"DIE ENRÜCKUNG", gepr. am 04.12.65

 in

Yuma, Arizona, USA

 

von

 

BR. WILLIAM MARRION BRANHAM

 


1   Es ist ein großes Vorrecht, der Einladung folgen und hierher zurückkommen zu dürfen. Das letzte Mal hatten wir eine herrliche Zeit hier. Als ich erfuhr, dass ich wiederkommen soll, war ich sehr froh darüber. Man wird ermutigt, wenn man die Zeugnisse und die netten Worte der Menschen hört.

2    Billy sagte mir, dass ich den Bruder aus Las Vegas, der in der Gruppe dort eine Versammlung haben möchte, sofort nach dem Gottesdienst sprechen werde. Wir haben im Januar Zeit, vor den Versammlungen in Phoenix nach Las Vegas zu kommen, so sagte er. Wir wollten schon immer dorthin. Ich meine, vor langer Zeit war Bruder Art Wilson dort. Vielleicht befindet er sich immer noch da. Er und Schwester Wilson baten mich zu kommen. Doch ich hatte noch nicht die Gelegenheit dazu. Vielleicht kann ich diesmal kommen.
   Dort ist Billy Paul. Ich meine, auch Bruder Roy Borders ist hier irgendwo. Jemand sagte, Bruder Roy sei hier oder Bruder Pearry, Bruder Lee oder einer von ihnen. Sie werden in der Lage sein, dir Auskunft zu geben und die Daten für unser Kommen festzulegen.

4    Vor einer Weile habe ich hier viele Prediger gesehen. Ich Bin sehr froh, meine Brüder zu treffen. Ich wünschte, ich hätte Zeit, mit euch nach Hause zu gehen, denn ich weiß, dass ihr die beste Küche im ganzen Land habt. Das wäre fein.
   Bruder Pearry sind heute Abend zwei Dinge unterlaufen. Er hat jetzt zwei Punkte gegen sich. Einer davon ist, dass er das Mikrophon dort draußen ausschaltete. Du bist daran schuld, Bruder Pearry. In Wirklichkeit meine ich aber nicht, dass du tatsächlich schuld bist, das habe ich nur zum Besten gegeben. Jemand wollte zu sprechen anfangen.
   Das zweite war, dass er hinausging, mit Bruder Collins und anderen sprach und sagte: "Das Essen war gut. Doch", meinte er, „es muss von einem Spanier oder einem Mexikaner zubereitet worden sein. Das war der schärfste Pfeffer, den ich je gegessen habe." So fuhr er fort, ohne zu wissen, dass er auch zum Koch sprach.
   Der sagte: „Ich bin der Koch."
   Das war deine „Texas-Art". Wir werden es ihm hier in Arizona bald abgewöhnt haben, wenn er bei uns bleibt, nicht wahr?
   Es ist wirklich schön, hier zu sein. Wahrscheinlich hat das nicht witzig geklungen, doch wir haben Sinn für Humor. Der HErr selbst hatte Sinn für Humor, wisst ihr. ER sagte mit Bezug auf Herodes:
„Geht hin und sagt diesem Fuchs: Wisse wohl: Ich treibe böse Geister aus und vollführe Heilungen heute noch und morgen, und übermorgen komme ich damit zum Abschluss." Wenn Er Sinn für Humor hatte, dann wird es auch uns ab und zu nicht schaden.

9    Es ist schon ein wenig spät. Gewöhnlich predige ich etwa vier Stunden. Doch weil ich weiß, wie höflich der Bruder, die Schwester und die ganze Gruppe hier ist, werden wir uns heute Abend kürzer fassen. Ich habe es Terry gesagt. Er fragte: „Legen wir ein zwei Sunden langes Tonband auf?" Ich antwortete: "Nein, Terry, dies ist ein Bankett. Ich werde nur dreißig, vierzig Minuten zu den Leuten über etwas sprechen." Ich weiß ja, dass ich das jedes Mal versuche.

11    Als ich noch jung war, kamen die Menschen und hörten mir zu, weil ich ein junger Prediger, ein junger Bursche war. Sie sagten: „Nun, Billy Branham...“ Ihr wisst, ich war damals noch sehr jung, hatte keinen Schulabschluss und keine Bildung. Sie kamen, um meine abgehackten Worte, mein Kentucky-Englisch mit all den besonderen Ausdrücken, zu hören. Vor kurzem sagte man in einer Versammlung: „Wir stehen alle auf und singen die Nationalhymne." Ich erhob mich und fing an zu singen: „For my old Kentucky home far away." Das war die einzige Nation, die ich kannte, und deshalb war das für mich die Nationalhymne.

13    Doch wenn man älter geworden ist, und ihr kommt, dann muss man ein wenig mehr aufzuweisen haben als das. Paulus sagte: „Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind." Man handelt wie ein Kind. Doch wenn man älter wird, hat man die ersten Schritte, das Schwanken und Fallen, dass man wieder aufsteht und es noch einmal versucht, hinter sich. Nach einer Weile könnt ihr dann gerade gehen. Das müssen wir als Soldaten des Kreuzes tun: Jetzt ist es an der Zeit, diesen Hochweg zur Herrlichkeit gerade entlangzugehen.

14    Ich glaube, dass wir in den abschließenden Ereignissen dieser Weltgeschichte leben. Ich glaube wirklich, dass die Wiederkunft des Herrn näher ist, als wir es vielleicht meinen. Jetzt möchte ich für etwa dreißig Minuten eure Aufmerksamkeit auf eine Schriftstelle lenken, die ich meinem Text zugrunde legen will. Ich werde mich auch noch auf einige andere beziehen. Als ich neulich zu Hause war, dachte ich über diesen Gedanken nach. Dann kam es mir: „Ich weiß nicht, ob ich die ganze Schriftstelle durchnehmen kann. Ich werde nur einen Teil davon für diesen kurzen Gottesdienst heute Abend verwenden." Eines möchte ich noch sagen, während ihr Psalm 27 aufschlagt, aus dem ich die ersten fünf Verse lesen will.

15    Ich sage das hinsichtlich dieser Gruppen der Geschäftsleute des vollen Evangeliums. Mein Bruder Pearry sprach von den Büchern und so weiter; auch von den neuen, die jetzt herausgekommen sind. Wie viele erinnern sich an das Band „Ist dies die Zeit?", das ich in Phoenix auf einer Konferenz mithatte und worauf ich mich in der Predigt bezogen habe? Das darin erwähnte Ereignis war ausschlaggebend für dieses Buch.
   Es gab zu viele übernatürliche Bestätigungen des geschriebenen Wortes Gottes für diese Stunde, als dass jetzt nicht etwas auf uns zukäme. Dafür ist es wirklich zu real. Seht, es würde euch in Staunen versetzen, wenn ich euch wissen lassen würde, was wirklich geschieht. Viele von euch Fremden hören vielleicht, dass diese Männer aufstehen und gewisse Bemerkungen über die Botschaft dieser Stunde machen und so weiter Was sie damit meinen, ist die Verheißung Gottes für diese Stunde. ER hat verheißen, was Er tun würde, und wir sehen, dass Er genau das, was Er angekündigt hat, auf dieselbe Art und Weise schriftgemäß bestätigt. Was vorausgesagt worden ist, trifft jedes Mal vollkommen ein, denn es ist Gott, der es sagt.

17    Wenn ein Mensch, ganz gleich wer, eine solche Voraussage machen würde, dann wäre die Chance, dass zu einer bestimmten Zeit etwas Bestimmtes geschieht, 1:10 Millionen. Wenn es an einem bestimmten Ort geschehen soll, stünde es 1:100 Millionen. Sollte etwas Bestimmtes zu einer bestimmten Zeit und auf eine bestimmte Art geschehen, dann kann es nicht mehr geschätzt werden. Wenn wir es aber jedes Mal so vollkommen zutreffen sehen, dann ist es von Gott. Dann sehen wir sofort in der Schrift nach, auch wenn es uns seltsam vorkommt. Doch wir forschen in der Schrift, ohne zu wissen, wo wir suchen sollen, und der Heilige Geist bringt es hervor und fügt das ganze Wort zusammen. So entsteht das Gesamtbild, so dass wir die Stunde erkennen, in der wir leben.

18    Wir treten jetzt in einen neuen Abschnitt ein. Wir sind an einer Ecke angekommen. Es ist einfach für einen Maurer, die Steinlagen aufeinander zu legen, aber schwieriger ist es, die Ecken zu mauern. Wenn jemand nur eine gerade Reihe mauert, wie es mit einer Denomination der Fall ist, dann geht alles gut, doch wenn man an einem Wendepunkt ankommt, wo man die nächste Seite ansetzen muss, dann ist es anders. Gott baut keine Mauer; Er baut ein Haus. Daran gibt es viele Abschnitte und Ansätze. ER hat es hier in der Bibel vorausgesagt. Jeder kann den Versuch unternehmen, eine Ecke anzusetzen, doch es muss mit dem Bauplan übereinstimmen. Wenn nicht, dann muss es wieder abgerissen werden.

19    Wir preisen Gott für Seine Güte, für die Gemeinschaft mit euch Menschen und für die offenen Türen, die der HErr uns gegeben hat, auch durch diese Geschäftsleute. Ich habe immer betont, dass ich nicht an Denominationen glaube. Es geht mir um die Menschen in den Denominationen, doch ich kann keine Zeit dafür verwenden, die Denominationen zu empfehlen, denn jede errichtet einen Zaun um sich. Es ist so, wie der Kleine von Bruder David wohl gesagt hat. Er züchtete Enten und erzählte, der Fluss sei einmal angestiegen und alle Enten wollten Gemeinschaft miteinander haben. Doch es war nicht möglich, weil sie eingezäunt waren. Doch das Wasser stieg so hoch, dass die Enten aus der Umzäunung geschwemmt wurden. Ich meine, so sollte es sein. Das Wasser steigt, wir können aus der Umzäunung herauskommen, Gemeinschaft miteinander haben und die wahre Liebe Christi in unseren Herzen tragen.

21    Diese Geschäftsleute des vollen Evangeliums sind für mich eine Oase gewesen. Sehr oft, ich meine, in jeder Denomination, mit der ich zusammenkam, ob bei den Presbyterianern, Lutheranern, Baptisten, Pfingstlern — bei all den verschiedenen Gruppierungen unter den Pfingstlern, z.B. der Gemeinde Gottes — den Nazarenern oder den Heiligkeitspilgern habe ich feine Brüder getroffen. Doch sehr oft können sie mich nicht in ihrer Gemeinschaft haben. Nicht, dass sie es nicht glaubten, doch seht, es würde sie von ihrer Denomination trennen. Wenn ihr das tut, dann ist es natürlich geschehen. Vor nicht langer Zeit kam hier ein Methodisten-Bruder zu mir. Ich werde seinen Namen nicht nennen. Ein feiner Mann. Er schrieb eine Abhandlung über göttliche Heilung. Er kam zu mir zu einem Gespräch. Wir saßen eine Weile beisammen und unterhielten uns. Er sagte: „Das einzige, was wir gegen dich haben, ist, dass du immer nur zu den Pfingstlern gehst." Ich antwortete: "Lass es doch die Methodisten-Kirche unterstützen, dann komme ich." Das war etwas anderes. Er sagte: "Ich bin natürlich nicht die Methodisten-Kirche. Ich gehöre nur zu ihr." Ich antwortete: "Das ist es! Die Pfingstler sind es, die ihre Türen öffnen. Zu ihnen kann ich kommen." So viele von ihnen sich auftun, zu so vielen sind wir bereit zu kommen. Es ist so, wie Er in Offenbarung 3 sagt: "ICH stehe vor der Tür und klopfe an; wenn jemand Meine Stimme hört und die Tür auftut, so werde Ich bei ihm eintreten und das Mahl mit ihm halten." Das sprach Jesus. Ich habe immer gewusst, dass es Christus war, und Er ist das Wort! Das stimmt. ER ist das Wort.

24 Deshalb sind die Geschäftsleute des vollen Evangeliums eine Oase gewesen, wo wir zusammenkommen können. Keine Kirche oder Gemeinde finanziert es. Es sind alles Menschen aus den Kirchen, und wir kommen überall auf der ganzen Welt zusammen und haben Gemeinschaft. Ich war dabei behilflich, viele, viele Gruppen der Geschäftsleute des vollen Evangeliums auf der ganzen Welt aufzubauen. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, die mir gegeben wurde. Darin tragen die Geschäftsleute die Kosten, und alle Kirchen wollen trotzdem kommen. Ich versuche nie, jemanden von seiner Gemeinde wegzuziehen. Bleibt in eurer Gemeinde und verbreitet das Licht. Seid ein echter Christ, so wird euer Hirte euch schätzen. Einen wirklich echten, treuen Geheiligten, einen solchen Menschen, der an Gott glaubt, wird jeder schätzen. Ich danke dem Bruder, seiner Frau und der Gruppe hier für diese Gelegenheit. Möge die Gruppe wachsen, und mögen die Segnungen Gottes darauf ruhen. Dann wird sie ein Instrument in den Händen Gottes sein, mit dem vor dem Kommen des Herrn noch Hunderte von Menschen gerettet werden. Dasselbe wünsche ich den übrigen Gruppen und ihren Repräsentanten, die hier sind.

27    Heute Abend möchte ich aus den Psalmen lesen und eine Weile über ein wirklich eigenartiges Thema sprechen. Ich habe mir Schriftstellen dazu notiert. Ich dachte, ich würde heute Abend vielleicht über etwas anderes sprechen, doch die Zeit eilt dahin, und ich wollte nicht solange bleiben. Deshalb habe ich dies aufgeschlagen und mir noch einige Bibelstellen notiert. Ich möchte über das Thema „Die Entrückung" sprechen. Wir glauben, dass es eine Entrückung geben wird. Alle Christen, das heißt, alle, die in der Bibel lesen, glauben, dass eine Entrückung stattfinden wird.

29    Als Grundlage dazu möchte ich aus Psalm 27, Vers 1-5, lesen.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: vor wem sollt' ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Schutzwehr: vor wem sollte mir bangen? Wenn Übeltäter gegen mich anstürmen, mich zu zerfleischen, meine Widersacher und Feinde: sie straucheln und fallen. Mag ein Heer sich gegen mich lagern: mein Herz ist ohne Furcht; mag Krieg sich gegen mich erheben: trotzdem bleib' ich getrost. Nur eins erbitt' ich vom Herrn, danach trag' ich Verlangen: dass ich weilen möge im Hause des Herrn mein ganzes Leben hindurch, um anzuschauen die Huld des Herrn und der Andacht mich hinzugeben in Seinem Tempel. Denn Er birgt mich in Seiner Hütte am Tage des Unheils, beschirmt mich im Schirm Seines Zeltes, hebt hoch mich auf einen Felsen empor.

   Möge der Herr Seine Segnungen zum Lesen Seines Wortes hinzu lügen.

