Bekehrungs-Zeugnis von DIRK MENTZ:

 

 

"Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Retter-Gottes erschien,  rettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes. Den hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns ausgegossen,  damit wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben nach der Hoffnung des ewigen Lebens wurden." (Titus 3, 4 - 7)

 

 

"Mein Zeugnis ist kein Werbetext für das Reich Gottes, sondern es mag eher dazu dienen, die Vorstellung von einem Paradies auf Erden nach einer Bekehrung etwas zu erschüttern. Denn es geht um den Schmalen Weg, der steinig und einsam ist. Und es geht um die eigene verdorbene Natur, die sich durch Niederlagen, Demütigungen, Schmach und Schmerz immer mehr als eigentliche Wurzel allen Übels offenbart, weil sie das Resultat des Sündenfalls ist. Und die Erlösung von dieser alten Natur geht ausschließlich über das Kreuz von Golgatha...

In Velbert, - im April 1963 geboren,- wuchs ich als erstes Kind von noch zwei weiteren Geschwistern auf, und ich kann nicht behaupten, dass ich eine schlimme Kindheit erlebt hätte, wodurch sich mein „schleichend einsetzender Absturz“ in der Jugendzeit rechtfertigen oder erklären ließe. Während mein jüngerer Bruder und meine Schwester relativ kontaktfreudig waren, blieb ich doch eher misstrauisch und distanziert und fühlte mich anderen unterlegen. So versuchte ich schon damals im Kindesalter einen Charakter vorzutäuschen, der beliebt, stark und selbstbewusst war, - aber nichts davon war echt.  Etwa zu jener Zeit, - so ab meinem 11. oder 12. Lebensjahr ,- setzten zunehmend stärker werdende Migräneanfälle ein, die kaum auszuhalten waren und teilweise einen Schulbesuch unmöglich machten. Meine Eltern ließen mich neurologisch untersuchen, aber es konnte keine Ursache festgestellt werden. Also blieb nur die Behandlungsalternative durch die Einnahme von Schmerzmitteln. Das kontrastlose und langweilige Landleben verstärkte meine innere Leere noch und ließ mich Zustände wie Einsamkeit, Sinnlosigkeit und ein gewisses „Ausgegrenzt - sein“ erleben. Als wir 1977 in die Innenstadt zogen, war ich bereits hochgradig medikamentenabhängig und hatte auch den ein oder anderen Alkoholrausch hinter mir. Da meine Eltern zu jener Zeit längst gemerkt hatten, dass ich seelisch litt, beschäftigte sich meine Mutter mit Büchern über die „antiautoritäre Erziehung“, was zur Folge hatte, dass ich machen konnte, was ich wollte. Schuldgefühle hatte ich nicht, weil ich meine Sucht nicht als Krankheit empfand, sondern als eine Erlösung von der Seelenpein, die ich all die Jahre innerlich erlebt hatte. Die Suchtmittel waren für mich eher „Lebens“-Mittel. Die erste Therapie mit anschließendem Betreuten Wohnen machte ich 1982 in dem Langzeitwohnheim "Die Fähre" in Essen, wo ich auch meinen Schulabschluss nachholen konnte. So „lief“ es einige Zeit mehr oder weniger, und ich dachte: „Das ist nun mal das Leben. Du hast deine 70 oder 80 Jahre auf Erden, - und die sind dazu da, um möglichst viele davon zu genießen.“. Doch urplötzlich stellten sich unerklärliche Angstzustände ein, die auf irgendeine Weise immer mit dem Tod zu tun hatten. So hatte ich z.B. kurz, bevor ich einschlief, eine Art „Fall“-Zustand für den Bruchteil einer Sekunde, der aber zugleich immer dieselbe Bedeutung hatte und mir sagte : „Der Tod ist endgültig!“ Es war ein furchtbares Gefühl, obwohl da nichts von einer Hölle in meiner Vorstellung war, - aber allein die Gewissheit um diese Endgültigkeit, - nie wieder zurück zu können, empfand ich als etwas Schreckliches. Später dachte ich fast ununterbrochen darüber nach, wie schön es doch wäre, wenn man ewig leben könnte. Aber es hieß überall: "Ewiges Leben gibt es nun mal nicht, es ist und bleibt ein `alter Menschheitstraum´; und `Der Tod gehört zum Leben´ usw...". Ich fand nicht, dass der Tod zum Leben gehörte, weil sich doch alles in mir dagegen sträubte. Alles Tun und Machen auf dieser Welt, sowie jeder Besitz erschien mir angesichts dieser unausweichlichen Tatsache sinnlos. Ein guter Jugendfreund sagte immer: "Das letzte Hemd hat keine Taschen!" Und so versuchte ich mittels Alkohol und anderer Rauschmittel oder intensiver Erlebnisse, diese Tatsache zu verdrängen, denn nüchtern gelang es mir nicht. Ich suchte eine Erfüllung, die es in dieser Welt nicht zu geben schien. In Wirklichkeit war mir nur eines wichtig: "Was geschah mit meiner Seele, die in einem Zustand war, der im Psalm 107 wirklich gut beschrieben ist: "Sie irrten in der Wüste, auf ödem Weg, sie fanden keinen bewohnten Ort.  