Besessenheiten und Psychische Erkrankungen

 

(Auszüge aus Predigten von Br. William M. Branham) :

 

Auszug von William Marrion Branham

über eine geisteskranke Frau im Sanatorium von "Hot Springs":

"Ich möchte heute abend einfach ein kleines bisschen aus dem WORTE lesen, denn GOTTES WORT wird niemals vergehen. Meine Worte werden es; SEIN WORT wird es nicht. Es steht in Psalm 103, im 1., 2. und 3. Vers:

"Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres SEINEN heiligen Namen! Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle SEINE Wohltaten! DER da vergibt alle deine Sünde, DER da heilt alle deine Krankheiten."

Möge GOTT SEINEM WORTE SEINE Segnungen hinzufügen! Dies alles spricht von Krankheiten und Leiden; ich möchte einfach einen Augenblick lang ein paar Aussagen machen, die dies betreffen. Und ich möchte, dass ihr zuhört und dieser Sache eure ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Krankheiten und Leiden sind alle die Folgen der Sünde; vielleicht nicht in deinem Leben, sondern im Leben von irgend jemandem vor dir. Der Teufel ist die Ursache von Krankheit und Leiden. Bevor wir einen Teufel hatten, hatten wir keine Krankheit oder Leiden. Aber als Satan kam, da brachte er Krankheit und Leiden mit sich. Aber es gab nichts, was vor JESUS CHRISTUS, dem SOHN GOTTES kam, dem ER nicht überlegen gewesen wäre. Und ER ist heute genau DERSELBE, DER ER gestern war und für immer sein wird. Und ER beweist das. Und ihr werdet es Abend für Abend sehen. Und wenn dem nicht so ist, dann habt ihr ein Recht zu zweifeln...   GOTT hatte nicht vor, dass ihr krank sein würdet. GOTT schuf euch nach SEINEM Ebenbilde. ER möchte, dass ihr gesund seid. ER hat alles getan, was ER tun konnte, um euch bei Gesundheit zu erhalten. Und Satan ist gegen euch.  Der Teufel ist ein Quäler... Ich bin in Anstalten gegangen, wo junge, geisteskranke Frauen die Bettpfanne benutzten und es in ihr Gesicht schmierten. Ich habe einige schreckliche Dinge gesehen, aber so etwas noch nie. Auf dem Fußboden lag eine Frau, ungefähr dreißig, fünfunddreißig Jahre alt, eine energisch blickende Frau. Und ihre - ihre Beine ragten so senkrecht in die Luft, und sie bluteten. Dort stand ein Mann auf der Treppe, einfach ein feiner, lieber Bruder aus Arkansas mit einem Overall und einem blauen Hemd an. Und ich möchte sagen. Freunde, manchmal schlagen die besten Herzen darunter. Das stimmt. Ich glaube, das ist wahr. Ich - ich mag nichts Vorgetäuschtes. Ich - ich mag echte, altmodische Männer und Frauen, das stimmt; von GOTT errettet, zweimal geboren. Und er stand dort mit seinen alten, ausgebleicht aussehenden Klamotten an. Ich sagte - ging hinunter und sagte: "Guten Tag." Und er sagte: "Guten Abend. Bist du Bruder Branham?" Ich sagte: "Jawohl, mein Herr." Er sagte: "Das dachte ich mir." Die Lautsprecheranlage übertrug es auch da unten drin. Auf einer Seite hatten sie einen Haufen Geisteskranker. Aber sie konnten diese Frau mit niemandem zusammen in ein Zimmer stecken. Sie brauchten ungefähr acht oder zehn Mann, um sie da hineinzubringen. Sie konnten sie nicht in einem Krankenwagen hinbringen. Sie setzten sie nicht in einen Krankenwagen. Sie schickten jemanden mit einem Auto dort hin, und sie trat mit ihren Füßen alle Glasscheiben aus dem Auto heraus; und diese Männer versuchten sie in dem Wagen festzuhalten. Und da lag sie auf ihrem Rücken. Ein Arzt hatte ihr ein paar Spritzen gegeben. Ihr vorzeitiges Eintreten in die Wechseljahre hatte sie dazu getrieben. Und dort lag sie auf ihrem Rücken. Und ich sagte: "Nun, ich werde hinausgehen und schauen, ob ich irgendwelche Vibrationen spüre." Er sagte: "Bruder Branham, geh da nicht raus." Er sagte: "Sie würde dich umbringen." Ich sagte: "Ach, das denke ich nicht," lediglich irgend so etwas. Und ich ging raus. Sie lag dort und sah mich an; sie blinzelte ein bißchen mit ihren Augen, während sie mich anstarrte. Und ich sagte: "Guten Abend." Sie sprach überhaupt kein Wort. Ich ergriff ihre Hand und sagte: "Guten Abend." Er sagte: "Sie kennt nicht einmal ihren eigenen Namen, Bruder Branham. Sie kennt ihn schon seit zwei Jahren nicht mehr." Und ich ergriff ihre Hand. Und nur durch GOTTES Gnade