"Das Absolut" (The Absolute)

 

gepredigt am 30. 12.1962

 in

Jeffersonville, Indiana, USA

 

von


Von Br. William Marrion Branham

 

 

001.   Zunächst beugen wir unsere Häupter zum Gebet, ehe wir das Wort betrachten. Ich bin sicher, daß so viele Anliegen heute morgen hier sind, so daß sie nicht aufgezählt werden können. Während wir nur unsere Häupter gebeugt haben, würdet ihr bitte eure besonderen Anliegen, die auf euren Herzen sind dadurch kundtun, daß ihr eure Hände erhebt, und sagt: "Oh Gott, Du weißt woran ich jetzt denke!" Herr Jesus, Du siehst jede Hand. Du kennst jedes Anliegen, um das es geht. Wir kommen jetzt in Ehrfurcht zu dem Throne des lebendigen Gottes, zu dem wir Zutritt in der gesamten Zeitspanne haben. Dort sitzt Jehovah Gott und das Blut Christi ist auf dem Altar. Auf Grund dieses Blutes beten wir und sprechen zu Ihm, der gesagt hat: "Was immer ihr den Vater in Meinem Namen bittet, daß wird euch zuteil." Oh Gott, höre uns heute morgen und beantworte unsere Gebetsanliegen! Ich bringe mein Gebet mit ihren Gebeten heute vor Dich. Du wollest es gewähren. Herr, hier sind Taschentücher von Kranken und Leidenden hingelegt worden. In der Bibel wird uns gelehrt, daß man Taschentücher und Schweißtücher von Paulus nahm und sie den Kranken auflegte, wodurch die unsauberen Geister wichen und Krankheiten geheilt wurden. Vater, seit langem wissen wir, daß wir kein Paulus sind, doch sind wir uns dessen bewußt, daß es nicht Paulus war, sondern Christus in ihm. Du bist gemäß der Schrift Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

002.   Herr, diese Menschen glauben, wenn wir Gott bitten, und die Taschentücher auf die Kranken legen, daß es besser mit ihnen wird. Ich bete, daß es so sei Herr, wenn diese Taschentücher ihnen aufgelegt werden. Wie uns berichtet wird, war Israel auf dem vorgeschriebenen Pfade unterwegs in das verheißene Land. Das Rote Meer stellte sich ihnen auf diesem Wege als Hindernis dar.

003.   Oh Gott, Du schautest durch die Feuersäule mit durchdringenden Augen, das Meer erschrak und wich zurück, und Israel ging auf trockenem Boden hindurch, hinein in das verheißene Land. Herr, sieh heute herab durch das Blut Jesu. Du siehst uns, daß wir heute morgen hier im Glauben handeln. Möge den Satan Furcht ergreifen, daß er flieht. Möchte für jeden der gegenwärtig ist, und jedem auf den ein Taschentuch gelegt wird, der Weg sich öffnen und die Krankheit weichen, denn sie gehen vorwärts in das verheißene Land geleitet durch den Heiligen Geist, die Feuersäule. Gewähre es, Herr. Segne das Vorlesen des Wortes und diesen Gottesdienst. Möchte der Heilige Geist das Wort heute morgen nehmen und es einem jeden einzelnen von uns austeilen. Herr, wir nahen uns etwas Großem und Gewaltigem, von dem wir nicht genau wissen, was es ist. Herr, unsere Herzen sind besonders bewegt. Wir beten jetzt und nahen uns Dir und Deinem Worte in Ehrfurcht. Du wollest uns die Bedeutung dessen offenbaren, denn wir bitten es im Namen Jesus. Amen.

004.   Heute morgen möchte ich aus der Apostelgeschichte zunächst zwei Stellen lesen. Würdet ihr bitte eure Bibeln mit aufschlagen. Jetzt lesen wir aus Kap. 26, Vers 15-20.

Ich antwortete: Wer bist du, Herr? Da erwiderte der Herr: "Ich bin Jesus, den du verfolgst. Doch stehe auf und tritt auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, dich zum Diener und Zeugen für das zu machen, was du von mir gesehen hast, und für das, was ich dich noch sehen lassen werde; und ich werde dich retten vor dem Volk und vor den Heiden, zu denen ich dich senden will: du sollst ihnen die Augen öffnen, damit sie sich von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott bekehren, auf daß sie Vergebung der Sünden und ein Erbteil unter denen erhalten, die durch den Glauben an mich geheiligt worden sind." Infolgedessen bin ich, o König Agrippa, der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam gewesen, sondern habe zuerst den Einwohnern von Damaskus und Jerusalem, dann denen im ganzen jüdischen Lande und weiterhin den Heiden gepredigt, sie möchten Buße tun, sich zu Gott bekehren und Werke vollbringen, die der Buße würdig sind.

005.   In Apg. 23 lesen wir den 11. Vers.

In der folgenden Nacht aber trat der Herr zu Paulus und sagte: "Sei getrost! denn wie du für mich in Jerusalem Zeugnis abgelegt hast, so sollst du auch in Rom Zeuge sein!"

006.   Möge Gott Seinen heiligen Segen zu dem heiligen Worte geben, daß wir soeben gelesen und vor uns haben.

007.   Vor nicht langer Zeit hörte ich jemanden, der das Wort "absolut" gebrauchte. Ich dachte: "Das ist ein sehr feines Wort." Ich habe es oft gehört. Es wird des öfteren gebraucht. Ich habe das Wort "Absolut" in Websters Wörterbuch nachgeschlagen. Es wird darin als "Vollkommen in sich selbst; unbegrenzt in seiner Kraft; ursprünglich; endgültig" dargestellt, und das "Endgültige" ist das "Amen!" Danach kommt nichts. Das Absolut beinhaltet unbegrenzte Macht in sich. Dieses Wort schließt Vollkommenheit in sich selbst ein. Dem kann nichts hinzugefügt werden. Ich dachte: "Das ist etwas Herrliches. Es ist ein wunderbares Wort."

008.   Ein Wort ist ja "Ein Gedanke zum Ausdruck gebracht." Zuerst ist es ein Gedanke. Dann wird es zu einem Wort, denn euren Worten gehen immer die Gedanken voraus.

009.   Wenn wir in Zungen reden, machen wir uns keine Gedanken. Es ist Gott selbst, der die Gedanken formt, und spricht sie durch unsere Lippen aus. Wir machen uns beim Zungenreden keine Gedanken, und wissen nicht was wir. aussprechen, wenn es inspiriert ist. In der Auslegung wißt ihr ebenfalls nicht, was ihr sagt. Ihr sprecht es einfach aus. Seht, Gott wirkt es. Auch beim Weissagen gebraucht ihr nicht eure eigenen Gedanken, sondern Gott bringt Seine Eigenen Gedanken zum Ausdruck, denn ihr würdet etwas sagen, über das ihr euch Gedanken gemacht habt. Der Begriff "Absolut" ist das Endgültige. Deshalb meine ich, daß jeder dieses Endgültige haben muß. Bei allen großen Errungenschaften, die erreicht wurden, stand dieses Absolut dahinter. Ganz gleich, was es war, doch dieses Absolut stand dahinter. Jeder Mensch, der etwas erreichen will, muß zuerst ein solches Absolut haben. Es ist dieses Endgültige, das euch durch alles hindurchbringt, bis ihr dieses "Absolut", "das Amen", das "alles in sich einschließende" erreicht habt. Ihr müßt etwas haben, an dem ihr festhalten könnt. Mit anderen Worten, es ist der endgültige Anker für jede Errungenschaft. Es mag durch verschiedene Dinge hindurchgehen, bis ihr die Anlegestelle erreicht, doch für alles gibt es das "Endgültige", das "Amen". Ihr könnt nicht durch das Leben gehen, ohne diese Verankerung zu haben.

010.   Ehe ihr euch verheiratet habt, mußtet ihr erst alles gründlich durchdenken, bis ihr euch festlegen konntet. Der Anlaß für diese Entscheidung muß die Liebe für eure Frau oder euren Mann sein. Vielleicht ist sie nicht so hübsch, wie die Frau eines Anderen, doch irgend etwas hat euch an ihr gefallen. Auch wenn sie oder er nicht so hübsch oder gut aussieht, doch ihr habt dieses "Absolut" für solch eine Entscheidung nötig. Daran haltet ihr fest. Wenn das nicht vorhanden ist, solltet ihr lieber nicht heiraten. Ihr benötigt einfach die absolute Gewißheit.

011.   Wir denken an viele in der Bibel, die solch ein "Absolut" hatten. Wir könnten all diese Menschen nehmen, und zwei Wochen lang darüber sprechen, und kaum die Oberfläche berühren. Wir werden einige aus der Bibel betrachten, die solch ein "Absolut" hatten.

012.   Seht euch Hiob an. Er hatte ein Absolut. Alles ging verkehrt im Leben dieses gerechten Mannes. Wir würden es nicht wagen zu sagen, daß er nicht gerecht war, denn Gott sagte, daß er es war. Es gab keinen Menschen wie Hiob auf Erden. Er war vollkommen vor Gott. Er wußte es, denn er hatte dieses Endgültige. Er hatte das Absolut, als ihm alles entgegenstand, und die Krankheit über ihn kam, und man ihn verdächtigte, daß er gesündigt hatte, und verkehrt sei. Dann kamen auch seine Freunde, die Bischöfe, (die Hiob eigentlich trösten sollten), doch anstatt ihn zu trösten, versuchten sie ihm Sünde zu unterstellen, weil Gott an ihm in einer solchen Weise handelte.

013.   Seine Kinder wurden getötet, die Herde wurde vom Blitz getroffen. Alles ging verkehrt. Sogar sein eigenes Leben war in Gefahr. Er saß auf dem Aschhaufen, von Kopf bis zum Fuß mit Geschwüren bedeckt. Sogar seine Lebensgefährtin die Mutter seiner Kinder, sprach: "Sage Gott ab und stirb." Doch angesichts all dessen hatte Hiob ein Absolut.

014.   Oh, könnten wir uns in Zeiten der Krankheit doch an das Absolut des Wortes halten. Hiob wußte, daß er dem Willen Jehovas nachgekommen und im Glauben festgeblieben war. Würden wir nur das gleiche tun. Jehovah hatte ein Brandopfer für die Sünden gefordert. Hiob brachte es dar, für sich und seine Kinder. Das war es, was Gott forderte.

015.   Nun mögt ihr sagen, "Ich wünschte, das wäre alles was Er heute von uns fordert." Es ist noch weniger, nämlich nur Glauben an Sein Wort. Wenn ihr Sein Wort zu eurem Absolut macht, könnt ihr jede göttliche Verheißung der Bibel beanspruchen und, eure Seele darin verankern, auch wenn die Wellen euch hin und her werfen. Ihr seid befestigt in eurem Absolut.

016.   Hiob blieb standhaft. Als seine Tröster ihm Sünde unterstellten, wußte er, daß er schuldlos war. Er war gerecht, denn er hatte den Willen Jehovas getan. Als ihm berichtet wurde, daß seine Kinder tot sind, kam jemand anders und sagte: "Deine Kamele sind vom Blitz getroffen und verbrannt". Seht, welch ein Argument seine Nicht-Tröster hatten. Sie konnten sagen, "Feuer kam vom Himmel, Hiob, das ist der Beweis, daß du..." Das beweist noch nichts. "Hiob, wenn du ein gerechter Mann wärst, hätte Er deine Kinder nicht umkommen lassen." Doch Hiob wußte, daß er das Rechte getan hatte. Er hielt fest. Er wußte, daß er genau das getan hatte, was Gott ihm sagte. Er war absolut sicher.

017.   Als die Prüfung ihren Höhepunkt erreichte, stellte er fest, daß sein Absolut fest verankert war, und das Seil nicht mehr lose, sondern straff wurde. Der Geist kam über ihn. Er war ein Prophet. Er stand auf und sagte: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt!" Amen.

018.   Seht, er war festgeschnallt an seine Absolut. Er hatte den Kontakt. Er wußte, daß er recht handelte, und daß es eines Tages offenbar werden würde. "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und daß Er am Ende der Tage auf Erden stehen wird. Auch wenn die Würmer das Fleisch meines Leibes zerfressen, werde ich Gott in meinem Fleische schauen." Er wußte, daß sein Absolut verankert war.

019.   Abraham hatte das Absolut, als er von Babylon, wo der Turm gebaut worden war, nach Sinear kam. Dort wohnte er zusammen mit seinem Vater als Landwirt. Eines Tages, als er seiner Beschäftigung nachging, sprach Gott zu ihm, als er 75 Jahre alt war. Seine Frau Sarah war 65, doch waren ihnen keine Kinder beschert worden. Dann sprach Gott zu ihm und sagte: "Du wirst einen Sohn durch Sarah haben, doch gehe aus von deines Vaters Hause und von deiner Freundschaft. Gottes Verheißungen sind immer an eine Bedingung geknüpft. Das müßt ihr beachten. Ganz gleich wie gründlich ihr auf der Verheißung steht. Daran ist immer eine Bedingung geknüpft. Wie könnten wir diesen Gedanken durch die gesamte Schrift nachgehen. Es kommt auf die Bedingung an. Ihr könnt so grundlegend richtig sein, doch jede Verheißung ist an eine Bedingung geknüpft, so wie Vorherbestimmung usw.

020.   Beachtet! Abraham glaubte Gott und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Wie ungewöhnlich wäre es für eine zivilisierte Welt, einen Mann (75) und eine Frau (65) mit diesem Anspruch zu treffen, die seit Jahren keine ehelichen Beziehungen hatten. Doch er hatte das Absolut. Nichts konnte ihn bewegen.

021.   Monate und Jahre vergingen, doch sein Absolut war verankert, denn Gott hatte zu ihm gesprochen. Sein Absolut hielt für 25 Jahre stand.

022.   Die Bibel berichtet aus seinem Leben in Röm. 4, 18-25, daß sich Abraham in Bezug der Verheißung Gottes durch Unglauben nicht irre machen ließ, sondern im Glauben immer stärker wurde und Gott die Ehre gab. Habt ihr je nachgedacht, wie das möglich gewesen ist? Er war absolut sicher. Die einzige Forderung war, daß er sich von seiner Verwandtschaft trennte (1. Moses 12, 1). Gott konnte ihn erst segnen, nachdem er sich abgesondert hatte. Er verließ sein Elternhaus, nahm jedoch Lot mit sich. Doch auch von ihm mußte sich Abraham trennen. Dann sprach Gott zu ihm und sagte: "Dieses ganze Land will ich dir geben." Gehorsam war die Bedingung für die Erfüllung der Verheißung. So ist es immer mit Gott und Seinem Wort. Jetzt wollen wir Moses betrachten, der zunächst ein Prophet war, der die Flucht ergriff. Gott hat ihn bewahrt. Er wurde im Palast Pharaos erzogen und hat sicher die beste theologische Ausbildung erhalten.

