DAS WORT! Versteht ihr das?


113.   Zur Zeit Luthers war Sein Leib in dem Stadium der Füße. Zur Zeit Wesleys bis zu den Lenden und in der Pfingstbewegung bis zu den Schultern. Seht ihr, was ich meine? Er ist das Haupt. Wir haben in dieser Zeit Anteil an Seinem Wort, denn wir sind ineinander vergliedert, nicht die Füße oder Lenden, nicht die Schultern, sondern der Hals. Stimmt das? Der Hals ist der Teil des Leibes, der uns mit dem Haupt verbindet.


114.   Diejenigen, die in Christus schlafen, wird Gott mit sich bringen. Die Posaune des Herrn wird erschallen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Stimmt das? Ihr seid ein Teil des Wortes geworden. Ihr habt Anteil an Ihm, und ihr stellt es unter Beweis, indem ihr Seinen Namen annehmt. Ihr habt euren Platz erhalten, seid in Seinem Namen getauft, in Seinen Leib, durch einen Geist. Wir sind alle durch einen Geist in Seinen Leib getauft. Ihr seid in der gleichen Stellung. Er ändert Seinen Plan nie.


115.   Wie viele von euch glauben, daß die ursprüngliche Gemeinde in Ihm war? Wer glaubt das? Wie wurden sie getauft? Gewiß. Er ist der unveränderliche Gott, das haben wir bewiesen. Wir könnten bis Mitternacht hier bleiben, um das unter Beweis zu stellen. Unveränderlich. Ihr seid in Ihm und ein Teil von Ihm, denn ihr ward schon in Seinen Gedanken vor Grundlegung der Welt. Er hat euch gerufen. Die Bibel sagt, daß alle, deren Namen nicht geschrieben stehen im Lebensbuche des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt, das Tier, den denominationellen Antichristen, der auf Erden auftritt, geformt durch das römische Tier und dem Bild des Tieres, des Weltkirchenrates, anbeten werden. Euer Name wurde nicht während einer Erweckung, sondern vor Grundlegung der Welt eingeschrieben. Alle ändern wird der Antichrist verführen. Matth. 24, 24 besagt, daß der Antichrist in den letzten Tagen dem Echten so ähnlich sein wird, daß womöglich auch die Auserwählten und Vorherbestimmten verführt würden. Gott hat euch vor Grundlegung der Welt erwählt und vorherbestimmt. Verführt werden nur diejenigen, deren Namen nicht vorherbestimmt und in das Buch des Lebens eingeschrieben wurden.


116.   Daniel spricht davon, daß die Verständigen unter dem Volk gar viele zum Aufmerken bringen werden. Darüber gäbe es viel zu sagen. Gebt acht, was geschehen ist. "Und die, welche er vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen; und die er berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; und die er gerechtfertigt hat, denen hat er auch die himmlische Herrlichkeit verliehen." Ihr lebt euren Teil aus, bis zur Vollendung eurer Reise. Gott hat euch Gnade erwiesen. Ihr erweist eure Dankbarkeit Ihm gegenüber durch eure Werke. Er hat bewiesen, daß Er alle Dinge weiß - Er, der jungfräulich geborene Sohn. Er wußte, wo die Fische im Wasser waren und wo Petrus und die anderen sich befanden, ohne etwas zu fangen. Sein Wort wurde bestätigt. Stimmt das? Er wußte alle Dinge.


117.   Als Er Seine Steuern bezahlen sollte, bewies Er, daß Er alle Dinge besaß. Er wußte, wo der Fisch war, der die benötigte Münze im Maul hatte. Jemand hatte das Geld fallen lassen und der Fisch hatte es verschlungen. Jesus sprach zu Petrus: "Gehe hin, wirf die Angel aus, und nimm die Münze aus dem Maul des Fisches, den du fängst, und bezahle die Steuer." Ja, die Füchse haben Gruben, die Vögel des Himmels ihre Nester, doch Er hatte das Wort. Er war das Wort. Er hat es bewiesen. Er bestätigt immer Sein Wort. Dasselbe tut Er jetzt. Er hat es in jeder Generation in gleicher Weise bestätigt. Am dritten Tage ist Er von den Toten auferstanden und bestätigte Sein Wort, denn ein Prophet hatte gesagt: "Ich werde nicht zugeben, daß mein Heiliger die Verwesung sieht, noch daß seine Seele im Totenreich gelassen wird." Am dritten Tage, ehe die Verwesung einsetzen konnte, die ja nach 72 Stunden einsetzt, ist Er auferstanden. Er blieb nicht drei volle Tage und Nächte darin, weil der Prophet gesagt hatte: "Ich werde nicht zugeben, daß mein Heiliger die Verwesung sieht." Er bestätigte Sein Wort. Er heilte die Kranken und Gelähmten um Sein Wort zu bestätigen, denn so hatte es der Prophet Jesaja und andere Propheten geweissagt. (Kap. 35, 3-6)


118.   Er sandte den Heiligen Geist am Pfingsttage und bewies dadurch Sein Wort. (Joel 3) "Und danach wird es geschehen, daß ich meinen Geist über alles Fleisch ausgieße, so daß eure Söhne und eure Töchter weissagen, eure Greise Offenbarungen in Träumen empfangen, eure jungen Leute Gesichte sehen: ja, auch über die Knechte und Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen." Er hat es durch die Ausgießung des Geistes bewiesen. Ehe Er sich von Seinen Jüngern verabschiedete, sprach Er: "Und wisset wohl: Ich sende das Verheißungsgut meines Vaters auf euch herab: ihr aber bleibt hier in der Stadt Jerusalem, bis ihr mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet seid." Da habt ihr es. Er tat es. Er sandte den Geist, um Sein Wort fortwährend zu bestätigen. Beachtet, was Er sagte. Hat Er es erfüllt? Gut, wir lesen Markus 16: "Gehet hin in alle Weh, predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung." Wie weit? In alle Welt. Zu wem? Der ganzen Schöpfung. Wer da glaubet und getauft wird, soll selig werden, wer nicht glaubt, wird verdammt werden. Und diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben.


