Die Wiedergeburt
 
 Teil 2 : HEILIGUNG :
 
Kurzes Vorwort zum Thema "HEILIGUNG": 

 

Die zweite Stufe des Prozesses der Wiedergeburt ist die "Heiligung". Wenn ein Sünder den HERRN JESUS CHRISTUS als seinen Erlöser von ganzem Herzen annimmt, also Buße tut, sich taufen lässt auf den Namen des Herrn Jesus Christus, dann wird er die Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen, d.h.: sein Verlangen zur Welt wird aus ihm herausgenommen, - das Wort Gottes wird für ihn zu einer absoluten Realität, - er weiß in seinem Inneren, dass Jesus Christus Gott ist, und dass ER das Wort ist, und SEIN Geist gibt seinem Geist Zeugnis, dass er ein Kind Gottes ist. Er mag im Geiste tanzen, in Zungen sprechen, ein gewaltiges Erlebnis haben, - manche erleben aber auch eine Wiedergeburt ohne große Sensationen, - auf jeden Fall  bekommt er ein neues Herz (Hes. 36, ab Vers 26). Dieses Bekehrungserlebnis geht ab einem gewissen Zeitpunkt in die Phase der "Wüstenwanderung", d.h. "Erziehung" über, er wird durch den Heiligen Geist erzogen, - er wird verändert durch die Erneuerung seiner Gesinnung, damit er nicht gleichförmig dieser Welt wandelt (Röm 12, 1 ff). Er bekommt einen neuen Geist (Hes.36,26ff). Br. Branham spricht darüber, dass die Adlermutter zuerst ihre Jungen im kuscheligen, warmen Nest verwöhnt, - dann zieht sie das weiche Fell unter ihnen weg, und sie liegen plötzlich auf dem Dornengeflecht des Nestes. Die Zeit der "Gemütlichkeit" ist vorbei. Sie nimmt ihre Jungen auf ihren Rücken, fliegt mit ihnen los und lässt sie einfach fallen. Das klingt grausam, ist aber in Wahrheit Liebe, - denn ansonsten würden die kleinen Adler niemals selbstständig fliegen und jagen lernen und hätten keine Überlebenschance.  Br. Branham zieht oft den Vergleich mit dem Schmied, der das Gold so lange schlägt, bis er sein Spiegelbild darin erkennen kann zu unserem Himmlischen Vater, Der uns züchtigt, damit sich Sein Charakter in uns findet und wir Seiner Heiligkeit teilhaftig werden (Hebr. 12, 10). 

Zur Einführung in das Thema HEILIGUNG ein Auszug aus der Predigt
"Führerschaft" ("Leadership")  vom  07.12.1965  :


 
"Kein Sauerteig." Was ist darunter zu verstehen? Keine Glaubensbekenntnisse, nichts Weltliches. Es steht geschrieben: "Wenn jemand die Welt lieb hat, so wohnt die Liebe zum Vater nicht in ihm." Und wir versuchen, das zu vermischen! Doch das könnt ihr nicht. Ihr müsst dahin kommen, dass ihr nur einer Sache glaubt. Entweder glaubt ihr Gott, oder ihr glaubt eurer Gemeinde, ihr glaubt der Welt. Ihr könnt es nicht miteinander vermischen. Ihr könnt nicht an den alten Dingen festhalten, welche die anderen Gemeinden vor euch getan haben. Ihr müsst die Botschaft der Stunde annehmen. Und wenn ein Mensch durch das Wort Gottes wiedergeboren wurde, zum ewigen Leben vorherbestimmt und ein Auserwählter ist, dann wird ein Wort Gottes auf das andere aufgebaut, Wort für Wort! Nicht: eine Denominationssatzung und dann ein Wort und wieder ein Glaubensbekenntnis. Das geht nicht. Ihr könnt den Sauerteig nicht dazwischen haben. Es gibt nur ein ewiges Leben: Jesus Christus, das Wort. (Joh. 1) . Als Israel aus Ägypten herausgeführt wurde, zogen zwei Millionen aus. Doch nur zwei gingen hinein. Das bedeutet: einer aus einer Million! Habt ihr das gewusst? Josua und Kaleb.  "Eng ist die Pforte und schmal der Weg, und nur wenige sind es, die ihn finden. Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der ins Verderben führt, und es sind ihrer viele, die auf ihm hineingehen." Ist das wahr, Bruder Branham? Ich weiß es nicht; ich zitiere nur die Schrift. Ihr seid zum Leben bestimmt. Ihr erkennt es, wenn ihr dazu bestimmt seid, es zu sehen. Wenn ihr nicht dazu bestimmt seid, es zu sehen, werdet ihr es nicht sehen. Es heißt: "Sie haben Augen und sehen nicht, haben Ohren und hören nicht." Wie dankbar solltest du sein, Gemeinde! Wie solltet ihr diesen Dingen absagen! Wie solltet ihr feurig sein für Gott, weil eure Augen das sehen, was sie sehen, das hören, was sie hören! Führerschaft! Warum seid ihr heute abend hierhergekommen, um eine solche Botschaft zu hören? Ich bin in der ganzen Welt von den Gemeinden als Fanatiker gebrandmarkt. Weshalb seid ihr gekommen? Der Heilige Geist hat euch hergeführt, damit ihr hört! Beschneidung! Schneidet die Dinge der Welt ab und nehmt die Führerschaft Jesu Christi an, sonst werdet ihr so sicher wie die Welt umkommen. Ihr habt die Wahl, wie ihr euch benehmen wollt. Es liegt an euch, wie ihr euch benehmt."

