"GEBURTSWEHEN"

 

gepr. am 24.01.1965

 

in Phoenix, Arizona, USA

 

von

 

Br. WILLIAM MARRION BRANHAM

 

001.   Laßt uns die Häupter neigen.

Teurer Gott, wir sind heute sehr dankbar, daß Du Deine Gegenwart bereits so mächtig in unserer Mitte ausgegossen hast. Dasselbe erwarten wir heute nachmittag in noch größerem, in überströmendem Maße. Wir danken Dir für den herrlichen Gesang dieser lieben Schwester, die das Lied gesungen hat, und dafür, daß Dein Geist herabkam und die Auslegung dazu gab. Herr, wir bitten, laß es so geschehen. O Gott, ich bete, daß Du jeden einzelnen von uns segnest, und mögen unsere Herzen mit Freude erfüllt werden, wenn wir es erleben. Treuer Gott, es ist unser Gebet heute nachmittag, falls einige hier sein sollten, die noch nicht bereit sind. Dir zu begegnen, daß dies die Stunde sein möge, in der sie ihre endgültige Entscheidung treffen und durch die Wiedergeburt in Dich eingehen. Gewähre es.


002.   Segne alle unter uns, Herr, die lange unterwegs gewesen sind. Wir bitten Dich: lehre uns neue Dinge aus Deinem Wort. Gib uns durch Deinen Geist ein besseres Verständnis, Herr. Möge Er kommen und das Wort auslegen. Der einzige Ausleger, den wir haben, ist der Heilige Geist. Wir beten, daß Er es uns heute gewährt. In Jesu Namen bitten wir darum. Amen.

[Jemand in der Versammlung gibt eine Weissagung. - d. Üb.]


003.   Was für eine Zeit! Ich kenne keinen besseren Ort, an dem ich sein möchte, außer im Himmel, denn schon jetzt verspüren wir die Salbung von dort. Wir sind versammelt in himmlischen Örtern - sind in Christus Jesus in die Himmelswelt versetzt.

Gott segne Schwester Florence. Sie geht durch eine düstere Zeit voller Leid: Ihr Vater wurde gerade von ihr genommen. Deshalb ist mein Gebet: Gott segne dieses Kind.


004.   Bruder Demos trägt auf beiden Schultern die Last dieser Versammlungen und andere Dinge. Auch er benötigt unsere Gebete. Gott segne Bruder Shakarian.

Bruder Carl Williams, ich bin wirklich froh, mit dir und all diesen feinen Brüdern zusammen in dieser Konferenz zu sein. Ich hatte das Vorrecht, einige von ihnen kennenzulernen. Soviel ich weiß, ist dies mein Abschlußgottesdienst, deshalb hoffe ich, noch die Gelegenheit zu haben, einigen dieser feinen Menschen die Hand zu drücken und sie kennenzulernen, denn ich will ja mit ihnen zusammen in einem besseren Land die Ewigkeit verbringen.


005.   Nur schnell eine Kleinigkeit. Ich hoffe, daß man mich nicht mißversteht. Ich glaube, es war kein Zufall, sondern eine Fügung Gottes, daß ich gestern von meinem Freund Danny Henry ein Geschenk bekam. Ich hielt einmal während einer Konferenz der Christlichen Geschäftsleute in Kalifornien eine Versammlung. Darin habe ich sehr scharf gegen die Zustände der Zeit gesprochen, und ich hoffe, daß niemand glaubt, ich hätte Boshaftigkeit in meinem Herzen. Gewiß nicht. Ihr versteht bestimmt, daß ich es nicht so meine. Doch ich muß einfach aussprechen, was mir eingegeben wird.


006.   Danach kam dieser junge Mann, ein Bruder von den Baptisten, zu mir. Ich glaube, er ist mit irgendeinem Filmstar verwandt. Er kam, umarmte mich und sagte: "Der Herr segne dich, Bruder Branham. Ich möchte gern ein paar Worte des Gebets sprechen", und er fing an, Französisch zu sprechen. Der Junge kann kein Wort Französisch! Eine große Frau, ich glaube, sie war aus Louisiana stand auf und sagte: "Das ist Französisch!" Ein Mann auf der anderen Seite sagte ebenfalls: "Das ist Französisch!" Beide schrieben mit, was gesagt wurde. Ich habe die Originalabschrift hier. Dann kam ein junger Mann nach vorne, um sich das, was sie aufgeschrieben hatten, anzusehen. Zufällig war er Dolmetscher für Französisch bei der UNO - gerade für Französisch!


007.   Ich möchte das, was aufgeschrieben wurde, vorlesen. Dies ist die Originalnotiz von einer der beiden Personen. Dieser Mann hat es übersetzt. Vielleicht spreche ich seinen Namen nicht ganz richtig aus: Le Deaux, Victor Le Deaux. Er ist ein echter Franzose. Nun, hier ist die Botschaft:

"Weil du diesen schmalen Weg, den schwereren Weg, gewählt hast - du hast deine eigene Wahl dafür getroffen. Dies ist der genaue und richtige Weg, denn es ist Mein Weg. Was für eine herrliche Entscheidung hast du getroffen! -, deswegen erwartet dich ein großer Anteil im Himmel. Dies in sich selbst ist es, was den gewaltigen Sieg hervorbringen und vollführen wird in der göttlichen Liebe."


008.   Wißt ihr, als ich Menschen zuerst in Zungen reden hörte, war ich immer skeptisch, obwohl ich nichts kritisierte, weil ich es als echt erlebt habe. Aber als das geschah, erkannte ich, daß es sich auf den Auftrag bezog, und ich wußte, daß es von Gott kam.


009.   Nun hat mir der Bruder von Danny, ein sehr bekannter Anwalt, der hier sitzt, ein Geschenk von Danny gebracht. Danny ist gerade aus dem Heiligen Land zurückgekommen. Er hat sogar in dem Grab gelegen, wohin Jesus nach Seinem Tode gelegt worden war. Dabei, so sagte er, mußte er an mich denken. Der Geist des Herrn kam über ihn, er ging hinaus auf den Hügel Golgatha, wo die Kreuzigung stattgefunden hat, und nahm ein Stückchen Gestein mit. Als er zurückkam, machte er mir ein Paar Manschettenknöpfe daraus. Ich schätze sie wirklich sehr. Und nun - das weiß Danny natürlich nicht - schaute ich heute morgen, als ich im Gebet war, plötzlich auf diese Manschettenknöpfe hinab: jeder von ihnen, wenn ihr euch überzeugen wollt, ist wie mit Blut besprengt, und durch jeden geht eine gerade Linie hindurch. Wie genau stimmt doch die Botschaft von dem geraden und schmalen Weg, die Gott ihm eingegeben hat, damit überein! Ich dachte, daß Gott es vielleicht so gefügt hat, und bin Danny wirklich dankbar. Bitte sage ihm, Bruder, wie sehr ich es schätze.


010.   Und noch etwas Seltsames: Vor einigen Tagen zog ich ein Hemd an, zu dem man Manschettenknöpfe braucht, und meine Frau sagte: "Ich habe vergessen, deine Manschettenknöpfe mitzunehmen." So hat der Herr mir ein Paar beschafft.


011.   Oh, es ist ein herrliches Leben - nicht wahr, Brüder? -, in der Einfachheit des Evangeliums zu wandeln. Doch gerade in Seiner Einfachheit ist es das Gewaltigste, das ich kenne. Ich weiß, daß es so unbedeutend erscheint. Doch gerade weil es so einfach ist, hatte ich durch die Gnade Gottes die Möglichkeit hineinzukommen.


012.   Heute nachmittag will ich nicht allzuviel Zeit beanspruchen, denn ich weiß, daß ihr heute abend noch in eure Gemeinden geht. Ich meine, ihr Besucher solltet euch einmal auf dem Podium umschauen, dann seht ihr Prediger, die sich alle freuen, wenn ihr heute abend in ihren Gottesdienst kommt. Sie werden euch von Nutzen sein. Bestimmt seid ihr heute morgen hier in der Stadt zu einer Sonntagsschule gegangen. Während dieser Versammlungen der Christlichen Geschäftsleute sollten wir, so meine ich, gleichzeitig unsere eigenen Gemeinden unterstützen, so gut wir nur können, denn dorthin können unsere Geschäftsleute gehen, und es ist ein Haus Gottes. Ich hoffe, ihr werdet heute abend eine Gemeinde besuchen.


013.   Ich glaube, morgen abend findet der Abschluß der Konferenz statt, und ich nehme an, man hat den Sprecher bereits bekanntgegeben. So der Herr will, werde auch ich hier sein, um seine Botschaft zu hören. Gott segne euch alle.


014.   Ich behaupte nicht, ein Prediger zu sein. Ich besitze nicht genug Bildung, um mich Prediger zu nennen. Wenn ihr sagt, daß ihr ein Prediger seid, erwartet man von euch, daß ihr zwei akademische Titel besitzt. Doch seht, ich habe nichts weiter als eine Schleuder. Damit versuche ich den kranken Schafen nachzugehen, wenn ich kann, und sie zurück zur Weide des Vaters zu bringen.


015.   Vergebt mir, wenn ich Fehler mache. Ich bin kein Theologe. Ich kritisiere die Theologen nicht; Theologie ist in Ordnung. Sie wird gebraucht. Aber manchmal kritisiere ich den Zustand, in den wir geraten sind. Das gilt keinem bestimmten Menschen. Es ist einfach die Botschaft. Ich wünschte, daß nicht gerade ich es wäre, der sie geben muß. Es zerreißt mir das Herz, denn ihr wißt, wie euch dabei zumute wäre.


016.   Es ist wie mit euren eigenen Kindern. Verabscheut ihr es nicht, ein Kind schelten, ausschimpfen zu müssen und dergleichen? Ich bin selbst Vater und weiß, was es bedeutet. Deshalb hoffe ich, daß ihr mir vergebt.


017.   Und ich möchte, daß ihr es folgendermaßen haltet; euch, die ihr an diesem Nachmittag hier sitzt, möchte ich um einen Gefallen bitten. Ich habe ein paar kurze Notizen hier. Wie ich schon sagte, muß ich mir die Schriftstellen aufschreiben. Früher konnte ich die Bibel fast auswendig zitieren, aber heute nicht mehr. Ich bin durch zu viele harte Kämpfe gegangen und zu alt dafür geworden. Doch ich vertraue darauf, daß ihr mir heute nachmittag für eine kurze Zeit zuhört, euer Herz wirklich öffnet und zu verstehen versucht, worauf ich hinaus will. Ich glaube, das wird besser sein - besonders für die Prediger dieser Stadt und aus anderen Orten. Ich hoffe, daß ihr wirklich aufmerksam zuhört.


018.   Und nun haltet es so, wie ich es mache, wenn ich meinen Lieblingskuchen esse: Kirschkuchen, oder mein Lieblingsfleisch: Hähnchen. Wenn ich nun ein gutes Stück Kirschkuchen esse und auf einen Kern stoße, höre ich nicht auf, Kuchen zu essen; ich lege nur den Kern beiseite und esse den Kuchen weiter. Wenn ich auf den Knochen eines Hähnchens stoße, werfe ich doch das Hähnchen nicht weg, sondern nur den Knochen. Falls ich also etwas sagen sollte, dem ihr nicht zustimmt, dann werft nur den Teil weg. Aber seht ihn euch wirklich gut an: seid sicher, daß es ein Knochen ist! Noch etwas möchte ich sagen: wenn es ein Kern sein sollte, so denkt daran, daß er neues Leben hervorbringt. Seht ihn euch also genau an. Der Herr segne euch.


019.   Bruder Carl Williams sagte an einem Abend etwas davon, daß wir für die Kranken beten sollten. Das wäre sehr schön. Ich weiß, daß es gut sein würde. Doch wir sind hier nicht darauf vorbereitet, eine Gebetsreihe aufzurufen. Ich weiß nicht, ob Bruder Oral oder einer der anderen Brüder eine Gebetsreihe in den Versammlungen hatte oder nicht. Das weiß ich nicht. Ich habe es zwei- oder dreimal versucht, aber gewöhnlich muß man für eine so große Versammlung wie diese Gebetskarten ausgeben. Dies ist keine Arena, sondern ein Gotteshaus. Dazu ist es geweiht. Wenn man Gebetskarten hat, drängen und stoßen die Menschen sich nicht, sondern stellen sich ordentlich auf.


020.   Billy fragte mich: "Soll ich dorthin gehen und Karten ausgeben? Die Leute bitten mich um Gebetskarten."

Ich antwortete: "Nein, Billy. Wir wollen es dem Heiligen Geist überlassen zu tun, was Er will." Vielleicht baut Er den Glauben so auf, daß ihr geheilt werdet, wo ihr gerade seid.


021.   Doch seht, göttliche Heilung ist nicht das Wichtigste am Evangelium, und man kann nie etwas Nebensächliches zu einer Hauptsache machen. Jeder weiß das. Doch sie ist wie ein "Köder", um die Menschen zum Glauben an die übernatürliche Gegenwart Gottes zu bringen; und indem sie sich Seiner Gegenwart bewußt werden, werden sie geheilt, weil sie es im Glauben annehmen.


022.   Jetzt möchte ich aus dem Worte Gottes lesen. Ich möchte eine Schriftstelle aus dem Neuen Testament nehmen und an diesem Nachmittag ganz kurz über ein Thema daraus sprechen. Ich will euch nicht allzu lange aufhalten wegen der Gottesdienste heute abend. Doch denkt daran - ich hoffe, ich habe mich klar genug ausgedrückt: schenkt dem während dieser kurzen Zeit eure ganze Aufmerksamkeit.


023.   Bevor wir das tun, wollen wir noch einmal unsere Häupter neigen. Ihr wißt, wir könnten zuviel singen. Wir könnten zuviel jauchzen, bis wir heiser werden. Wir könnten auch zur unpassenden Zeit singen oder jauchzen, aber es gibt etwas, mit dem wir nie fehl am Platz sind: wenn wir beten. "Mein Wille ist nun, daß die Männer an jedem Versammlungsort beten sollen, indem sie heilige Hände aufheben, frei von Zorn und Zweifel."


024.   Vater, das größte Vorrecht, das ein Sterblicher jemals haben kann, ist, seine Augen zu schließen, sein Herz zu öffnen und mit Dir zu reden. Wir wissen, daß Du uns erhörst, wenn wir nur glauben können, daß Du uns erhörst, denn Jesus sagte: "Alles, um was ihr den Vater in Meinem Namen bitten werdet, soll euch zuteil werden." Das sollte unter der Bedingung gelten, daß wir nicht zweifeln würden. Deshalb hilf uns, Vater, an diesem Nachmittag zu glauben, daß unsere Bitten gewährt werden, und möge nirgendwo auch nur der Schatten eines Zweifels sein, sondern mögen die Dinge geschehen, um die wir bitten.


