FAMILIENALTAR FEBRUAR (ARCHIV)

 

TAG 59                                     Der Familienaltar (Band 2)                                                       28. Februar

 

„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ (Matthäus 5, 8)

 

„Was du anderswo bist, spiegelst du auch hier wider. Was du bist, also was dein himmlischer Leib dort oben ist, spiegelt sich hier wider. Was du im Übernatürlichen bist, bist du auch hier. Wenn du im Übernatürlichen immer noch vulgär denkst und so weiter, denkst du auch hier vulgär. Wenn du immer noch böswillig, neiderfüllt und streitsüchtig im Geiste bist, reflektiert sich das. Aber wenn dein gesamtes Innerstes gereinigt und geläutert wird, zeigt es, dass dort auf der anderen Seite ein gereinigter und geläuterter Leib wartet und es spiegelt sich im Irdischen bereits wider. Kannst du es erfassen? Es steht so geschrieben: „Wenn unsere irdische Hütte zerstört wird, wartet bereits ein ewiges Haus in den Himmeln.“ Seht ihr? In dieser Zeit, der Endzeit, vermischen sich alle Nachahmungen des Christentums zu einem großen Babylon, so wie es bereits damals war. Sie wurden weggeführt nach Babylon. Ist das richtig? Die Bibel sagt: „Der Engel des Herrn rief und sprach: ‚Kommt heraus aus Babylon, mein Volk‘„ Das Durcheinander kommt wegen: „Ich bin ein Baptist“, „Ich bin ein Methodist“, „Ich bin ein Presbyterianer“, das stiftet nur Verwirrung. Darin gibt es keine Erlösung. Sagt nicht, dass die Baptisten oder Methodisten keine Erlösung hätten, das meinte ich nicht damit. Mir geht es um die Kirchenpolitik. Politisch ist von Methodisten, Baptisten und Presbyterianern die Rede, doch damit hat das nichts zu tun. Gott beachtet das noch nicht einmal, so ist es heutzutage in Babylon. Gott ruft eine Gemeinde aus all dem heraus, zieht die heraus, welche reinen Herzens sind und formt Seine Gemeinde. Wie wunderbar das doch ist. Beachtet, ich könnte euch hierzu etwas Erschreckendes sagen. Doch hört einfach zu. Schaut, was in Babylon geschah, als der Druck auf die wahren Anbeter ausgeübt wurde. Erinnert euch, wie es war, als die wahren Anbeter Schadrach, Meschach, Abednego und Daniel in die Gefangenschaft gingen. Als Gott von ihnen verlangte, Farbe zu bekennen, wer sie waren. Sie wurden dazu gezwungen, einen Götzen anzubeten. Stimmt das? Der Götzendienst beinhaltete also, sich dem Götzen beugen zu müssen. Wenn sie es nicht taten, wurden sie verfolgt. Oh, was für ein Bild können wir aus dieser Geschichte von Daniel mitnehmen? Es offenbart sich wenn alles aneinander fügt. Seht durch die Schrift, dass die Gemeinde in die gleiche Verfolgung gerät, bevor sie herausgerufen wird. In der gleichen Weise, wie die Gemeinde aus den Heiden hineingebracht wurde, wird sie auch herausgebracht werden. So wie sie hineinkam, wird sie herausgenommen.“

(Fragen und Antworten; 03.01.1954)

 

 

 TAG 58                                     Der Familienaltar (Band 2)                                                       27. Februar

 

"Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren." (Matthäus 5, 7)

 

"Wenn ich noch eine Stunde länger zu leben hätte, überlebe ich so manchen Sechzehnjährigen. Ich werde auch viele Fünfjährige überleben. Das Alter spielt keine Rolle. Wir sind hier ausschließlich für einen Zweck, um eine bestimmte Sache auszuführen. Hier sitzen auch viele Mütter mit lieblichen Gesichtern, manche von ihnen sind schon sechzig oder siebzig Jahre alt und diese mögen vielleicht sagen: „Nun, was habe ich schon getan, Bruder Branham?“ Du hast deine Kinder großgezogen. Du hast nach deiner Bestimmung gehandelt. Vielleicht sitzt auch ein alter Familienvater hier und sagt: „Ich habe Feldarbeit betrieben und so weiter, aber ich habe niemals gepredigt.“ Aber du hast genau das getan, was Gott von dir verlangt hat, zu tun. Es gibt auch einen Platz für dich. Gestern sprach ich mit einem alten Doktor, er ist mein Freund, dieser alte Kamerad und um die achtzig Jahre alt. Seine Schwägerin ist heute Abend hier in der Gemeinde und sie ist einfach ein wenig besorgt um ihn gewesen. Deshalb ging ich hin, um ihn zu besuchen. Als ich anfing, mich mit ihm zu unterhalten, blühte er auf und erzählte mir von einem Jagdausflug, den er vor vielen Jahren in Colorado unternommen hatte. Und es war der gleiche exzellente Landstrich, den ich zum Jagen auch bereits aufsuchte. Danach sagte ich zu ihm: „Doktor, wie lange arbeitest du schon?“ Er sagte: „Schon seit dem du ein kleiner Junge warst.“ Danach sagte er: „Oftmals hole ich dann meinen Pferdewagen, sattle mein Pferd, spanne es ein, nehme noch meinen Koffer mit und laufe los.“ Ich erwiderte: „Ja genau, du gehst dann selbst früh um zwei Uhr mit deiner Lampe in der Hand los, läufst das Flussufer entlang und versuchst das Haus zu finden, wo ein kleines Kind Bauchweh hat oder eine Mutter mit Wehen daliegt. Ist es nicht so?“ „Das stimmt.“ Und ich sprach: „Du weißt, Doktor, und ich glaube es, Gott hat auf der anderen, unvergänglichen Seite einen Platz für gute alte Doktoren, die in dieser Weise gedient haben.“ Seine Augen füllten sich mit Tränen und er fing an zu weinen, er erhob seine matten Hände und sagte: „Ich hoffe darauf.“ Auf der anderen Jordanseite richtet Gott die Seele nach dem, was sie ist. Dann gab ich ihm eine zufriedenstellende Schriftstelle. So viele Male pflügte er im Dunkeln über schlammige Felder und versuchte, jemandem zu helfen, bekam vielleicht noch nicht einmal Geld dafür, aber es war richtig. Ich sagte: „Jesus sagt in der Schrift: „Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.“ – Das ist die Wahrheit."

(Einsetzung in die Sohnschaft; 15.05.1960)

 

 

 TAG 57                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       26. Februar

 

"Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden."

(Matthäus 5, 6)

 

Jesus sagt, „Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden.“ Es ist bereits ein Segen, wenn du danach dürstest. Der Teufel versucht, dir etwas anderes einzureden, doch der Durst wurde dir durch Gott gegeben. Hört nun zu. Es ist so riskant zu versuchen, den heiligen Durst, den Gott dir gab, um nach Ihm zu dürsten, mit Dingen der Welt stillen zu wollen. Mit dem Fernsehprogramm, mit Trinken, mit Orgien. Der Teufel verdreht die Dinge, die Gott dir gab, selbst den Durst nach Ihm und lässt es für dich so aussehen, als ob dieser Durst mit den Dingen der Welt zu stillen sei. Jeder Durst sollte ein Durst nach Ihm sein. Sicherlich. Das ist das Leben. Du sagst vielleicht: „Ich kenne die Bibel aber besser als du, Bruder Branham.“ – Du hast kein ewiges Leben, indem du die Bibel kennst. Du hast kein ewiges Leben, nur weil du zur Gemeinde gehst. Du hast ebenfalls kein ewiges Leben, indem du getauft bist. Du hast kein ewiges Leben, weil du den Katechismus auswendig gelernt hast. Du hast auch kein ewiges Leben, nur weil du dich „Pfarrer“ nennen kannst. Ihn zu kennen bedeutet Leben. Nicht den Katechismus oder die Kirchenordnung zu kennen, sondern Ihn selbst zu kennen bedeutet ewiges Leben. Der Durst, den Gott dir gibt, kann nicht durch eine Gemeinde gestillt werden. Wenn der Teufel es nicht mehr schafft, dass du ausgehst zum Tanz, dass du trinkst oder unmoralisch lebst und diese Dinge, dann verdreht er den Durst indem er dir anbietet, dich einer Gemeinde anzuschließen. Aber es ist immer noch eine verdrehte Sache, da der Beitritt zu einer Gemeinde dir kein ewiges Leben bringt. Der einzige Weg um Leben zu können ist, den Durst an der Quelle zu stillen, die niemals austrocknen wird. Das ist der wunderbare Heilige Geist, welcher direkt von Gott aus dem Himmel herabregnet. Das ist die Art und Weise, um leben zu können: Ihn zu kennen. Nicht Sein Buch zu kennen, sondern Ihn selbst zu kennen. Auch nicht deine Gemeinde zu kennen, jedoch Ihn zu kennen. Du solltest nicht danach dürsten, deinen Pastor zufrieden zu stellen, sondern Gott dem Herrn gerecht zu werden. Das ist dieser heilige Durst. Dafür wurde dieser Durst in dich hinein gelegt. Würdest du diesen Durst mit den Dingen der Welt stillen wollen, bedeutet es den Tod. Es wäre eine verdrehte Sache. Sagt nicht die Bibel: „Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.“ Dieser wunderbare heilige Durst. Du kannst den Durst nicht stillen, indem du einfach einer Gemeinde beitrittst. Da gibt es keine Zufriedenstellung durch den Beitritt zu einer Glaubensgemeinschaft. Du beginnst dadurch, dein Gewissen zu beruhigen und dein Herz füllt sich mit Begierde. Komm‘ ans Licht, bekenne deine Sünden und dürste nach Gottes Gerechtigkeit. „Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen werden dich preisen.“ – Denkt darüber nach.

