"ISRAEL UND DIE GEMEINDE, TEIL 2", 

gepr. am 26.03.1953

in Jeffersonville, Indiana

von

Br. William Marrion Branham

 

 

 

Wir beginnen unsere Wortbetrachtung heute Abend, indem wir 2. Mose, Kapitel 1 aufschlagen. Dies erfordert eigentlich ein langes, sehr langes Studium, doch wir werden versuchen, es in einigen Abenden zusammenzufassen. Ich tue das aus dem Grunde, weil ich glaube, daß die Erweckung bis Ostern andauern wird, vielleicht noch länger. Deshalb wollen wir uns nicht zuviel an Belehrung vornehmen, wenn wir so empfinden. Ich glaube sehr daran.

2    Ich weiß nicht, weshalb ich hier in dieser Erweckung bin. Es ist alles ein Geheimnis für mich. Als der Manager mich heute Nachmittag anrief wegen der Versammlungen in Macon, Nashville und der ganzen Gegend, haben wir alles abgesagt. Für einige Versammlungen waren Auditorien gemietet, die wir schon seit drei, vier oder fünf Jahren zu bekommen versuchten, mit Sitzgelegenheit für bis zu 20.000 Menschen. Als wir die letzte Versammlung in Meridian hatten, saßen 4.500 im Auditorium, und wir wissen nicht, wie viele noch draußen standen in Sturm und Regen. Als wir dann Tallahassee verließen, war es genauso, wir konnten nicht einmal Platz finden, um die Leute unterzubringen. Dann sagte der Heilige Geist: "Halt. Gehe jetzt nach Hause und warte ab. Ich bin im Begriff, dich nach Übersee zu senden." Nun, hier bin ich.

3    Ich habe gerade sieben Versammlungen abgesagt. Eine von ihnen sollte hier in Indiana sein, in Connersville; und eine in Alberta, Canada, in einer großen Halle mit Sitzen für 25.000 Menschen. Wir versuchten bereits seit einiger Zeit, diese Halle zu bekommen, und gerade als es uns glückte und alles fertig war, um mit einem landesweiten Feldzug zu beginnen, für den wir 30.000 - oder 40.000 Menschen erwarteten, sagte der Heilige Geist: "Halt!" und sandte mich hierher zu dieser kleinen Kapelle, in der ich heute Abend bin. Seht, ihr müßt das tun, was Er euch sagt.
   Ihr fragt: "Du läßt solche Volksmassen und kommst zu einer kleinen Gemeinde?" Nun, haltet einen Moment inne - seht wir dienen Gott!

5    Philippus verließ eine große Erweckung, als ganz Samaria in Bewegung war, und ging hinaus in die Wüste Gaza, um einem einzigen Mann zu begegnen, und er kehrte nicht mehr zu der Erweckung zurück. Stimmt das? Draußen in der Wüste Gaza fand er einen Mann, den Äthiopier, der sich bekehrte; und als er den Ort dort verließ, ging er nicht zurück nach Samaria, wo die große Erweckung stattfand.

6    Nun, wir sind in der Tat dankbar für die Leitung des Heiligen Geistes. Wir müssen so gehen, wie wir geleitet werden; und ich fühle mich wirklich geleitet, hierher zu den Versammlungen zu kommen, um dies zu tun.
   Oh, entschuldige, Bruder. Hier sind noch einige Exemplare, nimm sie nur, vielleicht ist noch jemand hier, der keine Bibel hat. Wir betrachten besonders das Alte Testament heute Abend, um das Schattenbild, das Muster, festzustellen. Ihr, die ihr eine Bibel haben möchtet, hebt doch bitte die Hand, damit euch eine gebracht werden kann. Bringt immer eure Bibeln, Notizbücher und etwas zum Schreiben mit, damit ihr euch den Text notieren könnt.

8    Gestern Abend sind wir ein bißchen lange geblieben. Ich werde heute mein bestes versuchen, das wieder gutzumachen, wenn möglich. Ich liebe das Wort so sehr, wenn ich mich nur ein wenig darin vertiefe, verliere ich mich ganz darin. Ich glaube, wir sind gestern von 1. Mose 1 bis zur Offenbarung gelangt. Ich vergesse dann einfach die Zeit und alles andere.
   Dieses ist das erste Mal, daß ich wieder solche Versammlungen habe, nächste Woche vor sieben Jahren beendete ich die Erweckungsversammlungen hier im Gotteshaus. Wie viele erinnern sich daran, wie das Thema meiner Abschiedspredigt lautete? "Wer ist dieser unbeschnittene Philister, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?" Das war das Thema meiner Abschiedspredigt kommende Woche vor sieben Jahren. Meine kleine Tochter dort war damals gerade zwei Wochen alt. Ich hatte Gott versprochen: "Laß mich nur solange bleiben, bis sie geboren ist, danach werde ich gehen." Seitdem war ich auf Reisen, hier und dort einen oder zwei Abende. Der Herr hat uns überreich gesegnet. Ungefähr eine halbe Million Seelen haben sich in unseren Versammlungen bekehrt. Stellt euch das nur vor, in sieben Jahren! Das sagt doch etwas. Manchmal kamen dreißigtausend an einem Tag dazu. Wißt ihr, das ist wunderbar. Jedesmal, wenn ich daran denke, wird mir schwindlig. Heute bekam ich Briefe aus Afrika, worin steht: "Das ganze südliche Afrika ist wieder in Bewegung und bereit", sie möchten nur das Datum unserer Rückkehr wissen.

10    Und dann gab der Herr mir eine Vision, daß in Indien dreihunderttausend Menschen einer Versammlung beiwohnen werden. Schreibt euch das auf und seht, ob es stimmt oder nicht.
   Nun, soviel darüber, das betrifft wieder die Heilungen. Ich versuche, meinen Sinn jetzt davon zu entspannen, um ausschließlich das Wort zu lehren. Ich bin darin ungeschickt, doch ich möchte gerne weitersagen, was ich darüber weiß.

12    Am Sonntagmorgen werden wir auf Fragen eingehen, auf alle Fragen betreffs der Schrift, zu denen ihr meine Meinung wissen möchtet. Wir werden versuchen, sie so gut wir können durch die Schrift zu beantworten. Bitte teilt uns eure Fragen bis spätestens Samstagabend mit, alle Fragen, die die Schrift betreffen, oder was euch unklar ist. Gefällt euch das? Vielleicht beschäftigt euch irgend etwas, und ihr sagt: "Ich kann nicht verstehen, wie diese Dinge sein können." Teilt es uns mit und laßt uns sehen, ob wir es vielleicht gemeinsam erfassen können. Ich werde mein bestes tun, um es in Einklang mit der Schrift darzulegen, denn ich glaube, daß es schriftgemäß sein muß, sonst ist es nicht rechtskräftig.

13    Nun, gestern Abend haben wir zuerst den Anfang der "Gemeinde" betrachtet. Wem gab Gott eine Verheißung? Abraham, der unser aller Vater ist. Denn es war Abraham, dem die Verheißung gegeben wurde, und nur ihm und seinem Samen. Stimmt das? "Abraham und seinem Samen." Und sein Same waren nicht alle seine Kinder, sondern "in Isaak soll dir Nachkommenschaft genannt werden." (Röm. 9, 7) Hier sehen wir das Ergebnis von Abrahams Samen: Jesus Christus ist Same Abrahams (Gal. 3, 16), und wir, die wir tot sind in Christus, sind Abrahams Same geworden und sind Erben gemäß der Verheißung. Amen. Gott sei gepriesen!

14    Wir, die wir hier auf Erden wandeln, sind uns dessen bewußt, wenn wir das Alter von 25 Jahren überschreiten, sind die Tage unserer Jugend vorbei. Wir gedenken dann dieser herrlichen Verheißung, während wir dem Sonnenuntergang entgegensehen. Was ist es? Ist das Leben zu Ende? O nein! Das Leben hat noch gar nicht begonnen. Wir gehen erst darauf zu. Ich wünschte nur, wir könnten derart zur Ruhe kommen, daß wir nicht mehr auf die Zeit achten und hierbleiben, um den Leuten all diese Dinge der Schrift darzulegen. Sie befinden sich darin, Freunde. Ich kann es mit dem Worte Gottes und der Hilfe des Heiligen Geistes beweisen, daß jeder von euch, der in Christus und wiedergeboren ist, es erleben wird, daß sein graues Haar verwandelt und die Falten von seinem Gesicht verschwinden werden. Ihr werdet wieder zu einem jungen Mann oder einer jungen Frau werden und für immer mit Christus Jesus leben. Ich kann euch zeigen, wo Gott es in der Bibel verheißen hat, wo Er die Schattenbilder und Zeichen gesetzt hat, wo Er es verheißen und zugeschworen hat, daß Er es tun wird. Wie wunderbar! Werde ich meine Frau dann noch lieben? Gewiß, sogar mehr als jetzt. Ich weiß nicht, wie das sein kann, doch es wird so sein. Wird sie die Meine sein? Gewiß, sie wird meine Gefährtin sein. Dort werden wir keine Kinder mehr haben, doch die Kinder, die wir hier auf Erden haben, werden dort bei uns sein, wenn sie wiedergeboren sind. Das stimmt. Wird das nicht wunderbar sein?

15    Weil meine Mutter es uns so erzählt hatte, dachte ich immer - entschuldige Mutter, das war bevor du es besser wußtest -, daß wir dort Schwingen haben würden und herumfliegen. Ich habe es doch gern, zu essen, zu trinken, Leuten die Hände zu schütteln und Gemeinschaft zu pflegen. Ich dachte: "Das wird dann vorbei sein." O nein. Ich erkannte, daß Gott mich nicht als Engel, sondern als Mensch erschaffen hat, und ich werde immer ein Mensch sein und niemals ein Engel. Das ist ein Irrtum, Gott hat auch Engel geschaffen, gewiß. ER hat auch Cherubime mit Schwingen erschaffen und andere Engel ohne Schwingen.

16    Als ich noch ein Sünder war und zu diesen Orten ging, wo sie die alten Lieder sangen über einen "Engel mit braunen Augen, der mich erwartet", dachte ich: "Oh, ein Engel!" Doch dann stellte ich fest, daß das eine Lüge des Teufels ist. Es hat niemals so etwas gegeben.
   Wir sind unbedingt Männer und Frauen. Das stimmt, das ist die Lehre Gottes. Wenn wir diese Dinge sehen, bewirkt es in uns, daß wir Jesus Christus noch mehr schätzen.

18    Wir versuchen heute Abend ein Schattenbild dessen herzustellen, was im Alten Testament war, um es auf das Neue Testament anzuwenden. Die Schrift sagt: "All die vorhergegangenen Dinge waren ein Typ oder Schattenbild der Dinge, die da kommen sollten." Nun, dies ist eine herrliche Lektion heute Abend, der Auszug. Wir endeten mit den Kindern Israel gestern Abend...
   Wie wurde Israel genannt, bevor sein Name zu Israel geändert wurde? Wer von euch kann die Frage beantworten, wie Israel genannt wurde, bevor er den geistlichen Namen erhielt? Nun, vielleicht jemand, der kein Prediger ist, ich sah, daß ein Prediger die Hand hob. [Jemand sagt: "Jakob."] Jakob, das stimmt. Und aus welchem Grund erhielt er diesen geistlichen Namen? [Ein Bruder sagt: "Er behielt die Oberhand über den Engel."] Er behielt die Oberhand über den Engel und rang mit ihm, indem er sagte: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn."
   Möchtet ihr einen geistlichen Namen heute Abend? Ergreift nur den Heiligen Geist und sagt: "Herr, ich verlasse dieses Gotteshaus nicht, es sei denn, du segnest mich." Dann werden die Dinge anders aussehen, wenn ihr von hier geht. Seid nur so entschlossen, wie Jakob es war, dann werdet ihr den Segen empfangen.

