"BEHARRLICHKEIT"

gepr. am 18.02.1962 in Jeffersonville, Indiana, USA

von

Br. William Marrion Branham

 

 

001.   Es ist ein Vorrecht, heute morgen hier im Gotteshaus mit euch in der Gegenwart des Herrn zu sein. Es ist ein regnerischer Tag heute. Als ich ankam, hörte ich das Singen und Händeklatschen und dachte, sie müssen schon die Ströme des Segens dort drinnen erleben. Wir sind für diesen Tag sehr dankbar. Wir benötigen den Regen. Wenn wir den Regen nicht empfangen, kann der Meister Seine Frucht nicht ernten. Hier drinnen haben wir den geistlichen Regen, sonst gäbe es keine Frucht für die Ernte. Draußen benötigen wir den Regen, sonst haben wir keine natürliche Ernte.

002.   In beiden Fällen muß etwas sterben, damit wir leben können. In der Ernte kommt das Leben hervor, das dann wieder in den Tod gehen muß. Wir leben durch den Tod. Im Natürlichen muß täglich etwas sterben, damit ihr leben könnt. Ihr eßt und lebt durch tote Substanz. Wenn ihr ein Schweineschnitzel eßt, mußte ein Schwein sterben. Eßt ihr ein Beefsteak, mußte die Kuh sterben. Wenn ihr Mais eßt, mußte er vorher sterben. Wenn ihr Weizenbrot eßt, mußte es sterben. Im Natürlichen lebt ihr von toter Substanz. Ist es dann nicht wahr, daß etwas sterben mußte, damit wir ewig leben können? Christus, der Sohn Gottes, starb, damit wir ewig leben können. Dafür bin ich heute morgen so froh. Obwohl wir jetzt in dieser Zeit leben, wissen wir, daß Christus für uns Sünder starb. Ja, Er starb für mich.

003.   Ich sprach wohl am letzten Sonntag, daß der Herr mir vor einigen Tagen sagte, was getan werden soll. Ich sprach am letzten Sonntag über die kommenden Katastrophen. Als ich hierherkam, hörte ich in den Nachrichten, daß Deutschland eine der schlimmsten Überschwemmungen hatte. Hunderte kamen um, andere verübten sogar Selbstmord. Ich habe es mir auf dem Wege hierher aufgeschrieben. In Deutschland sind die Deiche gebrochen. In England sind sehr schwere Stürme. Ich glaube, siebzigtausend Häuser wurden beschädigt. Wir sind in der Endzeit. Eines Tages wird Jesus erscheinen. Wir sind am Ende. Denkt daran, dies ist erst der Anfang der Dinge. Es wird so weitergehen. Wir sind am Ende.

004.   Wir machen uns bereit, heute nach der Predigt nach Arizona zu fahren. Wir bitten die Gemeinde, für unsere Reise zu beten. Ich habe große Entscheidungen zu treffen, Freunde, die ich nicht allein machen kann, denn ich weiß nicht, was ich tun soll. Deshalb bitte ich diese Gemeinde als eine Gruppe von Gläubigen, die sich hier mit mir aufhalten: Betet für mich, daß meine Entscheidungen für den rechten Ort getroffen werden. Es sind über dreihundert Städte in Übersee, wohin ich eingeladen bin, in der Schweiz, Deutschland und Afrika. Wir beten, daß Gott uns helfen möchte, das Rechte zu tun, damit Er uns dort gebrauchen kann. Betet für mich, ich werde für euch beten. Das wißt ihr. Betet für mich, daß der Herr mich leiten möchte.

005.   So der Herr will, werde ich von Arizona zurückkommen. Es wird in der Gemeinde bekanntgegeben. Sie werden es zu hören bekommen, und ich werde etwas länger benötigen, um zu dieser Versammlung zu sprechen. Ich habe eine Botschaft und ich möchte gerne acht Stunden predigen.

006.   Ich sprach zu Frau Wood, die hier zur Gemeinde gehört. Sie erzählte mir von der Milltown-Baptisten-Gemeinde, wo ich Gottesdienste hielt. Dort hörte sie mich predigen und sie sagte: "Ich kam um zehn Uhr und hörte dich predigen bis Mittag, dann war nur eine kleine Unterbrechung für die Mahlzeit. An dem Abend fuhren wir um zehn Uhr weg und du hast immer noch gepredigt." Ich sagte: "Dir ist bekannt, daß ich nicht zu viel weiß, doch wenn ich nur das wenige beiseite tun kann und Ihn reden lassen, denn Er weiß sehr viel." Das möchte auch ich hören. Ich habe es nur wiederzugeben versucht.

007.   Ich möchte zurückkommen, so der Herr will, und eine Botschaft bringen, die der Herr auf mein Herz gelegt hat. Ich bete darum, daß Er mir alle Zusammenhänge schenken wird, während ich in der Wüste bin. Sie ist an die Gemeinde in dieser letzten Zeit gerichtet. Ich glaube, daß eine der letzten Bewegungen des Geistes vor uns ist. Wir glauben, daß der Herr Jesus im Begriff ist, die Kraft Gottes im Himmel freizugeben, daß der Himmel sich öffnet. Wir glauben, daß Er es tun wird. Wir vertrauen, daß Er uns eine noch völligere Botschaft gibt, wenn wir zurückkommen. Wir werden rechtzeitig mit dem Gottesdienst beginnen, ohne uns zu beeilen.

008.   Danach gehen wir vielleicht nach Afrika oder zur Schweiz oder nach Palästina, wie immer der Herr führt. Seid im Gebet. Schaut täglich auf und betet. Das Gebet ist die einzige Hoffnung, die wir haben.

009.   Ich hoffe nicht, daß ich den Eindruck vermittle, nicht zu wissen, wovon ich spreche. Ich glaube, daß unsere Nation als solche nicht mehr zu retten ist. Wenn doch genügend Christen da wären, die zusammenstehen - doch vieles ist schon getan worden durch große Evangelisten in großen Gottesdiensten, und dennoch geht alles dem Chaos zu. Ich glaube, daß alle großen Nationen zu Fall kommen müssen. All diese Systeme müssen vergehen.

010.   Menschen haben ihr Leben für die Demokratie gegeben. Das beweist die Treue zu einer Nation. Das ist gut, nichts dagegen. Doch wie steht's um unser Leben für Christus? Schon manchem jungen Mann wurde in der Blüte seines Lebens der Kopf von der Schulter geschossen, und dadurch wurde er zum Helden, auch wenn man oft nichts davon hört, höchstens die eigene Familie oder die Nachbarschaft, die ihn kannte. Und doch fürchten wir uns, den Schritt zu tun in die all umfassende Bewegung für Christus. Sehet: "Wer sein Leben erhalten will, wird es verlieren. Wer es um Meines Namens willen verliert, wird es finden. "Laßt uns alles, was wir haben, für den Herrn Jesus einsetzen, uns von den Dingen der Welt entfernen, zu Ihm aufschauen und Sein Wort glauben und uns mit Ihm vorwärts bewegen.

011.   Am letzten Sonntag habe ich so lange über das Thema "Die Einheit Gottes mit Seinem Volk" gesprochen. Ich hatte vor, euch heute früher gehen zu lassen, denn am letzten Sonntag habe ich noch für viele beten sollen, hatte aber keine Zeit mehr dafür. Doch heute werden wir für die Kranken beten.

012.   Mit meinem heutigen Thema möchte ich den Glauben aufbauen. Das muß geschehen. Ohne Zweifel sind Prediger hier. Sie wissen, daß man eine gewisse Atmosphäre unter den Leuten hervorbringt, wenn über das Heil gesprochen wird. Dann ergeht der Ruf. Wenn ihr die Atmosphäre für die Heilung wollt, bedürft ihr selbst der Salbung, um die gesamte Versammlung durch das Wort Gottes unter die Salbung für eine bestimmte Sache zu bringen. Es ist eine Erwartung für etwas Bestimmtes. Seht, wir erwarten etwas.

013.   Ich glaube, ihr wißt, daß Gott Seine Gemeinde jetzt ein wenig höher hinaufnimmt, und zwar den herausgerufenen Überrest Seiner Gemeinde, der in der Erwartung Seines Kommens steht. Als sie damals hörten, daß Er zu dem Fest kommen sollte, muß eine große Erwartung in ihnen gewesen sein. Viele haben Ihn dort erwartet und auch gehofft, die Wunder zu sehen, die Er tun würde. Andere wollten Ihn sehen. Wieder andere wollten sich über Ihn lustig machen. Es war ein ganz anderes Passahmahl als sonst, wenn Er in die Stadt kam. Laßt uns in der Erwartung zu Ihm sein, daß Er kommt und uns heimnimmt, wenn Er diesmal kommt.

014.   Laßt uns unsere Häupter neigen, während wir zu Ihm reden. Wenn jemand in der Versammlung ein Anliegen hat, das er dem Herrn bringen möchte, so erhebt eure Hand zu Ihm und sagt: "O Gott, sei mir gnädig. Ich brauche Dein Heil, ich benötige Heilung, ich möchte näher mit Dir wandeln." Gott segne euch. Im ganzen Gebäude wurden Hände erhoben.

015.   Unser himmlischer Vater, wir nahen uns Deinem Thron der Gnade im Namen des Herrn Jesus, der uns diese erstaunliche Gnade gebracht hat; wir danken Dir von ganzem Herzen für Ihn, der ohne Sünde herabkam und unser Heil erwarb, auf daß wir, die Unwürdigen, uns Ihm nahen können, weil Er Sein Blut vergoß; Er reinigt uns durch das Wasserbad des Wortes, damit Er uns dem Vater vorstellen kann als eine reine Jungfrau, gereinigt und geheiligt durch Sein Blut. Er machte uns angenehm vor Gott, gereinigt und bereit. Wir denken an das Waschen des Opfers und daran, daß Johannes, als er Ihn in das Wasser kommen sah, zu Ihm sagte: "Ich müßte von Dir getauft werden, und Du kommst zu Mir?"

016.   Er antwortete: "Laß es für diesmal geschehen, denn es gebührt uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen." (Oh, ich liebe das.) Mit anderen Worten: "Johannes, du bist der Prophet, Ich bin dein Gott. Wir sind die führenden Männer dieser Zeit. Ich weiß, du verstehst, wie auch Ich verstehe. Doch denke daran, Johannes, es gebührt uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen." Johannes wußte, daß das Opfer vor der Darbringung gewaschen werden mußte. Das Lamm war das Opfer. Er taufte Ihn, den Sündlosen, wusch das Opfer, ehe es dargebracht wurde.

017.   Oh Gott, wasche unsere Herzen heute morgen. Reinige sie in dem Wasserbad Deines Wortes, damit wir Dir dargestellt werden. Reinige uns, oh Herr, von allem Unglauben, daß wir uns als lebendiges Opfer heilig und wohlgefällig unserem Gott darbringen, denn das ist unser vernünftiger Gottesdienst. Wir danken Dir für diese Dinge, für jede Person, die anwesend ist. Wir beten darum, daß Du die universelle Gemeinde des lebendigen Gottes segnest in allen Nationen in der ganzen Welt. Heute morgen, wo immer Prediger auf dem Podium stehen, wollest Du Deinen Geist ausgießen, oh Herr. Tue es in einer wunderbaren Weise über jedem treuen Prediger, Evangelist und Missionar, der seine Pflicht erfüllt. Oh Gott, wenn ich an sie denke, manche ohne Schuhe, andere in schäbiger Kleidung, durch die Dschungel hindurchgehend, um denjenigen, die fern von Christus sind, den Frieden und die Befreiung zu bringen!

018.   Oh Gott, wir können nur sagen: "Sende Jesus bald! Komme, Herr Jesus!" Wir sehen es an der Natur; das gleiche Zeichen wie der Stern, der die Weisen nach Bethlehem führte, bewegt sich wieder vorwärts. Jesus sagte, daß eine Zeit der Verworrenheit kommen wird, Bedrängnis zwischen den Nationen, Zeichen am Himmel und auf Erden, das Meer einherrollend, gewaltige Stürme und Flutwellen und Erdbeben an vielen Orten. Sie sind wie Schellen, die unsere Herzen alarmieren, Herr, daß wir uns zubereiten. Wir kennen weder die Minute noch die Stunde seiner Erscheinung.

019.   Während wir heute kommen, bitten wir, daß Du jedes Geheimnis hinter jeder Hand, die erhoben wurde, segnest. Oh Gott, Du weißt um alles. Ich bete, Herr, wasche sie als Opfer. Das ist ihr Verlangen. Gebe ihnen, was sie benötigen. Während wir heute zu Dir kommen, Herr, bitte ich für diejenigen, die hier sind und Dich noch nicht als Erlöser angenommen haben. Möge dieses der größte Tag ihres Lebens sein, wenn sie ja zu Dir sagen, Herr Jesus. Schenke es, Herr.

020.   Segne alle, Vater, während wir uns anschicken, durch das Lesen Deines Wortes den Glauben zu bewirken. Oh Gott, sende Dein Wort und die Kraft in dieses Gebäude und in die Länder, wohin diese Tonbänder gehen werden, wo immer es sein mag. Mögen heute viele gerettet und geheilt werden zur Ehre Gottes. Wir bitten es in dem Namen Seines geliebten und heiligen Sohnes, des Herrn Jesus Christus. Amen.

021.   Wir beten darum, daß Gott Seinen gewaltigen Segen zum Lesen Seines Wortes gibt. Denkt daran, meine Worte werden versagen. Es sind Worte eines Menschen, doch Sein Wort kann nie versagen. "Himmel und Erde werden vergehen, doch Meine Worte werden nicht vergehen." Welch eine Hoffnung ist es heute. Ich möchte das Lied mit Eddie Perronett singen:
Preis sei dem Namen Jesu Christ,
des Glanz das All erhellt;
weil Er der Menschheit Retter ist,
krönt Ihn als Herrn der Welt.
Auf Christus, dem ewigen Felsen ich stehe,
alles andere ist sinkender Sand.

022.   Viele von euch notieren sich den Text und machen sich Notizen. Ich lese aus Matth. 15 von Vers 21.
Jesus ging dann von dort weg und zog sich in die Gegend von Tyrus und Sidon zurück.
Da kam eine kanaanäische Frau aus jenem Gebiet her und rief Ihn laut an: 'Erbarme dich meiner, Herr, Du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem bösen Geist schlimm geplagt!"
Er antwortete ihr aber kein Wort. Da traten Seine Jünger zu Ihm und baten Ihn: 'Fertige sie doch ab! sie schreit ja hinter uns her!'
Er aber antwortete: 'Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.'
Sie aber kam, warf sich vor Ihm nieder und bat: 'Herr, hilf mir!'
Doch Er erwiderte: 'Es ist nicht recht, den Kindern das Brot zu nehmen und es den Hündlein hinzuwerfen.'
Darauf sagte sie: 'O doch, Herr! Die Hündlein bekommen ja auch von den Brocken zu essen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.'
Da antwortete ihr Jesus: '0 Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du es wünschest!'
Und ihre Tochter wurde von dieser Stunde an gesund.

023.   Heute morgen möchten wir über den Glauben sprechen. Mein Thema lautet 'Beharrlichkeit'. Beharrlichkeit bedeutet entschlossen sein, das Ziel zu erreichen. "Der Glaube ist die Substanz für Dinge, die man hofft, der Beweis für das, was noch nicht sichtbar ist." Wir haben einen Leib. Unser Dasein ist wie ein Same. Der Same hat außen eine Hülle. Darinnen befindet sich der Kern. In dem Kern ist der Keim. Wir bestehen aus Leib, Seele, Geist. Der natürliche Leib hat fünf Sinne. Auch zur Seele führen fünf Zugänge: Gewissen usw.

024.   Das Innerste hat nur einen Zugang, und den hat Gott von Adam und Eva her jedem Menschen mitgegeben: den eigenen Willen. Ihr entscheidet, ob ihr leben oder sterben wollt. Jeder von euch. Ihr habt alle die freie Willensentscheidung. Von welchem Geist ihr beherrscht werdet, dessen Frucht bringt ihr hervor. Euer Leben wird von dem Innersten her bestimmt.

025.   Viele Menschen verlassen sich auf die äußeren Sinne. Nichts gegen sie, wenn sie mit dem sechsten Sinn übereinstimmen. Die Seele und der Geist können nur entweder vom Geist Gottes oder vom Geist des Teufels beherrscht werden. Ihr könnt nicht zwei Herren zugleich dienen. Ihr seid entweder dem einen oder dem anderen ganz ergeben. Wenn ihr den Geist Gottes in euch habt, dann habt ihr Glauben. Ihr werdet jedes geschriebene Wort Gottes glauben. Habt ihr ihn nicht, dann...

026.   Der Teufel ist nicht wie manche Menschen meinen. Er ist grausam usw, er ist aber auch verführerisch. Der Teufel läßt euch denken, daß ihr richtig seid. Doch wenn ihr mit dem Wort nicht übereinstimmt, dann zeigt es, daß es nicht der Geist Gottes ist, denn der Heilige Geist hat die Bibel geschrieben. Es muß mit dem Wort übereinstimmen. Denkt daran! Nur ein wenig Unglaube an das Wort! Satan sagte Eva insofern die Wahrheit, daß er das Wort nicht als unwahr leugnete. Doch der kleine Teil des Wortes, den er nicht sagte, verursachte die ganze Not. Das Weib glaubte nicht, weil sie nach Klugheit trachtete anstatt im Worte zu bleiben. Wenn Gott etwas sagt, mag Himmel und Erde vergehen, aber Sein Wort vergeht nicht. Gottes Wort muß bis zum letzten Buchstaben erfüllt werden, bis zum letzten Jota muß es erfüllt werden.

027.   "Beharrlichkeit", entschlossen zu sein, das Ziel zu erreichen. Ihr habt euren Sinn auf etwas gerichtet, ihr seid entschlossen dazu, denn ihr glaubt, daß ihr es erreichen werdet, ihr glaubt, daß ihr es erreichen könnt. Wenn ihr entschlossen seid, habt ihr euch entschieden, was ihr tun werdet. Ihr könnt keinen Glauben an Gott haben, es sei denn, ihr kennt Gottes Wort und wißt etwas über Gott.

028.   Wenn jemand euch sagte: "Du bist krank, berühre den Pfosten, so wirst du gesund!" Das würde ich nicht glauben. Ihr mögt es tun, doch es wäre zu stark für meinen Glauben. Ich glaube nicht, daß in dem Pfosten eine Wirksamkeit ist, noch glaube ich, daß eine Wirksamkeit in irgendeiner Statue, einem Denkmal, einem Kruzifix oder irgend etwas Ähnlichem ist.

029.   Ich glaube, die Kraft ist in Christus und Christus ist das Wort. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Das Wort selber kommt über uns. Durch den Heiligen Geist kommt es in uns hinein. Es ist dann das Wort in euch - Gott in euch. Viele wollen auf Gott hinweisen als auf etwas Mystisches, das weit entfernt außer unserer Reichweite liegt. Gott ist in dir! Christus, die Hoffnung der Herrlichkeit, die Gesinnung Christi in euch. Ihr streckt euch dann danach aus und versucht zu empfangen, was euch schon gegeben wurde. Es ist Gott in dem Menschen.

030.   Auf Erden war Christus der Leib Gottes. Gott hatte diesen Leib geschaffen. Der Leib war anders, und doch war es ein menschlicher Leib. Ihr wißt, Salomo baute Ihm ein Haus. Doch Stephanus sagte: "Doch der Höchste wohnt nicht in einem Bau, der von Menschenhand hergestellt ist, wie der Prophet sagt: 'Doch einen Leib hast Du Mir bereitet." Gott hat sich selbst einen Leib bereitet in der Gestalt des Herrn Jesus, welches der Christus war, der Gesalbte. Alles, was Gott war, war in Christus. Er war die Fülle der Gottheit leibhaftig. So sagt es die Schrift. Alles, was Gott war, ist in Christus offenbar geworden. Er war Immanuel, Gott mit uns.

031.   Alles, was in Christus war, goß Er in die Gemeinde hinein. Was ist es? Gesalbt, um Sein Werk weiterzuführen, auf daß Sein Wort fortwährend lebendig sei. Er lebte durch das Wort des Vaters. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht." Auch die Gemeinde lebt nicht vom Brot allein, sondern durch jedes Wort Christi. Der Heilige Geist kommt hinein, nimmt das Wort Christi und führt es heute in lebendiger Weise aus. "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben."

032.   Seht, Gott kann sich nicht ändern. Wenn Gott eine Entscheidung trifft, dann muß es dabei bleiben. Wenn Er sich ändert, dann wäre Er Mensch wie ich, der Fehler machen kann. Doch Er ist unendlich. Er ist allmächtig, Er kann keinen Fehler tun, Er ist Gott. Als die Menschen gesündigt hatten, war Seine erste Entscheidung, ihnen aufgrund dessen, daß sie Sein Wort glauben, zu vergeben. Wenn noch jemand kommt, muß Er in derselben Weise handeln, sonst hat Er beim ersten Mal verkehrt gehandelt. Wenn Menschen durch göttliche Heilung, durch Glauben an Gott, gesund wurden, und Er das dem ersten Menschen zuteil werden ließ, dann muß Gott in derselben Weise handeln, wenn der nächste auf derselben Grundlage kommt. Tut Er es nicht, sieht Er die Person an und verhält sich parteiisch, welches mit Sicherheit keine göttliche Eigenschaft ist.

033.   Ihr müßt Glauben an das haben, was ihr tut. "Wenn euer Herz euch nicht verurteilt." Wenn wir wissen, daß die Bibel uns etwas lehrt, wir es aber nicht tun, dann können wir keinen Glauben daran haben. Ihr könnt es nicht empfangen, denn ihr wißt, daß gewisse Dinge da sind, die Gott lehrt, denen ihr nicht nachkommt. Wenn ihr solches tut, wo befindet ihr euch dann? Seht ihr, ihr könnt keinen Glauben an das haben, das ihr erreichen möchtet. Ihr könnt nicht hierherkommen und sagen: "Gestern abend habe ich mich betrunken, Herr! Ich möchte, daß Du mich heute morgen heilst. Ich werde nicht mehr zuviel trinken." Ihr müßt euch zuerst weihen und euch Gott vollständig übergeben. Ihr müßt jedem Worte gehorsam sein, euch völlig übergeben und dann das Wort ergreifen. Das Wort ist in der Gemeinde. Es ist ein lebendiges Wort.

