"ISRAEL UND DIE GEMEINDE, TEIL 4"

 

gepr. am 28.03.1953 in Jeffersonville, Indiana

von 

 

Br. William Marrion Branham

 

[Teil 1: Hier! ; Teil 2 : Hier! ;

Teil 3 : Hier!]

 

 

 

"In dem 4. Buch Moses, dem wir uns gestern Abend zuwandten, sahen wir vier Abschnitte; wir nehmen diese Woche die drei Abschnitte der Reise, der Wanderschaft Israels durch, indem wir, da wir an Schattenbilder glauben, die Alte Gemeinde mit der Neuen vergleichen - sie im Natürlichen, wir im Geistlichen. Der Herr ist uns begegnet. Wir sind zurückgegangen zu Abraham, Isaak, Jakob und Joseph und haben uns mit ihrer Knechtschaft in Ägypten befaßt. Gestern Abend hat der Herr uns gesegnet. Wir haben den Auszug betrachtet und sind ihnen bis zum Roten Meer und weiter zu dem geschlagenen Felsen gefolgt, wo sie dort vor Gott standen.

4    Heute Abend, so der Herr will, werden wir sie in ihr Heimatland begleiten. Oh kommt, wir werden morgen den Jordan überqueren, so der Herr will. Josua sagte zu ihnen: "Versammelt euch nun, wir werden jetzt hinübergehen."

6    Wir wissen, daß jeder von uns, jeder Prediger, Gott auf dem Herzen trägt, doch wenn er die Schrift betrachtet, kommt doch ein wenig Furcht auf: "Gehe ich nur von mir selbst aus da heran, oder ist es der Heilige Geist, der mich führt?" Denkt daran, der Same, der gesät wird, wird ohne Zweifel irgendwo Fuß fassen, und wir möchten, daß es der wahre, unvermischte Same Gottes ist, der in die Herzen der Menschen gesät wird, denn eines Tages werde ich vor Gericht erscheinen müssen, um Rechenschaft abzulegen über das, was ich in diesem Leben gesagt und getan habe, genau wie ihr auch. Sollte ich euch irreführen, würde ich dort zu den Irreführern gezählt werden. Und das möchte ich ganz gewiß nicht tun, nicht mit Absicht.

8    Noch ein paar Worte ehe wir beten, ehe wir für das Wort bitten. Ihr wißt, die Bibel sagt, als Johannes es in dem Buch der Offenbarung sah, sagte er, daß er ein Buch sah, und es war auf der Rückseite versiegelt, auf der Vorder- und auf der Rückseite, und niemand im Himmel und niemand auf Erden oder unter der Erde war würdig, das Buch zu nehmen oder es auch nur anzuschauen. Und dann kam ein Lamm, das vor Grundlegung der Welt geschlachtet war, und nahm es aus der Hand dessen, der auf dem Thron saß. Da riefen die Ältesten; "Du bist würdig!" Möge nun dieses Lamm heute Abend kommen und das Wort öffnen. Wir können die Seiten umwenden, doch es bedarf des Lammes Gottes, das Wort zu öffnen.

9    Laßt uns unsere Häupter beugen. Bruder Junior, leite uns in einem Wort des Gebetes, wenn du möchtest, und bitte, daß Gott uns Sein Wort öffnet.
   [Br. Junior betet.]
   In Ordnung. Der Herr segne uns jetzt.

10    Wir wenden uns heute Abend zunächst dem 4. Buch Moses, dem 13. Kapitel zu. Wir beginnen dort und werden dann weitergehen. Ich werde versuchen, es nicht wieder zu machen, wie ich es bis jetzt getan habe, und euch lange hier halten, sondern euch nun so bald wie möglich gehen lassen. Sobald der Heilige Geist sagt, daß es genug ist, werden wir gehen.

11    Denkt daran, morgen früh ist um 9:30 Uhr Sonntagsschule. So gegen 10 Uhr werden wir Fragen beantworten. Bringt eure Fragen mit, bringt sie heute Abend her. Gebt sie nach dem Gottesdienst einem der Ältesten, so daß ich sie irgendwie vor der morgigen Fragestunde bekommen kann. Ich habe bereits eine ganze Anzahl. Morgen Abend kommen wir zum Überqueren des Jordans. Nun, wir hatten drei Abschnitte. Es sind drei Abschnitte der Reise: Israel in Ägypten; Israel in der Wüste; Israel in seinem Heimatland, Palästina, das ihnen von Gott Hunderte von Jahren vorher verheißen worden war.

13    Nun, wir sehen, indem wir mit der Gemeinde einen kurzen Rückblick halten, daß Gott dem Abraham verhieß, Er werde ihn retten; Er gab ihm eine bedingungslose Verheißung, einen bedingungslosen Bund: Ich werde ihn und seinen Samen erlösen - nicht all seinen Samen, sondern den verheißenen Samen, Isaak. Abraham hatte acht Söhne, wie ihr wißt, doch nur einer von ihnen war der Verheißene: Isaak. Aus diesem Grund sagte Paulus in Römer, Kapitel 9: "...und nicht alle sind schon deshalb, weil sie Abrahams Same sind, auch seine Kinder; sondern: 'In Isaak soll dir Nachkommenschaft genannt werden." (Vers 7) Durch Isaak repräsentierte Gott Christus. Wir erkennen, Christus war in Abraham, Christus war in Isaak, Christus war in Jakob, Christus war in Joseph, Christus war in Mose.

15    Christus ist im gesamten Alten Testament, im gesamten Neuen Testament. Wenn wir nur Zeit hätten! Letzte Woche vor sieben Jahren haben wir hier... Während der letzten paar Monate haben wir das 2. Buch Moses von einer Seite zur anderen durchgenommen, indem wir alles als Schattenbild verglichen. Das Wasser der Trennung; die rote Färse (eine junge Kuh vor dem ersten Kalben), es konnte keine braune sein, es mußte eine rote sein, ohne Fehl. Sie mußte verbrannt werden und dann in das Wasser der Absonderung getan werden, mit dem die Menschen besprengt wurden, nachdem sie gesündigt hatten und außerhalb des Lagers gegangen waren. Der Isop, das Zedernholz, wie alles zusammengesetzt wurde, das Holz in der Stiftshütte, der eherne Altar, das Waschbecken, das Schaubrot, alles wies hin auf Christus. Und in Ihm sind wir vollendet, in Christus.

16    Wie wunderbar ist unsere Lektion heute Abend, wie Gott Israel als ein Sinnbild hervorbrachte, vorschattierend was sein würde.
   Nun, wir sehen, daß Gott dem Abraham verheißen hatte, daß sein Same vierhundert Jahre lang in einem fremden Land weilen würde, dann aber nach vierhundert Jahren unter der mächtigen Hand herauskommen würde. Gottes Verheißungen erfüllen sich immer. Gott handelt immer gemäß Seinem Wort. Die alten prophetischen Räder Gottes drehen sich langsam, aber sicher, und kommen genau zu dem Punkt.

18    Aus dem Grunde glaube ich heute Abend, während wir diesen Auszug der Gemeinde betrachten, daß wir uns wieder in einem Auszug befinden. Ich glaube, Mose, ein vollkommener Typ auf die Gemeindeorganisationen, die an Gott vorbeigingen, und Josua wurde der neue Leiter - dies repräsentiert die Gemeinde in ihrem Versagen Gott gegenüber, und Josua führte Israel hinüber in das verheißene Land. Es ist so vollkommen, wenn wir es betrachten, wie Gott in jenen Tagen wirkte. Alles ging gut, sie dachten, sie hätten sich für immer niedergelassen; doch als die Zeit der Verheißung näher rückte, kam ein Pharao an die Macht, der Joseph nicht kannte. Die Dinge begannen sich anders zu entwickeln, und es wurde Zeit für eine Befreiung. Die Menschen begannen zu seufzen und zu weinen, und dann kam Gott herab, um sie zu befreien. Wie vollkommen!

19    Und dann sandte Er einen Mann, ein Kind wurde geboren, ein besonderes Kind, das auf ungewöhnliche Weise aufgezogen wurde, aber Gott hatte Seine Hand auf ihn gelegt. Mose, wie er in dem Schilf versteckt wurde. Er wurde geboren zu einer Zeit der Verfolgung, genau wie Christus. Er wurde, ein vollkommenes Kind, in diese Welt geboren, um ein Befreier zu sein, genau wie Christus. Oh, sein Werk: er war ein Gesetzgeber, er ging auf den Berg und blieb dort vierzig Tage, dann kam er zurück mit dem Gesetz. Doch die ihm anhaftende Sünde war Wut, und er brach die Gebote. Er ging wieder zurück hinauf, zeigend daß diese Priesterschaft sterben muß, vergehen.

20    Auch Jesus ging für vierzig Tage in die Wüste, und als Er zurückkam, traf Satan Ihn in einem Moment der Schwäche, so wie er es auch mit Mose gemacht hatte. Jesus war zu dem Augenblick hungrig. Satan sagte: "Wenn du der Sohn Gottes bist, gebiete, daß diese Steine sich in Brot verwandeln."
   Jesus aber sagte: "Es steht geschrieben: 'Der Mensch lebt nicht vom Brot allein'." Da wußte er (Satan), daß er nicht Mose begegnet war. Er wußte, er hatte einen anderen als Mose getroffen, denn Jesus kannte das Wort.
   Und wenn es etwas gibt, das die Gemeinde heute kennen sollte, so ist es Gottes Wort, wie man es zusammensetzt und im Herzen anwendet.

23    Denn dieses ist ein Tag, Brüder, das werdet ihr mir bezeugen, ein Tag der Ismen (Systeme). Ich studiere das 1. Buch Moses jetzt schon seit zwei Jahren. Darin ist der Anfang, der Fortgang, das Saatkapitel. Und ihr seht, daß all die heutigen Kulte im 1. Buch Moses begannen. Sie nahmen ihren Anfang im 1. Buch Moses und kommen jetzt in diesen letzten Tagen zum Abschluß.
   Wir sehen, wie zum Beispiel diese formelle Religion in Kain begann, wie dies weiter fort ging und hervorkam durch die Söhne Noahs, Ham; und von Ham kam Nimrod. Nimrod baute den Turm zu Babel. Babel kommt wieder hervor zur Zeit Nebukadnezars und geht weiter bis in die Offenbarung hinein: Babylon. Dieser kleine Same begann weit zurück, dort auf der Ostseite der Tore von Eden, und nimmt seinen Fortgang bis zum Ende. Alle Arten von Kulten und dergleichen begannen dort und nehmen ihren Fortgang bis zum Ende.
   Nun, es geziemt uns, wachsam zu sein und vorsichtig, gegründet im Worte. Viele Dinge finden heute statt, die unbiblisch sind. Laßt uns die Schrift beachten und sicher sein, daß wir richtig sind. Das ist es, was wir diese Woche versucht haben zu lehren.

26    Das, was heute Abend am meisten gegen die Gemeinde spricht, ist, so finde ich, Furcht; jeder ist über irgend etwas zu Tode erschrocken. Was beängstigt euch so? Wenn ein Mensch wiedergeboren ist, sollte er froh sein, sorglos. So wie diese Brüder hier gesungen haben und der andere Bruder dort hinten Zeugnis abgelegt hat: einfach frei! Es gibt nichts, das euch schaden kann. Nichts Gegenwärtiges, nichts Zukünftiges, nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus ist. Gott hat es verheißen!

27    ER hat durch Erwählung gerufen. ER hat Seine Gemeinde in den rechten Stand gesetzt. Jesus sagte: "Niemand kommt zu Mir, es sei denn, der Vater ziehe ihn." Ihr kommt niemals zu Gott, weil ihr es wolltet; ihr kommt, weil Christus euch gerufen hat. Gott hat euch gerufen. "Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen. Ich werde ihm ewiges Leben geben." Nicht eine Woche währendes oder von einer Erweckung zur anderen, sondern ewig währendes, ewiges Leben, "und Ich werde ihn am letzten Tage auferwecken." Wenn das dem Satan nicht den Wind aus den Segeln nimmt, weiß ich nicht, was es tun wird.
   Ihr fragt: "Wie weißt du es?"
   Ich sage: "Jesus sagte es, SO SPRICHT DER HERR."
   Jesus sagte es, damit ist es erledigt. Wenn Er es sagte, glaube ich es. ER sagte in Johannes 5:24 - dies ist eins meiner Lieblingsthemen -: "Wer Mein Wort hört und an den glaubt, der Mich gesandt hat, hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen."
   Ihr sagt: "Das ist sehr einfach, Br. Branham."