(Die größte Gabe in der Bibel; 11.08.1957)

 

 

 TAG 56                                      Der Familienaltar (Band 2)                              25. Februar

 

„Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.“ (Matthäus 5, 5)

 

„Was tun sie jetzt gerade? Sie ernten, was sie gesät haben. Ganz sicher, denn du kannst die Sünde überall in den Straßen sehen. Wie viele begehen gerade an diesem Sonntagabend Ehebruch in dieser Stadt? Wie viele verheiratete Frauen werden ihr Ehegelübde auf diesem Grund und Boden, welcher Jeffersonville genannt wird, brechen? Was denkst du, wie viele Abtreibungen allein in Chicago in dreißig Tagen erfasst werden? Es sind zwischen fünfundzwanzig- und dreißigtausend Fälle in nur einem Monat, ausgenommen derer, die nicht erfasst werden können. Wie viel Whiskey wurde in Chicago bereits getrunken? Was glaubst du, was in Los Angeles alles in nur einer Nacht geschieht? Was schätzt du, wie oft der Name des Herrn heute allein hier in Jeffersonville missbraucht wurde? Ist es heutzutage besser geworden oder war es besser als George Rogers Clark zum ersten Mal mit seinem Floß hier vorbei kam? Du kannst erkennen, dass wir die Erde mit unserem Dreck total verschmutzt haben und Gott wird jene vernichten, welche die Erde zerstören. Gott sagt es so. Etwas in mir will einfach auf die Berge steigen, um zu sehen, wie Gott die Dinge geschaffen hat. Ich hasse Florida, wo sie jetzt schon künstliche Palmen aufstellen. Meine Güte. Ich sehe lieber ein Krokodil, welches seinen Schwanz in die Wildnis zurückziehen kann, als all die angesteckten Dinge zu sehen, die sie in Hollywood produzieren mit all dem Glanz …oder Haufen von Betrunkenen zu sehen. Ich denke: „Eines Tages, eines Tages…“ Oh ja. Aber beachtet, die Bibel sagt uns in Matthäus, dem fünften Kapitel, dass die Sanftmütigen das Land erben werden. Das stimmt. Die Sanftmütigen und Demütigen werden das Land erben. Jesus sagt: „Glückselig die Sanftmütigen (Das sind die Einfachen, welche nicht irgend etwas Großes darstellen wollen); denn sie werden das Land erben.“ Jesus sagt es. Das stimmt. Nun, sie haben das Land verunreinigt und Gott wird sie deshalb zerstören, aber die Sanftmütigen werden das Land erben, nachdem die Erde gereinigt wurde.“

(Die Lücke; 17.03.1963)

 

 

 TAG 55                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       24. Februar

 

„Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.“ (Matthäus 5, 4)

 

„Jeremia sagte: „Wenn ihr euch zu Gott bekehrt, kehrt euer Herz um und gebt es Gott. Haltet Seine Gebote und alle Seine Gesetze und tut die Dinge, die recht sind, dann braucht ihr euch nicht vor dem König von Babylon zu fürchten.“ Ihr wisst, was die Leute sagten, als sie Gottes Weissagungen hörten? Sie sagten: „Deine Prophezeiungen sind falsch. Wir gehen hinunter nach Ägypten.“ Als sie dort angekommen waren, nahm Jeremia zwei Steine, vergrub sie im Lehmboden und sprach zu ihnen: „Mein Diener, König Nebukadnezar wird direkt hier her kommen. Er wird es sowieso einnehmen. Ihr werdet in jedem Fall durch das Schwert sterben.“ Bruder, auch heutzutage gibt es keinen Weg, vor der Verdammung zu fliehen, welche auf die Menschen wartet, außerhalb einer altmodischen, durch den Heiligen Geist gesandten Buße. Ich habe nichts gegen meine Brüder. Und ich spreche auch von mir selbst, aber wir sind Evangelisten. Billy Graham ist ein großartiger Evangelist, genau wie es Oral Roberts ist. Es sind große Männer. Wir schätzen sie. Aber wir brauchen keine Evangelisten. Was bewirkt es? Man betreibt Politik, indem man Methodisten, Baptisten und all die Pfingstgruppen zusammenarbeiten lassen will, um zu sehen, wie groß die Gruppe werden kann und wie viele man gewinnen kann. Das brauchen wir nicht. Wir müssen auf Gott warten, bis der Heilige Geist herabkommt, und Kraft und Befreiung bringt. Wir benötigen Menschen, welche Erlösung ausrufen und keine Evangelisten. Wir haben Erlösung nötig. Wir können den Berg hinweg nehmen. „Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel werde zur Ebene!“ Gott sagt: „Verbleibt in dem Land.“ Das stimmt. Was wir heutzutage brauchen, ist keine Erweckung, sondern ein Hervorbrechen der Erlösung, wie es bei der Erweckungsbewegung von Wales war. Als die Menschen dort unter Verurteilung kamen, weinten sie, es wurden Schwarzbrennereien und Freudenhäuser geschlossen. Sie weinten und beteten – das ist, was wir heutzutage brauchen. Nicht etwa einfach einhundertfünfzigtausend Leute zusammen zu bringen, wie sie es heute machen. Einige rufen: „Ave Maria“, andere rufen etwas anderes, vielleicht sprechen sie ein kleines Gebet. Danach gehen sie wieder hinaus, nehmen noch einen Drink in feiner Gesellschaft und gehen wieder nach Hause. So sieht kein Tag des Gebets aus. Wir benötigen einen Tag des Wehklagens und Trauerns, wartend, dass Gott Seinen Heiligen Geist sendet. Der Heilige Geist ist Sein Zeuge. Kein leeres Gefäß, keine leere Konfession, sondern die Göttlichkeit, die im Menschen wohnt.“

(Zeugnis eines wahren Zeugen; 05.11.1961)

 

 

 TAG 54                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       23. Februar

 

„Als er aber die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Glückselig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ (Matthäus 5, 1-3)

 

„Ich zeige euch hier eine wirkliche Wertanlage. Investiere deine Zeit, dein Geld, dein Talent, dein Leben und alles, was du besitzt, in Christus. Gott hat uns eine Sicherheit gegeben, indem Er Jesus wiederum auferweckte. Wir werden am letzten Tage auferstehen. Er hat es uns verheißen. Wonach sollten wir sonst noch Ausschau halten? Zeige mir eine Wertanlage, die sich mehr lohnt als diese. Was nützt es dir heute Morgen, wenn du in etwas investierst, was dir zehn Millionen Dollar einbringt, aber du morgen stirbst? Was würde es dir bringen? „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber seine Seele einbüßte?“ Was nützt es dir, wenn du berühmt bist und Diakon, Geistlicher, Doktor, Bischof, Ältester, Papst, oder wie auch immer, genannt werden wirst? Das ist nur das Lob von Menschen. Ich würde lieber von Leuten als ein religiöser Spinner bezeichnet werden wollen. Aber in meinem Herzen möchte ich wissen, dass ich ein Sohn Gottes bin und die neue Geburt und den Geist Christi in mir habe. Er bestätigt es dann durch Sein Wort, indem Er mich lebendig macht. Paulus sagte: „Das Leben, das ich einst führte, lebe ich nicht mehr.“ Er war Lehrer und Schriftgelehrter. Aber als er Christus begegnete, krempelte er sein Leben um und machte seine Wertanlage in Christus. Von jener Zeit an war Paulus ein veränderter Mensch. Oh, reich an Gütern…Gewiss trifft dies auf den reichen Jüngling zu. Aber wisst ihr was? Jesus sagte zu ihm: „Verkaufe alles, was du hast, und verteile es an die Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben, und komm, folge mir nach.“ Was hätte er da für eine Wertanlage machen können, aber er lehnte es ab. Nun, das Gemeindezeitalter zu Laodizäa hat ebenfalls entschieden, es nicht zu tun. Und erinnert euch, als er so reich wurde, wie es auch die Gemeinde heute ist, lag der Bettler Lazarus vor seinem Tor und bekam nur die Krumen, die für die Hunde bestimmt waren. Die Armen im Geiste… Jesus sprach in Matthäus 5: „Glückselig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ Aber wir wollen diesen unangenehmen Platz nicht einnehmen und arm im Geiste sein. Wir haben es lieber, wenn uns jemand lobt und wir uns wichtig tun können. Wie es ein Bruder vor einiger Zeit so treffend zum Ausdruck brachte, als er sagte: „Wie könnt ihr Glauben haben, wenn ihr untereinander angesehen seid und nach dem Lob der Anderen Ausschau haltet?“ Achte nicht darauf, was andere sagen. Du verlangst nach dem Lob und der Anerkennung Gottes. Er wird dich nur respektieren, wenn du Sein Wort befolgst.“