30    Wenn ich heute Abend über dieses Thema spreche, dann mögen manche von euch nicht mit der Methode übereinstimmen, die ich habe. Doch wie viele hier glauben, dass die Bibel lehrt, dass eine Entrückung der Gemeinde stattfinden wird? Jawohl, das stimmt. Eine Hinwegnahme der Gemeinde! Ob ihr Methodist, Baptist, Presbyterianer, Pfingstler oder was auch immer seid: es wird eine Hin wegnähme geben.
   Ich meine, wenn ich spreche, dann komme ich doch nicht hierher, weil ich etwas sagen will, von dem ich glaube, dass es den Menschen gefällt. Dessen habe ich mich nie schuldig gemacht. Ich möchte hierher kommen und etwas sagen, wozu ich mich geleitet fühle und von dem ich glaube, dass es euch hilft — etwas, das euer Erlebnis mit Gott vertieft, wenn ihr bereits Christ seid. Und wenn ihr noch kein Christ seid, soll es euch dahin bringen, dass ihr euch eurer selbst schämt und ein Christ werdet. Das ist der Zweck, zu dem ich immer versucht habe, meine Gedanken mit der Leitung des HErrn in Einklang zu bringen.

32    Wir werden davor gewarnt, dass gegen diese Lehre in den letzten Tagen gespottet werden wird. Das wollen wir eben lesen. Es steht in 2.Petrus 3. Lasst uns das 3. Kapitel aufschlagen und die Verse 3-6 lesen. Wir wollen sehen, ob das so ist oder nicht.

   Ihr müsst dabei aber zunächst bedenken, dass am Ende der Tage Spötter voll Spottsucht auftreten werden, Menschen, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln;
   und sagen: „Wo ist denn Seine verheißene Wiederkunft? Seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt ja alles doch so, wie es seit Beginn der Schöpfung gewesen ist."
   Bei dieser Behauptung lassen sie nämlich unbeachtet, dass es von alters her Himmel gab und eine Erde da war, die aus Wasser und mittelst Wassers kraft des Wortes Gottes ihren Bestand hatte,
   und eben deshalb ist die damalige Welt im Wasser durch Überflutung zugrunde gegangen.


33    Der Grund, weshalb dieses Thema so beleuchtet wird, ist, weil der Prophet hier gesagt hat, dass in diesen letzten Tagen Spötter auftreten werden, die diese Dinge sagen. Es ist vorausgesagt worden. Deshalb handeln die Menschen heute so, wie sie es tun. Ihr müsst wirklich damit rechnen, denn die Bibel sagt, dass sie in den letzten Tagen „prahlerisch und hochmütig sein werden, mehr dem Genuss als der Liebe zu Gott ergeben, verleumderisch, verräterisch, zügellos und allem Guten feind; sie werden wohl noch die äußere Form der Gottseligkeit wahren, aber deren innere Kraft nicht erkennen lassen. Von solchen wende dich ab!" "Von solchen Menschen wende dich ab!" Können wir damit rechnen, dass es eine Nachahmung der Wahrheit geben wird? Gewiss!

34    Als Mose nach Ägypten ging, um die Kinder Israel zu befreien, hatte er einen Stab zur Bestätigung in seiner Hand. Doch der Gott des Himmels stand hinter ihm, und er vollführte ein Wunder. Nach ihm traten die Nachahmer auf und taten dasselbe, was er getan hatte. Sie kamen als zweite, nachdem er es zuerst getan hatte. Erst dann traten sie auf, denn sie ahmten das nach, was er getan hatte. Eine Nachahmung des Originals - das stellen wir fest. Doch jetzt sagt ihr: "Ach, das war in den Tagen Moses." Die Schrift sagt jedoch, dass sie in den letzten Tagen wieder auftreten werden: „Geradeso wie einst Jannes und Jambres gegen Mose aufgetreten sind, so treten auch diese Menschen mit einem zerrütteten Verstand gegen die Wahrheit auf." Es sind Nachahmungen und alles Mögliche, um die Menschen zu verwirren.
   Es soll ja die Entrückung stattfinden. Immer, wenn Gott etwas in Übereinstimmung mit Seinem Wort geschehen lässt, kommt etwas hervor, um es, wenn möglich, durcheinander zu bringen. Es ist die Absicht Satans, das zu tun.
   Es ist so, wie der Bruder hier aus der Versammlung in Las Vegas gesagt hat, dass die Welt der Herrschaftsbereich Satans ist und er dort sein Hauptquartier hat. Ich weiß, dass Satan der Gott dieser Welt ist. Jede Nation unter dem Himmel wird von ihm beherrscht. Genauso ist es! Diese Welt gehört Satan, doch Jesus wird sie übernehmen. Er hat sie Ihm schon einmal angeboten, doch Er lehnte ab. ER sagte nein, weil Er wusste, dass die Zeit kommt, wo Er der Erbe sein wird.

37    Wir wollen uns jetzt ein paar Minuten mit dem Wort "Spötter" befassen, bevor wir fortfahren. Spötter! Vor etwa zwei Wochen las ich in Tucson in der Zeitung von einem Mann in England, der behauptet, dass die Kreuzigung unseres HErrn Jesus Christus nur ein Betrug von Pilatus und Jesus war, denn Er sei nur aufgetreten, um sich groß zu tun. Es machte sogar Schlagzeilen. Wir haben keine Möglichkeit, ihnen das Gegenteil zu beweisen, denn alles, was von Gott kommt, kann nur im Glauben aufgenommen werden; wir müssen es glauben. Er fuhr damit fort zu beschreiben, wie es geschehen sein könnte.

38    Das geschah vor kurzem in England, dieser großen Nation, wo John Wesley und Charles und viele jener großen Prediger der früheren Tage auftraten. Spurgeon und andere haben das Evangelium auf Märkten und überall gepredigt. Doch man hat die Botschaft ihrer Zeit abgelehnt. Seht, was sie heute sind. Dort befinden sich Bruder Williams und andere von ihnen heute Abend. Es ist eines der heruntergekommensten Länder der Welt. Ich war in der ganzen Welt, doch ich kenne keines, das so verderbt ist wie England. Billy Graham sagte das gleiche. Er musste seine Frau aus den Parks bringen, weil Männer und Frauen dort öffentlich den Geschlechtsakt vollzogen. Ich war ebenfalls dort und habe noch nie etwas gesehen, das einem so sehr das Herz bricht, wie das, was in England vor sich geht. Sie hatten die Gelegenheit und führten die Welt einst in eine Reformation. Es ist ein Beweis dafür, wie es fallen kann.
Seht, wodurch das geschieht: Die Engländer wollen heute immer noch an der Botschaft festhalten, die damals erging. Das geht heute nicht mehr. Sie richtet nichts aus.

40    Was wäre geschehen, wenn Mose mit der Botschaft Noahs aufgetreten wäre und gesagt hätte: „Wir bauen eine Arche und fahren damit den Nil hinunter. Es wäre nicht gegangen. Genauso wenig hätte die Botschaft, die Jesus brachte, bei Mose etwas ausgerichtet. Dasselbe wäre mit der Botschaft Wesleys im Zeitalter Luthers gewesen oder umgekehrt. Unsere letzte große Reformation war die Pfingsterweckung. Doch heute gehen wir weiter. Dies kann nicht mit der Pfingstbotschaft vermischt werden, denn es ist ein anderer Tag. All das war Gottes Wort, doch es befindet sich im Aufbau. Darin sind Hände und Füße hervorgekommen, bis hin zur Gestaltung einer Braut für die Entrückung. Es schließt die Menschen von damals nicht aus; sie lebten ja gemäß ihrer Botschaft. Alle, die zur Braut gehören, werden hervorkommen. Es ist so, wie das Leben durch einen Weizenhalm geht. Es verlässt die Hülse und formt sich wieder zum Weizen, der genauso ist wie das Weizenkorn, das in die Erde fiel.

41    Vor nicht allzu langer Zeit las ich ein Buch, das ein Deutscher als Kritik geschrieben hatte. Er sagte: „William Branham übertrifft alle Fanatiker der Welt. Er ist doch nichts anderes als ein Magier. So tut er diese Dinge." Seht, der Mann weiß nichts.
   Dieser Mann war ein Kritiker. Er glaubte nicht einmal an Gott. Er sagte: „Was ist das für ein Gott, der im Mittelalter dasitzen, Seine Hände in den Schoss legen und lachen konnte, als viele Christen, Mütter mit ihren Kindern und Seine eigenen Jünger von Löwen aufgefressen wurden, ohne dass Er einen Finger gerührt hat?" Seht ihr, dass der menschliche Verstand, die Bildung und diese Dinge das nicht begreifen können? Das Weizenkorn musste doch in den Boden fallen.

43    So, wie Jesus hineingelegt werden musste, um wieder aufzuerstehen, musste die Gemeinde zu Pfingsten hineinfallen. Sie musste im Mittelalter in den Boden fallen. Der Weizen, jedes Saatkorn, das in den Erdboden gelegt wird, muss für eine Zeitlang im Dunkeln liegen, um Frucht zu Dringen. Zur Zeit Martin Luthers ging es auf. Durch Wesley wuchs es weiter, bis hinein in die Pfingsterweckung. Jetzt kommt wieder das Weizenkorn hervor. Die denominationellen Systeme, die zurückgeblieben sind, entsprechen dem Halm, mehr nicht. Sie werden verbrannt; die Denominations-Systeme. Doch das wirkliche Weizenkorn, das durch jede dieser Reformationen hervorkam, wird als Braut hinauf genommen werden. Sie alle zusammen werden die Braut bilden.

44    Wir haben gehört, dass vor kurzem in England die Kreuzigung gespielt wurde, und zwar von einer Gruppe dieser langhaarigen Jugendlichen. Sie schrieen und nannten Jesus „Daddy" und so weiter.
   Ihr sagt: „Das war in London, England." Beachtet, was in der letzten Woche hier in Amerika in der Zeitung stand: Ein angesehener Doktor der Theologie einer guten Schule sagte, die Kreuzigung sei nur ein Schwindel gewesen. Er behauptete, Jesus wollte das nur vortäuschen und habe ein Getränk aus der Alraune zu sich genommen. Sie wird in 1.Mose erwähnt. Es ist eine ähnliche Pflanze wie die, aus der man Marihuana herstellt. Sie kommt im Orient vor. Wenn man davon trinkt, fällt man in einen todesähnlichen Schlaf, der zwei, drei Tage dauert.

46    Er sagte, es wäre sehr wahrscheinlich, dass es ein Getränk aus der Alraune-Pflanze war, als man Ihm Essig mit Galle vermischt gab. Das hätte man Ihm zu trinken gegeben, und Er wäre in einen todesähnlichen Schlaf gefallen. Dann hat man Ihn in das Grab gelegt, und als sie zwei, drei Tage später wieder dorthin gingen, wäre Er natürlich aufgewacht gewesen, und Ihm hätte nichts gefehlt. Dann, so meinte er, sei Er nach Indien gegangen und dort irgendwann eines natürlichen Todes gestorben. So habe Er versucht, durch Betrug eine Religion zu gründen. Er ist ein Kritiker. Was ist mit diesen Menschen los? Es kommt einfach daher, dass wir in dieser Zeit leben, in der die Spötter auftreten sollen. Es ist der Tag, wo sich diese Weissagung erfüllt.

47    Gott hat jedem Zeitalter einen bestimmten Teil Seines Wortes zugeteilt. In jedem Zeitalter muss dieser Teil offenbar werden. ER hat auch Männer für diese Zeitalter vorherbestimmt, das Wort zu erfüllen. Jedem Zeitalter, dem Er Sein Wort zuteilte, hat Er auch den Mann dafür eingeteilt. Als Er die Zeit von Mose plante, hat Er auch Mose mit eingeplant. Als Er die Zeit plante, in welcher der Sohn Gottes geboren werden sollte, hat Er Ihn dafür bestimmt. Für jedes Zeitalter hat Er Seine Männer eingeteilt und vorherbestimmt. Die Bibel bezeugt, dass Gott unendlich, allmächtig, allgewaltig, allgegenwärtig und allwissend ist. Deshalb wusste Er alle Dinge von Anfang an. Nichts ist aus der Fassung; wir sind es nur, die das meinen. Alles verläuft planmäßig.
   Schaut in Seinem Wort nach und seht, was Er tut. Dann werden wir es verstehen.

49    Denkt nach. Wenn dieser Prediger nachgedacht hätte, wäre ihm als erstes eingefallen, dass Er den Essig, den man Ihm mit Galle vermischt zu trinken gab, ausgespieen hat. ER hat es erst gar nicht hinuntergeschluckt. Es sind einfach Spötter, die auftreten. Wie konnte es außerdem sein, dass Jesus von Nazareth und Sein Leben mit jeder Weissagung des Alten Testaments übereinstimmten? Wie konnte das sein? Es wäre nicht möglich gewesen, wenn Gott es nicht so bestimmt hätte. Sein Leben stimmte mit Jeder Weissagung des Alten Testaments überein. Noch etwas: Wenn die Jünger Seinen Betrug mitgemacht haben, weshalb sind sie dann alle den Märtyrertod gestorben? Der Apostel Petrus sagte sogar: „Hängt mich mit meinem Haupt nach unten. Ich bin nicht würdig, so zu sterben wie Er." Andreas drehte man sogar am Kreuz auf die Seite. Sie alle haben ihr Zeugnis mit ihrem eigenen Blut besiegelt. Sie glaubten Ihm, liebten Ihn und gaben ihr Leben für Ihn. Wenn Er ein Betrüger gewesen wäre, hätten sie dann all das für Ihn getan? Seht, die Menschen begreifen die geistliche Bedeutung nicht.

50    Vor nicht langer Zeit war ein angesehener Mann hier, ein großer Rabbi, der über Mose und den Durchzug durch das Rote Meer geschrieben und behauptet hat, es wäre in Wirklichkeit gar kein Wasser gewesen und dass es nicht wie eine Wand war. Er sagte: „Es war am anderen Ende des Roten Meeres. Dort gab es viel Schilf, und er zog durch das Schilf, das dort am Wasser stand. Dort war kein Wasser, sondern nur Schilf. Es war nur ein Meer von Schilf, wodurch sie gegangen sind." Viele Geistliche glauben es und akzeptieren es.
   Als der erste Astronaut ins All flog und zurückkam, sagte er, dass er nichts von Gott gesehen hätte. Das hat sogar Prediger umgestimmt, denn sie meinten, Gott würde irgendwo dort oben in einer Höhe von 150 Meilen wohnen. Oh, Bildung und die Weisheit dieser Welt haben aus der Kirche—Gemeinde einen Haufen Unkraut gemacht.

52    Bildung, Bildungssysteme, Wissenschaft und Zivilisation sind vom Teufel. Es ist die Zivilisation des Teufels. So sagt es die Bibel. Unsere Zivilisation, die kommt, wird überhaupt nichts mit dieser Zivilisation gemeinsam haben. Sie wird absolut nichts davon haben. Es wird eine andere Zivilisation sein. Je zivilisierter wir werden, je mehr diese Welt in der Wissenschaft erreicht, desto weiter gehen wir in den Tod, in die Todesfallen hinein. In dieser neuen Zivilisation wird es keinen Tod, keine Krankheit, kein Leid und keinen Schmerz mehr geben. Dort wird nichts davon sein. Diese Zivilisation muss zerstört werden, denn sie ist vom Teufel.

53    In 1.Mose 4 finden wir, dass die Nachkommen Kains mit der Zivilisation begonnen haben. Sie bauten Städte, Musikinstrumente und widmeten sich der Wissenschaft. So entfernten sich die Menschen immer weiter von Gott. Trotzdem waren sie religiös. Als aber die Nachkommen Seths sich vermehrten, begannen sie, den Namen des HErrn anzurufen.
   Ich bin nicht hier, um irgendjemanden in seinen Gefühlen zu verletzen oder etwas über eine Kirche zu sagen. Wenn jemand hier ist, der zu dieser Kirche gehört, so sage ich das nicht, um euch weh zu tun, denn darin sind genauso viele gute Menschen wie in anderen Kirchen. Doch ich las in der letzten Woche in Shreveport eine Erklärung der katholischen Kirche. Wir sehen ja, dass jetzt alle in dem großen ökumenischen Rat zusammenkommen und dadurch genau das erfüllen, was die Bibel von ihnen vorhergesagt hat.