025.   Bringe jede verlorene und verirrte Seele, die sich heute unter dem Schall unserer Stimme befindet und zu der dieses Tonband draußen in den heidnischen Ländern oder sonstwo auf der ganzen Welt gelangt, in Dein Reich, damit Dein großer Name, o Gott, geehrt wird.


026.   Himmlischer Vater, ich bete, daß kein Hinfälliger heute in unserer Mitte bleibt. Möge Gott der Herr am Ende des Gottesdienstes jede verlorene Seele gerettet, jeden kranken Körper geheilt und die Herzen Seiner Kinder mit Freude erfüllt haben. Deshalb haben wir Glauben, Herr, Gott, unseren Vater, im Namen Jesu zu bitten: weil Er verheißen hat, uns zu erhören zu Seiner Ehre. Amen.


027.   Ich möchte einen Text aus dem Johannesevangelium, dem 17. Kapitel, vom 20. Vers an, lesen. Ich glaube, das stimmt.

"Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort zum Glauben an Mich kommen werden."


028.   Ich glaube, ich habe die falsche Stelle. Entschuldigt einen Moment. Ich suche eigentlich nicht das Gebet Jesu. Ich habe mir hier etwas Falsches aufgeschrieben. Ich suche die Stelle, wo Jesus von einer Frau spricht, die Mutter wird; die ein Kind zur Welt bringt. Steht das in Lukas oder Johannes? Jack, wo steht es? Johannes sechzehn. Ich dachte auch, daß es richtig wäre, aber es hörte sich ganz anders an. Johannes sechzehn. [Jemand auf der Plattform sagt: "Vers 21." - d. Üb.] Vers 21. Natürlich, das muß es sein.


029.   Nein, Bruder Jack, das stimmt immer noch nicht. Ich habe Johannes 16, 21 aufgeschlagen, aber es ist immer noch falsch. In dieser Bibel ist etwas durcheinander geraten. Jawohl. Es ist falsch gedruckt worden. So ist es. Dies ist eine ganz neue Bibel; ich habe sie gerade erst bekommen. Man hat beim Drucken etwas falsch gemacht.

[Ein katholischer Priester kommt auf die Plattform, reicht Bruder Branham seine Bibel und sagt dabei: "Das ist eine Fügung Gottes. Und Gott wird dir den Grund zeigen, weshalb du dies darlegen sollst. Es ist wunderbar."] [Bruder Branham bezieht sich auf diesen Vorfall und darauf, wie die Schrift erfüllt werden mußte, in der Botschaft "An diesem Tag ist diese Schrift erfüllt" vom 19. Februar 1965 - d. Üb.]


031.   Gut. Danke, vielen Dank. Sechzehn, zwanzig und einundzwanzig. Danke, das stimmt.

"Wahrlich, wahrlich Ich sage euch: ihr werdet weinen und wehklagen, die Welt aber wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Wenn eine Frau Mutter werden soll, so ist sie traurig, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß ein Mensch in die Welt geboren ist."


032.   Vielen Dank, mein Bruder. Das schätze ich sehr. Es war bestimmt ein Druckfehler in der Bibel: eine Seite ist falsch eingesetzt worden. Ich hatte die Stelle in meiner alten Scofield-Bibel gefunden, nahm jedoch diese mit, weil meine Frau sie mir zu Weihnachten geschenkt hat, und bin erst vor einigen Minuten damit hierher geeilt.


033.   Heute nachmittag möchte ich über ein Thema sprechen, das ich bereits angekündigt habe: Geburtswehen. Das hört sich nicht schön an, aber es steht in der Bibel. Ich glaube, daß Jesus davon sprach, als Er sagte: "Ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit wird zur Freude werden." ER sprach hier zu Seinen Jungem, und Er wußte, daß die Geburt des christlichen Glaubens einsetzte. Das Alte muß sterben, damit das Neue geboren werden kann. Alles, was etwas hervorbringt, muß Schmerzen und Qualen erleiden. Sicherlich mußten auch sie Schmerzen und Qualen durchstehen, um vom Gesetz zur Gnade zu gelangen.


034.   Die natürliche Geburt ist ein Sinnbild für die geistliche Geburt. Alle Dinge aus dem natürlichen Bereich sind Sinnbilder für das Geistliche. Wenn wir hinschauen und sehen, wie ein Baum in den Boden hineinwächst, dann begreifen wir, daß er um sein Leben kämpft. Das soll uns zeigen, daß es irgendwo einen Baum gibt, der nicht zu sterben braucht, denn dieser natürliche Baum sehnt sich nach etwas. Wir wissen, daß auch die Menschen, ganz gleich wie alt und wie krank sie sind, in welcher Lage sie sich befinden, leben wollen. Das beweist, daß es irgendwo ein Leben gibt, wo wir ewig leben. Beachtet, wie vollkommen es ist.


035.   Ich glaube, in 1. Joh. 5, 7, falls ich mich nicht irre, heißt es: "Drei sind es nämlich, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut; und diese drei sind vereint." Seht, die drei stimmen überein. Ihr könnt nicht den Vater ohne den Sohn haben; ihr könnt nicht den Sohn haben, ohne den Heiligen Geist zu haben. Aber ihr könnt das Wasser ohne das Blut und das Blut ohne den Geist haben.


036.   Ich denke, dies hat sich während unserer ganzen Zeitalter als wahr erwiesen. Wasser, Blut, Geist - Rechtfertigung, Heiligung, Taufe des Heiligen Geistes. Dies versinnbildlicht bzw. ist das Gegenstück zur natürlichen Geburt. Seht, wenn eine Frau oder ein anderes Geschöpf Mutter wird, kommt bei einer normalen Geburt als erstes Wasser, als zweites Blut, und dann kommt das Leben - Wasser, Blut, Geist. Das charakterisiert die normale, natürliche Geburt.


037.   Genauso ist es im geistlichen Bereich. Zuerst kommt das Wasser, die Rechtfertigung durch den Glauben, indem ihr zum Glauben an Gott kommt, Ihn als euren persönlichen Heiland annehmt und getauft werdet. Das zweite ist die Heiligung durch den Geist, indem Gott euren Geist von allen weltlichen Dingen und dem weltlichen Verlangen reinigt. Dann zieht der Heilige Geist ein, bewirkt die Wiedergeburt und erfüllt das geheiligte Gefäß.


038.   Ich möchte euch ein Beispiel geben. Ich habe euch ja geraten, das, was ihr nicht glauben könnt, beiseite zu legen und den Kuchen zu nehmen. Stellt euch nun ein Glas vor, das im Hühnerhof liegt. Ihr hebt es doch nicht auf, stellt es so auf euren Tisch und füllt es mit Wasser oder Milch. Nein. Es aufzuheben ist mit der Rechtfertigung vergleichbar. Es zu reinigen entspricht der Heiligung, denn das griechische Wort für heiligen ist eine Wortverbindung und bedeutet "reinigen und für den Dienst beiseite stellen" - nicht in den Dienst, sondern für den Dienst. Erst wenn man es füllt, wird es in den Dienst gestellt.


039.   Entschuldigt nun, ich will euch nicht verletzen, aber hier seid ihr Heiligkeitspilger und Nazarener stehengeblieben, ohne bis Pfingsten weiterzugehen. Ihr seid durch die Heiligung gereinigt worden, doch als ihr bereit wart, in den Dienst gestellt zu werden, die Gaben wie Zungenreden und andere Dinge zu empfangen, da habt ihr es abgelehnt und seid wieder zurück in den Hühnerhof gegangen. So geschieht es immer. Ich will euch nicht kritisieren, doch ich möchte es loswerden. Es brennt, schon seit ich hier bin, in meinem Herzen, und wenn Carl und Demos und ihr alle mir wohlgesinnt seid, will ich mein Bestes versuchen, meine Seele davon freizumachen. Alles weitere liegt dann an euch.


040.   Das Natürliche symbolisiert das Geistliche. Bei der Geburt eines Kindes, wenn das Wasser hervorbricht, braucht man gewöhnlich nicht viel nachzuhelfen. Ebenso ist es, wenn das Blut kommt. Aber um das Kind wirklich zum Leben zu bringen, muß man ihm einen Klaps geben, so daß es schreit. Weil ich im Gegensatz zu meinen Brüdern hier, die so gelehrt sind, keine Bildung besitze, muß ich die Natur zum Vergleich nehmen. So ist es. Das ist geschehen. Man muß ihnen einen richtigen Klaps geben, um sie dahin zu bekommen.


041.   Es ist eine Art Schock nötig. Vielleicht muß man ihm nicht gerade einen Klaps geben, doch ein kleiner Schock ist erforderlich. Manchmal genügt schon das Erlebnis der Geburt selbst. Nehmt es und schüttelt es; wenn es dabei nicht anfängt zu atmen, so gebt ihm einen kleinen Klaps, und schon schreit es in einer Sprache, die es vermutlich selbst nicht kennt. Jedenfalls gibt es einen Laut von sich. Ich glaube, wenn ein Kind bei der Geburt keinen Laut von sich gibt, sondern völlig still und reglos ist, dann ist es ein totes Baby.


042.   Da liegt heute das Problem bei der formellen Kirche - Gemeinde: es gibt zu viele Totgeburten. Das stimmt. Sie benötigen einen "Klaps" durch das Evangelium, damit sie aufwachen und zu sich kommen, so daß Gott ihnen den Lebensodem einhauchen kann! Wir begreifen, daß dies wirklich stimmt. Es ist eine harte Lehre, aber dennoch die Wahrheit.


043.   Beachtet, wenn ein Same hervorkommen soll, muß das alte Samenkorn sterben, bevor das neue entstehen kann. Der Tod ist immer etwas Hartes. Er ist schmerzlich, qualvoll. Genauso ist es mit der Geburt, weil Leben zur Welt gebracht wird. Es ist mit Schmerzen verbunden.


044.   Jesus sagte, daß Sein Wort ein Same ist, den zu säen ein Sämann ausging. Das ist uns ja allen bekannt, und ich möchte dies wie eine Sonntagsschullektion lehren, weil heute Sonntag ist. Dieses Wort ist also ein Same. Bedenkt jedoch, daß ein Samenkorn nur neues Leben hervorbringt, wenn es stirbt. Das ist auch der Grund, weshalb es für die Pharisäer so schwer war, unseren Herrn Jesus Christus zu verstehen: weil sie unter dem Gesetz standen. Das Gesetz war das Wort Gottes in Gestalt des Samens. Doch als das Wort Fleisch wurde, war es nicht länger Gesetz, sondern Gnade. Gnade und Gesetz können nicht zugleich existieren, weil die Gnade so hoch über dem Gesetz steht, daß das Gesetz gar nicht mehr im Bild erscheint. Deshalb war es so schwer für die Pharisäer, ihrem Gesetz zu sterben, damit die Gnade hervorkommen konnte. Aber es mußte weichen. Die beiden Gesetze können nicht zur gleichen Zeit existieren.


045.   Es kann nicht sein, daß ein Gesetz sagt, man darf an diesem Signal vorbeifahren, und daß ein anderes sagt, man darf nicht weiterfahren. Es kann nur ein Gesetz gelten. Vielleicht konnte man früher einmal weiterfahren: Vorsicht - Durchfahrt gestattet. Aber jetzt steht es auf rot: HALT! Seht ihr? Also können nicht zwei Gesetze zur gleichen Zeit gültig sein.

Jetzt möchte ich euch erklären, was es mit dem Schmerz, der Qual und der Pein aufsich hat. Seht, wie die Pharisäer dem Gesetz starben - unter Schmerzen, Qual und Pein. Doch es muß so sein.


046.   Wir wissen, daß der Regen, der die Früchte auf der Erde hervorbringt, in den, wie der Dichter sagt, "Gewitterfeldern, an einem zerfetzten, zerklüfteten Himmel geboren wird." Doch wenn es den Donner und den zerfetzten, zerklüfteten Himmel nicht gäbe, könnte der kleine kondensierte Regentropfen, der aus dem Meer aufsteigt und aus dem Salz herausdestilliert wird, nicht geboren werden. Blitz, Donner, Sturm und zerfetzte, rauhe, schreckliche Dinge sind notwendig, um die sanften Wassertropfen hervorzubringen. Schmerzen sind bei einer Geburt notwendig; ein Sterben. Während die Wolken sterben, bildet sich der Regen, weil der Regen Bestandteil der Wolke ist. Das eine muß sterben, damit das andere leben kann. Wenn einige meiner Brüder hier die Gelegenheit dazu hätten, könnten sie euch all die Gesetze dieser Dinge erklären. Ich kann es nicht.


047.   Jetzt wollen wir uns etwas anderem zuwenden, um kurz einen Beweis zu erbringen. Jeder hat ja seine eigene Ansicht darüber, doch für mich ist die schönste Blume, die ich je gesehen habe, unsere Wasserlilie. Sie wächst im Osten. Wie viele haben jemals eine Wasserlilie gesehen? Oh, für mich gibt es nichts, das ihr gleichkommt. Aber ist euch aufgefallen, was es mit der Wasserlilie aufsich hat? Ich denke dabei an das, was Jesus gesagt hat: "Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; und doch sage Ich euch: Auch Salomo in aller seiner Pracht ist nicht so herrlich gekleidet gewesen wie eine von ihnen."


048.   Salomos Pracht und Kleidung waren nur künstlich, aber die Schönheit der Lilie wird durch das Leben bewirkt, nicht durch künstliches Bemalen oder Anstreichen.

Genauso ist es mit unseren Frauen. Ich glaube nicht, daß ihr die grüne Farbe, die falschen Wimpern und all dies Zeug, das ich sowieso immer durcheinanderbringe, in eurem Gesicht braucht, damit ihr hübsch werdet. "Schön ist, wer schön handelt." Wenn ihr ein wenig Apostelgeschichte 2, 4 hinzufügt und es mit etwas Johannes 3, 16 mischt, wird es alles übertreffen, was Max Factor je herzustellen versucht hat. Euer Ehemann wird euch mehr lieben, alle anderen Leute ebenfalls, und ich bin sicher, Gott auch.