(Wertanlagen; 24.11.1962)

 

 TAG 52                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       21. Februar

 

„Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat wider ihn, wie sie ihn umbrächten. Als aber Jesus es erkannte, entwich er von dannen; und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie alle. Und er bedrohte sie, dass sie ihn nicht offenbar machten; damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesajas geredet ist, welcher spricht: „Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an welchem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat; ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen Gericht ankündigen. Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören; ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Gericht hinausführe zum Siege; und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“ (Matthäus 12, 14-21)

 

„Ich nehme an, dass Er nicht gerade viel Bildung besaß. Wir finden in der Schrift keine Stelle, wo Er zur Schule ging. Auch in der Geschichte ist nicht erwähnt, dass Er jemals eine Schule besucht hätte. Aber gewiss war Er gebildet. Woher Er Seine Bildung hatte, wissen wir nicht. Es wird uns berichtet, dass Paulus und andere in die Schule gingen, aber wir finden keine Stelle darüber, dass Jesus die Schule besuchte. Er war ein ganz gewöhnlicher Mann, der genauso wie die einfachen Leute redete, damit diese Ihn verstanden. Er besaß auch kein auffälliges Aussehen, woran man hätte erkennen können, wer Er war. Sein äußeres Erscheinungsbild machte Ihn nicht zu dem, was Er war. Äußerlich war Er ein Mensch, aber an der Innenseite war Er Gott, Emmanuel. Gott, der Vater war in Ihm, versöhnte die Welt mit sich und gab dadurch den Christen ihren Glauben. Worin unterschied Er sich? Ich schätze, Er war kein eindringlicher Redner, der auf die Straßen geht und ausruft, wie wir es tun. Die Bibel sagt: „…noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören; ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“ So musste da etwas in Seiner Predigt gewesen sein, das die Herzen der Menschen berührte. Er musste nicht eindringlich reden, denn da war etwas an Seiner Art zu predigen, das die Herzen der Menschen faszinierte. Ich höre gern diesen großen Predigern zu. Dennoch habe ich mich oft gefragt, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich dort gestanden hätte, als Jesus Seine Arme ausbreitete und sprach: „Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ Oh, wie gern hätte ich diese Worte gehört. Wie gern hätte ich Ihm zugehört, als Er auf diesem Felsen die Bergpredigt hielt. „Glückselig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.“ Oh, wie gern hätte ich zugehört, während Er dieses predigte. Bruder Bosworth sagte: „Ich hoffe, dass ich dieses Eine höre: „Wohlgetan, mein treuer und gerechter Knecht.“ Wenn ich nur dieses Eine hören könnte, wäre ich damit zufrieden.“

(Kämpfen für den Glauben; 23.01.1955)

 TAG 48                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       17. Februar

 

„Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein anderer ist es, der von mir zeugt, und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ist, welches er von mir zeugt. Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. Ich aber nehme nicht Zeugnis von einem Menschen, sondern dies sage ich, auf dass ihr errettet werdet. Jener war die brennende und scheinende Lampe; ihr aber wolltet für eine Zeit in seinem Lichte fröhlich sein. Ich aber habe das Zeugnis, das größer ist als das des Johannes; denn die Werke, welche der Vater mir gegeben hat, auf dass ich sie vollbringe, die Werke selbst, die ich tue, zeugen von mir, dass der Vater mich gesandt hat. Und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben. Ihr habt weder jemals seine Stimme gehört, noch seine Gestalt gesehen, und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch; denn welchen er gesandt hat, diesem glaubet ihr nicht.“ (Johannes 5, 30-38)

 

„Als Jesus auf der Erde war, sahen die Leute einen ganz gewöhnlichen Mann, der von sich selbst sagte, dass Er Gott sei. Sie sprachen: „Wenn Du Dich Gott gleich machst, wissen wir, dass Du den Verstand verloren haben musst.“ Sie hielten Ihn für verrückt. „Du bist ein Samariter. Du hast einen bösen Geist.“ Aber Jesus antwortete: „Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen.“ Sie legen Zeugnis von mir ab. Wenn du Zeuge in einer Gerichtsverhandlung bist, sagst du für jemanden aus. Versteht ihr? Jesus sprach: „Die Schriften sind es, die Zeugnis von mir ablegen.“ Also war Er das Wort Gottes, im menschlichen Fleisch sichtbar gemacht. Gottes Verheißung wurde Fleisch, um sich kundzutun. Das ist, was Christus war – das Wort Gottes in einer menschlichen Form. „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ Und wiederum sagte Er zu ihnen: „Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubet mir nicht; wenn ich sie aber tue, so glaubet den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubet.“ Das ist die Weise, wie sich Gott durch menschliches Fleisch kundtut. Er war Gott – das Wort fleischgeworden. Er war das lebendige Wort. Das ist der Grund, warum ich heute Abend glaube, dass unser Leben in Ordnung sein muss. Denn wisst ihr, es gibt viele Menschen, die sich nicht die Zeit nehmen, um in der Bibel zu lesen, aber sie werden euch beobachten. Ihr seid Gottes geschriebene Briefe, gelesen von jedermann. Als geschriebene Briefe sollten wir echte, wiedergeborene Christen sein, welche das Wort wiederum ausleben. Welche Art Mensch sollten wir sein, wenn uns bewusst ist, dass unser Leben für den Ungläubigen eine lebendige Bibel ist und Gott sich durch unser Leben kundtun will? Nun, wir wissen: Er war das Wort. „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ Wir sehen im Brief an die Hebräer, (wenn ihr es euch aufschreiben wollt, Hebräer 4,12) dass die Bibel spricht: Das Wort Gottes ist „schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ Das Wort Gottes unterscheidet die Gedanken deines Herzens. Deshalb weiß Gott, der das Wort ist, sogar was du gerade jetzt in dieser Minute denkst. Sollten unsere Gedanken dann nicht rein und heilig sein, indem wir nur das Beste denken?“

(Wir möchten Jesus sehen; 27.07.1962)

 

 

 TAG 47                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       16. Februar

 

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass die Stunde kommt und jetzt ist, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben. Denn gleichwie der Vater Leben in sich selbst hat, also hat er auch dem Sohne gegeben, Leben zu haben in sich selbst; und er hat ihm Gewalt gegeben, auch Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist. Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören, und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (Johannes 5, 25-29)

 