023.   Zunächst erschlug er einen Mann (2. Moses 2, 11-14). Er erschrak und ergriff die Flucht. Weshalb? Er hatte noch nicht das Absolut. Er hatte lediglich, was seine Mutter ihm als Zeugnis von seiner Geburt berichtet hatte. Er war ein besonderes Kind. Seine Mutter hat ihm gewiß davon erzählt. Er hatte sicher die Pergamentrollen gelesen, in denen geschrieben stand, daß Gott Sein Volk heimsuchen und befreien wird. Er erkannte, daß die Zeit gekommen war, wie auch wir es jetzt erkennen. Wir wissen, daß etwas im Begriff ist zu geschehen. Moses wußte, daß die Zeit der Befreiung gekommen war. Er wußte auch, wozu er auserwählt war. Doch hatte er noch nicht sein Absolut. Eines Tages, während er in der Wüste war und den Blick für seine Berufung fast verloren hatte, erschien ihm Gott in einem brennenden Dornbusch, und sprach zu ihm: "Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihr Wehklagen über ihre Fronvögte gehört." Gott gedachte Seiner Verheißung, kam herunter um sie zu befreien, und gebot Moses nach Ägypten zu gehen. Moses wandte ein: "Ich kann nicht gut reden. Ich kann es nicht gut darlegen, sie werden mir nicht glauben."

024.   Der Herr sprach: "Was hast du in deiner Hand?" Er antwortete: "Einen Stab." Der Herr sprach: "Wirf ihn auf die Erde" und er wurde zur Schlange. Er sagte weiter: "Ergreife sie beim Schwanz!" und sie wurde wieder zum Stab. Er gab ihm die Sicherheit, die Bestätigung. Wenn Gott ein Absolut gibt, dann gibt er immer die Bestätigung zu dem Absolut. Dann warf Moses dort seinen Stab vor Pharao und den Zauberern nieder, die ebenfalls ihre Stöcke hinwarfen. Moses lief nicht davon und sagte: "Vielleicht habe ich verkehrt gehandelt", oder es sei nur der Trick eines billigen Zauberers. Er wußte, daß er Gott begegnet war. Er stand in Gewißheit da. Er tat genau das, was Gott ihm gesagt hatte. Auch Hiob hatte genau getan, was Gott von ihm verlangte. Moses folgte Seinen Befehlen. Dann stand er stille und sah die Herrlichkeit Gottes.

025.   Moses war an seinen Auftrag, an sein Absolut, gebunden. Er war unbesorgt. Seine Schlange verschlang die anderen Schlangen. Er war gebunden an das Absolut. Gott hatte gesagt, nach der Befreiung der Israeliten sollt ihr Mir auf diesem Berge opfern. Der Feind wird alles daran setzen, um euch von diesem Absolut wegzubekommen.

026.   Nachdem sie aus Ägypten ausgezogen waren, wurden sie eingekesselt, das Rote Meer vor ihnen und auf beiden Seiten Gebirge. Sie zogen durch das Tal entlang und kamen bis zum Roten Meer. Das Heer Pharaos war hinter ihnen. Für sie gab es keine Möglichkeit zu entfliehen. Denkt in welch einer Lage sie sich befanden. Seht, der Teufel ist es, der euch in eine Lage hineinbringt, wo ihr nicht wißt, was getan werden soll. Doch denkt daran, wenn ihr an euer Absolut festgebunden seid, wird etwas geschehen. Moses wußte, daß Gott ihm verheißen hatte: "Ihr werdet Mich auf diesem Berge anbeten nach eurem Auszug. Ich selbst komme herunter, und werde sie durch dich befreien und in das Land herüberbringen." Moses hielt daran fest. Gott sandte einen Ostwind, teilte das Wasser, so daß sie auf trockenem Land durchgehen konnten. Das war ein Absolut.

027.   Wie könnten wir mit Beispielen aus der Schrift fortsetzen. Daniel sowie Sadrach, Mesech und Äbed Nego hatten ihr Absolut. David hatte sein Absolut. Alle hatten ihr Absolut.

028.   Auch Paulus hatte es, von dem wir gelesen haben. Er machte Christus zum Mittelpunkt seiner Berufung. Das war sein Absolut. Deshalb fürchtete er sich nicht, was Agrippa sagen würde. Er stand da und legte Zeugnis vor Königen und Obersten des Volkes ab, wie Gott es ihm bereits gesagt hatte. Er hatte ein Absolut und berichtete von der himmlischen Erscheinung. Er war dieser himmlischen Berufung nicht ungehorsam, noch hat er sie unterschätzt, sondern hielt daran fest und führte seinen Auftrag aus, denn es war für ihn das Absolut. Christus, der Mittelpunkt eures Lebens ist euer Absolut.

029.   Für Paulus bedeutete es so viel, weil er dem Herrn von Angesicht zu Angesicht auf dem Wege nach Damaskus begegnete. Nun seht, er war in der Schrift wohlgelehrt, doch die einzige Verankerungsstelle die er hatte, war der Hohe Rat, der hinter ihm stand, und vielleicht die Auszeichnung eines großen Lehrers. In seinem Bereich war er ein großer Mann, doch hin und her bewegt, denn sein Absolut war zunächst nur so stark wie seine Organisation. Ihr treu ergeben, war er damit beschäftigt Christen gefangen zu nehmen und zerstören zu lassen. Er war auch dabei als Stephanus gesteinigt wurde.

030.   In seinem späteren Leben kündigte ihm der Prophet Agabus an, daß er in Jerusalem leiden und gebunden werden wird. Paulus wußte es. Er war nicht nur bereit in Jerusalem Zeugnis abzulegen, sondern auch willig für Jesus Christus zu sterben. Er wußte ja, was er an anderen getan hatte. Sein Bestreben war es, sein Zeugnis mit seinem eigenen Blute zu besiegeln, und als Märtyrer zu sterben, weil er selber bei dem Tode eines Märtyrers zugegen war.

031.   Jetzt war er, mit Vollmachten ausgestattet, auf dem Wege nach Damaskus. Er war ja in der jüdischen Religion zu den Füßen des großen Lehrers Gamaliel unterwiesen worden. Trotz dieser Ausbildung hatte er nicht die Fähigkeit, das Rechte zu tun. Plötzlich umgab ihn ein Licht, und die Stimme erscholl gleich eines Donners. Er fiel zu Boden. Dann sah er auf und erblickte das hell-leuchtende Licht, das seine Augen erblinden ließ. Das war etwas außergewöhnliches. Saulus sah das Licht, für ihn war es eine solche Realität, daß er erblindete. Er konnte nicht mehr sehen, total erblindet, nachdem der Glanz der Feuersäule sein Angesicht angestrahlt hatte. Dann hörte er die Stimme sagen: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich." Er antwortete: "Wer bist Du, Herr?" Die Stimme sprach: "Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwerfallen, gegen den Stachel auszuschlagen. Stehe auf, begib dich nach Damaskus, dort werde Ich jemand zu dir senden." Darauf begab er sich nach Damaskus.

032.   Dort lebte ein Prophet namens Ananias, dem in einem Gesicht gezeigt wurde, was er tun sollte. Er kam zu Saulus, legte ihm die Hände auf, wodurch er geheilt wurde. Er stand auf, rief den Namen des Herrn an, ließ sich taufen, denn er hatte Vergebung seiner Sünden empfangen. Jetzt hätte er sein Absolut und er war ein verwandelter Mensch. Er machte sich auf von Ort zu Ort, von Gemeinde zu Gemeinde um das aufzubauen, was er niederzureißen versucht hatte.

033.   Wie benötigen die Christen der verschiedenen Nationen in dieser Zeit solch ein Absolut. Diejenigen, die durch Satzungen und Traditionen und menschlichen Lehren gefesselt sind, versuchen Gottes Wort zu disqualifizieren, daß es nicht dasselbe sei, gestern, heute und in Ewigkeit. Sie benötigen ein Absolut, eine Erfahrung mit dem lebendigen Gott, der die Kranken heilt, die Toten auferwecken, die Teufel austreiben kann; wie Saulus sie auf dem Wege nach Damaskus hatte. Das ist ein echtes Absolut. Paulus wußte, daß etwas geschehen war. Niemand konnte es ihm nehmen. Sein Anker war festgelegt. Ganz gleich was geschah. Christus wurde der Mittelpunkt seines Lebens. Das Leben von jetzt ab, war ein anderes Leben.

034.   Seht, er war religiös. Nun möchte ich euch, die ihr gegenwärtig, und die in allen Nationen unter dem Himmel auf der ganzen Welt diese Predigt durch Übersetzer hören werden, besonders die religiösen Führer fragen, die nur ein Bibelwissen haben, wie es um ihr Absolut steht. Habt ihr diese Erfahrung? oder laßt ihr nicht jeden Anspruch gelten und leugnet Gottes Wort, daß es heute so wahr für die Gemeinde ist, wie es damals war. Vertraut ihr eurer akademischen Auszeichnung oder was immer ihr haben mögt. Verlaßt ihr euch auf eure Organisationen, die da sagen, die Tage der Wunder sind vorbei, es gibt keine göttliche Heilung und keine Taufe des Heiligen Geistes mehr für die Menschen dieser Tage wie man sie zu Pfingsten erlebte.

035.   Meine geliebten Brüder und Schwestern, wenn ihr nicht mehr habt als das, dann benötigt ihr ganz gewiß ein Erlebnis wie das auf dem Wege nach Damaskus. Ihr müßt dem lebendigen Gott begegnen, nicht euch etwas in Gedanken zurechtlegen, noch auf eine Gefühlsempfindung bauen, sondern ihr benötigt eine gründliche Erfahrung mit Gott.

036.   Derselbe Jesus, der in Galiläa wandelte, lebt heute und in alle Ewigkeit. Er ist derselbe gestern, heute und für immer. Das ist ein Absolut. Ihr braucht nicht zu nehmen, was jemand anders sagt. Ihr wißt es selber auf Grund des Erlebnisses und nicht um einer Gefühlsbewegung willen. Auch wenn ihr ein biblisches Erlebnis gemacht habt, gebt acht, wenn jemand versucht, euch die Verheißungen in Frage zu stellen, in dem man sagt: "All diese Dinge waren nur früher." Nehmt immer die Gelegenheit wahr und prüft alles mit dem Wort. Das ist der Lageplan - die Zeichnung. Wenn ein Haus nicht nach Zeichnung gebaut wird, muß der Unternehmer es abreißen und neu bauen. Man muß sich nach der Zeichnung richten. Ganz gleich, was eure Erfahrung sein mag, wenn etwas in euch ist, daß euch sagt, die Bibel stimmt nicht, die Kraft Gottes wird nicht offenbar, Apostel, Propheten Lehrer, Hirten und Evangelisten, so wie die Gabe des Heiligen Geistes sind nicht mehr wie damals, wie zur Zeit der Apostel seit Pfingsten, dann stimmt etwas nicht, euch fehlt das Absolut. Dann seid ihr an Glaubenssatzungen gebunden, anstatt am Worte Gottes, denn Er sagte: "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." Gebt acht, worin euer Absolut besteht. Ihr mögt dessen gewiß sein, daß ihr in guter Beziehung zu dem Prediger oder in guter Beziehung zu dem Bezirksvorsteher seid, vielleicht sogar, daß ihr guten Kontakt zu dem Bischof oder sonst einem großen Mann der Kirche habt. Doch euer Absolut muß Jesus Christus werden, denn: "Auf diesem Felsen will Ich meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Geistliche Offenbarung und erkennen, wer Er ist.

037.   Wenn ihr die gleiche Erfahrung wie Paulus macht, werdet ihr das gleiche Absolut haben, wie er es hatte. Ein verändertes, Christus zum Mittelpunkt habendes Leben, obwohl ihr vorher ein religiöses Leben geführt haben mögt. Ich habe Menschen sagen hören: "Wir sind sehr religiös". Doch das hat damit nichts zu tun. Ich habe viele Religionen beobachtet. Sehr ergeben. Oft aufrichtiger wie diejenigen, die das Christentum bezeugen. Wenn zum Beispiel eine Mutter ihr kleines Kind nimmt und es einem Krokodil vorwirft, nur aus Liebe zu ihrem Götzen, dann frage ich mich wo die Hingebung der Christen bleibt. Wenn ein Mann sich selber peinigt in seinem Fleische mit Eisenhaken und dann durch das heiße Kohlenfeuer hin und her geht, nur um seinem Gott (Götzen) ein Opfer darzubringen frage ich mich, wo das Christentum bleibt. Denkt nicht, Hingebung ist alles. Das ist es nicht. Hingebung ist recht, wenn sie in rechter Weise angewandt wird.

038.   Wenn einem Arzt ein Fehler unterläuft, und er euch. nicht die rechte Medizin verschreibt oder gar aushändigt, obwohl er dabei aufrichtig wäre, würde es euch schaden. Auch ihr mögt das Mittel als Medizin in Aufrichtigkeit einnehmen, doch den Schaden eures Lebens davon tragen. Seht, ihr müßt genau wissen, was ihr tut. Alles was im Gegensatz zum Worte Gottes steht, gleich was es sein mag, wie lange es schon existiert, es ist trotzdem verkehrt. Petrus gab zu Pfingsten eine ewig gültige Rezept-Vorschrift indem er sagte: "Tut Buße, und lasse sich ein jeder von euch auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, denn diese Verheißung (Vorschrift), gilt euch und euren Kindern und allen die noch ferne sind, so viele der Herr unser Gott herzurufen wird." Das ist die rechte ewiggültige Vorschrift.

039.   Es kann einem unachtsamen Apotheker passieren, daß er die Arznei nicht nach dem vom Arzt sorgfältig ausgestellten Rezept ausgibt. Selbst die vorgeschriebene Menge muß beim Einnehmen beachtet werden. Ist es nicht genug, hilft es nicht, nimmt man zuviel, dann ist es zum Schaden.

