"Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist!  Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.  Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR;  sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.  Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst —  genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!  Denn ihr werdet mit Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden..."
(Jes. 55, 6 bis 12)

Schauet auf zu Jesus

 

LOOK AWAY TO JESUS

 

29.12.1963, Abends, BRANHAM TABERNACLE,
JEFFERSONVILLE, IN. 
Jeffersonville, Indiana, USA

 

 

001.   Alles wird verwandelt, wenn Jesus hereinkommt. ER vertreibt die Finsternis und verbreitet das Licht. Dafür sind wir dankbar.

002.   Dies war das erste Mal, daß Becky hier in der Kapelle gespielt hat. "Wenn Jesus kommt" war ein sehr geeignetes Lied dafür.

003.   Wir freuen uns, heute abend wieder hier sein zu dürfen, und sind dankbar, daß ihr heute morgen so zahlreich gekommen wart. Für heute abend habe ich ein Thema, über das ich in wenigen Minuten sprechen möchte. Vorher muß ich jedoch noch einige Dinge bekanntgeben. Ich bin ein wenig heiser und meine, daß es vom vielen Sprechen kommt. Ich predige lange; doch wenn ich hierher komme und ein oder zwei Stunden lang aufnehme, dann tue ich das deshalb, weil diese Tonbänder in die ganze Welt versandt werden. Ich danke euch, daß ihr heute morgen so viel Geduld mit uns hattet.

004.   Es sind einige Dinge, die ich hier erwähnen möchte. Als erstes habe ich an die Gemeinde eine Bitte. Ich hatte etwas vor und wollte heute abend fragen, ob ich das tun kann. Ich mache eigentlich keine Neujahrsgelübde - wir müssen morgen nach Hause fahren, deshalb werden wir zu Neujahr nicht hier sein - doch wir werden euer gedenken. Ich glaube, daß am Silvesterabend hier eine Versammlung stattfinden wird. Ja, das stimmt, der Gottesdienst wird über Mitternacht hinausgehen, wie es an Silvester hier immer gehalten wurde. Wir würden gerne hierbleiben, doch wir schaffen es sonst nicht, mit den Kindern rechtzeitig zum Schulbeginn zurück zu sein. Meine Frau muß auch ihre Kleidung noch vorbereiten. Ihr wißt ja, wie es ist.

005.   Ich möchte jedem einzelnen von euch für die feinen Dinge danken, die ihr während der Weihnachtstage für uns getan habt. Euch Frauen, die ihr Nahrungsmittel und andere Dinge in unser Haus gebracht habt, so daß bereits gekocht und alles vorbereitet war, als wir ankamen. Ich danke euch herzlich dafür. Möge Gott euch stets segnen. Der Gemeinde danke ich für den Scheck, mit dem ich mir Kleidung oder einen Anzug kaufen soll. Ich bekomme jedes Jahr einen Anzug von ihr. Einige gute Freunde haben mir nun bereits einen Anzug geschenkt, deshalb meine ich, daß ich mir dafür Hemden und Unterhemden kaufe, wenn es euch recht ist. Ich möchte das Geld dafür verwenden, wenn die Gemeinde damit einverstanden ist. Zur Zeit habe ich das nötiger als einen Anzug.

006.   Dieser junge Mann, den wir gerade singen hörten, ist George Smith aus Tucson. Wir haben ihre Gemeinde dort besucht. Es ist die Neutestamentliche Baptistengemeinde. Sein Vater ist Missionar. Ich glaube, er hat etwa sieben Gemeinden in Alt-Mexico. Es sind wirklich feine Menschen dort. Sein Vater, seine Mutter, sie alle sind feine Menschen. George ist ein feiner junger Mann. Es tat mir leid, daß er uns nicht ein kurzes Zeugnis von der rettenden Gnade Christi in seinem Leben gegeben hat, ehe er sich setzte.

007.   Vor nicht langer Zeit habe ich hier versprochen, daß ich zuerst hierher kommen und die Botschaften aufnehmen werde, bevor ich sie in den Versammlungen außerhalb bringe. Das geschieht deshalb, damit die Menschen die Tonbänder bekommen. Ich komme hierher, und die Botschaft wird auf Tonband aufgenommen, dann gehe ich hinaus, um sie zu predigen. Dadurch haben diejenigen, die damit betraut sind, die Tonbänder zu vervielfältigen, die Möglichkeit dazu, und wir können sie dann schon mitnehmen, wenn wir auf die Reise gehen.

008.   Ich bereite mich nun vor, eine lange evangelistische Reise anzutreten, deshalb werde ich das von nun an nicht mehr beibehalten können. Derjenige, der die Tonbänder herausgibt, wird sie aufnehmen müssen, wo die Versammlungen jeweils stattfinden. Mir fällt gerade ein, daß ja in dieser Woche eine Zusammenkunft wegen der Tonbänder stattfindet. Stimmt das? Ich denke, Bruder Sothmann ist in jedem Fall hier und vertritt Bruder Maguire. Ich weiß es nicht, glaube aber, daß er hier ist, denn jemand sagte es. Ich meine, sie werden im Laufe dieser Woche ein Treffen wegen der Tonbänder haben; vielleicht morgen abend. Wir sprachen kürzlich an einem Abend in dem Raum dort darüber. Ich finde, daß die Zeit dafür gekommen ist. Sie treffen die Vorbereitungen dafür. Von jetzt an werde ich also wahrscheinlich in den Versammlungen außerhalb auch Botschaften bringen, über die ich hier in der Kapelle noch nicht gesprochen habe.

009.   Ich bin Gott für das Zeugnis von Bruder Blair dankbar. Es hat sich so ergeben, daß Bruder und Schwester Blair heute abend hier unter uns sind. Sie sitzen hier. Ihr erinnert euch, daß der Herr wegen ihres kleinen Jungen zu mir sprach. Bruder Blair war innerlich völlig zerrissen und weinte, denn das Gesicht seines kleinen Jungen war schwer verletzt worden, als das Auto sich überschlagen hatte. Doch während ich betete, sah ich den kleinen Jungen wieder wohlauf. Bruder Blair fragte mich natürlich: "Bruder Branham, ist das 'SO SPRICHT DER HERR'?"

Ich antwortete: "Bruder Blair, es ist, SO SPRICHT DER HERR'!"

010.   Heute abend ist Bruder Blair hier, und wir sind sehr dankbar, ihn bei uns zu haben. Er litt an Nervosität, und Satan hat ihm vor nicht langer Zeit einen Schlag versetzt und versucht, ihn dahinzubringen, mir nicht mehr zu glauben. Während Satan das tat, kam der Herr ihm zu Hilfe, offenbarte es und sagte ihm, das wegzutun, bevor es geschehen sollte. Bruder Blair ist ein feiner Mann. Ich möchte, daß ihr seiner gedenkt. Er hat noch keinen Entschluß gefaßt, was er tun wird. Er weiß einfach nicht, was er machen soll. Ich vertraue darauf, Bruder Blair, daß Gott dir hilft. Du bist ein großer Knecht Christi, und Er hat genügend für dich zu tun, denn das Licht wird immer schwächer. Warst du heute morgen hier? Das ist sehr fein.

011.   Ich vermute, daß ich euch erst im Frühjahr wiedersehe. Bis dahin werden wir wohl wissen, ob wir die Versammlungen während der Zeit, in der ich eigentlich in Norwegen und in den skandinavischen Ländern gewesen wäre, hier in Jeffersonville halten werden oder nicht.

012.   Wir kommen jetzt gleich zu unserem Text, weil wir anschließend noch eine Gebetsreihe haben wollen. Viele stehen in den Räumen und an den Wänden. Ich weiß, das fällt euch sehr schwer. Ich habe ja selbst oft gestanden. Vor einer Weile, als ich meine Frau brachte, ging ich vorbei, sah die Menschen an den Eingängen und dachte: "Wer will sagen, daß das Evangelium nicht immer noch die anziehendste Sache ist, die es auf der Welt gibt?" Gewiß ist es das. Es zieht diejenigen an, die daran interessiert sind. Diejenigen, die nicht daran interessiert sind, wollen es natürlich nicht und werden auch nicht davon angezogen. Doch Jesus sagte: "ICH werde, wenn Ich von der Erde erhöht sein werde, alle zu Mir ziehen!" Wie wahr ist das!

013.   Wenn ich hierherkomme, gibt es einfach so viel zu sagen, daß ich mir das, was ich hier sagen möchte, aufschreiben muß. Es ist so viel, daß man einfach nicht alles behalten kann.

014.   Ich habe erfahren, daß der Vater von Bruder Ungren heute morgen auf den Namen Jesu Christi getauft worden ist. Sollten Schwester Ungren und die Angehörigen hier sein, so bin ich sicher, daß es ihnen viel bedeutet, denn es war seit vielen Jahren ihr anhaltendes Gebet. Bruder Ungren, wo immer du dich befindest: Gott segne dich mächtig, mein Bruder. Wenn es so nicht richtig ist, möge mich Gott am Tage des Gerichts zur Rechenschaft ziehen. Ich weiß, daß es richtig ist. Die Schuld dafür nähme ich auf mich. Doch es stimmt genau, weil es die Wahrheit ist.

015.   Ihr sagt: "Spielt das denn eine Rolle?" Für Paulus ja, denn er fragte, wie sie getauft worden waren. Sie antworteten, daß sie bereits von Johannes getauft worden waren, von dem Mann, der auch Jesus getauft hatte. Paulus jedoch sagte, daß sie noch einmal auf den Namen Jesu Christi getauft werden müßten. Nicht eine Person in der Bibel wurde je in der Formel "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft. Niemand wurde so getauft, bis die katholische Kirche auf dem Konzil zu Nizäa organisiert wurde. Dort wurde die erste Person unter Verwendung der Titel getauft.

016.   Vor einigen Tagen sprach ich mit jemandem und sagte: "Herr Jesus Christus - das ist Sein Name."

Er meinte: "Ich glaube nicht, daß darin ein Unterschied besteht."

017.   Ich habe ihn in seiner eigenen Lehre gefangen und sagte: "Wenn jemand zu dir kommen und sagen würde: 'Ich wurde im Namen der Rose Sarons, der Lilie im Tale und des hellen Morgensterns getauft.', würdest du dazu 'Amen' sagen?"

Er antwortete: "Nein."

018.   Ich fragte weiter: "Würdest du den Betreffenden noch einmal taufen?"

Er erwiderte: "Jawohl."

019.   Ich fragte dann: "Wie würdest du ihn taufen?"

Er antwortete: "Ich würde ihn im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen."

020.   Ich sagte: "So würde ich ihn taufen: in den "Namen" des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Rose Sarons, Lilie im Tale und Morgenstern ist kein Name."

Er meinte: "Das stimmt. Es sind Titel."

021.   Ich sagte: "Auch Vater, Sohn und Heiliger Geist sind Titel. Ich taufe sie in den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und der NAME des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ist Herr Jesus Christus." Genau. So erklärte ich es, und er erkannte es. Es war Bruder Joseph Mattsson-Boze aus Chicago, der härteste Bursche, in den ich je einzudringen hatte. Ich nehme an, daß ich drei- bis viertausend Eingeborene neu taufen muß, wenn ich nach Afrika komme.

022.   Wir sind für das Licht des Evangeliums dankbar. Jesus sagte, als Er auf Erden war: "Was Ich höre, das rede Ich." Jetzt werde ich für die nächsten zehn, fünfzehn Minuten noch etwas sagen, ehe ich zu meinem Text, einem sehr kurzen Text, und dann zur Gebetsreihe komme.

023.   Ich habe in meinem Dienst einen Punkt erreicht, wo ich etwas sagen muß. Jesus sagte: "Was Ich höre, das rede Ich." ER sagte außerdem: "ICH nenne euch Meine Freunde, denn ein Freund sagt seinem Freund alles."

024.   Paulus sagte in Apg. 20, 27: "Denn ich habe es an mir nicht fehlen lassen, euch den ganzen Ratschluß Gottes zu verkündigen." Ich will mich heute abend anschließen und nach meinem besten Wissen dasselbe sagen: Ich habe es an mir nicht fehlen lassen, sondern habe euch den ganzen Ratschluß Gottes verkündigt.

025.   Neulich hörte sich jemand eine Tonbandpredigt an, und nur weil ein anderer darüber wütend wurde, schoß man durch das Fenster und verwundete eine Frau. Vielleicht werde auch ich eines Tages mein Zeugnis besiegeln müssen; wenn die Zeit kommt, bin ich bereit zu gehen. Bis jedoch meine Zeit gekommen ist, wird mir nichts Schaden zufügen können.

026.   Wir glauben an dasselbe Evangelium, wie es in der Bibel geschrieben steht. Es ist auf den Mittelpunkt eingestellt. Wenn ein Gewehr genau eingestellt ist und den Mittelpunkt der Zielscheibe beim ersten Mal trifft, dann trifft es ihn auch beim zweiten und jedes weitere Mal.

027.   Wenn ein Baum oder ein Weinstock einen Zweig hervorbringt und dieser Zweig trägt eine bestimmte Frucht, dann wird der nächste Zweig, der an diesem Weinstock wächst, die gleiche Art von Frucht tragen.

028.   Jesus ist der Weinstock, und wir sind die Reben. Von der ersten Rebe, der ersten Gemeinde, die der Weinstock hervorbrachte, schrieb man die Apostelgeschichte. Diese erste Rebe taufte auf den Namen Jesu Christi. Sie hatten den lebendigen Gott in ihrer Mitte, und Er tat die gleichen Dinge unter ihnen, die Er getan hatte, als Er auf Erden wandelte. Daran erkannten die Menschen, daß sie - obwohl sie unwissend und ungebildet waren - mit Jesus zusammen gewesen sind, denn Sein Leben wurde durch sie offenbar.

029.   Es ist so, wie ich gesagt habe: "Wenn ich den Geist von Beethoven in mir hätte, würde ich Musikwerke schreiben. Wenn Beethoven in mir lebte, wäre ich wie Beethoven. Wenn Shakespeare in mir lebte, wäre ich wie Shakespeare. Ich würde Gedichte und Dramen schreiben, wenn Shakespeare in mir lebte. Und wenn Christus in uns lebt, werden wir die Werke Christi tun. Es muß so sein. Was war Christus? Das Wort. ER sagte: "Wenn ihr in Mir bleibt, und Meine Worte in euch bleiben, dann bittet, um was ihr wollt, und es soll geschehen." Das Wort ist da, es bedarf nur noch des Lichtes; das Licht bringt es zum Leben.

030.   Jetzt werde ich euch etwas sagen, das ich bisher noch nicht gesagt habe. Das ist es, wonach wir so lange, so viele Jahre - etwa fünf Jahre oder mehr - Ausschau gehalten haben: Der dritte Zug ist nun bestätigt worden, und ich bin sicher, daß ihr alle wißt, was es ist.

031.   Denkt daran, es wird keine Nachahmung davon geben; das kann nicht sein. Es kann nicht sein. Er ist jetzt vorhanden, und ich bin darauf hingewiesen worden, daß es sehr bald in seiner Gesamtheit geschehen wird, was jetzt teilweise geschehen ist, damit euch sein Vorhandensein bewiesen werden konnte. Doch er wird nicht eher in einer großen Weise wirksam sein, bis das Konzil beginnt, straff anzuziehen. Die Pfingstler können fast alles nachahmen. Wenn aber diese Zeit kommt - wenn der Druck einsetzt, dann werdet ihr das, was ihr jetzt vorübergehend gesehen habt, in der Fülle seiner Kraft kundgetan sehen.

032.   Ich muß fortfahren zu evangelisieren. Genauso, wie ich am Anfang beauftragt wurde, muß ich weitermachen. Ihr habt das Wort empfangen und wißt deshalb, wonach ihr Ausschau halten und wie ihr stehen müßt. Ich muß in evangelistischer Weise weitermachen. Meine Freunde, bleibt ruhig und geht vorwärts, denn die Stunde naht schnell, in der etwas geschehen wird.

033.   Ihr mögt sehen, daß einige sonderbare Dinge geschehen - ich meine damit nicht etwas Sündiges - sondern etwas Eigenartiges im Vergleich zu dem normalen Verlauf, weil ich in meinem Dienst da angekommen bin. Abwartend beobachte ich diesen Punkt und warte auf die Zeit, wo es betätigt wird. Doch es wird in Tätigkeit sein. Jeder weiß das, denn so gewiß der erste bekanntgemacht wurde, so wurde der zweite deutlich gemacht; und wenn ihr, die ihr geistlich seid, gründlich darüber nachdenkt (wie die Bibel sagt: "Hier ist Weisheit erforderlich."): auch der dritte ist durch und durch identifiziert. Wir wissen, worin er besteht. Der dritte Zug ist hier.