119.   In Joh. 14, 12 sagte Er: "Wer an mich glaubt, (nicht vorgibt, zu glauben, sondern wer an mich glaubt) der wird die Werke tun, die ich getan habe." Es bedarf desselben Geistes, der in Ihm war, um dieselben Werke zu tun. Weshalb? Der Geist war gekommen, um das zukünftige Wort der Verheißung zu offenbaren. Seht, Er hat die Vorsorge getroffen. Er wußte, daß diese Dinge geschehen würden. Nun, nach 1900 Jahren, mit dem Verlauf der Gemeindezeitalter und den Dingen, von denen Er geweissagt hatte. Wir haben es ja von Luther, Wesley usw. durchgenommen und die Aufteilung in der Versammlung gegeben. Der Herr hat es vor uns an der Tafel aufgezeichnet. Er hat es gezeigt, kam selber herab, bestätigte nach über 1900 Jahren, daß es stimmt. Wir sind am Ende des Gemeindezeitalters von Laodizea.


120.   Er hat in Lukas 17 verheißen, daß der Menschensohn sich in den letzten Tagen offenbaren wird, wenn es auf Erden so sein wird, wie in den Tagen Sodoms. Hat Er es getan? Muß es sich erfüllen? Anders ist es unmöglich. Gebt acht! Er kam in drei Bezeichnungen - "Sohn des Menschen" (als Prophet), "Sohn Gottes" (Der Geist), "Sohn Davids" (Tausendjähriges Reich). In Verbindung mit Seinem eigenen Wort wollte Er sich als Menschensohn offenbaren. Nicht als Gottes Sohn, sondern als Menschensohn will Er sich in anderer Weise offenbaren. Das bringt uns zu dem Wort aus Maleachi. Der Menschensohn offenbart sich selber. Nicht in einer Denomination, die wir durch die Zeitalter hatten, sondern Er würde sich selber als Menschensohn offenbaren und Maleachi bestätigen: "Wisset wohl: ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt." Er wird das Herz der Kinder dem Glauben der apostolischen Väter zuwenden, hinweg von allen Denominationen, zurück zum ursprünglichen Wort, um in den letzten Tagen die Brautgemeinde gemäß Seiner Verheißung herauszuziehen.


121.   "Zur Abendzeit soll es Licht werden." Nicht während dem trüben Tag sollte das Licht aufgehen. "Es ist ein einziger Tag, dem Herrn wohlbekannt - ohne Wechsel von Tag und Nacht, aber zur Abendzeit wird es Licht sein." Der Leib Christi wird geformt. Dasselbe Haupt, das am Anfang war, ist jetzt am Ende. Es ist Licht geworden zur Abendzeit. O, ich fühle so gut, daß ich jetzt singen möchte.

[Bruder Branham singt eine Strophe von dem Lied: "Es wird Licht sein zur Abendzeit."]


122.   Der Menschensohn offenbart sich selber in der gleichen Kraft wie damals. Nicht in einem Gemeindezeitalter der Rechtfertigung oder Heiligung und der anderen Dinge, sondern der Menschensohn selber. Der Menschensohn ist das Wort, und das Wort ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert, dringt hindurch, unterscheidet die Gedanken des Herzens. Was mußte Er tun? Er mußte Sein Wort beweisen. Gebt acht, was Er tun sollte, indem ihr es geschehen seht. Seht, in derselben Gestalt, in der Er am Anfang in der Feuersäule war, beweisend Heb. 13, 8: "Jesus Christus, derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit." Was bedeutet es - Jesus Christus, derselbe gestern? Das war Christus mit Moses in der Wüste. Wieviele wissen, daß die Bibel das bezeugt? Heute - bedeutete Christus zu der Zeit, als Paulus sprach - in der Zeit des Neuen Testamentes. Glaubt ihr das? Dann der Menschensohn, derselbe Christus in den letzten Tagen.


123.   Gebt acht, was in Joh. 14, 12: "Die Werke, die ich getan habe, werdet auch ihr tun," und all den anderen Schriftstellen steht. Was tut Er?


124.   Er ist jetzt hier. Nicht, um das Zeitalter Luthers oder Wesleys, der Baptisten, Presbyterianer oder Pfingstler zu bestätigen. Wir haben all dieses durchgenommen, haben es mit der Bibel und Kirchengeschichte bewiesen. Was jetzt? Es ist das Zeitalter des Menschensohnes, der sich offenbart, um alles hervorzubringen und das Wort zu erfüllen. Denn nichts kann unerfüllt bleiben. Es ist wahr, und wir sehen es.