034.   Die Bibel sagt: "Das Wort ist der Same, den der Säemann ausgestreut hat." Ihr könnt kein Unkraut säen und Weizen ernten. Wer Weizen sät, wird Weizen ernten. Wer Unkraut sät, wird Unkraut ernten. Ihr müßt das Wort Gottes haben.

035.   Kein Gläubiger wird das Wort Gottes in die Vergangenheit setzen, wird Ihn jemals als Schwächling betrachten und einen Gott der Geschichte aus Ihm machen. Natürlich ist Er ein Gott der Geschichte, doch ist Er derselbe, wie die Bibel es in Heb. 13,8 sagt. "...derselbe, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit." Deshalb, wie Er in der Geschichte war, so ist Er heute. Er kann Seine Kraft nicht verlieren, die Schwachheit ist nur in unsere Gemeinden gekommen im Vergleich zur apostolischen Gemeinde. Was haben wir getan? Wir haben die Gemeinde zerrissen, verschiedene sektiererische Organisationen gemacht, bis wir nichts als ein großes Chaos übrigbehalten haben. Kommt zurück zum Wort! Zurück zu Gott! Zurück zu dem lebendigen Wort.

036.   Wenn nicht jede Verheißung der Bibel verwirklicht wird, dann habe ich nicht den nötigen Glauben daran. Als erstes Wort wird uns zugerufen: "Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid..." Als ich es erleben wollte, hat es sich als wahr erwiesen. Ist dieses das Wort oder ist es nicht das Wort? Wenn es das Wort ist, muß alles hervorgebracht werden, was darin verheißen ist. Wir müssen zwischen richtig und verkehrt unterscheiden. Entweder ist es als Ganzes Gottes Wort oder überhaupt nicht. Alles oder nichts. Ich glaube es, jede Verordnung, jede Zeile, sogar die Zeichensetzung, jedes Komma, Bindestrich - das Ganze ist Gottes Wort. Meine Seele ist darin verankert.

037.   Es geht nicht darum, einen Pfosten, einen Mann oder eine Frau zu berühren; ich glaube, daß wir Gott durch den Glauben an Sein Wort berühren können. Wenn ihr das tut, wird das Wort in euch befruchtet, es wird zum Leben in euch. Jedes Wort Gottes ist befruchtet.
Wenn ihr eine Handvoll Weizen hier auf der Plattform hättet, würde er keine Frucht bringen. Doch tut es in den rechten Boden, und es geschieht. Wenn das gute Wort auf schlechten Boden fällt, wird geringe Ernte sein. Nehmt gute Saat, tut sie in guten Boden unter den rechten Verhältnissen und sie wird hundertprozentige Frucht hervorbringen. So ist es mit dem Worte Gottes, wenn es in das menschliche Herz gelegt wird mit einem unsterblichen Glauben an den Herrn Jesus Christus, mit dem Heiligen Geist und der Kraft Gottes, die es bewässert und befruchtet, so daß es alles hervorbringt, was geschrieben steht. Es ist ein Wort, es ist Gottes Wort.

038.   Jesus sagte in Joh. 14, 12: "Wer an Mich glaubt, wird die Werke tun, die Ich getan habe." Gewiß! Ich glaube das. "Die Werke, die Ich tue, werdet auch ihr tun." Es heißt: "Noch Größeres werdet ihr tun." Wir könnten nichts Größeres tun. Er hat der Natur Einhalt geboten, Er hat die Toten auferweckt, Er hat alles getan. Gott tat sich durch einen Menschen kund - Christus. Jetzt ist Er universell kundgetan in Seiner Gemeinde. Noch mehr als dieses werdet ihr tun - dieselben Werke.

039.   Vor kurzem sagte mir jemand, nur um kritisch zu sein: "Wir tun die größeren Werke, denn Er hat gesagt, größere Werke werdet ihr tun."

040.   Ich antwortete ihm: "Tu zuerst die geringeren Werke, bevor du die größeren tust. Zeige mir erst einmal die geringeren Werke!" Ihr könnt etwas nehmen und verdrehen, um zu versuchen, daß es etwas Bestimmtes sagt, aber es bleibt doch immer das gleiche. Beachtet jemand, der genug Glauben hat, und es wird sich selbst kundtun in derselben Weise, wie Gott es getan hat.

041.   Heute haben wir so viel durch Gemütserregung. Dagegen habe ich nichts zu sagen. Das liegt zwischen dem Einzelnen und Gott. Doch was mich betrifft, muß jedes Wort und jede Handlung gemäß der Bibel sein. Es muß Gottes Wort sein, dann weiß ich, es ist wahr. Die Bibel steht dahinter und beweist es als wahr. Jede Verheißung ist die Wahrheit. Wenn jemand Glauben hat und auf dem Worte steht, dann muß es zum Leben hervorkommen. "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." Wir sehen die Verheißungen Gottes und sind beharrlich. Wir können sie glauben und darauf stehen, denn wir wissen, es ist Gottes Verheißung. Bleibt darauf stehen, egal wie lange es dauert, es wird hervorkommen.

042.   Ihr wißt, Er sprach einmal davon, daß wir Glauben haben sollen wie ein Senfkorn. Das Senfkorn ist das kleinste Samenkorn auf Erden. Doch was ist damit? Es kann mit nichts vermischt werden. Das Senfkorn mischt sich mit nichts anderem. Ihr könnt Grünkohl und Spinat und andere Dinge miteinander vermischen, und eine andere Substanz wird daraus hervorkommen, wenn ihr die Samen vermischt; doch das Senfkorn vermischt sich nicht. Es bleibt immer ein Senfkorn.

043.   Wenn ein Mensch das Wort Gottes aufnimmt, ganz gleich, wie klein der Glaube ist, er wird sich mit dem Unglauben nicht vermischen, und der Betreffende wird zum Licht gebracht. Einige von uns haben großen Glauben, wodurch Wunder geschehen. Manche halten fest, bis es geschehen ist. Der echte Glaube ergreift es, nichts kann ihn davon abhalten. Er vermischt sich nicht. Ein solcher Mensch ist entschlossen. Er ist beharrlich. Ganz gleich, wieviele Menschen sagen: "Die Tage der Wunder sind vorbei", er glaubt es nicht. Er hält fest unter allen Umständen, denn das Wort ist in sein Herz gesunken. Er glaubt es. Darauf bleibt er stehen.

044.   Ich weiß das. Ich habe Menschen mit Zell-Krebs gesehen: Stumme, Taube, Blinde, überall in der ganzen Welt wurden sie geheilt, und selbst Tote wurden auferweckt. Ich weiß, es ist wahr. Natürlich habe ich auf Grund einer Vision gehandelt. Das wißt ihr. Dann weiß man, was der Wille Gottes ist. Ihr könnt nicht eher handeln, bis ihr den Willen Gottes erkennt. Eine Verheißung in der Bibel sagt euch etwas Bestimmtes aus dem Worte Gottes. Er sandte Seinen Geist in die Gemeinde mit den Gaben, um sich selbst kundzutun und die kleinen Unstimmigkeiten usw. aufzuräumen, damit Er sich selbst in Realität unter uns offenbaren kann. Oh wie könnten wir um etwas anderes bitten, wenn Er in unsere Mitte kommt und sich selbst so ganz persönlich zu erkennen gibt! Gott unter Seinem Volk.

045.   "Eine kleine Weile, und die Welt sieht Mich nicht mehr." Das griechische Wort 'Kosmos' meint die Weltordnung. Sie wird vergehen. Jede weltliche Ordnung wird untergehen, jede Nation, die vom Satan beherrscht wird. So ist es immer gewesen, so wird es sein - außer Israel, das zu einer Nation wurde. Satan nahm Jesus auf einen Berg und zeigte Ihm alle Reiche der Welt, die da waren und noch kommen würden, und sprach: "Ich werde Dir das alles geben, wenn Du niederfällst und mich anbetest."

046.   Der Herr sprach: "Satan, weiche von Mir!" Er wußte, daß Er als Erbe im Tausendjährigen Reich alles besitzen wird. Ich stand da, wo die Pharaonen einst die Welt regierten. Heute müßt ihr zwanzig Fuß in die Erde graben, um die Sitze zu finden, auf denen sie einst saßen, die römischen Kaiser, die ägyptischen Pharaonen usw. Sollte die Welt weiterbestehen, so würde das gleiche mit diesen Demokratien sein. Wovon spricht das alles? Es ist etwas im menschlichen Herzen, das versucht, die Einheit zu finden.

047.   Wenn ihr nur aufschauen könntet, denn die Einheit kommt von Gott, durch die Kraft Gottes. Wenn die Gläubigen als Schöpfung, die Gott hier auf Erden geschaffen hat, mit Gott vereinigt sind, dann kommt aus dieser Einheit der Glaube hervor. Wenn ein Mensch das sieht, ist er entschlossen. Niemand kann ihn erschüttern.

048.   Jesus sagte dort: "Die Werke, die Ich tue, werdet auch ihr tun. Eine kleine Weile, und die Welt sieht Mich nicht mehr." Das ist die Weltordnung. "Sie sehen Mich nicht mehr."

049.   Viele feine Menschen als Gemeindemitglieder gehen zur Kirche, leben in dem Gedanken, daß mit ihnen alles in Ordnung ist. Warum eigentlich? Wenn ihr ein Gemeindemitglied seid, ist mit euch noch nicht alles in Ordnung. Ihr seid Staatsbürger, mögt versuchen, das Rechte zu tun, doch Freund, laß mich dir sagen: "Du mußt von neuem geboren sein." Ihr kommt nicht in die Gemeinde hinein durch ein Willkommen oder einen Händedruck, ihr kommt nicht in die Gemeinde durch Mitgliedschaft, ihr kommt in die Gemeinde durch die Geburt.

050.   Ich bin schon über zweiundfünfzig Jahre in der Branham-Familie. Niemals haben sie mich darum gebeten, mich ihrer Familie anzuschließen und mich Branham zu nennen. Ich bin in die Branham-Familie hineingeboren. Ich bin ein Branham durch die Geburt.

051.   So müßt ihr Christen werden, durch die Geburt, wenn ihr durch den Geist Gottes geboren werdet. Beharrlichkeit! Nur so könnt ihr etwas erreichen. Durch alle Zeitalter waren Menschen imstande, etwas zu erreichen, wenn sie entschlossen waren und Glauben an das hatten, was sie erstrebten. Es kommt darauf an, was ihr erstrebt. Es kommt darauf an, was ihr zu tun versucht und ob ihr entschlossen seid oder nicht, wieviel Glauben ihr an das habt, was ihr tut. Wir müssen Glauben an Gott haben. Wir müssen Gott glauben.

052.   Ich habe viele Schriftstellen, auf die ich mich beziehen möchte. Wenn ein Mensch versucht, entschlossen zu sein, dann muß er zunächst etwas haben, das ihm Glauben vermittelt an das, was er tut. Wir wollen uns daran gleich zu Anfang erinnern, daß die Bibel uns sagt: "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." Denkt daran! Als Christus auf Erden war, sagte Er: "Die Werke, die Ich getan habe, werdet auch Ihr tun." In Markus 16 sprach Er: "Gehet hin in alle Welt." Dies ist die letzte Ansprache, die Jesus an die Gemeinde richtete. Höret!

053.   Den ersten Auftrag gab Er der Gemeinde, als sie in die Städte vor Ihm gehen sollten. "...Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus: umsonst habt ihr es empfangen, umsonst sollt ihr es auch weitergeben."

054.   Die letzten Worte im letzten Befehl, die Er über Seine Lippen brachte, ehe Er hinaufgenommen wurde, bis Er wiederkommt mit dem Weckruf und der Stimme des Erzengels, lauteten: "Gehet in alle Welt, predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer da glaubet und getauft wird, soll gerettet werden. Wer nicht glaubt, wird verurteilt werden." Ohne Unterbrechung spricht Er weiter: "Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen: in Meinem Namen werden sie Teufel austreiben, in neuen Zungen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Todbringendes trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen und sie werden gesund werden." Die Bibel sagt: "Sie aber zogen aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und das Wort durch die Zeichen bestätigte, die dabei geschahen." Sie waren beharrlich, denn sie hatten etwas auszuführen. Sie hatten einen direkten Auftrag. Wie weit reicht dieser Auftrag? Für alle Welt - die ganze Schöpfung. Wieviele Generationen? Alle Generationen, für jedes Geschöpf.

055.   Am Pfingsttage sagte Petrus: "Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, so viele ihrer der Herr, unser Gott, berufen wird." Wie könnt ihr den Heiligen Geist und die Kraft Christi nur in jene Generation legen? Gott wußte, was sie reden werden. Deshalb sagte Er: "Ich lasse euch nicht trostlos und verwaist zurück. Ich werde den Vater bitten, daß Er euch einen anderen Tröster, den Heiligen Geist, sendet. Eine kleine Weile, und ihr seht Mich nicht mehr. Und über eine kleine Weile, so werdet ihr Mich sehen. Ich (ein persönliches Fürwort) Ich werde mit euch sein und in euch sein, bis an der Welt Ende." Amen. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Gott lebt in Seiner Gemeinde, in Seinem Volk.

056.   "In welcher Denomination, Br. Branham?" Er hat nichts mit Denominationen zu tun. Gott ist um die Einzelnen bekümmert - um jeden Mann, jede Frau, jeden Jungen, jedes Mädchen, die an Ihn glauben, ganz gleich, zu welcher Denomination sie gehören. Er sucht hungrige Herzen.

057.   Entschlossen sein, etwas zu erreichen. Solche Menschen gab es in allen Zeitaltern. Zum Beispiel Noah. Nachdem er den Willen Gottes erkannt hatte, war Noah entschlossen.

058.   Als erstes müßt ihr den Willen Gottes erkennen. Auch heute morgen müßt ihr den Willen Gottes erkennen. Während ihr zum Gebet kommt, müßt ihr den Willen Gottes erkennen und wissen, ob es Gottes Wille ist, daß ihr geheilt werdet, oder nicht. Wenn ihr kommt, um Errettung zu empfangen, müßt ihr zunächst wissen, ob es Gottes Wille ist, euch zu retten, oder nicht. Als erstes müßt ihr den Willen Gottes erkennen. Wenn ihr dann wirklich den Samen in eurem Herzen empfangen habt, dann könnt ihr entschlossen sein. Nichts wird euch bewegen. Auch wenn menschliche Weisheit euch zu sagen versucht, es sei nicht so, es sei nicht dies oder jenes, so bewegt es euch nicht im Geringsten, denn ihr wißt, was der Wille Gottes ist. Er hat es in euer Herz hineingesprochen. Euer Glaube ist da. Er hält daran fest, auch wenn er nicht mehr als ein Senfkorn ist. Er wird euch aus der Situation in den rechten Stand bringen, der Wille Gottes.

059.   Nachdem Noah die Stimme Gottes gehört hatte, die ihm sagte, daß eine Flut kommen wird, wodurch die Welt zerstört und die Natur verwüstet wird, war er entschlossen. Hat nicht Jesus gesagt: "Wie es war in den Tagen Noahs, so wird es sein in den Tagen des Menschensohnes."? Die Natur wird durcheinander geraten. Wir sehen es heute.

060.   Hier möchte ich einen Augenblick stehen bleiben. Als ich nach Bombay kam, wo uns der Herr die größte Volksmenge gab, die wir je hatten, ca. 500.000, zu denen ich auf einmal sprach, las ich dort in der Zeitung über das Erdbeben, als es vorüber war. Einige Tage vor dem Erdbeben sind die Vögel aus ihren Nestern weggeflogen und ließen sich auf den Bäumen nieder. In Indien sind sie sehr arm. Ihre Zäune bauen sie aus Steinen. Das Vieh, welches sich in der Nähe von Wänden befand, verließ den Schatten und ging hinaus auf das Feld in die heiße Sonne. Man konnte sich ihr befremdendes Verhalten nicht erklären. Ganz plötzlich kam die Erschütterung des Erdbebens, und die Wände fielen ein. Wenn die kleinen Vögel in ihren Nestern geblieben wären, so wären sie umgekommen. Wenn das Vieh dort geblieben wäre, hätte es den Tod erlitten.

061.   Könnt ihr es nicht erkennen, daß es derselbe Gott ist, der die Vögel und die Tiere in den Tagen Noahs warnte? Ob ihr es Vorahnung nennt oder was immer, Gott hat es diesen Vögeln eingegeben. Er hat ihnen den Instinkt gegeben, von den Wänden wegzufliegen, ehe die Erschütterung kam. Meint ihr nicht, daß Gott sich sogar um einen Sperling kümmert? Wieviel mehr als ein Sperling seid ihr? Er weiß, wie Er für die Seinen zu sorgen hat.

062.   Schwester, die du hier auf der Tragbahre liegst, wenn Er den Sperling nährt und das Feld mit Gras kleidet, wieviel mehr ist Er um dich bekümmert? Wieviel mehr bist du als ein Sperling? Hab Glauben an Gott, baue nicht auf Gefühle oder etwas anderes. Es ist Gottes Wort. Ergreift es und haltet daran fest! Seid entschlossen. Glaubt es! Haltet fest an Seinem Wort!

063.   Nach dem Erdbeben flogen die kleinen Vögel zurück und bauten ihre Nester in den Steinwänden wieder auf. Das Vieh kehrte ebenfalls zurück.

064.   Es war derselbe Gott wie in den Tagen Noahs. In den Tagen Noahs waren sie weiter in der Wissenschaft als jetzt. Sie haben größere Dinge erreicht als sie es jetzt vermögen. Sie hatten eine Farbtönung, die sich bis auf den heutigen Tag hält. Sie haben eine Flüssigkeit zum Einbalsamieren der Mumien. Mir wurde gesagt, daß wir das heute nicht können. Auch haben sie die Pyramiden gebaut. Wer könnte heute eine Pyramide bauen? Ich stand dort und sah die großen Steinblöcke dort oben auf der Sphinx. Es würde einige Bahnwagen bedürfen, sie hochzutransportieren. Wie haben sie diese Steinblöcke hochbekommen? Womit taten sie es? Benzinkraft vermag es nicht zu tun. Wir haben nichts, es sei denn, es würde durch Atom-Energie betrieben. Und das mag dieselbe Sache gewesen sein, wodurch die vorsintflutliche Welt zerstört und aus dem Gleichgewicht geworfen, von der Sonne entfernt und zurückgedrängt wurde, und dieses verursachte den Regen.

065.   Wenn Gott sagt, es wird regnen, dann wird es regnen, auch wenn es noch nie geschehen ist. Wieviel wissenschaftliche Beweise es auch zu Noahs Zeit gegeben haben mag, Noah hörte die Stimme Gottes sagen: "Es wird regnen." Bis dahin war noch kein Regen auf Erden gefallen.

066.   Er nahm Abraham auf einen Berg und gebot ihm, daß er seinen Sohn opfere. Als Abraham bereit war, Isaak zu opfern, fragte Isaak (er war ein Typ auf Gott und Seinen Sohn, er wurde gebunden): "Hier ist Feuer und Holz und die Steine für den Altar. Aber wo ist das Opfer?"

067.   Der alte Vater, fast 114 Jahre alt, mit seinem Sohn, auf den er fünfundzwanzig Jahre voller Schwierigkeiten gewartet hatte, hielt fest am unsterblichen Worte Gottes, das in sein Herz gepflanzt war. Er wußte, daß der Sohn ihm geschenkt wird. Was war er? Beharrlich. Er sagte: "Ich habe mich bis hierher an Ihn gehalten und weiß, wenn Gott ihn mir gegeben hat, weil ich Ihm glaubte, wird Er ihn von den Toten auferwecken." So ist es. Beharrlich. Als erstes am Worte Gottes festhalten.

068.   Als er im Begriff war, seinen Sohn zu töten, ergriff ein Engel seine Hand und hielt das Messer. Dann sah er einen Widder, der sich mit den Hörnern im Dickicht verfangen hatte. Woher war der Widder gekommen? Er war drei Tagereisen gegangen, und damals konnte ein Mann fünfundzwanzig Meilen pro Tag machen. Ich bin selbst 25-30 Meilen während dem Jagen und als Wildwächter gegangen. Jetzt haben wir sogenannte Benzin-Füße. Er ging drei Tagereisen und sah dann den Berg von ferne. Die wilden Tiere hätten den Widder getötet. Und noch eine Sache. Er war dort auf der Bergesspitze, wo kein Wasser oder Nahrung war. Kein Wunder, daß Abraham den Ort Jehova-Jireh nannte, welches bedeutet: "Der Herr wird für sich selbst ein Opfer ausersehen (oder bereiten)."

069.   "Br. Branham, wie kann Er diese Dinge tun in den wissenschaftlichen Tagen, in der großen wissenschaftlichen Welt? Wie kann Er es tun? Wie wird Er es nur schaffen?" Er ist immer noch Jehova-Jireh, der Herr. Wir halten Sein Wort, und Er ist imstande zu tun, was Er sagte. Er kann sich einer toten, kalten formellen Gemeinde annehmen, Er kann ein Glied aus der Gemeinde nehmen und das Leben Gottes in den Menschen hineinlegen und ihn mit dem Feuer des Evangeliums anzünden. Er kann eine Dirne von der Straße nehmen, einen Betrunkenen von der Gasse, und sie zu einem Mann oder einer Dame machen, denn Er ist Jehova-Jireh: "Der Herr wird sich selbst ein Opfer ersehen." Amen.

070.   Wie oft bringen wir Gott auf unsere Ebene! Wir denken nach unseren Richtlinien. Wir glauben an unsere Grundlage. Laßt die Sache los! Eva dachte auf der eigenen Grundlage, und dadurch ist sie in Schwierigkeiten geraten. Denkt auf der Grundlage Gottes gemäß dem, was Sein Wort sagt. Erhebt euch über diese Dinge im Glauben und glaubt Sein Wort.

071.   Noah sagte: "Ich gebe nichts darum, ob die Wissenschaft beweisen kann, daß da oben kein Wasser ist. Gott ist imstande, das Wasser dorthin zu tun. Er wird es tun, denn Er hat es verheißen. Er wird tun, was Er verheißen hat."

072.   Was tat er? Er ging nicht nur umher und sagte: "Der Herr hat zu mir gesprochen. Ich glaube, es wird so sein." Er tat noch mehr. O Bruder, Schwester, seht ihr, was ich meine? Er saß nicht da und sagte: "Gott hat gesprochen!" Er tat noch mehr. Wenn ihr heute gerettet werden möchtet, Gott hat das Heil versprochen, so tut etwas! Bleibt nicht sitzen. Tretet nicht einer Gemeinde bei. Tragt euer Empfehlungsschreiben nicht von Gemeinde zu Gemeinde. Er hat die Rettung und Befreiung verheißen.