034.   Dies ist so heilig, daß ich nicht viel darüber sagen darf, wie Er es mir am Anfang geboten hat. ER sprach: "Sage nichts darüber." Ihr erinnert euch daran? Das geschah vor Jahren. Er spricht für sich selbst. Ich versuchte, die anderen beiden zu erklären, und habe einen Fehler gemacht. Dies wird meiner Meinung nach die Sache sein - ich sage nicht, daß der Herr mir dies sagt - wodurch der Entrückungsglaube für die Hinwegnahme hervorkommen wird. Ich muß mich für eine Weile zur Ruhe legen.

035.   Denkt daran, auch ihr, die ihr dieses Tonband hören werdet; ihr werdet unverzüglich solch eine Veränderung in meinem Dienst sehen: - eine Verminderung, keinen Aufschwung, sondern einen Rückfall. Wir sind jetzt vor dem Zeitalter. Es kann nicht mehr weitergehen. Wir müssen hier etwas warten, bis das geschieht, damit wir den Anschluß bekommen.Dann kommt die Zeit. Doch es ist bereits klar bewiesen worden.

036.   Es kommt eine Zeit, in der diese Nation die ganze Macht ausübt, die vorher das Tier hatte. Das war das heidnische Rom, das zum päpstlichen Rom wurde. Das wird diese Nation tun. Offbg. 13 erklärt es. Das Lamm kam aus der Erde hervor. Das andere Tier stieg aus dem Wasser heraus, welches Menschenmassen und Völkerschaften versinnbildlicht. Dieses Lamm jedoch kam hervor, wo es damals keine Menschen gab.

037.   Ein Lamm versinnbildlicht Religion - wie das Lamm Gottes. Denkt daran: Es sprach wie ein Lamm und war ein Lamm; doch nach einer Weile wurde ihm Macht verliehen, und es redete wie ein Drache und übte alle Macht aus, die der Drache vorher hatte. Der Drache ist immer Rom. Seht ihr es nicht: römische Denominationen, eine gekennzeichnete protestantische Denomination, ein Bild des Tieres; man formt eine Macht, so daß alle Protestanten zur Vereinigung gezwungen werden. Ihr werdet in diesem Kirchenrat sein müssen, sonst werdet ihr nicht als Gemeinschaft angesehen werden. Nun, praktisch ist es schon jetzt so. Ihr könnt in einer Gemeinde nicht predigen, es sei denn, ihr habt eine Mitgliedskarte oder könnt euch sonst irgendwie ausweisen.

038.   Menschen wie wir werden von all dem ausgeschlossen sein. Das stimmt genau. Man wird es nicht mehr tun können. Es wird straff. Wenn diese Zeit kommt und der Druck so stark wird, daß ihr "hinausgedrückt" werdet, dann gebt auf das acht, wovon ich euch in wenigen Minuten sagen werde. Beachtet dann den dritten Zug! Er wird eindeutig für die vollständig Verlorenen, aber er wird auch für die Braut und die Gemeinde sein.

039.   Wir sind dem näher, als es scheint. Ich weiß nicht, wann es sein wird, aber es ist sehr, sehr nahe. Es mag sein, daß ich eine Plattform für jemand anders baue, der sie dann betritt. Es kann sein, daß ich vor dieser Zeit genommen werde. Ich weiß es nicht. Es mag schon in der kommenden Woche sein, daß der Heilige Geist wirkt und Jesus Christus wiederkommt. ER mag schon in der nächsten Woche kommen. ER kann heute abend kommen. Ich weiß nicht, wann Er kommen wird. Das sagt Er uns nicht. Ich glaube aber, daß wir dem so nahe sind, daß ich nicht im hohen Alter sterben werde. Ich bin schon vierundfünfzig Jahre alt, doch am hohen Alter werde ich nicht sterben, ehe Er kommt. Es sei denn, daß ich erschossen oder auf irgendeine andere Weise getötet werde - doch ich werde nicht am Alter sterben, bis Er kommt. Das glaube ich. Ich möchte einiges sagen, was ich noch nie zuvor gesagt habe. Alles, was Er im Jahre 1933 dort am Fluß sagte und was die Schrift sagt, ist genauso geschehen, wie Er es sagte. Ich werde es vielleicht nicht tun, doch diese Botschaft wird Jesus der Welt vorstellen. "Wie Johannes der Täufer dem ersten Kommen Christi vorausgegangen ist, so wird die Botschaft dem zweiten Kommen vorausgehen." Johannes sagte: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegträgt." Es verlief in jeder Hinsicht parallel, und ich weiß, das wird es auch weiterhin. Die Botschaft wird weitergehen.

040.   Manche großen Dinge sind im Verlauf dieser Zeit geschehen. Heute morgen hatte ich dort in dem Raum einige Aussprachen; unter anderem mit einem jungen Mann namens Autry. Vielleicht ist er heute abend noch hier. Er kommt aus San Antonio, Texas. Er kam und wollte wissen, ob wir auf unserem Weg von Kalifornien nach Dallas an einem Abend auch zu ihrer Kapelle kommen könnten; nur für einen Abend. Sie werden in den nächsten Tagen nachsehen, ob das geht. Er berichtete mir von jener früheren Versammlung in San Antonio. Seither bin ich nie wieder dort gewesen.

041.   Die erste Versammlung, als ich nach San Antonio kam, hatte ich, so meine ich, mit Bruder Coots und der Internationalen Bibelschule.

042.   Ich habe das Auditorium vergessen, in dem die Gottesdienste stattfanden. Es war entweder am ersten oder zweiten Abend, ich meine jedoch am ersten: Als ich zur Plattform ging, erhob sich jemand ganz hinten im Gebäude und sprach in Zungen, als würde aus einem Maschinengewehr gefeuert. Als er damit zu Ende war, setzte er sich wieder. Nur einen Moment später erhob sich jemand auf der Plattform und gab die Auslegung. Ich hielt inne bei dem, was er sagte, und fragte ihn: "Kennst du jenen Mann?"

Er sagte: "Nein."

043.   Ich fragte: "Wie bist du hierhergekommen?"

Er antwortete: "Die Leute, für die ich arbeite, sind heute abend hier, und sie nahmen mich mit." Er war ein Cowboy.

044.   Ich fragte den anderen: "Welche Tätigkeit übst du aus? Kennst du ihn?"

Er erwiderte: "Nein, ich habe ihn nie gesehen."

045.   Ich fragte ihn: "Welche Tätigkeit übst du aus?" Er hatte ein Geschäft in der Stadt. Bevor ich es besser begriffen hatte, war ich immer ein wenig skeptisch, wenn jemand in Zungen sprach. Ich fand, daß vieles davon fleischlich war, und das mag auch sein. Doch als dies ausgesprochen wurde, enthielt die Auslegung genau das, was der Engel des Herrn damals vor elf Jahren dort an dem Fluß gesagt hatte: "Wie Johannes der Täufer dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, bist du Seinem zweiten Kommen vorausgesandt." Dort geschah es, daß der Engel, das Licht - welches vor der Gemeinde, durch das Wort, durch die Wissenschaft und auf jede Art und Weise bestätigt wurde - zum erstenmal in der Öffentlichkeit erschien. Es hing genau über der Stelle, wo ich war; nahe dem Ende der Brücke und wo die Spring Street am Wasser endet. Es war etwa um 14.00 Uhr. Das war vor vielen, vielen Jahren. Das, was dort gesagt wurde, hat sich ganz genau erfüllt.

046.   Dieser Bruder, der heute morgen mit mir sprach, hat ein Mädchen aus der Gemeinde geheiratet: die Tochter von Schwester Noid. Ich weiß es nicht, aber ich meine, daß er noch hier ist. Bist du hier, Bruder Autry? Ich wußte nicht, daß er aus San Antonio ist. Ich weiß auch nicht, ob er noch hier ist. Heute morgen war er hier. Er erzählte mir, ich glaube, von seinem Großvater, der sein ganzes Leben lang Epileptiker war, in die Versammlung gebracht und dort geheilt wurde.

047.   Das war direkt am Anfang des Dienstes, als mir durch die Gabe der Unterscheidung gezeigt wurde, was die einzelnen haben, während sie ihre Hand in meine legten. Ich sagte euch, bevor es noch geschah - viele sind heute abend Zeugen dessen, daß es dahin kommen würde, daß ich die Geheimnisse ihrer Herzen geoffenbart bekäme. Erinnert ihr euch daran? Etwa fünf, sechs Jahre später fand es zum erstenmal statt. Das war in Kanada. Dann sagte Er: "Wenn du aufrichtig bleibst, wird es weitergehen." Jetzt ist das dritte geschehen. Es geht immer weiter.

048.   Er erzählte, daß sein Großvater in die Gebetsreihe gebracht wurde und ich ihm sagte, daß er Epilepsie hat, und für ihn betete. Das geschah vor etwa sechzehn, siebzehn Jahren. Und er berichtete, daß er seitdem nie wieder einen Anfall gehabt hat. Er ist nun schon fast fünfundachtzig Jahre alt und hatte seit damals keinen Anfall mehr. Was ist es? Jesus Christus, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

049.   Ist Margie Morgan im Gebäude? Schwester Margie Morgan, eine Dame, die von Krebs zerfressen war. Sie ist Krankenschwester. Wie viele erinnern sich an Schwester Morgan? Ist sie hier oder konnte sie nicht kommen, weil sie Dienst hat? Nach dem Verzeichnis der Krebsfälle in Louisville ist die Frau schon seit etwa sechzehn, siebzehn Jahren tot. Als Jim Tom Robinson, ein christlicher Rechtsanwalt, von der Heilung hörte, begab er sich in das Baptisten-Hospital, um nachzuprüfen, ob das stimmte, denn sein Vater gehörte zum Vorstand des Hospitals. Sie suchten den Fall heraus; danach hätte die Frau bereits jahrelang tot sein müssen. Dabei arbeitet sie jetzt noch als Krankenschwester hier in Jeffersonville im Krankenhaus! Als sie hier stand, mußte man sie stützen; sie war nicht einmal ganz bei sich - doch es war SO SPRICHT DER HERR, und sie lebt.

050.   Sie arbeitete als Krankenschwester in Louisville. Dort lag auch ein Mann im Krankenhaus, dem "Schimpfs Candy" gehörte. Ist Herr Schimpf heute abend hier? Ich möchte, daß er die Geschichte erzählt, falls er hier ist. Junie Schimpf ist ein großer, kräftiger Mann. Es ist mir sehr peinlich, das zu sagen, aber es war wirklich so: Papa gab mir immer zehn Cent, wenn ich die ganze Woche über fleißig war. Dann fuhr ich in die Stadt und stellte mein Fahrrad bei Bruder Mike Eagan ab. Er gehört jetzt hier zum Vorstand. Jimmy Pool, dessen Sohn heute abend vermutlich hier ist, Earnest Fisher und ich gingen immer dort in der Stadt ins Kino, sahen uns die alten Stummfilme an. Der Eintritt kostete fünf Cent. Wir waren damals noch kleine Jungs von etwa acht bis zehn Jahren. William S. Hart spielte in diesen Stummfilmen mit. Viele von euch erinnern sich noch an ihn. Ich konnte noch nicht richtig lesen, sondern nur zusehen, was vor sich ging. Ich mußte mir alles zusammenbuchstabieren, und das ging zu langsam. Aber ich gab acht, was er tat. Außerdem hatte ich immer noch fünf Cent extra. Wie viele erinnern sich, daß man damals für einen Cent eine Eistüte bekam? Ich konnte mir also drei Eistüten kaufen und hatte immer noch zwei Cent für Würstchen übrig. Die Eistüten konnte ich nicht lange halten, deshalb aß ich sie auf und holte mir dann für die zwei Cent Würstchen. Ich bekam dafür fast ein halbes Pfund. Schimpf bereitete sie zu. Ich ging dann hinein, setzte mich und sah mir William S. Hart an.

051.   Dieser junge Mann nun - er war etwas älter als ich - bekam eine solch schwere Krankheit, daß ihn fünf bedeutende Spezialisten in Louisville aufgegeben hatten. Er wog nur noch ungefähr fünfundvierzig Pfund und lag im Sterben. Fräulein Morgan pflegte ihn. Er hatte so vieles: seine Lunge war zerfressen, die Kehle ebenfalls, sein Arme waren nur noch so dünn, und er lag dort im Sterben. Fräulein Morgan wurde eingestellt, um ihn zu pflegen. Sie sagte zu ihm: "Einmal war ich selbst Krebspatientin." und begann, ihm alles zu erzählen.

052.   Er fragte: "Von wem hast du eben gesprochen? Von Billy Branham? Ihm habe ich eine Menge Würstchen und Eiscreme verkauft." Und er fragte: "Ob er wohl kommt und für mich betet?"

053.   So ging ich also hin, um für Junie Schimpf zu beten. Wenn ihr mit ihm sprechen möchtet, es ist "Schmipf's Candy"; gleich neben "Leo's Theater", oder im übernächsten Haus. Ihr alle wißt, wo das ist. Es ist eines der ältesten Geschäfte in Jeffersonville. Als er dort im Sterben lag und laut fünf Spezialisten nur noch Stunden zu leben hatte, hieß es: "SO SPRICHT DER HERR: Du wirst nicht sterben; du wirst mir wieder Würstchen über den Ladentisch verkaufen."

054.   Ich wußte, daß er gesund geworden war, doch den Rest hatte ich längst vergessen. Als wir nun vor Weihnachten hier ankamen, gingen meine Frau und ich dorthin, um Süßigkeiten einzukaufen. Ich weiß nicht, wie wir überhaupt auf das Geschäft von Schimpf kamen, denn gewöhnlich gehen wir hier in eines der größeren Geschäfte und holen sie. Doch wir hielten vor "Schimpfs" an.

055.   Als ich hineinging, sah mich seine Schwester und sagte: "Oh, Bruder Branham! Erinnerst du dich noch an Junie?"

056.   Ich antwortete: "Ja" und sah dort den großen, starken, gesund aussehenden Burschen. Ich ging zum Ladentisch hinüber, blickte nach unten und sagte: "Ich nehme ein Pfund von diesen Würstchen mit."

057.   Er antwortete: "Jawohl, mein Herr." Seine Schwester bediente meine Frau, deshalb holte er sie heraus, und ich sagte: "Ich habe sie vor langer Zeit immer hier nebenan im Kino gegessen." Meinen Kopf hielt ich dabei immer noch gesenkt.

058.   Er sagte: "Ja, viele Kinder haben sie schon gekauft und kaufen sie immer noch. Mein Vater hat sie bereits so hergestellt. Er hat auch das Rezept erfunden." Ich sagte: "Ich mag sie wirklich gerne." Als er sie eingepackt hatte, übergab er sie mir und sagte: "Sonst noch etwas?"

Ich antwortete: "Ich weiß nicht." und blickte auf.

059.   Er sagte: "Bruder Branham!"

Ich sprach: "Hier hast du mir die Würstchen verkauft, wie ich es dir vor etwa fünf Jahren durch das SO SPRICHT DER HERR sagte."

060.   Er antwortete: "Bruder Branham, ich bin so vollständig geheilt, daß ich nicht das Geringste zurückbehalten habe." Er meinte: "Nur auf einem Ohr höre ich nicht besonders gut." Ich schätze, er ist in den Fünfzigern. Er sagte: "Auf einem Ohr höre ich nicht besonders gut. Das kommt wohl daher, weil ich damals so viele Antibiotika bekommen habe."

061.   Erstaunliche Gnade Jesu Christi! Ich habe jetzt nicht viel Zeit, um noch etwas zu sagen, doch ich möchte diese Erklärung abgeben. Wie viele erinnern sich an die Eichhörnchen? Es gab eine Schriftstelle, die mich mein Leben lang beschäftigte und die ich nie ganz verstehen konnte. Dann gab es noch eine andere, die mich stutzig machte; daß ja Moses Gott einen besseren Vorschlag machte, wie Gott es vorhatte. Moses sagte: "Die Menschen werden sagen: 'Euer Gott war zwar imstande, euch herauszuführen, aber nicht in der Lage, euch zu erhalten.", und Moses warf sich in den Riß. Später wurde mir klar, daß es Christus in Moses war, der für das Volk eingetreten ist. Das andere war diese Schriftstelle, über die ich nie gepredigt habe: "Wenn ihr zu diesem Berge sprecht: Versetze dich." Ihr kennt ja die Geschichte, deshalb werde ich jetzt nicht darauf eingehen.

062.   Wie wenig wußte ich, was damit zusammenhängt! Ich meine, daß Bruder Wood, Bruder Fred und die anderen, die anwesend waren, als das geschah, bzw. direkt nachdem es dort geschehen war, hier im Gebäude sind. Bruder Rodney und Bruder Charlie aus Kentucky, der Bruder von Schwester Wood, und andere waren dabei, als es zum zweiten Mal dort in Kentucky geschah. Es wurden einfach Dinge ins Dasein gesprochen, die vorher nicht da waren. Dadurch wurde jedesmal die Schrift bestätigt, und wir wurden ermutigt.