Hungrig waren sie und durstig, es verschmachtete in ihnen ihre Seele." . 1992 hatte ich nach einer langen Phase des "Koma-Saufens" in den Florence-Nightingale-Kliniken in Kaiserswerth ein Erlebnis, das mich innerhalb einer Sekunde an die Wahrheit der Bibel glauben ließ. Ich erlebte, dass ich in eine schier endlose Dunkelheit fiel, wenn ich sterben würde (und ich war kurz davor!), und dann hatte ich eine kurze Vision, die so schrecklich war, dass ich mit Grauen erfüllt zur Nacht-Krankenschwester lief und rief: "Helfen Sie mir bitte, ich fahre zur Hölle!" Alle Versuche, mich zu beruhigen, weil ich ja doch nur "einen Alptraum" gehabt hätte, waren sinnlos, denn ich wusste: Das war kein Traum! Ich brauchte Erlösung, - die Erlösung vom Kreuz. Ich brauchte Vergebung! Und als ich diese Tatsache, - obwohl ich gar nicht wusste, was in der Bibel stand, mehr und mehr für mich persönlich realisierte, ging es mir plötzlich innerlich besser. Ich wusste, dass das Evangelium von Jesus Christus und die Bibel die Wahrheit waren! Niemand vermochte mir das je wieder auszureden. Meine richtige Bekehrung erlebte ich erst später, am 18. August 1993, als ich die Predigt "Durst" las von Br. Branham. Während des Lesens kam der Heilige Geist über mich und ich hatte eine gewaltige Offenbarung, so dass ich ausrief: "Das ist ja alles wahr, was dieser Mann Gottes da sagt, ich habe es ja genauso erlebt!" Ich erkannte mich selbst wieder in den Predigten von Br. Branham, mein tiefstes Seelenverlangen. Und so ging ich auf die Knie und übergab mein ganzes Leben dem Herrn Jesus Christus und bekannte Ihm alle Sünden, die mir zu dieser Zeit einfielen. Dann erlebte ich Ihn, wie Er mich von einer Sekunde zur anderen befreite und mit Heiligem Geist erfüllte. Vorher hatte ich noch getrunken, war tablettenabhängig und rauchte wie ein Schlot. In nur einem Moment war ich von allem frei! Friede, echte Freude und die Gewissheit, dass mir Vergebung zuteil wurde, erfüllten meine Seele, und ich wusste: Das war es, wonach ich immer gesucht hatte! Ich hatte wahrhaftig ein neues, völlig ausgetauschtes Leben bekommen, denn mein ganzes Verlangen zur Welt war verschwunden, vielmehr hatte ich einen "Riesen-Hunger" nach dem Wort Gottes, nach der Botschaft für diese Zeit und nach Gemeinschaft mit anderen Christen. Das wäre ohne die Begegnung mit dem Auferstandenen JESUS CHRISTUS, dem Lebendigen Gott, nicht denkbar gewesen, - niemand hätte mich jemals regelmäßig in eine Gemeinde setzen können,- ich hing einfach zu sehr an meiner sogenannten "Freiheit", - ohne zu wissen, was echte Freiheit eigentlich war. Dieser herrliche, geisterfüllte Zustand hielt drei, vier Monate an. Dann wurde ich plötzlich und völlig unerwartet aus dem kuscheligen "Adlernest geworfen", wie Br. Branham es in vielen Predigten beschreibt. Dass ich meine Errettung bislang nicht wirklich im Worte Gottes verankert und gegründet hatte, sondern in einer Gefühlsabhängigkeit bzw. in dem, was ich "erlebte", zeigte sich fortan in einer langen Leidenszeit, die ich nicht wieder erleben möchte. Die wunderbare Gegenwart Gottes war überhaupt nicht mehr spürbar, - vielmehr bekam ich Angstzustände und redete mir ein, ich hätte durch mutwilliges Sündigen die Schriftstelle aus Hebr. 10, 26 erfüllt, und die Trennende Linie der Gnade überschritten. Diese Angst, dass ich keinen Raum zur Buße mehr bekam und Christi Gnade geschmäht haben könnte, hielt viele Jahre an. Ich überwand sie erst im Jahre 2006, als ich Gott einmal direkt