war ich gerade einmal auf der Hut. Sie gab mir einfach mit beiden Händen einen Ruck, ungefähr so, und wahrscheinlich hätte sie mir die Knochen gebrochen. Und ich schleuderte meinen Fuß heraus und erwischte sie mitten auf der Brust. Sie zog mich einfach herunter. Ich riß mich von ihr los. Und als ich dann von ihr weglief, um auf die Treppe zu gelangen, da sah ich einen Anblick, den ich noch nie zuvor gesehen hatte. Diese Frau kam mir auf ihrem Rücken wie eine Schlange nachgejagt, wobei ihre beiden Gliedmaßen so senkrecht in die Luft ragten. Man konnte sie so auf dem Fußboden kriechen hören. Nun, das ist der Teufel. Ihr könnt etwas anderes sagen, was ihr auch wollt, aber diese Frau war vom Teufel gebunden. Sie kam auf ihrem Rücken zu mir, wie eine Schlange; und sie kam dort an und stieß so gegen die Wand des Korridors. Sie drehte sich um, stemmte ihre kräftigen, starken Beine dagegen und trat so mit den Füßen. Dort stand eine Bank. Sie stieß mit ihrem Kopf dagegen; aus der Seite ihres Kopfes strömte das Blut heraus. Und - und sie schlug ein Stück davon ab. Und sie griff mit ihrer Hand danach, warf damit auf ihren Mann und traf die Wand. Und der Putz fiel dort von der Wand, dort wo sie sie traf, mit solch einer fürchterlichen... Eine Verrückte, vermutlich zwanzigmal so stark, wie sie normalerweise gewesen wäre. Und dort diese großen... Sie war ohnehin eine ziemlich große, kräftige Frau. Und dann fing sie damit an, ein wirklich sonderbares Geräusch von sich zu geben, und machte: "I-i-i-i-i-i, iiiiih," ungefähr so. Ich sah sie an und dachte mir: "Nun, so etwas habe ich noch nie... Möge GOTT einem armseligen Menschen, der so gebunden ist, barmherzig sein!"  Und der Mann fing an zu weinen. Er kam herüber, legte seine Hände um - seine Arme um mich und sagte: "Bruder Branham, und du sagst jetzt, daß es da keine Vibration gibt?" Er sagte: "Und ich weiß nicht, was ich noch werde." Er brach einfach zusammen und weinte. Er sagte: "Sie hat fünf kleine Kinder zu Hause." Und er sagte: "Ich - ich... Sie ist eine gute Frau gewesen. Sie eggte über diese großen Erdklumpen und half mir dabei, die Baumwollsaaten zu ziehen. Und als sie erkrankte, da tat ich alles, was ich tun konnte. Ich - ich verkaufte meine Farm, um sie herzubringen, Bruder Branham. Ich hatte nur eine Sache behalten, ein Mauleselpärchen. Und ich verkaufte sie, um den Bruder dazu zu bewegen, sie zweihundert Meilen hier runter zu bringen. Und nun hat sie die Glasscheiben aus dem Auto herausgetreten; das ist der Grund dafür, daß ihre Beine bluten." Er sagte: "Sie hat sich seit zwei Jahren nicht mehr von ihrem Rücken erhoben und kennt noch nicht einmal mehr ihren eigenen Namen." Ich sagte: "Nun, Bruder, gewiß, GOTT kann sie heilen." §116. Und in dem Augenblick drehte sie sich um. Sie sagte: "William Branham, ich gehe dich nichts an. Ich brachte sie her." Er sagte: "Nun..." Ich sagte: "Sie war das nicht. Das war dieser Teufel, der aus ihr sprach." Das stimmt. Sie erkennen ES. Sie kennen ES. Er sagte: "Nun, Bruder Branham, das war das erste Wort, das sie in zwei Jahren gesprochen hat."  Ich sagte: "Der Teufel benutzt lediglich ihre Lippen, genauso wie der im Fall von 'Legion'." [Markus 5, 9; Lukas 8, 30.] Sie kam so zu mir herüber gekrochen und sagte: "Ich gehe dich nichts an." So kroch sie. Ich sagte: "Bruder, glaubst du die Geschichte, welche du mich über das Erscheinen dieses Engels sagen hörtest?" Er sagte: "Von ganzem Herzen." Das sagte er, wobei er seine Arme um mich warf. Ich ging zur Eckstufe und betete von ganzem Herzen zum HERRN JESUS. Ich sprach: "GOTT, schau DIR diese armselige Frau an; zu Hause sind fünf kleine, unschuldige Kinder, ohne Mutter, darunter ein Säugling." Ich sagte: "Was kann geschehen? O GOTT, hab Erbarmen!" Und der GEIST des HERRN kam. Und ich forderte den Teufel auf, die Frau zu verlassen. Dann wandte ich mich wieder um und sagte: "Glaubst du's jetzt?" Er sagte: "Von ganzem Herzen. Was soll ich mit ihr machen. Bruder Branham?"  Ich sagte: "Bring sie zurück. Bring sie gleich wieder zurück in das Sanatorium." Ich sagte: "Wenn du nicht ein Ding von dem anzweifelst, was ich dir gesagt habe, dann beobachte, was geschehen wird."