040.   So ist es mit dem vorgeschriebenen Rezept Gottes. Ganz gleich, was dieser oder jener sagen mag, glaubt es nicht, sondern haltet euch allein genau an das geschriebene Wort. So ist es recht. Haltet daran fest. Es gibt diejenigen, die sagen, die Taufe wird in Form der Besprengung vollzogen. Dann gibt es andere, die behaupten, die Titel Vater, Sohn und Heiliger Geist müssen ausgesprochen werden. Doch beides ist nicht in der biblischen Praxis zu finden. Es gibt keine Stelle in der Bibel, wo jemand seit Pfingsten anders getauft wurde, als auf den Namen Jesu Christi. Hier gilt es festzustellen, in welch einer Weise die Römisch-Katholische Kirche ein Dogma hinzugefügt hat, das zur Tradition wurde.

041.   Doch beachtet, in Mitten all dessen, bleibt die biblische Vorschrift bestehen. Soviele Gotteskinder leiden, weil sie nicht auf das hören, was ursprünglich als Vorschrift gegeben wurde. Ihr habt euer Absolut erst, wenn ihr im Worte Gottes verankert worden seid. Es kann nicht versagen, nicht religiös, sondern ein Leben das Christus zum Mittelpunkt hat. Soviele von uns haben Christus nicht als den Mittelpunkt ihres Lebens.

042.   Wenn Christus der Mittelpunkt eures Lebens geworden ist, vermögt ihr Dinge zu tun, die ihr ohne Ihn nicht tun könntet. Es bewirkt, daß ihr anders handelt. Ich meine nicht, daß ihr euch anders gebt, ich meine, daß ihr gemäß der Leitung des Heiligen Geistes handelt. Es wird Realität. Es ist echt. Wenn ihr jemand seht, der sich daneben benimmt, wißt ihr, daß sie nur etwas zur Schau tragen. Sie versuchen das echte nur nachzuahmen.

043.   Wenn ihr eine nachgemachte Dollarnote seht, dann wißt ihr, daß sie von einer echten kopiert wurde. Wenn ihr etwas nachgemachtes seht, wißt ihr sofort, daß es nur der Schatten vom echten sein kann. Es ist nur vom echten kopiert worden.

044.   Es bewirkt, daß ihr Dinge tut, die ihr gewöhnlich nicht tun würdet. Oh, es ist etwas Gewaltiges. Ihr seid sicher, ihr seid dessen ganz gewiß, und habt dieses Absolut. Ihr richtet euch nicht nach dem Erlebnis eines Anderen. Das ist der Grund, daß es mit den Christen so geworden ist, wie mit Kindern in der Schule, die voneinander absehen und abschreiben. Wenn der erste verkehrt gerechnet hat, haben alle anderen die abgeschrieben haben, ebenfalls ein falsches Ergebnis. Oh kopiert nichts, sondern begegnet Ihm selbst!

045.   Gestern sprach ich mit dem Sohn meines alten Freundes, Jim Poole, mit dem ich zusammen zur Schule ging und aufwuchs. Er ist ein feiner Kerl. Wir beten anhaltend, daß sein Vater Christus erlebt, und echt gläubig wird. Wir sprachen darüber, wie wir Gott im Walde, in der Natur erlebt haben. Dort könnt ihr Ihn finden, denn Er ist der Schöpfer und ist in Seiner Schöpfung.

046.   Ich erinnere mich noch, daß Jim und ich gemeinsam zum Jagen gingen. Wir fuhren mit unseren Fahrrädern am Friedhof vorbei, als es schon dunkel war (wir hatten natürlich furchtbare Angst), wollten jedoch auf unser Eis nicht verzichten. Mit Vorliebe las er Geschichten über Jagen und Fallenstellen. Ich saß da und dachte, das wäre mein Wunschtraum, selbst einen Schuppen im Gebirge zu haben und jagen gehen zu können. Zu der Zeit waren wir ungefähr 14 Jahre alt.

047.   Nachdem Jim mir vorgelesen hatte, sagte ich zu ihm, "Das hat jemand anders erlebt. Ich möchte das selber miterleben. Ich möchte die Erfahrung machen." Als ich zu Christus kam, konnte ich mich nicht auf die Erfahrung eines ändern berufen, sondern mußte es selber erleben.

048.   Als Junge las ich die Wildwest-Geschichten, und hatte das Begehren, das gleiche zu erleben und mich mit den Helden zu identifizieren. Doch eines Tages nahm ich durch die Gnade ein wirkliches Buch, die Bibel, zur Hand. Seitdem ist es mein Gesang und Begehren, zu sein wie Jesus. Schon hier auf Erden ist es mein Verlangen, zu sein wie Er. Ich möchte kein Bischof, noch sonst etwas Großes in der Gemeinde, weder ein Papst noch ein Priester sein. Ich möchte wie Jesus sein.

049.   Es geschieht etwas beim Lesen Seines Wortes. Ihr werdet verwandelt. Es ist euer Absolut. Es ist ein Begehren in eurem Herzen zu sein wie Er.

050.   Das Absolut für einen Christen ist wie der Anker für ein Schiff. Ja, ihr müßt dieses Absolut haben. Wenn Christus euer Absolut geworden ist, seid ihr verankert. Wenn die See stürmisch ist und das Schiff zu sinken droht, bleibt euch die Hoffnung, den Anker festzulegen. Wird das Schiff dann noch hin und her bewegt, so hält es der Anker fest. Ihr wißt, wir haben ein Lied, "Mein Anker hält."

051.   Als ein Mann an einem jungen vorbeiging, der gerade einen Drachen (Windvogel) steigen ließ, fragte er ihn, was er tue. Er antwortete: "Ich lasse meinen Drachen steigen." Er fragte weiter: "Was halst du in deiner Hand?" Er antwortete: "Die Schnur." Darauf fragte er: "Wo ist der Drache? Ich sehe ihn nicht. Wie weißt du, ob dein Drache aufgestiegen ist." Darauf antwortete er: "Ich kann es an dem Zug der Schnur fühlen." Am Ende der Schnur war das Absolut. Er war sich dessen sicher, denn der Drache war sein Absolut, obwohl der alte Mann ihn nicht sehen konnte, doch der Junge hielt die Schnur fest in den Händen.

052.   So ist es mit einem Menschen, der durch den Heiligen Geist wiedergeboren wurde. Er hat etwas ergriffen, daß im Jenseits verankert ist. Die Stürme bewegen ihn nicht. Er weiß, alles wird wohl sein, denn er ist verankert. Jeder von uns befindet sich in einem kleinen Schiff, das auf den Wellen des Lebens dahintreibt.

053.   Wie der Dichter sagte:

"Das Leben ist kein leerer Traum,
Die Seele, die da schlummert, ist nicht tot.
Die Dinge sind nicht, was sie zu sein scheinen,
Das Leben ist Wirklichkeit! Das Leben ist ernst!
Das Grab ist nicht das Endziel;
Was von Erde ist, muß zur Erde werden,
Doch das betrifft nicht die Seele."

Ich finde das so zutreffend.

054.   Wir sind mit unserem Schiff ausgelaufen. Christus ist mit uns und gebietet den Stürmen der Zeit. Wenn die Stürme toben, und uns hin und her werfen, sind wir so froh, daß wir den Anker, der für immer hält, im Jenseits festgelegt haben. Auch der Tod vermag uns nicht hinwegzureißen. Ihr seid an dem Absolut verankert. Christus ist unser Anker. Was ist Er? Er ist das Wort. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns."

055.   Wenn wir wissen, daß unser Handeln genau mit dem Worte übereinstimmt, und daß unsere Lehre vollkommen gemäß dem Worte ist, nichts hinzutuend, noch davonnehmend, nur das Wort, sehen wir die gleichen Resultate, wie bei denen, die im Worte verankert waren. Wenn das in unserem Leben offenbar wird, ist unser Anker befestigt. Das Leben Christi wird in euch hervorgebracht, wie es in Christus war, denn Gott war in Christo, und versöhnte die Welt mit sich selbst. Ihr seht, daß Gott selbst in euch über Seinem Worte wacht. Es geschieht dasselbe, was Jesus tat, denn es ist Sein Leben in euch.

056.   Jesus sagte: "Wer an Mich glaubt (Nicht wer vorgibt zu glauben), sondern wer an Mich glaubt, wird die Werke tun, die Ich getan habe." Warum? Wir sind in demselben Felsen verankert.

057.   Was ist der Felsen? Immer das Wort. Darin seid ihr verankert. Es ist für euch, wie der Nordstern für diejenigen die auf See verloren sind, Ihr wißt, daß es viele Sterne gibt, doch der einzig wahre Stern, der sich nicht fortbewegt, ist der Nordstern, denn er befindet sich auf dem Mittelpunkt der Erde. Ganz gleich, wo ihr sein mögt, der Nordstern ist immer auf der gleichen Stelle.

058.   Seht, die vielen Sterne haben ihre Laufbahn. Doch jeder Seemann und auch diejenigen, die in die Wälder zum Jagen gehen, richten sich nach dem Nordstern. Es ist für euch wie ein Kompaß. Seht, euer Kompaß weißt nicht zum Mars oder Jupiter, sondern immer zum Norden. Das wäre in dem Fall euer Absolut.

059.   Gebt acht auf euer Absolut! Ich fühle sehr wohl, und möchte jetzt etwas sagen. So wie ein echter Kompaß jedes Mal zum Norden zeigt, so werden alle diejenigen, die den Heiligen Geist haben, nur zum Worte gewiesen. Niemals werden sie zu einer Denomination, zu einer Glaubenssatzung oder auf etwas anderes hingewiesen. Immer werden sie geradewegs zum Worte gewiesen.

060.   Seht, es ist etwas, daß in dem Menschen pulsiert. Wenn ihr den Morgenstern, Jesus Christus, das Wort, erblickt, und der Geist Gottes, der in euch ist, wird euch weder rechts, noch links abweichen lassen. Er ist der Einzige der euch leiten kann. Er ist gekommen, um die Dinge Gottes zu nehmen, sie uns zu zeigen und zu offenbaren. Denn Jesus sagte: "Er wird es von dem Meinen nehmen, und es euch verkündigen." Er wird euch sogar das Zukünftige offenbaren. Es werden uns Dinge gezeigt, ehe sie geschehen. Er wird das, was ich gesagt habe, nehmen, und es euch zeigen, und wird euch das Zukünftige offenbaren. Wir erleben es, daß Er Dinge zeigt, und daß Er von dem göttlichen nimmt und es uns offenbart, nämlich das, was Jesus geredet hat. Mit anderen Worten macht Er uns alle Dinge klar, so daß ihr dessen gewiß seid, denn ihr seid zu dem richtungsweisenden Stern, welcher das Wort Gottes für jeden Gläubigen ist, gewiesen worden. Was im Gegensatz zum Worte steht, laßt ihr unbeachtet.

061.   Seht her, laßt mich euch etwas sagen. Höret genau hin. Diese Bibel enthält die gesamte, göttliche Offenbarung des Willens Gottes, und der Wiederkunft Christi, und alles andere ist in diesem Buch vollständig enthalten. Wenn euch etwas wegzieht, so werft es beiseite, denn es ist nicht der rechte Kompaß, sondern nur die Satzung einer Organisation. Auch wenn ihr sie eingerahmt in eurem Hause aufgehängt habt. Menschen, findet den Kompaß, der euch zurückweist zu dem Worte. Amen!

062.   Ihr wißt, nachdem Paulus seine Erfahrung gemacht hatte, ging er nach Arabien, und blieb dort drei Jahre und durchforschte die Schrift. Glorie! Er mußte gewiß sein. Es wurde ihm gezeigt, denn der Heilige Geist hat ihm Wort für Wort eingegeben, dort hat er den Hebräer Brief für die Juden geschrieben. Er war ausgerichtet, denn er hatte den Heiligen Geist als seinen Kompaß, der ihm die rechte Richtung zeigte.

063.   Wenn euch etwas vom Worte Gottes wegzieht, sagt euch davon los, denn der Heilige Geist wird uns immer, und zwar nur zu Seinem Worte weisen, denn der Heilige Geist ist gekommen, daß Wort zu offenbaren, und die Verheißungen Gottes zu bestätigen. Das vermag keine Satzung, keine Organisation oder eine andere Macht, nur der Heilige Geist wird es schaffen durch das Wort. Er ist der Keim.

064.   Nehmt zum Beispiel ein Weizenkorn. Es kann noch so schön sein, doch bleibt es tot. Erst wenn der Keim hervorkommt, bringt es viele Weizenkörner hervor. Christus ist das Leben, das Absolut. Hätte das Weizenkorn nicht den Keim, das Absolut, in sich, würde es nicht aufgehen. Hätte das Weizenkorn dieses Absolut nicht, so könnte es nicht leben, denn es wäre nichts darin, um es zum Leben hervorzubringen. Wenn wir dieses Absolut haben, können wir selbst den Kritikern ins Angesicht schauen und sagen: "Wir werden auferstehen, denn wir haben das Absolut." Der Keim ist in uns. Wir werden auferstehen. Jesus sagte: "Wenn ihr in Mir bleibt, und Meine Worte in euch bleiben, dann könnt ihr bitten was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden." Das ist ein Absolut. Doch wenn ihr an Satzungen gebunden seid, geht es nicht. Ihr könnt nicht Öl mit Wasser vermischen. Ihr könnt es auf jede Weise zu mischen versuchen. Es geht nicht, denn es sind zwei verschiedene chemikalische Bestandteile. Ihr könnt auch nicht Satzungen mit der Bibel vermischen, denn sie stehen im Gegensatz zur Bibel. Ihr könnt Denominationen nicht mit denen die durch das empfangene Heil zur Freiheit geboren sind, mischen. Denn Gott befaßt sich nur mit den Seinen. Ich muß es jetzt sagen. Gott ändert Sein Programm nicht. Er kann es nicht ändern, weil Er unendlich ist. Ich bin mir dessen bewußt, daß viele Menschen dieses hören werden. Gott kann Sein Programm nicht ändern. Er kann nicht einmal etwas tun, es dann abändern und sagen, Er habe verkehrt gehandelt.

065.   Gott befaßt sich nicht mit menschlichen Gruppen. Gott befaßt sich mit dem Einzelnen, denn jeder hat andere Vorstellungen und ist verschieden in seiner Natur. Gott nimmt den Einzelnen heraus und gestaltet ihn um. Er nimmt ihn aus seinem eigenen Sein heraus, bis Er ihn in Seine Natur umgestaltet hat. Dann erst kann Gott ihn gebrauchen.