063.   Zum dritten Mal geschah es mit Hattie Wright. Ist Hattie heute abend hier? Sie ist Edith's Schwester. Wie viele kennen Hattie Wright? Bruder Wood und ich saßen dort und unterhielten uns gerade über die Eichhörnchen, die ins Dasein gerufen wurden, als es geschah und der Heilige Geist sprach: "Gib ihr, was sie möchte." Ich sagte: "Ich weiß nur, daß Er Yahwe-Jireh ist." (1. Moses 22, 14)

064.   Als Abraham einen Widder benötigte, sorgte Gott für den Widder. ER sorgte auch für die Eichhörnchen. ER konnte Eichhörnchen ins Dasein rufen, weil Er der Schöpfer ist, genauso wie Er es mit dem Widder tat. Abraham bat nicht darum. ER tat es einfach von sich aus, doch es zeigte, daß Yahwe-Jireh dort war. Als ich das aussprach, war diese kleine, demütige Frau anwesend. Als der dritte Zug zum ersten Mal an einem Menschen geschah, war es an dieser demütigen Frau, die im Jahr nur etwa zweihundert Dollar für den Lebensunterhalt zur Verfügung hat. Das ist alles, was sie aus ihrer kleinen Farm erwirtschaftet. Ihr Mann war gestorben, und die beiden Kinder waren zügellos. Trotz allem spendete sie zwanzig Dollar für den Bau dieser Kapelle. Meda hatte mir an dem Morgen zwanzig Dollar für Lebensmittel gegeben. Ich ging an dem Tag dorthin, um ihr den Betrag zurückzugeben, weil ich gerade hier war. Ich sagte ihr, daß sie es nicht zu geben braucht. Doch sie nahm es nicht an. Sie saß zurückgezogen in der Ecke, und als ich sagte: "Ich weiß nur eins, daß Er immer noch Yahwe-Jireh ist.", da sagte Schwester Hattie das rechte Wort.

065.   Sie sprach: "Das ist nichts als die Wahrheit." Als sie das sagte, war es, als würde der Raum bersten - Bruder Banks Wood, der hier ist, war einer von denen, die dort anwesend waren -, und der Heilige Geist sprach: "Gib ihr, worum sie bittet." Es war dieselbe Stimme wie bei den Eichhörnchen.

066.   Ich sagte: "Schwester Hattie, als ein Zeugnis vor Gott: Das ist es. Wenn kein Zweifel in deinen Gedanken ist, dann bitte, was du willst, und wenn es dir nicht in den Schoß gelegt wird, dann bin ich ein falscher Prophet." Alle weinten. Sie fragte: "Bruder Branham, was soll ich mir erbitten?"

067.   Ich sagte: "Du bist arm, wohnst hier auf diesem Berge, hast kein Geld - du könntest darum bitten. Du hast auch eine verkrüppelte Schwester. Edith sitzt hier. Wir beten schon jahrelang für sie. Du kannst um ihre Heilung bitten." Ich sagte: "Dein Vater und deine Mutter sind alt und gebrechlich; du kannst für sie bitten. Worum du auch bittest, Schwester Hattie, du wirst sehen, ob es geschieht oder nicht. ER hat es mir gerade gesagt. Dieselbe Stimme sprach: 'Gib ihr, worum sie bittet."

068.   Sie sah sich um und fragte: "Was soll ich sagen, Bruder Branham?"

Ich antwortete: "Sprich aus, wonach du verlangst. Denke über dein größtes Verlangen nach und sprich es aus." Ihre beiden Jungs haben dabei miteinander geflüstert und gelacht. Sie sagte: "Das größte Verlangen, das ich habe, ist die Rettung meiner beiden Söhne."

069.   Ich sprach: "Ich gebe sie dir im Namen Jesu Christi.", und es war um beide geschehen. Seitdem kommen diese beiden Jungen treu zur Gemeinde, nehmen mit den anderen am Abendmahl und an der Fußwaschung teil, usw. Wir alle sind Zeugen davon. Sie traf eine gute Wahl. Ihre Mutter muß sterben, sie auch und die anderen ebenfalls, doch das, was sie sich erbat, wird ewig bestehen: Die Rettung ihrer beiden Kinder. Das war das dritte Mal, daß es geschah.

070.   Das vierte Mal war es dort auf dem Berg, als der Sturm tobte. Ich habe euch davon erzählt, als ich das letzte Mal hier war. Wie viele haben es gehört? Gott ist mein Richter, während ich hier stehe. Ich ging mit David Wood den Berg hinunter; ich nehme an, daß er hier irgendwo ist. Er hatte mir ein belegtes Brot gemacht - es war ein ganz besonderes. Ich glaube, er wollte mir die Schnitte, die ich seinem Vater vor Jahren gemacht hatte, heimzahlen. Er hatte Fleisch und alles mögliche zusammengemischt. Ich steckte sie in mein Hemd, es regnete, und sie wurde zu einem richtigen "Matsch". Ich ging den Berg hinunter, denn es stürmte zu sehr, und ich konnte kaum meine Hand vor mir sehen. Ich wußte, daß mir nur eines übrigblieb, nämlich umzukehren, denn der Wind war einfach zu stark. Hier sind Menschen, die das bezeugen können. Einer von ihnen ist unser treuer Diakon, Bruder Wheeler. Bist du hier, Bruder Wheeler? Wo ist er? Dort.

071.   Ein anderer ist Bruder Mann, ein Methodistenprediger aus New Albany. Ist er heute abend hier? Ich weiß es nicht.

072.   Ist Bruder Banks Wood hier? Er ist im Aufnahmeraum. Er, Bruder David Wood und Bruder Evans, glaube ich, waren auch dort. Stimmt das, Bruder Evans? Er steht dort an der Wand. Zwei Tage vorher wurde im Radio vorausgesagt, daß ein gewaltiger Schneesturm über das Land hinwegfegen würde.

073.   Bruder Tom Simpson ist heute abend auch hier. Er kam aus Kanada, und man riet ihm, nicht durch diese Gegend zu fahren, weil ein Schneesturm kommen würde und er dann nicht hindurchkäme. Bruder Tom, bist du hier? Wo bist du? Er sitzt dort. Die Wolken kamen auf. Ich hatte mit den Brüdern gesprochen. Keiner blieb von den über hundert Männern dort zurück, nur unsere kleine Gruppe und der Cowboy, der vorausritt.

074.   Wir wollten dort bleiben. Ich rief Schwester Evans an und bat sie, meine Frau anzurufen, damit sie Bruder Tony bestellte, daß er jemand anders als Sprecher für das Frühstück der Geschäftsleute nehmen sollte, falls ich bis dahin nicht zurück wäre. Dort auf dem Berg sagte ich an jenem Tag zu den Brüdern: "Sofern es anfängt, ein bißchen zu regnen, kommt, so schnell ihr könnt, zum Lager, denn bei solch einem Schneesturm könnt ihr in zehn, fünfzehn Minuten die Hand vor euch nicht mehr sehen." In kurzer Zeit kommen etwa zwanzig Fuß Schnee auf den Berg herunter.

075.   Deshalb liest man in den Zeitungen öfter, daß dabei Menschen umgekommen sind. Wir aber wußten, wie wir uns zu verhalten hatten, und die anderen wußten, wo wir waren. Deshalb fühlten wir uns geleitet, dort zu bleiben. Als der Schneesturm da auf dem Berg einsetzte, begann ich hinabzusteigen. Ich war etwa eine halbe Meile von dem Punkt entfernt, wo es begann, als die Stimme Gottes sprach: "Kehre um und gehe zurück." Ich ging also zurück, wie Er mir geboten hatte.

076.   Erst wartete ich jedoch eine Weile und aß die Schnitte, die David mir zubereitet hatte. Dann ging ich wieder hinauf und setzte mich. Als ich dort saß, heulte der Sturm und blies durch die Baumkronen, die sich hin- und herbogen, Hagel und Schnee wurde herabgeweht! Dann sagte eine Stimme: "ICH bin der Gott der Schöpfung!" Ich blickte auf und dachte: "Woher kam das?" Das war doch nicht der Wind! ER sprach: "ICH habe den Himmel und die Erde geschaffen; Ich habe den gewaltigen Sturm auf dem See gestillt," und Er sprach weiter. Ich sprang auf und nahm meinen Hut ab. ER sagte: "Sprich einfach zu dem Sturm, und er wird sich legen. Was immer du aussprichst, wird geschehen."

Ich sagte dann: "Sturm, lege dich; und Sonne, scheine vier Tage normal, bis wir von hier weg sind."

077.   Ich hatte es kaum ausgesprochen; sogleich hörte der Hagel, der Schnee - das Unwetter auf. In wenigen Momenten schien die Sonne warm auf meinen Rücken. Ich hatte gesehen, daß der Wind von Westen kam. Dann aber drehte er und kam aus einer anderen Richtung. Die Wolken stiegen wie etwas Geheimnisvolles in die Luft und innerhalb weniger Minuten schien die Sonne.

078.   Wie ihr wißt, sprach der Herr Jesus ein wenig später, als ich weitergegangen war, zu mir über meine Frau. Denn ich war noch nie an unserem Hochzeitstag zu Hause. Wir sind jetzt zweiundzwanzig Jahre verheiratet. Das erste Mal nahm ich sie nach unserer Hochzeit zu einem Jagdausflug mit; weil ich mir nicht beides, den Jagdausflug und die Hochzeitsreise, leisten konnte, habe ich sie zusammengelegt. Seitdem war ich an dem Tag jedesmal auf der Jagd. Es tat mir leid, wie ich sie behandelt hatte.

079.   Das war das vierte Mal, daß es geschah. Ich möchte euch jetzt etwas erzählen, weil ich euch genau die Wahrheit sagen muß. Vor etwa sechzehn Jahren, war ich mit Bruder John Sharrit in Kalifornien. Ich hatte dort eine Versammlung. Meda und ich, Bruder und Schwester Sharrit und andere übernachteten im Hotel. Da rief mich ein Mann namens Paul Malicki, der schon oft hier in dieser Kapelle war - er ist ein reicher Armenier, und seine Frau hatte in Fresno, Kalifornien, wo sie wohnten, ein Kind bekommen - im Hotel an und fragte: "Darf ich meine Frau bringen, Bruder Branham?" Ich antwortete: "Natürlich." Am nächsten Tag wollte ich nach Catalina Weiterreisen.

080.   Er brachte also seine Frau dorthin. Sie war sehr krank. Ich sagte: "Schwester Malicki, lege deine Hand in meine. Wir werden sehen, ob der Herr uns sagt, was es ist." Sobald sie ihre Hand in meine gelegt hatte, sagte ich: "Oh, es ist dein Bein."

Sie antwortete: "Ich scheine aber noch keine Symptome zu haben."

081.   Ich antwortete: "Gib acht." Zwei Tage später wurde sie wegen des Beines ärztlich behandelt.

So war es auch vor kurzem bei dem Sohn von Jimmy Pool. Sie kamen und dachten, es sei ein Herzanfall, und es war ein Asthmaanfall. Ich legte meine Hand auf ihn und sagte: "Beobachtet ihn zwei Tage. Er hat die Masern; sie brechen durch. Es ist das Fieber." Ich traf ihn gestern abend. Er sagte, daß der Junge mit Masern übersät ist.

082.   Ich sprach also mit Schwester Malicki, als ich ihre Hand hielt. Sie sagte: "Bruder Branham, es ist erstaunlich, daß man es so beobachten kann." Sie fragte: "Ist das bei allen wirksam, deren Hand du hältst?"

Ich antwortete: "Wenn mit dem Patienten etwas nicht in Ordnung ist."

083.   Dann sagte ich: "Ich lege meine Hand jetzt auf meine.", und es geschah nichts. Viele von euch waren dabei und sahen es. Darauf sprach ich: "Mit meiner Frau ist auch nichts verkehrt. Lege deine Hand doch jetzt in meine." Meine Frau war ja mit dabei. Sie legte also ihre Hand in meine, und sobald sie das tat, sagte ich: "Du hast eine Geschwulst am linken Eierstock. Du hast eine Frauenkrankheit."

Sie sagte: "Ich spüre überhaupt nichts."

084.   Ich antwortete: "Du hast sie aber." Becky, meine Tochter, die vorhin gespielt hat, war damals zwei Jahre alt. Zwei Jahre darauf wurde Sarah geboren. Sie kam durch Kaiserschnitt zur Welt, und ich bat Dr. Dillmann, unseren Arzt in Cordon: "Sehen Sie bitte nach dem linken Eierstock, wenn Sie meine Frau öffnen." Er tat es und sagte: "Ich konnte nichts Krankhaftes feststellen." Ich legte ihre Hand in meine, und es war immer noch da.

085.   Vier Jahre später kam Joseph. Ich bat ihn wieder nachzusehen. Die Antwort war: "Ich habe nichts Krankhaftes festgestellt." Ich legte ihre Hand in meine, und es war immer noch da. Danach haben wir es einfach vergessen.

086.   Dies ist etwas, das ich sagen muß. Ich tue es zwar nicht gerne, muß es aber um der Wahrheit willen sagen, denn danach tragt ihr ja Verlangen. Sagt immer die Wahrheit, ganz gleich, was geschieht.

087.   Jahre waren vergangen, und wir haben nie etwas bemerkt. Und ich sage dies jetzt nicht, weil sie hier sitzt: Ich glaube nicht, daß es auf der Welt eine bessere Frau als meine gibt. Ich hoffe, daß sie immer so bleibt. Ich möchte ein treuer Ehemann sein, und ich hoffe, daß jeder junge Mann in diesem Gebäude, wenn er heiratet, solch eine Frau bekommt wie meine. Ich weiß nicht, wie lange wir so zusammenleben werden, hoffe aber, noch die restliche Zeit unseres Lebens auf Erden. Wir sind sehr glücklich zusammen.

088.   Es war Gott, der mir sagte, daß ich sie heiraten soll. Sie wußte das zu der Zeit aber noch nicht. Ich versuchte, sie nicht zu heiraten. Nicht, weil ich sie nicht liebte, sondern weil ich dachte, daß ich nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen könnte. Sie war eine feine Frau. So etwas verdiente ich gar nicht. Sie ging hinaus, um zu beten, und öffnete die Bibel. Sie sagte: "Herr, ich habe das noch nie zuvor getan, doch gib mir eine Schriftstelle, die mir helfen wird. Wenn ich ihn vergessen soll, dann muß ich ihn vergessen." Sie war zum Gebet in einen kleinen Schuppen gegangen, schlug dort die Bibel auf, und es war die Bibelstelle in Maleachi 3: "Siehe, Ich sende euch den Propheten Elia." Das war vor über zwanzig Jahren, als noch nichts von diesem Dienst der letzten Zeit bekannt war.

089.   Eines Nachts, als ich dort unten am Fluß war, weckte Er mich. Ich hörte, daß Er an der Tür stand. ER sprach: "Heirate sie. Eure Hochzeit soll im kommenden Oktober, dem 23., stattfinden." Genau das habe ich getan. Wir waren immer glücklich. Durch die Gnade Gottes haben wir nie Streit gehabt, und sie ist lieb gewesen.

090.   Sie mußte die Kinder ja alleine großziehen, weil ich durch den Dienst immer fort war. Nicht viele Frauen würden das so hinnehmen, das wißt ihr. Es ist schwer. Eines Tages nun kam ich nach Hause, und sie erzählte mir etwas. Wir haben ja Joseph, und er ist nun einmal ein Junge. Er hat viel zu dem grauen Haar auf dem Haupt seiner Mutter beigetragen, wie ich auch. Er war also durch und durch ein echter Junge. Er hatte wirklich etwas Schlimmes getan. Sie sagte: "Bill, verhau ihn." Ich antwortete: "Ich habe einfach nicht die Nerven dazu."

091.   Sie sagte: "Ja, wenn du das alles mit ihm durchmachen müßtest!", und sie schlug die Tür vor mir zu.

092.   Nun, ich dachte: "Schon gut. Die Arme! Sie hat es ja nicht so gemeint." und ging hinaus, um mein Auto zu waschen. Der Heilige Geist jedoch ließ es nicht durchgehen. Als ich nach draußen kam, sagte Er: "Gehe und sage ihr, sie soll das Wort aus 4. Moses 12 lesen." Zuerst glaubte ich, daß ich das nur gedacht hatte, und wusch weiter. Da hieß es wieder: "Gehe und sage ihr, daß sie das lesen soll." So ging ich hinein, nahm die Bibel und las es. Es war die Stelle, wo Miriam, die Prophetin, sich über ihren Bruder Moses lustig machte, weil er ein äthiopisches Mädchen geheiratet hatte. Gott mißfiel ihr Tun. ER sagte: "Es wäre besser gewesen, ihr Vater hätte ihr ins Gesicht gespien, als daß sie dieses getan hat."

093.   Da wurde Miriam voll Aussatz. Darauf kam Aaron zu seinem Bruder und sagte: "Sie stirbt am Aussatz." So lief Moses hinein, um Fürbitte vor dem Altar für sie einzulegen. Als er das tat, kam Gott in der Feuersäule herab. ER hatte vorher gesagt: "Hole Aaron und Miriam, und kommt hierher." Auch Aaron hatte sich daran beteiligt, deshalb sagte Er: "Rufe sie, daß sie hierher kommen."