125.   Denkt nur, es geschah in der gleichen Weise wie zu Anfang. Es ist nicht nur unter uns bestätigt, sondern auch von der Wissenschaft. Sie müssen zugeben, daß es richtig ist. George J. Lacy, das Haupt der FBI der Abteilung "Fingerabdrücke und Dokumente" sagte: "Das Licht hat die Linse getroffen." Er sagte: "Ich selber habe es als Psychologie bezeichnet." Doch mußte er zugeben: "Mr. Branham, die Kamera ist nicht psychologisch beeinflußbar. Es mußte da sein." Was ist es? Ein Zeugnis.


126.   Schon vor vielen Jahren hing die Feuersäule in der Krone des Baumes. Die Stimme sprach aus dem Wirbelsturm heraus: "Rauche und trinke nicht, denn wenn du älter sein wirst, ist ein Werk für dich zu tun." Die Menschen sagten: "Der Junge ist von Sinnen." Meine Mutter wollte den Arzt rufen. Ich war so nervös. Doch was war es? Er kam dann herab hier unten am Ohio Fluß und sagte: "Wie Johannes der Täufer dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, um die Menschen vorzubereiten, damit das Wort geoffenbart werden konnte, so wirst du mit einer Botschaft dem zweiten Kommen Christi vorausgesandt." Der Arzt und andere sagten, ich sei von Sinnen. Darauf wollte man mich aus der Gemeinde tun, weil ich Frauen als Prediger nicht anerkennen wollte und mit anderen unbiblischen Dingen nicht übereinstimmte. Jemand sagte: "Du willst ausziehen und predigen und dadurch soll eine Erweckung über die Welt kommen?" Ich antwortete: "Nicht ich, sondern Er hat es gesagt."


127.   Darauf wandte man ein: "Billy, du hattest einen Alptraum." Darauf erwiderte ich: "Hier ist meine Predigerkarte. Ich gehöre nicht mehr zu euch." Ich glaubte, was der Herr mir sagte, und Er hat es bewiesen. Das ist das Gute daran. Er hat es bewiesen. Er hat Sein Wort durch das Wort bewiesen, denn Er ist das Wort. Das Wort kennt und offenbart die Geheimnisse der Herzen. Er wird eine Brautgemeinde in den letzten Tagen bereit haben. "Bruder Branham, wie wird Er es tun?" Das weiß ich nicht. Doch so hat Er es gesagt. Er wird es beweisen - Herausgerufene aus allen anderen. Das stimmt. Es ist der bunte Vogel, besprengt mit Seinem Blut. Alle anderen Vögel versammeln sich gegen ihn. (Jer. 12, 9) Dieser besprengte Vogel ist verachtet und abgelehnt. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auf 3. Moses 14, Vers 1 beziehen. Dort wird uns berichtet, was man mit den Vögeln tat. Man nahm zwei - der eine wurde getötet und der lebende wurde in das Blut des getöteten zur Reinigung der Aussätzigen getaucht. Das Blut ruft aus: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr." Der zweite Teil von uns, nämlich Jesus Christus, wurde getötet. Sein Blut ist über uns gekommen. Es ruft aus: "Heilig, heilig, heilig dem Herrn." Ich bin so froh, daß mein Name im Buch geschrieben steht. Nicht hier auf Erden, sondern dort. Nicht um eines geschlachteten Widders, sondern um des Lammes willen.


128.   Die erste Auferstehung wird stattfinden. Er wird es bestätigen. Es stimmt, Er wird es beweisen. Die Entrückung der Brautgemeinde wird stattfinden. Wie wird es geschehen? Das weiß ich nicht. Er wird es tun. Sein Wort ist wahr. Das Tausendjährige Reich wird sein. Er wird es beweisen, so sagt es Sein Wort. Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden sein. Er wird es tun, denn Sein Wort sagt es so. Nur die Gerechten werden dort sein. Er wird es beweisen. Das stimmt. Nur diejenigen, die Anteil an Seinem Worte haben, haben ihren Anteil und ihre Stellung gemäß diesem Worte in diesem Zeitalter eingenommen. Sie sind es, die dort sein werden.


129.   Er ist das Wort. Was ist das Weib? - Das Ebenbild des Mannes. Was ist die Gemeinde? Das Ebenbild des Wortes. Nur die wahren Gläubigen Seines Wortes werden dort sein. Sie erkennen es, glauben es, und Gott hilft ihnen, es zu beweisen. Das stimmt und ist wahr. Glaubt ihr es jetzt? Wenn ihr es glaubt, so streckt euch im Glauben nach Ihm aus und berührt den Saum Seines Gewandes, denn Er geht an euch vorüber. Er wird beweisen, daß Er derselbe ist, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Er sprach: "Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt." Gemäß Heb. 4, 15 ist Er ein Hoher Priester, der Mitgefühl mit unseren Schwachheiten hat. Glaubt ihr das? Streckt euch aus und berührt den Herrn. Er ist immer gegenwärtig. "Siehe, ich bin bei euch alle Tage..."


130.   Schaut euch die Zeitalter an! Prüfet alle Dinge! Haltet das fest, was gut ist. Wenn ihr zu einer Gemeinde gehört und nicht glaubt, daß Er derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit ist, derselbe in jeder Weise, dann wendet euch davon ab. Prüfet alles! Wir bezeugen, daß Er von den Toten auferstanden ist. Nicht ich habe das gesagt - das Wort sagt es.


131.   Sie bezeugten: "Er ist von den Toten auferstanden." "Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." Glaubt ihr das? Er hat verheißen, daß all diese Dinge in den letzten Tagen geschehen und daß der Menschensohn sich offenbaren würde.