55    Darin wurde gesagt: "Wozu die Bibel? Einige von den Protestanten wollen sich an die Bibel halten. Die Bibel ist doch nur ein Buch, eine Geschichte der Kirche, und bis vor etwa 250 Jahren gab es sie gar nicht in Schriftform. Es ist immer die Kirche gewesen“, hieß es. „Es war die Kirche, nicht die Bibel. In der Bibel ist doch nur die Geschichte der Kirche aufgezeichnet; das, was sie getan hat." Was für eine raffinierte Lüge ist das! Die Bibel gibt es seit dreitausend Jahren! Das Alte Testament ist bereits Hunderte von Jahren vor dem Kommen Christi niedergeschrieben worden. Es ist nur eine List des Teufels.

56    Wir stellen fest, dass an diesem Tag diese großen Spötter auftreten, sich über die Bibel lustig machen und versuchen, sie zu beseitigen. Gott muss die Kirche nach etwas richten, sonst wäre Er nicht gerecht. Man könnte nicht die Straße entlangkommen, mich einsperren und sagen, ich sei mit dreißig Meilen gefahren, wo nur zwanzig erlaubt sind, wenn dort nicht etwas sein würde, das mir sagte: „Hier sind nur zwanzig Meilen erlaubt." Es muss dort stehen. Eines Tages wird Gott die Kirche und die Menschen richten. Das wissen wir. Das Gericht kommt. Wenn Er durch die katholische Kirche richten würde, durch welche katholische Kirche dann? Würde Er durch die Methodisten richten, so wären die Baptisten verloren. Würde Er sie durch die Einheitsleute richten, sind diejenigen verloren, die an die Zweiheit glauben. Wodurch wird Er sie richten? ER sagte, dass Er sie durch Christus richten wird, und Christus ist das Wort. Also ist es das Wort Gottes, nach dem Gott richten wird. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." „Derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." ER wird sie durch Sein Wort richten.
   Wir stellen fest, dass man in dieser Zeit versucht, die Bibel hinauszudrängen und die Kirche anzunehmen. Die Kirche will die Bibel nicht, damit sie jede Art von Glaubensbekenntnis machen und sich danach richten können.

58    Ich habe vor einigen Abenden in Shreveport zum Abendmahl darüber gesprochen, dass sieben Tage lang kein Sauerteig unter ihnen zu linden sein durfte, wenn das Opferlamm geschlachtet wurde. Kein Sauerteig, kein gesäuertes Brot. Alles musste ungesäuert sein. Dadurch wurden die sieben Gemeindezeitalter dargestellt, über die wir hier ein Buch haben. Es durfte kein Sauerteig vorhanden sein oder etwas, wo er hineingemengt war. Wir haben das Wort mit Glaubenssatzungen und Denominationen und allem anderen vermischt und wollen es immer noch „das Wort" nennen. Während der sieben Tage darf kein Sauerteig vorhanden sein. Versucht nicht einmal, etwas von dem, was heute gegessen wird, für morgen aufzubewahren, sondern verbrennt es vor Tagesanbruch, denn eine neue Botschaft kommt hervor, etwas ganz Neues.

59    Seht, man versucht, es übrig zu behalten. Genauso war das Verhalten der Kirche. Eine Erweckung bricht aus, und das erste, was geschieht, ist, dass man nach etwa drei Jahren eine Organisation daraus macht. Die Denomination gründet eine Organisation. Doch habt ihr beachtet, dass diese schon über zwanzig Jahre im Gange und noch zu keiner Organisation geworden ist? Es wird auch keine daraus entstehen! Dies ist das Ende. Der Weizen ist wieder zum Weizen geworden. Der Weizen ist wieder als Korn vorhanden. Die Hülse hat sich von ihm zurückgezogen. Jetzt muss der Weizen in der Gegenwart der Sonne liegen, um zu reifen.

60    Ist es nicht eigenartig, dass vor nicht langer Zeit an der Ostküste eine totale Verdunkelung war? Man konnte es nicht verstehen. In Texas war letzte Woche eine Verdunkelung. Sie begreifen es nicht. Erkennt ihr nicht, dass das ein Zeichen ist? Wisst ihr nicht, dass die Nationen zerbrechen? Israel befindet sich in seinem Heimatland, und all diese Zeichen zeigen an, dass wir am Ende angekommen sind. Wisst ihr nicht, dass es ein Zeichen ist, wenn Finsternis eintritt? Zur selben Zeit trifft das ein, was der Prophet gesagt hat: "Zur Abendzeit wird Licht sein." Zur Abendzeit, wenn Verdunkelungen und Dinge stattfinden, wie es jetzt geschieht, wird ein Licht hervorbrechen. Seht nur, wie finster es geworden ist.

61    Der Papst kam hierher. Denkt daran, wie der HErr mir an dem Tag in der Kapelle genau gezeigt hat, wo die Gemeindezeitalter eingeordnet werden müssen und wie sie verlaufen sind. Ich nehme an, ihr alle habt die Tonbänder. Ich hatte die Gemeindezeitalter dort an der Tafel aufgezeichnet, wie ihr es hier in dem Buch seht. Der Heilige Geist kam dann in der großen Feuersäule herab, begab sich dort an die Wand und zeichnete sie selbst nach, während etwa drei- bis vierhundert Menschen, die dort saßen, es sahen. Als der Papst hierher kam, gab es eine Mondfinsternis. Man machte Aufnahmen davon, und sie zeigten genau das, was dort auf der Plattform aufgezeichnet war. Er trat seine Reise hierher am 13. an, stieg 13 Stufen hoch, teilte die Kommunion an 13 Leute aus — in einer Nation, deren Zahl 13 ist, und überall gibt es Finsternisse. Seht ihr nicht, wo wir uns befinden? Wir befinden uns am Ende der Zeit.
   In den letzten Tagen werden Spötter auftreten und sagen: „Die Zeiten haben sich nicht geändert, seit unsere Väter entschlafen sind." Doch wenn ihr seht, dass diese Dinge zu geschehen beginnen, dann hebet eure Häupter empor; macht euch bereit; jeden Augenblick könnte etwas geschehen. Christus kommt für Seine Gemeinde.

63    Sie glauben nicht, denn es ist ihnen verborgen. Sie erkennen nicht, dass sie es sind, welche die Schrift erfüllen. Die Menschen begreifen tatsächlich nicht, dass sie, indem sie diese Dinge tun und sagen, die Schrift erfüllen. Genauso wenig wussten Kaiphas, der Hohepriester, und all die anderen Priester jener Tage, die da spotteten und sich über Ihn lustig machten, dass der Gott vor ihnen stand, von dem sie in Psalm 22 sangen: "Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen? Meine Hände und Füße haben sie durchbohrt." Das sangen sie im Tempel, während Er dort draußen am Kreuz starb. Wie wenig begriffen sie, dass sie genau das getan hatten! Jesus betete sogar: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Die Schrift hatte tatsächlich von ihnen vorausgesagt, dass sie blind sein würden.

64    Habt ihr gewusst, dass von der protestantischen und der katholischen Kirche in der Schrift genau das gleiche vorausgesagt ist, nämlich dass sie in den letzten Tagen blind sein werden, während Christus draußen steht und versucht hineinzukommen? „Weil du sagst: ‚Ich bin reich, ja reich bin ich geworden und habe an nichts Mangel.', und weil du nicht weißt, dass gerade du elend und erbarmenswert, arm, blind und nackt bist..." Offenbarung 3. Da habt ihr es! Sie sind wiederum blind und treten die Dinge Gottes mit Füßen, als ob sie ihnen nichts bedeuten, indem sie spotten und sich darüber lustig machen. Das ist es, was die Bibel sagt.

65    Doch für die Gemeinde, für die Braut ist die Entrückung eine Offenbarung. Ihr ist es geoffenbart. Das ist die Offenbarung. Die wahre Braut Christi wird auf diese Offenbarung der Entrückung warten.
   Es ist eine Offenbarung, denn Offenbarung ist Glaube. Ihr könnt keine Offenbarung haben, ohne dass es Glaube ist. Glaube ist eine Offenbarung, denn es ist etwas, das euch geoffenbart wird. Glaube ist eine Offenbarung. Glaube ist etwas, das euch geoffenbart worden ist, wie es bei Abraham war, der alles, was im Gegensatz zu dem stand, was ihm geoffenbart worden war, so bezeichnete, als wäre es nicht vorhanden. Das ist Glaube. Es ist eine Offenbarung Gottes. Die Gemeinde ist auf Offenbarung gebaut — der gesamte Leib.

67    Vor einigen Wochen sprach ich mit einem feinen Baptisten-Prediger. Er kam, um mit mir zu diskutieren. Er sagte: "Ich mag dich als Mensch, doch du bist ganz durcheinander."
   Ich antwortete: "Dann bitte ich dich, mir anhand der Schrift zu helfen, dass ich zurechtkomme."
   Er sagte: "Wir werden nie imstande sein, die Dinge richtig zusammenzubekommen, Bruder Branham, es sei denn, wir begreifen die griechische Bedeutung eines jeden einzelnen Wortes ganz genau."
   Ich erwiderte: "Werter Herr, du müsstest es doch besser wissen. Sogar auf dem Konzil zu Nizäa, noch ganz am Anfang, etwa dreihundert Jahre nach dem Tod Christi, stritt man sich darüber, welcher von den griechischen Gelehrten im Recht sei. Du kannst es nicht ergründen. Das ganze ist eine Offenbarung."
   Er erwiderte: "Offenbarung kann ich nicht akzeptieren."
   Ich fragte: "Wie kannst du dann Christus akzeptieren?"
   Er meinte: "Nun, die Bibel sagt doch: ‚Wer an Jesus Christus glaubt, hat ewiges Leben!"
   Ich antwortete; "Das stimmt. Es steht aber auch geschrieben, dass niemand Jesus Christus ‚HErr' nennen kann, es sei denn durch eine Offenbarung des Heiligen Geistes, die dem Betreffenden zuteil werden muss." So seid ihr wieder beim Ausgangspunkt angelangt. Es mündet wieder in der Offenbarung. Es muss geoffenbart werden.

70    Kain und Abel hatten keine Bibel, die sie lesen konnten, doch dem Abel wurde es durch Glauben, der eine Offenbarung ist, geoffenbart. Abel brachte Gott ein wertvolleres Opfer dar als Kam, und Gott legte Zeugnis davon ab, dass er gerecht war. Jesus stellte in Matthäus 16,15 eine Frage. Wir haben keine Zeit, es zu lesen, doch ihr könnt es euch aufschreiben. ER fragte: „Für wen halten die Leute Mich, den Menschensohn?"
   „Die einen für Mose, andere für Elia oder sonst einen von den Propheten."
   ER fragte: „Ihr aber — für wen haltet ihr Mich?"
   Petrus antwortete: „DU bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!"
   Da sprach Er: „Selig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern Mein Vater, der im Himmel ist, hat es dir geoffenbart." Auf diesem Felsen, der geistlichen Offenbarung, wer Gott ist, wer Jesus ist, wurde die Gemeinde erbaut. ER ist ja die Offenbarung Gottes; Gott, der Fleisch wurde und sich der Welt offenbarte. ER war in der Welt. Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst. ER offenbarte in einem Fleischesleib, was Gott ist. „DU bist Christus, der Gesalbte, der Sohn Gottes."
   ER sprach: „Nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern Mein Vater, der im Himmel ist, hat es dir geoffenbart. Auf diesem Felsen — der Offenbarung des Wortes zu seiner bestimmten Zeit — will Ich Meine Gemeinde erbauen. Darauf werde Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen."

74    Die Offenbarung ist das letzte Buch der Bibel. Für die Ungläubigen ist es versiegelt. Darin steht im 22. Kapitel: „Wenn jemand den Worten dieses Buches der Weissagung etwas hinzufügt oder wegnimmt, so werde Ich seinen Anteil vom Baume des Lebens nehmen. Daraus ersehen wir, dass es nur den Gläubigen zugedacht ist. Ihnen wird das Buch der Offenbarung geöffnet und geoffenbart, wer der Autor dieses gesamten Buches ist. ER muss als das Alpha und Omega gesehen werden. Von 1.Mose bis zur Offenbarung ist es immer der gleiche: Jesus Christus. ER offenbart darin Sein ganzes Geheimnis über sich selbst und Seine Pläne für die kommenden Gemeindezeitalter, und es wurde mit sieben Siegeln versiegelt.

75    Das Buch wurde geschrieben, doch denkt daran: dann wurde es mit sieben Siegeln versiegelt. Diese sieben Siegel sollten gemäß Offenbarung 10 erst dann geöffnet werden, wenn der letzte irdische Engel auf Erden posaunt, Offenbarung 10,7: „... sondern in den Tagen, in denen die Stimme des siebten Engels erschallt, wenn er in die Posaune stoßen wird, ist das Geheimnis Gottes zum Abschluss gekommen..." Das ist das Zeitalter, in dem wir leben.
   Wir alle wissen, dass wir im Zeitalter von Laodizea leben. Es wird kein weiteres Zeitalter mehr geben; es kann keines mehr sein. Wir leben also im Laodizea-Zeitalter, und die sieben Siegel, die das Buch verschlossen hielten, so dass es für die Menschen ein Geheimnis ist, sollten in dieser Zeit geöffnet werden. Das hat Er verheißen. Es wird nichts außerhalb des Wortes sein, denn ihr könnt dem Wort nichts hinzufügen und nichts vom Wort hinweg nehmen. Es muss immer das Wort bleiben. Doch durch die Offenbarung soll die Wahrheit, das, was es ist, offenbar werden, und es muss mit dem Rest der Schrift übereinstimmen. Dann bestätigt Gott, dass es die Wahrheit ist.

77    Seht, Gott braucht keinen Ausleger. ER ist Sein eigener Ausleger. ER gibt Seine eigene Auslegung, indem Er die Dinge erfüllt, die Er angekündigt hat. Es ist so wie am Anfang, als Er sprach: „Es werde Licht!", und es ward Licht. Das bedurfte keiner Auslegung. Es wurde bestätigt.
   In der Schrift hat Er gewisse Dinge für diese letzten Tage verheißen. Darum geht es. Deshalb kam Jesus als der Sohn Gottes, denn Er hatte verheißen, Ihn zu senden. Als Er zu Seiner Zeit hier auf Erden war und die Menschen Ihm nicht glauben konnten, da sprach Er:
„Forschet in der Schrift, denn ihr meint, ewiges Leben darin zu haben, und sie ist es auch wirklich, die von Mir Zeugnis ablegt." „Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubt Mir nicht. Wenn ihr Mir nicht glauben könnt, so glaubt doch den Werken, die Ich tue, denn sie bezeugen, wer Ich bin."