094.   Darauf sprach Er. - Gott sprach nun zu ihnen: "Wenn ein Prophet des Herrn unter euch ist, so offenbare Ich Mich ihm durch Gesichte und rede zu ihm durch Träume. So steht es aber nicht bei Meinem Knecht Moses: im ganzen Land gibt es niemanden, der ihm gleich kommt; von Mund zu Ohr rede Ich mit ihm. Warum habt ihr euch nicht vor Gott gefürchtet, gegen Meinen Knecht Moses übel zu reden." Seht, das gefiel Gott nicht.

095.   Als ich das las, lief ich hinüber. Sie befand sich in einem anderen Zimmer und hatte sich eingeschlossen. Ich klopfte an die Tür und sagte ihr, daß ich mit ihr sprechen wollte. Dann ging ich hinein, sprach mit ihr und versuchte ihr klarzumachen, worum es ging. Ich sagte: "Liebling, du weißt, wie sehr ich dich liebe, doch Gott hat das nicht gefallen. Du hättest das nicht sagen dürfen." Gleich darauf bekam sie Beschwerden in ihrer Seite.

096.   Wir brachten sie zu dem Arzt hier in Louisville, zu Dr. Arthur Schoen. Er stellte einen Tumor an ihrem linken Eierstock fest, der mir schon ungefähr sechzehn Jahre vorher gezeigt wurde. Der Tumor hatte etwa die Größe einer Walnuß. Ich fragte: "Was soll damit geschehen, Doktor?"

097.   Er antwortete: "Wir werden beobachten, wie er sich entwickelt. Bringen Sie sie in einigen Monaten wieder." Nach etwa zwei Monaten brachten wir sie wieder dorthin. Er war von der Größe einer Walnuß bis zu der einer Zitrone gewachsen. Er sagte: "Er muß entfernt werden, sonst wird er weich und bösartig."

Ich sagte: "Nun, wir ziehen nach Tucson um. Der Herr hat mich dorthin gesandt."

098.   Er überwies sie zu einem Frauenarzt, denn er wollte die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Der Frauenarzt sagte: "Die Geschwulst muß herausgenommen werden." Wir erzählten ihm, daß wir nach Tucson umziehen würden, daraufhin meinte er: "Es gibt dort einen Spezialisten, mit dem ich sehr gut befreundet bin.", er selbst hatte früher auch in Tucson gewohnt, "Ich werde Sie zu ihm überweisen." So schrieb er ihm eine Mitteilung, die er ihm zusandte. Darin stand: "Frau Branham ist eine feine Dame", usw. Er schickte ihm auch die Aufnahme von der Größe des Tumors und gab an, wie groß er am Anfang war. Der Arzt, den wir zuerst aufgesucht hatten, muß ihm von meinem Dienst erzählt haben, denn er bezeichnete mich darin als "göttlichen Heiler". Anders wußte er es nicht zu formulieren. Ich hatte gesagt: "Ich bin damit einverstanden, daß er herausgenommen wird, wenn es sein muß." Es war für uns eine Glaubensprüfung.

099.   Wir beteten anhaltend, doch je mehr wir beteten, um so größer wurde der Tumor, bis er sich so vergrößert hatte, daß er sogar an ihrer Seite zu sehen war. Wir behielten es für uns - nur wenige wußten davon -, denn wir wollten abwarten, was geschehen würde. Doch er vergrößerte sich immer mehr.

100.   Ich kam dann aus Kanada zurück, wo der Herr mich hingesandt hatte, um dort einen Indianerstamm zu Christus zu führen. Im Frühjahr werde ich dorthin zurückgehen und, so der Herr will, diese Menschen auf den Namen des Herrn Jesus taufen. Später, als ich aus New York hierherkam, stand der Termin für die Enduntersuchung vor der Operation nahe bevor. Nachdem ich hier die letzte Versammlung gehalten hatte, begab ich mich zu Bruder Wood und rief sie von dort aus an. Sie sagte: "Billy, ich kann es nicht einmal mehr ertragen, wenn meine Kleidung die Stelle berührt." Er trat immer stärker an ihrer Seite heraus. Sie hinkte schon mit dem linken Bein. Es war die schlimmste Woche, die sie je erlebt hat. Sie saß dort, hörte mir zu und sagte: "Übermorgen muß ich zur Untersuchung."

101.   Ich dachte: "O Gott, wenn sie ihn herausnehmen, werden wir aufgehalten und können Weihnachten nicht nach Hause fahren, und ich habe den Menschen bereits gesagt, daß ich hier sein werde." Und ich sagte: "Was für eine schlimme Zeit!" Dann dachte ich: "Ob man ihn nicht darum bitten sollte, die Operation doch noch bis nach Weihnachten zu verschieben?" Da kam mir jedoch der Gedanke, daß er bösartig werden konnte und es schlecht wäre, wenn wir dann gerade hier wären. Es hätte die Nieren mit angreifen können, und wenn er bösartig wird, dann stirbt sie. Ich dachte deshalb: "Was kann ich nur tun."

102.   Meda sagte: "Rufe mich an, wenn du nach Shreveport kommst." Das war am nächsten Tag. Denn an dem Tag, an dem ich in Shreveport ankommen sollte, mußte sie zur Untersuchung gehen. Schwester Norman, die ihr ja alle kennt - es ist die Familie, die hier zur Kapelle kommt -, wölke sie dorthin begleiten. Sie sagte also: "Warte, bis du am ersten Abend aus der Versammlung kommst und rufe mich dann erst an, denn es besteht ein Zeitunterschied von zwei Stunden zwischen hier und dort. Ich werde dir dann sagen, was sie tun wollen."

Ich sagte: "Gut."

103.   So setzte ich meine Reise fort. Ehe ich abfuhr, wollte ich Billy und Loyce abholen, sie sitzen beide hier. Jedesmal, wenn ich zu Versammlungen fahre, knien wir vorher an dem alten Sofa, das Bruder Palmer uns vor kurzem bezogen hat, nieder und beten. Wir bitten Gott, uns zu helfen.

104.   Zwei Tage war ich nun dort und fühlte mich einsam. Ich war ja weg von zu Hause, von den Kindern und von ihr. Viele von euch wissen, daß ich schon einmal zu einem leeren Haus zurückgehen mußte. Das war, nachdem ich meine erste Frau, Hope, beerdigt hatte. Das alles kam jetzt wieder über mich. Als ich niederkniete, dachte ich: "Ich werde jetzt beten, anschließend hole ich Billy und Loyce ab, und dann fahren wir los."

105.   So kniete ich nieder, um zu beten, und sagte: "Herr, ich vermisse sie heute morgen hier. Ich bitte Dich: Hilf ihnen und segne sie. Laß uns wieder an diesen Ort zurückkommen. Sie sind dort, weil Du mich aufgrund einer Vision dorthin gesandt hast, und Du hast sie erfüllt. Jetzt warte ich auf das, was Du mir als nächstes sagen wirst. Ich bitte, sei ihr gnädig." Ich sagte auch: "Hilf mir dort in der Versammlung." Dann fuhr ich fort und betete: "Herr, laß es nicht bösartig sein. Laß den Doktor mit der Operation bis Anfang des Jahres warten. Ich kann sie nicht in so einem Zustand sehen. Herr, sie hat das nicht so gemeint, was sie an dem Morgen getan hat. Sie meinte es nicht so." Ich sagte: "Herr, sie hat nicht einmal darüber geklagt, daß ich oft monatelang zu Versammlungen weg bin, oder was immer es ist - nicht einmal hat sie auch nur ein Wort darüber verloren. Immer hat sie meine Kleidung zur Reinigung gebracht, meine Hemden gewaschen und alles vorbereitet, damit ich zu den Versammlungen gehen konnte. Dann fragt sie noch, wie sie Gott dienen kann!" Ihr Frauen, indem ihr eurem Mann dient, dient ihr Gott. Natürlich! Wenn ich erschöpft nach Hause zurückkehre und Menschen von überallher kommen und ich irgendwohin zum Angeln oder zum Jagen fahre - viele Frauen würden darüber ungehalten werden. Was aber tut sie? Sie bereitet mir sogar die Jagdkleidung vor und läßt mich fahren. Ich sagte: "Herr, sie hat es nicht gewollt. Sie mußte doch schon dreimal, immer beim Kaiserschnitt, geöffnet werden. Herr, ich möchte nicht gerne, daß sie das noch einmal durchmachen muß."

106.   In dem Moment hörte ich etwas im Zimmer. Ich blickte auf, und eine Stimme sagte: "Erhebe dich. Was immer du jetzt sagst: so wird es sein."

107.   Ich wartete einen Augenblick, dann sagte ich: "Bevor die Hand des Arztes sie berührt, soll die Hand Gottes den Tumor wegnehmen, so daß er nicht mehr gefunden wird."

108.   Damit war es für mich erledigt. Ich rief sie auch nicht gleich an, sondern holte Billy und Loyce ab, und wir fuhren weiter nach Shreveport.

109.   Am folgenden Abend rief ich sie dann an. Sie war glücklich und sagte: "Billy ich möchte dir etwas sagen." Sie ist heute hier und kann das bestätigen. Sie war dorthin gehumpelt und mit einer Krankenschwester und Frau Norman in das Untersuchungszimmer gegangen, wo sie einen Kittel anbekam. Als der Arzt eintrat, konnte sie sich kaum auf den Untersuchungstisch legen. Der Tumor stand so dick heraus. Der Arzt kam hinein, sprach mit ihr, trat näher und schlug das Tuch zurück, um die Stelle abzutasten, und genau bevor er sie berührte, verschwand der Tumor, so daß der Arzt nicht einmal mehr feststellen konnte, auf welcher Seite er überhaupt gewesen war.

110.   Er sagte: "Einen Moment bitte." Doch auch mit Hilfe seiner Aufzeichnungen und der Aufnahmen konnte er nicht eine Spur von ihm finden. Er untersuchte sie immer wieder und sagte dann: "Ich bin nicht imstande, das zu erklären, doch der Tumor ist weg, Frau Branham." Seitdem hat sie kein Symptom mehr gehabt.

111.   Was war es? Beachtet, es geschah genauso, wie ich es ausgesprochen hatte: "Bevor die Hand des Arztes sie berührt..." Im Bruchteil einer Sekunde hätte seine Hand sie berührt. Wie vollkommen ist das Wort des Herrn!

112.   Hier ist meine Frau. Wir stehen beide vor Gott. Ehe die Hand, die schon auf sie zukam, ihren Körper berühren konnte, geschah etwas. Der Tumor verschwand. Man konnte ihn nicht mehr finden. Er sagte: "Ich möchte ihnen noch einmal versichern, Frau Branham, daß der Tumor nicht mehr da ist. Sie haben keinen Tumor mehr." Das sagte er, nicht wahr, Liebling? Ja, das stimmt. Was war es? Es geschah genau nach dem Wort des Herrn. Amen.

113.   Das war das fünfte Mal. Fünf ist die Zahl der Gnade. Auch die Zahl des Glaubens. Ich habe keinen Zweifel mehr in meinen Gedanken. Ich weiß, was der dritte Zug ist, und ich weiß auch, was er bewirkt. Seid ehrfürchtig und verhaltet euch ruhig. Die Stunde wird bald kommen, wo Gott große Dinge unter uns tun wird.

114.   Laßt uns jetzt unsere Häupter zum Gebet beugen. Herr Jesus, ich habe es bei anderen Menschen gesehen. Doch als es meine geliebte Frau betraf, war es in meinem Hause. Ich sah es mit meinen Augen, betastete es mit meinen eigenen Händen. Vor sechzehn Jahren wurde es bereits angezeigt, Herr; Du hast es geoffenbart. Wenn etwas ausgesprochen wird, dann muß es geschehen. DU hast es mir damals gezeigt, Herr. Mein Vertrauen wurde durch das, was Du an den Menschen getan hast, aufgebaut, und Du hast es mich wissen lassen, so daß ich ihnen helfen konnte. Dann hast Du es in meinem eigenen Hause geschehen lassen. Das war der erste Zug. Und nun hat der dritte Zug den ersten Zug bestätigt.

115.   Wir sind dankbar, Vater. Vergib uns unser Zukurzkommen. Wir sind ein geringes Volk. Wir sind ungeschult - mehr oder weniger ungebildete Menschen. Doch wir sind dankbar, daß wir einen großen, allmächtigen Gott haben, der über uns wacht und für uns sorgt, denn wir wissen nicht, wie wir für uns sorgen können. Wir übergeben uns Dir.

116.   Vater, ich bitte, daß Du mir mit diesem dritten Zug hilfst, o Herr, den Du in den letzten Jahren angekündigt und durch Zeichen im Gebirge usw. angezeigt und nun hervorgebracht hast. Ich habe darauf gewartet, zu sehen, was es wirklich ist, bis er vollkommen bestätigt worden ist. Jetzt bitte ich Dich, Vater, daß Du mir hilfst, noch ehrfürchtiger damit zu sein wie bisher. Mögest Du von diesem Pult aus, von dem der erste, der zweite und nun der dritte angekündigt wurde, verherrlicht werden. Was Du sagtest, das hat sich erfüllt; genau, wie Du es sagtest. Wir glauben Dir, Herr, unser Gott.

117.   Hilf jedem von uns, seinen Unglauben und seinen Aberglauben fortzuwerfen, damit wir in der Gegenwart des lebendigen Gottes stehen können. Wir wissen, daß derselbe Gott den Tumor von meiner Frau, die jetzt hier anwesend ist, nahm. Das wurde durch einige der hervorragendsten Ärzte, die wir im Lande haben, bestätigt. Sie haben untersucht, überwacht, Aufnahmen davon gemacht; jetzt ist er verschwunden.

118.   DU bist Gott, und es gibt keinen anderen außer Dir. Wir lieben Dich, denn Du hast uns zu Deinen Knechten werden lassen. Mögen wir Dir in Ehrfurcht dienen und Dich alle Tage unseres Lebens ehren. Gewähre es, Herr. Laß mich und meine Familie und all diese Menschen dazu imstande sein, als helle Lichter zu scheinen und das Salz der Erde zu sein, das in anderen einen Durst hervorruft, diesen Jesus zu lieben, der so viel für uns getan hat.

119.   Wir sind jetzt im Begriff, das Wort zu öffnen, einen kleinen Text zu lesen und dann für die Kranken zu beten. Hilf mir dabei, Herr. Sprich zu uns und heile die Kranken. Ich bitte in Jesu Namen. Amen.

120.   Habe ich noch Zeit für ein kurzes Thema, wenn ich mich beeile? Ich möchte jetzt zunächst aus 4. Moses 21, 5-9 lesen. Ihr könnt es euch notieren.

Und das Volk erhob Anklage gegen Gott und gegen Moses: "Warum habt ihr uns aus Ägypten hierher geführt? Um uns in der Wüste sterben zu lassen? Es gibt hier ja weder Brot noch Wasser, und uns ekelt vor diesem erbärmlichen Brotzeug!" (Engelsspeise.) Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen die Leute, so daß zahlreiche Israeliten starben. Da kam das Volk zu Moses und bekannte: "Wir haben gesündigt," (Beachtet: ein Bekenntnis.)

121.   Das geht der Heilung voraus. Zuerst kommt das Bekenntnis: "Wir haben gesündigt."

"... daß wir Anklagen gegen den Herrn und gegen dich erhoben haben; lege Fürbitte beim Herrn ein, daß er uns von den Schlangen befreie!" Als Moses nun Fürbitte für das Volk einlegte, sagte der Herr zu ihm: "Fertige dir ein Schlangenbild an und befestige es an einer Stange; wer dann gebissen ist und es anschaut, soll am Leben bleiben. Da fertigte Moses eine eherne Schlange an und befestigte sie oben an einer Stange. Wenn nun eine Schlange jemanden gebissen hatte und er auf die eherne Schlange hinschaute, so blieb er am Leben.

122.   Ich möchte noch eine Schriftstelle aus Sacharja 12, 10 lesen:

Sodann will ich über das Haus Davids und über die Bewohner Jerusalems den Geist der Gnade und der Bitte um Gnade ausgießen, so daß sie auf den hinblicken werden, den sie durchbohrt haben, und um ihn wehklagen, wie man um den einzigen Sohn wehklagt, und bitterlich Leid tragen, wie man um den Erstgeborenen Leid trägt.

123.   Als Thema werde ich Folgendes nehmen: "Schauet auf zu Jesus".

124.   Blickt von der Welt weg zu Jesus. Moses richtete die Schlange auf; später sprach der Prophet davon, was geschehen würde, wenn sie auf Jesus blicken werden.

125.   In Jesaja 45, 22 spricht Gott: "Wendet euch zu Mir und laßt euch retten, alle ihr Enden der Erde!" Jetzt, wo die Systeme dieser Erde zu ihrem Ende gekommen sind, sollten die Menschen zu Ihm aufschauen.