132.   Denkt daran, es war nicht Jesus, der zu Abraham sprach und die Gedanken Sarahs offenbarte, die sich im Zelt hinter ihm befand. Jesus war damals noch nicht geboren. Es war ein Mann, der im menschlichen Fleisch erschien, den Abraham Elohim - der große Allmächtige - nannte. Jesus sagte: "Wie es war in den Tagen Sodoms..."


133.   Gebt bitte genau acht! "So wie es war in den Tagen Sodoms, wird es sein, wenn der Menschensohn kommt - wenn Er sich offenbart." - Nicht mehr in der Gemeinde, sondern der herausgerufenen Braut. Zu der Zeit wird der Menschensohn sich offenbaren, damit die Brautgemeinde mit dem Haupt vereinigt wird - zum Hochzeitsmahl des Bräutigams mit der Braut. Dadurch ergeht der Ruf des Bräutigams, indem der Menschensohn sich herabneigt, durch menschliches Fleisch wirkt, um die Vereinigung zu bewirken. Die Gemeinde muß das Wort sein. Er ist das Wort. Diese beiden werden vereinigt. Um das zu vollführen, muß der Menschensohn sich offenbaren und kundtun. Nicht ein Geistlicher. Seht ihr was ich meine? Seht, es ist der Menschensohn. Jesus Christus wirkend unter uns durch menschliches Fleisch, wird es schaffen, daß Sein Wort zu solch einer Realität wird, damit die Gemeinde mit Ihm als ein Ganzes vereinigt wird. Erst dann kann sie zum Hochzeitsmahl heimgehen. Sie ist schon mit Ihm vereint. Bald gehen wir zum Hochzeitsmahl. Durch die Entrückung erfüllt sich das Wort: "Die Hochzeit des Lammes ist gekommen und Seine Braut hat sich bereitet."


134.   Was geschieht, wenn das Wort sich mit der Person vereinigt? Der Menschensohn offenbart sich erneut. Nicht Theologen, sondern der Menschensohn. Das Wort und die Gemeinde werden eins. Was immer der Menschensohn tat, der das Wort war, tut auch die Gemeinde in gleicher Weise. Wie hat Er sich selber durch die Zeitalter erwiesen? Durch Propheten, die das Wort aussprachen und die Gedanken kannten. So erkannte man Ihn damals. Die Verheißungen an die Gemeinde-Zeitalter erfüllten sich. Es kam ein Tag, an dem es nicht hell noch dunkel war, doch zur Abendzeit offenbarte sich der Menschensohn. So ist es geschehen. Es sollte Licht sein zur Abendzeit. Was tut Er? Er beweist Sein Wort.


135.   Nun haltet Umschau! Ist Er durch die Jungfrau gekommen, wie Er vorausgesagt hatte? Genau wie es geschrieben stand, so ist es geschehen. Er beweist Sein Wort als wahr, ganz gleich, wieviele Atheisten, Gottesleugner und Gleichgültige da sein mögen, Er tritt auf und beweist Sein Wort. So sehen wir es. Wir haben die Gemeinde-Zeitalter durchgenommen, wie all die Kirchen sich abwandten, wie es seit der Zeit des Propheten Maleachi bis zu dem Kommen Christi geschah. Propheten traten nicht mehr auf. Diese Dinge nahmen ihr Ende und seht, in welch einen Zustand sie kamen. Doch gebt acht, wen Er dann sandte - einen Mann wie Elia. Jemand, der unmoralische Frauen haßte, die sich schminkten, Puder und Make-up benutzten und all die anderen Dinge. Er kam aus der Wüste, trat auf, schlug die Geistlichen jener Zeit rechts und links und nahm keine Rücksicht auf sie. Er kündigte an, der Messias sei unterwegs. Ich werde es wissen und erkennen, wenn Er kommt und werde Ihn vorstellen. Amen!


136.   Er sagte: "Beginnt nicht bei euch zu denken, wir haben dies oder jenes." Er trat in gleicher Weise auf wie Elia. "Und es soll geschehen in den letzten Tagen, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt, werde ich euch den Propheten Elia senden. Er wird den Glauben der Kinder zurückerstatten, zu dem der Väter." Beachtet, den Glauben der Väter zu den Kindern - den Juden. Seht die Verheißung der Schrift für die Heiden und wie sie sich davon abwandten. Seht auf diese zweifache Bedeutung. Es ist vollkommen. Hier sehen wir es genau. Gott beweist Sein Wort.


137.   Laßt uns unsere Häupter für einen Moment neigen. Teurer Gott, der Du unseren Herrn Jesus von den Toten zurückgebracht hast, um Dein Wort zu bestätigen. Er lebt noch heute und beweist Sein Wort: "Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Weltzeit." Er bestätigt Sein Wort: "Jesus Christus derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit." Wenn es nicht für ewig wäre, so könnte jemand stolpern. Niemand braucht das zu erklären. "Für immer" könnte sich auf eine Zeitspanne beziehen. Nachdem die Zeit zu Ende geht, wird es kein "für immer" geben, sondern nur die Ewigkeit. Er war derselbe Gott in Moses und in den Propheten. Nach einer Zeitspanne kam Er selber und offenbarte sich als der Gott-Prophet. Wieder ist eine Zeitspanne vergangen, und Er wird kommen. Er, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Wir denken an die Zeit Salomos, in der die Juden wie im Tausendjährigen Reich lebten. Keine Nation wagte es, gegen sie aufzutreten. Die große Gabe Gottes war wirksam durch den Propheten, der imstande war, der Königin das Geheimnis ihres Herzens zu offenbaren. Nichts blieb ihm verborgen. Jenes große Zeitalter deutete an, daß ein großes Zeitalter kommen wird.