21    Beachtet, Er berührte seine Hüfte, und Jakob hatte danach einen anderen Gang. Amen. Ich hoffe, daß es euch im tiefsten Inneren trifft. Wenn ihr mit Gott gerungen habt, werdet ihr anders wandeln. Beachtet, auf der anderen Seite des Baches war er ein starker, großer Mann; vorher war er zurückgefallen, von Gott entfernt, auf der Flucht vor seinem Bruder, auf der Flucht vor Gott; aber jetzt war er stark und kräftig. Und als er über den Bach kam, war er ein hinkender Fürst. "Du bist ein Fürst Gottes, denn du hast Macht vor Gott als ein Fürst." Er war ein hinkender Fürst, er hinkte sein Leben lang. Ist es nicht wunderbar, wie Gott Dinge tut!

22    Nun, wir verließen die Patriarchen gestern Abend mit dem letzten der vier, die die Verheißung Gottes empfangen hatten, es waren Abraham, Isaak, Jakob und Joseph. Was war es? In Abraham sahen wir die Erwählung der jetzigen Gemeinde. In Isaak sahen wir die Rechtfertigung und in Jakob die Gnade.
   Ihr müßt einfach erkennen, daß es Erwählung und Berufung war, wenn ihr die Dinge beachtet, die dieser Mann tat. Dennoch hat Gott ihn gesegnet. Gott hatte ihm gesagt, was geschehen würde, Er hatte ihn gerufen. Aber ihr seht, nachdem er mit dem Engel gerungen hatte, sah die Sache anders aus. Als er dann vor den Pharao kam, sagte er: "Der Jahre meiner Wanderschaft sind soundsoviele." Gott hatte ihn wissen lassen, daß er nur ein Pilger war.
   Nun sehen wir Joseph, Vollkommenheit.

24    Beachtet, es gibt drei Stadien: Rechtfertigung durch den Glauben; Heiligung durch das Blut; Taufe des Heiligen Geistes. Dann folgt die Vollkommenheit, Verherrlichung. Die Bibel sagt - dieses ist an die geistlich Gesinnten gerichtet -: "Die Er gerechtfertigt hat, die hat Er auch verherrlicht. "Stimmt das? "Die Er gerechtfertigt hat." Wenn Er uns also schon gerechtfertigt hat, dann sind wir bereits verherrlicht in Seinem Stand. Es heißt nicht: "Er wird", sondern: "Er hat verherrlicht." Das geht weit, nicht wahr? Aber so sagt es die Schrift.

25    Gott sagte Abraham: "Ich habe dich gesegnet und zu einem Vater gemacht." Nicht: "Ich werde" sondern: "Ich habe" Ich habe dich dazu gemacht. Du wirst zu Mir in hohem Alter kommen und wirst gerettet werden. Ich habe es bereits getan, ich habe es schon ausgesprochen.
   Du hast damit nichts mehr zu tun, es ist ohne Bedingung." Gott war entschlossen, Seine Gemeinde zu haben. Jedesmal, wenn Er einen Bund mit dem Menschen machte, hat der Mensch diesen Bund gebrochen, und so ist es auch heute noch. Der Mensch wird immer seinen Bund mit Gott brechen, doch Gott kann Seinen Bund mit dem Menschen nicht brechen.

26    Wir sehen, als Er Adam am Anfang sagte: "Tue dies nicht, aber das darfst du tun", wandte sich Adam und übertrat das Gebot. Als Gott aber sah, daß er verloren war, sagte Er: "Ich will Feindschaft setzen zwischen deinem Samen und dem Samen der Schlange. Sie wird dir in die Ferse stechen und du wirst ihr den Kopf zertreten."

27    Nun, wenn Gott sagt, daß Er etwas Bestimmtes tun wird, könnt ihr danach Ausschau halten, daß es geschieht. Wenn ein Mensch sagt, daß er etwas tun wird, dann weiß man es nicht genau. Aber Gott sagte dem Abraham: "Ich will dich retten und deinen Samen nach dir." Nicht nur Abraham, sondern seinen ganzen Samen. Bedingungslos! Wenn ihr mich entschuldigen wollt, ich glaube, ich könnte jetzt ein wenig jauchzen. Seht doch, ihr erkennt nur nicht, Leute, was das bedeutet! Vielleicht hat mancher von euch noch nicht so tief gedacht, um das zu erfassen.

28    Gott hat Seine Gemeinde bereits verherrlicht. Die, die Er gerechtfertigt hat, die hat Er auch verherrlicht in Christus. Wenn du in Christus gerechtfertigt bist, dann bist du auch schon in Ihm verherrlicht, soweit es Gott betrifft.
   Jesus sagte: "Seid darum vollkommen, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist." Wie könnten wir jemals vollkommen sein? Aber aus Christi Sicht ist heute Abend jeder wiedergeborene Gläubige vollkommen. Ich bin ebenso vollkommen in Gott wie Christus es war, ebenso bist du es und jeder andere Gläubige. Denn es ist nicht meine Heiligkeit, sondern Seine. Gott kann meine nicht annehmen, ich habe keine. Aber ich komme in Christus durch Glauben. Durch Christus bin ich in Ihm, und damit vollkommen in den Augen Gottes.

30    Seht! "Durch einen Geist sind wir alle in einen Leib hineingetauft und Glieder des Leibes geworden." (1. Korth. 12, 13) In Römer 8, Vers 1 steht: "So gibt es also jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht mehr nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geiste." Ein Mensch, der in Christus Jesus ist, wandelt nach dem Geiste. Für die Welt, für den fleischlich Gesinnten, ist es Torheit. Aber für alle, die glauben, ist es ewiges Leben. Amen. Da habt ihr es. Oh, wie wunderbar! Was kann euch dann noch Schaden zufügen? Ihr seid in Christus! Und so gewiß Gott Jesus von den Toten auferweckte, werden wir in Christus hineinkommen, (1. Thess. 4, 14) Amen. Ja, wir werden es, denn Gott hat es verheißen. Denn so gewiß der Leib, in dem ich bin, zu Ihm hinaufgehen wird, werde ich mit Ihm hinaufgehen.

31    "Sag mal, Bruder Branham, glaubst du an ewige Sicherheit?" Auf eine Weise glaube ich daran. Ich glaube, die Gemeinde ist ewiglich sicher. Gott hat bereits gesagt, daß sie vor Ihm erscheinen wird ohne Flecken und Runzel, und sie wird es auch. Wenn ihr also in der Gemeinde seid, seid ihr in Sicherheit.

32    "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen." Höret, hier ist das Wort des Menschensohnes Jesus Christus in Joh. 5, Vers 24: "Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat (Gegenwartsform!) ewiges Leben." Also nicht nur von einer Versammlung bis zur anderen. Ewiges Leben! ...und kommt nicht ins Gericht (oder in die Verurteilung, er wird niemals hinausgeworfen), sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen (Vergangenheitsform)." Jesus sagte es so. "Ich bin das Brot des Lebens, das von Gott aus dem Himmel herabgekommen ist. Eure Väter haben Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben, aber wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken von den Toten." Das sagte Er.

33    Nun, es gibt viele, die vorgeben, darin zu sein. Es gibt viele, die sich abmühen, die versuchen, richtig zu leben und hineinzudringen. Ich weiß nicht so recht. Aber wenn ihr darin seid, ist es ebenso einfach, ein gläubiges Leben zu führen wie irgendein anderes, denn ihr seid in Christus, und nichts anderes als die Fülle des Heiligen Geistes führt und leitet euch. Natürlich, ihr werdet Fehler machen und fallen, aber ihr könnt nicht liegen bleiben, ebenso wenig wie ihr einen Maiskolben zu einem Mandelbaum machen könnt. Das könnt ihr nicht. Jesus sagte: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Ihr habt ewiges Leben.

34    Einer der größten Flüche auf der Gemeinde heute ist die Furcht. Jeder ist zu Tode erschrocken. Es heißt: "Was wird geschehen, wer oder was wird sein?"
   Warum das alles? Jesus sagte doch: "Auch wenn furchterregende Dinge in Erscheinung treten, hebet eure Häupter empor und frohlocket, denn eure Erlösung ist nahe herbeigekommen, wenn diese Dinge geschehen."

36    Nun, seht wie Er die Gemeinde auf der Reise hindurchgeleitete! Auch Abraham, Isaak und Jakob und all jene; seht, sie hatten Fehler, aber Gott war mit ihnen. Es ist ein Schattenbild. Laßt uns Abraham einen Moment betrachten.
   Ich weiß, daß mir viele heute Abend zuhören, die die Lehre des Arminius glauben, doch ich möchte euch dieses klar machen.
   Gott hat durch Gnade und Erwählung zu Abraham gesagt: "Ich werde dich im hohen Alter zu mir nehmen." Mit anderen Worten: "Ich werde dich retten. Ich werde dich hindurchbringen. Du wirst ein langes Leben haben. Du wirst ein Kind haben. Zwar ist Sara kinderlos, doch gehe vorwärts, du wirst ein Kind haben. Und in diesem Kind werde Ich die Welt erretten." Bevor Abraham auch nur etwas getan hatte, um es zu verdienen, hatte Gott ihn gerufen. Das war alles.

39    Er war ein Chaldäer, der in der Stadt Ur wohnte, er war herausgekommen aus dem Tal Sinear, von dem Turm zu Babel, von der Götzenanbetung. Ich glaube, sein Vater war ein Götzendiener. (Jos. 24, Vers 2) Ich meine, daß auch Laban, nachdem er dorthin kam, es damit versuchte, auch er hatte Götzen. Wo sollte er sie her haben, wenn nicht von dem Turm zu Babel. Aus der Nachkommenschaft Hams kam Nimrod. Nimrod erbaute den Turm zu Babel, welches Götzendienst war, die erste Götzenanbetung auf der Erde.

40    Nun beachtet, dieser Turm zu Babel zieht sich durch die ganze Schrift und endet hier in der Offenbarung; wir sehen das Christentum - religiöser Götzendienst, der vorgibt, Christentum zu sein. Oh, Johannes sah sie in Offenbarung 17 und bewunderte sie, wie sie dort saß, sich auf den Namen Jesu berief, und doch die Heiligen des lebendigen Gottes verfolgte und mordete. Der Engel sagte: "Komm hierher, ich zeige dir, wer sie ist. Sie ist eine große Kirche, ihr Sitz ist auf sieben Hügeln, sie regiert die Welt und ist trunken von dem Blut der Märtyrer Christi. Oh, Gnade!

41    Leute, wir leben in der Endzeit. Wie viele von euch hörten davon, daß sie mich vor Jahren einsperren wollten, weil ich über "Das Malzeichen des Tieres" predigte? Ich sagte damals vor mehr als zwanzig Jahren, als Mussolini an die Macht kam: "Schreibt euch auf: wenn Mussolini auf Äthiopien zu marschiert, wird es nie mehr Frieden geben, bis Jesus kommt. Es werden drei große Ideologien auftreten: Kommunismus, Faschismus, Nationalsozialismus. Sie werden in einer Ideologie enden, und diese eine wird die Welt beherrschen und die Vatikanstadt verbrennen."
   Ihr erinnert euch daran, daß ich das vor vielen, vielen Jahren sagte - und so ist es auch! Ich sagte weiter: "Kurz bevor die Zeit kommt,..." Ihr erinnert euch, wie die Autos vor zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren aussahen. Daran könnt ihr euch sicher noch erinnern. Ich sagte: "Sie werden eiförmig aussehen, sie werden diese Form haben. Dies ist ein Vision. Sie werden in etwa so aussehen." So werden sie kurz vor der Entrückung aussehen.