fragte: "Hast Du mich nun verworfen oder nicht? Wenn Du mir jetzt antwortest mit "Ja" oder mit "Nein", werde ich mich damit abfinden!" Dann schlug ich meine Bibel auf und las direkt im Buch Jesaja, Kapitel 41, 9: "Mein Knecht bist du, ich habe dich erwählt und nicht verworfen!". Dieses "Rettungsseil", das Gott mir zugeworfen hatte, ließ ich fortan nicht mehr los. Und so durfte ich das tun, worüber Br. Branham spricht, wenn er sagt: "Ich habe dort in dieses Wort meinen Anker hineingeworfen, und seitdem hält er allem stand, was mir begegnet...". Und so wurde ich zwar weiter angegriffen und fühlte die meiste Zeit eigentlich kaum etwas von der wunderbaren Erfüllung mit dem Heiligen Geist, aber ich hatte nunmehr ein Absolut, auf dem ich gegründet war. Es war Luther, der einst einen Vers aus Jesaja 28,19 übersetzte mit: "Anfechtung lehrt aufs Wort merken!"; und obwohl diese Übersetzung schon länger nicht mehr übernommen wird, ist es für mich absolut eine Wahrheit, - denn je mehr ich vom Feind in schwere, teilweise kaum erträgliche Finsternisse regelrecht "hineingezogen" wurde, vergrub ich mich in dem Wort Gottes und in der Botschaft von Br. Branham. Mit der Biographie von dem Dichter William Cowper kann ich mich in vielerlei Hinsicht sehr gut identifizieren, weil sie mir durch die vielen Parallellen oftmals Trost spendete, und Br. Branham sich auch hinsichtlich nervlicher Erkrankungen oft auf ihn bezog. Diese Auszüge und die Biographie William Cowpers könnt ihr lesen unter:  Zur Seite ! Ich bin froh, dass Gott für diese schwere Zeit, in denen die Nerven nur allzu oft blank liegen, einen Propheten gesandt hat, um Sein Volk für diese häufig psychischen und geistlichen Attacken auszurüsten. Und gerade diese Tatsache (die übrigens auch Luther so übersetzt hatte: "Eine feste Burg ist unser Gott, - der Gerechte flieht zu ihr und ist in Sicherheit!"), bewirkte, dass ich mich innerlich mehr und mehr mit dem Wort vereinigte und am inneren Menschen stärker wurde. Dieser Prozess vollzieht sich unbewusst und übernatürlich,- inmitten von Anfechtungen. David drückte es so aus: "Du deckst mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde" (Ps. 23). Und wenn ich aus einer zeitlichen Distanz zurückblicke, weiß ich heute, dass Gott mich niemals verlassen hatte, auch, wenn ich es unter Eid hätte bezeugen können. An vielen kleinen Begebenheiten hat Gott zu jeder Zeit irgendwie zu mir geredet, auch, wenn ich es damals nicht so empfunden habe, - aber ich weiß heute, dass Er es war, der mich durch alles hindurchgetragen hat! Ich habe nichts dazu beigetragen, weil ich teilweise - wie Nebukadnezar - in einer "Geistlichen Umnachtung" feststeckte.  Es ist eine Realität, wenn der Herr Jesus  sagt: "Ohne mich könnt ihr nichts tun" (Joh.15), oder Paulus: "Seine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung!". Auch der 1. Korintherbrief wurde für mich zur Bestätigung, dass Gott wahrlich auserwählt hat, was Nichts ist in dieser Welt, was schwach ist und verworfen, - eben nicht die Starken und Gesunden. Er kam für die Kranken, nicht für die Gesunden, und ebenso für Sünder, - nicht für Gerechte und gute Bürger. Das reine, unverfälschte Evangelium bedeutet nicht das Einhalten von Geboten oder Verboten, sondern das Empfangen eines neuen Lebens durch die Wiedergeburt, das sich ohne eigene Anstrengung auslebt. Es ist Christus in mir, der der "eigentliche Christ" ist. Ich selbst bin Gott nur im Wege. Mein Heiland hat mich am Kreuz nicht "nur" von aller Sündenschuld, Krankheit und Gericht erlöst, sondern Er befreite mich von mir selbst, indem ich mitgekreuzigt wurde einst auf Golgatha. Diese Tatsache wird auch im Wandel durch Trübsale und Leiden vollzogen, damit auch Sein Leben offenbar wird (2.Kor. 4, 11).  Und es gibt nichts anderes mehr, was wichtig ist, als dieses Ziel durch die Erneuerung der Gesinnung und dem Wachstum zur vollen Reife zu erreichen. Und das kann nur durch Gnade geschehen, nicht aus uns selbst! Dem Herrn Jesus Christus sei alle Ehre und Lobpreis!"