073.   Wenn ihr krank seid, bleibt nicht sitzen. Als die Stadt Samarien von den Syrern belagert war, sprachen die beiden Aussätzigen: "Wenn wir hier sitzen bleiben, werden wir sterben. Gehen wir zur Stadt, dort sterben sie vor Hunger. Laß uns in das Lager des Feindes gehen." O, wie wenig Glauben sie auch hatten, sie gingen in das Lager der Feinde, die sie töten wollten. Doch sie sprachen: "Wir müssen sowieso sterben. Wenn wir durchkommen, ist unser Leben gerettet. Dann ist uns geholfen." Sie gingen dorthin, und Gott ehrte ihr bißchen Glauben. Nicht nur befreite Er sie, sondern auch Israel.

074.   Heute brauchen wir Männer und Frauen, die Gott bei Seinem Worte nehmen und beharrlich daran festhalten. Gott wird verursachen, daß die Erdbeben und Erschütterungen zuerst das Lager treffen. Gott wird dafür sorgen, daß der Regen da ist.

075.   Ihr sagt: "Br. Branham, der Arzt sagte mir, daß ich sterbe. Ich habe Krebs." Das mag so sein. Der Mann sagt euch alles, was er weiß. Doch ihm stehen nur die fünf Sinne zur Verfügung. Was ist es? Gefühl, Sehvermögen usw. Er betrachtet die Röntgen-Aufnahme. Davon kann er ausgehen. Mehr weiß er nicht. Er tut sein Bestes. Schaut nicht auf das! Er ist am Ende. Schaut auf diese Verheißung und sagt: "Wie kann es geschehen?" Gott hat es zugesagt. Was immer Gott sagt, ist so. Es ist ewiglich verankert im Himmel in Seinem Wort. Sein Wort wurde Fleisch. Jetzt hat Er Wohnung in uns genommen. "Wenn ihr in Mir bleibt und Meine Worte in euch bleiben, dann bittet, worum ihr wollt, und es soll euch zuteil werden." Joh. 15. Wir möchten, daß diese Worte in uns bleiben. Glaubt es, es ist die Wahrheit. Es ist ein Same. Es wird das ausrichten, was Er verheißen hat.

076.   Wenn eine Gruppe von Wissenschaftlern gekommen wäre und zu Noah gesagt hätte: "Du bist ein feiner Prediger. Wir schätzen dich. Du hast eine nette Versammlung hier und eine Familie. Doch wir stimmen mit dir nicht überein, wir wissen, daß du anders bist. Du neigst zum Fanatismus, der sich unter den Menschen verbreitet. Du hast sogar manchen Leuten Angst gemacht, indem du erzählst, daß die Welt zu einem Ende kommt. Wir möchten dir etwas zeigen und wissenschaftlich beweisen."

077.   Oh, der Teufel stirbt nicht. Noch immer versucht er das. Derselbe, der gesagt hat: "Wenn Du der Sohn Gottes bist, dann laß ein Wunder geschehen und sprich, daß aus diesen Steinen Brot wird. Du bist doch hungrig, dann werde ich Dir glauben." Derselbe Teufel war in den geschulten Priestern. Man sagte: "Wenn Du der Sohn Gottes bist, so steige vom Kreuz herab!" Dieser alte Teufel gibt nicht auf. Der Teufel nimmt nur die Menschen, doch sein Geist bleibt zurück. Doch laßt mich etwas zur Ermutigung sagen. Gott nimmt die Seinen, aber Sein Geist bleibt auch hier. Es werden Menschen da sein, die das Wort annehmen. Jeder wird auf diese oder jene Weise gesalbt. Es kommt darauf an, welch ein Geist im Samenkorn ist. Ihr werdet entweder glauben oder nicht glauben. So ist es.

078.   Vor kurzem sprach ein Prediger zu mir. Was er sagte, war überraschend. Ich befand mich in einem Arztzimmer, als er das sagte. Ich sage euch die Wahrheit. Ich habe mehr Ärzte getroffen, die an göttliche Heilung glauben als Prediger. Das stimmt. Ich hatte ja das Interview mit dem Readers Digest, der den Artikel über die Heilung von Donny brachte. Als sie mich zu dem Interview in der Mayo-Klinik hatten, wißt ihr, was sie sagten? "Wir stellen nicht den Anspruch, Heiler zu sein. Wir beanspruchen nur, der Natur beizustehen. Es gibt nur einen Heiler, das ist Gott." So ist es. Es sind Menschen, die denken können, die einen Überblick haben. Wir sind Menschen, dem Tode preisgegeben, fehlerhaft usw. Er ist der unendliche Gott.

079.   Wir müssen es glauben. Wenn ich es erklären könnte, dann wäre es nicht mehr Glaube. Ich kann nicht erklären, warum eine schwarze Kuh grünes Gras frißt und weiße Milch gibt. Doch so geschieht es. Auch ihr könnt es nicht erklären. Ich kann nicht erklären, wie Gott diese Dinge tut. Doch Er hat es gesagt, daß Er sie tun würde. Ihr und ich werden es nie begreifen, doch wir glauben es. Durch Glauben sind wir gerettet. Durch Glauben sind wir geheilt. Alles, was von Gott kommt, empfangen wir durch Glauben.

080.   Einmal stand ich während einer Rundfunksendung, als jemand sich über die Versammlung lustig machte, der nicht wußte, wer ich bin. Er sagte: "Das glaube ich nicht. Das kann nicht geschehen. So kann ich es nicht glauben. Es muß mir wissenschaftlich bewiesen werden."
Ich antwortete: "Dann kannst du nie ein Christ sein. Niemals."

081.   Er sagte: "O, ich bin ein Christ."
Ich erwiderte: "Du kannst es nicht sein. Nein. Beweise mir wissenschaftlich, wo Christus ist." Ich fragte: "Bist du verheiratet?"
Er erwiderte: "Ja!"

082.   Ich fragte: "Liebst du deine Frau?"
Er bejahte.
Da bat ich ihn: "Beweise mir wissenschaftlich, was Liebe ist."
Nach einigem Hin und Her sagte er: "Das kann ich nicht."

083.   Ich erwiderte: "Dann hast du nicht das, was Liebe genannt wird." Seht, es ist ein Scheinglaube in euren Gedanken. Wenn man will, daß es wissenschaftlich bewiesen wird. Wenn man sagen würde: "Gehe hin und kaufe mir für 25 Ct. Liebe, oder für 10 Ct. Glauben." Das könnt ihr nicht.

084.   Die ganze Waffenrüstung Gottes ist Glaube, Liebe, Freude, Friede, Langmut, Geduld, Güte, Sanftmut... Die ganze Waffenrüstung der Gläubigen ist Glaube. Wir glauben Gott durch Glauben, denn Gott hat es so gesagt. Was ist es? Abraham wurde gerechtfertigt, wie Paulus berichtet, durch Glauben und, wie Jakobus berichtet, durch Werke. Paulus nahm das, was Gott sah, Jakobus das, was Menschen sahen. Zeige mir deinen Glauben aus deinen Werken. Nicht ohne Werke. Wenn ihr keine Werke des Glaubens habt, dann zeigt es, daß euch der Glaube fehlt. Ihr sprecht nur mit dem Munde davon. Doch wenn ihr wirklich Glauben habt, dann glaubt ihr und handelt danach. Das stimmt. Ihr geht zur Tat über.

085.   Noah setzte ihn in die Tat um. Er baute die Arche, ungeachtet dessen, was die Wissenschaft sagte. "Schau doch her, wir können dir wissenschaftlich beweisen, daß dort oben kein Regen ist."

086.   "Ich gebe nichts um das, was ihr mir beweisen wollt. Mir hat Gott gesagt, daß es regnen wird, und ich glaube Gott. Es wird regnen."

087.   "Herr Noah, ich möchte dich fragen, Prediger, woher soll der Regen kommen? Wo ist er?"

088.   "Gott ist imstande, ihn dorthin zu tun, denn Er hat mir gesagt, daß es geschehen wird."

089.   Heute sagt man: "Dieses kann nicht geschehen." Sie sehen die Gabe der Unterscheidung wirksam in den Versammlungen und meinen, es sei Telepathie. Es ist die Unterscheidung des Geistes, der Visionen des Herrn. Hatten die Propheten Telepathie? Was hatte Jesus, als Er an jenem Tage da stand? Philippus kam und wurde gerettet, ging hin und holte Nathanael, den er zu Jesus führte. Nathanael sprach: "Was kann aus Nazareth Gutes kommen?"

090.   Als er dahin kam, wo Jesus sich befand, sah Er ihn an und sprach: "Du bist ein Israelit, in dem kein Falsch ist."

091.   Er antwortete: "Rabbi, woher kennst Du mich?"

092.   Er sprach: "Ehe Philippus dich gerufen hat, habe Ich dich unter dem Baum gesehen."

093.   Wenn ihr je da wart, es ist ungefähr fünfzehn Meilen hinter dem Gebirge gewesen. Es war eine Tagesreise entfernt. Wie hat Er ihn sehen können? Ein Mensch des Glaubens, ein Mensch, der das Wort Gottes geoffenbart sehen wollte, wollte wissen, was Gott sagte. "Der Herr, euer Gott, wird euch einen Propheten (den Messias) erwecken."

094.   Das sah er und erkannte Ihn und sprach: "Rabbi, Du bist der Sohn Gottes, Du bist der König in Israel." Sein Name bleibt ewig.

095.   Doch dort standen die steifen Priester mit ihren Auszeichnungen, vielleicht eine ganze Reihe von Predigern, die von sich dachten, das Wort zu kennen. Dem war so, was das Wort betraf, doch viele kennen es nicht. Sie kennen Sein Wort nicht, sie kennen Ihn nicht. Ihn zu erkennen in Seinem Wort, darum geht es; Ihn zu erkennen und das Leben, das im Worte ist. Sie standen dort und sagten: "Dieser Mann ist Beelzebub. Er ist ein Wahrsager. Er sieht diese Dinge. Das ist Wahrsagerei."

096.   Jesus erkannte es, obwohl sie es nicht laut ausgesprochen hatten, es nur in ihrem Herzen dachten. Er erkannte ihre Gedanken. Sagt die Bibel es? Natürlich. Er kannte ihre Gedanken. Sie dachten, Er lese ihre Gedanken. Doch Er erkannte sie und sagte: "Wenn ihr gegen den Menschensohn sprecht, wird es euch vergeben. Doch wenn der Heilige Geist gekommen ist und dasselbe geschieht, und ihr ein Wort dagegen sprecht, wird es euch nie vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt."

097.   Seht, das mit dem Heiligen Geist begriffen sie nicht. Sie mußten ihrer Versammlung eine Antwort geben, denn sie standen ja dort und dachten, Er lese ihre Gedanken, Er übe Telepathie, Er sei Beelzebub, ein Wahrsager. Jeder weiß, daß ein Wahrsager vom Teufel ist. Sie haben das Werk Gottes als Werke des Teufels hingestellt.

098.   Wißt ihr nicht, daß alles, was der Teufel hat, etwas Echtes ist, das er verdreht hat? Was ist eine Lüge? Die verdrehte Wahrheit. Was ist Ehebruch? Ein rechter Akt unter verkehrten Bedingungen. Jede Sünde ist verdrehte Wahrheit und Gerechtigkeit. Was ist Tod? Der Gegensatz zum Leben. Gewiß. Es ist so, wie Sein Wort es sagt. Nur die Menschen versuchen, einen Schatten darauf zu werfen, weil sie es nicht erkennen. Sie haben nicht den Glauben, das Wort zu erfassen. Nathanael tat es.

099.   Wie war es mit Simon, als er dorthin kam? Sein alter Vater hatte gesagt: "Simon, mein Sohn, ehe die Zeit zu Ende geht, wird es geschehen. Ich habe nach Ihm Ausschau gehalten, daß Er zu meiner Zeit kommt, doch Er ist nicht gekommen. Er mag in deiner Zeit kommen, und wenn Er kommt, Simon, wird folgendes geschehen: manches wird vor sich gehen, mein Sohn, und es werden sich falsche Dinge erheben, aber denke daran, daß du immer in Übereinstimmung mit dem Wort verbleibst. Wenn der Messias auftritt, wird Er ein Prophet sein; ein Prophet, wie Moses war. Denn unser Wort Gottes sagt, daß der Messias ein Prophet wie Moses sein wird. Du weißt, Er wird mehr als ein Prophet sein, Er wird der Gott-Prophet sein. Seine Handlungsweise und Seine Worte werden wie die eines Propheten sein, denn höher als das geht es nicht, es sei denn, es ist Gott. Er wird ein Gott-Prophet sein. Seine Werke auf Erden werden Ihn als Prophet ausweisen, so daß wir wissen, es ist Gott. Denke daran!"

100.   Als Andreas kam und ihm an dem Abend mitteilte: "Wir haben den Messias gesehen", nehme ich an, daß Simon sagte: "Gehe weg, gehe weg! Laß mich in Ruhe."

101.   Doch am nächsten Tage, als er die Versammlung besuchte und in die Gegenwart des Herrn Jesus kam, sprach Er: "Dein Name ist Simon, du bist der Sohn des Jonas." Das hat die Steifheit aus ihm genommen. Was tat er, dieser unwissende Fischer, der kaum seinen eigenen Namen schreiben konnte? Die Bibel bezeugt, daß er ungebildet war, doch es gefiel Gott, mit dem Glauben einen Petrus aus ihm zu machen - einen kleinen Stein. Ihm wurden die Schlüssel des Himmelreiches gegeben. "Auf diesen Felsen will Ich Meine Gemeinde bauen." Nicht auf einem Felsen, wie die katholische Kirche das sagt. Was ist es? Aufgebaut auf der geistlichen Offenbarung, "denn sehet, Fleisch und Blut hat dir dies nicht geoffenbart, sondern Mein Vater, der im Himmel ist. Auf diesem Felsen" - auf dem geschriebenen Wort, das durch den Geist geoffenbart wurde - "werde Ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen."

102.   Seht, es war mehr als ein Senfkorn. Es ist die Kraft Gottes, die unter den Sterblichen durch Sein Wort wirkt, das Leben schafft.

103.   Das war in Noah. Das Wort war ihm Leben. Er hat Vorbereitungen getroffen. "Gestern hat es nicht geregnet. Du hast doch gesagt, daß es regnen wird. Wann wird es regnen?"
"Ich weiß es nicht, aber es wird regnen."
"Woher weißt du, daß es regnen wird?"
"Gott hat es gesagt."

104.   Als man zu Abraham sagte - er war hundert und seine Freu neunzig Jahre alt, sie als alte Frau wartete fünfundzwanzig Jahre mit den Kindersachen-: "Jetzt ist sie neunzig Jahre alt, geht einher mit einem Stock. Und du, Abraham, mit gebeugtem Rücken und dem herunterhängendem Bart, wie steht's nun, Abraham? Du hast die Stadt Ur in Chaldäa vor so langer Zeit verlassen und hast gesagt, daß dir ein Sohn geschenkt wird. Wie steht es nun damit?"
"Ehre sei Gott, wir werden ihn trotzdem haben!"

105.   "Warum?"
"Gott hat es gesagt."
"Aber es ist doch schon 25 Jahre her."
"Gott hat es gesagt. Das macht nichts, selbst wenn es 125 Jahre her wäre, Er tut es trotzdem!" Seht ihr's? Entschlossen sein, beharrlich danach streben. Ihr habt es ergriffen.

106.   Wie ein kleiner Junge, der einen Windvogel fliegen läßt - wenn ihn jemand fragt: "Wo befindet er sich?", so antwortet er: "Ich weiß es nicht, doch er ist dort irgendwo. Ich kann es am Ende meiner Schnur fühlen."

107.   So ist es mit einem Mann und einer Frau, die Gottes Wort erfassen. Ihr habt etwas ergriffen. Euer Anker reicht bis hinter den Vorhang. Die Stürme mögen brausen und euch erschüttern, doch ihr seid verankert. Ihr nehmt immer euren Stand ein. Ihr seid entschlossen, ihr glaubt es.

108.   Noah glaubte es, sicher. Er sah den Zweck Gottes durch sein Leben erreicht. Wollt ihr den Zweck Gottes in eurem Leben erreicht sehen? Dann seid beharrlich, wenn ihr das Wort empfängt. Haltet es fest. Die Verheißung gehört euch.

109.   Moses! Wieviele Charaktere könnte ich jetzt aufzählen. Moses war ein Gelehrter, ein Diplomat, ein Soldat; noch mehr, er war ein General; noch mehr als das, er war der angehende Pharao. Amen. Ich fühle mich jetzt sehr wohl. Bitte entschuldigt mich. Ja, er war der angehende Pharao. Wenn er sein Volk befreien wollte, so hätte er doch ganz Ägypten in seiner Hand gehabt. Als Pharao hätte er doch tun können, was ihm beliebte, sobald er Pharao wurde. Doch eines Tages sprach Gott zu ihm in dem brennenden Busch.

110.   Er lief als Feigling davon. Mit all seiner Bildung und all seiner Theologie versagte er. Mit all seinen großen Dingen versagte er. Doch eines Tages begegnete ihm Gott in dem brennenden Busch. Nachdem Gott in der Weise zu ihm kam, in dem brennenden Busch, ging er mit dem Stab in der Hand, seine Frau auf einem Esel mit dem kleinen Gerson auf ihrem Schoß sitzend, auf dem Wege nach Ägypten. Was tat er? Er ging hin, es einzunehmen. Er hatte Beharrlichkeit, er war entschlossen.

111.   "Moses, meinst du, mit deinen achtzig Jahren und dem trockenen Stab in deiner Hand als Ein-Mann-Invasion nach Ägypten hinunterzuziehen?" Als ob ein Mann Rußland einnehmen könnte, nur zum Vergleich. Gott benötigt nur einen Mann. Er benötigt nur einen Mann völlig in Seiner Hand. Mehr braucht Er nicht. Mit einem Mann kann Er Rußland geistlich erschüttern.

112.   Er nahm Moses, der seine eigenen Wege ging. Er hatte sich häuslich niedergelassen, nahm ein liebliches junges Mädchen, heiratete es, sie hatten ein Kind, und er wurde Erbe der Schafe seines Schwiegervaters Jethro, eines Priesters in Midian. Für ihn war alles geordnet. Er hatte ein schönes Heim, ein bequemes Leben, ging ab und zu jagen, erlegte ein Reh, hatte genügend Beeren und viele Schafe, Wolle, die er verkaufen konnte, wann immer die Karawanen durchkamen. Für ihn war alles geordnet. Er brauchte sich um nichts zu sorgen. Doch eines Tages wurde ihm die Last seines Volkes so schwer, eine Last, die ihn nicht mehr verließ. Sie befanden sich in Ägypten. Er hatte versagt. Doch Gott vermochte etwas anderes zu tun. Eines Tages, als Gott ihm in dem feurigen Busch begegnete, erfaßte ihn Beharrlichkeit. Er machte sich auf.

113.   "Wo ist dein Heer?"
"Das benötige ich nicht. Mein Heer ist unsichtbar." Wie es zur Zeit des Propheten war, der zu Dothan sprach: "Mein Heer ist unsichtbar." Er geht dahin mit seinem alten Stab. Der Esel geht hinter ihm her. Der Bart weht. Preis Gott! Seine Augen gen Himmel gerichtet, geht er hin, es einzunehmen.

114.   Manchmal läßt der Glaube dich für den natürlichen Verstand Unbegreifliches tun. Doch wenn es Gottes Wort ist, muß es geschehen. Seid beharrlich! Seht, Gott hat es zustande gebracht.

115.   Er ging hin. Fest entschlossen trat er vor Pharao. Es sah aus, als würde er versagen. Er sagte: "Jetzt soll offenbar werden, ob ich von Gott gesandt bin oder nicht." Er warf den Stab auf den Boden, der zu einer Schlange wurde. Aaron war dabei. Pharao ließ zwei Astrologen oder vom Teufel besessene Männer rufen, wie wir sie auch in diesen letzten Tagen haben, um den wahrhaft Auserwählten nachzuahmen, wenn möglich. Sie kamen, warfen ihre Stäbe hin, die ebenfalls zu Schlangen wurden. Doch Moses wußte das eine: der Gott, der ihn gesandt hatte, war imstande, für ihn zu sorgen. Er wußte nicht, was als nächstes getan werden sollte.

116.   Auch ihr erreicht den Punkt, da ihr nicht wißt, was ihr tun sollt. Die Menschen sagen, der und jener sei nicht geheilt worden, denn die Sache sei immer noch da. Wenn Gott etwas in euer Herz gelegt hat, dann werdet stille und legt Zeugnis davon ab, zur Ehre Gottes. Seid standhaft!

117.   Moses sagte: "Ich weiß, Gott hat mich gesandt." Was geschah? Die Schlange des Moses hat sich nur einige Male bewegt und die anderen beiden verschlungen. Habt ihr je daran gedacht, was mit den beiden Stöcken geworden ist? Denn nur der eine, den Moses hingeworfen hatte, wurde aufgehoben. Die anderen wurden verschlungen und waren nicht mehr da. So wird es Gott in Seiner Kraft bald tun.

118.   Moses war beständig. Doch ihr wißt, als erstes sandte Er ihn, dem Pharao zu gebieten. Er sagte: "Wenn du nicht danach tust, wird das und das geschehen." Er rief Gott an, der Fliegen und manches andere auf die Erde sandte. Was war er? Er war entschlossen. Gott sagte ihm: "Bringe die Kinder Israel heraus und kommt zu diesem Berge." Er wußte, daß er im Willen Gottes ist. Er hatte die Vision vor sich. Er wußte, daß Himmel und Erde vergehen werden, doch die Vision könnte nicht ausbleiben. Er ging fest entschlossen hin.

119.   Höre, Bruder, wenn du heute mit einer Vision des Willens Gottes kommst, wenn du mit dem Worte Gottes kommst, was immer geschehen mag: "Berührt mich nicht, ich bin fest entschlossen - es ist in meinem Herzen. Seitdem ich hier sitze, habe ich Gott in einer Vision vor mir. Ich bin entschlossen. Ich werde beharrlich sein. Ich gehe hin, ich werde alles einnehmen. Mich muß alles verlassen. Es wird mich verlassen." Sei unbesorgt, es wird dich verlassen.