29    Niemand, kein Mensch kann in seinem Herzen glauben, daß Jesus der Christus ist, und derselbe bleiben, der er vorher war. Das kann nicht sein, auf keinen Fall.
   Wie ich schon gestern Abend sagte: Trinken, Rauchen, Glücksspiele, all diese Dinge sind nicht Sünde. Es ist keine Sünde, um Geld zu spielen, oder vielmehr, Glücksspiel ist nicht Sünde, Rauchen ist nicht Sünde, Fluchen ist nicht Sünde, es ist ein Merkmal der Sünde! Weil du ein Sünder bist, deshalb tust du diese Dinge. Wenn du ein Christ (Gläubiger) wärst, würdest du sie nicht tun. ER sagte: "Wer die Welt liebt oder die Dinge der Welt, in dem ist die Liebe Gottes gar nicht vorhanden." Ihr seid also entweder... Es gibt eben keine Halbchristen.

31    Letztens habe ich jemanden gefragt: "Bist du ein Christ, Bruder?"
   Er sagte: "Ich bin ein ziemlich guter Christ."
   Ich antwortete: "Nein, das bist du nicht."
   Es gibt keinen ziemlich guten Christen. Wie viele von euch haben je einen nüchtern-betrunkenen Mann gesehen? Keiner. Wie viele haben je einen schwarzweißen Vogel gesehen? Keiner. Es ist entweder... Ihr habt auch noch keinen sündigen Heiligen gesehen. Entweder ihr seid wiedergeboren oder ihr seid nicht wiedergeboren. Ihr könnt nur auf einer Seite des Zaunes sein. Und wenn ihr wiedergeboren seid, habt ihr ewiges Leben, und es ist nichts in euch... All die alten Dinge sind hinweg, und es ist nur noch die Quelle da. Bitteres und süßes Wasser kann nicht aus derselben Quelle kommen. Seht ihr? Der Baum wird an der Frucht erkannt, die er trägt. "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."

33    Vor langer Zeit dachten die Methodisten: "Junge, wir haben Es, wir können jauchzen." Nach den Tagen Luthers dachten sie. weil sie jauchzten hätten sie Es. Ich glaube auch an Jauchzen, aber deshalb habe ich Es noch nicht: das ist das Merkmal, daß ich Es habe.
   Dann kamen die Pfingstler daher und sprachen in Zungen und sagten: "Oh, jetzt wissen wir, daß wir Es haben." Wirklich? Ihr habt euren Sinn jetzt wohl geändert. Das ist Es nicht, ihr werdet herausfinden, daß es nicht das ist.
   O Bruder! "Du sterbend Lamm, dein köstlich Blut hat stets dieselbe Kraft, bis es Erlöste rein und gut und endlich selig macht." Seht hier, was es ist: "Seit ich den Strom im Glauben sah, der fließt aus Wunden tief, verweilt mein Geist auf Golgatha und preist nur Jesu Lieb."

36    "Und wenn ich mit Menschen- und Engelzungen reden könnte, und hätte der Liebe nicht, wäre es mir nichts nütze. Und wenn ich alle meine Habe an die Armen austeilte, so wäre es mir nichts nütze. Hätte ich die Macht, Berge zu versetzen usw., es wäre mir nichts nütze. Die Gabe prophetischer Rede wird ein Ende nehmen, die Zungenreden werden aufhören, die Erkenntnis wird ein Ende haben." Doch wenn die vollkommene Liebe in eines Menschen Herz gekommen ist, werden alle Dämonen der Hölle ihm nichts anhaben können. Das stimmt.

37    Würde meine Frau mich nur respektieren, weil sie mich fürchtet, wäre ich voller Sorge, sie allein zu lassen. Aber sie liebt mich. Sie hat Vertrauen zu mir, weil sie weiß, ich liebe sie, und sie liebt mich. Wenn ich nun weggehe, brauche ich nicht zu sagen: "Nun, Frau Branham, ich werde dir Anordnungen hierlassen, die du befolgen sollst, eine Aufstellung von Anordnungen. Du sollst keinen anderen Mann anschauen, du sollst dies nicht tun, sonst werde ich..." Nein, das ist von selbst da. Ich liebe sie, und sie liebt mich, damit ist es erledigt, und ich gehe vorwärts.
   So steht es auch mit dem Leben für Christus, halleluja! Ihr liebt Ihn einfach mit eurem ganzen Herzen, eurer Seele und eurem Sinn und geht vorwärts, das ist alles. Es kann nichts Übles zum Vorschein kommen - das stimmt -, denn hier drinnen seid ihr tot. Ihr seid tot, und euer Leben ist verborgen in Gott durch Christus, darin versiegelt durch den Heiligen Geist. Wie soll der Teufel da an euch herankommen? Nein.
















39    Nehmt zum Beispiel einen Güterwagen; er wird am Bahnhof beladen. Ich weiß, daß viele von euch hier als Verlader arbeiten. Man geht herum und sagt: "Soviel hier und soviel da." Aber bevor der Wagen versiegelt wird, muß der Inspektor kommen. Er sieht alles durch und schaut, ob alles darin und festgemacht ist, ob alles fertig ist. Dann geht es zum Bestimmungsort. Nun, wenn etwas lose ist und man befürchten muß, daß es zerbrechen wird, wird er sagen: "Nimm es noch einmal heraus und verpacke es von neuem, bis es in Ordnung ist." Und wenn es ganz festgemacht und verpackt ist, dann wird er die Tür zumachen und versiegeln, und niemand kann dieses Siegel brechen, bis es am Bestimmungsort angekommen ist. Stimmt das?

40    So ist es auch mit dem, was in Epheser 4, 30 geschrieben steht: "Betrübet nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag eurer Erlösung." Wenn noch etwas lose in euch klappert, wird Gott es herausnehmen und in Ordnung bringen, bevor ihr in das Reich hineinversiegelt werdet.

41    Jeder Mann hier, jede Frau, die ihr ohne Taufe des Heiligen Geistes seid: der einzige Grund, warum ihr Ihn nicht habt, ist, weil ihr nicht glaubt. Das stimmt. Der Glaube! Wir haben es in dieser Woche durchgenommen und bewiesen, daß Abraham Gott vertraute; durch Glauben.

42    Nun, das ist gute alte Baptistenlehre, Gott zu glauben. Bruder Tom - ich glaube, du kommst aus der Baptistenkirche -, ich weiß, daß sie sagen: "Glaube Gott." Das habe ich auch getan. Es ist gut, aus dieser Gemeinde heraus zu sein. Oh, entschuldigt, das habe ich nicht sagen wollen. Nun, ein Moment, ich habe nichts gegen die Baptisten, sie haben eine ganze Menge guter Dinge.

43    Aber schau, Bruder, ich hörte einen von ihnen, einen feinen Prediger, vor kurzem im Radio sprechen, wie er versuchte, an Apg. 19 vorbeizukommen. Er sagte: "Apollos kannte Jesus nicht, aus dem Grunde mußte er aufs neue getauft werden." Oh nein!

44    Apollos kannte Jesus, und er bewies durch das Wort Gottes, daß Jesus der Christus war. Amen. Paulus fragte: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, seitdem ihr gläubig geworden seid?" Das stimmt.

45    Gott gab dem Abraham die Verheißung, und dieser glaubte Ihm und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet; aber Er gab ihm das Zeichen der Beschneidung als ein Siegel der Verheißung. Halleluja! Ihr glaubt Gott, durch Glauben, daß ihr gerettet seid und nehmt Ihn an; und wenn ihr dies tut, gibt Gott euch den Heiligen Geist als das Siegel der Verheißung, die Er euch gegeben hat. Der Heilige Geist ist eine Gabe Gottes, die das Herz beschneidet, jeden Rest des Fleisches hinwegschneidet und euch zu einer neuen Kreatur in Christus Jesus macht. Amen. Da seht ihr es. Nicht, daß ihr etwas damit zu tun habt, es ist eine Gabe Gottes. Und wenn ihr richtig glaubt, wird Gott sie euch geben. Es geschieht durch den Glauben, der Glaube ist es nicht selbst.

46    Wenn ich z. B. eine Geldmünze habe, und ein Brot kostet genau den Betrag, dann ist die Geldmünze nicht das Brot, aber damit kann man das Brot erwerben. Die Münze ist nicht das Brot, mit ihr erwirbt man das Brot.

47    Ihr habt Glauben an Gott. Und Gott, gibt euch in Anerkennung eures Glaubens, den Heiligen Geist, der Herz und Ohren beschneidet. Stimmt das? ER macht euch zu einer neuen Kreatur.

48    Nun, Gott macht sich zur Befreiung bereit. Wir haben gesehen, daß Mose, als er dort hinging, um die Kinder Israel zu befreien, seinen eigenen Sohn unbeschnitten mitnahm. Und Zippora nahm einen scharfen Stein, beschnitt die Vorhaut ihres Sohnes und warf sie vor seine Füße, indem sie sagte: "Ein Blutbräutigam bist du mir."

49    Habt ihr das jemals eingehend betrachtet? Mose geriet leicht in Wut, und das war es, was ihn schließlich nicht in das verheißene Land eingehen ließ: sein Aufbrausen. Gott hatte ihn an den Ort dort draußen gebracht und ihm eine ebenfalls schnell aufbrausende Frau gegeben.
   Ich glaube, sie hatten wohl einigen Kummer miteinander dort am Rande der Wüste, meint ihr nicht? Gott weiß, wie Er euch zähmen muß. ER ließ ihn sich dort niederlassen mit einer kleinen Frau. Sie schnitt die Vorhaut ab und warf sie ihm zu Füßen und sagte: "Ein Blutbräutigam bist du mir." Er wußte, wie Er ihn in Ordnung bringen mußte, wie das Temperament aus ihm herauszunehmen.

50    Dann gingen sie weiter, und er tat Wunder und Zeichen. Und beachtet! Oh, ich fühlte, daß mich etwas traf. Seht, wie Jannes und Jambres, die beiden Astrologen, dort standen und dieselbe Art Wunder taten wie Mose und Aaron, sie hielten genau mit ihnen mit.

51    Nachahmung! Bruder, die Welt ist heute davon voll. Die Gemeinde ist heute voll davon - fleischliche Gegenüberstellung. Und es gibt eine Möglichkeit, dieses auseinanderzuhalten, beachtet es. Vor einigen Tagen sagte ein großer Bibellehrer im Radio, daß göttliche Heilung vom Teufel sei, daß "der Teufel göttliche Heilung vollbringt". Ich möchte, daß ihr mir in der Schrift die Stelle findet, wo der Teufel je göttliche Heilung vollbracht hätte, wo so etwas von ihm verheißen wurde.

52    Gott sagte: "Ich bin der Herr, der dich von allen Krankheiten heilt." (Psalm 103, 3.)

53    Und Jesus sagte: "Wenn Satan den Satan austreibt, dann ist sein Reich unter sich zerstritten." Das kann nicht sein. Er kann sich nicht selbst austreiben. Deshalb kommt alle Heilung, ganz gleich, wo sie geschieht, allein von Gott.

54    Beachtet diese Magier. Sie konnten die Fliegen hervorrufen, aber sie konnten sie nicht wegnehmen. Sie konnten nicht heilen. Sie konnten das Wunder tun, aber sie konnten nicht heilen. Heilung liegt allein in Gott. Als sie Pestbeulen herbeiriefen, brach die Pest unter den Ägyptern aus und traf ebenfalls die Zauberer. (2. Mose 9, 8-11.)

55    Sie sagten: "Dies ist der Finger Gottes." Halleluja! Ich denke an den "Finger Gottes". Wenn Gott ein blindes Auge durch Seinen Finger auftun konnte, dann kann der Finger Gottes alles tun. Seht, was Er durch Seinen Finger tat, Er heilte die Kranken und weckte die Toten auf. All diese Dinge tat Er durch Seinen Finger. Aber wenn Er einem verlorenen Schaf nachging, benutzte Er nicht Seinen Finger, sondern Er nahm es auf Seine Schulter und brachte es heim. Halleluja! Wie sicher ist ein verlorenes Schaf auf Seiner Schulter; nicht Sein Finger, den gebrauchte Er nicht. ER benutzte Seine Schulter, um das Schaf unterzubringen. Beachtet.

56    Nachdem Gott Mose in Ordnung gebracht und bereit gemacht hatte, sandte Er ihn aus mit Zeichen, und das letzte Zeichen war, wie wir gestern durchgenommen haben, der Tod. Wir fanden heraus, das bedeutet geistlicher Tod in der Gemeinde - die letzte Plage ist, daß die Gemeinde vertrocknet und hinweggeweht wird. Das stimmt. Wir leben in einer schrecklichen Zeit. Wie die Gemeinde - die Menschen der alten Zeit, die wirklichen Sieg hatten, versagen, eine Zeit des Sterbens ist da, man läßt das Blut von den Türpfosten der Eingangstür verschwinden. "Wenn Ich das Blut sehe, werde Ich an dir vorübergehen."