049.   ER sagte, daß wir die Lilie betrachten sollen. Wie sie sich abmüht, um zu wachsen und emporzukommen! Seht, was diese kleine Wasserlilie durch dringt: Schlamm, Sumpf, Morast, schlammiges, schmutziges Wasser. Dieser kleine Lebenskeim bahnt sich seinen Weg durch all das hindurch, indem er sich vom Grund des Teiches, wo Frösche und dergleichen sind, emporarbeitet, bis er dies alles hinter sich gelassen hat und oben angekommen ist. Doch sobald er das Sonnenlicht erreicht, wird die Wasserlilie geboren. Dieses kleine Samenkorn bricht zum Leben auf. Das kann nicht geschehen, bevor es nicht diesen Prozeß hinter sich hat. Es muß ihn durchlaufen, und es geschieht dadurch, daß die Sonne selbst es zieht. Und wenn sie dann durch das schmutzige Wasser, den Schlamm und alles andere gedrungen ist und an die Oberfläche gelangt, ist sie so glücklich, daß sie ihr Leben frei darbietet, und es ist ein herrliches Leben, wenn sie die Gegenwart dessen erreicht hat, was sie emporzieht.


050.   Ich finde, dies ist ein schönes Bild des christlichen Lebens. Etwas zieht euch aus der Welt, und eines Tages werdet ihr durch den Heiligen Geist direkt in Seine Gegenwart hineingeboren. Wie herrlich! Wenn ihr versucht, dabei nachzuhelfen, tötet ihr es.


051.   So ist es auch, wenn ein kleines Küken geboren wird. Wenn ihr je einen dieser kleinen Kerle oder einen anderen Vogel beobachtet habt, wißt ihr, daß sie mit ihrer Schnabelspitze das Ei aufhacken, damit sie schlüpfen können. Es reift innerhalb der Eischale heran. Der innere Teil des Eies verfault. Dann muß das Küken mit seinem Schnabel hin und her kratzen, bis es die Schale aufgebrochen hat. In meiner Heimat Kentucky sagen wir dazu: "Es pickt sich seinen Weg heraus." Einen besseren Weg hat man noch nicht gefunden. Weshalb? Weil es der von Gott festgelegte Weg ist. Wenn ihr versucht, ihm zu helfen, werdet ihr es töten. Würde man die Schale für es öffnen, stirbt es. Seht, es muß sich abmühen, sich anstrengen und sich herausarbeiten.


052.   Das muß auch ein Christ tun. Es genügt nicht, daß euch jemand nur die Hand gibt und aufnimmt. Ihr müßt liegenbleiben, bis ihr sterbt, verwest und in das Reich Gottes hineingeboren werdet. Das ist der von Gott festgelegte Weg. Ihr gelangt weder durch ein Mitgliedsbuch noch durch einen Händedruck, einen Beitritt oder indem ihr euch krampfhaft bemüht und es an euch reißt, hinein. Ihr müßt euch einfach nur von der alten Schale entfernen. Beachtet, man hat noch keinen besseren Weg gefunden.


053.   Auch für ein Baby hat man noch keine bessere Möglichkeit gefunden, daß es bekommt, was es will, außer der, die Gott festgelegt hat. Man könnte dem Kind, sobald es geboren ist, eine Glocke an sein Bettchen hängen und sagen: "Mein Sohn, ich bin ein Fachmann. Ich habe Bücher darüber gelesen, wie man ein Kind erzieht, und ich sage dir: du bist ein modernes Kind. Du bist in einem modernen Heim als Kind moderner Eltern zur Welt gekommen. Wenn du Hunger hast und deine Mutter oder mich brauchst, dann läute einfach die kleine Glocke." So wird es nie gehen. Die einzige Möglichkeit zu bekommen, was es will, ist, danach zu schreien. So hat Gott es bestimmt.


054.   So bekommen auch wir, was wir benötigen: indem wir danach schreien! Schreit! Schämt euch nicht. Sagt: "Ich hungere nach Gott!" Kümmert euch nicht darum, ob die Diakone, Pastoren oder wer auch immer in der Nähe sind. Schreit trotzdem! Was macht es, wenn die Jonesens dort sitzen? Schreit - bis euch geholfen ist! Das ist die einzige Möglichkeit, die es gibt. ER hat uns das, als Er hier auf Erden war, an dem Beispiel des ungerechten Richters gelehrt.


055.   Nehmen wir einen kleinen Tautropfen. Ich kenne seine Formel nicht. Vielleicht ist ein Wissenschaftler hier, der sie kennt. Ich sage es einfach so, wie ich es mir denke. Vielleicht haben sich in der Nacht bestimmte Teile der Luft miteinander verbunden und sind dann zur Erde gefallen. Wenn das geschieht, wird in der Nacht ein Tautropfen geboren. Doch am Morgen hängt er frierend und zitternd an einem Grashälmchen oder an eurer Wäscheleine. Aber wartet nur, bis die Sonne hervorkommt! Wißt ihr, wie glücklich er dann ist? Er glitzert und tanzt. Weshalb? Weil er weiß, daß das Sonnenlicht ihn dahin zurückzieht, wo er am Anfang war.


056.   Genauso ist es mit jedem Mann und jeder Frau, die aus dem Geist Gottes geboren sind. Es geschieht etwas, wenn das Licht sich über uns ergießt, so daß wir glücklich werden, denn wir wissen, daß wir dorthin zurückkehren, woher wir gekommen sind: - aus dem Schoße Gottes. Natürlich kann der Tautropfen vor Freude glitzern, wenn die Sonne ihn trifft, denn er weiß, daß er dahin zurückkehrt, von wo er gekommen ist. Das sind nur Kleinigkeiten, aber wir könnten damit fortfahren. Wir wollen noch etwas anderes nehmen.


057.   Wie wir wissen, muß das alte Samenkorn, bevor das neue aus dem alten hervorkommen kann, vermodern. Absolut. Es muß nicht nur sterben, sondern verwesen, nachdem es abgestorben ist. Wir wissen, daß es so ist. Mit der Wiedergeburt ist es genauso. Wenn wir wiedergeboren sind, gehen wir nicht zurück, sondern vorwärts. Und deshalb glaube ich, daß heute so wenige eine echte Wiedergeburt erleben: weil das Samenkorn nicht verwesen kann. Vielleicht spricht sie das Wort an, oder die Person ist ihnen sympathisch, aber sie wollen sich von dem alten System nicht trennen und verwesen. Sie wollen nicht herauskommen. Sie möchten in dem alten System bleiben und behaupten trotzdem, die Wiedergeburt erlebt oder die Botschaft für diese Zeit erkannt zu haben.


058.   Dasselbe kennen wir aus den Tagen Luthers, Wesleys, der Pfingstbewegung und allen anderen Zeitaltem. Immer noch versuchen sie, an dem alten System festzuhalten und diesen Anspruch zu erheben, doch das Zeitalter des alten Systems muß sterben und verwesen, damit es das neue hervorbringen kann. Trotzdem wollen sie daran festhalten. Beachtet: obwohl sie wissen, daß jenes alte System tot ist, wollen sie sich dennoch nicht davon trennen und verwesen. Verwest sein bedeutet, daß es endgültig damit vorbei ist.


059.   Wenn sie behaupten, wiedergeboren zu sein, dann ist das nur ein Zeichen dafür, daß eine Zeugung stattgefunden hat - erst auf die Verwesung folgt die Wiedergeburt! Ihr müßt ihm gegenüber verwesen, wie es im Zeitalter Wesleys und allen anderen der Fall war. Erst danach kann die Wiedergeburt erfolgen. Als Luther mit diesem Wort auftrat: "Der Gerechte soll aus Glauben leben.", konnte er nicht länger an dem alten System festhalten. Er mußte herauskommen.


060.   Und dann, nachdem die Kalvinisten die anglikanische Kirche mit ihrer Lehre in solch einen Zustand gebracht hatten, ließ Gott durch John Wesley eine arminianische Lehre entstehen. Das alte System mußte sterben, damit etwas Neues hervorkommen konnte. Als das Zeitalter Wesleys endete, waren viele kleine Blätter aus dem Halm herausgewachsen und die Ähre erschienen. Als die Pfingstbewegung mit der Wiedererstattung der Gaben entstand, mußten sie aus den Baptisten, den Presbyterianern, den Heiligkeitspilgern, den Nazarenern, der sogenannten Gemeinde Christi und all den anderen herauskommen. Sie mußten herauskommen, verwesen, um die Wiedergeburt annehmen zu können.


061.   Man bezeichnet euch immer als verrückt, doch so erging es auch Paulus, als er verweste und aus dem herauskam, was er einmal für richtig gehalten hatte. Er sagte: "Nach der Glaubensrichtung, die sie als Sekte bezeichnen, diene ich dem Gott unserer Väter." Seht, er hatte das neue Leben angenommen, das Neue Testament, das aus dem Alten geboren worden war, und mußte dem Alten gegenüber verwesen, denn es war nur das Schattenbild.


062.   Genau da befinden wir uns jetzt. Seid nachsichtig mit mir, doch das ist meine Ansicht. Die Kirchen-Gemeinden sind so sehr zu Systemen geworden, daß ihr nicht mehr hingehen könnt, es sei denn, ihr gehört dazu. Ihr müßt eine Mitgliedskarte oder irgendeinen anderen Ausweis haben. Weil ich dies glaube, ist fast die einzige Tür, die mir offensteht, die der Christlichen Geschäftsleute. Solange sie keine Organisation sind, kann ich zu ihnen kommen und den Menschen die Botschaft bringen, die mir auf dem Herzen liegt. Aber alle sind so sehr zu Systemen geworden. Ich liebe euch Pfingstleute. Dennoch ist Pfingsten keine Organisation. Ihr nennt euch nur so. Pfingsten ist ein Erlebnis und keine Denomination.


063.   Aber es ist für viele so schwer, obwohl sie es sehen und glauben und auch anhand des Wortes erkennen, daß Gott es bestätigt. Dennoch ist es so schwer für sie, von dort herauszukommen, wo sie sind, und zu verwesen. "Was soll ich dann tun? Woher bekomme ich dann mein Essen?" Gott ist deine Speise! An Gott sollst du festhalten! "Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit!" Ich will es dabei bewenden lassen; ihr wißt ja, wovon ich spreche.


064.   Die Propheten Gottes haben uns vorhergesagt, daß wir eine neue Erde bekommen sollen - einen neuen Himmel und eine neue Erde. Wenn ihr die entsprechende Schriftstelle wollt: es steht in Offbg. 21. Ich kann es euch vorlesen; ich habe es vor mir. Johannes sagte:

"Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde: denn der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden..."


065.   Sie waren vergangen. Wenn wir eine neue Erde bekommen sollen, kann die alte Erde nicht gleichzeitig mit der neuen existieren, bzw. die neue und die alte Welt können nicht zusammen bestehen. Es kann nicht zwei Weltordnungen zur gleichen Zeit geben. Also muß die alte Erde vergehen, damit die neue entstehen kann. Wenn nun die alte Erde zugrundegehen muß, erleidet sie jetzt Geburtsschmerzen für eine neue.


066.   Ein Arzt, der eine Patientin mit Wehen untersucht, tut etwas ganz Bestimmtes. Ich sage das in Anwesenheit von zwei oder drei guten, christlichen Ärzten, die sich, soweit mit bekannt ist, unter uns befinden. Ich möchte sie fragen, ob das stimmt. Eines der ersten Dinge, die er tut, nachdem er die Patientin untersucht hat, ist, den Abstand der Wehen festzustellen. Er beobachtet, wie dicht die Wehen aufeinanderfolgen und wie heftig sie sind. Die letzte war stärker als die vorherige, und die nächste ist noch stärker. Sie folgen immer dichter aufeinander. Anhand der Wehen beurteilt er den Geburtsverlauf.


067.   Wenn diese Welt der Geburt einer neuen Welt weichen muß, dann wollen wir einige der Geburtswehen betrachten, die wir auf der Erde haben. Daran werden wir erkennen, was für ein Tag es ist und wie weit sie mit der Geburt schon fortgeschritten ist.


068.   Der Erste Weltkrieg brachte große Schmerzen - Geburtsschmerzen. Es war eine der ersten Wehen ihrer einsetzenden Geburt, denn damals hat man zum erstenmal Bomben eingesetzt sowie Maschinengewehre und Giftgas. Ihr erinnert euch daran; viele von euch wahrscheinlich nicht. Ich war damals noch ein kleiner Junge von vielleicht acht Jahren, aber ich erinnere mich, wie man von Senf- und Chlorgas usw. sprach. Als man es zum erstenmal einsetzte, sagten sie, es würde die ganze Erde verbrennen, jeden töten, und es würde ihr Ende bedeuten, so daß nur noch der Wind über die Erde weht. Jeder hatte Todesangst vor dieser mächtigen Waffe, dem Giftgas. Die Erde überstand es - es waren ihre ersten Geburtsschmerzen.


069.   Wir wissen, daß es noch einen Krieg, den Zweiten Weltkrieg, gegeben hat. Dieses Mal waren die Geburtswehen der Erde stärker und intensiver. An der Atombombe wäre sie beinahe zugrunde gegangen, denn sie konnte eine ganze Stadt zerstören. In bezug auf die Zerstörung der Erde waren die Schmerzen dieses Mal viel stärker als im Ersten Weltkrieg.


070.   Sie weiß, daß die Zeit ihrer Niederkunft nahe bevorsteht. Deshalb ist sie so nervös und aufgeregt, denn jetzt gibt es die Wasserstoffbombe und Flugkörper, welche die ganze Welt zerstören können. Eine Nation jagt der anderen Angst ein, ganz gleich, wie klein sie ist. Sie haben eine Rakete, die sie angeblich durch Satelliten lenken und auf jede beliebige Stelle der Erde abwerfen können.


071.   Wie ich vor kurzem in den Nachrichten hörte, behauptet Rußland, daß sie diese Nation zerstören und gleichzeitig verhindern können, daß die radioaktive Strahlung oder was auch immer, ihre eigene Nation zerstört. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Jeder stellt solche Behauptungen auf, und so ist es auch. Die Wissenschaft ist in Gottes großes Laboratorium eingedrungen, bis die Menschheit sich selbst zerstören wird.


072.   Gott läßt immer zu, daß sie sich mit ihrer Weisheit selbst zerstören. Gott zerstört nichts. Der Mensch zerstört sich durch seine Weisheit selbst, wie er es schon am Anfang tat, indem er die Weisheit Satans annahm, anstatt Gottes Wort.