„Wie ich bereits sagte, als die katholische Kirche während des dunklen Zeitalters um 1500 n. Chr. Staat und Kirche vereinigte, meinten sie, das Tausendjährige Reich habe begonnen. Sie glaubten tatsächlich, im Tausendjährigen Reich zu sein, denn die Kirche hatte ihren Stellvertreter, einen, der wie Christus auf den Thron erhoben wurde. Die Kirche hatte sich mit dem Staat vereinigt, alles ging gut, so, als sei das große Tausendjährige Reich da. Sie glauben das noch immer. Doch das ist ein Irrtum, denn ohne die Wiederkunft Christi kann das Tausendjährige Reich nicht beginnen. Das Tausendjährige Reich kommt mit Christus. Er ist der Sohn des Wohlergehens. Mit Seiner Wiederkunft beginnen diese tausend Jahre. Wenn Christus erscheint, findet die Entrückung der Gemeinde statt. Beachtet, was erwarten wir als nächstes? Die Entrückung der Gemeinde! Verwechselt nicht die Entrückung der Gemeinde und das weiße Throngericht. Bei der Entrückung der Gemeinde findet kein Gericht statt. Ihr seid schon hier gerichtet worden. Das stimmt. Wer in Christus ist, ist frei von Gericht. Jesus sagte: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.“ Wie ist das möglich? Wir kommen in Christus hinein, indem wir gemäß 1. Kor. 12 in einen Leib hinein getauft werden. Ein Leib, wir werden in den Leib Jesu Christi hinein getauft. Diesen Leib hat Gott bereits gerichtet. Er kann uns nicht noch einmal vor Gericht bringen, denn Er hat den Leib schon gerichtet. Durch die Annahme und Gnade Christi nimmt Er uns in sich selbst hinein. Im 1. Korinther 12 Vers 13 heißt es: „Denn in einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden…“ Frei von Gericht, denn Er hat die Verurteilung auf sich genommen. Seid ihr Ihm nicht dankbar dafür? Er nahm unsere Strafe auf sich. Keine Verurteilung mehr. Doch diejenigen, die sich weigern, in Ihn hineinzukommen, in diesen Leib Christi – Wie kommen wir in Ihn hinein? Durch einen Händedruck? Nein. Durch ein Empfehlungsschreiben? Nein. Durch irgendeine Art der Wassertaufe? Nein. Durch einen Geist, den Heiligen Geist, werden wir alle in diesen Leib hinein getauft.“

(Die zehn Jungfrauen; 11.12.1960)

 

 TAG 46                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       15. Februar

 

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen." (Johannes 5, 24)

 

„Vor kurzem predigte ich hier in einer Methodisten-Kirche und ich denke, der Herr hat mich wirklich inspiriert. In dieser Predigt sagte ich: „Ihr kommt nicht in die Hölle, weil ihr Ehebruch begangen habt. Ihr kommt auch nicht in die Hölle, weil ihr geraucht habt und dergleichen.“ Und wisst ihr, eine kleine, alte methodistische Frau dort konnte gerade so auf ihren Beinen stehen. Und sie saß dort und als sie das hörte, sprang sie von ihrem Sitz in dieser wirklich guten Gemeinde auf und sie rief: „Reverend Branham, damit bin ich nicht einverstanden. Weshalb soll man denn sonst zur Hölle gehen?“ Ich antwortete: „Weil man nicht glaubt.“ Das stimmt. Die Bibel sagt: „Wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet.“ Jesus spricht: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.“ Du kannst nicht glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist und dennoch weiterhin dasselbe Leben führen wie zuvor. Das stimmt. Das ist wirklich feste Speise und keinesfalls verdünnte Milch. Aber es tut dir gut. Du kannst nicht von ganzem Herzen glauben, dass Er der Sohn Gottes ist, Ihn als deinen persönlichen Erretter annehmen und gleichzeitig genau so weiterleben, wie du einst in Sünde gelebt hast. Denn Er sagte: „Ihr seid vom Tode zum Leben übergegangen. Ihr werdet nicht ins Gericht kommen, sondern ihr seid aus dem Tode in das Leben übergegangen.“ Es ist Johannes Kapitel 5, Vers 24. Glaubst du, dass dies die Wahrheit ist? Jesus Christus sagte es. Du siehst, das Einzige, was dich verurteilt, ist dein Unglaube. Wenn wir nicht genug Glauben haben, Gott auch in den kleinen Dingen zu glauben, welche wir hier stattfinden sehen und diese Dinge stattdessen verwechseln, indem wir sagen: „Das ist doch nur Psychologie. Es ist Telepathie oder so etwas.“ – Wie, um alles in der Welt, willst du so in die Entrückung gehen? Denke darüber nach. Vielleicht wird nur ein wenig Staub von deinem Leib übrig bleiben. Doch Gott wird ihn wieder erwecken.“

(Der Glaube an den Sohn Gottes; 15.07.1952)

 TAG 43                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       12. Februar

 

"Es sagten nun die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, es ist dir nicht erlaubt, das Bett zu tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sagte zu mir: Nimm dein Bett auf und wandle. Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: Nimm dein Bett auf und wandle? Der Geheilte aber wusste nicht, wer es sei; denn Jesus war entwichen, weil eine Volksmenge an dem Orte war. Danach findet Jesus ihn im Tempel, und er sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, auf dass dir nichts Ärgeres widerfahre. Der Mensch ging hin und verkündete den Juden, dass es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe. Und darum verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat tat."

(Johannes 5, 10-16)

 

"Als erstes habe ich mich mit der Lehre der Siebenten-Tags-Adventisten beschäftigt. Das ist richtig. Es waren die Siebenten-Tags-Adventisten, die ich zuerst studierte. Sie kamen und sagten mir, dass der Samstag der siebente Tag sei und dies stimmt tatsächlich mit dem jüdischen Kalender überein. Doch der römische Kalender hat dies nicht übernommen und so wurde der Samstag zum Sonntag. Sie redeten mir etwas ein und ich hielt es zunächst für die Wahrheit. Solange ich ihre Lektüre las, war ich wirklich zu hundert Prozent davon überzeugt. Doch eines Tages bekam ich eine Bibel und dann bemerkte ich den Unterschied. Seht ihr? Gemäß dem Wochenzyklus ist der Samstag der Sabbat. Nun, wir wissen das nicht genau. Es ist geändert worden und mit der Zeit gab es so viele Änderungen, dass man gar nicht nachvollziehen kann, wie es wirklich war. Nun, die Juden behaupten, dass wir gemäß ihrer Zeitrechnung und ihrem Kalender etwa im Jahre 1970 leben. Das entspricht dem Jahr 1953 des römischen Kalenders. Nach einem anderen Kalender ist dies wieder ein ganz anderes Jahr. Doch das Christentum gründet alles auf die Geburt Christi. Seht, daher nehmen wir unsere Zeitrechnung. Doch wenn wir den siebenten Tag betrachten – Viele Pfingstler feiern den Samstag als ihren Sabbat. Sie sagen: „Keine Schriftstelle sagt, man solle den Sonntag als den Tag des Herrn einhalten.“ Dasselbe kann man jedoch über den Sabbat im Neuen Testament sagen. Versteht ihr? Der Samstag war der Sabbattag, der den Juden gegeben wurde. Er wurde nur für einen gewissen Zeitraum gegeben. Nun könnte man mit einer weiteren Frage zurückschlagen. Doch beachtet, nachdem Gott am siebten Tag ruhte, wurde dieser siebte Tag gemäß der Schrift etwa 1.500 Jahre lang nicht eingehalten. Später gab Gott dem Volk Israel in der Wüste den siebten Tag zum Zeichen. Und Gott ruhte am siebten Tag, dem Ruhetag zu Seiner Ehre. Ich sage es auf diese Weise, damit es vielleicht einem Bruder oder einer Schwester von den Siebenten-Tags-Adventisten hilft. Sie haben eine liebliche Gemeinde, ich stimme in dieser Angelegenheit nur nicht ganz mit ihnen überein. Nun, Gott hat den siebten Tag geheiligt. Sechs Tage gehörten dem Menschen. Der siebte Tag war Gottes Ruhetag. Das ist ein Schattenbild des Tausendjährigen Reiches. Beachtet nun, wie dies hinein passt. Als Jesus auf der Erde war, wurde Er deshalb gekreuzigt, weil Er den Sabbattag nicht einhielt. Gegen Jesus wurden nur zwei Anklagen vorgebracht: „Er hat den Sabbat gebrochen und Sich selbst zu Gott gemacht.“ Er sagte, dass Er der Herr über den Sabbat sei. Er selbst war Gottes Sabbat und Er war Gott. So hatten sie keine Möglichkeit, Ihn anzuklagen."

