"Dinge, die kommen werden"

vom 05.12.65 , Rialto, Kalifornien, USA,

gepredigt von

Br. William Marrion Branham

 

 

1    Bruder Boone und ihr, die ihr hier zusammengekommen seid: es ist wirklich ein großes Vorrecht für mich, wieder einmal in San Bernardino zu sein. Dieser Ort birgt viele herrliche Erinnerungen an vergangene Zeiten. Wenn man hört, daß der letzte Besuch hier immer noch lebendigen Einfluß hat, freut man sich, daß der Herr uns vor Jahren hierher führte. Als ich vorhin dort auf dem Parkplatz im Auto saß, versuchte ich, mir eine der Begebenheiten, die geschehen sind, ins Gedächtnis zurückzurufen. Mrs. Isaacson war dort, die auf meinem Feldzug in Finnland meine Übersetzerin gewesen war. Sie kam an mein Auto, als ich gerade im Begriff war, auszusteigen. Sie sagte: "Du bist die Stimme Finnlands." Ich fragte mich, ob Frau Isaacson wohl in dieser Gegend wohnt. Ich weiß es nicht. Ist Frau May Isaacson vielleicht heute Abend anwesend? Sie kommt aus Finnland.
3    Noch etwas Außergewöhnliches fiel mir wieder ein. Es betraf eine Kellnerin in dem Restaurant hier in der Nähe, wo ich gegessen habe. Es heißt "Antiers Hotel", glaube ich. Ich betete mit der Dame. Sie war eine nette Dame, aber keine Christin. Ich lud sie zur Versammlung ein. Sie hatte eine Fehlgeburt gehabt und lebte wohl von ihrem Mann getrennt. Ich betete darum, daß sie sich mit ihrem Mann versöhnt und daß sie wieder zusammenkommen. Mich würde interessieren, ob diese Dame anwesend ist.
   Eine weitere Begebenheit war, daß man ein Baby von weit her brachte. Die Entfernung betrug fast eine Tagesreise. Es war gestorben und lag in den Armen der Mutter. Es wurde wieder zum Leben erweckt. Sind die Betreffenden anwesend? Sie kamen aus dem Nachbarstaat im Norden. Die Mutter und der Vater waren die ganze Nacht durchgefahren. Die Mutter saß traurig da und hielt das kleine tote Kind. Ich dachte: "Welch ein Glaube! Selbst wenn ich der größte Heuchler der Welt wäre, würde Gott den Glauben dieser Mutter belohnen." Als ich das Kind in meinen Händen hielt und betete, spürte ich, wie es warm wurde, sich zu bewegen begann und die Augen öffnete. Dann gab ich es der Mutter zurück. Sie kamen von irgendwoher. Ich glaube nicht, daß sie Pfingstler waren. Vielleicht gehörten sie zu einer Gemeinde, doch ich weiß nicht einmal, ob sie Christen waren. Ich habe sie nicht danach gefragt. Ich freute mich einfach darüber, daß dieses kleine Kind wieder zum Leben erweckt wurde.
5    Seitdem ist viel Wasser den Fluß hinuntergeflossen, Bruder Boone. Doch wir dienen immer noch demselben Gott, welcher derselbe bleibt, gestern, heute und in Ewigkeit. Als ich mich umschaute, sah ich Bruder Leroy Kopp hier sitzen. Es ist das erste Mal seit langer Zeit, daß ich ihn wiedersehe. [Bruder Branham spricht mit Bruder Kopp - d. Üb.] Du heißt Paul, richtig. Dein Vater hieß Leroy. Das ist russisch. Ich weiß, daß dieser tapfere Soldat, wenn er hier ist, im Dienst des Königs hier ist. Ich bin glücklich, hier zu sein und auch darüber, daß dieser junge Prediger sagte, er sei durch den Dienst, als ich das letzte Mal hier war, inspiriert worden. Das ist einfach überwältigend.
   Ich hoffe, daß wir allem nachkommen können, denn ich weiß, wir haben nicht all zuviel Zeit. Einige müssen stehen, deshalb werden wir uns kurz fassen.
Wir erinnern uns noch an jene gewaltigen Heilungsgottesdienste.
   Soweit mir bekannt ist, hält ein Bruder hier in der Umgebung gerade Heilungsversammlungen. Es ist Bruder Leroy Jenkins. Ich meine, das stimmt. Dafür bin ich dankbar und bin voller Zuversicht, daß der Herr ihn segnet und ihm außergewöhnlich gute Gottesdienste schenkt.
6    Es ist mir eine Ehre, daß ich heute Abend in eine Gemeinde wie diese kommen durfte. In einem Kirchengebäude fühle ich mich immer wohler als in den Auditorien. Ich habe nichts gegen die Auditorien, doch, wißt ihr, es mag zwar abergläubisch klingen, doch mir scheint es eine Wahrheit zu sein: In den Auditorien finden ja verschiedene Veranstaltungen wie Wettkämpfe und Aufführungen statt, es geht alles mögliche vor sich, und es scheint, daß sich an solchen Orten böse Geister aufhalten. Das mag sich abergläubisch anhören, doch dem ist nicht so. Wenn man in die Kapelle einer wirklich geistlichen Gemeinschaft kommt, empfindet man eine wesentlich größere Freiheit. Das ist auch hier der Fall. Die Gegenwart Gottes ist da. Es ist eben doch ganz anders. Ich weiß nicht, was für eine Bedeutung das Gebäude dabei hat, doch es ist der Ort, wo die Menschen sich versammeln. Natürlich wären es an dem anderen Ort die gleichen Menschen, doch es sind böse Stätten. Vielleicht denke nur ich so. Doch ich bin froh, heute Abend hier zu sein.
7    Wegen derjenigen, die stehen, wollen wir euch nicht allzu lange festhalten. Morgen Abend werden wir in einem anderen Gebäude sein. Ich weiß nicht einmal genau, wo es ist. Es ist das "Orange Show Auditorium" und soll hier in der Nähe sein. Dort findet morgen Abend der Gottesdienst statt. Dies ist eine Reise, auf der ich für die Geschäftsleute des vollen Evangeliums spreche. Ich hatte das Vorrecht, auf der ganzen Welt in ihren Veranstaltungen zu sprechen. Hierher hat mich ein sehr teurer Freund eingeladen. Wir sind froh, heute Abend in der Versammlung zu sein.
   Wir sind im Begriff, die Bibel aufzuschlagen. Jeder, der physische Kraft hat, kann sie so öffnen, doch nur der Heilige Geist kann uns das Wort aufschließen, uns das Verständnis dafür öffnen und uns die Schrift offenbaren. Ich glaube an das, was die Bibel sagt. Ich glaube, daß es Gottes Wort ist. Ich glaube ebenfalls, daß die Menschen auf Erden eines Tages nach diesem Wort gerichtet werden. Dies mag sich sonderbar anhören, denn es gibt viele, die anderer Ansicht sind.
9    Vor kurzem sprach ich mit einem meiner treuen Freunde, der Katholik ist, und er meinte: "Gott wird die Welt durch die katholische Kirche richten." Wenn das so wäre: durch welche katholische Kirche denn? Wenn Er sie durch die Methodisten richtet, was geschieht dann mit den Baptisten? Wenn Er sie durch eine richtet, sind die anderen verloren. Es gibt hierin zu viel Verwirrung. Wir müssen die Bibel nehmen, um die richtige Antwort zu finden. Darin steht, daß Gott die Welt durch Jesus Christus richten wird, und Er ist das Wort. Joh. 1 sagt: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. In Hebräer 13, 8 steht, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Ich glaube, daß dies die Wahrheit ist.
10    Ich glaube, daß Gott von Anfang an der unendliche Gott war. ER ist unendlich; wir sind begrenzt. Seine Gedanken sind so viel höher, daß wir mit unserem begrenzten Verstand Seine große, unendliche Weisheit nicht begreifen können. Deshalb mag es uns sehr befremdend vorkommen, wenn Er in der Schrift etwas Bestimmtes sagt. Aber trotzdem wird es geschehen. Ich glaube, daß Sein Wort nie vergehen wird. Ich glaube auch, daß Gott deshalb, weil Er wußte, daß wir mit unserem kleinen, begrenzten Verstand Seine großen Gedanken nicht verstehen können, Sein Wort selbst auslegt. ER benötigt keinen Ausleger. ER legt Sein Wort selbst aus, indem Er das Wort in der dafür bestimmten Zeit bestätigt.
11    Ich glaube, daß Gott von Anfang an so wirkte. Noah hatte das Wort, Seine Botschaft, für jene Zeit. Dann kam Mose. Mose hätte nicht das Wort Noahs anwenden können. Er hätte kein Schiff bauen und sie auf dem Nil aus Ägypten in das verheißene Land bringen können. Seine Botschaft wiederum hätte in den Tagen Noahs nichts ausgerichtet. Es war der Teil des Wortes Gottes, den Mose brachte, der als Wahrheit bestätigt wurde. Jesus hätte nicht mit dem Wort Moses auftreten können. Luther konnte nicht das Wort der katholischen Kirche beibehalten. Wesley konnte nicht mit dem Wort Luthers fortfahren. Die Pfingstler konnten nicht das Wort der Methodisten bringen. Seht, die Gemeinde befindet sich im Wachstum. Jedem Zeitalter ist hier in der Schrift etwas zugeteilt. Gott offenbart Sein Wort durch den Heiligen Geist, indem Er es verwirklicht und selbst bestätigt. Dadurch zeigt Er, daß es Sein Wort ist, das sich zu der Zeit erfüllt, für die es verheißen wurde.
12    Das sagte auch Jesus. ER sprach: "Wenn ihr Mir nicht glauben könnt, so glaubt doch den Werken, die Ich tue.", denn sie bezeugten, wer Er war. Sie hätten die Schrift kennen müssen. Doch als Er kam, war es so seltsam, so eigenartig, daß die Menschen Ihm nicht glauben wollten, sondern dachten, daß Er, der Er doch nur ein Mensch sei, sich selbst zu Gott macht. ER war Gott in Menschengestalt! "Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber." Niemand konnte diese Werke tun, es sei denn, Gott war mit ihm. Wir wissen, daß Nikodemus das gesagt hat. Der Hohe Rat glaubte das.
   Wir wissen, daß das Wort von Ihm gesprochen hatte. Wenn sie doch nur das Wort gekannt hätten! ER sprach: "Wenn ihr Mose kennen würdet, dann hättet ihr auch Mich erkannt, denn Mose hat von Mir geschrieben." Wenn sie die Schrift aufgeschlagen und nachgelesen hätten, was der Messias tun sollte, dann hätten sie Ihn aufgrund der Bestätigung erkannt, nämlich daran, daß Gott durch Christus die Welt mit sich selbst versöhnte und all die Verheißungen erfüllte, die vom Messias geschrieben standen; was Er tun sollte. Jesus legte Zeugnis von diesem Wort ab, indem Er das Wort für jenen Tag zum Leben brachte. Ich glaube, daß wir heute in derselben Sache leben: Gott legt Zeugnis ab von Seinem Wort, indem Er das bestätigt, was Er vorhergesagt hat.
14    Wir wissen: Dies ist der Tag des Heils, an dem Gott die Menschen aus der Welt, aus einem Leben der Sünde zu einem Leben des Dienstes herausruft. An dem Tag, an dem Gott Seinen Geist von oben ausgießt, begleiten große Wunder und Zeichen den Dienst dieses Tages. Das geschieht, wenn der Früh- und der Spätregen zugleich fallen. Wir wissen, daß große Wunder und Zeichen geschehen sollen, die von vielen Denominationen abgelehnt werden. Doch ich bin sehr dankbar für diese offenen Türen, in die ich hineingehen durfte, wodurch Menschen wie dieser junge Pastor hier Ansporn bekommen haben. Ich werde ja älter und weiß, daß meine Tage gezählt sind. Ich weiß aber auch, daß diese jungen Männer die Botschaft nehmen und sie bis zum Kommen des Herrn weitertragen können, wenn Er in meiner Generation nicht mehr kommt, obwohl ich hoffe, Ihn noch zu sehen. Ich erwarte Ihn täglich, wache und halte mich für diese Stunde bereit.
15    Wir wollen jetzt zu dem Autoren sprechen, bevor wir aus Seinem Buch lesen, und unsere Häupter dazu neigen. Himmlischer Vater, wir sind Dir dankbar, daß wir heute Abend am Leben sind und in diese schöne Stadt zurückkehren durften. Von hier aus sehen wir das Panorama der schneebedeckten Berge und gleichzeitig die blühenden Orangenbäume. Was für eine herrliche Welt hast Du uns gegeben, um darin zu leben! Wenn wir sehen, wie die Menschen sie zerstört und was sie getan haben, schämen wir uns, Vater. Wir sind heute Abend hier, weil wir uns bemühen wollen, die Menschen dahin zu bringen, das Große, was Gott getan hat, zu erkennen und daß sie wissen, daß im Jenseits noch etwas viel Größeres ist. Mögen wir heute Abend darauf blicken, Vater, während wir uns Deinem Wort zuwenden und darin lesen. Wir können es lesen, Vater, doch möge der Heilige Geist es uns durch Offenbarung kundtun. Das bitten wir im Namen Jesus. Amen.
16    Vielleicht möchte sich jemand Notizen machen oder die Schriftstellen mitlesen, wenn der Prediger sie vorliest, wie es ja üblich ist. Vor Jahren brauchte ich mir die Schriftstellen nicht aufzuschreiben. Doch seit dem bin ich ein wenig älter geworden. Seit ich kürzlich die Fünfundzwanzig überschritten habe - nämlich vor fünfundzwanzig Jahren -, geht das nicht mehr so gut. Dennoch versuche ich, an allem festzuhalten und alles zu tun, was Er in Seinem Wort gesagt hat und wie ich es weiß, bis Er mich ruft.
17    Laßt uns Johannes 14 aufschlagen. Es ist eine sehr bekannte Schriftstelle, die wir heute Abend lesen und dessen Zusammenhänge wir aufzeigen möchten, so der Herr will. Fast jeder kennt sie. Oft wird sie sogar bei Beerdigungen gelesen. Wenn ich je eine Beerdigungsrede halten möchte, dann dieser Welt. Sie soll sterben und wiedergeboren werden. Wir lesen aus Johannes 14:1-7. Das habe ich mir angezeichnet.

   Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf Mich!
   In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte Ich es euch gesagt; denn Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten;
   und wenn Ich hingegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme Ich wieder und werde euch zu Mir nehmen, damit da, wo Ich bin, auch ihr seid.
   Und wohin Ich gehe: - den Weg dahin kennt ihr."
   Da sagte Thomas zu Ihm: "Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst: wie sollten wir da den Weg kennen?"
   Jesus antwortete ihm: "ICH bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich.
   Wenn ihr Mich erkannt hättet, würdet ihr auch Meinen Vater kennen; von jetzt an kennt ihr Ihn und habt Ihn gesehen.