43    Aber Gott löst die Gemeinde jetzt überall von allem, bereitet sie zu, so daß Er sie entrücken kann; Er muß ihr den Entrückungsglauben geben, bevor sie an der Entrückung teilnehmen kann.
   Die Menschen haben heute den Geist der letzten Tage, genau wie es in den Tagen Noahs war; sie sind beschäftigt mit Essen und Trinken, sie heiraten und lassen sich heiraten, sie sind gleichgültig, nichts kümmert sie, sie laufen nur so herum und lassen sich gehen. Und dieses amerikanische Volk ist das schlimmste auf dem Angesicht der Erde! Sie sind heftig, hochmütig, ausschweifend, hitzig, voller Mißachtung und Schmähsucht, Neunmalkluge. Wenn es irgendeinen Ort in der Welt gibt... Während die Bibel hier vor mir liegt und Gott auf mich herabsieht, und in dem Wissen, daß ich vielleicht, noch ehe der Morgen graut, vor Ihm erscheinen muß, sage ich, wenn es einen Ort gibt, der Missionare benötigt mehr als irgendein anderer in der Welt, dann sind es die USA, die Vereinigten Staaten von Amerika. Die größte Schar Heiden, von der ich weiß, ist hier in Amerika. "Heide" heißt Ungläubiger.

45    Oh, sie glauben Theologie. Sie sind so dickfellig und reserviert, daß man sie in keiner Weise ansprechen kann. Ich kann im Gespräch mit einem jener Menschen, die noch nie von Gott gehört haben und ihre Götzen anbeten, in fünf Minuten mehr erreichen als bei einem dieser Menschen, die sich Christen nennen und nur so mitgelaufen sind und die ganze Einbalsamierungsbehandlung über sich ergehen ließen. Das erinnert mich an ein altes, kaltes Leichenhaus hier in der Nähe, an ein Leichenbestattungsunternehmen. Wenn ich in diese alten, großen Gemeinden gehe, werde ich immer an ein Leichenhaus erinnert. Das geistliche Thermometer ist da 100° F unter Null. Man muß sich dort richtig durcharbeiten. Ich sage das nicht als Witz, sondern es ist die Wahrheit. Einige von ihnen wissen eigentlich gar nichts von Gott, und doch stehen sie auf und sprechen: "Nun, laß mich dir sagen, es ist alles..." Du Verführer, du selbst bleibst außerhalb des Reiches Gottes und hinderst andere, hineinzugehen.
   Sie nehmen eine Einbalsamierung vor, als ob sie Tote zur Leichenhalle bringen. Sie lassen ihnen all ihr Blut heraus und geben ihnen anstelle dessen etwas anderes, um sicherzugehen, daß sie wirklich tot sind. So ungefähr machen sie es. Wenn ihr Menschen, die nur ein wenig Frömmigkeit, nur ein wenig Glauben haben, eine Übertragung solcher Theologie gebt, so sterben sie ganz ab und verbleiben im Tod. So ist es. Schrecklich!

46    Ich fragte einmal eine Frau: "Bist du gläubig?"
   Sie antwortete: "Ich möchte dich wissen lassen, daß ich Amerikanerin bin."
   Ich sagte: "Danach habe ich doch nicht gefragt."
   Ein andermal kam eine Frau auf die Plattform, und Br. Bosworth fragte: "Bist du gläubig, Frau?"
   Sie sagte: "Nun, ich zünde jeden Abend eine Kerze an." Macht euch das tägliche Anzünden einer Kerze zu einem Christen? Ihr könntet eine ganze Welt voll anzünden, und es würde euch nichts nützen. Es sei denn, das verzehrende Feuer des Heiligen Geistes hat deine Seele von aller Sünde gereinigt, sonst bist du immer noch ein Sünder. Es geschieht im Herzen.
   "Nun, ich lebe in Amerika." Das besagt doch gar nichts, dadurch wirst du noch nichts. Gott akzeptiert dich nicht, weil du ein Amerikaner bist. Gott akzeptiert auch keinen Deutschen, weil er ein Deutscher ist, und auch keinen Polen, nur weil er ein Pole ist. Er akzeptiert auch keinen Afrikaner, nur weil er aus Afrika kommt. Gott interessiert sich nicht für Afrika, ebenso wenig für Deutschland oder die Vereinigten Staaten. Gott ist nur an einem Reich interessiert, und das ist das "Reich Gottes", in das Menschen jeder Nation hineinkommen können. Sie werden hineingeboren durch den Samen Abrahams, welcher ist Jesus Christus, und sie sind Erben gemäß der Verheißung.

49    Jede Nation unter dem Himmel wird von Satan beherrscht. Die Bibel sagt es so. Ja, das haut einen um, nicht wahr? Satan nahm Jesus hinauf und zeigte ihm alle Königreiche dieser Welt. Stimmt das? Er sagte zu Ihm: "Sie sind mein, und ich kann mit ihnen tun, was ich will. Ich werde sie dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest."
   Jesus sagte: "Satan, weiche von hinnen!" Jesus wußte, daß Er der Erbe all dieser Reiche werden würde.

51    In der Offenbarung, bei dem Ende der Welt, sagt die Bibel: "Jauchzet ihr Himmel und all ihr heiligen Propheten, denn das Königreich dieser Welt und die Herrschaft ist an unseren Herrn und Seinen Gesalbten gekommen, und Er wird herrschen und regieren in Ewigkeit." (Offb. 11, 15)
   Daniel sah Ihn als den Stein, der sich vom Berge löste, herunter rollte und gegen die Füße der Bildsäule schlug, so daß sie in Stücke zerfiel und das Reich Gottes wachsen konnte. Wenn Christus im Tausendjährigen Reich die Herrschaft antritt, wird es keine Krankheit mehr geben, keinen Kummer. Alle Waffen werden zu Pflugscharen umgerüstet werden, und es wird kein Krieg mehr sein. All das wird vorbei sein, wenn Christus wiederkommt. Bis dahin, solange Satan die Nationen der Welt regiert, wird es Krieg und Kriegsgeschrei geben - bis Jesus kommt. Amen.

53    Ich schaue euch an und bin mir dessen bewußt heute Abend, indem ich auf der Lehre des Wortes Gottes stehe, daß ihr ein für die Ewigkeit bestimmtes Volk seid. Jeder Mann, jede Frau, jeder Junge und jedes Mädchen, jeder, der hier ist, wird eines Tages in der Gegenwart Christi stehen. Ich werde dafür verantworten müssen, was ich als Sein Knecht zu euch gesprochen habe. Warum sollte ich mich schämen, euch die Wahrheit Gottes zu verkünden, da Gott das Wort, das ich gepredigt habe, so bestätigt hat, daß es um die ganze Welt getragen wurde! ER hat es in Königspalästen und überall bestätigt, nicht ein einziges Mal hat Er etwas gesagt, das nicht genauso geschah, wie Er es zuvor gesagt hatte. Sicher wird Er mich nichts sagen lassen, das verkehrt wäre. Und ich sage heute Abend, meine Freunde, ganz gleich zu welcher Gemeinde ihr gehört, wo immer ihr seid, wenn ihr nicht in das Reich Gottes hineingekommen seid durch die Taufe des Heiligen Geistes, der euch in den Leib Christi hineinbringt, dann dringt doch jetzt hinein, denn ihr wißt nicht, zu welcher Stunde Er kommt.

54    In 2. Mose 1 befindet sich das Volk Israel in Ägypten, als ein Typ darauf, daß die Gemeinde herausgerufen wird. Israel befand sich in Ägypten, Joseph lebte nicht mehr. Dafür habe ich noch ungefähr eine halbe Stunde Zeit. Ich werde soviel zusammenfassen, wie ich irgend kann.
   Sie befanden sich in Ägypten, weil Jakob zur Zeit der Hungersnot mit den Patriarchen dorthin gezogen war. Sie wohnten in Gosen. Aber als Joseph starb, sprach er von dem Auszug der Kinder Israel und traf Anweisung betreffs seiner Gebeine. Dies ist ein wunderbares Bild.

55    Ihr wißt, wenn ihr das Wort nur einfach so lest, ist es gut, aber ihr verfehlt die Bedeutungen desselben. Das Wort steht zwischen den Zeilen. Jesus sagte: "Ich habe es vor den Augen der Klugen und Weisen verborgen und es den Unmündigen und Kindern geoffenbart." Diese heutigen Theologieseminare sind gleich den damaligen Priestern und Hohenpriestern, die das Wort Gottes zwar vorlasen, aber dennoch nicht erkannten, daß Jesus der Christus war. Versteht ihr, was ich meine?

56    Nun seht auf die alten Patriarchen. Warum sagte der alte Jakob, als er in Ägypten starb: "Begrabt mich nicht hier."? Und er ließ Joseph die Hand auf seine verrenkte Hüfte legen und ihn bei Gott schwören, daß er seine Gebeine nicht dort begraben würde. Wußtet ihr das? Er sagte: Bringt mich zurück in mein Heimatland und beerdigt mich dort."

57    Seht euch Hiob an, wie er dort voller aufgebrochener Geschwüre saß, und er verfluchte den Tag seiner Geburt. Das älteste Buch der Bibel ist das Buch Hiob, es wurde sogar vor dem 1. Buch Moses geschrieben. Seht ihn, wie er dort auf dem Aschhaufen saß und sich mit der Tonscherbe kratzte. Darüber habe ich hier einmal drei Monate lang gepredigt. Einige Leute haben mir geschrieben und gefragt: "Bruder Branham, wann wirst du Hiob von dem Aschhaufen herunter bekommen?" Ich sprach immer darüber, wie er dort saß. Es war eine schwere Zeit der Entscheidung, etwas mußte getan werden. Es war die Stunde Null. Aber ihr wißt, als er von dem Aschhaufen herunterkam, geschah etwas.

58    In solcher Weise möchten wir hier diese Erweckungen haben. Wir richten die Aufmerksamkeit der Leute auf Jesus Christus und verbleiben dabei solange, bis wir sie an irgendeiner Stelle festnageln können, bis der Heilige Geist im Begriff ist irgend etwas zu tun. Wenn ihr den Geist unter den Leuten wirken seht, dann wißt ihr, daß es soweit ist.

59    Beachtet Hiob, wie er dort im Elend saß. Sogar seine Frau wandte sich gegen ihn, kam herüber und sagte: "Warum sagst du Gott nicht ab und stirbst?"
   Er antwortete: "Du sprichst wie eine törichte Frau. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, gelobt sei der Name des Herrn."
   Es kamen auch einige Gemeindeglieder zu ihm hin und saßen dort, indem sie ihm sieben Tage lang den Rücken zuwandten, - welch ein Trost! Dann sagten sie: "Hiob, du bist ein heimlicher Sünder. Du hast gesündigt." Hiob wußte, daß er keine Sünde begangen hatte. Es zeigte, wie sehr sie Bescheid wußten.

62    Als sich also hier ein gerechter, ein heiliger Mann im Elend befand und Gott mit ihm verhandelte, sandte Er einen Mann zu ihm mit dem Namen Elihu. Elihu warf ihm nichts vor, außer daß er Gott angeklagt hatte. Er sagte zu ihm: "Nun, Hiob, du hast auf all diese Dinge achtgegeben. Es wird ein Gerechter kommen, der sich in den Riß stellen wird zwischen dem sündigen Menschen und dem heiligen Gott. Dann wird der Mensch, um dessentwillen sie zum Grabe gingen um ihn zu betrauern, auferstehen, auch wenn du es nicht begreifen kannst."
   Als Hiob das hörte, stand er auf. Es blitzte und der Donner rollte. Was war es? Der Prophet begab sich in den Kanal Gottes zurück. Seine Augen öffneten sich, und er sagte: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt."
   Seht, viertausend Jahre ehe Er zur Erde kam, sagte Hiob: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt." "Er lebt" - immerdar'. "Und Er wird am Ende der letzten Tage" - am Ende der letzten zweitausend Jahre - "auf dieser Erde dastehen. Auch wenn die Würmer meinen Leib zerfressen, werde ich dennoch in meinem Fleische Gott schauen, den ich schauen werde mir zum Heil und den meine Augen sehen werden." Da habt ihr es. Als er sich zum Sterben bereitmachte, sagte er: "Begrabt mich in Palästina."