073.   Die Welt weiß, daß sie vergehen muß. Sie wird es nicht überstehen. Ich glaube, daß Rußland diese Nation noch heute zerstören würde, wenn es wüßte, daß es selbst dabei der Vernichtung entgehen könnte. Auch jeder andere der kleineren Staaten könnte es tun, aber sie haben Angst, weil sie wissen, daß diese Welt unter solchen Bedingungen nicht in ihrer Bahn bleiben kann. Die Welt weiß also, daß ihre Geburtswehen so stark sind, daß sie vergehen muß. Die Geburt von etwas Neuem steht nahe bevor.


074.   Ich bin dankbar dafür. Ich bin diese Welt leid. Jeder weiß, daß sie ein Ort des Todes, des Leids und jeglicher Art von Zwiespalt ist. Ich bin froh, daß sie weichen muß; ich bin froh, daß die Zeit nahe bevorsteht. Johannes hat es schon vor langer Zeit gesagt: "Amen, komm, Herr Jesus!"


075.   Natürlich muß sie verderben, wie ich es bereits sagte, um etwas Neues zu gebären. Seht, wie verkommen sie bereits ist! Gebt acht, meine Brüder! Sie ist total verdorben. Die Politik und ihre Systeme sind so verderbt, wie es schlimmer nicht sein kann. Kein Knochen ist gesund im Weltsystem, sowohl in ihrer Politik als auch in ihrer religiösen Politik und was auch immer. Der eine sagt: "Ich bin Demokrat", der andere: "Ich bin Republikaner" -"Ich bin Methodist"; "Ich bin Baptist". Das Ganze ist durch und durch verderbt! Sie muß etwas anderem weichen! Sie kann es nicht überstehen! Ihr könntet einen George Washington oder einen Abraham Lincoln in jeden Bezirk der Vereinigten Staaten stellen, sie könnte trotzdem nicht mehr zurück. Es gibt keine Rettung mehr für sie! Nur eines kann ihr noch helfen: das Kommen des Schöpfers!


076.   Sie weiß, daß sie vergehen muß. Sie leidet Schmerzen und Pein. Man weiß nicht, was man tun soll. Der eine blickt dahin, der andere dorthin; einer fürchtet sich vor dem anderen; der eine versucht, etwas zu tun oder diesen zu vernichten; der andere versucht, ihm zu widersprechen und jenen zu zerstören. Jetzt liegt es in den Händen von Sündern, welche die ganze Welt in fünf Minuten zerstören könnten.


077.   Sie weiß, daß sie es nicht übersteht. Die Menschen wissen, daß sie es nicht überstehen wird, und die Welt weiß, daß es geschehen wird, denn Gott hat es gesagt. Der ganze Himmel und die Erde werden in Flammen aufgehen. Es wird eine Erneuerung stattfinden, damit eine neue Welt entstehen kann. Gott hat es vorhergesagt.


078.   Sie ist verderbt in all ihren Systemen, und das muß so sein, damit sie ganz zugrunde gehen kann. Darum sagte ich, daß sie so nervös, "rot im Gesicht" und aufgeregt ist. Deshalb gibt es überall Erdbeben, an der ganzen Küste entlang, und in Alaska Flutwellen. Darum wird die Küste von Erdbeben erschüttert, und Menschen schreiben mir: "Sollen wir von dort wegziehen? Sollen wir wegziehen?" Sie wissen nicht, was sie tun sollen. Es gibt keine Sicherheitszone außer der einen: Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Nur Einer ist Sicherheitszone, und das ist Er. Alles, was außerhalb ist, wird umkommen. Das ist so sicher, wie Gott es gesagt hat!


079.   Nun wollen wir im "Arztbuch" nachsehen, ob sie sich in diesem Zustand befindet und ob dies alles geschehen soll, bevor die neue Erde geboren wird. Laßt uns Matth. 24 in dem "Arztbuch", welches die Bibel ist, aufschlagen und nachsehen, was vorausgesagt ist - welche Symptome sie haben würde. Bei der Geburt eines Kindes muß der Arzt die Symptome kennen. Um die Zeit, wenn das Kind kommen soll, bereitet er alles vor, weil alle Symptome ihm anzeigen, daß das Kind bald geboren wird. Das Wasser ist hervorgekommen, das Blut ebenfalls, und jetzt ist es Zeit, daß das Kind kommt, daß es geboren wird. Deshalb bereitet er alles vor.


080.   Jesus ließ uns ganz genau wissen, was sich zu dieser Zeit ereignen würde. Er sagte uns in Matth. 24, daß die wahre Gemeinde und die andere Gemeinde, die geistliche und die natürliche Gemeinde, durch Nachahmung so ähnlich wären, daß selbst die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Wie es in den Tagen Noahs zugegangen ist, als man aß und trank, heiratete und verheiratet wurde, und die ganze Unmoralität der Welt, die wir heute sehen - all das hat die Bibel, das "Buch des Arztes" für diese Zeit vorhergesagt. Deshalb wissen wir, wenn wir dies geschehen sehen, daß die Geburt nahe bevorsteht! Das muß sie. Jawohl!


081.   Bis jetzt haben wir die Nationen bzw. die Welt betrachtet. Jetzt wollen wir uns Israel, der Gemeinde, zuwenden und uns ungefähr die nächsten zehn Minuten damit befassen.


082.   Israel hatte unter jedem Propheten, der auf der Erde auftrat, Geburtsschmerzen. Seine Botschaft löste Geburtswehen aus. Was tat er? Der Prophet hatte das Wort, doch sie hatte so viel Fäulnis gesät und so viele Systeme eingeführt, daß der Prophet sie von ihrem Fundament stieß! Alle haßten die Propheten. Deshalb hatte die Gemeinde jedesmal, wenn Gott einen Propheten sandte, Geburtswehen. Das Wort des Herrn ergeht ja an den Propheten, und nur an ihn! Dies bedeutet, daß das Wort, welches für eine bestimmte Zeit ausgesprochen worden ist, durch den Propheten für das Zeitalter kundgetan wird. So ist es immer gewesen. Die Gemeinden hatten so viele Systeme um das Wort herum aufgerichtet, daß er sie von ihrem Sitz warf, als er kam! Sie hatte Geburtswehen.


083.   Was war seine Botschaft? - "Zurück zum Wort! Zurück zum Leben!" Systeme haben kein Leben! Gottes Wort allein hat Leben! Die Systeme werden ringsherum aufgerichtet, doch sie haben kein Leben. Es ist das Wort, das Leben gibt!


084.   Seine Botschaft wird den Überrest zum Wort zurückbringen. Eine kleine Gruppe wird herauskommen und glauben. Vielleicht werden es wie zur Zeit Noahs nur acht Menschen sein. Trotzdem hat Gott den Überrest erschüttert und die anderen vernichtet. Sie mußten erschüttert werden.


085.   So geschah es in allen Zeitaltem, bis die Gemeinde schließlich einen männlichen Sohn hervorbrachte, und dieser männliche Sohn war das Wort selbst, das Fleisch geworden war. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." ER hat jeden Teufel, jede Macht auf Erden, die Ihm entgegentrat, allein mit dem Wort des Vaters überwunden. Bei jeder Versuchung, in die Satan Ihn führen wollte, hat Er den Satan abgewiesen - nicht durch Seine eigene Kraft, die Er besaß, sondern mit dem Wort Gottes. "Es steht geschrieben...!" "Es steht geschrieben...!" "Es steht geschrieben...!" Denn Er war das Wort!


086.   Als Satan auf Eva losstürzte, versagte sie, weil sie nicht das Wort war. Als er sich auf Moses stürzte, geschah dasselbe. Doch als er auf diesen Sohn Gottes stieß, traf er auf 10000 Volt. Das riß ihm alle losen Federn aus. ER trat ihm entgegen und sagte: "Es steht geschrieben: 'Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht!" Das war Er, der männliche Sohn, der Fleisch geworden war. Gottes ewiges Wort selbst tat sich hier auf Erden in einem menschlichen Leib kund, um das Wort zu verkörpern!


087.   Deshalb wußte Er, was in den Herzen der Menschen vorging. Deshalb konnte Er Nathanael sagen, wo er gewesen und wer er war. Ebenso konnte Er Simon Petrus sagen, wer er war, und auch der Frau am Brunnen. Weshalb? Weil Er das Wort war! Das stimmt. Die Bibel sagt in Hebräer, Kap. 4: "Denn lebendig ist das Wort Gottes und wirkungskräftig und schärfer als ein zweischneidiges Schwert: es dringt hindurch, bis es Seele und Geist, Gelenke und Mark scheidet, und ist ein Richter über die Regungen und Gedanken des Herzens."


088.   Jene verblendeten Pharisäer und Priester konnten nicht erkennen, daß dies das offenbar gewordene Wort war, denn sie waren in ein Priestertum und in ein System eingehüllt. Doch das alte System mußte weichen. Es war das Wort, doch die Verheißungen hatten sich bereits erfüllt, und sobald es erfüllt ist, muß es verwesen. Es war nur noch die Hülle; das Korn wuchs weiter.


089.   Moses hätte nicht die Botschaft Noahs bringen können. Ebensowenig hätte Jesus die Botschaft Noahs bringen können, denn es war ein anderes Zeitalter. Der alte Same war Leben gewesen, aber er hatte seinen Zweck erfüllt und war tot und dahin. Es hatte eine Umwandlung vom Alten zum Neuen stattgefunden, wo nun das Leben war. Aber was machte den Menschen Sorgen? Was beunruhigt sie noch heute? Wir bauen keine Mauer mehr wie damals, als wir mit der Botschaft Luthers anfingen und bis zur Pfingstbotschaft eine gerade Reihe aufrichteten. Jetzt sind wir bei den Ecken angelangt. Wir errichten doch ein Gebäude. Gottes Wort ist der Bauplan! Jeder kann eine gerade Reihe mauern, doch um eine Ecke zu setzen, braucht man einen Maurer. Dazu ist die Kraft Gottes nötig. Nur ein Gesalbter, der vom Himmel gesandt wurde, ist dazu imstande. So war es in jedem Zeitalter.


090.   Das Wort des Herrn erging durch jene Propheten, und sie bauten die verschiedenen Ecken. Die Bauleute aber wollten eine Mauer bauen. Doch es nicht nur eine Mauer; es ist ein Gebäude - ein Gebäude Gottes.


091.   Wir spüren und wissen, daß dies die Wahrheit ist, daß die Systeme in jedem Zeitalter verderbt waren, daß jedes ihrer Systeme sterben und verwesen mußte, bis aus diesem verrotteten Durcheinander die Gemeinde hervorkam - das Wort selbst. Das Wort des Herrn ergeht an den Propheten. Es kommt nie zu einem Priester; es kommt zum Propheten. Es geschah so lange, bis das Wort schließlich in seiner Fülle hier in menschlichem Fleisch geboren wurde. Die Fülle der Gottheit wohnte leibhaftig in Ihm. ER war das Wort. Die Propheten sind ein Teil des Wortes - das Wort für ihr Zeitalter. Wir heute sind ein Teil des Wortes. Wir folgen dem Wort. ER aber war die ganze Fülle des Wortes! ER war das Wort! Als sie Ihm vorwarfen, Er würde sich mit Gott gleichstellen, wenn Er sich als Sohn Gottes bezeichnete, sagten sie zu Ihm: "DU machst dich selbst zu Gott".


092.   ER antwortete ihnen: "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'ICH habe gesagt: Ihr seid Götter'? Wenn die Schrift schon jene, an die das Wort Gottes erging (die Propheten), Götter genannt hat: wie könnt ihr da Mich verurteilen, weil Ich gesagt habe: 'ICH bin Gottes Sohn'?" Dort wohnte die Fülle der Gottheit leibhaftig: in dem Sohn Gottes. Er war die volle Offenbarung Gottes.


093.   Das brachte die Geburtswehen unter den Propheten - die, da sie ja das Wort waren, auf die Fülle dessen hinwiesen, was in ihnen war -, schließlich hervor: die Fülle des Wortes. Die Systeme starben dahin, bis das Wort endlich Fleisch wurde und unter uns wohnte.


094.   Seht, wie es in Jakob vorschattiert wurde. Seht, wie es in Joseph vorschattiert wurde. Ganz genau. Sein Vater liebte ihn, seine Brüder haßten ihn ohne Ursache. Er war geistlich, konnte Dinge voraussagen und Träume deuten. Er konnte nichts dafür, daß er so war; er war schon so geboren. Er war vorherbestimmt, so zu sein, doch seine Brüder haßten ihn und verkauften ihn schließlich für fast dreißig Silberstücke. Doch dann wurde man im Gefängnis auf ihn aufmerksam: er wurde erhöht und durfte zur Rechten Pharaos sitzen. Im Gefängnis waren ein Mundschenk und ein Bäcker. Der eine wurde errettet, der andere war verloren. Seht, als Jesus sich in Seinem Gefängnis, am Kreuz, befand, wurde einer gerettet, und der andere war verloren. Dann wurde Er in den Himmel erhoben und setzte sich auf den Thron Gottes. Und wenn Er ihn wieder verläßt, wird ein Ruf erschallen: "Beugt die Knie!", und jede Zunge wird bekennen. Wenn Joseph den Thron verließ und ausfuhr, erscholl eine Posaune, und jedes Knie mußte sich beugen, denn Joseph kam.


095.   Ebenso wird eines Tages die mächtige Posaune Gottes erschallen; dann werden die Toten in Christo auferstehen. Jedes Knie wird sich beugen, und jede Zunge wird sich zu diesem Wort bekennen. Zu wem kommt Er dann? Weshalb kommt Er?


096.   Beachtet, sie brachte die Fülle des Wortes hervor, das unter den Geburtswehen der Propheten Fleisch wurde, die ausriefen: "ER kommt; Er kommt; Er kommt." Dann aber hatten sie gemäß der Geschichte und der Schrift 400 Jahre lang, von Maleachi bis Johannes, keinen Propheten mehr gehabt. Sie hatten nur Theologen, Priester, Pastoren. Wir können uns vorstellen, in was für einen verderbten Zustand ihr System ohne einen Propheten geraten sein mußte. Vierhundert Jahre lang hatten sie keine Botschaft mit dem "SO SPRICHT DER HERR" von Gott erhalten. So hatten die Priester (nicht die Propheten) sie in ein schreckliches Durcheinander gebracht.