138.   Vater, wir wissen, das warst Du, nicht Salomo. Du warst in Jesus, denn so steht es geschrieben: "Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit Ihm selber." Er war der Anfang der Schöpfung Gottes. In Seinem Leibe war die Schöpfung erlöst, doch durch die Zeitalter hat die Gemeinde die erste Liebe verlassen. Aber in den letzten Tagen erfüllt sich Deine Verheißung. Du rufst eine Minderheit heraus - die kleine Herde der letzten Zeit.


139.   Vater, unsere Herzen hüpfen, mein Herz klopft, wenn ich daran denke, daß Deine Worte wahr sind. Keine von ihnen können fehlschlagen. Gib diesen Menschen heute das Verständnis und mögen die Sünder Dich zu dieser Stunde suchen, ehe die Tür sich schließt, und die Zeit nicht mehr sein wird. Wenn die Braut durch dies oder jenes aus dem Gleichschritt gerät, bringe sie wieder zurück, wie es mir in der Vision vor einigen Wochen gezeigt wurde.


140.   Ich bitte Dich, Vater, segne jetzt und heile die Kranken. Hier liegen Taschentücher und andere Kleidungsstücke aus verschiedenen Orten. Die Schrift sagt, daß man Schweißtücher von Paulus nahm und sie auf die Kranken legte, und Gott heilte sie. Wir wissen, daß wir nicht Paulus sind. Doch wissen wir, daß es nicht Paulus war, sondern der Glaube des Volkes, daß er Dein Knecht war.


141.   Herr, diese Menschen würden nicht solche weiten Strecken fahren, wenn sie nicht glaubten. Belohne ihren Glauben, Herr, wenn ich diese Tücher salbe. Paulus salbte sie nicht, sondern nahm sie von seinem Leibe. Ich halte diese Taschentücher empor, Herr. Nicht mein Leib, denn in mir ist nichts Gutes, doch bin ich Dein erkauftes Besitztum. So bitte ich Dich, o Gott, daß Du ihren Glauben belohnen möchtest. Möge jeder von ihnen geheilt sein um des Reiches Gottes willen. Herr, ich hatte vor, nur einige Minuten zu sprechen, jetzt hat sich die Botschaft so lange hingezogen. Herr, laß die Kranken geheilt sein. Laß die Menschen sehen, daß Du hier bist, daß ich dieses nicht von mir aus gesagt habe, sondern daß Du es warst, o Herr. Ich bete im Namen Jesus. Amen.


142.   Nun, wieviele sind hier, die voller Zuversicht und dessen absolut sicher sind, daß Gott die Kranken heilt? Erhebt eure Hände! Glaubt ihr es? Wieviele hier wissen, daß ich euch nicht kenne und keine eurer Krankheiten weiß? Ich wende mich an euch, die ihr uns hier fremd seid. Hier sind Menschen, die von überall hergekommen sind. Laßt mich es euch beweisen. Noch einmal bitte ich darum, daß alle, die ich nicht kenne, ihre Hände erheben. Ihr habt es vor Gott getan. Ich weiß nichts über euch. Sollte jemand in der Gebetsreihe sein, den ich kenne, so wüßte ich nicht, mit welchem Anliegen er zum Gebet kommt.


143.   Nun, ich versuche zu erreichen, daß ihr dieses seht. Gebt acht! Jesus sagte: "Die Werke, die ich getan habe, werdet auch ihr tun." Glaubt ihr das? Glaubt ihr, daß Er Sein Wort bestätigen wird? Natürlich. Hat Er verheißen, sich am Ende der Gemeinde-Zeitalter als der Menschensohn zu offenbaren? Die Welt würde zu der Zeit in einer Verfassung sein, wie zur Zeit Sodoms und Gomorrhas. Glaubt ihr das? Am Ende des Zeitalters wollte Er sich selber offenbaren.


144.   Nun, seht her! Begreift ihr, daß es für mich völlig unmöglich ist, diesen vor mir stehenden Menschen, die ich niemals in meinem Leben gesehen habe, etwas zu sagen? Hier sind Menschen, die ich niemals vorher gesehen habe. Doch denkt an Heb. 4, 15: "Er ist ein Hoher Priester, der Mitgefühl für unsere Schwachheiten hat." Ist das wahr? Ist Er Hoher Priester, dann ist Er gemäß Heb. 13, 8 derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Stimmt das? Nun, wie würde Er sich offenbaren? Ich habe es euch bereits gesagt. Er spricht immer durch Seine Propheten. Er sendet immer eine Botschaft vor dem Gericht. Er weicht nie von Seinem Vorhaben ab. Im Garten Eden bestätigte Er die Entscheidung, daß Er die Menschheit durch das vergossene Blut eines Unschuldigen retten würde. Niemals hat Er das abgeändert. Wir haben es durch Bildung und auf jede Art und Weise versucht. Man versucht es umzuändern, doch es geht nicht. Wir haben versucht, Ihm die Welt durch Bildung zuzuführen. Wir haben es durch die Denominationen versucht. Es ist niemals gelungen. Es gibt nur eine Stätte, die dem Menschen zur Anbetung bereitet ist, und zwar unter dem vergossenen Blut. Eure Denominationen trennen euch, doch unter dem Blute seid ihr alle gleich. Er ändert sich nicht.