57    Sie kommen hinauf zu dem geschlagenen Felsen. Beachtet, als sie zu dem Felsen kamen, hatten sie etwas nötig. Nun, Mose schlug den Felsen mit dem Stab. Da haben wir gestern Abend aufgehört. Er schlug den Felsen mit dem Stab, und der Stab war Gottes Gerichtsstab. Er schlug den Felsen, und da war ein Spalt auf der linken Seite des Felsens. Als die Kinder Israel hungrig wurden, gingen sie dorthin. Eine Biene war dort hinein geraten und hatte einen Bienenstock angelegt, und sie hatten Honig aus dem Felsen. Alles, was sie nötig hatten, war in dem Felsen. Der Felsen begleitete die Gemeinde, und der Felsen war Christus Jesus. Wenn sie durstig waren, tranken sie von dem Felsen. Wenn sie hungrig waren, aßen sie von dem Felsen. Der Felsen folgte ihnen, wo immer sie hingingen. Und der Felsen begleitet die Gemeinde immer noch! Christus ist der Felsen, der in der Wüste war. Beachtet jetzt, derselbe Felsen!

58    Kein Wunder, daß sie sagten, als Er in Jerusalem einzog: "Laßt sie schweigen, laßt sie schweigen."

59    ER sagte: "Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien." Was war es? Der Haupteckstein war gekommen und rollte zwischen die Steine. Etwas mußte stattfinden - Steine schreien!

60    Als die Frau, die so viele Jahre lang den Blutfluß hatte, zu dem Felsen sprach, brachte der Felsen Heilung hervor. Als Lazarus gestorben war, sprach Martha zu dem Felsen, und es bewirkte die Auferweckung. Als sie auf der See vom Sturm umgeben waren und das kleine Boot wie ein Flaschenkorken hin und her geworfen wurde inmitten des Sees...

61    Vor kurzem sagte hier eine Frau zu mir: "Br. Branham, Jesus war nicht mehr als ein gewöhnlicher Mann. ER war ein Prophet, doch du versuchst Gott aus Ihm zu machen." Ich antwortete: "Er war Gott. Entweder war Er Gott oder ein Betrüger."

62    Sie sagte: "Oh, Er war ein guter Mann, Er war ein Philosoph, doch Er konnte nicht Gott sein, Er war nicht göttlich."
   Ich erwiderte: "Er war göttlich, Er mußte göttlich sein. Wäre Er ein Mensch gewesen, dann wäre Er durch den Geschlechtsakt geboren, doch Er ist jungfräulich geboren, deshalb hatte Er Gottes Blut. Die Bibel sagt: 'Wir sind durch das Blut Gottes gerettet'." (Apg. 20, 28.)

63    Sie sagte: "Ich werde dir beweisen, daß Er nicht mehr war als ein Prophet, daß Er nicht göttlich war."
   Ich sagte: "Wenn du es mit der Bibel beweisen kannst."
   Sie antwortete: "Ich werde es tun."
   Ich sagte: "Laß Deine Schriftstelle hören."

64    Sie antwortete: "In Joh. 11 ging Jesus zu dem Grabe des Lazarus."
   Ich sagte: "Daran erinnere ich mich."
   Sie meinte: "Er weinte. Die Bibel sagt: Er weinte."
   Ich sagte: "Das ist wahr, doch was hat das damit zu tun?"

65    Sie antwortete: "Das beweist, daß Er nicht göttlich war, denn Er konnte doch nicht weinen und göttlich sein."

66    Ich sagte: "Sieh, Frau, Er war der Gott-Mensch. Als Er dort hinging, weinte Er als Mensch; aber ich sage dir, dann richtete Er sich auf und sprach: 'Ich bin die Auferstehung und das Leben!', und Er sprach zu einem Mann, der schon vier Tage tot war, dessen Leib in Verwesung übergegangen, und von Würmern zerfressen war. Die Verwesung erkannte ihren Meister! Und ein Mann, der seit vier Tagen tot war, stand auf und lebte wieder. Das war mehr als ein Mensch, der hier sprach. Das war Gott!" Jawohl.

67    Als Mensch war Er dort auf dem Berge, kam herunter, schaute zu einem Baum, um Nahrung an dem Feigenbaum zu finden. ER war hungrig. Als Mensch war Er hungrig. Als Er den Baum anschaute, war Er ein Mensch. Als Er aber fünf Brote und zwei Fische nahm und Fünftausend damit speiste, das war mehr als ein Mensch, das war Gott in einem Menschen. Jawohl.

68    Wahrlich, Er war ein Mensch, als Er dort in dem Boote lag und es wie ein Flaschenkorken schaukelte. "Oh, ich werde Ihn hin und her schieben, auf und ab schwingen." Zehntausende von Teufel hatten sich geschworen, Ihn in der Nacht unterzutauchen. ER war ein Mensch, so müde, daß Er sich nicht bewegen konnte, aber als Er Seinen Fuß auf das Tau des Bootes setzte und sprach: "Schweig, sei still!" und der Wind und die Wellen Ihm gehorchten, das war mehr als ein Mensch, das war Gott. Jawohl.

69    Als Er auf Golgatha starb, schrie Er um Vergebung wie ein Mensch. ER war Mensch, als Er starb. Doch als Er am Ostermorgen auferstand, bewies Er, daß Er Gott war. Das stimmt. ER ist von den Toten auferstanden.

70    Kein Wunder, daß der Dichter sagte: "Lebend Er liebt mich, sterbend erlöste Er mich, begraben hat Er meine Sünden hinweggetragen, auferstehend rechtfertigte Er mich, frei für immer, bald kommt Er wieder, o herrlicher Tag!"

71    Der Gottmensch! Gott war in Seinem Sohne, und versöhnte die Welt mit sich selbst. Sie nannten Ihn einen Magier, einen Wahrsager, einen Teufel, Beelzebub und alles mögliche, doch Er war Gott, Immanuel. ER wohnte unter uns und versöhnte die Welt mit sich selbst. Das haben wir heute morgen als Frage bekommen, wir kommen darauf zurück und bringen es morgen zum Abschluß.

72    Hinzutretend zu dem geschlagenen Felsen! Wenn sie etwas benötigten, gingen sie zu dem Felsen. Nach all den Segnungen und allem, murrten sie immer noch.

73    Sie kamen zu dem Ort Kades-Barnea. Damit wollen wir uns einen Moment befassen. Kades-Barnea war in jenen Tagen der Gerichtssitz der Welt. Das lesen wir im 4. Mose, 20. Notiert euch die Schriftstelle, wenn ihr wollt. Dort war der Gerichtssitz. Lest auch das vorherige Kapitel für euer Studium. In einer Erweckung von drei bis vier Tagen wie dieser können wir nur die Höhepunkte berühren. Es war der Gerichtssitz. Dort war eine große Quelle, aus der viele kleine Ströme hervorkamen:

74    Ein vollkommenes Bild auf die Gemeinde. Die Gemeinde ist der Gerichtssitz. Das Gericht beginnt am Hause Gottes. Israel versammelte sich in Kades. Mose sagte hier im 13. Kapitel:

75    Darauf gebot der Herr dem Mose folgendes: "Sende Männer aus, damit sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Israeliten geben will; je einen Mann aus jedem Stamme seiner Väter sollt ihr aussenden, lauter Fürsten unter ihnen."

76    Gott bestimmte, daß sie zwölf Männer, einen aus jedem Stamm, in das Land Kanaan senden sollten, damit sie das Land auskundschaften, ob es ein guter Ort sei oder nicht. Die Kundschafter zogen aus, einer aus jedem Stamm, einer aus Dan, einer aus Asser, bis die zwölf vollzählig waren.

77    Es ist ein vollkommenes Bild auf die heutige Gemeinde während der Wanderschaft. Wir sind so weit gekommen - ich glaube, daß die Gemeinde heute in Kades-Barnea, dem Gericht, steht. Gott helfe mir. Ich hoffe, daß Gott mir bei der Darlegung helfen wird, damit es tief und gut einsinkt.

78    Sie sandten Helden aus. Denkt daran, soweit waren sie gekommen, weil Gott es ihnen verheißen hatte. Auf der ganzen Linie hatten sie Wunder und Zeichen, und jetzt kamen sie an die Landesgrenze.

79    Ich glaube, daß wir heute Abend an der Landesgrenze sind. Ich fragte mich, warum ich all die Versammlungen absagen mußte. Ich glaube, daß die Gemeinde vor der Entrückung den Entrückungsglauben haben muß. Wir haben kaum Glauben für göttliche Heilung, geschweige Entrückungsglauben. Wir brauchen einen Glauben, der uns verwandelt und diesen Leib lebendig macht, auf daß wir hinweggenommen werden. Ich glaube, daß heute Abend eine Gemeinde auf ihrem Wege ist, eine Kraft des lebendigen Gottes, daß Männer das Wort hier und da aussprechen und es wird wie ein Blitz aufleuchten. Eine Gemeinde kommt hervor, nicht ein psychologisch bedingter, zur Schau getragener, künstlicher Glaube, sondern eine richtige, echte, wahre, gesalbte, mit dem Heiligen Geist erfüllte, herausgerufene Gemeinde. Amen.

80    Dort standen sie in Kades-Barnea. Sie sagten: "Geht hinüber. Das Land wurde uns von Gott schon durch unseren Vater vor Hunderten von Jahren gegeben. Wir sind der Same Abrahams. Gott hat uns sicher diese mehr als vierzig Meilen von Ägypten bis zur Landesgrenze in Kades geführt." In einigen Tagen kamen sie dort hin, doch denkt daran, um ihres Unglaubens willen wanderten sie vierzig Jahre lang.

81    Unglaube! Beachtet die Gemeinde, von der ich rede, im Gleichnis sprechend. Was das Alte war, ist das Neue, nur in vergrößerter Form. Was im Natürlichen war, ist im Geistlichen.

82    Nun, Kades. Dort sagte er: "Gehet hin und kundschaftet aus." Gott sandte sie, nicht Mose. Gott sandte sie hinüber und sagte: "Gehet hinein und kundschaftet das Land aus, kommt zurück und berichtet uns, ob es ein gutes oder schlechtes Land ist, ob wir es einnehmen können, und wie es allgemein ist. Gehet hinüber und stellt es fest."

83    Zwölf gingen hinüber. Sie schnitten ein großes Weintraubenbüschel ab. Ihr kennt die Geschichte der Dirne Rahab. Sie gingen hinüber, schnitten das Büschel Weintrauben ab und kehrten zurück. Höret den Bericht. Zwölf Männer!

84    Zehn von den zwölfen sagten: "O, sie sind angsterregende Menschen." Schaut her, welch ein Anblick. Höret dieses. Wir kommen jetzt zum 27. Vers und lesen bis zum 32. Er hatte die Männer ausgesandt. Als sie zurückkamen, war ihnen das Herz gesunken. Sie sagten: "O, sie sind hochgewachsene Männer!"

Sie trugen ihm aber folgenden Bericht vor: "Wir haben uns in das Land begeben, in das du uns gesandt hast: es fließt wirklich von Milch und Honig über, und dies hier sind Früchte von dort.


85    Genau wie Gott verheißen hatte. Nun beachtet.

Jedoch das Volk, das im Lande wohnt, ist stark, und die Städte sind befestigt und sehr groß; auch die Enakssöhne haben wir dort gesehen.
Die Amalekiter bewohnen das Südland, die Hethiter, Jebusiter und Amoriter wohnen im Berglande, und die Kanaanäer wohnen am Meer und an der Seite des Jordans."
Kaleb suchte nun den Unwillen des Volkes gegen Mose zu beschwichtigen, indem er ausrief: "Laßt uns nur hinaufziehen und das Land in Besitz nehmen! denn wir können es sicherlich überwältigen."


86    Oh, ich mag das. Oh! Noch ein wenig weiter.

Jedoch die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, erklärten: "Wir sind nicht imstande, gegen das Volk hinaufzuziehen; denn es ist uns zu stark."
Dann entwarfen sie den Israeliten eine schlimme Schilderung von dem Lande, das sie ausgekundschaftet hatten, mit den Worten: "Das Land, das seine Bewohner frißt; und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind hochgewachsene Leute."


87    Höret dies. Weiter sagten sie: "Wir kommen uns wie Heuschrecken neben ihnen vor." Das war der Bericht.
   Josua und Kaleb jedoch sagten: "Wir können es einnehmen. Wir sind dazu imstande." Warum waren sie imstande, es zu tun? Gott hatte es ihnen zu tun verheißen. Mir gefällt dieser Mut.