(Aus: "Führerschaft"(Leadership"), gepr. am 07.12.1965, Abschn. §155 bis §178)

HEILIGUNG (Fortsetzung) :

 
"Nicht unsere eigene Heiligkeit. "Nun,' sagt ihr, "Bruder Branham, glaubst du an Heiligkeit?" Gewiss! Nicht an meine, an Seine. Meine Heiligkeit ist nichts; Seine ist vollkommen. Dann sagt ihr: "Meinst du, du kannst trinken oder..." Nein, das habe ich nie gesagt. Seht, ein Weizenkorn kann nur Weizen hervorbringen, es kann kein Unkraut hervorbringen. Es ist kein Verlangen danach in ihm, in ihm ist nicht das Leben enthalten, dass das Unkraut hervorbringen könnte, und wenn wir in Christus Jesus sind...Täuscht euch nicht, sondern forschet genau nach. Seht, wenn ihr fortwährend sagt: "Es verurteilt mich nicht, dies zu tun, oder ich fühle mich nicht verurteilt, das zu tun, Dinge der Welt," nun, so werde ich euch jetzt ein wenig verletzen, euch die Federn in die entgegengesetzte Richtung streichen. Das alles ist nur ein klarer Beweis, dass ihr niemals zu Christus gekommen seid. Ihr seid nie wiedergeboren worden. "Wer die Welt liebt und die Dinge der Welt, in dem ist die Liebe Gottes nicht vorhanden." Nun, wenn ihr nur aufhört, diese Dinge zu tun, weil ihr wisst, dass ihr sie nicht tun solltet, so ist es ein Zeichen, dass ihr noch nicht weit gekommen seid. Wenn diese Sache in euch getötet - die Natur davon aus euch herausgegangen ist, dann ist eine andere Person in euch, und diese kann es nur hervorbringen. Der Heilige Geist in dir, der in Christus war, bringt Christi Leben in euch hervor. Nicht, was du tust, sondern was ER tat. ER hat euch vor Grundlegung der Welt erwählt." 

(aus "Israel und die Gemeinde", Teil 1, gepr. am 25.03.53, Abschn. §61 bis 65)

 

"Es brachte die Rechtfertigung durch den Glauben hervor, als sie Moses glaubten und Ägypten verließen; die Heiligung, während sie der Feuersäule folgten und die Versöhnung durch das geopferte Lamm in der Wüste. Und dann gingen sie in das verheißene Land ein. Nun, was ist das verheißene Land im Neuen Testament für den Gläubigen? Die Verheißung ist der Heilige Geist. "Denn es soll geschehen in den letzten Tagen, dass Ich Meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter sollen weissagen. Über Knechte und Mägde will Ich Meinen Geist ausgießen, und sie werden weissagen. Und Ich werde Wunderzeichen vollführen oben am Himmel und auf dieser Erde; nämlich Blut-, Feuer- und Rauchsäulen." (Joel 3) Petrus sagte am Pfingsttage, nachdem er diesen Text in seiner Predigt zitierte: "Ein jeder tue Buße und lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung aller vorherigen Übertretungen."(Apg. 2,38)." "Nun, sie gingen durch drei Stadien, während sie in das verheißene Land kamen. Beachtet, dass es ein vollkommener Typ auf das Neue Testament ist..." "...Auf ihrer Reise gab es drei Abschnitte, und auch auf dieser Reise gibt es drei Stadien, denn wir werden gerechtfertigt durch den Glauben, und indem wir an den Herrn Jesus Christus glauben, verlassen wir das Land Ägypten und kommen heraus. Dann werden wir geheiligt durch das Opfer Seines Blutes, reingewaschen von unseren Sünden und werden Pilger und Fremdlinge und stellen den Anspruch, dass wir ein Land suchen, eine Stadt, die kommen soll - unsere Verheißung. So war es mit Israel in der Wüste. Sie waren Fremdlinge, hatten keinen Ruheort, wanderten Nacht um Nacht, indem sie der Feuersäule folgten; aber schließlich kamen sie zu dem verheißenen Land, wo sie sich niederließen. Dahin kommt auch der Gläubige: Zuerst kommt er zu der Erkenntnis, dass er ein Sünder ist; dann wird er durch das Wasserbad des Wortes abgesondert, indem er an den Herrn Jesus Christus glaubt; dann, gerechtfertigt durch den Glauben, wird er Teilhaber und hat Frieden mit Gott durch Christus, getauft auf den Namen Jesu Christi, zugelassen zu der Reise. Versteht ihr es? Auf der Reise. Er wird ein Fremdling und Pilger. Er ist auf seiner Reise wohin? Zu der Verheißung, die Gott gab."