126.   Ihr mögt sagen: "Eine Generation nach der anderen hat das zu hören bekommen. Wir hören es schon seit langer Zeit." Das ist wahr. Es wird schon lange gepredigt. Viele Prediger, Tausende von ihnen, haben bereits den gleichen Text behandelt. Doch hier ist die Frage, die ich euch in den nächsten Minuten des heutigen Abends stellen möchte. Sie lautet: Was seht ihr, wenn ihr schaut? Was seht ihr, wenn ihr schaut? Es kommt nur darauf an, wonach ihr Ausschau haltet.

127.   Ich habe beobachtet, daß Menschen, die in diesen letzten Tagen zu den Versammlungen kamen, nicht länger als einige Minuten sitzen bleiben konnten. Länger hielten sie es nicht aus. Sie konnten es nicht ertragen.

128.   Ich werde es nie vergessen - hoffe nur, daß es niemand aus Iowa auf sich bezieht. Ich hatte dort eine Versammlung in Waterloo. Bruder Lee Vayle war anwesend; ich habe ihn heute morgen hier gesehen. Ich weiß nicht, ob er heute abend auch hier ist. Bist du hier, Lee? Ja, er ist dort im Aufnahmeraum.

129.   Bruder Lee und ich taten, was wir nur konnten, und gaben der Predigervereinigung ein kostenloses Frühstück, nur damit wir sie zusammenbekommen und zu ihnen sprechen konnten. Bruder Lee Vayle ist ein Gelehrter, ein Doktor der Theologie. Er hat seine Auszeichnung wirklich verdient. So bat ich ihn, vor diesen Lutheranern, Presbyterianern und all den anderen zu sprechen, doch er sagte: "Nein, sie erwarten, daß du das tust."

130.   Nachdem sie dann gegessen hatten, stellte ich mich vor diese Prediger und las meinen Text vor. Ich las den Abschnitt: "Ich war nicht ungehorsam der himmlischen Erscheinung" (Apg. 26, 19). Ich hatte gerade die Schriftstelle gelesen, da blickten sich auch schon zwei an und gingen zur Tür hinaus. Ich begann damit, wie Paulus, der zu seiner Zeit einen eigenartigen Dienst hatte, vor Agrippa stand und sagte, daß er nicht ungehorsam war. Schon standen wieder zwei, drei weitere auf und gingen hinaus. Als ich dann auf das eigentliche Thema zu sprechen kam, waren nur noch drei oder vier übriggeblieben. Alle anderen waren aufgestanden und davongegangen.

131.   Der Grund dafür ist: Manche kommen zwar zu einer Versammlung, wenn sie von einem Evangelisten hören, doch die Art, wie er sich kleidet, ist für die Menschen von Bedeutung. Wenn er nicht den richtigen Anzug trägt, genügt es manchen schon. Vor kurzem hörte ich einen Psychologen, Herrn Dr. Narramore, einen feinen, christlichen Mann, der sein Programm immer über KAI R ausstrahlt, sagen: "Man kann daran feststellen, daß ein Mensch seinen Verstand verliert, wenn er sich nicht seiner Stellung entsprechend kleidet." Ihr wißt, wie er vor die Öffentlichkeit treten muß. Das sei ein Zeichen, daß man seinen Verstand verliert.

132.   Wenn es so ist, dann bin ich mein Leben lang verrückt gewesen, denn was trage ich nicht alles, und dennoch paßt es zu meiner Stellung. In anderen Worten: Ich muß mich also wie ein Kleriker kleiden, um ein Kleriker zu sein. Ich glaube nicht, daß Jesus wie ein Kleriker gekleidet war. ER kleidete sich wie ein gewöhnlicher Mensch. ER wandelte unter den Menschen und trug keine elegante Kleidung.

133.   Doch das sind einfach menschliche Auffassungen. Ich frage mich, was dieser Mann, dieser Doktor, darüber denkt, daß einem Propheten in der Bibel geboten wurde, sich zu entkleiden und nackt vor das Volk zu treten. Er wäre dann wohl wirklich verrückt, nicht wahr? Doch Gott sagte ihm, daß er das tun soll.

134.   Ein anderer mußte 390 Tage auf einer Seite liegen, dann auf der anderen und dabei während der ganzen Zeit aus einem Gefäß Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Spelt essen, die er zusammengemischt und zubereitet hatte, (Hes. 4, 9). Er mußte als ein Wahrzeichen auf seiner Seite liegen und sich dabei immer eine Handvoll nehmen und essen.

135.   Oh, wie weit können sich Menschen vom wahren Worte Gottes entfernen! Sie werden so geschult - bis sie sich von Gott hinweggeschult haben. Wenn ein Mensch seine Schulung betont, dann erkenne ich daran nur, wie weit er von Gott entfernt ist. Ich habe nichts gegen einen Doktortitel und meine damit auch nicht Dr. Vayle, denn er ist anders; doch gewöhnlich, wenn jemand einen Doktortitel bekommt, dann heißt das für mich, daß er noch viel weiter von Gott entfernt ist, es sei denn, er hält am Worte und an Gott fest.

136.   Wir erkennen also, daß manche nur kommen, um zu hören, wie man spricht. Wenn man dann über göttliche Heilung und den Herrn spricht und nicht so ein typischer kluger Gelehrter ist, können die Leute es nicht mit anhören, wenn man manche Worte nicht richtig ausspricht. Sie meinen, daß man dann von Gott entfernt ist. Doch Jesus gebrauchte eine solch einfache Sprache, die die Professoren bis heute verwirrt hat. Sie versuchen, sich in ihren Übersetzungen so auszudrücken, wie es ihrer Gelehrsamkeit entspricht. Doch Seine Sprache war so, wie man auf der Straße sprach. Es gibt sogar innerhalb der Vereinigten Staaten große Unterschiede. Ich telefonierte von Florida nach New York und mußte eine Frau aus St. Louis bitten, zwischen dem Mädchen aus dem Süden und dem aus dem Norden zu übersetzen, so groß war der Unterschied.

137.   Das Problem liegt darin, daß die Menschen große Reden erwarten, anstatt das Wort. Wenn das Wort sich verwirklicht, wenn es sich kundtut - das ist der Beweis, daß es stimmt. Doch darauf sehen sie überhaupt nicht. Man muß ein besonderes Auftreten haben. Um das zu können, muß man eine Hochschule besuchen und lernen, wie man sich verbeugt, wie man sich verhält. Das würde einen Prediger, der wirklich mit Heiligem Geist erfüllt ist, ersticken. Das ist intellektuell.

138.   Dahin ist diese ganze Nation gekommen. Sie hat eine verstandesmäßige Auffassung von Christus. Danach schauen sie aus und meinen, wenn Christus in euch ist, dann müßt ihr ein Gelehrter, ein Intellektueller sein, denn das ist Christus für sie.

139.   Sie bilden sich ihre eigene Meinung und Vorstellung darüber, wie Er sein soll, gemäß ihrer Idee, anstatt das zu nehmen, was das Wort sagt. So ist es. Sie schauen, und sogar, wenn sie Jesus selbst sehen, erkennen sie Ihn nicht. So war es am Pfingsttag. So war es, als Er in Menschengestalt war. So war es auch, als Er im Stall geboren worden war. Sie erkannten Ihn nicht, als Er auf den Straßen Jerusalems wandelte; auch nicht, als Er am Kreuze hing. Dennoch war Er die Erfüllung des Wortes. Sie meinten, daß der Messias sichtbar vom Himmel herabkommen würde, und hatten sich alles andere zurechtgelegt. Doch sie hatten unrecht, denn es war eine intellektuelle Auffassung. Deshalb erkannten sie Ihn nicht, obwohl sie Ihn direkt ansahen.

140.   So ist es auch heute. Was seht ihr, wenn ihr hinblickt? Manche, die Ihn ansehen, erwarten, einen großen intellektuellen Gemeindegründer zu sehen; jemanden, der wirklich eine Glaubenssatzung zustande bringt, die alle Menschen annehmen können. Das sehen sie, wenn sie hinschauen.

141.   Manche glauben, eine Sagengestalt, wie z. B. den Weihnachtsmann, zu sehen. Sie lesen die Bibel und sagen: "Oh, das ist eine erfundene Geschichte. Das ist nur etwas, das Menschen geschrieben haben." Das sehen sie, denn die Einstellung, die ihr zur Bibel habt, die habt ihr auch zu Ihm.

142.   Manche erwarten, ein Baby zu sehen; andere einen Osterhasen; wieder andere einen Weihnachtsmann. Manche sehen ein Geschichtsbuch von gestern, das heute nicht mehr gültig ist. Die Frage lautet jedoch: Was seht ihr, wenn ihr hinschaut?

143.   So viele von euch, die den Anspruch stellen, den Heiligen Geist zu haben, schauen und sehen die zweite Person einer Dreieinigkeit, die noch nicht einmal in der Bibel erwähnt wird. So etwas gibt es nicht. Das Wort Trinität steht überhaupt nicht zwischen den Deckeln der Bibel. Doch wenn ihr Jesus anschaut, betrachtet ihr Ihn als die zweite Person der Trinität. Das ist der Grund, weshalb ihr nicht vorwärts kommt. Wißt ihr, was Er sagte? "ICH bin Gott, und außer Mir gibt es keinen anderen." (Jes. 43, 10-12).

144.   Es kommt darauf an, was ihr anseht. Wenn ihr Ihn für einen Glücksbringer oder für einen alten Mann mit einem Bart haltet, usw., oder wenn ihr Jesus als eine andere Person der Gottheit anseht, dann seht ihr verkehrt. Dann seht ihr es nicht.

145.   Vor nicht langer Zeit hatte ich ein Fernglas und versuchte damit, eine Antilope auf freiem Feld zu beobachten, die mein Sohn mir zeigen wollte. Er ist ja beträchtlich jünger. Er sagte: "Nimm dieses Fernglas, Papa, schau, dort ist eine Antilope."

Ich sagte: "Ich kann sie mit bloßem Auge sehen."

146.   Er meinte: "Nimm das Fernglas." Als ich hindurchschaute, sah ich etwa zehn Antilopen, denn das Fernglas war nicht richtig eingestellt. Als ich es einstellte, verschmolzen diese zehn Antilopen zu einer einzigen. Wenn ihr eure Gesinnung nach dem Worte Gottes einstellt, werden die drei zu einem Einzigen. Eure kirchlichen Ferngläser sind nicht richtig eingestellt, wenn ihr versucht, drei aus Ihm zu machen. ER ist nur Einer.

147.   Es hängt davon ab, worauf ihr blickt. Was seht ihr, wenn ihr hinschaut? Denkt daran, ihr könnt Ihn nur dann richtig sehen, wenn ihr Ihn durch das Wort betrachtet. Ihr könnt Ihn nicht durch ein Textbuch ansehen. Ihr könnt Ihn nicht durch ein Glaubensbekenntnis ansehen. Ihr werdet in diesen Glaubensbekenntnissen zwei oder drei Götter und alles mögliche sehen. Doch betrachtet Ihn durch das Wort, und ihr werdet sehen, daß Er Immanuel - Gott, unter uns Fleisch geworden - ist. ER sagte: "ICH bin Gott, und außer Mir gibt es keinen anderen." ER ist Gott.

148.   Einmal schaute der Prophet hin und sah Jesus. Mein Thema lautet ja: Schauet auf zu Jesus. Als Jesaja von der Welt wegblickte und Ihn sah, sagte er: "Ich sehe einen Wunderrat, einen Friedefürsten, den Heldengott, den Ewigvater." Das sah Jesaja, als er hinschaute.

149.   Daniel stand einmal da und sah das Ende der heidnischen Königreiche. Er sah das Bildnis, von dem Nebukadnezar geträumt hatte. Er sah, wie eines auf das andere folgen würde. Als er hinschaute, um zu sehen, was am Ende geschehen würde, sah er Jesus als den Stein, der sich ohne Zutun einer Menschenhand vom Berge loslöste und die heidnischen Königreiche zerschmetterte.

150.   Nebukadnezar ließ drei Hebräer, die an Gott glaubten und an Seinem Wort festhielten, in den Feuerofen werfen. Auch wenn sie dafür sterben mußten, waren sie entschlossen, standzuhalten. Es war nur deshalb, weil sie ihre Knie vor etwas anderem beugen sollten. Doch als er hinschaute, sah er Jesus, der als vierter Mann mit im Feuerofen war und die Hitze von Seinen gehorsamen Knechten abhielt. Das sah Nebukadnezar.

151.   Hesekiel blickte eines Tages auf und sah Ihn als das Rad inmitten der Räder, die sich in der Luft befanden. ER war die Radnabe, an der jede Speiche befestigt ist. Amen! Das große Rad wurde durch Glauben angetrieben, das kleine Rad drehte sich durch die Kraft des Herrn. Das sah Hesekiel, als er hinschaute.

152.   Eines Tages blickte Johannes auf, sah eine Taube und hörte eine Stimme: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen gefunden habe." Das sah er. Dadurch erkannte er, daß Jesus und Gott dieselbe Person ist, denn der Geist kam in Gestalt einer Taube vom Himmel herab und sagte: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe." Das sah er. Beachtet, so gab Er sich selbst zu erkennen.

153.   Als Noah zu Ihm hinblickte, sah er das gerechte Gericht Gottes über die Menschen dieser Welt, die Sein Wort abgelehnt hatten, hereinbrechen. Das sah Noah, als er hinschaute.

154.   Als Moses hinblickte, sah er einen brennenden Busch. Die Feuersäule erschien ihm in dem Busch, und als Moses näher kam, sprach Er: "Ziehe deine Schuhe aus. ICH bin der ICH BIN."

155.   Oh, wenn ihr das Gewicht des Begriffes ICH BIN erkennen würdet! Es ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. ICH BIN - ewig. ICH BIN; er sah den ICH BIN. Den sah er in dem brennenden Busch.

156.   Israel schaute die eherne Schlange an, die Moses aufgerichtet hatte, und sah das Leiden Christi, der das Gericht, die Krankheit, auf sich nahm. Denn wir wissen, daß die aufgerichtete Schlange ein Hinweis auf die Versöhnung war. Jesus war die Versöhnung. "Wie Moses die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß auch der Menschensohn erhöht werden." - zu demselben Zweck. Weshalb? Weil sie gesündigt hatten und krank geworden waren. Es geschah, um ihre Sünden und ihre Krankheiten wegzunehmen. Deshalb ist Jesus um unserer Übertretungen willen verwundet worden, und deshalb sind wir durch Seine Striemen geheilt. Nehmt die göttliche Heilung von Christus weg, dann teilt ihr die Versöhnung und habt nur noch die Hälfte.

157.   Was seht ihr, wenn ihr hinschaut? Seht ihr das? Seht ihr, daß Er um unserer Übertretungen willen verwundet war und daß wir durch Seine Striemen geheilt wurden? Könnt ihr das sehen, wenn ihr hinschaut? Oder könnt ihr nur eine Seite der Versöhnung sehen? Könnt ihr beide Seiten sehen, wenn ihr hinblickt?

158.   Wenn ihr durch ein Glaubensbekenntnis darauf schaut, wird man euch sagen: "Die Tage der Heilung sind vorbei." Wenn ihr jedoch durch das Wort darauf seht, dann werdet ihr feststellen, daß Er derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit.

159.   Die Jünger schauten zu Ihm, als sie auf dem See in Not waren, und sahen, daß die einzige Hilfe, die sie hatten, kam.

160.   Martha blickte in der Zeit des Todes zu Ihm und erkannte, daß Er die Auferstehung und das Leben ist. Amen! Das sah Martha, als sie sich in der Zeit des Todes an Ihn wandte. Ihr Volk hatte Ihn abgelehnt und verworfen. Obwohl sie nach Ihm geschickt hatte, war Er nicht zu ihrem Bruder gekommen. Doch als Er schließlich kam, ging sie Ihm entgegen, fiel vor Ihm nieder und schaute zu Ihm auf. Da fand sie heraus, daß Er beides, die Auferstehung und das Leben ist.

Amen!

161.   Jairus, ein geheimer Gläubiger, tat das gleiche. Er war eine Art Presbyterianer, Methodist oder Baptist, der wirklich glaubte, doch er konnte es nicht öffentlich zugeben, weil seine Denomination das nicht zuließ. Er wäre sonst ausgeschlossen worden. Nun aber lag seine kleine Tochter im Sterben, so daß er gehen mußte. Als er Ihn fand, stellte auch er fest, daß Er die Auferstehung und das Leben ist. Während Er auf dem Wege dorthin war, kam jemand und sagte: "Bemühe den Meister nicht mehr, denn deine Tochter ist gestorben." Da blieb ihm fast das Herz stehen, Er aber sprach: "Sagte Ich nicht: 'Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen'?" Jairus erkannte, daß Jesus die Toten auferwecken kann, als er Ihn ansah.

162.   Die Hungrigen blickten zu Ihm und bekamen stärkende Speise zum Leben. Das war natürliche Nahrung. Doch auch die geistlich Hungrigen können zu Ihm aufschauen und feststellen, daß Er das Brot des Lebens ist.