88    Aber zehn von ihnen traten vor die Gemeinde! Nun sind wir bis dahin gekommen. Wir sind durch das Zeitalter Luthers, das der Methodisten und der Pfingstler bis hierher gekommen, und jetzt wenden sich selbst manche Menschen des Vollen Evangeliums ganz gegen göttliche Heilung, glauben nicht einmal, daß sie in der Versöhnung einbegriffen ist. Nun, Freunde, soweit ist es gekommen. Hier wird es schrecklich. Sie nennen es altmodische Religion. Es ist etwas, das längst vergangen ist. Wir wollen es nicht. Es ist zuviel. Wir leben in einer modernen Zeit und müssen moderne Ideen haben. Wir brauchen Billardtische, Tischtennisplatten und alles mögliche, um unsere jungen Leute in der Gemeinde zu halten.

89    Bruder oder Schwester, wenn es je soweit kommt, daß ich eine Kartenparty in der Gemeinde haben muss, um die Zuhörer zu halten, werde ich aufhören, das Evangelium zu predigen, denn es hätte Seine Kraft verloren. Ich sage dir, Bruder, was wir heute benötigen, ist das altertümliche, einfache Evangelium, gepredigt in seiner Einfachheit in der Kraft des Heiligen Geistes. "Wenn Ich erhöht sein werde von der Erde, werde Ich alle Menschen zu Mir ziehen." Jawohl.

90    "Wir heute," sagen sie: "Oh, wir können nicht zurückgehen und die Dinge tun, die die Apostel taten."

91    Wir leben in den letzten Tagen, wo Gott verheißen hat, daß Er Seinen Geist auf alles Fleisch ausgießen wird. Halleluja! Wir sind am Ende des Weges. Dank sei Gott für einige Kalebs und Josuas, die bereit sind hinüberzugehen, Halleluja, hinüberzugehen und den Beweis zu bringen, es ist ein großes Land! Sie brachten eine Weinrebe mit und gingen so, während sie versuchten, sie zu tragen. Welch ein Boden! Welch ein Ort! Dank sei Gott für Menschen, die hinübergehen, heraus aus ihrer alten formellen, in Handschellen gelegten, ungöttlichen Gemeinde in extrem steifer Verfassung. Halleluja! Sie kamen zu dem Ort, wo sie das Land Kanaan betraten, und viel von den guten Weintrauben aßen, daß einem selbst auf dem Podium das Wasser im Mund zusammenläuft. Halleluja! Es ist alles gut altertümlich. Trunken von dem Wein, den Petrus am Pfingsttage trank, als die Kraft Gottes die Gemeinde übernahm. Halleluja! Kades-Barnea. Wir vermögen es!

92    Jemand sagte: "Willst du mir sagen, daß wir den Heiligen Geist so wie sie damals empfangen können?" "Jawohl!"
   "Wie weißt du es?"
   Ich antwortete: "Ich habe Ihn empfangen, deshalb weiß ich es."

93    Gestern Abend betrachteten wir ein herrliches Bild, als die Kinder Israel das Land durchzogen auf ihrer Wanderschaft, es war ein vollkommenes Sinnbild auf unsere Pilgerreise. Wir sind hinübergekommen nach Kanaan. Ich habe die Pflöcke herausgezogen, das Zelt zusammengefaltet und bin ausgezogen (du auch?), habe den Knoblauch und die alten Fleischtöpfe dort hinter mir gelassen und den Gestank der Welt. Habe mein Zelt abgebrochen, den Ort verlassen und habe den Jordan überquert. Halleluja! Das rote Meer des Blutes Jesu Christi ertränkte jede alte Zigarette, den ekligen Tabak, und aller Schmutz der Welt wurde ertränkt, wie damals dort die Fronvögte. Sie trieben im Meer dahin. Halleluja! Kein Wunder, daß wir jauchzen und tanzen.

94    Seht was Mose tat; er hob seine Hand und sang im Geiste. Miriam nahm eine Handpauke, - tanzte, sprang auf und ab und pries Gott. Die Töchter Israels folgten ihr, tanzend, jauchzend und Gott preisend. Halleluja! Sie durchquerten das Meer. Die alten Fronvögte blieben im Meer zurück. Sie schauten sich um und sagten: "Junge, ihr werdet mir keine Schwierigkeiten mehr bereiten." Oh! Sie brachen alle Brücken hinter sich ab, bereit auf der Reise vorwärts zu gehen.
   Sie fragten: "Können wir es einnehmen?"
   "Natürlich vermögen wir es."
   "Warum?"
   "Gott sagte es!"

95    Denkt daran, Gott hatte verheißen, für ihre Bedürfnisse zu sorgen. Wir betrachteten es gestern Abend. Wie sollten sie versorgt werden? Ich weiß es nicht. "Nun, vielleicht wird von irgendwo Teig kommen..."

96    "In Ägypten ist nichts übrig geblieben, woher soll der Teig kommen?" O, das ist nicht meine Sache.

97    Jemand sagte mir einmal: "Glaubst du die Geschichte von Elia und den Raben?"
   Ich sagte: "Sicher!"

98    Er antwortete: "Willst du mir erzählen, daß der Prediger dort am Bache Krith gesessen hat und Raben ihn speisten?"
   Ich sagte: "Die Bibel sagt es." Das stimmt.

99    Er meinte: "Darf ich dich etwas fragen, Prediger? Woher in der Welt, meinst du, haben die Raben die belegten Brote gehabt?"
   Ich antwortete: "Das weiß ich nicht. Doch sie brachten sie, Elia aß sie, mehr weiß ich nicht."

100    Er meinte: "Ihr geratet alle ins Schwärmen."

101    Ich sagte: "Nein, ich kann dir nicht sagen, woher es kommt, doch irgendwoher kommt es. Gott bringt es, wir essen es, halleluja, und es bringt Freude!"

102    Wie es geschieht, weiß ich nicht. Gott sendet es und ich ergreife es. Vor einigen Minuten empfing ich eine Handvoll, habe es heruntergeschluckt und spüre immer noch, wie es heruntergeht. Es ist gut! Regt euch nicht auf, ich bin nicht verrückt. Man sagt es mir nach, doch ich bin es nicht. Wenn ich es bin, laßt mich in Ruhe: ich bin froh. Ja, ich fühle jetzt wirklich gut. Ganz gewiß!

103    "Schaut ihn an!" Dort sind sie! "Wie werden wir es tun?" Gott ließ Manna aus dem Himmel herunterregnen und speiste sie. Nicht wahr? Gewiß tat Er es. Sie hoben es auf. Wir haben es durchgenommen.

104    Das war ein vollkommenes Bild auf unsere Speisung heute. Das Manna hörte niemals auf, es fiel in jeder Nacht, solange sie auf ihrer Reise von Ägypten ins verheißene Land waren. Der Heilige Geist fiel am Pfingsttage, sobald die Jünger Ägypten verlassen hatten. Der Heilige Geist fiel vom Himmel, demselben Ort, woher das Manna gekommen war, wie das Brausen eines gewaltigen Windes und füllte das ganze Haus, in dem sie sich befanden. Zungen vom Feuer zerteilt setzten sich auf einen jeden von ihnen. Sie gingen hinaus, riefen laut und benahmen sich wie Betrunkene, tanzend, stolpernd, rufend, stammelnd und alles mögliche.

105    Habt ihr je einen Betrunkenen gesehen, wenn er nach Hause kommt? Junge, dem gehören beide Straßenseiten. "Hallo, Fremdling." Nichts stört ihn.

106    "So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christus Jesus sind, die nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geiste." (Röm. 8, 1.)
   Da kommen sie nach Hause, stolpernd unter der Einwirkung des Heiligen Geistes, welcher das Manna war, das vom Himmel herunter kam. Seit jenem Tage fällt es bis zum heutigen herunter.

107    Und ihr wißt, daß der Krug gefüllt erhalten wurde. Jeder Priester, der eingesetzt wurde, konnte einen Mundvoll des Original-Manna essen.

108    Wie lange sollte dieses Manna ausreichen? Wir nehmen Rückblick auf die Lektion gestern Abend. Petrus sagte: "Tut Buße und lasse sich ein jeglicher von euch taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen die noch ferne stehen, so viele der Herr unser Gott herzurufen wird." Der Heilige Geist ist heute der gleiche Heilige Geist, wie Er damals am Anfang war. Können wir es annehmen?

109    Die Gemeinde kommt nach Kades. Was werdet ihr tun? Hier sind wir. Jeder Einzelne befindet sich in Kades. Dort sind wir hingekommen.

110    Ihr sagt: "Wenn ich dort hingehe zu der Heiligen-Roller-Religion, von der sie reden, wird meine Mutter mich aus dem Hause werfen."

111    Dort seid ihr in Kades. Könnt ihr standhalten? Ja, Gott hat es euch verheißen. "Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Ich bin gekommen zu scheiden Vater und Mutter, Mann, Frau, Bruder, Schwester und alles. Wer nicht die Seinen verläßt und Mir nachfolgt, ist nicht wert, Mein genannt zu werden. Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückschaut, ist nicht würdig." Das stimmt.

112    Bruder, ich sage dir, es bedeutet viel mehr als nur gelaufen zu kommen und die Hand des Predigers zu schütteln und mit ein paar Tropfen Wasser besprengt zu werden. Das stimmt. Bruder, es bedeutet viel mehr als nur zum Altar zu kommen und das Abendmahl zu nehmen, zurückzugehen und euch zu setzen. Es bedeutet eine völlige Hingabe, ein Sterben, Bruder; man empfängt eine altertümliche, einfache, klare, die Sünde tötende Religion, die dich weiß wäscht; es ist nicht ein Reinwaschen, sondern es wäscht dich weiß, halleluja, reinigt dich, verbrennt alles, versenkt alles, macht dich keimfrei und zu einem neuen Menschen. Amen. Das ist die alte radikale Art, Bruder, aber ich sage euch, sie bleibt euch in den Rippen. Nehmt davon, das ist richtig, es wird euch in den Prüfungen erhalten. Amen! Ich fühle mich dem Jauchzen sehr nahe. Das ist sehr groß für... Ja, das stimmt.

113    Wenn ich daran denke, Bruder, es ist Gewißheit. Gott sagte es. Können wir es annehmen? Sicher, wir können es annehmen. "In den letzten Tagen werde Ich Meinen Geist ausgießen und Wunder und Zeichen tun." Halleluja! ER sagte, daß Er es tun wird. Gott hat es verheißen. Wir sind bei Kades, laßt uns hingehen, es einzunehmen. Jemand ist drüben gewesen und hat Weintrauben zurückgebracht. Ich weiß, das Land ist gut. Das stimmt. Laßt uns hinübergehen und einige holen.

114    Die Gemeinde begann zu murren und zu jammern. Gott hätte die Gemeinde schon vor Jahren ausgesandt, wenn sie auf Ihn gehört hätte. Aber sie fingen an zu argumentieren, zu streiten und herumzumurren.

115    Die Methodisten hatten eine altertümliche Erweckung in den Tagen Spurgeons, sie fingen an Gaben zu empfangen usw., die Kirche schaltete sich ein und begann die Sache zu zerpflücken. Seitdem wandert die Kirche in der Wüste umher. Abzweigungen der Nazarener, Heiligkeitspilger, dies und jenes und noch etwas anderes, bis es jetzt eine große Gruppe von ich-weiß-nicht-was ist. Das stimmt. Sie organisierten große Schulen und dachten, sie müßten Theologie lehren.

116    Wie ich schon gestern Abend sagte, das läßt mich an einen Leichenbestatter denken. Man geht herum, alles ist kalt. Wenn ihr herein geht, ist das geistliche Thermometer 100° unter Null.

117    Vor nicht langer Zeit kam eine Frau vom Lande mit einem langen Kleid herein, das am Hals hochgeschlossen war. Sie kam herein, von ihrem Sohn begleitet. Er schämte sich ihrer. Zur Tür hereinkommend sagte sie: "Guten Morgen, Ältester", und ging so hinein.

118    Ihr Sohn sagte: "O Mutter, sei doch still." Er gehörte zu einer großen Kirche, wißt ihr, zu der die gehobene Gesellschaft ging.

119    Sie sagte: "Ehre sei Gott. Befinde ich mich nicht im Hause Gottes?" Sie kannte es nicht anders.

120    Laß mich dir sagen, Bruder, ihr Name mag nicht in dem Buch Wer ist wer? stehen, wie es bei vielen der Fall ist; man sagt ja, darin seien 400 verzeichnet. Ihr Name stand jedoch im Lebensbuch des Lammes geschrieben.
   Mir ist es lieber, daß er dort steht, als in dem Buch Wer ist wer? Halleluja! Das sagt euch, wer wer ist, wenn ein Name im Lebensbuche des Lammes geschrieben ist.

121    Sie ging hinein, setzte sich. Der Prediger begann: "Nun, der Herr Jesus Christus kam zur Erde, Sünder zu retten."

122    Sie sagte: "Amen! Ehre sei Gott! Das stimmt, Bruder." Und jeder reckte den Hals wie ein Gänserich und schaute sich verwundert um.