(AUS: "Krankheiten und Leiden" vom Januar 1950,  Louisville, Kentucky, USA)

Es folgt eine persönliche Aussprache, die Bruder Branham am 5. Juli 1964 mit Schwester Georgia Bruce während der Gesangseinleitung vor der Botschaft "Das Meisterstück" hatte.  (So 05.07.1964,  Jeffersonville )


"Ich habe dich im Krankenhaus besucht... Ich habe unaufhörlich gebetet, daß Gott dich nicht sterben ließe, weil du wertvoll für die Gemeinde bist. Nun, ich kenne dich. Ich weiß, daß du in Ordnung kommen wirst, Schwester Bruce. Ich glaube das von ganzem Herzen. [Schw. Bruce sagt: "Bruder Branham, am allermeisten möchte ich das Erlebnis, daß ich im Heiligen Geist versiegelt bin. Und wenn Gott es deinem Herzen offenbaren würde..."] Ich glaube von ganzem Herzen, daß du eine wirkliche wiedergeborene Gläubige bist, Schwester Bruce... Schau mal, wenn du krank wirst, wirst du müde. Du bist eine nervöse Person. [Schw. Bruce sagt: "Ja."] Und du bekommst Dinge in deine Gesinnung, kleine nichtige Dinge. Es baut sich gerade weiter auf beiden Seiten auf. Du bekommst eine Not für jemanden auf dein Herz, möchtest für ihn beten, und du fängst an zu beten. Du kannst nicht ruhen, bis du dazu kommst, für jene Person zu beten. Das bist du. Jetzt betrachte mal die verkehrte Seite: Satan macht dir eventuell etwas vor...er verdreht deine wahrhaftigen, wirklichen Absichten. Du hast eine ganz individuelle Persönlichkeit. Und Gott arbeitet an dir. Und Satan arbeitet dagegen. Wenn dann Satan versucht, dich glauben zu lassen, daß du es nicht bist...  Siehst du, schau nicht auf dich selbst, Schwester Bruce. Denke daran!  Ich werde jetzt für dich beten. Ich bin dessen nicht würdig. Ich denke: "Was würde ich tun, wenn Jesus Christus jetzt hier sitzen würde?" Oder vielmehr: "Was würde Er tun, wenn Er hier sitzen würde?" Er würde Seine Hände auf dich legen und mit Seinem großen Glauben, siehst du, würdest du gesund werden. Nun gut, ich denke: "Nun, ich bin ein Sünder. Ich bin nicht Er." Aber ich komme, Ihn zu repräsentieren. Denke daran, ich als ein Sünder, doch vor Gott bin ich kein Sünder und auch du nicht. Wir haben ein Blutopfer dort liegen. Gott sieht uns nicht einmal. Er hört unsere Stimme, doch Er sieht das Blut von Christus. Das ist es. Siehst du? Er sieht das Blut Seines eigenen Sohnes. Es ist unsere Stimme, Christi Blut, und es ist Christus, der durch uns zu Gott redet. Deshalb sind wir keine Sünder mehr. Wir sind Christen. Ich glaube, daß du eine echte christliche Frau bist.  [Schw. Bruce sagt: "Ich mache so viele Fehler und ich versage so viele Male."] Deshalb mußte Christus sterben, damit dir deine Fehler nicht angelastet würden. Er hat unsere Fehler auf SICH genommen. Dein Verlangen in deinem Herzen ist, Ihm zu dienen. [Schw. Bruce sagt: "Ja."] Gut. Deshalb ist Er gestorben, damit du Ihm dienen könntest. Deine Fehler werden dir nicht angelastet. Siehst du, Er ist unsere Versöhnung. Er ist unser Sühnopfer. Deine Sünden werden dir nicht angerechnet! Du