145.   Wenn Er der unveränderliche Hohe Priester ist, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, dann muß Er Sein Wort halten. Nicht weil wir sagen, daß Er es tut, sondern weil Er es zu tun versprochen hat. Wenn Er das tun wird, so nehmt euch einen Augenblick Zeit, um nachzudenken. Wieviele in dieser Gebetsreihe wissen, daß ich euch nicht kenne und nichts über eure Krankheit weiß, so hebt eure Hand.


146.   Ihr in der Versammlung, seht her! Ihr braucht nicht hier zu sein. Ihr braucht nur den Saum Seines Gewandes zu berühren. Sagt einfach: "Herr Jesus, ich glaube Dir." Sagt: "Ich glaube, daß Du es Br. Branham offenbaren kannst, nicht um seinetwillen, er ist ja nur ein gewöhnlicher Mensch."


147.   Käme es auf Ausbildung und darauf, wo wir sein sollten, an, und die Entrückung würde heute stattfinden, dann würde die Hälfte dieser Versammlung noch vor mir entrückt, wenn wir nicht zugleich hinaufgenommen würden. Das stimmt.


148.   Seht, welch eine Verantwortung ich habe, die ich zu leicht nehme. Ich bin ein unwürdiger Knecht Christi, im Hinblick auf das, was ich von Ihm weiß. Gott weiß, daß ich nicht unmoralisch noch unrein lebe. Ich setze alles daran, in rechter Weise zu leben, und doch sieht es aus, als gelingt es mir nicht, das alles den Menschen verständlich zu machen. Vielleicht hätte es jemand mit guter Schulung den Menschen besser darlegen können, doch wieder denken wir daran, daß es nicht alle annehmen werden. Er weiß, was Er tun wird. So weihe ich mich Ihm aufs neue und sage: "Herr, ich bin in Deinen Händen. Tue mit mir, wie es Dir gefällt."


149.   Wenn Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit, dann wird Er dasselbe tun. Ich meine, diese Frau zu kennen, obwohl ich nicht weiß, wer sie ist. Irgendwie kenne ich sie und habe sie schon einmal gesehen. Bin ich Dir bekannt? Arbeitet Dein Mann nicht in New Albany, Frau Eagan? Das stimmt. Du bist schon hier zur Gemeinde gekommen. "Roy, ist das hier die Schwester der Frau, zu der wir vor einigen Tagen ins Gebirge gingen?"


150.   Ich erinnere mich, während wir dahin fuhren, erwähnte Roy den Namen jener Schwester. Der Herr sandte mich zu ihr und heilte sie dort auf der Stelle. Ich habe eben daran gedacht. Jedoch kann ich nicht wissen, was mit Dir nicht stimmt. Das ist Dir klar. Doch wenn der Herr Jesus ihr etwas sagen kann, das sie getan hat, - vielleicht ist sie in finanzieller Not - vielleicht hat sie Probleme mit ihrem Mann oder ihren Kindern, wenn sie Kinder hat. Ich weiß es nicht. Vielleicht sind ihre Kinder auf Abwegen, und sie möchte etwas darüber wissen. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht wissen und es ihr nicht sagen, doch Er weiß es.


151.   Nun, höret aufmerksam her! Dies habe ich vorher nicht in einer Versammlung gesagt, fühle mich aber jetzt geleitet, es zu tun. Was ist ein Wort? Es ist ein Gedanke ausgedrückt. Wie könnte ich ihren Gedanken ihr gegenüber zum Ausdruck bringen? Es muß jemand anders sein, der den Gedanken eingibt. Sie kann es nicht. Ich drücke Seinen Gedanken lediglich aus. Wenn es der Gedanke Gottes ist, wird es sich immer als richtig erweisen. Wäre es nicht der Gedanke Gottes, dann würde es nicht stimmen. Sie würde es wissen und ihr würdet es wissen. Es würde allen bekannt. Hier gibt es kein Entkommen. Entweder ist es von Gott oder nicht. Aber Seine Gnade reicht aus. Wieviele von euch glauben? Glaubt ihr alle? Vielleicht seid ihr noch nie zuvor in solch einer Versammlung gewesen. Doch ihr seid bereit, dem zu glauben, was Gott tut. Auch ihr, die ihr nicht in der Gebetsreihe seid, betet. Betet alle, auch ihr in der Gebetsreihe.


152.   Herr Jesus, ich habe viel Zeit verwandt, doch es ist Dein Gottesdienst, Herr. Ich habe alles getan, das ich tun konnte. Du bist Gott. Das übrige liegt in Deinen Händen. Laß es bekannt werden, daß Du Gott bist und daß Dein Wort wahr ist. Beweise Dein Wort, Herr, in diesen letzten Tagen, wenn der Menschensohn sich offenbart. Wie offenbarte Er sich damals? Er war das Wort. Was ist das Wort? Es dringt durch und offenbart die Gedanken und Beweggründe der Herzen. Er erkannte ihre Gedanken. Er hat dem Petrus, Philippus, Nathanael, der Frau am Brunnen und anderen etwas aus ihrem Leben gesagt, als sie zu Ihm kamen. Er wußte, das kleine Mädchen würde von den Toten auferweckt.