120.   David stand vor Goliath. Er war entschlossen und sagte: "Wollt ihr euch noch länger von diesem Mann, einem modernen Wissenschaftler, verhöhnen lassen?" Es hört sich sonderbar an, doch hoffe ich, daß ihr versteht, was ich meine. Denkt ihr, ein moderner Wissenschaftler kann standhalten, wenn er die Behauptung aufstellt, die Tage der Wunder seien vorbei, wenn das Wort Gottes das Gegenteil bezeugt? Wollt ihr mir sagen, ihr werdet zulassen, daß ein moderner Wissenschaftler behauptet, göttliche Heilung gäbe es nicht mehr, wo uns doch in der Bibel berichtet wird, daß über 68 % des Dienstes Jesu Christi mit göttlicher Heilung verbunden war? Es ist eine Seiner letzten Verheißungen.

121.   Wollt ihr mir sagen, meine Prediger-Brüder, daß ihr dasteht und zulaßt, daß diese modernen, sogenannten denominationellen Kulte in den Zusammenschluß der Kirchen, in den Kirchenrat, gehen? Meint ihr, mir zu sagen, ihr wollt in der Organisation bleiben und zulassen, daß Gottes Wort in euch erstickt wird und daß euch gesagt wird, die Tage der Wunder seien vorbei? Wer seid ihr überhaupt? Habt ihr je ein Erlebnis gehabt? Seid ihr je vom Geiste Gottes wiedergeboren? Wenn du es bist, dann wirst du gewiß aufnehmen, was Gottes Wort sagt. Laßt alles andere Lüge sein.

122.   Beachtet, David hatte ein Erlebnis. Er nahm die Steinschleuder. Er hatte nicht sehr viel. Jedoch wußte er, daß der Gott des Himmels mit ihm war. Er ging hin, erschlug den Bären und den Löwen. Er wußte, was geschehen kann. Deshalb sagte er: "Derselbe Gott, der mich von dem Bären und Löwen errettet hat, wird mich noch vielmehr aus der Hand dieses prahlerischen, unbeschnittenen Philisters erretten."

123.   Diese prahlerische Welt von heute sagt, die Tage der Wunder seien vorbei; und ein Rußland erhebt sich und verachtet die Kirchen und gibt sie der Schande preis, denn in ihnen ist nichts wirksam. Was ist mit diesem alten kleinen Castro, diesem kleinen vom Teufel besessenen Mann? Ich kenne ihn, habe seine Hand geschüttelt und bin ihm begegnet, als ich dort war. Er sprach nett zu mir. Er sagte mir, daß er daran glaube, daß ein Tausendjähriges Reich Christi kommen wird, doch er hat sich dem Teufel zur Verfügung gestellt. Was hat er gemacht? Er hat auch Gutes getan, zumindest eine Sache. Er hat das alte Geld eingezogen und eine neue Währung herausgegeben. Das wird eines Tages auch hier geschehen, wo sich diese großen Whisky- und Tabakunternehmen befinden, die ihre Steuern einsparen, weil sie Reklamekosten im Fernsehen haben. Ich weiß, was ich sage, ist auf Tonband. Doch laßt mich's euch sagen, es ist dennoch die Wahrheit. Das ist Geld, welches dem Staate zufließen soll, doch sie kommen darum herum. Wenn ihr eure Steuern aber nicht bezahlt, dann seht, was geschieht. Sie werden euch deswegen ausziehen.

124.   Wollt ihr mir sagen, daß diese Schar von unbeschnittenen Philistern dastehen kann und das Heer des lebendigen Gottes lästern. Solch eine Sache unterstützen wir? Die Gemeinde hat es heute nötig, zu Gott und zu Seinem Wort und zu Seiner Kraft, zu dem Pfingsten zurückzukommen. Nicht zu einer Pfingstorganisation. Zurück zu dem Pfingsterlebnis. Jene Männer, die von Pfingstorganisationen reden, greifen daneben. Pfingsten ist ein Erlebnis, welches Methodisten, Baptisten, Presbyterianer, und wer immer es haben möchte, empfängt. Das stimmt. Gott verhandelt nicht mit einer Nation, mit einem Volk, mit einer Denomination. Er ist um den Einzelnen bekümmert. So ist es mit den Heidenvölkern, aus denen Er ein Volk um Seines Namens willen nimmt. So verhandelt Er mit ihnen.

125.   David sagte: "Wollt ihr mir erzählen, daß ihr solch eine Sache zulaßt? Seht, mit dieser kleinen Steinschleuder war ich hinter dem Löwen her und habe ihn getötet, war hinter dem Bären her und habe ihn ebenfalls getötet. Wieviel mehr wird Gott mir diesen prahlerischen Philister in die Hand geben, der dort davon spricht, daß die Tage der Wunder vorüber sind."

126.   Der Philister lachte und sprach: "Ich werde dich ergreifen und den Vögeln des Himmels zum Fraß vorwerfen." Dazu war er imstande.

127.   Saul sagte: "Dieser Mann ist ein Kämpfer. Er ist groß. Er ist ein Kämpfer von seiner Jugend an, und du bist nichts als ein Jüngling."

128.   Doch er antwortete: "Dir habe ich etwas zu sagen. Ich habe etwas, wovon du nichts weißt."

129.   Seine Brüder sagten: "Du bist nichts, gehe nach Hause. Der Vater soll dich verprügeln, wenn du nach Hause kommst."

130.   Doch er antwortete: "Ich weidete die Schafe deines Knechtes, meines Vaters. Ich vertraue Gott dem Herrn. Ein Löwe kam, ergriff ein Lamm, und ich lief hinter ihm her." Weshalb? Er hatte die Verantwortung seinem Vater gegenüber. Er schlug ihn nieder, denn er hatte die Verantwortung für die Schafe.

131.   Oh, Prediger-Brüder, uns ist eine Verantwortung übertragen. Der Löwe dringt ein, reißt eines der Seinen heraus; ich eile ihm heute morgen mit der Steinschleuder nach. Die Steinschleuder des Gebetes und des Glaubens wird den Kranken retten, und Gott wird ihn aufrichten. Wir tun, was Er sagte. Wir eilen ihm nach und bringen das Lamm zur Herde zurück. Jeder Christ wird benötigt, jeder einzelne von euch. Wir brauchen euch, wir müssen euch haben. Der Vater hat uns die Verantwortung übertragen. Laßt uns hinterher eilen. Laßt uns die Verantwortung tragen.

132.   Er dachte: "Wenn ich das um eines Schafes Willen tun konnte, wieviel mehr kann ich es jetzt mit dem tun, der das Heer des lebendigen Gottes verhöhnt. Ich schäme mich um meiner Brüder und all der anderen willen." In etwa sagte er: "Ich schäme mich wegen ihrer Schwäche."

133.   Ich schäme mich der Anzahl von Predigern dieser Zeit, wenn ich sie dastehen und mit den Ungläubigen übereinstimmen sehe, indem sie sagen: "Oh, so etwas gibt es nicht mehr. Es ist nicht mehr vorhanden. Wir erwarten nicht, daß diese Dinge noch geschehen."

134.   Petrus sagte am Pfingsttage: "Die Verheißung gilt euch und euren Kindern (und Kindeskindern), allen, die noch ferne sind, soviele der Herr unser Gott herzurufen wird." Wenn Er noch ruft, dann gießt Er auch immer noch Seinen Geist aus. Wenn der Heilige Geist noch in euch lebt, dann muß dasselbe Leben Jesu Christi wie damals hervorkommen.

135.   Wenn ihr weitere Zweige an einem Apfelbaum hervorbrechen seht, so wird der zweite keine Birnen und der dritte keine Pflaumen hervorbringen. Wenn dem so ist, wurde der Zweig später eingepropft. Doch wenn der Baum selbst aus der ursprünglichen Wurzel einen Zweig hervorschießen läßt, wird er wieder Äpfel tragen. Heute haben wir viele Organisationen und Denominationen, die eingepfropft wurden. Natürlich, sie leben von dem Baum.

136.   Vor kurzem habe ich einen Baum mit neun verschiedenen Zitrusfrüchten gesehen. Ich sagte zu Herrn Sharrit, meinem Freund: "Wie kann es sein, es ist doch ein Orangen-Baum?"
Er antwortete: "Du spaltest den Zweig und pfropfst einen anderen ein."

137.   Ich fragte: "Wenn er neue Frucht hervorbringt, werden es alles Orangen sein?"
"Nein", sagte er, "jeder Zweig bringt seine eigene Art hervor."

138.   Da habt ihr's, Brüder. Ich habe euch gesagt, wenn die Gemeinden in Christus eingepfropft worden sind oder es zu sein versuchen, nur dem Namen nach eingepfropft, sie bezeichnen sich selber als Gemeinden Christi, doch was bringen sie hervor? Denominations-Frucht. Aber wenn der Baum einen anderen Zweig hervorbringt, wird er sein wie der erste war. Laß mich dir sagen, Bruder, wenn der Heilige Geist heute in der Gemeinde Realität ist, wird eine Gemeinde entstehen wie damals und eine Apostelgeschichte geschrieben werden können.

139.   Wenn die Gemeinde des lebendigen Gottes, die Gemeinde Jesu Christi, wieder durch den Heiligen Geist, wie Er zu Pfingsten gefallen ist, zum Leben gebracht wurde, wird eine Apostelgeschichte geschrieben werden können. Das stimmt. Man wird entschlossen und beharrlich sein, bis es geschehen ist. O Gott, sei uns gnädig.

140.   Simson war sehr entschlossen, solange er die sieben Locken hatte. Er wußte, darin bestand die Verheißung, die Gott ihm gegeben hatte. Jeder Mann, jede Frau könnte so entschlossen wie Simson sein, solange ihr die Kraft der Verheißung Gottes über euch verspürt. Hier ist das Wort, das Wort sagt es so. Ihr könnt beharrlich sein, solange ihr wißt, daß ihr die Verheißung in eurem Herzen habt. Der Glaube sagt euch, während ihr hier sitzt: "Ich bin geheilt, ich bin geheilt." Ihr empfindet es. Ihr geht vorwärts. Bruder, Gott wird mit den Philistern fertig. Sei unbesorgt.

141.   Habt ihr je darüber nachgedacht, wie Simson mit dem Eselskinnbacken tausend Mann erschlug? Ihr wißt ja, wie stark die Helme waren! Ca. einen Zoll dick aus Erz. Wenn man mit einem Schwert mit beiden Händen zugeschlagen hätte, wäre ihnen nichts passiert. Simson nahm einen Eselskinnbacken und erschlug sie. Beim ersten Schlag auf solch einen Helm hätte der Eselskinnbacken schon in tausend Stücke zerspringen können. Seht, das Wunder war in dem Eselskinnbacken genauso wie in Simson, Er wußte: wenn ich nur die Verheißung habe, können sie alle kommen. Oh Bruder, er schlug die Philister zur Rechten und zur Linken. Weshalb? Er war entschlossen, bis der letzte Philister auf dem Boden lag. Amen. Was hatte er? Nicht sehr viel. Er hatte einen Eselskinnbacken, mit dem er gegen geübte Männer mit ihren Schwertern und Speeren kämpfen mußte. Doch die Kraft Gottes war in ihm. Beachtet, daß die Kraft Gottes zuerst über ihn kam.

142.   Oh Bruder, kämpfe, bis jedes Symptom fort ist. Halleluja! Kämpfet, bis jeder Zweifel fort ist.
Ihr sagt: "Mein Fall liegt anders." Nehmt den Kinnbacken und schlagt es nieder.

143.   Jemand anders sagt: "Weißt du, mein Fall liegt noch anders. Ich bin schon zu alt." Zerschlagt es! Abraham war hundert Jahre alt. Geht voran!

144.   Ihr sagt: "Mein Fall ist sehr schlimm." Jona war im Bauche des Fisches. Wohin er auch schaute war Fischbauch. Er hatte genügend Symptome, doch er wandte sich um und sprach: "Noch einmal werde ich zu dem heiligen Tempel des Herrn aufschauen." Er kann sich nicht verbergen. Das ist es. Entschlossen, beharrlich. Bleibt auf dem Worte Gottes stehen!

145.   Warum schaute Jona auf? Er wußte, als Salomo den Tempel einweihte, betete er: "Herr, wenn Dein Volk irgendwo in Not geraten ist und zu diesem heiligen Ort schaut, dann höre vom Himmel und antworte auf ihre Gebete." Das eine wußte er: Gott wird mein Gebet erhören.

146.   Wenn Jona unter solchen Umständen soviel Glauben an Gott haben konnte, was ist mit euch? Niemand von euch ist hier in einer solch schlechten Lage. Wieviel mehr können wir jetzt aufschauen! Damals sah man zu einem Tempel, den ein Mann bauen ließ, der selber zurückrutschte. Salomo betete. Es war Gottes Weihe, als der Heilige Geist in der Feuersäule herabkam und die Bestätigung gab. Dieselbe Feuersäule, von der ihr die Aufnahme habt, wirkt unter uns, bewirkt dieselben Zeichen und Wunder. Worum geht es? Höret andächtig zu!

147.   Wie könnten wir nicht empfangen, wenn wir nicht zu einem irdischen Tempel, einer Organisation oder Denomination schauen, sondern auf Jesus Christus, der zur Rechten Gottes steht und mit Seinem eigenen Blut den Preis bezahlt hat! Durch Sein Blut tritt Er fürbittend vor den Vater aufgrund unseres Bekenntnisses. Als Hoherpriester tritt Er auch heute morgen für uns ein. Jona schaute nicht auf den Fischbauch. Auch wir sollten nicht auf die Schmerzen achten, oder was immer wir haben. Ich schaue auf zu Dir, oh Herr, auf Grund Deiner heiligen Verheißung. Ein geheiligter Mensch, der betet, wird Ihm nicht verborgen bleiben. Das ist es.
Ich muß mich beeilen, meine Freunde, denn es ist schon wieder spät.

148.   Johannes konnte so gewiß sein, denn Gott hatte zu ihm geredet. Sein Vater war ein Priester, und es ist befremdend, daß er nicht auch Priester wurde, sondern in die Wüste ging. Er wollte sich nicht mit der Theorie der Menschen vermischen. Im Alter von neun Jahren ging er in die Wüste, um etwas herauszufinden.

149.   Sein Vater und seine Mutter waren alt. Sie wußten, daß sie ihren Sohn niemals auftreten sehen würden in seiner Kraft als Prophet,

150.   Denkt daran! Derselbe Geist des Elia ist für unsere Tage verheißen. Jesus sprach davon in Bezug auf Johannes den Täufer. Gebt acht! "Ich sende Meinen Engel vor Mir her!" Wenn dem nicht so ist, dann gibt es einen Widerspruch in der Schrift.

151.   Er sagte, ehe dieser Tag kommen wird, der große und schreckliche Tag des Herrn, wird die Erde mit Feuer verbrennen. In jenen Tagen wurde die Erde nicht durch Feuer verbrannt. Nach diesem Auftreten wird die Welt mit Feuer verbrannt. Er würde Elia senden, die Dinge zu begradigen und um die Leute zu versöhnen. Als Johannes als der Elia auftrat, wurden die Väter zu dem Glauben der Kinder geführt, doch in diesen letzten Tagen müssen die Kinder zu dem Glauben der Väter zurückerstattet werden, zurück zum Original, zu den pfingstlichen Vätern, der richtigen Botschaft. Gott möge ihn senden, ist mein Gebet. Sende ihn schnell, Herr! Wir beten darum, daß er auftritt. Gott hat immer diejenigen, die Ihn auf Erden repräsentieren. Niemals ist Er ohne einen Zeugen gewesen, einen Zeugen, der treu war.
Ich glaube, daß wir im Schatten der Wiederkunft des Herrn leben. Die Zeit ist da, daß die Kraft Gottes wie durch den Propheten Elia offenbar wird, um unter dem Volke alles zu begradigen und diese kleine Gruppe zurückzubringen. So wie es war in den Tagen Noahs und in den Tagen Lots, so wird es jetzt sein. Die Gemeinde wird in der Minderheit sein.

152.   Johannes begab sich nicht zu einem theologischen Training, er ging in die Wüste und hatte dort seine Erfahrung. Als er auftrat, sprach er wie ein Mann der Wüste. "Ihr Otternbrut und Schlangengezücht, schon ist die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt." Mit solchen Begriffen predigte er, doch dann kündigte er den Versammelten an: "Es ist Einer unter euch, Den ihr nicht kennt." Er wußte, wovon er sprach.

153.   Man fragte ihn: "Bist du der Messias?"
"Nein!"
"Bist du der Prophet, der Messias-Prophet, der auftreten soll?"
"Ich bin es nicht", sagte er, "doch Er ist mitten unter euch."

154.   Vielleicht war der Hohepriester Kaiphas dort, vielleicht auch nicht, denn er stand in zu hohem Ansehen, um dort hinzukommen. Einer der Priester mag gesagt haben: "Werter Herr, hier ist Br. Jones und Br. Soundso, vielleicht wird der Herr aus ihm einen Messias machen."

155.   Johannes sagte: "Ich werde Ihn erkennen. Ein Zeichen wird Ihn bestätigen." Er wußte, was es sein wird. Gesegnet sind diejenigen, die geistliches Verständnis haben. Gesegnet sind diejenigen, deren Augen sehen und deren Ohren hören. Er konnte sagen: "Ich werde Ihn erkennen." Gott wird es kundtun und Ihn identifizieren. Gott bestätigt Seine Knechte. Jawohl. Nach einer Zeit trat Er auf. Er schaute auf, sah Ihn kommen und sprach: "Siehe, das ist Gottes Lamm, das die Sünde der Welt hinwegträgt." Er war so fest entschlossen; niemand, auch nicht irgendein bevorzugter Mann jener Zeit mit theologischer Auszeichnung hätte sich einschleichen können. Als er Ihn kommen sah, wurde Er durch das übernatürliche Zeichen bestätigt und erkannt.

156.   "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Die Gemeinde Gottes wird erhoben und mit Kraft ausgerüstet. Jawohl! Zurück zu unserem Text. Johannes war entschlossen. Er war beharrlich, er wußte, daß er den Messias erkennen würde, denn der Messias würde durch ein Zeichen bestätigt werden. In dieser Zeit sehen wir Zeichen, die Zeichen der Wiederkunft des Messias dringen ein. Höret bitte gut zu!

157.   Die griechische Frau hörte von Jesus, und der Glaube kommt durch das Hören. Sie war eine Heidin, doch sie hörte und kam. Wißt ihr was? Der Glaube findet eine Kraftquelle, die andere nicht sehen können.

158.   Ihr sagt: "O, was ist das dort schon? Diese kleine Mission. Wenn Gott doch etwas tun wollte, würde Er es die römisch-katholische Hierarchie wissen lassen. Er käme zu dem anglikanischen Erzbischof oder den Vätern der Methodisten-Kirche." So dachten sie es am Anfang. Wo wurde Er geboren? In einem Stall. Von wo holte Er Seine Jünger? Es waren Fischerleute von niedrigem Stand, ohne Bildung. Seht, Gott tut, was Er will, doch ihr erkennt Ihn.

159.   Was taten die Moabiter, als Israel durch das Land zog? Sie opferten sieben Stiere und sieben Widder, so wie Israel getan hatte. Sie taten das gleiche. Sie waren eigentlich Brüder. Die Moabiter waren die Nachkommen der Tochter Lots. Balak brachte dieselben Opfer dar. Er tat es so gründlich er konnte. Worin bestand nun der Unterschied? Die einen hatten den geschlagenen Felsen, die Feuersäule, Siegesjubel des Königs in ihrem Lager; sie gehörten zu keiner Denomination, hatten kein Heim, keinen Ort, den sie ihr eigen nennen konnten. Sie wanderten als Pilgrimme und Fremdlinge dahin und legten Zeugnis ab, daß sie die zukünftige Stadt suchen.

160.   So ist es auch heute. Nicht eine Verbindung zu einer großen Organisation. Nichts dagegen, doch ganz gleich zu wieviel Organisationen du gehören magst, das kannst du tun, wie du es möchtest, doch als erstes denke daran, daß dein Name dort im Buch Gottes geschrieben steht, eingetragen durch das Blut Jesu Christi. Empfanget den Heiligen Geist mit dem Glauben, jedes Wort Gottes, so wie es geschrieben steht, als Wahrheit aufzunehmen. So ist es.

161.   Diese Frau war eine Griechin, doch der Glaube findet einen Urquell, von dem andere nichts wissen.

162.   Denkt daran, Sein Wort ist ein Schwert. So sagt es die Bibel. "Das Wort Gottes ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert." (Heb. 4, 12) Das möchte ich betonen. "Das Wort Gottes ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert. Es dringt hindurch und scheidet Mark und Bein, Seele und Geist, und offenbart die Gedanken des Herzens." Stimmt das? Laßt uns für einen Moment darüber nachdenken. "Unterscheidet die Gedanken der Herzen." Kann die Schrift lügen? Nein. Wenn sie sich selbst widerspricht, ist sie nicht einmal das Papier, auf dem sie geschrieben wurde, wert. Dann ist es Betrug. Wenn Gottes Verheißungen sich einander widersprechen, was wollt ihr dann noch glauben?

163.   Dr. Morris Reedhead, der Präsident der Sudan-Mission, sprach vor kurzem mit einem Inder Jungen. Er erklärte ihm: "Wir wissen, daß Jesus lebt, denn Er lebt in meinem Herzen."

164.   Der Junge antwortete: "In meinem Herzen lebt Mohammed. Wir als Mohammedaner können genauso viel Psychologie hervorbringen, wie ihr im Christentum." Dann fragte er: "Kann ich die Zeichen sehen, von denen Markus 16 berichtet?"
Darauf bekam er die Antwort: "Weißt du nicht, daß Markus 16 von Vers 9 an nicht inspiriert ist? Das ist nur hinzugefügt worden."

165.   Darauf sagte er: "Vielleicht ist auch alles Übrige nicht inspiriert. Welch eine Art von Buch lest ihr überhaupt? Der Koran ist ganz inspiriert."

166.   Welch eine Schande für die christliche Gemeinde. Entweder ist das Wort Gottes wahr, oder es ist nicht wahr. Wenn ihr nur euren Glauben hineinlegt, werdet ihr es wirksam sehen. Ihr glaubt es und nehmt es an.

167.   Es unterscheidet die Gedanken des Herzens. Seht! "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott. Das Wort wurde Fleisch" - Christus. Als Er kam, sah Er die Menschen an. Eine Frau berührte Sein Gewand. Er drehte sich um und sprach: "Wer hat Mich berührt?"
Petrus antwortete: "Die Menge drängt Dich!"