64    Dann kam Abraham mit einer Verheißung. Als Sara starb, beerdigte er sie ganz in der Nähe Hiobs, er kaufte ein Stück Land und begrub sie dort. Als Abraham starb, wurde er neben Sara beigesetzt.
   Abraham zeugte Isaak. Als Isaak starb, wurde er bei Abraham zur Ruhe gelegt.
   Isaak zeugte Jakob. Als Jakob dort in Ägypten starb, sagte er: "Begrabt mich nicht hier. Schwört mir, daß ihr mich nicht hier beisetzt. Nehmt meine Gebeine und begrabt sie dort bei meinen Vätern." Warum? Das steht nicht geschrieben, das lesen wir zwischen den Zeilen.
   Als Joseph starb, sagte er: "Tut meine Gebeine in einen Sarg, aber begrabt mich nicht hier. Setzt mich hier nicht bei, sondern nehmt mich mit und beerdigt mich dort in dem verheißenen Land. Begrabt mich dort." Warum? "Gott wird euch eines Tages gnädig heimsuchen. Ich lasse meine Gebeine hier, um damit etwas auszudrücken."

67    So wie Joseph seine Gebeine zurückließ, so ließ Jesus ein offenes Grab zurück! All die Hebräer waren so zerschlagen, so müde und matt, und die Ägypter beobachteten sie mit dem kleinen, alten Sarg. Ich sollte ihn mir hier vor einiger Zeit anschauen, einen kleinen, alten, abgenutzten Bleisarg. Darin sollen seine Gebeine gelegen haben. Er steht hier in einem Museum, ich sah ihn mir an und man sagte mir: "Hierin haben die Gebeine Josephs gelegen, als Mose sie mit sich nahm." Jeder Hebräer konnte sich ihn damals ansehen und sagen: "Eines Tages wird sich hier etwas ändern. Wir werden ausziehen." Wir haben gestern Abend gesehen, daß dieser Prophet diesen wunderschönen Mantel hatte, derjenige, der Christus in jeder Weise repräsentierte. Er sagte: "Ich verlasse mich auf das, was Gott dem Abraham zugesagt hat." Da seht ihr es.

68    Auch ich verlasse mich heute Abend auf das, was Gott dem Abraham gesagt hat, nämlich: "Ich werde dich und deinen Samen erretten." Das glaube ich.
   Er hatte gesagt: "Eines Tages werdet ihr von hier fortziehen," und sie glaubten es. Eines Tages wurden die Gebeine Josephs mitgenommen!
   Als Mose aufbrach, mahnte der Heilige Geist ihn und sagte: "Du vergißt etwas, Mose. Gehe hin und hole die Gebeine Josephs." Mose hüllte sie ein, und dann ging es los. Die Feuersäule führte ihn zum verheißenen Land, und sie setzten die Gebeine bei an der Seite Isaaks und Jakobs. Warum? Sie wußten, daß die Erstlingsfrucht aus den Entschlafenen kommen würde. Sie wußten, daß eines Tages die Auferstehung kommen würde. Sie kannten den Gerechten, von dem Hiob gesagt hatte: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt und zuletzt auf dieser Erde dastehen wird." Sie wußten auch, daß Hiob eine Ahnung gehabt hatte, wo Er dann stehen würde, und deshalb gesagt hatte: "Begrabt mich hier." Sie wollten bei Hiob sein, und sie ließen sich dort in Palästina beisetzen, denn das war das verheißene Land. Sie wußten, die Auferstehung wird nicht in Ägypten sein und nicht in Europa noch sonst wo. Sie würde in Palästina sein, deshalb ließen sie sich dort beisetzen.

72    Dann kam Jesus, der Verheißene. Sie taten mit Ihm, wie es vorhergesagt war, sie töteten Ihn und Er starb. Seine Seele ging hinunter in die Hölle, und Er predigte den gefangenen Seelen. ER nahm dem Teufel die Schlüssel des Todes und der Hölle und kam zurück am Ostermorgen. Als Er zum Paradies kam, klopfte Er an die Tür, Halleluja, und ich kann Ihn sagen hören: "Kinder!"
   Abraham fragte: "Wer ist das?"
   "Ich bin dein Same, der Same Abrahams."
   Daniel fragte: "Wer ist da?"
   "Ich bin der Stein, der sich vom Berge löste."
   Da waren die alttestamentlich Heiligen, die dort im Paradies darauf warteten, überkleidet zu werden. Er öffnete die Tür, und Abraham fragte: "Gehen wir hinaus?"
   "Es ist schon fast Tag auf Erden, machen wir uns fertig zum Gehen."
   Abraham fragt: "Können wir dort einen kurzen Aufenthalt haben? Ich möchte mir gerne die Stadt ansehen."
   "Ja, ich werde vierzig Tage lang bei meinen Jüngern sein." Am Ostermorgen ist Er auferstanden.
   Matthäus 27 sagt: "Viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt, kamen nach seiner Auferstehung aus ihren Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt hinein und erschienen vielen."
   Ich kann Sara und Abraham vor mir sehen, wie sie die Straße herunterkommen und sagen: "Schau mal, Liebling, hier haben sie etwas verändert. Schau doch, wie es jetzt hier aussieht."
   Jemand sagt: "Wer ist das Ehepaar dort? Sie sehen aus wie Fremde."
   Da sagen sie: "Oh, man hat uns erkannt", und schon sind sie vor ihren Augen verschwunden, so wie Er durch die Wand ging, ohne daß Ihn einer hatte hereinkommen sehen. Sie kamen heraus, hatten einen Herrlichkeitsleib und erschienen wieder auf der Erde, als Erstlingsfrucht der Erweisung der Kraft Gottes und der Auferstehung. Halleluja. ER hat die Mächte völlig entwaffnet und entblößt, triumphierte über Tod und Hölle. Sie sind am Ostermorgen auferstanden und in das Reich eingegangen mit Ihm.
   Es ist kein Wunder, daß sie sagten: "Beerdigt mich in Palästina." Sie wußten, daß die Auferstehung in Palästina stattfinden würde.

81    O Bruder, darum kannst du heute soviel alte, kalte Frömmigkeit haben oder was immer auch, ich möchte in Christus begraben sein, denn die, die in Christus sind, wird Gott mit Ihm zur Auferstehung bringen. Sagt was ihr wollt, nennt es Fanatismus oder was ihr wollt, aber laßt mich nur in Ihm bleiben, denn die, die in Ihm sind, werden aus dem Grabe hervorkommen in der Auferstehung, denn Gott wird sie herausbringen. ER hat verheißen, es zu tun. Amen.

82    Was macht es aus, wenn ihr alt werdet? Preis sei Gott! Was hat das damit zu tun? Wir kommen nur näher nach Hause! Amen! Preis sei Gott! Wenn ihr mich einen heiligen Roller nennen wollt, dann fangt nur damit an. Das genügt ja auch, um heilige Roller aus uns zu machen! Wie wunderbar! Sollte ich nicht glücklich sein in dem Wissen, daß das die Wahrheit ist? Natürlich bin ich glücklich. Jeder, der diese Hoffnung in sich trägt, wird übersprudeln.

83    Ich ging immer zu einer alten Quelle, um zu trinken. Wenn ich auf Streife war, dachte ich immer daran, dorthin zu gehen. Die Quelle dort in der Nähe von Milltown war so fröhlich. Wenn ich sie mir so ansah, dachte ich immer: "Was macht dich denn so glücklich?" Und sie sprudelte und sprudelte immer weiter. Es war das beste Trinkwasser, das ich je trank. "Macht es dich so fröhlich, daß das Wild von dir trinkt?"
   "Nein, Bruder Bill, das ist es nicht."
   "Was läßt dich denn die ganze Zeit so fröhlich sprudeln? Weil Leute herkommen, um Wasser zu holen?"
   "Nein, das ist es auch nicht."
   "Vielleicht sprudelst du auch so fröhlich, weil ich hier trinke?"
   "Nein."
   "Warum sprudelst du dann so?"
   Wenn die Quelle reden könnte, würde sie sagen: "Br. Bill, nicht ich sprudle so. Es ist etwas dahinter, das mich so sprudeln läßt."

86    Wenn der Heilige Geist ein menschliches Wesen erfüllt, dann ist da etwas - ein Born, der überfließt und zum ewigen Leben quillt. Jesus sagte zu der Frau am Brunnen: "Wer von diesem Wasser trinkt, empfängt das ewige Leben. Es werden in ihm Ströme lebendigen Wassers sein, die zum ewigen Leben sprudeln." Halleluja! Stellt euch das vor! Laßt uns zum 2. Buch Moses zurückgehen.
   Ewiges Leben, selbst wenn bereits zehntausend Millionen Jahre vorüber sind! Die Erde ist zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt; dort draußen auf der hohen See jagen Wellen dahin, die zwei oder drei Mal so hoch sind wie dieses Gotteshaus; sie fegen über die Schiffe hinweg und werfen sie von einer Seite zur anderen. An einem Tage, Bruder, werden die Sünden sich auf der Erde so aufhäufen, daß sie in die Wüsten hineinfließen werden. Wenn keine See mehr da sein wird, kein Mond, keine Sterne, werde ich doch fortleben. Halleluja! Ebenso wird jeder andere wiedergeborene Mann und jede Frau auf ewig in Seiner majestätischen Gegenwart leben, verwandelt in das Bild Seines eingeborenen Sohnes. Durch Gnade sind wir gerettet worden!
   Kein Wunder, daß der Dichter sagte: "Oh Liebe Gottes, reich und rein, wie grenzenlos und weit; in Ewigkeit wird diese Liebe das Lied der Heiligen sein." Wie können wir da stille sein?
   "Ist das bewiesen, Br. Branham?" Jawohl!

89    Nun, wir haben Isaak, Jakob und Joseph betrachtet. Welch wunderbares Beispiel ist es, daß Joseph ihnen seine Gebeine zum Gedächtnis daließ, als er starb.

90    Ich glaube nicht, daß Billy dort hinten sitzt, ich sage dies nämlich nicht, wenn er zugegen ist. Wir haben am Gedenktag Blumen auf das Grab seiner Mutter gelegt, und er weinte, als er dort stand. Aber ich sagte: "Weine nicht, Billy. Schließe deine Augen und schau hinüber ans andere Ufer. Deine Mutter liegt zwar hier mit deiner kleinen Schwester, doch sie sind nicht hier. Am anderen Ufer ist eine offene Gruft." Halleluja!

91    Dahin schaue ich, so wie die alten Hebräer, in dem Bewußtsein: "Eines Tages ziehen wir von hier fort." Ja, eines Tages ziehen wir von hier fort! Ich höre nicht auf das "Asche zu Asche, Staub zu Staub und Erde zu Erde", sondern ich denke: "Eines Tages!"

92    Vor ein paar Tagen habe ich den Beerdigungsgottesdienst eines Exsheriffs dieser Stadt gehalten. Nur wenige Stunden, ehe er starb, war er zu Christus gekommen. Ich beobachtete seinen Vater, wie er sich weinend und mit zitternden Lippen über den jungen Mann beugte, um ihn zum Abschied zu küssen. Er fiel fast in den Sarg hinein. Ich wandte mich ab, und nachdem er die Blumen hineinfallen lassen hatte, drehte ich mich wieder um und sagte: "Asche zu Asche, Staub zu Staub und Erde zu Erde." Aber dabei dachte ich: "Eines glorreichen Tages! Eines Tages wird Jesus kommen!"
   Das stimmt.