153.   Ich bete, o Gott, daß Du unsere einfache, irdische Wohnstätte gebrauchst und Dich selber dadurch offenbarst; um des Namens Jesu Christi willen. Amen.


154.   Ich kann nicht heilen. Das wißt ihr. Ihr fragt, was ist eine Gabe, Bruder Branham? Etwas, das ihr betätigt? Nein, ihr müßt wissen, wie ihr selbst zurücktreten könnt. Solange ihr es tun wollte, wird nichts geschehen. William Branham ist der größte Feind, den ich habe. Doch wenn ich ihn aus dem Wege räumen kann, kann Jesus Christus diesen Leib gebrauchen. Dort sitzt eine Frau krank auf dem Stuhl. Wenn Jesus hier wäre, brauchte Er nur hinzugehen, ihr die Hände auflegen, und ihr krankes Bein wäre geheilt. Darüber besteht kein Zweifel. Doch wir sind Menschen mit unreinen Händen. Seine Hände sind heilig. Gott hat Ihn bestätigt. Er war das Wort. Glaubt ihr das? Gewiß. Er hatte keinen Zweifel. Er würde ihr die Hände auflegen und sagen: "Tochter, sei gesund!" Er gab uns jedoch den Auftrag. Ich meine, das hat Er klar genug herausgestellt.


155.   Würde Er mir eine Vision geben, so daß ich der Frau sagen könnte, was sie zu tun hat, so glaube ich, daß ich ihr die Hände auflegen könnte, und sie geheilt wäre. "Glaubst Du das?" Wenn Er mir aber keine Vision gibt? Was bewirkt eine Vision. Sie gibt nur Glauben, so daß mein Glaube die unsichtbare Kraft Gottes in Tätigkeit setzt. Würdet ihr alle in diesem Augenblick sterben, so verließet ihr eure Leiber. All eure Fähigkeiten und alles was ihr seid, wären dahin. Doch würdet ihr das Verlassen eures Seins, die Kraft, die eure Hände bewegt, usw., nicht sehen. Das ist eine Kraft. Die Kraft, die mich denken läßt, die mich predigen läßt, die Kraft, die mich am Leben erhält und alle Handlungen bewirkt.


156.   Diese Kraft, die euer ganzes Dasein bestimmt und beeinflußt, würde euren Leib verlassen, ohne daß ihr es seht. Es ist eine unsichtbare Kraft. So ist es mit dem Glauben. Versäumt es nicht! Es ist Glaube. Jesus sagte: "Sie werden ihre Hände auf die Kranken legen..." Hätte ich eine Vision und legte der Frau meine Hände auf, würde ich glauben, daß sie gesund wird, weil ich die Vision sah. Mein Vertrauen wäre in der Vision begründet, doch wie steht es um das Wort? Legt Hände auf mit demselben Glauben!


157.   Eine Vision wird nur gezeigt, um meinen und euren Glauben in Tätigkeit zu setzen. Doch derselbe Glaube in Tätigkeit ohne eine Vision wird das gleiche bewirken. Es gibt Menschen, die großen Glauben haben, andere haben diese Art von Glauben nicht. Sie sehen Visionen, damit ihr Glaube gestärkt wird. Es wären die gleichen Hände und die gleiche Person. Möge der Heilige Geist jetzt Seine Gegenwart und Sein Wort, das Er verheißen hat, bestätigen.


158.   "Mir ist entfallen, wie Du heißt. Was ist Dein Name? Eagan. Er hätte es mir sagen können, doch ich hatte es ja gesagt, daß ich Dich irgendwie kenne. Frau Eagan, komm etwas näher!" Hier stehen Menschen, die im Gebet sind. Ich habe als Knecht Christi das Wort gepredigt, von dem ich glaube, das es die Wahrheit ist. "Glaubst Du das? Wärst Du in finanzieller Not, so könnte ich Dir vielleicht ein wenig helfen. Ginge es darum, mit Deinem Mann oder Deinen Kindern zu sprechen, so wäre ich dazu bereit. Wenn Du aber Heilung benötigst, kann ich sie Dir nicht geben. Es ist schon alles erkauft. Durch die Gabe könnte ich Dir helfen, es zu erkennen; wenn Du Glauben hast, daß es bereits durch den Sohn Gottes, den Alleinigen, in den Du Deinen Glauben setzen kannst, erkauft ist." Er ist gegenwärtig. Das stimmt. Der es erkauft hat, ist hier.


159.   "Du kennst mich als Prediger und Bruder. Ich kenne Dich als Schwester." Ihn kennen wir als Gott. Wenn Er, der Unsichtbare, sich durch eine Gabe kundtut, indem ich mich selber zur Seite stelle, damit Er durch mich reden kann, so sieht Gott nicht mich, wenn ich bete. Er hört meine Stimme durch das Blut Jesu. Er schaut nicht auf mich. Er hört meine Stimme. Das Blut spricht für das, worum ich bitte. Er hört meine Stimme, indem Er das Blut sieht. Er sieht mich gereinigt unter dem Blute. Das Blut reinigt, es steht zwischen uns und Gott. Er hat verheißen: "Was immer ihr den Vater bittet in meinem Namen, das werde ich tun." Glaubt ihr das alle? Könnt ihr sehen, was vor sich geht?