(aus "Fragen und Antworten zum 1. Buch Mose", vom 29.07.1953)

 

 TAG 42                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       11. Februar

 

 «Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf Hebräisch Bethesda zubenamt ist, welcher fünf Säulenhallen hat. In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer, die auf die Bewegung des Wassers warteten. Denn zu gewissen Zeiten stieg ein Engel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, ward gesund, mit welcher Krankheit irgend er behaftet war. Es war aber ein gewisser Mensch daselbst, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war. Als Jesus diesen daliegen sah und wusste, dass es schon lange Zeit also mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, dass er mich, wenn das Wasser bewegt worden ist, in den Teich werfe; indem ich aber komme, steigt ein anderer vor mir hinab. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett auf und wandle! Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett auf und wandelte. Es war aber an jenem Tage Sabbat.» (Johannes 5, 1-9)

 

„Ich weiß, dass Gott auch Dinge vollbringen kann, die in dieser Bibel nicht geschrieben stehen. Das hat Er durch all die Zeitalter hindurch getan. Er tut Dinge, die in Seinem Wort noch nicht niedergeschrieben sind. Was hätten die Menschen wohl zu Moses gesagt, als er die eherne Schlange aufrichtete, um göttliche Heilung zu bewirken? Was wäre geschehen, wenn sie sehr gesetzlich gewesen wären und gesagt hätten: „Nun, lasst uns dort in den Schriften nachsehen, ob jemals vorhergesagt wurde, dass eine eherne Schlange erhöht werden solle“? Sie konnten es nicht in der Schrift finden. Gott ließ es dennoch geschehen. Glaubt ihr das? Und betrachtet diesen Mann am Teich Bethesda, wo ein Engel herabkam und das Wasser bewegte. Was wäre geschehen, wenn dort jemand so konservativ gesinnt gewesen wäre, zu sagen: „Nun, warte kurz, lass mich in den Heiligen Schriften forschen, ob es schon jemals einen Engel gab, der das Wasser bewegte.“ Man konnte das nicht mit der Bibel begründen. Doch Gott tat es trotzdem. Stimmt das? Wie sieht es mit den Menschen aus, die geheilt wurden, weil der Schatten des Petrus auf sie fiel? Das geschah, nachdem bereits ein großer Teil des Neuen Testamentes niedergeschrieben war. Sie hätten sagen können: „Lasst uns zuerst prüfen, ob im Wort davon geschrieben steht, dass man geheilt werden kann, wenn man im Schatten eines bestimmten Menschen liegt.“ Sie hätten keinen Beweis dafür gefunden. Doch Gott tat es trotzdem. Ist das wahr? Wie steht es mit Apostelgeschichte 19, als Paulus Taschentücher und Schürzen, die er bei sich getragen hatte, zu den Kranken sandte? Was, wenn jemand gesagt hätte: „Nun, in der Bibel steht so etwas aber nicht“? Trotzdem ließ Gott es geschehen. Seht ihr? Das stimmt. Gott wirkt auf unerklärliche Weise, um Seine Wunder zu vollbringen. Aber für mich muss die Grundlage von all diesem zuallererst aus der Schrift kommen. Gottes ewiges Wort ist das Fundament der Erlösung. Es ist die Grundlage der göttlichen Heilung.“

("Der innere Vorhang", vom 21.01.1956)

 

 TAG 40                                      Der Familienaltar (Band 2)                                                       09. Februar

 

«Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus; und [da] war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen. Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine Jünger und sprachen: „Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern?“ Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ » (Lukas 5, 29-32)

 

«Wir wissen das der Teufel eine Nachahmung für jede echte Sache Gottes anfertigt. Das stimmt. Das gab es immer. Es gab Jannes und Jambres und es gab Mose und Aaron. Das stimmt. Es gab Simon den Zauberer und es gab aber auch Philippus, der heilte. Da gab es immer Für und Wider. Es wird immer existieren, bis Jesus kommt und alles Negative hinweg nimmt. Tänze stammen in erster Linie aus der Bibel. Der Teufel bekam es in die Hände und brachte dadurch eine Trennung von Familien hervor. Zweifellos ist es mit jeder Sache so, die du siehst. Singen ist ursprünglich dazu geschaffen, um Gott zu preisen. Nun, schaut euch dort draußen überall diese alten, dreckigen Verunglimpfungen davon an. Sie nennen es Boogie-Woogie, oder wie sie diesen Blödsinn auch immer nennen mögen und sie fahren fort, das zu tun. Ich habe von so etwas noch nie in meinem Leben gehört. Der Geist Christi kann sich nicht solches Zeug anhören und sich dort aufhalten. Aber was nützt es? Der Teufel kann singen, sicher. Aber schaut darauf was es ist, es bringt das Böse hervor. Und die Wahrsager und all diese Dinge belasten nur deinen Geldbeutel, wenn du solche Dinge tust oder mit solchen Dingen Umgang hast. Die Hälfte davon mag richtig sein, aber die andere Hälfte nicht und all diese Dinge verkünden nicht den Christus, weisen nicht auf die Auferstehung hin und rufen Sünder nicht zur Buße. Es ist nichts als ein Haufen dummes Zeug. Sicherlich nehmen die Wahrsager mit den Toten dort unten Verbindung auf. Das sind die Seelen im Gefängnis, die keine Buße getan haben und auch die ganzen Verlorenen dort unten. Diese Wahrsager können nur von Menschen sprechen, die schon vor Jahren gestorben sind. Sie begeben sich in diesen Bereich, das ist alles was sie tun können. Das ist das Einzige, wovon ein Medium dir erzählen kann. Aber der Geist Gottes spricht von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dem zweiten Kommen von Christus, von Göttlicher Heilung und all diesen Dingen, die damit verbunden sind. Also mein Bruder, sei nicht abergläubig. Seid Männer, die sich wie Christen benehmen.

(Kommt, lasst uns miteinander rechten; 04.10.1955)

 

 

 TAG 39                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       08. Februar

 

«Und danach ging er hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: „Folge mir nach!“ Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.» (Lukas 5, 27-28)

 

„Vor Jahren, als ich noch ein Kind war, wie jeder von euch es einmal gewesen ist, war ich auf einer Rinderfarm, oberhalb von Phönix. Dort las ich in der Zeitung einen Artikel über einen Goldschürfer. Zu der Zeit, als der Goldsucher lebte, gab es hier noch keine Straßen, nur sandige Pfade zogen sich durch diese Gegend. Wie ihr wisst, haben sie hier viel nach Gold geschürft. Dieser Goldsucher war hier her gekommen und hatte viel Geld gemacht. Er hatte bereits eine Menge Gold abgebaut. Auf seinem Weg übernachtete er in einer Blockhütte, welche er entdeckt hatte. Seinen Hund band er draußen vor der Hütte an. Doch in dieser Nacht war ihm ein Bandit gefolgt, um an sein Gold heranzukommen. Der Goldschürfer hatte das Gold in den alten Minen der Spanier gefunden und nahm es jetzt mit hinein in die Blockhütte. Doch plötzlich fing sein Hund an zu bellen. Doch der Goldgräber wollte sich nicht mit seinem Hund herumärgern, deshalb rief er: „Sei ruhig!“ Er redete weiter und sagte: „Morgen schon werde ich mein Gold in die Stadt bringen und es wiegen lassen. Dann werde ich ein reicher Mann sein. Ich werde mir schöne Autos kaufen können. Ich werde jede beliebige Frau haben können und auf große Partys gehen. Ich werde ein reicher Mann sein, weil ich bereits mein Gold abgebaut habe. Ich habe das Gold hier – so viel davon.“ Und die Moral der Geschichte ist diese: Während der Goldschürfer versucht einzuschlafen, fängt sein Hund wieder an zu bellen, weil dieser den Banditen bereits herankommen sieht. Der Bandit schleicht sich weiter vor und wartet, bis der Goldgräber sich schlafen gelegt hat. Doch dieser steht gerade wieder auf, um seinen Hund anzubrüllen: „Halt dein Maul!“ Und der arme Hund winselt und versucht, seinen Herrn vor der lauernden Gefahr zu warnen. Doch als der Hund wiederum anfängt zu bellen, reicht es dem Goldgräber und er nimmt seine Schrotflinte. Er will nicht gestört werden, steht auf und erschießt seinen Hund. In derselben Nacht wird der Goldgräber durch den Banditen umgebracht. Alle seine Träume, die er sich ausgemalt hatte, halfen ihm nicht. Warum? Er brachte die warnende Stimme zum Schweigen. Ihr Kinder werdet niemals in der Lage sein, etwas Falsches zu tun, nachdem ihr in solch einer Weise erzogen worden seid. Ihr fühlt etwas, das euch sagt, es nicht zu tun. Und bedenkt, nehmt die Stimme an, die sagt: „Folge mir.“ Wenn du dir das behältst, wird immer das Richtige dabei herauskommen. Ich glaube, dass ihr es wollt. Ich habe Vertrauen in euch. Aber bedenkt einfach immer, dass Jesus, diese Stimme, heute Abend auf dieser Erde lebendig ist.“

("Komm, folge mir nach!"; 01.07.1963)

 

 

 TAG 38                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       07. Februar

 