097.   Dann trat Johannes auf, der verheißene Elia gemäß Mal. 3, 1 - nicht der gemäß Mal. 3, 23, sondern der gemäß Mal. 3, 1. Jesus nahm in Matth. 11 darauf Bezug. "Das Adlerauge des Johannes war trübe geworden", - so drückt es, glaube ich, Pemberton in seinem Buch "Frühe Zeitalter" aus, - und so sandte er seine Jünger zu Jesus und ließ Ihn fragen: "Bist Du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?" Nachdem Jesus sie aufgefordert hatte, in der Versammlung zu bleiben und zu beobachten, was geschieht, sagte Er zu ihnen: "Geht hin und berichtet dem Johannes diese Dinge. Selig ist, wer an Mir keinen Anstoß nimmt." Dann wandte Er sich um, blickte Seine Jünger und die Volksscharen an und begann, über Johannes zu ihnen zu reden. ER sprach: "Wozu seid ihr hinausgezogen? Wolltet ihr einen Mann in weichen Gewändern sehen? ICH sage euch: diese Art von Leuten ist in den Königsschlössern zu finden." ER sagte: "Wolltet ihr euch ein Schilfrohr ansehen, das vom Winde hin und her bewegt wird?"


098.   In anderen Worten: "... einen, der um des kleinsten Vorteils willen umschwenkt?" "Ich sage dir, wenn du zu uns kommst und unserer Gruppe beitrittst, bekommst du ein besseres Gehalt!" Aber nicht Johannes! "Wenn du nicht mehr gegen dies und das predigst, kannst du unserer Gruppe beitreten!" Aber nicht Johannes!


099.   Jesus fuhr fort: "Aber wozu seid ihr denn hinausgezogen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, Ich sage euch: einen Mann, der noch mehr ist als ein Prophet! Und wenn ihr es annehmen könnt: dieser ist es, auf den sich das Wort des Propheten bezieht: 'Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her, der Dir den Weg vor Dir her bereiten soll.' " Das steht in Maleachi 3, 1 und nicht in Maleachi 3, 23. Es ist ein Unterschied, denn wenn dieser Elia kommt, soll die Welt unmittelbar darauf verbrannt werden, und die Gerechten werden auf die Asche der Gottlosen treten.


100.   Beachtet, seine Botschaft hat sie nicht sehr in ihrem geistlichen Schlaf gestört. Sie sagten einfach: "Dort unten ist ein Verrückter; meidet ihn. Er bezeichnet sich selbst als einen Toren. Er will die Leute im Wasser ertränken." Seht ihr? "Mit dem alten Mann hat es nichts aufsich. Er hat noch nicht einmal richtige Kleider an. Er hat sich ein Kamelfell umgehängt. Er ist arm wie eine Kirchenmaus. Von welchem Seminar kommt er denn? Was für eine Mitgliedskarte hat er? Wir werden uns an seinen Versammlungen nicht beteiligen. Wir lassen ihn einfach da unten verhungern." Seht ihr? Die Welt hat sich seitdem nicht sehr geändert, und ihre Systeme auch nicht. "Wir kümmern uns einfach nicht um ihn. Er hat doch nichts."


101.   Wißt ihr, weshalb nicht? Denkt daran, daß sein Vater Priester war. Warum wurde er nicht dasselbe wie sein Vater, wie es damals für die Kinder üblich war? Weil er etwas anderes hatte - eine größere Botschaft. Er sollte den Messias vorstellen, das hatte der Heilige Geist gesagt. Die kleine Gruppe, die durch die Botschaft Gabriels zurückgebracht worden war, wußte, daß es so sein würde. Es ist uns überliefert, daß er mit ungefähr neun Jahren, nachdem er seinen Vater und seine Mutter verloren hatte, in die Wüste ging, weil er die Botschaft genau hören mußte. In jenem großen Theologiegebäude hätte man gesagt: "Oh, ich weiß, daß du den Messias ankündigen sollst. Jesaja hat ja gesagt, daß du kommen würdest. Also wirst du diese Stimme sein. Aber meinst du nicht, daß Bruder Jones hier dem ganz genau entspricht?" Man hätte ihn nur allzuleicht überredet. Doch er hat nie eines ihrer Systeme erlernt. Seine Botschaft war zu wichtig. Er ging hinaus in die Wüste und blieb dort.


102.   Seine Botschaft war nicht wie die eines Theologen. Er gebrauchte Bilder. Er sagte: "Ihr Schlangenbrut!" und bezeichnete die Geistlichkeit damit als ein System von Schlangen. Eines der schlimmsten, der hinterlistigsten Dinge, die er in der Wüste gefunden hatte, war die Schlange. Er dachte: "Das ist der beste Vergleich, den ich kenne." Er sagte: "Ihr Otterngezücht! Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, dem drohenden Zorngericht zu entfliehen? Laßt euch nicht in den Sinn kommen zu sagen: 'Wir gehören hierzu und dazu', denn Gott vermag dem Abraham aus den Steinen hier Kinder zu erwecken!" Die Steine hatte er in der Wüste und am Flußufer gefunden.


103.   Weiter sagte er: "Schon ist aber den Bäumen die Axt an die Wurzel gelegt." Das kannte er aus der Einöde. "Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen." Man macht Brennholz daraus. Er wußte, woher er sein Brennholz bekam. Seht, seine Botschaft war ganz gewiß nicht die eines Geistlichen. Sie entsprach der Natur in der Wildnis. Doch er mußte die Botschaft verkündigen, und er glaubte an seine Botschaft, so daß er sagte:


104.   "Der Messias soll kommen, und Er ist schon mitten unter euch. Ich sage euch: es ist Einer mitten unter euch, den ihr nicht kennt; und ich bin nicht gut genug, Seine Schuhe zu tragen. ER wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen!"

"Wer ist es, Johannes?"

"Ich weiß es nicht."


105.   Aber eines Tages kam ein junger Mann an den Fluß, ein gewöhnlicher Mann wie alle anderen. Johannes der Täufer, der gesegnete Prophet, stand da, blickte über den Jordan und sagte: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt."

"Woran erkennst du Ihn, Johannes?"

"Der, welcher mir in der Wildnis den Auftrag gab, mit Wasser zu taufen, der hat zu mir gesagt: 'Auf welchen du den Geist herabschweben und auf Ihm bleiben siehst, der ist's, der mit Heiligem Geist tauft."

Seine Botschaft konnte nicht von einem theologischen Standpunkt oder von irgendeiner menschlichen Konfession bzw. einem System kommen. Sie mußte direkt von Gott stammen!


106.   Doch seine Botschaft berührte sie nicht sehr. Sie dachten: "Ach, er behauptet, das gesehen zu haben. Das bezweifle ich sehr. Ich habe nichts gesehen. Ich habe hingeschaut und konnte nichts davon bemerken." Das sagten die Priester und die anderen. Aber er hatte es gesehen, und wir wissen heute, daß er es gesehen hat. Gewiß tat er das. Doch habt ihr bemerkt, was geschah? Es hat sie überhaupt nicht in ihrem Schlaf gestört; sie machten genauso weiter und schlugen ihm trotzdem das Haupt ab. Es berührte sie nicht, aber es erfaßte den Rest - diejenigen, die das Leben in sich hatten, die wenigen, die wirklich auf das Kommen des Herrn warteten.


107.   Da war die Prophetin Hanna, die dem Herrn mit Gebeten diente. Sie befand sich eines Tages im Geiste. Simeon, ein alter Mann, hatte geweissagt, indem er sprach: "Der Heilige Geist hat mir geoffenbart, daß ich den Tod nicht eher sehen werde, bevor ich den Gesalbten des Herrn gesehen habe."


108.   "Ach", sagten einige von den Priestern, "der arme alte Mann! Wißt ihr, er ist ein bißchen durcheinander. Mit einem Fuß steht er schon im Grab, und mit dem anderen rutscht er aus. Laßt ihn! Er ist ein ehrbarer Mann, aber nun..." Doch begreift ihr, was er wirklich hatte? Es war ihm durch den Heiligen Geist geoffenbart worden.


109.   Dasselbe wird euch heute nachmittag geoffenbart. Der Heilige Geist hat euch aus einem bestimmten Grund hierher geführt. Seht euch all die Priester und Geistlichen von den Methodisten, Baptisten, Katholiken und anderen Gemeinden hier an! Sie wurden vom Heiligen Geist geleitet. Die Stunde ist da, und der Heilige Geist hat sie geleitet. Sie haben darauf gewartet und sich danach gesehnt.


110.   Ihr wißt, in jenen Tagen hatten sie (dem Herrn sei Dank) noch kein Fernsehen. Sie befanden sich im Gebirge von Judäa. Dort kam ein Kind zur Welt, ein Stern erschien usw. Und nach Ablauf der bestimmten Tage brachte die Mutter das kleine Kind, das in Windeln gewickelt war, in den Tempel. Man hat mir gesagt, was das für Windeln waren. Sie hatten ja nichts, was sie dem Kind anziehen konnten. Man sagte mir, daß seine Windel ein kleiner Lappen vom Joch eines Ochsen war. Nun kamen also Joseph und die anderen herein mit diesem kleinen Kind.


111.   Ich kann mir vorstellen, daß die Mütter mit ihren kleinen Kindern in den handgearbeiteten Decken sich in einiger Entfernung hielten. Sie sagten: "Seht, dort. Seht, dort ist sie. Sie war schwanger von dem Mann da, und nun kommt sie hierher! Haltet euch fern von ihr! Haltet Abstand." Man denkt immer noch dasselbe!


112.   Aber es machte Maria mit diesem Baby im Arm nichts aus, was sie dachten. Sie wußte, wessen Sohn das war! So ist es auch mit jedem Gläubigen, der Gottes Wort in sein Herz aufnimmt! Es spielt keine Rolle, was die Systeme sagen, ihr wißt, was es ist! Es ist die Verheißung Gottes. Es wurde euch durch den Heiligen Geist geoffenbart, als ihr von Seiner Kraft überschattet wurdet. Ihr wißt, wo es geschah!


113.   Niemand hat das Recht, das Evangelium zu predigen, bis er Gott weit draußen in der Wüste im brennenden Busch begegnet ist, so daß kein geistliches System der Welt es ihm durch Erklärungen wieder nehmen kann. Du warst dort; es ist an dir geschehen! Es spielt keine Rolle, was die Systeme sagen. Du warst Zeuge davon. Halleluja! Mir geht es jetzt wie jenem alten Farbigen, von dem ich erzählt habe: Ich habe nicht genügend Platz hier oben! Es macht mich ehrfürchtig, wenn ich bedenke, daß es wirklich so ist, daß Gott selbst sich euch offenbart!


114.   Simeon hatte die Verheißung, als er an jenem Morgen in seinem Studierzimmer saß. Vermutlich wurden jeden Morgen einige hundert Babys in den Tempel gebracht. Wenn damals etwa 2 1/2 Millionen Juden im Lande lebten, wurden viele Kinder geboren, die dem Herrn dargebracht wurden. Die Mutter mußte ja nach Ablauf einer bestimmten Anzahl von Tagen kommen und Opfer zu ihrer Reinigung darbringen. Simeon saß dort und las vielleicht gerade in den Schriften Jesajas; ich weiß es nicht. Da geschah etwas.


115.   Wenn der Heilige Geist euch eine Verheißung gegeben hat, muß Er diese Verheißung erfüllen - wenn sie wirklich von Gott ist. Wenn jemand kommt und irgend etwas sagt, und Gott bestätigt es nicht, dann war es von vornherein nicht schriftgemäß; vergeßt es. Sollte er darauf beharren, und Gott bestätigt es dennoch nicht, dann ist es immer noch verkehrt, denn Gott legt Seine Botschaft aus. ER ist Sein eigener Ausleger. Was Er sagt, geschieht. Dann sollen wir auf ihn hören; so hat Gott es gesagt. Denn es ist die Wahrheit. Das leuchtet doch jedem ein. Wenn er sagt, daß es geschieht, und es geschieht wirklich, so spricht das für sich. Es muß jedesmal genau die Wahrheit sein, denn Gott lügt nicht.


116.   Simeon, der dort saß, nahm diese Schmach aufsich. Er gehörte zu dem Überrest und hätte auf Johannes gehört. So ist es auch mit dem Überrest von heute. Er saß also da, las in dieser Schriftrolle und wußte, daß Johannes kommen sollte, weil er ein Teil des Überrestes war. Das Wort wurde ihm geoffenbart. Und plötzlich, als dieses Kind in den Tempel kam, offenbarte ihm der Heilige Geist pflichtgemäß, daß es dort war. Vom Heiligen Geist getrieben, verließ er sein Studierzimmer, ging in den Tempel, traf dort all diese Frauen an, die in einer Reihe standen, und ging daran vorbei, bis er zu diesem kleinen Kind kam, von dem sich alle fernhielten. Er nahm das Baby in seine Arme und sprach: "Herr, nun entläßt Du Deinen Knecht im Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil gesehen."


117.   Eine andere Auserwählte von den wenigen in jenen Tagen war Hanna, eine Prophetin. Sie war blind und saß in einer Ecke. Plötzlich ging auch sie, vom Heiligen Geist geführt, geradewegs an all den Frauen und den vielen Menschen, die im Tempel aus und ein gingen, vorbei, bis sie zum Christuskind kam. Wenn der Heilige Geist eine blinde Frau zu Ihm führen konnte, was ist dann mit einer Gruppe von Pfingstleuten, die doch angeblich ihr Augenlicht haben? Ich will darauf nicht weiter eingehen; ihr wißt ja, was gemeint ist.


118.   Oh, in was für einem schrecklichen Zustand muß die Gemeinde sich befunden haben! Gewiß muß es damals so gewesen sein. Doch der kleine Überrest wurde aufgerüttelt.


119.   Wir wollen ehrlich sein. Wenn wir die Kirche - Gemeinde heute in diesem Zustand sehen, sind wir da nicht wieder in derselben Zeit angelangt? Nehmt doch nur das, was gemäß den Verheißungen in der Bibel gerade jetzt in der Gemeinde geschehen soll. Wir sehen, was in der Welt vor sich geht, und erkennen, daß sie am Ende angekommen ist. Laßt uns nun die Gemeinde betrachten. Sie hatte Geburtswehen unter Luther. Wir wissen ja, daß es gemäß der Offenbarung sieben Gemeindezeitalter und zu diesen Zeitaltem sieben Botschafter gibt. Als Luther auftreten sollte, bekam die Gemeinde Geburtswehen, und Luther kam hervor. Das stimmt.


120.   Danach bekam sie wieder Schmerzen und brachte Wesley hervor. Jawohl! Nach weiteren Wehen brachte sie die Pfingstbewegung hervor. Der Botschafter eines jeden Zeitalters brachte sie zurück zum Wort, der Botschaft ihres Zeitalters. Die Botschaft war gemäß der Bibel. Ich werde ein Buch veröffentlichen, eine Erläuterung zu den ersten vier Kapiteln der Offenbarung. Lest es, sobald es gedruckt ist. Es beweist eindeutig, was die Botschaft Luthers war: Rechtfertigung. Die Heiligung ist das nächste Stadium der geistlichen Geburt, und danach kommt das Pfingsterlebnis.