123    Und er sagte: "Ah, äh..." Er las seine Notizen, wißt ihr. So kam er irgendwie durcheinander und sagte deshalb äh, äh, entschuldigt bitte, und weiter: "Wie ich bereits gesagt habe, der Herr Jesus kam zur Erde."
   Sie sagte: "Ehre sei Gott! Das stimmt, Bruder. Halleluja!"

124    Ein Ordner ging hin, klopfte ihr auf die Schulter und sagte: "Frau, du wirst stille sein müssen, oder wir müssen dich hinaustun."

125    Oh, so weit sind wir gekommen: Prophetenschulen. Wir benennen Lehrer, behandeln sie mit Einbalsamierungsflüssigkeit, um sie zu erhalten. Sie sind trotzdem tot. Durch die Einbalsamierungsflüssigkeit werden sie noch toter gehalten als manche der alten Theologien, die sie lehren. "Die Tage der Wunder sind vorbei, so etwas wie eine Herzensreligion gibt es nicht."

126    Das erinnert mich an einen farbigen Bruder unten im Süden, einen alten Burschen, der seine Bibel herumtrug. Jemand fragte: "Warum trägst du deine Bibel herum, Junge?"
   Er antwortete: "Ich glaube daran."

127    Er entgegnete: "Du kannst kein Wort darin lesen."
   Er sagte: "Ich glaube es trotzdem. Ich glaube es von Deckel zu Dekkel, und glaube selbst den Deckel."

128    Er fragte: "Wie weißt du es?"
   Er sagte: "Darauf steht Heilige Bibel."

129    Jawohl, er glaubte es trotzdem, es machte ihm nichts aus.
   Er sagte: "Du tust oder würdest wohl alles tun, was die Bibel sagt?"
   Er antwortete: "Wenn der Herr mir irgend etwas zu tun gebietet, so tue ich es."

130    Er fragte: "Wie steht es, wenn Er dir sagte, durch diese Wand zu springen?"
   Er sagte: "Ich würde springen."

131    Er fragte: "Glaubst du, du könntest durch diese Wand gehen, ohne daß eine Öffnung darin ist?"
   Er antwortete: "Wenn der Herr mir sagen würde, zu springen, würde Er eine Öffnung dort für mich machen." So ist es richtig, Bruder. Halleluja! Das ist die Wahrheit. Wenn Gott dir sagt zu springen, wird Er die Öffnung für dich haben, wenn du dort ankommst. Sorge dich nicht darum.

132    Schultheologie! Wißt ihr, was sie getan haben? Anstelle des Obersaales haben sie einen Eßsaal eingerichtet, kochen irgend einen alten Hahn, stellen ihre 50-Cent-Teller auf und versuchen, damit den Prediger zu bezahlen. Bruder, wenn du deinen Zehnten gezahlt hast und getan, was Gott dir geboten hat, dann brauchtest du diese Suppenabendessen nicht und all diese Dinge. Amen. Selbst das Salböl löste sich dadurch. Laß mich dir etwas sagen, Bruder, Gott will eine Gemeinde, die vorwärts geht in dem göttlichen Willen Gottes, gegründet auf dem SO SPRICHT DER HERR. Jawohl. Sie haben so das Warten im Obersaal abgeschafft. An die Stelle des Heiligen Geistes haben sie Theologie gesetzt. Jemand tritt auf und sagt: "Nun, wir glauben dies wir glauben das." Warum glaubt ihr es, wenn davon nichts in der Bibel geschrieben steht?

133    Jemand fragte: "Was halst du von dem Priester hier, der vor einigen Tagen mit einer Frau davonlief und sie heiratete?" Ich antwortete: "Er hatte ein Recht dazu. Er hat dasselbe Recht zu heiraten wie ich oder jemand anders. Etwas anderes findet ihr nicht in der Bibel."

134    Ein junger Katholik fragte: "Stimmt das, Billy?"
   Ich sagte: "Das ist wahr."

135    Er sagte: "Zeige es mir."
   Ich antwortete: "Ich werde dir in der Bibel zeigen, daß die Ehe vor allen ehrenhaft ist." Halleluja! Paulus sagte: "Jedermann habe seine eigene Frau." Das stimmt. Ich sagte: "Das ist eine römische Satzung, daran ist nicht mehr Wahrheit als an dem Fegefeuer der Hölle." Ich glaube Gottes Wort. Ich muß etwas glauben, und dies ist SO SPRICHT DER HERR!

136    Einmal hatten sie im Alten Testament eine Gruppe von Predigern, denen viele Dinge gelehrt wurden. Ich werde euch zeigen, welch eine Art von Ausbildung sie hatten. Sie wurden in der Prophetenschule in der Theologie jener Zeit gelehrt. Eines Tages kamen sie, um einen echten Propheten aufzusuchen. Der Prophet sagte ihnen: "Gehet und holet etwas zum Essen. Wir werden einen großen Topf aufsetzen und ein großes Essen haben."

137    Und wißt ihr, was der Prediger tat? Er ging hinaus und pflückte von einem wilden Schlingengewächs Kürbisse. Junge, jemand, der wilde Kürbisse nicht von Erbsen unterscheiden kann, das ist ein feiner Prediger, das kann ich dir sagen! Er warf sie in den Topf und kochte sie, und jeder nahm einen großen Teller voll. Dann schrien sie: "Der Tod ist im Topf."

138    Das ist auch die heutige Ursache, - da ist Tod im Topf! Manche dieser alten kalten Seminare, formell, gottlose Orte, versuchen Theologie zu lehren. Sie reißen das Volk auseinander, und führen sie von Christus hinweg. Wir brauchen die Taufe des Heiligen Geistes, daß sie uns Leben gibt. Halleluja! Oh, ich fühle jetzt ungefähr doppelt so groß, wie ich bin. Aber das ist die Wahrheit, Bruder, ihr kocht etwas. Ihr kocht etwas zusammen, aber was kocht ihr? Das ist die nächste Frage. Ein Kerl, der den Unterschied zwischen grünen Kürbissen und Erbsen nicht kennt! So ungefähr ist es mit manchen von ihnen. Das ist die Wahrheit.
   Sie sagten: "Der Tod ist im Topf."

139    Der alte Elisa war ein echter Prophet. Er sagte: "Sorgt euch nicht deswegen, regt euch nicht auf." Amen. Sie hatten einen Mann in ihrer Mitte, der ein doppeltes Maß hatte. Halleluja! Er ist bereits im Lande Kanaan gewesen, kam zurück und hat ein doppeltes Maß. Sie wußten, was zu tun sei, als Schwierigkeiten aufkamen. Er sagte: "Gehet und bringt mir ein Maß Weizenmehl." Er nahm das Mehl und warf es in den Topf und sprach: "Esset nun soviel ihr wollt. Es ist jetzt in Ordnung."

140    Warum das Mehl? Das Mehl war dort zum Speisopfer bestimmt, das Webeopfer vor dem Herrn. Das Mehl mußte in der gleichen Handmühle gemahlen werden wie jedes andere Korn auch. Das Speisopfer war Christus. Tut Christus hinein und alle werden in gleicher Weise gemahlen. Jesus Christus derselbe gestern heute und in Ewigkeit. Wenn der Tod im Topf ist, tut Christus hinein. Halleluja. Glorie! Halleluja!

141    Der erste, den ich mit Heiligem Geist erfüllt sah, war ein alter farbiger Mann mit einem großen, langen Mantel an. Sie mußten ihm behilflich sein, er war schon alt, er ging hinauf und begann zu predigen. Viele der Prediger hatten über das gesprochen, was auf Erden geschehen war. Er nahm seinen Text aus Hiob: "Wo warst du, als ich die Erde baute... während die Morgensterne allesamt laut frohlockten und alle Gottessöhne jauchzten?" Er sagte: "Ihr meint, wir haben eine neue Art von Religion, Bruder, ich habe entweder einen altmodischen Geschmack oder einen brandneuen Fall von altertümlicher Religion."
   Nach einer Weile ergriff ihn der Heilige Geist. Der alte Mann war so steif, stand dort, richtete sich auf, schlug seine Absätze zusammen und rief: "Glorie! Halleluja! Ihr habt hier oben für mich nicht genug Raum, daß ich predigen könnte", und ging von der Plattform herunter.

142    Ich dachte: "Bruder, wenn es das in einem 80jährigen Mann bewirkt, was wird es dann für mich tun? Ich möchte es!" Halleluja. Ich hatte eine herrliche Zeit, ging in ein Kornfeld, begab mich auf meine alten steifen Knie und betete darum. Das stimmt.

143    Wie der alte Buddy Robinson dahinging mit dem Verlangen, den Heiligen Geist zu empfangen. Ehre sei Gott. Er sagte: "Ich wollte den Heiligen Geist so sehr, ich wußte nicht, was ich tun sollte. An einem Vormittag pflügte ich das Maisfeld mit meinem alten Esel Alec. Alec trat immer wieder auf dem Mais herum. Ich wurde wütend auf ihn, lief hin und schlug ihm mit aller Macht hinters Ohr. Alec trat nach mir. Ich ging weg und setzte mich hin. Er stand dort, ich schaute ihn an und sagte: 'Ich habe den alten Alec geschlagen, so sehr ich konnte'. Ich schaute nochmals zu ihm und sagte: 'Alec es tut mir leid, ich werde es nicht mehr tun.' Alec wandte sich um und meinte: 'Du wirst nicht mehr Religion bekommen als du jetzt hast, du wirst mich wieder so behandeln.' O weh, das stimmt. Ich warf mich in die Furche des Maisfeldes und sagte: 'Guter Herr, hilf mir, gegen den Teufel zu kämpfen, solange ein Zahn in meinem Munde ist, und weiter auch mit dem Gaumen bis ich sterbe. Herr, wenn Du mir den Heiligen Geist nicht gibst, wirst Du hier nur einen Haufen Knochen vorfinden, wenn Du wiederkommst'." Er bekam ihn. Amen. So ist es recht.

144    Wenn ihr wirklich auf die Kniee geht und es vor Gott ernst meint, wird Gott euch hinübernehmen. Ungeachtet dessen was in einem Seminar gepredigt wird, - wir können den Heiligen Geist empfangen, denn Gott hat es uns verheißen.

145    Darauf gründete Kaleb seinen Glauben, darauf gründete Josua ihn, weil Gott gesagt hatte: "Es gehört euch, Ich habe es euch bereits gegeben." Halleluja! Ich liebe das. Nicht: Ich werde - Ich habe.

146    "Diejenigen, die Er gerufen hat, die hat Er auch gerechtfertigt." Stimmt das? "Die Er gerechtfertigt hat, hat Er herrlich gemacht." Stimmt das? Dann, Bruder, sind wir gemeinsam im Himmel schon verherrlicht mit Jesus Christus. Halleluja! Das stimmt. Laß den Teufel nur kreischen und schreien und einen Koller bekommen soviel er will. SO SPRICHT DER HERR! Das stimmt. Oh, oh!

147    Laßt uns ein wenig weiter gehen im Predigen. Oh, wie wunderbar! Danach begannen sie zu murren und zu streiten. Wir gehen zum 21. Kapitel, Vers 5. Sie fingen dort an zu murren und zu streiten; die Wasserversorgung war abgeschnitten.

148    Vielleicht liegt da die Ursache in der Gemeinde: zuviel Streit, zuviel Beanstandung. Die Wasserversorgung ist abgeschnitten.

149    Ihr wißt, ich reise viel in der Welt herum. Einer der stachligsten und schlechtesten Orte, wo man sich legen kann, ist die Wüste. Dort hat alles einen Stachel. Wißt ihr warum? Jede Art von Kraut dort ist ein Kaktus. Ihr könnt euch nirgends legen, ohne gestochen zu werden.
   Der Grund dafür ist, daß sie kein Wasser haben. Wasser macht weich. Wo es viel Wasser gibt, findet ihr keine Dornen und Disteln.

150    Ich sage dir, Bruder, nehmt eine alte Gemeinde, die bis auf die Knochen ausgetrocknet ist, kein Heiliger Geist darin, keine Rettung, keine göttliche Heilung, keine Kraft Gottes, kein Jauchzen, keine Freude, und immer heißt es: "Oh, sie hat dies getan, und er hat das getan, und er tat dies." Stachel, Stachel, Stachel. Was ihr nötig habt, ist eine gute altertümliche Ausgießung, ein Wolkenbruch des Heiligen Geistes, damit alles aufgeweicht wird. Amen, das bedeutet: so sei es. Das Branham-Tabernakel benötigt eine gute Dosis davon. Das stimmt. Ist das recht? Amen! Oh, mir geht es hier gut. Ich bin mit meiner Kleidung zufrieden, mein Kragen ist nicht zu groß, mein Hemd paßt, alles ist gut. Meine Frau ist auch nicht hier, so hab ich einfach eine herrliche Zeit. Oh, sagt es ihr ja nicht. Nun gut, aber ich habe eine herrliche Zeit.