"Und siehe, sie brachten einen Gelähmten zu ihm, der auf einem Bett lag; und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: „Sei guten Mutes, Kind, deine Sünden sind vergeben.“ Und siehe, einige von den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: „Dieser lästert.“ Und als Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: „Warum denkt ihr arges in euren Herzen? Denn was ist leichter zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben…“ Dann sagt er zu dem Gelähmten:“Steh auf, nimm dein Bett auf, und geh in dein Haus!“ Und er stand auf und ging in sein Haus. Als aber die Volksmengen es sahen, fürchteten sie sich und verherrlichten Gott, der solche Vollmacht den Menschen gegeben hat." (Matthäus 9, 2-8)

 

«Damals sahen es die Menschen und eine Gruppe aus Galiläa, die vielleicht Fischer waren und sie kannten einen armen alten Mann, der so krank war, dass er nicht aus seinem Bett aufstehen konnte. Sie versuchten, ihn unter das Wort zu bekommen. Doch es gab keinen Platz und kein Hindurchkommen, weil so viele Menschen nach Gott hungerten. Die kleine Fischerhütte dort am Flussufer war total überfüllt. Darauf lagen ein paar Dachlatten. Und um den Mann unter das Wort zu bekommen, dachten sie nicht darüber nach was es sie kosten würde, das fertig zu bringen. Sie rissen das Dach völlig auf, einfach um in Kontakt mit dem Wort zu sein. Und sobald Er, das Wort, sah, wie die Trage heruntergelassen wurde, sagte Er: „Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Nimm dein Bett und geh‘ nach Hause.“ Warum konnte es geschehen? Der Mann kam mit dem Wort in Kontakt. Schau, er glaubte es. Wenn er gesagt hätte: „Aber du weißt schon, dass ich hier schon all die Jahre auf der Trage liege und nicht einfach aufstehen kann.“ Es hätte ihm nichts genützt. Aber als er mit dem Wort in Verbindung kam, nahm er das Wort an. Er nahm das Wort freudig an. „Ich glaube es. Ich weiß, dass es so ist. Ich weiß, dass Er das Wort ist.“ Deshalb, sobald er mit dem Wort in Verbindung kam, nahm er seine Trage und ging vorwärts. Die Schriftgelehrten sagten: „Dieser lästert. Er vergibt Sünden.“ […] Jesus sprach: „Was ist leichter zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Seht ihr? Sie konnten nicht sehen wer Er war. Er war das Wort. Was war das für ein Trost für diese Männer aus Galiläa. Wie sie Ihm doch glaubten und Ihn liebten. Und dann, eines Tages, sahen sie Ihn nach Golgatha gehen. Sie hörten Ihn, wie er sprach: „Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr…“ Der Menschensohn musste nach Jerusalem gehen und musste in die Hände von Sündern übergeben werden. Er musste gekreuzigt werden und sterben. Wie konnten sie das aushalten? Ihre Herzen waren zerbrochen. Sie waren niedergeschlagen. Sie waren alle in Trübsinnigkeit. Wie hätten sie Ihn jemals aufgeben können? Denn das Wort wurde durch die Propheten und auch durch alle Weisen angekündigt. Die großen Heiligen sprachen davon, von Beginn an wurde dieses Wort verkündet und hier war es unter ihnen.Schaut auf Seine Verheißung: „Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen.“ „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ Hier steht es. Wie lange hat Sein Wort Bestand? Für immer. Was ist das Wort Gottes? Was ist heute euer Trost? Es ist, wenn du die Taufe des Heiligen Geistes empfängst und die Kraft des lebendigen Gottes in dir wohnt. So verbleiben wir mit dem Wort des lebendigen Gottes: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“»

(Der Tröster; 01.10.1961)

 

 

 TAG 37                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       06. Februar

 

"Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: „Wenn du willst, kannst du mich reinigen.“ Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte [ihn] an und spricht zu ihm: „Ich will. Sei gereinigt!“ Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt. Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort und spricht zu ihm: „Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis!“ Der aber ging weg und fing an, die Sache eifrig zu verkünden und auszubreiten, sodass er nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an einsamen Orten, und sie kamen von allen Seiten zu ihm." (Markus 1, 40-45)

 

"Bruder und Schwester, ich möchte einmal mehr betonen, wenn heutzutage Krisen hereinbrechen, Krebs die ganze Welt auffrisst oder jede nur mögliche Krankheit losgelassen ist, der Gott, welcher damals den Aussätzigen reinigen konnte, die Kranken geheilt und die Toten auferweckt hat, ist auch heute noch genau derselbe. Er wartet sehnlichst darauf, dass Seine Kinder von Seiner Kraft Gebrauch machen. Er konnte einem Ehebrecher vergeben, der siebenmal an einem Tag Ehebruch begangen hatte. Er, welcher dem abscheulichsten Sünder vergeben kann und ihn weiß macht wie eine Lilie, der gleiche Gott lebt auch heute und reinigt jedes von Sünde und Unglauben geschwärzte Herz. Da gab es einen Mann, dessen Sohn epileptische Anfälle hatte. Er brachte ihn in die Gemeinde und die Jünger tanzten herum und brüllten ihn einige Zeit lang an, sie konnten ihm aber dennoch nichts Gutes damit tun. Aber da gibt es immer noch einen Gott, welcher gestern schon war und heute immer noch lebt. Der Mann war dazu bestimmt, Ihn zu finden. Als er Ihn dort auf dem Berg sah, rannte er hin und sagte zu Ihm: „Herr, habe Barmherzigkeit mit mir. Der Teufel nahm mein Kind und seitdem stolpert er und fällt ständig ins Feuer.“ Jesus sprach: „Ich vermag es, wenn du glaubst.“ Wenn du was glaubst? Wenn du glaubst, dass der Gott von damals heute immer noch derselbe ist und lebt. Und als Er auf die Szene gerufen wurde, verließen die epileptischen Anfälle das Kind. Derselbe Gott lebt heute. Wenn die Gemeinde dich enttäuscht, wenn die Politik scheitert, wenn einfach alles versagt – Gott kann nicht versagen. Er ist der Gott dieser Bibel. Die Verheißungen sind immer noch genau so wahr, wie sie es schon immer waren. Es ist an der Zeit, dass Seine Kinder zu Ihm rufen. Erhebe Ihn und lass Ihn nicht nur ein Gott der Geschichte sein, denn es steht geschrieben: „Jesus Christus, derselbe gestern, heute, und für immer“ Er ist ein Gott der Vergangenheit und Er ist ein Gott der Gegenwart. Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geiste ausgießen werde auf alles Fleisch. „Zeichen und Wunder werden denen folgen, welche glauben. In meinem Namen werden sie Teufel austreiben. Sie werden in neuen Zungen sprechen, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden: Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ Das war dieser damalige Gott, der die Verheißung gab, sodass wir, Sein Volk, heute davon speisen können. Wir sind die Schafe Seiner Herde und Er wartet darauf, dass wir Ihn auf die Szene rufen. Beachte, wie Er sich dann bewegt. Beachtet, wie Er die größten Dinge tut. Beobachtet wie Er die Dinge vollbringt und die Menschen werden sich darüber wundern, sich am Kopf kratzen und es nicht verstehen können. Er ist ein Gott der Vergangenheit und der Gegenwart. Er wartet darauf, aus der Geschichte heraufgerufen zu werden."

(Ihn aus der Geschichte herausholen; 01.10.1958)

 

 TAG 36                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       05. Februar

 

"Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus und ging fort an einen einsamen Ort und betete dort. Und Simon und die, die mit ihm waren, eilten ihm nach; und sie fanden ihn und sagten zu ihm: „Alle suchen dich.“ Und er spricht zu ihnen: „Lasst uns anderswohin in die benachbarten Marktflecken gehen, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich ausgegangen.“ Und er ging und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus." (Markus 1, 35-39)

 