121.   Beachtet, in jedem Zeitalter wurde die Gemeinde erschüttert und in Geburtsschmerzen versetzt. Was aber taten sie? Nachdem die Geburtswehen vorüber waren, holten sie, anstatt weiter mit dem Wort zu gehen, eine Gruppe von Menschen zusammen, wie es die erste Gemeinde getan hat. Das stimmt genau. Wir wissen, daß sie, gleich nachdem die Apostel sie aufgerüttelt hatten, wieder abgewichen ist. Viele andere traten in der ersten Zeit auf: Agabus und eine Anzahl großer Reformer. Ihr habt es in den Büchern "Das vornizäanische Konzil" und "Die nizäanischen Väter" gelesen. Dort steht alles darüber. Jedes Zeitalter wurde erschüttert, denn jedesmal trat ein Botschafter mit dem "SO SPRICHT DER HERR" auf.


122.   Jetzt befindet sie sich gemäß der Schrift in dem schlimmsten Zustand, in dem sie je gewesen ist. Wir leben im Gemeindezeitalter von Laodizea, einem reichen, aber blinden Zeitalter. Doch die Gemeinde weiß es nicht. Wir finden nirgends in der Bibel, daß Christus jemals aus der Gemeinde getan wurde, außer im Gemeindezeitalter von Laodizea. Darin ist ihr Zustand am schlimmsten; sie ist so verderbt wie nie zuvor. Sie sagt: "Ich habe an nichts Mangel" und weiß nicht, daß sie elend und erbarmenswert, arm, blind und nackt ist. Sie weiß es nicht. ER sagte: "ICH rate dir, von Mir Augensalbe zu kaufen, damit Ich dir die Augen öffnen kann." Die Augensalbe Gottes wird der Gemeinde gewiß Licht geben, wenn sie will, damit ihre Augen für das geöffnet werden, was Gott gesagt hat.


123.   Beachtet schnell noch etwas. In diesem Stadium befindet sie sich; deshalb sind wir zweifellos im Gemeindezeitalter von Laodizea angelangt. Ihr Botschafter ist im letzten Teil von Maleachi 3 verheißen. Von ihm ist verheißen, daß seine Botschaft die Menschen zum Wort zurückbringen soll. Gemäß Mal. 3, letzter Teil, durchlebt sie wieder eine Geburt.


124.   In der Gemeindewelt sind heute zwei Systeme wirksam. Hört jetzt gut zu. Ich möchte sehen, ob ihr hierauf "Amen" sagen werdet. Zwei Systeme sind heute in der Gemeindewelt wirksam. (Ich möchte dies von meinen Schultern loswerden, dann habe ich meine Pflicht getan.) Wir alle wissen, daß es einerseits das Wort Gottes und andererseits das Denominationssystem ist. Zwei Systeme sind wirksam. Es ist wie bei Jakob und Esau: einer war geistlich, der andere fleischlich. Esau und Jakob rangen sogar schon im Mutterleib, bis sie geboren wurden. Ebenso kämpfen auch die Denominationen und das Wort gegeneinander. Das tun sie schon, seit Luther die erste Reformation auslöste. Ich hoffe, daß es einfach genug ist, so daß ihr es verstehen könnt.


125.   Wenn diese Männer den Gedanken aufnehmen können und damit ausziehen, können sie es verständlicher darlegen. Ich möchte nur den Samen säen, doch ich hoffe, sie werden ihn zum Leben erwecken.


126.   Seht, so ist es immer gewesen. Sie leidet deshalb unter Geburtsschmerzen, weil in ihr ein Kampf vor sich geht. Da ist Esau - ein richtiger Mann der Welt, aber sehr religiös; er ist ein guter, anständiger Mensch und, soweit ich es beurteilen kann, moralisch einwandfrei. Aber er kennt die Bedeutung des Erstgeburtsrechtes nicht! Er ist so geboren; das ist sein Wesen. Jakob hingegen möchte das Erstgeburtsrecht, ganz gleich, was er sonst ist. Er ist der Geistliche. Diese beiden befinden sich heute im Schoß der Gemeinde.


127.   Ein gewaltiges System ist im Begriff zu entstehen, das sich der Weltrat der Kirchen nennt. Und aus dem Schoß der Gemeinde kommen zwei Kinder hervor. Merkt euch meine Worte! Das Wort muß die Wort-Brautgemeinde hervorbringen. Die Kirche muß von einer Braut für Christus entbunden werden. Diejenigen, die in allen Zeitaltern entschlafen sind, werden diese Braut bilden, die aus dem Wort hervorgeht, durch das sie herauskamen. Es ist wie eine Gestalt, die von den Füßen bis zum Kopf heranwächst. Je größer sie wird, desto mehr benötigt sie. Wie der Körper heranwächst, so wächst auch der Leib Christi. Letztendlich wird dann sein Haupt hinzukommen.


128.   Wir wissen, daß alles mit dem Haupt verbunden ist, und deshalb steuert das Haupt jede Drehung und jede Bewegung. Diese Systeme aber sind nicht damit verbunden, eben weil sie Systeme sind. Eine Klette kann keinen Weizen hervorbringen. Doch sie wachsen beide auf demselben Feld, werden von demselben Wasser getränkt und empfangen dasselbe Sonnenlicht! Eines ist das Wort; eines ist nicht das Wort. Diese beiden befinden sich im Kampf miteinander. Sie kämpfen schon seit der ersten Reformation und tun es immer noch.

Ich brauche wohl nicht näher darauf einzugehen, nicht wahr? Ihr wißt sicher, wovon ich spreche. Das ist es. Da habt ihr euer System. Worin befindet ihr euch?


129.   Stellt euch nun vor, ihr würdet in den früheren Zeiten gelebt haben, als die Propheten Gottes die Menschen aufgerüttelt haben und das Wort erging. Auf welcher Seite würdet ihr damals gestanden haben wollen? Dieselbe Wahl habt ihr heute. Sie ist im Begriff, das vollkommene Wort hervorzubringen, und das Wort kommt für die Wortbraut. Wie die Frau ein Teil des Mannes ist- denn sie wurde ja aus ihm herausgenommen -, so muß die Gemeinde im Wort bleiben, in jedem Wort der Bibel! Weder Systeme noch Dogmen, noch etwas anderes darf hinzugefügt werden. Es muß das unverfälschte, reine, jungfräuliche Wort sein! Jawohl!


130.   In den Tagen Luthers, als die Gemeinde am Ende war, hatte sie eine Geburtswehe, und Luther kam mit dem Licht hervor. Er sagte: "Der Gerechte soll durch Glauben leben! Nicht durch die Kommunion."


131.   In den Tagen John Wesleys hatte sie wieder Wehen, und dann wurde Wesley geboren! Doch was tat man? Sie gingen genauso zurück wie die Mutter.


132.   In den Tagen der Pfingstbewegung kamen eure Väter und Mütter aus dieser Sache heraus und haßten sie. Sie gingen auf die Straße, eure Mütter hatten nicht einmal Strümpfe, sie trommelten auf einer alten Blechdose, spielten auf einer alten Gitarre und sprachen über die Taufe des Heiligen Geistes. Sie standen an den Straßenecken, verteilten Traktate und mußten die ganze Nacht im Gefängnis verbringen. Wir sind so steif und sind wieder in eine Organisation zurückgegangen, indem wir in denselben Schmutz zurückkehrten, aus dem sie herauskamen. Die Kinder wurden dort hineingezogen. Sie würden sich im Grabe umdrehen! Sie würden sich für euch schämen. Ich weiß, daß es hart ist, aber es ist die Wahrheit.


133.   Ihr sagt: "Ich dachte, du liebst die Menschen." Wenn Liebe nicht zurechtweist, wie kann man sie dann zum Ausdruck bringen? Liebe weist zurecht, und ich liebe die Menschen. Ich eifere um die Gemeinde Gottes und muß zusehen, wie diese Systeme sie unter Dogmen festbinden, die alles verderben. Obwohl Gott Sein Wort als Wahrheit bestätigt, halten sie immer noch daran fest! Amen! Das stimmt. Ihr wißt, daß es wahr ist, Bruder, Schwester. Ich habe es in einfachen Worten ausgedrückt. Man braucht es nicht vom Griechischen her zu erläutern, sondern man benötigt nur gesunden Menschenverstand. Gewiß könnt ihr das verstehen. Seht, zwei und zwei ist vier. Wir wissen, daß das stimmt.


134.   Das Wort muß die Braut hervorbringen. Doch das alte System muß bei seiner Art bleiben: es muß einen Esau hervorbringen, der sein Erstgeburtsrecht verkaufte.

Nun kommt es; ich spüre es! Hoffentlich denkt ihr nicht, ich sei verrückt. Wenn ich es bin, laßt mich in Ruhe. Ich fühle mich wohl dabei. Ich fühle mich so besser als zuvor. Vielleicht hält die Welt mich für verrückt, aber ich weiß, wo ich mich befinde. Ich weiß, wo ich stehe.


135.   Es wird eine Totgeburt hervorbringen, ein religiöses System, das alle Denominationen zusammenbringen wird, um einen Esau hervorzubringen, der Jakob haßt! Amen. Ich hoffe, ihr begreift es. Es wird eine Totgeburt, eine tote Denomination entstehen, wenn sich alle zusammenschließen.


136.   Oh, Wortgläubige, gebt acht auf meine Botschaft! Hört mich - nicht meine Botschaft, sondern Seine Botschaft, die Er eindeutig als Wahrheit bestätigt. Ihr müßt euch für etwas entscheiden. Nach diesen Worten könnt ihr nicht mehr still sitzenbleiben. Ihr müßt eure Wahl treffen.


137.   Ihr erinnert euch sicher an das Frühstück, das ihr vor kurzem im Westward Hotel hattet, als mich der Herr euch den Vergleich mit dem Weizen geben ließ. Er wuchs bis Luther, weiter bis Wesley, bis zur Ähre; all die kleinen Sprosse. Jede Gemeinde wurde in dem Getreidehalm dargestellt, bis er schließlich wieder beim ursprünglichen Weizen angelangt war. Dort war die kleine Hülle, die genauso aussah wie das echte Weizenkorn. Wenn ihr es von außen betrachtet und nicht viel über Weizen wißt, dann werdet ihr sagen: "Das ist doch ein Weizenkorn". Aber es ist nur die Hülle. Öffnet man die Hülle, ist überhaupt noch kein Weizenkorn darin. Ganz unten kommt ein kleiner Lebenskeim hervor. Nehmt eine Lupe und schaut ihn euch an. Die Pfingstbewegung hatte zuerst so viel Ähnlichkeit mit dem Anfang, daß, wie Jesus in Matth. 24, 24 sagte, selbst die Auserwählten verführt worden wären, wenn es möglich wäre.


138.   Wozu dient die Hülle? Als Schutz für das Weizenkorn. Stimmt das? Seht, das Blatt sieht nicht so aus wie das Korn, das in der Erde liegt, auch die Ähre nicht; doch sie ist ihm schon ähnlicher, und die Spreu sieht ihm sehr ähnlich. Aber sie ist immer noch nicht das Weizenkorn. Sie ist der Träger des Weizenkorns.


139.   Seht ihr nicht, wie diese Botschaften mit Geburtswehen hervorgekommen sind? Doch das Leben verließ sie, um zur nächsten Botschaft zu gehen. Das Leben ging aus der Botschaft Luthers in die Botschaft Wesleys, aus der von Wesley in die Pfingstbotschaft. Jetzt ist es abermals Zeit, die Spreu zu verlassen. Was ist es? Die Natur legt in jedem Stadium Zeugnis davon ab, daß dies die Wahrheit ist.


140.   Ihr denkt, ich sei verrückt. Vielleicht bin ich es, wie ich schon sagte. Aber es ist etwas in mir, das ich nicht aufhalten kann. Ich habe es nicht dort hineingelegt. Es ist nicht aufgrund meiner eigenen Entscheidung dort. Es kommt von Gott. ER bestätigt es, um zu beweisen, daß es die Wahrheit ist - um es Wahrheit werden zu lassen. Ich habe nichts gegen Luther und Wesley, gegen die Pfingstler, Baptisten oder irgend jemanden. Es sind die Systeme, gegen die ich bin, weil das Wort dagegen ist, nicht gegen die Menschen! Seht euch die Priester und Theologen an, die heute hier sitzen. Sie wären nicht hier, wenn sie auf das System hören würden. Aber sie hatten die Kühnheit des Wortes Gottes, herauszutreten und es anzunehmen. Halleluja! - das heißt "Gelobt sei unser Gott!" Sie werden euch nichts tun. Amen! - das bedeutet "So sei es." Ich glaube es. Ich glaube und weiß, daß es die Wahrheit ist! Es ist als Wahrheit bestätigt! Eines Tages werdet ihr es erkennen - vielleicht zu spät.


141.   Gebt nun gut acht. Gebt acht. Die Bibel sagt, daß Seine Braut sich am Ende des Zeitalters bereitgemacht hat. Wofür hat sie sich zubereitet? - Um Sein Weib zu werden. Was für ein Gewand trug sie? - Sein eigenes Wort. Sie war in Seine Gerechtigkeit gekleidet. So sieht es aus. Es wurde in Visionen gezeigt.


142.   Gebt acht. Wir kommen gleich zum Schluß. Vorher will ich eben noch dieses eine sagen. Das hat mich geleitet, dieses zu sagen: Ich habe das "SO SPRICHT DER HERR". Wenn ein Mensch das aus seinen eigenen Gedanken heraus sagen würde, wäre er ein Heuchler und sollte dafür zur Hölle gehen. Jawohl. Wenn er versuchte, solche feinen Menschen wie euch zu verführen, wäre er ein Teufel in Menschengestalt. Gott würde ihn niemals bestätigen. Glaubt ihr, Gott würde einen Teufel oder eine Lüge bestätigen? Niemals! Seht, es geht über ihre Köpfe hinweg, und sie begreifen es nicht. Doch Er zieht die Auserwählten heraus.