   Möge der Herr Seine Segnungen dem Lesen Seines Wortes hinzufügen. Wir werden immer wieder darauf Bezug nehmen, denn wir wollen eine kleine Lektion für die Gemeinde halten.
18    Gestern Abend war ich in Yuma. Arizona ist jetzt mein Zuhause. Als ich das letzte Mal hier war, wohnte ich noch in Jeffersonville, Indiana. In Arizona befinde ich mich, weil ich aufgrund einer Vision vor einigen Jahren dorthin gesandt wurde. Dort wohnen wir jetzt. Ich habe dort keine Gemeinde. Bruder Green, unser Bruder, der mit uns ist, hat begonnen, dort in einer Kapelle, die vorher den Assemblies of God gehörte, Versammlungen zu halten. Sie haben sich zusammengeschlossen, sind wohl zu Bruder Brock und Bruder Gilmore gegangen, und ließen eine Kapelle leer zurück. Bruder Pearry Green aus Texas zog dorthin und übernahm das Gebäude. Er ist einer unserer Mitarbeiter. Wir sind froh zu wissen, daß Bruder Green das Gebäude, das geschlossen war, wieder geöffnet hat.
19    Gestern Abend sprach ich in Yuma bei den christlichen Geschäftsleuten über das Thema Die Entrückung. Es war vielleicht ein eigenartiges Thema für ein Bankett, doch fast alle der Anwesenden waren Christen. So ist es ja bei diesen Feldzügen und in den Gemeinden. Wenn ich frage: "Wie viele von euch sind Christen?", dann heben womöglich alle ihre Hand. Ihr seid Christen. Ich meine, wir sollten vorher wissen, ob wir Christen sind. Dann brauchen wir nicht zu raten, sondern kennen unseren Bestimmungsort.
   Darüber möchte ich heute Abend sprechen. Das Thema lautet: Dinge, die sein werden. Gestern Abend sprach ich über Die Entrückung, heute Abend möchte ich über dieses Thema sprechen und mit der Botschaft von gestern Abend verbinden. Die Entrückung wird stattfinden. Das wissen wir. Sie liegt noch in der Zukunft.
21    Jesus spricht hier darüber. ER ist vorausgegangen, um uns eine Stätte zu bereiten. "Euer Herz erschrecke nicht!" ER sprach zu den Juden und sagte: "Ihr glaubt an Gott, glaubt doch auch an Mich. Wie ihr an Gott glaubt, so glaubt an Mich, denn Ich bin der Sohn Gottes." In anderen Worten: "ICH und der Vater bin eins. Mein Vater wohnt in Mir. Was ihr Mich tun seht, geschieht nicht durch Mich, sondern Mein Vater, der in Mir wohnt, tut die Werke." Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber.
22    Für die Juden, die seit Generationen so gelehrt wurden, war es leicht, an einen großen, übernatürlichen Gott zu glauben. Doch zu fassen, daß dieser Gott herabgekommen ist und sich in der Person Seines Sohnes Jesus Christus kundtut - daß Gott in einem Fleischesleib wohnen sollte, das zu begreifen war ein wenig zuviel für sie. Doch Er sprach: "Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an Mich. In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen, und Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten." Das Leben Jesu auf Erden ging seinem Ende zu. ER hatte den Menschen gezeigt und durch große Zeichen und Wunder bewiesen, daß Er Jehova war, der sich im Fleisch offenbart. ER bezog sich auch auf die Bibel und bewies, daß sie auf Ihn hingewiesen hat. ER bewies, daß Er Gott war, der sich kundtat.
   Nun wollte Er sagen: "Wenn ihr seht, daß Mein Leben jetzt zu Ende geht, dann endet es zu einem Zweck. ICH gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten, damit da, wo Ich bin, auch ihr sein werdet." Damit sagte Jesus Seinen Jüngern, daß Sein Leben mit dem Tod nicht enden wird.
23    Ich sagte ja vorhin, daß dies ein Text für eine Beerdigung ist. Denkt daran: Der Tod ist direkt vor uns. Wir wissen nicht, ob wir der nächste sein werden. Vielleicht ist jemand im Gebäude, der nicht mehr lebendig - in diesem physischen Leben von hier gehen wird. So ungewiß ist es! In fünf Minuten könnte ein kerngesunder junger Mensch, der hier im Gebäude ist, eine Leiche sein. In fünf Minuten! Das ist wahr. Genauso könnte ein jeder von uns in fünf Minuten in der Herrlichkeit sein. Wir wissen es nicht. Es ist in den Händen Gottes. Jesus sagte, daß Er selber Zeit und Stunde nicht kennt. Es liegt allein in der Hand des Vaters.
   Doch Er sagte ihnen, daß es ein Leben nach dem Tod gibt, denn Er sprach: "ICH gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten, und dann werde Ich euch zu Mir nehmen." Es zeigt, daß es, nachdem dieses Leben zu Ende ist, ein Weiterleben gibt. Welch ein Trost sollte es uns sein, zu wissen, daß es, nachdem dieses Leben vorüber ist, ein Leben gibt, in das wir hinübergehen. Je älter man wird, desto mehr wird es für einen Realität. Wenn ihr seht, daß die Tage eures Lebens sich dem Ende nahen, und es geht auf das Ende zu, dann bereitet ihr euch auf dieses große Ereignis vor. Es ist die Fortsetzung dieses Lebens in einer anderen Welt, an einem anderen Ort.
25    Eure irdische Geburt war schon im voraus geplant. Ich nehme an, daß ihr das glaubt. Jeder von euch weiß, daß unsere Geburt im voraus geplant war. Habt ihr gewußt, daß euer Dasein nicht einfach aus einem Gedanken oder einem Mythos kommt? Alles, was ihr seht, wurde von Gott schon vor Grundlegung der Welt im voraus geplant. Der unendliche Gott wußte alles. Weil Er unendlich war, wußte Er um jede Fliege, die je auf Erden sein würde, und wie oft sie blinzeln würde. Das bedeutet, unendlich zu sein. Unsere winzigen Gedanken können nicht verstehen, was unendlich zu sein bedeutet. Der unendliche Gott. ER wußte alle Dinge. Deshalb ist nichts aus der Fassung.
   Wenn wir das Wort Gottes kennen, wissen wir, in was für einer Zeit wir leben. Wir wissen, in was für einer Stunde wir leben. Wir wissen, was vor uns liegt. Wir wissen, was hinter uns liegt. Das Buch Gottes ist die Offenbarung Jesu Christi. Seine Werke, die während der Zeitalter geschehen sollten, und ebenfalls Seine Verheißungen für die Zukunft stehen in dem Buch der Offenbarung. Alle Seine Verheißungen sind wahr. Gott kann nicht ein einziges Wort aussprechen, ohne daß es bestätigt wird. Jedes Wort, das Er sagt, muß sich erfüllen.
27    Vor Grundlegung der Welt wurde alles festgelegt. Manche Menschen bringen das durcheinander, was in 1.Mose geschrieben steht, und sagen: "Gott wiederholte sich." Nein, es kommt nur daher, weil ihr es nicht versteht. Am Anfang sprach Gott: "Es werde! Es werde! Es werde!" Die Welt befand sich in einem dunklen Chaos. Als Er aussprach: "Es werde Licht!", hätten noch Hunderte von Jahren vergehen können, bevor das Licht hervorgekommen wäre. Doch wenn Er es ausgesprochen hat, muß es geschehen. Es muß so sein! ER sprach Sein Wort. Der Same befand sich unter den Wassern. Als Er die Erde trocken werden ließ, kamen die Samen hervor. Was Er ausspricht, muß geschehen.
   ER sprach durch die Propheten. Ich habe mich gestern Abend darauf bezogen. Zum Beispiel sagte Er durch Jesaja: "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden.' Wer kann sich vorstellen, daß ein Mann, der bei den Menschen angesehen war, solch ein Wort ausspricht: "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden."? Doch er war ein Prophet. Ein Prophet strahlt Gott wider. Er ist so gestaltet, daß er nicht seine eigenen Worte aussprechen kann. Es müssen die Worte Gottes sein, die er ausspricht. Er ist wie ein Reflektor. Er ist der Mund Gottes. Deshalb sagte er: "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden." Wahrscheinlich konnte er es selbst nicht verstehen. Gott aber sprach es durch ihn aus, weil Er verheißen hat, nichts zu tun, es sei denn, Er offenbart es Seinen Knechten, den Propheten. Als er es aussprach, dauerte es noch achthundert Jahre, bis es geschah, doch es mußte erfüllt werden. Schließlich fielen diese Worte Gottes in den Schoß einer Jungfrau und wurden dort verankert. Sie empfing und brachte Immanuel hervor. "Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns geschenkt worden. Sein Name lautet 'Wunderrat, Heldengott, Ewigvater, Friedefürst'." Es mußte so sein, denn Gott hatte es durch den Mund Seines Propheten ausgesprochen.
   Alle Worte Gottes müssen erfüllt werden. Deshalb wissen wir, daß Jesus hingegangen ist, eine Stätte zu bereiten, um Sein Volk zu sich zu nehmen. Wer sind diese Menschen? Ich hoffe, daß wir heute Abend ein Teil davon sind. Wenn es noch nicht so ist, meine Freunde, dann hat Gott einen Weg, die Voraussetzung dafür, daß ihr mit eingeschlossen werdet, wenn ihr es nur möchtet. Ihr habt einen freien Willen; ihr könnt handeln, wie ihr wollt.
29    Beachtet nun, wie es in der zukünftigen Welt sein wird. Es wird eine andere Welt sein. Es ist so, wie ich von eurer irdischen Geburt sagte. Ihr wart vorherbestimmt. Gott wußte, daß ihr hier sein würdet. Sogar Dinge, die eure Eltern getan haben, werden von Geschlecht zu Geschlecht heimgesucht. Die Menschen glauben das nicht, doch es ist so.
   Es steht wohl in Hebräer 7, wo Paulus, wie ich glaube, von einem großen Ereignis schreibt. Es geht dabei um Abraham, der dem Melchisedek den Zehnten gab, als er von der Besiegung der Könige zurückkehrte. Er sagte hier, daß Levi damals noch in den Lenden Abrahams war, als dieser nach der Besiegung der Könige dem Melchisedek begegnete. Er bezieht auch Levi, der noch in den Lenden Abrahams, seines Urgroßvaters war, mit ein, daß er damals ebenfalls schon den Zehnten entrichtet hat. Genauso sucht Er die Verschuldung der Menschen an den Kindern heim, von Geschlecht zu Geschlecht, bei denen, die Sein Wort nicht halten.
31    Seht, ihr wart alle schon im voraus von Gott geplant. Bei Gott geschieht nichts aus Zufall. ER weiß alles. Es ist alles im voraus, schon viele Generationen vorher geplant worden, so daß ihr heute hier sein könnt. Habt ihr das gewußt? Bedenkt nur, daß ihr einmal - ich möchte das wiederholen - daß ihr einmal als Gen in eurem Vater wart! Zu der Zeit kannte er euch noch nicht, und auch ihr kanntet ihn damals noch nicht. Dann aber wurdet ihr durch die Ehe in den Schoß eurer Mutter gebettet, und ihr wurdet zu einem Menschen, der im Bild seines Vaters gestaltet ist. Dadurch habt ihr Gemeinschaft.
32    Die einzige Möglichkeit, wie ihr zu einem Sohn oder einer Tochter Gottes werden könnt, ist, daß ihr ewiges Leben habt. Es gibt nur eine Art ewiges Leben: das ist das Leben Gottes. Die einzige Art ewiges Leben hat Gott. Um ein Sohn Gottes zu sein, müßt ihr schon immer in Ihm gewesen sein. Das Gen eures geistlichen Lebens heute Abend war schon in Gott, dem Vater, bevor es überhaupt ein Molekül gab. Ihr seid nichts anderes als das zum Ausdruck gekommene Gen des Lebens, das schon in Gott war. Jetzt seid ihr als Sohn Gottes hervorgekommen, nachdem Sein Wort in euch hineinfiel und euch dieses Zeitalter erleuchtet hat.
   Ihr bringt das Leben Gottes, das in euch ist, zum Ausdruck, denn ihr seid ein Sohn oder eine Tochter Gottes. Begreift ihr, was ich meine? Ihr sitzt heute Abend in dieser Kirche, weil es eure Pflicht ist, Gott vor dieser Nation, vor diesem Volk, vor eurer Nachbarschaft und vor all denen, mit denen ihr zusammen seid, zum Ausdruck zu bringen. Wo immer ihr euch befindet: Gott wußte, daß ihr hier sein werdet, denn ihr müßt eines Seiner Attribute sein. Ihr müßt es sein. Wenn ihr ewiges Leben empfangen habt, dann war es schon immer ewiges Leben. Schon bevor der Welt Grund gelegt wurde, wußte Gott, daß ihr hier sein werdet. Als dann das Wasserbad des Wortes über euch erging, wurdet ihr als Wesen zum Ausdruck gebracht. Jetzt habt ihr Gemeinschaft mit Gott, eurem Vater; so, wie ihr sie mit eurem irdischen Vater habt. Ihr seid Bürger des Königs, und nicht nur Bürger, sondern Kinder, Söhne und Töchter des lebendigen Gottes; wenn es so ist, daß dieses ewige Leben in euch wohnt.
32a    Wenn das so ist, dann war Jesus die offenbar gewordene Fülle der Gottheit. ER war die Fülle der Gottheit in leiblicher Gestalt. Deshalb wart ihr schon in Ihm, als Er sich hier auf Erden im Fleisch kundtat, denn Er war das Wort.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.