 

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Euer Bruder im Herrn Jesus Christus,

Dirk

Es war der 18.August 1993, als ich in einer Predigt von William Branham Dinge las,

die ich in meinem Herzen als absolute Wahrheit plötzlich erkennen durfte,

- nämlich , dass die ganze Welt durch Irrlehren und Christliche Organisationen

und Denominationen verführt war und dass jenes ganze ökumenisches System antichristlich war.

Die Rettung war einzig und allein in Christus, - und Christus ist das Wort Gottes (Joh. 1,14).

Das war aber keine intellektuelle Erkenntnis, die ich zuvor auch schon hatte, sondern – und das ist
entscheidend - : ich war in meinem Herzen überführt. Ich erkannte, dass Jesus Christus
Gott selbst war und ist, und ins Fleisch gekommen war, um mein Gericht am Kreuz auf
Sich zu nehmen, damit ich nicht in die Hölle gehen muss. Und an diesem entscheidenden
Tag ging ich in meinem Zimmer auf die Knie, bekannte dem Herrn Jesus Christus meine Sünden

(alles, was mir einfiel) und übergab Ihm mein ganzes Leben, - mit allem drum und
dran. Mein ganzes Herz. Und das war, so weiß ich heute, die von Gott bewirkte Buße
(Römer 2, 4 : „..., dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?“).
Und da habe ich Ihn auch wirklich erlebt als den Lebendigen Gott, der mich mit Frieden
und Seiner Liebe erfüllte, und ich war innerhalb von einer Sekunde frei vom Trinken,
Rauchen und von Tabletten. Ich war in meinem Herzen von meiner Sünde überführt durch
den Heiligen Geist, und so machte ich auch in meiner Wohnung „reinen Tisch“, was
Schallplatten, Filme, alte Fotos usw. anging. Danach rannte ich stundenlang durch die
Wälder, - von Freude erfüllt. Ich wusste : Ich hatte ein neues Leben empfangen, - das Alte
war vergangen und Neues war geworden (2.Kor.5). Das verlangen zur Welt und zur Sünde
war aus meinem Herzen herausgenommen und ich hatte stattdessen das mir bisher
unbekannte Verlangen, die Bibel regelrecht zu verschlingen. Allen, die ich kannte, erzählte
ich damals von meinem neuen Leben aus Christus. Und ich besucht eine kleine, nicht
organisierte Gemeinde, - nicht aus Pflichtgefühl, sondern, weil mir eine Freude war. Es
lebte sich einfach aus. Genauso, wie sich vorher die Sünde einfach ausgelebt hat.
Dann las ich in der Apostelgeschichte 2, 38 : „Petrus aber sprach zu ihnen: „Tut
Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur
Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes
empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in
der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird.“
Ich wusste ebenfalls, dass die Wassertaufe auf die Titel „Vater“, „Sohn“ und „Heiliger
Geist“ falsch war, und dass der Name des Vaters Jesus Christus war, der Name des
Sohnes war Jesus Christus, und der Name des Heiligen Geistes war Jesus Christus.
Du kannst Vater sein, zugleich bist du auch ein Sohn, aber dein Name ist und bleibt Mark !
Und so ließ ich mich taufen in Ratingen in einem kleinen See auf den Namen des Herrn
Jesus Christus, - richtig mit Untertauchen (mit Christus gestorben) und mit Auftauchen (mit
Christus auferstanden). So hatte ich die klare Anweisung der Bibel befolgt, denn es gibt
niemanden in der Apostelgeschichte, der auf die Titel getauft wurde, - das wurde erst
durch die Katholische Kirche nach dem Konzil zu Nicäa um 320 n.Chr. durch den Kaiser
Konstantin eingeführt, - jedenfalls ist es Menschenwerk und eine Verfälschung des Wortes
Gottes . Aber ich hatte all das nicht aus einer Gesetzlichkeit heraus getan, sondern, weil
Gott mich bis zu diesem Punkt hat kommen lassen, bis ich von Herzen sagen konnte
„Wohin soll ich gehen, Du allein hast Worte Ewigen Lebens!“ (Joh.6, 68) .
Das war entscheidend : ich wusste in meinem Herzen, dass der Herr Jesus Christus das
gute Werk in mir angefangen hat, und das aus reiner Gnade, nicht aus irgendwelchen
Regeln, die ich dachte, befolgen zu müssen. Diese Erfüllung mit dem Heiligen Geist