79    Im Zeitalter Wesleys legten die Werke, die er tat, Zeugnis davon ab, wer er war. Im Zeitalter Luthers legte die Reformation Zeugnis davon ab, wer er war. In den Tagen der Pfingsterweckung legte die Wiedererstattung der Gaben, das Zungenreden, das Austreiben von Teufeln und die anderen Gaben, Zeugnis ab. Es geschah nicht zum Spaß.
   Als es begann, äußerten Menschen ihre Meinungen darüber. Ich habe Bücher über die Geschichte der Pfingstbewegung gelesen. Man sagte: „Es kann nicht lange dauern, dann wird es ausgehen." Doch es brennt immer noch. Weshalb? Ihr könnt es nie auslöschen, denn Gott sagte, dass es da sein wird. Es ist dieser bestimmte Teil des Wortes, und deshalb könnt ihr es nicht auslöschen. Wenn jetzt die Braut herausgerufen wird, wie wollt ihr das verhindern? Es ist die Offenbarung, dass das Wort kund wird, die sich erfüllt. Wir leben in dieser Zeit. Preis sei Gott! Die Offenbarung über das Geheimnis Seiner selbst!

81    Die Entrückung, die Entrückung, von der wir sprechen, ist nur für die Braut. Denkt daran, die Bibel sagt: „Die übrigen Toten aber lebten bis zum Ablauf der tausend Jahre nicht wieder auf." Diese herrliche Entrückung! Wenn es keine Entrückung gibt, Freunde, wo befinden wir uns dann? Was werden wir dann tun? In welchem Zeitalter leben wir dann? Welch eine Verheißung haben wir? Die Entrückung wird stattfinden! Die Bibel sagt, dass sie stattfinden wird. Doch sie wird nur für die Auserwählten sein — für die Auserwählte, die Braut, die in diesen Tagen herausgenommen wird, für die Gemeinde.
   Das Wort „Gemeinde' bedeutet „die Herausgerufenen". Wie Mose eine Nation aus einer anderen Nation herausrief, so ruft der Heilige Geist eine Braut aus der Gemeinde; eine Gemeinde aus der Gemeinde. Glieder aus Jeder Denomination bilden die Braut. Über den „Braut-Baum" gibt es ein Tonband. Eine Braut wird gerufen und kommt heraus. Dieser „Braut-Baum" ist die Braut, die an der Entrückung teilnehmen wird — nur sie, nichts anderes als die Braut, die Auserwählten, die von Anfang an von Gott dazu vorher ersehen sind, die geistlichen Erbschaftsträger des Vaters.
   Hier möchte ich ein wenig innehalten. Ich werde etwas nervös, wenn ich daran denke, dass ich euch zu lange hier festhalten könnte.

83    Gebt Acht! Seht! Weiß ein jeder von euch Menschen, dass ihr schon Jahre, bevor ihr geboren wurdet, als Gen in eurem Vater wart? Das stimmt. Ein Samenkeim war in eurem Vater. Er kommt ja vom Mann, nicht von der Frau. Von der Frau kommt das Ei, in dem der Same aufgenommen wird, doch der Keim kommt vom Mann.
   Nehmen wir z.B. meinen Sohn, der hier sitzt. Schon als ich 16 Jahre alt war, befand sich mein Sohn in mir. Ich kannte ihn nicht, doch er war da. Durch die Vereinigung in der Ehe kam er in meinem Bild hervor. Von da an kannte ich ihn, und ich kann Gemeinschaft mit ihm haben. Er kam zur rechten Zeit.

85    Genauso wart ihr in Ihm. Wenn ihr ewiges Leben habt, dann seid ihr schon in Gott gewesen, bevor es überhaupt eine Welt gab. Ihr seid ein Teil, ein Sohn Gottes, ein Attribut Gottes. ER wusste, in welch einem Zeitalter ihr hervorkommen würdet, Er hat euch für dieses Zeitalter vorherbestimmt, damit ihr euren Platz einnehmt. Niemand anders kann ihn einnehmen. Ganz gleich, wie viele Nachahmungen und dergleichen es gibt — ihr musstet da sein, denn Er wusste, dass ihr da sein würdet. Jetzt seid ihr offenbar geworden, so dass ihr Gemeinschaft mit Ihm haben könnt. Das möchte Er. ER sehnt sich nach Gemeinschaft und will angebetet werden. Doch wenn euer Leben nicht schon immer ein Attribut Gottes gewesen ist, dann seid ihr nur ein Nachahmer des Christentums. Es wird Milliarden und Abermilliarden geben, die das Christentum nur nachgeahmt haben.

86    Vor kurzem machte ich eine Bemerkung. Ich war bei Bruder Shakarian und habe zugesehen, wie sie Vieh kreuzten. Ich beobachtete, wie die Ärzte Teströhrchen verwendeten und so weiter.
   Jeder männliche Samenausstoß enthält Millionen von Samenzellen. Von den weiblichen Eizellen sind ungefähr eine Million vorhanden.
Doch wisst ihr, dass von diesen Millionen Samenzellen, die ausgestoßen werden, nur eine einzige zum Leben bestimmt ist und dass nur jeweils ein Ei heranreift? Diese winzige Samenzelle bewegt sich an allen anderen vorbei und lässt alle anderen, die genauso aussehen, hinter sich, bis sie zu dem Ei gelangt, in das sie eindringt. Alle übrigen sterben ab. Wenn man von der jungfräulichen Geburt spricht, so ist sie nicht halb so geheimnisvoll wie eine normale Befruchtung im Hinblick darauf, wie sie von Gott vorherbestimmt ist.
   Wenn ihr heute Abend ein wiedergeborener Christ seid, so wart ihr schon damals, am Anfang, viele Jahre ehe die Zeit begann, in Gott, eurem Vater. Deshalb habt ihr euch gefragt, weshalb dies so ist, als ihr in dieses Leben gekommen wart und das Christentum bekannt habt und alles verkehrt lief. Ihr habt euch darüber gewundert. Doch eines Tages hat euch etwas getroffen. Was war es? Das Leben, das von Anfang an in euch war.

89    Ich kenne eine kleine Geschichte von der Adlermutter, die ihr Junges fand. Ihr habt die Predigt gehört, die ich darüber gehalten habe, wie das Ei von einer Henne ausgebrütet wurde. Der kleine Adler konnte die Art, wie sie ihre Küken fütterte, nicht ertragen, denn er war von vornherein kein Küken, obwohl er bei den anderen Küken im Hof war und mit ihnen herumlief. Sie scharrten auf dem Hof, doch das Adlerjunge konnte es nicht ertragen. Jedes Mal, wenn die alte Henne gluckte, folgten ihr all die Küken, und auch das Adlerjunge lief hinterher.
   Doch eines Tages begriff seine Mutter, dass sie zwei Eier gelegt hatte, nicht nur eines. Also musste irgendwo das andere Junge sein. Sie begann es zu suchen, flog umher und kreiste, bis sie endlich über den Hof flog. Dort fand sie ihr Baby und rief nach ihm. Es war eine Stimme, von der es sofort begriff, dass sie passte. Das war es, worauf es gewartet hatte. Da begriff es, dass es kein Küken war, sondern ein Adler. So ist es mit jedem wiedergeborenen Christen. Ganz gleich, zu wie vielen Denominationen ihr gehört und wie oft ihr euch in diese oder jene Mitgliedsbücher eingetragen habt — wenn ihr kommt und das wahre Wort Gottes vor euch bestätigt und verwirklicht wird, dann begreift ihr sofort, dass ihr ein Adler seid. All das Glucken der Henne, hier beizutreten und dort beizutreten, dies zu tun und das zu tun, ist Unsinn. Es geht um das echte Zusammenfügen eines Wortes zum anderen.

91    Wenn der Keim in den weiblichen Schoss kommt, vermischt er sich mit nichts anderem. Ihr seid doch nicht aus einem menschlichen Keim von eurem Vater und dann aus dem Keim eines Hundes, aus dem einer Katze und aus dem eines Huhnes entstanden, sondern nur aus einem menschlichen Keim. Genauso wird der Leib Christi, die Braut, nur Teil Seines Leibes sein. ER war das Wort, und die Braut muss ebenfalls das Wort sein — ein Wort muss zum anderen gefügt werden, und so weiter Die Rechtfertigung von Luther, die Heiligung von Wesley, die Taufe des Heiligen Geistes von den Pfingstlern, die Wiedererstattung der Gaben und alles andere gehört dazu. Es muss ein Wort auf das andere gesetzt werden, Keim auf Keim, Leben auf Leben, damit die Braut im vollkommenen Bild Jesu Christi hervorkommt.

92    Ihr erinnert euch: ihr wart ein Attribut. Nachdem wir diese Dinge herausgefunden haben und wissen, dass Christus für Seine Braut kommt, ist nun die Frage: Wie kommen wir in Seine Braut hinein? Das ist die Frage. Viele sagen: "Schließe dich unserer Versammlung " Die einen bestehen auf einer bestimmten Art von Taufe, die anderen wieder auf etwas anderem. Die einen sagen: „Ihr müsst in Zungen reden, sonst habt ihr es nicht empfangen.", die anderen sagen: „Ihr braucht nicht in Zungen zu reden." Die einen sagen: „Ihr müsst im Geiste tanzen.", die anderen sagen: „Ihr müsst jauchzen.", wieder andere sagen: „Ihr müsst ein Gefühlserlebnis haben." Das ist alles gut, und trotzdem ist es alles verkehrt. Wie kann ein Mann oder eine Frau, ein Kind Gottes, das aus dem Geiste Gottes geboren ist, das Wort Gottes leugnen, wenn Gott es selbst ausgelegt und damit gesagt hat: „Das ist es. ICH habe es verheißen: hier ist es!"; wenn es so klar gezeigt wird, wie es nur geht? Sie müssen es erkennen. Wie könnte Christus Sein eigenes Wort leugnen? Wenn Christus in euch ist, kann Er doch nicht Sein eigenes Wort leugnen!

93    Wie kommen wir in diesen Leib hinein? In 1.Korinther 12 steht: „Durch einen Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden." Durch die Taufe des einen Heiligen Geistes. Wenn ihr es euch notieren wollt: Es ist 1.Korinther 12,13. „Durch einen Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden." Der Geist ist das Leben Christi. Stimmt das? Das Leben Christi! Das Leben eines jeden Samens bringt den Samen zum Leben, und Er ist der Wort-Same. Habt ihr es begriffen? Wenn dieses Leben in dem Samen ist und die Taufe des Heiligen Geistes auf ihn herabkommt, dann muss Er das Leben des Samens hervorbringen.

94    Es ist so, wie ich es euch in Phoenix gesagt habe. Ich sprach neulich mit Bruder John Sharriat. Ich war bei ihm, und er zeigte mir einen Zitrusbaum. Er baut ja viele Zitrusfrüchte an, und er zeigte mir einen Baum, der Acht oder neun verschiedene Arten von Früchten trug. Ich fragte ihn: „Was für eine Art von Baum ist das?"
   Er antwortete: „Ein Orangenbaum."
   Ich fragte weiter: „Warum trägt er dann Zitronen, Mandarinen, Tangelos und Grapefruits?"
   Er erklärte mir: „Das sind alles Zitrusfrüchte; sie sind eingepfropft."
   „Oh", meinte ich, „ich verstehe. Im nächsten Jahr wird er Orangen tragen."
   „Aber nein. Jeder Zweig an diesem Baum wird seine eigene Frucht hervorbringen." Viele von euch Obstbauern aus diesem Zitrustal kennen das. Jeder Zweig trägt seine eigene Frucht.

96    Wenn ihr einen Zitronenzweig in einen Orangenbaum pfropft, bringt er Zitronen hervor, denn das ist die Natur der Zitrusfrucht. Er trägt aber nicht die Original-Frucht. Dasselbe haben wir getan. Wir haben eingepfropft, haben Satzungen und dergleichen mehr genommen und eingepfropft. Wie kann ein Methodist etwas anderes als wieder einen Methodisten hervorbringen? Wie kann eine Denomination etwas anderes als Denominationskinder hervorbringen?
   Doch wenn dieser Baum einen neuen Original-Zweig wachsen lässt, wird er Orangen tragen. Wenn Gott je etwas in der Gemeinde tut, wird es wieder genau mit dem ursprünglichen Wort übereinstimmen. Es muss so sein, denn das Leben ist in dem Baum und bringt nach seiner eigenen Art hervor.

98    Ihr wisst, dass die große Gemeinde im Verlauf der Zeitalter ihre Früchte getragen hat, und wenn die Äste keine Frucht mehr trugen, wurden sie abgeschnitten [Johannes 15]. Nicht der Weinstock wurde abgehauen, sondern Er schnitt nur die Zweige ab, die keine Frucht mehr brachten.
   Jesus möchte Früchte für sich haben. Sein Weib muss solche Kinder hervorbringen, wie Er ist. Wenn sie keine solchen Kinder — Braut-Kinder, Wort-Kinder — hervorbringt, dann sind es Denominationskinder. Dann ist sie wieder zu ihrer früheren Liebe zur Welt und den Denominationen zurückgekehrt, und sie kann keine echten, wahren, wiedergeborenen Christen hervorbringen, weil nichts da ist, um sie hervorzubringen.
   Wenn man einen Zitronenzweig nimmt und ihn einpfropft, bringt er Zitronen hervor. Er kann keine Orangen tragen, denn es waren von vornherein keine in ihm. Doch wenn der Baum von Anfang an durch das Vorherwissen Gottes dazu vorherbestimmt wurde, dann muss er Orangen tragen; er kann nichts anderes hervorbringen.

101    So ist es mit der Gemeinde des lebendigen Gottes. Die Stunde kommt für jeden. Wenn Gott etwas zu tun beginnt, ergreift jeder den Ball und läuft los. So ist es immer gewesen. Ich habe vor kurzem in der Geschichte über Martin Luther nachgelesen. Darin stand, es sei nicht schwer zu glauben, dass Martin Luther gegen die katholische Kirche protestieren konnte und damit durchkam; das Ungewöhnliche sei, dass er sich aus all dem Fanatismus, der seiner Erweckung folgte, heraus- und an seiner Rechtfertigung festhalten konnte. Alles wird nachgeahmt.

102    Schaut auf Mrs. Semple McPherson, Aimee Semple McPherson, die diesen großen Tempel dort bauen ließ. Jede Predigerin trug solche Flügel und hielt die Bibel wie sie. Es sind einfach menschliche Nachahmungen. Sie können nicht das Original sein. Auch die Kirchen-Gemeinden können es nicht sein. Wenn eine Kirche in einer Stadt irgendetwas anschafft, hat die andere solange keine Ruhe, bis sie es auch hat. Sie sind überhaupt kein Original mehr. Gottes Wort ist das Original. Es ist das Wort, und es muss zu seiner von Gott, dem Vater, erwählten, vorherbestimmten Zeit nach seiner Art hervorbringen.
   Wie kommen wir in die Gemeinde hinein? Durch einen Geist sind wir alle in diesen einen Leib, den Leib Christi, welcher die Braut, das Wort, ist, hineingetauft. Durch den Heiligen Geist wurden wir dort hineingetauft.

104    Jetzt wollen wir sehen, ob wir im letzten Zeitalter leben oder nicht. Wenn wir 1.Mose 5 aufschlagen oder auch das Lukas-Evangelium, dann können wir nachlesen, dass Henoch der siebte Nachkomme nach Adam war. Hier berühren wir den Samen der Schlange, denn wenn Kain der Sohn Adams gewesen wäre, so müsste er der achte gewesen sein. Es steht an keiner Stelle in der Bibel, dass Kain der Sohn Adams war. Die Bibel sagt, dass er vom Bösen war [1.Johannes 3,12]. Adam war doch nicht der Böse. Kain aber war vom Bösen.