066.   Schaut durch alle Zeitalter. Gott hatte einen Noah, einen Moses, die Propheten, doch niemals zur selben Zeit zwei für den gleichen Zweck. Es war immer ein Prophet, der in besonderer Weise auftrat. Wenn deshalb jemand sagt, was mehrere beschließen birgt Sicherheit in sich, so muß ich so entgegnen wie ich hier vor kurzem von Ahab und Josaphat gepredigt habe. Sie wollten nach Ramoth in Gilead hinaufziehen, um das Land zurückzuerobern. Sie waren fundamental richtig. Das Land gehörte ihnen. Doch jetzt hatten es die Syrer und nährten sich davon. Es war ihr von Gott gegebenes Eigentum. Es war grundsätzlich einleuchtend, hinaufzuziehen, um das Land einzunehmen.

067.   Josaphat, der ein guter Mensch war, sagte: "Wollen wir nicht zunächst den Herrn befragen?" Natürlich, Ahab, der Zurückgefallene sagte: "Selbstverständlich, auch ich hätte daran denken sollen, denn ich habe hier vierhundert hebräische Propheten. Ich ernähre, sie und sorge für sie. Sie sind die besten im ganzen Lande. Wir werden sie rufen." Einstimmig sagten diese: "Ziehe hinaus, der Herr ist mit dir." Grundsätzlich waren sie im Recht, doch sie hatten nicht das Absolut. Als Josaphat sagte: "Ist nicht noch einer hier, durch den wir den Herrn befragen können?", antwortete Ahab: "Ja, es ist noch einer, doch den mag ich nicht, denn er weissagt mir niemals Gutes." Wie konnte er Gutes weissagen, wenn das Wort etwas anderes angekündigt hatte, nämlich durch Elia, der vor ihm lebte und zu Ahab gesagt hat: "Die Hunde sollen dein Blut lecken (1. Kön. 21, 19)." Wie konnte er als bestätigter Prophet etwas anderes, als den Willen Gottes verkünden, auch, daß die Hunde das Fleisch der Isebel fressen werden (1. Kön. 21, 23), und daß ihr Leichnam auf dem Felde Jesreels wie Dünger liegen wird, so daß man nicht mehr sagen kann: "Hier liegt Isebel (2. Kön. 9, 37)." Wie konnte jemand einen Segen aussprechen über einen Menschen, nachdem solch ein Fluch über ihn verhängt worden war. Das gleiche trifft auf die heutige Zeit zu. Wie könnte jemand die Dinge segnen, welche die Menschen immer weiter von Gott entfernen. Nur eines bleibt übrig zu tun. Auch wenn ihr allein dastehen solltet, wendet euch im Namen des Herrn von allem ab, was unter dem Fluch steht, und verbleibt allein mit dem Worte Gottes, welches euer Absolut ist. Ihr mögt einwenden: "Bruder Branham, durch solche Bemerkungen verursachst du, daß die Menschen dich hassen." Gott jedoch liebt mich, das ist mein Absolut. Verlaßt euch nicht auf Menschen, sondern allein auf das Wort, auf das, was Gott gesegnet hat.

068.   Wie wußte Micha, daß er im Recht war? Er wartete, bis er eine Vision sah (2. Chron. 18). Auch die ändern mögen eine Vision gehabt haben, doch sie stimmte nicht mit dem Wort überein. Heute ist es das gleiche. Micha verglich seine Vision mit dem Wort. Er stellte fest, daß er mit dem Wort darin übereinstimmte. Auch heute, wenn eine Vision im Gegensatz zum Worte steht, habt nichts damit zu tun, denn es ist ein verkehrtes Absolut. Das Absolut Michas stimmte genau mit dem Wort überein, deshalb trat er auf und verkündigte sie. Da gab Zedekia ihm einen Backenstreich und sprach: "Auf welchem Wege ist denn der Geist des Herrn von mir gewichen?" Micha antwortete: "Du wirst es an jenem Tage erfahren, wenn du aus einem Gemach in das andere gehen wirst, um dich zu verstecken (2. Chron. 18, 23-24)." Ahab gab den Befehl: "Nehmt Micha fest und bringt ihn ins Gefängnis, bis ich wohlbehalten zurückkehre." Oh Micha, was wird dann mit dir geschehen? Wenn er zurückkommt, wird dein Haupt abgeschlagen. Micha stand da, genauso standhaft wie Stephanus. Amen! Willig zu leiden, wie mein Herr, der ans Kreuz gegangen ist. So wie Daniel in die Löwengrube ging, oder Sadrach, Mesech und Abed Nego in den feurigen Ofen. Absolut! Micha stand da und sagte: "Wenn du zurückkehrst, dann hat der Herr nicht durch mich gesprochen. Dann kannst du meinen Kopf abschlagen." Er hatte ein Absolut. Er wußte, daß er durch die Vision, wie durch einen Kompaß, in die rechte Richtung geleitet wurde. Ja, sein Anker war fest. Er gründete sich auf das Wort. Allein darauf.

069.   Seid sicher, und habt das Absolut in eurem Leben.

070.   Es gab eine Zeit, wo die Anstandsregeln, die Emily Post aufgestellt hatte, allgemein Beachtung fanden, und für eine ganze Nation fast zum Absolut wurden. Sie schrieb vor, mit welcher Hand Messer und Gabel gebraucht werden sollten. Wer es anders tat, war verkehrt.

071.   Es gab eine Zeit, in welcher Adolf Hitler das Absolut für Deutschland war. Wenn er "Achtung" sagte, stand alles stramm. Wenn er zu springen befahl, wurde gesprungen. Wenn er zu töten befahl, wurde getötet. Millionen Juden wurden auf sein Geheiß umgebracht. Ihr seht, was mit einer solchen Art von Absolut angerichtet wurde. Es war eine Machtausübung, doch es war im Gegensatz zum Worte Gottes.

072.   Wie wißt ihr, daß es im Gegensatz zum Worte gewesen ist?

073.   War es nicht Biliam, der auf Israel herabschaute, um es zu fluchen? Er sprach: "Man erblickt kein Unheil in Jakob. Gesegnet und gerecht sind sie in ihren Zelten. Wer dich flucht, wird verflucht sein, wer dich segnet, wird gesegnet sein."

074.   Warum hat Hitler das nicht gesehen? Warum haben die deutschen Christen es nicht erkannt? Es war doch vollkommen im Gegensatz zum Worte Gottes. Schon das Sprichwort sagt: "Gott machte den Menschen, der Mensch machte Sklaven". Einer versucht über den ändern zu herrschen. Doch wir haben nur einen Herrscher, das ist Gott. In jener Zeit war Hitler Deutschlands Absolut, doch seht es euch jetzt an. Beachtet, was geschah! Es war ein verkehrtes Absolut. Weshalb? Weil es im Gegensatz zum Worte stand. Ihr seht, welch eine Schmach es zur Folge hatte.

075.   Wenn euer Absolut in einer Organisation, in einem Gefühlserlebnis, oder in etwas anderem als in der Person Jesu Christi ist, werdet ihr noch eine schlimmere Schande und Schmach erleben. Euer Absolut muß Christus sein, denn Er ist die einzige zentrale Verankerungsstelle des menschlichen Lebens. Christus ist das Wort. Nicht eure Gemeinde, nicht euer Wort, sondern das Wort. Auf diesem Absolut hat Er Seine Gemeinde gegründet. Auf Christus, dem Wort.

076.   Es gab eine Zeit, in der Mussolini das Absolut in Italien war. Ihr seht, in welch einer Weise er Rom hervorheben wollte. Er versuchte Rom auf sich selbst, als dem Absolut, aufzubauen. Es wird gesagt, daß sein Fahrer ihn einmal eine Minute zu früh abholen wollte. Deswegen erschoß er ihn, indem er sagte: "Ich habe nicht von dir verlangt, eine Minute vor neun Uhr hierzusein, sondern um neun Uhr." Seht, zu welch einem Absolut er sich selber zu machen versuchte, doch beachtet was geschah. Viele von euch älteren, Roy Slaughter und andere, die gegenwärtig sind, werden sich erinnern, als ich euch damals von den Weissagungen erzählte. Eines Tages, als wir die Versammlungen noch in dem anderen Gebäude hatten, sagte ich unter anderem, daß Mussolini ein schandbares Ende finden wird. Ich sagte: "Seine erste Invasion wird sich gegen Äthiopien richten, und Äthiopien wird unterliegen. Doch er wird sein Ende finden, ohne daß ihm jemand hilft, und in Schande wird er begraben werden." So geschah es mit ihm.

077.   Ich sagte: "Drei 'Ismen' werden sich erheben. Der Nazismus, Faschismus und der Kommunismus. Diese 'Ismen' werden aufkommen, dann aber im Kommunismus aufgehen. Gebt acht! Der Kommunismus wird Rom verbrennen. Seht, es ist ein Werkzeug in der Hand Gottes. Natürlich sind sie gegen Gott, doch sind sie im Begriff den Plan Gottes auszuführen, ohne es zu wissen. Er gebraucht sie lediglich als eine Marionette. Als Werkzeug in seiner Hand, wie Nebukadnezar und viele Andere."

078.   Es gab eine Zeit, in welcher Pharao das Absolut in Ägypten war. Doch seht, ob etwas davon übriggeblieben ist. Das alles versagt, es ist verkehrt angewandt worden, und zum Scheitern verurteilt. Es waren von Menschen gemachte Absolute. Ihr könnt euch nicht auf ein von Menschen gemachtes Absolut verlassen. Ganz gleich, ob es ein Präsident, ein Diktator, ein König, eine Gemeinde, eine Organisation oder eine Glaubenssatzung ist. All diese Dinge werden vergehen, so wie alle Absolute dieser Art in den vorhergehenden Zeitaltem. Seht euch diejenigen an, die den Diktatoren vertrauten. Wie ist es denen ergangen, die ihre Hoffnungen auf solch eine Art von Absolut setzten? Nichts ist davon übriggeblieben.

079.   Nun wollen wir uns denen zuwenden, die ihre Hoffnung auf die Bibel, auf das Wort Gottes setzten, und es als ihr Absolut festhielten. Seht, wo sie jetzt sind.

080.   Paulus beschreibt einige solche Helden im Hebräerbrief, Kapitel 11. Was taten sie. Durch Glauben haben sie Königreiche überwältigt, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt. Sie wanderten in Schaffellen und Ziegenhäuten umher, die Welt war ihrer nicht würdig. Sie warten in der Herrlichkeit auf die glorreiche Auferstehung. Manche von ihnen erlebten nicht solch große Wunder, doch gaben sie ihre Leiber dahin, im Hinblick auf die Auferstehung. Sie gaben ihr Leben dahin. Sie waren nicht darum besorgt. Sie waren willig sich aufzuopfern, wenn sie nur zur Erstauferstehung gelangten.

081.   Wir behandeln den Begriff "Das Absolut". Ihr wißt, unser Bundesgericht ist ein Absolut. Es ist endgültig und macht jeder Streitigkeit in dieser Nation ein Ende. Die Entscheidung, die im Bundesgericht gefällt wird, ist ein Absolut. Ich weiß, daß wir es nicht immer mögen, und trotzdem ist es ein Absolut. Was wäre, wenn wir es nicht hätten. Gewiß ist das ein Absolut, denn unsere Nation ist daran gebunden. Wenn unser Bundesgericht eine endgültige Entscheidung trifft, bleibt es dabei. Wohin wolltet ihr euch danach wenden? Ihr müßt einer solchen Entscheidung Folge leisten. Dazu seid ihr verpflichtet. Dort wird das letzte Wort gesprochen. Das ist endgültig.

082.   Ihr könnt Einspruch erheben gegen das Urteil eines lokalen Gerichtes, doch nicht gegen das Urteil eines Bundesgerichtes. Auch wenn wir nicht mit jeder Entscheidung einverstanden sind, können wir uns derselben nicht entziehen. Es ist das Absolut der Nation. Was wäre, wenn wir das nicht hätten. Wir benötigen ein Absolut. Jeder einzelne muß es haben. Ihr habt es. Ich versuche euch lediglich darzulegen, was ein Absolut in sich birgt. Das Bundesgericht einer Nation ist das Absolut einer Nation. Dort wird jedem Streit ein Ende gemacht. Damit ist der Fall erledigt. Was dort gesagt wird, das gilt.

083.   Bei einem Ballspiel ist der Schiedsrichter das Absolut. Auch wenn die Spieler verschiedener Meinung sind, und in einen Streit geraten. Der Schiedsrichter spricht das endgültige Wort. Denkt euch nur, es gäbe keinen Schiedsrichter in einem Ballspiel. Könnt ihr euch vorstellen, was für ein Spiel das wäre? Es wäre nur ein Zanken und Streiten. Auch dort ist das Absolut notwendig. Ob es euch paßt oder nicht. Sein Wort ist endgültig. Er ist das Absolut.

084.   Ich möchte noch über ein anderes Absolut sprechen. Wenn ihr an einer Signalanlage das rote Licht seht, so wißt ihr, daß es "Halt" bedeutet. Wenn ihr trotzdem weiterfahrt, macht ihr euch strafbar. Wenn diese Stadt keine Signalanlage hätte, könnt ihr euch vorstellen, wie es hier zugehen würde? Auch da ist das Absolut nötig. Eine Signalanlage ist das Absolut für den Verkehrsteilnehmer. Ohne Signalanlage gäbe es ein Verkehrschaos.

085.   Das gleiche ist die Ursache mit den Gemeinden. Die Denominationen sind in ein Durcheinander hineingeraten, und kommen nicht mehr vorwärts. Sie sind stehengeblieben und streiten miteinander.

086.   Die Bibel ist das Licht Gottes. Wenn darin gesagt wird "Gehet!", so gehen wir. Wenn es "Halt" sagt, bleiben wir stehen. Darauf sind wir gegründet. Auf das Wort, nicht was diese oder jene Gruppe von Menschen sagt.

087.   Jesus sagte: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Er sprach: "Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung." Deshalb gehen wir.