168.   Er jedoch schaute umher und fragte: "Wer hat Mich berührt, denn Ich spüre, daß Kraft von Mir ausgegangen ist." Er wurde schwach. Der Blutfluß hatte aufgehört. Das Wort Gottes erkannte die Gedanken.

169.   Die Pharisäer sprachen in ihrem Herzen: "Er ist Beelzebub. Das ist Er."

170.   Er wandte sich und sprach: "Ich vergebe euch." Jesus erkannte die Gedanken der Menschen in der Volksmenge. Was war es? Das Wort wurde Fleisch, offenbarte die Gedanken und Beweggründe des Herzens. Das tut das Wort Gottes jetzt. Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

171.   Ihr müßt das lebendige Wort in euch haben, wenn der lebendige Gott in euch sein soll. Wenn das Wort in euch Fleisch wird, wird darin Gott offenbar. Es wird Geist und Leben in euch, denn ihr werdet ein lebendiges Vorbild. Ihr seid ein Brief Gottes, gelesen von allen Menschen. Ihr werdet es nicht jeder in der ganzen Fülle Christi haben, denn es ist am Pfingsttage verteilt worden.

172.   Diejenigen, die glauben, daß sie in Zungen reden müssen, wenn sie den Heiligen Geist empfangen haben, möchten doch bitte dies hören: Als der Heilige Geist am Pfingsttage herabkam, erschienen Feuerzungen. Es war die Feuersäule, welche die Kinder Israel leitete, die sich aufteilte und auf jeden von ihnen setzte - Gott in Seiner Gemeinde. Jawohl, der Heilige Geist. Das stimmt. Dort empfingen sie den Heiligen Geist und redeten in Zungen. Es waren nicht unbekannte Sprachen, sie sprachen zu den Anwesenden, die es verstanden. Zu der Zeit ging das Evangelium hinaus. Sie begaben sich unter die Volksmenge nach draußen und redeten, aber nicht in unbekannten Sprachen. Spannt nicht den Wagen vor das Pferd, indem ihr meint, ihr müßt in einer unbekannten Sprache reden. Nein, sie haben in bekannten Sprachen gesprochen. Es steht geschrieben: "Denn jeder hörte sie in eigener Sprache reden." Die Sendung des Heiligen Geistes war eine Handlung Gottes. Das soll genügen.

173.   Dieses Wort Gottes ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert und unterscheidet die Gedanken des Herzens. Es kann nur mit einer Hand betätigt werden. Ein Schwert ist beherrschend, aber nicht von selbst, sondern dann, wenn es angewandt wird. Wenn eine Hand des Glaubens das Wort Gottes ergreifen kann, werden dieselben Dinge geschehen, die Jesus tat. Die Werke, die Ich tue, werdet auch ihr tun.

174.   Vielleicht könnt ihr nur ein wenig durchschlagen. Vielleicht ist die Hand eures Glaubens schwach. Ihr schlagt zu und sagt: "Ich kann genug Licht sehen, um zu sehen, daß ich gerettet bin." Doch wie steht es um die anderen Verheißungen? Wenn ihr eine starke Hand des Glaubens habt, dann nehmt ihr das ganze Wort Gottes und schlagt alle Finsternis durch, bis das Licht Gottes leuchtet und ihr Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht, auf Seinem Wort gegründet. Amen.

175.   Diese Frau hatte viele Hindernisse. Ihr Glaube jedoch hatte keine; nein, sie hatte gehört. Der Glaube hatte sie ergriffen. Während sie hörte, hatte Glaube sie erfaßt. Vielleicht hat man ihr gesagt: "Du bist doch eine Griechin, du wirst nichts bekommen, denn wir haben Rassentrennung. Hier wirst du nichts empfangen." Hat sie darauf geachtet? Nein. Sie hatte Glauben, und mehr als Glauben hatte sie nicht nötig. Sie wußte, das Wort Gottes steht dort. Sie hatte Glauben. Manche von ihnen mögen zu ihr gesagt haben: "Einen Moment bitte." In ihrer Nation, in ihrer Gemeinde hat man vielleicht gesagt: "Einen Moment, die Tage der Wunder sind doch vorbei. Gehe dort gar nicht hin. Die Tage der Wunder sind vorüber." Doch es ist etwas um den Glauben. Er hat eine Kraftquelle und läßt alles unbeachtet. Sie hatte das Wort aufgenommen. Er ist das Wort. Sie hielt es im Glauben fest und ging vorwärts. Vielleicht hat man sie ausgelacht und gesagt: "Auch alle anderen werden nur über dich lachen, denn deine Tochter wird im nächsten Jahr genauso krank sein wie in diesem. Sie wird immer noch den Teufel haben und krank sein." Sie beachtete das alles nicht, ihr Glaube war verankert. "Du wirst aus deiner Gemeinde hinausgetan, wenn du dort hingehst. Denke daran, du wirst ausgeschlossen. Du wirst exkommuniziert." Das bedeutete ihr nichts. Der Glaube ging über alles hinweg. Sie war entschlossen, zu Jesus zu kommen. Das ist es.

176.   Um der Zeit willen müssen wir uns beeilen. Als sie zu Jesus kam, mußte sie eine Enttäuschung hinnehmen. Sie, aber nicht ihr Glaube. Als sie zu Jesus kam, sagte Er, daß Er nicht zu ihrem Volk, sondern zu den Juden gesandt sei. Welch eine glatte Ablehnung. "Ich bin nicht zu euch gesandt." Denkt nur, das sagte Der, in Den sie all ihr Vertrauen gesetzt hat. Er nahm sich ihrer nicht an, sondern sprach: "Ich bin allein zu dem Hause Israel gesandt. Nicht zu eurem Volk. Ihr seid Heiden. Es ist nicht gut, daß man den Kindern das Brot nehme und es den Hunden vorwerfe." Auch das hat ihren Glauben nicht erschüttert, sondern bewegte ihn vorwärts. "Ja, Ich bin gesandt zu den verlorenen Schafen Israels."

177.   Wenn das einem von uns passiert wäre, dann wäre die Sache erledigt gewesen. Wenn gesagt würde: "Was ist schon eure Denomination?" "Oh, Er hat von unserer Denomination gesprochen. Den will ich nicht mehr hören." Da habt ihr's. Geht nur, so werdet ihr nichts empfangen. Bleibt auf dem Worte stehen. Wenn es das Wort ist, dann geht mit. Der Glaube ist darin verankert.

178.   Manche mögen gesagt haben: "Ich möchte dir etwas sagen. Man wird über dich lachen. Sie werden dich aus der Gemeinde tun." "Sollen sie es doch tun. Das ist in Ordnung."

179.   Jesus sagte: "Ich bin nicht zu deinem Volke gesandt. Es ist nicht gut, daß Ich den Kindern das Brot nehme und es den Hunden vorwerfe."

180.   Wenn das euch Methodisten, Baptisten, Presbyterianern oder Pfingstlern geschehen wäre! Ihr hättet gesagt: "O, Du Verführer! Ich werde es Dr. Soundso berichten." Seht, ihr habt keinen Glauben.

181.   Sie wußte, dort war ihre Hilfe. Sie hatte gehört. Glaube kommt vom Hören. Vom Hören des Wortes. Sie wußte: das hier ist Realität. Ja, sie hielt fest, obwohl Er ihr gesagt hatte: "Ich bin nicht zu euch gesandt, der Vater sandte Mich nicht zu den Heiden. Ist es recht, den Kindern das Brot zu nehmen und es Hunden vorzuwerfen?" Doch ihr Glaube blieb standhaft.

182.   Bruder, sie war keine Pflanze aus dem Treibhaus, die man pflegen mußte, wie es heute mit der Ernte geschieht. Sie sagte nicht: "Dort gehe ich nicht mehr hin." Nein, ihr könnt das Schwert des Glaubens nicht handhaben. Deshalb macht ihr Kompromisse mit dem Worte. Ihr geht dahin, wo ihr etwas hört, das schön aufgebaut wurde. O, du Treibhauspflanze. Wenn ein Insekt euch sticht, bedeutet das euren Tod. Ihr müßt ständig bespritzt werden. "Oh, glaubt so etwas nicht! Die Tage der Wunder sind vorüber." Das ist der Sprühstoff des Teufels.

183.   Bruder, mit ihr war es nicht so. Sie hatte wirklich etwas, das sie festhielt. Was tat sie? Sie gab zu, daß Er recht hat. Wahrhaftiger und echter Glaube hört zu; auch wenn eure Organisation angegriffen wird, muß man die Wahrheit zugeben. Das ist die Wahrheit des Glaubens. Wenn ihr Glauben habt, dann ist es das Wort Gottes, das ihr glaubt. Ihr gebt es zu. Sie sagte: "Herr, es stimmt. Wir Griechen sind unwürdig, den Hunden vergleichbar, doch wir sind bereit, von den Brosamen zu essen."

184.   Auch ich bin hinter den Brosamen her. Seid ihr es nicht auch? Herr, ich möchte die Brosamen. Wenn ich nicht eine Gemeinde haben kann wie die am Tage zu Pfingsten, Herr, laß mich nur die Brosamen haben. Petrus sagte am Pfingsttage: "Dies ist das!" Ich habe immer gesagt: "Wenn dies nicht das ist, dann wollen wir an diesem festhalten, bis das kommt." Wir bewahren dies, bis das kommt. Dies ist das Wort.
Vielleicht habe ich nicht soviel Glauben wie Henoch, daß ich hinaufgenommen werde zu Gott, doch eines möchte ich sagen, ich werde niemals dem im Wege stehen, der soviel Glauben hat. Wenn er ihn hat, Preis Gott! Ich bin so dankbar dafür. Laßt das Wort verankert sein. Ich hoffe, daß es in mir so verankert ist, wenn der Tod naht. Ich sehe den offenen gebahnten Weg. Geht einfach auf ihm hinauf. Seht, ich bin hinter den Brosamen her.

185.   Wenn ihr den modernen Menschen dieser Zeit von den Brosamen berichtet, die wollen sie nicht. Wenn sie nicht den ersten Platz haben können, dann wollen sie gar nichts. Es sei denn, man steigt hinunter wie Naeman mit seinem Aussatz. Man denkt: "Wenn du nicht kommst, mir die Hände auflegst und mir alles sagst, werde ich überhaupt nicht glauben." So ist es doch. Man sagt: "Dort gehe ich nicht wieder hin." Das ist der Grund, weshalb ihr nichts empfangt.

186.   Ihr müßt bereit sein, die Brosamen zu essen. Habt ihr das gehört? Nehmt die Brosamen, mein Bruder. Nehmt die Brosamen, meine Schwester, was immer Er euch gibt, nehmt es an und sagt: "Oh Gott, ich danke Dir. Ich habe nur ein wenig Glauben, aber werde daran festhalten und Dir dafür danken. Ich glaube, daß ich gesund werde. Jawohl! Ich glaube, daß das Wort Gottes wahr ist. Ich halte daran fest. Ich werde gesund." Gebt acht, was dann geschieht. Nehmt nur die Brosamen. Gewiß.

187.   Denkt daran! Sie hatte noch nie ein Wunder gesehen. Sie war Heidin und hatte keines der Wunder gesehen, die Er getan hatte. Sie wußte auch nicht, daß Er Gott war. Nur vom Hörensagen hat sie es gewußt. Doch als sie dort hinkam, hat sie vielleicht etwas gesehen, das Er tat. Dadurch wurde es anders. Sie hatte die Leute sagen hören: "Weißt du, in ihrer Bibel steht geschrieben, der Herr wird einen Propheten erstehen lassen, der Wunder vollführt, die Gedanken der Herzen offenbart, den Menschen diese Dinge sagt, große Dinge werden geschehen." "Ist dem so?" Sie hatte es nie zuvor gesehen, trotzdem glaubte sie es. So ist es.

188.   Ich denke an die Dirne Rahab. Sie hatte die Kinder Israel nie gesehen, doch sie hatte von ihnen gehört, und sie versteckte die Kundschafter. Ohne Rücksicht auf die Ihren, die eigene Gemeinde und das eigene Volk zu nehmen, nahm sie die Kundschafter auf, denn sie hatte gehört. Sie sagte nicht: "Wartet, bis ich Josua predigen höre. Dann werde ich meinen Entschluß fassen. Wenn ich sehen werde, daß Gott irgendwo das Rote Meer öffnet oder etwas Ähnliches tut, vielleicht werde ich sie dann verstecken." Darauf wartete sie nicht. "Ich glaube, denn wir haben gehört."

189.   Oh Gott, ich habe gehört, ich weiß, daß Jesus Christus derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit. Ich weiß, Er ist Gott geoffenbart im Fleisch. Ich weiß, daß Er heute in Seiner Gemeinde lebt. Ich weiß, daß Er jetzt hier ist. Ich weiß, es ging bei der Photographie [der Feuersäule] nicht um mich, sondern um Ihn. Ich weiß, dieselbe Feuersäule ist heute mit uns, denn dieselben Werke geschehen durch Ihn, dieselben Zeichen, dieselben Wunder, dieselben Dinge, die Er tat. Es ist dieselbe Feuersäule, die Israel leitete. Wer immer die Bibel kennt, weiß, daß Jesus der Engel des Bundes war, der Engel, der vor dem Volke Israel in der Wüste herzog. Hat nicht Moses die Schmach Christi für einen größeren Reichtum erachtet als die Schätze Ägyptens? Er folgte der Feuersäule in die Wüste hinaus.

190.   Jesus war die Feuersäule und tat sich kund. Er sagte: "Ich komme von Gott und gehe zu Gott." Er ging zum Vater zurück.

191.   Nach Seinem Tode, der Grablegung, Auferstehung und Himmelfahrt sah Ihn Saulus von Tarsus auf dem Wege nach Damaskus. Er wurde von derselben Feuersäule zu Boden geworfen, doch niemand anders sah sie. Alle, die dabei standen, sahen sie nicht, nur Saulus.
Eine Stimme sprach: "Saul, Saul, warum verfolgst du Mich?"
Er fragte: "Wer bist Du, Herr?"
Die Antwort lautete: "Ich bin Jesus." "Ich komme von Gott und gehe zu Gott."

192.   Wenn ich euch sagen würde, das Leben John Dillingers sei in mir, würdet ihr erwarten, daß ich Gewehre habe und um mich schieße. Würde ich euch sagen, das Leben eines Kunstmalers sei in mir, müßtet ihr erwarten, daß ich Bilder male. Höret, Gemeinde! Ich schelte euch nicht. Doch sehet, wenn das Leben Christi in der Gemeinde ist, werden die Werke geschehen. Wenn der Heilige Geist in der Gemeinde ist, wenn die Feuersäule in euch ist, die aufgenommen und von der Wissenschaft bestätigt wurde, die wir hier so oft in der Gemeinde sehen, wenn das derselbe Geist Christi ist, dann werden die Werke Christi geschehen. Jesus sagte: "Wenn ihr Mir nicht glauben könnt, so glaubt doch Meinen Werken. Sie zeugen von Mir." Wenn der Heilige Geist immer noch Realität ist, dann wird Er für sich selber Zeugnis ablegen. Glaubet den Werken des Heiligen Geistes.

193.   Es ist viel Scheinglaube gewesen. Das war zu erwarten. Gott hatte es vorausgesagt. Doch was soll jetzt geschehen? Wenn es einen falschen Dollar gibt, dann muß er vom echten nachgemacht worden sein. Ihr habt Menschen gesehen, die den Anspruch stellen, den Heiligen Geist empfangen zu haben. Sie leben im Ehebruch, trinken usw. Sie haben es nicht. Sie versuchen es nachzuahmen. Doch es gibt jemand Echtes, der es hat, der den Heiligen Geist hat. Gott bestätigt Sein Wort mit folgenden Zeichen. Die Dirne hörte, sie glaubte es.

194.   Diese griechische Frau glaubte ebenfalls. Sie sagte: "Herr!" Zunächst aber sagte sie "Sohn Davids." Ein Heide hat kein Anrecht an Christus mit der Bezeichnung "Sohn Davids". Sie trifft auf die Juden durch den König David zu. Er schenkte ihr zunächst keine Beachtung. Doch als sie sagte: "Herr, hilf mir!", das bewegte Ihn. Amen. Er war ihr Herr, nicht Sohn Davids für sie, sondern ihr Herr. "Herr, hilf mir!" Das ergriff Ihn. Er wandte sich um und sprach: "Es ist wahr, die Hunde essen von den Brosamen, die von ihres Meisters Tisch fallen." Das ist wahr. Seht, die Frau nahte sich der Gabe Gottes in rechter Weise.

195.   Er behandelte sie geringschätzig, indem Er sagte: "Ich bin nicht zu euch gesandt. Es ist nicht recht, das den Kindern zustehende Brot zu nehmen und es den Hündlein hinzuwerfen."

196.   Sie antwortete: "Es ist wahr, Herr." So sagt es das Wort. Amen. Bleibt auf dem Worte stehen. Der Glaube wird immer das Wort anerkennen. Sie sprach: "Auch die Hündlein bekommen die Brosamen, die von ihres Herrn Tische fallen." Das bewegte Ihn. "Herr, hilf mir!"

197.   Er wandte sich um und sagte: "O Frau, dein Glaube ist groß. Um dieses Wortes willen gehe heim: Der böse Geist ist aus deiner Tochter ausgefahren." Was empfing sie, als sie sich der Gabe Gottes in rechter Weise nahte? Ihr müßt euch in rechter Weise nahen. Denkt daran! Das war das erste Wunder, das der Sohn Davids an einem Heiden vollbracht hatte. Die erste Heilung geschah unter den Heiden, indem die Tochter dieser Frau befreit wurde. Sie hatte die rechte Einstellung zur Gabe Gottes, den rechten Glauben an das Wort und kam mit rechter Ehrfurcht und Demut.

198.   Ihr geht nicht umher und sagt: "Das Zeug glaube ich nicht, wenn unser Katechismus es nicht sagt. Ich sehe es nicht so." Ganz gleich, was euer Katechismus sagt, wollt ihr etwa den Katechismus über das Wort Gottes stellen? Das Wort Gottes stimmt, alles Gegensätzliche ist Lüge.

199.   Sie kam in Ehrfurcht, friedfertig und demütig. Ihr müßt demütig sein. Der Weg hinauf geht immer durch die Tiefe. "Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Wer sich erniedrigt, wird erhöht werden."

200.   Gebt acht, was Martha damals tat! Ich weiß, ich predige lange, vielleicht werde ich es einmal richtig kurz tun. Höret! Noch einige Dinge möchte ich sagen. Ich hoffe nicht, eure Geduld zu strapazieren. Martha war in der Gegenwart Jesu sehr beharrlich. Sie kam zu Ihm und sprach: "Herr!" Seht, sie wurde zu Ihm gesandt um für ihren Bruder zu beten, und Er tat es nicht.

201.   Gemäß Joh. 5 ging der Herr Jesus am Teich Bethesda vorbei. Dort war ein Mann, der schon 38 Jahre an einer Krankheit litt. Dort waren viele Menschen mit jeder Art von Krankheit, die Lahmen, Blinden, usw. Jesus schaute auf sie voller Liebe und Mitleid. Seht, wir wissen nicht, was Liebe bedeutet. Wir beurteilen es menschlich. Man spricht von menschlichem Mitleid. Wirkliches Mitleid heißt den Willen Gottes zu tun.

202.   Man sagt: "Er ist ein guter Junge. Er trinkt zwar und tut dies und das. Er braucht Christus. Ich würde mit ihm nicht darüber sprechen, denn er gehört schon lange zur Gemeinde. Mit ihm kann man über göttliche Heilung nicht sprechen." Oh Bruder, du weißt nicht, was Mitleid ist.

203.   Jesus ging dorthin. Er kannte den Willen Gottes. Er hatte gerade einen Toten auferweckt. Was ist nun hier geschehen? Er ging am Teiche vorbei. Dort waren Mütter mit ihren Kindern. Sie warteten alle darauf, daß der Engel des Herrn das Wasser bewege. Er ging weiter zu einem Mann, der schwach war. Es steht nicht, welch ein Leiden er hatte, doch er hatte es schon 38 Jahre. Es war keine Krankheit zum Tode. Der Herr fragte ihn: "Willst du gesund werden?" Was war mit dem Blinden, Lahmen, usw.? Nur zu ihm sprach Er: "Willst du gesund werden?" Seht, Er wußte, zu wem Er ging. Gott leitete Ihn, das Wort. Er fragte ihn: "Willst du gesund werden?"

204.   Er antwortete: "Ach Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich schafft, wenn das Wasser in Bewegung gerät; während ich aber hingehe, steigt immer schon ein anderer vor mir hinein."

205.   Jesus sagte zu ihm: "Steh auf, nimm dein Bett auf dich und bewege dich frei." Man stellte ihn zur Rede, weil er das Bett am Sabbat trug. Auch Jesus stellte man zur Rede.

206.   Wenn Er heute das gleiche täte, würde man Ihn auch zur Rede stellen. Das stimmt. Er ließ Tausende zurück am Teich Bethesda. Was geschah mit ihnen? Man hätte sagen können: "Ich kenne den alten Bruder Soundso und die Schwester Soundso. Sie ist eine gute Frau. Liegt dort schon über zwanzig Jahre. Wenn es einen Gott gäbe, dann hätte Er schon etwas getan." Derselbe alte Teufel sagt heute das gleiche. "Wenn du es bist, wenn dieses so ist, wenn das so ist." Seht, dieselbe Sache, derselbe alte Teufel.

207.   Die Pharisäer stellten Ihn über diese Dinge zur Rede. Er jedoch antwortete: "Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, der Sohn vermag von sich selber aus nichts zu tun, als was Er den Vater tun sieht." Seht, Er hatte eine Vision, in der es Ihm gezeigt wurde. "Was Ich den Vater tun sehe, das tut der Sohn gleicherweise." Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Seht, derselbe Gott.

208.   Nun, Martha stand dort in Seiner Gegenwart und sagte: "Herr, wärest Du hier gewesen."

209.   Weshalb ist Er nicht gekommen? Der Vater hatte Ihm angezeigt, daß Lazarus sterben würde. Nun, sie sandten nach Ihm, doch Er ging in eine andere Stadt. Sie sandten wieder, doch Er kam nicht. Dann sagte Er: "Lazarus schläft." Es gibt keinen Tod für einen Christen. Das war Seine Redewendung. Wir wissen es.