163.   Der Schacher am Kreuz blickte zu Ihm und fand in Jesus seine Vergebung. "Herr, gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst." Jesus antwortete Ihm: "Wahrlich, Ich sage dir, heute noch wirst du mit Mir im Paradiese sein." Das sah er in der Stunde seines Todes.

164.   Die Kranken schauten auf Ihn und sahen den Heiler. Die Blinden schauten und wurden sehend.

165.   Jetzt kommt es darauf an, worauf ihr blickt. Was schaut ihr an? Petrus und Nathanael sahen und erkannten, daß das verheißene Wort ihres Propheten Moses Gestalt angenommen hatte. "Einen Propheten wie mich wird der Herr, unser Gott, euch aus euren Brüdern erstehen lassen: auf den sollt ihr in allem hören, was er zu euch reden wird; und jede Seele, die auf diesen Propheten nicht hört, soll aus dem Volke ausgerottet werden!" (Apg. 3, 22-23).

166.   Als Petrus in Seine Gegenwart kam, sagte Jesus: "Du bist Simon, der Sohn des Jonas." Da wußte er sofort, als er Jesus zum ersten Mal sah, daß dort die Erfüllung dessen war, was das Wort Gottes vorausgesagt hatte.

167.   Ich frage mich, ob ihr dasselbe festgestellt habt, als ihr das erste Mal zu Ihm aufschautet. Ich frage mich, ob sich euch das verheißene Wort kundgetan hat, als ihr zu Ihm aufschautet.

168.   Als Nathanael in die Gegenwart Jesu kam, zweifelte er noch ein wenig. Uns wird berichtet, daß Philippus zu ihm ging und ihn aufforderte: "Komm und sieh, wen wir gefunden haben."

169.   Nathanael kam mit und fragte vielleicht: "Welcher ist es?"

Er antwortete ihm wahrscheinlich: "Derjenige dort, der für die Kranken betet." Da drängte er sich hindurch, damit er Ihn besser sehen konnte.

170.   Und als er Ihn ansah, sprach Jesus: "Siehe, ein wahrer Israelit, in dem kein Falsch ist."

Er fragte: "Rabbi, woher kennst Du mich?"

ER antwortete: "Noch ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe Ich dich gesehen."

171.   Was hat Nathanael gefunden? Er stellte fest, daß dort der König Israels war, und sprach: "DU bist der Sohn Gottes, Du bist der König von Israel." Das sah er, als er hinschaute. Er empfing die Deutung der Schrift, die vor ihm Licht geworden war. Er sah die Schriftstelle, welche der gesalbte Prophet Moses ausgesprochen hatte: "ER wird ein Prophet wie ich sein." (5. Moses 18, 15).

172.   Einmal blickte die Frau am Brunnen hin, und was sah sie? Sie brachte es in der Stadt zum Ausdruck und sagte: "Kommt und seht einen Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ist das nicht der Messias?" Als sie Jesus Christus zum erstenmal anschaute, erkannte sie den Messias.

173.   Die Menschen sehen heute das gleiche und bezeichnen es als Telepathie; sie nennen es Spiritismus und geben ihm jegliche Art von teuflischen Namen, die sie finden, denn sie wissen nicht, was sie anschauen. Amen. Sie begreifen es nicht. Sie schauen aus nach einem Glaubensbekenntnis. Sie erwarten ein Genie, das in der Kirche Ordnung schafft. Sie wollen mehr Mitglieder und versäumen es, den gesegneten Herrn Jesus Christus in Seinem bestätigten Wort zu sehen. Das stimmt.

174.   Es kommt darauf an, wonach ihr Ausschau haltet. Wenn ihr auf die Erfüllung der Verheißung für diese Zeit wartet, werdet ihr sie sehen. Wenn ihr jedoch nach etwas Intellektuellem oder nach etwas, das ihr schon immer wolltet - nach einem großen Gründer, einem Historiker oder irgendeiner anderen Person - Ausschau haltet, werdet ihr es nicht sehen. Wenn ihr Ihn aber durch das Wort anseht, so bezeugt das Wort, wer Er ist.

175.   ER forderte die Menschen Seiner Zeit auf, das zu tun. Sie konnten Ihn nicht sehen. ER sprach: "Ihr blinden Blindenführer! Ihr stellt den Anspruch, daß Moses euer Prophet ist. Wenn ihr Moses erkannt hättet, würdet ihr auch Mich kennen, denn Moses hat von Mir geschrieben." Doch sie waren zu blind, um das zu sehen. Obwohl sie direkt darauf schauten, waren sie trotzdem zu blind, es zu sehen.

176.   Ich beziehe mich jetzt für ein paar Minuten auf den Glanz, von dem ich heute morgen predigte. Sie schauen nach etwas aus, wissen aber nicht, wonach sie Ausschau halten, denn sie haben die falsche Vorstellung über das, was sie finden wollen. Wie könnt ihr wissen, was ihr finden wollt, wenn ihr nicht wißt, was ihr sucht?

177.   Wie wollt ihr nach einem Kürbis suchen, wenn ihr noch nie einen gesehen habt? Wie könntet ihr eine Wassermelone finden, wenn ihr nicht wüßtet, daß es so etwas überhaupt gibt und wie sie aussieht?

178.   Nun, dann könntet ihr einen Wassereimer finden und denken, es sei eine Wassermelone. Ihr könntet sonst etwas finden. Ihr könntet einen Steinblock finden und für eine Wassermelone halten. Ihr müßt wissen, wonach ihr Ausschau haltet. Die einzige Möglichkeit, wie ihr jemals erfahren könnt, wonach ihr überhaupt Ausschau haltet - ob ihr nach Jesus Ausschau haltet - ist, in das Wort hineinzusehen, denn Er ist das Wort.

179.   Gott hatte Propheten zu ihren Vätern gesandt, doch sie töteten sie und brachten sie ins Grab. Jesus sagte: "Welchen von denen, die auftraten, haben eure Väter nicht gesteinigt? Und auch ihr tut die Werke eurer Väter." Amen. Es waren gerechte und heilige Männer, Männer, an denen man keinen Makel finden konnte, und dennoch nannte Er sie Schlangen und vom Teufel. Wonach haltet ihr Ausschau? Wenn ihr nach einer frommen Person ausschaut - manche Menschen meinen, daß jemand, durch den der Heilige Geist wirkt, sich besonders fromm geben muß. Doch das hat überhaupt nichts mit dem Heiligen Geist zu tun. Gott handelt nicht durch engelhafte Wesen, oder die als solche angesehen werden - Gott wirkt durch Menschen. Die Bibel sagt: "Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir." Ihr hättet aber nicht mit ihm zusammen sein können, ohne Jesus zu sehen.

180.   Als Petrus und Johannes über die Heilung des Kranken an der Schönen Pforte Rechenschaft ablegen mußten, erkannten sie, daß sie unwissend und ungelehrt, aber auch, daß sie Begleiter Jesu gewesen waren, denn Sein Leben strömte durch sie.

181.   Es kommt darauf an, wonach ihr Ausschau haltet. Die Frau hatte die Bibel gelesen. Sie wußte, daß der Messias kommen, und sie wußte auch, was der Messias tun würde. Als dann Jesus zu ihr sagte: "Gib Mir zu trinken.", antwortete sie: "Wir haben keine Gemeinschaft miteinander." ER sah wie ein gewöhnlicher Mann aus. Wenn Er einen großen Turban getragen und allerlei Verzierung auf Seiner Kleidung gehabt hätte, wie eine sogenannte heilige Person, als Er dort saß, dann hätte die Frau gesagt: "Nun, dort ist ein Priester.", und wäre weitergegangen; oder: "Da ist irgendein Rabbi.", und wäre ebenfalls weitergegangen.

182.   Dorthin, wo ich heute aß, kam auch ein Prediger. Er hatte eine Menge Kreuze und andere Dinge an sich. Manchmal ist es gut, daß diese Kollegen das tragen. Ich meine zwar, daß es auf das Leben ankommt, das man führt. Dann braucht man nicht die Kleidung eines Geistlichen zu tragen, um zu beweisen, was man ist. Doch manchmal trinken und rauchen sie und benehmen sich so, daß sie solch eine Kleidung tragen müssen, damit man überhaupt weiß, ob es ein Geistlicher ist oder nicht. Das stimmt. Ich sage euch: Die rechte Kleidung, die ein geistlicher Mensch tragen soll, ist die Taufe des Heiligen Geistes. Dies wird euch ausweisen, daß ihr mit Jesus verbunden seid.

183.   Wir stellen also fest, daß es darauf ankommt, wonach ihr Ausschau haltet. Gut gekleidet, wohl gepflegt und mit einer Art Turban werdet ihr Ihn niemals sehen, denn Er war nur ein einfacher Mensch. Gott wirkt durch Menschen. Jesus war ein Mensch, und Gott war in diesem Menschen. ER war Gott.

184.   Diese Frau erkannte das geheimnisvolle Zeichen; es bestand darin, daß Er ihr sagen konnte, was sie Unrechtes getan und was sie auf ihrem Herzen hatte. Da wußte sie auf der Steile, daß dies der Messias war. Als sie Jesus anblickte, sah sie den Messias.

185.   Was waren die Werke des Messias'? Die Geheimnisse der Herzen zu erkennen. Habt ihr das richtig verstanden? Ich frage mich, ob ihr es versteht. Wenn ihr heute abend nach Ihm ausschaut, was erwartet ihr dann? ER muß derselbe sein. Der Messias ist das Wort. Das Wort! Die Bibel sagt in Hebräer 4: "Das Wort Gottes ist wirkungskräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt hindurch, bis es Seele und Geist, Gelenke und Mark scheidet, und offenbart die Gedanken des Herzens." Sie wußte, daß der Messias das offenbar gewordene Wort sein würde und ihr sagen konnte, was mit ihr nicht stimmt. Daran erkannte sie, daß es der Messias war; nicht daran, wie Er gekleidet und wie gebildet Er war, sondern an dem Zeichen, durch das Er sich ihr als Messias offenbarte. Als sie Jesus anblickte, sah sie den Messias.

186.   Gott war in einem Menschen, wie es für jenes Zeitalter verheißen worden war. Doch wißt ihr was? In den Zeitaltern, von denen ich gesprochen habe, gab es viele, die das nicht sahen. Viele haben es nicht erkannt. Dasselbe ist auch heute.

187.   Viele haben Moses nicht erkannt. Viele haben Elia nicht erkannt. Sie erkannten sie nicht, bis sie nicht mehr da waren. Dann erkannten sie es. Die Ungläubigen sahen in den Tagen Noahs nur das, worauf der Unglaube schaute. Ich sagte euch, was die Gläubigen sahen. Jetzt wollen wir uns damit befassen, was die Ungläubigen sahen.

188.   Was sahen die Ungläubigen in den Tagen Noahs, als sie hinschauten? Sie sahen einen Fanatiker, der an einem sogenannten Boot herumbastelte. Das war alles, was sie sahen: einen verrückten, alten Mann mit einem langen weißen Bart, der seinen Verstand verloren hatte und entgegen der wissenschaftlichen Forschung behauptete, daß es dort oben Wasser gäbe.

189.   Nun, dieser arme, alte Mann tat ihnen leid. Sie beachteten ihn nicht, sondern meinten: "Er wird bald für geisteskrank erklärt werden. Er hat den Verstand verloren." Dennoch hatte er das Wort des Herrn. Er verließ sich darauf, und Gott erbrachte den Beweis, daß die Flut kommen würde. Das war ein Zeichen für sie.

190.   Diejenigen, die Noahs Geschichte nicht glaubten, gingen in der Finsternis dahin, fanden ihr Ende im Wasser und ihr Grab in der Hölle.

191.   Eines Tages schaute Pharao. Was sah er? Was erblickte Pharao? Er sah einen Fanatiker, der als Prophet bezeichnet wurde und viele sogenannte Forderungen auf ihre Freilassung stellte. Er sah nur einen Lehmstampfer, einen Sklaven, der sich unter dem Volk erhoben hatte und von sich behauptete, daß er von Gott gesandt worden war, um Wunder zu vollführen. Sie dachten, der Bursche habe den Verstand verloren, und sagten: "Laßt ihn nur weiterschwärmen. In kurzer Zeit wird man ihn sowieso für verrückt erklären." Doch er hatte das SO SPRICHT DER HERR. Die Gläubigen - Aaron, Josua und viele unter ihnen - sahen Gott in Moses. Moses tat die Werke Gottes. Das ist der Grund, weshalb sie wußten, daß Gott in ihm war. Sie schauten und sahen Gott in Moses.

192.   Der reiche Mann schaute und sah genau, wer Er war, doch weigerte er sich, Ihm zu folgen, denn er liebte die Dinge der Welt zu sehr, um Jesus nachzufolgen. Wie viele Reiche dieser Art werden dieses Tonband hören? Man muß nicht immer reich an Geld sein; nein, man kann auch reich an Gelüsten sein, reich an Vergnügungen dieses Lebens.

193.   Wie viele Menschen, wie viele Mädchen und Jungen werden ihre Popularität, eine Sexkönigin oder so ein "Ricky" mit einem Banjo oder einer Gitarre, der Rock'n'Roll oder andere Tänze und Unterhaltungsmusik darbietet, zu sein, nicht aufgeben wollen? Wie viele werden diese Art von Reichtum, die Popularität, suchen und sich weigern, wenn sie in den Versammlungen sitzen und sehen, daß die Hand Gottes wirksam ist und daß Sein Wort dargelegt wird, es anzunehmen? Wie viele werden es tun?

194.   Er entschied sich für seine Denomination und meinte, durch sie leben zu können. Jesus war für seine Denomination ein Fanatiker, deshalb mußte er entweder das annehmen, was Jesus sagte, oder das, was sein Priester sagte. Weshalb ging er nicht zu seinem Priester und fragte ihn: "Was kann ich tun, um ewiges Leben zu erlangen?"? Ihm war klar, daß der Priester nichts darüber wußte. Deshalb kam er zu Jesus und sagte: "Was muß ich tun?"

195.   Jesus sagte: "Halte die Gebote." Hat ihm "den Ball direkt zugespielt."

Er antwortete: "Das habe ich getan." Dadurch hatte er das ewige Leben noch nicht, und er wußte das auch.

196.   Ihr könnt alle Gebote halten und habt immer noch nicht das ewige Leben.

197.   Jesus sagte: "Willst du das Rechte tun, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib den Erlös den Armen. Dann komm und folge Mir nach." Das aber war zuviel für ihn.

198.   Wir merken also, daß er hinblickte und sah, wer Er war, doch er weigerte sich, es anzunehmen. Als er das nächste Mal schaute, war er in der Hölle. Er blickte auf und sah Lazarus in Abrahams Schoß.

199.   Pilatus schaute einmal, nämlich als man Ihn dorthin brachte. Er hatte Ihn nie zuvor gesehen. Seine Hände waren gefesselt, Blut lief Seinen Rücken herunter, Er trug eine Dornenkrone auf Seinem Haupt. Pilatus schaute und war überzeugt, denn ein Pferd war im Galopp die Straße heruntergekommen, der Reiter war abgesprungen, zu ihm geeilt und hatte gesagt: "Deine Frau sendet dir hier einen Brief."

200.   Er las ihn; sie schrieb darin: "Pilatus, mein geliebter Mann, habe mit diesem Gerechten nichts zu schaffen, denn ich habe heute Nacht im Traum viel um Seinetwillen ausgestanden."

201.   Er begann zu zittern, seine Knie schlugen zusammen, und er sprach: "Wenn Du der Sohn Gottes und der König der Juden bist, warum entgegnest Du dann nichts? Bist Du der König Israels?"

ER antwortete: "Du sagst es."

202.   Er sprach weiter: "Sage uns die Wahrheit."

Jesus sagte: "Dazu bin Ich geboren worden." Pilatus verwunderte sich, denn sonst warfen sich ihm alle zu Füßen und flehten und weinten. So sprach er: "Ich habe Macht, Dich töten zu lassen oder Dich freizugeben."

203.   ER entgegnete ihm: "Du hättest überhaupt keine Macht, wenn sie dir nicht von Meinem Vater gegeben worden wäre."

204.   Ja, er war davon überzeugt, daß Er mehr war als ein Mensch. Er war fest davon überzeugt, daß Er mehr war als ein Mensch. Gewiß war er es. Was war es dann? Seine Politik und Popularität waren zu wichtig. Er wies Ihn ab, weil sein Ansehen zu hoch war. Seine Politik, seine Lebensstellung war zu bedeutend, um diesen Fanatiker anzunehmen.

205.   Ich frage mich, wie viele "Pilatusse", deren Stellung in einer Denomination zu hoch ist, um den Herrn Jesus wirklich in dem Stand anzunehmen, in dem Er sich befindet, dieses Tonband hören werden.