Das Wort wurde Fleisch, deshalb seid ihr mit Ihm gewandelt, denn ihr wart in Ihm, als Er auf Erden war. Ihr habt mit Ihm gelitten; ihr seid mit Ihm gestorben; ihr wurdet mit Ihm begraben. Jetzt seid ihr mit Ihm auferstanden und als Attribute Gottes offenbar geworden, die in himmlische Örter versetzt sind. Ihr seid bereits lebendig gemacht, zu einem neuen Leben auferweckt und in die Himmelswelt versetzt in Christus Jesus. Das bedeutet in dieser Zeit so viel, Gemeinde. Es bedeutet uns so viel, unseren Stand in Jesus Christus zu erkennen.
33    Wenn wir Attribute Gottes sind, können wir nicht von Glaubensbekenntnissen leben und auch nicht von Denominationen. Wir müssen durch das Wort leben, denn die Braut ist ein Teil des Bräutigams, wie jede Frau ein Teil ihres Mannes ist. Deshalb müssen wir diese Wortbraut sein. Was ist die Wortbraut? Die Kundwerdung dieser Stunde, die Braut; nicht eine Glaubenssatzung oder Denomination, sondern lebendige Aussprüche Gottes, lebendige Eigenschaften Gottes. Durch sie sollen der Welt in Gestalt der Braut, die in der Stunde, in der wir leben, offenbar werden soll, die Eigenschaften Gottes vor Augen geführt werden.
   Martin Luther konnte nicht die Eigenschaften zum Ausdruck bringen, die wir offenbaren, denn damals wurde erst der Anfang gemacht. Es war so, wie bei einem Weizenkorn, das in die Erde gelegt wurde und dann wieder aufersteht.
35    Wir kommen noch einmal darauf zurück. Ihr habt vielleicht das Buch gelesen, in dem sich dieser Deutsche über mich lustig macht und sagt, ich sei der fanatischste aller Fanatiker. Er war absolut gegen alles, was "göttlich" genannt wird und machte sich sogar über Gott lustig. Er schrieb: "Was ist das für ein Gott, der das Rote Meer geteilt und Sein Volk herausgeführt haben soll, dann aber die Hände in den Schoß legte, dasaß und zusehen konnte, wie all die Menschen im Mittelalter litten und starben und wie kleine Kinder von den Löwen gefressen wurden?"
   Ihr seht, der ganze Ablauf, die ganze Gemeinde ist auf göttlicher Offenbarung gebaut. Jesus sagte in Matthäus 16: "Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart, sondern Mein Vater, der im Himmel ist, hat dir dies geoffenbart." Was war es? Eine Offenbarung, wer Er war. "... und auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Seht ihr? Es geht um die Offenbarung Jesu Christi in dieser Stunde; nicht darum, was Er in anderen Zeiten war, sondern darum, was Er jetzt ist. Die Bibel bezeugt, daß die Braut zum vollen Wuchs gelangt. Wie das Weizenkorn, Christus, in den Boden fallen mußte, genauso mußte auch die Braut im Mittelalter in den Boden fallen. Jedes Korn, das in den Boden fällt, muß sterben, sonst kann es sich nicht fortpflanzen. Deshalb mußte die machtvolle Gemeinde, die Er am Pfingsttage gründete, indem Er den Heiligen Geist sandte, im Mittelalter das Märtyrertum erleiden und in den Boden fallen, damit es im Zeitalter Luthers wieder hervorkommen und bis zum vollen Bild der Braut Jesu Christi an diesem letzten Tag heranwachsen konnte.
37    Aus diesem Grund wird die Braut in der Entrückung hervorkommen. Es ist alles von Gott geplant und bewiesen. Von Anfang an kannte Er jeden Menschen, jeden Ort, wo jeder sein würde und alles darüber. Es ist alles geplant. Gott wußte, daß sie hier sein wird. ER hat es so gemacht und ist hingegangen, um uns eine Stätte zu bereiten. Wenn wir dorthin kommen, wird alles vorbereitet sein, so wie dieser Abend hier vorbereitet war, wie diese Stunde vorgesehen war.
38    Durch Sein großes Vorherwissen kann Er all diese Dinge übersehen. ER ist allgegenwärtig, weil Er allwissend ist, und allwissend, weil Er allgegenwärtig ist. ER kann nicht so wie der Wind überall auf der Erde sein, denn Er ist ein Wesen. ER ist kein Mythos; Er ist ein Wesen. ER wohnt irgendwo. ER wohnt sogar in einem Haus. ER wohnt an einem Ort, der "Himmel" heißt. ER ist deshalb allgegenwärtig, weil Er allwissend ist - weil Er alles weiß. Weil Er alle Dinge weiß, ist Er allgegenwärtig.
   Ihr seid von eurer Geburt an gewachsen. Gott wußte, daß ihr auf Erden sein werdet. Ihr wurdet geboren, kamt in diese Welt hinein, und seid von eurer Geburt bis zur Reife gewachsen. Dinge, die euch als Jungen und Mädchen in eurer Kindheit seltsam erschienen, kommen euch jetzt ganz wirklich vor. Als Kinder konntet ihr sie nicht begreifen, doch jetzt, als Erwachsene, beginnt ihr zu verstehen und festzustellen, daß alles, was geschah, richtig war. Damit bedeutet es etwas für euch.
40    Genauso ist es mit eurer geistlichen Geburt. Als "Baby", wenn ihr zum Altar kommt und euer Leben Christus übergebt, tut ihr Dinge, die ihr nicht versteht. Ihr tut sonderbare Dinge und fragt euch, warum ihr es getan habt. Doch nach einer Weile, wenn ihr heranreift, wenn ihr reife Christen geworden seid, versteht ihr es. Es ist etwas mit euch geschehen, und ihr begreift, warum ihr es tun mußtet. Eure natürliche Geburt versinnbildlicht eure geistliche. Es war alles richtig für euch. Während ihr in diesem Leben herangewachsen seid, war alles, was euch begegnet ist, genau das Richtige für euch, denn ihr seid dafür bestimmt gewesen.
   War es nicht eigenartig, daß ihr gerade an jenem Abend in die Zeltversammlung oder irgendwo in eine kleine Gemeinde an einer Straßenecke hineingestolpert seid, als der Prediger über ein bestimmtes Thema sprach und ihr am Altar niedergefallen seid? Gott wußte das schon vor Grundlegung der Welt. Es kam euch eigenartig vor, und ihr habt nicht verstanden, weshalb ihr es damals getan habt, doch jetzt versteht ihr es. Ihr wißt, was geschehen ist. Alles, was in diesem Leben geschieht, ist genau das Richtige für euch, und so wird es auch im zukünftigen Leben sein. Diese Welt und dieses Leben scheint euren Reifeprozeß zu fördern, und alles, was kommt, ist gut für euch.
41    Ich glaube nicht, daß irgend jemand nur aus Zufall hier ist. Bedenkt: Als ihr zur Welt kamt, mußte alles schon für euch vorbereitet sein. Ich kann kaum verstehen, und man kann sich nicht vorstellen, daß wir einem Gott, der all diese guten Dinge für uns vorbereitet hat, nicht volles Vertrauen entgegenbringen können. Wenn Er uns in dieses Chaos, in dem wir uns jetzt befinden, hineingebracht und für uns trotzdem die guten Dinge des Lebens hier vorbereitet hat, wie viel mehr können wir Ihm dann zutrauen, daß Er auch die zukünftigen, die ewigen Dinge vorbereiten kann! Es erscheint uns, wie ich sagte, sehr eigenartig.
42    Ich meine nicht, daß der Himmel so ist, wie es mir meine Mutter immer erzählt hat. Ich glaube, daß die Gemeinde von da herausgewachsen ist. Vor hundert oder zweihundert Jahren dachten die Menschen, daß jeder, der starb, in den Himmel kam, eine Harfe hatte, auf einer Wolke saß und dort die Harfe spielte. Sie wußten, daß es einen Ort, der "Himmel" heißt, gibt, doch sie hatten eine falsche Vorstellung davon. Wenn es so wäre, dann hätten alle Musiker einen Vorteil uns gegenüber. Solch ein Ort ist es nicht. Es geht nicht nur um das Harfespielen. Ich glaube nicht, daß die Bibel es so lehrt. Doch das war die Vorstellung, die man hatte, bevor die Fülle des Wortes durch die Öffnung der sieben Siegel hervorkam, wie es uns für dieses Zeitalter verheißen ist. Von da an verstehen wir es. Ich glaube, daß der Himmel genauso ein wirklicher Ort ist, wie dieser hier Wirklichkeit ist, denn Gott hat an diesem Ort mit unserem geistlichen Wachstum begonnen. Ich glaube, daß der Himmel ein Ort ist, der genauso wirklich ist wie dieser hier. Wir werden dort nicht einfach die Ewigkeit hindurch auf einer Wolke sitzen. Wir werden nicht nur die Harfen zupfen, sondern wir werden an einen wirklichen Ort kommen, wo wir etwas tun werden. Wir werden dort wohnen, wir werden etwas zu tun haben, wir werden uns erfreuen, wir werden leben. Denn wir gehen in ein Leben, das ein wirklich ewiges Leben ist. Wir gehen in den Himmel, in das Paradies. Adam und Eva hatten etwas zu tun, lebten, aßen und erfreuten sich im Garten Eden, ehe die Sünde hineinkam, und wir befinden uns wieder auf dem Weg dorthin. Das stimmt. Der erste Adam brachte uns durch die Sünde hinaus, der zweite Adam bringt uns durch Gerechtigkeit wieder dahin zurück. ER rechtfertigt uns und bringt uns wieder hinein.
43    Ihr, die ihr die Tonbänder bekommt, ich möchte, daß ihr euch die Botschaft über die Rechtfertigung anhört. Ihr werdet euch das Tonband mitnehmen, nicht wahr? Ich habe vor einiger Zeit darüber gesprochen.
   Seht, wie eure irdischen Eltern Vorbereitungen für euch getroffen haben, bevor ihr angekommen seid. Als sie wußten, daß ihr kommt, bereiteten sie alles für eure Ankunft vor. Die irdischen Eltern sind nur ein Sinnbild auf den himmlischen Vater. Wenn wir unseren Kindern gute Gaben zu geben verstehen; wie viel mehr kann dann unser himmlischer Vater Seinen Kindern gute Gaben geben! Diese Worte hat Jesus gesagt.
   Sie traten Vorbereitungen für eure Ankunft. Sie machten eine Wiege, Babyschühchen, Babykleidung usw. Sie trafen alle Vorbereitungen für eure Ankunft, bevor ihr auf die Welt kamt. Jesus ist hingegangen, um für unsere Ankunft dort alles vorzubereiten.
45    Gebt acht: "In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen." Ich möchte dem Worte Gottes nichts hinzufügen oder etwas davon wegnehmen, denn das dürfen wir nicht. In Offenbarung 22 steht: "Wer immer ein Wort hinzufügt und wegnimmt..." Doch laßt mich eine Bemerkung machen; nicht, um etwas hinzuzufügen, sondern nur, um einen Punkt hervorzuheben. "In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen." Ich glaube nicht, daß wir alle genau gleich aussehen werden, wenn wir in den Himmel kommen. Ich glaube nicht, daß alle blondes oder braunes Haar haben werden oder daß alle klein oder groß oder alle Riesen sein werden. Ich glaube, daß Gott ein Gott der Vielfalt ist. Die Welt ist ein Beweis dafür. ER hat große Berge und kleine Berge; Er hat Ebenen; Er hat Wüsten; Er hat verschiedene Dinge, denn Er hat alles so geschaffen, wie Er es haben wollte. ER hat die Jahreszeiten gemacht: Sommer, Winter, Frühling, Herbst. ER schuf die Jahreszeiten. Es zeigt, daß Er ein Gott der Vielfalt ist. Auch ihr seid unterschiedlich. Manche Menschen sind echte Großmäuler, manche sind Dogmatiker, andere sind fein und andere sind nett. In Seinem Reich findet ihr all die verschiedenen Arten von Menschen.
46    Schaut euch Petrus an und vergleicht ihn mit Andreas. Andreas war ein Gebetskämpfer, der immer auf den Knien lag. Der Apostel Petrus war einer jener feurigen Männer, die gepredigt haben. Paulus war ein Gelehrter, er glich mehr einem Propheten, der sich zurückzog. 
   Mose schrieb die ersten fünf Bücher des Alten Testaments - das Gesetz. Dann kamen die Könige, die Psalmen usw. und das, was die Propheten geschrieben haben. Mose schrieb das Gesetz, die ersten Bücher der Bibel, vom ersten bis zum fünften Buch Mose. Paulus schrieb einen großen Teil des Neuen Testaments. Das stimmt.
   Matthäus, Markus, Lukas und Johannes schrieben all das nieder, was sich damals zugetragen hat. Paulus trennte Gesetz und Gnade und gab ihnen die richtige Stellung. Er war der eigentliche Schreiber des Neuen Testaments. Er gab uns die Schriften des Neuen Testaments, durch die das Wort Gottes richtig geordnet wurde.
49    Nun seht: viele Wohnungen. Viele Arten von Wohnungen, so wie es viele Arten von Bergen, viele Arten von Flüssen, Quellen, Seen usw. gibt. Sie waren schon da, bevor ihr kamt. Die Güte eures himmlischen Vaters hat sie hierher gestellt, denn manche Menschen mögen die Berge, andere lieben das Wasser. Manche mögen die Wüste. Seht ihr, noch bevor ihr kamt, wußte Er schon, was für ein Wesen ihr haben und wie ihr sein werdet. Deshalb hat Er es so geschaffen, damit ihr euch daran erfreuen könnt. Oh, ich meine, Er ist ein wunderbarer Vater, weil Er es so gemacht hat. Ich bin froh, daß Er die Berge geschaffen hat. Ich liebe die Berge. Ich mag sie. Andere sagen: "Oh, ich kann sie nicht ausstehen. ER muß hier Seinen Mörteleimer ausgeschüttet haben!" Nun, dann hat Er ihn eben deshalb geleert, damit ich mich daran erfreuen kann. Seht ihr?
   Ihr sagt: "Ich mag die Ebenen, wo ich weit sehen kann." Das sind zwei verschiedene Naturen, doch beide sind wir Christen. Der Vater hat gewußt, daß du hier sein würdest, und alles für dich vorbereitet, bevor du hierher kamst. Amen. Das war bei eurer ersten Ankunft. ER hatte es schon vorbereitet, als ihr hier ankamt. Ist es nicht herrlich, wenn man darüber nachdenkt, was Er getan hat?
50    Doch bedenkt, daß dies alles nur zeitliche Geschenke als Schattenbilder sind. Wir wissen, daß Mose in der Wüste die Stiftshütte errichtet bzw. zubereitet hat. Es steht geschrieben, daß er alles nach dem himmlischen Vorbild anfertigte, das ihm gezeigt wurde. Die irdischen Dinge drücken nur das aus, was die ewigen Dinge sind. Wenn diese Erde, auf der wir jetzt leben, so herrlich ist, daß wir sie lieben, daß wir gerne leben, die Luft einatmen, die Blumen sehen usw., so ist sie doch nur ein Ausdruck des Ewigen. Das Sterbliche bringt das Ewige zum Ausdruck. Wenn ihr einen Baum seht, der kämpft und sich vorwärts schiebt, weil er leben will, dann bedeutet das, daß es irgendwo einen Baum gibt, der das nicht braucht. Wenn ihr einen Menschen im Krankenhaus, auf dem Krankenbett oder bei einem Unfall seht, der um sein Leben kämpft und mit dem Tod ringt, der nur noch röchelt oder der sich abmüht, weint und um sein Leben schreit, was bedeutet das dann? Daß es irgendwo einen Ort gibt, daß es einen Leib gibt, der nicht darum kämpft und schreit. Er braucht es nicht mehr zu tun.
   Diese Dinge sind zeitliche Gaben, die zum Ausdruck bringen, daß es dort einen Leib gibt, der ewig ist. Jesus ist hingegangen, um uns diese ewige Stätte zu bereiten. All das bringt nur zum Ausdruck, daß es etwas Größeres von derselben Art gibt, denn das hier ist dieselbe Art.
52    Denkt daran, die Bibel sagt: "Wenn unser irdisches Haus, das Leibeszelt abgebrochen - aufgelöst - sein wird, erwartet uns bereits ein anderes." Es ist wie bei einem Baby, das sich noch im Leib der Mutter befindet. Die kleinen Muskeln bewegen sich schon. Seht, wenn eine Frau Mutter wird, dann kann sie noch so böse sein: kurz bevor das Kind geboren wird, umgibt Freundlichkeit diese Frau. Sie wird davon umgeben. Es ist ständig etwas vorhanden. Sie ist sanfter als vorher. Weshalb? Weil ein kleiner Engel, ein Geist, da ist, der darauf wartet, in diesen natürlichen Leib hineinzukommen. Sobald das Kind geboren ist, kommt der Lebensodem hinein. Gott haucht ihn ein, und es wird eine lebendige Seele. So, wie dieses Baby geboren wird, ist dort ein geistlicher Leib, der bereit ist, es aufzunehmen. Wenn dieser Leib in die Erde getan wird, wartet dort ein unsterblicher Leib, den Geist wieder in sich aufzunehmen; so wie es bei der Geburt eines Kindes ist. O welch eine gewaltige Sache! Wir sind schon jetzt in Christus Jesus. Amen! Wir sind Babys in Christo, Kinder Gottes, die auf die völlige Befreiung bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus warten. Wenn Er uns zu sich hinaufnimmt, wird dieser sterbliche Leib die Unsterblichkeit anziehen.
53    Alles, was Er tat, bringt die kommenden Dinge zum Ausdruck. ER hat euch diesen Leib hier gegeben. ER gab euch diesen Leib, in dem ihr wohnt, nur, damit er zum Ausdruck bringt, daß dort ein herrlicherer sein wird. Wenn wir das Bild des irdischen tragen, werden wir auch das Bild des himmlischen tragen. In dem zukünftigen ist nichts Böses. Doch in diesem ist Böses, Krankheit, Leid und Tod.
   Ich habe es hier vor nicht langer Zeit zum Ausdruck gebracht, als ich über die Verwandlung durch das Wort Gottes predigte, daß dieser Leib das Böse in sich hat und daß diese gesamte moderne Zivilisation, in der wir leben, vom Teufel ist. Ihr glaubt das nicht? Die Bibel sagt es aber. Wir wollen das nicht glauben, doch die Bibel sagt klar aus, daß Jede Regierung, jedes Reich auf Erden, ja die ganze Welt dem Teufel gehört und von ihm beherrscht wird. Jesus wurde von Satan auf einen hohen Berg gebracht, und er zeigte Ihm alle Reiche der Welt, die waren und sein werden. Satan bezeichnete sie als sein Eigentum, und Jesus hat ihm nicht widersprochen, denn er ist der Gott dieser Welt. Er sagte: "Dies alles will ich Dir geben, wenn Du niederfällst und mich anbetest." Er wollte sie Jesus geben, ohne daß Er das Opfer dargebracht hätte.
   Er bot Ihm einen Handel an. Doch die Welt hatte gesündigt, und die Strafe für die Sünde war der Tod. Deshalb mußte Er sterben. Aus diesem Grunde ist Gott im Fleisch offenbar geworden: damit Er den Tod auf sich nehmen und die Strafe bezahlen konnte. Nichts kann wieder hervorgeholt werden, denn es ist nicht vermerkt. Es ist völlig bezahlt. Die ganze Schuld ist bezahlt! Jetzt gehört es Ihm. Wir sind Abgeordnete Seines Reiches, die heute Abend im Namen Jesus Christus, unseres Königs, hier versammelt und in himmlische Örter versetzt sind.
55    In dieser Welt, in der wir leben, geht es um Bildung usw. Ich möchte euch beweisen, daß Bildung, Wissenschaft, Zivilisation und all diese Dinge, an denen wir uns anscheinend so erfreuen, vom Satan sind und vergehen werden. Ihr sagt: "Bruder Branham, die Zivilisation?" Jawohl! Diese Zivilisation kommt vom Satan. Der Beweis dafür steht in 1.Mose 4. Durch den Sohn Kains begann diese Zivilisation, indem man Städte baute, Instrumente spielte usw. Die Zivilisation kam durch die Erkenntnis. Die Erkenntnis war es, die der Teufel im Garten Eden der Eva verkaufte und die sie dazu brachte, die Gebote Gottes zu übertreten.
In der Welt, in die wir hinübergehen, wird es auch eine Zivilisation geben, aber nicht diese Art von Zivilisation. In dieser Zivilisation haben wir Krankheit, Leid, Lust, Tod; alles in dieser Zivilisation ist verkehrt. Doch in jener Zivilisation wird es nichts von diesen Dingen geben. Dort benötigen wir keine Wissenschaft. Die Wissenschaft ist sowieso eine Verkehrung des Originals. Man spaltet Moleküle und Atome und macht das und das, um euch in die Luft zu sprengen. Man nimmt Schießpulver, es knallt, und schon hat man jemanden umgebracht. Man holt das Benzin für die Autos und die Bodenschätze aus der Erde und löst dadurch ihr Gefüge, damit es zusammenstürzen kann. Man fährt mit 90 Meilen die Stunde auf der Straße und tötet jemanden. Wir sind so nervös, so eingeengt, so in Eile. Man muß überall drängen. Oh, seht, es ist alles vom Teufel. Im Reich Gottes wird es keine Autos, Flugzeuge und keine wissenschaftlichen Errungenschaften mehr geben. Dort ist keine Bildung mehr nötig, denn die Bildung, die es dort gibt, wird so hoch sein, daß man an diese überhaupt nicht mehr zurückdenken wird. Schulung, Zivilisation und all das kommt vom Satan.