210.   Dann sagten sie: "Herr, wenn er eingeschlafen ist, wird er wieder gesund werden."
Da sagte Jesus ihnen denn mit klaren Worten: "Lazarus ist gestorben. Doch laßt uns hingehen, ihn aufzuwecken."

211.   Ich kann es sehen. Er ging hin zu ihr, nachdem Er zur Stadt gekommen war.
Sie hatten ihre Gemeinde verlassen und folgten Ihm. Die Juden kann ich sagen hören: "Da habt ihr euren göttlichen Heiler. Jetzt, wo ein wirklicher Fall aufgekommen ist, verließ euer Freund die Stadt. Jetzt ist Er erst zurückgekommen." Jesus ging weiter.

212.   Doch im Herzen der Martha war etwas. Sie war immer besorgt und um ein sauberes Heim bekümmert. Doch Maria hörte das Wort. Hier zeigte sich, wer sie wirklich war. Sie begab sich hinaus und ging dort hin. Ich glaube, sie hat von der Sunamitin in der Bibel gelesen. Was sagte sie, als sie Ihm entgegen ging? "Herr!" Er war es. Es hatte den Anschein, als hätte sie Ihm etwas vorwerfen können und sagen: "Warum bist Du nicht gekommen? Warum nicht? Wir glauben jetzt, daß du tatsächlich ein Heiliger Roller bist." So wäre das Wunder nie geschehen.

213.   Das ist auch der Grund, warum es heute nicht geschehen kann. Er ist hier in der Gestalt des Geistes. Nicht, daß ihr Ihn seht, Er ist hier als Geist mit Seinem Wort. Gewiß. Ihr betet um eine Erweckung, und wenn sie in der Gemeinde ausbricht, etwas geschieht und jemand ausruft: "Ehre sei Gott, Halleluja!", dann schließt man die Gemeinde. Wißt ihr nicht, was eine Erweckung ist? Christus kommt zur Gemeinde, und ihr heißt Ihn noch nicht einmal willkommen. Er tut Wunder und heilt jemand, und man sagt: "Vielleicht ist es Telepathie." Kein Wunder, daß Er unter euch nicht wirksam sein kann. Kein Wunder, daß Er in der Gemeinde zu Laodizea draußen ist, anklopft und in Seine eigene Gemeinde zurück möchte. Das ist das Zeitalter, in dem wir jetzt leben. Die Denominationen haben Ihn abgelehnt. Er ist draußen und versucht zurückzukommen.

214.   Martha kam zu Ihm und sprach: "Herr, wenn Du hiergewesen wärst, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Doch auch so weiß ich, daß Gott dir alles gewähren wird, um was Du Gott bittest."

215.   Beobachtet Ihn! Er prüfte ihren Glauben und sprach: "Dein Bruder wird auferstehen."

216.   Sie erwiderte: "Ja Herr, er war ein guter Mensch. Er wird am jüngsten Tage auferstehen."

217.   Jesus antwortete: "Ich bin die Auferstehung und das Leben." So wurden sie geprüft. Der einzige Mensch, der je lebte und so etwas sagen konnte, war der Sohn Gottes. Der sprach: "Ich bin die Auferstehung und das Leben."

218.   Die Bibel bezeugt von Ihm: "Er hatte keine Gestalt noch Schöne, daß wir Ihn begehrt hätten." Vielleicht waren Seine Schultern eingefallen, Er wurde mit dreißig Jahren grau, denn man schätzte Ihn schon auf fünfzig.

219.   Sie sagten: "Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? Jetzt wissen wir, daß Du von Sinnen bist." Sein Werk hat Ihm Verachtung gebracht.

220.   Er sprach: "Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, ehe Abraham war, bin Ich." Amen. Sie wußten es nicht. Er war verhüllt im menschlichen Fleisch.

221.   Er sprach: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, ob er gleich stürbe. Wer da lebt und an Mich glaubt, soll nimmermehr sterben. Glaubst du das?"

222.   Sie sagte: "Ja, Herr, ich glaube, daß Du Christus, der Sohn Gottes bist, der in die Welt kommen soll."
"Wo habt ihr ihn begraben?"

223.   Ihr wißt, diese Sache habe ich schon öfter erzählt, und ich hoffe nicht, daß ich jemand damit verletze. Ich tue es nicht absichtlich. Eine Frau von der Christlichen Wissenschaft sagte mir einmal: "Br. Branham, du betonst Jesus zuviel."
Ich antwortete: "O nein, niemals! Ich tue es noch nicht zur Hälfte genug. Ich wünschte, ich hätte noch andere Sprachen zur Verfügung, Ihn darin zu rühmen."

224.   Sie erwiderte: "Du machst Ihn zu Gott."
Ich antwortete: "Er war Gott, ist Gott und wird für immer Gott sein."

225.   Sie erwiderte: "Er war sterblich. Er war ein Mensch."
Ich sagte: "Er war beides, Gott und Mensch."

226.   Sie erwiderte: "Ich werde dir mit deiner eigenen Bibel beweisen, daß Er nur ein sterblicher Mensch war."
Ich antwortete: "Ich möchte sehen, wie du das tust."

227.   Sie erwiderte: "In Joh. 11 steht: 'Jesus ging zum Grabe des Lazarus und weinte!"
Ich fragte: "Ist das deine Schriftstelle?"
Sie erwiderte: "Ja!"
Darauf sagte ich: "Schwester, dein Argument ist recht fadenscheinig. Du weißt selbst genau, daß es so nicht sein kann, doch laß mich dir etwas sagen."

228.   Mit eingefallenen Schultern geht Er hin und weint. Er fühlt deine Schmerzen. Er ist Hoherpriester, der durch das Gefühl unserer Schwachheiten berührt werden kann. Er geht weinend zum Grabe in dem Bewußtsein, was der Vater Ihm gesagt hat, denn Er sprach: "Ich tue nur, was der Vater Mir zeigt."

229.   Seht, dort ging Er hin, ihn aufzuerwecken. Er konnte mit den Menschen als Mensch weinen. Doch als Er dastand und sagte: "Rollt den Stein hinweg!", sprach man: "Er stinkt schon, er ist bereits eingefallen." Es waren bereits über zweiundsiebzig Stunden vergangen - vier Tage und Nächte. Er war in Verwesung übergegangen.

230.   Doch Er sprach: "Nehmt den Stein hinweg!", und sagte: "Vater, Ich danke Dir, daß Du Mich erhört hast. Ich tat dieses um des Volkes willen." Er hatte es Ihm bereits gesagt. Er wiederholte es nur um der Anwesenden willen: "Lazarus, komme heraus!" Amen. Ein Mann, der bereits vier Tage tot war, kam zum Leben zurück und stand da.

231.   Das war mehr als ein Mensch, der dieses tat. Gewiß. Als Er hungrig vom Berge herabkam, war Er mehr als ein Mensch. Er wollte etwas essen. Als Mensch war Er hungrig, aber als Er fünf Brote und zwei Fische nahm und Fünftausend speiste, war Er mehr als ein Mensch. Das ist wahr. Das stimmt.

232.   Als Mensch lag Er in dem Boot, so müde, denn Kraft war von Ihm ausgegangen. Er hatte gepredigt und geheilt. Womöglich waren es Zehntausende von Teufeln des Meeres, die sagten: "Er schläft, wir werden Ihn ertränken" - ähnlich wie bei Paulus, der durch den Sturm kam. "Jetzt haben wir IHN in der Falle. Er schläft, wir werden das Boot versenken." Der Teufel war beschäftigt, das Boot ging auf und nieder. Die Wellen haben Ihn nicht aufgeweckt. Als Mensch lag Er dort müde und schlief.

233.   Doch als Er geweckt wurde - denn sie sagten zueinander: "Wir wollen hingehen und Jesus wecken." Oh Gemeinde, das solltest du tun. Ich wünschte, ich hätte Zeit, gerade darüber zu predigen. Er setzte dann Seinen Fuß auf die Kante des Bootes, schaute auf und sprach: "Wind, schweige! Wellen, legt euch!" Alles war Ihm gehorsam. Das war mehr als ein Mensch. Nur Gott vermochte das zu tun.

234.   Am Kreuz rief Er um Erbarmen. Ihn dürstete. Er starb wie ein Mensch. Doch am Ostermorgen, als der Engel den Stein hinwegrollte, kam der hervor, der zwar tot gewesen, aber Tod und Hölle und das Grab besiegt hatte, der triumphierte über Tod, Hölle und Grab und sprach: "ICH bin es, ICH war tot, und siehe: ICH lebe." Das war mehr als ein Mensch. Das war Gott in dem Menschen. Jawohl.

235.   Der Glaube leugnet niemals die Wahrheit. Zum Beispiel, wenn gesagt wird: "Mit der Feuersäule hat es nicht seine Richtigkeit, und die Wunder des Moses stimmen nicht." So etwas werden sie immer sagen. Ganz gleich, wie lächerlich es erscheint, Er verbleibt immer genau mit dem Wort. Ihr könnt beharrlich sein. Wenn ihr das Wort Gottes wirklich ergreift, könnt ihr entschlossen sein und daran festhalten.

236.   Micha trat vor vierhundert Propheten auf, die sagten: "Ziehe hinauf, Ahab. Du wirst Erfolg haben." Micha wußte, seine Vision war in Übereinstimmung mit dem Worte Gottes. Er sprach das Wort. Sie sagten: "Wir werfen dich ins Gefängnis und geben dir das Wasser und Brot der Trübsal."

237.   Er erwiderte: "Werft mich hinein, wenn ihr's möchtet." Was war er? Er war entschlossen. Er kannte das Wort Gottes. Er kannte den Willen Gottes. Er hatte eine Vision gesehen. Er wußte, was es war. Die Vision kam von Gott, denn sie stimmte mit dem Wort Gottes überein. Heute müssen alle Gläubigen kämpfen, und auch ihr.

238.   Vor einiger Zeit erzählte mir jemand von einem kleinen Teufel, den er im Traum hatte stehen sehen. Er sagte: "Der Teufel rief: 'Buh', und ich:   'Oh!' ' und jedes Mal, wenn ich zurückwich, wurde er immer größer und ich immer kleiner. Sofern er 'buh' sagte, sprang ich zurück, und er rief immer 'buh, buh'. Er wurde viel größer als ich. Ich wußte, ich habe gegen ihn zu kämpfen. Ich fand nichts anderes und ergriff die Bibel. Er sagte: 'Buh!', und ich sagte auch 'buh!'. Und er wurde immer kleiner."

239.   Das müßt ihr tun. Nehmt das Wort Gottes. Ihr braucht nicht 'buh' zu sagen. Ruft aus: "So spricht der Herr!" Seid beharrlich! Steht auf dem Wort! Es ist die Wahrheit. Wir glauben heute das Wort. Wir glauben wie Micha es glaubte. Wir glauben, wie alle anderen es glaubten, egal wieviele sagen, es sei verkehrt. Es ist dennoch die Wahrheit. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. "Wer an Mich glaubt, wird die Werke tun, die Ich getan habe." Kann euch ein Mensch heilen? Nein, es ist schon geschehen. Ihr seid schon geheilt worden. Kann euch ein Mensch retten? Es ist schon geschehen. Wieviele glauben das? "Er war verwundet um unserer Übertretungen willen, geschlagen um unserer Sünde willen." Stimmt das? Gewiß! "Durch Seine Wunden sind wir geheilt." (Vergangenheits-Form) Alles, was Er für euch tun kann, ist schon geschehen.

240.   Was hat Er in die Gemeinde gesetzt, um sie am Worte auszurichten? Apostel, Propheten, Lehrer, Evangelisten und Hirten; das sind die Ämter in der Gemeinde - von Gott gesandt, nicht von Menschen gerufen. Gott hat inspirierte Männer gesandt, die Gemeinde auf der rechten Linie zu halten. Was ist es jetzt? In der Gemeinde sind Geistesgaben. Nicht Fanatismus, sondern wahre Geistesgaben sind in der Gemeinde. Das stimmt. Dadurch wird die Gemeinde erhalten. Wenn eine Gemeinde wirklich von Gott bestimmt ist und tatsächlich mit dem Heiligen Geist erfüllt, und Sünde zur Tür hereinkäme, gäbe es einen anderen Fall von Ananias und Sapphira. Ich möchte einmal in eine solch echte Gemeinde hineinkommen, in der alle Männer und Frauen unter der Kraft des Heiligen Geistes sind. Wenn jemand etwas Verkehrtes getan hat, würde der Heilige Geist es sofort offenbaren. Sie müßten sich reinigen. Dazu sind die Geistesgaben in der Gemeinde. Oh Gott, sende uns eine solche Gemeinde. Glaubt ihr das? Ist Christus tot? Nein, Er lebt.

241.   Wie war Er damals? Als die Pharisäer Ihn um ein Zeichen baten, sagte Er: "Ein ehebrecherisches Geschlecht sucht nach einem Zeichen." Stimmt das? Sündig und ehebrecherisch! Gab es je ein boshafteres und ehebrecherischeres Geschlecht als wir es jetzt haben? Wann war mehr Sünde? Uns wird gesagt, daß jetzt mehr Menschen auf Erden leben als seit Adam bis in diese Zeit gewesen sind. Dies ist das böse und ehebrecherische Geschlecht. Homosexualität, Perversion und alles andere nehmen zu Tausenden zu. Die Gemeinden fallen ab: hochmütig, prahlerisch, lieben das Vergnügen mehr als Gott, verleumderisch, unmäßig, zügellos, haben wohl die Form der Gottseligkeit und widerstehen denen, die gut sind. Wie der Geist sagte, leugnen sie die Kraft. "Von solchen wendet euch ab," sagt die Bibel. Wir leben in dieser Zeit.

242.   Denkt daran! Es gibt Menschen, die umher gehen und sagen: "Ich habe Kraft zu heilen." Solche Männer erzählen euch eine Lüge. Sie haben keine Kraft euch zu heilen. Christus hat es schon getan. Müßt ihr beichten, vergeben euch die Priester die Sünden? Nein, niemals! Eure Sünden sind schon vergeben. Als Christus am Kreuz starb, rief Er aus: "Es ist vollbracht!" Alles, der ganze Plan war erfüllt. Christus hat es am Kreuz getan. Ihr seid schon gerettet. Jeder Sünder ist gerettet. Es wird euch aber nichts nützen, es sei denn, ihr nehmt es an. Kommt zum Altar und weint, bis ihr grau werdet oder euch die Haare ausfallen, doch das wird euch nicht helfen, bis ihr glaubt. Glaubt, daß Christus an eurer Stelle stand. Er starb als Sühne für eure Sünden, nur müßt ihr Ihn als Erlöser annehmen. Dann wird euch das Heil zuteil. Dasselbe ist mit der Heilung. "Er war verwundet um unserer Übertretungen willen. Durch Seine Wunden sind wir geheilt."

243.   Nur eines kann Christus heute tun, uns zeigen, daß Er da ist. Als erstes müßt ihr auf der Grundlage Seines Wortes glauben. Das stimmt, es ist die Wahrheit des Wortes. Jesus sagte: "Die Werke, die Ich tue." Er hat nie von sich gesagt: "Ich habe jemand geheilt." Jesus sagte: "Nicht Ich tue diese Werke, sondern der Vater, der in Mir wohnt." Jesus hat niemals den Anspruch eines göttlichen Heilers gestellt. Wie sollen wir arme Unwissende, z.B. wie ich oder jemand anders, versuchen, ein göttlicher Heiler zu sein? Wie könntet ihr ein göttlicher Heiler sein, wenn jeder der geheilt werden kann, schon geheilt wurde? Ihr müßt es nur annehmen und glauben. Es ist die Wahrheit. Das möchten wir wissen. Stimmt das?

244.   Wenn ihr mein Wort nicht annehmen könnt, müßt ihr gehen oder ich muß gehen. Doch mit Gott ist es nicht so. Er sendet Gaben und Apostel in die Gemeinde. Was ist ein Apostel? Ein Missionar. Das Wort "Missionar" bedeutet "ein Gesandter." Apostel bedeutet "ein Gesandter." Ein Prophet ist ein Seher. Dann sind noch Hirten, Lehrer und Evangelisten. All diese Dinge, damit das Wort Gottes richtig ausgeteilt wird. Legt es dar, und dann beginnen die Gaben des Geistes in der Gemeinde zu wirken, das Wort zu bestätigen, zu zeigen, daß Jesus Christus in der Gemeinde lebt.

245.   Wir sind mit all diesen Dingen bekannt. Ich meine hier diese Gemeinde. Andere kenne ich nicht so. Ich bin nicht oft genug hier um zu wissen, ob ihr zu Besuch seid oder hierher gehört. Doch Freunde, ihr alle, die ihr heute krank seid, wenn ich etwas tun könnte, euch zu helfen, würde ich es tun. Wenn ich wüßte, daß jemand hier krank ist - und besonders unsere Schwester, die ich hier auf der Tragbahre sehe - wenn ich wüßte, daß ich etwas tun kann, ich würde das Unmöglichste tun, auch im strömenden Regen. Ich möchte Gott dadurch zeigen, daß ich es aufrichtig meine. Doch das würde nicht helfen. Ich war in Afrika und Indien, wo man sich auf Nägel legt und jede Art von Götzendienst betreibt. Doch selbst wenn man die Kinder den Krokodilen vorwirft, so ist das nicht die Aufrichtigkeit, um die es geht. Ein Mensch kann ehrlich sein und eine tödliche Säure als Medizin einnehmen. Die Sache, um die es uns geht, die wir wissen möchten, ist die Wahrheit. Gott legt Zeugnis ab von Seiner Wahrheit. "Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich getan habe, auch tun." "Jesus Christus derselbe..."

246.   Was wäre Er, wenn ihr heute nach Ihm Ausschau halten würdet? Wenn ich euch sage: "Christus ist in mir, Christus ist in euch", wonach halten wir dann Ausschau? Würdet ihr euch nach einem Mann umsehen mit umgedrehtem Kragen? Doch nicht. So hat Er sich nicht benommen. Er kleidete sich wie die übrigen Menschen. Was, wenn er Wundenmale in seinen Händen hätte? Irgendein Mann kann sich Narben in die Hände machen oder Eindrücke von Dornen. Man hat Dutzende von Nachahmern im Lande. Man hat Blut, Feuer, Rauch usw. Das ist nicht das Wort. Jesus sagte: "Die Werke, die Ich tue... Wenn ihr Mir nicht glauben könnt, so glaubt doch den Werken, die Ich tue. Sie legen Zeugnis von Mir ab. Sie sagen euch, wer Ich bin."

247.   Laßt uns einen Augenblick beten. Haltet eure Anliegen in euren Herzen.
Himmlischer Vater, ich weiß, dieses ist rauh und hart gewesen. Ich bitte Dich, sei barmherzig. Ich meinte es nicht schlecht. Du kennst mein Herz, Herr! Ich bitte Dich jetzt, hilf mir! Ich bitte, daß Du diese Worte, O Herr, segnest, auch wenn sie so abgehackt sind und nicht wie ein Prediger sie bringt. Ich bin ungeschult und verstehe nicht, zu den Menschen zu reden. Ich weiß nur, was Du verheißen hast. Wenn ich meinen Mund öffne, wirst Du ihn füllen. Über dreißig Jahre habe ich Dir darin vertraut. Oh Vater, vielleicht haben einige der Menschen die Worte aufgenommen, die Kranken und diejenigen, die Christus nötig haben. Sie befinden sich hier irgendwo. Sie brauchen Dich, Herr. Ich hoffe, daß etwas gesagt wurde, wodurch ihr Glaube an Deine Verheißungen gefestigt wurde. Ich bitte, daß Du Deinen Segen gewährst.

248.   Während wir unsere Häupter gebeugt haben, möchte ich fragen, ob solche hier sind, die Christus noch nicht als Heiland kennengelernt haben? Würdet ihr sagen: "Br. Branham, ich möchte so nicht sterben. Ich bin nicht bereit zu sterben. Wenn ich sterbe, bin ich verloren. Ich bin noch nicht wiedergeboren. Ich möchte, daß du jetzt für mich betest. Bete für mich, ich bin ein Sünder." Erhebt jetzt eure Hände und sagt: "Gedenke meiner." Gott segne euch alle, Gott segne euch. Ich meine das von Herzen. Gott segne euch. Etwa zwei Dutzend Hände sind erhoben von den zweihundert Leuten, die hier anwesend sind. Dort, wo ihr seid, kann es geschehen. Hier am Altar ist alles überfüllt mit Kindern. Ich kann euch nicht hierher rufen. Betet mit mir dort, wo ihr seid.

249.   Himmlischer Vater, ich bringe Dir diese Menschen, die ihre Hände erhoben haben. Ich glaube, sie taten es mit tiefer Aufrichtigkeit. Laß sie wissen, daß sie jede natürliche Regel durchbrochen haben. Die Schwerkraft hält unseren Arm herunter. Es zeigt, daß der Geist in ihnen die Herrschaft übernommen hat, wodurch die Arme hochgingen zu dem Schöpfer, der sie gemacht hat. Das war der Beweis, der nicht wissenschaftlich bestätigt werden kann, denn der Geist wirkt nur in denen, die glauben. Wir glauben daran. Der Geist ist über sie gekommen und hat ihnen gesagt, die Hände zu heben, weil sie gerettet werden möchten.

250.   Oh Gott und Vater, ich zitiere Deine Verheißungen. Herr Jesus Christus, Du hast gesagt, als Du auf Erden warst: "Niemand kann zu Mir kommen, es sei denn, Mein Vater zieht ihn zuerst, und alle, die der Vater Mir gegeben hat, kommen zu Mir. Wer Mein Wort hört und an den glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und Ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken." Dieses sind Verheißungen. Die Menschen hätten ihre Hände nicht erheben können, es sei denn, der Geist hat ihnen gesagt, daß es mit ihnen nicht stimmt. Sie hätten es nicht tun können, wenn Du sie nicht vorherbestimmt hättest. "Alle, die der Vater Mir gegeben hat, (Vergangenheitsform) werden zu Mir kommen." Wir sind zum ewigen Leben vorherbestimmt. Die Er im voraus erkannte, hat Er gerufen; und die Er gerufen hat, die hat Er gerechtfertigt; und die Er gerechtfertigt hat, die hat Er in den Augen Gottes schon verherrlicht. Der große Plan Gottes, wie er seit Grundlegung der Welt besteht, wird an den Menschen erfüllt. Du bist der Unendliche und hast um die Versammlung heute morgen gewußt und auch, daß sie ihre Hände erheben. Jetzt haben sie es getan.