bist kein Sünder vor Gott. Christus hat deine Sünden auf Sich genommen und wurde du, wie du jetzt bist..., weil dein Verlangen ist, Ihm zu dienen. [Schw. Bruce sagt: "Aber ich habe nie ein Erlebnis gehabt, daß ich mit dem Heiligen Geist erfüllt worden bin, wo ich meinen Fuß draufstellen kann."] Gut. Beachte dieses: Gewöhnlich ist ein Mensch in Sünde geboren, geformt in Ungerechtigkeit, Lügen sprechend zur Welt gekommen. Das ist die Natur eines Menschen. [Schw. Bruce sagt: "Ja."] Das war (!!!) deine Natur. Sie hat sich auf einmal verändert. Doch wer hat deine alte Natur verändert? ["Christus."] Da hast du es, Schwester. Siehst du, das ist es. "Wer Meine Worte hört und an den glaubt, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben übergegangen" (Vergangenheitsform), Johannes 5, 24, spricht Jesus. Also bist du eine Christin, Schwester Bruce. Ich habe dein Leben beobachtet. Ich habe dich in einer Vision gesehen, und ich weiß, du bist eine Christin! Da ist kein Funken eines Zweifels. Siehst du, ich bin dein Hirte, wie es war... [Schw. Bruce sagt: "Ja."] Jemand muß es sein. Wenn es da irgendeinen Zweifel in meinen Gedanken gäbe, wenn ich dächte, etwas wäre verkehrt, ich würde es dir sagen, Schwester Bruce. ["Ich glaube das."] Auch wenn da irgend etwas verkehrt wäre in deinem Erlebnis, irgend etwas Verkehrtes zwischen dir und Gott...aber ich weiß, Schwester Bruce, da gibt es überhaupt nichts, was verkehrt war. Wir werden beten. [Schw. Bruce sagt: "Aber ich werde sterben, es sei denn, Gott unternimmt etwas für mein Herz."] Du wirst nicht sterben, ich denke nicht, Schwester Bruce. Wenn es so wäre, ist es mir verborgen. Lieber Gott, diese kleine Frau hat unaufhörlich, unaufhörlich Gutes getan. Sie hat alles versucht wie damals Dorkas (Apostelgeschichte 9, 36). Und jetzt ist sie dahin gekommen, wo ihr Herz sehr schlecht ist. Aber hat nicht Dein Wort, worin wir unsere ganze Seele und Leben hineinlegen, gesagt, daß alle Dinge zum Besten dienen denen, welche Dich lieben? Dann muß es sein, daß Du etwas wirkst, von dem wir nichts wissen. Es dient alles zum Guten, weil sie Dich liebt. Nun, dem großen Hirten über allen von uns, dem Herrn Jesus Christus, und in Seinem Namen lege ich meine Hände auf meine Schwester. Möge der Gott, der sie gemacht und sie auf diese Erde gebracht hat, möge Sein Geist, der sie von den Dingen der Welt hinwegversiegelt hat, um Deine Dienerin zu sein, möge Er ihren kranken Leib heilen und sie vollständig gesund machen, denn wir brauchen sie im Dienst, Herr. Ich übergebe sie Dir mit diesem Glaubensgebet und lege meine Hände auf sie, um mich mit dem Gebet gleichzustellen und zu diesem Berg zu sagen: "Im Namen von Jesus Christus, hebe dich hinweg!", damit unsere Schwester zum Königreich Gottes leben kann und zur Ehre Gottes."

 

[Schwester Georgia Bruce, geboren am 08.08.1902, lebte nach dieser Aussprache 27 Jahre für Jesus Christus und ist am 07.08.1991 im Alter von 89 Jahren heimgegangen.]