105    Wir haben gesehen, dass Henoch der siebente nach Adam war. Das war ein Sinnbild auf die Gemeindezeitalter. Die sechs vor ihm sind gestorben. Doch Henoch, der siebte, wurde verwandelt; Henoch wurde entrückt. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Entrückung im siebenten Gemeindezeitalter stattfindet. Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir uns im siebenten Gemeindezeitalter befinden. Wir alle wissen das.
   Im siebenten Gemeindezeitalter findet die Entrückung statt. Die sechs vor ihm starben. Doch Henoch wurde verwandelt und ward nicht mehr gefunden, denn Gott hatte ihn hinweg genommen. Die Entrückung Henochs war ein Sinnbild auf die Endzeit-Braut, die im siebenten Gemeindezeitalter herausgerufen und entrückt wird, ohne den Tod zu sehen. Die anderen sind gestorben. Wir legen jetzt von diesem Zeitalter Zeugnis ab. Oh, lasst uns jetzt wirklich tief graben!

107    Ein weiteres Sinnbild auf die sieben Gemeindezeitalter ist in Offenbarung 10,7, denn das große, geheimnisvolle Buch sollte durch die Botschaft des siebenten Engels geöffnet werden.
   Ein Botschafter übertrifft sie alle; es ist ein Botschafter auf Erden. Das Wort „Engel" bedeutet „Botschafter". Es ist die Botschaft des siebenten Engels, während er in seinem Dienst seine Stimme erschallen lässt, wenn er in seinem Dienst zu posaunen beginnt; nicht dann, wenn er am Anfang auszieht. Als Jesus auszog, begann Er, die Kranken und Leidenden zu heilen. Es hieß: „Oh, der große Rabbi! Er ist ein Prophet." Jeder wollte Ihn in seiner Gemeinde haben. Doch als Er sich eines Tages setzte und sprach: „ICH und Mein Vater sind eins.", da war es anders. Es war anders. Es war etwas anderes, als Er sagte: „Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und Sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch." „Oh, Er ist ein Vampir!" Es war etwas anderes. ER hat es nicht erklärt. Sie hatten bereits die Kundwerdung, die Bestätigung des Wortes Gottes für Seine Zeit gesehen, das sich verwirklicht hatte und ihnen bewies, dass Er der Botschafter jenes Zeitalters war. ER brauchte nichts zu erklären.
   Die Jünger mögen auch nicht imstande gewesen sein, das zu erklären, doch sie glaubten es, ob sie es erklären konnten oder nicht. Sie blieben ganz still sitzen und glaubten es. Wie sollten sie sagen können, ob sie Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken würden? Es war doch unmöglich für sie, das zu tun. Doch sie glaubten es, denn sie waren vorherbestimmt. Jesus sagte, dass Er sie vor Grundlegung der Welt erwählt hatte. Sie glaubten es, ob sie es erklären konnten oder nicht. Sie glaubten es trotzdem.

110    Gebt nun Acht! Im siebenten Gemeindezeitalter, wenn der siebente Engel zu posaunen beginnt, genau dann sollten die Geheimnisse Gottes bekannt gemacht werden. Die Siegel waren nicht für die Reformatoren. Es war nicht die Zeit dafür. Luther lebte nicht lange genug, auch Wesley nicht. Jene Zeitalter dauerten nicht so lange. Die Reformatoren hatten ihre Botschaft für jene Zeit. Die Menschen nahmen sie und machten eine Denomination daraus. Was ist es?

111    Ihr könnt die Natur nicht übertreffen. Die Natur legt immer Zeugnis ab. Gott lässt alles in Übereinstimmung mit der Natur verlaufen. Es muss so sein. So gleicht die Sonne, die am Morgen aufgeht, einem neugeborenen Kind. Sie ist noch schwach, scheint noch nicht so heiß. Um zehn Uhr entspricht sie dem Kind, wenn es die Oberschule verlässt. Um die Mittagszeit beginnt der Ernst des Lebens, und um drei Uhr am Nachmittag wird der Mensch alt. Fünf Uhr gleicht der Zeit, wo man alt und wieder schwach geworden ist, stirbt und ins Grab gelegt wird. Ist es damit zu Ende? Am nächsten Morgen geht sie wieder auf!
   Betrachtet die Bäume, wie sie Blätter bekommen und was damit geschieht. Im Herbst fallen die Blätter ab. Was ist es? Das Leben geht in die Wurzeln des Baumes hinunter. Ist das sein Ende? Im nächsten Frühling kommt er wieder mit neuem Leben hervor.

113    Beachtet die Gemeinde. Das gleiche geschah durch die Reformation. Es kam hervor. Während der Verfolgung im Mittelalter war das Weizenkorn in die Erde gefallen und erstorben. Es fiel in den Boden. Es musste sterben. Jeder geistlich gesinnte Mensch kann das sehen. Wenn der Same nicht stirbt und verwest, bleibt er allein. Während des Mittelalters musste er in den Boden fallen. Er lag dort, verweste und kam in den zwei kleinen Blättchen der lutherischen Gemeinde wieder hervor. Aus der lutherischen Gemeinde kamen andere Blätter, wie Zwingli und so weiter, hervor. Dann wuchs es weiter bis zur Ähre, die John Wesley, das große Missionszeitalter, darstellt. Es fiel zurück. Danach kam das verführerische Zeitalter, das Pfingstzeitalter; dann das Weizenkorn.
   Ist jemand hier, der Weizen anbaut? Ihr seht nach dem Weizen. Ihr geht hin und sagt: „Ich habe Weizen." Es sieht aus, als hättet ihr dort Weizen, doch wenn ihr die Ähre öffnet und genau hinseht, ist überhaupt kein Weizen darin. Ihr habt nur eine Hülse. Hat uns Jesus nicht in Matthäus 24, 22-24 davor gewarnt, dass die beiden Geister in den letzten Tagen so nahe beieinander sein würden, dass sogar der auserwählte Weizen verführt würde, wenn es möglich wäre? Beachtet, es ist ein Träger.

115    Das Leben, welches durch Luther hervorkam, brachte Wesley hervor. Das Leben, das durch Wesley ging, ließ die Pfingstler erstehen. Das Leben, welches die Pfingstler verlässt, formt den Weizen. Sie alle sind Träger. Das wirkliche Leben dringt durch sie hindurch. Die Botschaft geht zwar hindurch, doch es dringt vorwärts, bis es im Weizen ist. Das ist der Grund, weshalb der Weizen hervorkommt und das Ganze vollendet, so dass es entrückt wird. Die Braut kommt aus jedem Zeitalter hervor, doch der Denominations-Halm stirbt ab. Er vertrocknet und stirbt.

116    Habt ihr bemerkt, wie sich in diesen letzten Tagen alles zurückzieht? Wenn sich der Weizen bildet, beginnt die Hülse sich davon zu lösen. Schaut euch den kleinen Weizen einmal richtig an: öffnet ihn und schaut hinein. Dann seht ihr, dass dort zunächst ein winzig kleines Weizenkörnchen ist. Ihr müsstet ein Vergrößerungsglas mit einer dreißigfachen Vergrößerung nehmen, um dieses kleine Weizenkörnchen zu sehen. Es ist ganz unten, doch es beginnt zu wachsen. Die Hülse muss da sein, um es zu beschützen, damit es überhaupt die Möglichkeit hat, hervorzukommen. Doch wenn es anfängt zu wachsen — wenn die Botschaft beginnt, sich zu entfalten — dann zieht sich die Hülse zurück. Das Leben verlässt die Hülse und geht in den Weizen hinein. Es dringt vorwärts. So war es in jedem Zeitalter. Man kann die Natur nicht außer Acht lassen. Gott lässt alles in Übereinstimmung verlaufen; das ist die Art, wie Er die Dinge tut. Jetzt leben wir im siebten Gemeindezeitalter.

117    Alles muss am Ende im Weizenkorn offenbar werden. Wenn ihr Lukas 17, Vers 30, aufschlagt, so sagt Er dort: "Wie es in den Tagen Sodoms war, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein, an dem Tage, an welchem der Menschensohn sich zu offenbaren beginnt." Was bedeutet „offenbaren"? Den Menschen die Offenbarung darüber zu geben, Was Er in dieser Zeit ist. Das Wort, das für diesen Tag bekannt gemacht wurde, wird den Menschen dadurch geoffenbart, dass sich der Heilige Geist kundtut und beweist, dass Jesus unter uns lebt.

118    Denkt daran: damals erschien Er als Mensch, als ein Mann. ER sagte: "Wie es war..." ER las aus demselben 1.Buch Mose, aus derselben Bibel, die wir auch lesen. Wir wissen, dass Er in dem Kapitel in 1.Mose, von dem Jesus sprach, Seinen Rücken zum Zelt gewandt hatte. Sara befand sich im Zelt. ER stellte eine Frage. Sie glaubte nicht, dass geschehen könnte, was geschehen sollte. ER hatte gesagt: „Abraham, übers Jahr um diese Zeit will Ich wieder zu dir kommen: dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben." Sara, die im Zelt war, lachte darüber. ER fragte: „Warum hat denn Sara im Zelt gelacht und denkt: ‚Wie soll das geschehen?'?" Jesus hat das verheißen; denn Er war es gewesen. Abraham nannte Ihn „Elohim" — Allmächtiger. Das war Er.
   Die Bibel sagt voraus, dass es in den letzten Tagen wieder so sein wird. Jesus sagte es. Wenn ihr seht, dass sich diese Dinge zu erfüllen beginnen, wenn es anfängt, so zu geschehen, dann wisst ihr, dass die Zeit bevorsteht.

120    Schaut euch die Welt an. Seht, ob es auf der Welt je so ein Sodom gegeben hat. Seht euch die Perversität der Menschen an; wie pervers sie sind. Ihre Gesinnung ist verdorben. Sie wissen nicht mehr, was Anstand ist. Seht auf die Verbrecher, die Homosexuellen und alles andere. Schaut, wie zügellos unsere Frauen geworden sind. Seht, wie die Unanständigkeit und Unmoralität unter den Frauen überhand genommen hat; nicht nur bei uns. Ihr sagt: "Das sind die Methodisten." Auch die Pfingstler sind so! Es ist überall.
   Schaut unsere Männer an. Anstatt am Worte Gottes festzuhalten, hängen sie an irgendeiner kleinen Überlieferung von einer Denomination und kommen nicht heraus, wenn sie sehen, dass Gott sich vollkommen zu erkennen gibt. Der Grund dafür ist, dass sie blind sind und es nicht sehen können. Sie werden es niemals sehen.
   Beachtet, was jetzt vor sich geht, während wir uns beeilen. Ich meine, die Dame möchte, dass wir aufhören. Ich sah, wie sie mit ihren Händen Zeichen gab. Sie will wohl, dass wir schließen. Ich werde mich deshalb beeilen.

122    Beachtet Henoch, das Schattenbild auf die Gemeinde. Er versinnbildlicht auch das siebente Gemeindezeitalter. Wisst ihr das noch? Im siebenten Gemeindezeitalter soll die Posaune ertönen.
   Wie viele glauben, dass es sieben Botschafter für die sieben Gemeindezeitalter gab? Wir alle glauben das, wenn wir der Bibel glauben. Wenn wir der Bibel nicht glauben, dann glauben wir natürlich auch das nicht.
   Wir leben jetzt im siebten Gemeindezeitalter. Die Bibel sagt, dass in diesem siebten Zeitalter, wenn der Botschafter des siebenten Gemeindezeitalters seine Botschaft hinauszuposaunen beginnt, die Geheimnisse über all die Dinge, die während der Zeitalter verzerrt waren, zu der Zeit geoffenbart werden. Jetzt sehen wir es. Der Menschensohn kommt unter Sein Volk und tut genau das, was Er angekündigt hat, indem Er Seine Botschaft bestätigt. In diesem letzten Zeitalter sehen wir es.
   Es ist so, wie mit den sieben Wachen. ER kam nicht in der ersten, zweiten, dritten oder vierten, sondern in der siebten Wache. Auch Henoch war der siebte, und er wurde verwandelt. Noah war ein Schattenbild auf den Überrest aus den Juden, der hindurch getragen wird.

126    Wir haben von den Nachtwachen gesprochen: In den Zeiten der Bibel wurden die Nächte nicht in Stunden aufgeteilt. Hört nun gut zu, denn ich muss mich beeilen, weil man den Raum haben will. In den Zeiten der Bibel wurde die Nacht nicht in Stunden eingeteilt, sondern in Nachtwachen.
   Es gab drei Nachtwachen. Die erste begann um 9.00 und dauerte bis 12.00 Uhr, die zweite war von 12.00 bis 3.00 Uhr, die dritte von 3.00 bis 6.00 Uhr. So haben wir drei mal drei, das ergibt neun, was eine unvollkommene Zahl ist. Dann kommen wir wieder auf die Sieben für die Entrückung, die, wie ich glaube, an einem Morgen zwischen 6.00 und 9.00 Uhr stattfinden wird. Die Posaune des HErrn wird ertönen.

   Wenn der ew'ge Morgen taget und die Zeit wird nicht mehr sein,
   wenn in alle Gräber tönt des Königs Wort,
   wenn einst Millionen kommen vor den Richter, groß und klein,
   und der HErr die Seinen rufet, bin ich dort.


128    Das Wort Entrückung wird in der Bibel nicht verwandt. Wir haben das Wort dorthin gesetzt. Die Bibel spricht vom „hinauf nehmen“ — vom „hinauf genommen werden“. In 1.Thessalonicher 4 wird uns die Reihenfolge dieser großen Entrückung, die in den letzten Tagen stattfinden wird, beschrieben. Hört gut zu, wir werden mit dem 13. Vers beginnen:

   Wir wollen euch aber, liebe Brüder, über die Entschlafenen nicht im Unklaren lassen, damit ihr nicht betrübt zu sein braucht, wie die anderen, die keine Hoffnung haben.
   Denn so gewiss wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, ebenso gewiss wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm zusammen führen.
   Denn das sagen wir euch auf Grund eines Wortes des HErrn: Wir, die wir leben, die wir bis zur Ankunft des HErrn übrig bleiben, werden vor den Entschlafenen nichts voraushaben.
   Denn der HErr selbst wird, sobald Sein Weckruf ergeht, sobald die Stimme des Engelfürsten erschallt und die Posaune Gottes ertönt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.


129    Ich möchte, dass ihr beachtet, welch eine gewaltige Sache hier stattfindet. Verpasst es nicht. Beachtet, das Wort spricht hier in Thessalonicher von drei Dingen, und zwar vom 13.-16. Vers. Drei Dinge müssen geschehen, bevor der HErr selbst erscheint. Als erstes ergeht der Weckruf, danach erschallt eine Stimme und dann eine Posaune. Lasst es uns noch einmal lesen, um zu sehen, ob das stimmt:

   Denn der HErr selbst wird, sobald Sein Weckruf ergeht, sobald die
Stimme des Engelfürsten erschallt und die Posaune Gottes ertönt,
vom Himmel herabkommen.


130    Drei Dinge müssen ertönen, bevor Jesus erscheint: ein Weckruf, eine Stimme, eine Posaune. Nun zum Weckruf. Jesus wirkt alle drei, wenn Er herabkommt. Der Weckruf, was ist der Weckruf? Es ist die Botschaft, die zuerst ergeht, das lebendige Brot des Lebens, das die Braut hervorbringt.
   Gott hat eine bestimmte Art, Dinge zu tun, und Er ändert Seine Handlungsweise nie. ER ändert sie nicht. ER ist der unwandelbare Gott. In Amos 3, 7 sagte Er, dass Er auf Erden nichts tut, ohne es zuvor Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart zu haben. So gewiss Er es verheißen hat, wird Er es auch tun.