088.   Ihr wißt, wie gut Ausbildung ist, doch Jesus hat sie niemals gefordert. Ihr wißt, wie gut Versammlungsgebäude sind, doch Er hat das nie verlangt. Wir schätzen es, daß Kirchen und Gemeinden Krankenhäuser bauen, doch dazu hat Er niemals aufgefordert. Er gab der Gemeinde den Auftrag: "Predigt das Evangelium." Das Evangelium besteht nicht in Worten allein, sondern in der Kraft und Offenbarung des Wortes. Paulus bestand darauf, daß die Kraft des Evangeliums geoffenbart wird. Was würde geschehen, wenn es heute so wäre. Wir leben in einer Zeit, in der wir die besten Ärzte haben. Wir haben die besten Dragees, die je verschrieben wurden. Das wißt ihr. Wir schätzen diese Männer, und beten für sie. Ich tue es und hoffe, daß ihr es auch tut. Obwohl wir die besten Ärzte, die beste Medizin und die besten Krankenhäuser haben, ist doch mehr Krankheit da, als jemals zuvor. Es ist mehr Unglaube, als zuvor. Die Prediger haben sich selbst organisiert, und große Denominationen errichtet. Sie setzen alles daran, um Gemeindemitglieder zu bekommen. Man versucht für verschiedene Seminare zu werben, auch wenn die Betreffenden Gott nicht kennen und erlebt haben. Oh, was wir in unseren Gemeinden benötigen ist jemand, der ein Absolut hat. Was wir in den Methodisten-, Baptisten-, Presbyterianer- und Pfingstgemeinden benötigen, ist ein Absolut. Einen Mann Gottes, der da steht, fest verankert im Worte und in Christus, damit die Gesamtgemeinde in die rechte Verfassung kommt, jedes Glied gemäß dem Worte wandelt, und das Wort geoffenbart sieht. Denn diese Zeichen werden denen, die da glauben, in aller Welt folgen. Man sagt, diese Bestätigungen haben aufgehört, doch Jesus sagte: "Gehet hin in alle Welt, und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung...". Noch haben wir nicht die ganze Welt erreicht. In aller Welt, unter der ganzen Schöpfung, sollte erfüllt werden "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben. In Meinem Namen werden sie Teufel austreiben, in neuen Zungen reden, und wenn sie Schlangen aufheben, oder etwas tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Wenn sie ihre Hände auf die Kranken legen, wird es besser werden mit ihnen."

089.   Das ist das Absolut. Es hält stand, denn es ist das Wort. Die rechte Richtung ist uns darin gezeigt. Dabei bleibt es. Das ist es, was wir benötigen.

090.   Doch was wurde getan? Man hat Institutionen errichtet. Die Menschen wurden als Mitglieder organisiert. Die eine Glaubensrichtung stritt mit der anderen, weil sie nicht so glauben wie sie. Die einen bauten größere Seminare und Kirchen wie die anderen, teilweise stellte man weichgepolsterte Bestuhlung auf, man wollte eine größere Orgel und besser gekleidete Menschen, man wollte den Bürgermeister und die Angesehenen in der Gemeinde. Doch was ist daraus geworden? Ist nicht alles tot, und an das Absolut einer Denomination gebunden!

091.   Wenn ich auf meinem Lebenswege sterbe, mein Absolut ist Jesus Christus. Darauf ist mein Glaube gegründet.

092.   Doktor Davis sagte zu mir: "Billy, wenn du so predigst, wirst du eines Tages zu den Säulen der Kapelle predigen!" Darauf erwiderte ich: "Dann werde ich eben Gottes Wort zu den Säulen predigen, denn Gott ist imstande aus diesen Säulen dem Abraham Kinder zu erwecken. Gottes Wort ist wahr." Er sagte: "Denkst du, daß die Menschen dir glauben werden?" Ich antwortete: "Das ist nicht meine Sache. Es ist meine Aufgabe, treu zu dem Worte zu stehen." Darauf sagte er: "Meinst du, einer in Theologie geschulten Welt, mit der Predigt über göttliche Heilung begegnen zu können?" Darauf antwortete ich: "Nicht ich bewirke die göttliche Heilung. Es ist Seine Verheißung. Er ist es, Der mir den Auftrag gegeben hat."

093.   Oh, wie erinnere ich mich daran, als Er dort über dem Fluß in dem ich stand, im Juni 1933, in dem großen Licht herunterkam, und zu mir sprach: "Wie Johannes, der Täufer, dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, so sende ich Dich mit einer Botschaft für die Welt dem zweiten Kommen Christi voraus." Über die ganze Welt erging die Botschaft, und das Feuer der Erweckung wurde in den letzten fünfzehn Jahren fast überall angezündet. Göttliche Heilungen fanden in den Nationen statt. Die Kraft und Wiedererstattung wurde offenbar. Jetzt, so glaube ich, ist alles bereit, um den endgültigen Höhepunkt zu erreichen, um den Glauben hervorzubringen, der die Brautgemeinde in die Herrlichkeit entrücken wird. Die Vorbereitungen werden durch diese Botschaften gemacht. Wir sind tatsächlich am Ende der Zeit. Wir haben darüber gesprochen, doch jetzt ist es über uns gekommen. Nehmt es zu Herzen. Die Gemeinde und die Menschen, die dazu gehören, müssen ihr Absolut haben. Doch in dieser Zeit hat jede Gemeinde ihr eigenes Absolut. Sie nehmen nicht das ganze Wort. Man sagt: "Wir Baptisten glauben dies" "Wir Methodisten glauben dies." "Wir Presbyterianer glaubet dies." "Wir Pfingstler glauben dies." Das ist in Ordnung, doch warum akzeptiert ihr nicht den Rest des Wortes. "Wir Baptisten glauben an die Taufe durch untertauchen." Das ist gut, doch wie steht es mit der Taute des Heiligen Geistes? Wie steht es um das Zungenreden. Wie steht es um die Gaben der Heilung und der Weissagung? "Nein, das wollen wir nicht. Das war für ein anderes Zeitalter." Ihr Pfingstler sagt: "Wir glauben, der Beweis des Empfanges ist das Zungenreden." Natürlich ist das Zungenreden in Ordnung, doch das ist noch nicht der Beweis. Viele Menschen reden in Zungen, doch weiter kommen sie nicht. Der Teufel kann jede Gabe, von der die Bibel berichtet, nachahmen.

094.   Paulus sagte: "Wenn ich mit Menschen- und Engelzungen reden könnte, aber die Liebe nicht hätte, und wenn ich meinen Laib brennen ließe, und meine Habe den Armen gäbe, und Glauben hätte, um Berge zu versetzen; oder wenn ich durch ein Seminar gegangen, und alle Erkenntnis erlernt hätte, wäre ich dennoch nichts." Es geht um Jesus Christus. Nehmt Ihn an. Ihr könnt Ihn nicht aufnehmen, ohne Sein Wort aufzunehmen. Zuerst ergeht das Wort, dann wird das Wort lebendig und offenbart Sich selbst.

095.   Hat nicht Jesus gesagt: "Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubet Mir nicht." Es war Gottes Wort, welches darin offenbar wurde. Gott war in Christo, versöhnte die Welt mit Sich selber, und brachte zum Ausdruck, was Er war. Das war endgültig. Das war das ewige Absolut.

096.   Ihr sagt: "Bruder Branham, ist das ewig gültig?" Es war damals. Wie steht es heute damit? Jesus sagte: "Wer an mich glaubt, wird die Werke, die Ich getan habe, auch tun." Es ist dasselbe Absolut.

097.   Jeder von ihnen hat heute sein eigenes Absolut. Es ist wie zur Zeit der Richter. Jeder tat, was ihm recht dünkte (Rich. 21, 25). Damals hatte jeder sein eigenes Absolut. So ist es auch jetzt. Jeder tut, was er selber als richtig ansieht. Der Grund, warum es in der Zeit der Richter so war, lag darin, es mag euch schockieren, weil sie damals keinen Propheten hatten, an den das Wort des Herrn ergangen wäre. So tat jeder, was er für richtig hielt. Das gleiche hat sich in dieser Zeit wiederholt. Unter den Denominationen gibt es keinen Propheten, doch Gott hat einen verheißen, der in den letzten Tagen auftreten sollte, um das Herz der Kinder zu dem Glauben der Väter, zu dem ursprünglichen Pfingsten, zurückzuwenden. Ihr wißt, das hat Er verheißen.

098.   Ich weiß, daß ihr auf Johannes Bezug nehmen werdet, doch von ihm steht in Matth. 11, 10: "Dieser ist es, auf den sich das Schriftwort bezieht: ‚Siehe ich sende Meinen Boten vor Mir her."

099.   Das ist Mal. 3, 1, nicht Vers 23. Sonst hätte das Wort versagt. Denn es steht: "Zu dieser Zeit wird die ganze Welt verbrennen und die Gottlosen zur Asche werden." Brüder, bringt diese beiden Stellen nicht durcheinander, sondern sagt lediglich genau das, was geschrieben steht. Er hat es für die letzten Tage verheißen. Es wird in unserer Mitte stattfinden.

100.   Vergeßt nicht, zur Zeit der Richter tat jeder, was ihm beliebte, weil niemand da war, durch den das Wort lebendig wurde. Es gab keinen Propheten. Das Wort des Herrn kommt immer zu den Propheten. Deshalb wurden sie gehaßt. Nur eine geringe Anzahl liebt ihn. So ist es immer gewesen.

101.   Gott ändert Sein Vorhaben nicht. Er kann es nicht, und dann noch Gott sein. Wenn Gott je etwas sagt oder tut, muß Er immer dabei bleiben. Wenn Schwierigkeiten auftreten, so muß Er das zweite Mal genau so helfen, wie beim ersten Male, sonst hätte Er beim ersten Mal verkehrt gehandelt. Wer jedoch will Gott beschuldigen, verkehrt zu handeln. Wer seid ihr, daß ihr Gott verkehrtes Handeln unterstellen wolltet. Jesus sagte: "Wer von euch kann mich einer Sünde beschuldigen?"

102.   Das ist es, was Jesus sagte: "Wer von euch kann Mir nachweisen, daß Ich nicht alles erfüllt habe, was der Messias tun sollte?" Niemand konnte etwas einwenden. Der Messias sollte ein Prophet sein. Er hatte bewiesen, daß Er es war.

103.   Seit der Zeit Maleachi's hatten sie einige hundert Jahre keinen Propheten mehr. Jetzt aber trat Er auf. Er erschien Menschen geheimnisvoll, und war ein Stolperstein für die Gemeinde. Doch so stand es geschrieben: "Seht, Ich lege in Zion einen auserwählten Eckstein, einen kostbaren Eckstein, wer auf Ihn sein Vertrauen setzt, wird nimmermehr zuschanden."

104.   Er trat auf. Die Schrift wurde erfüllt. Diejenigen, die Ihm glaubten, hatten ein Absolut.

105.   Martha glaubte, daß Jesus der Sohn Gottes war, der in die Welt kommen sollte. Auch nachdem ihr Bruder Lazarus gestorben war, hatte sie dieses Absolut des Wissens, daß Jesus nur das Wort zu sprechen braucht, und Gott es geschehen lassen wird. Lazarus kam aus der Gruft hervor. Amen! Sie war absolut sicher. Er sprach: "Wo habt ihr ihn hingelegt?" Sie antwortete: "Komm und sieh." Er stand da, auf Grund einer Vision, denn Er sagte in Johannes 5, 19: "Der Sohn tut nur, was der Vater Ihm zeigt." Zu der Zeit war Jesus nicht im Hause Lazarus. Sie sandten zu Ihm, daß er komme und bete. Er wußte, daß Lazarus sterben wird. Dann sagte Er: "Unser Freund Lazarus schläft nur." Darauf sagten die Jünger: "So wird es wieder besser mit ihm." Darauf sagte Jesus mit klaren Worten: "Lazarus ist gestorben. Um euretwillen bin Ich froh, daß Ich nicht dort gewesen bin." Darauf sagte Er: "Ich gehe hin ihn aufzuwecken." Er sagte nicht: "Ich gehe hin, um zu sehen, was ich tun kann", sondern "Ich gehe hin, ihn aufzuwecken", denn der Vater hatte Ihm bereits gezeigt, was getan werden sollte.

106.   Er ging zum Grabe, stand da als ein Mann. Gott im Fleisch, der zu einem Stein hätte sagen können, "Löse dich auf", und es wäre geschehen. Doch Er sprach zu den Anwesenden: "Hebt den Stein weg." Auch ihr habt etwas zu tun. Sie rollten den Stein hinweg. Ihnen wurde schlecht, weil er schon in Verwesung übergegangen war. Ich kann Ihn dastehen sehen, wie Er sich in Seiner Gestalt strafft. (Nach der biblischen Beschreibung hatte Er keine Gestalt, noch Schöne, daß man Seiner begehrt hätte. Vielleicht wurde Sein Haar schon grau, obwohl Er erst gut 30 Jahre alt war. Die Juden sagten: "Du bist noch nicht fünfzig und willst Abraham gesehen haben." Er sprach: "Ehe Abraham war, bin Ich." (Joh. 8, 57.) David war zum König erwählt, als er noch sehr jung war. Der Vater dachte, es wäre einer von den anderen Söhnen, dem die schöne Krone auf dem Haupt zustehen würde. Jesse sagte: "Hier ist mein ältester Sohn." Doch Samuel antwortete: "Ihn hat Gott nicht erwählt." Nachdem alle Söhne vor ihn gebracht worden waren, fragte er: "Ist nicht noch einer hier?" "Ja, es ist noch einer, doch er sieht nicht aus wie ein König. Er ist ja nur ein kleiner Jüngling. Gar nicht so gut aussehend." Er bat darum, ihn zu bringen, und sobald er vor den Propheten trat, kam der Geist Gottes herab. Samuel nahm das öl, und goß es aus auf sein Haupt und sprach: "Ihn hat Gott zum König eingesetzt."

107.   Als Jesus am Grabe des Lazarus stand, wußte Er auf Grund der Vision, daß es geschehen würde. Er befahl: "Nehmt den Stein hinweg." Lazarus roch schon, denn er war seit vier Tagen tot. Jesus hatte gesagt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stürbe. "Nennt mir einen Menschen, der solch eine Erklärung abgeben konnte. Er sprach weiter: "Wer da lebt, und an Mich glaubt, wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?" Sie antwortete: "Ja, Herr." Obwohl es ausgesehen hatte, nachdem sie Ihn schon einige Male hatte rufen lassen, ohne daß Er kam, als kümmere Er sich nicht um sie. Doch sie antwortete Ihm: "Ja, Herr, ich glaube, daß Du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen sollte." Jesus rief: "Lazarus, komm heraus!" Und ein Mann, der vier Tage tot war, kam heraus.