(aus "Einsetzung in die Sohnschaft, Teil 1", gepr. am 15.05.60, Abschn. §28 und §30)
 
"Ich glaube, in 1. Joh. 5, 7, falls ich mich nicht irre, heißt es: "Drei sind es nämlich, die Zeugnis ablegen: der Geist, das Wasser und das Blut; und diese drei sind vereint." Seht, die drei stimmen überein. Ihr könnt nicht den Vater ohne den Sohn haben; ihr könnt nicht den Sohn haben, ohne den Heiligen Geist zu haben. Aber ihr könnt das Wasser ohne das Blut und das Blut ohne den Geist haben. Ich denke, dies hat sich während unserer ganzen Zeitalter als wahr erwiesen. Wasser, Blut, Geist = Rechtfertigung, Heiligung, Taufe des Heiligen Geistes. Dies versinnbildlicht bzw. ist das Gegenstück zur natürlichen Geburt. Seht, wenn eine Frau oder ein anderes Geschöpf Mutter wird, kommt bei einer normalen Geburt als erstes Wasser, als zweites Blut, und dann kommt das Leben - Wasser, Blut, Geist. Das charakterisiert die normale, natürliche Geburt. Genauso ist es im geistlichen Bereich. Zuerst kommt das Wasser, die Rechtfertigung durch den Glauben, indem ihr zum Glauben an Gott kommt, Ihn als euren persönlichen Heiland annehmt und getauft werdet. Das zweite ist die Heiligung durch den Geist, indem Gott euren Geist von allen weltlichen Dingen und dem weltlichen Verlangen reinigt. Dann zieht der Heilige Geist ein, bewirkt die Wiedergeburt und erfüllt das geheiligte Gefäß."

(aus "Geburtswehen", gepr. am 24.01.1964, Abschn. §35 bis §37)


"Der erste Schritt ist Buße vor Gott, und danach folgt die Wassertaufe. "Tut Buße und lasst euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi taufen." Die Wassertaufe folgt und ist ein Zeichen dafür, dass die Buße echt war und unsere früheren Sünden vergeben sind. Das hat nichts mit der Zukunft zu tun. Nur eure Sünde, das, was ihr getan habt, ist abgeschnitten worden." "Wenn euch die Sünden vergeben worden sind, ist nur das an euch geschehen, dass sie hinweg genommen wurden. Doch das, was euch dazu veranlasste, ist immer noch da. Das ist die alte Wurzel des Bösen. Sie ist noch da
Beachtet, ihr tut Buße und lasst euch auf den Namen Jesu Christi taufen, weil Er euch die Sünden vergeben hat. Als zweites findet die Heiligung statt, durch die unsere Gesinnung in den Zustand der Heiligkeit gebracht wird, damit unsere Gedanken recht sind und alles hinweg genommen wird. Heiligung ist eine Wortverbindung aus dem Griechischen und bedeutet: Gereinigt und zum Dienst abgesondertAls nächstes kommt dann die Taufe mit Feuer und Heiligem Geist, durch die Gott in uns Wohnung nimmt. Das Feuer Gottes reinigt unser Herz von der Sünde, und der Heilige Geist kommt hinein. Dann bringen wir dasselbe Leben hervor, welches dies bewirkte, denn es ist ja in uns. Beachtet, wie es im Natürlichen einer Frau bei der Geburt eines Kindes ergeht. Das natürliche Leben ist ja ein Sinnbild auf das geistliche. Wenn eine Frau im Natürlichen ein Kind zur Welt bringt, kommt als erstes Wasser hervor, dann Blut und anschließend der Geist - das Leben. Das Kleine wird genommen, bekommt einen Klaps, und schon schreit es. Wasser, Blut, Geist! Wenn ein Kind in das Reich Gottes hineingeboren wird, geschieht es auf die gleiche Art: Wasser, Blut, Geist. Beachtet: Die Heiligung, die zweite Stufe, reinigt die Gedanken, bringt das Herz, die Gesinnung des Herzens in den Zustand der Heiligkeit. Ein Mann kann Buße über seine Sünden getan und dennoch unmoralische Gedanken haben, ein unmoralischer Mann sein. Jeder unmoralischen Frau gegenüber, der er begegnet, ist es immer noch da. Vielleicht ist er ein Trinker. Jedesmal, wenn er das Getränk riecht, ist es immer noch da. Durch die Heiligung jedoch wird er gereinigt und das Verlangen aus ihm genommen. Sie nimmt das Verlangen danach hinweg. Er kann zwar noch versucht werden, doch Er nimmt das Verlangen danach hinweg. Trotzdem steht er immer noch nicht richtig da. Dann wird er mit Heiligem Geist und Feuer getauft. Er wird gereinigt, ausgebrannt, aufgeräumt und dann in den Dienst Gottes gestellt. Durch die Heiligung wird man nur zum Dienst abgesondert."