132    Die Gemeindezeitalter nahmen ihren Verlauf, doch gemäß Maleachi 3 ist uns für die letzten Tage verheißen worden, dass wieder ein Prophet im Lande sein würde. Das stimmt! Beachtet seine Natur und wie er sein sollte. Gott gebraucht diesen Geist fünfmal: erst war er in Elia, dann in Elisa, darauf in Johannes dem Täufer, jetzt, um die Gemeinde herauszurufen, und dann den Überrest der Juden. Fünfmal! Gnade, Jesus, Glaube [faith] — fünf ist die Zahl der Gnade.

133    Denkt daran: die Botschaft ist verheißen. Nachdem all diese Geheimnisse von den Kirchen so verwirrt worden sind, bedarf es eines wahren Propheten Gottes, um alles zu offenbaren. Genau das hat Er verheißen.
   Merkt euch: das Wort des HErrn ergeht an den Propheten; nicht an den Theologen, sondern an den Propheten. Er strahlt das Wort Gottes wider. Er kann nichts sagen, kann nicht seine eigenen Gedanken vortragen; er kann nur das aussprechen, was Gott offenbart. Sogar Bileam, der Prophet, der sein Recht verkaufen wollte, sagte, dass ein Prophet nichts anderes, als was Gott in seinen Mund legt, aussprechen kann. Gott wirkt es, dass man nichts anderes sagen kann. Man ist so geboren.

135    Es ist so, als wolltet ihr sagen: "Ich kann meine Augen nicht öffnen," weil ihr sie bereits offen habt und sehen könnt. Ihr könnt eure Hand nicht mehr ausstrecken, wenn sie bereits ausgestreckt ist. Ihr könnt kein Hund sein, wenn ihr ein Mensch seid. Ihr seid einfach so geschaffen. Gott hat in den vergangenen Zeitaltern, wenn die kirchlichen Gruppen alles durcheinander gebracht hatten, immer einen Propheten gesandt, wie z.B. Jesaja, Jeremia, Elia und all die anderen. ER holte ihn von irgendwoher. Doch er gehörte zu keiner ihrer Institutionen, sondern Brachte das Wort, wurde dann wieder vom Schauplatz abberufen und verließ ihn. Es waren raue Männer der Wahrheit Gottes.

136    So ist es immer gewesen. Wie konnte man ihn erkennen? ER ließ es uns wissen: „Wenn jemand sich für einen Propheten oder für einen Geistbegabten hält, so muss er erkennen, dass das, was ich euch hier schreibe, das Gebot des HErrn ist." In der Gemeinde gibt es zwar die Gabe der Prophetie, doch ein Prophet ist für eine bestimmte Stunde vorherbestimmt.
   Wenn eine Weissagung ergeht, müssen wenigstens zwei oder drei beurteilen, ob sie richtig ist oder nicht, bevor die Gemeinde es annehmen kann. Doch über einen Propheten wurde niemand gestellt, denn in ihm war das vollkommene Wort Gottes. Er war das Wort in seinem Zeitalter. Er strahlte Gott wider.

138    Gott hat verheißen, uns in den letzten Tagen wieder einen Propheten zu senden, um die Braut aus dem geistlichen Durcheinander herauszubringen. Nur so kann es geschehen, und nicht anders. Die Kirche—Gemeinde kann Christus nicht aufnehmen. Die Pfingstler können diese Botschaft in dem Zustand, in dem die Gemeinde sich heute befindet, nicht tragen. Wie sollten sie es in der Endzeit in dem Zustand, in dem sie sich heute befinden, können, wenn alle gegeneinander sind und in geistlicher Hinsicht alles Mögliche vor sich geht? O Barmherzigkeit! Es ist solch ein Durcheinander. Sie sind zu Organisationen geworden. Ich fordere einen Historiker auf, das Gegenteil zu beweisen: Jedes Mal, wenn auf Erden eine Botschaft erging und man aus ihr eine Organisation machte, starb sie auf der Stelle. Die Pfingstler, die herausgekommen waren, haben das gleiche getan.

139    Ihr Assemblies of God, eure Vorfahren, eure Väter und Mütter, sind damals in dem so genannten „General Council" aus den Organisationen herausgegangen. Sie jauchzten und priesen Gott und waren gegen diese Dinge. Doch ihr seid wie ein Hund zu seinem Gespei und wie ein Schwein zu seiner Schwemme zurückgekehrt und habt das gleiche getan wie die anderen. Ihr habt euer geistliches Mitgefühl verloren, und man braucht fast eine Mitgliedskarte, um mit euch überhaupt Gemeinschaft haben zu können.
   Ihr Einheitsleute, Gott gab euch eine solche Botschaft, doch anstatt vorwärts zu gehen, demütig zu bleiben und voranzueilen, musstet ihr euch davon lösen und eure Gruppe organisieren. Wohin hat es euch nun geführt? In die gleiche Sache. So ist es. Doch der Geist Gottes geht weiter. "ICH, der HErr, pflanze, Ich bewässere es Tag und Nacht, und niemand wird es ausreißen."

141    ER hat vorherbestimmt, dass diese Dinge kommen werden, deshalb muss Er sie senden. Als erstes, wenn er sich bereitmacht, vom Himmel herabzukommen, ertönt der Weckruf. Was ist es? Es ist eine Botschaft, um die Menschen zusammenzubringen. Zuerst ergeht eine Botschaft. „Es ist Zeit, die Lampen zu reinigen. Steht auf und bringt eure Lampen in Ordnung." In welcher Nachtwache geschieht das? m der siebenten. Nicht in der sechsten, sondern in der siebten. "Seht, der Bräutigam kommt. Erhebt euch und reinigt eure Lampen!" Sie taten es. Einige von ihnen stellten fest, dass sie nicht genügend öl in ihren Lampen hatten. Doch es ist die Zeit, um die Lampen zu reinigen. Es ist die Zeit, von der Maleachi 3, zweiter Teil, und Lukas 17 sprechen. All diese Weissagungen der Schrift treffen vollkommen auf diese Zeit zu, und wir sehen es lebendig unter uns.
   Seht, diese Dinge geschehen, meine teuren Brüder und Schwestern. Gott im Himmel weiß, dass ich in diesem Augenblick auf dieser Plattform sterben könnte. Ihr müsstet euch für eine Zeit selber darin befinden. Es ist einfach gewaltig, wenn man sieht, dass Gott vor vielen Menschen vom Himmel herabkommt, gegenwärtig ist und sich so kundtut, wie Er es immer getan hat. Das ist die Wahrheit; die Bibel liegt offen vor mir. Wir sind hier angekommen!
   Das Denominations-System ist tot; es ist dahin. Es wird sich nie wieder erheben. Es wird verbrannt werden. Das gleiche tut man mit der Spreu des Feldes. Flieht davor! Kommt in Christus hinein! Sagt nicht: "Ich gehöre zu den Methodisten." "Ich gehöre zu den Baptisten." "Ich gehöre zu den Pfingstlern." Kommt in Christus hinein. Wenn ihr wirklich in Christus seid, dann steht hier drinnen nicht ein einziges Wort geschrieben, das ihr nicht glauben würdet. Ich gebe nichts darum, was jemand anders sagt. Dann verwirklicht Gott es, weil ihr es glaubt. Was geschieht, wenn Er Seinen Geist auf das Wort ausgießt? Dasselbe, wie wenn man Wasser auf irgendeinen Samen gießt. Er erwacht zum Leben und bringt nach seiner Art hervor.

144    Ihr sagt: "Ich habe die Taufe des Heiligen Geistes." Das bedeutet noch lange nicht, dass ihr gerettet seid.
   Seht, ihr seid ein dreifaches Wesen. In eurem Innersten ist die Seele, dann kommt der Geist und dann der Leib. In diesem Leib habt ihr fünf Sinne, damit ihr mit eurer Umwelt Kontakt haben könnt. Mehr können sie nicht wahrnehmen. Ihr habt auch fünf Sinne des Geistes: die Liebe, das Gewissen und so weiter Doch das Innerste ist euer Leben, das, was ihr seid.
   Hat Jesus nicht gesagt, dass der Regen auf Gerechte und Ungerechte fällt? Pflanzt dort eine Klette und daneben Weizen, gießt Wasser darauf und düngt sie — werden dann nicht beide von demselben Wasser leben? Gewiss! Doch was ist mit ihnen? Die eine von ihnen wird Kletten tragen, denn das ist alles, was sie ist. Die Klette wird ihre Hände heben und genauso jauchzen wie der Weizen.

147    Sagt die Bibel nicht, dass in den letzten Tagen falsche Christusse auftreten werden? Nicht falsche Jesusse, sondern falsche Christusse — Gesalbte; aber hinsichtlich des Wortes falsch gesalbt. Sie sind denominationsmäßig gesalbt, aber nicht mit dem Wort, denn das Wort wird Zeugnis von sich selber ablegen. Mehr ist nicht nötig; es legt Zeugnis von sich selber ab. Doch es werden falsche Gesalbte auftreten. Ihr habt meine Tonbandpredigt darüber. Wenn ihr einen von diesen Gesalbten rufen und fragen würdet: „Bist du ein Jesus?" „Gewiss nicht!" Dafür geben sie sich nicht aus. Doch es heißt: „O Glory, ich habe die Salbung empfangen." Und es ist tatsächlich eine echte Salbung.
   Denkt daran, auch Kaiphas hatte sie und weissagte. Bileam hatte sie ebenfalls und weissagte, doch das hat nichts mit dem Innersten zu tun. Wenn es nicht Same Gottes, von Anfang an Sein Erbschaftsträger und vorherbestimmt, ist, seid ihr verloren. Ich gebe nichts darum, wie sehr ihr jauchzt, in Zungen redet, hin und her lauft und jauchzt; das hat nichts damit zu tun. Eine Klette kann genauso viel vorweisen wie alle anderen. Ich habe gesehen, wie Heiden sich erhoben, jauchzten, in Zungen sprachen — und Blut aus einem Menschenschädel tranken und den Teufel anriefen! Trachtet also nicht nach diesen Gefühlserlebnissen und so weiter; vergesst das. Es ist das Wort in eurem Herzen, und das ist Christus. Legt es da hinein und gebt Acht, wie es sich offenbart. Denn es geht auf wie jeder andere Same und wird sich für das Zeitalter, in dem es lebt, kundtun.

149    Luther konnte nur Schösslinge hervorbringen. Die anderen konnten nur das andere hervorbringen. Jetzt befinden wir uns im Weizen-Zeitalter. Echte Lutheraner konnten nur echte Lutheraner hervorbringen; echte Pfingstler konnten nur echte Pfingstler hervorbringen, sonst nichts. Doch dieses Zeitalter liegt hinter uns; wir gehen vorwärts.
   Wisst ihr, dass die katholische Kirche aus den Pfingstlern hervorgegangen ist? Wenn die Pfingstgemeinde zweitausend Jahre bestehen würde, dann wäre sie in einer schlimmeren Verfassung, als die katholische Kirche jetzt ist. Das stimmt genau! Ich sage das zu meinen Brüdern und Schwestern, die ich liebe. Gott weiß es. Doch denkt daran, Freunde, ich muss euch dort beim Gericht begegnen. Das mag nicht mehr allzu ferne sein. Ich muss von der Wahrheit Zeugnis ablegen.

151    Als ich bei euch mit den Versammlungen begann und für die Kranken betete, war es fein. Doch als ich mit einer Botschaft kam, wurde es anders. Wenn eine Botschaft ergeht, ich meine eine wahre Botschaft, und echte Wunder Gottes geschehen, wenn es aber in einer Organisation bleibt, dann wisst ihr, dass es nicht von Gott ist. Denn was damit ist, wurde bereits kundgetan. Jesus trat auf und heilte die Kranken, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu bekommen. Dann erging Seine Botschaft. So ist es. Es muss etwas da sein, was Gott bekanntmachen kann! Göttliche Heilung und Wunder ziehen die Aufmerksamkeit der Menschen an. Doch das Kernstück, das Herz, ist die Botschaft. Darum geht es. Sie dringt hier hinein. ER will die Aufmerksamkeit der Menschen bekommen, damit sie Ihm Gehör schenken, denn es sind unter ihnen solche, die zum ewigen Leben bestimmt sind. Manches von dem guten Weizen-Samen fiel auf den Boden, und die Vögel pickten es auf; anderes fiel unter die Dornen, und wieder anderes fiel auf vorbereiteten, vorherbestimmten Boden und brachte Frucht.

152    Als erstes ergeht der Weckruf, danach die Stimme, dann die Posaune. Durch den Weckruf bereitet ein Botschafter die Menschen zu. Das zweite ist die Stimme zur Auferstehung. Es ist dieselbe Stimme, die laute Stimme aus Johannes 11, 38-44, die Lazarus aus dem Grabe herausrief. Die Braut wird zusammengerufen, und danach findet die Auferstehung der Toten statt. Gemeinsam werden sie hinauf genommen. Beachtet, wie die drei Dinge geschehen.

153    Was ertönt als nächstes? Die Posaune. Der Weckruf, die Stimme, die Posaune. Das dritte ist eine Posaune, wodurch die Menschen immer zum Fest der Posaunen gerufen wurden. Dieses wird das Mahl mit der Braut sein; das Abendmahl des Lammes mit der Braut im Himmel.
   Das erste, was ergeht, ist Seine Botschaft, wodurch die Braut zusammengerufen wird. Als nächstes findet die Auferstehung der entschlafenen Braut statt, derjenigen, die in den anderen Zeitaltern starben. Sie werden gemeinsam hinauf genommen. Die Posaune ruft zu dem Fest im Himmel. Das ist das, was geschieht, Freunde.
   Wir sind jetzt dazu bereit. Das einzige ist, dass die herausgerufene Gemeinde in der Sonne liegen muss, um reif zu werden. Nach einer Weile wird dann der große Mähdrescher kommen. Dann wird der Weizen in die Scheuer gesammelt und die Spreu verbrannt.

156    Menschen, ihr seid doch nicht blind. Ihr seid doch vernünftige Leute. Ich stehe nicht hier und sage diese Dinge, weil ich voreingenommen bin. Ich sage es, weil es Leben ist und weil ich vor Gott verantwortlich bin, dass ich es sage. Ich muss es sagen. Es ist meine Botschaft. Ich habe immer gewusst, dass die Heilungen und so weiter damals nur die Aufmerksamkeit der Leute erwecken sollten, denn ich war mir dessen bewusst, dass die Botschaft ergehen würde. Und hier ist sie.
   Die sieben Siegel wurden geöffnet, die Geheimnisse wurden kundgetan, und diese Dinge wurden gezeigt. Das ist geschehen! Ich habe es nicht gewusst. Hier befinden sich Männer, die bei mir waren, als das geschah, was ich in der Predigt „Ist dies die Zeit?" sagte, die ihr gehört habt. An jenem Morgen standen genau dort, wo es vorher angezeigt worden war, sieben Engel, die vom Himmel herabgekommen waren. Sie erhoben sich dann, und es entstand ein Wirbelsturm, in dem sie aufstiegen. Wir standen da und schauten zu, wie sie sich entfernten. Wissenschaftler im ganzen Land, sogar in Mexiko, haben Aufnahmen davon gemacht. Ich war dort und gab Acht.