„Ich bin ein verheirateter Mann, habe eine Familie und liebe mein Zuhause. Wie wenig ich doch dort sein kann. Sie ließen mich vor sieben Jahren in das neu gebaute Pfarrhaus umziehen. Ich konnte dort noch nie am Küchentisch essen, ohne die Jalousie geschlossen zu haben, denn die Leute stehen auf der Veranda, im Hof und überall herum. Ich habe zwei Kinder, die die ganze Zeit über aufgedreht sind, wenn ich zu Hause bin, sogar die Nacht hindurch. Leute kommen zu mir, genauso auch hier in Binghamton, es macht keinen Unterschied, wo ich mich auch aufhalte, es ist überall so. Verstehst du? Sie kommen dann dort hin. Meine Frau erzählte mir, dass sie von überall her aus dem Land in meinen gebuchten Hotels oder Pensionen anrufen, um zu erfahren, wann ich dort ankommen werde. Versteht ihr? Ihr könnt euch vorstellen, was dann dort los ist. Auch an den Feiertagen kommen sie. Wir inserierten in der Zeitung, es nicht zu tun, aber sie sind krank, deshalb tun sie es. Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn es euch selbst gut geht, aber ein Säugling liegt dort draußen im Hof oder schreiend in einem Auto, oder es ist eine arme alte kranke Mutter dort draußen und ein Wort des Gebets könnte die gesamte Situation verändern? Die Brüder können mich dann einfach nur abholen und von Zuhause wegschaffen. Das ist die einzige Chance. Ich muss irgendwo hingehen, um diese Dinge irgendwie aus meinem Gedächtnis zu bekommen. Es ist nicht gut für einen, wenn es so weiter geht. Jesus lehrte Seine Jünger, beiseite zu kommen, hinaus in die Wüste. Und wenn du dann dort draußen bist und etwas aus deinen Gedanken loswerden musst, denkst du darüber trotzdem noch nach. Das Gebet der Menschen hat solch eine Auswirkung. Glaubt ihr das? Mit Sicherheit.“

(Erwartung; 06.12.1954)

 

 

 TAG 35                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       04. Februar

 

«Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit [seinem] Wort, und er heilte alle Leidenden, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: „Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.“» (Matthäus 8, 16-17)

 

"Ich denke, der erste wesentliche Grund, warum wir in der Gemeinde nichts mehr geschehen sehen, ist, dass es zu wenige Unannehmlichkeiten für die Seele gibt. Diese würden die Menschen in engeren Kontakt mit ihrem Schöpfer bringen. Ein weiterer Grund dafür ist, dass die Menschen, nachdem sie Gott gefunden haben, nicht erfassen können, was Er für sie ist. Könnt ihr es erkennen? Wenn du nur erkennen könntest, dass du nun mit Jesus Christus verbunden bist. Die meisten Menschen versuchen, genau das in ein anderes großes Zeitalter zu verschieben. Sie vertagen die Heilungen und all die Dinge in das Tausendjährige Reich. Alle Wunder vertagen sie in das Tausendjährige Reich. Wozu brauchen wir im Tausendjährigen Reich die Wunder, wenn wir bereits übernatürliche Wesen sind? Seht ihr es? Wie wir doch gerade jetzt diese Dinge brauchen. Die Bibel sagt: „Jetzt sind wir Söhne Gottes“ „Jetzt“ – Das ist die Zeitform der Gegenwart. „Jetzt sind wir Söhne.“ Es heißt nicht: „wir werden es sein.“ Wir sind es jetzt. Wir sind es an diesem Morgen, wir sind es buchstäblich in der jetzigen Stunde. „Nun sind wir die Söhne Gottes, beieinander sitzend, gemeinsam an himmlischen Örtern in Christus Jesus“ – „Jetzt.“ Genau in dieser Minute sitzen wir gemeinsam an himmlischen Örtern in Christus Jesus. Jeder – durch einen Geist sind wir alle in einen Leib hineingetauft. Wir sind Glieder an Seinem Leib durch die Taufe mit dem Heiligen Geist. Und jetzt sitzen wir gemeinsam an himmlischen Örtern in Christus Jesus, frei von jeglicher Verurteilung. Wir gehen niemals in das Gericht. Wie könntet ihr ein zweites Mal gerichtet werden? Gott richtete Jesus Christus, denn Er legte unser Gerichtsurteil auf Christus und Christus zahlte den Preis dafür auf Golgatha. Wenn wir in Christus sind, sind wir in Ihm auch sicher. Wie kommen wir in Christus hinein? – „Durch einen Geist sind wir alle in einen Leib hineingetauft.“ Stimmt das? Wir befinden uns im Leib Jesus Christus, und während wir in Ihm sind, haben wir Seine Bestrafung für uns angenommen. Er wählte die Bestrafung an unserer Stelle: „Er kennt keine Sünde mehr, weil Er für uns zur Sünde wurde.“ Er ertrug unsere Leiden. Er ertrug unsere Sünden. Wir kommen dadurch in Ihn hinein, da wir von dieser Schuld frei sein können. Gott kann dich und mich nicht ein zweites Mal verurteilen, weil Er uns bereits durch Jesus Christus annimmt. Er bestrafte bereits Seinen Sohn für uns. Wie kann er uns dann bestrafen, wenn Er schon Christus den Preis dafür bezahlen lassen hat? Es ist, wie wenn ich mir in einem Pfandhaus etwas auslöse. Es ist genauso mit unserem Leben. Der Teufel hat uns in ein Pfandhaus gebracht. Das stimmt. Der Teufel brachte uns wegen unserer Sünden in ein Pfandhaus. Aber wenn du hingehst und für eine gepfändete Sache das Pfandgeld bezahlst und es auslöst, dann hast du ein Anrecht darauf. Du bekommst einen Beleg und hast damit das Recht, die Sache auszulösen und für dich zu beanspruchen. Wenn ich also meine Uhr verpfändet hätte und du löst sie für mich aus, dann brauche ich nicht noch hingehen und dafür zu bezahlen. Ich kann dafür auch nicht mehr bezahlen, weil der Preis bereits bezahlt wurde. Oh, wenn ich davon erzähle, dann beginnt etwas in mir, in meiner Brust zu hüpfen. Weil ich weiß, dass der Teufel mich dort in dieses Pfandhaus gesteckt hat, wegen meiner Sünden und Übertretungen, aber Jesus Christus löste mich aus und brachte mich erlöst zurück zu Gott. Das macht mich zu Seinem Sohn gerade heute Morgen. Es ist noch nicht sichtbar, bis es am Ende der Zeit zum Vorschein kommt. Aber ich weiß, ich werde wie Er selbst einen herrlichen Leib haben. Ich werde Ihn sehen, wie Er ist, frei von Leid und frei von Sünde."

("Was denkt ihr über Christus?", vom 13.12.1953)

 

 TAG 34                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       03. Februar

 

"Und als Jesus in das Haus des Petrus gekommen war, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen. Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie; und sie stand auf und diente ihm."

(Matthäus 8, 14-15)

 

 

„Wir müssen nur das Evangelium predigen, wie es hier geschrieben steht. Johannes sagte: „Die Axt ist bereits an die Wurzel der Bäume gelegt.“ Lass die Späne hinfallen, wo sie möchten. Das stimmt. Er musste die Bäume und all die Dinge abschneiden. Schaut, in Nizäa organisierten sie die erste Kirche. Sie kamen zusammen und organisierten gemeinsam diese erste allgemein anerkannte Kirche, genannt die Römisch Katholische Kirche. Die Katholiken sagen, sie wäre die „Mutter“ aller Kirchen. Damit haben sie recht. Es ist die „Mutter“ aller Kirchenorganisationen. Korrekt. Es war das erste Mal in der Weltgeschichte, dass so eine Kirchenorganisation erdacht wurde. Von Anbeginn der Zeit hat es so etwas noch nie gegeben. In den Tagen Israels gab es keine Organisation. Sie waren ein Geschlecht, aber keine Organisation. Jesus Christus hat niemals eine Kirche organisiert. Die Apostel haben ebenfalls keine Kirche organisiert. Und die ganze Zeit hindurch, nach den Aposteln, über drei oder vier Generationen hinweg, organisierten sie noch keine Kirche. Ich möchte, dass ihr mir in der Geschichte zeigt, wann so etwas geschehen sein soll. Ich las Josephus2 und all die bedeutenden Historiker, die wir heutzutage haben, um darüber Bescheid zu wissen. Ich muss mir darüber sicher sein, ehe ich es zu tausenden Menschen spreche. Ihr solltet auch sicherstellen und prüfen was ihr aussprecht. Das ist richtig. Da gab es niemals eine Organisation. Petrus gründete niemals die Katholische Kirche. Zeigt mir eine Geschichte darüber oder eine Schriftstelle in der Bibel. Petrus war verheiratet. Du behauptest, er war ein Papst? Petrus konnte kein Papst sein, denn er war verheiratet. Die Bibel sagt: „Seine Schwiegermutter lag fieberkrank danieder…“ Und soweit ich weiß, war Petrus auch nie in Rom gewesen. Es gibt keine Geschichte darüber, dass er in Rom war. Und dort liegt der Irrtum. Sie organisierten und bauten zusammen eine Kirche auf; „die allgemeingültige Kirche“. Sie führten ein allgemeingültiges Gebet ein. Es war ein perfekter Einklang, wenn sie zusammenkamen, denn jeder sagte dasselbe. Jeder sprach das gleiche Gebet. Sie bündelten ein paar Schriftstellen, nahmen sie aus der Bibel heraus und schrieben noch etwas hinzu. Das Fegefeuer wird kein einziges Mal in den heiligen Büchern der Bibel erwähnt. Auch keine „Gegrüßt seist du Maria“, nichts dergleichen. Es ist immer widersprüchlich, entgegengesetzt, egal wo sie es in die Bibel einfügen. Das gab es niemals. Wenn du allerdings eine Schriftstelle finden solltest, die damit in Einklang kommt, so hast du morgen Abend das Vorrecht, mich zu korrigieren. Es gehört nicht dort hin, nirgends in der Bibel. Lass es deinen Pastor oder Priester widerlegen. Es gibt keine Stelle in der Bibel, welche es jemals erwähnt. Es steht nur in dem kleinen Buch der Makkabäer, woraus es hinzugefügt wurde. Die Dinge, die daraus entnommen wurden, sind nicht durch den Geist inspiriert. Diese Bibel ist die Einzige. Sie wurde durch die frühen Gründer anerkannt. Auch von allen frühen Kirchenhistorikern und jedem orthodoxen Juden wurde niemals etwas anderes anerkannt als die Bibel, wie wir sie heute haben.“