108.   Christus hatte das Absolut. Er hatte die Vision gesehen. Er konnte unmöglich versagen. Er war absolut sicher. Auch Martha war absolut sicher. Sie wollte nur erreichen, daß Er erkennt, was sie von Ihm glaubte, wer Er sei, und daß ihr zuteil würde, worum sie bat. Da habt ihr das Absolut, festverankert im Wort. Das war es. Jeder Mensch in dieser Zeit handelt nach seinem Gutdünken, weil kein Prophet da ist. So war es zur Zeit der Richter.

109.   Elia war der Mann Gottes für seine Tage. Nicht nur ein intelligenter Bibellehrer. Er war ein alter Mann, der umherging. Wenn er heute zu eurer Tür käme, würdet ihr ihn wohl wegjagen. Fast eine ganze Nation haßte ihn. Isebel und der Rest haßten ihn. Sie war, wie die "Erste Dame" des Weißen Hauses, nach der sich alle anderen Frauen richteten. Ahab war das Haupt, doch er Wurde durch sie gelenkt.

110.   Als die Sunamitin mit dem Propheten Elia sprach, und die Kraft Gottes erleben wollte, sagte sie: "Ich erkenne, das ist ein heiliger Mann!" Als der Sohn gestorben war, sprach sie: "Laß mir einen Esel satteln." Und sie machte sich auf zu ihm, auf den Berg Karmel. Dort kam sie zu ihrem Absolut, zu ihrer Verankerungsstelle. Die Art, in der sie kam, gefällt mir.

111.   Elisa sah, daß die Sunamitin betrübt war, wußte aber noch nicht, worum es ging. "Der Herr hat es mir verborgen, und noch nicht gezeigt." Er gebot seinem Diener Gehasi: "Laufe ihr entgegen und finde heraus, was ihre Not ist." Er fragte sie, ob es ihr, ihrem Manne und dem Knaben gut gehe. Nehmt euch ein Beispiel an ihr. Sie sagte: "Ja, alles ist wohl." Als sie aber zu dem Gottesmann kam, fiel sie zu seinen Füßen und sprach zu ihm. Gehasi aber hob sie auf. Noch hatte er kein Absolut für sie. Er wußte, daß ihr das Kind durch die Gnade Gottes gemäß der Vision zuteil wurde. Was sollte er jetzt tun? Er kam ihrem Wunsch nach. Ging in den Raum des Hauses, wandelte auf und ab, bis ihn die Inspiration traf. Er legte seinen Leib über den Leib des Knaben und erwärmte ihn. Dann erhob sich der Gottesmann, ging wieder hin und her. Noch hatte er nicht das Absolut. "Herr, was ist es, was willst Du, daß ich tun soll?" Ohne Zweifel hat er dann eine Vision gehabt und gesehen, daß der kleine Junge wieder spielt und mit dem Seil springt usw. Dann streckte er sich über den Knaben hin, und legte seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen, und legte seine Hände auf dessen Hände. Und das Kind wurde durch die Kraft Gottes zum Leben erweckt (2. Kön. 4, 35). Was war es? Das Absolut der Frau war der Prophet. Das Absolut des Propheten war Gott. Bezugnehmend auf das Wort "Ich bin die Auferstehung und das Leben" ist das Kind durch die Kraft Gottes, des Schöpfers, auferweckt worden.

112.   Der Grund, warum die Menschen in vergangenen Zeiten nach Gutdünken taten, war, weil sie keinen Propheten hatten, zu dem das Wort des Herrn gekommen wäre. In jenen Tagen fehlte das Wort und die Propheten.

113.   Dieses habe ich am Tage meiner Bekehrung mit Bezug auf die Zeit, in der wir leben, gesehen. Ich bin so froh, daß Gott mich ergriffen hat, ehe eine Gemeinde es tun konnte. Vielleicht wäre ich ungläubig geblieben, wenn ich in das religiöse Durcheinander geraten wäre. Man sagt: "Komm zu uns und werd ein Mitglied, bringt euer Empfehlungsschreiben und kommt in unsere Gemeinschaft." Ich glaube es genügt, wenn Christus unsere Namen in das Lebensbuch des Lammes geschrieben hat. Allein dort möchte ich meinen Namen haben.

114.   Meine Vorfahren stammen aus Irland und waren Katholiken. Ich sah, wie verderbt das Ganze war. Dann ging ich zu einer gewissen Gemeinde, hier in der Stadt. Sie sagten: "Wir haben die Wahrheit, das Licht und sind auf dem rechten Wege, wir haben alles." Dann ging ich zu einer anderen in New Albany. Da sagte man mir: "Oh, die dort wissen gar nicht wovon sie sprechen." Die Katholiken sagten: "Ihr alle seid verkehrt." Ich dachte: "Was jetzt." Mein Spielkamerad gehörte zu einer deutschen, lutherischen Familie. Ich fragte ihn, wo er zur Kirche geht. Ich ging dort hin und stellte fest, daß auch sie den Anspruch erheben auf dem rechten Wege zu sein. Ich ging auch zu Bruder Dale in die Baptistengemeinde. Sie sagten: "Dies ist der richtige Weg." Ich dachte, was soll diese Verwirrung. Ich weiß nicht, wohin ich mich wenden muß. Doch ich wollte mit Gott in Ordnung sein, wußte aber nicht, was zu tun sei. Ich wußte noch nicht einmal, wie ich Buße tun sollte. Dann schrieb ich Ihm einen Brief. Ich dachte: "In der Natur habe ich Ihn gesehen", und verfaßte den Brief an Ihn wie folgt:

Werter Herr; Ich weiß, daß Du diesen Pfad durchzogen bist. Ich sitze hier und warte auf Eichhörnchen. Ich weiß, Du bist vorbeigekommen. Ich weiß, Du bist hier. Ich möchte mit Dir sprechen.

115.   Ich dachte, niemals habe ich Ihn gesehen, doch möchte ich mit Ihm sprechen. Weiß aber nicht, wie ich es tun soll. Ich ging in den Schuppen und kniete nieder. Es war naß. Dort stand ein vernachlässigtes Auto. Ich erinnerte mich, ein Bild gesehen zu haben, wie man die Hände zum Gebet zusammenlegt. Jetzt kniete ich nieder, und fragte mich, was ich jetzt sagen sollte. In welch einer Weise soll ich es tun. Ich wußte es nicht. Ich wußte, es muß eine Möglichkeit geben, mich Ihm zu nahen. Ich sagte: "Teurer Herr, ist es möglich, daß Du kommst, denn ich möchte mit Dir sprechen. Ich muß Dir sagen, wie schlecht ich bin." Dann wurde ich stille, um zu hören, denn Menschen hatten mir gesagt, daß Gott zu ihnen gesprochen hatte. Ich wußte, daß ich nicht trinken, rauchen und meinen Leib nicht beflecken sollte. Er antwortete mir nicht. Ich dachte, vielleicht muß ich meine Hände anders falten. Wieder sagte ich: "Teurer Herr, ich weiß einfach nicht, wie ich es tun soll. Doch vertraue ich, daß Du mir helfen wirst."

116.   Die Prediger hatten mir gesagt, daß ich Mitglied werden sollte, und Jesus Christus als den Sohn Gottes bekennen und Ihn annehmen. Doch die Teufel glauben auch, und zittern. So dachte ich: "Ich muß etwas ganz Gewisses erleben."

117.   Ich hatte gelesen, daß Petrus und Johannes an der Pforte des Tempels vorbeigingen, wo der Mann, der von Mutterleibe an verkrüppelt war, saß, und sprachen: "Gold und Silber haben wir nicht, doch was wir haben geben wir dir." Ich wußte, daß ich das nicht habe. Ich wußte nicht, wie ich es tun, und wie ich beten sollte. Ich erhob meine Hände, und ließ sie wieder fallen. Natürlich wollte der Satan mir einflüstern, daß ich zu lange gewartet hatte. Du bist schon zwanzig Jahre alt. Es hat keinen Zweck, daß du es jetzt noch versuchst. Dann erlebte ich meinen Zerbruch, und begann zu weinen. Nachdem ich völlig zerbrochen war, wollte ich wieder mit Gott reden, und sagte zu Ihm: "Auch wenn Du nicht zu mir sprichst, spreche ich trotzdem zu Dir", und sagte: "Ich tauge nichts. Ich schäme mich meiner selbst. Oh Gott, ich weiß, Du hörst mich irgendwo. Du hörst mich. Ich schäme mich, Dich so lange vernachlässigt zu haben."

118.   Um die Zeit schaute ich auf, ein beglückendes Empfinden kam über mich. Ein Licht bewegte sich durch den Raum und formte ein Kreuz, und es sprach eine Stimme zu mir, wie ich sie nie in meinem Leben gehört hatte. Ich sah auf das Licht, war erstarrt und fürchtete mich. Ich konnte mich nicht bewegen. Ich sah es länger an, dann entwich es. Ich sagte: "Herr, Deine Sprache verstehe ich nicht, könntest Du nur in meiner Sprache reden. Wenn Du mir vergeben hast, so weiß ich, daß ich durch das Kreuz versöhnt worden bin und daß meine Sünden dort gesühnt sind. Wenn Du mir vergeben hast, so komme noch einmal zurück, und rede in Deiner Sprache, so werde ich es daran erkennen, auch wenn Du nicht in meiner Sprache redest. Laß es noch einmal geschehen." Und es geschah zum zweiten Mal. Oh, welch eine Güte! Dort empfing ich mein Absolut. Amen. Ja, ich fühlte, daß die schwere Last von meinen Schultern genommen war.

119.   Als ich die Stätte verließ, war es mir, als berührte ich den Boden nicht. Meine Mutter sagte: "Billy, du bist nervös." Ich sagte: "Nein, Mutter, noch kann ich mir nicht erklären was geschah." Nicht weit entfernt war eine Bahnstrecke, die ich danach herunterlief, indem ich auf und ab hüpfte, so gut ich es konnte. Ich wußte nicht, wie ich meinem Empfinden Ausdruck geben konnte. Oh, ich jauchzte und frohlockte. Was war geschehen? Meine Seele wurde verankert im Hafen der Ruh. Damit war es erledigt. Das war mein Absolut.

120.   Dort fand ich die Realität. Nicht irgendeine mystische Idee. Ich sprach zu dem Manne. Ich sprach mit demselben Mann, Der mir gesagt hatte, daß ich nicht trinken, rauchen öder meinen Leib beflecken sollte, mit Frauen etc. Er sprach weiter: "Wenn du älter wirst, ist ein Werk für dich zu tun." Ich bekam die Verbindung zu Ihm, nicht zu einer Gemeinde. Er war es, mit Dem ich in Kontakt kam.

121.   Das ist es, Brüder. Wenn jemand zu Christus kommt, dann benötigt er nicht das Wort eines Predigers, sondern Sein Wort.

122.   Ihr könnt nicht dies oder jenes annehmen, ihr müßt euer Absolut haben und verankert sein, wiedergeboren und erfüllt mit dem Heiligen Geist. Dann werdet ihr erleben, daß die Bibel in eurem Leben in Demut und durch die Liebe geoffenbart wird. Das ist euer Absolut.

123.   Im Worte lesen wir, daß Er das Wort ist. Die deutsch-lutherische Kirche sagt: "Das ist der rechte Weg," und die Methodisten, Baptisten und Katholiken stellen den gleichen Anspruch für sich. Aber ich lese im Worte, dort, wo Er sagte: "Auf diesen Felsen will Ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Die Katholiken sagen, Petrus ist dieser Felsen, auf dem Er die Gemeinde baute. Nein! Niemals. Wäre das der Fall gewesen, so wäre sie gleich zurückgefallen. Sie bauen auf einem Menschen. Doch was tat Er? Die Protestanten sagen, Er baute sie auf Sich Selbst. Er baute die Gemeinde nicht ausschließlich auf Sich Selbst. Was tat Er? Er fragte Seine Jünger: "Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?" Einige sagten: "Elia, Moses usw." Dann fragte Er: "Was aber sagt ihr?" Petrus antwortete: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

124.   Beachtet jetzt die folgenden Worte. "Selig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern Mein Vater im Himmel... und auf diesen Felsen (der geistlichen Offenbarung des Wortes) will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen."

125.   Ich dachte: "Herr, das ist es." Ich las weiter im Buch der Offenbarung, Kapitel 22, 18:

"Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört, wenn jemand zu ihnen etwas hinzufügt, so wird Gott auf ihn die Plagen legen. Und wenn jemand von den Worten dieses Buches der Weissagung etwas wegnimmt, so wird Gott ihm seinen Anteil am Baume des Lebens, und an der heiligen Stadt, wegnehmen."

126.   Ich sagte: "Herr, Dein Wort ist alles, was ich benötige. Ich glaube es." In dem Erlebnis damals, erschien mir Christus in dem Kreuz. Jedes Wort, das Er mir jemals sagte, war immer vollkommen. Nehmt einerseits die Bibel, und betrachtet andererseits den Ablauf der Geschichte, und ihr werdet feststellen, wie genau es übereinstimmt.

127.   Ich sagte einfach: "Herr, nimm mich an." Als ich Ihn erlebte, habe ich Christus angenommen, der Heilige Geist kam in mein Herz. Das war mein Absolut, nicht ich selber.

128.   Ich war sehr betroffen, zu der Zeit als ich meine Frau und mein Kind verlor, meinen Vater, meinen Brüder und meine Schwägerin. Auch Billy lag im Sterben. Während ich zu ihrem Grabe ging, weinte ich. Mir begegnete Mr. Isler, der Senator des Staates Indiana, der zu der Zeit hier das Instrument spielte. Er hielt an, lief auf mich zu, umarmte mich und sagte: "Wohin gehst du, Billy?" Ich sagte es ihm. Er fragte: "Was willst du dort tun?" Ich sagte: "Dort werde ich mich eben neben das Grab setzen, und dem Gurren der Taube zuhören. Es ist mir, als spricht sie zu mir." Er sagte: "Oh Billy!" Ich sagte: "Es tut mir so wohl, dem Rauschen der Blätter zuzuhören. Es erscheint mir, als spielten sie für mich." Mr. Isler sagte: "Welche Art von Musik spielen sie?" Ich sagte: "Sie besingen das herrliche Land im Jenseits." Darauf sagte er: "Billy, ich möchte dich etwas fragen. Was bedeutet dir Christus jetzt?" Was bedeutet Christus euch? Ich sagte: "Er ist mein Leben, mein Alles. Er ist alles, was ich benötige, Mr. Isler. Er ist das Endgültige für mich. Er ist es, in dem ich meinen Halt gefunden habe. Nichts kann mich davon losbringen."