251.   Herr, ich kann mich nur nach Deinem Worte richten. Im Namen Jesu Christi übergebe ich Dir alle, die ihre Hände erhoben haben, als Belohnung Deines Wortes. Erhalte sie, oh Herr, mein Gott. Niemand wird sie aus Deiner Hand reißen. Gebe ihnen das ewige Leben. Mögen sie, wenn sie aus dem Wasser herauskommen, den Heiligen Geist empfangen, der von Anfang an über den Wassern schwebte. Möge der Heilige Geist beginnen, ihre Seelen zu erfüllen. Schenke es, Herr. Mögen sie ein Gott wohlgefälliges Leben alle Tage ihres Lebens führen und als Belohnung, als Edelsteine in Deiner Krone an jenem Tage sein. Ich bitte es durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

252.   Der Herr segne euch. Ich hätte schon vor einer Stunde fort müssen, doch jetzt werden wir eine Gebetsreihe rufen. Haben wir Gebetskarten ausgegeben? Habt ihr Gebetskarten bekommen? Ist Billy-Paul hier? Nummer 1 bis 50 wurden ausgegeben. Wir können sie nicht hierherrufen, weil zu viele hier sind. Haben wir nicht noch ein bißchen Zeit? Ich weiß, das Mittag wird nicht anbrennen. Dies ist mehr wert als die Mahlzeit. Das Wort sollte es sein.

253.   Höret Freunde, ich möchte euch eine Frage stellen, ehe ich weiter spreche. Weshalb gehen wir zum Gottesdienst? Worum geht es dabei? Gäbe es keine Auferstehung, so könnten wir essen und trinken und fröhlich sein, denn wir wären den Tieren gleich. Das glauben wir nicht. Wir wissen, daß der lebendige Gott da ist. Gewiß. Wenn Er der lebendige Gott ist, dann möchte ich euch etwas fragen: Stimmt ihr mit den Worten, die ich gesagt habe, überein oder nicht? Wenn ihr mit mir übereinstimmt, dann möchtet ihr es geoffenbart sehen. Ist es Gottes Wort, dann muß Gott Sein Wort halten. Wenn Er es nicht hält, dann ist Er nicht Gott. Dann bin ich falsch. Dann habe ich eine falsche Kundgebung gemacht, dann bin ich ein falscher Prophet. Doch wenn Gott es so sagt, dann hält Er Sein Wort. Wenn Er Sein Wort hält, dann könnt ihr beharrlich sein. Ihr könnt an eurer Verheißung festhalten. Stimmt das?

254.   Habe ich euch gesagt, daß ich euch heilen kann? Nein, niemals! Ich kann euch auch nicht sagen, daß ich euch retten kann. Ich glaube, ihr seid gerettet. Ihr hättet eure Hände nicht hochheben können, es sei denn, Gott hat es euch gesagt. Hier ist Wasser, ihr könnt euch jederzeit taufen lassen, so ihr es wünscht. Wenn ihr in eurer Gemeinde getauft werden möchtet, so ist es auch recht. Wir haben hier keine Mitgliedschaft, wir haben hier lediglich eine Kapelle. Unser guter Pastor hier, Br. Neville, war vorher Methodist. Jetzt ist er hier. Wir sind unabhängig. Alle sind willkommen. Die Menschen kommen von überall. Wir predigen und beten für die Kranken. Wir glauben daran, andere zu Jüngern Christi zu machen, aber wir organisieren nichts. Daran glauben wir nicht.
Wenn ihr eure Organisationen vereinigen wollt, dann tut es. Das ist in Ordnung. Aber verlaßt euch nicht darauf! Vertrauet nicht darauf! Gehet dorthin um der Gemeinschaft willen, doch vertrauet auf Gott.

255.   Hier ist etwas. Wenn Christus lebt... Laßt uns wieder auf eine Schriftstelle Bezug nehmen. Wir möchten sicher sein, daß alles klar ist. Es geht um etwas, das ich schon vorher sagen wollte. Er sprach: "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht sucht ein Zeichen." Das Zeichen Jonas war das der Auferstehung. Stimmt das? Wieviele glauben, daß es wahr ist? Glaubt ihr, daß dies ein böses und ehebrecherisches Geschlecht ist? Was ist dann mit dem Zeichen des Jona? Es betrifft die Auferstehung Christi. Stimmt das? Die Auferstehung Christi, wodurch dieser bösen Generation bewiesen wird, daß Christus immer noch lebt. Er ist seit fast zweitausend Jahren auferstanden.

256.   Es gibt viele unter den Protestanten im Lande, die nicht an die leibliche Auferstehung glauben. Hunderte von Kirchen glauben nicht an Seine leibliche Wiederkunft. Ich glaube an eine leibliche Geburt, Tod, Bestattung, Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft - alles in Christus. Ich glaube, die Fülle ist in Christus. Der Jesus, der hinaufgenommen wurde, ist derselbe Jesus, der wiederkommt. Ich glaube an die Person des Heiligen Geistes. Er ist jetzt hier, Sein Geist, Sein Leben ist wirksam in der Gemeinde.

257.   Wenn dieses von Christus ist, dann soll es persönliche Anwendung finden. Ich hoffe, daß ihr es richtig versteht. Ich möchte dieses ganz persönlich darstellen durch die Gabe, die mir in Verbindung damit gegeben wurde. In Washington hängt das Bild mit dem Licht, mit der Feuersäule, die viele jahrelang in der ganzen Welt bestätigt wurde. Wenn derselbe Geist hier ist, der Geist Christi, dann werden die Werke Christi geschehen. Das ist gemäß der Schrift. Es stimmt. Das Wort ist ergangen. Dieses Wort, das ich euch heute morgen sagte, ist die Wahrheit, sonst würde Christus sich nicht in dieser Weise zu mir bekennen,

258.   Ich meine das nicht im Scherz mit euch Katholiken, doch wenn ihr sagen würdet, der Geist des Petrus sei in eurer Kirche wie damals - meint ihr, ein Jude würde Götzen aufstellen? Meint ihr, ein Jude würde den Heiligen Geist leugnen und an Stelle dessen eine Hostie nehmen, die auf dem Altar liegt, wo Mäuse und Ratten hinkommen? Und dann sagt man noch: "Das ist Gott!" Was ist los? Ihr wißt, daß es nicht Gott ist. Der Heilige Geist ist Gott, der vom Himmel als Geist herabkommt. Ihr werft euch vor Götzen nieder als wolltet ihr durch Hypnose versuchen, Leben in sie zu bringen. Ihr seid es, Gott legt Seinen Geist in euch. Ihr seid Seine lebendige Darstellung. Seht, Gott in euch, Er hat die Welt mit sich selbst versöhnt.

259.   - 262. [Br. Branham ruft jetzt die Gebetsreihe!]

263.   Gebt mir bitte eure ungeteilte Aufmerksamkeit. Wenn ihr dieses nicht beachtet, dann wißt ihr nicht, was ihr tun sollt. Wir werden uns Zeit nehmen. Seid nicht in Eile. Ich muß selbst zur Ruhe kommen, damit der Heilige Geist für diese Dinge in der Weise salben kann, daß sie geschehen können.

264.   Wieviele in diesem Raum und der Gebetsreihe kennen mich? Einige von ihnen sind mir bekannt, glaube ich. Ich kenne diese Frau hier. Sie kommt zur Gemeinde. Ihren Namen weiß ich im Moment nicht. Frau Baker. Sie kenne ich. Auch diesen großen Mann habe ich gesehen. Ich meine, ihn zu kennen, weiß aber nicht, wie er heißt.

265.   Ihr alle in der Gebetsreihe und der Versammlung, die ihr krank seid und wißt, daß ich euch nicht kenne, hebt eure Hände! Ich weiß nichts über euch. Ich bin euch fremd. In der Gebetsreihe würdet ihr eure Hände erheben, wenn ich euch nicht kenne und nichts über euch weiß. Alle, das ist 100 Prozent. Nun hebt ihr in der Versammlung die Hände, wenn ihr krank seid, und ich euch nicht kenne. Hier sind viele Menschen. Ich komme und gehe. Manche kenne ich, andere nicht. Auch diejenigen, die ich kenne, von ihnen weiß ich nicht, was sie haben.

266.   Jetzt möchte ich diejenigen, die nicht in die Gebetsreihe kommen, etwas fragen, bezugnehmend auf die Frau, die den Blutfluß hatte. Sie war nicht in der Gebetsreihe, glaubte jedoch, daß Er göttlich ist. Höret genau zu, verpaßt es nicht! Sie glaubte, daß Jesus der Christus ist und sprach bei sich: "Wenn ich nur den Saum Seines Gewandes berühre." Dafür hatte sie keine Schriftstelle. Vielleicht dachte sie nur an das, was geschah, als der Prophet seinem Diener gebot, dem Knaben den Stab aufzulegen. Es geschah sogar etwas, als man später die Gebeine Elisas berührte. Sie glaubte, wenn sie Ihn berührt, wird sie es empfangen. Sie drängte sich durch die Volksmenge und berührte Ihn. In Palästina hatten sie das Unter- und das Obergewand, das beim Gehen hin und her wehte, so daß die Füße staubig wurden. Das ist der Grund, warum sie einander die Füße wuschen, wenn sie in ein Haus einkehrten. Sie berührte den Saum Seines Gewandes. Wenn sie in dieser Weise meine Jacke berührte, würde ich es nicht verspüren, obwohl mein Jackett relativ eng anliegt. Sie jedoch berührte den Saum Seines Gewandes, der von Seinem Körper ziemlich weit entfernt war. Nachdem sie den Saum Seines Gewandes berührt hatte, ging sie zurück.

267.   Jesus blieb stehen. Ihr wißt ja, die ganze Volksmenge erhob ihre Hände und sie riefen: "Hallo, Rabbi! Wir sind so froh, Dich zu sehen. Bist Du Der Prophet? Wir sind so froh, Dich zu sehen." Andere riefen: "Du Heuchler!" Andere: "Er ist ein feiner Mann!" Verschiedene Dinge wurden ausgedrückt.

268.   Höret genau her! Diese kleine Frau berührte Sein Gewand. Sie war zufrieden und entfernte sich, denn sie hatte Gott berührt. Jesus blieb stehen und sprach: "Wer hat Mich berührt?"
Petrus erwiderte: "Warum fragst Du, wer hat Mich berührt? Alle drängen Dich doch!"

269.   Er aber sprach: "Ich habe gespürt, daß Kraft von Mir ausgegangen ist." Er sah über die Versammlung, bis Er die Frau fand, und sagte ihr, daß ihr Blutfluß aufgehört hat. Stimmt das? [Die Versammlung sagt: "Amen!"]
Haltet das fest! Ihr habt Amen gesagt. Das bedeutet: "So ist es!"

270.   Ihr Christen: sagt die Bibel, daß Jesus Christus jetzt ein Hoherpriester ist, der mit unseren Schwächen mitfühlt? Wieviele wissen, daß die Bibel es lehrt? Wenn Er derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit, würde Er nicht genauso handeln wie damals? Und wenn ihr, die ihr dort sitzt, Ihn berühren würdet, und ich als Seine Stimme Ihn hier vertrete, würde Er nicht durch mich das gleiche tun wie damals? Klingt das nicht biblisch? Stimmt das? Wie könntet ihr denn wissen, daß ihr Ihn berührt habt, wenn Er nicht genauso handelt wie damals? Seht ihr: "Die Werke, die Ich tue, werdet auch ihr tun."

271.   Ihr, die ihr keine Gebetskarten habt, betet und sagt: "Herr Jesus, ich war nicht früh genug hier, um eine Gebetskarte zu bekommen. Ich bitte dich und glaube, daß dieser Mann die Wahrheit sagt. Laß mich bitte den Saum Deines Gewandes berühren, Herr Jesus. Du bist mein Hoherpriester. Ich schaue nicht auf den kleinen Kahlkopf, der dort auf der Plattform steht. Ich schaue auf zu Dir. Ich berühre Dich. Ich glaube, Du wirst mich gesund machen. Ich berühre Dich jetzt. Sprich Du zu Br. Branham und tue hier dasselbe, wie Du an der Frau getan hast. Ich glaube Dir von ganzem Herzen." Werdet ihr das tun? Wieviele von euch? Hebt eure Hände. Gut! Betet! Jetzt könnt ihr euren Glauben in die Tat umsetzen. Ihr glaubt, nicht wahr? Ihr glaubt es von ganzem Herzen.

272.   Wer ist die erste Person in der Gebetsreihe? Kommt bitte her! Stelle dich hierhin. Ich glaube, Du hast vorhin Deine Hand erhoben. Ich kenne Dich nicht. Das stimmt. Wir sind einander fremd.

273.   Ich möchte die Versammlung etwas fragen. Meine Hände sind vor Gott erhoben und sie hat ihre Hand erhoben, daß wir einander nicht kennen. Ist das nicht ein Bild wie in Joh. 4, als Jesus zu der Frau am Brunnen sprach? Ein Mann und eine Frau begegneten einander zum ersten Mal. Was tat Jesus? Er sprach mit ihr.

274.   Er sagte vorher, daß Er nach Jerusalem gehen und durch Samarien ziehen werde, wie der Vater es Ihm geboten habe. Die Juden hatten das Zeichen, daß Er ein Prophet ist, gesehen, denn Er vollführte das Zeichen eines Propheten. Es gibt nur drei Menschenrassen, und die stammen ab von Sem, Ham und Japhet. Die Juden hatten ihr Zeichen gesehen, denn sie hielten Ausschau nach dem Messias.

275.   Die Heiden aber nicht. Nicht einmal hat Er das Zeichen vor den Heiden getan, doch Er gab die Weissagung für die letzten Tage: "Wie es war in den Tagen Noahs und in den Tagen Lots..." - als der Engel zu Abraham sprach und ihm sagte, was Sara im Zelt hinter ihm dachte. Jesus hat damit gesagt, daß es sich in den letzten Tagen wiederholen wird. Wieviele Bibelleser wissen es? Wir sind in den letzten Tagen. Es ist die Zeit der Heiden. Ich habe zu Anfang meiner Predigt gesagt, wenn Gott sich einmal zu erkennen gibt und etwas tut, dann muß Er es in derselben Weise wieder tun.

276.   Wie wußte Nathanael, daß Er der Sohn Gottes ist? Weil Er ihm gesagt hatte, wo er war und wer er ist.

277.   Wie erkannte Ihn diese Frau? Wir wollen die Unterhaltung betrachten. Sie wußte mehr über Ihn als viele Prediger jener Zeit. Sie ging dort hinaus. Vielleicht war sie eine hübsche Frau. Sie ging Wasser holen und dachte, Er sei ein Jude und sie eine Samariterin. Sie holte gerade das Wasser aus dem Brunnen dort zu Sychar. Er saß dort und sprach: "Weib, gib Mir zu trinken." Sie war eine Frau üblen Rufes, das wißt ihr. Sie war einige Male verheiratet.

278.   Sie wandte sich um und sprach: "Es ist nicht schicklich für einen Juden, eine Samariterin um etwas zu bitten."

279.   Die Unterhaltung ging weiter. Der Vater hatte Ihn dort hingesandt. Er tat, was der Vater Ihm zeigte. Er befand sich dort und stellte ihre Not fest, damit sie ihrem Volk eine Botschaft zurückbringen kann. Ihr wißt, Er stellte ihre Schwierigkeit fest, sprach aber zunächst: "Gib Mir zu trinken."
Sie meinte: "Es ist nicht unsere Sitte."

280.   Er aber sprach: "Weib, wenn du wüßtest, wer es ist, der mit dir redet, so würdest du Ihn bitten, daß Er dir zu trinken gäbe."
Sie antwortete: "Der Brunnen ist tief, womit willst Du schöpfen? Wie willst Du das Wasser heraufbekommen?"

281.   Die Unterhaltung ging weiter über die Anbetung in Jerusalem. Was tat Er? Er versuchte, Verbindung mit ihrem Geist zu bekommen, um festzustellen, was verkehrt ist. Er fand es. Ihr wißt, was es war. Sie hatte fünf Männer. Er sprach: "Gehe, hole deinen Mann."
Sie erwiderte: "Ich habe keinen Mann."

283.   Da sprach Er: "Du hast recht geantwortet. Fünf Männer hast du gehabt, und den du jetzt hast, ist nicht dein Mann."

284.   Gebt acht, sie sagte nicht: "Du bist ein Wahrsager!", wie es die Prediger taten. Sie sagte nicht: "Du bist Beelzebub." Sie sagte: "Herr, ich erkenne, Du bist ein Prophet. Wir wissen, wenn der Messias kommt, wird Er uns das alles sagen." Das war das Zeichen des Messias. Jesus sprach: "Ich bin's, der mit dir redet."

285.   Sie lief in die Stadt hinein und rief: "Kommt und seht einen Mann, der mir alles gesagt hat. Ist das nicht der Messias?"

286.   Wenn darin das Zeichen des Messias zu den Juden und den Samaritern bestand, ist es dann nicht dasselbe Zeichen des Messias für die Heiden? Würde der Messias nicht, wenn Er von den Toten auferstanden ist und in Seiner Gemeinde lebt, sich selbst in derselben Weise durch die gleichen Werke, wie Er verheißen hat, kundtun?

287.   Ich stehe hier und spreche zu dir. Ich kenne dich nicht. Nie habe ich dich in meinem Leben gesehen. Doch wenn Gott der Herr mir sagen wird, weshalb du hier bist, wirst du wissen, ob es wahr ist oder nicht. Wenn Er mich etwas wissen läßt, das du getan hast und nicht hättest tun sollen, und wenn Er dir sagen kann, was du in der Vergangenheit getan hast, sicher weiß Er dann, was in der Zukunft sein wird. Stimmt das? Wenn Er dir das sagen kann, wenn Er mich wissen läßt, weshalb du hier bist, würdest du Ihm glauben, daß Er der Sohn Gottes ist? Glaube es! Wieviele in der Versammlung glauben es? Die Frau hatte ihre Hand erhoben. Wir sind einander fremd. Ich spreche deshalb mit dir, damit der Geist die Salbung über die Menschen kommen läßt, denn so kommt der Durchbruch. Ich schaue dich an und warte ab, was Er mir sagt, denn ich weiß es nicht. Doch wenn Er mir etwas sagt, dann wirst du wissen, ob es wahr ist. Werdet ihr alle glauben, wenn Er es tut?

288.   Himmlischer Vater, mehr kann ich nicht tun. Jetzt mußt Du alles bewirken, Herr. Ich habe die Menschen zu Deinem Worte gebracht. Mehr weiß ich nicht. Du hast diese Dinge verheißen. Ich könnte wochenlang darüber sprechen und Deine Verheißungen für diese letzten Tage betonen, wie ich es schon einige Male um die Welt herum getan habe. Niemals hast Du uns verlassen, Herr. Hier ist eine versammelte Menge. Ich weiß, daß mich schon eine Vision schwächen wird. Ich begreife, daß die Kraft von Dir, dem Sohne Gottes, ausgeht. Ich bin nur ein Sünder, durch Deine Gnade gerettet.

289.   Vater, ich bitte darum, daß Du es jetzt geschehen läßt, daß diese Botschaft nicht unfruchtbar bleibt, sondern daß die Jungbekehrten, ihrer zwanzig bis dreißig, deren Hände erhoben waren, zufriedengestellt werden, daß ihr Herr und Gott von den Toten auferstanden ist und ewiglich lebt und sich selbst bezeugt als derselbe Gott, der die Gedanken der Herzen kennt und offenbart, wie es in der letzten Zeit wieder geschehen sollte. Wir sind jetzt in der Endzeit. Die Nationen hatten fast zweitausend Jahre Zeit, so wie vorher die Juden, um Gott zu erkennen. Jetzt empfangen sie dasselbe Zeichen und lehnen es ab wie die Juden es taten. Die Juden lehnten das Zeichen des Messias ab, denn sie alle befanden sich in Denominationen. So ist es auch heute. Dafür sind wir nicht verantwortlich. Wir legen lediglich Zeugnis vom Herrn ab. Wie ein Schaf, das die Wolle nicht zu produzieren braucht; es hat Wolle, weil es ein Schaf ist. Gott der Herr läßt uns den Geist Gottes tragen, weil wir Christen sind. Wir glauben an Dich. Wir glauben an den Sohn Gottes. Herr, ich bin unwürdig. Wer ist würdig? Wer ist würdig, oh Herr? Niemand von uns. Wir sind alle in Sünden geboren und in Ungerechtigkeit als Lügner auf diese Welt gekommen. Vergib uns unsere Befleckung, Herr. Gebrauche uns in diesen letzten Tagen, in denen Du mit der Menschheit verhandelst. Ich bitte es in Jesu Namen. Amen.

290.   Im Namen Jesu Christi nehme ich jeden Geist hier unter meine Kontrolle. Seid jetzt andächtig. Ich kenne dich nicht, weiß nichts von dir. Es ist eine Gabe. Schwinge dich auf zu Gott. Sei von dir selbst entleert. Laß Ihn das Werk tun. Ich weiß nicht wie, doch weiß ich, daß Er hier ist. Ich weiß, daß Er hier steht. Ja, Frau. Hier ist deine Not. Du willst Gebet wegen Krebs. Der Krebs ist in deinem Gesicht. Man sieht es nicht, doch er befindet sich um deine Augen. Das stimmt. Erhebe deine Hand!

291.   Ich verspürte, daß jemand in der Versammlung dachte: "Das hat er geraten, als er sie ansah." Das habe ich nicht getan. Stehe still! Satan, du bist verkehrt. Stehe still, Schwester! Wenn ihr es ihm gestattet, wird er alles durcheinander bringen. Ich gebiete dem Teufel im Namen Jesu Christi, er soll beschämt werden.

292.   Du hast noch mehr als das. Du hast ein Herzleiden, hast Komplikationen, bist sehr nervös. So ist es schon jahrelang. Das stimmt genau. Du fühlst dich müde, niedergedrückt. Ist das wahr? Dann hebe deine Hand. Jetzt bist du geheilt. Dein Glaube hat dich gerettet. Du kannst nach Hause gehen und gesund sein. Es ist alles in Ordnung. Gehe nur und glaube und danke Gott.

293.   Frau, stelle dich bitte hierher! Glaubst du? Schau bitte her! Glaubst du mir, Sein Knecht zu sein? Kann Gott ein Herzleiden heilen? Nun gut! Er hat deins geheilt, wenn du nur glaubst. Amen.