56    Jetzt fragt ihr: "Bruder Branham, warum liest du dann?" Aus demselben Grund, aus dem ich Kleidung trage. In der ersten Zivilisation benötigten sie keine Kleidung; sie waren eingehüllt. Es bestand kein Grund, Kleidung zu tragen, denn sie wußten nicht, daß sie nackt waren. Dann erst stellten sie fest, daß sie nackt waren. Die Sünde ist hier, deshalb müssen wir Kleidung tragen. Am Anfang war es nicht so; da gab es noch keine Sünde.
   Auf die Zivilisation übertragen ist es dasselbe. Wir lesen, wir schreiben, all das tun wir; doch stellt euch nie auf die gleiche Stufe. Macht das nie zu eurem Gott, denn das ist der Gott des Kommunismus. Es kommt nicht von Jesus Christus. Jesus Christus begegnen wir im Glauben - in dem, was wir glauben; nicht durch das, was man wissenschaftlich beweisen kann.
58    Ich kann euch heute in diesem Gebäude nicht beweisen, daß es einen Gott gibt, trotzdem weiß ich, daß Er hier ist. Mein Glauben bestätigt es. Abraham konnte nicht wissenschaftlich beweisen, daß er mit einer fast hundertjährigen Frau ein Kind haben würde, doch sein Glaube bestätigte es ihm. Er brauchte keinen wissenschaftlichen Beweis. Der Arzt hätte gesagt: "Der alte Mann dort draußen ist verrückt. Er sagt, daß er mit dieser Frau noch ein Baby haben wird, obwohl er schon hundert und sie neunzig Jahre alt ist!" Doch seht, Gott hatte es so gesagt. Es bedarf nicht der Wissenschaft, sondern des Glaubens an das Wort Gottes. Die Wissenschaft ist dazu nicht nötig.
59    Unsere Schulen sind ein Fehlschlag. Gott hat nicht gesagt: "Gehet hin und baut Schulen" - auch keine Bibelschulen! Habt ihr das gewußt? ER sagte: "Predigt das Wort!" Das stimmt. Unser Bildungssystem hat uns weiter von Gott entfernt als irgend etwas, das ich kenne. - Weiter von Gott entfernt! Es hieß nicht: "Baut Schulen, Krankenhäuser usw." Das ist Aufgabe der Welt und der bestimmten Institutionen. Ich habe absolut nichts dagegen. Sie erfüllen ihren Zweck, doch damit ist es noch nicht getan. Wir können die besten Krankenhäuser bauen und die beste Medizin verwenden, die wir haben, trotzdem sterben täglich Tausende. Doch in dem Reich Gottes gibt es keinen Tod und kein Leid! Amen! Die Dinge der Welt werden dort nicht benötigt. Dann sind wir von hier in die Wirklichkeit Gottes hinübergegangen. Je mehr wir durch die Wissenschaft herausfinden, je größer der Fortschritt ist, desto mehr Tod bringen wir über uns. Wir kämpfen eine verlorene Schlacht. Laßt die Dinge los und nehmt heute Abend im Glauben Jesus Christus, den Sohn Gottes, an! Nehmt Ihn auf. ER ist der Einzige.
   Was bereitet euch die Wissenschaft? Noch mehr Tod! Das stimmt. Sputniks und alles mögliche, was den Tod über die Erde verbreitet, wird hinaufgeschossen. Schaut nicht darauf, sondern hebt euer Haupt noch höher und schaut zum Himmel auf. Jesus sitzt heute Abend zur Rechten der Majestät Gottes, Er lebt für immer, um aufgrund unseres Bekenntnisses, weil wir glauben, daß Sein Wort die Wahrheit ist, als Fürsprecher für uns einzutreten.
61    Wir haben festgestellt, daß dieses Leben jede Art Böses beinhaltet. Im zukünftigen Leben aber wird es nichts davon geben. Hier gibt es die Begierde, Krankheit und Tod. Weshalb? Weil es nicht das Haus ist, wofür Er hingegangen ist, um es zu bereiten. Dies ist ein Pesthaus. Wie viele wissen, was ein Pesthaus ist? Natürlich wißt ihr es. Das ist es, worin ihr wohnt. Ein Pesthaus ist etwas, wohin man Menschen bringt, die daran erkrankt sind. Genau das hat die Sünde mit uns getan: sie hat uns in ein irdisches Pesthaus gebracht. In ein Pesthaus läßt man niemand anders hinein, denn dort wimmelt es von Krankheitskeimen. Sie würden diese Menschen sonst befallen, so daß sie ebenfalls erkrankten. Die Sünde hat uns in das Pesthaus des Teufels gebracht.
62    Das andere aber wird "das Haus Meines Vaters" genannt. "ICH gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten, um euch aus diesem Pesthaus herauszuholen und euch in das Haus Meines Vaters zu bringen." Amen! Das ist es. Nimm mich aus diesem alten Pesthaus der Erde!
   ER ist hingegangen, uns eine Stätte, einen vollkommenen Ort, zu bereiten, wo weder Böses noch Krankheit, noch das Alter, noch der Tod existieren. Es ist ein vollkommener Ort, der auch von euch diese Vollkommenheit fordert. Ihr müßt vollkommen sein, um dorthin zu gelangen. So sagt es die Bibel. Jesus sprach: "Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist." Es ist ein vollkommenes Königreich, deshalb muß es ein vollkommenes Volk sein, das dorthin kommt, denn ihr werdet dastehen und mit dem vollkommenen Sohn Gottes vermählt werden. Ihr müßt eine vollkommene Braut sein. Wie solltet ihr das durch irgend etwas anderes als durch das vollkommene Wort Gottes erreichen können? Es ist das Reinigungswasser, durch das wir von unseren Sünden reingewaschen werden. Amen. Es ist das Blut Jesu Christi! Denkt darüber nach. Das tropfende, blutende Wort! Amen! Durch das Wort Gottes wird die Braut im Blut, das geflossen ist, gewaschen. Amen! Jawohl, sie ist vollkommen, jungfräulich, rein. Sie hat überhaupt nie gesündigt. Amen! Sie ist nur in die Falle hineingeraten. Es ist das Haus des Vaters, wohin Er gegangen ist, um es vorzubereiten.
63    Dieses Leben entstand durch geschlechtliches Begehren, durch den Sündenfall, und muß mit dem Sündenfall zugrunde gehen. Ganz gleich, wie sehr ihr das Alte flickt, es wird trotzdem zugrunde gehen. Es ist schon dahin; es ist verurteilt. So hat es Gott gesagt. Es ist dahin. Gott wird es zerstören. Das hat Er gesagt. Es wird eine Renovierung des Ganzen stattfinden. Glaubt ihr das? Am Anfang, als die Welt ihre Geburt erlebte, ließ Gott zuerst das Wasser von der Erde weichen, wie es im Schoß der Mutter geschieht. So wurde eine Welt geboren, nicht wahr? Menschen begannen erst darauf zu leben, als Gott sie hierher stellte. Dann fingen sie an zu sündigen. In den Tagen Noahs wurde sie getauft, indem sie mit Wasser überflutet wurde. Durch das Blut des Schöpfers, das auf sie fiel, wurde sie geheiligt. Dasselbe geschah mit euch: Indem ihr Gott geglaubt habt, seid ihr gerechtfertigt worden. Nachdem ihr Buße getan hattet, wurdet ihr getauft zur Vergebung eurer Sünden. Ihr habt eure Sünden vor Gott bekannt. ER hat sie euch vergeben. Dann habt ihr euch taufen lassen und dadurch gezeigt, daß ihr Vergebung empfangen habt. Das war ein Zeugnis für die Menschen, für die Welt, daß ihr glaubt, daß Jesus Christus für euch starb. ER hat euren Platz eingenommen; jetzt steht ihr an Seiner statt. ER wurde wie ihr, damit ihr wie Er werdet. Dann hat die heiligende Kraft Gottes euch von allen Gewohnheiten eures Lebens gereinigt. Ihr habt geraucht, getrunken, Dinge getan, die nicht richtig waren, gelogen und so weiter. Als die heiligende Kraft des Blutes Jesu Christi in euer Leben kam, nahm sie all diese Dinge von euch. Wenn ihr feststellt, daß euch etwas unterlaufen ist, sagt ihr schnell: "Einen Moment! Vergib mir! Ich habe es nicht so gemeint." Der Teufel hatte euch eine Falle gestellt, doch wenn ihr wirkliche Christen seid, habt ihr die Gnade, hinzugehen und zu sagen: "Ich war im Unrecht."
64    Als nächstes empfangt ihr die Taufe mit Heiligem Geist und Feuer. Wenn das Tausendjährige Reich vorbei ist, wird Gott der Welt ebenfalls eine Feuertaufe geben. Sie wird alles vernichten. Himmel und Erde werden im Feuer aufgehen. So sagt es Petrus [2.Petr. 3:10]. Es wird eine Feuertaufe stattfinden, durch die alles renoviert wird. Dann kommt ein neuer Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Als das Wort Gottes unsere Seele erleuchtet hat, sind aus uns sterblichen, zeitlichen Geschöpfen ewige Wesen geworden. Wir sind Söhne und Töchter Gottes, weil wir die Eigenschaften, die Erbfaktoren Gottes in uns tragen. Als Söhne und Töchter unseres himmlischen Vaters rufen wir aus: "Abba, Vater, mein Gott, mein Gott!" "In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen."
65    Diese alte Welt muß vergehen, denn sie entstand durch geschlechtliches Begehren; durch den Ungehorsam am Anfang. Wir wurden durch geschlechtliches Begehren aufgrund des Sündenfalls geboren, deshalb geht alles dem Untergang entgegen. Doch die Stätte, die Er jetzt für euch bereitet, kann nicht mehr fallen, denn so bereitet Er sie zu. Was wäre, wenn wir in dieser Art von Leib bleiben müßten? Seid ihr nicht froh, daß es den Tod gibt? Das klingt sonderbar, nicht wahr? Doch seht, vor einigen Jahren war ich zum Beispiel noch ein Junge. Jetzt bin ich ein Mann mittleren Alters. Ich habe einen Freund, der dort sitzt: Mr. Dauch. Er ist vor ein paar Tagen 93 Jahre alt geworden. Schaut ihn euch an. In ca. vierzig oder fünfundvierzig Jahren würde ich so aussehen. Wenn er noch 40 Jahre länger lebte, was hättet ihr dann? Ich bin froh, daß etwas da ist, das uns aus diesem Pesthaus herausnimmt. Es ist eine offene Tür, die "Tod" heißt. Jesus steht in dieser Tür. Amen. ER wird mich über den Fluß führen. ER wird mich durch diese Tür hindurchbringen.
66    Dort drüben ist eine große Tür, die "Tod" heißt. Mit jedem Herzschlag seid ihr der Tür einen Schlag näher. Eines Tages muß ich zu der Tür kommen. Auch ihr müßt dorthin kommen. Wenn ich dort ankomme, möchte ich kein Feigling sein. Ich möchte nicht schreien und mich weigern. Ich möchte das Gewand Seiner Gerechtigkeit - nicht meiner, sondern Seiner Gerechtigkeit - angezogen haben, wenn ich an diese Tür komme. Dadurch werde ich wissen, daß ich Ihn in der Kraft Seiner Auferstehung erkannt habe: daß ich, wenn Er ruft, aus den Toten, aus diesem Pesthaus, herauskomme, um bei Ihm zu sein. Wo immer dieser Leib hingelegt werden mag, wo immer er sein mag, was auch geschieht - eines Tages werde ich hervorkommen, weil Er es mir verheißen hat. Und wir glauben es! Jawohl! ER bereitet einen Leib zu, der nicht fallen kann.
67    Beachtet, wie der Leib einer werdenden Mutter nach bestimmten Dingen verlangt. Ich hoffe, daß ich zu Erwachsenen spreche, die das verstehen. Die werdende Mutter, in der das Kind heranwächst, verlangt nach dem, was ihrem Körper fehlt. Sie bekommt auf gewisse Dinge Appetit. Ich bin ja in einer sehr armen Familie großgeworden, und ich erinnere mich noch daran, daß wir als Kinder kaum etwas zu essen hatten. Vielen von euch ist es genauso ergangen.
   Wenn meine Mutter ein Kind erwartete und nach etwas verlangte, tat mein Vater alles, um es ihr zu beschaffen. Der Körper braucht Kalzium und Vitamine usw. für seinen Aufbau, und er verlangt nach Nährstoffen, die das heranwachsende Kind braucht. Die Eltern versuchen, sie zu bekommen, damit das Baby vollständig entwickelt und gesund zur Welt kommt. Beachtet, wie eure Eltern dafür sorgen. Wenn etwas nötig ist, spürt es die Mutter, denn ihr Körper ist dafür geschaffen. Ihr begreift, daß die Mutter, wenn ihr ungeborenes Kind etwas benötigt, danach verlangt.
68    Hier wollen wir einen Moment stehen bleiben. Warum haben wir Erweckungen? Weshalb versammeln wir uns? Warum tadle ich die Menschen immer? Warum fordere ich euch Pfingstlerinnen auf, euch nicht mehr zu schminken, kein Make-up mehr zu tragen, euch das Haar nicht mehr zu schneiden usw.? Weshalb sage ich das? Weil die alten Pfingstler das nicht getan haben. Der biblische Weg ist, das nicht zu tun. Wißt ihr, daß die Bibel sagt, daß es Gott ein Greuel ist, wenn ihr diese Shorts und andere Männerkleidung tragt? Doch wir gestatten es. Warum ruft der Heilige Geist es immer wieder aus? Weil Er weiß, daß ein Mangel da ist. Wir müssen im vollen Mannesalter Jesu Christi sein. Wir müssen Söhne und Töchter Gottes sein. Wir müssen uns wie Kinder Gottes benehmen.
69    Vor langer Zeit erzählte man sich eine Geschichte. Ich habe gesehen, daß dort hinten ein farbiger Bruder sitzt. Vor der Proklamation der Befreiung aller Sklaven gab es im Süden den Sklavenhandel. Man ging einfach hin und kaufte Menschen, wie man zu einem Gebrauchtwagenhändler gehen würde. Es wurde ein Kaufvertrag gemacht. Man verkaufte diese Menschen wie heute die Gebrauchtwagen. Sogar einen Kaufvertrag bekam man für sie.
70    Eines Tages kam ein Makler. Er ging von einer großen Plantage zur anderen und kaufte Sklaven auf. Er kam auch zu einer bestimmten großen Plantage, auf der es viele Sklaven gab. Er wollte sehen, wie viele sie hatten. Alle waren gerade bei der Arbeit. Sie waren traurig, denn sie waren weit von zu Hause weg. Sie stammten ja aus Afrika und wurden hier herüber gebracht. Die Buren brachten sie hierher und verkauften sie als Sklaven. Sie waren traurig, weil sie wußten, daß sie nie wieder nach Hause zurückkehren würden. In diesem Lande würden sie leben und sterben. Sehr oft wurden sie mit der Peitsche geschlagen. Sie waren das Eigentum des Besitzers, und er tat mit ihnen, was er wollte. Wenn er einen tötete, dann tötete er ihn eben. Was es auch war - er konnte es tun. Das ist Sklaverei. So war es mit Israel und mit anderen Nationen, die versklavt wurden.
71    Diese armen Sklaven mußten einfach dienen. Sie weinten und waren immer traurig. Doch einer der Sklaven, ein junger Mann, fiel unter ihnen auf. Er ging aufrecht und hatte sein Haupt erhoben. Ihn brauchte man nie zu schlagen oder zu sagen, was er tun sollte. Deshalb sagte der Makler: "Ich möchte diesen Sklaven kaufen."
   Der Besitzer antwortete: "Er ist nicht zu verkaufen."
   Er sagte wieder: "Ich möchte ihn aber kaufen."
   "Nein, er ist nicht zu verkaufen.", war die Antwort.
   Er fragte: "Ist er der Chef über alle anderen?"
   "Nein," erwiderte der Eigentümer, "er ist nicht der Chef; er ist ein Sklave."
   Er fragte weiter: "Gibst du ihm etwas anderes zu essen als den übrigen?
   Wieder hieß es: "Nein, sie essen alle zusammen in der Küche."
   Er fragte dann: "Warum ist er so anders als die anderen?"
   Er antwortete ihm: "Da ist etwas. Auch ich habe mich eine Zeitlang darüber gewundert. Der junge Mann kommt aus Afrika. Doch dort in Afrika ist sein Vater der König eines Stammes. Obwohl er hier ein Fremdling und weit weg von zu Hause ist, benimmt er sich wie der Sohn eines Königs. Er weiß, daß sein Vater dort in jenem Land der König eines Stammes ist. Deshalb benimmt er sich so, weil er weiß, daß er ein Königssohn ist."
72    O Bruder, Schwester, wir wollen uns in dieser Welt, in der wir leben, wie Söhne und Töchter Gottes benehmen. Wir sind hier Fremdlinge, doch unser Benehmen sollte entsprechend den Geboten Gottes sein, denn wir sind Söhne und Töchter Gottes. Unser Benehmen, unser Handeln, unser Tun, alles sollte gemäß dem von Gott festgelegten Gesetz sein. Es ist ein Greuel, wenn eine Frau Männerkleidung trägt. Es ist verkehrt und sündig, wenn sie ihr Haar schneidet. So sagt es die Bibel. Es ist nicht einmal schicklich, daß sie so betet. Ihr fragt: "Was hat das denn schon zu sagen?"
73    Jemand, ein sehr bekannter Prediger, kam vor nicht langer Zeit hinter mir her und sagte: "Bruder Branham, komm, ich möchte dir die Hände auflegen, denn du wirst deinen Dienst ruinieren."
   Ich fragte: "Wodurch?"
   Er sagte: "Wenn du die Menschen weiterhin so beschimpfst."
   Ich erwiderte: "Ich sage ihnen nur, was recht ist."
   Er antwortete: "Oh, das glaube ich. Auch ich bin Pfingstler. Ich glaube ebenfalls, daß die Frauen kein kurzes Haar und keine Hosen tragen sollten und daß sie all diese Dinge wie das Schminken nicht tun sollten." Er wiederholte: "Sie sollten das nicht tun. Aber Gott hat dich doch dazu berufen, für die Kranken zu beten."
   Ich erwiderte: "ER hat mich berufen, das Evangelium zu predigen."
   Er meinte: "Ich glaube daran. Aber bedenke doch..."
   Ich sagte ihm: "Schau, du hast all diese großen Programme im Fernsehen und so weiter. Ich habe nur Einem Rechenschaft abzulegen und das ist Gott!" So ist es! Ich bekräftigte: "Ich habe mich vor keinem zu verantworten als vor Gott."
   Er sagte wieder: "Du wirst deinen Dienst ruinieren."
   Darauf sagte ich: "Jeder Dienst, der durch das Wort Gottes ruiniert werden kann, sollte ruiniert werden." So ist es! Gewiß! Das stimmt genau.
74    Er wiederholte noch einmal: "Du wirst ihn ruinieren."
   Ich fragte: "Wer wird es sonst sagen? Einer muß es doch sagen! Jemand muß doch für die Wahrheit eintreten, auch wenn sie verletzt." Freunde, wir sind Christen, wir sind Menschen, die glauben, daß wir zum Himmel gehen. Der Heilige Geist selbst wird uns in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes bringen.
   Er fuhr fort: "Weißt du, was du tun solltest? Die Menschen glauben, daß du ein Prophet bist. Du solltest diese Frauen belehren, wie sie Gaben bekommen, die Gabe der Weissagung usw., und größere, bedeutendere Dinge anstatt dieser Kleinigkeiten."
   Ich erwiderte: "Wie kann ich ihnen Algebra lehren, wenn sie das ABC noch nicht können, wenn sie die gewöhnlichen, natürlichen Dinge nicht tun? Wie soll man ihnen höhere Dinge lehren, wenn sie nicht mit den grundlegenden beginnen?" Ihr wollt ans Ende der Leiter kommen, ohne die untersten Stufen zu betreten. Deshalb fallt ihr herunter. Beginnt unten und steigt höher hinauf, wie Gott euch leitet. Bringt euer Leben in Übereinstimmung mit dem Wort und befolgt das, was Gott für euch angeordnet hat.
76    Wir sollten uns wie Christen benehmen und so handeln, unser Benehmen sollte das eines Christen sein. Hier sind wir Fremdlinge. Dies ist nicht unser Zuhause. Wir sind nur vorübergehend hier. Jeder von uns muß von hier gehen.
   Denkt darüber nach, wie Gott in Seiner Barmherzigkeit der werdenden Mutter, ehe das Kind geboren wird, das Verlangen nach bestimmten Vitaminen gibt. Die Worte der Mutter lauten dann vielleicht so: "Papa, ich möchte eine Kantalupe" oder "eine Wassermelone" oder etwas anderes. Er wird alles tun, was er nur kann, denn er möchte, daß sein Kind so gesund zur Welt kommt, wie es nur sein kann. Er wird alles tun, was er kann, um es zu beschaffen. Wie viel mehr ist Er imstande, es uns zu geben! ER ist ja der Schöpfer.
   Denkt daran, daß Er imstande ist, uns solch einen verherrlichten Leib zu bereiten, wie Er ihn hat, damit wir darin leben. Wenn wir leben wollen, und es ist etwas in uns, das nach Leben verlangt und danach, das Richtige zu tun, dann wird Gott jemanden auf die Plattform, ans Podium rufen, der die absolute Wahrheit predigt. Wozu? Um sie euch zu zeigen. Wenn ihr ein wirkliches Gotteskind seid, fangt ihr an zu rufen: "O Gott, nimm diese Dinge von mir! Reinige mich von allem! Nimm sie von mir!" Weshalb? Weil es notwendig ist, damit ihr in euer himmlisches Heim gehen könnt, wohin Er gegangen ist, um es zu bereiten. Ihr müßt eine wirkliche Wortbraut Christi werden.