93    Wann werden wir wohl zur Lektion kommen? Dort in Ägypten war die Zeit vergangen. Dann kam ein Pharao, der von Joseph nichts wußte. Gott hatte ihnen verheißen, daß sie 400 Jahre lang dort sein würden, und es waren 420 Jahre vergangen, als sie auszogen.

94    Nun, vom 1. bis zum 5. Kapitel, Vers 5 ist Israel in Ägypten.
   Vom 7. Vers bis zum 22. ist ihre Knechtschaft beschrieben. Viele von euch haben das oft und oft gelesen.
   Ich möchte jetzt einen kurzen Punkt herausstellen. Wir wollen nur ein wenig Zeit dazu verwenden. Dann werden wir mit dem 2. Kapitel anfangen, mit der Vorbereitung der Befreiung, mit der Geburt Moses. Das Volk wurde langsam bereit. Ihre Aufseher schlugen sie, ihre Kinder wurden getötet. Das Zahnrad an Gottes prophetischer Scheibe hatte den bestimmten Zeitpunkt erreicht.

97    Höret, ich möchte, daß ihr dieses erfaßt: ich glaube, daß es wieder soweit ist. Ich glaube, wir sind da angekommen. Ich glaube, aus dem Grunde gehen die Dinge auch wie sie jetzt gehen. Die alte prophetische Uhr geht langsam auf die Mitternachtsstunde zu. Darüber habe ich schon vor einiger Zeit gepredigt. Ein deutscher Künstler hat es so gemalt, ich habe das Bild bei mir zu Hause hängen. Auf dem alten Ölgemälde sieht man einen Mann im Gebet, vor ihm die offene Bibel, eine Kerze brennt und der Zeiger der Uhr steht auf fünf Minuten vor zwölf. Es ist die Zeit der Vorbereitung, des Fertigmachens, Gott schickt sich an, etwas zu tun. Seid jetzt aufmerksam.

98    Als er sich anschickte, etwas zu tun, ließ Er dort in Ägypten einen kleinen Jungen auf eigentümliche Weise geboren werden. Er war nicht anders als irgendein anderer kleiner Junge. Ein Mann aus dem Stamme Levi hatte sich eine Frau genommen, die ebenfalls aus dem Stamme Levi war, und sie bekamen ein Kind. Damals wurden alle männlichen Babys umgebracht, doch als dieses kleine Kind geboren wurde, war etwas Sonderbares an ihm, und etwas geschah. Es war Vorherbestimmung, Auserwählung. Mose selbst hatte damit nichts zu tun. Aber er war eben Mose, deshalb fürchteten sie das Gebot des Königs nicht. Sie legten ihn in einen kleinen Korb, er wuchs in den Höfen Pharaos auf und sollte sogar sein Sohn werden. Stimmt das?

99    Vom 11. bis zum 25. Vers sehen wir, daß Mose sich auf die Seite der Kinder Israel stellte. Viele von euch wissen, wie es vor sich ging. Er wies sich vor ihnen aus, und als er das tat, dachte er, seine Brüder würden erkennen, daß er der Mann ist, der gesandt ist, sie aus der Knechtschaft herauszuführen. Doch sie erkannten es nicht.
   Oh, ihr Leute, welch ein wunderbares Schattenbild ist das auf die heutige Zeit. Vor eben der Sache, die gekommen ist, um die Menschen zu befreien, fürchtet man sich. Sie fürchten sich vor ihrem Befreier.

101    Höret, was geschah, als sie damals unter Salomo den Tempel bauten? Ihr Maurer werdet das gut verstehen. Sie brachten damals die Zedern vom Libanon herunter, verschifften sie bis Joppe und transportierten sie weiter mit Ochsenkarren usw. Dann haben sie die Steine zugehauen, die von überall aus der damaligen Welt kamen. Aber als sie alles zusammenfügten, war es ein vollkommenes Bauwerk. Während der 40 Jahre des Tempelbaues war weder das Summen einer Säge noch der Klang eines Hammers zu hören. Alle Steine, wie sie auch behauen waren, paßten vollkommen zusammen. Sie legten den Grund, errichteten das Gebäude, und alles ging gut vonstatten. Dann fanden sie einen merkwürdigen Stein. Den wollten sie nicht und sagten: "Der gehört hier nicht her", und sie warfen ihn auf den Abfallhaufen. Während sie dann immer weiter bauten, fanden sie schließlich heraus, daß es der Haupteckstein war, den sie verworfen hatten. Jesus sagte es.

102    Heute geschieht dasselbe bei den Methodisten, den Baptisten, den Lutheranern, den Pfingstlern und überall. Wenn ihr nicht aufpaßt, Freunde, lehnt ihr den wahren Eckstein ab, und der Eckstein in dem Bau dieses Tempels ist der Heilige Geist. Ihr fürchtet euch davor, ihr fürchtet Fanatismus. Ich weiß, es gibt hier viele alte Vogelscheuchen und Nachahmungen. Wenn es das nicht gäbe, wäre auch nichts Echtes da. Das ist wahr. Das haben sie abgelehnt und sagen: "Das möchten wir nicht, das können wir bei uns nicht gebrauchen, Br. Branham."

103    Vor einigen Tagen hatte ich den Vorsitzenden eines großen Seminars bei mir zu Besuch und einige vom Billy-Graham-Institut. Dr. Sanden und einige saßen da. Sie sagten: "Br. Branham, wir lassen dich wissen, worum es geht, nämlich darum, die Welt zu bekehren. Du aber hast zu viele Pfingstler und heilige Roller in deiner Versammlung. Das ist zu beanstanden."
   Ich fragte: "Würdet ihr mich unterstützen?"
   "Ja, natürlich, aber wir müßten erst..."
   "Das dachte ich mir. Nein, ihr würdet es nicht, gewiß nicht." So ist es.

105    Diese großen Gemeinden gehen so weiter, sie haben ihre Theologie, krähen hierüber und darüber, stehen da mit ihren Diplomen und Auszeichnungen, und einige von ihnen wissen nicht mehr von Gott als ein Hase von Schneeschuhen.
   Natürlich kennen sie all die griechischen Worte, sie haben eine Ausbildung. Doch Gott lernt man nicht durch Bildung oder Theologiestudium kennen. Gott erkennt man durch Glauben. Erkenntnis zieht den Menschen von Gott fort, Glauben bringt ihn zu Gott. Weil er im Garten Eden zum Baum der Erkenntnis ging, wurde er von Gott getrennt.

106    Gerade die Taufe des Heiligen Geistes, die den Menschen Leben gebracht hat, ist der Grund, daß die Pfingstler und heiligen Roller, wie ihr sie nennt, mich auf dem Gebiet der göttlichen Krankenheilung annehmen.
   Sogar Könige und Herrscher haben davon gehört und bitten: "Komm zu uns", und der Herr in Seiner Gnade heilt sie tatsächlich. Das stimmt.
   Doch wie steht es um den Rest? Wenn ihr über das ewige Leben zu ihnen sprecht, dann gehören sie hier oder da hin, zu dieser Gemeinde oder jener. Das hat damit aber gar nichts zu tun. Daß ihr zu einer Kirche gehört, bedeutet bei Gott nicht das geringste, ihr müßt von neuem geboren sein!
   Es gibt nur eine Gemeinde, und das sind diejenigen, die hineingeboren werden in den Leib Jesu Christi durch die Taufe des Heiligen Geistes. Halleluja! Laß es mich dir sagen, Bruder, es gibt nur einen Weg, in Christus hineinzukommen. Es geschieht nicht durch Händeschütteln, weder durch die Wassertaufe oder eine Besprengung, nicht indem man aufhört Fleisch zu essen oder indem man den Sabbat hält; es geschieht nicht dadurch, daß man aufhört zu rauchen, zu trinken, zu fluchen und all diese Dinge zu tun. So kommt man nicht in Christus hinein.

110    Zigaretten rauchen, Alkohol trinken, in wilder Ehe leben oder sich mit anderen Frauen abgeben, all diese Dinge sind nicht die Sünde. Fluchen, trinken und alles derartige ist nicht Sünde, es sind die Eigenschaften der Sünde. Du, der du das tust, bist ein Sünder, aber die Dinge selbst sind nicht Sünde, sondern Merkmale der Sünde.
   Was ich jetzt sagen werde, wird euch ein wenig verletzen. Aber ich bin mir der Verantwortung dem Wort gegenüber bewußt und jederzeit bereit, darüber Meinungen auszutauschen. An dieser Stelle haben viele von euch Pfingstlern, die ihr hier sitzt, euren Fehler getan, indem ihr lehrt: "Der erste Beweis des Heiligen Geistes ist das Reden in Zungen." In Zungen reden ist völlig in Ordnung, aber es ist nur ein Merkmal. Es ist nicht der Heilige Geist selbst, sondern, das, was Er bewirkt.
   Der Heilige Geist ist die Liebe Gottes. Das kann ich euch mit der Bibel beweisen. "Und wenn ich in Menschen- oder Engelzungen reden könnte, und hätte der Liebe nicht, würde es mir nichts nützen."
   Wenn ihr einen Apfelbaum haben möchtet, aber nur einen Apfel habt, ist es noch ein langer Weg bis zu dem Baum. Er ist nur das Erzeugnis.

114    Sünde! Ihr flucht, raucht, trinkt, geratet in Ärger und platzt vor Wut und tut all diese Dinge doch nur aus dem Grunde, weil ihr Sünder seid. Es ist nicht die Sünde; sondern ihr tut diese Dinge weil ihr Sünder seid. Jesus sagte es und die Schrift bezeugt es: "Wer nicht glaubt, ist bereits verurteilt." (Mark. 16, 16)
   Wenn ihr glaubt, dann tut ihr diese Dinge gar nicht, denn das Leben Christi ist in euch; und wenn ihr sie doch tut, seid ihr nicht gläubig, sondern Sünder. Auch wenn ihr es behauptet, seid ihr es nicht. Der Baum wird an seiner Frucht erkannt. Wir wollen das einen Augenblick einsinken lassen, während ich vorlese. Hier ist, was Jesus sagte: "Ein jeglicher Baum wird an seiner Frucht erkannt. Ein schlechter Baum kann keine guten Früchte hervorbringen."

115    Dort in Ägypten nahte sich die Zeit ihrer Befreiung. Mose war geboren, in des Pharaos Hause aufgewachsen und trat auf in der Hoffnung, daß die Kinder Israel erkennen würden, daß er derjenige war, der es tun sollte. Aber erkannten sie es? Nein. Sie sagten: "Wer hat dich zum Herrscher über uns bestimmt? Willst du uns auch umbringen wie den Ägypter?" Da floh Mose. Seine Brüder lehnten ihn ab.

116    Während wir mit Kapitel 2, Vers 21 beginnen, laßt uns hierbei einen kleinen Moment verweilen. Ich möchte euch den Hintergrund erläutern. Wir haben nur noch einige Minuten Zeit, vielleicht werden wir das Thema morgen abschließen. Beachtet, er wurde von seinen Brüdern abgelehnt, ging in das Land der Midianiter und heiratete eine Heidin.
   Mose war ein vollkommener Typ auf Christus. Stimmt das? Das Leben der Patriarchen war eine Vorschattierung des Lebens Jesu Christi. Mose wurde in einer Zeit der Verfolgung geboren, als man die kleinen Babys tötete. Als Jesus kam, wollte man seiner habhaft werden und tötete ebenfalls die kleinen Kinder. Der Teufel wollte sich des Mose, und ebenso Christi bemächtigen. Er versuchte es.