160.   Könnt ihr sehen, wie das Licht, vom Feuer durchdrungen, hereinkam und sich hier bewegt? Jetzt könnte sie nichts verbergen, auch wenn sie wollte. "Du bist hier, weil etwas mit Dir geschehen war. Du hattest Lungenentzündung und warst im Krankenhaus. Du warst unter einem Sauerstoffzelt und leidest noch jetzt an den Folgen. Du wirst gesund sein. Jesus Christus macht Dich gesund. Gehe und glaube es, Schwester Eagan. Ich möchte Dir noch im Namen Jesu meine Hände auflegen. Gott segne Dich, Schwester. Gehe, sei fröhlich und zweifle nicht!"


161.   "Wie geht es Dir, Schwester? Ich glaube nicht, daß ich Dich kenne. Wir sind einander fremd." Hier ist eine Frau, die ich nicht kenne. "Ich weiß nicht, wer Du bist. Glaubst Du, daß Gott es mir offenbaren kann, gemäß Seinem Worte, wie Er es verheißen hat? Glaubst Du, daß Er mir etwas über Dich zeigen kann? Würdest Du es annehmen? Du wüßtest, daß nicht ich es bin, als Dein Bruder, sondern daß Er, Dein Erlöser es wäre. Glaubst Du das?"


162.   "Du stehst vor einer Operation. Dir ist gesagt worden, daß Du Dich operieren lassen mußt. Glaubst Du, daß Er mir sagen kann, um welch eine Operation es sich handelt? Sie sollte am Magen und Darm sein. Das stimmt. Du möchtest dem entgehen. Glaubst Du jetzt, während der Geist Christi über uns ist? Du weißt, etwas hat es mir gesagt, denn ich kenne Dich nicht. Glaubst Du, daß durch das Händeauflegen der Glaube Dir zuströmen und mit Deinem Glauben sich vor Gott, unserem Vater, vereinigt, damit Du geheilt wirst?"


163.   Herr Jesus, ich befolge Deinen Auftrag, wie Du gesagt hast: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben. Wenn sie ihre Hände auf die Kranken legen, wird es besser mit ihnen."


164.   Laß unsere Schwester geheilt sein zur Ehre Gottes. Im Namen Jesus, Amen. "Gehe, denke nicht daran, sondern glaube von ganzem Herzen."


165.   "Wie geht es Dir? Ich spreche mit Dir, um die Verbindung mit Dir aufzunehmen, wie Jesus es tat mit der Frau am Brunnen." Er sprach: "Gib mir zu trinken!" "Ich glaube nicht, daß ich Dich jemals gesehen habe. Du bist mir fremd. Stimmt das? Wenn dem so ist, erhebe Deine Hand, damit die Versammlung es sehen kann. Gut, ich kenne Dich nicht." Hier geht es um echte Heilung, echten Glauben und echte biblische Belehrung. Das unvermischte Wort Gottes ist geoffenbart. Es ist bewiesen, daß Er nicht tot ist. Er lebt für immer. Er sprach: "Wer an mich glaubt, wird die Werke tun, die ich getan habe." Solche Gläubigen können ihre Hände auf die Kranken legen und es wird besser mit ihnen. Wie könnt ihr daran zweifeln? Er wußte, wer es annehmen und wer es ablehnen würde. Ich weiß es nicht. Es liegt alles bei Ihm.


166.   Diese Frau ist mir fremd. Ich kenne sie nicht. Niemals habe ich sie gesehen. Sie ist wesentlich jünger als ich. Gesehen habe ich sie nicht. Sie muß zu einem Zweck hier sein. "Frau, glaubst Du, daß diese Dinge, die ich aus der Bibel gelehrt habe, die Wahrheit sind? Glaubst Du, daß sie wahr sind? Nimmst Du es an, nicht weil ich es sagte, sondern weil Gott es gesagt hat? Glaubst Du, daß wir in den letzten Tagen leben, wenn der Menschensohn sich offenbart; daß jetzt das gesamte Wort, das durch Luther, Wesley, die Baptisten und die Pfingstler gegeben wurde, bis hin zur gesamten Offenbarung, zusammengefaßt wird?"


167.   Der siebte Engel sollte das Geheimnis der Siegel offenbaren, zusammengefaßt in dem Dienst des Menschensohnes. Seine Zeit ist erfüllt, in der die Fülle Seines Wortes in der Fülle Seines Leibes geoffenbart wird. Das ist das Wort. Durch das gesprochene Wort ist das Wort geoffenbart worden.


168.   "Wenn Gott, der Dich geschaffen hat und alles über Dich weiß, mir sagen und offenbaren kann, was Du hast - Du siehst gesund aus - wenn Er mir etwas offenbaren wird, so wirst Du selber entscheiden können, ob es wahr ist. Wirst Du es annehmen? Schau mich bitte an! Du trägst eine Brille. Du mußt sie tragen. Doch deswegen bist Du nicht hier. Das kann ich sehen. Du bist hier wegen eines Blutgerinnsels. Glaubst Du, daß Er mir sagen kann, wo es ist? In Deinem Bein. Glaubst Du, daß es Gottes Tun ist? Glaubst Du, daß Gott mir mehr über Dich sagen kann?"


169.   "Ich möchte noch ein wenig zu Dir sprechen. Glaubst Du, daß Er mir sagen kann, woher Du bist? Du kommst aus Gary, Indiana. Glaubst Du, daß Er mir sagen kann, wer Du bist? Fräulein Ogden. Das ist wahr. Nun kannst Du nach Hause gehen. Du bist geheilt im Namen Jesu Christi."

[Hier hört die englische Predigt auf, obwohl Br. Branham weiter für die Kranken betet.]