143.   Betrachtet alle Propheten während der ganzen Zeitalter. Seht, wie Er die Auserwählten herausnahm. Es setzte sich fort, sogar bis zur Reformation. Die römisch-katholische Kirche verbrannte Jeanne d'Arc als Hexe auf dem Scheiterhaufen. Das stimmt. Später fanden sie heraus, daß sie keine Hexe, sondern eine Heilige war. Natürlich haben sie Buße getan: Man hat die Leichname jener Priester ausgegraben und in den Fluß geworfen. Aber, wißt ihr, damit ist es nicht aus den Büchern Gottes getilgt. Nein!


144.   Auch den heiligen Patrick bezeichnen sie als einen Katholiken. Doch er war es ungefähr so sehr, wie ich es bin. Betrachtet seine Nachkommen; betrachtet seine Wirkungsstätte; schlagt nach, wie viele ermordet wurden; forscht in der Märtyrergeschichte nach, wie viele umgebracht wurden. Dann seht ihr, daß es nicht stimmt. Wenn Menschen etwas behaupten, ist es noch lange nicht so. Es kommt darauf an, was Gott sagt und als Wahrheit bestätigt. Prüfet alles, und das Gute behaltet.


145.   Ungefähr vor ein paar Monaten, als ich eines Morgens aus dem Haus ging, hatte ich eine Vision. Ich fordere alle hier, die es in all den Jahren erlebt haben, auf, zu sagen, ob es nicht jedesmal eingetroffen ist, wenn der Herr mich "SO SPRICHT DER HERR" sagen ließ. Wie viele wissen, daß es die Wahrheit ist? Hebt eure Hände. Kann jemand etwas Gegenteiliges sagen? Es ist wahr!


146.   Richtet euer Augenmerk nicht auf den Botschafter, sondern auf die Botschaft. Darauf kommt es an, nicht auf ihn. Achtet nicht auf die unbedeutende, kahlköpfige Person; das ist nur ein Mensch, und darin sind wir alle gleich. Aber beachtet, was geschieht. Gebt acht, wodurch es bestätigt wird.


147.   Ich wurde aufgehoben. Ich weiß, daß die Menschen alles mögliche behaupten. Das ist uns allen bekannt, und vieles davon stimmt nicht. Ich kann nicht für das Rechenschaft ablegen, was irgend jemand anders sagt, sondern muß mich für das verantworten, was ich sage. Ich kann nur sagen, ob es die Wahrheit ist oder nicht, und dafür bin ich verantwortlich, nicht für das, was jemand anders sagt. Ich kann niemanden verurteilen. Ich bin nicht gesandt, um zu richten, sondern um die Botschaft zu predigen.


148.   Beachtet, ich sollte eine Vorschau der Gemeinde haben. Jemand, den ich nicht sehen konnte, hob mich auf und stellte mich auf eine Art Tribüne. Dann vernahm ich die schönste Musik, die ich je gehört habe, und sah eine Gruppe junger Frauen von etwa achtzehn bis zwanzig Jahren kommen. Alle hatten langes Haar und trugen unterschiedliche Kleider, ihre Tracht. Sie schritten alle so vollkommen im Takt der Musik, wie es nur geht. Sie kamen von links und gingen in diese Richtung, und ich beobachtete sie. Dann schaute ich, um zu sehen, wer zu mir sprach, und ich konnte niemanden sehen.


149.   Danach hörte ich eine Rock'n'Roll-Band. Als ich nach rechts blickte, sah ich von dort die Gemeinden der Welt kommen. Jede trug ihr Banner, das zeigte, woher sie kam. Es war eines der unflätigsten Dinge, die ich in meinem Leben je gesehen habe! Als die amerikanische Gemeinde herankam, war es das Schrecklichste, was ich je sah! Der himmlische Vater ist mein Richter. Sie trugen diese winzigen grauen Röcke, die kein Rückenteil haben, wie die Barmädchen, und hielten sie so vor sich. Es sah aus wie ein Stück graues Papier. Sie schienen Hula zu tanzen, waren geschminkt, hatten kurzes Haar, rauchten Zigaretten und bewegten sich, während sie gingen, im Rock'n'Roll-Rhythmus.

Ich fragte: "Ist das die Gemeinde der Vereinigten Staaten?", und die Stimme antwortete: "Ja."


150.   Als sie vorbeigingen, mußten sie das Papier so hinter sich halten. Ich fing an zu weinen, denn ich dachte: "Das ist nun alles für meine Mühe und meine ganze Arbeit und das, was wir Prediger gemeinsam getan haben." Brüder, ich weiß nicht, wie sehr ihr an diese Visionen glaubt, doch für mich ist es die Wahrheit. Es hat sich immer als wahr herausgestellt. Als ich das gesehen hatte und wußte, was vor sich ging, wollte mir das Herz brechen. "Was habe ich getan? Worin habe ich gegen Dich versagt? Ich habe am Wort festgehalten, Herr. Was hätte ich tun können?" Ich dachte: "Warum hast Du mir vor kurzem eine Vision gezeigt, in der ich mich sah und die Frage stellte, ob auch sie gerichtet werden müssen?"


151.   Seine Antwort darauf hatte gelautet: "Ebenso wie die Gruppe von Paulus." Ich sagte: "Ich habe dasselbe Wort gepredigt wie er." Die Christlichen Geschäftsleute veröffentlichten dann einen Artikel darüber.

Ich fragte: "Warum? Warum ist es so?" Ich hatte diese Dirnen vorbeigehen sehen. Sie waren alle so gekleidet und hießen: die Gemeinde der USA. Ich wurde fast ohnmächtig.


152.   Gleich danach hörte ich diese wirklich herrliche Musik wieder, und schon kam jene Braut von vorhin zurück. ER sagte: "Trotzdem kommt auch dies heraus." Als sie vorbeiging, war sie genauso wie die erste, sie ging im Takt der Musik des Wortes Gottes und schritt vorbei. Als ich das sah, erhob ich beide Hände und weinte. Als ich wieder zu mir kam, stand ich auf meiner Veranda und blickte über die Felder.


153.   Was bedeutet das? Es wird dieselbe Braut sein, dieselbe Art, aus dem gleichen Material gebildet, wie sie im Anfang war.

Lest Maleachi 3, letzter Teil, und seht nach, ob wir in den letzten Tagen nicht eine Botschaft haben sollen, wodurch die Herzen der Kinder den Vätern wieder zugewendet werden sollen - der ursprünglichen Pfingstbotschaft, Wort für Wort. Bruder, hier sind wir angekommen!


154.   Diese Gemeinde soll ein Zeichen erhalten. Wir sehen hier in der Schrift, daß es ihr letztes Zeichen sein wird. Die schweren Geburtswehen werden in diesem Gemeindezeitalter von Laodizea auftreten. Die Gemeinde ist im Begriff, abermals zu gebären.


155.   Es wird keine weitere Organisation mehr geben. Fragt die Historiker. Jeder weiß, daß nach jeder Botschaft, die erging, eine Organisation daraus entstand. Oh, sie machten eine Organisation aus der Botschaft Alexander Campbells, Martin Luthers und all der anderen. Gewöhnlich dauert eine Erweckung aufgrund einer Botschaft nur ungefähr drei Jahre. Diese hier besteht schon seit fünfzehn Jahren, und es ist keine Organisation daraus entstanden. Warum? - die Hülle war das letzte. Wir sind am Ende angekommen.


156.   Seht ihr die Geburtswehen? Begreift ihr, was vor sich geht? Nur eine kleine Minderheit wird herausgebracht werden. Deshalb rufe und mühe ich mich ab, deshalb strenge ich mich an und lege jegliche Gunst von Menschen auf Erden beiseite, um Gottes Wohlwollen zu erlangen, indem ich in Seinem Wort vorwärtsgehe.


157.   Sie hat Wehen. Das ist es. Sie ist im Begriff zu gebären. Sie muß ihre Wahl treffen. Die Handschrift ist an der Wand. Wir sehen, daß die Erde beinahe soweit ist, zu vergehen. Das stimmt. Wir sehen auch die Gemeinde; sie ist so verdorben, daß auch sie fast bereit ist, zu vergehen. Beide haben Geburtswehen: die Welt und die Gemeinde. Es muß eine neue Welt und eine neue Gemeinde geboren werden, in die wir im Tausendjährigen Reich gehen. Das wissen wir.


158.   Seht her. Hört jetzt am Ende noch einmal gut zu. Gott gibt ihr ein letztes Zeichen: ihre letzte Botschaft. Ihr letztes Zeichen ist, daß sie in den Zustand kommen muß, in dem sie am Anfang war. Seht, wie es damals war, in all den Jahren von Maleachi bis Christus, als sie keinen Propheten hatten. Seht, wie es in all den Jahren bis jetzt und wie es damals war, wie Verderbtheit in sie eingedrungen ist. Betrachtet die Erde, wie es immer war, zur Zeit Noahs usw. Sie muß in demselben Zustand sein, und wir erkennen, daß sie es ist. "Wie es in den Tagen Noahs zugegangen ist..." Wir sehen, wie all diese Dinge Gestalt annehmen. Dann bekommen wir ein letztes Zeichen.

In Lukas 17, Vers 28, sagte Jesus, daß es beim Kommen des Menschensohnes so sein wird wie in den Tagen Sodoms, wie es in Sodom war.


159.   Jesus las dieselbe Bibel, dasselbe erste Buch Moses, das auch wir lesen. Verpaßt dies jetzt nicht. Jesus las dieselbe Bibel, die wir lesen. Und Er sagte zu Seiner Gemeinde: "Betrachtet die Vergangenheit und gebt acht, wann die Tage Sodoms wiederkehren." - perverse Menschen, die ihr natürliches Verlangen verloren haben. Seht euch die Homosexualität heute an, wie sie auf der ganzen Welt zunimmt. Erst kürzlich stand es in der Zeitung. Ihr solltet einmal in mein Büro kommen und Briefe von Müttern lesen, die wegen ihrer Söhne schreiben. Allein in Kalifornien hat die Homosexualität im letzten Jahr um 20 bis 30 Prozent, so meine ich, zugenommen. Es hat sich herausgestellt, daß sogar eine große Anzahl von Leuten der Regierung homosexuell sind. Ihr Regierungsleute wißt das. Ich habe in Zeitschriften davon und von vielen anderen Dingen gelesen, die geschehen sind. [Jemand in der Versammlung gibt eine Botschaft in Zungen und die Auslegung. - d. Üb.]


160.   Wenn ich das rechte Verständnis für die Schrift habe, so ist hier genau das geschehen, was Gott gesagt hat: "Deshalb möge der Zungenredner auch um die Gabe der Auslegung beten." Gott hat damit bestätigt, daß dies wahr ist, daß ich euch die Wahrheit gesagt habe. Es ist die Wahrheit - es stimmt!


161.   Nun seht, was war die letzte Botschaft in den Tagen Sodoms, von denen Jesus sprach? Gebt nun acht. Es war, kurz bevor die heidnische Welt mit Feuer verbrannt wurde. Versucht es zu verstehen. Was geschah? In Sodom waren einige laue Gemeindemitglieder, wie Lot und seine Gruppe. Doch es gab einen anderen Mann, der schon herausgekommen war. Er war von vornherein nicht dort gewesen. Es war Abraham, der die Verheißung hatte, daß er einen Sohn bekommen sollte. Versteht ihr das? Dann sagt "Amen". Gut.


162.   Gott war Abraham auf verschiedene Weise erschienen - doch nun, kurz vor dem Höhepunkt, vor der Zerstörung, erschien Er als ein Mann. Er kam als ein Mann. Abraham ging Gott entgegen.

Jetzt sagt ihr: "ER war kein Mann; Gott war in dem Mann." Abraham nannte Ihn Elohim! ER war ein Mann.

Seht, Er setzte sich mit dem Rücken zum Zelt und fragte: "Wo ist deine Frau Sara?" Er antwortete: "Drinnen im Zelt."

Da sprach Er: "Übers Jahr um diese Zeit werde Ich dich besuchen: dann wird sich Meine Verheißung erfüllt haben." Da lachte Sara in sich hinein. ER fragte: "Warum hat denn Sara gelacht?"


163.   Dies also geschah damals. Damit wollte ich euch das letzte Zeichen zeigen, das Abraham sah - die Auserwählten, die sich nicht in Sodom befanden. Überseht dieses Gleichnis auf keinen Fall. Diese Gruppe, die sich draußen befand, war überhaupt nicht in Sodom gewesen. Die beiden Engel gingen hinunter nach Sodom, und als sie dorthin kamen, fanden sie Lot. Er war zurückgefallen und hielt sich inmitten all der Homosexuellen und der Perversität auf. Ihr kennt ja die Geschichte. Einer jedoch blieb bei Abraham: das war Elohim. Sie predigten dort unten das Wort und schlugen sie mit Blindheit, so daß sie die Tür nicht fanden. So ist es auch heute.


164.   Doch der Eine, der bei den Herausgerufenen blieb, vollführte ein Wunder vor Abraham, um ihm zu zeigen, wer Er war, und daß Er mit Abraham war. ER fragte, warum Sara wegen des Kindes gelacht hatte. Sara kam heraus und sagte, sie hätte nicht gelacht. ER aber sprach: "Doch, du hast gelacht." ER hätte sie auf der Stelle getötet, wenn sie nicht ein Teil Abrahams gewesen wäre. Ebenso würde Gott uns töten, wenn wir nicht ein Teil von Christus wären. Nur die Gnade Christi erhält uns alle, auch Zweifler und solche, die das Wort verdrehen.


165.   Doch beachtet, was geschah. Jesus wandte sich dann abermals um und sagte: "Wie es in den Tagen Lots zugegangen ist, ebenso wird es auch an dem Tage sein, an welchem der Menschensohn sich offenbart."


166.   Menschensohn bedeutet in der Bibel immer "Prophet". ER kam in drei Sohnesbezeichnungen: als Menschensohn, Sohn Gottes und Sohn Davids. ER bezeichnete sich selbst als Menschensohn, weil Sein Dienst der eines Propheten, eines Sehers, war. ER sprach: "Wenn es sein wird wie in den Tagen Noahs, wenn der Menschensohn sich zu offenbaren beginnt, das wird die Endzeit sein."


167.   Laßt uns jetzt ein wenig nachdenken. Niemals hatte die Welt einen Botschafter für die ganze Welt. Wir hatten einen Finney, einen Sankey, einen Moody, einen Knox, einen Calvin usw. Überall auf der Welt gab es Botschafter für die Gemeinde in ihren Geburtswehen, aber nie hatten wir einen Mann, der international mit einer Botschaft auftrat und dessen Name mit h-a-m endete. A-b-r-a-h-a-m hat sieben Buchstaben. Heute haben wir einen, dessen Name G-r-a-h-a-m ist. Er hat sechs Buchstaben, und sechs ist die Zahl der Welt, wie die Tage der Schöpfung.