118    Ich kann Jesus sehen, wie er dort hinunterging und an die Pforten der Hölle klopfte an jenem Morgen. Halleluja. (Ich weiß nicht, ob es mir noch möglich ist, heute Abend darüber zu lehren.) Als Jesus am Kreuze gestorben war und dann hinunterging und all die Seelen dort sah, wie sie weinten und wehklagten, sagte Er: "Ihr hättet auf die Propheten hören sollen." ER predigte dort den Seelen im Gefängnis: "Ihr hattet Henoch und die anderen Propheten, ihr hattet das Gesetz, warum habt ihr nicht darauf gehört?" Sie hatten es versäumt. ER schloß die Tür und ging.
   Als Er unten an der Hölle ankam, klopfte Er an die Tür. Satan fragte: "Wer ist da?"
   ER antwortete: "Öffne die Tür." (Ich möchte euch das nur bildlich darstellen.)
   Satan ging zur Tür, öffnete und fragte: "Wer bist du?"
   ER antwortete: "Ich bin Jesus Christus."
   "Bist du doch endlich gekommen? Ich bin schon so lange hinter dir her."
   "Das weiß ich."
   "Weißt du, ich dachte, ich habe dich erwischt, als ich Abel tötete. Dann dachte ich, ich hätte dich, als Mose starb. Immer, wenn ich so etwas tat, dachte ich, ich hätte dich. Als Johannes der Täufer getötet wurde, dachte ich, jetzt habe ich dich gewiß. Aber jetzt habe ich dich tatsächlich, jetzt bist du hier in meinem Besitztum."
   Ich kann Jesus sagen hören: "Ich bin der von der Jungfrau geborene Sohn Gottes. Aus den Elfenbeinpalästen Meines Vaters bin ich auf die Erde herabgekommen. Auf der Erde ist jetzt der Boden mit meinem Blut getränkt, das ich gab, und ich habe den Preis bezahlt für Tod, Sünde und Hölle. Gib mir die Schlüssel her." Halleluja! "Jetzt übernehme ich die Herrschaft. Du hast die Leute lange genug in Knechtschaft gehalten, du hast sie in Angst und Furcht gehalten, aber von jetzt an habe ich die Herrschaft übernommen." Halleluja! ER entriß ihm die Schlüssel, nahm sie an sich, stieß Satan zurück in die Hölle und ging davon. Amen. Amen!

125    Der mächtige Sieger ist in vollem Blickfeld, seit Er den Vorhang in zwei Stücke zerriß! Der große Überwinder ist auferstanden und sagte: "Ich war tot, und siehe, ich lebe - ich lebe in alle Ewigkeit und habe den Schlüssel des Todes und der Hölle." Halleluja! "Wer auf Meine Worte hört und glaubt dem, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben. Ich habe den Schlüssel zur Auferstehung, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken." Das stellt mich zufrieden. Amen. "Ich bin es." Amen.

126    Mose wurde von seinen eigenen Brüdern abgelehnt; Jesus wurde von Seinen eigenen Brüdern abgelehnt; Joseph wurde von seinen eigenen Brüdern abgelehnt. Seht, wie darin das Leben Jesu, der Geist Gottes völlig zum Ausdruck kommt. In Ihm kam es zur Vollkommenheit. ER war in Mose, gewiß war Er es; Er wurde von Seinen Brüdern abgelehnt und nahm eine Frau aus den Heiden zum Weibe. Halleluja.
   Dann wieder sehen wir zwei Söhne. Darauf werde ich am Ende der Lektion noch zurückkommen, vielleicht am Samstag oder Sonntag. Diese beiden Söhne, Ephraim und Manasse.

128    Er war so abgelehnt, wie auch Jesus von Seinen Brüdern abgelehnt wurde; dann sandte Er den Heiligen Geist, welcher von Seinen Brüdern abgelehnt wurde, so daß Er hinging und sich eine Braut aus den Heiden nahm.

129    Nun zum 2. Kapitel. Mose Berufung geschah am brennenden Busch. Ich wünschte, wir hätten Zeit, darauf näher einzugehen, aber wir haben sie nicht. Wir werden versuchen, nur wenige Momente darauf zu verwenden. Hebt doch bitte eure Hand, wenn ihr müde werdet, dann schließe ich; ganz bestimmt schließe ich dann.

130    Geschwister, dies ist für uns wie Vollkornbrot mit Bohnen, es ist so nahrhaft, daß ihr morgen ein gutes Tagewerk für den Herrn vollbringen könnt. Ihr könnt hinaus gehen und dem Teufel begegnen, indem ihr sagt: "Ich weiß, wo ich stehe. Nicht weil mir ein Schauer den Rücken hinunterlief, sondern weil es 'So spricht der Herr' ist. Hebe dich hinweg, Satan, hier ist mein Stand."

131    Wir sind jetzt Söhne Gottes. Wann? Jetzt! Erst morgen Abend? Nein, jetzt schon! Jetzt sind wir Söhne Gottes. Jetzt sitzen wir zusammen an himmlischen Örtern. Jetzt ist der Heilige Geist hier. Wann? Jetzt! Jetzt haben wir ewiges Leben. "Wirst du das ewige Leben haben, wenn du stirbst, Br. Branham?" Ich habe es jetzt schon! Ich besitze es jetzt schon. Wieso? Jesus Christus sagte es, es ist, 'So spricht der Herr.'
   Deshalb können wir sagen: "Hebe dich hinweg, Tod; hebe dich hinweg, Satan, du hast kein Anrecht mehr an mir."

133    Als sie den Hackklotz aufstellten, sagten sie zu Paulus: "Weißt du, was das ist? Wir werden dir den Kopf abschlagen."
   "Werdet ihr das? Ich habe einen guten Kampf gekämpft, habe den Lauf vollendet und Glauben gehalten."
   Der Tod sagte: "Was wirst du sagen, wenn du jetzt stirbst? Du kleiner Jude mit deiner Hakennase, ich weiß, daß du geschlagen und mißhandelt worden bist, daß man dir alles mögliche angetan hat, aber jetzt habe ich dich." Er schaute auf, und der Tod sagte: "Ich werde dich zum Schaudern und Zittern bringen."
   Da antwortete er: "Tod, wo ist dein Stachel?"
   Ein römischer Soldat hatte dort Erde ausgehoben, um ihn zu begraben, und das Grab und die Erde sagte: "Wir werden dich festhalten."
   Aber er antwortete: "Tod, wo ist dein Stachel; Grab, wo ist dein Sieg? Dank sei Gott!"
   Das Grab sagte: "Ich werde dich festhalten. Hier wirst du vermodern, die Würmer werden dich auffressen, deine Gebeine werden wieder zu Staub werden."
   Aber Paulus sagte: "Schaue doch auf die leere Gruft dort in der Ferne, ich bin in Ihm! Halleluja! Ich werde auferstehen an jenem glorreichen Morgen und werde eine Krone empfangen, die der Herr, der gerechte Richter, mir geben wird. Nicht nur mir, sondern jedem, der Sein Erscheinen lieb hat" - auch denen, die zur Branham-Kapelle gehören. Amen.
   Der Teufel ist nichts als eine Vogelscheuche, er will euch nur erschrecken. Er hat überhaupt keine Rechtsgrundlage. Jedes Recht und die Herrschaft wurde ihm genommen. Er verlor alles, als Jesus auf Golgatha starb. Nun ist Er im Begriff, wiederzukommen.

141    Mose war geflohen und befand sich auf der anderen Seite der Wüste, wo er die Schafe Jethros hütete. Vierzig Jahre lang war er schon da. Er hatte bereits Kinder. Er hatte eine schnell aufbrausende Frau und war selbst auch temperamentvoll, ich kann mir also vorstellen, daß es manchmal bei ihnen hoch herging, während sie dort am Rande der Wüste lebten, meint ihr nicht auch? Gott weiß, wie Er euch gefügig machen kann, jawohl.

142    Ich kann ihn vor mir sehen, wie er eines Tages so dahin wandert mit seinem krummen Stab, achtzig Jahre alt, der weiße Bart hängt ihm herunter. Er schaute zur Seite und dachte: "Das ist aber ein seltsamer Anblick..." Er sah noch einmal hin und meinte: "Warum verbrennt der Busch nicht? Ich glaube, ich sehe mir das einmal näher an."
   Wißt ihr, manchmal hören wir irgendwo viel Krach und gehen nur hin, um zu sehen, was da los ist, und werden gerettet. Wißt ihr, es gibt ein, großes Feuer, und zwar wenn der Heilige Geist es anzündet. Dann drehen sich die Leute um und fragen: "Was ist denn los?"

144    Mose trat also näher heran, indem er dachte: "Ich frage mich, warum der Busch nicht verbrennt. Er brennt jetzt schon eine halbe Stunde lang und ist immer noch nicht verbrannt." Er ging weiter und dachte: "Ich gehe mal hin und sehe nach, was da los ist."
   Da sprach eine Stimme aus dem Busch zu ihm, die sagte: "Ziehe deine Schuhe aus, denn der Boden, auf dem du stehst, ist heiliger Boden." Beachtet, Mose sagte sich nicht einfach: "Ich nehme nur meinen Hut ab." Es hatte geheißen "Schuhe", also bückte er sich und zog seine Schuhe aus. Dann fragte er: "Wer bist du, Herr?"
   Dies steht in 2. Mose, dem 3. Kapitel von Vers 1 bis Vers 12.
   Die Antwort lautete: "Mose, Ich habe das Wehklagen Meines Volkes gehört und gedenke Meiner Verheißung." Halleluja! "Ich gedenke Meiner Verheißung an Abraham, Ich habe ihr Schreien und Wehklagen gehört. Deshalb will ich sie jetzt befreien." Amen. ER kam herab, um Sein Wort einzulösen.

147    Es macht nichts aus, daß Grabsteine auf den Gräbern sind, eines Tages wird es heißen: "Ich gedenke Meiner Verheißung, ich komme herab, um sie zu befreien." Ich sorge mich nicht, auch wenn es noch lange dauert, das macht mir nichts aus. Ich weiß, wer das Schiff steuert, ihr nicht auch? Bleibt nur ruhig.
   "Ich bin gekommen, sie zu befreien."
   "Was wirst du tun?"
   "Mose, Ich werde dich senden."
   "O Herr, mich senden? Ich kann das nicht tun, Herr."
   "Oh doch. Ich habe dich zu dem Zweck in diese Welt gesetzt."
   "Nun, ich bin achtzig Jahre alt und mein Rücken ist schon ein wenig steif, vielleicht habe ich auch Arthritis. Ich bin auch kein redegewandter Mann, ich kann nicht gut sprechen."
   "Wer hat hat den Mund des Menschen gemacht?"

148    Dann sagte er: "Herr, wenn Du mich Deine Herrlichkeit sehen läßt, werde ich gehen." Amen! (Beunruhigt euch nicht darüber, Amen heißt: 'So sei es'.) "Laß mich Deine Herrlichkeit sehen, dann werde ich gehen." Ich würde gern ein wenig von der übernatürlichen Herrlichkeitswolke sehen, ihr nicht auch? Ganz bestimmt. "Zeige mir Deine Herrlichkeit, was ist Deine Herrlichkeit, Herr?"
   "Mose, was hast du in deiner Hand?"
   "Es ist ein Stab, Herr, ein alter, krummer Stab."
   "Wirf ihn zu Boden." Er warf ihn zu Boden, und er wurde zur Schlange, so daß er zurücksprang. Dann sagte der Herr: "Hebe sie am Schwanze auf." Er tat es, und sie wurde wieder zum Stab. Dann sagte Er: "Mose, stecke deine Hand in deinen Busen." Er gehorchte und legte die Hand auf sein Herz. Als er sie wieder herauszog, war sie von Aussatz bedeckt. Seht ihr, die Bedeutung dessen ist, daß der Sinn des Menschen, sein Herz und seine Gedanken von Aussatz bedeckt sind, bedeckt mit dem Aussatz der Sünde. Was mußte getan werden? Er tat seine Hand zurück in den Busen, und als er sie wieder herauszog, war sie rein, rein wie die Hand eines Babys, genau wie die andere.
   Er hatte Gottes Herrlichkeit gesehen. Was ist demnach Gottes Herrlichkeit? Zeichen, Wunder, göttliche Heilung! "Zeige mir Deine Herrlichkeit, Herr."