79    Vor kurzem habe ich über das Opfer am Versöhnungstag gepredigt. Ich predigte darüber, daß Gott den Menschen - der Gemeinde nur an einem Ort begegnet. ER sagte, daß es die Stätte ist, wohin Er Seinen Namen legt. ER sprach: "ICH werde ihnen an keiner anderen Stätte begegnen, sondern nur dort, wohin Ich Meinen Namen lege." ER begegnet euch nicht am Methodisten-Eingang, Baptisten-Eingang, Pfingst-Eingang oder dergleichen, Er hat Seinen Namen in Seinen Sohn gelegt, der sprach: "ICH bin im Namen Meines Vaters gekommen."
   Jedes Kind trägt den Namen seines Vaters. Ich komme in dem Namen "Branham", weil mein Vater ein Branham war. Ihr kommt in eurem Namen, weil das der Name eures Vaters ist. Jesus, der Sohn, kam im Namen des Vaters. Dahin hat Er Seinen Namen gelegt. "An der Stätte, dem Eingang, wohin Ich Meinen Namen legen werde" - dort wurde das Opfer dargebracht. Jesus Christus ist der einzige Ort, worin ihr Gemeinschaft mit Gott finden und Ihn anbeten könnt.
   Ihr sagt: "Ich gehöre zur Gemeinde." Das hat überhaupt nichts zu sagen. Ihr müßt in Christus sein.
80    Vor einigen Abenden sagte mir ein bestimmter Prediger einer Denomination: "Mr. Branham, sehen Sie, Jesus sagte: 'Wer da glaubt...' Die Bibel sagt: 'Wer da glaubt, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der ist aus dem Geist Gottes geboren."
   Ich antwortete: "Sagt die Bibel nicht auch, daß niemand Jesus 'Herr' nennen kann, als nur durch den Heiligen Geist?" Ihr könnt der Bibel doch keine Lüge zuschreiben. Es muß alles richtig zusammenpassen. Ihr müßt durch den Heiligen Geist völlig wiedergeboren werden. Dann wird Er in euch Zeugnis ablegen, so daß ihr wißt, daß Er der Sohn Gottes ist.
   Wenn ihr ein Kind Gottes, ein Teil des Wortes Gottes seid, wie könnt ihr dann das Wort leugnen? Wie kann der Heilige Geist euch dazu bringen, ein Glaubensbekenntnis anzunehmen, das euch sagt, ihr müßt dies oder das tun, obwohl die Bibel etwas anderes sagt? Es heißt: "Ihr müßt dieser Kirche beitreten, dies oder jenes tun." - obwohl die Bibel ganz klar sagt, was ihr zu tun habt. Sobald ihr das erkennt, nehmt ihr es sofort an und richtet euch danach. Kein Sauerteig, keine Glaubenssatzung, nichts wird hinzugefügt. Es muß so sein, wie mit einem befruchteten Ei im Schoß einer Frau. Sobald sich das Ei zu entwickeln beginnt und Zellen bildet, sind das nicht menschliche Zellen und tierische Zellen, sondern nur menschliche Zellen.
81    So ist es mit einem Kind Gottes, das vorherbestimmt wurde. Es ist ein unbeliebtes Wort, doch ich muß die Bibel als Grundlage nehmen. Durch Sein Vorherwissen konnte Gott vorherbestimmen, damit alles zu Seiner Ehre dient. Wenn ihr der vorherbestimmte Same seid, der ihr sein sollt, dann wird das Wort Gottes, sobald Gott euch ruft und dieser kleine Adlersame in euch es hört, in euch aufgebaut - ein Wort auf das andere usw. Es wird sich nicht mit Satzungen vermischen.
   Beachtet, an dieser Stätte sollten sie an jedem Tage ungesäuertes Brot essen, und während der sieben Tage durfte kein Sauerteig in ihrer Mitte gefunden werden. Stimmt das? Im Verlauf der sieben Gemeindezeitalter ist es so wie beim Wachstum der Zellen, und es ist nur völlig ungesäuertes Brot vorhanden. Kein Sauerteig soll bei euch gefunden werden, nur das Wort selbst. Das ist das einzige. Das Wort ist Gott, und Gott wurde in der Person Jesus Christus Mensch. Das ist der Eingang. "Da ist die Stätte, wo Ich euch bei der Anbetung begegne, wenn ihr die Gebote Gottes befolgt."
83    Wenn ihr heute Abend nur gekommen seid und gesagt habt: "Ich übergebe Jesus Christus mein Leben", und ihr habt den Heiligen Geist noch nicht, so kommt in Ihn hinein. Das müßt ihr tun. Ihr müßt darin wachsen. Bittet Gott darum, daß Er Wort für Wort in euch aufbaut, bis ihr zum Vollwuchs eines Sohnes Gottes oder einer Tochter Gottes gelangt, und daß die Dinge der Welt hinweggenommen werden. In 1. Johannes 2 steht: "Wenn jemand die Welt lieb hat, so wohnt die Liebe zum Vater nicht in ihm." Ihr seid betrogen worden. Wenn ihr noch die Liebe zur Welt in euch habt, dann hat euch der Teufel betrogen, indem er bestimmte Dinge aufbaute und zeigte.
   Seht, ihr könnt nicht ein Wort Gottes aus der Bibel herausnehmen. Was hat die erste Sünde verursacht? Es war nicht eine große, offensichtliche Lüge, sondern der Teufel legte der Eva ein Wort falsch dar. Ein Wort zerriß die Kette. Eva weigerte sich, dieses eine Wort zu halten. So begann es am Anfang der Bibel. In der Mitte der Bibel kam Jesus. ER sagte: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt." Das ist das ganze Wort Gottes. Glaubt ihr, daß es Seine Offenbarung ist? Das gesamte Wort Gottes.
   In Offenbarung 22 kam Jesus auf die Insel Patmos zu Johannes. Jesus sagte: "ICH, Jesus, habe Meinen Engel gesandt, um euch dieses vor den Gemeinden zu bezeugen... Wenn jemand zu den Worten etwas hinzufügt, so wird Gott auf ihn die Plagen legen, von denen in diesem Buche geschrieben steht; und wenn jemand von den Worten dieses Buches der Weissagung etwas wegnimmt, so wird Gott ihm seinen Anteil am Baume des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buche geschrieben steht.
   Viele sagen: "Nun, ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist." Das ist in Ordnung. Dann nehmt aber auch alles andere.
84    Ihr sagt: "Ich bin gerechtfertigt. Ich gebe dem Prediger die Hand. Ich glaube an Jesus Christus." Dann müßt ihr aber auch wiedergeboren werden. Ihr müßt mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Fügt eins nach dem anderen hinzu, während ihr vorwärtsgeht. Ihr wachst so in das volle Mannesalter eines Sohnes und einer Tochter Gottes hinein. Gott ist imstande, uns zuzubereiten und uns dieses Sehnen in unserem Leben zu geben, daß wir etwas sehen möchten. Wie viele sind hier, die mehr von Gott haben möchten? Das zeigt, daß mehr für euch da ist. Ihr verlangt danach. Es sind schon die ersten Geburtsschmerzen, die sich bei euch bemerkbar machen. Ihr benötigt mehr, um glücklich, frei und vollkommen sein zu können. Wir müssen es haben. Mit dem kleinen Lebenskeim Gottes ist es so wie mit dem Lebenskeim im Schoß der Mutter.
85    Gott nimmt in uns zu und läßt uns vorwärtsgehen. ER ist hingegangen, uns die Stätte zu bereiten, den ewigen Ort, wo Er ist. Es ist kein Ort wie dieses Pesthaus, wo ihr sterben müßt, wo es Sünde, Ehebruch und dergleichen weltlichen Schmutz gibt. Wenn eure Gedanken darauf gerichtet sind, dann ist es ein Zeichen dafür, daß sie noch nicht in Verbindung mit Gott gekommen sind. Ihr habt euch dann nur hineingesteigert; ihr habt nur eine Sinnestäuschung; ihr seid nur einer Gemeinde beigetreten und sagt: "Ich gehöre zu dieser. Meine Mutter gehörte schon dazu." Das mag in den Tagen eurer Mutter genügt haben, doch wir leben in einem anderen Tag.
   Die Botschaft Wesleys hätte nichts ausgerichtet, wenn er die von Luther übernommen hätte. Luther glaubte an die Rechtfertigung. Wesley kam mit der Heiligung. Dann traten die Pfingstler auf. Sie konnten nicht nur an Rechtfertigung und Heiligung festhalten, denn es war Zeit für die Wiedererstattung der Gaben. Jetzt gehen wir wieder weiter. Das waren die drei Entwicklungsstufen des heranwachsenden Weinstocks. Zuerst kommt ein Blättchen hervor - Luther begann mit der Reformation. Das war der Anfang des Halmes. Beobachtet die Natur. Als nächstes kam die Knospe mit dem Blütenstaub hervor und danach die Pfingstler. Oh, es ist einfach vollkommen. Sie sind mit der Weizenähre vergleichbar. Es sieht aus, als wäre darin schon das Weizenkorn, doch wenn man sie öffnet, ist überhaupt noch kein Weizen darin. Es ist nur die Hülse, der Träger des Korns, doch das Leben dringt hindurch und geht weiter.
87    Im Zeitalter Luthers nahmen sie Luther an, und das Leben drang hinein. Doch als man eine Denomination daraus machte, ging es hinaus. Ihr wißt, es wurde sogleich zu einer Denomination, die am Ende verbrannt wird. Der Halm vertrocknet, denn er war nur ein Träger. Manche wollen immer noch in diesem Halm, dem Träger, bleiben, denn sie wissen nichts von Gott und sind tot. Sie sagen: "Seht, wir sind das Blatt. Wir sind Lutheraner." Das stimmt, doch seht, was jetzt damit ist. "Wir sind Methodisten." "Wir sind Pfingstler." Doch seht, wie kalt und formell die Pfingstler werden, wie sich alle davon entfernen. Was waren sie? Sie waren Träger des echten Samens. Sie alle waren Träger, doch sie wurden zu einer Denomination.
   Wenn ihr sagt: "Ich bin Pfingstler!", dann bedeutet das für Gott nicht mehr, als wenn ihr sagen würdet: "Ich bin römisch-katholisch" oder "Jude", oder was immer auch. Ihr müßt wiedergeboren werden. Das Leben, welches durch die Träger kam, muß in euch sein. Bleibt nicht in dem Halm, bleibt nicht in der Hülse, sondern geht vorwärts, bis hin zur Vollkommenheit.
89    Denkt daran, aus jeder Erweckung, die stattfand, ob es die der Lutheraner oder eine andere war, entstand nach etwa drei Jahren eine Organisation. Das stimmt. Jede Erweckung brachte innerhalb von drei Jahren eine Organisation hervor. Denkt darüber nach, wie lange diese schon vor sich geht: über zwanzig Jahre, und sie ist zu keiner Organisation geworden! Weshalb nicht? Denn es ist der Same, der sich in der Hülse bildet. Er kommt jetzt hervor und muß in der Gegenwart der Sonne liegen, um zum herrlichen Weizenkorn heranzureifen, damit er wie das wird, das am Anfang ausgesät wurde. Die wahre Gemeinde, die am Anfang hineinfiel, kommt durch den Halm wieder hervor, bis wieder eine solche Gemeinde entstanden ist. Wenn der Mähdrescher kommt, um sie einzubringen, wird das Leben, welches in Luther war, das Leben, das in den Methodisten war, das Leben, das in den Pfingstlern war, in dem Korn sein. Es wird völlig in das Korn gehen, hervorkommen und den vollkommenen Leib Jesu Christi bilden.
90    Es ist wie die Sonne, die am Morgen hervorkommt. Ihr könnt die Natur nicht betrachten, ohne zu sehen, daß sie Zeugnis von Gott ablegt. Ihr brauchtet nicht einmal eine Bibel, um zu wissen, daß es einen Gott gibt. Wenn die Sonne hervorkommt, ist sie schwach wie ein Baby. Um sieben Uhr ist sie mit einem Kind vergleichbar, das eingeschult wird, und um zehn oder elf Uhr verläßt es die Schule. Um zwölf Uhr hat es seine volle Kraft. Ab drei Uhr am Nachmittag beginnt es alt zu werden. Um sechs Uhr fallen die Schultern ein, und der Mensch stirbt - sie geht unter. Ist dies das Ende? Nein! Am nächsten Morgen kommt sie wieder hervor: Leben, Tod, Begräbnis, Auferstehung.
91    Seht euch die Blätter an, die am Baum wachsen. Ein schönes Blatt kommt hervor, es spendet Schatten. Dann trägt er Früchte. Schon bald kommt der Herbst; der Tod schlägt zu. Das Leben geht in die Wurzeln im Boden zurück. Ist dieses das Ende? Nein. Im nächsten Frühjahr kommt alles wieder zurück und legt Zeugnis ab. Oh, das ist der immerwährende Kreislauf des Lebens. Doch Bruder, Schwester, wir haben ewiges Leben. Durch Ihn, diesen Mächtigen, der gekommen, hingegangen und imstande ist, uns einen Leib zu bereiten, haben wir ewiges Leben empfangen. Es sind Wachstumsschmerzen, die wir spüren, wenn ihr Frauen euch in dem verurteilt fühlt, was ihr tut, und auch ihr Männer, die ihr an Lehren von Seminaren hängt, usw. Ihr alle wollt sagen: "Ich sage das Glaubensbekenntnis auf. Ich tue dieses..." Doch tief in euch geht etwas vor sich, wenn ihr seht, daß die Augen der Blinden sich auftun, daß Taube hören und alle anderen Dinge geschehen, die verheißen worden sind; wenn ihr seht, wie das Wort in seiner Kraft gepredigt, wie aus einer Straßendirne eine Dame, aus dem Trunkenbold ein echter Geheiligter Gottes wird. So ist es. Seht, tief drinnen ist etwas - Leben! Ihr beginnt es zu spüren und sagt: "Das hätte ich vielleicht nicht tun sollen. Seht, was es ist: Es ist etwas, das dieser Leib dort drüben benötigt. Geht vorwärts. Gott hat hier drinnen die Vitamine für jeden Teil dieses Leibes. Jesus ist hingegangen, an der Brust Gottes eine Stätte zu bereiten. Jawohl! Für einen kleinen Keim, einen Sohn oder eine Tochter Gottes.
92    Jesus bat in Seinem Gebet zum Vater um eines. Wißt ihr, was das war? Nachdem Er hier auf Erden gelebt hatte und sich nun zum Opfer hingab und diesen Weg ging, bat Er um eines: "ICH will, daß da, wo Ich bin, auch sie sein sollen." ER bat um unsere Gemeinschaft. Das war es, worum Er den Vater in Seinem Geber bat: um eure ewige Gemeinschaft. Wenn ihr es nachlesen wollt, es steht im Johannesevangelium, Kap. 17, Vers 24. Wie sehr sollten wir dann nach Ihm verlangen! Hört: Wenn ihr tatsächlich aus dem Geist Gottes geboren seid, dann bedeutet euch das alles. Es geht nicht um ein Buch voller Vorschriften. Ihr lebt nicht durch bestimmte Gesetze oder dergleichen; ihr lebt durch die Gnade Gottes, den Geist Gottes.
93    Ich habe es schon oft gesagt: Als Missionar reise ich auch nach Übersee. Was wäre, wenn ich vor der Abreise meine Frau und meine Kinder hereinrufen und sagen würde: "Nun, hört her, Kinder! Höre her, Frau Branham! Ich bin dein Mann. Du sollst keine anderen Männer haben, während ich fort bin. Wenn du es tust, werde ich dir das Fell über die Ohren ziehen, sobald ich zurückkomme."? Oder wenn ich mit meinem Fuß stampfen und sagen würde: "Kinder, hört, was ich sage?"
   ...
   "Wenn ich von einer einzigen Missetat höre, dann passiert etwas!"? Wäre das ein Heim?
   Was wäre, wenn sie antworten würde: "Jetzt will auch ich dir etwas sagen, Mr. Branham. Ich bin deine gesetzlich angetraute Frau. Du sollst keine Freundinnen haben, während du fort bist." Wäre das ein Heim? Das wäre alles andere. Das tun wir nicht. Ich liebe sie, und sie liebt mich. Wenn ich fortgehe, so weiß sie, daß ich nur gehe, weil der Herr mich gerufen hat. Wir knien zusammen mit den Kindern nieder und beten. Ich sage: "Teurer Gott, behüte meine Frau und meine Kinder."
   Sie sagen: "O Gott, beschütze unseren Papa, während er fort ist." Dann kann ich getrost fahren.
94    Was wäre, wenn ich dort etwas Verkehrtes tun würde, wenn ich mir etwas zuschulden kommen ließe, etwas Verkehrtes tun würde und dann zurückkäme, mich vor meine arme Frau hinstellte, ihr ins Gesicht blickte, das schon Falten hat - auch ihr Haar wird schon grau -, und zu ihr sagte: "Liebling, ich möchte dir etwas sagen. Du weißt, daß ich dich liebe."?
   "Sicher, Bill. Ich weiß, daß du mich liebst."
   "Ich muß dir sagen, was ich getan habe. Ich hatte eine Freundin." Und ich würde fragen: "Vergibst du mir?" Ich glaube, daß sie es tun würde. Ich glaube es wirklich. Doch, würde ich es tun? Wenn ich sehe, wie ihr Haar grau wird, und weiß, daß sie zwischen mir und der Öffentlichkeit stand, und auch, was für eine gute Frau sie ist, könnte ich das tun? Ich würde lieber sterben, als sie zu verletzen. Bestimmt! Wenn das schon mit der menschlichen, der Phileo-Liebe, zu meiner Frau so ist, wie viel größer ist dann erst meine Liebe zu Gott, die Agape. Oh, ich würde nichts tun, was Ihn verletzt. Gewiß nicht. Ich liebe Ihn, ich möchte alles tun, was Er von mir erwartet. Ich möchte jedem Wort, das Er gesprochen hat, nachkommen, ganz gleich, was die Welt sagt. Sie glaubt es ohnehin nicht. Ich möchte wissen, was Er mir zu tun geboten hat. Wenn mir etwas mangelt, dann möchte ich, daß Er es mir gibt. Wir wollen für Ihn leben und uns von der Welt fernhalten.
96    Dieser alte, irdische Leib muß sterben. Laßt mich euch sagen: ihr gebt soviel um diesen irdischen Leib, daß ihr Hollywood ganz und gar nacheifert, doch es wird nicht mehr lange da sein. Denkt daran, ihr habt die Weissagung gehört, die der Herr mir gab. Es wird versinken! Jawohl. Gebt acht! Es wird geschehen. ER hat mir noch nie etwas Verkehrtes gesagt. Das möchte ich jedem sagen, der es hören will. Ich weiß nicht, wann oder wo es beginnt. Doch es wird geschehen. Das Gericht ist über ihm; es gibt keine Rettung mehr, es ist vorbei.
97    Beachtet dieses. Lebt für Ihn. Wir wollen uns von allem Weltlichen fernhalten. Manche von euch Schwestern sehen fern und wollen sich danach richten. Ihr jungen Frauen, ich weiß, daß ihr jung seid; aber ihr seid Christen. Ihr seid anders. Ihr möchtet doch nicht wie die Welt sein. Ihr liebt die Welt; nicht nur ihr jungen, sondern auch manche, die schon älter sind. Wie kommt das? Ihr seht fern, geht ins Geschäft und seht dort diese unanständige Kleidung, die jene gottlosen Frauen tragen. Wißt ihr, was am Tag des Gerichtes geschehen wird? Ihr mögt eurem Ehemann so treu sein, wie es nur möglich ist, doch am Tage des Gerichts werdet ihr euch wegen Ehebruchs verantworten müssen. Jesus sagte: "Wer eine Ehefrau auch nur mit Begehrlichkeit anblickt, hat damit schon in seinem Herzen Ehebruch an ihr begangen." Wer trägt die Schuld dafür? Ihr, weil ihr euch mit diesen Shorts oder den langen Hosen so zur Schau gestellt habt.
   Eine Frau sagte mir vor nicht langer Zeit: "Ich trage keine Shorts, Bruder Branham, ich danke dem Herrn dafür. Ich trage lange Hosen."
   Ich sagte: "Das ist noch schlimmer." So ist es. Man kann kaum noch Kleider für Frauen kaufen.
99    Eine Frau sagte: "Da hast du die Wahrheit gesagt; man kann sie nicht mehr kaufen." Doch es gibt immer noch Stoff und Nähmaschinen zu kaufen! Deshalb gibt es überhaupt keine Entschuldigung. Wird es dir daran nicht klar, teure Schwester? Ich bin euer Bruder, ich bin ein Knecht Christi und muß am Tag des Gerichts für das, was ich heute Abend hier sage, Rechenschaft ablegen. Ihr werdet des Ehebruchs schuldig sein, weil die Liebe Gottes aus eurem Herzen gewichen ist. Ihr geht noch zur Gemeinde, ihr mögt noch im Geiste tanzen und in Zungen reden. Das ist fein, doch das ist nicht die Sache selbst.
   Denkt daran, die Bibel sagt: "In den letzten Tagen werden falsche Christusse auftreten."; nicht falsche Jesusse - das würde man nicht hinnehmen - sondern falsche Christusse, falsche Gesalbte. Sie sind wirklich mit dem Geist, mit dem Heiligen Geist, gesalbt, und dennoch sind sie falsch.
101    Ihr besteht aus drei Bereichen. Das Äußere ist der Leib. Ihr habt fünf Sinne, mit denen ihr zu diesem irdischen Zuhause Verbindung haben könnt. Das Innere ist der Geist. Auch dort sind fünf Sinne: das Gewissen, die Liebe, usw. Doch das Innere davon ist die Seele.