Br. Branham berichtet von der Wiedergeburt einer jungen Frau in der Psychiatrie, - und wie der HERR JESUS CHRISTUS aus ihr einen neuen Menschen machte:

 

"Ich sprach vor einiger Zeit zu einer jungen Frau, welche in einem Notfall-Raum war. Sie war in der psychiatrischen Abteilung. In einer großen Versammlung in Flint, Michigan - sie hatten vielleicht dreißig Fälle von Wahnsinnigen in dem Raum, und sie sagten : "Sie können sie nicht nach draußen an die Öffentlichkeit bringen, weil sie in Zwangsjacken und allen Arten von Zuständen sind." Und ich ging in den Raum, und ein Mann ging mit mir, und als wir hineingingen, saß dort eine schöne, junge Frau. sah aus, als wäre sie etwa zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre alt. Ich sagte: "Guten Tag." Sie sagte: "Guten Tag." Und ich sagte: "Gut, es ist schwer zu wissen, wie ich beginnen soll, denn einige von ihnen sind ohne Verstand und schreien. Und die Leute beobachten jene, und..."  Sie sagte: "Wenn es Ihnen nichts ausmacht, dann fangen Sie doch mit mir an." Ich sagte: "Mit Dir?" Sie sagte: "Ja, mein Herr." "Warum", sagte ich, "Du bist doch keine Patientin, oder?" Sie sagte: "Doch, mein Herr, ich bin eine." "Gut", sagte ich, "Du siehst so aus, als ob Du bei rechtem Verstand bist." Sie sagte: "Ich weiß nicht recht." Und sie sagte: "Könntest Du meiner Geschichte einen Augenblick lang zuhören?" Ich sagte: "Gewiss, Dame." Und sie begann mir zu erzählen, sie sagte: "Ich wurde in einem guten Haus aufgezogen." Sie fuhr fort : "Und meine Mutter lehrte mich, nichts Verkehrtes zu tun, das Üble zu meiden und die rechten Dinge anzunehmen.", - sie sagte: "Und ich lebte diese Art von Leben eine Reihe von Jahren, bis ich in eine Sache mit einem jungen Mann verwickelt wurde." Und weiter sagte sie : "Es brachte mir Schande ein."  Und dann: "Und ich fing einfach an und warf mich weg, und ich wurde zur Alkoholikerin." Sie sagte: "Dann griffen sie mich auf und schickten mich zu einer katholischen Einrichtung, genannt "Heim des guten Hirten." Sie sagte: "Dort erlebte ich eine Besserung für eine Reihe von Jahren, und dann entließen sie mich. Aber sobald ich von dort herauskam, begann ich wieder zu trinken." Und sie sagte: "Dann verbrachte ich ein oder zwei Jahre im Staatsgefängnis für Frauen." Sie sagte: "Dann habe ich vom protestantischen zum katholischen Glauben gewechselt. Dann wechselte ich in dieser Zeit wieder zum protestantischen Glauben zurück, nachdem der Kaplan mit mir sprach." Und sie sagte: "Ich kam heraus und versuchte es noch einmal", aber sie sagte, "ich ging direkt wieder da hinein, - in die Prostitution und ins Trinken!"

Und ich fragte: " Wo ist deine Mutter?"

"Sie ist tot."

"Dein Vater?"

"Tot."