158    Eines Tages, als ich begann, die sieben Gemeindezeitalter zu predigen, rief ich Jack Moore an. Er ist ein hervorragender Theologe. Ich fragte ihn: „Jack, wer ist diese Person, die dort steht, die wie ein Menschensohn aussieht und weißes Haar wie Wolle hat?" Ich sagte:
„ER war doch ein junger Mann. Wie kann Er Haare wie weiße Wolle haben?"
   Er antwortete: „Bruder Branham, das war Sein verherrlichter Leib." Doch das stellte mich nicht zufrieden. Als ich dann aber in den Raum ging und zu beten begann, ließ Er mich wissen, was es war.
   Seht, ich habe immer gepredigt, dass Er Gott ist und nicht nur ein Mensch. ER war Gott, der sich im Fleisch offenbarte; Gott, der Ausdruck der Liebe Gottes. ER kam herab und tat die großen Attribute Gottes auf Erden kund. Jesus war die Liebe Gottes, die einen Leib entstehen ließ, in dem Jehova selbst wohnte. ER war die Fülle der Gottheit leibhaftig. Was Gott war, tat Er durch diesen Leib kund. Dieser Leib musste sterben, damit Er durch Sein Blut die Braut waschen konnte.

161    Beachtet, die Braut ist nicht nur gewaschen, ihr ist nicht nur vergeben worden, sondern sie ist gerechtfertigt. Habt ihr jemals nachgeforscht, was das Wort „gerechtfertigt" bedeutet? Wenn Bruder Green z.B. hören würde, dass ich trinke oder schlimme Dinge tue, dann aber feststellte, dass ich sie gar nicht getan habe, und er käme und würde sagen: „Ich vergebe dir, Bruder Branham.", so würde ich antworten:
   „Du vergibst mir? Ich habe es doch gar nicht getan. Weshalb willst du mir denn dann vergeben?" Wenn ich aber schuldig bin, dann kann mir zwar vergeben werden, aber ich bin trotzdem nicht gerechtfertigt, weil ich es ja getan habe. Das Wort gerechtfertigt bedeutet, als hättet ihr es überhaupt niemals getan. Gerechtfertigt' Das Blut Jesu Christi reinigt uns so von der Sünde, dass sie im Meer der Vergessenheit Gottes ist. ER ist der einzige, der das tun kann. Wir können es nicht. Ihr könnt vergeben, aber nicht vergessen.
   Ich könnte euch vergeben, würde aber immer daran denken, dass ihr diese bösen Dinge getan habt. So seid ihr aber nicht gerecht; euch wurde nur vergeben. Doch in den Augen Gottes ist die Braut gerechtfertigt. Sie hat es überhaupt nie getan. Amen. Sie steht da, um mit dem tugendhaften Sohn Gottes vermählt zu werden. Sie hat von vornherein nie gesündigt. Weshalb nicht? Weil sie vorherbestimmt wurde. Sie ist lediglich in die Falle geraten. Als sie die Wahrheit hörte und hervorkam, hat das Blut sie gereinigt. Sie steht tugendhaft da, es ist überhaupt keine Sünde an ihr.

164    Deshalb ruft die Botschaft die Braut zusammen. Der Weckruf ertönt und die Posaune. An einem Morgen ließ Er mit lauter Stimme den Weckruf erschallen und weckte Lazarus auf. Mit lauter Stimme rief Er: „Lazarus, komme hervor." Dieselbe Stimme weckt auch die schlafende Braut, die entschlafenen Heiligen, auf.
   Die Posaune ertönt. Es war immer eine Posaune, die Israel zum Fest der Posaunen rief. Es ging um das Pfingstfest; um das Fest der Posaunen; um das große Fest im Himmel. Eine Posaune deutet ein Zusammenrufen für ein Fest an. Jetzt geht es um das Mahl des Lammes im Himmel, das Versammeltwerden der Braut, das Fest der Posaunen, das Hochzeitsmahl.
   Wir haben es in Schattenbildern gesehen. Gebt noch einen Moment acht, ehe wir schließen.

166    Wir haben es in Schattenbildern gesehen. In Matthäus 18,16 steht, dass es drei Zeugen sein sollen. Ihr könnt auch 1.Johannes 5,7 lesen. Immer sollen es drei Zeugen sein. Stimmt das? Es dient zur Beglaubigung, dass etwas richtig ist. Drei sind es, die etwas bezeugen sollen. Auf Grund der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll alles gegründet sein.
   Beachtet, wir hatten drei Zeugen. Es sollen drei Zeugen sein. Im Alten Testament hat es bereits drei Entrückungen gegeben. Wusstet ihr das? Es sind Zeugnisse. Gebt Acht! Die erste war bei Henoch, die zweite bei Elia; die dritte war bei Jesus. Jesus, der nun der Schlussstein ist, bestätigte es. ER war der Anschlussstein zwischen Altem und Neuem Testament. Zuerst musste Er sterben, danach wurde Er entrückt. ER starb, wurde wieder lebendig, wandelte unter uns und wurde dann entrückt. ER war der Eckstein, der die beiden miteinander verbunden hat. Nach Seiner Auferstehung wurde Er entrückt. Dadurch hat Er das Alte Testament bestätigt. Wir alle wissen, dass Henoch verwandelt wurde. Wir wissen, dass Elia in einem feurigen Wagen durch einen Wettersturm hinauf genommen wurde. Jesus starb, wurde begraben, ist auferstanden und blieb vierzig Tage auf Erden. Danach wurde Er entrückt — der Eckstein. Drei sind es, die Zeugnis ablegen. Stimmt das?

168    Eine Entrückung ist bereits vorüber. Habt ihr das gewusst? Wir wollen sehen, ob wir es noch schnell lesen können. Lasst uns Matthäus 27 aufschlagen und von Vers 45 ab lesen. Wir wollen sehen, ob wir es nicht ganz schnell durchnehmen können. Es würde uns sehr helfen. Ich meine, es war Matthäus 27,45, was ich mir aufgeschrieben habe. Wir wollen es jetzt lesen.

   Aber von der sechsten Stunde an trat eine Finsternis über das ganze Land ein bis zur neunten Stunde.
   Um die neunte Stunde aber rief Jesus mit lauter Stimme aus: „ELI, ELI, lema sabachthani?", das heißt: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?"
   Als einige von den dort Stehenden dies hörten, sagten sie: „Der ruft den Elia!"
   Und sogleich lief einer von ihnen hin, nahm einen Schwamm, tränkte ihn mit Essig, steckte ihn an ein Rohr und wollte Jesus trinken lassen.
   Die anderen aber sagten: „Lass das! Wir wollen doch sehen, ob Elia wirklich kommt, um Ihm zu helfen."
   Jesus aber stieß noch einmal einen lauten Schrei aus und gab dann Seinen Geist auf.
   Da zerriss der Vorhang im Tempel von oben bis unten in zwei Stücke, die Erde erbebte und die Felsen zersprangen;
   die Gräber taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auf erweckt,
   kamen nach Seiner Auferstehung aus ihren Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt hinein und erschienen vielen.


169    Eine Entrückung ist bereits vorbei. Drei geschahen im Alten Testament an denen, die zubereitet waren und an die das Wort des HErrn ergangen war. Das Wort des HErrn erging an Henoch. Das Wort des HErrn erging an Elia. Er war ein Prophet. Jesus war das Wort des HErrn.
   Beachtet, es waren diejenigen aus dem Alten Testament, die alttestamentlichen Heiligen, die entrückt wurden. Beachtet den 50. Vers:
Seine laute Stimme weckte die alttestamentlich Heiligen auf, genau wie die laute Stimme Jesu Lazarus auferweckt hatte. Die laute Stimme weckte sie auf. Als nächstes wird das Erfüllung finden, was in 1.Thessalonicher 4 steht. Wir haben es ja vor einigen Minuten gelesen. „Wir wollen euch aber, liebe Brüder, über die Entschlafenen nicht im Unklaren lassen, damit ihr nicht betrübt zu sein braucht..." Es ist 1.Thessalonicher 4,12-18. Das wird die zweite Entrückung sein. Die zweite Entrückung wird die Hinwegnahme der Braut sein.

171    Die alttestamentlich Heiligen sind aus dem Paradies in Seine Gegenwart gegangen. Die alttestamentlich Heiligen kamen hervor, als Er mit lauter Stimme schrie und den Geist aufgab. Weshalb? Weil das Opfer, die Versöhnung für ihre Sünden, worauf sie gewartet hatten, dargebracht war. Weil sie an das Kommen des vollkommenen Lammes glaubten, brachten sie Lämmer als Opfer dar. Als Er starb und Seinen Geist aufgab, rief Er mit lauter Stimme, und die alttestamentlich Heiligen erwachten. Beachtet den Weckruf und die Stimme hier. Das gleiche geschieht bei Seinem Kommen. ER gab Seinen Geist auf. Als Er das tat, war das Opfer vollkommen und alle, die im Paradies waren, kamen hervor. Die alttestamentlich Heiligen kamen auf die Erde zurück, wandelten darauf und gingen mit Ihm bei Seiner Entrückung zu Herrlichkeit.

172    David sagte: „Hebt hoch, ihr Tore, eure Häupter und öffnet euch weit, ihr uralten Pforten!"
   ER hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben. Als die alttestamentlich Heiligen mit Ihm einziehen wollten, wurde gefragt: „Wer ist denn der König der Ehren?"
   „Der HErr der Heerscharen, der König der Herrlichkeit." Sie zogen dort ein. Jesus hat das Gefängnis gefangen geführt. Hier kam Er mit den alttestamentlich Heiligen und zog durch neue Tore dort oben ein. Es hieß: „Hebt hoch, ihr Tore, eure Häupter und öffnet euch weit, ihr uralten Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe!"
   Von innen erscholl eine Stimme: „Wer ist denn der König der Herrlichkeit?"
   „Der HErr, mächtig im Streit!" Schon gingen die Tore auf. Jesus, der Überwinder, führte die Gefangenen weg; diejenigen, die an Ihn geglaubt hatten und an die das Wort ergangen war. Die alttestamentlich Heiligen befanden sich dort und warteten. ER führte die Gefangenen weg, fuhr zur Höhe auf, nahm die alttestamentlich Heiligen mit und zog ein. Eine Entrückung ist bereits geschehen.
   Als nächstes findet die Entrückung der Gemeinde, der Braut, statt, wie es in 1.Thessalonicher geschrieben steht. Sie wird auferweckt und in die Herrlichkeit entrückt. „Wir, die wir leben, die wir bis zur Ankunft des HErrn übrig bleiben [das ist der Leib, der noch hier auf Erden ist], werden vor den Entschlafenen nichts voraushaben... Denn die Posaune Gottes wird erschallen, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen; darauf werden wir, die wir leben und übrig geblieben sind, zusammen mit ihnen hinauf genommen werden."

177    Vor einigen Tagen, am Jahrestag des Waffenstillstandes von 1919, stand ich an einer Straßenecke und sah mir die Militärparade an, die dort vorbeiging. Mein jüngster Sohn Joseph war bei mir. Als erstes zogen die Panzer aus dem ersten Weltkrieg vorüber. Danach kamen die neuen Sherman-Panzer aus dem letzten Krieg mit ihren großen Kanonen und der Mündungsbremse. Darauf folgten die Soldaten und die Mütter, die mit dem goldenen Stern ausgezeichnet worden sind. Danach kam der Festwagen. Vorne darauf befand sich das Grab des unbekannten Soldaten. Ein Soldat hielt Ehrenwache am Grab. Auf der einen Seite stand ein Marineinfanterist und auf der anderen ein Matrose. Man hatte ein Bittgesuch darauf geschrieben. Eine Mutter, die mit dem goldenen Stern ausgezeichnet worden war, stand daneben. Sie hatte ihren Sohn verloren. Eine junge Frau hatte ihren Kopf auf einen Tisch gelegt und weinte. Neben ihr saß ein zerlumpter kleiner Junge, dem die Tränen übers Gesicht liefen; er hatte seinen Vater verloren. Ich dachte: „Wie traurig, wenn man hier steht und sieht, dass nur wenige Soldaten übrig geblieben sind, die verwundet waren und jetzt alt sind und in ihren Uniformen vorbeimarschieren. Doch wie stolz sie diese tragen, weil sie Amerikaner sind!"

178    Ich dachte: „O mein Gott, eines Tages wird ein Ton vom Himmel erschallen, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen. Die alttestamentlich Heiligen, die dort drüben warten, werden durch den Klang zuerst hervorkommen und an der Auferstehung Anteil haben. Dann werden wir dazukommen, und zusammen werden wir in den Himmel eingehen. Diese alten, sterblichen Leiber werden verwandelt und Seinem herrlichen Auferstehungsleib gleich sein. Was für eine Parade wird das sein, wenn es an einem dieser Tage, der vor uns liegt, himmelwärts geht! Stolz werden sie das Blut Jesu Christi, die Botschaft Gottes in der Stunde, in der sie lebten, an ihrer Brust tragen." Auf diese Stunde warten wir, Bruder.
   Das wird die nächste Auferstehung sein. Die eine ist ja bereits gewesen. Jetzt steht die nächste ganz nahe bevor. Sie wird bald stattfinden.
   Die dritte wird an den beiden Zeugen von Offenbarung 11,11-12, geschehen. Sie sind es, die mit dem Geist Christi auftreten, um den Juden Zeugnis abzulegen, wie Joseph es seinen Brüdern tat. Ihr wisst, dass ihre toten Leiber dreieinhalb Tage auf der Straße liegen werden; danach kommt der Lebensgeist in sie hinein, und sie werden entrückt, in den Himmel hinauf genommen. Das sind die drei Entrückungen im Neuen Testament. Die drei Entrückungen des Alten Testaments sind geschehen.
   Jetzt sind wir bereit und warten auf die Entrückung der Heiligen. So steht es geschrieben, und so wird es sein.

182    Wenn Gott etwas sagt, dann können Himmel und Erde vergehen, doch das Wort wird nie fehlschlagen. Als Gott in 1.Mose sagte: „Es werde Licht", mag es Hunderte von Jahren gewesen sein, bevor das Licht kam. ER sagte: „Eine Palme, ein Eichenbaum soll hervorkommen. Dort soll Wüste sein, da ein Berg und dort jenes." ER sprach es aus. Seht ihr, sobald es als Wort aus Seinem Mund ergeht, muss es Wirklichkeit werden; es muss so sein.
   Einmal hatte Er Sein Volk herausgerufen. ER sprach aus einer Feuersäule, einem Licht, einem heiligen, geweihten Feuer zu Mose. Doch die Menschen glaubten Mose nicht, deshalb sprach Er: "Führe sie heraus zu diesem Berg."
   An jenem Morgen war der Berg ganz in Feuer gehüllt, es blitzte und donnerte, und die Menschen sprachen: "Gott möge nicht mit uns reden, sondern Mose, sonst müssen wir sterben."
   Gott sprach: "ICH werde nicht mehr so zu ihnen sprechen, sondern einen Propheten werde Ich ihnen erwecken. Durch ihn werde Ich reden. Wenn das, was er sagt, eintrifft, so hört auf ihn, denn dann bin Ich mit ihm." Das sagte Er. ER sagte, dass es geschehen würde.