   Denkt daran: der Regen fällt auf Gerechte und Ungerechte. Der gleiche Regen, der ein Weizenkorn wachsen läßt, läßt auch das Unkraut wachsen. Wie kommt das? Im Innern des Samens ist das Wesen, und dieses Wesen kommt hervor. Beides steht auf dem gleichen Feld. Der Same und das Unkraut. Das Unkraut und der Weizen stehen nebeneinander und frohlocken gleich viel. Dann leiden beide Durst und lassen den Kopf hängen. Sobald der Regen fällt, kann die Klette genauso laut jauchzen wie der Weizen. Doch an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
103    Christen, vielleicht werde ich euch nie wieder begegnen. Es ist Jahre her, seit ich das letzte Mal hier war. Vielleicht sehe ich euch nie wieder. Laßt euch mit dem Wort Gottes in Einklang bringen. Schaut in den Spiegel.
   Wie dieser kleine Junge, der auf dem Land aufgewachsen war. Er hatte noch nie einen Spiegel gesehen. Einmal kam er in das Haus seiner Tante. Als er die Treppe heraufkam, sah er einen Spiegel und in dem Spiegel einen kleinen Jungen. Er ging weiter hinauf und schaute ihn an. Er winkte, und der kleine Junge winkte auch. Er schaute ihn fortwährend an. Er hatte sich ja noch nie vorher im Spiegel gesehen. Als er dann nahe genug herangekommen war, drehte er sich um und rief: "Mama, das bin ja ich!"
   Wie seht ihr im Spiegel Gottes aus? Ist darin eine Tochter und ein Sohn Gottes? Ist etwas in euch, das verursacht, daß ihr Haß empfindet gegen den Mann, der euch diese Dinge sagt? Oder ist etwas in euch, das euch zieht, und ihr sagt: "Ich weiß, daß der Mann recht hat, denn das steht in der Schrift." Dann sind das die Vitamine für diesen anderen Leib, der dort sein soll, für das Haus, das ihr braucht, wenn ihr dorthin kommt. Dieses Haus ist der irdische Leib, den wir tragen.
105    Wir sind so sehr um diesen Leib besorgt. Wir haben soviel Kleidung dafür. Wir tun so viele unnütze Dinge. Wir wechseln und wechseln und wechseln. Alle tun das. Laßt nur jemanden mit etwas anfangen! Wenn ihr eure Treppe rot streicht, könnt ihr sehen, daß auch die Jones' ihre rot streichen. Wenn ihr von einem Chevrolet zu einem Ford übergeht, können sie das nicht hinnehmen. Es ist eine Zeit der Angleichung. Wenn eine Frau mit einer bestimmten Art Hut zur Gemeinde kommt, gebt acht, dann kaufen sich alle anderen Frauen, vor allem die des Pastors, auch so einen. Gebt acht, was geschieht. Das stimmt. Es ist absolut wahr. Es ist die Zeit der Anpassung. Brüder, es sollte eine Zeit der Anpassung an das Wort sein.
   All diese Dinge geschehen zu einem Zweck. Ich kümmere mich nicht darum, ob meine Jacke zur Hose paßt; ich tue mich schwer damit. Meine Frau oder meine Schwiegertochter muß mir sagen, was für eine Krawatte ich dazu tragen soll. Ich gebe nichts darum, ob es zusammen paßt oder nicht. Ich möchte, daß meine Erfahrung mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Das ist das Wesentliche. Denn ich will dort leben und nicht drüben an der Ecke bei den Jones', sondern dort drüben in der Herrlichkeit, wohin Jesus gegangen ist, uns eine Stätte zu bereiten. Ja, das möchten wir.
106    Haltet euch fern von all diesem. Wißt ihr, was diese alte, irdische Hütte hier ist? Dieser Leib ist wie ein alter Mantel, den man trägt; wie ein alter Mantel, den man einmal getragen hat. Doch jetzt habt ihr einen viel besseren und braucht ihn nicht mehr. Was tut ihr damit? Ihr hängt ihn in den Schrank, denn ihr habt einen besseren. Ihr habt einen besseren Mantel. Er ist moderner als der andere, den ihr getragen und jetzt abgelegt habt. Dieser Leib ist so ein Gewand. Ihr seid das, was darin ist. Was hatte dieses Gewand für eine Aufgabe? Es hat euren Leib eingehüllt. Doch jetzt benötigt ihr es nicht mehr. Ihr habt es weggehängt. Es ist jetzt ein Lumpen. So ist es auch mit diesem alten Leib. Er umhüllt den himmlischen Menschen. Doch das seid nicht ihr: ihr seid innerhalb dieses Leibes. Ihr, der Geist Gottes, ist im Inneren des Leibes. Dadurch wird das Äußere unterordnet, denn der Zug kommt von innen her und bringt es in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes. Es ist euer Inneres, ihr selber, euer Wesen. Dieser Leib ist nur wie ein alter Mantel. Was werdet ihr eines Tages damit tun? Ihr habt dieses Gewand eine Zeitlang getragen. Dieser Leib ist wie ein irdisches Gewand. Euer wirkliches Dasein, ihr selbst seid im Innern dieses "alten Mantels", den man "William Branham", "Susie Jones" oder wie auch immer nennt. Eines Tages wird er nur noch in einer irdischen Gedächtnishalle hängen. Man wird ihn ins Grab legen, und jemand wird einen Grabstein darauf errichten: "Hier ruht Rev. Soundso", oder "John Soundso." Er wird dort als Erinnerung an euch liegen. Die Menschen sehen euch nur darin. Doch das, was ihr wart, euer wirkliches "Ich", befand sich im Innern. Der alte Mantel selbst umhüllte nur die Gestalt des Himmlischen. O ihr Menschen, habt ihr die Vorbereitungen für den Wechsel der Hüllen getroffen? Habt ihr die Reservierung vorgenommen? Denkt daran, ihr müßt eine Reservierung haben. Ohne sie kommt ihr dort nicht hinein. Ich spreche jetzt in einer modernen Sprache mit euch. Doch ihr wißt, wenn jemand in ein Hotel kommt und sagt: "Ich möchte gerne ein Zimmer".
107    Dann heißt es: "Haben sie es reservieren lassen?" Wenn nicht, so kann es sein, daß man sagt: "Es tut mir leid. Wir sind belegt." Ihr bleibt dann draußen, in der Kälte, weil ihr versäumt habt, eine Reservierung vornehmen zu lassen. Und wenn ihr ans Ende eurer Lebensreise kommt und nicht habt reservieren lassen, dann wird niemand da sein, der euch empfängt. Ihr müßt in das Dunkel der Ewigkeit gehen, wo Schreien, Weinen, Heulen und Zähneknirschen sein wird. Ihr müßt sie haben, sonst kommt ihr nicht in die Stadt hinein. Ohne Reservierung geht es nicht. Ihr müßt sie haben, um in diese Stadt einzugehen, wohin Jesus gegangen ist, um für euch eine Stätte zu bereiten. Denkt daran, ihr benötigt die Reservierung und das Kleid des Heils.
108    Ich habe mir eine Schriftstelle aufgeschrieben. Es ist Matth. 22:1-14. Ich habe jetzt keine Zeit, sie vorzulesen, denn es wird sonst zu spät. Ich habe ohnehin schon zu lange gesprochen. Doch denkt daran, dort steht von dem König, der aussandte und ein Mahl ausrichten ließ. Er ließ die Ochsen und das Mastvieh schlachten und ein großes Festmahl vorbereiten. Er sandte aus und bat viele zu kommen. Der eine sagte: "Ach, weißt du, ich gehöre schon dahin oder dorthin." Der andere: "Ich muß mich um meine Farm kümmern." Alle hatten eine Entschuldigung. Dann sandte er noch einmal aus, doch sie mißhandelten die Knechte.
   Es war jene Generation der Juden, zu denen Jesus sprach. Sie hatten alle etwas anderes zu tun. Schließlich sandte er aus und sprach: "Gehet an die Straßenecken hinaus und nötigt sie, hereinzukommen." Er war entschlossen, Sein Hochzeitsmahl in Seinem Haus abzuhalten, und es waren Gäste da. Doch dann bemerkte er einen Mann, der kein Hochzeitsgewand angelegt hatte. Er wollte das alte Gewand anbehalten. Seht, was Er ihm sagte: "Freund, ich habe dich zu meinem Hochzeitsmahl geladen. Die Einladung ist zwar an dich ergangen, doch wie bist du hereingekommen?"
109    Wenn ihr je im Orient wart, wo ich oft gepredigt habe, dann wißt ihr, daß man die Hochzeit dort immer noch so feiert. Der Bräutigam hat eine bestimmte Anzahl von Gästen, die er einlädt. Bruder Kopp, du hast es wahrscheinlich in Indien beobachtet. Es ist nur eine bestimmte Zahl von Gästen, die er einlädt. Nehmen wir an, es werden dreißig Gäste geladen. Dann muß der Bräutigam die Gewänder dafür zur Verfügung stellen. Er muß dafür sorgen. Jemand steht an der Tür, und wenn ihr dort mit eurer Einladung ankommt, wird sie überprüft, und ihr erhaltet ein Gewand. Manche von den Gästen sind reich, andere sind arm. Es ist unterschiedlich. Doch wenn sie diese Gewänder angezogen haben, sehen sie alle gleich aus. Auch ihr müßt alle gleich sein. Ihr könnt nicht sagen: "Ich bin dort Methodist." oder: "Ich bin dort Presbyterianer." O nein! So kommt ihr dort erst gar nicht hinein. Ihr müßt durch die Tür eingehen. Jesus sagte: "ICH bin die Tür zu den Schafen."
   "Ich bin Pfingstler!", "Ich bin dies!", "Ich bin jenes!" Das hat überhaupt nichts zu sagen. Ihr könnt nur durch diese Tür kommen. Wenn ihr durch die Tür Kommt, erhaltet ihr das Gewand.
110    Dieser Mann wurde gefragt: "Freund, wie hast du hierher kommen können?" Es zeigt, daß er anderswo hereingekommen ist. Vielleicht kam er durch ein Fenster herein oder durch den Hintereingang, aber nicht durch die Tür, nicht durch die Tür, nicht auf dem Weg, den Jesus ging, dem Weg der Selbstaufopferung, indem ihr euer alles Gott hingegeben habt, nach Golgatha gegangen, mit Ihm gekreuzigt worden und mit Ihm auferstanden seid, um das Gewand Seines Opfers zu tragen und den Dingen der Welt gestorben zu sein.
   Wenn ihr die Welt oder die Dinge der Welt liebt, so ist die Liebe Gottes nicht in euch. Wenn ihr die Liebe zur Welt in euch habt, euch wie die Welt benehmen und handeln wollt, dann versucht ihr, anders hineinzukommen. Ihr seid zwar in der Gemeinde, doch ihr seid wie eine Klette, die mit dem Weizen auf einem Feld wächst, mit allen anderen jauchzt und frohlockt, und alle geistlichen Segnungen sind auf euch. Ihr sagt: "Ich weissage doch." Das tat auch Kaiphas; das tat auch Bileam. Das hat nichts damit zu tun.
112    "Ich habe die Taufe des Heiligen Geistes empfangen." Das hat immer noch nichts damit zu tun; das ist nur eine zeitliche Gabe für euch. Die wirklich echte Gabe ist tief in eurer Seele, die aus Gott geboren ist und alles gemäß dem Wort und dem Willen Gottes Beherrscht. Darin wachst ihr. Dann seid ihr Söhne und Töchter Gottes. Ihr kommt aus gewissen Dingen heraus. Wie im Schoß einer Mutter seid ihr jetzt in irdischen Dingen und versucht, herauszukommen. Ihr seid Söhne Gottes. Ihr kommt hervor und erkennt, was das Wort sagt: "Ich sollte dies tun. Ich muß wiedergeboren werden." "Aber ich gehöre zu einer Gemeinde!" Das bedeutet überhaupt nichts.
   "Ich bin Methodist. Schon meine Mutter war es." Das war gut für deine Mutter.
   "Ich bin Pfingstler." Wenn ihr euch nicht nach dem Wort ausrichten laßt, stimmt etwas nicht. Daran erkennt man, daß euer wirklicher Vater nicht Gott ist, denn das Echte beginnt in eurer Seele. Bevor es euren Geist überhaupt gab, war eure Seele bereits vorhanden. Wenn die Seele nicht von Gott kommt, dann war sie von Anfang an kein Teil Gottes, und ihr seid betrogen. Ihr seid auf einem Feld voller Unkraut und legt das weltliche Zeugnis des Unkrautes ab, indem ihr wie die Welt handelt. Ihr liebt die Welt, weil die Liebe Gottes nicht in euch ist.
114    In den letzten Tagen werden falsche Gesalbte auftreten; nicht falsche Jesusse - das würden sie nicht annehmen - sondern falsche Gesalbte. Sie sind gesalbt. Jawohl! Aber sie sind antichristlich. Sie sind mit dem Geist gesalbt und vollführen die Zeichen und Wunder, die Christus tat, stimmen aber nicht mit dem Wort überein. "Viele werden an jenem Tage zu Mir kommen und sagen: 'Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen Teufel ausgetrieben?"
   ER aber wird ihnen antworten: "Weichet von Mir, ihr Übeltäter, nie habe Ich euch erkannt!"
   "Ich war Pfingstler, Herr. Ehre sei Gott! Ich habe gejauchzt; ich habe in Zungen gesprochen; ich habe Kranken die Hände aufgelegt und sie geheut; ich habe Teufel ausgetrieben."
   "Weiche von Mir, du Übeltäter, Ich habe dich nie erkannt!" Seht ihr, was ich meine?
115    Oh, Kindlein, spürt ihr heute Abend nicht das Verlangen nach diesem Vitamin? Dort drüben wartet ein Leib. Dort wartet ein Leib darauf, angezogen zu werden. Menschen, laßt euch nicht betrügen! Laßt euch nicht betrügen! Der Teufel ist ein Betrüger. Ihr müßt das Hochzeitsgewand tragen. Es muß sein.
   Wir sind in der Abendzeit angekommen. Der irdische Leib ist im Begriff, aufgelöst zu werden, und wir bereiten uns vor, in den himmlischen überzugehen. Wir verspüren jetzt den mächtigen Ruf Gottes, zu diesem herrlichen Eden zu gehen. Bevor wir hier geboren werden, verlangt unser kleiner Körper schon nach etwas Bestimmtem. Er muß es bekommen, sonst würden wir als krankes Kind geboren werden. Doch bei Gott gibt es keine Kranken mehr. Ein jedes Glied der Braut stimmt mit dem für ihre Zeit offenbar gewordenen Wort überein, genauso wie es mit dem Bräutigam war. Gott gewähre es heute Abend einem jeden von euch, Kinder. Der Himmel ist dazu da, daß wir dorthin gehen; von der Hölle können wir fernbleiben.
117    Viele von euch wissen, daß der Herr mir Tausende Visionen gegeben hat. Eine war am gewaltigsten. Ich habe mich immer vor dem Tod gefürchtet. Vor etwa 3 Jahren stand etwas in der Zeitschrift der Christlichen Geschäftsleute, das hieß: "Hinter dem Vorhang der Zeit". Ich bin mir dessen bewußt, daß ich diese Nacht nicht überleben könnte. Vielleicht sehe ich euch in meinem Leben hier nicht mehr wieder. Doch dies ist wahr. Ich weiß nicht, ob ich das Erlebnis als Vision bezeichnen soll, oder was es sonst war.
   Eines Morgens wachte ich auf. Ich war von Versammlungen nach Hause gekommen. Meine Frau schlief noch. Ich fragte: "Liebling, bist du wach?" Sie schlief fest. Ich wußte, daß wir aufstehen mußten, weil die Kinder Schule hatten. Ich legte meine Hände hinter den Kopf und sagte: "Bill Branham, sag' mal: Weißt du, daß du schon über fünfzig bist? Wenn du noch etwas für den Herrn tun willst, dann mußt du dich beeilen, denn du hast nicht mehr allzuviel Zeit." Ich dachte: "Hoffentlich lebe ich so lange, bis der Herr Jesus kommt." Ich stellte es mir immer so vor, daß vielleicht ein Bruder, wenn wir gestorben sind, zu mir sagt:
   "Du hast an einem Abend, als wir noch auf Erden waren, in meiner Gemeinde gepredigt, Bruder Branham." Doch weil er ein Geist ist, könnte ich ihm nicht die Hand geben, weil seine Hand ja im Grab verwest ist und meine auch. So habe ich es mir immer vorgestellt.
118    Doch an jenem Morgen spürte ich, daß etwas über mich kam. Es war so, wie es gewöhnlich ist, wenn eine Vision einsetzt. Ich schaute und dachte dabei: "Oh, was ist das?" Ich sah große, grüne Berge und Zehntausende oder Hunderttausende junge Frauen, die aus allen Richtungen kamen. Sie hatten alle langes Haar, das nach hinten herunterhing, trugen weiße Gewänder, waren barfuß und riefen laut: "Unser Bruder!"
   Ich dachte: "Das ist eigenartig." Ich wandte mich um, schaute und sah mich dort liegen. Neben mir lag meine Frau in ihrem Bett. Ich sagte: "Ich weiß, was es ist: ich bin gestorben." Ich sagte: "Das ist geschehen: Ich bin gestorben. Vielleicht hatte ich einen Herzinfarkt. Ich bin gestorben. Dort liegt mein Leib." Ich lag immer noch mit den Händen hinter dem Kopf da und bewegte mich nicht. Ich dachte: "Das ist keine zwanzig Fuß von mir entfernt." Ich schaute hin und dachte: "Da ist meine Frau; dort am Bettende hängt mein Hemd, usw. Und ich bin hier."
120    Ich sah mich wieder um: dort kamen diese Frauen auf mich zu, und ich sah auch meine Brüder kommen. Sie waren es wirklich und sahen alle aus wie junge Männer. Sie riefen: "Unser teurer Bruder." Ich wußte nicht, was ich denken sollte.
   Ich dachte: "Das ist seltsam." Ich sah hin und war kein alter Mann mehr. Ich war jung. Wieder dachte ich: "Das ist eine sonderbare Sache. Ist dies eine Vision?" Ich biß in meinen Finger und dachte: "Nein, es ist keine solche Vision, wie ich sie bisher hatte."
   Dann begann jemand von oben her zu mir zu sprechen und sagte: Du bist zu deinen Leuten versammelt worden."
   Ich dachte: "Mit meinen Leuten? Sind das alle Branhams?"
   Er sprach: "Es sind diejenigen, die du zu Christus geführt hast." Ihr wißt, daß man mich immer für einen Frauenfeind gehalten und so genannt hat, doch das bin ich nicht. Ich mag keine unmoralischen, unanständigen Frauen, sondern wirklich echte Schwestern. Wenn sie so sind, dann ist es gut.
124    Ich habe noch Narben aus meiner Kindheit. Ich kann mich an Dinge erinnern, die geschehen sind und durch die ich diese Einstellung bekam. Doch es war alles die Führung Gottes, der mich dadurch für diese Stunde formte.
   Ich finde, es gibt nichts Angenehmeres als eine wirklich echte Schwester. Wenn Gott dem Mann außer dem Heil noch etwas Gutes geben konnte, dann eine Frau. Wenn Er noch etwas Besseres gehabt hätte, hätte Er es ihm sicher gegeben. Wenn man dann sieht, daß sich manche von ihnen umdrehen und sich nicht einmal mehr wie eine Frau benehmen und ihr Ehegelöbnis brechen und ihre Männer ebenfalls! Denkt daran, ihr seid aneinander gebunden, solange ihr lebt. Was Gott auf Erden zusammenfügt, ist auch im Himmel zusammengefügt.
126    Und dann sah ich, wie diese Frauen auf mich zuliefen, mich umarmten, drückten und mich "Bruder" nannten. Es waren Frauen, doch an diesem Ort gibt es keine Sünde mehr. Sie waren Frauen, doch seht, es war nicht mehr so wie hier, wo Frauen und Männer so beschaffen sind, damit Kinder gezeugt werden. Dort wird es nicht mehr so sein: es wird keine geschlechtliche Anziehung mehr geben, obwohl sie dieselbe Gestalt wie hier haben werden. Aber dort wird es keine Sünde mehr geben. Wir werden alle gleich sein. Auch Kinder werden dort nicht mehr geboren. Das stimmt. So wird es dort sein.
127    Ich sah also diese Frauen dort. Dann hoben mich die Brüder hoch und stellten mich an eine besondere Stelle. Ich fragte: "Warum tut ihr das?"
   Er antwortete: "Auf der Erde warst du ein Führer. Das sind deine Leute."
   Dann kam eine Frau. Auch sie sagte: "Unser geliebter Bruder." Es war eine sehr schöne Frau. Als sie vorbeiging, sagte diese Stimme: "Erinnerst du dich an sie?"
   Ich antwortete: "Nein."
   Er sprach: "Du hast sie zu Christus geführt, als sie schon über neunzig Jahre alt war. Begreifst du, weshalb sie 'geliebter Bruder' sagt?"
   Ich fragte: "Seid ihr noch nicht hineingegangen?"
   Sie erwiderten: "Nein, wir warten hier."
   Ich sagte: "Wenn ich gestorben bin, möchte ich Jesus sehen."
   Es hieß: "Du kannst Ihn jetzt noch nicht sehen. Dies ist, was die Schrift 'die Seelen unter dem Altar' nennt. ER ist noch ein wenig höher. Eines Tages wird Er zurückkommen. Wir werden zur Erde zurückkehren. Hier essen und trinken wir nicht."
129    Ich sagte: "Davor hatte ich Angst? Dies ist -" Es gibt kein Wort, um es zu beschreiben, Freund. Vollkommen ist nicht genug, erhaben ebenso wenig. Es gibt kein englisches Wort, das ich kenne, es gibt überhaupt kein Wort, das ausdrücken könnte, wie es ist. Es geht über alles hinaus, was ich begreifen kann. Dort gab es keine Krankheit, kein Leid. Man konnte nicht sterben; man konnte nicht sündigen. Es war dort vollkommen, einfach vollkommen. Freunde, ihr dürft das nicht verfehlen; ihr dürft es nicht!