129.   Er sagte: "Ich habe dich in einer Freiversammlung predigen hören, bis es aussah, daß du zu Tode erschöpft warst. Ich Weiß, daß du die Abendstunden benutzt hast, um Krankenbesuche zu machen. Nachdem Er nun deine Frau und dein Kind genommen hat, dienst du Ihm immer noch?" Ich antwortete: "Auch wenn Er mich tötete, will ich Ihm vertrauen. Denn mein Anker hält auch im Todestal." Ich hatte ein Absolut, und war festverankert in Seinem Wort, und Sein Wort hielt stand. Er ist mein Absolut. Damals begriff ich, daß alle anderen Dinge versagen können, doch Christus kann niemals versagen. Die einen haben den Papst als ihr Absolut. Die anderen Bischöfe und Glaubenssatzungen, andere ihre Vorsteher.

130.   Paulus sah diese Entwicklung in Apg. 20, doch er ließ sich dadurch nicht bewegen. Mögen sie ihre Satzungen haben; oder was immer sie wollen, mich bewegt das gar nicht, denn meine Seele ist verankert im Hafen der Ruh. Nichts von all diesen Dingen kann mich bewegen, denn ich bin an dem Anker befestigt.

131.   Paulus hat sagen können: "Seitdem ich Ihm begegnete, bin ich in Ihm verankert. Er verwandelte mich, und brachte mich auf den rechten Weg." Ihr wißt, auch Paulus gehörte bis dahin einer Organisation an, doch jetzt hatte er sein Absolut.

132.   Höret, ich möchte euch etwas sagen. Er hatte einen Zweck, als Er mich gerettet hat. Er hatte einen Zweck, als Er euch gerettet hat. Ich bin entschlossen, Seinen Willen zu tun, und Seinem Worte nichts hinzuzufügen, noch hinwegzunehmen. Ich bin entschlossen, ich bin im Begriff die Gemeinde zu verlassen, das wißt ihr. Ich bin entschlossen, mit dem Evangelium zu verbleiben, durch die Hilfe Gottes.

133.   Oh, wie groß ist Seine Gnade! Millionen starben in Sünde, als Er mich rettete. Wer bin ich, daß Er es getan hat? Mit meiner Rettung hatte Er einen Zweck. Ich bin entschlossen, denselben zu erfüllen. Ganz gleich, wenn auch mein Ende nahe gerückt ist. Was immer kommen mag, ich bleibe verankert. Niemals kann sich das ändern.

134.   Mr. Isler sagte zu mir an jenem Tage: "Billy, trotz all dieser Schwierigkeiten hast du Glauben gehalten." Ich sagte: "Der Glaube hat mich erhalten." Seht, mein Anker hielt fest. Das stimmt. Nicht ich habe festgehalten, sondern Er hielt mich fest. Von mir aus vermag ich nicht durchzuhalten, doch Er erhält mich; Gewiß hatte Er einen Zweck mit meiner Rettung. Millionen waren in Sünde, als ich zu Ihm kam, doch Er errettete mich. Darin hatte Er einen Zweck. Der Tod Christi war ein Absolut, und beendete die Furcht vor dem Tode.

135.   Durch den Tod Christi ist diese Frage beantwortet worden. Als Er von dem Stachel des Todes (wie von dem Stachel einer Biene) gestochen wurde, hat Er ihn verschlungen. Ihr wißt, eine Biene hat einen Stachel. Wenn sie nur tief genug sticht, bleibt der Stachel stecken. Er wird dann aus der Biene herausgezogen. Der Tod hatte immer einen Stachel. Der Tod hatte diesen Stachel bis zu jenem Tage auf Golgatha. Jesus ging Seinen Weg blutend, über Felsengestein nach Golgatha hinauf. Auf Seinem Kreuzeswege hinterließ Er die blutigen Fußspuren. Man hatte ihn geschlagen, geschwächt ging Er den Hügel hinauf. Doch Er hatte das Absolut. Er wußte wo Er stand, denn das Wort Gottes, ausgesprochen durch David lautete: "Ich werde nicht zulassen, daß Seine Seele in der Hölle bleibt, noch das Mein Heiliger die Verwesung sieht." Er wußte, daß die Verwesung nach zweiundsiebzig Stunden einsetzt. Er hatte gesagt: "Brecht diesen Tempel ab, und Ich werde ihn in drei Tagen erstehen lassen." Er hatte ein Absolut. Unter viel Spott ging Er den Weg hinauf. Er wurde angespien. Man verhüllte Sein Gesicht, schlug Ihn und sagte "Wenn Du ein Prophet bist, so sage uns wer Dich geschlagen hat." Er ging auf den Hügel in Schmach und Schande, um gekreuzigt zu werden. Die Kleider wurden, von Ihm genommen, man nagelte Ihn entblößt vor der Menschenmenge an das Kreuz. Unter römischer Herrschaft verhängte man die schmachvolle Todesstrafe über Ihn, einen Mann, der unschuldig war. Eine kleine Geschichte von Maria Magdalena berichtet, daß sie hinlief und rief: "Was hat Er getan? Er heilte eure Kranken, weckte die Toten auf und brachte den Gefangenen die Befreiung. Was hat Er verschuldet?" Ein Priester schlug ihr ins Angesicht, so daß sie blutete, und sagte: "Wollt ihr auf sie hören, oder auf euren Hohenpriester?" Oh, diese denominationelle Welt; es ist ein Fluch auf allem.

136.   Sie alle gingen weiter den Hügel hinauf, auch Er schleppte sich dort hin. Der Teufel hat es seit jeher in Zweifel gestellt, daß er der war, der Er war. Er sagte: "Wenn Du der Sohn Gottes bist so sprich, daß diese Steine zu Brot werden. Du stellst den Anspruch, Wunder zu vollbringen. Wenn Du der Sohn Gottes bist, dann verwandle diese Steine in Brot." Derselbe alte Teufel lebt heute und spricht: "Wenn du an göttliche Heilung glaubst, hier ist Johannes soundso, ein Krüppel, heile ihn." Wißt ihr nicht, daß es derselbe alte Teufel ist? Jesus sagte: "Ich tue nur, was der Vater Mir zeigt." (Joh. 5, 19) Seht, Er ging zu dem Teiche Bethesda, wo so viele Lahme, Blinde und jede Art von Kranken lagen. Er ging auf den Mann zu, der schon achtunddreißig Jahre krank darniederlag, und sprach zu ihm: "Stehe auf, nimm dein Bett und gehe nach Hause!" Jedesmal, wenn dieser Mann in das Wasser hineinsteigen wollte, ging jemand vor ihm hinein. Als die Juden den Geheilten vorfanden, stellten sie ihn zur Rede; und trachteten Jesus nach dem Leben. Doch Er antwortete: "Wahrlich, wahrlich Ich sage euch, der Sohn vermag nichts von sich selber zu tun, sondern nur daß, was Er den Väter tun sieht." Das war Sein Absolut. Das ist immer noch das Absolut.

137.   Als ich damals in Finnland war, sah ich diesen kleinen Jungen auf der Straße liegen. Ich ging um ihn herum. Er war schon vor einer halben Stunde gestorben. Als ich im Begriff war wegzugehen, legte jemand Seine Hände auf mich. Ich wandte mich um und dachte: "Was war das?" Ich schaute mich noch einmal um. Dann kam mir ein Gedanke. Schau nach, was du in deine Bibel niedergeschrieben hast. Hier stand folgendes:

Es wird geschehen, daß ein kleiner Junge, ungefähr neun Jahre alt, durch einen Autounfall getötet wird. Dort wird eine Reihe von Nadelbäumen stehen, mit Felsen dazwischen. Das Auto wird quer über der Straße liegen. Er wird Kniestrümpfe anhaben, und einen kurzen Haarschnitt. Seine kleinen Augen werden zurückgewandt, und die Knochen seines Körpers gebrochen sein.

138.   Jetzt schaute ich noch einmal hin, und seufzte: "Oh, Gott." Ich sprach: "Bleibt alle stille stehen." Der Bürgermeister der Stadt war dabei. Ich sagte: "Wenn dieser Junge von jetzt ab in zwei Minuten nicht auf seinen Füßen steht, bin ich ein falscher Prophet. Dann könnt ihr mich aus Finnland ausweisen. Gewiß! Doch wenn es mit ihm geschieht, dann schuldet ihr euer Leben Christus." Sie standen still.

139.   Ich betete: "Himmlischer Vater, über dem Ozean hast Du mir vor zwei Jahren diesen Jungen gezeigt, der jetzt hier liegt." Bruder Moore und Bruder Lindsay waren dabei. Überall wo ich dieses Gesicht erwähnt hatte, schrieben die Leute es in ihre Bibeln. Im ganzen Lande waren es Tausende, die davon wußten. Es war ein Absolut.

140.   Der Vater hatte mir gezeigt, was geschehen würde. Nicht die geringste Furcht war in mir, als ich dort stand, sondern das Absolut, die Gewißheit, daß er aufstehen wird. Dort in Finnland, wo Tausende jeden Abend zu den Versammlungen kamen. All die Menschen dort liebten mich. Sie sahen die Heilungen, die geschahen. Doch hier lag nun der tote Junge. Worin bestand das Absolut? In der Vision. "Ich tat, was der Vater mir geboten hatte."

141.   Jesus sagte: "Wer an mich glaubt, wird die Werke tun, die Ich getan habe." Das ist euer Absolut. Ich sagte: "Tod, du kannst ihn nicht länger festhalten denn Gott hat gesprochen, gib ihn frei, komme zurück zum Leben." Der kleine Junge erhob sich und schaute umher. Überall wurden die Menschen ohnmächtig. Diese Begebenheit wurde aufgeschrieben, und selbst von dem Bürgermeister der Stadt unterzeichnet. Was war es? Ein Absolut. Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Es ist derselbe Gott, Der den Jüngling zu Nain auferweckt hatte, der zu Grabe getragen wurde.

142.   In jener Zeit hat man die Toten unverzüglich begraben. Man ließ sie nicht bis zum nächsten Tage liegen, sondern begrub sie sofort. Jesus Christus ist immer noch derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

143.   Ich erinnere mich an das Ereignis in Mexiko, als das kleine Kind gestorben war. Um ungefähr neun Uhr hatte der Arzt den Tod festgestellt, und abends um zweiundzwanzig Uhr geschah das Wunder. Diese Frau mit dem Kinde ließ sich durch nichts trösten. Mein Sohn Billy wollte sie aufhalten, doch ohne Erfolg. Es waren dort wohl dreihundert Ordner, die sie zurückhalten wollten. Am Abend zuvor hatte ein blinder Mann sein Augenlicht wieder empfangen. Davon hatte sie gehört. Doch dann sagte ich: "Bruder Moore, gehe du hin und bete für sie." Es regnete in Strömen, und die Menschen standen dort seit dem Morgen. Als ich weitersprach, sah ich in einem Gesicht ein kleines mexikanisches Kind, das noch keine Zähne hatte, wie es da saß und mich anlachte. Ich sah es direkt vor mir. Darauf sagte ich: "Einen Augenblick bitte, Bruder Moore, laß die Frau hierherkommen." Oh, welch ein Absolut.

144.   Als sie vorne ankam, fiel sie nieder und rief: "Padre, Padre", welches Vater bedeutet. Ich sagte: "Stehe bitte auf." Der Übersetzer sagte es ihr, und sie erhob sich. Darauf sagte ich in meinem Gebet: "Himmlischer Vater, ich stehe hier in diesem Regen..."

145.   Diese Frau war ungefähr dreiundzwanzig Jahre alt. Sie hatte langes, herunterhängendes Haar. In ihrem Blick konnte man Erwartung lesen. Sie hatte den Mann getroffen, der ungefähr vierzig Jahre blind gewesen war. Seine Augen öffneten sich auf der Plattform. Sie wußte, wenn Gott blinde Augen öffnen kann, könnte Er auch ihr Baby heilen. Dort lag das kleine Ding unter der nassen Decke. Sie hatte lange auf diesen Moment gewartet. Es war spät abends. (Der Artikel mit Bild war in der Zeitschrift der Geschäftsleute des vollen Evangeliums) Ich sagte jetzt: "Himmlischer Vater, ich weiß nicht was dieses bedeutet. Ich bin nur Dein Knecht, doch habe ich das Kind lebendig gesehen." Ich legte ihm meine Hände auf im Namen des Herrn Jesus, das Kind fing an zu weinen. Die Mutter ergriff das Kind und fing an zu schreien. Auch die Menschen gerieten in Bewegung. Frauen wurden ohnmächtig. Ich sagte: "Sprecht noch nicht darüber. Zunächst soll jemand mit der Mutter gehen, und sich vom Arzt bescheinigen lassen, daß das Kind tatsächlich gestorben war." Es war an Lungenentzündung gestorben. Wir sind im Besitz der unterzeichneten Bestätigung des Arztes. Sie dachte: "Was war es?" Sie glaubte, wenn Gott blinde Augen öffnen kann, so vermag Er auch die Toten aufzuerwecken. Er ist Derselbe für immer. Ich war erst sicher, nachdem ich die Vision gesehen hatte. Als ich dann das Kind sah, war es für mich ein Absolut. Der Tod mußte seine Beute zurückgeben. Der Sohn Gottes ging dahin. Der Stachel des Todes war im Begriff Ihn zu stechen. Man verhöhnte Ihn und sprach: "Du willst ein Prophet sein?" Wie konnte Er sich ins Angesicht speien und verspotten lassen, ohne etwas zu erwidern. Das kann nicht Immanuel sein. Das ist nur ein gewöhnlicher Mensch. Seht, was die betrunkenen Soldaten mit Ihm machten. Sein Angesicht blutete. Der Teufel sagte sich: "Jetzt werde ich Ihn bekommen." Die Biene des Todes begann Ihn zu umschwirren, um Ihn mit dem Stachel des Todes zu stechen. Doch Brüder, als dieser Stachel Immanuel stach, wurde er herausgerissen, und der Tod verlor seine Macht.