294.   Glaubst du, daß Er Krebs heilt? Dann gehe und setze dich und danke dem Herrn.

295.   Wenn ich zu dir kein Wort sagen würde, könntest du glauben? Wenn ich dir sagte, als du in die Gebetsreihe kamst, wurdest du geheilt? Würdest du mein Wort annehmen? Ja? Ich brauche es dir nicht erst zu sagen. Du bist schon geheilt. Ich habe diese Person nicht berührt.

296.   Du brauchst dich keiner Operation zu unterziehen, wenn du Gott glaubst. Glaubst du es von ganzem Herzen? Der Tumor ist verschwunden. Gehe nach Hause, du wirst gesund sein.

297.   Schwester, schau bitte hierher! Glaubst du, daß ich Sein Knecht bin? Einen Moment. Ein Mann ist es, den ich immer wieder vor mir sehe. Er hat dieselbe Sache wie diese Frau hier. Er befindet sich in der Versammlung. Das Licht, das ihr auf dem Bild seht, befindet sich direkt hier. Könnt ihr es sehen? Der Mann, der dort sitzt, hast du eine Gebetskarte? Junger Mann, ich glaube, du bist Br. Hupp, nicht wahr? Ich habe dich erkannt, weiß aber nicht, welch ein Leiden du hast, Br. Hupp. Du weißt, daß ich es nicht kenne. Glaubst du, daß Gott mir sagen kann, was deine Not ist? Du hast eine Schwierigkeit. Du saßest dort und glaubtest. Du solltest glauben um deswillen, was hier kürzlich mit deiner Tochter geschah. Du glaubst, nicht wahr? Diese Frau hat Arthritis und du auch. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Ihr glaubt von ganzem Herzen. Ihr könnt beide geheilt sein. Gott segne euch. Satan dachte, er würde es mit dem Mann schaffen, doch es ging ihm daneben. Habt jetzt Glauben. Zweifelt nicht! Br. Hupp, du hast keine Gebetskarte. Du saßest dort und glaubtest. Gib acht, was mit dir geschieht. Glaube jetzt von ganzem Herzen.

298.   Seid alle im Gebet. Glaubt ihr jetzt? Ihr begreift, daß mich dieser Dienst sehr schwach macht.

299.   Glaubst du von ganzem Herzen? Wenn ich dir sagte, du wirst gesund, würdest du mein Wort annehmen und es glauben? Dann gehe! Jesus Christus macht dich gesund. Glaube es von ganzem Herzen.

300.   Glaubst du, daß Gott dich von Nervosität heilen und gesund machen kann? Gehe, glaube es. Ich glaubte, die Frau zu kennen, war jedoch nicht sicher. Eine Vision wurde über sie gezeigt. Ich hielt ein und schaute mich um, denn ich kannte die Frau, obwohl ich nicht ganz sicher war.

301.   Seid alle andächtig, glaubt ihr? Ich habe hier eine lange Gebetsreihe. Ich habe bereits über zwei Stunden zu euch gepredigt. Meine Lebenskraft ist erschöpft. Doch wir können es den Menschen sagen und sie werden in Ordnung sein. Das ist unabhängig davon. Ihr könnt dastehen und solange zu den Menschen reden wie ihr wollt, und um so mehr wird geschehen. Ich habe aufgehört, um noch ein wenig Kraft zu behalten für die anderen, die in die Gebetsreihe kommen. Ihr seht, was ich meine. Wieviele haben es gesehen, daß ich oft lange zu den Menschen rede? Ihnen wird etwas über sich selbst gesagt, wer sie sind, woher sie kommen usw. Ihr seid in den Versammlungen gewesen. Ihr wißt es.

302.   Bist du als nächstes dran? Gut Herr, glaubst du von ganzem Herzen? Fein. Wir sind gläubig. Glaube von Herzen. Ich kenne dich nicht, doch der Herr Jesus wird mir sagen, was mit dir nicht stimmt. Du wirst wissen, ob es richtig ist. Wir sind einander fremd. Ich kann mich nicht an dich erinnern. Wir sind beide Prediger, doch sind wir persönlich nicht miteinander befreundet. Schau bitte hierher! Du glaubst von ganzem Herzen, daß ich der Knecht Christi bin. Du hast ein Dickdarmleiden und ein Herzleiden. Du bist ein Prediger. Das ist wahr. Du gehörst der Vereinigten Brüder-Gemeinde an. Du kommst aus Ramsey, Indiana. Dein Name ist Herr Beanblossom, Prediger Beanblossom. Das stimmt. Wenn dem so ist, hebe deine Hand. Gehe nach Hause und sei gesund. Jesus Christus macht dich gesund. Glaubt ihr von ganzem Herzen?

303.   Arthritis ist nichts Schweres für Gott. Glaubst du, daß Er dich gesund machen kann? Glaubst du, daß Er dich heilen kann? Gehe, glaube Ihm von ganzem Herzen und du kannst es haben. Glaubet nur!

304.   Bruder, dich kenne ich und deine Verfassung. Du glaubst jetzt, während ich unter der Salbung des Heiligen Geistes bin, daß Gott dich heilt und gesund macht. Gehe, glaube es, Bruder Collins, und sei gesund!

305.   Es scheint mir, als habe ich dich gesehen, ich bin aber nicht sicher. Doch wenn Gott mir sagen wird, was deine Not ist, wirst du mir glauben, Sein Prophet, Sein Knecht zu sein? Du glaubst es? Du hast ein Nervenleiden. Dafür möchtest du Gebet. Stimmt das? So hebe deine Hand! Gehe nach Hause, sei gesund! Glaube es jetzt! Habe diesen Glauben, der das bewirkt.

306.   Du glaubst, Christus wird dich jetzt, während du hier stehst, heilen. Glaube es, gehe nach Hause und sage: "Jesus Christus macht mich jetzt gesund." Glaube von ganzem Herzen und sei gesund im Namen des Herrn Jesus Christus.

307.   Bruder, dich kenne ich, glaubst du, daß der Herr Jesus Christus dich jetzt gesund macht, während du hier unter der Salbung des Heiligen Geistes stehst? Gehe und glaube es von ganzem Herzen! Einen Augenblick bitte. Wo habe ich vorhin aufgehört? Mögen die Brüder denen, die kommen, behilflich sein.

308.   […]

309.   Wir wollen uns einen Moment entspannen. Glaubt nur, alle Dinge sind möglich. Glaubet nur!

310.   Bruder und Schwester Spencer, euch kenne ich seit ich ein Kind war. Ich weiß, was eure Not ist, und weiß, weshalb ihr hier steht. Glaubt ihr, daß Jesus Christus euch hier gesund macht? O Gott des Himmels, gewähre diesem alten Paar Deinen Segen und mache sie gesund, Vater. Sie sind im vorgerückten Alter und dienen Dir. Ich segne sie im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen. Gott segne dich, Schwester. Er wird 83, und du hast noch mehr Jahre vor dir. Glaube es von ganzem Herzen, und Gott wird mit dir sein. Gott segne auch dich, Bruder Jess.

311.   Ihr glaubt jetzt von ganzem Herzen? Einen Moment, ich glaube, diese Schwester übersehen zu haben. Zwei sind auf Tragbahren hier. Mit ihnen möchten wir uns gleich befassen. Schwester, macht es dir nichts aus, noch einen Augenblick zu warten?

312.   Seid alle andächtig und still. Seht, ihr müßt wirklich andächtig sein. Laßt uns einen Moment von den Visionen ausruhen und in Andacht verweilen. Schaut bitte alle her und laßt uns den Chorus "Glaube Nur!" leise singen.
Glaube nur, glaube nur;
alles ist möglich hier, dem der da glaubt.
Glaube nur, glaube nur;
alles ist möglich hier, dem der da glaubt.

313.   Er bat mich, jetzt für sie zu beten, doch ich zögerte ein wenig und entspannte mich. Laßt mich mit der Gebetsreihe fortfahren. Ich komme gleich zum Schluß. Wer sind diejenigen, die Gebet wünschen? Die Frau dort in dem Stuhl? Einen Augenblick, bitte. Ich komme zu ihr. Seid alle wirklich andächtig. Ich bin sicher, ihr begreift, was ich hier durchmache. Nicht nur hier, sondern auch in anderen Ländern, wo Tausende mal Tausende kommen.

314.   Vor kurzem verspürte ich ein wenig Ablehnung, als der eine Name genannt wurde. Begreift ihr nicht, daß Jesus eure Namen kennt? Habt ihr das nicht gesehen? Es müssen Fremde hier sein, die es noch nicht gesehen haben. Manchmal geschieht es hier auf der Plattform, daß Er den Menschen all ihre Sünden sagt und sie zum Vorschein bringt. Das wißt ihr. Hat nicht Jesus zu Petrus gesagt: "Dein Name ist Simon. Deines Vaters Name ist Jonas." Nur um zu zeigen, daß Er hier ist. Alle, die anwesend sind, müssen zugeben, daß dieses nur durch einen Geist geschehen kann, der hier ist. Ihr könnt sagen, es sei Beelzebub. Ihr könnt aber auch sagen, es ist Christus. Gott möge Richter sein. Ich sage euch, es ist die Verheißung der Bibel. Gottes heiliges Wort gibt uns diese Verheißung.

315.   Nun, seid für einen Moment andächtig. Ist dies der nächste Mann? Komm bitte hierher, Herr. Ich kenne den Mann nicht. Gott kennt ihn. Wenn Gott dir sagen wird, weshalb du hier bist, würdest du Ihm dann glauben? Ich würde es bestimmt. Wieviele von euch würden dadurch veranlaßt, auch zu glauben? Hier begegnen sich zwei Menschen. Der Mann ist viel jünger als ich. Gott hat ihn alle Tage seines Lebens genährt. Er steht hier mit geschlossenen Augen. Wenn Gott mir offenbaren wird, weshalb der Mann hier ist oder etwas über ihn, dann solltet ihr alle von ganzem Herzen glauben. Meint ihr nicht auch?

316.   Einen Augenblick. Ich sehe einen Lichtstrahl. Er ist von einem Blitz getroffen worden. Oh mein Bruder, habe Glauben. Ich bin dir fremd, Herr. Wenn das stimmt, hebe deine Hand. Wir kennen einander nicht. Gott kennt dich. Habe jetzt Glauben!

317.   Ihr fragt: "Br. Branham, was tust du?" Ich gebe acht auf das Licht, wie es sich bewegt.

318.   Du hast ein Blasenleiden und betest. Der Mann, der mich ansieht. Auch wir sind einander fremd, nicht wahr? Sage mir, was der Mann berührt hat! Dein Blasenleiden ist verschwunden, Herr. Was hat er berührt, er ist dreißig Fuß von mir entfernt? Er hat den Hohenpriester berührt, der Mitgefühl mit unseren Schwachheiten hat.

319.   Der Mann, der neben dir sitzt, betet ebenfalls. Er betet: "Herr, laß mich der nächste sein." Das hat er gerade jetzt ausgesprochen. Das stimmt. Wie könnte ich wissen, worum du betest! Er beantwortet Gebete. Du betest für deinen Bruch. Du hast einen Bruch. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Gut, wenn du von ganzem Herzen glaubst, wird die Sache heilen.

320.   Ich fordere euch zum Glauben auf. Glaubet im Namen Jesu Christi. Oh, welch ein Gefühl. Er ist hier. Jawohl. Laß es jetzt geschehen. Jetzt werdet ihr sehen, wer der Herr ist. Er ist der Herr. Was wollen jetzt die Gottesleugner und Ungläubigen noch sagen? Der Herr Jesus Christus hat es euch bewiesen, daß wir jetzt in der Endzeit leben. Sein Geist ist auf mir. Er ist es, nicht ich. Ich kenne euch nicht. Er ist es. Glaubet nur von ganzem Herzen.

321.   Ich glaube, dieser Mann war als nächstes dran. Ich muß acht geben, wie es weiter geht. Dich kenne ich nicht. Wenn Gott mir offenbaren wird, weshalb du hier bist, wirst du mir glauben, Sein Prophet, Sein Knecht zu sein? Du bist eine tapfere Person. Du stehst hier für jemand anders, mit dem du zur Gemeinde gehst. Es handelt sich um Magengeschwüre. Du bist nicht von hier. Dies ist nicht dein Zuhause. Du kommst von weit her. Glaubst du, daß Er mir sagen kann woher? Aus Missouri. Das stimmt genau, Herr Friels. Wenn du jetzt von ganzem Herzen glaubst, kannst du gesund nach Hause gehen. Auch all die anderen Dinge, um die du bittest, kannst du haben. Gehe und glaube dem Herrn Jesus Christus.

322.   Glaubst du? Es scheint als müßte ich dich kennen. Irgendwo habe ich dich gesehen. Oh, ich weiß, wo du warst. Ich bin nicht außer mir, es ist die Salbung. Du wurdest schon einmal in Louisville, Kentucky geheilt. Auch deine Schwester wurde geheilt. Du bist die Tochter von Schwester Hupp. Das stimmt. Glaubst du von ganzem Herzen, geheilt zu werden wie deine Schwester. Empfange es! Gehe nach Hause. Jesus Christus macht dich gesund.

323.   Bruder, glaube, daß deine Nervosität für immer weg ist. Gehe nach Hause und sage: "Ich danke Dir, Herr Jesus. Ich gehe gesund nach Hause." Er wird es tun.

324.   Glaubst du von ganzem Herzen, Herr? Wenn ich jetzt käme und dir die Hände auflegen würde mit dieser Salbung, dann würdest du glauben, daß es mit dir geschehen würde. Ich komme und tue es im Namen Jesu Christi. Du bist sehr, sehr krank und wirst sterben. Nichts kann für dich getan werden, sonst hätten sie es getan. Absolut. Das stimmt. So gewiß die Welt steht, wirst du sterben. Warum glaubst du Ihm nicht von ganzem Herzen? O Gott, gewähre es! Er hat mein Gebet gehört im Namen Jesu. Gott gewähre es.

325   
"Gehe nicht vorbei, o Heiland."
Erhebt jetzt eure Hände. Erhebt sie. Mit der Salbung des Heiligen Geistes werde ich meine Hände auf die Menschen legen. Die Bibel sagt: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben."

326.   Laßt uns jetzt über diesen Taschentüchern beten. Unser himmlischer Vater, man nahm Schweißtücher vom Leibe des Paulus, und es steht geschrieben, daß die unreinen Geister sie verließen. Wir erkennen, daß wir nicht ein Paulus sind, doch wir wissen, daß Du derselbe Jesus bist, daß Du heute lebst wie in den Tagen des Paulus. Ich bete für diese Fürbitten, Herr, die diese Taschentücher repräsentieren. Kleine Tücher und Taschentücher und kleine Kinderschuhe. O Gott, ich bete, daß Du es gewährst.

227.   Uns wird gelehrt, daß die Feuersäule vor Israel herging, als sie auf dem Wege zum verheißenen Land waren. Ein Prophet repräsentierte sie vor Gott hier auf Erden. Dieser Prophet führte sie durch das Rote Meer und schnitt den Weg hinter ihnen ab. Als sie auf ihrem Wege waren, stellte sich ihnen etwas entgegen, obwohl sie nur ihre Pflicht erfüllten. Gott schaute vom Himmel herab durch die Feuersäule. Das Meer erschrak und wich zurück. Ein Weg wurde für Israel gebahnt. Sie gingen hindurch auf das verheißene Land zu.

228.   Oh Gott, wenn diese Taschentücher auf die Kranken und Leidenden gelegt werden - Satan hat sich ihnen in den Weg gestellt, er behindert sie auf ihrem rechtmäßigen Pfad -, möge die Kraft, die unseren Herrn auferweckt hat, die jetzt gegenwärtig ist, über diese Taschentücher kommen. Wenn sie die Kranken berühren, soll der Teufel erschrecken, während Gott herabsieht durch das Blut Jesu Christi. Mögen sie alle geheilt sein, denn sie befinden sich auf dem rechtmäßigen Weg. Gewähre es, Herr. Wir danken Dir. Deine Gegenwart ist hier. O, diese herrliche Salbung des Heiligen Geistes erschüttert uns als sterbliche Wesen, Herr. Wie danken wir Dir für Deine Güte. Segne sie jetzt in Jesu Namen.

229.   Alle Anwesenden, mit euren Häuptern gebeugt, ich bitte euch, beuget auch eure Herzen. Was könnte Gott noch tun, um euch wissen zu lassen, daß Er hier ist? Nehmt mein Wort! Die Salbung ist so gewaltig hier, daß mir fast schwindlig wird. Ich bin kein Fanatiker. Ihr wißt es. Ich gebe mich auch keiner Illusion hin. Ich sage euch nur die Wahrheit. Es ist schriftgemäß. Das Licht hat sich überall verbreitet. Es sieht aus, als ob es überall ist. Wir sind in solch einer großen Not. Glaubet mir!

330.   Die Bibel sagt in Markus 16: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben!" Ihr Gläubigen, die ihr hier seid, sagt Amen! [Die Versammlung sagt: "Amen!"] "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben!" Damit ihr wißt, daß nicht ich es bin, sondern daß ihr genauso mit einbegriffen seid, wie ich es bin. Dieses ist nur eine Gabe Gottes, die Ihn offenbart und die Dinge kundtut. Ich fordere euch alle auf, ist je etwas durch all die Jahre gesagt worden, ohne daß es genauso geschehen wäre? Jedes Mal war es vollkommen wahr. Es muß so sein, denn es ist Gott. Schaut nicht nur halbwegs hinüber, erwartet etwas von dort drüben. Seht, Er ist gerade jetzt hier.

331.   Wenn ihr gläubig seid, legt eure Hand auf jemand neben euch, und auch sie werden ihre Hand auf euch legen. Betet nicht für euch selbst, betet für sie, denn auch sie werden für euch beten. Auf daß ihr es erkennt, und ich versichere euch, wenn ihr dieses tut, werdet ihr sehen, daß niemand mehr auf einer Tragbahre liegt. Ihr seid hier gewesen, als die Leute auf Tragbahren hier lagen, Verkrüppelte, Gelähmte, Blinde usw. Jedes Mal hat Er sich um alle gekümmert. So wie ihr in der Gemeinde betet, als Methodisten, Baptisten, Pfingstler, so betet jetzt hier. Was immer ihr seid, betet! Betet für die Person, auf die ihr eure Hände gelegt habt. Glaubet dabei.

332.   Denkt daran! Die Bibel sagt: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben... Wenn sie ihre Hände auf die Kranken legen, wird es besser werden mit ihnen." Betet jetzt für jeden Einzelnen, und ich werde für euch alle beten hier auf der Plattform. Jeder tue es auf seine Art.

333.   Unser himmlischer Vater, wir kommen um Deiner Barmherzigkeit willen zu Dir. Wir kommen nicht im eigenen Namen. Dafür haben wir keine Verheißung, doch durch Deinen geliebten Sohn ist uns die Verheißung gegeben worden: was immer ihr den Vater in Meinem Namen bittet, werde Ich tun. Das ist es. Das war Deine Verheißung. Vater, ich bete jetzt, daß Du Dich unter diesen Gläubigen kundtust. Sie legen untereinander ihre Hände auf und wir nahen uns jetzt dem Throne Gottes und bringen sie vor Dich. In Mark. 11, 23 steht: "Wenn ihr zu diesem Berge sprecht, entferne dich, und in eurem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, daß das, was ihr gesagt habt, erfüllt wird, so soll es geschehen."

334.   Nun Vater, aufgrund der Anordnung Deines Wortes habe ich es angenommen, was immer andere auch sagen mögen. Ich habe so geglaubt wie es geschrieben steht. Uns wurde gesagt, daß keine eigene Deutung zulässig ist, sondern wir müssen es nehmen, wie es geschrieben steht. Wenn Du uns gemäß diesem Buch richten wirst, dann hast Du dafür gesorgt, daß es uns in rechter Weise übergeben wurde. Denn danach werden wir gerichtet. Vater, ich glaube von ganzem Herzen, hinaus über die Gabe des Geistes der Weissagung, daß Du es kundtust. Aus diesem Grunde weiß ich, daß Du es bist, denn es stimmt immer genau mit der Schrift überein. Herr, wir kommen jetzt und danken Dir dafür. Salbe uns jetzt, denn wir nahen uns dem Gebiet des Feindes.

335.   Satan, du bist ein besiegtes Wesen. Du hast keine Kraft. Der Sohn Gottes hat dir die Macht entrissen, entblößte dich völlig und nahm dir auf Golgatha alles ab, was du hattest. Er hat unter Beweis gestellt, daß Er mit uns ist durch Seine Auferstehung. Und wie denen zu Emmaus ist Er uns an diesem Morgen erschienen und hat dieselben Dinge getan, die Er vor Seiner Kreuzigung tat. Deshalb wissen wir, daß Er von den Toten auferstanden ist. Satan, wir kommen gegen dich in Seinem Namen, in dem Namen Jesu mit der Kraft Christi. Du bist besiegt, du bist nichts als eine Täuschung. Wenn wir deine Täuschung annehmen würden, würdest du uns vorzeitig töten. Das kannst du nicht. Wir kommen und geben dir die Herausforderung auf Grund des Wortes Gottes durch das stellvertretende Leiden Jesu. Wir besiegen deine Täuschung. Satan, wir fordern dich heraus. Wir sind hinter jedem Schaf her. Es soll dir ergehen wie dem Löwen, den David erschlug. Wir kommen, um das Schaf zu guter Gesundheit und Stärke zurückzubringen. Gib sie frei im Namen Jesu Christi. Verlasse diesen Ort und diese Menschen, Satan! Wir widerstehen dir im Namen Jesu Christi. Laß sie frei! Im Namen Christi bringen wir sie an diesem Morgen zum Thron des Vaters zurück in Gesundheit und Kraft durch den Namen Jesu Christi.

336.   Alle, die ihr glaubt, daß das Gebet des Glaubens gebetet wurde, ihr habt eure Hände auf jemand gelegt, ihr habt geglaubt, daß Christus sie geheilt hat, und ihr glaubt, daß ihr geheilt seid, weil jemand für euch gebetet hat. Ihr nehmt es jetzt an, daß ihr geheilt seid. Ich gebe nichts darum, wie verkrüppelt ihr seid, wie blind, wie taub, was immer ihr haben mögt, wie schwach, wie krank ihr seid, steht jetzt auf im Namen Jesu Christi und nehmt es an. Amen. Steht überall auf, ganz gleich, was ihr hattet. Steht jetzt auf. Erhebt eure Hände und preiset Gott jetzt für Seine Güte."