206.   Der römische Soldat blickte hinauf zu Jesus am Kreuz. Die Erde erbebte, die Felsen zersprangen. Die Sonne ging mitten am Tag unter, und es trat eine Finsternis ein. Es kamen auch keine Sterne hervor, um zu leuchten. Die Erde brach auf, es gab ein Erdbeben und die Felsen zersprangen. Ein Blitz fuhr vom Himmel herab und zerriß den Vorhang im Tempel von oben bis unten. Die Menschen rannten davon und schrien. Sie wußten nicht, was geschehen war. Der römische Soldat, der mitgeholfen hatte, Ihn dort festzunageln, stieß Ihm die Lanze in Sein Herz, dann schaute er; doch es war zu spät. Er sah und glaubte, doch es war zu spät für ihn zu glauben. Was er tat, hatte sein Verderben besiegelt. Er hatte die Lanze durch das Herz des Erlösers gestoßen. Es war zu spät.

207.   Ich frage mich, wie viele Römer von heute das gleiche getan haben und noch tun werden. Eines Tages mögt ihr aufschauen, doch dann könnte es zu spät dafür sein.

208.   Viele von heute werden an jenem Tage kommen, und es wird genauso sein. Sie haben es gewußt.

209.   Bruder Wood war gestern hier in der "Slider"-Fabrik. Ich erwähne das deshalb, weil es in diese Botschaft paßt. Dort arbeitet ein römischer Katholik. Er fuhr dorthin, um für die Kapelle hier Beton zu holen. Als er dorthin kam, sagte er ihm, wofür er den Beton benötigt. Der römische Katholik fragte: "Ist dort nicht Bruder Branham?"

"Ja", antwortete er.

Der Mann sagte: "Eins muß ich sagen: Wenn er betet, dann antwortet Gott."

210.   Ich war verwundert, daß er das weiß. Doch er hat die Bestätigung gesehen und daß es wahrhaftig das Evangelium ist - nicht ich, es könnte irgend jemand anders sein, der Christus repräsentiert - es ist das Wort, über das wir sprechen; nicht ein Mensch.

211.   Was ich zu sagen versuche, ist dies: Sie sehen das deutlich bestätigte Wort, wie Pilatus, die römischen Soldaten und die anderen damals - doch werdet auch ihr warten, etwas dabei zu tun, bis es zu spät ist? Er hätte von dem Speer in die andere Richtung Gebrauch machen sollen. Die Türen werden geschlossen, wie es in den Tagen Noahs war. Dann ist es zu spät!

212.   Ihr mögt eines Morgens aufwachen und sagen: "Ich will aus diesem Durcheinander herauskommen." Wartet nicht zu lange damit. Ihr solltet lieber jetzt aufschauen und leben.

213.   Luther blickte weg von der katholischen Denomination. Was sah er da? Die Feuersäule. Er sah eine unabhängige Gemeinde.

214.   Wesley schaute hinweg von der anglikanischen Denomination. Er sah dasselbe.

215.   Die Pfingstler blickten von allen Denominationen weg. Was wurde aus ihnen? Ein großes, mächtiges Volk.

216.   Was tat jeder von ihnen? Nachdem die Gründer, Luther, Wesley und die anderen, hinweggeschaut und gesehen hatten, was sie taten, gingen sie heraus. Ihre Kinder aber, die nach ihnen kamen, blickten dahin zurück, von wo sie herausgekommen waren, und brachten diese Gruppe von Menschen geradeswegs wieder in das gleiche Durcheinander zurück, aus dem sie herausgekommen waren!

217.   Worauf schaut ihr? Die Gründer sahen es richtig, aber die Menschen, die nach ihnen kamen, blickten zurück auf das, wovon sich die Gründer getrennt hatten, und taten genau das, wogegen die Gründer, die Gesalbten Gottes, auftraten.

218.   Ihr wißt, daß ich mich beeilen muß, weil ich noch eine Gebetsreihe haben werde und weiß, daß viele von euch abreisen müssen.

219.   Eines Tages blickte ich auf. Ich sah, daß das Wort Fleisch wurde. Ich sah das Alpha und Omega. Ich sah nicht drei, vier oder fünf - ich sah Einen. Ich sah Ihn als meinen Heiland. Ich sah Ihn als das Wort. Ich sah Ihn als das Licht. Ich sah Ihn als den mächtigen Gott. Ich sah Gott in Ihm. Ich sah die Feuersäule. Ich erkannte genau das in Ihm, was die Bibel von Ihm sagt. Ich sah, daß Er Alpha und Omega ist; daß Er die Feuersäule ist; daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Ich sah, daß Er aus der Feuersäule sagte: "ICH werde euch nie verlassen und nie versäumen." Bruder, meiner Meinung nach können wir heute abend das Lied singen:

Schaue auf und lebe, mein Bruder, lebe.
Schaue jetzt zu Jesus und lebe,
denn so steht es in Seinem Worte, Hallelujah!
Du brauchst nur aufzuschauen und zu leben.

220.   Schaut! Was seht ihr? Seht ihr Befreiung? Seht ihr, wer Er ist? Schaut in das Wort hinein und seht, was Er war, dann schaut in das gleiche Wort und seht, daß Er heute derselbe ist, der Er damals war. ER ist das Gegenbild der ehernen Schlange in der Wüste und zu demselben Zweck erhöht worden - wegen der Sünde und Krankheit.

221.   Judas schaute eines Tages, und als er hinsah, nachdem er Ihn wirklich angesehen hatte, - vorher hatte er nur auf die Kasse geschaut, denn er hatte den Beutel mit dem Geld - doch wißt ihr, was er sah, als er eines Tages aufblickte und Jesus ansah? Er erkannte, daß er schuldig war. Er sah, daß er nicht mehr wert war weiterzuleben, und er erhängte sich.

222.   An einem Morgen, einem der bedeutendsten Morgen der ganzen Geschichte der Zeit - damit komme ich dann zum Schluß - ereignete sich dort in Jerusalem etwas. Ganz plötzlich kam eine Gruppe Soldaten zum Gefängnis hin. Ich kann das Klirren der Ketten hören, kann hören, wie sie ihre Lanzen auf die Straße aufsetzen.

223.   "Wer befindet sich da drinnen?" "Barabbas. Er wartet auf seine Hinrichtung. Er ist ein Dieb, ein Räuber und ein Mörder. Er ist ein furchtbarer Mensch. Er muß sterben."

224.   Sein erster Gedanke war: "Jetzt ist es für mich soweit. Heute morgen wird man mich hinrichten."

Da öffnete der Wärter auch schon die Tür: "Komm heraus, Barabbas!"

225.   Er trat hinaus und sagte: "Nun, ich nehme an, dies ist mein Ende."

Doch man sagte ihm: "Barabbas, du bist frei."

"Was?" meinte er, "Ich bin was? Ich bin frei?"

"Ja, du bist frei."

226.   Man sagte ihm: "Komm hierher, Barabbas, schaue dorthin. Siehst du den Mann, der dort oben stirbt? Er hängt dort an deiner Stelle."

227.   Ich frage mich, ob wir heute abend alle aufblicken und sehen können, was Barabbas sah, nämlich daß jemand unseren Platz einnahm. ER war verwundet um unserer Übertretungen willen, zerschlagen infolge unserer Verschuldungen: die Strafe war auf Ihn gelegt zu unserem Frieden, und durch Seine Striemen ist mir Heilung, ist uns Heilung zuteil geworden. Ich frage mich, ob wir, die Schuldigen, die wir krank sein sollten, in Ihm unsere Befreiung sehen können. Ihr, die ihr zur Hölle gehen solltet, seht in Ihm eure Freiheit, euren Zugang zum Himmel! Ich frage mich, ob ihr das sehen könnt, was Barabbas an dem Tage sah. Jesus sagte: "Eine kleine Weile, und die Welt sieht Mich nicht mehr, ihr aber werdet Mich sehen."

228.   Oh, Gemeinde, wenn Er sagte: "Ihr werdet Mich sehen.", ist es der Beweis, daß ihr das wieder sehen könnt. "Ihr werdet Mich sehen, denn Ich werde mit euch, ja in euch sein bis an das Ende der Welt."

229.   Wo seht ihr Ihn? Im Wort. ER ist das Wort. Schaut in das Wort und seht, was die Verheißung beinhaltet; denn Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

230.   Das, was Er damals war, als Er in Galiläa wandelte, ist dasselbe, was Er heute abend in Jeffersonville in der Branham-Kapelle ist.

231.   Was erwartet ihr zu sehen? Einen Gründer? Einen Mann der Denomination? Das werdet ihr in Jesus niemals sehen. Haltet ihr nach einem großen Priester Ausschau? Das werdet ihr in Jesus nie sehen. Nein. Wie könnt ihr Jesus sehen? Indem das Wort Gottes sich kundtut, denn Er war damals ebenfalls das offenbar gewordene Wort Gottes. Das, was Er damals war, ist Er auch heute abend und wird es immer sein. Laßt uns für einen Moment die Häupter beugen. Ich breche nun hier ab.

232.   Herr Jesus, es ist mein Gebet, daß Du mich von den Sorgen des Lebens hinwegschauen lassen mögest. Herr, ich weiß, wir sind nur ein einfaches, ungeschultes Volk. Wir haben keine großen Güter dieser Welt, aber wir lieben Dich, Herr. Ich spreche für diese Menschen. Sie würden hier nicht dichtgedrängt in der Menge sitzen und es vor Hitze kaum aushalten oder draußen in der Kälte stehen und frieren und auch ihre Kinder mitbringen, auch die Kranken und Leidenden würden nicht kommen, wenn sie etwas anderes als Dich sehen wollten.

233.   Diese Menschen, Herr, würden nicht kommen, um einen Mann zu sehen. Es gibt genügend Männer auf der Straße, die einander ähnlich sind; sie jedoch sind gekommen, um den Mann zu sehen, den Mann Gottes, Jesus von Nazareth, der im Fleische erschien und Gott ist.

234.   Vater, Du hast uns wissen lassen, daß die Welt Dich in einer kleinen Weile nicht mehr sehen würde. Ganz gleich, wie sehr sie schauen, sie werden es nicht sehen. Doch Du hast gesagt: "Ihr werdet Mich sehen", die wahren Gläubigen, "denn Ich werde mit euch sein und in euch bis an das Ende der Welt." DU hast uns verheißen, daß wir sehen werden, wenn wir hinschauen. Ich bete darum, daß Du dieses Wort heute abend an uns wieder erfüllst, so daß wir schauen und Jesus sehen mögen, der sich uns in derselben Weise bekanntmacht, wie Er es immer tat, nämlich, indem Er sein Wort erfüllt.

235.   Von jetzt an, Herr, übernimm Du es. Ich habe vorhin etwas dargelegt und diese Dinge über die drei Züge wahrheitsgemäß und von Herzen gesagt. DU hast es mich wissen lassen. So geheimnisvoll es auch scheinen mag - wenn wir uns nur im tiefsten Inneren unserer Seele überwinden und sehen könnten, daß diese Dinge nicht so vollkommen vorausgesagt werden könnten, wenn es nicht von Gott käme.

236.   Wie konnten wir sehen, daß das erste geschah? Wie konnten wir sehen, daß das zweite geschah? Wie kann das dritte geschehen? Wie war es möglich, daß wir hier stehen und Monate im voraus ankündigen konnten, was in Tucson geschehen sollte, wodurch die sieben Siegel geöffnet, die Geheimnisse zurückgebracht und die geheimen Dinge Gottes, die seit Beginn der Zeit verborgen waren, geoffenbart werden würden? Wir sehen, daß es bezeugt, bestätigt und wissenschaftlich bewiesen worden ist.

237.   Herr, Du bist unsere Zuflucht und Stärke, Du bist alles, was wir haben. Ich danke Dir, Herr, daß ich ein Teil Deines großen Haushaltes sein darf. Ich danke Dir, daß ich zusammen mit vielen anderen in verschiedenen Gemeinden auf der ganzen Welt, die Glieder des geheimnisvollen Leibes Christi sind, ebenfalls ein Glied Deines Leibes sein darf.

238.   Immer, wenn wir um uns blicken, sehen wir Ihn. Wir sehen Ihn, wenn die Vögel singen; sehen Ihn, wenn die Sonne auf- oder untergeht; hören Ihn in einem Lied; erkennen Ihn in Seinem Volk; sehen Ihn, wie Er Sein Wort bestätigt. O Herr, Du bist unser Gott. Schon in der Frühe wollen wir Dich anrufen. DU bist unser gnädiger Vater. Vergib uns unsere Fehler.

239.   Herr, wir sind in der Endzeit. Ich sehe, daß die Türen - die Türen der Gelegenheit - bald geschlossen werden. Hilf mir deshalb, Herr, daß ich gehe, solange es noch Tag ist und solange ich noch zu einigen Stätten gehen kann.

240.   Ich werde alt. Stärke mich; erneuere meine Jugend, Herr. Hilf mir, daß ich dort draußen etwas tue, indem ich auf diese große Zeit, die kommen wird, warte. Hilf mir, Herr, wenn ich hinausgehe, daß ich imstande bin, den letzten vorherbestimmten Samen irgendwie zu erreichen, damit der Herr Jesus wiederkommen kann. Hilf mir, o Gott.

241.   Und wenn ich das Fundament lege, auf dem ein anderer stehen soll, so gewähre, Herr, daß es bald geschieht, damit das Wort erfüllt wird. Das Verlangen unseres Herzens ist, Dein Wort erfüllt zu sehen. Wir lieben Dich. Wir glauben Dir. Inmitten von ungläubigen und zweifelnden Menschen, einer Generation, wie wir sie heute haben, Herr, mein Gott, glauben wir dennoch, daß Dein Wort nie versagen wird. Wir glauben, daß Himmel und Erde vergehen werden, aber Dein Wort nicht. Dafür stehen wir tapfer ein.

242.   Vater, in dieser kleinen Gruppe, die hier wartet, gibt es viele Kranke und vielleicht auch Ungerettete; auch Menschen, die zwar gerettet aber noch nicht mit Heiligem Geist erfüllt worden sind. Herr, mein Gott, mögest Du durch Dein Verheißungswort so in Erscheinung treten, daß die Menschen aufschauen und Jesus sehen und sich dann beugen und Ihm ihr Herz geben. Mögen die Kranken aufblicken und sehen, daß nichts anderes als Gott allein es tun kann, denn es ist Sein verheißenes Wort. Möge das, was wir heute in den beiden Botschaften gesagt haben, bestätigt werden.

243.   Alles ist in Deinen Händen, Herr: ich bin in Deinen Händen, und die Zuhörerschaft ebenfalls. Wirke durch uns, Herr, damit Dein großer Name geehrt wird. O du Ewiger, gewähre es zur Ehre Gottes. Amen.

244.   Ich weiß, daß es warm ist, doch ich möchte trotzdem versuchen, jetzt für die Kranken zu beten. Gebt mir bitte noch fünfzehn oder zwanzig Minuten. Ich weiß nicht, wie viele Gebetskarten ausgeteilt wurden; wir werden einfach mit dem Gebet für die Kranken beginnen.

245.   Nun seht! Was ist es? Ich weiß, daß wir uns ein wenig verspätet und unsere Zeit vielleicht um fünfzehn Minuten überzogen haben, doch ich möchte noch etwas sagen. Es könnte von ihnen abhängen, ob wir die Ewigkeit im Himmel oder in der Hölle verbringen werden. Schaut; seid andächtig und gebt acht. Höret auf das Wort und seht, ob Er immer noch Christus ist. Wahrscheinlich kennt ihr mich alle, doch ich kenne viele von euch nicht. Ich bin nie lange genug hier, um euch zu kennen. Viele von euch sind nicht aus dieser Stadt. Wie viele sind von außerhalb? Hebt bitte eure Hand.

246.   Vor kurzem fragte ich jemanden aus der Stadt: "Kommst du auch einmal?"

Er sagte: "Das hat überhaupt keinen Sinn, denn es kommen so viele von außerhalb, daß wir gar nicht hinein können."

247.   Das ist in Ordnung. Wir werden einen Weg finden. Kommt ihr trotzdem. Sie hatten die Gelegenheit vor euch.

248.   Denkt daran, ich bin nur euer Bruder. Ich bin sicher, daß ihr das versteht. Ich bin ein Mensch. ER ist Gott. Doch Gott kann nur und hat immer nur durch Menschen gewirkt. Schaut heute abend nicht zu mir oder zu einem anderen Menschen. Schaut zu Jesus Christus auf. Schaut heute abend auf das, was die Schrift verheißen hat. Es sind viele Schriftstellen für jeden Bereich, die ich euch geben könnte, doch wie viele glauben Hebr. 13, 8: "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit."? Wie viele glauben Joh. 14, 12: "Die Werke, die Ich getan habe, werdet auch ihr tun."? Wie viele glauben, daß Er verheißen hat, dasselbe, was Er tat - daß Er die Gedanken der Herzen unterschied - in den letzten Tagen, kurz vor Seinem Kommen, wieder zu tun? Ihr alle wißt das. Gut. Es gibt noch Hunderte solcher Schriftstellen. Wir wissen es.