Und ich sagte: "Was meinst Du, was sie nun über Dich denken würden?" Sie sagte: "Oh, wenn ich nur zurückgehen könnte." Ich sagte: "Eine liebliche junge Frau wie Du. Hast Du nicht das Verlangen, verheiratet zu sein und Babies zu bekommen, wie alle Mütter, und so weiter?" Sie sagte: "Ich würde sehr gerne welche haben, mein Herr. Aber schau mich doch an, was könnte ich irgend jemandem bieten?" Ich sagte: "Du hast eine Sache bekommen, die Du bieten könntest." Sie sagte: "Was denn?" Ich sagte: "Deine Seele für Jesus Christus!" Sie sagte: "Mein Herr, Er würde sie nicht annehmen." Ich sagte: "O ja, Er wird !" Sie sagte: "Wie wollen Sie wissen, dass Er es tun würde? Ich habe es versucht." Ich sagte: "Ja, Du hast einfach die Seiten umgeblättert, aber komme einmal wirklich zu Ihm." Sie sagte: "Was könnte Er mit mir tun?" Ich sagte: "Er macht eine Dame aus Dir." Sie sagte: "Nicht aus mir, ich bin zu weit gegangen." Ich sagte: "Er kann Dich zurückbringen zu der Zeit, als Du eine Jungfrau warst, ein unschuldiges Mädchen. Das Blut Jesu Christi ist ausreichend und kraftvoll, um den gemeinsten Sünder zu reinigen und zu einem Heiligen zu machen, - schuldlos vor Gott." Sie sagte: "Ich habe es so viele Male versucht." Ich sagte: "Ich möchte Dir sagen: ich glaube, dass dein Fall nie richtig beurteilt worden ist. Du möchtest doch nicht so sein?" Sie sagte: "Sicherlich nicht." Sie sagte: "Was Du vor einem Augenblick erwähntest, das ist es, was ich sein möchte, eine Mutter mit Ehemann, mit Babies, jemand zu lieben und jemanden, der mich liebt. Ich möchte aber niemals eines Mannes Leben ruinieren, so, wie ich jetzt bin." Ich sagte: "Das ist auch nicht nötig. Dies mag sich etwas altmodisch anhören, Schwester, aber es ist nichts desto weniger die Wahrheit: Es ist der Teufel, der dir das angetan hat. Es ist der Teufel, der dich in Besitz nahm, der dich zu Dingen treibt, die du nicht tun möchtest." Sie schaute mich an mit jenen großen, dunklen Augen, und sagte: "Ich habe immer geglaubt, dass das die Wahrheit war." Ich sagte: "Würdest du mit mir zusammen hier auf die Knie gehen?" Sie sagte: "Nun, sie sagen mir, dass ich ein geisteskranker Fall bin." Ich sagte: "Du bist es. Aber Jesus Christus erstattet den rechten Verstand wieder. Es gibt nichts, das zu groß für Ihn ist." Und sie sagte: "Meinst Du, Er würde es für mich tun?" Ich sagte: "Gewiss. Aber wir müssen diesen Teufel da herausbekommen, der hinein kam, als du ein junges Mädchen warst. Er wird hinausgehen und er wird direkt wieder zu jenem Ort zurückgehen." Und sie ging auf ihre Knie, und ich bat sie, zu beten. Und sie betete für einige Augenblicke; sie schaute zu mir herüber, und sie sagte: "Bruder Branham, ich werde jetzt einen neuen Anfang machen." Ich sagte: "Schwester, es wird nicht ein bisschen nützen. Du wirst genau auf demselben Weg gehen, den Du gegangen bist. Es wird nicht funktionieren!" Und sie sagte: "Ich meine es von Herzen." Ich sagte: "Ich weiß! Aber dieser Teufel ist viel stärker, als irgendeine intellektuelle, geistige Macht, mit der du ihn austreiben könntest. Das ist der Grund, warum ich nicht an verstandesmäßige Religion glaube! Ich glaube, dass ein Mensch durch den Heiligen Geist wiedergeboren werden muss!  Es muss tiefer gehen, als Dein Denken, es muss eine Erfahrung sein!" Und sie sagte: "Was muss ich tun?" Ich sagte: "Halte einfach gerade dort aus." Und wir beteten und beteten. Ich ging weiter und betete noch mit einigen anderen Leuten und kam zurück. Sie betete. Ich kam wieder zurück zu ihr, - und nach einer Weile kam sie tiefer in eine Aufrichtigkeit hinein. Nach einigen Momenten erhob sie sich, mit Tränen, die ihr die Wangen herunterliefen. Sie schaute mir ins Gesicht. Sie sagte: "Bruder Branham, etwas ist geschehen !" Ich sagte: "Du brauchst nun keine neue Seite mehr aufschlagen." Die Frau ist verheiratet, und hat eine Familie, und ist eine liebliche, süße, wiedergeborene, mit Heiligem Geist erfüllte Heilige. Weil Gott sie zu der Stelle zurückbringen konnte, wo sie begann, falsch zu handeln. Das ist Seine Güte. Und von der Zeit an war sie eine verwandelte Frau. Von der Zeit eines jungen Mädchens bis zu der Zeit, wo sie in einen üblen Zustand geriet. Gott brachte sie zurück. Von der Zeit an war sie verändert."

(aus "Von der Zeit an", gepr. am 02.03.1960, Abschn. §17 bis §22)

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