hielt etwa drei Monate an, dann ergab sich eine Situation, wo ich in Sünde fiel

und Gott auch beschimpfte, weil ich dachte, Er hätte mich reingelegt.

Die spürbare Gegenwart Gottes , die ich vorher so genossen hatte,

war plötzlich von mir gegangen. So dachte ich, ich hätte die Sünde

gegen den Heiligen Geist begangen und bekam heftige Angstzustände.

 Ich war – ähnlich wie der König Nebukadnezar im Buch Daniel – völlig abgestumpft

und vegetierte vor mich hin ohne jede Hoffnung. Sonntags ging ich merkwürdigerweise

noch mit zum Gottesdienst in meiner Gemeinde, obwohl ich von der
Predigt nichts mitbekam, weil ich in einer dunklen Wolke gefangen war.
Es war dann irgendwann im Jahre 2006, als ich es dann auf dem Herzen hatte, Gott direkt
zu fragen, ob Er mich aufgegeben hatte oder nicht. Und so tat ich das, schlug meine Bibel
auf , direkt in Jesaja 41, 9, wo stand : „Ich habe dich nicht verworfen!“
Und auf einmal bekam ich wieder etwas Licht in meine innere Finsternis, denn ich hatte
eine Verheißung, die Gott mir in dieser wirklich ernsten Notlage gegeben hatte, und die ich
deshalb auch nicht als „Zufall“ ansah. Ich hatte ein „Rettungsseil“ ergriffen, das mich aus
dem Sumpf herausziehen konnte und war fest entschlossen, das nicht mehr loszulassen, -
egal, was der Teufel mir jetzt auch zu sagen versuchte. Und, lieber Mark, von da an ging
es bergauf, obwohl ich auch ständig weiterhin Anfechtungen hatte und habe, - aber ich
wusste nun: Mein einziger Zufluchtsort ist Gottes Wort!!! Und langsam, - aber immer mehr-