249.   Schaut aber nicht, um einen Prediger oder einen Pastor zu sehen. Schaut auf, um Jesus zu sehen. Seht nicht den Menschen, seht Jesus, wenn ihr hinschaut. Seht Ihn. Wenn ich euch helfen könnte, würde ich es tun, doch ich kann es nicht. Ich kann euch nicht helfen. Ich bin nur euer Bruder, aber Er ist euer Herr. Schauet auf zu Ihm und glaubt.

250.   Freunde, was jetzt? Wo befinden wir uns? Wir sind in der Zeit angekommen, wo etwas geschehen muß. Wir müssen "Ja" oder "Nein" sagen. Entweder ist Gott im Recht oder im Unrecht.

251.   Heute habe ich zwei Predigten gehalten, in denen ich euch zu sagen versuchte, wer Er ist, daß die Zeit zu Ende geht, was Er war, und was Er ist. Wenn wir heute abend aufblicken, wollen wir zu Ihm aufschauen. Es war schwer.

252.   Im Namen des Herrn Jesus: Bleibt jetzt alle auf eurem Platz; lauft nicht herum! Bleibt ruhig sitzen, bis ihr gerufen werdet. Das gleiche betrifft die Kinder. Sollte ich sagen: "Beugt eure Häupter", so tut das schnell, Geliebte, denn aus Krebs und anderen Krankheiten fahren böse Geister aus, begeben sich unter das Volk und dringen in andere ein. Alle, die das glauben und wissen, daß es in der Schrift steht, sagt: "Amen!"

253.   Wir finden in der Bibel, daß die bösen Geister von einem zum anderen gingen, nachdem sie ausgetrieben wurden, und versuchten, eine Unterkunft zu finden. Wie oft haben wir in den Versammlungen erlebt, daß Menschen vollkommen gesund und wohlauf zu Versammlungen kamen, dasaßen und kritisierten und ein bis zwei Tage später erblindeten, Krebs bekamen oder gelähmt wurden, weil sie nicht glaubten! Für sie bin ich nicht verantwortlich, sondern nur für die Gläubigen.

254.   Viele von ihnen wurden vor Jahren in Anstalten eingeliefert und sind immer noch dort; manche sind bereits gestorben - nur weil sie überheblich und ungläubig waren. Dies ist jetzt kein Ort für einen Ungläubigen. Es ist nur ein Ort für Gläubige. Habt Glauben an Gott!

255.   Himmlischer Vater, jetzt ist die Versammlung Dir überlassen. Sie war Dir schon die ganze Zeit übergeben. Ich konnte über Dein Wort sprechen, doch von jetzt an kann ich nichts mehr sagen. Jetzt mußt Du reden, Herr. Laß es jetzt bekanntwerden, daß Dein Knecht ihnen die Wahrheit gesagt hat. Viele Menschen hier sind vielleicht krank und befinden sich nicht in der Gebetsreihe. Doch Du bist hier, Herr. DU kannst sie auch dort unter der Zuhörerschaft heilen; Du kannst überall heilen. Bestätige Dein Wort. Ich bete im Namen Jesus. Amen.

256.   Schenkt mir jetzt für einen Moment eure ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich möchte mir alle in der Gebetsreihe ansehen. Ich glaube nicht, daß ich eine Person kenne. Wenn ihr mir in der Gebetsreihe alle fremd seid, und ihr wißt, daß ich euch nicht kenne, so hebt eure Hand. Jawohl, sie sind mir fremd. Wie viele in der Zuhörerschaft wissen, daß ich nichts über sie weiß? Hebt auch dort eure Hände. Sicher! Etwa 95% der Menschen kenne ich nicht. Das ist wahr.

257.   Hier ist eine Frau. Ich habe sie nie in meinem Leben gesehen. Sie ist mir völlig fremd. Vielleicht ist sie wegen einer Krankheit hier, vielleicht aber auch wegen einer anderen Sache. Vielleicht ist sie in finanzieller Not. Vielleicht hat sie Schwierigkeiten zu Hause. Vielleicht ist sie wegen jemand anderem hier. Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung; doch hier ist genau so ein Bild wie in Johannes, Kap. 4: Ein Mann und eine Frau begegnen sich zum ersten Mal. Ohne Zweifel war die junge Frau, die Jesus begegnete, wesentlich jünger als Er, denn Er sah viel älter aus; man sagte, daß Er etwa fünfzig Jahre alt sei (Joh. 8, 57). Es war vielleicht eine hübsche junge Frau, die zum Brunnen kam - ein junges Mädchen.

258.   Hier begegnen sich heute abend wieder zwei Menschen, jung und alt, die sich nicht kennen. Sie steht aus einem bestimmten Grund hier. Ich kenne ihn nicht. Vielleicht ist sie eine Betrügerin. Sie mag hier stehen und etwas ganz anderes sagen, um zu sehen, was geschieht. Wenn es so wäre, dann paßt auf, was geschehen wird.

259.   Ich kenne die Dame nicht, habe sie nie gesehen. Sie hat vorhin auch ihre Hand gehoben, daß ich ihr fremd bin. Ich hebe meine Hand ebenfalls, daß sie mir fremd ist und daß ich sie noch nie gesehen habe. Nun, ich bin nur ein Mensch und müßte sie fragen: "Meine Dame, was ist Ihr Anliegen? Weshalb sind Sie hier? Was möchten Sie?"

260.   Sie würde sagen: "Herr Branham, ich bin hier, weil ich Krebs habe." oder "Ich leide an TB." "Ich leide an einem Tumor." oder "Ich habe kein Geld." "Mein Mann hat mich verlassen." oder "Ich bin nicht verheiratet, und mein Freund hat mich verlassen."

261.   Sie müßte es mir sagen. "Gut" würde ich ihr dann antworten, "in Ordnung. Ich werde für Sie beten und Ihnen die Hände auflegen" und sagen: "Herr, mein Gott, gib dieser Frau, was sie möchte. Jesus tue es. Amen." und ließe sie dann fortgehen. Ich meine, wenn sie es glaubte, würde sie es erhalten. Das wäre gut, dieser Dienst besteht ja schon seit vielen Jahren.

262.   Doch für die letzten Tage wurde verheißen, daß der Engel Gottes, daß Gott wieder in einem menschlichen Leibe Wohnung nehmen wird, wie es geschah, ehe Sodom und Gomorrha verbrannten. ER saß mit Seinem Rücken zum Zelt, in dem Sara war, und sagte Abraham, was sie im Zelt dachte. Es war Gott in menschlichem Fleisch, und Er trug Kleidung wie ein Mensch. Die einzige Möglichkeit, wie Gott es heute tun kann, ist, daß Er in euch hineinkommt. Das zeigte, daß Gott sich in menschlichem Fleisch kundtun würde.

263.   Jesus sagte: "Wie es war in den Tagen Sodoms, so wird es in den Tagen sein, wenn der Menschensohn kommt."

264.   Wir haben den Botschafter, Billy Graham, und diejenigen dort in Sodom, doch die auserwählte Gemeinde empfing die Botschaft und einen Botschafter. Nun, wenn der Heilige Geist dieser Dame etwas sagt - ich behaupte nicht, daß Er es tun wird; doch wenn Er kommt, und mir sagt, weswegen du hier stehst, was du möchtest, oder was du getan hast oder im Begriff bist zu tun, dann weißt du, daß es aus einer übernatürlichen Quelle kommen muß. Wir stehen nur hier. Das ist doch so, nicht wahr?

265.   Du würdest wissen, daß es von einer übernatürlichen Kraft kommen muß, weil die Bibel sagt, daß Jesus dasselbe getan und verheißen hat, es in den letzten Tagen wieder zu tun. So würdest du Ihm glauben. Wie viele täten das gleiche. Dann würdet ihr Jesus sehen. Ihr würdet Sein Wort sehen. Ihr fragt: "Ist Er das Wort?" Die Bibel sagt, daß Er es ist. Die Bibel sagt ebenfalls, daß das Wort die Gedanken unserer Herzen unterscheidet. Stimmt das? Dann wird auch das Wort, das durch menschliche Lippen ausgesprochen wird, die Gedanken unterscheiden. Ich vermag es nicht. Ich habe keine Möglichkeit dazu, denn ich kenne sie nicht. ER aber kennt sie, und Er ist das Wort.

266.   ER ist der Einzige, der die Verbindung zwischen ihrem und meinem Geist herstellen kann, wie damals bei der Frau am Brunnen. Dann kann Er mir zeigen, weshalb sie hier ist, was sie getan hat oder was sie möchte. Erst dann kann ich es aussprechen. Das andere bleibt ihr überlassen.

267.   Ihr mögt fragen: "Bruder Branham, kannst du sie heilen?" Nein, nein. Das kann ich nicht. ER hat es bereits getan. Durch Seine Striemen sind wir geheilt. Dies geschieht nur, um ihren Glauben aufzubauen, damit ihr bewußt wird, daß Er, wenn Er weiß, was in ihrer Vergangenheit war und was sie möchte, ebenfalls weiß, wie Er es ihr geben soll und was sein wird. Stimmt das? Alle glauben es.

268.   Seid jetzt wirklich andächtig. Ihr, die ihr keine Gebetskarte habt, betet. Denkt daran, daß Jesus eines Tages durch eine Volksmenge ging und eine Frau Sein Gewand berührte. Da wandte Er sich um und fragte: "Wer hat Mich berührt?" ER blickte über die Volksmenge, bis Er sie fand, und sagte ihr, daß sie einen Blutfluß gehabt hatte und auf der Stelle geheilt worden war.

269.   Die Bibel sagt, daß Er jetzt ein Hoherpriester ist, der durch das Gefühl unserer Schwachheiten berührt werden kann. Stimmt das? Ich schaue zu Bruder Way, der neben seiner Frau sitzt. Vor kurzem stand der Mann hier, und während ich predigte, geschah etwas wie damals, als Paulus einmal die ganze Nacht hindurch predigte; dieser Mann hier fiel vor der Zuhörerschaft tot zu Boden. Doch der Heilige Geist brachte ihn wieder zum Leben zurück. Er ist ein Beweis dafür, daß Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit.

270.   Wie viele haben Bruder Way noch nie gesehen und möchten ihn sehen? Hebt eure Hand. Ihr habt ihn noch nie gesehen. Bruder Way, würdest du bitte aufstehen? Hier ist der Mann, der dort, wo er jetzt sitzt, tot umfiel. Dort ist auch seine Frau, eine geprüfte Krankenschwester. Sie war dabei. Sein Puls schlug nicht mehr, seine Augen waren zurückgefallen. Sein Gesicht war blau angelaufen, denn er hatte einen Herzschlag bekommen.

271.   Der Arzt hatte ihm gesagt, daß er ein Herzleiden hat. Schon davor stellte ich es durch die Gabe der Unterscheidung fest und machte ihn vor nicht langer Zeit darauf aufmerksam. Und dann, ganz plötzlich, setzte sein Herz aus, er fiel um und lag dort - er war tot. Etwa sechs- bis achtmal habe ich miterlebt, daß der Herr Jesus Tote ins Leben zurückbrachte.

272.   Ich sah, daß Er es tat. ER kann es auch heute abend tun. Jetzt nehme ich im Namen Jesus Christus jeden Geist hier unter meine Kontrolle, zur Ehre Gottes. Seid ehrfürchtig. Gebt acht. Ich möchte jetzt zu dir sprechen, Dame. Du weißt, ich habe gepredigt. Ich versuche nun, deinen Geist zu erreichen. Genau das bezwecke ich.

273.   Du hast Leben in dir, sonst würdest du nicht hier stehen. Sonst würdest du nur als leblose Gestalt daliegen. Doch lebende Wesen haben Leben in sich, das sie lenkt. Auch durch das, was ihr denkt, und durch die Worte, die ihr aussprecht - durch all das drückt ihr aus, daß ihr lebt. Das seid ihr. Eure Worte und Gedanken drücken aus, was ihr seid.

274.   Wir sind hier und glauben, daß der Heilige Geist es kundtut. Jesus sagte zu der Frau: "Gib Mir zu trinken." Sie aber sagte: "DU solltest mich nicht darum bitten, denn ich bin eine Samariterin, und Du bist ein Jude. Wir haben keine Gemeinschaft miteinander. Wir reden nicht miteinander." Wir beide hier sind Heiden. Wir stehen hier und glauben Gott. Wenn Sein Geist nun herabkommt, durch die Gabe wirkt und dir durch mich sagt, was es ist, dann wirst du wissen, ob es stimmt oder nicht. Du hast einen Teil dieses Lebens gelebt und hast die Gabe, es zu glauben. Wenn du glaubst, was Er dir sagen wird, ist es geschehen. So wird es bei allen, die hier sind, wirksam sein.

275.   Seid nun alle wirklich andächtig. Die Frau leidet an etwas in ihrem Hals. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Ich hatte sie nie in meinem Leben gesehen. Das stimmt. Sie ist hier, damit ich für ihren Hals bete. Als ich das sagte, bzw. kurz vorher, wußte sie, daß etwas in ihrer Nähe ist. Etwas nahte sich ihr. Man konnte sehen, daß sie innerlich bewegt war; es ist eine wirklich liebliche Atmosphäre.

276.   Es ist das Licht, das ihr auf dem Bild seht. Wo bist du, George? Das Licht, das dort auf dem Bild zu sehen ist, befindet sich jetzt genau über dieser Frau. Es ist eine andere Dimension. Sie ist gläubig. Keine gemachte Gläubige, sondern eine Gläubige. Weil du gläubig bist, glaubst du auch, daß ich Sein Knecht und Prophet bin? Das muß so sein, um das zu wissen. Glaubst du, daß Er dir noch etwas anderes sagen kann, das du auf dem Herzen hast? Gut. Das, was du noch auf deinem Herzen hast, ist jemand, für den du betest: es ist ein Kind. Glaubst du, daß Er mir sagen kann, was mit ihm nicht in Ordnung ist?

277.   Es hat einen Virus. Stimmt das? Glaubst du, daß Gott mir sagen kann, wer du bist? Du bist Frau Walker. Du bist nicht von hier, du kommst aus dem Süden, aus Georgia. Du wirst gesund nach Hause zurückkehren. Jesus Christus hat dich geheilt. Sorge dich nicht mehr, es ist vorüber. Gott segne dich, Schwester.

278.   Wie geht es dir? Hier ist eine andere Frau. Ich kenne sie nicht, habe sie noch nie gesehen. Für mich ist es nur eine Frau, die hier steht. Nun seht, ich habe seit etwa 20.00 Uhr gepredigt, jetzt ist es 22.00 Uhr. Zwei Stunden bin ich schon hier. Der eine Fall mit der Gabe der Unterscheidung hat mich mehr geschwächt, als zwei Stunden lang zu predigen. Ihr sagt: "Meinst du das wirklich?" O ja! Als die Frau den Saum Seines Gewandes berührte, sagte Er: "ICH habe gespürt, daß Kraft von Mir ausging." - Kraft. Stimmt das? Das bewirkte es.

279.   Hier ist eine Frau, die ich noch nie gesehen habe. Billy fuhr hin und holte George ab, der jetzt hier bei uns ist. Er ist aus der Baptisten-Gemeinde. Ich möchte, daß er sieht, daß wir über Gott sprechen. Seine Familie ist sehr nett. Sein Vater ist Missionar in Mexiko; ein feiner Mann. Er ist krank. Ich warte darauf, daß er kommt. George, gib genau acht. Ich kenne diese Dame nicht und habe sie noch nie gesehen. Ich nehme an, daß wir einander fremd sind. Wir kennen uns nicht. Doch jetzt ist der Heilige Geist, die Lieblichkeit Jesu, gegenwärtig. Das können wir alle bezeugen.

280.   Wenn der Herr Jesus mir etwas von dir offenbart, dann wirst du glauben. Wenn ich dich heilen könnte, würde ich es tun. Doch ich kann nicht tun, was Er bereits getan hat. Selbst wenn Er heute abend hier stehen und diesen Anzug tragen würde, den Er mir gab, könnte Er dich nicht heilen, weil Er es bereits getan hat. Durch Seine Striemen sind wir geheilt. Das einzige, was Er tun könnte, wäre, sich gemäß dem Wort kundzutun, wie Er es verheißen hat, um dir zu zeigen, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. ER hat verheißen, das zu tun.

281.   Wenn Er mich nun gebrauchen wird, um dir zu sagen, weshalb du hier bist, wirst du dann den Glauben, den Du an Ihn hast, dazu gebrauchen, zu glauben, daß du empfangen wirst, weswegen du hier bist? Von ganzem Herzen? Nun, gut. Möge der Herr es gewähren. Ich sehe, daß die Frau eine Magenkrankheit hat. Durch eine Untersuchung hat man es festgestellt. Das stimmt. Das ist wahr - ein Riß im Magen.

282.   Glaubst du, daß Gott den Riß heilen kann? Gott segne dich! Du bist nicht von hier. Es war ein Opfer für dich, hierherzukommen. Du stammst aus Tennessee. Das stimmt. Frau Harkness, kehre zurück! Zweifle nicht! Du bist geheilt, wenn du es nur glauben kannst.

[Der Heilungsgottesdienst wurde fortgesetzt.]