146.   Kein Wunder, daß Paulus später angesichts des Todes sagen konnte: "Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg? Dank sei Gott, der uns den Sieg gegeben hat, durch Jesus Christus, unseren Herrn." Der Tod Christi ist das Absolut für jeden Menschen, der Furcht vor dem Tode hatte. Von Herzen sage ich "Amen", zu jedem Worte in diesem Buch. Deshalb weiß ich, daß der Heilige Geist der Kompaß ist, der mich leitet. Er ist es, Der mich wissen ließ, daß dieses Wort wahr ist. Er ist mein Absolut, mein Sonnenschein. Er ist mein Leben, mein Anker. Wenn Schwierigkeiten kommen, ist Er der richtungsweisende Stern. Wenn ich nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, ist der Heilige Geist mein Kompaß, der mich zu dem rechten Orte bringt.

147.   Die Denominationen sind wie die anderen Sterne. Sie bewegen sich durch diese Welt. Die anderen Sterne bewegen sich mit der Welt, aber nicht der Nordstern. Die Welt kann sich hin und her bewegen, doch Er bleibt stehen. Der Nordstern ist feststehend, die anderen verändern ihren Standort. Ihr könnt sie hier und dort sehen. So ist es auch mit den denominationellen Gemeinden. Doch Christus ist das Absolut. Er ist es, in den ihr euer Vertrauen setzen könnt. Wenn Denominationen euch verwirrt haben, schaut einfach auf zu Ihm. Der Heilige Geist ist euer Kompaß. Für immer steht Er treu zu Seinem Wort. Man sagte mir, daß diese übernatürlichen Dinge in einer solch modernen Zeit nicht geschehen können. Ich dachte, wenn es keinen Gott gäbe, könnte man dahinleben, essen und trinken und fröhlich sein. Doch wenn es einen Gott gibt, laßt uns Ihm dienen. Ich habe den Tag miterlebt, an dem Er alles vollbracht hat. Sogar die Toten auferweckt, wie damals, als Er auf Erden wandelte. Dieses ist durch beglaubigte Aussagen bestätigt. Es ist die Wahrheit. Er ist mein Absolut. Macht Ihn nun zu eurem Absolut. Auch in der Zeit meiner Schwierigkeiten war Er mein Absolut.

148.   Freunde, ich könnte nicht alles zum Ausdruck bringen, auch wenn ich Tag und Nacht, und durch die Ewigkeit darüber spräche. Versucht diese Dinge nicht zu begreifen, denn ihr könnt es nicht. Es gibt keine Möglichkeit, sie zu ergründen. Ihr sagt: "Bruder Branham, wenn du es erlebst..." Ich kann nicht anders, als einfach zu glauben. Denn es liegt nicht an meiner Anstrengung. Ich glaube einfach. Es ist nicht unser Laufen oder Wollen, sondern Gottes Erbarmen. Nicht aus Werken, sondern aus Gnaden. Ich glaube von ganzem Herzen. Ihm ist es überlassen, den Rest zu tun. Glaubt einfach, und handelt entsprechend.

Die Liebe Gottes, reich und und rein,
so grenzenlos und reich,
In Ewigkeit soll diese Liebe
Das Lied der Heil'gen sein.

149.   Es ist unmöglich, daß jemand dieses alles mit seinem Verstand ergründet, oder durch Lernen begreifen kann. Ihr würdet den Verstand verlieren. Ihr vermögt es nicht. Versucht es gar nicht. Gott kann nicht ergründet werden, noch könnt ihr begreifen, was Er tut. Ihr glaubt Gott einfach. Darin liegt das Geheimnis. Versucht es nicht zu begreifen, sondern glaubt es. Ich kann es euch nicht im Einzelnen erklären. Nicht sagen, wie es geschieht. Ich glaube es und weiß, daß es geschieht.

150.   Wenn man einem kleinen Kinde etwas verspricht, so glaubt es. Ihr solltet euer Wort halten. Ihr seid Gottes Kinder. Er hält Sein Wort. Glaubt es einfach. Laßt euch nicht erschüttern, sondern bleibt darauf stehen. Gott hat es schon früher bestätigt. Er muß es auch jetzt tun. Wenn Er es nicht tut, wird Er euch wissen lassen, weshalb Er es nicht tun kann. Das stimmt. Nun, bleibt einfach darauf stehen.

151.   Ich weiß nicht, ob ihr das Lied "Die Liebe Gottes" kennt, es wurde an einer Wand in einer Irrenanstalt gefunden.

Wenn wir das Meer mit Tinte füllten,
und wäre der Himmel Pergament,
Wenn jeder Halm wär eine Feder
und jeder damit schreiben könnt.

Die Liebe Gottes aufzuschreiben,
das weite Meer verzehrt,
Nie können Bücher all es fassen,
wäre noch so groß ihr Wert.

152.   Denkt nur, über zwei Drittel der Erde besteht aus Wasser, dazu all der Wasserstoff und Sauerstoff, und all die Feuchtigkeit in der Luft. Wenn alle Feuchtigkeit Tinte wäre, und die ungezählten Billionen Strohhalme Schreibfedern, und die Billionen von Menschen, die auf Erden gelebt haben, wären von Beruf Schreiber gewesen. Wenn jeder von ihnen versucht hätte, die Liebe Gottes zu beschreiben, so wäre der Ozean ausgetrocknet. Es gäbe nicht genügend Raum, das schriftlich darzulegen, auch wenn die Pergamentrollen von Ewigkeit zu Ewigkeit ausgedehnt wären.

153.   Versucht es nicht zu begreifen, ihr könnt es nicht. Ihr würdet eure Sinne verlieren, wenn ihr es tun wolltet. Glaubt es nur. Macht Ihn zu eurem Absolut. Verbleibt damit in dem tiefen Frieden und einem Erlebnis, das ihr nie vergessen könnt. Seid darin verankert. Euer Anker wird auch durch das Todestal standhalten.

154.   Wir beugen unsere Häupter.

155.   Wie groß bist Du! Wie groß bist Du! Wir haben jetzt unsere Häupter gebeugt. Ihr seid religiös gewesen, das ist gut. Ich schätze es bei jedem von euch. Ich bin sicher, auch Gott sieht es an. Doch ihr habt dieses absolute Erlebnis noch nicht gemacht. Das gewisse Etwas, daß ihr nicht nur zu glauben vorgebt. Das ihr nicht nur annimmt, sondern daß Er euch geantwortet hat. Von der Zeit an ist euer Leben verwandelt worden, und ihr glaubt jedes Wort Gottes, und bekräftigt jede Verheißung mit einem Amen. Ihr haltet fest an dem Absolut, und denkt an Sein Wort, "Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden nicht vergehen." Wenn ihr noch nicht dahingekommen seid, daß ihr zu jedem Wort "Amen" sagen könnt, weil es eurer Glaubenssatzung, oder eurer Denomination entgegensteht, dann müßt ihr wie Moses und all die anderen dieses Absolut erleben. Wenn ihr es heute erleben möchtet, so bezeugt es durch das Erheben eurer Hände zu Gott. Gott segne euch alle im ganzen Gebäude.

156.   Gnädiger Vater, ich weiß, daß wir alle von hier gehen müssen. Es kommt die Zeit, wo wir diese Welt verlassen. Wir wissen nicht, wann diese Zeit sein wird. Darauf kommt es auch nicht an. Wenn unsere Zeit beendet ist, wollen wir hinaufkommen Unser Bestreben, während wir hier sind, ist dir zu dienen. Paulus war auf dem Wege nach Damaskus, um die Gemeinde zu verfolgen, als ihm das Licht begegnete. Dort erlebte er sein Absolut, daß er sogar dem Tode ins Angesicht schauen konnte und sagen: "Dank sei Gott, Der uns den Sieg gegeben hat, durch Jesus Christus, unseren Herrn."

157.   Herr, Du wurdest das totale Absolut des Apostels. Du warst für ihn das "Amen" nach jedem Satz. Du warst der Leitstern seines Lebens. Du warst sein Wegweiser. Du warst der Kompaß für ihn, Der ihn durch die Stürme brachte. Du warst die Offenbarung, Du warst sein Ausblick, Du warst seine Hoffnung und sein Heil. Auch in der Stunde des Todes, warst Du immer noch sein Absolut.

158.   Du warst das Absolut Daniels. Du warst das Absolut aller Propheten. Inmitten der Unterschiede unter den Denominationen und der Nöte in ihren Tagen, trotz der Pharisäer und Sadduzäer, gab es Menschen, die Dich als ihr Absolut nahmen.

159.   Herr, heute sind Männer und Frauen bewegt von Mitleid, erfüllt mit Liebe und Herzen, die bluten, und sich nach einer wirklichen Erfahrung sehnen, durch welche Sie Gott erkennen. Herr, sie wollen Gewißheit, das Absolut. Herr, vielleicht wußten die Menschen nicht, daß es mehr gibt, als einer Gemeinde beizutreten. Mögen sie begreifen, daß ich in Aufrichtigkeit versucht habe, ihnen zu sagen, daß ein Beitreten zu einer Gemeinde, wie das Beitreten in einer Loge, zu Methodisten, Baptisten, Katholiken und Pfingstlern nicht genügt. Sie müssen hineingeboren werden in die Gemeinde, und hineingefügt werden in den geheimnisvollen Leib Christi. So werden sie zu Gliedern Seines Leibes, mit den Gaben des Geistes ausgestaltet, damit Sein großer Leib mit Kraft in Aktion tritt.

160.   Oh, Gott, das war das Begehren derer, die ihre Hände heute morgen erhoben haben. Setze mich ein, oh Herr. Nimm mich hin, gestalte mich um. Laß mich meinen Platz erkennen, und schenke mir das Absolut meines Lebens. Binde mich daran fest, oh Herr. Segne sie. Heile die Kranken und die Leidenden. Rette die Verlorenen.

161.   Herr, wir wissen, gewöhnlich werden die Leute in einem Altarruf nach vorne gebeten. Doch das ist zur Tradition geworden. Auch ist heute morgen alles überfüllt, doch Herr, Du hast zu ihnen gesprochen. Sie erhoben ihre Hände. Sie haben eine Entscheidung getroffen. Sie möchten etwas Wirkliches erleben. Ich komme mit meinem Gebet um ihretwillen. Gewähre es jedem Einzelnen. Vergib unsere Sünden. Heile unsere Krankheiten. Gib uns die Befreiung, die wir benötigen, und sei mit uns. Herr, mögen wir vor allen Dingen, von heute an, nicht mehr vergessen, daß wir an das Absolut gebunden sind, unserem Morgenstern am Kreuz, Christus. Möge der Heilige Geist das Wort Gottes nehmen, und es in der Tat offenbar machen, indem die Kranken geheilt und Visionen gezeigt, die Toten auferweckt werden, daß die Dinge geschehen, die Er verheißen hat. Möge diese Gemeinde und diese Menschen, dieser Teil des Leibes Christi, der heute hier versammelt ist, leben wie Jesus es gesagt hat. Ihr seid das Salz der Erde. Mögen sie gesalzen sein, daß ihre Umgebung durstig wird. Salz schafft Durst, und Salz bewahrt, wenn es angewandt wird. Oh Gott, ich bete, daß Du dieses alles den Menschen gewährst, daß sie Seelengewinner werden.

162.   Segne unseren Hirten, Bruder Neville, diesen demütigen Knecht des Herrn, der seiner Pflicht nachkommt, als Glied des Leibes Christi. Der in Ehrfurcht versucht, allem was Du ihm sagst, zu folgen. Segne die Altesten, die zu mir in dieser dunklen Zeit standen, durch die ich gegangen bin.

163.   Sei mit der Gemeinde, die zu mir hielt und mit mir in Zeiten der Not betete. Herr, ich liebe sie und bringe jetzt mein Gebet für sie dar, daß sie zu Dir aufschauen. Herr, mögen sie hinwegschauen von der sterblichen Hülle eines Knechtes. Mögen sie zu Dir, der Du allwissend bist, aufblicken. Herr, ganz gleich. wer wir auch sein mögen, wir sind Sterbliche. Es geht nicht um den Botschafter, sondern um die Botschaft. Gewähre es, Herr. Wir möchten allein auf Jesus Christus, den Sohn Gottes, hinweisen. Bewirke, daß Er für jeden Einzelnen heute Realität wird, auch den Kindern, daß Er das Absolut für die gesamte Versammlung wird. Wir bitten es im Namen Jesu. Amen!

164.   Wir wollen unsere Hände zu Ihm erheben und singen "Ich liebe Ihn". Wieviele empfinden, daß Er euer Absolut geworden ist. Das Wort. Er ist das Wort. Glaubt ihr das? Er ist das Wort. Der Heilige Geist hat das Wort befruchtet, damit es zu einem Licht in euch wird, und die Bestätigung des Wortes stattfindet. Nehmt das Wort in euren Herzen auf, und laßt den Heiligen Geist hinein. Dann wird das Wort bestätigt. Glaubet! Seid demütig! Begehrt nicht ein großer Mann zu sein. Seid gering, damit Gott etwas aus euch machen kann. Wer Ihn liebt, sage Amen! Ihr wißt ja, was das Wort "Amen" bedeutet. "So sei es". Das stimmt.

165.   Wir wollen Ihm ein "Halleluja" zurufen. Wißt ihr, was das bedeutet? "Preiset unseren Gott!"

166.   Als ich seinerzeit in Deutschland war, sprach ich an einem Tage vor vielen tausenden von Menschen. Ich sagte: "Es ist sonderbar, daß ihr Deutschen mich nicht verstehen könnt." Auf meinem Wege hierher, hörte ich einen Hund in englisch bellen. Ich sagte, er schien keine Schwierigkeiten zu haben. Auch hörte ich einen Vogel in englisch singen. Auf der Straße begegnete ich einer Mutter mit einem Baby auf ihrem Arm. Das Baby weinte in englisch. Woran liegt es denn bei euch Menschen. Oh, wenn ihr euch nur umseht. Er ist überall. Gewiß!

167.   Wir wollen gemeinsam aufstehen, unsere Hände erheben, unsere Augen schließen und singen. Liebt ihr Ihn alle? Dann saget "Amen". Ihr wißt ja, das Wort "Halleluja" ist in jeder Sprache das gleiche. Dieses Wort sollte für uns Christen fast zu einer Begrüßung werden. Unser Gott ist aller Anbetung würdig. Nicht wahr? Gewiß. Er ist mein Erlöser. Er ist Jesus Christus, der Sohn Gottes für mich. Er ist absolut Derselbe, gestern, heute und Derselbe in Ewigkeit für mich. Ist Er es auch für euch?