kämpfte ich mich mit dem Wort Gottes frei und wurde immer unabhängiger

von meinem Gemütszustand. Ich vermochte es gar nicht zu glauben,
so gewaltig fand ich es, dass Gott mich in den 12 Jahren der geistlichen Umnachtung
niemals verlassen hatte! Ich hätte in den Zuständen einen Eid ablegen können, dass Gott
mich verlassen hat. Aber es war eine Lüge, auf die ich so lange hereingefallen bin. Und
das lasse ich mir bis auf den heutigen Tag nicht mehr nehmen : Gott ist treu, auch, wenn
ich untreu bin, - denn alles beruht auf Seinem vollbrachten Gnadenwerk. Und das ist
auch absolut wichtig, Mark ! Wenn du wirklich wiedergeboren bist, - und das musst du
unbedingt wissen, - dann kann dich nichts aus der Hand Jesu reißen, - nichts kann dich
trennen von der Liebe Gottes in Christus Jesus. Vor allem aber : Sei, wie du bist. Und
gehe auch so zu Jesus, wie du bist. Du brauchst nicht erst etwas künstliches
darzustellen, was du gar nicht aufrecht erhalten kannst, - sondern sag Ihm einfach :
Herr Jesus, hier bin ich, - gestalte DU mich um, und wenn ich nicht wiedergeboren
bin, dann schenke mir die Wiedergeburt. Sag Ihm einfach, was du auf dem Herzen
hast, denn Er will dir den Heiligen Geist viel mehr geben, als du ihn haben willst, -
das kannst du mir glauben. Übergib dich einfach mit all deiner Internetsucht und
was dich bekümmert, Jesus, und lasse von dir selber los, - denn du selber hinderst
durch deine Bemühungen Jesus daran, dir zu helfen. Du kannst dich gar nicht
verbessern, - nicht ein Stückchen. Es geht darum, dass du Jesus in dein Herz lässt
und Ihn wirken lässt. Er muss Gestalt in dir annehmen und die Kraft in dir sein, die
Sünde zu überwinden, sonst wird es niemals gehen! Lies Galater 4,19. Auch Luther hatte
keine Heilsgewissheit und wurde fast wahnsinnig aus Angst vor der Strafe Gottes und
versuchte alles mögliche, um Gott zu gefallen. Aber je stärker seine Versuche waren,
desto mehr scheiterte er. Dann schenkte Gott ihm die Offenbarung : Der Gerechte wird
aus Glauben leben ! Und das gilt für den ganzen Weg, nicht nur für den Anfang der
Bekehrung! Je stärker wir ins Gesetzliche kommen, desto schlimmer wird unser Wandel,
denn wir können nicht 1 Gebot einhalten mit unserer gefallenen alten Natur. Unser
Stand , wenn wir wiedergeboren sind, ist die GNADE! Dieser Stand ist ein
Fundament, auf dem sowohl du, Mark, als auch ich und jeder Christ stehen muss!
Und dieser Stand der Gnade wird uns nicht durch Gefühle zugesichert, sondern
einzig und allein durch das Wort Gottes! Wie unser Wandel ist, ist eine andere Sache.
Der kann furchtbar sein, - ich hatte bis vor einiger Zeit mit Rückfällen in das Rauchen zu
tun und schämte mich, meinen Brüdern so zu begegnen. Ich litt sehr darunter, weil ich so
auch nicht das Abendmahl nehmen wollte. Aber der Herr hat mich davon freigemacht!
Amen! Und am besten geht es mir immer, wenn ich einfach vertraue, wie ein Kind, und
mich nicht auf meine eigene Kraft verlasse. In Sprüche 3,5 sagt Gott das auch in
wunderbarer Weise. Der Herr Jesus sieht deine Bemühungen und wie sehr du dich quälst

(und glaub mir,- die Lästergedanken und Fluchen usw. kenne ich sehr gut),

aber du musst kapitulieren vor dir selbst und dich unter die gewaltige Hand

Gottes demütigen und Ihm sagen :„Herr, ich schaffe es nicht,

- tu Du es für mich!“ Dann wird etwas anders, - ganz bestimmt.

Denn du musst auch sehen, dass Gott dich genauso wie mich immer noch
durchgebracht hat und dich nicht verworfen hat, denn sonst würde Satan dich auch nicht
mehr angreifen. Wozu auch, wenn du kein Interesse an Gott mehr hättest? Menschen
können dir und mir nicht helfen,- und hüte dich vor Menschen, die auf etwas anderes
hinweisen, als einzig und allein auf JESUS CHRISTUS, das Lebendige Wort Gottes!
Auch die Heiligung ist Gottes Sache. Gott heiligt dich, - du kannst es nicht. Wir können
nicht einmal glauben ohne Ihn. Das ganze Gnadenwerk ist Gottes Angelegenheit, - du
brauchst nur, und das ist es, worauf der Herr wartet, zu einem ruhenden Glauben zu
kommen, indem du dich Jesus ganz übergibst.

Gottes reichen Segen und Grüße,
Dirk Mentz