(Das Malzeichen des Tieres; 13.05.1954)

 

 TAG 33                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       02. Februar

 

«Und es war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geiste; und er schrie auf und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesu, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes. Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unreine Geist zerrte ihn und rief mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus. Und sie entsetzten sich alle, so dass sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist dies? Was ist dies für eine neue Lehre? denn mit Gewalt gebietet er selbst den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm. Und alsbald ging das Gerücht von ihm aus in die ganze Umgegend von Galiläa.» (Markus 1,23-28)

 

«Niemand konnte behaupten, dass die Priester in den Tagen Jesu keine heiligen Männer gewesen wären. Stimmt das? Sie waren heilige, fromme und gerechte Männer – Schriftgelehrte. Aber während sie darüber stritten, welche Art Knöpfe sie an ihren Mänteln haben müssen, kamen dort drei Weise, um Christus anzubeten, der bereits geboren worden war. Nun hört gut zu. Als Sein öffentlicher Dienst begann, sprachen die Pharisäer: „Er ist ein Teufel, ein Beelzebub, der Oberste der Wahrsager, der größte Spiritist, den es gibt. Er kennt alle unsere Fehler. Er weiß alle diese Dinge. Er ist ein Teufel.“ Stimmt das? Wer glaubt, dass dies die Schrift ist? Sagt: „Amen“. Seltsam war nur, dass die Teufel widersprachen und sagten: „Nein, das stimmt nicht. Er ist der Sohn Gottes.“ Halleluja. Gott wird den Teufel, Seinen Feind, dazu bringen, zu bezeugen, dass Er der Sohn Gottes ist. Der Teufel sagte: „Ich weiß, wer Du bist. Du bist der Heilige Israels. Ich kenne Dich, Du bist der Heilige Israels.“ Und diese Prediger, diese heiligen Männer, sprachen: „Er ist ein Teufel, Er ist ein Teufel.“ Der Teufel sagte: „Er ist der Heilige Israels“. Als Paulus und Barnabas zum Predigen dorthin gingen, sprach der Priester: „Diese Männer sind Betrüger. Sie sind Teufel. Sie hetzen das Volk auf. Hört ihnen nicht zu. Sie versuchen, die Welt umzukrempeln. Sie sind verkehrt.“ Und diese Wahrsagerin folgte ihnen und rief: „Diese sind Männer Gottes, die uns den Weg des Lebens zeigen.“ Die Priester sagten, sie wären Teufel und der Teufel sagte, dass sie den Weg des Lebens lehrten. Halleluja. Es ist so weit gekommen, dass du niemandem mehr glauben kannst. Du musst auf Gott hören. Lass jedes Menschenwort eine Lüge sein. Jetzt verstehe ich dieses besser, als jemals zuvor in meinem Leben. Es ist egal, was die Menschen sagen mögen, es kommt darauf an, was Gott sagt. Wenn es mit dem Wort übereinstimmt, dann ist es richtig. Wenn die Gaben richtig platziert sind, wird Gott diese Gaben bestätigen. Aber wenn du auf einige Prediger hörst, wirst du in Schwierigkeiten kommen, jedenfalls bei manchen von ihnen. Sie waren in so einem Durcheinander, was ihre Lehren anging. Der Teufel und die Wahrsager waren die einzigen, die erkannten, wer Er wirklich war und auch wer die Apostel wirklich waren – Männer Gottes. Wahrsager und Teufel erkannten es! Paulus drehte sich um und wies den Wahrsagergeist dieser Frau zurecht. Von da an konnte sie nicht mehr hellsehen. Er benötigte den Teufel nicht, um Zeugnis abzulegen, wer er war. Er wusste, wer er war. Er war Gottes Heiliger. Er brauchte nicht die Hilfe des Teufels. Dennoch sprach der Teufel die Wahrheit über ihn. Jesus gebot dem Teufel: „Verstumme und fahre aus von ihm!“ Er brauchte nicht die Hilfe des Teufels.»

(Frühe geistliche Erfahrungen; 13.07.1952)

 

 TAG 32                                       Der Familienaltar (Band 2)                                                       01. Februar

 

«Als er aber am See von Galiläa wandelte, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer. Und er spricht zu ihnen: Kommet mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sie aber verließen alsbald die Netze und folgten ihm nach. Und als er von dannen weiterging, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiffe mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze ausbesserten; und er rief sie. Sie aber verließen alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.» (Matthäus 4,18-22)

 

"Als Jesus hier auf Erden war, beanspruchte Er nie, etwas Besonderes zu sein. Er war nur ein Mensch, ein ganz normaler Mann. Wenn du Ihn auf der Straße gesehen hättest, wäre da kein Unterschied zu den anderen Leuten gewesen. Er wandelte unter ihnen und sie wussten nicht, wer Er war. Er kleidete sich nicht anders als die Anderen. Er führte ein demütiges Leben. Kein großer Mann; Er war vermutlich ein kleiner, dünner Kerl. Die Bibel sagt: „Er hatte kein Ansehen, dass wir seiner begehrt hätten.“ So wandelte und lebte Er dort unter den Menschen. Er schlief, aß und trank mit ihnen. Und mit wem war Er zusammen? Mit den Ärmsten der Armen – den Fischern unten am Fluss. Ich kann mir Petrus vorstellen, die alte, schmierige Fischerschürze umgebunden und Jesus sprach: „Du bist Simon, folge mir nach und sei ein Menschenfischer.“ Ich würde diese Worte lieber hören als irgendetwas anderes: „Folge mir.“ Oh, ihr sagt vielleicht: „Einen Moment, du hast ja gar keinen Titel.“ Petrus brauchte keinen Abschluss zu haben. Er wollte einfach Christus folgen. Das stimmt! „Folge nur mir nach“. Er hätte nicht einmal seinen eigenen Namen lesen können, hätte man ihm diesen aufgeschrieben. Die Bibel sagt, dass er unwissend und ungebildet war. Nicht nur unwissend, sondern auch ungebildet. Er war beides, unwissend und ungebildet. Aber als er durch die Pforte ging, welche „die Schöne“ genannt wurde, sprach er zu dem Mann: „Sieh uns an“, […] „Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: In dem Namen Jesu Christi, des Nazareners, stehe auf und wandle!“ Jemand aus der Gemeinde trat eines Abends als ein Heuchler auf. Er kam angeblich wegen einer bestimmten Sache und Petrus sprach: „Warum hat dir der Teufel es ins Herz gelegt, Gott zu belügen?“ Der Mann fiel tot um – es war Ananias. Dann kam Saphira herein und dasselbe geschah. Die Menschen schauten diesen alten Fischer an und wisst ihr, was sie taten? Wenn er einen bedeutenden Titel gehabt hätte, hätte er etwas vorweisen können. Aber Gott nahm einen Niemand und machte etwas aus ihm. Und wenn du aus deiner Sicht ein Niemand wirst, dann bist du jemand in den Augen Gottes. Denkt immer daran, Freunde, der Weg hinauf führt nach unten. „Wer irgend aber sich selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer irgend sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden.“Liebe Ihn einfach von ganzem Herzen und vergesse alles, was du je außerhalb von Jesus Christus gewusst hast. Gehe einfach vorwärts, indem du Ihn liebst und für Ihn arbeitest – Ihm dienst. Wenn Er möchte, dass du ein Fußabtreter bist, dann sei es einfach. Was auch immer Er möchte, dass du tun sollst, tue es."

("Gebetslinie";vom 21.11.1953)

 
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