186    Schaut, wie der Prophet Jesaja dastand. Er war ein intelligenter Mann, ein Mann, der beim König angesehen war, denn er hatte zur Zeit des Königs Ussia gelebt, welcher ein großer Mann gewesen war. Eines Tages versuchte Ussia den Platz eines Predigers einzunehmen und wurde mit Aussatz geschlagen. Das habe ich den Geschäftsleuten gesagt: „Versucht niemals den Platz eines Predigers einzunehmen. Nein! Bleibt da, wo ihr seid. Tut ihr euer Werk, das Gott euch aufgetragen hat. Wenn ihr ein Finger seid, könnt ihr niemals ein Ohr sein; seid ihr ein Ohr, werdet ihr nie eine Nase oder ein Auge sein. Bleibt in eurem Posten."
   Ihr habt vor kurzer Zeit durch die Übertragung die Botschaft „Gott einen Dienst zu tun versuchen" gehört. David, der gesalbte König, tat etwas. Das ganze Volk jauchzte und schrie, es sei richtig, doch den Propheten Gottes befragte er nicht. Ein Mann starb, und die ganze Sache wurde vereitelt. Versucht nicht, Gott einen Gefallen zu tun. Wartet, bis die Zeit Gottes gekommen ist. Lasst es so geschehen, wie Er es tut. Es heißt: "Ich werde diese große Sache anfangen. Sie wird das ausrichten." Sei vorsichtig, Bruder.

188    David hätte es besser wissen müssen, denn zu jener Zeit war Nathan im Lande, doch er wurde überhaupt nicht gefragt. David beriet sich mit den Anführern der Hundertschaften und der Tausendschaften. Das ganze Volk jauchzte und schrie und tanzte dabei. Sie hatten jede religiöse Bewegung, aber es war nicht in Übereinstimmung und gemäß dem Worte Gottes. Deshalb schlug es fehl. Auch alles andere, was nicht in Übereinstimmung und gemäß dem Worte Gottes ist, wird fehlschlagen. Nur das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit. "Himmel und Erde werden vergehen, Meine Worte aber werden nimmermehr vergehen."

189    Jesaja, der intelligente junge Mann stand da, und auf einmal kam der Geist über ihn. Er konnte nichts anderes sagen, denn er war ein Prophet. Er sprach: "Siehe, eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden..." "Ein Kind wird uns geboren, ein Sohn uns geschenkt werden, auf dessen Schulter die Herrschaft ruhen wird; und Sein Name lautet .Wunderrat, Heldengott, Ewigvater, Friedefürst.' Seine Herrschaft wird weit reichen und des Friedens wird kein Ende sein..." Wie konnte dieser intelligente Mann sagen, dass eine Jungfrau guter Hoffnung werden wird? Alle warteten darauf. Es war ausgesprochen worden; es war SO SPRICHT DER HERR. Deshalb musste es geschehen, denn es war genauso Gottes Wort wie in 1.Mose, als die Erde noch formlos und Teer war, als das Wasser die Tiefe überflutete und Er den Samen schon unter das Meer pflanzte. Seht, es musste geschehen.
   Eines Tages, achthundert Jahre später, empfing eine Jungfrau den Samen Gottes — einen geschaffenen Samen. Sie gebar einen Sohn. Dieser Sohn stand eines Tages da und sagte: „Lazarus, komm heraus!" Da kam ein Mann heraus, der bereits vier Tage tot und in Verwesung übergegangen war; seine Nase war schon eingefallen, und er stank. ER sprach: "Wundert euch nicht hierüber! denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern ruhen, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden." Es ist ausgesprochen worden, deshalb muss es geschehen. Die Entrückung wird stattfinden.

191    Oh, ich denke gerade an meine letzte Botschaft in Kalifornien. Ich dachte, dass ich niemals mehr dorthin zurückgehe, als ich voraussagte, dass Los Angeles im Ozean versinken wird. SO SPRICHT DER HERR: es wird! Es ist dahin; es ist unterspült; es ist preisgegeben. Zu welcher Stunde? Ich weiß nicht wann, doch es wird untergehen. Gleich danach wurde die Gegend durch Erdstöße erschüttert.
   Viele von euch Männern standen an dem Tag dort, als der Engel des HErrn an dem Felsen herabkam, als dieses Licht und Feuer dort am Felsen, um den wir standen, vom Himmel herab fiel. Gestein wurde aus dem Berg gerissen und durch die Gegend geschleudert. Es ertönten drei laute Donnerschläge, und ich sagte: "Gericht wird die Westküste treffen." Zwei Tage danach ist Alaska fast versunken.

193    Denkt daran, derselbe Gott, der das sagte, hat auch gesagt, dass Los Angeles dem Untergang preisgegeben ist. Es ist dahin. Ich weiß nicht wann; das kann ich euch nicht sagen.
   Ich wusste gar nicht, dass ich das gesagt hatte. Ich glaube, dieser Bruder hier war es — nein, einer von den Mosleys, so meine ich, sagte es mir draußen auf der Straße. Ich wusste nicht, was es war, bis ich nachlas. Ich sah in der Schrift nach, und Jesus sagte: „Kapernaum, Kapernaum, das du dich erhöht hast bis zum Himmel, wirst in die Hölle hinab gestoßen werden. Denn wenn in Sodom die mächtigen Wunder geschehen wären, die in dir geschehen sind, so stände es noch heutigen Tages." Ungefähr 150 Jahre später ist Kapernaum im Wasser versunken und ist dort bis heute.

195    Derselbe Geist Gottes, der all diese Dinge sagte und all diese Taten vollführte, sprach dort: „O du Stadt Kapernaum, die du dich nach dem Namen der Engel nennst, Los Angeles, wie hast du dich bis zum Himmel erhöht!" Es ist die Wurzel und der Sitz Satans. „Du hast dich selbst erhöht."
   Es ist ein Friedhof für Prediger. Gute Männer gehen dorthin und sterben wie Ratten. Welch eine Verheerung!
   „Du, die du dich nach dem Namen der Engel bezeichnest, wenn die mächtigen Werke in Sodom geschehen wären, die in dir geschehen sind, dann stünde es noch heute. Doch deine Stunde ist gekommen!" Gebt Acht und schaut. Wenn es nicht geschieht, bin ich ein falscher Prophet. Dort befindet es sich, es liegt da.

198    Ich erinnere mich an den Abend, als ich die Braut in einer Vorschau sah. Das war, noch bevor ich das sah. Ich stand dort und sah eine hübsche Dame, die ordentlich gekleidet war und in diese Richtung marschierte. In der Vision stand jemand neben mir, und als ich das sah, hieß es: "Die Vorschau der Braut." Ich sah, wie sie vorüberging. Sie kamen von dieser Seite und gingen dort weiter.
   Ich hörte noch jemanden kommen. Von der anderen Seite kam die Gemeinde. Dort kam die Gemeinde aus Asien. Oh, ihr redet von Schmutz! Dann kam die europäische Gemeinde. Oh! Dann hörte ich jemanden mit Rock'n'roll kommen, und es war Miss Amerika, die Gemeinde. Sie trugen noch nicht einmal Kleider. Sie hatten Papier, das grau war wie Zeitungspapier, und hielten es vor sich hin, indem sie Rock'n'roll tanzten. Miss Amerika, die Gemeinde!
   Ich stand dort in Seiner Gegenwart. Ich dachte: „O Gott, konnten wir als Prediger nichts Besseres hervorbringen? Oh! Oh! Oh!" Ihr wisst ja, wie man sich dabei fühlt. Dann dachte ich: „O Gott, verbirg mich; wenn ich doch nur von hier weg könnte! Wenn das alles ist, was wir geschafft haben, was wir hervorgebracht haben!"

201    Als diese Frauen vorüber kamen, bewegten sie sich im Rock'n'roll-Schritt. Sie hatten kurzes Haar und geschminkte Gesichter. So zogen sie vorüber, und sollten Jungfrauen Christi sein! Als sie so vorbeizogen, wandte ich mein Haupt ab. Ihr wisst, sie hielten es nur vor mir; ihre Rückseite war schändlich. So gingen sie vorbei.
   Ich wandte mein Angesicht weg, um zu weinen. Ich konnte es nicht ertragen zu wissen, dass Er bei mir stand und dass dies alles war, was ich als Prediger der Gemeinde für Ihn hervorgebracht hatte. Ich sagte: „O Gott, ich kann es nicht anschauen. Lass mich sterben. Lass mich verschwinden." und dergleichen.
   Dann waren sie vorbei. Jedes Mal, wenn eine vorüber zog, gingen sie bis an eine bestimmte Stelle und waren dann weg. Ich hörte die Musik dann nur noch ausklingen. Plötzlich hörte ich etwas wie "Vorwärts, Christi Streiter". Ich schaute hin, und dort kam jene geheiligte Gruppe Mädchen wie am Anfang. Alle waren ordentlich gekleidet, das Haar hing ihnen den Rücken hinunter. Es war glatt und sauber. Sie marschierten im Gleichschritt mit dem Evangelium. Sie war das Wort. Es schien aus jeder Nation eine zu sein. Ich schaute sie an, während sie vorüber zogen. Ich sah sie vorbei gehen. Doch anstatt hinunterzugehen, gingen sie aufwärts. Dann beobachtete ich, wie eine, bzw. zwei oder drei von ihnen, aus dem Gleichschritt kamen. Ich schrie: „Bleibt im Einklang!" Dann verließ mich die Vision, und ich stand in dem Raum und schrie: „Bleibt im Einklang!"

204    Ich frage mich: Könnte es bereits geschehen sein? Könnte die Braut bereits gerufen sein? Ist es das, wodurch wir heute gehen? Sie muss in das Bild Christi geformt werden, und Christus ist das Wort. Das ist das einzige. Seht, es ist hier drin, im Wort. Nichts kann ihm hinzugefügt werden. Es kann keine Frau sein, deren eine Hand wie eine Menschenhand und deren andere wie eine Hundepfote aussieht. Sie muss vollkommen das Wort des HErrn sein, wie Er das Wort ist. Die Braut ist ein Teil des Bräutigams. Die Frau ist ein Teil ihres Mannes, weil sie aus dem Mann genommen worden ist. Eva war ein Teil von Adam; aus seiner Seite. So ist es mit der Braut. Sie ist nicht aus einer Denomination herausgenommen worden, sondern aus dem Schoss des Wortes Gottes für diesen Tag.

205    

   [Bruder Branham singt.]

   Wir wollen uns alle bemühen, dort zu sein. Gott segne euch. Es ist ausgesprochen worden; es muss sich erfüllen. Es wird geschehen! Ihr Lieben, niemand möchte sterben, niemand möchte verloren gehen. Ich möchte euch etwas sagen: ganz gleich, was ihr tut, wie häufig ihr zur Gemeinde geht und wie treu ihr der Gemeinde seid — das ist fein, dagegen ist nichts zu sagen; ihr sollt zur Gemeinde gehen; tut das, geht weiter zur Gemeinde. Doch was immer es sein mag, werft eure Überlieferung fort und geht vorwärts, kommt in Christus hinein, denn an einem dieser Tage wird ein Klang zu hören sein. Sonst werdet ihr mit dem Maizeichen des Tieres an euch erfunden werden, ohne dass ihr es erkennt, bis es zu spät ist. Das stimmt genau!

207    Gott segne euch. Es tut mir leid, euch solange festgehalten zu haben. Ich habe sie zu lange festgehalten, das stimmt. Ihr habt für mich ein Opfer erhoben, ohne dass ich euch darum gebeten habe. Das ist Höflichkeit! Nehmt es und bezahlt dem Motel die Zeit, die wir zu lange geblieben sind, denn ich habe überzogen. Ich habe nur einige Dinge erwähnt und habe noch Acht bis zehn Seiten über die Entrückung, hatte aber keine Zeit, es zu bringen.
   Gott segne euch. Liebt ihr den HErrn Jesus? Lasst uns für einen Moment ruhig und andächtig stehen bleiben. Denkt an das, was ich sagte. Denkt daran, dass wir uns in den letzten Stunden befinden.

   [Bruder Branham singt.]

   Wie viele lieben Ihn wirklich? Hebt eure Hände. Während wir das Lied noch einmal singen, möchte ich, dass ihr denen in eurer Nähe die Hand reicht und sagt: "Gott segne dich, Pilger!" Wir sind doch Pilger, nicht wahr? Wir sind Pilger und Fremdlinge.

   [Bruder Branham singt.]


210    Möchtet ihr bei der Entrückung dabei sein? Wie viele sind daran interessiert, bei der Entrückung dabei zu sein? Sagt: „O Gott, von ganzem Herzen möchte ich es schaffen."
   Haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand. Kennt ihr das Lied? Kennst du es, Schwester? Haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand.

   [Bruder Branham singt.]


211    Wir beugen unsere Häupter und halten dies in unseren Gedanken fest, in dem Bewusstsein, dass wir unsere Häupter zu dem Staub neigen, von dem wir genommen wurden und zu dem wir eines Tages zurückkehren. Doch ihr wisst auch, dass ihr eine Seele in euch habt, die Rechenschaft vor Gott ablegen muss. Wenn ihr spürt, noch nicht ganz für die Entrückung bereit zu sein, wenn sie heute Abend stattfände, und ihr möchtet, dass eurer im Gebet gedacht wird, dann hebt eure Hand. Wir haben hier keinen Platz für einen Altarruf. Euer Altar ist sowieso in eurem Herzen. Erhebt eure Hand. Gott segne dich, dich, dich. „Ich spüre, dass ich nicht bereit bin, Bruder Branham. Ich möchte ein wirklicher Christ sein. Ich habe versucht, es zu sein, doch immer fehlte mir etwas. Ich weiß, dass ich nicht da bin, wo ich sein sollte. Sei mir gnädig, o Gott. Ich erhebe meine Hand. Sei mir gnädig." Etwa zwanzig, dreißig Hände sind in dieser kleinen Gruppe schon erhoben, und es gehen noch mehr hoch.

212    Teurer Gott, Du weißt, was hinter der Hand tief in dem Herzen ist. Ich bete, teurer Gott, denn nur für eines bin ich verantwortlich: das ist, die Wahrheit zu sagen. Teurer Gott, sie möchten gerettet werden. Sie möchten echte Christen sein. Sie wollen nicht nur eine Gemütsbewegung, etwas, in das sie sich hinein steigern, ein Denominations-System, ein Glaubensbekenntnis oder ein Dogma, das hinzugefügt wurde. Sie begreifen, Vater, dass es das reine, unvermischte Wort Gottes sein muss. Alles andere wird vergehen, sogar Himmel und Erde, doch das Wort nicht. Wenn wir das Wort sind, kann die Erde unter uns verschwinden, doch wir können nicht vergehen, weil wir das Wort sind, die Braut des Bräutigams.
   Ich bete für jeden einzelnen, dass Du es ihnen gibst, Vater. Es ist mein aufrichtiges Gebet. Vergib mir, Vater, dass ich heute Abend so nervös bin, zu spät kam, so zittrig bin und abgehackte Worte sagte. Füge sie trotzdem auf Deine eigene göttliche Weise zusammen, großer Helliger Geist. Lege sie in die Herzen der Menschen hinein, wie ich sie in meinem Herzen meine. Gib ihnen das Motiv und das Ziel, das auch ich im Herzen habe. Wirst Du es tun, HErr? Rette, die sich retten lassen, und ziehe sie zu Dir, HErr. Mögen wir für die Entrückungsstunde, die bald herannaht, bereit sein. Ich bitte es im Namen Jesus. Amen.
   Gott segne euch. Nun bitte ich den Vorsitzenden der Konferenz.