151    Als Er bereit war, Sein Volk zu befreien, sandte Er Mose mit der Kraft des Heiligen Geistes; Wunder, Zeichen und göttliche Heilung wurden offenbar. Als er seine Hand ansah, sagte er: "Oh!" Beachtet, es war der Stab des Gerichtes. Das war die Zuchtrute, und wir werden morgen Abend sehen, wie diese Zuchtrute über Ägypten geschwungen wurde. Es war nicht Moses, sondern Gottes Zuchtrute. Die Hand, die Gottes Zuchtrute hält, sie muß gereinigt sein, gereinigt von allem Aussatz. Er nahm seinen Stab, und der Herr sagte: "Ziehe hin nach Ägypten, dein Bruder ist auf dem Weg hierher; er wird ein Prophet sein, und du sollst ihm wie Gott sein."

152    Da ging Mose hin und sagte: "Jethro, ich muß dich heute verlassen." Er nahm einen Maulesel, zäumte ihn auf und setzte seine Frau mit den beiden Kindern, eins auf jeder Hüfte, darauf, und los ging es. Könnt ihr euch das vorstellen? Ein alter Mann von achtzig Jahren, mit grauem Haar und langem Bart und einem krummen Stab, macht sich auf den Weg nach Ägypten mit einem Esel, auf dem seine Frau mit ihren beiden Kindern sitzt, um dort eine Führungsrolle zu übernehmen! Könnt ihr euch solch einen Anblick vorstellen?
   Einige von ihnen fragten ihn: "Warum ziehst du dort hin, Mose?"

153    Aber für ihn war es eine erhebende Zeit. "Ich ziehe hin. Komm, Zippora." Zippora war seine Frau, wie ihr wißt. Er zog den alten Esel hinter sich her und sagte: "Komm, wir gehen hinunter nach Ägypten, um dort die Führung zu übernehmen." Ägypten war damals wie Rußland heute. Sie hatten die größte Armee der damaligen Welt, ihre Einheiten waren am besten ausgerüstet. Sie hätten die ganze Welt unterwerfen können. Und Mose war auf dem Wege dahin, um die Führung zu übernehmen. Ein alter Mann war mit einem Stab in der Hand und einem Esel unterwegs, der seine Frau mit je einem Kind auf ihrer Hüfte trug, um dort das Sagen zu übernehmen. Warum? Gott hatte eine Verheißung gegeben. Preis sei Gott!

154    So war es auch in Kades-Barnea. Gott hatte ihnen etwas verheißen, und Josua sagte: "Wir können es tun, denn Gott hat es gesagt."
   Da sind sie auf ihrem Wege nach Ägypten. Beachtet jetzt, wie nachlässig ein Mann werden kann. Zum Schluß trat Gott ihm entgegen und hätte ihn erschlagen, wenn nicht Zippora einen scharfen Stein genommen und ihre beiden Söhne beschnitten hätte. Sie warf Mose die Vorhaut zu Füßen und sagte: "Ein Blutbräutigam bist du mir." Das hat Mose das Leben gerettet. Was war mit Mose geschehen? Er war so mit den Dingen des alltäglichen Lebens beschäftigt gewesen, daß er das Siegel der Beschneidung vergaß.

156    So ist es auch mit uns heute. An der Stelle haben die Heiligkeitsgemeinden versagt. Wir haben soviel Zeit, Der Herr hat uns viel Geld gegeben und wir bauen große Kirchen mit hohen Türmen, gepolsterten Sitzen und großen Orgeln, und über all dem vergessen wir das Siegel Gottes, welches die Taufe des Heiligen Geistes ist.
   Das ist wahr! O Gott, sende uns eine Zippora. Das stimmt! Beschneidung! Alles, was männlichen Geschlechts unter dem Volke Gottes in Ägypten war und nicht beschnitten wurde, verlor seinen Anspruch, denn die Beschneidung war das Siegel der Verheißung. Die Beschneidung des Alten Testaments ist die Taufe des Heiligen Geistes im Neuen Testament. Jeder, der nicht die Taufe des Heiligen Geistes hat, hat keinen Anspruch. Oh Gott, sei uns gnädig.

157    Ich weiß, daß es ermüdend für euch ist, doch für mich ist es eine wirkliche Freude. Aber vielleicht muß ich doch aufhören. Morgen Abend werden wir dann mit dem 45. Vers im 4. Kapitel beginnen.
   Hier im letzten Abschnitt des dritten Verses teilt Jehova Seinen Namen mit: "ICH BIN DER ICH BIN."
   Mose fragte: "Was soll ich ihnen denn sagen, wer mich gesandt hat?"
   "Der ICH BIN."
   Er sagte: "Das Volk wird mir nicht glauben."
   "Sage ihnen, der ICH BIN habe dich gesandt," nicht der 'Ich war' oder der 'Ich werde sein', sondern 'ICH BIN' - Gegenwartsform.

159    Eines Tages standen die Juden beisammen und jauchzten und sprachen darüber, daß ihre Väter Manna in der Wüste gegessen hatten. Jesus stand mitten unter dem Volke während des Festes und weinte. ER hörte sie sagen: "Unsere Väter haben Manna in der Wüste gegessen."
   Da sagte Er zu ihnen: "Und sie sind alle gestorben. Ich aber bin das Brot des Lebens, welches von Gott aus dem Himmel herabgekommen ist, mit anderen Worten der Baum des Lebens aus dem Garten Eden, wenn ihr so wollt. Ich bin das Brot des Lebens aus dem Himmel herabgekommen. Wer von diesem Brote ißt, wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken."

161    Sie aber sagten: "Dieser Mann lästert Gott. Wie will er uns seinen Leib zu essen geben? Wir wissen, Mose ist unser Prophet, wir glauben Mose. Unsere Väter wurden vierzig Jahre lang in der Wüste durch das Manna ernährt."
   ER antwortete: "Das weiß ich. Aber trotzdem ist jeder einzige von ihnen gestorben. Ich aber bin das Brot des Lebens."
   "Willst du uns wirklich so etwas erzählen?"
   ER war der Felsen in der Wüste; Er war das Manna in der Wüste; Er war das Schaubrot im Tempel; Er war in dem Wasser des Jordans; Er war das Alpha und Omega, der Anfang und das Ende; Er war der, der da ist und der da war und der da sein wird; Er war schon da, ehe es eine Welt gab. Er wird da sein, wenn sie einmal vergeht; Er ist der Sproß und die Wurzel Davids, der helle Morgenstern, die Lilie im Tale, die Rose Sarons. Halleluja! ER ist beides, die Wurzel und der Sproß Davids; Er war vor David, in David, nach David. Ehre sei Gott!
   Ich glaube an die Gottheit Jesu Christi. ER war mehr als ein Prophet; Er war mehr als nur ein guter Mann. ER war Gott in der Fleischeshülle; Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber. Das war Er. Wir werden in einigen Abenden noch darauf kommen, wer Er war. Aus dem Grunde könnt ihr auch keinen Glauben haben, weil ihr nicht wißt, wer Er ist.

164    Sie sagten zu Ihm: "Du sagst, du hast Abraham gesehen und bist noch keine fünfzig Jahre alt." Dabei war Er erst dreißig Jahre alt. Aber Er war so erschöpft, Sein Dienst hatte Ihn so mitgenommen, daß sie zu Ihm sagten: "Du bist noch nicht fünfzig und sagst, du habest Abraham gesehen, der schon seit acht- oder neunhundert Jahren tot ist."
   Höret! Da sagte Er: "Ehe Abraham war, BIN ICH." Halleluja! "Ich bin Jehova!" ER ist Jehova-Manasse, Er ist Jehova-Rapha. Oh, all die Erlösernamen Jehovas waren Sein, und in Ihm wohnte die Fülle der Gottheit leibhaftig. Das ist Er.

166    "Ich bin gekommen, sie zu befreien. Ich tue Meinen Namen kund. Sage ihnen, daß durch alle Generationen hindurch dessen gedacht werden wird, daß ich der 'ICH BIN' bin"- nicht der 'Ich war' oder der 'Ich werde sein', sondern der 'ICH BIN'.
   Derselbe Gott, der dort war, ist hier heute Abend.
   "Ich werde vor euch hergehen, ich werde Meinen Engel senden, der wird in der Feuersäule sein. Ich werde ihn euch jetzt senden, und er wird euch leiten." Eine Feuersäule! So groß; wie eine Säule. "Eine Feuersäule wird vor euch hergehen und euch leiten. Der 'ICH BIN' wird in dieser Feuersäule sein."

168    Nun zu euch, die ihr zur Branham-Kapelle gehört, und euch, die ihr mit uns verbunden seid und diese Wahrheiten kennt, wußtet ihr, daß dieselbe Feuersäule mit uns ist heute Abend? Ihr erinnert euch daran, daß man dort eine Aufnahme davon machte, die um die ganze Welt gegangen ist, von derselben Feuersäule die Mose folgte aus dem brennenden Busch. Was ist es? Wenn ich hier mit Worten nicht sparsam umgegangen bin, so weiß ich doch gewiß, wo ich stehe. Mein Kopf sitzt richtig, wie ich glaube, durch den Heiligen Geist. Laßt mich euch sagen, jeder Bibellehrer weiß, daß der Engel, der die Kinder Israel durch die Wüste begleitete, der Engel des Bundes war, und der Engel des Bundes war Jesus Christus. Mose erachtete die Schmach Christi für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens. Stimmt das? Gewiß, Er war der Engel des Bundes. Was ist nun mit uns? Sie mögen sagen, wir haben den Verstand verloren, oder uns heilige Roller oder was immer auch nennen; vielleicht sagen sie das. Aber Gott hat sich selbst bestätigt, indem dieselbe Feuersäule, die die Kinder Israel leitete, auch uns heute leitet. Halleluja, Preis sei Gott! Derselbe, der damals mit Jesus war, als Er mit den Pharisäern sprach und der Frau am Brunnen ihre geheimen Sünden sagte, der ist auch heute in unserer Mitte wirksam. "Der da ist und der da war und der da kommt." Halleluja! Ich halte danach Ausschau, Ihn zu sehen, ihr auch? Alles Raten ist vorbei.

169    Habe ich das wundersame Kreuz vor Augen, an dem der Herr der Herrlichkeit starb, erachte ich all meinen Ruhm als nichtig; oh erbärmlicher Sünderfreund, wie kannst du von ferne stehen. Wie wunderbar, jene große Gemeinde dort in ihren Vorschattierungen zu sehen und wie die Feuersäule sie leitete, und dann die heutige Zeit anzuschauen. Wie viele von euch haben das Bild, laßt mich eure Hand sehen. Ich werde morgen noch welche mitbringen, um sie euch zu zeigen. Das ist die Bestätigung.