   Als ich noch ein Junge war, sah ich eine Vision von der Hölle. Ihr wißt ja, die Damen von heute - besser gesagt: die Frauen; eine Dame würde so etwas nicht tun - bemalen sich die Augen, daß sie wie ein Wolf aussehen oder dergleichen. Sie streichen sich dieses blaue Zeug um die Augen. Das habe ich damals gesehen. Ich sank hinab. Ich war noch ein Junge, war angeschossen worden und lag todkrank im Krankenhaus. Ich habe immer gewußt, daß es einen Gott gibt. Ich erinnere mich noch an das erste Gebet, das ich zu beten versuchte. Ich konnte nur eines sagen. Ich hatte es nie vorher gesagt; mir ist, als würde ich es gerade jetzt sagen. Ich war auf dem Feld angeschossen worden und lag im Sterben, und das einzige, was ich Gott sagen konnte, war: "Du weißt, Herr, ich habe nie Ehebruch begangen." Ich war ein Junge von etwa fünfzehn Jahren und hatte versucht, ein gutes Leben zu fuhren. Ich sagte: "Ich habe ein anständiges Leben geführt." Mehr konnte ich nicht sagen. Das war der einzige Verdienst, das einzige, was ich Ihm aufweisen konnte.
131    Als ich dann im Krankenhaus lag und der Arzt von mir weggegangen war, kam es mir vor, als würde ich in eine dunkle Ewigkeit versinken. Ich schrie nach meinem Vater: "Oh, Papa, hilf mir!" Doch es war kein Papa da. Ich rief: "Mama, hilf mir." Es war keine Mama da. "O Gott, hilf mir." Aber Gott war nicht da. Es war ein nicht enden wollender schrecklicher Alptraum. Die brennende Hölle wäre im Vergleich dazu noch ein Vergnügen. Ich fiel immer tiefer und dachte: "O nein!" Es ging immer weiter abwärts. Dann gelangte ich an einen schrecklichen Ort voller Rauch. Es war dunkel. Oh, wie mir zumute war! Der Tod hatte sich meiner bemächtigt. Ich konnte sehen, wie jene Frauen mit diesen bemalten Augen auf mich zukamen. Bedenkt, das war vor etwa vierzig Jahren. Sie gaben einen schaurigen Ton von sich. Ich dachte: "Muß ich hier für immer bleiben?"
   "Für immer!"
   Ich sagte: "O Gott, wenn Du mich von hier heraus läßt, werde ich mich Deiner nie wieder schämen. Ich werde mich Deiner nie wieder schämen. O Gott, bitte gib mir noch eine Chance." Dann spürte ich, daß ich wieder zu mir kam. Der Arzt war fassungslos, denn mein Herz schlug nur noch siebzehnmal in der Minute. Ich hatte fast mein ganzes Blut verloren und lag in meinem eigenen Blut. Ich habe mich gefragt, ob das wohl eines Tages geschieht.
133    Vor ungefähr zwei Jahren, als wir nach Tucson zogen, ging ich mit meiner Frau in ein Kaufhaus. Ich hatte mich dort gesetzt, mein Haupt geneigt und wartete. Ihr wißt ja, daß die Damen immer lange brauchen, wenn sie einkaufen. Ich saß dort und hatte mein Haupt so geneigt. Dort befand sich eine Rolltreppe, auf der einige Frauen heraufkamen. Sie hatten diese hochtoupierten Frisuren - ihr kennt sie ja - und bemalte Augen. Sie sprachen spanisch. Plötzlich kam diese Vision wieder! Da war es. Dasselbe Geräusch.
   Bruder, Schwester, laß mich dir etwas sagen: Jetzt mag es euch lustig vorkommen, doch wenn ihr einmal dorthin kommt, ist es eine ernste Sache. Geht ihr niemals diesen Weg!
135    Ich alter Mann habe in der ganzen Welt gepredigt. Ich habe Millionen Freunde, doch ich weiß, daß ich einmal mit euch zusammen dort drüben erscheinen muß. Entfernt euch von den Dingen der Welt. Wenn noch etwas in euch ist, so daß ihr immer noch so handeln möchtet wie vorher; wenn die Dinge der Welt noch in euch sind, so denkt daran, dann seid ihr nicht Gottes Eigentum, sondern nur ein Gemeindemitglied. Es geschieht erst, wenn der Ruf aus der Tiefe emporsteigt.
   Bevor der Fisch eine Flosse haben konnte, mußte erst Wasser da sein, worin er schwimmen kann, sonst hätte er keine Flosse nötig. Ehe ein Baum auf der Erde wachsen konnte, mußte erst eine Erde da sein, sonst hätte kein Baum darauf wachsen können. Die Voraussetzung für den Baum mußte erst da sein. Damit es eine Schöpfung geben konnte, mußte erst ein Schöpfer da sein.
137    "Gesegnet sind, die da hungern und dürsten nach Gerechtigkeit." Es ist etwas vorhanden. Ihr habt vorhin eure Hände erhoben, weil ihr mehr von Gott haben möchtet. Ihr benötigt etwas. Wenn ihr die Welt - die Dinge der Welt liebt und so handelt, werdet ihr dahin gelangen, wo auch die Welt ist, und mit ihr vergehen. Kommt heraus. Ihr seid Söhne und Töchter des Königs; des Königs. Seid Damen und Herren. Wandelt wie Christen, lebt wie Christen, handelt wie Christen. Denkt daran, ich werde euch beim Gericht mit diesen Äußerungen gegenübertreten.
   Schaut heute Abend in euren Spiegel und fragt: "In welche Richtung gehe ich? Bereitet Jesus für mich eine Stätte und einen Leib? Dieser Leib ist vollkommen; er wandelt recht. Er ist ein Sohn oder eine Tochter Gottes. Ich habe Geburtswehen in meinem Innern, um in jenen Leib hineingeboren zu werden. Wenn ich immer noch die Welt liebe, zeigt es mir, daß ich dort keinen Leib habe. Ich bin nur ein Gemeindemitglied und war kein Lebenskeim Gottes. ER ist nicht mein Vater."
139    ER sagte: "Wenn ihr nicht gezüchtigt werdet - und das werdet ihr jetzt -, dann seid ihr unechte Kinder und keine Kinder Gottes." Stimmt das nicht? Steht das in der Bibel? Wenn ihr seht, daß die Schrift euch zurechtbringen will, und ihr könnt die Züchtigung nicht ertragen, sondern sagt: "Oh, das Zeug will ich nicht hören. Ich bin Christ. Ich tue, was ich will." - In Ordnung, geht dahin! Es ist ein sicherer Beweis, daß ihr kein Gotteskind seid. Ein wirkliches Kind Gottes hungert und dürstet. Wenn etwas in eurem Herzen ist, das euch sagt, daß ihr es benötigt, und ihr wollt es, dann ist es ein Beweis dafür, daß noch Leben da ist und euch dahin zu bringen versucht. Dort ist ein Leib, für den dieser nur ein Sinnbild ist. Wozu gebraucht ihr diesen? Um den Teufel zu verherrlichen oder die Welt und ihre Mode? Oder schaut ihr zum Himmel auf? Dort oben wartet etwas auf euch. Ihr verherrlicht Gott mit eurem Leben.
   "In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt, denn Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten, dann komme Ich wieder und werde euch zu Mir nehmen, damit da, wo Ich bin, auch ihr seid." Dinge, die sein werden. Diese Dinge, die jetzt bestehen, sind nur ein Abglanz der kommenden und sehnen sich danach.
141    Laßt uns beten. Denkt bitte ernsthaft nach, teure christliche Freunde. Denkt einen Moment ernsthaft nach. Wir wollen nun für einen Moment wirklich stille werden. Laßt den Heiligen Geist reden.
   Zu euch Pfingstlern hat mich der Herr Jesus schon vor langer Zeit gesandt. Hier ist einer eurer jungen Männer euer Pastor geworden, der ein Resultat dieses Dienstes ist. Er sah, wie der Herr Jesus Blinden die Augen öffnete. Er bezeugte, daß er gesehen hat, wie Wasserköpfe sofort kleiner wurden. Ich habe immer noch Heilungsgottesdienste, doch ich bin mir dessen bewußt, daß ich schon für viele Menschen, die sehr krank waren, gebetet habe, und sie wurden geheilt. Der Herr beantwortete Gebete und heilte die Kranken. Doch wißt ihr, manche von den Menschen, die geheilt wurden, sind bereits gestorben. Auch wenn ihr krank seid und geheilt werdet, müßt ihr sterben. Doch die Seele - mein geliebter Bruder, meine geliebte Schwester, wollt ihr jetzt nicht darüber nachdenken? - die Seele ist ewig. Wenn die Liebe Gottes nicht darin ist, wenn nichts da ist, was zieht, wollt ihr Gott dann nicht bitten: "O Gott, beginne mich heute Abend zu erneuern. Ich liebe Dich, Herr. Ich möchte Dich lieben. Etwas in meinem Herzen sagt mir, daß ich inniger mit Dir verbunden sein muß. Ich möchte jetzt kommen, Herr, und es empfangen."? Wenn solch eine Person oder Personen innerhalb oder außerhalb des Gebäudes sind, so bitte ich euch als Knecht Christi im Namen Jesu Christi, mit gebeugtem Haupt eure Hand zu Gott zu erheben und zu sagen: "O Gott, ziehe mich näher, ziehe mich näher, teurer Gott. Ich möchte mit allem, was Du in Deinem Wort gesagt hast, übereinstimmen." Erhebt jetzt eure Hände. Seid wirklich ehrlich.
142    Denkt nach. Ihr meint: "Oh, ich habe dieses getan. Ich habe im Geiste gejauchzt; ich habe in Zungen gesprochen. Doch es fehlt etwas in meinem Leben. Ich schaue in den Spiegel des Wortes Gottes; ich weiß, daß da etwas ist. Ich gehe zur Gemeinde, aber ich bin nicht das, was ich sein sollte." Das ist ein Beweis dafür, daß in euch etwas ist. Wenn ihr euch prüft und feststellt, daß ihr nicht mit dem Worte Gottes übereinstimmt, und es ist nichts in euch, das euch dazu bringt, die Hand zu heben, dann wißt ihr, daß etwas nicht stimmt. Meine Mutter pflegte zu sagen: "Man kann aus einer Rübe kein Blut nehmen, weil darin kein Blut ist." Denkt ernsthaft darüber nach. Dies könnte eure letzte Gelegenheit sein. Dreißig, vierzig Hände wurden in dieser kleinen Versammlung erhoben, sogar von Geistlichen.
143    Seid für einen Moment wirklich andächtig. Denkt ehrlich darüber nach und sagt: "O Gott, ich könnte heute Abend bei einem Unfall getötet werden, ich könnte an einem Herzinfarkt sterben. An einem Morgen werde ich vielleicht den Arzt rufen, und er kommt, doch mein Puls wird immer schwächer. Es ist aus mit mir. Ich presse meine Wange in das Kissen und kann nur noch seufzen: 'O Gott, o Gott, o Gott." Dann macht das Herz seinen letzten Schlag, und ihr gelangt an jene große Tür. Ihr werdet niemals herauskommen, es sei denn, ihr seid durch den Geist Gottes geboren, und es ist etwas in euch, das danach hungert und dürstet, mit Gott vorwärts zu gehen. Es muß sein. Ihr seid Kinder, die sich noch auf Erden befinden und darauf warten, in das Reich Gottes hineingeboren zu werden, und Er ist hingegangen, euch einen anderen, einen vollkommenen Leib zu bereiten. Denkt jetzt eingehend darüber nach. Wir wollen gemeinsam beten.
144    Teurer Gott, ich weiß, daß dieses als Bericht in dem großen Buch aufgezeichnet worden ist. Die Wissenschaft hat wenigstens soviel herausgefunden, Herr, um uns für die Realität wachzurütteln, daß jede Bewegung, die wir machen, sofort beginnt, immer wieder um die Welt zu gehen. Das Fernsehen hat uns das gezeigt. Vater, wir erkennen: das Fernsehen produziert nicht das Bild, sondern fängt die Wellen nur ein und gibt sie als Bild wieder. Sogar die Farben der Kleidung, die man bei Shows trägt, gehen als Wellen durch den Äther. Die Schwingungen setzen sich um die Welt herum fort. Wie ist es dann erst mit unseren Schwestern, die so eine Kleidung tragen, sich so benehmen, sich das Gesicht bemalen, das Haar schneiden und nicht danach hungern!
   Prediger besuchen ein theologisches Seminar, nehmen Menschenwort und Traditionen an, die eingeführt wurden, und setzen dadurch die Gebote Gottes für die Menschen außer Kraft, indem sie aufgrund der Traditionen sagen, man müßte zur Kirche gehören. O Gott, begreifen sie, daß jedes Wort, das wir sagen, aufgenommen wird? Das ist wissenschaftlich bewiesen. Es beginnt mit dem Anfang unseres Lebens hier auf Erden und endet, wenn wir sterben. Es wird im Archiv Gottes aufbewahrt und am Tage des Gerichts abgespielt. Wie wollen wir dem Urteil Gottes entrinnen, wenn uns die Sache so klar dargelegt worden ist und wir sie trotzdem abgelehnt haben? O teurer Gott, diese Worte sterben nie, sie bestehen fort. Die Aufnahme wird am Tage des Gerichts abgespielt werden. DU hast die erhobenen Hände gesehen, Vater. Beim Gericht wird es wieder hervorgebracht werden. Auch das, was sie in ihren Herzen dachten, wird dort beim Gericht offenbar.
146    Gott, unser Vater, als Dein Knecht bitte ich Dich jetzt und bete darum, daß Du alle Übertretungen von Deinem Volke nimmst. Übertretung ist etwas, von dem wir wissen, daß wir es nicht tun sollten, und es trotzdem tun. David sagte: "Wenn Übertretung in meinem Herzen ist, wird Gott mein Gebet nicht erhören." Ich bete, o Gott, daß Du unsere Übertretungen hinwegnimmst. Das Wort ist ja Dein Spiegel, der uns zeigt, wie sehr wir dann zu kurz gekommen sind, uns als Söhne und Töchter des Königs zu erweisen. Vater, ich bete, daß Du es heute Abend tust.
   Um den Altar sind viele Menschen, so daß kein Platz mehr ist. Mache deshalb dort bei ihrem Stuhl, auf dem sie sitzen, einen Altar; mache ihre Herzen zu einem Altar. Möge alles Weltliche von jedem Bruder und von jeder Schwester weichen. Möge der Lebenskeim, dieser Erbfaktor Gottes, von dem wir vorhin sprachen, die Eigenschaften, die von Gott herabgekommen sind, hier offenbar werden, damit Gott verherrlicht und geehrt wird. O Gott, nimm die Welt von ihnen weg.
   Für die anderen kann ich nicht beten, Herr, denn ihre Krankheit ist zum Tode, und es ist nichts in ihnen, das sie in irgendeiner Weise bewegt. Reinige aber heute Abend die Herzen und Seelen all derer, Vater, die sich davon entfernen und erkennen, daß es verkehrt ist. Mögen sie mit Deinem Geist erfüllt werden und in Deinem Licht wandeln.
148    Segne diesen teuren jungen und gesunden Pastor hier, der stark zu sein scheint, Herr, diesen jungen Mann, der nach seinen eigenen Worten von dem angespornt wurde, was er Dich tun sah. O Gott, entzünde die Seele dieses feinen jungen Mannes. Gewähre es, Herr. Möge er allezeit ein echter Hirte sein, der die Herde weidet, über die der Heilige Geist ihn zum Aufseher gesetzt hat. Gewähre es, Herr. Möge er weder nach rechts noch nach links abweichen, keiner Glaubenssatzung und nichts anderem folgen, sondern möge nur das unvermischte Wort Gottes aus seinem Mund hervorgehen. Segne ihn, o Gott, ihn, seine Lieben und seine kleine Gemeinde hier. Sei mit ihnen allen, Vater.
   Ich übergebe sie Dir alle, Vater. Die Saat ist gesät worden. Möge sie auf den Samen fallen, der zum Leben bestimmt ist, und mögen starke Christen für diese und andere Gemeinden aufwachsen, woher sie auch kommen. Gewähre es, Herr. Ich übergebe sie Dir im Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes.
149    Vater, Er war verwundet um unserer Übertretungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen: die Strafe war auf Ihn gelegt zu unserem Frieden, und durch Seine Striemen ist uns Heilung zuteil geworden.
   Vor einigen Minuten sah ich eine arme, nervöse Frau zur Tür hereinkommen. O Gott, welch große Dinge sind in ihrer Familie geschehen! Wie hast Du Dich kundgetan! O Gott, ich bete für diese Frau. Nimm die Last des Lebens, das hinter ihr liegt, von ihr, Herr, und heile sie heute Abend. Wirst Du es tun, o Herr? Nimm sie an.
   Hier sehe ich kleine Kinder, Herr, die Heilung benötigen, und auch andere. Ich bete, daß Du sie heilst, Vater. Gewähre es. Möge Deine große Heilungskraft kommen und uns an der Seele und am Leib helfen.
152    Nun möchte ich, daß ihr hier im Gebäude und draußen, die ihr Heilung benötigt, eure Hand hebt und damit zum Ausdruck bringt: "Ich brauche Heilung, Bruder Branham." Es scheint, alle benötigen sie. Gut. Könnt ihr glauben, daß ich ein Knecht Christi bin? Dann sagt "Amen".
   Dann möchte ich, daß ihr einander die Hände auflegt. Legt jetzt einander die Hände auf. Ihr hier drinnen oder dort draußen habt eure Hände erhoben und damit bezeugt, daß ihr an Gott glaubt. Jesus Christus sagte in Seinem letzten Auftrag an die Gemeinde: "Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer da gläubig geworden ist und sich hat taufen lassen, wird gerettet werden; wer aber ungläubig geblieben ist, wird verurteilt werden. Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen: in Meinem Namen werden sie Teufel austreiben, in neuen Zungen reden, werden Schlangen aufheben und, wenn sie etwas Todbringendes trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden." Das hat Jesus gesagt. Denkt daran: ER hat es gesagt! Deshalb muß es geschehen. ER hätte es nie gesagt, wenn nicht jemand da wäre, der dieses Wort fassen kann.
152    So, wie der Schoß der Maria den Lebenskeim "Eine Jungfrau wird schwanger werden." aufnehmen konnte. So, wie Sein Wort eine Palme und eine Eiche auf einem Berg erschaffen konnte, kann Sein Wort euch jetzt im Innersten des Herzens erfassen. Sagt: "Ich bin gläubig, Herr. Dieser Mann oder diese Frau, dem ich jetzt meine Hände aufgelegt habe, leidet. Ich bete nicht für mich, denn die anderen beten für mich. Ich bete für sie oder für ihn. O Gott, heile ihn, heile sie. Ich bin gläubig. Wir sind jetzt hier versammelt. Uns ist gerade gelehrt worden, daß wir schon in Christus waren, als Er auf Erden wandelte, weil wir ein Teil Seines Wortes sind. Wir litten mit Ihm; wir verbluteten mit Ihm; wir starben mit Ihm; wir wurden mit Ihm begraben; wir sind mit Ihm auferstanden und sind jetzt in himmlische Örter versetzt in Christus Jesus. Der große König befindet sich hier in unserer Mitte. Ich bin ein Sohn oder eine Tochter dieses Königs und habe meine Hand auf einen Sohn oder eine Tochter dieses Königs gelegt. Sie beten für mich, ich bete für sie. Herr, beantworte jetzt mein Gebet und heile diesen Sohn Gottes oder diese Tochter Gottes." Laßt uns jetzt so füreinander beten.
153    Herr Jesus, demütig kommen wir und bekennen unsere Fehler. Wir kommen und bekennen, daß wir die Krankheit, den Tod und das Leid verdient haben. Doch wir nehmen Deine Sühnetat für unsere Sünden und Krankheiten an. Heute Abend befinden sich diese Söhne und Töchter Gottes hier, hören die Zurechtweisung des Wortes, haben ihre Hände erhoben und möchten Dir besser nachfolgen. Sie haben jetzt einander die Hände aufgelegt, weil sie glauben, daß Dein Wort wahr ist. Sie glauben, daß wir mit Christus auferstanden und jetzt mit Ihm in himmlische Örter versetzt sind. Sie haben einander die Hände aufgelegt und beten füreinander. DU hast gesagt: "Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und Gott wird ihn gesund machen. So er Sünde getan hat, soll sie ihm vergeben sein." Bekennet einander eure Fehler und betet füreinander, damit ihr gesund werdet, denn das ernsthafte Gebet eines Gerechten vermag viel.
   O ewiger Gott, höre das Gebet Deines Knechtes. Es steht ebenfalls geschrieben: "Wenn das Volk, das nach Deinem Namen genannt ist, sich versammelt und betet, dann werde Ich vom Himmel her hören." O Gott, höre heute Abend das Gebet Deiner Kinder vom Himmel her. Sende den Heiligen Geist wie einen mächtigen, brausenden Wind auf diese Zuhörerschaft herab.
154    Wir bringen diese Menschen vor Gott. Satan, du bist besiegt; du bist ein besiegtes Wesen. Jesus Christus hat dich auf Golgatha überwunden. Du hast keine Macht; du bist eine Täuschung. Wir fordern dich heute Abend auf: Im Namen Jesu Christi, kommt aus diesen Menschen heraus, ihr Krankheiten und Leiden. Mögen sie im Namen Jesu Christi, des Sohnes Gottes, befreit von hier gehen.
   Halleluja! Spürt ihr die Herrlichkeit Gottes? Spürt ihr, daß eure Gebete beantwortet wurden? Glaubt ihr, daß Gott die Person erhörte, die neben euch ist? Wie viele glauben es? Erhebt eure Hand. Da seht ihr es. O wie wunderbar.

Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn...

156    Wie viele von euch spüren, daß Gott euch die Übertretungen vergeben hat; die Dinge, die ihr getan habt? "Von diesem Abend an, o Lamm Gottes, verspreche ich Dir, in Aufrichtigkeit zu wandeln. Ich werde so wandeln, daß ich dem Namen, den ich trage, Ehre bereite, nämlich als Christ - Christus ähnlich. Ich erhebe meine Hände, o Gott. Ich weihe mich Dir neu heute Abend. Ich werde im Licht wandeln. Amen!"

Wir wandeln in dem Licht,
dem herrlichen Licht...

   Oh, fühlt ihr euch nicht gereinigt? Fühlt ihr euch nicht gut? Oh, laßt uns einander die Hände reichen und noch einmal singen:

Wir wandeln in dem Licht,
dem herrlichen Licht...

   Wir wollen die Augen schließen und es summen. Wir benehmen uns wie Kinder, denn wir sind Kinder. Liebt ihr Ihn?

Mein Glaube tritt Dir nah,
Du Lamm von Golgatha...

   Ihr wißt ja, daß ich ein altmodischer Mensch bin. Ich meine, dies übertrifft all dieses Neue, Überspannte, den Rock'n'Roll, die Nachahmungen um eine Million Meilen. Der Heilige Geist berührte die Feder der alten Dichter, die jene Lieder schrieben, und führte sie. Ich denke an Eddie Perronett und all die anderen großen Dichter wie Fanny Crosby:

Gehe nicht vorbei, o Heiland,
hör' des Herzens Schrei...

158    Einmal wollte man sie haben, doch sie handelte nicht wie der Pfingstler Elvis Presley, der sein Erstgeburtsrecht für eine Anzahl Cadillacs verkauft hat. Man kam zu ihr und bat sie, weltliche Lieder zu schreiben. Sie erwiderte: "Um keinen Preis würde ich das tun."
   Sie sagten: "Du bist blind. Wie wird es dir ergehen, wenn du in den Himmel kommst?" Sie wandte sich um und sagte durch Inspiration:

Ich werde Ihn erkennen, ich werde Ihn erkennen.
Erlöst werde ich vor Ihm stehen.
Ich werde Ihn erkennen, ich werde Ihn erkennen

   Wie?

...an den Nägelmalen Seiner Hände!

   "Sollte ich Ihn aber nicht sehen, werde ich Seine Hände betasten."

Ich werde Ihn erkennen...

   Bewirkt es nicht, daß ihr Ihn liebt? ER ist hingegangen, uns eine Stätte zu bereiten. "Wenn Ich hingegangen bin und eine Stätte bereitet habe, werde Ich wiederkommen und euch zu Mir nehmen."
160    Kindlein, ihr seid jetzt in Geburtswehen. Befolgt die Gebote Gottes. Hier ist der Pastor. Sollte jemand noch nicht getauft sein, so ist das Wasser bereit. Ihr könnt zu dieser Gemeinde gehören oder tun, was immer ihr möchtet. Wenn ihr die Taufe des Heiligen Geistes noch nicht empfangen habt, dann ist dies der Abend, um sie zu empfangen. Glaubt ihr das nicht?
   Ihr sagt: "Bruder Branham, es ist schon spät, du hast zu lange gepredigt." Paulus predigte einmal dieselbe Botschaft eine ganze Nacht hindurch. Da fiel ein junger Mann aus dem Fenster und war tot. Paulus war so gesalbt mit der gleichen Art von Botschaft, warf sich über den Jungen, und das Leben kam in ihn zurück. Jesus Christus ist immer noch derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Liebt ihr Ihn nicht? Wir wollen noch einmal unsere Hände erheben und singen: Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn.
   Wo ist die Pianistin? Schwester, würdest du uns am Klavier den Ton angeben?
   Wie viele lieben Ihn? Erhebt eure Hand und sagt: "Ich liebe Ihn wirklich. Ich liebe Ihn von ganzem Herzen. Ich liebe Ihn."
162    Laßt uns jetzt die Augen schließen, die Hände zum Himmel erheben und zur Ehre Gottes singen: Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn. Wir wollen Ihn anbeten. Wenn man scharf, verletzend und heftig predigt, dann ist dies ein Balsam, den Gott hineingießt und wodurch wir geheilt werden. Es ist Salbe für unsere Seele in Gilead. Jetzt singen wir. Gib uns bitte den Ton an.

Ich lieb' Ihn,
ich lieb' Ihn...

   "Daran werden alle Menschen erkennen, daß ihr Meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt." Das stimmt. Wenn wir einander nicht lieben können, die wir uns doch sehen, wie können wir dann Gott lieben, den wir nicht sehen?

Ich lieb' Ihn,
ich lieb' Ihn...

   .