168.   Wann hatte die Welt je einen Mann, der auftrat und der Welt draußen predigte, um die Menschen von dort herauszurufen: "Tut Buße! Tut Buße! Kommt heraus, sonst kommt ihr um!", bis zu diesem Zeitalter? G-r-a-h-a-m - seht, was er tut: Er predigt das Wort, verblendet diejenigen, welche draußen bleiben, und ruft: "Kommt heraus!" Er ist ein Botschafter von Gott. Jesus sagte, daß dies zu der Zeit geschehen würde, wenn der Menschensohn sich offenbart. Wo geschieht das? Draußen in den Kirchensystemen, in der Welt. Und sie fangen an, den Mann dafür zu hassen. Aber erinnert euch, es gab auch eine Gruppe, die geistlich war - eine "Jakobsgruppe", nicht die "Esaugruppe". Es gab eine "Jakobsgruppe", die auf den Sohn wartete und die sich nicht in diesem Babylon befand. Sie empfingen einen Botschafter. Versteht ihr das? Abraham - A-B-R-A-H-A-M. Sie empfingen einen Botschafter. Was tat Er Großes, Außergewöhnliches, um zu zeigen, daß sie in der Endzeit angekommen waren? ER erkannte die Gedanken, die in Saras Sinn waren. Als Jesus, der Sohn Gottes, im Fleisch war, erklärte Er, daß der Geist Gottes in der Endzeit wieder in diese kleine, auserwählte Gruppe zurückkehren und sich auf dieselbe Weise offenbaren würde.


169.   Geburtswehen! O Bruder, bitte versuche es zu verstehen. Bemühe dich. Öffne dein Herz für eine Minute. Blicke auf Christus. Derselbe Gott ist jetzt hier. Es ist Derselbe; Er hat diese Dinge verheißen. Und wenn Er sie verheißen hat, ist Er sicher auch in der Lage, sie zu tun. Laßt uns nun einen Augenblick unsere Häupter neigen. Ich möchte, daß ihr ernsthaft nachdenkt.


170.   Vater, es ist jetzt in Deinen Händen. Ich habe alles getan, was ich konnte. Ich bitte Dich: hilf den Menschen, es zu verstehen. Die Saat ist ausgestreut; gieße das Wasser des Geistes darauf, Herr, und bewässere es zu Deiner Ehre. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, Herr, geschah es nicht absichtlich. Ich bitte, o Gott, daß Du es direkt ihren Herzen auslegen möchtest, damit sie es erkennen und verstehen. Gewähre es, Herr. Ich bitte darum in Jesu Namen. Amen.


171.   Der Herr segne euch. Ich liebe euch. Der Gott, der dieses Wort gepredigt hat, dieser Gott trägt die Verantwortung für das Wort. Ich bin nur dafür verantwortlich, es zu sagen. Beleben muß Er es. Derselbe Gott ist hier.


172.   Wie viele von euch haben eine Not? Hebt eure Hand. Hat Er verheißen, diese Dinge in den letzten Tagen zu tun? Schaut jetzt zu mir her. Es ist so, wie Petrus und Johannes sagten: "Sieh uns an." Seht, sie forderten ihn dazu auf. Seht hierher. Bitte lauft jetzt nicht herum. Ich versuche von ganzem Herzen und mit allem, was in mir ist, wirklich ehrfürchtig zu sein. Jeder von euch hat einen Geist, obwohl ihr natürlich eine Einheit seid, und ich versuche, den Glauben der Menschen zu erfassen.


173.   Eine Frau ging vorbei, berührte Sein Gewand, ging davon und setzte sich. Jesus sagte ihr, woran sie litt, und sie war geheilt. ER hat verheißen, dasselbe wieder zu tun, wenn der Menschensohn sich wie zur Zeit Sodoms offenbaren würde. Die Welt ist wieder in diesem Zustand. Die Kirche ist in diesem Zustand. Hat Gott Sein Wort gehalten? Seht, ob Er es getan hat oder nicht. Oh, wir hatten Zeichen, Hüpfen, Zungenreden, Weissagungen usw. - aber wartet; es gibt noch ein weiteres Zeichen. Wir haben viele fleischliche Nachahmungen. Doch das läßt das Echte um so mehr leuchten. Jeder falsche Dollar soll den echten hervorheben.


174.   Betet und glaubt. Ich fordere euch auf, das zu tun. Seht her und glaubt, was ich euch gesagt habe. Wie viele glauben, daß dies die Wahrheit ist? Sicher, wer immer ihr seid, wo immer ihr seid. Soviel ich weiß, ist mir jeder hier völlig fremd, außer Bill Dauch und seiner Frau, die hier vorne sitzen. Sie kenne ich. Ich glaube, dieser Prediger hier aus Deutschland und zwei oder drei Leute dort drüben sind mir ebenfalls bekannt. Dort hinten in der Versammlung ist auch noch jemand. Ich fordere euch auf zu glauben, daß das, was ich euch gesagt habe, die Wahrheit ist!


175.   Was war, als der Engel des Herrn vor 33 Jahren über dem Fluß dort drüben herabkam und diesen Ausspruch machte? Wie sollte ich es wissen, wenn mein eigener Baptistenpastor mich aus der Kirche ausschloß und sagte: "Du hattest einen Alptraum, Billy."?


176.   Ich sagte: "Keinen Alptraum, Doktor Davis. Wenn das Ihre Einstellung ist, können Sie meine Mitgliedskarte gern zurück haben." Ich wußte, daß es irgendwo jemanden geben mußte, der es glauben würde. Gott hätte keine Botschaft gesandt, wenn nicht jemand da wäre, der sie annehmen würde. O sicher, als ich auftrat und für die Kranken betete, war das sehr schön! Aber als ich anfing, euch die Wahrheit des Wortes zu sagen, wurde es anders.


177.   Ihr sollt wissen, daß es mit jeder Botschaft so war. Jesus war wunderbar, als Er in die Gemeinde ging und die Menschen heilte und dergleichen. Doch eines Tages setzte Er sich hin und sagte: "ICH und Mein Vater sind eins". Oh, damit war es geschehen! "Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und Sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch." ER hat es nicht erklärt. ER wollte sehen, wer bei Ihm bleiben würde. Jawohl. Was, glaubt ihr, hat das Volk mit seinen Doktoren und dergleichen dazu gesagt? "Dieser Mann ist ein Vampir. Wie kann man sein Fleisch essen und sein Blut trinken?" ER hat es nicht erklärt. Trotzdem hielten die Apostel am Wort fest. Sie gaben nichts darum, daß sie es nicht verstanden; sie glaubten es einfach. Sie wußten, woran sie waren, denn sie hatten die Werke Gottes gesehen. Er sagte: "Sie sind es, die Zeugnis von Mir ablegen."


178.   Dort sitzt eine Frau. Sie hat die Hand erhoben. Ihr könnt mich einen Fanatiker nennen, wenn ihr wollt, doch dieselbe Feuersäule, welche die Kinder Israel durch die Wüste geführt hat, ist genau über der Frau.


179.   Erinnert euch, Jesus hat gesagt: "Nur noch eine kurze Zeit, dann sieht mich die Welt nicht mehr; ihr aber werdet Mich sehen." "ICH bin von Gott ausgegangen und kehre zu Gott zurück." ER wollte den Juden sagen, daß Er nach Seinem Tod und Seinem Begräbnis wieder zu Gott zurückkehren würde. ER war der Fels in der Wüste. Er war die Feuersäule. "ICH bin der ICH BIN." Wer war der ICH BIN? Die Feuersäule in dem brennenden Busch. Stimmt das? Sie wurde Fleisch und wohnte unter uns. ER sagte: "ICH bin von Gott ausgegangen und kehre zu Ihm zurück", um in der Gestalt des Heiligen Geistes wiederzukommen. Heute ist Er hier bei uns. Es wurden wissenschaftliche Aufnahmen davon gemacht. Jetzt ist Er hier, um noch mehr zu bestätigen als irgendeine wissenschaftliche Aufnahme oder dergleichen. ER ist hier, um es zu beweisen, denn Er ist es! "ICH, der Menschensohn, werde Mich an jenem Tage offenbaren." Dort ist Er nun; und ich schaue es direkt an. Ihr sagt: "Du siehst es?" Auch Johannes sah es, doch die anderen sahen es nicht.


180.   Seht, dies dient jetzt zur Bestätigung. Diese Frau ist mir fremd. Ich habe sie noch nie in meinem Leben gesehen. Doch mit einem ihrer Gliedmaßen stimmt etwas nicht, und dafür betet sie. Das stimmt, Frau. Du hattest eine Operation daran. Neben dir sitzt dein Ehemann. Du stammst nicht von hier; du kommst aus Kalifornien. Dein Name ist Rowan. Ihr Magenleiden ist vorüber, mein Herr. Sie hatten doch ein Magenleiden, nicht wahr? Gut, es ist alles vorbei. Dein Bein ist geheilt.


181.   "An jenem Tage, wenn der Menschensohn sich offenbart!"

Ganz hinten sitzt ein Mann. Es ist ein Farbiger. Mit seinen Augen stimmt etwas nicht. Die Arbeit, die er tut, hat etwas mit Autos zu tun: er poliert Autos; er ist Autopolierer. Das stimmt. Deine Augen werden schlecht. Du hast eben geglaubt, nicht wahr? Etwas sehr Sonderbares ist mit dir geschehen. Dein Vorname ist Fred. Das stimmt ebenfalls. Dein Nachname ist Conner. Das stimmt. Glaubst du jetzt? Dann werden deine Augen dir keine Schwierigkeiten mehr machen. Ich habe den Mann noch nie in meinem Leben gesehen.


182.   Der Mann dort ganz hinten ist ebenfalls nicht von hier, sondern aus Kalifornien. Er hat einen schlimmen Rücken. Herr Owens? Der Herr Jesus macht dich gesund. Ich habe diesen Mann in meinem Leben noch nie gesehen und weiß nichts über ihn. Ich folge einfach dem Licht, wohin es geht. Wenn ihr nur glauben könnt! Alles ist möglich dem, der da glaubt.


183.   Der kleine Bursche, der hier sitzt, hat einen Bruch. Er trägt eine Brille und einen grauen Anzug. Fred, Gott heilt dich, wenn du es glaubst. Wirst du es annehmen? In Ordnung. Ich habe ihn nie in meinem Leben gesehen.


184.   Frau Holden, die, von ihm aus gesehen, dort drüben sitzt, leidet an einer Augenkrankheit. Ich kenne die Frau nicht - habe sie nie in meinem Leben gesehen, doch das stimmt. Wenn du nur glauben kannst!


185.   Weshalb weinst du, Schwester? Du hattest einen Nervenzusammenbruch, Bronchitis, ein Herzleiden. Glaubst du, dort am Ende der Reihe, daß Gott dich gesund machen wird? Wenn du von ganzem Herzen glaubst, wird Jesus Christus dich heilen. Die ganze Nervosität wird dich verlassen, und du wirst spüren, wie deine Gesundheit wieder zurückkehrt. Der Teufel belügt dich. Nimmst du es an? Dann hebe jetzt deine Hand und sage: "Ich nehme es an." In Ordnung; es ist gänzlich vorbei.


186.   Diese Gemeinde hat Geburtsschmerzen. Wollt ihr nicht jetzt in Seiner Gegenwart eure Wahl treffen? Ich habe euch das Wort eindeutig dargelegt, in dem Er sagte, was Er tun würde. Durchkämmt dieses Gebäude, fragt jeden, der aufgerufen und angesprochen wurde, und forscht nach, ob ich sie je gesehen, gekannt oder etwas von ihnen gewußt habe. Glaubt ihr, ein Mensch könnte das tun? Das ist unmöglich. Doch was ist es? Der Menschensohn! Das Wort Gottes ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert; es dringt hindurch, bis es Seele und Geist scheidet, und offenbart die Geheimnisse des Herzens. Genau wie damals, als Er hier auf Erden in dem Sohne Gottes Fleisch wurde, wird es auch jetzt durch den Sohn Gottes geoffenbart, der gekommen ist, um eine Braut aus diesem System herauszurufen.


187.   "Kommt von dort heraus! Sondert euch ab!" spricht Gott. Rühret ihre unreinen Dinge nicht an, dann wird Gott euch aufnehmen. Seid ihr bereit, Gott euer ganzes Leben zu übergeben? Wenn ja, dann steht auf und sagt: "Durch die Gnade Gottes will ich es jetzt annehmen, denn alles ist vollbracht."


188.   Halleluja! Preis sei Gott! Glaubt ihr Ihm? Dann hebt einfach eure Hände und betet mit mir. Bekennt eure Fehler. Geburtswehen - es ist hart zu sterben. Doch sterbt gerade jetzt. Sterbt! Kommt heraus aus eurem eigenen Unglauben! Kommt heraus! Dies ist das kundgewordene Wort Gottes, wie es damals war, als Jesus auf die Erde kam; es ist wiederum Jesus Christus, der sich unter euch bestätigt.


189.   Abraham bekam den verheißenen Sohn, unmittelbar nachdem das geschehen war. Ebenso wird Jesus wiederkommen! Das ist Sein Geist. ER ist der Erde so nahe, Sein Kommen ist so nahe, daß Er bereit ist, euch aufzunehmen, wenn ihr bereit seid, es anzunehmen. Erhebt jetzt eure Hände und betet mit mir.


190.   Herr, unser Gott, laß all die Priester zum Altar kommen. Mögen die Menschen aufschreien. Möge die Feuer- und die Wolkensäule heute in die Menschen hineinkommen und sie ernüchtern, Herr, daß sie die Gegenwart des lebendigen und mächtigen Gottes erkennen. Gewähre es, Herr. Nimm sie an. Ich bete dieses Gebet für jeden von ihnen, im Namen Jesu Christi. Erfülle jeden mit dem Heiligen Geist, der Ihn noch nicht hat. Herr, möge die Erweckung dieses Feldzuges, dieser Versammlung, gerade jetzt zu einer großen und mächtigen Ausgießung des Heiligen Geistes werden. Mögen die Kranken geheilt werden, die Blinden sehen, die Krüppel gehen. Möge der lebendige Gott sich in Gegenwart der Menschen kundtun, wie es heute nachmittag gewesen ist, und mögen die Menschen es annehmen. Ich bitte es in dem Namen Jesu Christi.


191.   Erhebt nun eure Hände, gebt Ihm die Ehre und empfangt, worum ihr gebeten habt.