171    30.000 Menschen, auch Kritiker befanden sich dort. Ich sagte: "Ich stelle nicht den Anspruch, ein Heiler zu sein. Ihr wißt, daß ich das nicht tue. Ich lege nur Zeugnis von der Wahrheit ab. Als ich dort in Kentucky in der kleinen Hütte geboren wurde, kam der Engel des Herrn durch das Fenster und stand dort als die Feuersäule. Gott hat das bestätigt. Wenn ich euch die Wahrheit sage, wird Gott die Wahrheit bestätigen. Wenn ich ein Lügner bin, wird Gott nichts mit mir zu tun haben." Zu der Zeit war ein Geräusch zu hören, "whoosh", und da war sie. Es waren auch Leute von der Vereinigung amerikanischer Photographen und von den Magazinen 'Look', 'Life', 'Times' und 'Collier' da und noch andere. Jemand vom Verband amerikanischer Photographen schoß die Aufnahme. Man sagte: "Wir glauben, es ist nur Psychologie. Wir haben es schon vorher gesehen, und wir glauben..." Sie nahmen die Aufnahme mit nach Hause; das erschienene Licht hatte die Linse getroffen. Sie nahmen die Bilder zu George G. Lacy und unterzogen sie jeder nur möglichen Prüfung. Jetzt hängen sie in Washington, D. C. in der Ausstellungshalle. Was ist es? Jesus Christus in einer Gruppe, die sie heilige Roller nennen. Möge Gott eure Herzen segnen.

172    Jedes berühmte Bild, das je gemalt wurde, mußte erst kritisch begutachtet werden. Auch das Bild 'Das letzte Abendmahl' wurde von Kritikern begutachtet. Der Künstler hat vielleicht ein Leben lang darauf verwandt, aber jetzt hängt es in der berühmten Ausstellungshalle. Zunächst aber muß es immer erst zur kritischen Begutachtung der Sachverständigen.
   Ja, Geschwister, als wir vor einigen Jahren mit dem begannen, was sie eine Gruppe von heiligen Rollern nennen, mußten wir uns in alten Hütten, jemandes Wohnung oder auf irgendeinem kleinen Vorplatz vor einem Geschäft versammeln. Draußen standen dann die Ungläubigen, kauten Kaugummi, lachten und spotteten und nannten uns heilige Roller. Man mußte im Gefängnis und sonstwo übernachten, sie wurden geschlagen und verhöhnt.

174    Ein alter Prediger saß vor einiger Zeit in meinem Hause. Ihn hatte man aus einer Stadt hinausgeworfen, ihn und seine Frau und die kleinen Kinder. Sie schliefen auf Decken, und wenn diese naß waren, hängten sie sie in die Bäume zum Trocknen. Sie gingen immer an den Bahngleisen entlang und sammelten dabei einige Ähren, deren Körner sie mit einem alten Stock zerstampften. Auf diese Weise lebten sie zwölf oder vierzehn Tage lang von zerstoßenem Korn.
   Mein Manager, Br. Bosworth, der jetzt dort in Südafrika ist und darum betet, daß ich auch hinkomme - möge Gott ihn segnen -, er wurde in Texas zusammengeschlagen und sie drohten ihm, sie würden ihm die Kehle durchschneiden; mit gebrochenem Handgelenk versuchte er seinen Koffer zu packen; und das alles, weil er die Taufe des Heiligen Geistes gepredigt hatte.
   "Sie gingen umher in Schaffellen und Ziegenhäuten, unter Entbehrungen lebten sie in Einöden und Wüstenplätzen, sie, deren die Welt nicht wert war."

177    Die großen Gemeinden spotteten und zeigten mit dem Finger. Sie sagten, sie seien heilige Roller. Als ich den Grundstein für diese Kapelle legte, sagten sie, daß bald eine Garage daraus gemacht werden würde. Das war vor zwanzig Jahren, und doch wohnt der Heilige Geist noch hier. Halleluja. Könige und Machthaber haben nach dem verlangt, was man Fanatismus nannte! Große Männer sind geheilt worden, die Kraft Gottes ist um die ganze Welt gegangen, jetzt haben wir millionenfache Verstärkung. Wir sind durch die Kritik gegangen, sie haben gesagt, wir würden durchfallen. Sie sagten hier zu mir: "Oh Billy, du hast den Verstand verloren, das ist alles." Sogar meine eigene Schwiegermutter sagte: "Der Junge ist verrückt geworden." Sollte ich es sein, so geht es mir dennoch wunderbar.

178    Laß mich dir etwas sagen, Bruder. Höret dies an, ich sage es mit Ehrfurcht: die ganze Hölle kann dies nicht aufhalten. Es ist von Jesus so bestimmt, deshalb wird es so sein. "Denn auf diesen Felsen werde ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Welche Art von Gemeinde ist es? "Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart, es ist eine geistliche Offenbarung des Wortes Gottes durch den Heiligen Geist. Auf diesem Felsen werde ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Sie wird fortbestehen.

179    Auch wenn sie verspottet wird und verfolgt, zurückgestoßen und dergleichen, an einem glorreichen Morgen wird der große Meister, der in der Herrlichkeit ist und Seine Knechte verordnet... "Nicht durch Heere und nicht durch Macht, sondern durch Meinen Geist", spricht der Herr." Nicht durch Theologie, nicht durch korrekte Grammatik oder irgend etwas anderes, sondern durch den einfachen, heiligen, unvermischten Glauben an den Sohn Gottes und das, was Er in Seinem Worte sagt.
   ER zeichnet ein Bild. Was ist es? Eine mit dem Heiligen Geist erfüllte Gemeinde, die ER vor Grundlegung der Welt dazu vorherbestimmte, einmal dort in der Herrlichkeit zu erscheinen. Eines Tages wird Er vom Himmel hernieder fahren und wie ein großer Magnet diese kleine, verfolgte Gemeinde hinaufnehmen, um sie in Seine große Galerie zu tun; dann wird sie jauchzend durch den Himmel ziehen mit dem Ruf: "Diese Fleischeshülle lasse ich fallen und schwinge mich auf zu dem ewigen Kleinod." Während sie durch die Luft hinaufgehen, rufen sie: "Lebewohl, Lebewohl!" Oh süße Stunde des Gebetes! Amen!

180    Himmlischer Vater, wir möchten Dir heute Abend danken. Ich weiß nicht, was los ist, aber irgendwie konnte ich heute nicht zum Thema kommen. Der Heilige Geist wirkte unter uns und tat sich kund. Oh, wir danken Dir, danken Dir aus der Tiefe unserer Herzen für Deine Liebe und Deine Kraft. Wir danken Dir für diese demütigen Menschen, die sich in dieser dunklen Stunde hier zusammengefunden haben. In dieser Zeit sind die Menschen selbstzufrieden, stolz und hochmütig, lieben das Vergnügen mehr als die Dinge Gottes; der Geist spricht ausdrücklich, daß es in den letzten Tagen so sein wird. In 2. Tim. 3 sagt uns Dein Wort, daß sie hochmütig und rechthaberisch sein werden, "stolz und zügellos, grausam, allem Guten feind; sie haben wohl noch die Form der Gottseligkeit, verleugnen aber deren innere Kraft; von solchen wendet euch ab."

181    Oh Gott, damals sagtest du, daß du eine kleine Gemeinde haben würdest, und sprachst: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es ist des Vaters Wille, dir das Reich zu geben!"
   Ich danke Dir, Herr, daß Du meine Augen geöffnet hast, mir, der ich ein armer blinder, elender Sünder war, zur Welt gekommen in einer sündigen Familie und aufgewachsen zwischen Whiskyflaschen. Oh Gott, aber wie hast Du mich behütet und mir geholfen, mich gesegnet und zufriedengestellt! Wie kann ich Dir je zum Ausdruck bringen, was ich empfinde? Oh Gott, laß dieses nur den Anfang sein, daß ich wieder an die Enden der Erde gehen und die Botschaft des Heils und der Befreiung verkündigen kann.

183    Oh Gott, erschüttere diese kleine Gemeinde so wie nie zuvor. Möge der Heilige Geist von jedem einzelnen hier Besitz ergreifen und sie dazu veranlassen, zu fasten und zu beten, auf ihrem Angesicht zu liegen Tag und Nacht und zu Dir zu schreien, bis eine altertümliche Erweckung ausbricht und von hier aus um sich greift, so daß eine altertümliche Zeit anbricht, in der Menschen für Gott gewonnen werden. Gewähre dies, Vater, denn wir bitten es in Jesu Namen. Amen. Laßt uns aufstehen.

Oh, ich möchte schauen, den, der für mich starb,
allzeit jubelnd preisen Seine Rettertat;
möcht auf gold'nen Straßen singen hell und klar,
nach dem Streit Herrlichkeit, Freude immerdar.


184    Halleluja! Während ich so umher sah, erinnerte ich mich eines alten Bruders, der immer dort saß; weinend und seine Augen wischend umarmte er mich immer. Eines herrlichen Tages werde ich von hier gehen und ihn wiedersehen. Ich erinnere mich auch noch an verschiedene andere, die sonst unter uns waren, z.B. Schw. Webber und Schw. Snelling, die früher im Chor sang, und unser rothaariger Br. George; wo sind sie jetzt? Sie wurden hinweggenommen in Abrahams Schoß, sind versiegelt im Reiche Gottes. Ich habe sie beobachtet, als sie verschieden. Ich habe auch Bruder George beobachtet; erblickte immer zur Tür, sie sagten: "Er hält Ausschau nach dir, Br. Branham." Aber er hielt nicht nach mir Ausschau. Wir sahen, wie er seinen Kopf nach Osten drehte und sagte: "Oh Jesus, ich wußte, daß Du kommen würdest, um mich zu holen." Er streckte seine Arme aus und verschied, ging hin, um Gott zu begegnen. Halleluja! Laßt uns nach Hause gehen. Liebt ihr ihn?

185    Ist vielleicht jemand hier, der sagen möchte: "Ich möchte Ihn kennenlernen in der Fülle der Kraft Seiner Auferstehung." Hebt doch eure Hand. Gott segne dich, Schwester. Gott segne euch. Wißt ihr, warum ich mit dem Altarruf warte? Ich habe einen Grund dafür.
   Hebt nur eure Hand: "Ich möchte Ihn in der Kraft Seiner Auferstehung erkennen."

186    Diese Auferstehungskraft ist nicht etwas, um das man sich bemühen muß und viele Anläufe nehmen. Macht euch von allem frei, so daß Gott euch ergreifen kann und dahin bringen, daß es eine Freude ist, für Ihn zu leben. Alles andere ist dann tot, kein Verlangen nach etwas anderem ist mehr da, und es gibt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind. All diese Dinge der Welt, ihr müßt nicht von ihnen ablassen, gewiß nicht; es gibt nichts, von dem ihr ablassen müßt, denn die Dinge werden von euch ablassen. Es ist einfach nichts mehr da, denn es verläßt euch. Wer den Herrn liebt, sage Amen! [Die Gemeinde sagt: "Amen".] Sagt es ganz laut. [Br. Branham und die Gemeinde rufen ganz laut: "Amen".] In Ordnung.
   Reicht nun einander die Hände und wünscht euch Gottes Segen, während wir singen:

Nimm den Namen Jesu mit dir,
müdes, sorgenvolles Herz;
Er wird Trost und Freude geben,
heilen dich von allem Schmerz.

O wie süß es erklingt,
wenn ein Herz von Jesus singt;
O wie süß es erklingt,
wenn ein Herz von Jesus singt;

   Ist Sein Name nicht lieblich? In Ihm werden alle Dinge im Himmel und auf der Erde zusammen gefaßt - in Jesus.

189    Laßt uns unsere Häupter beugen. Großer Lehrer, der Du damals auf dem Berge gepredigt hast und uns sagtest: "In dieser Weise sollt ihr beten: [Br. Branham und die Gemeinde beten zusammen das Vaterunser.]

"Unser Vater, der du bist im Himmel: Geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde! Unser auskömmliches Brot gib uns heute! Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir sie unsern Schuldnern vergeben haben! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen! Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."

   Der Herr sei mit euch. Auf Wiedersehen.

Nimm den Namen Jesu mit dir,...