151    Ihr sagt: "Du bist froh?" Sicher bin ich froh. Wie sollte ich nicht froh sein, wissend, was ich weiß. Amen. Christus hat mich gerettet, mich mit dem Heiligen Geist erfüllt, gab mir den Fahrschein zum Himmel. Ich habe eine großartige Zeit, gehe vorwärts und sage: "Kommt auch ihr alle mit." Jawohl.

152    Ich werde an einen Mann erinnert, der Eier unter eine Glucke setzte. Eines fehlte ihm. Er dachte: "Was werde ich nun wegen dem einen Ei machen?" So ging er hinaus und fand ein Entenei und tat es mit den Hühnereiern unter die Henne.

153    Die alte Henne brütete alle ihre Küken und auch eine Ente aus. Sie gingen auf dem Hof herum. Die kleine Ente fühlte sich fehl am Platze, ungefähr wie einer von euch Heiligenrollern jetzt. Sie ging umher. Ouack-quack, quack-quack. Sie gingen hinter die Scheune, und die alte Henne schnappte nach Grashüpfern, die Ente aber sagte quack-quack, und die Henne gluck-luck. All die kleinen Küken kamen zu ihr gelaufen. Die Ente verstand diesen Ruf nicht und sagte weiter quack-quack. Ihr bedeutete auch der Staub nichts, er stieg ihr nur in die Nase. Sie war ein kleines, komisch aussehendes Ding, fehl am Platze.

154    Wie ein gutes altertümliches Mitglied voll des Heiligen Geistes in einer kalten formellen Gemeinde fehl am Platze ist. Sie sprechen über dies und jenes, wer Präsident wird. Sie sollten lieber wissen, wer Gott ist, und mehr über Gott erfahren wollen.

155    Aber wißt ihr, die alte Henne machte eines Tages einen Fehler, wie es die alte Kirche einmal tat. Sie gingen eines Tages wie gewohnt in den Hühnerhof, aber nach einer Weile streckte die Ente ihren Kopf hoch, weil sie Wasser roch. Ihr wißt, es war ihre Natur. Sie roch Wasser. Ihr wißt, es entspricht ihrer Natur. Sie roch Wasser. Sie hatte keine Hühnernatur, sondern eine Entennatur. Sie roch das Wasser des kleinen Baches. Die alte Henne rief ihr noch nach: Gluck-gluck-gluck.

156    Sie rief zurück: Quack-quack-quack und ging geradeswegs so schnell sie konnte zum Wasser.

157    So ist es mit einem Menschen, der ins Reich Gottes hineingeboren wird. Die alte Kirche kann sagen: "Bleibe fern von den Heiligen Rollern, das ist Unsinn." Aber er muß zum Wasser gelangen. Halleluja.

158    Glorie! "Wer da glaubet und getauft wird, soll errettet werden." Ehre sei Gott. Ihr sagt, das sei verrückt, aber Bruder, wir sind froh!

159    Die kleine Ente ging zum Wasser. Was war es? Es war ihre Natur. Sie konnte nichts dafür. Etwas war in ihr, das nach Wasser verlangte.

160    Wenn Gott in deinem Herzen ist, wird es dich zu einer altertümlichen Heiligen-Geist-Versammlung ziehen. Ehre sei Gott. Das stimmt, Bruder. Ich weiß, es ist meine Natur. Es sei denn eure Natur wurde verändert, sonst werdet ihr immer noch auf das Gluck-gluck der Henne hören. Doch wenn ihr Wasser riecht und eine Ente seid, werdet ihr hinwegeilen, denn euer Ziel ist das Wasser.

161    Josua sagte: "Wir vermögen es. Wir können es tun." Kaleb sagte das gleiche.
   "Wie wißt ihr, daß wir es tun können?"

162    Er antwortete: "Weil Gott es so gesagt hat. Wir gehen hinüber. Wir werden es schaffen, und wir werden es tun." Und fort gingen sie!
   Sie machten sich auf, in das Land zu gehen, und sie hatten den Beweis des Heiligen Geistes und kamen zurück und bewiesen es. Das Land war gut, es trug gute Weintrauben. Ich bin froh darüber, du auch? Oh, eßt sie nur und schmatzt dabei wie ein Pferd, das Klee frißt. Ja, ihr habt eine herrliche Zeit, erfreut euch daran.

163    Was gebe ich darum, was die Welt sagt! Es bedeutet mir nichts. Derselbe Gott, der mich ins Dasein gerufen hat, hat meine Seele gerettet und mich ausgesandt, daß ich für Könige und andere im ganzen Lande bete. Es war dieser gute, von alters her wirkende Heilige Geist, der es tat. Nie habe ich mich dessen geschämt. Ich saß in Königspalästen und legte Zeugnis ab: "Ich habe die Taufe des Heiligen Geistes empfangen." Halleluja. Das stimmt. Auch sie sind hungrig, sie hungern und dürsten.

164    Seht, sie fingen an zu murren und zu beanstanden. Die Wasserversorgung war abgeschnitten.

165    Wir wollen uns beeilen. Wie spät ist es? Es tut mir leid, daß ich mich verspäte. Entschuldigt, wenn ich zu lange lehre. Habe ich überhaupt schon gelehrt? Einen Moment, nach einer Weile komme ich zu meiner Lektion. Nein, ich habe nur Spaß gemacht, sitzt still. Nur noch einige Worte, ich habe noch etwas zu sagen.

166    Höret auf den 5. Vers des 21. Kapitels:

Unterwegs aber wurde das Volk mißmutig und erhob Anklage gegen Gott und gegen Mose: "Warum habt ihr uns aus Ägypten hierher geführt? Um uns in der Wüste sterben zu lassen? Es gibt hier ja weder Brot noch Wasser, und uns ekelt vor diesem erbärmlichen Brotzeug!"


167    Nachdem sie mit der guten Engelspeise gefüllt waren und alles hatten, wurden sie dessen überdrüssig. Sie wollten etwas Knoblauch und Pumpernickel. Sie wollten die alten Fleischtöpfe Ägyptens.

Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen die Leute, so daß zahlreiche Israeliten starben.
Da kam das Volk zu Mose und bekannte: "Wir haben gesündigt, daß wir Anklage gegen den Herrn und gegen dich erhoben haben; lege Fürbitte beim Herrn ein, daß er uns von den Schlangen befreie!" Als Mose nun Fürbitte für das Volk einlegte, sagte der Herr zu ihm: "Fertige dir ein Schlangenbild an und befestige es an einer Stange; wer dann gebissen ist und es anschaut, soll am Leben bleiben."
Da fertigte Mose eine eherne Schlange an und befestigte sie oben an einer Stange. Wenn nun eine Schlange jemanden gebissen hatte und er auf die eherne Schlange hinschaute, so blieb er am Leben.


168    Oh, laßt mich diese Kleinigkeit vor dem morgigen Gottesdienst hervorbringen: die eherne Schlange; wie gestern Abend den geschlagenen Felsen. Wir endeten mit dem geschlagenen Felsen. Die eherne Schlange versinnbildlichte Jesus Christus.
   Ihr sagt: "Eine Schlange?" Ja.

169    Die Schlange repräsentierte die schon gerichtete Sünde. Gott verurteilte die Schlange im Garten Eden. (1. Mose, 3, 14.) Gott hatte schon das Urteil über die Schlange gesprochen. Oh, sie war so schön, ging aufrecht umher, war das listigste unter allen Tieren des Feldes. Gott richtete sie und verurteilte sie dazu, für den Rest des Lebens auf dem Bauche zu kriechen. Gerichtet!

170    In Christus war unsere Sünde gerichtet. Seht ihr es? Herrlich! Meine Sünde, eure Sünde - gerechterweise hätten wir für unsere Sünden in der Hölle bestraft werden müssen. Doch Christus nahm unseren Platz ein. Deshalb repräsentierte die Schlange Christus.

171    Die Schlange wurde aus Erz gemacht. Erz bedeutet göttliches Gericht. In der Schlange war die Sünde bereits gerichtet. Das bedeutet Erz: göttliches Gericht.

172    Wie der eherne Altar, der Altar, wo die Leiber der Opfer verbrannt wurden, war aus Erz. Ihr findet das im 17. Kapitel, wenn ihr es euch aufschreiben wollt.

173    Nun, sie nahmen das Tier, wuschen es (Vollkommener Typ auf die Taufe.), brachten es herein, legten ihre Hände darauf (Bekenntnis ihrer Sünden.) und schnitten die Kehle durch. Das Blut wurde vergossen, das Fleisch geröstet, das Blut war auf dem ehernen Opferaltar, und die Sünde wurde nicht angerechnet, wobei der gerechte Gott totale Scheidung forderte. Das göttliche Gericht verbrannte das Sündopfer im Feuer. Halleluja!
   Das göttliche Gericht Gottes war auf Jesus Christus.

174    Seht, göttliches Gericht fand in den Tagen des Elia statt. Es zeigt das göttliche Gericht. Die Zeit war gekommen, in der nichts übrig blieb. Die Menschen hatten sich von Gott entfernt. Elia ging auf den Berg und betete, dann trat er vor den König und sagte: "Weder Tau noch Regen wird fallen, es sei denn auf mein Wort hin." Drei Jahre und sechs Monate fiel nicht einmal Tau auf die Erde.

175    Als es zur Entscheidung kam, sprach Elia: "Laß uns sehen und beweisen, wer der Gott ist, der mit Feuer antwortet. Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Der soll Gott sein, der mit Feuer antwortet."

176    So sage ich heute Abend: Der Gott, der mit Feuer antwortet, mit Heiligem Geist und mit Feuer, Er sei Gott.

177    Seht, er ging hinauf. Das Feuer fiel vom Himmel und verzehrte das Opfer. Sie schauten auf zum Himmel, und er sah aus wie Erz. Was war es? Göttliches Gericht über der ganzen Nation.

178    Und Bruder, Schwester, wenn ihr euch heute umseht, seht ihr wiederum die Farbe des Erzes. Göttliches Gericht kommt über eine Nation. Gericht! Die feurigen Schlangen, göttliches Gericht liegt darin.

179    Nun beachtet, er richtete den Pfahl auf, an dem sich die aus Erz angefertigte Schlange befand. Wer auf die Schlange schaute, wurde von seiner Krankheit geheilt.

180    Welch ein herrliches Bild auf Jesus Christus heute Abend! ER sagte: "Wie Mose, gerade wie Mose die eherne Schlange in der Wüste erhöhte!" Hier ist es, erfaßt es. Wenn ihr krank seid, werdet ihr entdecken, was euch heilt. Jesus sagte: "Wie Mose die eherne Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden." Derselbe, zusammengefaßte Grund. "ER wurde um unserer Übertretungen willen verwundet, durch Seine Striemen sind wir geheilt."

181    Sie murrten gegen Gott und gegen Mose und wurden von den Schlangen gebissen. Mit der Schlange wurde ein zweifacher Zweck erfüllt. Der erste bestand darin, ihre Sünden zu vergeben; der zweite darin, ihre Krankheiten zu heilen.

182    Jesus wurde erhöht, damit Er unsere Sünden vergibt und unsere Krankheiten heilt.

183    Als nächstes kam Bileam des Weges, der gedungene Prophet, um Israel aufzuhalten. Darauf gehen wir morgen Abend ein. Dieser Mann wurde von einem dummen Esel zurechtgewiesen. Ein Prediger, außerhalb des Willens Gottes, seine Gedanken auf Geld gerichtet, ging dort hin, und ein dummer Esel mußte ihn zurechtweisen. Wenn Gott durch einen dummen Esel sprechen kann, gewiß kann Er dann durch einen Menschen reden! Jawohl.

184    Seht, der alte arme Mose nach all der Zeit. Ich möchte euch zeigen, was ein Mensch vor Gott ist. Wie Korah und alle solche. Beachtet, als Gott zu Mose sagte: "Sondere dich von ihnen ab, Mose, Ich werde sie alle hinwegraffen und werde aus dir ein mächtiges Volk machen."

185    Da warf sich Mose vor Gott hin, schlug eine Brücke und sprach: "Oh, Gott, nimm mich hinweg!" Gott konnte über diesen Mann nicht hinweggehen. Welch eine Kraft eines Heiligen vor Gott. Seht es dort.

186    Seht Jesaja, der alte Prophet, ging hin und sprach zu Hiskia: "Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben, SO SPRICHT DER HERR."