(aus : "Das zukünftige Heim des Himmlischen Bräutigams  und der irdischen Braut", gepr. am 02.08.1964, Abschn. §89 und §93 bis 100)

 

"Es war nur wenige Jahre später, als die Versuchungen kamen, und die ganze Gemeinde wurde erschüttert, wie es sehr leicht mit einer Versammlung geschieht, wenn etwas einfach nicht so lauft, wie es eigentlich sollte. Gott macht es so. Gott bringt Spannungen in die Gemeinde: "Denn jeder Sohn, der zu Gott kommt, muss erprobt und erwiesen werden, und geprüft. Er lässt zu, dass Krankheit dich schlägt. Er lässt Dinge über dich kommen, die dir nicht wohl tun, um dich zu testen und zu prüfen, um der Welt zu zeigen, dass du wirklich der Same Abrahams bist. Er lässt dies zu, durch seinen eigenen Willen. Er erlaubt Unglücke. Er erlaubt, dass die Freunde sich gegen dich wenden. Er erlaubt all diese Dinge, lasst den Teufel los, dass er dich versuche, und der wird alles tun, nur nicht dein Leben nehmen. Er konnte dich auf ein Bett des Leidens werfen, er könnte deine Nachbarn gegen dich aufbringen, er könnte die Gemeinde gegen dich wenden, er kann fast alles tun, und es ist Gottes Wille, dass er dieses tut. Wir wurden belehrt, dass dies für uns köstlicher als Gold ist."

(aus "Die Tore des Feindes besitzen", gepr. am 08.11.59, Abschn. §32) 

 

"Warum kommen wir in diese Schwierigkeiten? Was lässt diese Dinge kommen? Warum muss ein Christ je bestürzt sein? Warum soll nicht alles für einen Christen vollkommen laufen? Doch es ist nicht so, und wir wissen es. Manchmal haben wir mehr Schwierigkeiten, wenn wir ein Christ werden, als wir zu der Zeit hatten, als wir noch Sünder waren. Natürlich, es steht geschrieben: "Viel sind die Trübsale des Gerechten, doch Gott befreit ihn aus dem allen." Gott hat viele Trübsale verheißen, seltsame Gefühle und seltsame Dinge, die unser Verständnis übersteigen, doch es geschieht immer zu unserem Besten. Wir können es nur nicht verstehen, denn wenn wir es verstehen könnten, dann wäre es kein Glaube für uns; wir würden dann mit einem Verständnis gehen. Doch wir tun es, und wir haben es, und durch Glauben glauben wir Seinem Wort, dass Es etwas Gutes für uns bewirkt. Wenn wir das heute, an diesem Morgen, erfassen könnten. Wenn wir verstehen könnten, dass all unsere Schwierigkeiten... Keiner von uns ist immun dagegen. Wenn wir erkennen könnten, dass diese Dinge uns zum Besten dienen! An einer Stelle in der Bibel steht geschrieben, dass: "die Anfechtungen, die auf uns gebracht werden, für uns kostbarer sind, als selbst Gold, denn es ist Gott, der uns diese Anfechtungen gibt". Nachdem wir Sein Eigentum geworden sind, nach unserem Bekenntnis und unserer Taufe und unserem Versprechen, im Leben für Ihn zu wandeln, dient jede Anfechtung, die auf uns kommt dazu, uns zu Seiner Herrlichkeit zu vervollkommnen. Es soll uns dahin bringen, dass Gott sich uns wirklicher machen kann, als Er es war, bevor die Anfechtung kam."

(aus "Ich weiß es", gepr. am 17.04.60, Abschn. §26 bis 28)

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