187    In welch eine Verlegenheit kam er, als er einige Stunden später zurückgehen mußte. Der Heilige Geist begegnete ihm, denn Hiskia hatte sein Angesicht zur Wand gedreht, bitterlich geweint und gesagt: "Ach, Herr! denke doch daran, wie ich in Treue und mit ungeteiltem Herzen vor Deinem Angesicht gewandelt bin und getan habe, was Dir wohlgefällt." Die Tränen rollten ihm übers Gesicht. Gott hatte seinen Untergang beschlossen, aber Gebet verändert die Dinge.
   ER sprach zu dem Propheten: "Gehe zurück und sprich zu ihm."

188    Seht, welch ein Kämpfer Mose war! In seinen letzten Stunden erfaßte ihn ein furchtbarer Zorn, und am Ende verherrlichte er sich selbst anstatt Gott; und Gott gestatte ihm nicht hinüber zu gehen. Natürlich war es alles eine Vorschattierung der heutigen Organisationen - Methodisten, Baptisten, Pfingstler und alle anderen, sie verherrlichen sich selbst.

189    Vor einigen Tagen hat eine der größten Gemeinden, nur weil sie nicht die einzige Ente im Teich gewesen wäre, den Daumen auf eine solche Versammlung gelegt. Ich sagte: "Ich benötige eure Mitarbeit nicht. Die Adler werden sich versammeln, wo das Aas ist", und so geschah es. Jawohl. Sagt die Wahrheit, Gott wird für den Rest sorgen.
   Dort sind sie und meinen, sie seien die Vorherrschenden.

190    Ich sagte: "Ich gebe nichts darum, was ihr seid; Gott ist der Herrschende in unserem Leben." Was Gott gesagt hat, nicht was eine Gemeinde sagt! Jeder Historiker wird willig sein nachzulesen, wie es mit jeder Gemeinde gewesen ist. Keine Gemeinde, die je gefallen ist, stand wieder auf. Gott legt sie auf die Ablage. Niemals! Die Lutheraner fielen, die Methodisten, Presbyterianer, Baptisten, bis hin zu den Pfingstlern. Gott wirft sie auf die Ablage.

191    Wenn ihr mir glaubt, Gottes Prophet zu sein, dann höret dieses. Ich sage es durch Inspiration - es wurde mir nicht gerade jetzt, sondern schon vorher zuteil -: nicht eine Organisation wird im Reiche Gottes repräsentiert sein. (Ich meine die Organisation als Gesamtheit.) Doch Gott wird aus jeder von ihnen die Erstlingsfrucht der Ernte herausziehen, sie mit dem Geiste erfüllen und in die Herrlichkeit hinaufnehmen.

192    Die Bibel sagt als letztes das Laodizea-Gemeinde-Zeitalter voraus, ein lauwarmes. Soweit ist die Gemeinde heute gekommen. Sie sind soweit, daß sie ein wenig in die Hände klatschen, etwas Krach machen, auf und ab hüpfen und die Möbel ein wenig stoßen, doch wenn es darauf ankommt, wirklich ein reines, heiliges, ungemischtes, geheiligtes Leben zu führen, sind sie davon so weit entfernt wie die Nacht vom Tag. Was wir heute benötigen ist ein altertümliches Sterben, wo man nicht immer wieder zum Altar zurückgeht und zurückgeht, sondern hingeht und dort bleibt, bis man gestorben ist. Ein toter Mensch weiß nichts mehr von der Welt. Halleluja! Ich möchte damit nicht wieder beginnen.

193    Bruder, laß mich dir sagen, nachdem Gott Seinen alten armen Knecht Mose hatte... Jemand sagte einmal zu mir: "Ich sage dir, das zeigt Gott, den ihr als Gott bezeichnet. ER ließ Seinen Knecht im Stich. Nachdem..."

194    Moses Leben verlief in einem Zyklus von vierzig. Er wurde gerufen als er 40 Jahre alt war und seine Brüder lehnten ihn ab. Er ging in die Wüste und weidete die Schafe 40 Jahre lang. Als er 80 war, sandte Er ihn, Israel aus Ägypten zu befreien. Als er in die Nähe des verheißenen Landes kam, war er 120 Jahre alt. Er hatte den Schritt eines jungen Mannes und sein Augenlicht versagte niemals, und das mit 120 Jahren.

195    Aber dort bei dem Felsen verherrlichte er sich anstatt Gott, der zu ihm gesagt hatte: "Gehe, sprich zu dem Felsen. Schlage ihn nicht, sprich zu ihm." (Der Felsen ist nur einmal geschlagen worden.)

196    Und Mose war ganz erregt, lief hin und schlug den Felsen. Das Wasser kam nicht sogleich, deshalb schlug er ihn nochmals, und das Wasser kam. Er sagte: "Ihr Widerspenstigen! Können wir wohl Wasser aus diesem Felsen hervorfließen lassen?" Das Wasser kam hervor. Gott hörte auf den Propheten, denn Er hatte ihn mit dieser Kraft ausgerüstet. Dadurch wurde das ganze Programm der Bibel gebrochen.

197    Christus wurde einmal geschlagen. Jetzt sprechen wir zu dem Felsen und Er läßt Wasser hervorfließen. Seht, Er ist bereits geschlagen, sprich nur zu Ihm, und Er bringt Sein Wasser hervor.

198    Nun, ich sehe ihn an jenem Morgen. Wenn ich mir das bildlich vorstelle, versagt mir fast das Herz. Ich sehe Mose, er wußte, was Gott gesagt hatte: "Mose, sage der ganzen Versammlung, Ich werde dich heute ein wenig höher hinaufrufen."

199    Ich sehe den alten Mose dort stehen, sein langer weißer Bart und sein Haar hängen in seinem Gesicht. Seine alten Augen sind mit Tränen verdunkelt, als er über seine Versammlung schaute. Wie ist er niedergefallen, als sie murrten, wie stand er für sie ein. Er sah sie alle an. Er begann den Berg hinaufzusteigen. Auf dem Berge angekommen, drehte er sich herum und winkte ihnen Auf Wiedersehen. Er kletterte bis auf die Bergesspitze hinauf. Es war im April. Er stand dort und schaute in das verheißene Land hinüber. Oh, wie gerne wäre er hinübergegangen. Ach, sein armes altes Herz brach. Er wollte mit der Schar der Juden, die er geführt, für die er unterwegs eingetreten war, in das verheißene Land hinübergehen. Dort stand er und schaute hinüber. Die Tränen liefen sein Angesicht herunter. Wieder wandte er sich dem Volke zu und winkte. Als ihr alter Pastor sagte er Auf Wiedersehen. Er ging fort, winkte ihnen zu und schaute zurück.

200    Wenn ich nur dort stehen könnte, wo Mose stand, und über das Land blicken. So Gott will, möchte ich in den nächsten Monaten dort auf dem Berge stehen und hinüber schauen.

201    Vor kurzem sah ich einen Film. Etwa 40 Brüder, die immer Feldzüge halten, waren dorthin gegangen und hatten einen Film gedreht. Als diese Burschen dort hinübergingen, haben sie laut gejauchzt und fast das Gebüsch an dem Ufer, wo die Kinder Israel damals hinübergingen und wo Jesus getauft wurde, herausgerissen. Jeder der Prediger sprang mit voller Kleidung in das Wasser, und sie tauften sich alle gegenseitig noch einmal. Oh, Bruder, hier ist etwas Bewegendes, etwas Aufrüttelndes. Sie stiegen ins Auto, fuhren eine Strecke und kamen an den Ort, wo die Kinder Israel damals vorbeigezogen waren. Der alte Buddy Robinson sagte: "Haltet schnell an!" Er sprang hinaus, lief herum, jauchzte und rief: "Ehre sei Gott, Halleluja!" Er stieg wieder ins Auto und sagte: "Jetzt kannst du weiter fahren." Er hatte einfach eine herrliche Zeit. Sicher!

202    Wenn ich auf dem Felsen stehen könnte, wo Mose stand, und in das verheißene Land schauen! Er wollte gehen, und schaute zu seiner Versammlung zurück, winkte ihnen Auf Wiedersehen. Die Tränen tropften durch seinen langen Bart. Die Stunde nahte. Dieser alte Veteran, merkte, wie der Pulsschlag den Hemdärmel hinaufstieg.

203    Bruder, meine nicht, ich gehe jetzt ein wenig in die Richtung der Baptisten, aber ich sage dir gerade jetzt, er war nicht verloren. Nein, er war es nicht. Gott wird Seinen Knecht nicht fallen lassen.

204    Es kam den Ärmel herauf, und als nächstes kühlte er schon aus. Sein Augenlicht ließ nach, während er ins Land hinüberschaute. Er wollte hinübergehen. Oh, sein Herz brach.

205    Als er sich bereit machte, aus diesem Leben zu gehen, schaute er hin und sah neben sich den Felsen. Wenn er nur da ist, das genügt. Er stieg auf den Felsen. Die Engel kamen und nahmen ihn hinweg.

206    Achthundert Jahre danach stand er dort im verheißenen Land neben Elia und redete mit Jesus. ER läßt euch nicht im Stich.

207    Eines Tages muß auch ich zum Ende des Weges kommen. Ich bin jetzt 43 Jahre alt und baue schon ab. Ich habe 20 Jahre lang gepredigt. Ich bin durch Wasser gegangen, habe das Eis aufgeschlagen, habe getauft bis ich fast erfroren war. Ich bin bis in den Dschungel gegangen, wo Seuchen und manches euch auflauert. Ich weiß nicht wie lange ich bleiben werde. Aber wenn ich leben und noch mehr miterleben sollte, werde ich vielleicht ein alter Mann, wenn Jesus verzieht; vielleicht werde ich mit herunterhängendem Haar dastehen. All meine Leute neigen zur Lähmung, wenn sie alt werden, sie zittern. Während ich meinen Weg durch alle Kämpfe hindurchging, sind all meine Freunde schon hinübergegangen. Ich stehe da und höre, wie das Wasser rauscht, ich stehe zitternd da mit meinem Stock; dann möchte ich das alte Schwert hier nehmen und es zurück in die Scheide stecken, um in die Ewigkeit hinüberzugehen; nachdem ich den Helm niedergelegt habe, werde ich meine Hände erheben und ausrufen: "Halleluja, Herr, laß das Lebensboot hervorkommen, ich komme an diesem Morgen hinüber. Ich überquere den Fluß." ER wird mich auch dann nicht im Stich lassen.

208    Während ich noch hier bin, während das Licht noch leuchtet, werde ich predigen und beten, einladen und singen und für das Reich Gottes tun, was ich kann. Wenn meine Seele sich von diesem Leibe erhebt und ich zurückschaue und meine Fußspuren sehe, möchte ich, daß sie am rechten Ort zu sehen sind, daß nach dem Abscheiden die Fußspuren im Sand der Zeit zurückgelassen werden.

209    Laßt uns die Häupter neigen. Teddy, begib dich für einen Moment zum Piano.

210    Unser himmlischer Vater, wir sind so froh für diese großen Zeiten des Jauchzens. Ich nehme an, etwas außer mir zu sein, Herr; der Heilige Geist tauft gerade meine Seele. Ich kann nichts dafür, etwas ergreift mich. Ich bin so dankbar, Herr, daß ich alle Töpfe und alle Rillen gereinigt habe, damit der Heilige Geist hereinkommen konnte. Sieh zu, daß der Schlauch keinen Knick bekommt, damit das Wasser der Errettung zu jeder Zeit hindurchfließen kann, wenn Gott es will. Bete durch. Wie Elia zu Josaphat sagte: "Grabe Furchen, tu alle Steine hinweg, all die Stöcke und Stümpfe, Wasser wird kommen."

211    Dank sei Dir, Herr. Du warst heute Abend hier. Und ich denke an einen alten Propheten Mose! Gott segne seine tapfere Seele. Wie er auf dem Berge stand und in das verheißene Land hinüberschaute, so stehen auch wir heute Abend und schauen in die Richtung, Herr. Das einzige, worum ich Dich für mich selbst bitte, ist, laß den Felsen da sein, wenn ich hinübergehe. O Gott, dann wird alles mit mir in Ordnung sein und alles, was ich je im Leben getan habe, Herr, wenn ich nur zu Dir kriechen und Deine heiligen Füße einmal berühren könnte, sie betasten mit meinen unwürdigen Händen. Das würde mich millionenfach belohnen. Wir alle wissen, daß wir den Weg gehen müssen, manche von uns vielleicht schon in einigen Stunden. Ich weiß es nicht. Du weißt es.

212    Während wir heute Abend hier sind und der Heilige Geist immer noch gegenwärtig ist und Dein Volk segnet, bitte ich Dich um etwas, Vater. Ist hier jemand ungerettet, Herr, der Dich nicht als persönlichen Heiland kennt, nicht weiß, wie er vor Dir steht, so möchte ich Dich, Herr, bitten, daß diese Leute nicht mich, sondern Dich jetzt hören. Ich bitte Dich darum, daß Du zu ihren Herzen sprichst und ihnen heute Abend Mut gibst.

213    Es mag der letzte Ruf sein. Wie weißt du es! Warum willst du es darauf ankommen lassen, wenn die ganze Ewigkeit davon abhängt?

214    Herr, wenn ein Eigensinniger hier ist, der vom Wege abgekommen ist, der vielleicht den Berg besteigt und in das Land hinüberschaut, dann aber abgewiesen wird - o Gott, möge der Felsen mit ihnen sein, ist mein Gebet. Hilf uns jetzt und segne die Zuhörerschaft, während wir warten.

215    Wenn jetzt ein Mann oder eine Frau, ein Junge oder ein Mädchen mit gebeugtem Haupt... Niemand möge aufschauen, bitte. Menschen sind manchmal sehr schüchtern und feinfühlig in diesen Sachen, doch seid Männer und Frauen.

216    Ich habe viel Boden hinter mich gebracht in diesen 43 Jahren. Es ist, als ob ich vor einigen Tagen hier als kleiner Junge herumlief und Murmeln spielte. Nun gehe ich dahin. Ich kann es spüren. Zwanzig Jahre lang habe ich versucht, euch in etwas einzuführen.

217    Jeffersonville, warum lehnst du es ab? Nachdem Gott es bestätigt und Seinen Engel gesandt hat, eine Aufnahme davon gemacht und es der ganzen Welt bekannt wurde, warum denkt ihr, daß es eine Art künstlicher Glaube an etwas ist?

218    Seid ihr ohne Gott heute Abend und möchtet ihr Ihn wirklich kennenlernen? Ihr wißt, daß ihr diese Art von Heil haben möchtet, ehe ihr sterbt.

219    Vor einiger Zeit war in dieser Stadt ein junges Mädchen, die zu einer bestimmten Gemeinde gehörte. Sie dachte, mit ihr sei alles in Ordnung. Ihr Pastor sagte ihr, daß alles in Ordnung sei. Sie machte sich über ein Mädchen lustig, weil diese zur Gemeinde kam und nicht mit ins Kino ging. Sie sagte: "Dein Pastor ist engstirnig."
   Das Mädchen antwortete: "Das ist in Ordnung."

220    Nach einiger Zeit ist sie in schlechte Gesellschaft geraten, bekam eine Krankheit und wartete damit zu lange. Ein gewisser Arzt dieser Stadt ging hin, um sie zu untersuchen und stellte fest, daß sie von einer Geschlechtskrankheit zerfressen war. Kurz darauf starb sie. Sie hatte in der großen Gemeinde die Sonntagsschule geleitet. Sie alle versammelten sich dort, um mitzuerleben, wie sie zum Himmel geht. Ungefähr zu der Zeit kam die Sonntagsschulklasse herein. Der Pastor ging in den Flur, um eine Zigarette zu rauchen. Als die Zeit ihres Hinübergehens kam und die Engel sie abholen sollten, erhob sie sich und sagte: "Wo ist der Pastor?" Sie gingen und holten ihn. Sie sprach zu ihm: "Du Menschenverführer! Warum hast du mich in diesen Zustand geraten lassen? Ich bin verloren!"

221    Sei dessen sicher: Adam wußte, daß er mit dem Feigenblatt zugedeckt war, als er vor Gott kam. Es reichte aus, solange Gott nicht nahe war.
   Sie sagte: "Warum hast du mich so dahingehen lassen?" und fragte: "Wo ist das Mädchen von dem Tabernakel dort?"

222    Er sagte: "Du wirst doch nicht hysterisch? Ich werde einen Arzt rufen, damit er dir eine Spritze gibt."

223    Sie sagte: "Du Menschenverführer, ich bin verloren. Meine Seele geht zur Hölle, du bist schuld daran," und neigte ihr Haupt.

224    Ein guter Freund von mir, der jetzt hier an der Tankstelle arbeitet, arbeitete damals bei einem Bestatter. Sie pumpten eine Flüssigkeit in ihren Körper. Er pumpte und roch die Flüssigkeit und bekam ihre Venen nicht gefüllt; zog dann die Kleidung herunter, und schaute nach. Es war dort ein Loch in ihren Körper gefressen, fast so groß wie eine Faust. Die Geschlechtskrankheit hatte es herausgefressen. Ja, sie wollte eine große Zeit des Vergnügens. Das andere Mädchen wurde als Heiliger Roller bezeichnet. Freunde, unterschätzt nichts.

225    Kennt ihr Ihn heute Abend? Seid ihr wirklich gerettet? Ich frage euch im Namen Jesus. Wenn heute Abend ein Mann, eine Frau, ein Junge, ein Mädchen hier ist, und ihr seid noch nicht gerettet, noch nicht wiedergeboren, würdet ihr eure Hand erheben und sagen: "Bete für mich, Bruder Branham." Jetzt sind alle Häupter gebeugt. Ja, Gott segne dich, junge Dame, Gott segne dich... Gott segne euch alle, Gott segne deine Aufrichtigkeit, junger Mann, das ist wunderbar. Zwanzig, dreißig Hände von nicht Erneuerten sind in diesem kleinen Gebäude erhoben. Der Heilige Geist war heute Abend hier und sprach zu euch. ER ist jetzt hier. Ihr benötigt Ihn. Warum kommt ihr nicht? Wollt ihr nicht zum Altar kommen, niederknien und sagen: "Herr und Gott, ich nehme Dich jetzt als persönlichen Heiland auf. Ich nehme Dich jetzt an. Ich möchte die Taufe des Heiligen Geistes empfangen, ich möchte sie. Ich gebe nichts darum, was die Welt zu sagen hat. Ich möchte sie jetzt empfangen. Du hast es mir verheißen."

226    Jeder von euch, die ihr die Hände erhoben habt, ihr hörtet in diesen Versammlungen zu. Niemand hier könnte zu Jesus kommen, es sei denn Gott zieht ihn. Was bewirkt es? Wodurch kommt das Verlangen? Gott ist hier, Gott ist hier.

227    Höre, Freund, wenn ihr glaubt, daß Gott mein Gebet, das Gebet eines Menschen erhört, wenn ihr glaubt, daß ich Sein Prophet bin, und ihr habt die Zeitungen, die Magazine und Bücher von Autorität gelesen und euch die Bilder, von dem Engel Gottes und der Feuerflamme, die dort hinten an der Tür verkauft werden, angeschaut - es ist derselbe, von dem ich gelesen habe, der sich im brennenden Busch offenbarte -, und ihr glaubt mir, daß ich Gottes Knecht bin, ihr glaubt, daß Er mein Gebet erhört: Er wird auch euer Gebet erhören, wenn ihr betet. Würdet ihr bitte aufstehen. Habt ihr wirklich eine echte Überzeugung? Dann kommt her, stellt euch an diesen Altar und sagt: "Bruder Branham, wenn Er die Augen der Blinden öffnet, wird Er auch meine Sünden vergeben." Gott segne dich junger Mann, der du dich als erster nach vorne bewegst. Wer wird diesem jungen Mann zum Altar folgen?

228    Ich möchte, daß die Prediger, die hier sind, für einige Minuten zum Altar kommen. Komm, junge Dame. Gott segne dich. Noch jemand? Ich möchte, daß die Prediger hier auf die Plattform kommen, wenn sie wollen.

229    Sünderfreunde, kommt hierher. Junger Mann, Gott segne dich. Kommt hierher und kniet nieder. Gott segne dich, Herr, der du gekommen bist, Gott segne dich, Dame, Gott segne dich. Wer möchte noch zum Altar kommen und niederknien? Seid ihr ohne Gott, ohne Christus heute Abend in einer Welt der Entfremdung?
   Ihr sagt: "Es wird schon spät und meine Leute warten!"

230    Ein kleines verkrüppeltes Mädchen kommt. Ihr gesunden Menschen, schämt euch. Seid ihr heute von Gott entfernt, ohne Gott, ohne Christus, sterbend in Sünde und Schande? Werdet ihr kommen? Werdet ihr Mann oder Frau genug sein, verständig genug, um aufzustehen und zu sagen: "Bruder Branham, ich komme hierher, ich möchte Jesus Christus gerade jetzt als meinen Erlöser annehmen. Werdet ihr kommen?

231    Ihr habt eure Hände erhoben und wollt sagen, daß ihr euch bewußt seid, hier in der Gegenwart Gottes zu stehen, und wißt, in welcher Verfassung ihr seid, und es dennoch ablehnen zum Altar zu kommen? Was ist, wenn euer Herz auf dem Weg nach Hause stehen bleibt? Was ist, wenn ihr in einer Stunde einen Unfall habt und das Blut aus eurem Körper strömt, ihr schreit, aber niemand dort ist, um mit euch zu beten? Gott sagte: "Wenn ihr mich jetzt ablehnt, werde ich mich in eurem Unglück nicht um euch kümmern." Wollt ihr nicht kommen? Wirklich? Meint ihr, daß ihr überzeugt genug wart, daß der Heilige Geist hier war, daß ihr eure Hände erhoben habt, aber nicht zum Altar kommen wollt? Was in der Welt steht euch bevor?

232    Gott segne dich, Herr. Ich erkenne, daß du auch krank bist, der du hier kommst. Nicht wahr? Du leidest an TB, nicht wahr? ER wird dich heute Abend hier am Altar heilen. Du bist mir fremd, doch ich weiß, was und wer du bist.

233    Der Heilige Geist fiel über diese Versammlung. Der Engel Gottes steht auf der Plattform. Du warst in den Versammlungen, du weißt, was dies bedeutet, nicht wahr?

234    Der Mann wird heute Abend geheilt. Gott sprach, als er dort aufstand.

235    Gott segne dich, Sohn, komme nur weiter. Kommt, weinend, eure Augen voller Tränen. Gott segne dich, Schwester, komm nur. Gott segne dich, kommt, kniet hier um den Altar. Wollt ihr nicht kommen?

O Gottes Lamm, ich komm, ich komm.


236    "So wie ich bin..." Gott segne dich, kleiner Junge. Das ist wunderbar. Möchte noch jemand kommen? Einige von euch jungen Menschen dort hinten, ihr habt es eine lange Zeit aufgeschoben. Dies ist die Zeit. Dies ist die Stunde.

Seele in Dunkelheit befleckt...


237    Könnte jemand der Mutter dort mit dem Baby helfen? Sie möchte zum Altar kommen, ihr Mann ist hier. Nehmt ihr doch das Baby ab, damit sie kommen kann. Gott segne dich. Komm, Mutter. So ist es recht. Sie werden sich um dein Kleines kümmern. Komm, werde eine rechte Mutter in Jesus Christus für deine Kinder.

238    Gott segne dich, Schwester, das ist gut. Gott segne dich, Frau. Das ist die rechte Art, zu kommen und eure Nervosität zu verlieren. Du hattest das Nervenleiden und Gewohnheiten und dergleichen, sie werden dich verlassen, während du dort stehst.

239    Der Engel des Herrn steht hier auf dieser Plattform. Wenn du mir glaubst, Sein Prophet zu sein, gehorche und tue, was ich dir jetzt sage, und stelle fest, ob es richtig ist.

Um meine Seele von allen dunklen Flecken zu reinigen,
durch Dich, dessen Blut von jedem Flecken reinigt.
O Gotteslamm, ich komm, ich komm.

   Gott segne dich, Mutter.

240    Will noch jemand von euch kommen? Der Heilige Geist sagt mir, daß noch einige Menschen dort sind. Seid aufrichtig vor Gott, wollt ihr? Was verliert ihr dadurch, wenn ihr hier zum Altar kommt und kurz betet. Ihr werdet doch irgendwo beten, wenn ihr hier nicht betet, werdet ihr in der Hölle beten. Der reiche Mann schlug seine Augen auf. Wenn ihr Gottes Wort glaubt, und glaubt, daß ich die Wahrheit sage, wenn Gott die Wahrheit bestätigt hat, dann sind Männer und Frauen hier, die jetzt an diesem Altar sein sollten. Der Heilige Geist spricht und sagt es so. Kommt!
   Gott segne dich, Schwester. Du bist eine von ihnen. Komm nur. Gott segne dich. Kommt jetzt, wo immer ihr sein mögt, ob jung oder alt.

241    Laßt uns aufstehen. All ihr Menschen in euren Sitzen, steht bitte alle auf, während wir einen Vers singen. Kommt jetzt, reicht hinüber, laßt uns den Weg zum Altar finden. Ihr sagt, ihr gehört zur Gemeinde. Das genügt nicht. "Es sei denn, daß jemand von neuem geboren wird, sonst kann er nicht in das Reich Gottes eingehen." Kommt jetzt!
   Wollt ihr nicht kommen? Wollt ihr nicht jetzt die Gänge herunterkommen? Kommt her, ich möchte euch hier am Altar treffen.
   [Bruder Branham geht vom Podium herunter und fährt fort, die Leute zu rufen.]